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(11) |
EP 1 654 076 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.10.2007 Patentblatt 2007/43 |
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Anmeldetag: 13.08.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2004/009129 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/018843 (03.03.2005 Gazette 2005/09) |
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VERFAHREN ZUR VERLÄNGERUNG DES GIESSZYKLUS BEIM ZWEIROLLEN-BANDGIESSEN SOWIE ANLAGE
ZUR DURCHFÜHRUNG DES VERFAHRENS
METHOD FOR EXTENDING THE CASTING CYCLE FOR TWO-ROLL STRIP CASTING, AND INSTALLATION
FOR CARRYING OUT SAID METHOD
PROCEDE POUR PROLONGER LE CYCLE DE COULEE LORS DE LA COULEE A DEUX CYLINDRES D'UN
FEUILLARD ET INSTALLATION POUR LA MISE EN OEUVRE DUDIT PROCEDE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Priorität: |
13.08.2003 CH 13982003
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.05.2006 Patentblatt 2006/19 |
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Patentinhaber: |
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- SMS Demag Aktiengesellschaft
40237 Düsseldorf (DE)
- Main Management Inspiration AG
6052 Hergiswil/NW (CH)
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Erfinder: |
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- MARTI, Heinrich
CH-8127 Forch (CH)
- BARBE, Jacques
F-42660 Tarantaise (FR)
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| (74) |
Vertreter: Klüppel, Walter et al |
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Patentanwälte Hemmerich & Kollegen
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 707 908
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DE-C- 10 163 373
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verlängerung des Giesszyklus beim Zweirollen-Bandgiessen,
mit in-Line-Walzen für das Stahlband, das in mindestens einer, vorzugsweise zwei aufeinanderfolgenden
Walzeinheiten eines Walzwerks mit auswechselbaren Arbeitsrollen gewalzt wird. Die
Erfindung betrifft ferner eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Ein gattungsgemäßes Verfahren sowie eine gattungsgemäße Vorrichtung sind z.B aus
Dokument
EP-A 0707908 bekannt.
[0003] Walzwerks-Arbeitsrollen sind bekanntlich im Betrieb Verschleiss unterworfen. Deshalb
ist es im Walzbetrieb erforderlich, insbesondere die Arbeitsrollen der Walzeinheiten
im Endbanddickenbereich regelmässig auszuwechseln, um zu vermeiden, dass Verschleissspuren
auf dem Endband zu Fehlern führen bzw. dass eine schlechte Bandoberfläche erzeugt
wird.
[0004] 1m herkömmlichen Warmwalzbetrieb werden die Arbeitsrollen der letzten Walzeinheiten
etwa alle 3 Arbeitsstunden ausgewechselt. Der Wechsel erfolgt dabei im diskontinuierlichen
Betrieb, d.h. zwischen den Walzungen.
[0005] Beim neuartigen Zweirollen-Bandgiessen mit in-Line Walzen beträgt die Walztemperatur
ca. 1000°-1200° C, also soviel wie im herkömmlichen Warmwalzbetrieb. Die Bandgeschwindigkeit
beträgt jedoch nur 0,5-2,0 m/s und ist damit viel geringer als im herkömmlichen Betrieb,
bei dem mit Walzgeschwindigkeiten von ca. 20 m/s gewalzt wird. Dabei werden im Giessprozess
Giesszyklen von 10 Stunden und mehr angestrebt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, beim Zweirollen-Bandgiessen von Stahlband
mit in-Line Walzen des Stahlbandes den Giesszyklus zu verlängern.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass im Walzwerk die zu wechselnden
Arbeitsrollen während des Giessens unter bzw. über das Stahlband sowie seitlich aus
der Walzeinheit herausziehbar ausgetauscht werden. Auf diese Weise ist es möglich,
den Giessvorgang unabhängig vom Walzvorgang beliebig fortzusetzen, weil der Giesszyklus
nicht durch die begrenzte Haltbarkeit der Rollenoberfläche der Walzwerks-Arbeitsrollen
eingeschränkt wird.
[0008] Die Erfindung sieht ferner vor, dass bei zwei aufeinanderfolgenden Walzeinheiten
während des Rollenwechsels der einen Walzeinheit mit den Arbeitsrollen der anderen,
im Einsatz befindlichen Walzeinheit eine grössere Banddicke als vor dem Rollenwechsel
erzeugt wird, nämlich entsprechend der Reduktionsrate dieser Einheit.
