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EP 1 654 441 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.08.2012 Patentblatt 2012/35 |
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Anmeldetag: 28.07.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2004/001683 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/014979 (17.02.2005 Gazette 2005/07) |
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Einlaufbelag für Gasturbinen und Verfahren zur Herstellung dieses Einlaufbelags
Run-in coating of a gas turbine and method for fabricating such a coating
Revêtement de turbine à gaz et procédé de fabrication d'un tel revêtement
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
12.08.2003 DE 10337094
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.05.2006 Patentblatt 2006/19 |
| (73) |
Patentinhaber: MTU Aero Engines GmbH |
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80995 München (DE) |
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Erfinder: |
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- BAYER, Erwin
85221 Dachau (DE)
- SMARSLY, Wilfried
81669 München (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 526 670 US-A- 4 155 755 US-A1- 2003 054 196
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WO-A-03/033192 US-A- 5 545 431 US-B1- 6 499 943
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- STOLOFF N S ET AL: "Emerging applications of intermetallics" INTERMETALLICS, ELSEVIER
SCIENCE PUBLISHERS B.V, GB, Bd. 8, Nr. 9-11, September 2000 (2000-09), Seiten 1313-1320,
XP004223349 ISSN: 0966-9795
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Einlaufbelag für Gasturbinen gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1, wie aus der Druckschrift
US 4,155,755 A und
US 5667898 bekannt ist. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines
Einlaufbelags gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 9.
[0002] Gasturbinen, wie zum Beispiel Flugtriebwerke, umfassen in der Regel mehrere rotierende
Laufschaufeln sowie mehrere feststehende Leitschaufeln, wobei die Laufschaufeln zusammen
mit einem Rotor rotieren und wobei die Laufschaufeln sowie die Leitschaufeln von einem
feststehenden Gehäuse der Gasturbine umschlossen sind. Zur Leistungssteigerung eines
Flugtriebwerks ist es von Bedeutung, alle Komponenten und Subsysteme zu optimieren.
Hierzu zählen auch die sogenannten Dichtsysteme in Flugtriebwerken. Besonders problematisch
ist bei Flugtriebwerken die Reinhaltung eines minimalen Spalts zwischen den rotierenden
Laufschaufeln und dem feststehenden Gehäuse eines Hochdruckverdichters. Bei Hochdruckverdichtern
treten nämlich die größten absoluten Temperaturen sowie Temperaturengradienten auf,
was die Spalthaltung der rotierenden Laufschaufeln zum feststehenden Gehäuse des Verdichters
erschwert. Dies liegt unter anderem auch darin begründet, dass bei Verdichterlaufschaufeln
auf Deckbänder, wie sie bei Turbinen verwendet werden, verzichtet wird.
[0003] Wie bereits erwähnt, verfügen Laufschaufeln im Verdichter über kein Deckband. Daher
sind Enden bzw. Spitzen der rotierenden Laufschaufeln beim sogenannten Anstreifen
in das feststehende Gehäuse einem direkten Reibkontakt mit dem Gehäuse ausgesetzt.
Ein solches Anstreifen der Spitzen der Laufschaufeln in das Gehäuse wird bei Einstellung
eines minimalen Radialspalts durch Fertigungstoleranzen hervorgerufen. Da durch den
Reibkontakt der Spitzen der rotierenden Laufschaufeln an denselben Material abgetragen
wird, kann sich über den gesamten Umfang von Gehäuse und Rotor eine unerwünschte Spaltvergrößerung
einstellen. Um dies zu vermeiden ist es aus dem Stand der Technik bereits bekannt,
die Enden bzw. Spitzen der rotierenden Laufschaufeln mit einem harten Belag oder mit
abrasiven Partikeln zu panzern.
