[0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für Funktionselemente an einer
Funktionssäule mit einer die Funktionssäule umgreifenden lösbaren Haltevorrichtung
und mit einem zwischen der Funktionssäule und der Haltevorrichtung angeordneten elastischen
Formteil.
[0002] Funktionssäulen mit daran befestigbaren Funktionselementen werden üblicherweise im
Küchen- oder Badbereich angeordnet und bieten bei vergleichsweise geringem Raumbedarf
die Möglichkeit, verschiedene Funktionselemente wie beispielsweise Regalböden, Ablagekörbe
oder Hänge-, beziehungsweise Haltevorrichtungen für verschiedene Gegenstände raumsparend
übereinander anzuordnen. Eine Funktionssäule erstreckt sich dabei oftmals vom Boden
bis zur Decke des Raumes und wird an beiden Enden gegen ein seitliches Verrutschen,
beziehungsweise Umkippen gesichert. Es sind auch Ausführungen von Funktionssäule bekannt,
die beispielsweise von einer Arbeitsplatte bis zur Decke reichen.
[0003] Zur Befestigung einzelner Funktionselemente an einer Funktionssäule ist es bekannt,
ringförmige Haltevorrichtungen, beziehungsweise Haltearme mit einer ringförmigen Ausformung
an einem Ende in der vorgegebenen Reihenfolge auf die Funktionssäule zu schieben und
an der jeweils gewünschten Position beispielsweise mittels Feststellschrauben klemmend
zu sichern. Während jede einzelne so ausgestaltete Befestigungsvorrichtung kostengünstig
hergestellt und einfach montiert werden kann, ist das Bestücken einer Funktionssäule
mit mehreren Befestigungsvorrichtungen mit einem erheblichen Raumbedarf und Zeitaufwand
verbunden. So muss die Funktionssäule bereits vor ihrem Einbau in senkrechter Position
an der jeweils vorgesehenen Stelle vollständig mit allen Befestigungsvorrichtungen
versehen werden. Zweckmäßigerweise wird dafür die Funktionssäule waagrecht auf dem
Boden oder auf Böcken gelagert. Die einzelnen Befestigungsvorrichtungen müssen dann
in der richtigen Reihenfolge auf die Funktionssäule geschoben und an der jeweils vorgesehenen
Position arretiert werden. Sobald alle Befestigungsvorrichtungen mit der Funktionssäule
verbunden sind, kann diese aufgerichtet und an der dafür vorgesehenen Stelle zwischen
dem Boden und der Decke befestigt und gesichert werden.
[0004] Ein nachträgliches Einfügen eines weiteren Funktionselements erfordert den vollständigen
Ausbau der Funktionssäule und das Lösen und Abnehmen derjenigen Befestigungsvorrichtungen
für Funktionselemente, die zwischen einem Ende der Funktionssäule und der vorgesehenen
Position für das hinzukommende Funktionselement angeordnet sind. Nach dem Aufschieben
und Arretieren der zusätzlichen Befestigungsvorrichtung müssen die zuvor abgenommenen
Befestigungsvorrichtungen wieder in richtiger Reihenfolge aufgeschoben und jeweils
arretiert werden, bevor die Funktionssäule erneut aufgerichtet und eingebaut werden
kann. Selbst wenn lediglich ein bereits an der Funktionssäule befindliches Funktionselement
verdreht werden soll, so muss üblicherweise die Befestigungsvorrichtung für das Funktionselement
gelöst und in der gewünschten Ausrichtung erneut befestigt werden.
[0005] In der Praxis ist es bekannt, derartige Befestigungsvorrichtungen mit einer ringförmigen
Haltevorrichtung auf der der Funktionssäule zugewandten Innenseite der Haltevorrichtung
zusätzlich mit beispielsweise gummierten oder aus Gummimaterial bestehenden elastischen
Formteilen zu versehen. Wird die Befestigungsvorrichtung dann klemmend an der Funktionssäule
befestigt, so wird durch den dadurch ausgeübten Anpressdruck eine hohe Haftreibung
zwischen den elastischen Formteilen und der Außenseite der Funktionssäule bewirkt
und das Funktionselement zusätzlich an der dafür vorgesehenen Position arretiert.
Die aus der Praxis bekannten elastischen Formteile sind dabei entweder ein die Funktionssäule
vollständig umgebender Ring, beziehungsweise ein flaches Band oder aber streifenförmige
Abschnitte, die zwischen der Außenseite der Funktionssäule und der daran angepassten
zylindrischen Innenseite der Haltevorrichtung angeordnet sind.
[0006] Weiterhin sind aus der Praxis Befestigungsvorrichtungen bekannt, die zwei schellenartig
miteinander verbindbare Halbschalen aufweisen. Die beiden Halbschalen können beispielsweise
formschlüssig miteinander verbunden oder miteinander verschraubt werden und ermöglichen
ein nachträgliches Anbringen einer derartigen Befestigungsvorrichtung an einer beliebigen
Position entlang der Funktionssäule. Zum Anbringen der Befestigungsvorrichtung werden
die beiden Halbschalen der Schelle an der gewünschten Stelle jeweils seitlich an die
Funktionssäule angelegt und anschließend miteinander verbunden, wodurch die Schelle
geschlossen wird. Auch bei derartigen Befestigungsvorrichtungen ist es bekannt, dass
durch die Anordnung von elastischen Formteilen zwischen der Außenseite der Funktionssäule
und den der Funktionssäule zugewandten Innenseiten der Halbschalen eine verbesserte
Arretierung der Befestigungsvorrichtung an der Funktionssäule erreicht werden kann.
