[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kühlvorrichtung für ein mit einer Flüssigkeit
befülltes Behältnis nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Üblicherweise werden mit Flüssigkeiten gefüllte Flaschen, wie beispielsweise Getränkeflaschen,
Getränkedosen oder dergleichen, während der Konsumierung in entsprechenden Kühlvorrichtungen
aufbewahrt. Hierbei stellen diese Kühlvorrichtungen sicher, dass sich die beispielsweise
im Keller oder Kühlaggregat auf eine bestimmte Temperatur gekühlten Flüssigkeiten
nicht unerwünscht erwärmen. In der Regel bestehen derartige Kühlvorrichtungen aus
einem Behältnis, in welches eine Kühlflüssigkeit, wie beispielsweise Wasser oder eine
Wasser-Eis-Mischung, eingefüllt wird. Zur Kühlung der Flüssigkeiten werden die mit
den Flüssigkeiten befüllten Flaschen in die Kühlflüssigkeit eingetaucht.
[0003] Ein wesentlicher Nachteil besteht darin, dass sich die Kühlflüssigkeit aufgrund der
atmosphärischen Umgebungstemperatur relativ schnell erwärmt und darüber hinaus sich
mengenmäßig verringert und wieder nachgefüllt werden muss.
[0004] Die bekannten Kühlvorrichtungen, bei denen die zu kühlende Flasche direkt in die
Kühlflüssigkeit eingetaucht wird, weisen weiter den Nachteil auf, dass beim Herausnehmen
der Flaschen an deren äußeren Oberfläche Kühlflüssigkeit haftet, welches ein unerwünschtes
Abtropfen der Kühlflüssigkeit von den Flaschen bewirkt und das Handling der Flaschen
zusätzlich erschwert, da deren Oberfläche durch die an der Außenfläche anhaftende
Kühlflüssigkeit relativ glatt wird und somit die Gefahr besteht, dass die glatten
Flaschen oder Dosen sehr leicht aus der Hand rutschen können.
[0005] Darüber hinaus besteht der weitere Nachteil, dass mit zunehmender Entleerung der
Flasche, diese wegen des von der Kühlflüssigkeit hervorgerufenen Auftriebs zunehmend
aus der Kühlvorrichtung herausragt, so dass der Wirkungsgrad der Kühlung entsprechend
verschlechtert wird.
[0006] Eine weitere bekannte Ausführungsform einer Kühlvorrichtung weist einen zwischen
zwei Einzelbehälter liegenden Hohlraum auf der mit einer Kühlflüssigkeit teilweise
befüllt ist, wobei die Kühlvorrichtung in einen unteren und einen oberen, doppelwandigen
Behälter unterteilt ist, welche miteinander lösbar verbunden sind. Bei dieser Ausführungsform
einer Kühlvorrichtung besteht der Nachteil, dass die in dem Hohlraum befindliche Kühlflüssigkeit
über die lösbare Verbindung des unteren und oberen Behältnis entweichen kann, wobei
eine maximale Befüllung des Hohlraumes mit der Kühlflüssigkeit lediglich bis zur Höhe
des unteren Behältnis möglich ist.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kühlvorrichtung der angegebenen
Art so weiterzubilden, dass die Temperatur der zu kühlenden Flüssigkeit über einen
längeren Zeitraum nahezu konstant bleibt, um eine besonders gleichmäßige Kühlung der
Flüssigkeiten zu gewährleisten, unabhängig von dem Flüssigkeitsstand in einer Flasche
ohne direkten Kontakt der Flasche oder Dose mit der Kühlflüssigkeit, sowie ein maximale
Menge einer Kühlflüssigkeit zur Verfügung zu stellen, welche nicht entweichen kann.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Kühlvorrichtung mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0009] Erfindungsgemäß wird somit eine Kühlvorrichtung vorgeschlagen, die ein Behältnis
umfasst, dessen Wandung und/oder Boden doppelfinrandig ausgebildet ist. Hierdurch
wird ein Hohlraum ausgebildet, der teilweise mit einer Kühlflüssigkeit befüllbar ist.
[0010] Derartige Kühlvorrichtungen weisen eine Vielzahl von Vorteilen auf, welche nachstehend
anhand einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben werden.
