[0001] Die Erfindung betrifft einen Stoffauflauf einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn,
insbesondere Papier- oder Kartonbahn, aus mindestens einer Faserstoffsuspension, mit
einer quer zur Maschinenlaufrichtung sektionierten Verdünnungseinrichtung, insbesondere
Siebwasserdosierungseinrichtung, der in Strömungsrichtung der mindestens einen Faserstoffsuspension
ein sich quer zur Maschinenlaufrichtung erstreckender Zwischenkanal, ein eine Vielzahl
von Turbulenzkanälen aufweisender und Teilströme erzeugender Turbulenzerzeuger und
anschließend eine Stoffauflaufdüse nachgeschaltet ist, die einen Strömungsraum aufweist
und die mit einem einen Faserstoffsuspensionsstrahl liefernden Austrittsspalt versehen
ist.
[0002] Ein derartiger Stoffauflauf ist beispielsweise aus der europäischen Patentschrift
EP 0 857 816 B1 bekannt. Die jeweilige verwendete Lamelle weist an ihren beiden Strömungsflächen
in bekannter Weise eine glatte Oberfläche auf. Durch diese jeweilige glatte Oberfläche
wird eine Durchmischung der aus dem Turbulenzerzeuger austretenden und in die Stoffauflaufdüse
eintretenden Teilmischströme zu einem aus dem Austrittsspalt des Stoffauflaufs austretenden
Faserstoffsuspensionsstrahl erlaubt, ja sogar gefördert. Infolge dieser Durchmischung
der Teilmischströme ergibt sich eine entsprechend vergrößerte Antwortbreite der zum
Einsatz kommenden Verdünnungswassertechnik. Eine Regelung von engwelligen Störungen
in der herzustellenden Faserstoffbahn ist somit nicht mehr möglich.
[0003] Es ist also Aufgabe der Erfindung, einen Stoffauflauf der eingangs genannten Arten
zu schaffen, der beim Einsatz einer Verdünnungswassertechnik die Erreichung einer
möglichst schmalen Antwortbreite der Verdünnungseinrichtung ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Zwischenkanal und/oder der Strömungsraum
der Stoffauflaufdüse durch mindestens eine mit der Verdünnungseinrichtung beziehungsweise
mit dem Turbulenzerzeuger mittels wenigstens einer Lamellenhalterung verbundene und
zwei von mindestens einer Faserstoffsuspension berührte Strömungsflächen aufweisende
Lamelle unterteilt ist, dass wenigstens eine der beiden Strömungsflächen der mindestens
einen Lamelle mit einer zumindest bereichsweise strukturierten Oberfläche vorgesehen
ist, wobei die Strukturierung vorzugsweise derart gewählt ist, dass eine Vermischung
der aus der Verdünnungseinrichtung austretenden und in den Zwischenkanal eintretenden
beziehungsweise aus dem Turbulenzerzeuger austretenden und in die Stoffauflaufdüse
eintretenden Teilmischströme zumindest erschwert, vorzugsweise nahezu vollständig
verhindert wird.
[0005] Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung des Stoffauflaufs, insbesondere seiner
Lamellen, wird sichergestellt, dass eine Vermischung der Teilmischströme im Bereich
des gemeinsamen Zwischenkanals beziehungsweise der gemeinsamen Stoffauflaufdüse weitestgehend
nicht möglich ist. Dadurch wird eine möglichst schmale Antwortbreite der Verdünnungseinrichtung
bei möglicher Regelung von engwelligen Störungen in der herzustellenden Faserstoffbahn
erreicht.
[0006] Dabei ist die mindestens eine Strömungsfläche der Lamelle in vorteilhafter Weise
zumindest im ersten Zehntel, vorzugsweise im ersten Fünftel, insbesondere über ihre
gesamte Lamellenlänge hinweg mit einer entsprechenden Strukturierung samt Strukturlänge
versehen. Grundsätzlich gilt, dass die Vermischung der Teilmischströme umso besser
vermieden wird, je größer die Strukturlänge der Strukturierung ist.
[0007] In bevorzugter Weise ist die Strukturierung unter einem Winkel von -5 bis +5°, vorzugsweise
von -1 bis +1°, insbesondere von 0°, zur Maschinenlaufrichtung angebracht. In diesen
Bereichen werden die Strömungsqualität und die Ausrichtung der Teilmischströme noch
nicht negativ beeinflusst.
