[0001] Die Erfindung betrifft ein Dichtprofil für eine Türdichtung mit einem Befestigungs-Profilteil
zur dauerhaftem Festlegung an einer ersten Türkomponente, z.B. einem Türblatt, und
einem Haft-Profilteil mit einem Magnetkammerabschnitt zur lösbaren, zeitweiligen Festlegung
an einer zweiten Türkomponente, z.B. einem Türrahmen. Ferner betrifft die Erfindung
eine Dichtungsrahmenanordnung mit einem derartigen Dichtprofil.
[0002] Derartige Dichtprofile sind bekannt aus der EP 0 319 087 A2, der DE 295 11 425 U1,
der DE 296 19 300 U1 und der DE 94 10 579 U1. Bei den bekannten Dichtprofilen ergibt
sich das Problem, dass das Dichtprofil zum Verkleben an der zweiten Türkomponente
neigt. Dies erhöht unerwünscht die Öffnungskraft der Tür. Als Lösung dieses Problems
ist in der US 5,489,239 ein Dichtprofil offenbart, das aus einem Material mit einer
Härte Shore A zwischen 50 und 90, vorzugsweise zwischen 70 und 85 besteht. Weiterhin
ist in der US 5,489,239 beschrieben, dass das Dichtprofil, wenn es aus einem massiven
PVC besteht, einen Weichmacheranteil von bis zu 10 % aufweisen kann.
[0003] Gleichzeitig zum Verkleben des Dichtprofils an der zweiten Türkomponente bilden sich
oftmals unerwünschte Ablagerungen an dem Abschnitt der zweiten Türkomponente, an welchem
das Dichtprofil aufliegt, wobei diese Ablagerungen vom Dichtprofil herrühren. Insbesondere
bei einem lackierten Auflagebereich der zweiten Türkomponente ist dies nicht nur optisch
störend, sondern kann die Lackierung degradieren.
[0004] Bei den bekannten Dichtprofilen kommt es weiterhin zu unerwünschtem Pilzwachstum,
das durch die Ablagerungen an der zweiten Türkomponente noch verstärkt auftreten kann.
[0005] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Dichtprofil der eingangs
genannten Art derart weiterzubilden, dass ein Verkleben des Haft-Profilteils an der
zweiten Türkomponente und insbesondere auch das Bilden von Ablagerungen und das Wachstum
von Pilzen an letzterer verhindert ist, sowie eine Dichtungsrahmenanordnung mit einem
derartigen Dichtprofil anzugeben.
[0006] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch ein Dichtprofil mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 und durch eine Dichtungsrahmenanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs
8.
[0007] Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass das Bilden von Ablagerungen auf eine Weichmacher-Migration,
also auf aus dem Dichtprofil auswandernde Weichmacheranteile zurückzuführen ist. Als
Weichmacher können insbesondere eingesetzt sein Monomerweichmacher auf natürlicher
Basis wie z. B. epoxidiertes Sojabohnenöl (ESO), Leinöl oder synthetisch hergestellten
Monomerweichmacher z. B. auf Basis Phthalsäureester wie DOP (Di-2-ethlyhexylphthalat),
DIOP ( Di-iso-octylphthalat), DINP (Di-iso-nonylphthalat), DIDP (Di-iso-decylphthalat9,
DITP (Di-isotridecylphthalat) oder C6-C10-n-Alkylphthalate. Auch Polymerweichmacher
auf Basis Polyadipinsäure können eingesetzt sein. Die erfindungsgemäße Materialauswahl
mit einem gegenüber den bisher bei Dichtprofilen eingesetzten Materialien erheblich
verringertem Weichmacheranteil führt zu einer reduzierten bzw. gänzlich unterbundenen
Weichmacher-Migration aus den aus diesem Material gefertigten Abschnitten. Entsprechend
reduziert bzw. gänzlich verhindert ist die Gefahr des Bildens von Ablagerungen, insbesondere
auf lackierten Abschnitten der zweiten Türkomponente. Derartige lackierte Abschnitte
können daher durch das Dichtprofil nicht optisch negativ beeinflusst oder degradiert
werden. Auch die Öffnungskraft, die zum Öffnen einer mit einer erfindungsgemäßen Türdichtung
ausgestatteten Tür aufgebracht werden muss, ist niedrig. Mit einem Dichtprofil nach
Anspruch 1 mit einer Fungizid-Beimischung wird zudem eine pilzvernichtende Wirkung
erreicht.