[0011] Eine erfindungsgemäße Ausführung einer Kühlvorrichtung ist beispielsweise ein Behältnis
in einer doppelwandigen Ausführung, wobei die Kühlflüssigkeit zwischen der Außen-
und Innnenwandung des Behältnisses gekapselt ist und somit nicht mit einem jeweils
zu kühlenden bzw. zu temperierenden Gegenstand (Flasche) in Kontakt Kommt.
[0012] Folglich bleibt die Kühlflüssigkeit nicht an den Wandungen eines zu kühlenden Gegenstandes
(Flasche) bei einer Herausnahme haften.
[0013] Besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung ist, dass ein Latentwärmespeicher
verwendet wird, wie er z. B. aus einem wässrigen Glaubersalz besteht. Diese Kühlflüssigkeit
hat den besonderen Vorteil, dass eine latente Kälte in dieser Flüssigkeit bei Temperaturen
unterhalb von 0° Celsius gespeichert ist.
[0014] Dies bedeutet, dass die erfindungsgemäße Kühlvorrichtung stets vorher beispielsweise
in eine Tiefkühltruhe eingelegt werden muss, um so das Kühlmittel auf die erforderliche,
niedrige Temperatur zu bringen. Wird nun eine wässrige Salzlösung im Zwischenraum
zwischen den beiden Behälterschalen verwendet, vorteilhaft jedoch Glaubersalz, dann
besteht damit der Vorteil, dass das Glaubersalz einen Temperaturspeicherpunkt von
wesentlich unterhalb 0° Celsius hat. Damit ist der weitere Vorteil verbunden, dass
beim Herausnehmen des Kühlbehälters in die normale Raum- oder Zimmeratmosphäre, die
in der Zimmeratmosphäre vorhandene Feuchtigkeit sofort an der Außenwand des Kühlbehälters
zu einer Eisschicht sublimiert. Daher gibt es besonders eindrucksvolle "Eisblumen"
an der Außenseite des Behälters, was dem Behälter einen besonderen ästhetischen Eindruck
gibt In den beigefügten Zeichnungen ist dann das nachfolgende Auftauen des Behälters
dargestellt, der von dem oberen Rand ausgehend nach unten gerichtet auftaut und hierbei
seine Eisschicht an seiner äußeren Oberfläche verliert.
[0015] Durch die Verdunstung des an der Außenseite des Kühlbehälters niedergeschlagenen
Eises gibt es noch einen weiteren Verdunstungseffekt, der den Kühlbehälter noch über
eine weit längere Zeit kühl hält.
[0016] Des weiteren ist Vorteilhaft, dass der zu kühlende Gegenstand (Flasche) außen relativ
trocken ist, wenn der Gegenstand nicht im direkten Kontakt mit der Kühlflüssigkeit
ist und kann demnach auch entsprechend sicher gefasst werden.
[0017] Darüber hinaus ist beim Herausnehmen des Gegenstandes (Flasche) aus der Kühlvorrichtung
kein unerwünschtes Abtropfen von Kühlflüssigkeit festzustellen.
[0018] Des weiteren taucht eine Flasche bei der erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung unabhängig
von ihrem jeweiligen Füllzustand relativ gleichmäßig tief in die Kühlvorrichtung ein,
da aufgrund einer indirekten Kühlung der Gegenstand (Flasche) nicht in der Kühlflüssigkeit
schwimmt, so dass eine besonders gleichmäßige Kühlung auch über einen längeren Zeitraum
sichergestellt ist.
[0019] Ferner ermöglicht die erfindungsgemäße Kühlvorrichtung aufgrund der in dem abgekapselten
Hohlraum angeordneten Kühlflüssigkeit die Verwendung einer Vielzahl unterschiedlicher
Kühlflüssigkeiten, so dass auch besonders tiefe Temperaturen erreicht werden können,
die bei Verwendung von Wasser bzw. einem Wasser-Eis-Gemisch bei herkömmlichen Kühlvorrichtungen
nicht erzielbar sind.
[0020] Ein derartiges Kühlen auf relativ tiefe Temperaturen ist insbesondere für solche
Getränke wünschenswert, die erst bei einer relativ tiefen Temperatur ihr volles Aroma
entwickeln, wie zum Beispiel bestimmte Spirituosen mit einem hohen Alkoholanteil.
[0021] Die bei der erfindungsgemäß ausgebildete Kühlvorrichtung verwendete Kühlflüssigkeit
kann je nach Anwendung unterschiedlich sein.
