[0001] Die Erfindung betrifft eine Strömungsmaschine mit einem in einem Gehäuse angeordneten
drehfesten ringförmigen Leitschaufelträger, an dem eine sich in Axialrichtung über
einen Kranz von Leitschaufeln hinaus erstreckende äußere Führungsfläche vorgesehen
ist, an der die sich radial nach innen erstreckenden Leitschaufeln befestigt sind
und mit einem in dem Gehäuse drehgelagerten Rotor, an dem eine sich in Axialrichtung
über einen Kranz von Laufschaufeln hinaus erstreckende innere Führungsfläche vorgesehen
ist, an der die sich radial nach außen erstreckenden Laufschaufeln befestigt sind,
wobei radial gesehen jedes innere Ende der Leitschaufeln unter Bildung eines Radialspaltes
der inneren Führungsfläche gegenüberliegt und jedes äußere Ende der Laufschaufeln
unter Bildung eines Radialspaltes der äußeren Führungsfläche gegenüberliegt.
[0002] Hierzu ist eine gattungsgemäße axial durchströmte Gasturbine aus der EP 1 249 577
A1 bekannt. Um die Radialspalte zwischen den Schaufelspitzen und den konischen Führungsflächen
während des Betriebes der Gasturbine verkleinern zu können, ist der Leitschaufelträger
in Axialrichtung des Rotors gesehen verschiebbar ausgebildet, indem zwischen dem Gehäuse
und dem Leitschaufelträger in Axialrichtung wirkende, hydraulisch betätigbare Zylinder
vorgesehen sind.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, durch eine alternative Ausgestaltung einer Strömungsmaschine
die Einstellung des Spaltmaßes der Radialspalte zu verbessern, um den Wirkungsgrad
sowie das Warmstartverhalten der Strömungsmaschine weiter zu optimieren.
[0004] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Der erfindungsgemäßen Lösung liegt der Gedanke zu Grunde, den Leitschaufelträger
in Umfangsrichtung in zumindest vier in Radialrichtung bewegbare Trägersegmente zu
unterteilen, die zur Veränderung ihrer Lage mit einem, die Trägersegmente umgreifenden,
in Umfangsrichtung drehbaren Verstellring gekoppelt sind.
[0006] Durch das gezielte Einstellen des Spaltmaßes der Radialspalte zwischen den Schaufelenden
und den Führungsflächen können Strömungsverluste des die Strömungsmaschine durchströmenden
Gases durch die Radialspalte wesentlich verringert werden, so dass mehr Energie am
Rotor der Gasturbine entnommen werden kann.
[0007] Weiterhin kann eine abgeschaltete, noch Restwärme im Inneren aufweisende Gasturbine
frühzeitiger gestartet werden (Warmstart), wenn die Strömungsmaschine einen Verstellantrieb
der vorgenannten Art aufweist, weil das Anstreifen der Schaufelspitzen an den Führungsflächen
bei noch warmen Rotor und schon abgekühltem Gehäuse vorteilhaft vermieden werden kann.
Selbst die konstruktionsbedingten Radialspalte lassen sich durch solch eine Vorrichtung
weiter verkleinern.
[0008] Die Erfindung bietet neben den aufgezählten und bekannten Vorteilen einer Radialspalteinstellung
einen weiteren Vorteil hinsichtlich der Vergleichmäßigung der Radialspalte über dem
Umfang. Stationäre Strömungsmaschinen, beispielsweise Gasturbinen, setzten sich aus
zwei Gehäusehälften zusammen, die an überdurchschnittlich massiven Teilfugenflanschen
aneinander liegenden. Beim Betrieb konnte bisher durch die unterschiedliche thermische
Ausdehnung von Teilfugenflanschen und den ansonsten durchschnittlichen Gehäusekomponenten
eine.Ovalisierung des Gehäuses auftreten. Die Ovalisierung ruft für jede Schaufel
eines Schaufelkranzes Radialspalte hervor, die jeweils unterschiedliche Spaltmaße
aufweisen konnten. Durch den neuen Verstellmechanismus wird die Ovalisierung vermindert
oder möglicherweise sogar vollständig unterdrückt, da die am Verstellmechanismus beteiligten
Komponenten über Kraftschluss miteinander verbunden sind. Folglich weisen die zwischen
den Schaufeln eines Schaufelkranzes und einer Führungsfläche geformten Radialspalte
nahezu identische Spaltmaße auf, die wirkungsgradsteigernd ohne das Anstreifen oder
Berühren der beiden beteiligten Baugruppen weiter verringert werden können.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0010] Um einerseits die Symmetrie für die Strömung des Gases aufrecht zu erhalten und andererseits
den Teilungsfehler, welcher auch Umfangsfehler genannt wird, zu minimieren, ist der
Leitschaufelträger in eine gerade Anzahl von Trägersegmenten in Umfangsrichtung unterteilt.