[0007] Um eine zuverlässige und ausreichend belastbare Befestigung einer der vorangehend
genannten Befestigungsvorrichtungen an einer Funktionssäule zu gewährleisten ist es
regelmäßig erforderlich, dass eine Feststellschraube nach dem Schließen der Schelle,
beziehungsweise der ringförmigen Befestigungsvorrichtung seitlich eingedreht wird
und den Anpressdruck der Befestigungsvorrichtung an die Funktionssäule zusätzlich
erhöht. Das Anziehen der Feststellschraube führt dabei oftmals zu einer unerwünschten
Beschädigung der Funktionssäule.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Befestigungsvorrichtung für Funktionselemente
mit einer lösbaren Haltevorrichtung gemäß der eingangs genannten Gattung so auszugestalten,
dass mit geringem Montageaufwand und ohne die Gefahr einer Beschädigung der Funktionssäule
eine zuverlässige und hinreichend belastbare Arretierung der Befestigungsvorrichtung
an der Funktionssäule ermöglicht wird.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Haltevorrichtung eine
sich mindestens abschnittsweise nach oben verjüngende, der Funktionssäule zugewandte
Innenseite aufweist.
[0010] Zum Befestigen der Haltevorrichtung an der Funktionssäule wird das elastische Formteil
in einem Bereich mit einem vergleichsweise großen Abstand zwischen der Innenseite
der Haltevorrichtung und der Außenseite der Funktionssäule angeordnet. Die Haltevorrichtung
wird dann so an die Funktionssäule angelegt und dort verschlossen, dass der sich verjüngende
Abschnitt der der Funktionssäule zugewandten Innenseite der Haltevorrichtung oberhalb
des elastischen Formteils befindet. Ein oberer Bereich der Haltevorrichtung liegt
eng an der Funktionssäule an, beziehungsweise weist lediglich einen geringen Abstand
zur Außenseite der Funktionssäule auf.
[0011] Sobald eine nach unten gerichtete Kraft auf die Oberseite der Haltevorrichtung ausgeübt
wird, verschiebt sich die Haltevorrichtung relativ zur Funktionssäule und dem an der
Funktionssäule anhaftenden elastischen Formteil, bis das elastische Formteil den geringer
werdenden Spalt zwischen der Innenseite der Haltevorrichtung und der Außenseite der
Funktionssäule vollständig ausfüllt und nicht weiter komprimiert werden kann. In diesem
Zustand wird durch eine zusätzliche, nach unten gerichtete Krafteinwirkung auf die
Haltevorrichtung der radial nach innen gerichtete Anpressdruck des einen Keil bildenden
elastischen Formteils erhöht und die Arretierung des Funktionselements an der Funktionssäule
verstärkt. Es hat sich gezeigt, dass dadurch eine in vielen Fällen mehr als ausreichende
Arretierung der Befestigungsvorrichtung an der Funktionssäule erreicht werden kann,
so dass keine zusätzlichen Feststellvorrichtungen wie beispielsweise seitlich einzudrehende
Feststellschrauben erforderlich sind.
[0012] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das elastische Formteil ein die Funktionssäule
fast vollständig umgreifender, geschlitzter Ring ist. Ein solcher geschlitzter Ring
kann ohne größeren Aufwand nachträglich an einer bereits zwischen dem Boden und der
Decke befestigten Funktionssäule angeordnet werden. Trotzdem umgibt er die Funktionssäule
fast vollständig, so dass bei einer daran angepassten Ausgestaltung der Haltevorrichtung
ein im Wesentlichen gleichmäßiger seitlicher Anpressdruck von allen Seiten erzeugt
und ausgeübt werden kann. Der geschlitzte Ring kann entweder lose montiert werden
oder in geeigneter Weise an der Innenseite der Haltevorrichtung vormontiert sein.
[0013] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen,
dass das elastische Formteil an einer der Funktionssäule abgewandten Außenseite von
einem formstabilen Material bedeckt oder umgeben ist. Eine solche formstabile Abdeckung,
bzw. Hülle erleichtert die Herstellung des elastischen Formteils beziehungsweise ermöglicht
die Verwendung sehr weicher Materialien mit einem hohen Haftreibungskoeffizient bezogen
auf die Funktionssäule. Das formstabile Material kann dabei entweder starr oder ausreichend
flexibel sein, um beispielsweise im Falle eines elastischen Formteils in Gestalt eines
geschlitzten Rings verdreht oder aufgebogen werden zu können, um so an der Funktionssäule
angebracht zu werden. Ohne äußere Krafteinwirkung kehrt das elastische Formteil mit
dem umgebenden formstabilen Material in seine Ausgangsform zurück und liegt dann beispielsweise
als geschlitzter Ring an der Funktionssäule an.
[0014] Einer bevorzugten Ausgestaltung des Erfindungsgedankens zufolge ist vorgesehen, dass
die Innenseite des elastischen Formteils eine an der Funktionssäule haftende Oberfläche
und die Außenseite des elastischen Formteils eine an der Haltevorrichtung gleitende
Oberfläche aufweist. Dabei bedeutet haftend beziehungsweise gleitend in diesem Zusammenhang,
dass das elastische Formteil auf Grund seiner Oberflächenbeschaffenheit oder einer
geeigneten Materialwahl möglichst gut an der Oberfläche der Funktionssäule haftet
und ein hoher Kraftaufwand zum Verschieben des elastischen Formteils entlang der Funktionssäule
erforderlich ist, beziehungsweise dass die Außenseite des elastischen Formteils möglichst
gut entlang der Innenseite der Haltevorrichtung gleitet, also lediglich eine geringe
Kraft erforderlich ist, um die Haltevorrichtung relativ zur Außenseite des elastischen
Formteils zu verschieben. Auf diese Weise kann bei geeigneter Formgebung des elastischen
Formteils und der Innenseite der Haltevorrichtung erreicht werden, dass die Haltevorrichtung
mit vergleichsweise geringem Kraftaufwand auf das elastische Formteil aufgeschoben
werden kann, bis ein weiteres Aufschieben oben nicht mehr möglich ist und das elastische
Formteil fest an die Oberfläche der Funktionssäule angepresst wird und dort zuverlässig
anhaftet.