[0009] Alternativ dazu ist es erfindungsgemäss vorgesehen, dass bei zwei aufeinanderfolgenden
Walzeinheiten während des Rollenwechsels der einen Walzeinheit, mit den Arbeitsrollen
der im Einsatz befindlichen Walzeinheit vorübergehend ohne Übergang die gleiche Banddicke
wie vor dem Rollenwechsel erzeugt wird, wobei sie dann die Gesamtreduktionsrate der
beiden Walzeinheiten übernehmen. Somit bleibt die gefahrene Banddicke während des
Wechselvorganges unverändert.
[0010] Um in der Übergangsphase Abweichungen der Banddicke zu vermeiden, sieht die Erfindung
vor, dass vorerst die jeweils gefahrene Banddicke mit den Arbeitsrollen der im Einsatz
befindlichen Walzeinheit angesteuert wird, bevor die zu wechselnden Arbeitsrollen
entspannt werden.
[0011] Um die Arbeit der im Einsatz befindlichen Walzeinheit zu unterstützen, ist es erfindungsgemäss
vorgesehen, dass während des Rollenwechsels die im Giessprozess die Giessdicke massgeblich
beeinflussenden Parameter, wie Giessgeschwindigkeit und/oder Badspiegelhöhe und/oder
Wärmeabfuhr und/oder Temperatur des eingebrachten Flüssigstahls verändert werden.
Dadurch ist es möglich, während des Rollenwechsels die Giessdicke nach den Erfordernissen
der im Betrieb befindlichen Walzeinheit zu variieren.
[0012] Die Erfindung betrifft ferner eine Anlage zur Durchführung des erfindungsgemässen
Verfahrens, deren mindestens eine Walzeinheit, vorzugsweise deren zwei aufeinanderfolgende
Walzeinheiten mit über bzw. unter das Stahlband auswechselbaren Arbeitsrollen versehen
sind. Um beim Rollenwechsel eine Beschädigung des Stahlbandes zu vermeiden, sind die
oberen Arbeitsrollen erfindungsgemäss mit Hebevorrichtungen versehen, mittels derer
sie vom Stahlband abhebbar sowie seitlich herausziehbar sind.
[0013] Hierfür ist es gemäss der Erfindung vorgesehen, dass die Arbeitsrollen durch die
Hebevorrichtungen anhebbar sind, und dass das Walzwerk vor und hinter den Arbeitsrollen
mit Heberollen für das Stahlband versehen sind. Zweckmässigerweise sind die Heberollen
am freien Ende von Schwenkhebeln angeordnet.
[0014] Durch gegenseitig abgestimmtes Anheben der Arbeitsrollen und des Stahlbandes wird
zwischen diesem und den Arbeitsrollen ein Zwischenspalt erzeugt, der das berührungsfreie
Durchlaufen des Stahlbandes zwischen den auszuwechselnden Arbeitsrollen sicherstellt.
[0015] Es ist dabei im Sinne einer einfachen Arbeitsweise von Vorteil, wenn die obere Arbeitsrolle
zusammen mit der ihr zugeordneten Stützwalze anhebbar ist.
[0016] Um den Wechselvorgang zu erleichtern bzw. zu beschleunigen, sieht die Erfindung vor,
dass die Arbeitsrollen auf mitfahrende und/oder ein- und ausschwenkbare Führungen
abstützbar sind.
[0017] Ist der Verschleiss der auszuwechselnden Arbeitsrollen unterschiedlich, sind diese
dann zweckmässigerweise einzeln auswechselbar. Sonst ist es aber von Vorteil, die
beiden Arbeitsrollen paarweise gleichzeitig auszuwechseln. In diesem Fall sieht die
Erfindung vor, dass die auszuwechselnden Arbeitsrollen mit einer gemeinsamen Auszugsvorrichtung
versehen sind.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- das Walzwerk einer Zweirollen-Giessanlage mit in-Line Walzwerk, in der Seitenansicht
dargestellt,
- Fig. 2
- das Walzwerk aus Fig. 1, in einem Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1 dargestellt,
und
- Fig. 3
- die Einzelheit III aus Fig. 1 mit einer Ausführungsvariante der Heberollen für das
Stahlband, schematisch dargestellt.