[0008] Shore-Härten bzw. Weichmacheranteile nach Anspruch 2 sind je nach Einsatzzweck des
Dichtprofils vorteilhafte Materialparameterkombinationen.
[0009] Materialien nach den Ansprüchen 3 bis 5 haben sich als besonders geeignet zum Einsatz
in einem erfindungsgemäßen Dichtprofil herausgestellt.
[0010] Eine Materialverteilung nach Anspruch 6 führt dazu, dass das erfindungsgemäße weichmacherreduzierte
Material nur dort beim Dichtprofil eingesetzt wird, wo es aufgrund des Anlagekontaktes
mit der zweiten Türkomponente erforderlich ist. Dies reduziert die Herstellungskosten
des Dichtprofils.
[0011] Die Weichmacher nach Anspruch 7 lassen sich mit den bekannten Dichtprofil-Materialien
gut verarbeiten. Unter diesen Weichmachern ist eine Auswahl nach denjenigen Weichmachern
möglich, welche zusammen mit dem für das Dichtprofil verwendeten Materialien die geringste
Migrationsneigung zeigen.
[0012] Die Vorteile der Dichtungsrahmenanordnung nach Anspruch 8 entsprechen denjenigen,
die oben schon in Bezug auf das Dichtprofil angesprochen wurden.
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1 bis 3
- verschiedene Varianten erfindungsgemäßer Dichtprofile im Querschnitt; und
- Fig. 4
- ein Diagramm, welches Weichmacheranteile bei verschiedenen Shore A Härten für Abschnitte
von Haft-Profilteilen erfindungsgemäßer Dichtprofile im Vergleich zu Dichtprofilen
nach dem Stand der Technik darstellt.
[0014] Eine erste Variante eines Dichtprofils 1 für eine Türdichtung ist in Fig. 1 dargestellt.
Das Dichtprofil 1 ist im eingebauten Zustand an einer nicht dargestellten Kühlschranktür
als erster Türkomponente festgelegt und dichtet bei geschlossener Kühlschranktür gegen
einen Kühlschrankkorpus als zweiter Türkomponente ab. Zur dauerhaften Festlegung an
der Kühlschranktür weist das Dichtprofil 1 ein Befestigungs-Profilteil 2 auf. Bei
der Ausführung nach Fig. 1 weist das Befestigungs-Profilteil 2 einen Befestigungsschenkel
3 auf, der zwischen zwei Bauteilen des Kühlschrankkorpus eingesteckt ist.
[0015] Zur lösbaren, zeitweiligen Festlegung an der Kühlschranktür weist das Dichtprofil
1 ein Haft-Profilteil 4 auf.
[0016] Letzteres umfasst einen im Querschnitt im Wesentlichen rechteckigen Magnetkammerabschnitt
5 mit einer Aufnahmekammer 6 zur Aufnahme eines nicht dargestellten Magnetstreifens,
der bei geschlossener Kühlschranktür in Zusammenwirkung mit einem magnetischen Abschnitt
des Kühlschrankkorpus eine statische Haltekraft erzeugt. Zwischen dem Magnetkammerabschnitt
5 und dem Befestigungs-Profilteil 2 umfasst das Dichtprofil 1 einen elastischen Balgabschnitt
7 mit zwei Balgkammern 8, 9. Der Balgabschnitt 7 ist Teil des Haft-Profilteils 4.
Der Balgabschnitt 7 dient dazu, eine gute Anpassungsfähigkeit des Dichtprofils 1 am
Kühlschrankkorpus bei geschlossener Kühlschranktür und eine gute Dichtwirkung und
damit eine gute thermische Isolation des Kühlschrank-Innenraums zur Umgebung zu schaffen.