[0011] In einer vorteilhaften Ausgestaltung wird der Verstellring von mehreren, an einer
inneren Wand des Gehäuses gelagerten Stützrollen getragen. Hierdurch kann die Ovalisierung
des Gehäuses von Leitschaufelträger entkoppelt werden. Damit werden die bei der Ovalisierung
auftretenden Größenunterschiede zwischen der 06:00/12:00 Uhr-Ebene bzw. der 03:00/09:00
Uhr-Ebene minimiert.
[0012] Bevorzugt werden Verstellring und Trägersegment durch zumindest ein Paar von einer
Lauffläche und einer daran abrollbaren Positionierrolle gekoppelt. Die Positionierrolle
kann entlang der sich in Umfangsrichtung erstreckenden Lauffläche energiesparend und
verschleißfrei abrollen.
[0013] Dazu sind die Laufflächen am Trägersegment bzw. am Verstellring und die Positionierrollen
am Verstellring bzw. am Trägersegment angeordnet.
[0014] In einer vorteilhaften Ausgestaltung können die Laufflächen in Umfangsrichtung gekrümmt
sein. Für den Fall, dass sie Teil eines gedachten Kreises mit einem außerhalb der
Drehachse des Rotors liegenden Mittelpunkt sind, kann ein nicht proportionaler Zusammenhang
zwischen Verdrehwinkel des Verstellringes und radialem Verschiebeweg des Trägersegmentes
hergestellt werden. Zu Beginn der Verdrehung des Verstellringes wird zunächst ein
vergleichsweise großer radialer Verstellweg des Trägersegmentes erzwungen, der bei
gleichmäßig fortgesetzter Verdrehung des Verstellringes einen kleiner werdenden Verstellweg
des Trägersegments zur Folge hat. Anstelle einer gekrümmten Lauffläche bewirkt eine
geradlinige Lauffläche bei einer Drehbewegung des Verstellringes um einen Verdrehwinkel
eine dazu proportionale, radial Bewegung der Trägersegmente.
[0015] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Verstellring über mehrere, in Umfangsrichtung
angreifende Zug- und Druckstangen drehbar. Diese wirken im Wesentlichen tangential
auf den Verstellring ein, so dass dieser um eine Achse drehbar ist, welche koaxial
zur Drehachse des Rotors ist.
[0016] Kostengünstig und einfach ansteuerbar werden die Zug- und Druckstangen über hydraulische
oder elektrische Mittel angetrieben.
[0017] Besonders vorteilhaft ist die Ausgestaltung, bei der die Strömungsmaschine als Verdichter
oder als Turbineneinheit einer Gasturbine ausgebildet ist, in dem die radial verschiebbaren
Trägersegmente als Verdichterleitschaufelträger bzw. als Turbinenleitschaufelträger
angeordnet sind.
[0018] Die Erfindung wird anhand einer Zeichnung erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine als Gasturbine ausgebildete Strömungsmaschine im Querschnitt und
- Fig. 2
- die Kopplung von Verstellring und Trägersegment über eine Lauffläche und eine daran
abrollbaren Positionierrolle.
[0019] Strömungsmaschinen, wie beispielsweise axial durchströmte Gasturbinen, Verdichter
oder Dampfturbinen, sind allgemein bekannt. Hierzu zeigt Fig. 1 einen Querschnitt
durch eine axial durchströmte Strömungsmaschine 11. Die Strömungsmaschine 11 weist
einen um eine Drehachse 13 drehgelagerten Rotor 15 auf, an dessen Außenumfang in Kränzen
angeordnet sich Laufschaufeln 17 in den Strömungskanal 19, welcher auch als Strömungspfad
bezeichnet wird, radial hinein erstrecken. Der Strömungskanal 19 wird radial außen
gesehen von äußeren Führungsflächen 20a und radial innen gesehen von inneren Führungsflächen
20b begrenzt.