[0004] Eine andere Möglichkeit, den Verschleiß an den Spitzen der rotierenden Laufschaufeln
zu vermeiden und für eine optimierte Abdichtung zwischen den Enden bzw. Spitzen der
rotierenden Laufschaufeln und dem feststehenden Gehäuse zu sorgen, besteht in der
Beschichtung des Gehäuses mit einem sogenannten Einlaufbelag. Bei einem Materialabtrag
an einem Einlaufbelag wird der Radialspalt nicht über den gesamten Umfang vergrößert,
sondern in der Regel nur sichelförmig. Hierdurch wird ein Leistungsabfall des Triebwerks
vermieden. Gehäuse mit einem Einlaufbelag sind aus dem Stand der Technik bekannt.
[0005] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zu Grunde, einen neuartigen
Einlaufbelag für Gasturbinen zu schaffen.
[0006] Dieses Problem wird dadurch gelöst, dass der Eingangs genannte Einlaufbelag durch
die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 weitergebildet ist.
[0007] Der erfindungsgemäße Einlaufbelag für Gasturbinen dient der Abdichtung eines radialen
Spalts zwischen einem feststehenden Gehäuse der Gasturbine und rotierenden Laufschaufeln
derselben. Der Einlaufbelag ist an dem Gehäuse angebracht. ErfindungsgemäB ist der
Einlaufbelag aus einem intermetallischen Titan-Aluminium-Werkstoff hergestellt, wobei
der Einlaufbelag aus dem Ti-Al-Werkstoff über eine über die Dicke des Einlaufbelags
abgestufte oder gradierte Materialzusammensetzung verfügt.
[0008] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung verfügt der Einlaufbelag aus
dem Titan-Aluminium-Werkstoff über eine abgestufte oder gradierte Porosität. Besonders
bevorzugt ist eine Ausgestaltung bei welcher der Einlaufbelag in einem inneren, unmittelbar
benachbart zum Gehäuse liegenden Bereich und an einem äußeren, unmittelbar benachbart
zu den Laufschaufeln liegenden Bereich weniger porös ausgebildet ist als zwischen
diesen beiden Bereichen. Der Einlaufbelag ist an dem inneren, unmittelbar benachbart
zum Gehäuse liegenden Bereich und an dem äußeren, unmittelbar benachbart zu den Laufschaufeln
liegenden Bereich demnach dichter und härter ausgebildet. Der innere, unmittelbar
benachbart zum Gehäuse liegende Bereich dient dabei der Haftvermittlung; der äußere,
unmittelbar benachbart zu den Laufschaufeln liegende Bereich dient der Bereitstellung
eines Erosionsschutzes.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Einlaufbelags ist im unabhängigen
Patentanspruch 9 definiert.
[0010] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Unteransprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung.
[0011] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung, ohne hierauf beschränkt zu
sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1:
- eine stark schematisierte Darstellung einer Laufschaufel einer Gasturbine zusammen
mit einem Gehäuse der Gasturbine und mit einem auf dem Gehäuse angeordneten Einlaufbelag.
[0012] Fig. 1 zeigt stark schematisiert eine rotierende Laufschaufel 10 einer Gasturbine,
die gegenüber einem feststehenden Gehäuse 11 in Richtung des Pfeils 12 rotiert. Auf
dem Gehäuse 11 ist ein Einlaufbelag 13 angeordnet. Der Einlaufbelag 13 dient der Abdichtung
eines radialen Spalts zwischen einer Spitze bzw. einem Ende 14 der rotierenden Laufschaufel
10 und dem feststehenden Gehäuse 11. Die Anforderungen, die an einen solchen Einlaufbelag
gestellt werden, sind sehr komplex. So muss der Einlaufbelag ein optimiertes Abriebverhalten
aufweisen, d.h. es muss eine gute Spanbildung und Entfembarkeit des Abriebs gewährleistet
sein. Weiterhin darf kein Materialübertrag auf die rotierenden Laufschaufeln 10 erfolgen.