[0015] Es ist denkbar, dass das elastische Formteil von einer formstabilen Hülle aus einem
Material umgeben ist, welches besonders gut entlang der Innenseite der Haltevorrichtung
gleitet. Die Haltevorrichtung kann relativ zu dem elastischen Formteil in der für
eine zuverlässige Befestigung an der Funktionssäule vorgesehenen Endposition durch
ein oder mehrere Rastvorrichtungen formschlüssig zurückgehalten und gesichert werden.
Besonders zweckmäßig ist dabei eine radialsymmetrische Rastvorrichtung beispielsweise
in Form einer in eine radial umlaufende Nut eingreifenden Rastnase, die ein Verdrehen
der Haltevorrichtung ermöglicht und gleichzeitig deren Positionierung entlang der
Funktionssäule in axialer Richtung fixiert.
[0016] Einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens zufolge ist vorgesehen,
dass die Befestigungsvorrichtung eine im Wesentlichen ringförmige Haltevorrichtung
mit einer sich konisch nach oben verjüngenden kegelstumpfförmigen Innenseite aufweist.
Auf Grund der radialsymmetrischen Gestaltung der Innenseite gibt es keinerlei Einschränkung
hinsichtlich einer anderenfalls zwingend vorgeschriebenen Ausrichtung der Haltevorrichtung
relativ zu dem elastischen Formteil oder zur Funktionssäule. Auf Grund der radialsymmetrischen
Formgebung der Innenseite der Haltevorrichtung lässt sich diese bei einem daran angepassten
elastischen Formteil relativ zu diesem verdrehen, ohne dass die Befestigungsvorrichtung
von der Funktionssäule gelöst oder gelockert werden müsste.
[0017] Gemäß einer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass die Haltevorrichtung
in ihrem an der Funktionssäule befestigten Zustand oberhalb und unterhalb des elastischen
Formteils eng an der Funktionssäule anliegt. Ein enges Anliegen der Haltevorrichtung
oberhalb des elastischen Formteils ist schon deshalb zweckmäßig, um zu verhindern,
dass die Haltevorrichtung von oben über das elastische Formteil hinweg verschoben
werden kann. Liegt die Haltevorrichtung auch unterhalb des elastischen Formteils eng
an der Funktionssäule an, so bildet die Haltevorrichtung an der Unterseite eine Sichtblende
und verhindert, dass das elastische Formteil von der Unterseite aus eingesehen werden
kann. Bei einer geeigneten Ausgestaltung und Formgebung der Haltevorrichtung in ihrem
unteren Bereich kann zwischen den oberhalb und unterhalb des elastischen Formteils
eng an der Funktionssäule anliegenden Abschnitten der Haltevorrichtung ein ausgefüllter
Bereich zur einfachen Aufnahme des elastischen Formteils vorkommen beziehungsweise
während der Montage der Befestigungsvorrichtung einer Funktionssäule vorgesehen sein.
[0018] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Haltevorrichtung aus zwei lösbar miteinander
verbindbaren Halbschalen besteht. Die beiden Halbschalen können wie eine Schelle ausgestaltet
sein. Es ist denkbar, dass die beiden Halbschalen dauerhaft über ein Scharnier schwenkbar
miteinander verbunden sind oder aber erst während der Montage der Befestigungsvorrichtung
an der Funktionssäule miteinander verbunden werden.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass
die Befestigungsvorrichtung einen die Haltevorrichtung mindestens teilweise übergreifenden
Sicherungsring aufweist. Zweckmäßigerweise besteht auch dieser Sicherungsring aus
zwei beispielsweise formschlüssig miteinander verbindbaren Halbringelementen. Sobald
der Sicherungsring wie vorgesehen die Haltevorrichtung übergreift, lässt sich diese
nicht mehr unbeabsichtigt oder gegebenenfalls auch nicht gewollt öffnen, ohne dass
der Sicherungsring wieder entfernt wird.
[0020] Der Sicherungsring kann in dem die Haltevorrichtung übergreifenden Bereich so ausgestaltet
sein, dass ein zusätzlicher Anpressdruck des elastischen Formteils an die Oberfläche
der Funktionssäule erzeugt wird. Dies ist jedoch regelmäßig nicht erforderlich, so
dass es ausreicht, dass der Sicherungsring ein sich Lösen der Haltevorrichtung von
der Funktionssäule verhindert, während die Haltevorrichtung im geschlossenen Zustand
eine für die meisten Anwendungsfälle ausreichende Arretierung der Befestigungsvorrichtung
an der Funktionssäule bewirkt und gewährleistet.
[0021] Einer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens zufolge ist vorgesehen, dass sich die
beiden Halbschalen der Haltevorrichtung jeweils in Richtung des Sicherungsrings verjüngen.
Auf diese Weise wird ein Aufschieben des Sicherungsrings auf die Haltevorrichtung
erleichtert und die Montage vereinfacht. Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, dass die
Außenseiten der beiden Halbschalen der Haltevorrichtung mindestens abschnittsweise
konisch verlaufen.
[0022] Gemäß einer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass mindestens
eine der beiden Halbschalen der Haltevorrichtung einen Anschlag für den die Haltevorrichtung
übergreifenden Sicherungsring aufweist.
[0023] Durch den Anschlag an der Haltevorrichtung kann eine Endposition für den auf die
Schelle aufzuschiebenden Sicherungsring vorgegeben werden, in welcher der Sicherungsring
die Haltevorrichtung ausreichend übergreift, um einen sicheren Verschluss und eine
zuverlässige Arretierung der Haltevorrichtung an der Funktionssäule zu gewährleisten.