Der in Fig. 1 dargestellte Profilquerschnitt ist, was seine Geometrie angeht, vom
Prinzip her bekannt.
[0017] Der Magnetkammerabschnitt 5 weist eine Anlagewand 10 auf, über die das Haft-Profilteil
4 bei geschlossener Kühlschranktür am Kühlschrankkorpus anliegt. Bis auf die Anlagewand
10 ist das Dichtprofil 1 aus Weich-PVC (PVC-P) gefertigt, welches einen üblichen Weichmacheranteil
zwischen etwa 30 und 50 Gew.-% aufweist. Je nach gewählter Shore A Härte variiert
dieser Weichmacheranteil in einem Bereich zwischen einer Ober- und einer Untergrenze.
Fig. 4 zeigt in einem Diagramm derartige Weichmacheranteile für verschiedene Shore
A Härten zwischen Shore A 60 und Shore A 85. Die jeweilige Obergrenze des Weichmacheranteils
für das Material des Dichtprofils 1 mit Ausnahme der Anlagewand 10 zeigt eine in Fig.
4 oberste erste Grenzkurve 11. Die Obergrenze des von der ersten Grenzkurve 11 wiedergegebenen
Weichmacheranteils variiert zwischen knapp 50 Gew.-% bei einer Härte Shore A 60 bis
hin zu etwa 36 Gew.-% bei einer Härte Shore A 85, wobei der Weichmacheranteil zwischen
diesen beiden Shore A Härten monoton sinkt. Direkt unter der ersten Grenzkurve 11
verläuft eine zweite Grenzkurve 12, welche die Untergrenze des Weichmacheranteils
in Gew.-% für das Material des Dichtprofils 1 mit Ausnahme der Anlagewand 10 für den
Shore A Härtenbereich zwischen 60 und 85 darstellt. Die zweite Grenzkurve 12 verläuft
ebenfalls monoton abfallend zwischen knapp 40 Gew.-% Weichmacheranteil für eine Härte
Shore A 60 bis hin zu knapp 30 Gew.-% Weichmacheranteil bei einer Härte Shore A 85.
[0018] Die Anlagewand 10 ist aus einem innerlich weichgemachten PVC auf der Basis von Polybutylacrylat
und Polyvinylchlorid gefertigt, dessen Weichmacheranteil gegenüber dem restlichen
Dichtprofil 1 deutlich reduziert ist. Fig. 4 zeigt auch die Ober- und Untergrenzen
für den Weichmacheranteil des Materials der Anlagewand 10 für den Shore A Härtenbereich
zwischen 60 und 85. Eine dritte Grenzkurve 13 stellt die Obergrenze des Weichmacheranteils
in Gew.-% für das Material der Anlagewand 10 in diesem Härtenbereich dar. Diese Obergrenze
sinkt monoton von einem Weichmacheranteil von etwa 24 Gew.-% bei einer Härte Shore
A 60 ausgehend bis hin zu einem Weichmacheranteil von etwa 6 Gew.-% bei einer Härte
Shore A von 85. Direkt unterhalb der dritten Grenzkurve 13 verläuft eine vierte Grenzkurve
14, welche die Untergrenze des Weichmacheranteils des Materials der Anlagewand 10
im Bereich der Härte Shore A zwischen 60 und 85 darstellt. Diese Untergrenze des Weichmacheranteils
variiert ebenfalls monoton fallend zwischen Wert von etwa 15 Gew.-% bei einer Härte
Shore A 60 bis hin zu einem Wert von etwa 3 Gew.-% bei einer Härte Shore A 85.
[0019] Die Einzelwerte der vier Grenzkurven 11 bis 14 bei den Härten Shore A 60, 65, 70,
75, 80, 85 sind in der Tabelle unterhalb des Diagramms von in Fig. 4 wiedergegeben.
Die erste Zeile der Tabelle bezieht sich auf die erste Grenzkurve 11, die zweite Zeile
auf die zweite Grenzkurve 12, die dritte Zeile auf die dritte Grenzkurve 13 und die
vierte Zeile auf die vierte Grenzkurve 14.