Der Einlaufbelag 13 muss des weiteren einen niedrigen Reibwiderstand aufweisen. Des
weiteren darf sich der Einlaufbelag 13 beim Anstreifen durch die rotierenden Laufschaufeln
10 nicht entzünden. Als weitere Anforderungen, die an den Einlaufbelag 13 gestellt
werden, seinen hier die Erosionsbeständigkeit, Temperaturbeständigkeit, Thermowechselbeständigkeit,
Korrosionsbeständigkeit gegenüber Schmierstoffen und Meerwasser exemplarisch genannt.
Fig. 1 verdeutlicht, dass bedingt durch die beim Betrieb der Gasturbine auftretenden
Fliehkräfte und die Erwärmung der Gasturbine die Enden 14 der Laufschaufeln 10 mit
dem Einlaufbelag 13 in Kontakt kommen und so ein Abrieb 15 freigesetzt wird. Dieser
pulverisierte Abrieb 15 darf keine Beschädigungen an den rotierenden Laufschaufeln
10 hervorrufen.
[0013] Bei dem in Fig. 1 schematisch dargestellten Gehäuse 11 handelt es sich nach dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel um das Gehäuse eines Hochdruckverdichters. Derartige Gehäuse von
Hochdruckverdichtern bestehen zunehmend aus intermetallischen Werkstoffen vom Typ
TiAl oder Ti
3Al. Derartige intermetallische Titan-Aluminium-Werkstoffe verfügen über eine geringere
Dichte und sind hinsichtlich der Temperaturfestigkeit herkömmlichen Titanlegierungen
überlegen.
[0014] Es liegt nun im Sinne der hier vorliegenden Erfindung, auf ein Gehäuse 11, das aus
einem intermetallischen Titan-Aluminium-Werkstoff hergestellt ist, einen Einlaufbelag
13 ebenfalls aus einem intermetallischen Titan-Aluminium-Werkstoff aufzubringen. Es
sei darauf hingewiesen, dass ein derartiger Einlaufbelag aus einem intermetallischen
Titan-Aluminium-Werkstoff auch auf einem Gehäuse aufgebracht sein kann, welches aus
einer herkömmlichen Titanlegierung besteht.
[0015] Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung verfügt der Einlaufbelag 13 aus dem intermetallischen
Titan-Aluminium-Werkstoff über eine abgestufte, d.h. sich stufenweise ändernde, oder
über eine gradierte, d.h. über eine sich nahezu stufenlos ändernde, Materialzusammensetzung
und/oder Porosität. Durch die gezielte Einstellung der Materialzusammensetzung und/oder
Porosität können die Eigenschaften des Einlaufbelags 13 an die konkreten Anforderungen
desselben angepasst werden.
[0016] Nach einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Einlaufbelags 13 verfügt
derselbe in einem inneren, unmittelbar zum Gehäuse 11 benachbarten Bereich 16 über
eine geringe Porosität, ebenso wie in einem äußerem, unmittelbar zu den Laufschaufeln
10 benachbarten Bereich 17. Zwischen diesem inneren Bereich 16 und diesem äußerem
Bereich 17 hingegen ist die Porosität des Einlaufbelags vergrö-βert. Der innere, unmittelbar
am Gehäuse 11 anliegende Bereich 16 des Einlaufbelags 13 dient der Haftvermittlung
zwischen Einlaufbelag 13 und Gehäuse 11. Der äußere, unmittelbar zu den Laufschaufeln
10 benachbarte Bereich 17 des Einlaufbelags 13 bildet einen Erosionsschutz. Je nach
Anforderung an den Einlaufbelag 13 kann auf diesen Erosionsschutz jedoch auch verzichtet
werden.
[0017] Das Verhältnis von Titan und Aluminium innerhalb des aus dem intermetallischen Titan-Aluminium-Werkstoff
hergestellten Einlaufbelags 13 ist vorzugsweise annähernd konstant. Dies bedeutet,
dass in diesem Fall ausschließlich die Porosität de Einlaufbelags 13 zur Beeinflussung
der Härte und Festigkeit desselben abgestuft oder gradiert ist.
