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(11) |
EP 1 657 397 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.06.2011 Patentblatt 2011/22 |
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Anmeldetag: 16.11.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Glasrahmentürblatt und damit versehene Glasrahmentür
Glazed doorleaf and glazed door with such a doorleaf
Vantail de porte vitrée et porte vitrée avec un tel vantail
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
16.11.2004 DE 102004055214 26.11.2004 DE 102004057218
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.05.2006 Patentblatt 2006/20 |
| (73) |
Patentinhaber: Schörghuber Spezialtüren GmbH & Co. Betriebs-KG |
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84539 Ampfing (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Molterer, Helmut
84453 Mühldorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kastel, Stefan |
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Flügel Preissner Kastel Schober
Nymphenburger Strasse 20a 80335 München 80335 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 900 906 DE-A1- 1 900 986 DE-A1- 19 515 518
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EP-A2- 1 469 156 DE-A1- 3 625 367 DE-U1-202004 012 651
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Glasrahmentürblatt nach dem Oberbegriff des beigefügten
Anspruches 1 sowie eine damit versehene Glasrahmentür, wie sie aus der
EP 0 803 634 A2 bekannt sind.
[0002] Aus der
DE 195 15 518 A1 ist eine Tür aus selbsttragendem Strukturglas bekannt, die einen seitlichen Flügelrahmen
aus einem anderen Material als Glas enthält. Der Flügelrahmen ist auf den Randteil
wenigstens einer Seite der Glasscheibe geklebt. Um die Tür als Brandschutztür auszubilden,
wird der Flügelrahmen aus Metall hergestellt.
[0003] In der
DE 19 00 986 A1 wird zur Herstellung einer Glasfüllung für Tür- und Fensteröffnungen vorgeschlagen,
an den Rändern einer Hartglasscheibe eine Umfassung aus bearbeitbarem Material zu
befestigen, welches anschließend mit einem die Glasfüllung aufnehmenden Rahmen auf
Passform gebracht wird.
[0004] Die
EP 0 803 634 A2 beschreibt eine Glastür für Brandschutzzwecke, die einen Türblattrahmen aus Holz
hat. Dieser Türblattrahmen weist eine Stützkonstruktion auf, mittels der das Gewicht
der Brandschutzscheibe über die Türbänder in eine aus Holz gebildete Zarge eingeleitet
werden kann. Bei dieser bekannten Stützkonstruktion hat der Türblattrahmen einen größer
dimensionierten oberen und einen größer dimensionierten unteren Rahmenholm, welche
beiden Rahmenholme als Tragprofile wirken. Die Gewichtskraft der Scheibe wird über
diese beiden Tragprofile in die Zarge eingeleitet. Damit soll eine Glastür mit besonders
hohen Glasanteil geschaffen werden. Nun sind jedoch die beiden Tragprofile zwangsweise
massiv auszuführen, so dass im oberen und unteren Bereich der Tür ein unerwünscht
hoher Holzanteil sichtbar ist.
[0005] Ausgehend vom Stand der Technik nach der
EP 0 803 634 A2 ist es daher Aufgabe der Erfindung, ein Glasrahmentürblatt der im Oberbegriff des
Anspruches 1 genannten Art sowie eine damit versehene Glasrahmentür zu schaffen, bei
der der Glasanteil noch weiter erhöhbar ist.
[0006] Diese Aufgabe wird mit einem Glasrahmentürblatt mit den Merkmalen des beigefügten
Anspruches 1 bzw. mit einer damit versehenen Glasrahmentür gemäß Anspruche 20 gelöst.
[0007] Im Stand der Technik nach der
EP 0 803 634 A2 wird davon ausgegangen, dass die als Brandschutzscheibe ausgeführte Glasscheibe besonders
empfindlich ist,
[0008] so dass die dort vorgeschlagene Stützkonstruktion mit oberen und unteren Tragprofilen
notwendig ist.
[0009] Die vorliegende Erfindung geht den gegenteiligen Weg. Erfindungsgemäß werden die
Rahmenholme derart fest mit der Glasscheibe verbunden, dass die Glasscheibe selbst
als tragendes Element dient. Versuche haben gezeigt, dass dies überraschenderweise
auch mit Funktionsscheiben wie Brandschutzscheiben funktioniert.
[0010] Dadurch, dass auch die Glasscheibe als tragendes Element mitbenutzt wird, kann man
- muss aber nicht - auch die oberen und unteren Rahmenprofile mit wesentlich geringeren
Breiten ausbilden. Dadurch kann man den Glasanteil auf den Ansichtsseiten der Türen
weiter erhöhen und dies auch dann, wenn der Rahmen von Zarge und Türblatt im wesentlichen
oder ausschließlich aus Holzwerkstoffen gebildet sind.
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0012] Mit der erfindungsgemäßen Ausbildung kann man sogar auf einen unteren Rahmenholm
verzichten, um den Glasanteil weiter zu erhöhen.
[0013] Der Türblattrahmen wird mit der Glasscheibe fest verklebt, so dass auf der gesamten
Länge des Glasscheibenrandes eine Verbindung entsteht. Biegebelastungen auf die Scheibe
werden so durch die Rahmenholme aufgefangen. Die Funktionsscheiben werden so in einer
Richtung quer zur Scheibenebene kaum belastet. Und gegenüber Kräften in Richtung der
Scheibenebene sind auch auf dem Markt erhältliche Brandschutzscheiben ausreichend
steif ausgebildet.
[0014] Um die Steifheit der Glasscheibe weiter zu erhöhen, wird eine Glasscheibe verwendet,
die aus mehreren Einzelscheiben gebildet ist, welche vorzugsweise aus gehärtetem Glas
und/oder Einscheibensicherheitsglas (ESG) gebildet sind und mittels Abstandshalter
fest zueinander fixiert sind. Der dazwischen ausgebildete Hohlraum ist mit Brandschutzgel
befüllt.
[0015] Um auch ein nachträgliches Einsetzen der Glasscheiben nach dem Verbinden der Rahmenholme
zu dem Türblattrahmen und damit nach dem Aufbau des Türblattrahmens zu ermöglichen,
ist weiter bevorzugt, dass alle oder einige oder wenigstens einer der Rahmenholme
ein L-Profil mit einem Steg und einem davon abragenden Schenkel aufweisen. In dem
zwischen dem Steg und dem Schenkel gebildeten Hohlraum kann dann die Glasscheibe aufgenommen
werden und dann mit einer an dem dem Schenkel gegenüberliegenden Ende des L-Profils
angeordneten Glasleiste fixiert werden. Mit dieser Ausbildung sind die Rahmenholme
auch bei geringen Ansichtsbreiten aufgrund der Profil-Form ausreichend steif. Dennoch
lässt sich die Glasscheibe auch bei eingebautem Türblatt nachträglich noch auswechseln.
[0016] Aus optischen Gründen ist die Glasleiste bevorzugt in Form und Abmaßen an den Schenkel
angepasst, so dass der mit Glasleiste versehene Rahmenholm insgesamt eine U-Profilform
aufweist. Bei entsprechend fester Verbindung der Glasleiste mit dem L-profilförmigen
Rahmenholm wird hierdurch außerdem eine Versteifung des Rahmenholmes erreicht.
[0017] Durch die erfindungsgemäße Konstruktion muss das Türband auch nicht an einem der
horizontalen Rahmenholme befestigt werden, sondern kann auch an den vertikalen Rahmenholmen
angreifen. Hierzu ist der türblattseitige Bandlappen jedes Türblattes vorzugsweise
an dem Steg des vertikalen Rahmenholmes auf dessen der Glasscheibe abgewandten Seite
mit einer Bandbefestigungseinrichtung befestigt. Die Bandbefestigungseinrichtung ist
vorzugsweise durch mehrere Gewindemuffen gebildet, welche in Öffnungen klemmend eingeschlagen
sind. Die Öffnungen reichen in Dickenrichtung durch den Rahmenholm. Die Gewindemuffen
werden bevorzugt von der der Glasscheibe zugewandten Seite aus eingeschlagen und dienen
als Gegenlager für Schrauben, mit denen die türblattseitigen Bandlappen von der der
Glasscheibe entgegen gerichteten Seite aus befestigt sind. Die Befestigung des türblattseitigen
Bandlappens erfolgt vorzugsweise in einer an den Bandlappen angepassten Aussparung,
die beispielsweise aus dem Holz des Rahmenholms ausgefräst ist. Der Bandlappen sitzt
dann vorzugsweise flächenbündig mit der der Glasscheibe entgegengerichteten Seite
in dieser Ausnehmung.