[0020] Das Dichtprofil 1 aus den beiden vorstehend angesprochenen Materialien wird durch
Coextrusion hergestellt.
[0021] Beim Material der Anlagewand 10 ist eine Weichmacher-Migration aus diesem Abschnitt
des Dichtprofils 1 aufgrund des geringeren Weichmacheranteils stark reduziert bzw.
vollständig unterbunden. Die Anlagewand 10 verklebt daher bei geschlossener Kühlschranktür
nicht mit dem Kühlschrankkorpus, sodass das Oberflächenmaterial des Kühlschrankkorpus
am Ort der Auflage der Anlagewand 10 nicht degradiert wird. Aufgrund des geringen
Weichmacheranteils der Anlagewand treten praktisch keine weichmacherbedingte Ablagerungen
vom Dichtprofil 1 her auf den Auflageort des Kühlschrankkorpus auf.
Unschöne Abzeichnungen bzw. Mattierungen der Anlagewand 10 am Kühlschrankkorpus werden
daher verhindert. Da die Anlagewand 10 bei geschlossener Kühlschranktür nicht mit
dem Kühlschrankkorpus verklebt, lässt sich der Kühlschrank leichter öffnen. Die vorstehend
angesprochenen Effekte durch den reduzierten Weichmacheranteil sind bei einem lackierten
Auflageort am Kühlschrankkorpus von besonderem Vorteil.
[0022] Alternativ zum oben angesprochenen Material kann die Anlagewand 10 auch aus einer
halogenierten Ethylen-Interpolymer-Legierung/Mischung, einem thermoplastischen Elastomer,
in der entsprechenden Shore A Härte zwischen 60 und 85 gefertigt sein. Auch dieses
Material kann in Verbindung mit dem sonstigen Dichtprofil aus Weich-PVC in Coextrusion
hergestellt werden.
[0023] Eine weitere Materialvariante für die Anlagewand 10 ist eine Abmischung aus PVC und
chloriertem Polyethylen (PVC/CPE), ebenfalls mit einer entsprechend eingestellten
Härte Shore A zwischen 60 und 85. Auch dieses Material kann mit Weich-PVC in Coextrusion
hergestellt werden.
[0024] Der Weichmacheranteil des Materials für die Anlagewand 10 ist bei all diesen Materialvarianten
immer geringer als 25 Gew.-%. Bei einer Härte Shore A von 65 ist er immer geringer
als 20 Gew.-%. Bei einer Härte Shore A von 75 ist er immer geringer als 15 Gew.-%
und bei einer Härte Shore A von 85 ist er immer geringer als 10 Gew.-%.
[0025] Ggf. kann dem Material für die Anlagewand 10 noch eine Fungizid-Beimischung zugegeben
werden. Fungizidausgerüstete Dichtungen können z.B. auf Basis der Vorgaben aus DIN
53739 (B/ISO B46-1978) bzw. ASTM G 21U70 (short term test) hergestellt sein. Verwendete
Fungizide sind z. Bsp. OBPA (10'10'o Oxybisphenoxyarsin) bzw. OIT ( 2 Octyl 2H-Isothiazolin
in DINP).
[0026] Eine zweite Variante eines Dichtprofils 1 ist in Fig. 2 dargestellt. Profilteile,
welche denjenigen entsprechen, die oben unter Bezugnahme auf Fig. 1 diskutiert wurden,
tragen die gleichen Bezugszeichen und werden nicht nochmals im Einzelnen erläutert.
Zur Festlegung des Dichtprofils 1 nach Fig. 2 an der Kühlschranktür dient anstelle
eines Profilschenkels ein Rastnocken 15, der in eine entsprechende Ausnehmung in der
Kühlschranktür eingreift. Der Balgabschnitt 7 des Dichtprofils 1 nach Fig. 2 weist
drei Balgkammern 16, 17, 18 auf. Die Anlagewand 10 erstreckt sich beim Dichtprofil
1 nach Fig. 2 über die gesamte, dem Kühlschrankkorpus zugewandte Stirnfläche und erstreckt
sich dabei auch über den Balgabschnitt 7. Auch beim Dichtprofil 1 nach Fig. 2 ist
die Anlagewand 10 aus einem der oben angesprochenen weichmacherreduzierten Materialien.