So ist es beispielsweise möglich, als KühNlüssigkeit Wasser einzusetzen, wobei mit
einer derartigen Kühlflüssigkeit Kühltemperaturen um etwa 0°C erreicht werden können.
[0022] Sind tiefere Temperaturen erwünscht, so bietet es sich an, beispielsweise wässrige
Salzlösungen oder Glykol-Wassermischungen zu verwenden, so dass durch die vorbenannten
Kühlflüssigkeiten Temperaturen bis etwa -10°C erreichbar sind. Auch können die aus
der Kältetechnik bekannten Kättemittel, wie beispielsweise halogenierte Alkane als
Kühlflüssigkeit eingesetzt werden, wobei diese Kühltemperaturen einen Bereich von
-30°C und tiefer ermöglichen.
[0023] Unter den vorher erwähnten Salzlösungen werden alle Salze verschiedener Elemente
in wässrigen Lösungen verstanden. Insbesondere wird Glaubersalz (Natriumsulfat) verstanden,
weil dieses Glaubersalz eine sehr niedrige Latentspeichertemperatur von beispielsweise
-10° Celsius hat. Dies bewirkt, dass, wenn der Kühlbehälter aus einer Kühltruhe herausgenommen
wird, der Kühlbehälter und die darin befindliche Kühlsohle über einen sehr langen
Zeitraum auf -10° Celsius kühlgehalten wird. Gleichzeitig besteht der vorher erwähnte
Vorteil, dass aufgrund der extremen Kälte der Kühlsohle sich sofort an der Außenseite
des Kühlbehälters entsprechende Feuchtigkeitskristalle bilden, die zu einem besonders
schönen Aussehen des Behälters führen.
[0024] Im Allgemeinen ist es erforderlich, eine möglichst große Menge einer Kühlflüssigkeit
in einem doppelwandigen Behältnis einzubringen und einen Verlust der Kühlflüssigkeit
aufgrund eventueller Verdunstung bzw. Anhaftung an der äußeren Oberfläche eines zu
kühlenden Gegenstandes im direkten Kontakt mit der Kühlflüssigkeit zu vermeiden, um
somit eine effektive Kühlung zu gewährleisten.
[0025] Hierfür wird erfindungsgemäß eine Kühlflüssigkeit verwendet, welche sehr gute Anwendungsspezifische
Eigenschaften aufweist.
[0026] Wichtig ist, dass sich die Kühlflüssigkeit in einer relativ kurzen Zeit auf eine
möglichst niedrige Temperatur abkühlt, dass die niedrige Temperatur möglichst lange
gehalten wird.
Darüber hinaus sollte der Ausdehnungswert der verwendeten Kühlflüssigkeit möglichst
gering sein.
[0027] Solche Kühlflüssigkeiten sind gemäß dem Stand der Technik glykolhaltige Flüssigkeiten.
[0028] Um eine besonders gute Kühlung des in der Kühlvorrichtung angeordneten Gegenstandes
(Flasche) zu erreichen, erstreckt sich ein Hohlraum vollständig über den Boden und
die Wandung des Behältnisses.
[0029] Abhängig von der in dem Hohlraum angeordneten Menge der Kühlflüssigkeit erfolgt dann
nach entsprechender Vorkühlung der Kühlvorrichtung, beispielsweise im Kühlschrank
oder in der Tiefkühltruhe auf eine gewünschte Temperatur, auch eine entsprechende
Kühlung bzw. Temperierung des in der Kühlvorrichtung eingebrachten Gegenstandes (Flasche).
[0030] Allgemein gilt, dass mit zunehmender Größe des Hohlraumes und zunehmender Menge an
Kühlflüssigkeit die Kühlwirkung der Erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung verbessert wird.
[0031] Insbesondere erlauben solche Ausführungsformen einer Kühlvorrichtung, welche eine
möglichst große Fläche eines zu kühlenden Gegenstand (Flasche) umschließen und die
über einen entsprechend großen Hohlraum mit einer entsprechen Kühlflüssigkeitsmenge
verfügen, neben der Konstanthaltung der Temperatur der in der Flasche eingefüllten
Flüssigkeit femer noch ein schnelles Abkühlen der Flüssigkeitstemperatur, so dass
bei derartigen Ausführungsformen auf ein Vorkühlen der Flüssigkeiten mindestens teilweise
verzichtet werden kann.
