[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Tragvorrichtung, insbesondere für Wechselverkehrszeichen,
mit deren Hilfe relativ schwere mechanische und elektronische Einheiten insbesondere
an Decken befestigt werden können.
[0002] Derartige Tragvorrichtungen sind spätestens seit der Einführung von mechanischen
oder elektro-optischen Wechselverkehrszeichen und Verkehrsleitsystemen bekannt. Üblicherweise
sind derartige Tragvorrichtungen senkrecht an zugehörigen Masten oder Brückenpfeilern
bzw. seitlich an Tunnelwänden angeordnet, damit die Verkehrsteilnehmer die in der
Tragvorrichtung befindlichen Signalgeber bereits aus weiter Entfernung gut erkennen
können.
[0003] In der EP 0 917 703 B1 ist eine optische Anzeigevorrichtung offenbart, die bedeutende
Vorteile hinsichtlich der Größenabmessungen liefert, indem die Tragvorrichtung im
Wesentlichen parallel zu einer vorgegebenen Bewegungsrichtung eines Beobachters ausgerichtet
ist und das Anzeigefeld aus mehreren voneinander beabstandeten, der Reihenfolge entsprechend
dem darzustellenden Zeichen in Bewegungsrichtung hintereinander angeordneten Anzeigesegmenten
gebildet ist, wobei die Anzeigesegmente im Wesentlichen parallel zur Flächennormalen
der das Anzeigefeld aufnehmenden Tragvorrichtung oder um weniger als 45° gegenüber
der Flächennormalen geneigt angeordnet sind. Durch diese Ausbildung genügt eine sehr
geringe Bauhöhe des Tragrahmens, da optisch aufgrund der Blickrichtung von schräg
unten der Eindruck einer zusammenhängenden Anzeigefläche entsteht.
[0004] In derartigen Anzeigevorrichtungen ist der Tragrahmen bislang zumeist fest an der
Tunneldecke montiert, was bei erstmaliger Installation, bei notwendigen Reparaturen
und beim Austausch von einzelnen Anzeigesegmenten erhebliche Probleme mit sich bringt.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Tragvorrichtung,
insbesondere für Wechselverkehrszeichen, zu schaffen, die in jeder räumlichen Anordnung
leicht installiert werden kann, bei der Reparaturen der Signalgeber oder deren Austausch
durch einen einzigen Monteur werkzeuglos auf einfache Weise vorgenommen werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Demgemäß ist eine Tragvorrichtung, insbesondere für Wechselverkehrszeichen, vorgesehen,
die einen ersten flachen Trägerrahmen aufweist, der bevorzugt an einer Decke eines
Tunnels parallel zu dieser verlaufend befestigbar ist, weiterhin einen zweiten flachen
Trägerrahmen, der zur Aufnahme von Signalgebern geeignet ist, wobei der zweite Trägerrahmen
an einem ersten Ende der Tragvorrichtung über erste Verbindungsmittel schwenkbar mit
dem ersten Trägerrahmen verbindbar ist und an einem zweiten Ende über zweite Verbindungsmittel
lösbar am ersten Trägerrahmen arretierbar ist.
[0008] Durch den zweitteiligen Aufbau der Tragvorrichtung und der schwenkbaren Anordnung
sowie die leicht wieder lösbare Verbindung der beiden Trägerrahmen wurde eine Konstruktion
geschaffen, bei der eine erste Installation im Wesentlichen auf die Befestigung des
ersten Trägerrahmens beschränkt ist, während das Hinzufügen des zweiten Trägerrahmens
extrem einfach ist und somit durch einen einzigen Monteur durchgeführt werden kann.
Ebenso sind Reparatur- oder Austauscharbeiten möglich, ohne die gesamte Vorrichtung
von ihrem Platz zu entfernen, da in einem herabhängenden Zustand des zweiten Trägerrahmens
entweder Signalgeber repariert und ausgetauscht werden können oder der gesamte zweite
Trägerrahmen auf einfache Weise ausgetauscht werden kann.
[0009] Eine besonders vorteilhafte Form der schwenkbaren Verbindung ist gegeben, wenn die
ersten Verbindungsmittel zwei Haken aufweisen, die am zweiten Trägerrahmen angeordnet
sind, sowie zwei bolzenförmige Abschnitte, die am ersten Trägerrahmen angeordnet sind,
wobei die Haken die bolzenförmigen Abschnitte schwenkbar umgreifen können. Damit ist
eine Verbindung geschaffen, die leicht lösbar ist und dennoch sowohl im herabhängenden
Zustand des zweiten Trägerrahmens als auch im eingerasteten Zustand (Betriebszustand)
eine sichere Verbindung gewährleisten.