[0018] Es ist jedoch auch vorstellbar, dass das Verhältnis von Titan und Aluminium innerhalb
des Einlaufbelags 13 abgestuft oder gradiert ist. In diesem Fall ist vorzugsweise
im inneren, unmittelbar benachbart zum Gehäuse 11 liegenden Bereich 16 im Einlaufbelag
13 mehr Titan enthalten als im äußeren Bereich 17 des Einlaufbelags 13. Dies bedeutet,
dass im äußeren Bereich 17 des Einlaufbelags 13 mehr Aluminium enthalten ist als im
inneren Bereich 16 desselben, der an das Gehäuse 11 angrenzt.
[0019] Die Verwendung eines Einlaufbelags aus einem intermetallischen Titan-Aluminium-Werkstoffs
auf einem Gehäuse, welches ebenfalls aus einem intermetallischen Titan-Aluminium-Werkstoff
oder einer Titanlegierung gebildet ist, verfügt über den Vorteil, dass die Anbindung
des Einlaufbelags an das Gehäuse über chemische Bindungen erfolgt und damit die Anbindung
sicherer und dauerhafter ist als bei Einlaufbelägen nach dem Stand der Technik. Weiterhin
wird sich zwischen einem Einlaufbelag und einem Gehäuse, die über die gleiche Grundzusammensetzung
verfügen, keine Hochtemperaturdiffusion zwischen Gehäuse und Einlaufbelag einstellen.
Weiterhin gibt es keine thermischen Ausdehnungsprobleme, da sich Gehäuse und Einlaufbelag
bei Temperaturerhöhung bzw. Temperaturerniedrigung gleichmäßig ausdehnen bzw. zusammenziehen.
Dadurch kann eine gleichmäßigere Spalthaltung und eine höhere Lebensdauer des Einlaufbelags
erzielt werden. Ein erfindungsgemäß ausgebildeter Einlaufbelag verfügt des weiteren
über eine hohe Oxidationsbeständigkeit sowie hohe Thermowechselbeständigkeit. Die
Schaufelspitzen der rotierenden Laufschaufeln unterliegen nur einem minimalen Schaufelspitzenabrieb.
[0020] Es liegt im Sinne der hier vorliegenden Erfindung, den erfindungsgemäßen Einlaufbelag
13 dadurch herzustellen, dass der Einlaufbelag 13 in Form eines Schlickerwerkstoffs
bereitgestellt wird und mithilfe der Schlickertechnik auf das Gehäuse 11 aufgetragen
wird. Ein derartiger Schlickerwerkstoff auf Basis eines intermetallischen Titan-Aluminium-Werkstoffs
wird vorzugsweise durch Pinseln, Tauchen oder Spritzen auf das Gehäuse 11 aufgetragen.
Dies erfolgt vorzugsweise in mehreren Schritten bzw. Schichten, so dass sich ein mehrschichtiger
Einlaufbelag 13 ausbildet.
[0021] Zur Einstellung der gewünschten Porosität in den jeweiligen Schichten werden in den
Schlickerwerkstoff Zusatzmaterialien eingelagert. Nach dem Auftragen des Schlickerwerkstoffs
erfolgt ein Aushärten bzw. Einbrennen des Schlickerwerkstoffs auf das Gehäuse 11.
Bei dem Einbrennen verdampfen die dem Schlickerwerkstoff zugesetzten Zusatzstoffe,
wodurch die Poren innerhalb des Einlaufbelags 13 zurückbleiben. Durch die Anzahl und
Art der zugesetzten Zusatzstoffe lässt sich die Porosität, nämlich die Anzahl und
Größe der Poren, einstellen.