[0032] Vorzugsweise ist die erfindungsgemäße Kühlvorrichtung in ihrer Form an die Form des
jeweils zu kühlenden bzw. temperierenden Gegenstandes (Flasche) angepasst. Da vielfach
trinkbare Flüssigkeiten, wie beispielsweise Sekt, Wein, Schnaps oder dergleichen,
in zylindrischen Behälter, wie zum Beispiel Glas- oder Kunststoffflaschen mit konisch
verengtem Flaschenhals abgefüllt werden, erweisen sich zylindrisch ausgeformte oder
zylinderähnlich ausgebildete Kühlvorrichtungen als vielfach verwendbar und somit als
besonders geeignet.
[0033] Im vorbenannten Ausführungsbeispiel verengt sich bei den zylinderförmig ausgebildeten
Kühlvorrichtungen das Behältnis zum Boden hin.
[0034] Jedoch ist es durchaus möglich eine Kühlvorrichtung derart auszubilden, dass sich
das vorwiegend zylinderförmige Behältnis zur nach oben hin aufweisenden Öffnung erweitert.
[0035] Die erfindungsgemäße Kühlvorrichtung weist vorzugsweise ein Behältnis auf, welches
aus zwei einzelnen Behältnissen besteht, wobei die beiden Behältnisse unterschiedliche
Abmessungen aufweisen, um diese ineinander zusammenzufügen und vorzugsweise unlösbar
miteinander zu verbinden.
[0036] im Bodenbereich des äußeren Behältnis ist eine zylindrische Ausnehmung angeordnet,
welche zur Befüllung des Hohlraumes der zusammengefügten Behältnisse dient und nach
dem Einbringen der Kühlflüssigkeit in den Hohlraum verschlossen wird.
[0037] Aufgrund der Bildung eines hermetisch geschlossenen System eines mit einer Kühlflüssigkeit
befüllten Hohlraums ist gewährleistet, dass dieser mit einer maximalen Menge einer
Kühlflüssigkeit in Abhängigkeit ihrer Ausdehnung befüllt wird und das die Kühlflüssigkeit
nicht entweichen kann.
[0038] Vorzugsweise ist bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Kühlvorrichtung der obere
Rand an der Öffnung des Behältnisses abgerundet, wodurch die Verletzungsgefahr beim
Einsetzen einer Flache in die Kühlvorrichtung verringert wird.
[0039] Die erfindungsgemäß ausgebildete Kühlvorrichtung kann aus verschiedenen Materialien
angefertigt sein. So kann sie beispielsweise aus Glas, Metall oder Kunststoff bestehen.
Besonders geeignet hierfür sind transparente Kunststoffe, wie beispielsweise Polyacrylate
bzw. entsprechende Copolymerisate davon.
[0040] Die erfindungsgemäße Kühlvorrichtung wird nachfolgend anhand einer Ausführungsform
aus einem Kunststoffmaterial in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert.
[0041] Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Schnittdarstellung der Kühlvorrichtung;
- Figuren 2 bis 7:
- Außenansicht der erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung während der Benutzung als Flaschenkühler.
[0042] Eine in Figur 1 insgesamt mit 1 bezeichneten Kühlvorrichtung weist ein äußeres Kunststoffbehältnis
2 und ein inneres Kunststoffbehältnis 3 auf, welche in ihrer Form vorwiegend zylinderförmig
sind. Hierbei bilden die Wandungen mit den jeweils zugehörigen Böden 4 und 5 der beiden
Behältnisse 2 und 3 eine doppelwandige Kühlvorrichtung 1, wobei die beiden Behältnisse
2 und 3 im zusammengefügten Zustand einen Hohlraum 6 bilden. Innerhalb des Hohlraumes
6 ist eine Kühlflüssigkeit 7 angeordnet, die ein definiertes Volumen des Hohlraumes
6 einnimmt. Die Behältnisse 2 und 3 sind oben mit einer vorwiegend zylinderförmigen
Öffnung versehen, so dass in das Behältnis 3 eine mit einer Flüssigkeit befüllte Flasche
zum Kühlen einbringbar ist. Vorzugsweise ist der obere Durchmesser d1 der Kühlvorrichtung
1 geringfügig größer als der untere Durchmesser d2.