[0010] Um eine leichte Schrägstellung des zweiten Trägerrahmens im ersten Trägerrahmen in
der eingerasteten Stellung zu erhalten, was im Sinne der optischen Erfassbarkeit der
Signalgeber vorteilhaft ist, weisen die zweiten Verbindungsmittel mindestens einen,
vorzugsweise zwei Bügel am zweiten Trägerrahmen auf, und mindestens eine bewegbare
Rasteinrichtung am ersten Trägerrahmen zum Festlegen des Bügels.
[0011] Vorteilhafterweise weist der Bügel im Bereich seines oberen Endes einen Bolzen auf,
der in mindestens einen im ersten Trägerrahmen ausgebildeten Schlitz einführbar ist,
wobei eine erste schwenkbare Rasteinrichtung zum Festlegen des Bügels den Bolzen nach
seiner Einführung in den Schlitz am Austreten hindert. Somit wird bei Entfernung aller
übrigen Rastsicherungen auf einfache Weise gewährleistet, dass der zweite Trägerrahmen
von der eingerasteten in die herabhängende Stellung gelangt.
[0012] Besonders einfach wird dies erreicht, wenn die erste Rasteinrichtung als federunterstützter
Sperrhaken ausgebildet ist, der eine im Wesentlichen V-förmige Aussparung aufweist,
in die der Bolzen bei seiner Bewegung in den Schlitz gleichzeitig einführbar ist,
wobei der Steg der V-förmigen Aussparung als Auflagefläche für den Bolzen geeignet
ist.
[0013] Der Bügel weist vorzugsweise an seinem oberen Ende einen Kopf auf, der ein spitz
zulaufendes vorderes Ende aufweist, in das eine erste und eine zweite Kante des Kopfes
münden. Aufgrund dieser Ausgestaltung ist es auf einfache Weise möglich, eine leicht
zu bedienende zweite Rasteinrichtung vorzusehen, die mit den beiden Kanten zusammenwirkt.
[0014] Vorzugsweise gelingt dies, wenn als zweite Rasteinrichtung eine schräg zur Vertikalen
bewegbare Rolle verwendet wird, die beim Einführen des Bügels von der ersten Kante
des Kopfes beaufschlagt und somit schräg emporgehoben wird.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform ist zwischen der Rolle und einer Querschiene
des ersten Trägerrahmens eine Blattfeder angeordnet, die die Rolle nach unten drückt,
wodurch die Rolle in ihre Raststellung gedrückt wird und eine Entriegelung des zweiten
Trägerrahmens aufgrund von Vibrationen verhindert wird.
[0016] Wenn sich der zweite Trägerrahmen in der vollständig eingeführten Stellung befindet,
bewegt sich die Rolle wiederum schräg nach unten und gelangt im Betriebszustand der
Tragvorrichtung zum unteren Endpunkt ihres Bewegungsbereichs, wo sich die zweite Kante
des Kopfes des Bügels auf ihr abstützt.
[0017] Im Sinne einer geeigneten Kinematik erstreckt sich die zweite Kante vorzugsweise
im Westentlichen unter 45° zur Vertikalen.
[0018] Die Verankerung und Führung der Rolle am ersten Trägerrahmen erfolgt vorzugsweise
dadurch, dass die Rolle an ihren Enden über zwei Bolzen, die in zwei im Wesentlichen
unter 45° zur Vertikalen verlaufenden Langlöchern geführt werden, im ersten Trägerrahmen
integriert ist.
[0019] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen.
- Fig. 1
- zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung im herabhängenden Zustand des zweiten Trägerrahmens;
- Fig. 2
- zeigt eine erfindungsgemäße lösbare Schwenkverbindung zwischen erstem und zweitem
Trägerrahmen;
- Fig. 3
- zeigt eine erfindungsgemäße Ausführungsform des zweiten Verschlussmittels zum lösbaren
Arretieren des zweiten Trägerrahmens im ersten Trägerrahmen in einer noch nicht eingerasteten
Stellung; und
- Fig. 4
- zeigt die Ansicht aus Fig. 3 in einer eingerasteten Stellung.
[0020] In Fig. 1 ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragvorrichtung 1 dargestellt.