[0018] Bei besonders großen Türhöhen in Verbindung mit besonders schmalen Rahmenholmen kann
es bei einigen Funktionen, insbesondere bei Feuerschutztüren zur Erhöhung der Stabilität
vorteilhaft sein, wahlweise Verstärkungsleisten aus steifem Material in die jeweiligen
Rahmenholme einzubringen. Dies sind vorzugsweise Metallleisten oder Leisten aus anderem
geeigneten Material, beispielsweise faserverstärkte Leisten. Vorzugsweise sind die
Leisten zur weiteren Versteifung profiliert ausgeführt, beispielsweise als U-Profil,
L-Profil oder T-Profil. Eine solche Leiste kann an der der Glasscheibe zugewandten
Seite des Rahmenholmes befestigt sein. Alternativ oder zusätzlich hierzu kann wahlweise
auch an dem Scheibenrand eine Leiste befestigt sein. Letztere hat vorzugsweise ein
U-Profil zum Umfassen des Scheibenrandes.
[0019] Das Glasrahmentürblatt wird vorzugsweise in einer Glasrahmentür verwendet, deren
Zarge aus Zargenholmen gebildet ist, welche ebenfalls auf der Basis von Holzwerkstoffen
aufgebaut sind. Vorzugsweise bestehen die Holme der Zarge und des Türblattrahmens
aus dem gleichen Material. Dies ergibt eine gleiche Optik für Zarge und Türblattrahmen.
Als Materialien für beide werden vorzugsweise Massivholz oder lamellierte Hölzer eingesetzt.
Auch möglich sind keilverzinkte Hölzer. Die Holme der Zarge sind vorzugsweise ebenfalls
profiliert und so ausgebildet, dass sie auf der Gegenbandseite die Rahmenholme des
Türblattrahmens im Schießzustand der Tür vollständig überdecken. Dies gibt auf der
Gegenbandseite des Türblattes eine Ansicht ganz ohne Fugen. Hierzu sind die Holme
der Zarge vorzugsweise ebenfalls als L-förmige Profile ausgebildet. Mit dem Schenkel
wird die eben erwähnte Deckfunktion erzielt.
[0020] Zur Reduzierung von im Schließzustand sichtbaren Fugen kann die Glasleiste auf der
Bandgegenseite des Türblattes angeordnet sein. Dort wird sie von der Zarge überdeckt.
Auf der Bandseite gibt es somit auch nur eine einzelne sichtbare Fuge.
[0021] An den Holmen von Zarge oder Türblattrahmen kann weiter beidseits oder einseitig
ein Brandschutzeinleimer mit aus im Brandfall aufschäumendem Material befestigt sein.
Damit dieser die Optik der Tür nicht stört, ist über dem intumeszierenden Material
vorzugsweise auch noch eine Deckschicht befestigt, die der Optik der Holzoberfläche
des entsprechenden Holmes entspricht. Zargenseitig ist das Türband vorzugsweise in
einer Bandaufnahmetasche aufgenommen, welche an dem schenkelfreien Ende des L-Profiles
des vertikalen bandseitigen Zargenstabes auf der Bandseite befestigt ist.
[0022] Die Glasrahmentür kann sowohl einflügelig als auch mehrflügelig aufgebaut sein. Bei
einer zweiflügeligen Tür sind vorzugsweise sowohl der Standflügel als auch der Gangflügel
aus einem entsprechenden Glasrahmentürblatt gebildet.
[0023] Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der die Glasscheibe mehrere Einzelscheiben
aus Verbundscheibensicherheitsglas aufweist. Das Verbundsscheibensicherheitsglas besteht
- dies geht bereits aus dem Begriff hervor - aus mehreren miteinander verbundenen
Scheiben. Üblicherweise sind diese Scheiben durch ein Klebemittel oder eine doppelseitige
Klebefolie miteinander verbunden. Diese miteinander verbundenen Scheiben ergeben eine
hohe Festigkeit, so dass auch eine aus Einzelscheiben, die wiederum aus Verbundscheibensicherheitsglas
gebildet ist, ausgebildete Brandschutzscheibe hohe Querkräfte aufnehmen kann und besondere
gute Tragefunktionen erfüllen kann.
[0024] Bevorzugt ist, das für das Türblatt ein möglichst hoher Glasanteil sichtbar ist.
Insofern kann der untere Türblattrahmenholm ganz weggelassen werden. Die beiden horizontalen
Türblattrahmenblattholme können ganz schmal ausgebildet werden. Dies liegt daran,
dass sie nicht zur Tragfunktion beitragen, da die Gewichtskraft der Scheibe unmittelbar
auf die seitlichen Rahmenholme übertragen wird. Falls jedoch aus gestalterischen Gründen
oder aufgrund des Einpassens in spezielle Räumlichkeiten gewünscht, können selbstverständlich
diese horizontalen Türblattrahmenholm auch dicker ausgeführt werden. In einem solchen
Fall ist die dickere Ausführung in erster Linie aus optischen Gründen vorhanden, eine
Änderung der Funktionen der einzelnen Rahmenholme ergibt sich hierdurch nicht. Das
heißt, dass Gewicht der Scheibe wird auch bei diesen Ausführungsformen unmittelbar
von der Scheibe in die seitlichen Rahmenholm eingeleitet; die horizontalen Türblattrahmenholme,
insbesondere der untere horizontal Türblattrahmenholm wird vorzugsweise auch in seiner
dickeren Version durch die Gewichtskraft der Scheibe nicht belastet.
[0025] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung
näher erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht von der Bandseite aus auf eine erste Ausführungsform einer zweiflügeligen
Glasrahmentür;
- Fig. 2
- eine Ansicht der Ausführungsform von Fig. 1 von der Bandgegenseite aus;
- Fig. 3
- eine Ansicht auf eine zweite Ausführungsform einer zweiflügeligen Glasrahmentür von
der Bandseite aus;
- Fig. 4
- eine Ansicht der zweiten Ausführungsform der Glasrahmentür, jedoch von der Bandgegenseite
aus;
- Fig. 5
- eine Ansicht einer dritten Ausführungsform einer Glasrahmentür in einflügeliger Ausführung
von der Bandseite aus;
- Fig. 6
- die dritte Ausführungsform der Glasrahmentür von der Bandgegenseite aus;
- Fig. 7
- eine Ansicht einer vierten Ausführungsform einer Glasrahmentür in einflügeliger Ausführung
von der Bandseite aus;
- Fig. 8
- die Tür von Fig. 7 von der Bandgegenseite aus gesehen;
- Fig. 9
- einen Vertikalschnitt durch ein Türblatt einer der Türen von Fig. 1, Fig. 2, Fig.
5 oder Fig. 6 in einer Ausführungsform der nicht unter die beigefügte Ansprüche fällt;
- Fig. 10
- einen Vertikalschnitt durch ein Türblatt einer der Türen von Fig. 1, Fig. 2, Fig.
5 und Fig. 6 in einer weiteren Ausführungsform der nicht unter die beigefügte Ansprüche
fällt;
- Fig. 11
- einen Vertikalschnitt durch ein Türblatt einer der Türen von Fig. 3, Fig. 4, Fig.