[0008] Ferner weist die Strukturierung eine bevorzugte Teilung im Bereich von 5 bis 100
mm, vorzugsweise von 25 bis 75 mm auf, wobei die jeweilige Teilung in Maschinenlaufrichtung
und/oder quer zur Maschinenlaufrichtung konstant und/oder verschieden sein kann. Diese
Teilungsbereiche umfassen im Wesentlichen die heutigen Teilungen einer Verdünnungseinrichtung
mit ihren erzeugten Mischteilströmen. Dabei ist die Teilung der Strukturierung vorzugsweise
geich oder ein Bruchteil der Teilung der Verdünnungseinrichtung. Die Strukturierung
der Lamelle und die Sektionen der Verdünnungseinrichtung sind in Maschinenlaufrichtung
bevorzugt mittig oder annähernd mittig zueinander versetzt angeordnet, so dass ein
erzeugter Mischteilstrom die Lamelle zwischen zwei mindestens Strukturierungen passiert.
[0009] Für die Strukturierung selbst ist bevorzugt wenigstens eine Struktur vorgesehen,
die durch eine Erhebung oder durch eine Vertiefung gebildet ist.
[0010] Ist die Strukturierung als eine Erhebung ausgeführt, so nimmt die Struktur eine Strukturhöhe
an, die in vorteilhafter Weise im Bereich von 5 bis 250 %, vorzugsweise von 10 bis
100 %, insbesondere von 25 bis 50 %, der Lamellendicke liegt. Die Strukturhöhe entlang
der Strukturlänge kann dabei einen gleich bleibenden, einen abnehmenden oder einen
zunehmenden Wert annehmen.
[0011] Ist die Strukturierung hingegen als eine Vertiefung ausgeführt, so nimmt die Struktur
eine Strukturtiefe an, die in vorteilhafter Weise im Bereich von 10 bis 75 %, vorzugsweise
von 25 bis 50 %, der Lamellendicke liegt. Die Strukturtiefe entlang der Strukturlänge
kann dabei wiederum einen gleich bleibenden, einen abnehmenden oder einen zunehmenden
Wert annehmen.
[0012] Die Höhe der Struktur kann weitergehend auch in Bezug auf den zwischen zwei Lamellen
gebildeten Strömungskanal mit entsprechender Kanalhöhe angegeben werden. So kann die
Höhe der Struktur bevorzugt einen Wert im Bereich von 5 bis 90 %, vorzugsweise von
25 bis 75 %, der Höhe des Strömungskanals annehmen.
[0013] Die Struktur weist unter strömungs- und fertigungstechnischen Aspekten einen polygonen
Querschnitt senkrecht zur Strukturlänge bzw. Strömungsrichtung der Faserstoffsuspension
auf. Dieser kann insbesondere kalottenförmig, halbrund, dreieckig, quadratisch, rechteckig
oder fünfeckig sein, wobei diese beispielhafte Aufzählung mit Sicherheit nicht erschöpfend
ist.
[0014] Weiterhin kann die gesamte Struktur auch aus einer Vielzahl von Erhebung en und Vertiefungen
gebildet sein. Hierbei sind verschiedene Strukturmuster, beispielsweise Zonen mit
Erhebungen, Zonen mit Vertiefungen und Mischzonen mit Erhebungen und Vertiefungen
möglich. Die Zonen können zur Bildung des Strukturmusters beliebig angeordnet sein.
Zudem kann auch die Größe der einzelnen Zonen gleich und/oder verschieden sein.
[0015] Selbstverständlich kann auch die den Zwischenkanal beziehungsweise den Strömungsraum
der Stoffauflaufdüse begrenzende Wandung zumindest bereichsweise eine strukturierte
Oberfläche aufweisen. Hinsichtlich der Strukturierung wird auf die Lamellenstrukturierung
verwiesen.
[0016] Die erfindungsgemäße Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere
Papier- und/oder Kartonbahn, zeichnet sich dadurch aus, dass sie mit einem erfindungsgemäßen
Stoffauflauf versehen ist.