Die Tragvorrichtung 1 setzt sich aus einem ersten Trägerrahmen 3 und einem zweiten
Trägerrahmen 5 zusammen. Der erste Trägerrahmen 3 ist mittels üblicher Befestigungsmittel
dauerhaft an seinem Untergrund befestigbar, wobei sich die Erfindung insbesondere
für Decken von Tunnels etc. eignet, obwohl der Einsatz der erfindungsgemäßen Tragvorrichtung
1 auch in jeder anderen beliebigen räumlichen Anordnung denkbar ist. Der erste Trägerrahmen
3 weist üblicherweise zwei in einem bestimmten Abstand zueinander angeordnete Winkelschienen
7 auf, die durch entsprechende Querschienen verbunden sind. Der dadurch entstehende
Außenrahmen kann zusätzlich durch eine Rückwand 11 ergänzt werden, obwohl dies nicht
erforderlich ist. Die Winkelschienen 7 und die Querschienen 9 bilden gemeinsam einen
Aufnahmeraum, in den der zweite Trägerrahmen 5 eingeführt werden kann. Der zweite
Trägerrahmen 5 ist von ähnlicher Form wie der erste Trägerrahmen 3, wobei er zur Aufnahme
von drehbaren mechanischen oder elektro-optischen Signalgebern 13 oder ähnlichen Einheiten
geeignet ist. Im vorliegenden Fall sind die dargestellten Signalgeber 13 lamellenartig
angeordnete Abschnitte eines Wechselverkehrszeichens, die entweder als mechanisch
bewegbare prismenförmige Elemente ausgebildet sind oder mit einer Vielzahl von Leuchtpunkten
ausgestattet sind, so dass sie in der Gesamtheit ein optisches Leuchtzeichen darstellen.
[0021] Der erste und der zweite Trägerrahmen 3, 5 sind im dargestellten herabhängenden Zustand
des zweiten Trägerrahmens 5 über erste Verbindungsmittel 15 schwenkbar verbunden.
[0022] Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt der Tragvorrichtung 1 mit den ersten Verbindungsmitteln
15. Die Verbindungsmittel 15 setzen sich demnach aus zwei an den Längsseiten des zweiten
Trägerrahmens 5 angeordneten Haken 17 sowie zwei bolzenförmigen Abschnitten 19, die
am ersten Trägerrahmen 3 angeordnet sind, zusammen. Die Haken 17 sind derart geformt,
dass sie die bolzenförmigen Abschnitte 19 derart tief umgreifen, dass die Verbindung
auch bei leichten Schwenkbewegungen in Richtung der Öffnung des Hakens 17 bestehen
bleibt. In Richtung der geschlossenen Seite des Hakens 17 ausgeführte Schwenkbewegungen
sind bis über die Horizontale hinaus möglich, ohne dass ein Verlust der Verbindung
auftritt. Aufgrund dieser Verbindung können die beiden Trägerrahmen 3, 5 sowohl leicht
miteinander verbunden als auch wieder voneinander gelöst werden und liefern eine schwenkbare
Verbindung, die insgesamt dennoch einen sehr sicheren Umgang mit der Tragvorrichtung
1 bei herabhängendem zweiten Trägerrahmen 5 gewährleistet.
[0023] In Fig. 3 ist das gegenüberliegende Ende der Tragvorrichtung 1 in einem Ausschnitt
dargestellt, wobei zweite Verbindungsmittel 21 zum Arretieren des zweiten Trägerrahmens
5 am ersten Trägerrahmen 3 im Detail dargestellt sind. Die zweiten Verbindungsmittel
21 weisen zunächst mindestens einen am zweiten Trägerrahmen 5 befestigten Bügel 23
auf, der auch als Schwenkbügel ausgebildet sein kann. Der Bügel 23 weist im Wesentlichen
eine winkelige Form auf, wobei der längere Schenkel 25 sich nach oben erstreckt und
der kürzere Schenkel 27 sich im Wesentlichen horizontal erstreckt und an seinem Ende
drehbar oder fest am zweiten Trägerrahmen 5 befestigt ist. Der längere Schenkel 25
weist an seinem Ende einen Kopf 29 auf, der ein spitz zulaufendes vorderes Ende 31
besitzt, in das eine erste, obere Kante 33 und eine zweite, untere Kante 35 münden.
Die untere Kante 35 ist im Wesentlichen gerade und verläuft etwa 45° schräg zur Vertikalen,
während die obere Kante 33 eine abgerundete Form aufweisen kann.
[0024] Im Bereich des Kopfes 29 ist außerdem ein nach außen abstehender Bolzen 37 angeordnet.
Dieser Bolzen 37 verläuft beim Einführen des zweiten Trägerrahmens 5 in den ersten
Trägerrahmen 3 in einem Schlitz 39, der in einem vertikalen Winkelschenkel des ersten
Trägerrahmens 3 ausgebildet ist und sich im Wesentlichen senkrecht in diesem erstreckt.
