[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Subminiaturschalter nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1. Ein derartiger Subminiaturschalter ist im Stand der Technik bekannt,
insbesondere aus den Druckschriften EP 618 603 B1 und GB 2142 471 A.
[0002] Die Subminiaturschalter nach dem Stand der Technik verfügen über ein Gehäuse mit
Deckel, einen aus dem Gehäuse ragenden Betätiger und äußere Anschlusskontakte. Der
Betätiger ist relativ zur Mitte des Gehäuses versetzt angeordnet. Die Anschlusskontakte
sind mit innerhalb des Gehäuses liegenden Festkontakten elektrisch leitend verbunden.
Ein beweglich gelagerter, insbesondere drehbar gelagerter Kontaktgeber kann - abhängig
von der Betätigerstellung - zwei Positionen einnehmen. In der ersten und zweiten Schaltstellung
wird der Kontaktgeber jeweils durch eine bistabile Federanordnung (Zugfeder) gehalten.
[0003] Im Gehäuse ist ein zusätzliches Bauteil, ein Niederhalter oder Trenner oder Hilfsbetätiger,
vorgesehen, der beim Umschalten von der ersten Schaltstellung in die zweite Schaltstellung
vom Betätiger mit durchgedrückt wird. Der Hilfsbetätiger ist im Stand der Technik
an dem Betätiger gelagert.
[0004] Solche Subminiaturschalter werden im industriellen Bereich in Rohrmotoren von Rollladenantrieben
oder Sonnenschutzantrieben eingesetzt, um die Endstellungen des Rollladens abzufragen.
An diese Mikroschalter werden hohe Anforderungen hinsichtlich der Betriebssicherheit
und der Lebensdauer gestellt. Die in den Endstellungen auftretenden kapazitiven Belastungen
der Kontakte führen leicht zum Verkleben oder Verschweißen der Kontakte. Die normale
Kontaktabrisskraft, die durch die Zugfeder der bistabilen Federanordnung erzeugt wird,
reicht dann nicht mehr aus, um den verklebten Kontakt aufzureißen. Dies kann zur Zerstörung
des nicht abgeschalteten Antriebs führen. Um dies zu verhindern, muss sichergestellt
sein, dass der zu öffnende Kontakt nach einem definierten Weg des Betätigers trotz
Klebens der Kontakte mechanisch aufgerissen wird.
[0005] Zu diesem Zweck sind die zusätzlichen Trenner bekannt. Die Herstellung und Montage
dieser Mikroschalter ist wegen des zusätzlichen Bauteils aufwendiger.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Subminiaturschalter der eingangs genannten Art
mit einer konstruktiv einfachen und zuverlässigen Zwangsöffnung zu versehen, ohne
dabei die Baugröße zu verändern.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Subminiaturschalter mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen
enthalten.
[0008] Die erfindungsgemäße Lösung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Trenner oder Hilfsbetätiger
in einem Deckel des Gehäuses fixiert ist und dass der Trenner oder Hilfsbetätiger
durch den Betätiger genau in Richtung der Kontaktstelle bewegt wird. In der Regel
ist der Trenner mit dem Deckel des Gehäuses verrastet. Der Trenner kann aber auch
in dem Deckel verklemmt oder verklebt sein. Der Deckel ist konstruktiv so ausgelegt,
dass er eine Auslenkung des Trenners aufnehmen kann. Zwischen der Lagerstelle im Deckel
und der Angriffsstelle des Betätigers ist eine Querstrebe auf der Höhe der Kontakte
angebracht. Wenn der Trenner durch den Betätiger auf den Kontaktgeber niedergedrückt
wird, so reißt die Querstrebe des Trenners eine eventuelle Verschweißung des sogenannten
NC-Kontakts auf.
[0009] Diese Lösung ist einfacher als die im Stand der Technik bekannten Lösungen und erlaubt
es, im Falle einer Verschweißung des sogenannten NC-Kontakts eine Zwangsöffnung an
dieser Kontaktstelle herbeizuführen. Der Trenner berührt dabei direkt den Kontaktgeber
und bewirkt durch Krafteinleitung, die parallel zur Bewegungsrichtung erfolgt, ein
Aufreißen der Verschweißung.
[0010] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Ansicht des Subminiaturschalters mit Trenner und Betätiger;
Figur 2 eine Schnittansicht des Mikroschalters in der Ausgangsstellung des Betätigers;
Figur 3 eine Ansicht des Mikroschalters mit verschweißten Kontakten, wobei der Trenner
am Kontaktgeber angreift, und
Figur 4 eine Schnittansicht des Mikroschalters in der Endstellung des Betätigers.
[0011] In der perspektivischen Ansicht gemäß Figur 1 ist der Subminiaturschalter 1 mit dem
Betätiger 7 oben und mit den Anschlussfahnen oder Anschlusskontakten 9, 11 und 13
unten zu erkennen. Der Aufbau ruht auf dem Sockel 3 des Gehäuses, aus dem die Anschlusskontakte
9, 11 und 13 nach unten herausragen. Der Deckel 5 des Gehäuses ist nur halbseitig
dargestellt.