[0022] Alternativ kann der Einlaufbelag 13 auch dadurch hergestellt werden, dass derselbe
mithilfe eines gerichteten Materiedampfstrahls aufgetragen wird. Ein derartiger gerichteter
Materiedampfstrahl kann mithilfe eines PVD (Physical Vapor Deposition)-Verfahrens
oder eines CVD (Chemical Vapor Deposition)-Verfahrens erzeugt werden. Kurz vor dem
Auftreffen des gerichteten Materiedampfstrahls auf Basis eines sintermetallischen
Titan-Aluminium-Werkstoffs wird in den Materiedampfstrahl mindestens ein Zusatzstoff
eingeschleust bzw. eingelagert, wobei diese Zusatzstoffe beim nachträglichen Einbrennen
wiederum verdampft werden und dabei die Poren innerhalb der oder jeder Schicht des
Einlaufbelags 13 hinterlassen.
[0023] Bei den Zusatzstoffen zur Einstellung der Porosität kann es sich um sogenannte Microballs,
d.h. gefüllte oder hohle Kunststoffkügelchen, um Polystyrolkügelchen oder auch andere
Materialien handeln, die beim Einbrennen des intermetallischen Titan-Aluminium-Materials
verdampfen.
[0024] Sowohl mithilfe der Schlickertechnik als auch der PVD- bzw. CVD-Technik lässt sich
der erfindungsgemäße Einlaufbelag besonders günstig herstellen.
1. Einlaufbelag für Gasturbinen, zur Abdichtung eines radialen Spalts zwischen einem
Gehäuse (11) der Gasturbine und rotierenden Laufschaufeln (10) derselben, wobei der
Einlaufbelag (13) auf das Gehäuse (11) aufgebracht ist, wobei der Einlaufbelag (13)
aus einem intermetallischen Titan-Aluminium-Werkstoff hergestellt ist dadurch gekennzeichnet, dass der Einlaufbelag (13) aus dem Titan-Aluminium-Werkstoff über eine über die Dicke
des Einlaufbelags abgestufte oder gradierte Materialzusammensetzung und/oder abgestufte
Porosität verfügt.
2. Einlaufbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlaufbelag (13) aus dem Titan-Aluminium-Werkstoff an einem dem Gehäuse (11)
zugewandten Bereich weniger porös ausgebildet ist als an einem den rotierenden Laufschaufeln
(10) zugewandten Bereich.
3. Enlaufbelag nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 2 dadurch gekennzeichnet, dass der Einlaufbelag (13) in einem inneren, unmittelbar benachbart zum Gehäuse (11) liegenden
Bereich und an einem äußeren, unmittelbar benachbart zu den Laufschaufein (10) liegenden
Bereich weniger porös ausgebildet ist als zwischen diesen beiden Bereichen.
4. Enlaufbelag nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von Titan und Aluminium innerhalb des Einlaufbelags (13) annährend
konstant ist, wobei ausschließlich die Porosität zur Einstellung einer Dichte und/oder
Härte und/oder Festigkeit desselben abgestuft ist.
5. Einlaufbelag nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass auch das Verhältnis von Titan und Aluminium innerhalb des Einlaufbelags (13) abgestuft
oder gradiert ist, wobei der Einlaufbelag (13) an einem den rotierenden Laufschaufeln
(10) zugewandten Bereich mehr Aluminium enthält als an einem dem Gehäuse (11) zugewandten
Bereich.
6. Einlaufbelag nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlaufbelag (13) aus dem Titan-Aluminium-Werkstoff auf einem Gehäuse (11) aus
einem intermetallischen Titan-Aluminium-Werkstoff aufgebracht ist.
7. Einlaufbelag nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlaufbelag (13) aus dem Titan-Aluminium-Werkstoff unmittelbar auf dem Gehäuse
(11) aus Titan-Aluminium-Werkstoff aufgebracht ist.