Zur Arretierung des Bügels 23 sind am ersten Trägerrahmen 3 eine erste Rasteinrichtung
41 und eine zweite Rasteinrichtung 43 angeordnet. Jede der beiden Einrichtungen 41,
43 alleine genommen würde bereits für eine lösbare Arretierung des zweiten Trägerrahmens
5 am ersten Trägerrahmen 3 ausreichen, allerdings ergeben sich durch die kombinierte
Verbindung der beiden Mechanismen zusätzliche Vorteile bei der Bedienung und hinsichtlich
Sicherheitsaspekten.
[0025] Die erste Rasteinrichtung 41 ist als federunterstützter Sperrhaken 45 ausgebildet,
der eine im Wesentlichen V-förmige und um 90° gekippte Aussparung 47 aufweist. Bei
der Einführung des Bolzens 37 in den Schlitz 39 wird der Bolzen 37 gleichzeitig in
die Aussparung 47 eingeführt, und der Sperrhaken 45 macht entsprechend der gekippten
V-Form der Aussparung 47 eine seitliche Ausgleichsbewegung. Sobald der Bolzen 37 die
Spitze des "V" überschritten hat, wird er dadurch am Rücklauf gehindert, dass der
federunterstützte Sperrhaken 45 wieder in seine Ausgangsstellung zurückschwingt und
der Bolzen 37 durch den Steg 49 der V-förmigen Aussparung 47 an einer weiteren Bewegung
nach unten gehindert wird. Der Steg 49 weist dabei vorzugsweise eine waagerechte Kante
auf, damit der Bolzen 37 sicher auf ihm liegen kann.
[0026] Als zweite Rasteinrichtung 43 kann eine in Querrichtung des ersten Trägerrahmens
3 verlaufende bewegbare Rolle 51 vorgesehen sein, die an ihren äußeren Enden über
zwei Bolzen 53, die in zwei Langlöchern 55 geführt werden, im ersten Trägerrahmen
3 integriert ist. Die Langlöcher 55 verlaufen dabei unter ca. 45° zur Vertikalen,
so dass eine schräge geführte Aufwärts- und Abwärtsbewegung der Rolle 51 ermöglicht
wird.
[0027] Beim Einführen des zweiten Trägerrahmens 5 in den ersten Trägerrahmen 3 wird der
Bolzen 37 des Bügels 23 im Schlitz 39 geführt, und somit vollzieht auch der Kopf 29
des Bügels 23 eine definierte Aufwärtsbewegung. Bei dieser Aufwärtsbewegung gelangt
die obere Kante 33 des Kopfes 29 in Kontakt mit der Rolle 51 und schiebt diese entlang
der Langlöcher 55 seitlich schräg nach oben, bis das vordere spitze Ende 31 des Kopfes
29 sich über der Höhe der Längsachse der Rolle 51 befindet. Die Rolle 51 gleitet daraufhin
wieder in den Langlöchern 55 schräg nach unten in den Ausgangszustand, und wenn der
Monteur den zweiten Trägerrahmen 5 loslässt, legt sich die schräge untere Kante 35
des Kopfes 29 von oben auf die Rolle 51 ab und wird durch diese an einer nach unten
gerichteten Bewegung gehindert.
[0028] Bei diesem in Fig. 4 dargestellten eingerasteten Zustand befindet sich der Bügel
23 in einer höheren Position als im eingerasteten Zustand bezüglich des Sperrhakens
45. Somit kann das Lösen des zweiten Trägerrahmens 5 aus dem ersten Trägerrahmen 3
auf besonders einfache Weise dadurch erfolgen, dass der Monteur die Rolle 51 nach
schräg oben schiebt, wodurch das spitze Ende 31 des Bügels 23 frei wird und der Bügel
23 somit nach unten fällt, bis der Bolzen 37 durch den Steg 49 des Sperrhakens 45
aufgehalten wird. Aus dieser Stellung gelingt es leicht, durch Betätigen der Sperrhaken
45 den Bügel 23 vollständig zu entriegeln und den zweiten Trägerrahmen 5 in die herabhängende
Stellung gemäß Fig. 1 zu bewegen. In dieser Stellung können Reparaturen oder Austauscharbeiten
besonders einfach durchgeführt werden.
[0029] Die doppelte Rasteinrichtung 41, 43 dient also neben der größeren Sicherheit außerdem
zur einfachen und sicheren Aufhebung der Arretierverbindung zwischen zweitem Trägerrahmen
5 und erstem Trägerrahmen 3. Um die Entriegelung des zweiten Trägerrahmens 5 durch
Vibration zu verhindern und außerdem das Abwärtsgleiten der Rolle 51 in den Langlöchern
55 zu fördern, kann zusätzlich eine Blattfeder (nicht dargestellt) zwischen der Rolle
51 und der entsprechenden Querschiene 9 des ersten Trägerrahmens 3 angeordnet sein,
die die Rolle 51 nach unten drückt.