7 oder Fig. 8 in einer Ausführungsform der nicht unter die beigefügte Ansprüche fällt;
- Fig. 12
- einen Vertikalschnitt durch eine Tür gemäß Fig. 3, Fig. 4, Fig. 7 oder Fig. 8 in einer
weiteren Ausführungsform der nicht unter die beigefügte Ansprüche fällt;
- Fig. 13
- einen Horizontalschnitt durch die zweiflügeligen Türen gemäß Fig. 1 - Fig. 4 der nicht
unter die beigefügte Ansprüche fällt;
- Fig. 14
- einen Horizontalschnitt durch die einflügeligen Türen gemäß Fig. 5 - Fig. 8 der nicht
unter die beigefügte Ansprüche fällt;
- Fig. 15
- einen Horizontalschnitt durch einen Teilbereich der Türen gemäß Fig. 1 - Fig. 8 im
Bereich eines der Türbänder der nicht unter die beigefügte Ansprüche fällt;
- Fig. 16
- eine Ansicht von der Bandseite auf eine fünfte Ausführungsform einer zweiflügeligen
Glasrahmentür;
- Fig. 17
- eine Ansicht der Ausführungsform von Fig. 16 von der Bandgegenseite aus;
- Fig. 18
- eine Ansicht auf eine sechste Ausführungsform einer zweiflügeligen Glasrahmentür von
der Bandseite aus;
- Fig. 19
- eine Ansicht der sechsten Ausführungsform der Glasrahmentür, jedoch von der Bandgegenseite
aus;
- Fig. 20
- eine Ansicht einer siebten Ausführungsform einer Glasrahmentür in einflügeliger Ausführung
von der Bandseite aus;
- Fig. 21
- die siebte Ausführungsform der Glasrahmentür von der Bandgegenseite aus;
- Fig. 22
- eine Ansicht einer achten Ausführungsform einer Glasrahmentür in einflügeliger Ausführung
von der Bandseite aus; und
- Fig. 23
- die achte Ausführungsform der Glasrahmentür von der Bandgegenseite aus.
[0026] In den Fig. 1 - 8 sowie 16 - 23 sind insgesamt acht Ausführungsformen von Glasrahmentüren
1 - 4, 101 - 104 jeweils von der Bandseite aus gesehen und von der Bandgegenseite
aus gesehen dargestellt.
[0027] In den Fig. 1 und 2 sowie 16 und 17 ist eine erste bzw. fünfte Ausführungsform einer
Glasrahmentür 1, 101 in zweiflügeliger Ausführung mit einem Standflügel 5 und einem
Gangflügel 6 dargestellt. Die Türblätter 7, aus denen Standflügel 5 und Gangflügel
6 gebildet sind, weisen einen vierseitigen Türblattrahmen 8 auf.
[0028] Bei der in Fig. 3 und 4 dargestellten zweiten Ausführungsform einer Glasrahmentür
2 sowie bei der in den Fig. 18 und 19 dargestellten sechsten Ausführungsform einer
Glasrahmentür 102 ist ebenfalls eine zweiflügelige Ausführung mit Standflügel 5 und
Gangflügel 6 zu sehen, wobei deren Türblätter 7 jedoch einen dreiseitigen Türblattrahmen
9 aufweisen.
[0029] Eine in den Fig. 5 und 6 gezeigte dritte Ausführungsform einer Glasrahmentür 3 sowie
eine in den Fig. 20 und 21 gezeigte siebte Ausführungsform einer Glasrahmentür 103
ist einflügelig mit nur einem Türblatt 7 ausgebildet, wobei dieses Türblatt 7 den
vierseitigen Türblattrahmen 8 aufweist.
[0030] Und eine vierte Ausführungsform einer Glasrahmentür 4 in einflügeliger Ausführung,
wobei das Türblatt 7 den dreiseitigen Türblattrahmen 9 aufweist, ist in den Fig. 7
und 8 dargestellt. Die Fig. 23 und 24 zeigen eine achte Ausführungsform einer Glasrahmentür
108, die eine Abwandlung der vierten Ausführungsform 4 darstellt und ebenfalls einflügelig
mit dreiseitigem Türblattrahmen 9 ausgebildet ist.
[0031] Alle Türen 1 - 4, 101 - 104 weisen eine Zarge 10 mit je einem ersten vertikalen Zargenstab
11 und einem zweiten vertikalen Zargenstab 12 und einem horizontalen Zargenstab 13
auf.
[0032] Die Türblattrahmen 8, 9 weisen jeweils einen ersten vertikalen Rahmenholm 14, einen
zweiten vertikalen Rahmenholm 15 und einen oberen horizontalen Rahmenholm 16 auf.
Der vierseitige Türblattrahmen 8 weist zusätzlich noch einen unteren horizontalen
Rahmenholm 17 auf.
[0033] Sämtliche Zargenstäbe 11 - 13 und Rahmenholme 14 - 17 sind aus Holzwerkstoffen aufgebaut.
Eingesetzt werden Massivholz oder lamelliertes Holz oder keilverzinkte Hölzer.
[0034] Die Türblätter 7 sind jeweils durch wenigstens zwei oder mehrere Türbänder 18, die
an beliebigen Stellen entlang eines der vertikalen Rahmenholme 14 angreifen, an der
Zarge 10 befestigt.
[0035] Der Türblattrahmen 8, 9 einer erfindungsgemäßen Feuerschutztür umfasst jeweils eine
Glasscheibe 20. In bevorzugter Ausführung ist die Glasrahmentür 1 - 4 als T30-Feuerschutztür
ausgebildet, die einer Feuerbeaufschlagung von einer Seite aus mindestens 30 Minuten
Stand hält. Hierzu ist die Glasscheibe 20, wie sich insbesondere aus den Schnittdarstellungen
der Fig. 9-15 ergibt, als mehrlagige Brandschutzscheibe 21 ausgebildet. Hierzu werden
in den gezeigten Ausführungsformen Brandschutzscheiben ausgewählt, die sich durch
besondere Steifheit und Unempfindlichkeit gegenüber Belastungen auszeichnen. Ein Beispiel
hierfür ist eine Brandschutzscheibe, welche unter dem Markennamen "Contraflam" von
der Fa. Vetrotech Saint-Gobain Deutschland GmbH angeboten wird. Bei derartigen Brandschutzgläsern
sind die Einzelscheiben gehärtet ausgebildet, beispielsweise als Einscheibensicherheitsglas
ausgebildet, und über Abstandshalter - nicht dargestellt - von außen unsichtbar miteinander
fixiert. In den abgebildeten Hohlräumen ist dann Brandschutzgel eingefüllt. Der Abstandshalter
in den verwendeten Scheiben kann, muss aber nicht vorhanden sein. Eine andere brauchbare
Brandschutzscheibe hat verschieden dicke Glasscheiben, wobei eine dickere, wahlweise
gehärtete Innenscheibe von dünneren äußeren Scheiben umgeben ist. Allgemein werden
in den gezeigten Ausführungsbeispielen Scheiben verwendet, deren maximal zulässige
Biegespannung mindestens 45 N/mm
2 beträgt.
[0036] Die in den Figuren 9 bis 15 gezeigten Gegenstand fällt nicht unter die beigefügte
Ansprüche. Es handelt sich bei diesen Ausführungsbeispiele um einen Stand der Technik,
der das Verständnis der Erfindung erleichtert.
[0037] Wie sich aus den Vertikalschnitten gemäß den Fig. 9 bis 15 ergibt, sind die Zargenstäbe
11 - 13 jeweils L-Profilförmig mit einem Steg 24 und einem an einem Ende davon abragenden
Schenkel 25 ausgebildet. In dem durch den Steg 24 und den Schenkel 25 aufgespanntem
Hohlraum ist dann jeweils ein Rahmenholm 14 - 16 des Türblattrahmens 8, 9 vollständig
aufgenommen. Genauer gesagt sind bei der ersten bis vierten Ausführungsform jeweils
sämtliche den Zargenstäben 11 - 13 zugeordnete Rahmenholme 14 bis 16 vollständig aufgenommen,
auch der jeweils obere Rahmenholm 16. Dies gilt selbstverständlich nicht für den jeweils
dem anderen Flügel zugewandten zweiten vertikalen Rahmenholme 15 der zweiflügeligen
Glasrahmentüren 1, 2 und 101, 102. Die fünfte bis achte Ausführungsform stellt jeweils
eine Abwandlung der ersten bis vierten Ausführungsform dahingehend dar, dass die horizontalen
Rahmenholme 16 und 17 des Türblattrahmens 8, 9 aus rein optischen Gründen dicker ausgeführt
sind. Eine Änderung in der Funktion der horizontalen Rahmenholme 16, 17 der fünften
bei achten Ausführungsform ergibt sich verglichen mit der Funktion dieser Rahmenholme
16, 17 bei der ersten bis vierten Ausführungsform nicht.