Eventuelle Fehler während der Montage, die auf ein unzureichendes Übergreifen des
Sicherungsrings zurückzuführen wären, können dadurch ausgeschlossen werden.
[0024] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass beide Halbschalen der Haltevorrichtung mindestens
ein nach innen ragendes Formteil aufweisen. Die mindestens zwei, gegebenenfalls jedoch
mehrere Formteile können dabei beispielsweise drehsymmetrisch so entlang eines Umfangs
der Funktionssäule angeordnet sein, dass ein möglichst gleichmäßiger Anpressdruck
der Formteile an der Funktionssäule erreicht wird.
[0025] Vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass das nach innen ragende Formteil ein kreisbogensegmentförmiges
Einlegeteil ist. Ebenfalls ist vorgesehen, dass das nach innen ragende Formteil in
Richtung der Funktionssäule vorspringende lamellenartige Ausformungen aufweist. Mit
dem vergleichsweise geringen Herstellungs-, beziehungsweise Montageaufwand von lediglich
einem elastischen Formteil pro Halbschale der Haltevorrichtung wird bei Verwendung
von nahezu halbkreisförmigen Einlagen aus elastischem Material eine zuverlässige Arretierung
der Haltevorrichtung im geschlossenen Zustand ermöglicht. Durch die lamellenartigen
Ausformungen wird die der Funktionssäule zugewandte Oberfläche des elastischen Formteils
vergrößert und dadurch die Haftreibungseigenschaften verbessert. Die Lamellen können
dabei in Umfangsrichtung angeordnet und zum unteren Ende der Funktionssäule hin ausgerichtet
sein, so dass eine zusätzliche Hemmwirkung gegen ein unerwünschtes Verrutschen der
Befestigungsvorrichtung, beziehungsweise des Funktionselements im fertig montierten
Zustand erreicht wird.
[0026] Einer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens zufolge ist vorgesehen, dass die Halbschalen
der Haltevorrichtung eine an das nach innen ragende Formteil angepasste Ausnehmung
zum Einlegen des Formteils aufweisen. Auf diese Weise wird mit einfachen Mitteln verhindert,
dass das elastische Formteil unter Belastung sich relativ zu der zugeordneten Halbschale
der Haltevorrichtung verschiebt oder verrutscht und dadurch eine zuverlässige Arretierung
der Befestigungsvorrichtung an der Funktionssäule beeinträchtigt wird. Darüber hinaus
wird die Montage erleichtert, da durch die Ausnehmung die Anordnung des Formteils
auf der Innenseite der zugeordneten Halbschale vorgegeben ist.
[0027] Einer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens zufolge ist vorgesehen, dass die Ausnehmung
und das Formteil asymmetrisch angeordnet eine Aussparung und daran angepasste Ausformung
aufweisen. Wird beispielsweise eine Ecke des Formteils abgeschrägt und die Ausnehmung
in der Halbschale der Haltevorrichtung daran angepasst, so kann das Formteil nur in
einer vorgegebenen Ausrichtung in die Ausnehmung der Halbschale eingelegt werden.
Fehler bei der Montage werden dadurch zuverlässig ausgeschlossen. Eine vorgegebene
Ausrichtung des elastischen Formteils ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn das
elastische Formteil lamellenartige Ausformungen mit einer Vorzugsrichtung aufweist.
[0028] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Sicherungsring aus zwei formschlüssig miteinander
verbindbaren Halbringen besteht. Eine geeignete formschlüssige Verbindung kann so
ausgestaltet und dimensioniert sein, dass ein unbeabsichtigtes Lösen der beiden Halbringe
voneinander auch bei einer hohen Belastung über einen langen Zeitraum hin ausgeschlossen
ist. Die beiden Halbringe können beispielsweise durch Verschieben relativ zueinander
formschlüssig miteinander verbunden werden, so dass die Montage des Sicherungsrings
kein zusätzliches Werkzeug fordert und schnell und einfach durchgeführt werden kann.
[0029] Vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass die Halbringe des Sicherungsrings im Bereich
der einander zugewandten Kontaktflächen jeweils in Axialrichtung verlaufende Nuten
und daran angepasste Ausformungen aufweisen, die eine in Axialrichtung lösbare formschlüssige
Verbindung der beiden Halbringe des Sicherungsrings ermöglichen. Derartige Nuten und
Ausformungen sind einfach und kostengünstig herstellbar und erlauben eine zuverlässige
Verbindung der beiden Halbringe miteinander. Zusätzliche Verbindungselemente wie beispielsweise
Klemmen oder Befestigungsschrauben sind nicht erforderlich. Die beiden Halbringe können
von beiden Seiten an die Funktionssäule angelegt und durch eine Relativverschiebung
in Axialrichtung miteinander verbunden werden. Obwohl die Montage des Sicherungsrings
auf diese Weise mit wenigen Handgriffen durchgeführt werden kann, ist die Verbindung
der beiden Halbringe des Sicherungsrings außerordentlich stabil und belastbar und
kann große Kräfte und Momente aufnehmen, bevor die beiden Halbringe des Sicherungsrings
sich voneinander lösen.
[0030] Einer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens zufolge ist vorgesehen, dass der Sicherungsring
an seiner der Haltevorrichtung abgewandten Oberseite eine Auflagefläche für Funktionselemente
aufweist. Auf dieser Auflagefläche können beispielsweise Regalböden oder Haltearme
aufgelegt und mit dem Sicherungsring, beziehungsweise der Befestigungsvorrichtung
verbunden werden. Die durch die Funktionselemente bewirkten Kräfte und Momente greifen
nicht unmittelbar an der Haltevorrichtung an, sondern werden über den Sicherungsring
auf die Befestigungsvorrichtung übertragen.
