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EP 1 657 356 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.09.2008 Patentblatt 2008/36 |
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Anmeldetag: 13.10.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Vorrichtung zum Vermischen von Suspensionen
Method and device for mixing suspensions
Procédé et dispositif pour mélanger des suspensions
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
10.11.2004 DE 102004054236
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.05.2006 Patentblatt 2006/20 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Bäatz, Elisabeth
88273 Fronreute (DE)
- Binder, Erwin
89522 Heidenheim (DE)
- Einetter, Günther
88281 Schlier (DE)
- Gommel, Axel
88214 Ravensburg (DE)
- Rienecker, Reimund
89522 Heidenheim (DE)
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-99/64666 DE-A1- 10 050 109
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DE-A1- 4 125 513 US-B1- 6 440 272
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie
eine Mischvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 9.
[0002] Ein solches Verfahren wird zur Hauptsache angewendet, um in der Stoffaufbereitung
einer Papierfabrik die Stoffdichte der Faserstoffsuspensionen zu reduzieren. Bekanntlich
wird bei Durchführung der meisten Prozessschritte solcher Anlagen eine bestimmte Konsistenz
der behandelten Faserstoffsuspension eingestellt, was schon allein deshalb sinnvoll
ist, da die optimale Wirkung der Prozessschritte jeweils meist nur mit einer definierten
Konsistenz erreichbar ist. In den Fällen, in denen eine Absenkung der Konsistenz durchgeführt
werden soll, wird einer dickeren Faserstoffsuspension eine Verdünnungsflüssigkeit,
z.B. Rückwasser, zugemischt. Dies geschieht üblicherweise in Zwischenbütten oder mit
Hilfe von Pumpen, in denen die zu vermischenden Anteile zusammengeführt werden. Im
Falle der Verwendung von Bütten wird in Kauf genommen, dass zusätzliche platzaufwändige
Behälter und Pumpen installiert werden müssen. Die im geschlossenen System vorhandene
Druckenergie geht beim Einlauf in die Bütte verloren. Bei der Verwendung von Mischpumpen
kann es von Nachteil sein, dass der Grad der Durchmischung vom jeweiligen Prozesszustand
abhängig ist, z.B. wenn wegen unterschiedlicher Durchsätze unterschiedliche Drehzahlen
der Pumpe einzustellen sind. Als Folge davon kann das Mischergebnis uneinheitlich
sein. Es ist auch klar, dass jede zusätzliche Pumpe einen zusätzlichen Energiebedarf
hat.
[0003] Ein in der
DE-A1-41 25 513 beschriebenes Verdünnungsverfahren dieser Art benutzt einen vor der Mischpumpe angebrachten
Rohrbogen. In diesem werden ein Dünnstoff mit geringer Konsistenz und ein Dickstoff
mit höherer Konsistenz zusammengeführt, wobei die Geschwindigkeit des Dickstoffes
mindestens 3 Mal so hoch ist wie die des Dünnstoffes.
[0004] Aus der
US 2002/0166645 A1 ist eine Mischvorrichtung für Papierfasersuspensionen bekannt, insbesondere zur Verwendung
in der Zuleitung zum Stoffauflauf. Sie ist versehen mit einem inneren Rohr für die
eine Komponente und einem äußeren Rohr für eine andere Komponente. Dabei endet das
innere Rohr innerhalb des äußeren, so dass stromabwärts die Vermischung erfolgen kann.
Diese wird unterstützt durch aufwändige wellenförmige Einbauten.
[0005] Die
DE 699 15 737 T2 beschreibt ein Verfahren für den Konstanten Teil (approach flow ), das zum Mischen
von mehreren Suspensionen mit unterschiedlichen Eigenschaften dient und bei dem ein
Mischrohr verwendet wird. In diesem Mischrohr wird als Hauptströmung ein großer Anteil
des Siebwassers einer Papiermaschine geführt. Um eine für den Stoffauflauf dieser
Papiermaschine geeigneten Faserstoff zu bilden, werden in das Mischrohr weitere Suspensionsströme
eingemischt. Diese sind z.B. der aus der Stoffaufbereitung kommende Frischstoff, also
eine homogene störstofffreie Faserstoffsuspension. In dieser Publikation wird empfohlen,
die der Hauptströmung zugegebenen zusätzlichen Suspensionen in einem Geschwindigkeitsverhältnis
zuzugeben, das einem Wert zwischen 3 und 15 entspricht. Bei diesem Stand der Technik
werden also die Treibstrahlen mit Suspensionen von relativ hoher Konsistenz gebildet.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art
zu schaffen, mit dem es gelingt, eine homogene Stoffdichte im Stoffaufbereitungsprozess
unabhängig von Produktions- und Mengenschwankungen zu erreichen. Das Verfahren soll
auch bei verstopfungsfördernden Rejekten betriebssicher arbeiten.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.