[0038] Auch die Rahmenholme 14 - 17 des Türblattrahmens 8, 9 sind L-profilförmig mit einem
Steg 26 und einem Schenkel 27 ausgebildet. Beispielhafte Ausmaße sind eine Gesamtbreite
D
z2 des Zargenstabs von ca. 64 mm und eine Dicke D
Z1 des Zargen-Stegs von ca. 30 mm, eine Gesamtbreite B
T3 von ca. 30 mm für die Rahmenholme 14 - 17 mit Breiten B
T1 und B
T2 von je ca. 15 mm für den Rahmen-Steg 26 und den Rahmen-Schenkel 27 (siehe Fig. 10).
Diese Werte können um ± 5 mm abweichen.
[0039] An den sich gegenüberliegenden Seiten der Stege 24, 26 von Zarge 10 und Türblattrahmen
8, 9 sind wahlweise Brandschutzeinleimer 30 in eine entsprechende Ausnehmung flächenbündig
eingebracht. Der Brandschutzeinleimer 30 hat jeweils eine untere Schicht 31 aus im
Brandfall aufschäumendem (intumeszierenden) Material und eine Deckschicht 32, welche
ansichtsgleich zu dem Holz der Zarge 10 und des Türblattrahmens 8, 9 ist.
[0040] Im folgenden wird nun anhand der Darstellung gemäß Fig. 9 - 14 der Aufbau des Glasrahmen-Türblattes
7 näher erläutert. In den durch den Steg 26 und den Schenkel 27 aufgespannten Hohlraum
ist der Randbereich der Glasscheibe 20 eingesetzt und über Hinterklotzungen 33 - dies
sind zum Beispiel kleine Holzklötze - in passendem Abstand zu den einzelnen Rahmenholmen
14 - 17 gehalten. An dem freien Ende des Steges 26 ist eine Glasleiste 34 befestigt.
Die Befestigung der Glasleiste 34 erfolgt durch verdecktes Nageln, durch Anschrauben
oder durch Verkleben. Die Glasleiste 34 hat vorzugsweise in Dicke und Breite die gleichen
Abmessungen wie der Schenkel 27, so dass die Kombination aus Glasleiste 34 und Rahmenholme
14 - 17 ein U-Profil aus Holzwerkstoff bildet, welches den Randbereich der Glasscheibe
20 umgreift.
[0041] Im gesamten Umgreifungsbereich und auf der gesamten Länge des Glasscheibenrandes
ist zwischen der Glasscheibe 20 und der Kombination aus Rahmenholme 14 - 17 und Glasleiste
34 ein Dichtungsmaterial 36 mit Kleberfunktion oder ein Kleber eingesetzt. Hierdurch
wird der Glasscheibenrand großflächig und fest mit dem U-Profil des Türblattrahmens
8, 9 verbunden. In den meisten Fällen und den meisten Größen reicht diese Verbindung
zur Versteifung des Türblattes 7 während des gesamten Betriebes der Tür 1 - 4, 101
- 104 aus. Bei besonders hohen und breiten Türen können wahlweise auch Metallverstärkungsleisten
38, 40 vorgesehen sein. Ein erste Metallleiste 38 ist in den dargestellten Ausführungsbeispielen
als T-profilförmige Leiste ausgebildet, welche in entsprechende Ausnehmungen an dem
Rahmenholm 14 - 17 eingesetzt ist. Zusätzlich oder alternativ kann auch noch eine
zweite Metallleiste 40 in Form eines U-Profils den Rand der Glasscheibe 20 umgreifend
vorgesehen sein.
[0042] In Fig. 10 ist eine Ausführung des vierseitigen Türblattrahmens 9 gezeigt, bei der
der untere horizontale Rahmenholm 17 in Rauchschutz- und/oder Schallschutzausführung
mit einer Bodendichtung 42 versehen ist. In diesem Fall ist der untere horizontale
Rahmenholm 17 etwas breiter ausgeführt und in dem Beispiel in etwa von seiner Breite
her vergleichbar mit der Breite des jeweiligen Zargenstabes 11 - 13. Dieses Ausführungsbeispiel
fällt nicht unter die beigefügte Ansprüche.
[0043] In Fig. 11 ist eine Rauchschutz- und/oder Schallschutzausführung bei dem dreiseitigen
Türblattrahmen 9 dargestellt. In diesem Fall ist ein S-förmiges Metallprofil 44 am
unteren Glasscheibenrand befestigt, so dass die Bodendichtung 42 auch bei dem dreiseitigen
Türblattrahmen 9 einsetzbar ist. Dieses Ausführungsbeispiel fällt nicht unter die
beigefügte Ansprüche.
[0044] Fig. 12 zeigt den dreiseitigen Türblattrahmen 9 mit einem wahlweisen einfachen Abschluss
mittels eines metallenen U-Profil 45 zum Schutz der unteren Glaskante. Dieses Ausführungsbeispiel
fällt nicht unter die beigefügte Ansprüche.
[0045] Fig. 13 zeigt einen Horizontalschnitt durch die beiden zweiflügeligen Glasrahmentüren
1, 2. Dieses Ausführungsbeispiel fällt nicht unter die beigefügte Ansprüche. Abweichend
von der Darstellung in Fig. 13 kann in dem Türspalt zwischen Standflügel 5 und Gangflügel
6 ebenfalls die an den bandseitigen vertikalen Rändern gezeigten Kombinationen von
Brandschutzeinleimern 30 vorhanden sein. Der Brandschutzeinleimer 30 kann einseitig
oder beidseitig vorhanden sein. Im Standflügel 5 ist noch eine Treibriegelführung
46 dargestellt. Im Gangflügel 6 ist gestrichelt eine Schlosstasche 48 dargestellt.
Die Schlosstasche 48 ist durch ein auf den vertikalen Rahmenholm 14 auf der der Glasscheibe
20 zugewandten Seite aufgesetztes Schlossgehäuse aus Holzwerkstoff gebildet. Bei der
Herstellung wird dabei so vorgegangen, dass der Rahmenholm und das Schlossgehäuse
zunächst aus dem vollen Massivholz miteinander verleimt werden und anschließend von
der Schmalseite aus eine Schlosstasche eingefräst wird.
[0046] Aufgrund der Befestigung des Türblattrahmens 8, 9 mittels Verklebung mit dem Glasscheibenrand
tragen die L-profilförmige Rahmenholme zu einer Versteifung gegenüber auf die Glasscheibe
wirkenden Querkräften bei. Die in vertikaler Richtung und damit in Richtung der Ebene
der Glasscheibe 20 wirkenden Gewichtskräfte können auch durch die Glasscheibe mit
aufgenommen werden und durch die großflächige und umgreifende Verbindung mit dem Türblattrahmen
auf diesen übertragen werden. Auf diese Weise kann man den Türblattrahmen insgesamt
sehr schmal ausbilden. Der Türblattrahmen kann so - muss aber nicht - auch weniger
als 40 mm breit - gemessen entlang der Türebene - ausgebildet werden. Beispielsweise
beträgt die Breite B
T2 des Schenkel 27 weniger als etwa 30 mm. Die Breite B
T2 Schenkels 27 beträgt in einer Ausführungsform beispielsweise nur etwa 15 mm (±10%).
Auch die Dicke B
T1 des Steges 25 kann sehr schmal, beispielsweise weniger als etwa 30 mm ausgebildet
sein. In einem Ausführungsbeispiel ist die Dicke B
T1 ungefähr gleich der Breite B
T2 des Schenkels 27. Beispielsweise beträgt die Dicke B
T1 Steges 25 in einer Ausführungsform nur etwa 15 mm (±10%). Bei der genannten Ausführungsform
ergäbe dies eine sichtbare Breite B
T3 von nur etwa 30 mm. Abweichungen von den hier lediglich rein beispielhaft genannten
Werten sind selbstverständlich möglich.