8. Verfahren zur Herstellung eines Einlaufbelags für Gasturbinen, zur Abdichtung eines
radialen Spalts zwischen einem Gehäuse (11) der Gasturbine und rotierenden Laufschaufeln
(10) derselben, wobei der Einlaufbelag (13) auf dem Gehäuse (11) angebracht wird,
mit folgenden Schritten:
a) Bereitstellen eines Gehäuses (11),
b) Aufbringen des Einlaufbelags (13) aus einem intermetallischen Titan-Aluminium-Werkstoff
auf das Gehäuse.
dadurch gekennzeichnet, dass der Einlaufbelag (13) aus dem Titan-Aluminium-Werkstoff derart aufgebracht wird,
das derselbe über eine über die Dicke des Einlaufbelags abgestufte oder gradierte
Materialzusammensetzung und/oder abgestufte Porosität verfügt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlaufbelag (13) aus dem Titan-Aluminium-Werkstoff derart aufgebracht wird,
das derselbe an einem dem Gehäuse (11) zugewandten Bereich weniger porös ausgebildet
ist als an einem den rotierenden Laufschaufeln (10) zugewandten Bereich.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlaufbelag (13) aus dem Titan-Aluminium-Werkstoff auf einem Gehäuse (11) aus
einem intermetallischen Titan-Aluminium-Werkstoff aufgebracht wird.
11. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Zusammenhang mit Schritt b) der Einlaufbelag (13) derart auf das Gehäuse (11)
aufgebracht wird, dass hierzu mindestens eine Schicht eines Titan-Aluminium-Schlickerwerkstoffs
aus das Gehäuse (11) aufgetragen wird, wobei anschließend die oder jede Schicht des
Titan-Aluminium-Schlickerwerkstoffs durch Einbrennen ausgehärtet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass in die oder jede Schicht des Titan-Aluminium-Schlickerwerkstoffs Zusatzstoffe eingelagert
werden, wobei diese Zusatzstoffe beim Einbrennen verdampft werden und dabei die Poren
innerhalb der oder jeder Schicht des Einlaufbelags (13) hinterlassen.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die oder jede Schicht des Titan-Aluminium-Schlickerwerkstoffs durch Pinseln, Tauchen
oder Spritzen aufgetragen wird.
14. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Zusammenhang mit Schritt b) der Einlaufbelag (13) derart auf das Gehäuse (11)
aufgebracht wird, dass hierzu mindestens eine Titan-Aluminium-Schicht mit Hilfe eines
gerichteten Materiedampfstrahls, insbesondere eines PVD-Materiestrahls, auf das Gehäuse
(11) aufgetragen wird, wobei anschließend die oder jede Schicht des Materiedampfstrahls
durch Einbrennen ausgehärtet wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass kurz vor dem Auftreffen des gerichteten Titan-Aluminium-Materiedampfstrahls Zusatzstoffe
in den Titan-Aluminium-Materiedampfstrahls eingeschleust werden, wobei diese Zusatzstoffe
beim Einbrennen verdampft werden und dabei die Poren innerhalb der oder jeder Schicht
des Einlaufbelags (13) hinterlassen.
1. A run-in coating for gas turbines, for sealing a radial gap between a housing (11)
of the gas turbine and rotating rotor blades (10) of the same, wherein the run-in
coating (13) is applied to the housing (11), wherein the run-in coating (13) is produced
from an intermetallic titanium-aluminium material, characterised in that the run-in coating (13) consisting of the titanium-aluminium material has a material
composition that is stepped or graded over the thickness of the run-in coating and/or
a stepped porosity.
2. A run-in coating according to claim 1, characterised in that the run-in coating (13) consisting of the titanium-aluminium material is formed so
as to be less porous at a region facing the housing (11) than at a region facing the
rotating rotor blades (10).
3. A run-in coating according to one or more of claims 1 to 2, characterised in that the run-in coating (13) is formed so as to be less porous in an inner region lying
directly adjacently to the housing (11) and at an outer region lying directly adjacently
to the rotor blades (10) than between these two regions.
4. A run-in coating according to one or more of claims 1 to 3, characterised in that the ratio of titanium and aluminium within the run-in coating (13) is approximately
constant, wherein exclusively the porosity is stepped for the adjustment of a density
and/or hardness and/or solidity of the same.