[0008] Der Anspruch 9 beschreibt eine vorteilhafte Mischvorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens.
[0009] Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es möglich, betriebssicher und auf
besonders wirtschaftliche Weise eine Verdünnung der in der Stoffaufbereitung einer
Papierfabrik geführten Faserstoffsuspension vorzunehmen. Die dabei verwendete Verdünnungsflüssigkeit
kann vorzugsweise aus Rückwasser gebildet werden, welches z.B. aus Eindickern in der
Stoffaufbereitung oder aus der Siebpartie der Papiermaschine stammt. Solche Rückwasser
können direkt eingesetzt oder vorher einer Klärung (Entstoffung) unterzogen werden.
Mit dem Verfahren werden die Flüssigkeiten so vermischt, dass weder bewegte, z.B.
rotierend angetriebene Rühr- oder Mischorgane, noch ein Pumpenlaufrad die Mischwirkung
erhöht, so dass also die Mischenergie aus der Strömungsenergie der zu mischenden Flüssigkeiten
stammt. Auf diese Weise wird nicht nur der apparative Aufwand reduziert, sondern auch
der Energieeinsatz für Pumpen oder Mischer.
[0010] Die zur Durchführung des Verfahrens verwendete Mischvorrichtung kann ein hydraulischer
Mischer sein. Beim hydraulischen Mischer wird die Verdünnungsflüssigkeit im Gleichstrom,
Kreuzstrom, Gegenstrom oder in einer Kombination dieser Varianten in die dickere Faserstoffsuspension
eingegeben. Vorzugsweise ist eine Düse zu verwenden, durch die eine relativ hohe Differenzgeschwindigkeit
zwischen der Hauptströmung in der Mischvorrichtung und der Verdünnungsflüssigkeit
erzeugt werden kann, z.B. in einem Bereich zwischen 5 und 15 m/sec. Die Verdünnungsflüssigkeit
kann in derselben Richtung wie die Hauptströmung zugeführt werden, also in einer Gleichstromschaltung.
Gegebenenfalls ist es aber auch sinnvoll, die Verdünnungsflüssigkeit seitlich (Kreuzstrom)
oder gegen die Strömungsrichtung der Hauptströmung zuzugeben. Um eine ausreichende
Vermischung zu erreichen, ist es in der Regel zweckmäßig, nach dem Zusammenführen
der Flüssigkeiten eine gerade Rohrleitungsstrecke vorzusehen, deren Länge mindestens
dem Zweifachen, vorzugsweise mindestens dem Fünffachen des Rohrinnendurchmessers entspricht.
Wegen der im Rejekt vorhandenen verstopfungsfördernden Stoffe ist die Betriebssicherheit
der verwendeten Mischvorrichtung besonders hoch, wenn sich in ihrem Inneren keine
zusätzlichen Strömungseinbauten befinden, wie sie z.B. von statischen Mischern bekannt
sind.
[0011] Die Erfindung und ihre Vorteile werden erläutert an Hand von schematischen Zeichnungen.
Dabei zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel in einer mehrstufigen Sortiereranlage einer Papierfabrik;
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Mischvorrichtung (Mischrohr);
- Fig. 3 + 4
- je eine variierte Form der Mischvorrichtung für das Gleichstromprinzip;
- Fig. 5
- ein Beispiel für das Querstromprinzip;
- Fig. 6
- ein Beispiel für das Gegenstromprinzip;
- Fig. 7
- ein Ausführungsbeispiel einer mehrstufigen Cleaneranlage einer Papierfabrik.