[0043] Das Innen- und Aussenbehältnis 3 und 2 der Kühlvorrichtung 1 wird als Einzelbehälter
in einem thermischen Spritzgussverfahren hergestellt. Dabei weist der Außenbehälter
2 einen größeren Durchmesser und ein größeres Höhenmaß auf, als der Innenbehälter
1.
[0044] Das Innenbehältnis 3 weist im Bereich seiner Öffnung einen radial nach außen verlaufenden
Randbereich 8 auf, welcher beim Zusammenführen des Innen- und Außenbehältnisses 2
und 3 auf der oberen Randfläche 11 der Öffnung des äußeren Behältnis 2 aufliegt.
[0045] Die beiden Behältnisse 2 und 3 aus Kunststoff werden in einem thermischen Verfahren
oder durch Verkleben im aufliegenden Randbereich ihrer Öffnungen zusammengefügt.
[0046] Der Bodenbereich des äußeren Behälters 4 weist eine relativ kleine, zylindrische
Ausnehmung 9 auf, welche zur Befüllung des Hohlraumes 6 der doppelwandigen Kühlvorrichtung
1 mit einer entsprechenden Kühlflüssigkeit 7 dient und nach der Befüllung mittels
einem thermischen Verfahren oder mittels einer Haftverbindung (Kleben) verschlossen
wird. Somit ist gewährleistet, dass ein Austritt der Kühlflüssigkeit 7 und/oder unerwünschte
Verdunstung der Kühlflüssigkeit 7 vermieden wird.
[0047] Die vorbenannte Kühlvorrichtung weist folgende Funktionen auf:
Vor der Benutzung wird die Kühlvorrichtung 1 in einem geeigneten Kühlaggregat, wie
beispielsweise einem Kühlschrank oder einer Tiefkühltruhe auf die jeweilige Temperatur
vorgekühlt. Anschließend wird die Kühlvorrichtung 1 aus dem Kühlaggregat entnommen
und die jeweils zu kühlende Flasche oder der zu kühlende Gegenstand in die Tiefkühlvorrichtung
1 eingebracht. Nach relativ kurzer Zeit ist ein Absinken der Temperatur der zu kühlenden
Flüssigkeit festzustellen, wobei nach erreichen der maximalen Kühltemperatur diese
aufgrund der konstruktiven Auslegung der erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung 1 über
einen relativ langen Zeitraum gehalten werden.
Die Figuren 2 bis 7 zeigen die Verwendung der erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung in
der Ausbildung als Flaschenkühler.
Während Figur 2 darstellt, dass der Flaschenkühler nach der Herausnahme aus einer
Tiefkühltruhe sich sofort an seiner Außenseite mit einem Eiskristaiibefag belegt,
zeigt die Figur 3, dass dieser äußere Eisbelag mit fortschreitender Zeit abtaut. Zwischen
dem Zustand nach Figur 2 bis Figur 7 vergehen ungefähr 2 Stunden. Solange dauert es,
bis der äußere Eisbelag, der sehr schöne Eisblumen bildet, abgetaut ist.
Selbstverständlich ist es möglich, auf dem Außenumfang des Flaschenkühlers noch eine
bestimmte - im Normalfall nicht sichtbare - Beschriftung anzubringen, die dann erst
während des Abtauens des Flaschenkühlers zur Ansicht kommt. Eine solche Beschriftung
kann z. B. mit einem fetthaltigen Stift oder dergleichen angebracht werden.
Die Bilderfolge nach den Figuren 2 bis 7 zeigt das langsame Abtauen des äußeren Eismantels
auf der äußeren Oberfläche des Kühlbehälters und im Stadium nach Figur 7 vergeht noch
eine sehr lange Zeit, bis auch der erfindungsgemäße Kühlmantel mit der Kühlsohle die
Raumtemperatur angenommen hat.
Hieraus ergeben sich die wesentlichen Vorteile der Erfindung.
Die Erfindung ist nicht ausschließlich auf das vorbenannte Ausführungsbeispiel einer
Kühlvorrichtung benannt. Darüber hinaus werden weitere Ausführungen, welche sich aus
den Schützansprüchen, Zeichnungen und Beschreibungsseiten, sowie deren Kombinationen
ergeben erfindungsgemäß beansprucht.