Der Rest des Dichtprofils 1 ist aus Weich-PVC.
[0027] Eine weitere Variante eines Dichtprofils 1 ist in Fig. 3 dargestellt. Profilteile,
die denjenigen entsprechen, die schon unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 diskutiert
wurden, tragen die gleichen Bezugszeichen und werden nicht nochmals im Einzelnen erläutert.
Das Befestigungs-Profilteil 2 beim Dichtprofil 1 nach Fig. 3 weist zwei Rasthaken
19, 20 auf, die zur Festlegung des Dichtprofils 1 an der Kühlschranktür in eine entsprechende
Ausnehmung von letzterer eingreifen. Das Dichtprofil 1 nach Fig. 3 ist im Gegensatz
zu den einstückig ausgeführten Dichtprofilen 1 nach den Fig. 1 und 2 zweistückig.
Ein Stück stellt hierbei das Befestigungs-Profilteil 2 dar. Mit diesem verbunden ist
das Haft-Profilteil 4. Der Balgabschnitt 7 des Dichtprofils 1 nach Fig. 3 weist eine
einzige Balgkammer 21 auf. Die Anlagewand 10 erstreckt sich beim Dichtprofil 1 nach
Fig. 3 über die dem Kühlschrankkorpus zugewandte Wand des Magnetkammerabschnitts 5
sowie über einen weiteren, ebenfalls dem Kühlschrankkorpus zugewandten Teil des Balgabschnitts
7. Die Anlagewand 10 beim Dichtprofil 1 nach Fig. 3 ist ebenfalls aus einem der oben
angesprochenen weichmacherreduzierten Materialien gefertigt. Der Rest des Dichtprofils
1 nach Fig. 3 ist aus Weich-PVC.
[0028] Bei weiteren Varianten erfindungsgemäßer Dichtprofile, die nicht dargestellt sind,
kann auch ein größerer Teil des Haft-Profilteils 4 aus einem der oben angesprochenen
weichmacherreduzierten Materialien bestehen.
Der Teil aus weichmacherreduziertem Material muss also nicht auf den am Kühlschrankkorpus
anliegenden Bereich des Dichtprofils 1 eingeschränkt sein. Insbesondere kann auch
z. B. das gesamte Haft-Profilteil oder in Sonderfällen auch das gesamte Dichtprofil
1 aus weichmacherreduziertem Material gefertigt sein.
1. Dichtprofil (1) für eine Türdichtung
- mit einem Befestigungs-Profilteil (2) zur dauerhaften Festlegung an einer ersten
Türkomponente,
- mit einem Haft-Profilteil (4) zur lösbaren, zeitweiligen Festlegung an einer zweiten
Türkomponente, welches aufweist:
- einen Aufnahmeabschnitt (5) zur Aufnahme eines Magnetbauteils, welches zur zeitweiligen
Festlegung des Dichtprofils (1) an der zweiten Türkomponente mit letzterer magnetisch
zusammenwirkt,
wobei das Haft-Profilteil (4) zumindest abschnittsweise aus einem Material
- mit einer Härte Shore A zwischen 60 und 85,
- mit einem Weichmacheranteil, der geringer ist als 25 Gew.-% gefertigt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Haft-Profilteil (4) aus einem Material mit einer Fungizid-Beimischung, insbesondere
mit OBPA (10'10'o Oxybisphenoxyarsin) bzw. mit OIT (2 Octyl 2H-lsothiazolin in DINP)
gefertigt ist.
2. Dichtprofil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Haft-Profilteil (4) zumindest abschnittsweise aus einem Material
- mit einer Härte Shore A zwischen 65 und 85, vorzugsweise Shore A zwischen 70 und
85, weiter vorzugsweise Shore A zwischen 75 und 85, weiter vorzugsweise Shore A zwischen
80 und 85 und
- mit einem Weichmacheranteil, der geringer ist als 20 Gew.%, vorzugsweise geringer
ist als 15 Gew.-%, weiter vorzugsweise geringer ist als 10 Gew.-%, gefertigt ist.