[0047] Das vorgesagte gilt auch für die fünfte bis achte Ausführungsform, bei der die beiden
vertikalen Rahmenholme 14 und 15 genauso wie bei der ersten und vierten Ausführungsform
ausgeführt sind. Bei dieser fünften bis achten Ausführungsform ist lediglich aus optischen
Gründen eine größere Friesbreite, also eine größere Rahmenholmbreite durch Vergrößerung
der Dicke des Steges der L-förmigen Rahmenholme vorgesehen.
[0048] So geringe Rahmenholmdicken werden insbesondere durch die folgende Verfahrensweise
bei der Herstellung der Glasrahmentürblätter erreicht:
[0049] Die Ausbildung der Rahmenholme und Verklebung mit der Glasscheibe erfolgt derart,
dass in der Praxis bei Verbiegung des Glasrahmentürblattes mit eingesetzter und verbundener
Scheibe die maximale Biegespannung (Zugfestigkeit) in der Glasscheibe höchstens 30
N/mm
2, vorzugsweise höchstens 18 N/mm
2 und am meisten bevorzugt höchstens 10 N/mm
2 beträgt. Damit können dann Glasscheiben mit einer maximalen Biegespannung oder Zugfestigkeit
von 45 N/mm
2 verwendet werden. Hierzu wird das Glasrahmentürblatt mit einer definierten Kraft
ausgebogen und die Auslenkung am Glas gemessen. Über Kennwerte der jeweils eingesetzten
Scheiben lässt sich dann die Biegespannung in der Scheibe berechnen. Ohne vorliegende
Kennwerte erfolgt die Berechnung nach der Methode der finiten Elementen. Liegt der
so ermittelte maximale Biegespannungswert oberhalb der genannten Werte oder, bei spezielleren
Scheiben, die größere mechanische Spannungen aushalten, oberhalb von etwa 2/3 bis
4/5 der maximal zulässigen Biegespannung, dann wird die Holzrahmenkonstruktion durch
dickere Rahmenmaterialien oder wahlweise Verstärkungsleisten oder eine stärkere und/oder
großflächigere Verklebung verstärkt. Liegt der ermittelte maximale Biegespannungswert
weit unterhalb der oben genannten Werte, zum Beispiel weniger als etwa 1/5 oder %
der maximalen Bruchspannung, dann kann der Rahmenholm schlanker ausgeführt werden,
um eine größere sichtbare Glasfläche zu erhalten. Spezielle gehärtete Gläser, wie
TVG, ESG oder VSG sind für weitaus höhere maximale Biegespannungen oder Zugfestigkeiten
geeignet. Wird eine Spezialscheibe, wie zum Beispiel eine Brandschutzscheibe aus oder
mit solchen Gläsern gebildet, können unter Verwendung der Tragfähigkeit des Glases
schmalere Rahmenholme realisiert werden.
[0050] Bei der Konstruktion und dem Aufbau der hier beschriebenen Glasrahmentürblätter wird
die maximale Dicke der Holz-Rahmenholme an die maximale Biegespannung der benutzten
Scheibe angepasst und so minimiert. Versuche haben gezeigt, dass hier bei einer Vielzahl
einsetzbarer unterschiedlicher Scheiben eine erstaunlich geringe Rahmenholmdicke vorgesehen
werden kann, und dies auch bei Verwirklichung einer Brandschutz- oder Rauchschutzfunktion.
[0051] In Fig. 15 ist noch die Befestigung des Türbandes 18 zwischen dem Türblatt 7 und
der Zarge 10 dargestellt. Eine Bandebefestigungseinrichtung 50 zum Befestigen eines
türblattseitigen Bandlappens 52 weist mehrere Gewindemuffen 53 auf, die in quer durch
den Steg 26 greifende mit geringerem Durchmesser gefertigte Bohrungen eingetrieben
sind, so dass sie sich mit einer geriffelten oder mit Rippen versehenen Außenfläche
in dem Holz festkrallen. In diese Gewindemuffen sind entsprechend der geringen Dicke
des Steges 24 kurz bemessene Senkkopfschrauben 56 eingedreht, die die türblattseitigen
Bandlappen 52 flächenbündig in einer entsprechenden Ausfräsung auf der der Glasscheibe
entgegengesetzten Seite des vertikalen Rahmenholms 14, 15 befestigen.
[0052] An der Zarge 10 ist an dem freien Ende des Steges 24 in eine passende Ausfräsung
eine Bandaufnahmetasche 54 aufgenommen, in welcher der zargenseitige Bandlappen 55
befestigt ist. Hier wird ein Großteil der Dicke des ebenfalls möglichst schmal ausgebildeten
zargenseitigen Steges 24 durch die Bandaufnahmetasche 54 besetzt.
[0053] Die Dicke D
Z1 des zargenseitigen Steges 24 entspricht in dem gezeigten Ausführungsbeispiel in etwa
der sichtbaren Breite B
T3 des Türblattrahmens 8. Insbesondere ist der zargenseitige Schenkel 25 so breit bemessen,
dass er den gesamten Türblattrahmen 8 bei geschlossener Glasrahmentür 1-4 überdeckt.
Beispielhafte Werte für die Dicke D
Z1 des Steges 24 und die Gesamtdicke D
Z2 des Zargenstabes 11-13 liegen in Bereichen zwischen etwa 50 bis 100 mm.
Bezugszeichenliste:
[0054]
- 1
- Glasrahmentür
- 2
- Glasrahmentür
- 3
- Glasrahmentür
- 4
- Glasrahmentür
- 5
- Standflügel
- 6
- Gangflügel
- 7
- Türblatt
- 8
- vierseitiger Türblattrahmen
- 9
- dreiseitiger Türblattrahmen
- 10
- Zarge
- 11
- erster vertikaler Zargenstab
- 12
- zweiter vertikaler Zargenstab
- 13
- horizontaler Zargenstab
- 14
- erster vertikaler Rahmenholm
- 15
- zweiter vertikaler Rahmenholm
- 16
- oberer horizontaler Rahmenholm
- 17
- unterer horizontaler Rahmenholm
- 18
- Türbänder
- 20
- Glasscheibe
- 21
- Brandschutzscheibe
- 22
- Einzelscheiben
- 24
- Steg (Zarge)
- 25
- Schenkel (Zarge)
- 26
- Steg (Türblatt)
- 27
- Schenkel (Türblatt)
- 30
- Brandschutzeinleimer
- 31
- Brandaufschäumer
- 32
- Deckschicht
- 33
- Hinterklotzungen
- 34
- Glasleiste
- 36
- Dichtungsmaterial mit Klebefunktion oder Kleber
- 38
- Metallleiste
- 40
- U-Profil
- 42
- Bodendichtung
- 44
- S-förmiges Metallprofil
- 45
- U-Profil
- 46
- Treibriegelführung
- 48
- Schlosstasche
- 50
- Bandbefestigungseinrichtung
- 52
- türblattseitiger Bandlappen
- 53
- Gewindemuffe
- 54
- Bandaufnahmetasche
- 55
- zargenseitiger Bandlappen
- 56
- Senkkopfschrauben
- 101
- Glasrahmentür
- 102
- Glasrahmentür
- 103
- Glasrahmentür
- 104
- Glasrahmentür
1. Glasrahmen-Türblatt (7) für eine Feuerschutztür (1 - 4, 101 - 104), mit einem Türblattrahmen
(8, 9) aus Rahmenholmen (14-17) auf der Basis von Holzwerkstoffen und mit einer in
dem Türblattrahmen (8, 9) aufgenommenen Glasscheibe (20, 21), wobei an dem Türblattrahmen
(8, 9) Türbänder (18) zur Einleitung der Gewichtskraft des Türblattes (7) in eine
Zarge (10) anzuordnen sind, wobei die Rahmenholme (14-17) jeweils fest mit dem Glasscheibenrand
verklebt sind, und wobei die Glasscheibe (20, 21) aus einer Mehrzahl von Einzelscheiben
(22) gebildet ist, die durch Abstandshalter fest miteinander fixiert sind und/oder
die verschiedene Dicken aufweisen und/oder die gehärtet sind und/oder die aus Einscheibensicherheitsglas
oder Verbundscheibensicherheitsglas gebildet sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rahmenholme (14-17) an der Glasscheibe (20, 21) so befestigt sind,
dass die Glasscheibe (20, 21) als mittragendes Element dient,
und wobei ein Hohlraum zwischen den Einzelscheiben mit Brandschutzgel gefüllt ist.