[0031] Gemäß einer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens zufolge ist vorgesehen, dass der
Sicherungsring an seiner Außenseite Gewindebohrungen zum Befestigen von Funktionselementen
mit dem Sicherungsring aufweist. Die Gewindebohrungen können beispielsweise konzentrisch
um die Funktionssäule herum an der Oberseite des Sicherungsrings angeordnet sein.
Zum Verbinden beispielsweise eines Regalbodens oder eines Haltearms mit dem Sicherungsring
müssen diese Funktionselemente lediglich auf den Sicherungsring aufgelegt und mit
diesem verschraubt werden.
[0032] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Sicherungsring relativ zu der Haltevorrichtung
in die Funktionssäule verdrehbar ist. Werden nicht rotationssymmetrische Funktionselemente
über den Sicherungsring mit der Funktionssäule verbunden, so kann die Ausrichtung
der Funktionselemente verändert werden, ohne dass die Befestigungsvorrichtung des
betreffenden Funktionselements gelöst und in einer anderen Ausrichtung relativ zur
Funktionssäule wieder arretiert werden muss. Auf diese Weise wird die erstmalige Montage
der mit Funktionselementen versehenen Funktionssäule sowie eine nachträgliche Veränderung
einzelner Funktionselemente an der fest installierten Funktionssäule wesentlich vereinfacht.
Gegebenenfalls kann vorgesehen sein, dass der Sicherungsring in einer vorgegebenen
Ausrichtung relativ zu der Haltevorrichtung festgelegt werden kann, um ein unbeabsichtigtes
Verdrehen einzelner Funktionselemente zu verhindern.
[0033] Einer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens zufolge ist vorgesehen, dass der Sicherungsring
rastend mit der Haltevorrichtung verbindbar ist. Die Rastverbindung kann dabei so
ausgestaltet sein, dass lediglich ein Lösen des Sicherungsrings von der Haltevorrichtung
verhindert wird, beziehungsweise nur mit einem vorgebbaren Kraftaufwand möglich ist,
der Sicherungsring aber weiterhin relativ zu der Haltevorrichtung verdrehbar ist.
Insbesondere bei Verbindungen mit rotationssymmetrischen Funktionselementen könnte
es jedoch im Hinblick auf eine besonders einfache Montage und zuverlässige, hochbelastbare
Verbindung des Sicherungsrings mit der Haltevorrichtung zweckmäßig sein, eine ausschließlich
in einer bestimmten relativen Ausrichtung mögliche oder eine solche Ausrichtung vorgebende
Rastverbindung des Sicherungsrings mit der Haltevorrichtung vorzusehen.
[0034] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert, welches in
der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigt:
Fig. 1 eine schräge Draufsicht auf einen Abschnitt einer Funktionssäule mit einer
daran befestigten Befestigungsvorrichtung,
Fig. 2 eine Schnittansicht des in Fig. 1 gezeigten Abschnitts der Funktionssäule mit
der daran befestigten Befestigungsvorrichtung,
Fig. 3 eine Schnittansicht einer Haltevorrichtung der in den Fig. 1 und 2 dargestellten
Befestigungsvorrichtung mit einem darin angeordneten elastischen Formteil,
Fig. 4 eine Seitenansicht des in Fig. 3 dargestellten elastischen Formteils,
Fig. 5 eine Draufsicht auf das in den Fig. 3 und 4 dargestellte elastische Formteil,
Fig. 6 zwei miteinander verbindbare Halbringe eines Sicherungsrings der in den Fig.
1 bis 5 gezeigten Befestigungsvorrichtung, wobei die beiden Halbringe auseinander
gezogen und relativ zueinander um 180 Grad verdreht dargestellt sind,
Fig. 7 eine Draufsicht auf einen der in Fig. 6 dargestellten Halbringe des Sicherungsrings,
Fig. 8 einen Schnitt durch den in Fig. 7 dargestellten Halbring längs der Linie VIII-VIII,
Fig. 9 eine Seitenansicht des in den Fig. 7 und 8 dargestellten Halbrings in Richtung
IX, wie in Fig. 7 gezeigt,
Fig. 10 eine Draufsicht auf eine anders gestaltete Halbschale einer Haltevorrichtung
der in Fig. 1 dargestellten Befestigungsvorrichtung,
Fig. 11 einen Schnitt durch die in Fig. 9 gezeigte Halbschale längs der Linie XI-XI,
Fig. 12 eine Seitenansicht der in den Fig. 10 und 11 dargestellten Halbschale in Richtung
XII, wie in Fig. 10 gezeigt und
Fig. 13 eine schräge Draufsicht auf die in den Fig. 10 bis 12 gezeigten Halbschale,
wobei ein mit der Halbschale verbindbares elastisches Formteil in auseinander gezogener
Darstellung gezeigt ist.
[0035] In den Fig. 1 und 2 ist eine Befestigungsvorrichtung 1 in ihrem befestigten Zustand
an einem Abschnitt an einer Funktionssäule 2 dargestellt. Eine derartige Funktionssäule
2 für die Befestigung von mehreren, nicht dargestellten Funktionselementen wird oftmals
im Bad - oder im Küchenbereich - eingesetzt und dienen einer optisch ansprechend gestalteten,
raumsparenden Anordnung mehrerer, gegebenenfalls unterschiedlicher Funktionselemente
übereinander. Die Funktionssäule 2 erstreckt sich dabei üblicherweise vom Boden, beziehungsweise
von einer Arbeitsplatte bis zur Decke und ist an beiden Enden verankert und gegen
ein Verkippen oder Verrutschen gesichert. Die in den Fig. gezeigte Befestigungsvorrichtung
1 dient zur Befestigung eines Funktionselements an der Funktionssäule 2, wobei die
Befestigungsvorrichtung 1 und damit das zugeordnete Funktionselement an einer beliebigen
Stelle entlang der Funktionssäule 2 angeordnet und arretiert werden kann.