3. Dichtprofil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Haft-Profilteil (4) zumindest abschnittsweise aus einem thermoplastischen Elastomer,
insbesondere einer halogenierten Ethylen-Interpolymer-Legierung/Mischung, gefertigt
ist.
4. Dichtprofil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Haft-Profilteil (4) zumindest abschnittsweise aus einem innerlich weichgemachten
PVC auf der Basis von Polybutylacrylat und Polyvinylchlorid gefertigt ist.
5. Dichtprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Haft-Profilteil (4) zumindest abschnittsweise das Resultat einer Coextrusion
ist, wobei insbesondere als Ausgangsstoff eine PVC/CPE-Abmischung eingesetzt ist.
6. Dichtprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
- ein erster Abschnitt (10) des Haft-Profilteils (4), über den dieses an der zweiten
Türkomponente anliegt, aus einem ersten Kunststoffmaterial gemäß einer der Materialangaben
aus den Ansprüchen 1 bis 5 und
- mindestens ein weiterer Abschnitt des Haft-Profilteils (4) aus einem zweiten Kunststoffmaterial
gefertigt ist.
7. Dichtprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Weichmacher eingesetzt sind: Monomerweichmacher auf natürlicher Basis wie z.
B. epoxidiertes Sojabohnenöl (ESO) oder Leinöl oder synthetisch hergestellten Monomerweichmacher
z. B. auf Basis Phthalsäureester wie DOP (Di-2-ethlyhexylphthalat), DIOP ( Di-iso-octylphthalat),
DINP (Di-iso-nonylphthalat), DIDP (Di-iso-decylphthalat), DITP (Di-isotridecylphthalat)
oder C6-C10-n-Alkylphthalate oder Polymerweichmacher auf Basis Polyadipinsäure.
8. Dichtungsrahmenanordnung mit einem Dichtprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 7.
1. Sealing profiled element (1) for a door seal
- with a fastening profiled element portion (2) for durable attachment to a first
door component,
- with an adherent profiled element portion (4) for releasable, temporary attachment
to a second door component, where the profiled element has:
- a receiver section (5) to receive a magnet component, which, for temporary attachment
of the sealing profiled element (1) to the second door component, interacts magnetically
with the latter,
where at least one section of the adherent profiled element portion (4) has been manufactured
from a material
- whose Shore A hardness is from 60 to 85,
- whose plasticizer content is smaller than 25% by weight,
characterized in that the adherent profiled element portion (4) has been manufactured from a material with
fungicide admixture, in particular with OBPA (10,10'-oxybisphenoxyarsine) or with
OIT (2-octyl-2H-isothiazoline in DINP).
2. Sealing profiled element according to Claim 1,
characterized in that at least a section of the adherent profiled element portion (4) has been manufactured
from a material
- whose Shore A hardness is from 65 to 85, preferably from 70 to 85, more preferably
from 75 to 85, more preferably from 80 to 85 and
- whose plasticizer content is smaller than 20% by weight, preferably smaller than
15% by weight, more preferably smaller than 10% by weight.
3. Sealing profiled element according to Claim 1 or 2, characterized in that at least a section of the adherent profiled element portion (4) has been manufactured
from a thermoplastic elastomer, in particular from a halogenated ethylene-interpolymer
alloy/mixture.
4. Sealing profiled element according to Claim 1 or 2, characterized in that at least a section of the adherent profiled element portion (4) has been manufactured
from an internally plasticized PVC based on polybutylacrylate and polyvinyl chloride.
5. Sealing profiled element according to any of Claims 1 to 4, characterized in that at least a section of the adherent profiled element portion (4) is the result of
a coextrusion process, where in particular a PVC/CPE blend has been used as starting
material.
6. Sealing profiled element according to any of Claims 1 to 5,
characterized in that
- a first section (10) of the adherent profiled element portion (4), by way of which
section the said portion has contact with the second door component, has been manufactured
from a first plastics material according to one of the materials stated in Claims
1 to 5 and at least one further section of the adherent profiled element portion (4)
has been manufactured from a second plastics material.