[0019] Das in den Figuren 1 und 2 dargestellte Walzwerk besteht aus zwei aufeinanderfolgenden
Walzeinheiten 1 und 2, jede mit einem Gerüst 3 bzw. 4 sowie einem Paar Walzwerks-Arbeitsrollen
5a, 5b bzw. 6a, 6b mit Stützrollen 7a, 7b bzw. 8a, 8b ausgerüstet. Beide Walzeinheiten
sind im einzelnen identisch ausgebildet. Der Einfachheit halber wird daher nachfolgend
nur die Walzeinheit 2 näher beschrieben.
[0020] Die Arbeitsrollen 6a, 6b dieser Einheit sind auf Lagergehäusen 9, 10 bzw. 11, 12
gelagert, die auf Führungsträgern 13 bzw. 14 abgestützt sind. In Fortsetzung dieser
Träger sind weitere Führungen 15, 16 zur Aufnahme der Arbeitsrollen 6a und 6b beim
Auswechseln der Rollen angeordnet.
[0021] Die Führungsträger 13, 14 und somit die darauf abgestützten Arbeitsrollen 6a bzw.
6b sind mittels hydraulischer Hebevorrichtungen 17 anhebbar, die auf Traggehäuse 19
bzw. 20 der Führungsträger 13, 14 samt Arbeitsrollen 6a bzw. 6b wirksam sind. Ihre
Hubrichtung ist in Figur 2 mit den Bezugszahlen 21, 22 gekennzeichnet.
[0022] Das Stahlband 23, das in der nicht dargestellten Zweirollen-Giessanlage hergestellt
wird, durchläuft die Walzeinheiten 1 und 2, gestützt auf hydraulisch anhebbaren Heberollen
24, 25, die vor und hinter den Arbeitsrollen 5a, 5b bzw. 6a, 6b der Walzeinheiten
1 und 2 platziert sind. In der Variante nach Figur 3 sind die Heberollen 24, 25 an
den freien Enden von Schwenkhebeln 26 bzw. 27 angeordnet.
[0023] Den Arbeitsrollen 6a, 6b sind eine nicht dargestellte Auszugsvorrichtung zum gemeinsamen
Herausziehen der Rollen aus dem Bereich der Walzstrecke zugeordnet. Ihre Zugrichtung
ist in Figur 2 mit der Bezugszahl 28 gekennzeichnet.
[0024] Zum Auswechseln der Arbeitsrollen 6a und 6b der Walzeinheit 2 wird vorerst mit den
Arbeitsrollen 5a, 5b der Walzeinheit 1 die jeweils gefahrene Banddicke angesteuert,
nämlich bevor das zu wechselnde Arbeitsrollenpaar 6a, 6b entspannt wird. Durch diese
Verfahrensweise wird erreicht, dass mit der Walzeinheit 1 vorübergehend ohne Übergang
weiterhin die gleiche Banddicke wie vorher mit den beiden Walzeinheiten 1 und 2 zusammen
erzeugt wird, wobei dann die Walzeinheit 1 die Gesamtreduktionsrate der beiden Walzeinheiten
übernimmt.
[0025] Anschliessend werden die Führungsträger 13 und 14 mit den Arbeitsrollen 6a, 6b mittels
der Hebevorrichtungen 17 angehoben. Gleichzeitig damit wird auch das Stahlband 23
mittels der Heberollen 24, 25 angehoben.
[0026] Hierbei wird die Hubstrecke der Arbeitsrollen und des Stahlbandes so bemessen, dass
nach dem Anheben derselben ober- und unterhalb des Stahlbandes zwischen ihm und den
Arbeitsrollen ein Zwischenspalt gebildet ist. Dadurch wird sichergestellt, dass beim
Auswechseln der Arbeitsrollen diese keine Beschädigung der Bandoberfläche verursachen.
[0027] Es ist auch im Rahmen der Erfindung ohne weiteres möglich, die Hebevorrichtungen
17 so auszubilden, dass sie direkt auf die Führungsträger 13, 14 der Arbeitsrollen
6a, 6b wirksam sind. In diesem Fall wird die obere Arbeitsrolle 6a zusammen mit der
ihr zugeordneten Stützrolle 8a angehoben, während die untere Arbeitsrolle 6b allein
angehoben werden kann.
[0028] Nach Anheben der Arbeitsrollen 6a und 6b werden diese gemeinsam in Richtung des Pfeils
28 auf den Führungsträgern 13, 14 und den sich daran anschliessenden Führungen 15,
16 aus dem Walzstreckenbereich herausgezogen und zur Reparaturwerkstatt abtransportiert.