[0012] Der Betätiger 7 ist bei dieser Bauart von Mikroschaltern nicht mittig angeordnet,
sondern (im Beispiel) nach rechts versetzt. Der Betätiger 7 drückt über eine Zugfeder
19 auf einen Kontaktgeber 15, der beweglich (insbesondere drehbar) gelagert ist und
der an seinem beweglichen Ende zwei Kontakte 17 aufweist. Die Schneide des Kontaktgebers
15 ist über ein Kontaktlager (nicht dargestellt) elektrisch mit dem gemeinsamen Anschlusskontakt
9 verbunden. Die Kontakte 17 bilden Kontaktstellen mit Festkontakten 24 und 27. Der
obere Festkontakt 24 ist elektrisch über eine Verbindungsleitung 25 mit dem Anschlusskontakt
11 verbunden; der untere Festkontakt 27 ist entsprechend mit dem Anschlusskontakt
13 verbunden.
[0013] Der Betätiger 7 nimmt eine Anfangsstellung ein, die in Figur 2 im Schnitt gezeigt
ist. Die Zugfeder 19 und der Kontaktgeber 15 sind als bistabile Federanordnung ausgelegt
und stabilisieren den Kontaktgeber 15 zunächst in einer oberen Kontaktstellung (Ausgangsstellung
des Betätigers 7 in Figur 2) und stabilisieren den Kontaktgeber 15 dann gemäß Figur
4 in einer unteren Kontaktstellung (Endstellung des Betätigers 7).
[0014] Wie bereits eingangs beschrieben, neigt der Kontaktgeber 15 in der in Figur 2 gezeigten
Kontaktstellung zum Verschweißen oder Verkleben mit dem Festkontakt 24. Durch ein
zusätzliches Bauteil, den Trenner oder Hilfsbetätiger 21, wird der Anschlusskontakt
11 (NC-Kontakt) bei der Kontaktöffnung mechanisch unterstützt. Beim Betätigen fährt
der Betätiger 7 auch auf den Hilfsbetätiger 21, Der Trenner 21 drückt dann im Bereich
der Festkontakte 24, 27 durch eine Querstrebe 23 auf den Kontaktgeber 15, um diesen
mechanisch loszureißen. Wie die Figur 1 zeigt, ist der Hilfsbetätiger 21 auf seiner
linken Seite im Gehäusedeckel 5 fixiert. Auf seiner rechten Seite ist der Trenner
21 beweglich und kann mit seiner Querstrebe 23 die mechanische Kontaktöffnung unterstützen.
[0015] In Figur 3 ist eine Zwischensituation gezeigt, in der der Betätiger 7 noch nicht
seine Endposition gemäß Figur 4 erreicht hat. Allerdings versucht die Zugfeder 9 bereits
den Kontakt zu lösen. Die Figur 3 zeigt diejenige Phase, in welcher die Querstrebe
23 des Trenners 21 unterstützend eingreift.
Liste der Bezugszeichen
[0016]
- 1
- Subminiaturschalter oder Mikroschalter
- 3
- Gehäusesockel
- 5
- Gehäusedeckel
- 7
- Betätiger
- 9
- gemeinsamer Anschlusskontakt COM
- 11
- Anschlusskontakt NC
- 13
- Anschlusskontakt NO
- 15
- beweglich gelagerter Kontaktgeber
- 17
- Kontakte des Kontaktgebers 15
- 19
- Zugfeder einer bistabilen Federanordnung
- 21
- Trenner oder Hilfsbetätiger
- 23
- Querstrebe des Trenners 21
- 24
- Festkontakt des Anschlusskontakts 11
- 25
- Verbindungsleitung vom Anschlusskontakt 11 zum Festkontakt 24
- 27
- Festkontakt des Anschlusskontakts 13
1. Subminiaturschalter (1)
- mit einem Gehäuse (3,5),
- mit einem in Bezug auf die Mitte des Gehäuses (3,5) versetzt angeordneten, aus dem
Gehäuse ragenden Betätiger (7),
- mit Anschlusskontakten (11,13), die mit innerhalb des Gehäuses (3,5) liegenden Festkontakten
(24,27) elektrisch leitend in Verbindung (z.B. 25) stehen,
- wobei die Festkontakte (24,27) auf der dem versetzt angeordneten Betätiger (7) gegenüberliegenden
Seite des Gehäuses (3,5) angeordnet sind,
- und mit einem beweglich gelagerten Kontaktgeber (15), der durch eine bistabile Federanordnung
(19) in Abhängigkeit von der Schaltstellung des Betätigers (7) in einer ersten oder
zweiten Schaltstellung gehalten wird,
- und mit einem Trenner oder Hilfsbetätiger (21),
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Trenner oder Hilfsbetätiger (21) in einem Deckel (5) des Gehäuses (3,5) fixiert
ist und
- der Trenner oder Hilfsbetätiger (21, 23) durch den Betätiger (7) in Richtung der
Kontaktstelle (17) der Festkontakte (24,27) und des Kontaktgebers (15) bewegt wird,
indem der Betätiger (7) auf den in Deckel (5) fixierten Trenner (21) fährt.
2. Subminiaturschalter (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Ende des Trenners oder Hilfsbetätigers (21) eine Querstrebe (23) aufweist,
die in einem Bereich neben der Kontaktstelle (17) angreift, um die Kontaktöffnung
mechanisch zu unterstützen.
3. Subminiaturschalter (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Trenner oder Hilfsbetätiger (21) in dem Deckel (5) verrastet ist.
4. Subminiaturschalter (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Trenner oder Hilfsbetätiger (21) in dem Deckel (5) verklemmt oder verklebt ist.