[0012] Eine wichtige Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Verdünnung von Stoffströmen
in einer mehrstufigen Sortiereranlage einer Papierfabrik. Ein solcher Fall ist in
Fig. 2 schematisch dargestellt. Eine Mischvorrichtung 4, hier in Form eines Mischrohres,
führt als Hauptströmung eine Faserstoffsuspension 1, deren Konsistenz z.B. in einem
Bereich zwischen 2 und 6 % liegt. Die Faserstoffsuspension 1 wird hier aus dem Rejekt
eines Drucksortierers 7 gebildet, der in an sich bekannter Weise dazu dient, um mit
Hilfe eines Nasssiebvorganges unerwünschte Störstoffe aus einer Faserstoffsuspension
auszuscheiden. Der Rejekt, also die mit Störstoffen angereicherte Fraktion, bildet
die Faserstoffsuspension 1, die in der Mischvorrichtung 4 verdünnt werden soll und
in diese als Hauptströmung eingeführt wird. Dazu wird eine Verdünnungsflüssigkeit
2 (Pfeil mit Hohikopf) mit Hilfe eines Düsenrohres 5 in die Mischvorrichtung 4 eingedüst.
Nach dem Zusammenführen der beiden Flüssigkeiten wird die verdünnte Faserstoffsuspension
3 hier in ein gerades zylindrisches Rohrstück 6 eingeführt, deren Länge L hier dem
Sechsfachen ihres Durchmessers entspricht. Die verdünnte Faserstoffsuspension 3 gelangt
dann direkt, also ohne weitere Pumpe, in den Drucksortierer 8. Dieser ist ein geschlossener
Apparat, dessen Innendruck sich vom Umgebungsdruck unterscheidet. In der Regel steht
er unter Überdruck von mindestens 1 bar.
[0013] Eine Stoffpumpe 9 dient dazu, die Faserstoffsuspension nacheinander durch beide Drucksortierer
7 und 8 und die dazwischen liegende Mischvorrichtung 4 zu pumpen. Es versteht sich,
dass auch die Verdünnungsflüssigkeit 2 mit einem Überdruck in die Mischvorrichtung
4 zugegeben wird, wozu eine hier nicht gezeigte Pumpe verwendet werden kann. Die beiden
Drucksortierer 7 und 8 bilden jeweils einen Gutstoff 10 bzw. 11, der zur Papiererzeugung
auf der nicht dargestellten Papiermaschine verwendet werden soll. Der Rejekt 12 des
zweiten Drucksortierers 8 kann entweder in ein Rejektsystem geführt oder analog der
hier gezeigten Schaltung einer weiteren Sortierstufe zugeführt werden.
[0014] In Fig. 2 ist ein Beispiel für die Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Mischvorrichtung
dargestellt. Eine solche Mischvorrichtung wird üblicherweise auch als Mischrohr bezeichnet,
da die dem Zusammenführen der Flüssigkeiten nachfolgende Mischstrecke in einem Rohrstück
liegt. Man erkennt auf dieser Darstellung, dass die dickere Faserstoffsuspension 1
über einen 90°-Rohrbogen 13 in ein gerades zylindrisches Rohrstück 6 eingeführt wird.
An den Rohrbogen 13 ist ein Düsenrohr 5 angeschlossen, welches konzentrisch mit dem
zylindrischen Rohrstück 6 angeordnet ist. Es ist aber auch eine exzentrische Lage
denkbar. Die Mündung 14 des Düsenrohres 5 liegt innerhalb des Rohrbogens 13 und ist
um das Maß 15 zurückversetzt, so dass sie nicht in die Mitte des Stoffstromes hineinragt.
Durch dieses Zurückversetzen werden Störungen der Hauptströmung weitestgehend verhindert.
Ferner wird die zugegebene Verdünnungsflüssigkeit 2 besser über den ganzen Strömungsquerschnitt
im Rohrbogen 13 verteilt. In speziellen Fällen ist es aber auch denkbar, die Mündung
14 bis in die Mitte der Hauptströmung vorzuführen.
[0015] Wie Fig. 3 zeigt, kann das Düsenrohr 5 auch so angeschlossen sein, dass es bündig
mit dem Innern der Mischvorrichtung abschließt. Es ist durch Flansche geteilt und
enthält im Innern einen Düseneinsatz 16. Gemäß Fig. 4 ist der Düseneinsatz 16' bis
an die Mündung 14 vorgezogen und schließt dort bündig mit der Innenkontur der Mischvorrichtung
4 ab. Exemplarisch ist hier eine exzentrische Einführung des Düsenrohres 5 gezeigt
(Exzentrizität E).