2. Glasrahmen-Türblatt nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verklebung auf der gesamten Länge des Glasscheibenrandes vorhanden ist
3. Glasrahmen-Türblatt nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verklebung zusätzlich an durch den Rahmenholm (14, 17) und/oder eine Glasleiste
(34) desselben überdeckten Randbereichen der Breitseiten der Glasscheibe (20, 21)
erfolgt.
4. Glasrahmen-Türblatt nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass alle oder einige oder wenigstens einer der Rahmenholme (14-17) ein L-Profil mit einem
Steg (26) und einem davon abragenden Schenkel (27) aufweisen.
5. Glasrahmen-Türblatt nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem dem Schenkel (27) gegenüberliegenden Ende des L-Profils eine Glasleiste (34)
angeordnet ist.
6. Glasrahmen-Türblatt nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Glasleiste (34) in Form und Abmaßen an den Schenkel (27) angepasst ist, so dass
der mit Glasleiste (34) versehene Rahmenholm (14-17) insgesamt eine U-Profilform aufweist.
7. Glasrahmen-Türblatt nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein türblattseitiger Bandlappen (52) eines Türbandes (18) an dem Steg (26) eines
vertikalen Rahmenholmes (14) auf dessen der Glasscheibe (20) abgewandten Seite mittels
einer Bandbefestigungseinrichtung (50) befestigt ist.
8. Glasrahmen-Türblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein türblattseitiger Bandlappen (52) eines Türbandes (18) an der der Glasscheibe
(20) abgewandten Seite eines vertikalen Rahmenholmes (14) mittels einer Bandbefestigungseinrichtung
(50) befestigt ist.
9. Glasrahmen-Türblatt nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
dass der türblattseitige Bandlappen (52) in einer passenden Ausnehmung flächenbündig mit
der der Glasscheibe (20) abgewandten Seite aufgenommen ist.
10. Glasrahmen-Türblatt nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungseinrichtung (50) wenigstens eine Gewindemuffe (53) umfasst, die von
der der Glasscheibe (20) zugewandten Seite des Rahmenholmes (14) her in eine Öffnung
klemmend eingeschlagen ist, und wenigstens eine Schraube, vorzugsweise eine Senkkopfschraube
(56), die von der der Glassscheibe (20) abgewandten Seite her in die Gewindemuffe
(53) zur Befestigung des Türbandes (18) eingeschraubt ist.
11. Glasrahmen-Türblatt nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass zwei seitliche vertikale Rahmenholme (14, 15) und ein oberer horizontaler Rahmenholm
(16) vorgesehen sind und dass an der Unterseite des Glasrahmen-Türblattes kein Rahmenholm
vorhanden ist.
12. Glasrahmen-Türblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Türblattrahmen (8) insgesamt vier Rahmenholme (14-17) aufweist, die die Glasscheibe
(20) allseitig umrahmen.
13. Glasrahmen-Türblatt nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Türblattrahmen (8) derart ausgebildet und mit der Glasscheibe (20) verbunden
ist, dass bei Ausbiegung der Gesamtkonstruktion unter den auf Türblätter in der Praxis
einwirkenden Lasten eine maximale Biegespannung in der Glasscheibe von 30 N/mm2, vorzugsweise 18 N/mm2, weiter bevorzugt 10 N/mm2 nicht überschritten wird.
14. Glasrahmen-Türblatt nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Türblattrahmen (8) derart ausgebildet und mit der Glasscheibe (20) verbunden
ist, dass bei Ausbiegung der Gesamtkonstruktion unter den bei Brandversuchen auftretenden
Kräften eine maximale Spannung von ca. ½ bis ¼ der maximal für die verwendete Glasscheibe
zulässigen Zugfestigkeit nicht überschritten wird.
15. Glasrahmen-Türblatt nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Glasscheibe (20) und einem Rahmenholm (14-17) wenigstens eine Verstärkungsleiste
(38, 40) aus gegenüber Holzwerkstoffen steiferem Nichtholzmaterial, insbesondere aus
feuerbeständigem Material wie Metall vorgesehen ist.
16. Glasrahmen-Türblatt nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der der Glasscheibe (20) zugewandten Seite des Rahmenholmes (14-17) eine zur Verstärkung
profilierte Metallleiste (38) befestigt ist.
17. Glasrahmen-Türblatt nach einem der Ansprüche 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Glasscheibe (20) ein den Scheibenrand umfassendes Metallprofil (40) vorgesehen
ist.
18. Glasrahmen-Türblatt nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der der Glasscheibe (20) abgewandten Seite eines Rahmenholmes (14-17) ein Brandschutzeinleimer
(30) mit einem Streifen aus im Brandfall aufschäumenden Material (31) und einer in
der Optik an den Rahmenholm angepassten Deckschicht (32) befestigt ist.
19. Glasrahmen-Türblatt nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rahmenholme (14-17) aus Massivholz, aus lamelliertem Holz und/oder keilgezinktem
Holz gebildet sind.
20. Glasrahmen-Türblatt nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder der Rahmenholme (14-17) von einer breitflächigen Sichtseite gesehen eine Gesamtbreite
von höchstens 50 bis 40 mm haben.
21. Glasrahmentür (1-4) mit einer Zarge (10) und wenigstens einem Glasrahmen-Türblatt
(7) nach einem der voranstehenden Ansprüche.
22. Glasrahmentür nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Schließzustand der Tür (1-4) die Zarge (10) auf der Gegenbandseite wenigstens
einen der Rahmenholme (14-17) vollständig überdeckt.
23. Glasrahmentür nach einem der Ansprüche 21 oder 22,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zarge (10) Zargenstäbe (11-13) auf der Basis von Holzwerkstoffen hat.
24. Glasrahmentür nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zargenstäbe (11-13) aus Massivholz, aus lamelliertem Holz und/oder keilgezinktem
Holz gebildet sind.
25. Glasrahmentür nach einem der Ansprüche 21 bis 24,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zarge (10) wenigstens einen L-profilförmigen Zargenstab (11-13) mit einem Steg
(24) und einem Schenkel (25) hat.
26. Glasrahmentür nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schenkel (25) des Zargenstabes (11-13) den unmittelbar benachbarten Rahmenholm
(14-17) des Glasrahmen-Türblattes (7) überdeckt.
27. Glasrahmentür nach einem der Ansprüche 25 oder 26,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem schenkelfreien Ende des Zargenstab-Steges (24) auf der Bandseite eine Bandaufnahmetasche
(54) zur befestigenden Aufnahme eines zargenseitigen Bandlappens (55) eines Türbandes
(18) vorgesehen ist.
28. Glasrahmentür nach einem der Ansprüche 21 bis 27,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der dem Türblatt (7) zugewandten Schmalseite eines Zargenstabes (11-13) ein Brandschutzeinleimer
(30) mit einem Streifen aus im Brandfall aufschäumenden Material (31) und einer in
der Optik an den Zargenstab angepassten Deckschicht (32) befestigt ist.
29. Verfahren zur Herstellung eines Glasrahmen-Türblattes bzw. einer Glasrahmentür nach
einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Biegeversuch durch Verbiegung eines zusammengesetzten Probe-Türblattes die maximale
Biegespannung der Glasscheibe unter normalen Belastungen ermittelt wird und die Dicke
des Türblattrahmens derart gering ausgewählt wird, dass im Biegeversuch Biegespannungen
von 8 bis 30 N/mm2 erreicht werden.