Um diesen Vorgang zu erleichtern, sind die Führungen 15, 16 mit den Arbeitsrollen
mitfahrbar. Sie können auch nach Bedarf ein- bzw. ausgeschwenkt werden.
[0029] Das Einbauen der neuen Arbeitsrollen erfolgt analog, nur in umgekehrter Reihenfolge.
[0030] Selbstverständlich ist es im Rahmen der Erfindung auch möglich, die Arbeitsrollen
6a, 6b einzeln auszuwechseln, wobei in diesem Fall jede Arbeitsrolle eine eigene Auszugsvorrichtung
aufweisen kann.
[0031] Es ist ebenfalls möglich, beim Auswechseln der Arbeitsrollen so zu verfahren, dass
während des Rollenwechsels mit den Arbeitsrollen der im Einsatz befindlichen Walzeinheit
eine grössere Banddicke erzeugt wird, nämlich entsprechend der Reduktionsrate dieser
Einheit. Dadurch wird die Steuerung des Walzwerkes während des Wechselvorganges vereinfacht.
[0032] Das beschriebene Verfahrens ist selbstverständlich auch zum Auswechseln der Arbeitsrollen
5a, 5b der Walzeinheit 1, sowie auch bei Walzwerken mit mehr als zwei aufeinanderfolgenden
Walzeinheiten anwendbar.
1. Verfahren zur Verlängerung des Giesszyklus beim Zweirollen-Bandgiessen, mit in-Line-Walzen
für das Stahlband, das in mindestens einer Walzeinheit (1), vorzugsweise in zwei aufeinanderfolgenden
Walzeinheiten (1, 2) eines Walzwerks mit auswechselbaren Arbeitsrollen (5a, 5b, 6a,
6b) gewalzt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zu wechselnden Arbeitsrollen (5a, 5b; 6a, 6b) während des Giessens unter bzw.
über das Stahlband (23) sowie seitlich aus der Walzeinheit (1, 2) herausziehbar ausgetauscht
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei zwei aufeinanderfolgenden Walzeinheiten (1, 2) während des Rollenwechsels der
Walzeinheit (2),mit den Arbeitsrollen (5a, 5b) der anderen, im Einsatz befindlichen
Walzeinheit (1) eine grössere Banddicke als vor dem Rollenwechsel erzeugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei zwei aufeinanderfolgenden Walzeinheiten (1, 2) während des Rollenwechsels der
Walzeinheit (2), mit den Arbeitsrollen (5a, 5b) der im Einsatz befindlichen Walzeinheit
(1) vorübergehend ohne Übergang die gleiche Banddicke wie vor dem Rollenwechsel erzeugt
wird, wobei sie dann die Gesamtreduktionsrate der beiden Walzeinheiten (1, 2) übernehmen.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass vorerst mit den Arbeitsrollen (5a, 5b) der im Einsatz befindlichen Walzeinheit (1)
die jeweils gefahrene Banddicke angesteuert wird, bevor die zu wechselnden Arbeitsrollen
(6a, 6b) entspannt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass während des Rollenwechsels die im Giessprozess die Giessdicke massgeblich beeinflussenden
Parameter, wie Giessgeschwindigkeit und /oder Badspiegelhöhe und /oder Wärmeabfuhr
und/oder Temperatur des eingebrachten Flüssigstahls im Sinne einer Unterstützung der
im Einsatz befindlichen Walzeinheit (1) verändert werden.
6. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, deren mindestens
eine Walzeinheit (1), vorzugsweise deren zwei aufeinanderfolgende Walzeinheiten (1,
2) mit über bzw. unter das Stahlband (23) auswechselbaren Arbeitsrollen (5a, 5b, 6a,
6b) versehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Arbeitsrollen (5a, 5b; 6a, 6b) mittels Hebevorrichtungen (17) vom Stahlband (23)
abhebbar sind sowie seitlich herausziehbar sind.
7. Anlage nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Arbeitsrollen (5a, 5b; 6a, 6b) durch die Hebevorrichtungen (17) anhebbar sind
und das Walzwerk vor und hinter den Arbeitsrollen mit Heberollen (24, 25) für das
Stahlband (23) versehen sind.
8. Anlage nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Heberollen (24, 25) am freien Ende von Schwenkhebeln (26, 27) angeordnet sind.