[0017] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
[0018] Es zeigen
- Figur 1
- eine schematische, teilweise geschnittene Darstellung eines Stoffauflaufs einer Maschine
zur Herstellung einer Faserstoffbahn;
- Figuren 2a, 3a, 4a und 5a
- vier erfindungsgemäße Lamellen mit zumindest bereichsweise unterseitig strukturierten
Oberflächen in jeweiligen Ansichten entgegen der Strömungsrichtung der Faserstoffsuspension;
- Figuren 2b, 3b, 4b und 5b
- entsprechende Seitenansichten der erfindungsgemäßen Lamellen der Figuren 2a, 3a, 4a
und 5a; und
- Figur 6
- zwei benachbarte erfindungsgemäße Lamellen in einer Ansicht entgegen der Strömungsrichtung
der Faserstoffsuspension.
[0019] Die Figur 1 zeigt in schematischer, teilweise geschnittener Darstellung einen Stoffauflauf
1 für eine Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn aus einer Faserstoffsuspension
2 (Q
H, C
H). Bei der Maschine kann es sich um eine Papier- oder Kartonmaschine handeln und bei
der Faserstoffbahn entsprechend um eine Papier- oder Kartonbahn. Der Stoffauflauf
1 in Abweichung von der dargestellten geraden Ausführung auf einen mindestens einfach
geknickten Aufbau aufweisen. Derartige mindestens einfach geknickte Stoffaufläufe
wurden und werden vom Anmelder hergestellt. Die Knickung kann beispielsweise zwischen
der Zwischenkammer und dem Turbulenzerzeuger liegen.
[0020] Der Stoffauflauf 1 umfasst eine quer zur Maschinenlaufrichtung L (Pfeil) sektionierte
Verdünnungseinrichtung 3, insbesondere Siebwasserdosierungseinrichtung (Q
L, C
L), der in Strömungsrichtung S (Pfeil) der mindestens einen Faserstoffsuspension 2
ein sich in quer zur Maschinenlaufrichtung L (Pfeil) erstreckender Zwischenkanal 4,
ein eine Vielzahl von Turbulenzkanälen 6 aufwei sender Turbulenzerzeuger 5 und anschließend
eine Stoffauflaufdüse 7 nachgeschaltet ist. Die Stoffauflaufdüse 7 weist einen Strömungsraum
8 auf und ist mit einem einen Faserstoffsuspensionsstrahl 12 liefernden Austrittsspalt
11 versehen.
[0021] Bei der Verdünnungseinrichtung 3 kann es sich beispielsweise um ein bekanntes Siebwasserdosierungssystem
handeln, wie es im Zusammenhang mit dem auf dem Markt erhältlichen ModuleJet®-Stoffauflauf
vorgesehen ist. Der ModuleJet®-Stoffauflauf ist beispielsweise in der deutschen Patentschrift
DE 40 19 593 C2 beschrieben. Wichtig ist nur, dass die Verdünnungseinrichtung 3 Teilmischströme
M
T mit unterschiedlicher Konsistenz und bestimmter Mischbreite in den Zwischenkanal
4 liefert.
[0022] Weiterhin kann der Turbulenzerzeuger 5 insbesond ere als Turbulenzeinsatz vorgesehen
sein. Die Turbulenzkanäle 6 können insbesondere durch Turbulenzrohre gebildet sein.
[0023] Die Lamelle 10 weist nun, wie in den weiteren Figuren 2a bis 5a und 2b bis 5b detailliert
ausgeführt ist, an wenigstens einer ihrer beiden Strömungsflächen F
O, F
U, F
O', F
U' zumindest eine bereichsweise strukturierte Oberfläche 13', 13 auf. Die Strukturierung
der Oberfläche 13, 13' ist vorzugsweise derart gewählt, dass eine Vermischung der
aus dem Turbulenzerzeuger 5 austretenden und in die Stoffauflaufdüse 7 eintretenden
Teilmischströme M
T zumindest erschwert, vorzugsweise nahezu vollständig verhindert wird.