[0016] Die Querschnitte von Düsenrohr 5 und zylindrischem Rohrstück 6 sind so aufeinander
abgestimmt, dass sich im vorgesehenen Betrieb der Mischvorrichtung eine deutliche
Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Verdünnungsflüssigkeit und zu verdünnender Faserstoffsuspension
einstellt. Es ist auch denkbar, statt der gezeigten Düsen (reduzierte Querschnitte)
durchgehend mit dünneren Rohrleitungen für die Verdünnungsflüssigkeit zu arbeiten.
Das würde aber den Druckverlust und damit den Energieverbrauch erhöhen.
[0017] Hydraulische Mischung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann auch
durch Querströmungen (Fig. 5) oder Gegenströmungen (Fig. 6) erzeugt werden. Dabei
sind Energieaufwand und Mischwirkung aufeinander abzustimmen.
[0018] Ergänzend zu Fig. 1, die die Anwendung der Erfindung in einer mehrstufigen Sortiereranlage
darstellt, wird in Fig. 7 eine weitere Möglichkeit gezeigt, nämlich in einer mehrstufigen
Cleaneranlage. Auch hier wird oft angestrebt, den Rejekt einer Stufe vor der Einführung
in die nächste Stufe zu verdünnen. Die z.B. aus der Stoffaufbereitung als Frischstoff
ankommende Faserstoffsuspension 18 wird mittels Stoffpumpe 19 in eine im Normalfall
aus vielen parallel betriebenen Cleanern bestehende Cleaneranlage 20 eingepumpt. In
an sich bekannter Weise bildet sich dadurch ein von Schwerteilen weitgehend gereinigter
Gutstoff 21 sowie ein mit Schwerteilen angereicherter Rejekt, der hier in einer geschlossenen
Sammelvorrichtung 22 gesammelt und in die Mischvorrichtung 4 eingeführt wird. Darin
erfolgt in der bereits beschriebenen Weise die Verdünnung mit der Verdünnungsflüssigkeit
2. Die so eingestellte Faserstoffsuspension 3 gelangt in eine Cleaneranlage 23, die
wiederum ein Rejekt 24 und einen Gutstoff 25 bildet. Der Gutstoff 25 kann entweder
vor die erste Cleaneranlage 20 zurückgeführt oder mit dem Gutstoff 21 dieser Anlage
vermischt werden. Der oder die Gutstoffe gelangen anschließend z.B. in einen Drucksortierer
26. Es sind weitere konkrete Anwendungen des Verfahrens in der Stoffaufbereitung oder
im Konstanten Teil einer Papierfabrik denkbar, und zwar dort, wo mit einfachen Mitteln
eine prozessbedingte Reduzierung der Konsistenz der Faserstoffsuspension erzielt werden
soll.
1. Verfahren zum Vermischen von unterschiedlich zusammengesetzten Suspensionen in der
Stoffaufbereitung vor einer Papier- oder Kartonmaschine,
wobei eine wässrige Verdünnungsflüssigkeit (2) mit einer dickeren Faserstoffsuspension
(1) vermischt wird,
wobei der Mischvorgang in einer geschlossenen Mischvorrichtung (4) ohne mechanisch
angetriebene Bauteile, die den Mischvorgang unterstützen, durchgeführt wird und
als Mischvorrichtung (4) ein Mischrohr mit mindestens zwei Zuläufen und mindestens
einem Auslauf verwendet wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die dickere Faserstoffsuspension (1) in der Stoffaufbereitung als Rejekt (12) anfällt
und mit einer geringeren Strömungsgeschwindigkeit zugeführt wird als die wässrige
Verdünnungsflüssigkeit (2) und
dass die in der Mischvorrichtung (4) gebildete Suspension ohne eine Pumpe in die nächste
Bearbeitungsvorrichtung geführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die dickere Faserstoffsuspension (1) in die die wässrige Verdünnungsflüssigkeit (2)
mit einer Strömungsgeschwindigkeit zugeführt wird, die mindestens 5 m/sec., vorzugsweise
mindestens 10 m/sec., geringer ist als die Strömungsgeschwindigkeit der wässrigen
Verdünnungsflüssigkeit (2).