[0036] Die Befestigungsvorrichtung 1 weist eine Haltevorrichtung 3 auf, die aus zwei miteinander
verbindbaren Halbschalen 4, 5 besteht. Jede der beiden Halbschalen 4, 5 weist eine
der Funktionssäule 2 zugewandte, sich nach oben verjüngende kegelstumpfförmige Innenseite
6, 7 auf. Zwischen der Oberfläche der Funktionssäule 2 und den konisch nach oben zulaufenden
Innenseiten 6, 7 der Halbschalen 4, 5 ist ein elastisches Formteil 8 angeordnet. Das
elastische Formteil 8 wird von außen durch die beiden Halbschalen 4, 5 fest an die
Oberfläche der Funktionssäule 2 angepresst und verhindert auf Grund eines hohen Haftreibungskoeffizienten
und des erzeugten Anpressdrucks ein unerwünschtes Verrutschen der Haltevorrichtung
3 relativ zur Funktionssäule 2.
[0037] Die beiden Halbschalen 4, 5 der Haltevorrichtung 3 sind voneinander lösbar ausgestaltet.
Zum Befestigen der Haltevorrichtung 3 an der Funktionssäule 2 können die beiden Halbschalen
4, 5 in gelöstem Zustand jeweils seitlich an die Funktionssäule 2 angelegt und an
der vorgesehenen Position beispielsweise rastend miteinander verbunden werden. Die
rastende Verbindung der beiden Halbschalen 4, 5 der Haltevorrichtung 3 dient dabei
lediglich einer vorläufigen Fixierung der Haltevorrichtung 3 während der Montage,
so dass die Rastverbindung der beiden Halbschalen 4, 5 nicht dafür ausgelegt sein
muss, große Kräfte aufnehmen zu können.
[0038] Das elastische Formteil 8 muss sich bereits an der dafür vorgesehenen Position zwischen
der Funktionssäule 2 und den Halbschalen 4, 5 der das elastische Formteil 8 umgebenden
Haltevorrichtung 3 befinden. Die Haltevorrichtung 3 weist oberhalb, beziehungsweise
unterhalb des elastischen Formteils 8 jeweils einen eng an der Funktionssäule 2 anliegenden
Abschnitt 9, 10 auf, der ein unerwünschtes Herausrutschen des elastischen Formteils
8 aus der Haltevorrichtung 3 in einem noch nicht fertig montierten Zustand sowohl
nach oben, beziehungsweise auch nach unten verhindert und gleichzeitig eine Sichtblende
bildet, die das elastische Formteil 8 von außen nicht einsehbar macht.
[0039] Im Anschluss an die Fixierung der Haltevorrichtung 3 an der dafür vorgesehenen Position
kann ein Sicherungsring 11 aus zwei formschlüssig miteinander verbindbaren Halbringen
12, 13 oberhalb im Abstand zu der Haltevorrichtung 3 die Funktionssäule 2 umgebend
zusammengesetzt und anschließend von oben auf die Haltevorrichtung 3 geschoben werden.
Die Haltevorrichtung 3 weist entlang ihres Umfangs einen ringförmigen, konzentrischen
Anschlag 14 auf, durch welchen die vorgesehene Endstellung des teilweise die Haltevorrichtung
3 übergreifenden Sicherungsrings 11 vorgegeben wird. Die beiden Halbringe 12, 13 des
Sicherungsrings 11 sind formschlüssig so miteinander verbunden, dass der Sicherungsring
große Kräfte und Momente aufnehmen kann und ein unbeabsichtigtes Lösen der beiden
Halbringe 12, 13 voneinander nahezu ausgeschlossen ist. Sobald der Sicherungsring
11 die Haltevorrichtung 3 in der vorgesehenen Endstellung übergreift, verhindert er
dauerhaft und zuverlässig ein sich Lösen der beiden Halbschalen 4, 5 der Haltevorrichtung
3.
[0040] Die Haltevorrichtung 3 lässt sich von oben auf das elastische Formteil 8 aufschieben
und bewirkt auf Grund der sich konisch verjüngenden Innenseiten 6, 7 der Halbschalen
4, 5 eine zunehmende Verformung und Kompression des elastischen Formteils 8. Eine
zusätzliche nach unten gerichtete Krafteinwirkung auf die Haltevorrichtung 3 bewirkt,
dass das elastische Formteil 8 mit zunehmendem Anpressdruck an die Oberfläche der
Funktionssäule 2 angepresst wird, so dass dadurch ein unerwünschtes Verrutschen des
elastischen Formteils 8, beziehungsweise der Haltevorrichtung 3 relativ zu der Funktionssäule
2 erschwert, beziehungsweise vollständig verhindert werden kann. Zusätzliche Vorrichtungen
oder Mittel zur Arretierung, beziehungsweise zur Festlegung der Befestigungsvorrichtung
1 an der Funktionssäule 2 sind nicht erforderlich. Insbesondere kann auf zusätzliche
Feststellschrauben oder dergleichen verzichtet werden, die den für die Herstellung
und Montage erforderlichen Aufwand und damit die Kosten erhöhen und sich oftmals nachteilig
auf eine optisch ansprechende Gestaltung der Funktionssäule 2 mit daran befestigten
Funktionselementen auswirken.
[0041] Der Sicherungsring 11 weist an seiner Oberseite eine verbreiterte, waagrechte Auflagefläche
15 für Funktionselemente auf. Im Bereich der Auflagefläche 15 sind mehrere Gewindebohrungen
16 zum Befestigen von Funktionselementen auf der Auflagefläche 15 konzentrisch angeordnet.