1. Framed glass door leaf (7) for a fire door (1-4, 101-104), having a door leaf frame
(8,9) made of frame capping beams (14-17) based on wooden material and having a glass
panel (20, 21) accommodated in the door leaf frame (8, 9), wherein door hinges (18)
are to be arranged on the door leaf frame (8, 9) for directing the weight of the door
leaf (7) into a door box (10), wherein the frame capping beams (14-17) are each firmly
bonded to the glass panel edge and wherein the glass panel (20, 21) is composed of
a plurality of individual panels (22) being firmly secured to each other by spacers
and/or having different thicknesses and/or being hardened and/or being composed of
single-panel safety glass or multi-panel safety glass,
characterized in that,
the frame capping beams (14-17) and the glass panel (20, 21) are fastened in such
a way that the glass panel (20, 21) serves as a carrying element and wherein a hollow
space between the individual panels is filled with fire-protection gel.
2. Framed glass door leaf according to claim 1,
characterized in that,
the bonding is present throughout the entire length of the glass panel edge.
3. Framed glass door leaf according to one of the preceding claims,
characterized in that,
the bonding is additionally carried out on the boundary area of the wide sides of
the glass panel (20, 21) which are overlapped by the frame capping beams (14-17) and/or
by a glass strip (34) of the same.
4. Framed glass door leaf according to one of the preceding claims,
characterized in that,
all or some or at least one of the frame capping beams (14-17) comprise an L-shaped
profile having a web (26) and a bar (27) protruding therefrom.
5. Framed glass door leaf according to claim 4,
characterized in that,
a glass strip (34) is arranged on the side of the L-shaped profile which is opposed
to the bar (27).
6. Framed glass door leaf according to claim 5,
characterized in that,
the glass strip (34) is fitted to the bat (27) with regard to shape and size, such
that the frame capping beam (14, 17) provided with the glass strip (34) has a U-profile
shape overall.
7. Framed glass door leaf according to any one of the claims 4 to 6,
characterized in that,
a hinge band (52) of a door hinge (18) being arranged on the side of the door leaf
is secured to the web of a vertical frame capping beam (14) on its side which is distant
from the glass panel (20) by means of a hinge fastening device (50).
8. Framed glass door leaf according to any one of the claims 1 to 6,
characterized in that,
a hinge band (52) of a door hinge (18) being arranged on the side of the door leaf
is secured to the side of a vertical frame capping beam (14) which is distant from
the glass panel (20) by means of a hinge fastening device (50).
9. Framed glass door leaf according to one of the preceding claims 7 or 8,
characterized in that,
the hinge band (52) being arranged on the side of the door leaf is accommodated in
flush with the side remote from the glass panel (20).
10. Framed glass door leaf according to any one of the preceding claims 7 to 9,
characterized in that,
the hinge fastening device (50) comprises at least one threaded sleeve (53) that is
tucked in a locking fashion from a side of the frame capping beam (14) facing the
glass panel (20) into an opening in a pinching fashion, and at least one screw, preferably
a counter-sunk screw (56), that is screwed in from the side distant of the glass panel
(20) into the threaded sleeve (53) for securing the door hinge (18).
11. Framed glass door leaf according to one of the preceding claims,
characterized in that,
two lateral vertical frame capping beams (14, 15) and one upper horizontal frame capping
beam (16) are provided and that no frame capping beam is present on the lower side
of the framed glass door leaf.
12. Framed glass door leaf according to any one of the claims 1 to 10,
characterized in that,
the door leaf frame (8) comprises a total of four frame capping beams (14-17) that
frame the window panel (20) from all sides.
13. Framed glass door leaf according to any one of the preceding claims,
characterized in that,
the door leaf frame (8) is shaped and coupled to the glass panel (20) such that a
maximum bending stress of 30 N/mm2 for the glass panel, preferably 18 N/mm2, further preferably 10 N/mm2 is not surpassed when the entire structure is laterally buckled due to a load applied
in use.
14. Framed glass door leaf according to one of the claims 7 or 8,
characterized in that,
the door leaf frame (8) is shaped and secured to the glass panel (20) such that approximately
½ to ¼ of the maximally allowed tensile strength of the employed glass panel is not
surpassed when the entire structure is laterally buckled under the application of
forces occurring during fire tests.
15. Framed glass door leaf according to any one of the preceding claims,
characterized in that,
a reinforcement bead (38, 40) made of non-wooden material, which is more rigid compared
to wooden material, preferably made of a fire resistant material such as metal is
provided between the glass panel (20) and a frame capping beam (14-17).
16. Framed glass door leaf according to claim 15,
characterized in that,
a profiled metal rail (38) is attached to the side of the frame capping beam (14-17)
facing the window panel (20) for reinforcing.
17. Framed glass door leaf according to claim 15 or 16,
characterized in that,
a metal rail (40) framing the edge of the window panel (20) is provided.
18. Framed glass door leaf according to any one of the preceding claims,
characterized in that,
a fire-protective concealed edge band (30) having a strip (31) of material which is
foaming in the case of a fire and a coating (32) adapted to the frame capping beam
with regard to appearance, is secured to the side of the frame capping beam (14-17)
distant from the glass panel (20).
19. Framed glass door leaf according to any one of the preceding claims,
characterized in that,
the frame capping beams (14-17) are made of solid wood, laminated wood and/or finger-jointed
wood.
20. Framed glass door leaf according to any one of the preceding claims,
characterized in that,
each of the frame capping beams (14-17) viewed from a broad visible face have a total
width of at most 50 to 40 mm.
21. Framed glass door (1-4) having a door box (10) and at least one framed glass door
leaf (7) according to any one of the preceding claims.
22. Framed glass door according to claim 21,
characterized in that,
the door box (10) entirely covers at least one of the frame capping beams (14-17)
on the side of the opposing hinge in a closed state of the door (1-4).
23. Framed glass door according to claim 21 or 22,
characterized in that,
the door box (10) has door box posts (11-13) based on wooden material.
24. Framed glass door according to claim 23,
characterized in that,
the door box posts (11-13) are made of solid wood, laminated wood and/or finger-jointed
wood.
25. Framed glass door according to any one of the claims 21 to 24,
characterized in that,
the door box (10) comprises at least one door box post (11-13) having an L-profile
shape and comprising a web (24) and a bar (25).
26. Framed glass door according to claim 25,
characterized in that,
the bar (25) of the door box post (11-13) covers the directly neighbouring frame capping
beam (14-17) of the framed glass door leaf (7).
27. Framed glass door according to any one of the claims 25 to 26,
characterized in that,
a hinge accommodation pocket (54) configured to fixedly accommodate the hinge band
(55) of a door hinge (18) being arranged on the door box side is provided on the bar-free
end of the door box posts web (24) on the fire-side.
28. Framed glass door according to any one of the claims 21 to 27,
characterized in that,
a fire-protective concealed edge band (30) having a strip (31) of material which is
foaming in the case of a fire and a coating (32) adapted to the frame capping beam
with regard to appearance, is secured to the side of a door box post (11-13) which
is facing the framed glass door leaf (7).
29. Method of manufacturing a framed glass door leaf or rather a framed glass door according
to one of the preceding claims,
characterized in that,
the maximum pending stress of the glass panel is determined under normal conditions
in a bend test by bending an assembled testing door leaf, and such a small thickness
of the door leaf frame is chosen in such a way that bending stresses of 8 to 30 N/mm2 are reached during the bend test.