5. A run-in coating according to one or more of claims 1 to 3, characterised in that also the ratio of titanium and aluminium within the run-in coating (13) is stepped
or graded, wherein the run-in coating (13) contains more aluminium at a region facing
the rotating rotor blades (10) than at a region facing the housing (11).
6. A run-in coating according to one or more of claims 1 to 5, characterises in that
the run-in coating (13) consisting of the titanium-aluminium material is applied to
a housing (11) consisting of an intermetallic titanium-aluminium material.
7. A run-in coating according to claim 6, characterised in that the run-in coating (13) consisting of the titanium-aluminium material is applied
directly to the housing (11) of titanium-aluminium material.
8. Method for producing a run-in coating for gas turbines, for sealing a radial gap between
a housing (11) of the gas turbine and rotating rotor blades (10) of the same, wherein
the run-in coating (13) is provided on the housing (11), having the following steps:
a) provision of a housing (11),
b) application of the run-in coating (13) consisting of an intermetallic titanium-aluminium
material to the housing,
characterised in that the run-in coating (13) consisting of the titanium-aluminium material is applied
in such a way that the same has a material composition that is stepped or graded over
the thickness of the run-in coating and/or stepped porosity.
9. Method according to claim 8, characterised in that the run-in coating (13) consisting of the titanium-aluminium material is applied
in such a way that the same is formed so as to be less porous at a region facing the
housing (11) than at a region facing the rotating rotor blades (10).
10. Method according to one or more of claims 8 to 9, characterised in that the run-in coating (13) consisting of the titanium-aluminium material is applied
to a housing (11) consisting of an intermetallic titanium-aluminium material.
11. Method according to one or more of claims 8 to 10, characterised in that in conjunction with step b) the run-in coating (13) is applied to the housing (11)
in such a way that for this at least one layer of a titanium-aluminium slip material
is applied to the housing (11), wherein subsequently the or each layer of the titanium-aluminium
slip material is hardened by baking.
12. Method according to claim 11, characterised in that additives are intercalated into the or each layer of the titanium-aluminium slip
material, wherein these additives are vaporized during baking and thereby leave behind
the pores within the or each layer of the run-in coating (13).
13. Method according to claim 11 or 12, characterised in that the or each layer of the titanium-aluminium slip material is applied by painting,
dipping or spraying.
14. Method according to one or more of claims 8 to 10, characterised in that in conjunction with step b) the run-in coating (13) is applied to the housing (11)
in such a way that for this at least one titanium-aluminium layer is applied to the
housing (11) with the aid of a directed substance-vapour jet, in particular a PVD
substance jet, wherein subsequently the or each layer of the substance-vapour jet
is hardened by baking.
15. Method according to claim 14, characterised in that shortly before the directed titanium-aluminium-substance-vapour jet impinges, additives
are introduced into the titanium-aluminium-substance-vapour jet, wherein these additives
are vaporized during baking and thereby leave behind the pores within the or each
layer of the run-in coating (13).
1. Revêtement de rodage pour turbines à gaz, destiné à rendre étanche une fente radiale
entre un carter (11) de la turbine à gaz et des aubes mobiles (10) rotatives de ladite
turbine à gaz, ledit revêtement de rodage (13) étant appliqué sur le carter (11),
ledit revêtement de rodage (13) étant constitué d'un matériau intermétallique titane-aluminium,
caractérisé en ce que ledit revêtement de rodage (13) en matériau titane-aluminium présente une composition
échelonnée ou graduelle et/ou une porosité échelonnée sur l'épaisseur du revêtement
de rodage.
2. Revêtement de rodage selon la revendication 1, caractérisé en ce que ledit revêtement de rodage (13) en matériau titane-aluminium est prévu avec une porosité
sur une zone opposée au carter (11) inférieure à celle d'une zone opposée aux aubes
mobiles (10) rotatives.