[0020] Zur besseren Übersicht sind in der vorliegenden Figur 1 lediglich einige Laufschaufeln
17 eines Laufschaufelkranzes 18 gezeigt. Bezogen auf den Rotor 15 sind in Axialrichtung
die Laufschaufeln 17 zu Leitschaufeln 21 benachbart, von denen hier nur einige eines
Leitschaufelkranzes 16 dargestellt sind.
[0021] Die Leitschaufeln 21 sind mit ihrem radial äußeren Ende jeweils an Trägersegmenten
23 befestigt, welche auch die Führungsfläche 20a formen. Die innere Führungsfläche
20b ist durch die Umfangsfläche des Rotors 15 gegeben.
[0022] Vier, sich jeweils über 90° eines Kreises erstreckende Trägersegmente 23 bilden einen
Leitschaufelträger 24. Es könnten auch sechs, acht oder sogar mehr Trägersegmente
23 vorgesehen sein, um den Leitschaufelträger 24 zu bilden.
[0023] Sowohl die Laufschaufeln 17 als auch die Leitschaufeln 21 weisen jeweils ein von
einem Gas 25, beispielsweise Verdichterluft oder Turbinenheißgas, umströmbares Schaufelblatt
27 auf, welches mit einem frei auskragenden Schaufelende 29 einer Führungsfläche 20a,
20b, bei Laufschaufeln 17 den Trägersegmenten 23 und bei Leitschaufeln 21 dem Außenumfang
des Rotors 15, jeweils unter Bildung eines Radialspaltes 31 gegenüberliegt.
[0024] Um den Wirkungsgrad der Strömungsmaschine 11 zu steigern, werden die Radialspalte
31 für jeden Betriebszustand über einen Regler so klein wie möglich eingestellt. Hierzu
schlägt die Erfindung vor, dass die Trägersegmente 23 über einen noch im Detail zu
beschreibenden Verstellmechanismus 33 radial verschiebbar sind. Über eine geeignete
Messeinrichtung wird das Maß des Radialspaltes bestimmt, welches als Eingangsgröße
des Reglers dient.
[0025] Der Verstellmechanismus 33 umfasst einen zur Drehachse 13 des Rotors 15 konzentrisch
angeordneten Verstellring 35, welcher in Umfangsrichtung X
U verdreht werden kann.
[0026] Um den Verstellring 35 innerhalb eines auf einem Sockel 48 stehendes Gehäuses 47
konzentrisch zu Drehachse 13 drehbar zu lagern, sind Stützrollen 49 vorgesehen, welche
über erste Stützen 39' an einer Innenwand 51 des Gehäuses 47 abgestützt sind. Die
Stützrollen 49 liegen dabei am Außenumfang 53 des Verstellrings 35 an, so dass dieser
über an ihm gelagerte Zug- und Druckstangen 57 in Umfangsrichtung verdreht werden
kann, indem auf die Zug- und Druckstangen 57 eine Verstellkraft F
v einwirkt.
[0027] Die Stützrollen 49 sind dabei vorzugsweise - verglichen mit dem Ziffernblatt einer
Uhr - auf 01:30Uhr, auf 04:30Uhr, auf 07:30Uhr und auf 10:30Uhr angeordnet, um die
beim instationären Betrieb durch die Ovalisierung auftretenden Größenunterschiede
in den Radialspalten eines Schaufelkranzes 16, 18 zwischen der 06:00/12:00Uhr-Ebene
und der 03:00/09:00Uhr-Ebene zu minimieren oder bestenfalls vollständig zu vermeiden.
[0028] Die Zug- und Druckstangen 57 können dabei über nicht näher dargestellte Mittel, wie
z.B. hydraulisch betätigbare Kolben oder über einen elektrischen Motor kraftbeaufschlagt
werden.
[0029] Der Verstellring 35 weist an seinem inneren Umfang 37 über zweite Stützen 39" befestigte
Positionierrollen 41 auf, welche jeweils an einer an jedem Trägersegment 23 befindlichen
Lauffläche 43 abrollbar sind. Jede Lauffläche 43 ist durch eine Strecke zwischen zwei
Endpunkten für die zugehörige Positionierrolle 41 definiert, deren radiale Abstände
zur Drehachse 13 unterschiedlich groß sind. Jede Positionierrolle 41 bildet mit einer
ihr zugeordneten Lauffläche 43 ein Paar, wobei pro Trägersegmente 23 mehrere, vorzugsweise
drei Paare vorgesehen sein können.