7. Sealing profiled element according to any of Claims 1 to 6, characterized in that the following have been used as plasticizers: monomeric plasticizer based on natural
substances, e.g. epoxidized soybean oil (ESO) or linseed oil or synthetically prepared
monomeric plasticizer e.g. based on phthalic ester, for example DOP (di-2-ethylhexyl
phthalate), DIOP (diisooctyl phthalate), DINP (diisononyl phthalate), DIDP (diisodecyl
phthalate), DITP (diisotridecyl phthalate) or C6-C10-n-alkyl phthalates or polymeric
plasticizer based on polyadipic acid.
8. Sealing frame arrangement comprising a sealing profiled element according to any of
Claims 1 to 7.
1. Profilé d'étanchéité (1) pour un joint de porte
- avec un élément profilé de fixation (2) pour la fixation durable sur un premier
composant de porte, avec un élément de profilé adhérent (4) pour la fixation amovible,
temporaire sur un deuxième composant de porte, qui comporte une section de logement
(5) pour loger un élément magnétique qui pour la fixation temporaire du profilé d'étanchéité
(1) sur le deuxième composant de porte interagit magnétiquement avec ce dernier,l'élément
de profilé adhérent (4) étant fabriqué au moins par sections en une matière
- avec une dureté Shore A comprise entre 60 et 85,
- avec une part de plastifiant qui est inférieure à 25 % en poids,
caractérisé en ce que l'élément de profilé adhérent (4) est fabriqué en une matière avec un additif fongicide,
notamment avec de l'OBPA (oxy-10,10' bis-phénoxarsine) ou avec de l'OIT (2 octyl 2H-isothiazoline
dans DINP).
2. Profilé d'étanchéité selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'élément de profilé adhérent, (4) est fabriqué au moins par sections en une matière
- avec une dureté Shore A comprise entre 65 et 85, de préférence une dureté Shore
A comprise entre 70 et 85, encore de préférence une dureté Shore A comprise entre
75 et 85, encore plus préférablement une dureté shore A comprise entre 80 et 85 et
- avec une part de plastifiant qui est inférieure à 20 % en poids, de préférence inférieure
à 15 % en poids, encore de préférence inférieure à 10 % en poids.
3. Profilé d'étanchéité selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément de profilé adhérent (4) est fabriqué au moins par sections en un élastomère
thermoplastique, notamment en un mélange/un alliage d'interpolymère d'éthylène halogéné.
4. Profilé d'étanchéité selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément de profilé adhérent (4) est fabriqué au moins par sections en un PVC plastifié
intérieurement sur la base de polybutylacrylate et de chlorure de polyvinyle.
5. Profilé d'étanchéité selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'élément de profilé adhérent (4) est au moins par sections le résultat d'une coextrusion,
un mélange de PVC/CPE étant utilisé notamment en tant que matière de départ.
6. Profilé d'étanchéité selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
- une première section (10) de l'élément de profilé adhérent (4), par l'intermédiaire
de laquelle celui-ci s'appuie sur le deuxième composant de porte, est fabriquée en
une première matière plastique selon l'une des indications de matière selon les revendications
1 à 5 et
- au moins une autre section de l'élément de profilé adhérent (4) est fabriquée en
une deuxième matière plastique.
7. Profilé d'étanchéité selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'on utilise en tant que plastifiants : des plastifiants monomères sur base naturelle,
tels que par exemple de l'huile de soja époxydée (ESO) ou de l'huile de lin ou des
plastifiants monomères fabriqués de façon synthétique, par exemple sur la base d'ester
phtalique, tels que le DOP (di-2-éthylhéxylphtalate), le DIOP (di-iso-octylphtalate),
le DINP (di-iso-nonylphtalate), le DIDP (di-iso-décylphtalate), le DITP (di-isotridécylphtalate)
ou des n-phtalates d'alkyle en C6 à C10, ou des plastifiants polymères sur base d'acide
polyadipique.
8. Agencement de cadre d'étanchéité avec un profilé d'étanchéité selon l'une quelconque
des revendications 1 à 7.