9. Anlage nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die obere Arbeitsrolle (5a, 6a) zusammen mit der ihr zugeordneten Stützrolle (7a,
8a) anhebbar ist.
10. Anlage nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Arbeitsrollen (5a, 5b; 6a, 6b) auf mitfahrende und/oder ein- und ausschwenkbare
Führungen (13, 14, 15, 16) abstützbar sind.
11. Anlage nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Arbeitsrollen (5a, 5b; 6a, 6b) einzeln oder paarweise austauschbar sind.
12. Anlage nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die paarweise auswechselbaren Arbeitsrollen (5a, 5b; 6a, 6b) mit einer gemeinsamen
Auszugsvorrichtung versehen sind.
13. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die obere Arbeitsrolle (5a, 6a) zusammen mit der ihr zugeordneten oberen Stützrolle
(7a, 8a) anhebbar und/oder die untere Arbeitsrolle (5b, 6b) zusammen mit der ihr zugeordneten
unteren Stützrolle (7b, 8b) absenkbar ist.
1. Method of extending the casting cycle in two-roll strip casting, with in-line rolls
for the steel strip, which is rolled in at least one rolling unit (1), preferably
in two successive rolling units (1, 2), of a rolling mill with exchangeable working
rolls (5a, 5b, 6a, 6b), characterised in that the working rolls (5a, 5b; 6a, 6b) to be changed during casting are exchanged by
being withdrawable below and above the steel strip (23) as well as laterally from
the rolling unit (1, 2).
2. Method according to claim 1, characterised in that, in the case of two successive rolling units (1, 2), during the roll change of the
rolling unit (2) a greater strip thickness than before the roll change is produced
by the working rolls (5a, 5b) of the other rolling unit (1) disposed in use.
3. Method according to claim 1, characterised in that, in the case of two successive rolling units (1, 2), during the roll change of the
roll unit (2) the same thickness as before the roll change is produced, predominantly
without transition, by the working rolls (5a, 5b) of the rolling unit (1) disposed
in use, wherein they then take over the total reduction rate of the two rolling units
(1, 2).
4. Method according to claim 3, characterised in that before the working rolls (6a, 6b) to be changed are relieved there is for the time
being control in drive to the respectively operated strip thickness by the working
rolls (5a, 5b) of the rolling unit (1) disposed in use.
5. Method according to claim 3 or 4, characterised in that during the roll change the parameters critically influencing casting thickness in
the casting process, such as casting speed and/or bath surface level and/or heat dissipation
and/or temperature of the introduced liquid steel, are changed in the sense of assisting
the rolling unit (1) disposed in use.
6. Installation for carrying out the method according to one of claims 1 to 5, the at
least one rolling unit (1) of which, preferably two successive rolling units (1, 2)
of which, is or are provided with exchangeable working rolls (5a, 5b, 6a, 6b) above
or below the steel strip (23), characterised in that the working rolls (5a, 5b; 6a, 6b) are raisable from the steel strip (23) by means
of lifting devices (17) as well as laterally withdrawable.
7. Installation according to claim 6, characterised in that the working rolls (5a, 5b; 6a, 6b) are raisable by the lifting devices (17) and the
rolling mill is provided in front of and behind the working rollers with lifting rollers
(24, 25) for the steel strip (23).
8. Installation according to claim 7, characterised in that the lifting rollers (24, 25) are arranged at the free end of pivot levers (26, 27).
9. Installation according to claim 7 or 8, characterised in that the upper working roll (5a, 6a) is raisable together with the backing roll (7a, 8a)
associated therewith.
10. Installation according to one of claims 6 to 9, characterised in that the working rolls (5a, 5b; 6a, 6b) can be supported on guides (13, 14, 15, 16) which
travel therewith and/or are pivotable in and pivotable out.
11. Installation according to one of claims 6 to 10, characterised in that the working rolls (5a, 5b; 6a, 6b) are exchangeable singly or in pairs.
12. Installation according to claim 11, characterised in that the working rolls (5a, 5b; 6a, 6b) exchangeable in pairs are provided with a common
withdrawing device.
13. Installation according to one of the preceding claims, characterised in that the upper working roll (5a, 6a) is raisable together with the upper backing roll
(7a, 8a) associated therewith and/or the lower working roll (5b, 6b) is lowerable
together with the lower backing roll (7b, 8b) associated therewith.