[0030] Die Lauffläche 43 weicht von jedem zur Drehachse 13 des Rotors 15 konzentrisch liegenden
Kreis ab und ist vorzugsweise in Umfangsrichtung X
u gekrümmt. Ferner sind die Trägersegmente 23 entweder an der Innenwand 51 des Gehäuses
47, wie in der oberen Gehäusehälfte durch die mit F
R' bezeichneten Pfeile gezeigt, oder, wie in der unteren Gehäusehälfte durch die Pfeile
F
R' ' dargestellt, am inneren Umfang 37 des Verstellrings 35 radial beweglich abgestützt.
Dies kann beispielsweise durch Federn 67 (Fig. 2) erfolgen, die an den entsprechenden
Bauteilen gelagert sind. Eine durch die vorgespannten Federn auf die Trägersegmente
23 radial nach innen wirkende Rückstellkraft F
R bewirkt die Rückstellung der Trägersegmente 23 nach innen.
[0031] In der bevorzugten Ausgestaltung setzt sich die äußere Führungsfläche 20a des Strömungskanals
19 aus vier Trägersegmenten 23 zusammen, welche jeweils unter Bildung eines sich in
Umfangsrichtung X
u erstreckenden veränderbaren Spaltes 61 gegenüberliegen. Zum Abdichten dieser, jeweils
zwischen zwei unmittelbar benachbarten Trägersegmenten 23 gebildeten Spalte 61 weisen
deren gegenüberliegende Stirnflächen 63 jeweils eine Nut 64 auf, in die ein Dichtelement
65 einlegbar ist.
[0032] Hierdurch wird auch der Umfangs-, d.h. der Teilungsfehler kompensiert.
[0033] Um den zwischen Schaufelenden 29 und äußerer Führungsfläche 20a gebildeten Radialspalt
31 in seiner Größe in Abhängigkeit vom Betriebszustand der Strömungsmaschine einzustellen,
wird der Verstellring 35 über die annähernd tangential angreifenden Zug- und Druckstangen
57 in Umfangsrichtung X
u verdreht.
[0034] Eine - bezogen auf die in Fig. 1 gezeigte Anordnung - im Uhrzeigersinn durchgeführte
Verdrehung des Verstellrings 35 durch eine auf die Zug- und Druckstangen 57 wirkende
Schubkraft F
v führt dazu, dass die Positionierrollen 41 sich ebenfalls im Uhrzeigersinn bewegen,
so dass durch die geneigten Laufflächen 43 der Trägersegmente 23 diese um einen radialen
Verschiebeweg X
R nach außen verschoben werden, wodurch sich die - zwischen den Leitschaufeln 21 und
der inneren Führungsfläche 20b als auch den Laufschaufeln 17 und der äußeren Führungsfläche
20a vorhandenen - Radialspalte 31 vergrößern. Dies kann insbesondere für den Warmstart
einer als Gasturbine ausgebildeten Strömungsmaschine 11 sinnvoll sein, da das zumeist
schneller abgekühlte Gehäuse 47 der Strömungsmaschine 11 den im Inneren langsamer
abkühlenden Rotor 15 aufgrund der unterschiedlichen Materialdehnungen der einzelnen
Komponenten einschnürt und ggf. einen Warmstart verhindert. Dem Einschnürungsvorgang
kann durch die mittels der Verstelleinrichtung 33 radial nach außen bewegten Trägersegmente
23 entgegengewirkt werden, so dass das Anstreifen der Schaufelenden 29 an den Führungsfläche
20 verhindert werden kann.
[0035] Werden die Zug- und Druckstangen 57 mit einer negativen Schubkraft F
v, also einer Zugkraft, beaufschlagt, so dreht sich der Verstellring 35 in Umfangsrichtung
X
u entgegen dem Uhrzeigersinn um die Drehachse 13. Durch die geneigten Laufflächen 43
und die auf die Trägersegmente 23 von außen nach innen einwirkende Rückstellkraft
F
R bewegen sich die Trägersegmente 23 radial nach innen und verkleinern dabei den Radialspalt
31 zwischen Schaufelende 29 und den Führungsflächen 20 des Strömungskanals 19. Somit
kann z.B. nach vollständig aufgeheiztem Gehäuse 47 der Radialspalt 31 zur Steigerung
des Wirkungsgrades der Strömungsmaschine 11 verkleinert werden.
[0036] Je nach Art der Krümmung der Lauffläche 43 kann eine Verdrehung des Verstellrings
35 einen proportionalen oder unproportionalen radialen Verschiebeweg X
R des Verstellrings 35 erzeugen.