[0024] Der Zwischenkanal 4 und der Strömungsraum 8 der Stoffauflaufdüse 7 ist nun durch
mindestens eine mit der Verdünnungseinrichtung 3 beziehungsweise mit dem Turbulenzerzeuger
5 mittels wenigstens einer Lamellenhalterung 9', 9 verbundene und zwei von mindestens
einer Faserstoffsuspension 2 berührte Strömungsflächen F
O, F
U, F
O', F
U' aufweisende Lamelle 10, 10' unterteilt. Dabei ist wenigstens eine der beiden Strömungsflächen
F
O, F
U, F
O', F
U' der mindestens einen Lamelle 10, 10' mit einer zumindest bereichsweise strukturierten
Oberfläche 13, 13' vorgesehen, wobei die Strukturierung vorzugsweise derart gewählt
ist, dass eine Vermischung der aus der Verdünnungseinrichtung 3 austretenden und in
den Zwischenkanal 4 eintretenden beziehungsweise aus dem Turbulenzerzeuger 5 austretenden
und in die Stoffauflaufdüse 7 eintretenden Teilmischströme M
T zumindest erschwert, vorzugsweise nahezu vollständig verhindert wird. Die Lamellen
10, 10' können hierbei unterschiedliche Konturen und Längen aufweisen.
[0025] Es ist für den Fachmann selbstverständlich, dass auch nur die Zwischenkammer 4 oder
der Strömungsraum 8 der Stoffauflaufdüse 7 mit mindestens einer Lamelle 10, 10' versehen
sein kann. Sollten beide Räume 4, 8 mit Lamellen 10, 10' versehen sein, so können
diese, wie bereits ausgeführt, unterschiedlich hinsichtlich Anzahl, Kontur, Länge
und dergleichen sein.
[0026] Die Verdünnungseinrichtung 3 kann in weiterer Ausgestaltung selbstverständlich mehrere
Kanale aufweise, zwischen denen dann die Lamellenhalterungen angeordnet sind.
[0027] Die Lamellenhalterung 9, 9' zur Halterung der jeweiligen Lamelle 10, 10' kann beispielsweise
gemäß der Offenbarung der deutschen Offenlegungsschrift DE 199 62 709 A1 ausgeführt
sein. Die Lamellenhalterung 9, 9' kann scharnierartig ausgebildet sein, um dadurch
eine gelenkige Lagerung der Lamelle 10, 10' zu ermöglichen, oder sie kann starr ausgebildet
sein, um dadurch eine feste Einspannung einer vorzugsweise geknickten Lamelle zu ermöglichen.
Auch kann die Lamellenhalterung 9, 9' quer zur Maschinenlaufrichtung sektioniert,
vorzugsweise gleichmäßig sektioniert ausgebildet sein und die Lamelle 10, 10' kann
im Bereich der Lamellenhalterung 9, 9' eine Anströmfläche mit strömungsgünstiger Kontur
mit und ohne spezieller Oberflächenstruktur aufweisen.
[0028] Die Figuren 2a bis 5a zeigen nun jeweils eine erfindungsgemäße Lamelle 10, 10' mit
zumindest einer bereichsweise unterseitig strukturierten Oberfläche 13, 13' in jeweiligen
Ansichten entgegen der Strömungsrichtung S (Pfeil) der Faserstoffsuspension 2.
[0029] In der Ausführung der Figur 2a ist die Strukturierung an der Oberfläche 13, 13' der
unteren Strömungsfläche F
U, F
U' angebracht. Für die Strukturierung ist wenigstens eine Struktur 14 vorgesehen, die
durch eine Erhebung 15 gebildet ist. Die Strukturierung weist vier verschiedenen Strukturen
14.1 bis 14.4 auf, wobei diese unterschiedliche polygone Querschnitte aufweisen. Die
Struktur 14.1 weist beispielsweise einen rechteckigen Querschnitt, die Struktur 14.2
einen abgerundeten rechteckigen, die Struktur 14.3 einen kalottenförmigen und schließlich
die Struktur 14.4 einen dreieckigen auf. Diese Strukturen 14 haben lediglich beispielhaften
Charakter. Im Realisierun gsfall wird wohl lediglich eine Struktur 14 für die Strukturierung
der Oberfläche 13, 13' der Lamelle 10, 10' verwendet werden.