[0042] In den Fig. 3 bis 5 ist zur Veranschaulichung ausschließlich die Haltevorrichtung
3 beziehungsweise das elastische Formteil 8 dargestellt. Das elastische Formteil 8
ist in Form eines geschlitzten Rings ausgestaltet, der die Funktionssäule 2 fast vollständig
umgeben kann. Durch diese Formgebung wird gewährleistet, dass nahezu vollständig entlang
des Umfangs der Funktionssäule 2 ein gleichmäßiger Anpressdruck durch die Haltevorrichtung
3 über das elastische Formteil 8 auf die Funktionssäule 2 ausgeübt werden kann. Der
Schlitz 17 des elastischen Formteils 8 dient dazu, dass das elastische Formteil 8
beispielsweise aufgebogen oder verdreht werden kann und damit an jeder beliebigen
Position entlang der Funktionssäule 2 angebracht werden kann, ohne dass gegebenenfalls
bereits befestigte Funktionselemente gelöst oder verschoben werden müssen.
[0043] Die in Fig. 6 dargestellten beiden Halbringe 12, 13 des Sicherungsrings 11 weisen
im Bereich der einander zugewandten Kontaktflächen jeweils in Axialrichtung verlaufende
Nuten 18 und daran angepasste Ausformungen 19 auf. Die durch die Axialrichtung verlaufenden
Nuten 18 und Ausformungen 19 der beiden Halbringe 12, 13 gebildete formschlüssige
Verbindung ist so gestaltet, dass die beiden Halbringe 12, 13 in Axialrichtung, also
parallel zu den durch die Nuten 18 und Ausformungen 19 vorgegebene Richtung gegeneinander
verschoben und dadurch voneinander gelöst, beziehungsweise miteinander befestigt werden
können. Sobald die beiden Halbringe 12, 13 in Axialrichtung ineinander geschoben und
dadurch miteinander verbunden wurden, verhindern die in die Nuten 18 eingreifenden
Ausformungen 19 zuverlässig jede von der Axialrichtung abweichende Relativbewegung
der beiden Halbringe 12, 13 zueinander und damit ein unbeabsichtigtes Lösen der beiden
Halbringe 12, 13 beispielsweise in radialer Richtung. Sobald der aus den beiden miteinander
verbundenen Halbringen 12, 13 bestehende Sicherungsring 11 über die Haltevorrichtung
3 bis in seine durch den konzentrischen Anschlag 14 vorgegebene Endstellung geschoben
wurde ist auch eine Verschiebung der beiden Halbringe 12, 13 in Axialrichtung relativ
zueinander ausgeschlossen und die aus der Haltevorrichtung 3 und dem Sicherungsring
11 bestehende Befestigungsvorrichtung 1 dauerhaft und zuverlässig an der Funktionssäule
2 in der gewünschten Position arretiert.
[0044] In den Fig. 7 bis 9 sind zur Veranschaulichung verschiedene Ansichten des Halbrings
12 dargestellt. Der Halbring 12 weist ebenso wie der Halbring 13 und damit der Sicherungsring
11 insgesamt eine abschnittsweise konisch verlaufende, sich in Richtung der Haltevorrichtung
3 verjüngende Formgebung auf. Dadurch wird erreicht, dass sich der Sicherungsring
11 ohne Schwierigkeiten von oben auf die Haltevorrichtung 3 aufschieben lässt. Zu
diesem Zweck weist die Haltevorrichtung 3 an die Innenseite des Sicherungsrings 11
angepasste, ebenfalls mindestens abschnittsweise konisch verlaufende Außenseiten der
Halbschalen 4, 5 auf.
[0045] In den Fig. 10 bis 13 sind zur Veranschaulichung verschiedene Ansichten einer anders
gestalteten Halbschale 21 der Haltevorrichtung 3 dargestellt. Eine entsprechend gestaltete
Halbschale 22 ist im Wesentlichen identisch zur Halbschale 21 gestaltet, wobei sich
die Haltevorrichtung 3 aus den beiden identischen Halbschalen 21 und 22 zusammensetzen
lässt. Die Halbschale 21 weist auf der ersten der beiden Kontaktflächen einen Rasthaken
23 und auf einer zweiten Kontaktfläche eine an den Rasthaken 23 angepasste Ausnehmung
24 auf. Werden die beiden Habschalen 21, 22 an den jeweils zugeordneten Kontaktflächen
aneinandergefügt, so greift der Rasthaken 23 der Halbschale 21 in der zugeordneten
Ausnehmung 24 der Halbschale 22 ein, beziehungsweise der Rasthaken 23 der Halbschale
22 kommt in Eingriff mit der zugeordneten Ausnehmung 24 der Halbschale 21. Auf diese
Weise wird eine rastende Verbindung der beiden Halbschalen 21 und 22 bewirkt und eine
vorläufige Fixierung der aus den Halbschalen 21 und 22 bestehenden Haltevorrichtung
3 an der Funktionssäule 2 ermöglicht.
[0046] Die Halbschale 21 weist ebenso wie die Halbschale 22 an ihrer der Funktionssäule
2 zugewandten Innenseite eine kreisbogensegmentförmige Ausnehmung 25 zur Aufnahme
eines daran angepassten elastischen Formteils 26 auf. Das elastische Formteil 26 weist
eine Aussparung 27 in Form einer Bohrung und die Ausnehmung 25 in der Halbschale 21
eine daran angepasste zylinderförmige Ausformung 28 auf. Die kreisförmige Aussparung
27 sowie die darin angepasste zylinderförmige Ausformung 28 sind asymmetrisch innerhalb
der Ausnehmung 25, beziehungsweise des elastischen Formteils 26 angeordnet und geben
dadurch eine eindeutige Anordnung und Ausrichtung des elastischen Formteils 28 innerhalb
der Ausnehmung 25 vor. Auf diese Weise wird die Montage erleichtert und eine auf ein
falsch eingelegtes Formteil 26 zurückzuführende fehlerhafte Montage der Befestigungsvorrichtung
1 ausgeschlossen.