[0037] Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf ein Paar einer Positionierrolle 41 und einer Lauffläche
43. Die Lauffläche 43 ist über einen am Trägersegment 23 befindlichen Haken geformt.
Ferner zeigt die Fig. 2 eine sich zwischen Trägersegment 23 und Verstellring 35 abstützende
Feder 67, welche zur Erzeugung der Rückstellkraft F
R eingesetzt wird.
[0038] Selbstverständlich kann auch pro Schaufelkranz 16, 28 oder auch pro Verdichter- bzw.
Turbinenstufe eine erfindungsgemäße Verstelleinrichtung 33 vorgesehen sein.
[0039] Durch die Erfindung können die Radialspalte 31 jeweils an aktuelle Betriebsbedingungen
der Strömungsmaschine 11 angepasst werden. Auch wenn sich beispielsweise während der
Abfahrt einer Strömungsmaschine 11 der Radialspalt 31 ändert, kann dieser über den
vorgeschlagenen Verstellmechanismus 33 eingestellt werden.
1. Strömungsmaschine (11) mit einem in einem Gehäuse (47) angeordneten drehfesten ringförmigen
Leitschaufelträger (24), an dem eine sich in Axialrichtung über einen Kranz (16) von
Leitschaufeln (21) hinaus erstreckende äußere Führungsfläche (20a) vorgesehen ist,
an der die sich radial nach innen erstreckenden Leitschaufeln (21) befestigt sind
und
mit einem in dem Gehäuse (47) drehgelagerten Rotor (15), an dem eine sich in Axialrichtung
über einen Kranz (18) von Laufschaufeln (71) hinaus erstreckende innere Führungsfläche
(20b) vorgesehen ist, an der die sich radial nach außen erstreckenden Laufschaufeln
(17) befestigt sind,
wobei radial gesehen jedes innere Ende der Leitschaufel (21) unter Bildung eines Radialspalts
(31) dem inneren Führungsfläche (20b) gegenüberliegt und jedes äußere Ende der Laufschaufeln
(17) unter Bildung eines Radialspalts (31) dem äußeren Führungsfläche (20a) gegenüberliegt,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Leitschaufelträger (24) zumindest vier in Umfangsrichtung (Xu) unterteilte, in Radialrichtung bewegbare Trägersegmente (23) umfasst, die zur Veränderung
ihrer Lage mit einem, die Trägersegmente (23) umgreifenden, in Umfangsrichtung (Xu) drehbaren Verstellring (35) gekoppelt sind.
2. Strömungsmaschine (11) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Leitschaufelträger (24) eine gerade Anzahl von Trägersegmenten (23) umfasst.
3. Strömungsmaschine (11) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verstellring (35) von mehreren, an einer Innenwand (51) des Gehäuses (47) gelagerten
Stützrollen (49) getragen wird.
4. Strömungsmaschine (11) nach Anspruch 1, 2, oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Koppelung von Verstellring (35) und jedem Trägersegment (23) durch zumindest
ein Paar von einer Lauffläche (43) und einer daran abrollbaren Positionierrolle (41)
erfolgt.
5. Strömungsmaschine (11) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lauffläche (43) am Trägersegment (23) bzw. am Verstellring(35) und die Positionierrolle
(41) am Verstellring (35) bzw. am Trägersegment(23) angeordnet ist.
6. Strömungsmaschine (11) nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Laufflächen (43) in Umfangsrichtung gekrümmt sind.
7. Strömungsmaschine (11) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede gekrümmte Lauffläche (43) Teil eines gedachten Kreises mit einem Mittelpunkt
ist, der außerhalb der Drehachse (13) des Rotors (15) liegt.
8. Strömungsmaschine (11) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verstellring (35) über mehrere, in Umfangrichtung angreifende Zug- und Druckstangen
(57) verdrehbar ist.
9. Strömungsmaschine (11) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zug- und Druckstangen (57) über hydraulische oder elektrische Mittel angetrieben
werden.
10. Strömungsmaschine (11) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Strömungsmaschine (11) als Verdichter, insbesondere als Verdichter einer Gasturbine
ausgebildet ist, in dem die radial verschiebbaren Trägersegmente (23) als Verdichterleitschaufelträger
angeordnet sind.
11. Strömungsmaschine (11) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Strömungsmaschine (11) als Turbineneinheit einer Gasturbine ausgebildet ist,
in dem die radial verschiebbaren Trägersegmente (23) als Turbinenleitschaufelträger
angeordnet sind.