[0030] Die Struktur 14 nimmt eine Strukturhöhe H an, die bevorzugt im Bereich von 5 bis
250 %, vorzugsweise von 10 bis 100 %, insbesondere von 25 bis 50 %, der Lamellendicke
D liegt. Weiterhin nimmt die Strukturhöhe H in Strömungsrichtung S (Pfeil) der Faserstoffsuspension
2 einen gleich bleibenden Wert, wie dies der Figur 2b, die die erfindungsgemäße Lamelle
10, 10' der Figur 2a in einer Seitenansicht darstellt, zu entnehmen ist. Die Strukturhöhe
H kann in Strömungsrichtung S (Pfeil) der Faserstoffsuspension 2 jedoch auch einen
abnehmenden oder einen zunehmenden Wert annehmen.
[0031] In der Ausführung der Figur 3a ist die Strukturierung wiederum an der Oberfläche
13, 13' der unteren Strömungsfläche F
U, F
U' angebracht. Für die Strukturierung ist wenigstens eine Struktur 14 vorgesehen, die
jedoch durch eine Vertiefung 16 gebildet ist. Die Strukturierung weist vier verschiedenen
Strukturen 14.5 bis 14.8 auf, wobei diese unterschiedliche polygone Querschnitte aufweisen.
Die Struktur 14.5 weist beispielsweise einen rechteckigen Querschnitt, die Struktur
14.6 einen abgerundeten rechteckigen, die Struktur 14.7 einen kalottenförmigen und
schließlich die Struktur 14.8 einen dreieckigen auf. Diese Strukturen 14 haben lediglich
beispielhaften Charakter. In Realisierungsfall wird wohl lediglich eine Struktur 14
für die Strukturierung der Oberfläche 13, 13' der Lamelle 10, 10' verwendet werden.
[0032] Wie in den Figuren 2a bis 5b ersichtlich ist, kann die Lamelle 10, 10' einen zumindest
im wesentlichen geradlinigen Verlauf besitzen und unterschiedliche Geometrien und/oder
Strukturen, insbesondere in den Lamellenendbereichen, aufweisen. Überdies besteht
die Lamelle 10, 10' bevorzugt aus einem CFK, GFK, Polycarbonat wie beispielsweise
Makrolon® oder Lexan®, Hochleistungspolymer wie beispielsweise Polyphenylsulfon, Polyethersulfon,
Polyetherimid oder Polysulfon und/oder dergleichen.
[0033] In der Ausführung der Figur 4a ist die Strukturierung sowohl an der Oberfläche 13,
13' der unteren Strömungsfläche F
U, F
U' als auch zumindest teilweise an der Oberfläche 13, 13' der oberen Strömungsfläche
F
O, F
O' angebracht. Die für die Strukturierung vorgesehenen Strukturen 14 sind allesamt
als Vertiefungen 16 ausgebildet. Die sich gegenüber liegenden Strukturen 14.9a, 14.9b
und 14.10a, 14.10b besitzen einen flachen rechteckigen und abgerundeten Querschnitt
und die lediglich unterseitig angebrachten Strukturen 14.11, 14.12, 14.13 einen tiefen
rechteckigen und abgerundeten Querschnitt.
[0034] Und in der Ausführung der Figur 5a ist die Strukturierung wiederum sowohl an der
Oberfläche 13, 13' der unteren Strömungsfläche F
U, F
U' als auch an der Oberfläche 13, 13' der oberen Strömungsfläche F
O, F
O' ange bracht. Die für die Strukturierung vorgesehenen Strukturen 14 sind sowohl als
Erhebungen 15 als auch als Vertiefungen 16 ausgebildet, wobei sich die Erhebungen
15 und die Vertiefungen 16 in ihrer Anordnung quer zur Strömungsrichtung S (Pfeil)
abwechseln. Die je eine Vertiefung 16 bildenden Strukturen 14.14 besitzen einen flachen
rechteckigen und abgerundeten Querschnitt und die je eine Erhebung 15 bildenden Strukturen
14.15 einen dreieckigen Querschnitt. Die Struktur 14 ist also insgesamt aus einer
Vielzahl von Erhebungen 15 und Vertiefungen 16 gebildet.
[0035] Die jeweilige Strukturierung an den beiden Oberflächen 13, 13' der unteren Strömungsflächen
F
U, F
U' und/oder der oberen Strömungsflächen F
O, F
O' muss nicht unbedingt gleich ausgebildet sein (vgl. Figur 4a). Die für die Strukturierung
vorgesehenen Strukturen 14 können unterschiedlich hinsichtlich Größe, Lage, Teilung
und dergleichen sein.