[0030] Es ist klar, dass das erfindungsgemäße Prinzip auch mit hiervon abweichenden geometrischen
Ausgestaltungen verwirklicht werden kann. So können z. B. andere Verbindungsmittel
zwischen Rolle 51 und erstem Trägerrahmen 3 gewählt werden, und auch die geometrische
Ausgestaltung des Sperrhakens 45 und des Bügels 23 ist nicht auf die dargestellte
Ausführungsform festgelegt.
[0031] Mit der erfindungsgemäßen Tragvorrichtung gelingt es somit, ohne großen Aufwand in
jeder beliebigen räumlichen Orientierung eine einfache Aufstellung und Reparatur sowie
einen schnellen Austausch von Teilen zu ermöglichen.
1. Tragvorrichtung, insbesondere für Wechselverkehrszeichen, die einen ersten flachen
Trägerrahmen (3) aufweist, der bevorzugt an einer Decke eines Tunnels parallel zu
dieser verlaufend befestigbar ist, weiterhin einen zweiten flachen Trägerrahmen (5),
der zur Aufnahme von Signalgebern (13) geeignet ist, wobei der zweite Trägerrahmen
(5) an einem ersten Ende der Tragvorrichtung über erste Verbindungsmittel (15) schwenkbar
mit dem ersten Trägerrahmen (3) verbindbar ist und an einem zweiten Ende über zweite
Verbindungsmittel (21) lösbar am ersten Trägerrahmen (3) arretierbar ist.
2. Tragvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Verbindungsmittel (15) zwei Haken (17) aufweisen, die am zweiten Trägerrahmen
(5) angeordnet sind, sowie zwei bolzenförmige Abschnitte (19), die am ersten Trägerrahmen
(3) angeordnet sind, wobei die Haken (17) die bolzenförmigen Abschnitte (19) schwenkbar
umgreifen können.
3. Tragvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die zweiten Verbindungsmittel (21) mindestens
einen, vorzugsweise zwei Bügel (23) am zweiten Trägerrahmen (5) aufweisen, und mindestens
eine bewegbare Rasteinrichtung (41, 43) am ersten Trägerrahmen (3) zum Arretieren
des Bügels (23).
4. Tragvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (23) im Bereich seines oberen Endes einen Bolzen (37) aufweist, der in
mindestens einen im ersten Trägerrahmen (3) ausgebildeten Schlitz (39) einführbar
ist, wobei eine erste schwenkbare Rasteinrichtung (41) zum Festlegen des Bügels (23)
den Bolzen (37) nach seiner Einführung in den Schlitz (39) am Wiederaustreten hindert.
5. Tragvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Rasteinrichtung (41) als federunterstützter Sperrhaken (45) ausgebildet
ist, der eine im Wesentlichen V-förmige Aussparung (47) aufweist, in die der Bolzen
(37) bei seiner Bewegung in den Schlitz (39) gleichzeitig einführbar ist, wobei ein
Steg (49) der V-förmigen Aussparung (47) als Auflagefläche für den Bolzen (37) geeignet
ist.
6. Tragvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (23) an seinem oberen Ende einen Kopf (29) aufweist, der ein spitz zulaufendes
vorderes Ende (31) aufweist, in das eine erste und eine zweite Kante (33, 35) des
Kopfes (29) münden.
7. Tragvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Rasteinrichtung (43) eine schräg zur Vertikalen bewegbare Rolle (51)
aufweist, die beim Einführen des Bügels (23) von der ersten Kante (33) des Kopfes
(29) beaufschlagt und somit schräg emporgehoben wird.
8. Tragvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Rolle (51) und einer Querschiene (9) des ersten Trägerrahmens (3) eine
Blattfeder angeordnet ist, die die Rolle 51 nach unten drückt.
9. Tragvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Rolle (51) im Betriebszustand der Tragvorrichtung am unteren Endpunkt ihres
Bewegungsbereichs befindet und die zweite Kante (35) des Kopfes (29) des Bügels (23)
sich auf ihr abstützt.
10. Tragvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich die zweite Kante (35) im Wesentlichen unter 45° zur Vertikalen erstreckt.
11. Tragvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle (51) an ihren Enden über zwei Bolzen (53), die in zwei im Wesentlichen
unter 45° zur Vertikalen verlaufenden Langlöchern (55) geführt werden, im ersten Trägerrahmen
(3) integriert ist.