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Strömung nach dem Zumischen der Verdünnungsflüssigkeit (2) in ein gerades, vorzugsweise
zylindrisches, Rohrstück (6) geführt wird und dass die Länge (L) dieses geraden Rohrstücks
(6) mindestens dem Zweifachen, vorzugsweise mindestens dem Fünffachen seines Durchmessers
entspricht.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verdünnungsflüssigkeit (2) in einem zentralen Treibstrahl in die Strömung der
dickeren Faserstoffsuspension (1) eingegeben wird, dessen Richtung der Längsachse
des geraden Rohrstücks (6) entspricht.
5. Verfahren nach einem der voran stehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die nächste Bearbeitungsvorrichtung ein geschlossener Apparat ist.
6. Verfahren nach einem der voran stehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die dickere Faserstoffsuspension (1) der Rejekt (12) einer mit Hilfe einer Stoffpumpe
(9) in einen Drucksortierer (7) zugeführten Faserstoffsuspension ist, dass sie ohne
eine weitere Pumpe in die Mischvorrichtung (4) eingeführt wird, darin mit mindestens
einer Verdünnungsflüssigkeit (2) vermischt und anschließend ohne eine weitere Pumpe
einem weiteren geschlossenen Apparat zugeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die verdünnte Faserstoffsuspension ohne eine weitere Pumpe (9) einem Drucksortierer
(7, 8) zugeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die dickere Faserstoffsuspension (1) der Rejekt einer mit Hilfe einer Stoffpumpe
(19) in einer Cleaneranlage (20) zugeführten Faserstoffsuspension ist, dass sie ohne
eine weitere Pumpe in die Mischvorrichtung (4) eingeführt wird, darin mit mindestens
einer Verdünnungsflüssigkeit (2) vermischt und anschließend ohne eine weitere Pumpe
einer weiteren Cleaneranlage (23) zugeführt wird.
9. Mischvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der voran stehenden Ansprüche,
welche mindestens zwei Zuläufe und mindestens einen Auslauf aufweist und die zum Auslauf
hin ein zylindrisches gerades Rohrstück (6) enthält, dessen Länge (L) mindestens dem
Fünffachen seines Innendurchmessers entspricht,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Zulauf als an das Rohrstück (6) angeschlossener Rohrbogen (13) für eine dickere
Faserstoffsuspension (1) und ein anderer Zulauf als ein in derselben Richtung wie
das Rohrstück (6) angeordnete Düsenrohr (5) für die Zuführung einer wässrigen Verdünnungsflüssigkeit
(2) ausgebildet ist.
10. Mischvorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mündung (14) des Düsenrohres (5) innerhalb des Rohrbogens (13) angeordnet ist.
11. Mischvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet
dass die Mündung (14) des Düsenrohres (5) bündig mit der Innenwand des Rohrbogens (13)
abschließt.
12. Mischvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Maß (15), das den Abstand der Mündung (14) des Düsenrohres (5) vom geraden Teil
des Rohrstücks (6) beschreibt, 20 bis 50 % des Innendurchmessers des Rohrstücks (6)
entspricht.
13. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der kleinste Strömungsquerschnitt des Düsenrohres (5) 20 bis 50 % des Querschnitts
des Rohrstücks (6) hat.
14. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Düsenrohr (5) mit einem Düseneinsatz (16, 16') versehen ist.
15. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Innendurchmesser des Rohrbogens (13) gleich dem des Rohrstücks (6) ist.
16. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rohrbogen (13) ein 90°-Rohrbogen ist.
17. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mischvorrichtung in ihrem Inneren frei ist von zusätzlichen Strömungseinbauten,
insbesondere frei von statischen Mischelementen.
1. Method for mixing suspensions of different composition in the stock preparation before
a paper or board machine,
an aqueous dilution liquid (2) being mixed with a thicker fibrous suspension (1),
the mixing operation being carried out in a closed mixing device (4) without mechanically
driven components which assist the mixing operation, and the mixing device (4) used
being a mixing pipe having at least two inlets and at least one outlet,
characterized
in that the thicker fibrous suspension (1) accumulates in the stock preparation as rejects
(12) and is fed in at a lower flow velocity than the aqueous dilution liquid (2),
and
in that the suspension formed in the mixing device (4) is led into the next processing device
without using a pump.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the thicker fibrous suspension (1) is fed into the aqueous dilution liquid (2) at
a flow velocity which is at least 5 m/sec., preferably at least 10 m/sec., lower than
the flow velocity of the aqueous dilution liquid (2).