[0047] Das elastische Formteil 26 weist in Richtung der Funktionssäule 2 vorspringende lamellenartige
Ausformungen 29 auf. Die lamellenartigen Ausformungen 29 sind dabei schräg nach unten
ausgerichtet und verhindern bei einer geschlossenen Haltevorrichtung 3 auf Grund des
dadurch bewirkten Anpressdrucks an die Funktionssäule 2 sowie die dadurch bedingte
Verformung des elastischen Materials eine zuverlässige Arretierung der Haltevorrichtung
3 und damit der Befestigungsvorrichtung 1 an der der Funktionssäule 2.
[0048] Die elastischen Formteile 26 bestehen beispielsweise aus Silikon oder Polyurethan,
wobei jedes elastisch verformbare Material mit einer möglichst großen Kraftwirkung
an der Außenseite der Funktionssäule 2 geeignet ist.
[0049] Die Haltevorrichtung 3 muss keine großen Kräfte aufnehmen können und kann beispielsweise
kostengünstig aus Kunststoff hergestellt werden.
[0050] Der Sicherungsring 11 dient zur Befestigung der nicht dargestellten Funktionselemente
und muss über die Auflagefläche 15, beziehungsweise die Gewindebohrungen 16 große
Kräfte und Momente zuverlässig aufnehmen können, so dass der Sicherungsring 11 zweckmäßigerweise
beispielsweise aus Zink-Druckguss oder Stahl hergestellt ist.
1. Befestigungsvorrichtung (1) für Funktionselemente an einer Funktionssäule (2) mit
einer die Funktionssäule (2) umgreifenden lösbaren Haltevorrichtung (3) und mit einem
zwischen der Funktionssäule (2) und der Haltevorrichtung (3) angeordneten elastischen
Formteil (8, 26), dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (3) eine sich mindestens abschnittsweise nach oben verjüngende,
der Funktionssäule (2) zugewandte Innenseite (6, 7) aufweist.
2. Befestigungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Formteil (8) ein die Funktionssäule (2) fast vollständig umgreifender
geschlitzter Ring ist.
3. Befestigungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Formteil (8) an einer der Funktionssäule (2) abgewandten Außenseite
von einem formstabilen Material bedeckt oder umgeben ist.
4. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite des elastischen Formteils (8, 26) eine an der Funktionssäule (2) haftende
Oberfläche und die Außenseite des elastischen Formteils (8, 26) eine an der Haltevorrichtung
(3) gleitende Oberfläche aufweist.
5. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (1) eine im Wesentlichen ringförmige Haltevorrichtung
(3) mit einer sich konisch nach oben verjüngenden, kegelstumpfförmigen Innenseite
(6, 7) aufweist.
6. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (3) in ihrem an der Funktionssäule (2) befestigten Zustand oberhalb
und unterhalb des elastischen Formteils (8) eng an der Funktionssäule (2) anliegt.
7. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (3) aus zwei lösbar miteinander verbindbaren Halbschalen (4,
5, 21, 22) besteht.
8. Befestigungsvorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Halbschalen (4, 5, 21, 22) der Haltevorrichtung (3) rastend miteinander
verbindbar sind.
9. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (1) einen die Haltevorrichtung (3) mindestens teilweise
übergreifenden Sicherungsring (11) aufweist.
10. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseiten der beiden Halbschalen (4, 5, 21, 22) der Haltevorrichtung (3) mindestens
abschnittsweise konisch verlaufen.
11. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Halbschalen (21, 22) der Haltevorrichtung (3) mindestens ein nach innen
ragendes elastisches Formteil (26) aufweisen.
12. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das nach innen ragende Formteil (26) ein kreisbogensegmentförmiges Einlegeteil ist.
13. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das nach innen ragende Formteil (26) in Richtung der Funktionssäule(2) vorspringende
lamellenartige Ausformungen (29) aufweist.
14. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Halbschalen (21, 22) der Haltevorrichtung (3) eine an das nach innen ragende
Formteil (26) angepasste Ausnehmung (25) zum Einlegen des Formteils (26) aufweist.
15. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (25) und das Formteil (26) asymmetrisch angeordnet eine Aussparung
(27) und eine daran angepasste Ausformung (28) aufweisen.
16. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der beiden Halbschalen (4, 5, 21, 22) der Haltevorrichtung (3) einen
Anschlag (14) für den die Haltevorrichtung (3) übergreifenden Sicherungsring (11)
aufweist.
17. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherungsring (11) aus zwei formschlüssig miteinander verbindbaren Halbringen
(12, 13) besteht.
18. Befestigungsvorrichtung (1) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Halbringe (12, 13) des Sicherungsrings (11) im Bereich der einander zugewandten
Kontaktflächen jeweils in Axialrichtung verlaufende Nuten (18) und daran angepasste
Ausformungen (19) aufweisen, die eine in Axialrichtung lösbare formschlüssige Verbindung
der beiden Halbringe (12, 13) des Sicherungsrings (11) ermöglichen.
19. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherungsring (11) an seiner der Haltevorrichtung (3) abgewandten Oberseite
eine Auflagefläche (15) für Funktionselemente aufweist.
20. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherungsring (11) an seiner Außenseite Gewindebohrungen (16) zum Befestigen
von Funktionselementen mit dem Sicherungsring (11) aufweist.
21. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherungsring (11) relativ zu der Haltevorrichtung (3) um die Funktionssäule
(2) verdrehbar ist.
22. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherungsring (11) rastend mit der Haltevorrichtung (3) verbindbar ist.