Zeichnungslegende
[0048]
- 1
- Kühlvorrichtung
- 2
- äußeres Behältnis
- 3
- inneres Behältnis
- 4
- Boden, äußeres Behältnis
- 5
- Boden, inneres Behältnis
- 6
- Hohlraum
- 7
- Kühlflüssigkeit
- 8
- Randbereich der Kühlvorrichtung
- 9
- Ausnehmung zur Befüllung des Hohlraumes
- 10
- Außenfläche der Kühlvorrichtung
- 11
- Randfläche, äußeres Behältnis
- 12
- Eisschicht
1. Vorrichtung zur Kühlung von Flüssigkeiten, wobei die Vorrichtung zur teilweisen Aufnahme
mindestens eines zu kühlenden Gegenstandes ausgebildet ist und die Kühlvorrichtung
(1) einen Hohlraum (6) aufweist, welcher mindestens zur teilweisen Aufnahme einer
Kühlflüssigkeit (7) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlvorrichtung (1) zwei werkstoffeinstückige Behältnisse (2, 3) gleicher Form
aufweist, welche zur Bildung eines Hohlraumes (6) unterschiedliche Dimensionen aufweisen,
wobei die Behältnisse (2, 3) mittels einer unlösbaren Verbindung miteinander verbunden
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der gebildete Hohlraum (6) eine Kühlflüssigkeit (7) aufweist, welche in dem Hohlraum
(6) einen hermetischen Einschluss aufweist und als Latentwärmespeicher ausgebildet
ist, welcher eine speicherbare, latente Kälte unterhalb von 0°C aufweist.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass diese auf Ihrer äußeren Oberfläche nach der Entnahme aus der Kühltruhe eine aus der
Feuchtigkeit der Atmosphäre sich bildenden Eisschicht aufweist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ausgebildete Eisschicht durch Verdunstung einen zusätzlichen Verdunstungseffekt
aufweist, welche den Kühlbehälter über einen verlängerten Zeitraum hinaus kühl hält.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Behältnisse (2, 3) gleicher Form unterschiedliche Durchmesser (d1, d2)
und unterschiedliche Höhenmaße aufweisen und das Behältnis (2) größeren Durchmessers
zur Aufnahme des Behältnisses (3) kleineren Durchmessers ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Behältnisse (2, 3) im zusammengefügten Zustand einen Hohlraum (6) zwischen
ihren vorwiegend zylindrischen Mantelflächen aufweisen.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Behältnisse (2, 3) im zusammengefügten Zustand einen sich bildenden Hohlraum
(6) zwischen den beiden Böden (4, 5) aufweist und mit dem sich bildenden Hohlraum
(6) zwischen den vorwiegend zylindrischen Mantelflächen der Behältnisse (2, 3) verbunden
ist.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden des äußeren Behältnisses (2) im Bodenbereich (4) eine relativ zylindrische
Ausnehmung (15) aufweist und eine Verbindung mit dem Hohlraum (6) ausbildet, wobei
vorbenannte Ausnehmung (15) eine Befollöffnung für den Hohlraum (6) bildet und nach
der Befüllung flüssigkeitsdicht verschlossen wird.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Behältnis (3) im Randbereich der Kühlvorrichtung (8) einen radial nach
Außen gebogenen, werkstoffeinstückigen Rand aufweist, welcher beim Zusammenfügen der
beiden Behältnisse (2, 3) mit seiner kreisringförmigen Oberfläche auf der kreisringförmigen
Randfläche (11) im Öffnungsbereich des äußeren Behältnisses (2) aufliegt.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Behältnis (2) mit dem inneren Behältnis (3) in ihrem Randbereich (8) und
der Randfläche (11) des äußeren Behältnis (2) eine thermische- und/oder HaftVerbindung
aufweist, welche eine unlösbare Verbindung ist.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der gebildete Hohlraum (6) eine maximale Menge der Kühlflüssigkeit (7) aufnimmt,
welche lediglich eine Abhängigkeit von der Ausdehnung der verwendeten Kühlflüssigkeit
(7) aufweist und eine relativ maximale Kühlung zur Verfügung stellt.
12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Kühlvorrichtung Glas und/oder Metall und/oder Kunststoff ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Behältnisse (2, 3) einen kreiszylindrischen oder einen rechteckigen oder einen
ovalen oder einen mehreckigen Querschnitt aufweisen.