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that, after the mixing of the dilution liquid (2), the flow is led into a straight, preferably
cylindrical, section of pipe (6), and in that the length (L) of this straight section of pipe (6) corresponds to at least twice,
preferably at least five times, its diameter.
4. Method according to Claim 3, characterized in that the dilution liquid (2) is put into the flow of the thicker fibrous suspension (1)
in a central propulsion jet, the direction of which corresponds to the longitudinal
axis of the straight section of pipe (6).
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the next processing device is a closed apparatus.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the thicker fibrous suspension (1) is the rejects (12) of a fibrous suspension fed
into a pressure screen (7) with the aid of a stock pump (9), in that it is fed into the mixing device (4) without using a further pump, is mixed therein
with at least one dilution liquid (2) and is then fed to a further closed apparatus
without using a further pump.
7. Method according to Claim 6, characterized in that the diluted fibrous suspension is fed to a pressure screen (7, 8) without using a
further pump (9).
8. Method according to Claims 1 to 3, characterized in that the thicker fibrous suspension (1) is the rejects (12) of a fibrous suspension fed
into a cleaning plant (20) with the aid of a stock pump (19), in that it is fed into the mixing device (4) without using a further pump, is mixed therein
with at least one dilution liquid (2) and is then fed to a further cleaning plant
(23) without using a further pump.
9. Mixing device for carrying out the method according to one of the preceding claims,
which has at least two inlets and at least one outlet and which, towards the outlet,
contains a cylindrical straight section of pipe (6), of which the length (L) corresponds
to at least five times its internal diameter,
characterized
in that one inlet is formed as a pipe bend (13) for a thicker fibrous suspension (1), connected
to the section of pipe (6), and another inlet is formed as a jet pipe (5) for feeding
in an aqueous dilution liquid (2), arranged in the same direction as the section of
pipe (6).
10. Mixing device according to Claim 9, characterized in that the mouth (14) of the jet pipe (5) is arranged within the pipe bend (13).
11. Mixing device according to Claim 9 or 10, characterized in that the mouth (14) of the jet pipe (5) ends flush with the inner wall of the pipe bend
(13).
12. Mixing device according to Claim 9 or 10, characterized in that the dimension (15) which describes the distance of the mouth (14) of the jet pipe
(5) from the straight part of the section of pipe (6) corresponds to 20 to 50% of
the internal diameter of the section of pipe (6).
13. Mixing device according to one of Claims 9 to 12, characterized in that the smallest flow cross section of the jet pipe (5) has 20 to 50% of the cross section
of the section of pipe (6).
14. Mixing device according to one of Claims 9 to 13, characterized in that the jet pipe (5) is provided with a jet insert (16, 16').
15. Mixing device according to one of Claims 9 to 14, characterized in that the internal diameter of the pipe bend (13) is equal to that of the section of pipe
(6).
16. Mixing device according to one of Claims 9 to 15, characterized in that the pipe bend (13) is a 90° pipe bend.
17. Mixing device according to one of Claims 9 to 16, characterized in that the mixing device is free of additional internal flow fittings in its interior, in
particular free of static mixing elements.
1. Procédé pour mélanger des suspensions de compositions différentes dans la préparation
de la pâte avant une machine à papier ou à carton,
dans lequel un liquide de dilution aqueux (2) est mélangé à une suspension fibreuse
plus épaisse (1),
l'opération de mélange étant effectuée dans un dispositif de mélange fermé (4) sans
composants entraînés mécaniquement qui supportent l'opération de mélange, et un tube
de mélange avec au moins deux entrées et au moins une sortie étant utilisé comme dispositif
de mélange (4),
caractérisé en ce que
la suspension fibreuse plus épaisse (1) se présente dans la préparation de pâte sous
forme de rejet (12) et est acheminée à une plus faible vitesse d'écoulement que le
liquide de dilution aqueux (2) et
en ce que la suspension formée dans le dispositif de mélange (4) est guidée sans pompe dans
le dispositif de traitement suivant.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la suspension fibreuse plus épaisse (1) est acheminée dans le liquide de dilution
aqueux (2) avec une vitesse d'écoulement qui est inférieure d'au moins 5 m/s, de préférence
d'au moins 10 m/s à la vitesse d'écoulement du liquide de dilution aqueux (2).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'écoulement est guidé après le mélange avec le liquide de dilution (2) dans une pièce
tubulaire (6) droite, de préférence cylindrique, et en ce que la longueur (L) de cette pièce tubulaire (6) droite correspond au moins à deux fois,
de préférence au moins à cinq fois son diamètre.