1. Procédé pour prolonger le cycle de coulée lors de la coulée à deux cylindres d'un
feuillard, comprenant des cylindres en ligne pour le feuillard d'acier, lequel est
laminé dans au moins une unité de laminage (1, 2) d'un laminoir avec des cylindres
de travail (5a, 5b, 6a, 6b) interchangeables,
caractérisé en ce que
les cylindres de travail (5a, 5b ; 6a, 6b) interchangeables sont échangés pendant
la coulée de façon à pouvoir être extraits au-dessous ou au-dessus du feuillard d'acier
(23) ainsi que latéralement hors de l'unité de laminage (1, 2).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que, dans le cas de deux unités de laminage successives (1, 2), pendant l'échange des
cylindres de l'unité de laminage (2), on engendre avec les cylindres de travail (5a,
5b) de l'autre unité de laminage (1) qui se trouve en service, une épaisseur de feuillard
plus importante qu'avant l'échange des cylindres.
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que, dans le cas de deux unités de laminage successives (1, 2), pendant l'échange des
cylindres de l'unité de laminage (2), on engendre avec les cylindres de travail (5a,
5b) de l'autre unité de laminage (1) qui se trouve en service, sans transition la
même épaisseur de feuillard qu'avant l'échange des cylindres, lesquels reprennent
alors la totalité du taux de réduction des deux unités de laminage (1,2).
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que, avec les cylindres de travail (5a, 5b) de l'unité de laminage (1) qui se trouve
en service, on procède tout d'abord à une approche de l'épaisseur de feuillard respectivement
parcourue, avant de détendre les cylindres de travail (6a, 6b) à échanger.
5. Procédé selon la revendication 3 ou 4,
caractérisé en ce que, pendant l'échange des cylindres, les paramètres qui influencent de façon déterminante
l'épaisseur de coulée pendant le processus de coulée, comme la vitesse de coulée et/ou
la hauteur du niveau du bain et/ou l'évacuation de chaleur et/ou la température de
l'acier liquide introduit, sont modifiés dans le sens d'une assistance à l'unité de
laminage (1) qui se trouve en service.
6. Installation pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications 1 à
5, dans laquelle au moins une unité de laminage (1), de préférence deux unités de
laminage successives (1, 2) est/sont dotée(s) de cylindres de travail (5a, 5b, 6a,
6b) interchangeables au-dessus ou au-dessous du feuillard d'acier (23),
caractérisée en ce que les cylindres de travail (5a, 5b, 6a, 6b) sont susceptibles d'être soulevés depuis
le feuillard d'acier (23) au moyen de dispositifs de levage (17) est susceptibles
d'être extraits latéralement.
7. Installation selon la revendication 6,
caractérisée en ce que les cylindres de travail (5a, 5b, 6a, 6b) sont susceptibles d'être soulevés par les
dispositifs de levage (17), et le laminoir est doté de rouleaux de levage (24, 25)
pour le feuillard d'acier (23) devant et derrière les cylindres de travail.
8. Installation selon la revendication 7,
caractérisée en ce que les rouleaux de levage (24, 25) sont agencés à l'extrémité libre de leviers pivotants
(26, 27).
9. Installation selon la revendication 7 ou 8,
caractérisée en ce que le cylindre de travail supérieur (5a, 6a) est susceptible d'être soulevé conjointement
avec le rouleau de soutien (7a, 8a) qui lui est associé.
10. Installation selon l'une des revendications 6 à 9,
caractérisée en ce que les cylindres de travail (5a, 5b, 6a, 6b) sont susceptibles d'être soutenu sur des
guidages (13, 14, 15, 16) entraînés conjointement et/ou susceptibles d'être pivotés
vers l'intérieur et vers l'extérieur.
11. Installation selon l'une des revendications 6 à 10,
caractérisée en ce que les cylindres de travail (5a, 5b, 6a, 6b) sont interchangeables individuellement
ou par paires.
12. Installation selon la revendication 11,
caractérisée en ce que les cylindres de travail (5a, 5b, 6a, 6b) interchangeables par paires sont dotés
d'un dispositif d'extraction commun.
13. Installation selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le cylindre de travail supérieur (5a, 6a) est susceptible d'être soulevé conjointement
avec le rouleau de soutien supérieur (7a, 8a) qui lui est associé, et/ou en ce que le cylindre de travail inférieur (5b, 6b) est susceptible d'être abaissé conjointement
avec le rouleau de soutien inférieur (7b, 8b) qui lui est associé.
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