3. Revêtement de rodage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que ledit revêtement de rodage (13) est, dans une zone intérieure, directement adjacente
au carter (11) et sur une zone extérieure, directement adjacente aux aubes mobiles
(10), prévu avec une porosité inférieure à celle présentée entre ces deux zones.
4. Revêtement de rodage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le rapport entre titane et aluminium est sensiblement constant à l'intérieur du revêtement
de rodage (13), seule la porosité étant échelonnée ou graduelle pour la définition
d'une densité et/ou d'une dureté et/ou d'une solidité de celui-ci.
5. Revêtement de rodage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le rapport entre titane et aluminium est lui aussi échelonné ou graduel à l'intérieur
du revêtement de rodage (13), le revêtement de rodage (13) présentant, sur une zone
opposée aux aubes mobiles (10) rotatives, une teneur en aluminium supérieure à celle
d'une zone opposée au carter (11).
6. Revêtement de rodage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que ledit revêtement de rodage (13) en matériau titane-aluminium est appliqué sur un
carter (11) en matériau intermétallique titane-aluminium.
7. Revêtement de rodage selon la revendication 6, caractérisé en ce que ledit revêtement de rodage (13) en matériau titane-aluminium est directement appliqué
sur le carter (11) en matériau titane-aluminium.
8. Procédé de fabrication d'un revêtement de rodage pour turbines à gaz, destiné à rendre
étanche une fente radiale entre un carter (11) de la turbine à gaz et des aubes mobiles
(10) rotatives de celle-ci, ledit revêtement de rodage (13) étant appliqué sur le
carter (11), comportant les étapes suivantes :
a) préparation d'un carter (11),
b) application sur le carter du revêtement de rodage (13) en matériau intermétallique
titane-aluminium,
caractérisé en ce que ledit revêtement de rodage (13) en matériau titane-aluminium est appliqué de manière
à présenter une composition échelonnée ou graduelle et/ou une porosité échelonnée
sur l'épaisseur du revêtement de rodage.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que ledit revêtement de rodage (13) en matériau titane-aluminium est appliqué de manière
à présenter sur une zone opposée au carter (11) une porosité inférieure à celle d'une
zone opposée aux aubes mobiles (10) rotatives.
10. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 8 et 9, caractérisé en ce que ledit revêtement de rodage (13) en matériau titane-aluminium est appliqué sur un
carter (11) en matériau intermétallique titane-aluminium.
11. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 8 à 10, caractérisé en ce qu'en liaison avec l'étape b), le revêtement de rodage (13) est appliqué sur le carter
(11) de telle manière qu'au moins une couche d'un matériau de barbotine titane-aluminium
est appliquée à cet effet sur le carter (11), la couche, ou chaque couche du matériau
de barbotine titane-aluminium étant ensuite durcie par cuisson.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que des matériaux additifs sont incorporés dans la couche, ou dans chaque couche du matériau
de barbotine titane-aluminium, lesdits matériaux additifs étant vaporisés lors de
la cuisson en formant alors les pores à l'intérieur de la couche, ou de chaque couche
du revêtement de rodage (13).
13. Procédé selon la revendication 11 ou la revendication 12, caractérisé en ce que la couche, ou chaque couche du matériau de barbotine titane-aluminium est appliquée
au pinceau, ou par plongée ou par pulvérisation.
14. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 8 à 10, caractérisé en ce qu'en liaison avec l'étape b), le revêtement de rodage (13) est appliqué sur le carter
(11) de telle manière qu'au moins une couche titane-aluminium est appliquée à cet
effet sur le carter (11) par jet de vapeur de matériau orienté, en particulier jet
de matériau PVD, la couche, ou chaque couche du jet de matériau étant ensuite durcie
par cuisson.
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que peu avant l'incidence du jet de vapeur de matériau titane-aluminium orienté, des
matériaux additifs sont introduits dans le jet de vapeur de matériau titane-aluminium,
lesdits matériaux additifs étant vaporisés lors de la cuisson en formant alors les
pores à l'intérieur de la couche, ou de chaque couche du revêtement de rodage (13).

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