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
le liquide de dilution (2) est introduit dans un faisceau d'entraînement central dans
l'écoulement de la suspension fibreuse plus épaisse (1), dont la direction correspond
à l'axe longitudinal de la pièce tubulaire (6) droite.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de traitement suivant est un appareil fermé.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la suspension fibreuse plus épaisse (1) est le rejet (12) d'une suspension fibreuse
acheminée à l'aide d'une pompe de pâte (9) dans une trieuse sous pression (7), en ce qu'elle est introduite sans autre pompe dans le dispositif de mélange (4) qu'elle y est
mélangée avec au moins un liquide de dilution (2) et qu'elle est ensuite acheminée
sans autre pompe à un autre appareil fermé.
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
la suspension fibreuse diluée est acheminée à une trieuse sous pression (7, 8) sans
autre pompe (9).
8. Procédé selon les revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
la suspension fibreuse plus épaisse (1) est le rejet d'une suspension fibreuse acheminée
à l'aide d'une pompe à pâte (19) dans une installation de nettoyage (20), en ce qu'elle est introduite sans autre pompe dans le dispositif de mélange (4) qu'elle y est
mélangée avec au moins un liquide de dilution (2) et qu'elle est ensuite acheminée
sans autre pompe à une autre installation de nettoyage (23).
9. Dispositif de mélange pour mettre en oeuvre le procédé selon l'une quelconque des
revendications précédentes, qui présente au moins deux entrées et au moins une sortie
et qui contient, vers la sortie, une pièce tubulaire (6) droite cylindrique, dont
la longueur (L) correspond au moins à cinq fois son diamètre intérieur,
caractérisé en ce
qu'une entrée est réalisée sous forme de coude tubulaire (13) raccordé à la pièce tubulaire
(6) pour une suspension fibreuse plus épaisse (1) et une autre entrée est réalisée
sous forme de tube de buse (5) disposé dans la même direction que la pièce tubulaire
(6) pour l'alimentation en liquide de dilution aqueux (2).
10. Dispositif de mélange selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
l'embouchure (14) du tube de buse (5) est disposée à l'intérieur du coude tubulaire
(13).
11. Dispositif de mélange selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce que
l'embouchure (14) du tube de buse (6) se termine en affleurement avec la paroi interne
du coude tubulaire (13).
12. Dispositif de mélange selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce que
la dimension (15) représentée par la distance de l'embouchure (14) du tube de buse
(5) à la partie droite de la pièce tubulaire (6) correspond à 20 à 50 % du diamètre
intérieur de la pièce tubulaire (6).
13. Dispositif de mélange selon l'une quelconque des revendications 9 à 12,
caractérisé en ce que
la plus petite section transversale d'écoulement du tube de buse (5) vaut 20 à 50
% de la section transversale de la pièce tubulaire (6).
14. Dispositif de mélange selon l'une quelconque des revendications 9 à 13,
caractérisé en ce que
le tube de buse (5) est pourvu d'un insert de buse (16, 16').
15. Dispositif de mélange selon l'une quelconque des revendications 9 à 14,
caractérisé en ce que
le diamètre intérieur du coude tubulaire (13) est égal à celui de la pièce tubulaire
(6).
16. Dispositif de mélange selon l'une quelconque des revendications 9 à 15,
caractérisé en ce que
le coude tubulaire (13) est un coude tubulaire à 90°.
17. Dispositif de mélange selon l'une quelconque des revendications 9 à 16,
caractérisé en ce que
le dispositif de mélange en son intérieur est exempt d'éléments d'écoulement supplémentaires,
notamment est exempt d'éléments de mélange statiques.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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