1. Panneau de porte de vitre encadrée (7) pour une porte pare-feu (1 - 4, 101 - 104),
avec un cadre du panneau de porte (8, 9) composé de longerons de cadre (14 - 17) fait
à base de matériau en bois et avec une vitre (20, 21) reçue dans le cadre du panneau
de porte (8, 9), des paumelles (18) étant agencées sur le cadre du panneau de porte
(8, 9) pour diriger la force du poids du panneau de porte (7) dans un dormant (10),
les longerons de cadre (14 - 17) entant fermement collés sur le bord de la vitre,
et la vitre (20, 21) étant composée d'une pluralité de vitres individuelles (22) qui
sont fermement fixées par des entretoises et/ou qui comportent différentes épaisseurs
et/ou qui sont trempées et/ou qui sont composées de verre de sécurité mono-vitre ou
de verre de sécurité multi-vitre,
caractérisé en ce que
les longerons de cadre (14 - 17) sont attachés à la vitre (20, 21) tel que la vitre
(20, 21) sert comme élément portant, une cavité entre les vitres individuelles (22)
étant remplie de gel coupe-feu.
2. Panneau de porte de vitre encadrée selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le collage est présent sur la longueur entière du bord de la vitre.
3. Panneau de porte de vitre encadrée selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le collage est effectué également sur les bords la bordée de la vitre (20, 22) étant
couverts par le longeron de cadre (14-17) et/ou par une baguette de verre (34) de
celui-ci.
4. Panneau de porte de vitre encadrée selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
tous ou quelques ou tout de même un des longerons de cadre (14 - 17) comporte un profilé
en L avec une âme (26) et une branche (27) partant de celle-ci.
5. Panneau de porte de vitre encadrée selon la revendication 4,
caractérisé en ce qu'
une baguette de verre (34) est agencée sur le bout du profilé en L opposé de la branche
(27).
6. Panneau de porte de vitre encadrée selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
la baguette de verre (34) est adaptée à la branche (27) concernant la forme et les
dimensions, tel que le longeron de cadre (14-17) pourvu de la baguette de verre (34)
comporte en tout une forme d'un profilé en U.
7. Panneau de porte de vitre encadrée selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce qu'une languette de paumelle (52) d'une paumelle (18) est attachée au coté du panneau
de porte sur l'âme (26) d'un longeron de cadre vertical (14) détourné de la vitre
(20) par moyen d'un dispositif d'attachement de paumelle (50).
8. Panneau de porte de vitre encadrée selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce qu
une languette de paumelle (52) d'une paumelle (18) est attachée au coté d'un longeron
de cadre vertical (14) détourné de la vitre (20) par moyen d'un dispositif d'attachement
de paumelle (50).
9. Panneau de porte de vitre encadrée selon l'une des revendications 7 ou 8,
caractérisé en ce que
la languette de paumelle (52) du coté du panneau de porte est reçue de façon coplanaire
avec le coté détourné de la vitre (20) dans une cavité correspondante.
10. Panneau de porte de vitre encadrée selon l'une des revendications 7 à 9,
caractérisé en ce que
le dispositif d'attachement de paumelle (50) comprend au moins un raccord fileté (53)
qui, partant du coté tourné vers la vitre (20) du longeron de cadre (14), est enfilé
dans un orifice de façon coinçante, et au moins une vis, de préférence une vis noyée
(56), qui, partant du coté détourné de la vitre (20), est vissée dans le raccord fileté
(53) pour attacher la paumelle (18).
11. Panneau de porte de vitre encadrée selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
deux longerons de cadre latéraux verticaux (14, 15) et un longeron de cadre supérieur
horizontal (16) sont prévus et que sur la partie inférieure du panneau de porte de
vitre encadrée aucun longeron de cadre n'est prévu.
12. Panneau de porte de vitre encadrée selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que
le cadre du panneau de porte (8) comporte quatre longerons de cadre (14 - 17) en total,
qui cadrent la vitre (20) de tout coté.
13. Panneau de porte de vitre encadrée selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le cadre du panneau de porte (8) est constitué de et relié à la vitre (20) tel qu'une
contrainte de flexion maximale de 30 N/mm2, de préférence 18 N/mm2, en outre de préférence 10 N/mm2, n'est pas excédée lors du fléchissement de la construction entière pendant l'application
des forces agissant sur des panneaux de portes en pratique.
14. Panneau de porte de vitre encadrée selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le cadre du panneau de porte (8) est constitué de et relié à la vitre (20) tel qu'une
tension valant environ de ½ jusqu'à ¼ de la résistance en traction maximale autorisée
pour la vitre utilisée n'est pas excédée lors du fléchissement de la construction
entière pendant l'application des forces agissant sur des panneaux de portes lors
d'un essai d'incendie.
15. Panneau de porte de vitre encadrée selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
une baguette de renforcement (38, 40) faite d'un matériau plus rigide que les matériau
en bois, de préférence faite de matériau ignifuge comme du métal, est pourvue entre
la vitre (20) et un longeron de cadre (14-17).
16. Panneau de porte de vitre encadrée selon la revendication 15, caractérisé en ce qu'
une baguette profilée en métal (38) est attachée comme renforcement du coté du longeron
de cadre (14 - 17) tourné vers la vitre (20).
17. Panneau de porte de vitre encadrée selon l'une des revendications 15 ou 16,
caractérisé en ce qu'
un profilé en métal (40) entourant le bord de la vitre est prévu sur la vitre (20).
18. Panneau de porte de vitre encadrée selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
un engluage pare-feu (30) avec une bande en matériau effervescent en cas d'incendie
(31) et une couche de couvrement (32) adaptée au longeron de cadre sous l'aspect de
son apparence est attaché au coté d'un longeron de cadre (14-17) détourné de la vitre
(20).
19. Panneau de porte de vitre encadrée selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les longerons de cadre (14 - 17) sont constitués de bois massif, de bois lamellé et/ou
de bois en queue d'aronde.
20. Panneau de porte de vitre encadrée selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
chaque longeron de cadre (14 - 17) a une largeur totale vu d'une face visible de grande
étendue de 50 à 40 mm au maximum.
21. Porte de vitre encadrée (1 - 4) avec un dormant (10) et au moins un panneau de porte
de vitre encadrée (7) selon l'une des revendications précédentes.
22. Porte de vitre encadrée selon la revendication 21,
caractérisée en ce que
le dormant (10) couvre au moins l'un des longerons de cadre (14-17) totalement du
coté d'une contre-paumelle dans l'état fermé de la porte (1 - 4).
23. Porte de vitre encadrée selon l'une des revendications 21 ou 22,
caractérisée en ce que
le dormant (10) a des barres de dormant (11 - 13) faites à la base d'un matériau en
bois.
24. Porte de vitre encadrée selon la revendication 23,
caractérisée en ce que
les barres de dormant (11-13) sont constituées de bois massif, de bois lamellé et/ou
de bois en queue d'aronde.
25. Porte de vitre encadrée selon l'une des revendications 21 à 24,
caractérisée en ce que
le dormant (10) a au moins une barre de dormant (11 - 13) en forme d'un profilé en
L avec une âme (24) et une branche (25).
26. Porte de vitre encadrée selon la revendication 25,
caractérisée en ce que
la branche (25) de la barre de dormant (11 -13) couvre le longeron de cadre (14 -
17) du panneau de porte de vitre encadrée (7) directement voisinant celle-ci.
27. Porte de vitre encadrée selon l'une des revendications 25 ou 26,
caractérisée en ce qu'
une poche de réception de la paumelle (54) es prévue pour la réception d'une languette
de paumelle (55) d'une paumelle (18) du bout dépourvu de branche de l'âme (24) du
dormant du coté du feu.
28. Porte de vitre encadrée selon l'une des revendications 21 à 27,
caractérisée en ce qu'
un engluage pare-feu (30) avec une bande en matériau effervescent en cas d'incendie
(31) et une couche de couvrement (32) adaptée à la barre de dormant (11 - 13) sous
l'aspect de son apparence est attaché au coté étroit de la barre de dormant (11 -
13) tourné vers le panneau de porte (7).
29. Procédé de fabrication d'un panneau de porte de vitre encadrée ou bien une porte de
vitre encadrée selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
une contrainte de flexion maximale est déterminée sous des charges normales dans un
essai de flexion d'un panneau de porte composée en tant qu'échantillon et l'épaisseur
du cadre de panneau de porte muni d'une telle minceur qu'une contrainte de flexion
maximale entre 8 et 30 N/mm2 est atteinte.
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