[0036] Die Figur 6 zeigt beispielsweise zwei benachbarte erfindungsgemäße Lamellen 10, 10'
in einer Ansicht entgegen der Strömungsrichtung S (Pfeil) der Faserstoffsuspension
2 . Es ist deutlich erkennbar, dass die Strukturen 14 der beiden Oberflächen 13, 13'
der unteren Strömungsflächen F
U, F
U' und der oberen Strömungsflächen F
O, F
O' verschieden hinsichtlich Größe, Ausbildung und Teilung und zueinander versetzt sind.
[0037] Die Figuren 2b, 3b, 4b und 5b stellen die erfindungsgemäßen Lamellen 10, 10' der
Figuren 2a, 3a, 4a und 5a in jeweiliger Seitenansicht dar.
[0038] Ferner ist gemäß der Ausführung der Figur 2b die mindestens eine Strömungsfläche
F
O, F
O', F
U, F
U' der Lamelle 10, 10' der Figuren 2a bis 5b zumindest im ersten Zehntel, vorzugsweise
im ersten Fünftel, insbesondere über ihre gesamte Lamellenlänge l
L hinweg, mit einer entsprechenden Strukturierung samt Strukturlänge Il versehen. Die
Lamelle 10, 10' weist im Allgemeinen eine
Lamellenl
änge lL im Bereich von 100 bis 800 mm auf und endet
vorzugsweise innerhalb der Stoffauflaufdüse 7.
[0039] Die Strukturierung selbst ist unter einem Winkel α von -5 bis +5°, vorzugsweise von
-1 bis +1°, insbesondere von 0°, zur Maschinenlaufrichtung L angebracht.
[0040] Dabei weist die Strukturierung gemäß der Ausführung der Figur 4a eine Teilung T
S im Bereich von 5 bis 100 mm, vorzugsweise von 25 bis 75 mm auf, wobei die jeweilige
Teilung T
SN in Maschinenlaufrichtung L (Pfeil) und/oder quer zur Maschinenlaufrichtung L (Pfeil)
konstant und/oder verschieden ist. Die Verdünnungseinrichtung 3 weist eine Teilung
T
V auf (Figur 1), wobei die Teilung T
S der Strukturierung gleich oder ein Bruchteil, insbesondere ½, ⅓ oder ¼, der Teilung
T
V der Verdünnungseinrichtung 3 ist. Die Strukturierung der Lamelle 10', 10 und die
Sektionen der Verdünnungseinrichtung 3 in Maschinenlaufrichtung L (Pfeil) sind mittig
oder annähernd mittig zueinander versetzt angeordnet.
[0041] Weiterhin kann bei allen Ausführungen vorgesehen sein, dass auch die den Zwischenkanal
4 beziehungsweise den Strömungsraum 8 der Stoffauflaufdüse 7 begrenzende Wandung zumindest
bereichsweise eine strukturierte Oberfläche 13', 13 aufweist.
[0042] Zusammenfassend ist festzuhalten, dass durch die Erfindung ein der eingangs genannten
Art geschaffen wird, die beim Einsatz einer Verdünnungswassertechnik die Erreichung
einer möglichst schmalen Antwortbreite der Verdünnungseinrichtung ermöglichen.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1
- Stoffauflauf
- 2
- Faserstoffsuspension
- 3
- Verdünnungseinrichtung, Siebwasserdosierungseinrichtung
- 4
- Zwischenkanal
- 5
- Turbulenzerzeuger
- 6
- Turbulenzkanal
- 7
- Stoffauflaufdüse
- 8
- Strömungsraum
- 9; 9'
- Lamellenhalterung
- 10; 10'
- Lamelle
- 11
- Austrittsspalt
- 12
- Faserstoffsuspensionsstrahl
- 13; 13'
- Oberfläche
- 14
- Struktur
- 14.1 bis 14.4
- Struktur
- 14.5 bis 14.8
- Struktur
- 14.9a, 14.9b
- Struktur
- 14.10a, 14.10b
- Struktur
- 14.11, 14.12, 14.13
- Struktur
- 14.14
- Struktur
- 14.15
- Struktur
- 15
- Erhebung
- 16
- Vertiefung
- D
- Lamellendicke
- FO; FO'
- Obere Strömungsfläche
- FU; FU'
- Untere Strömungsfläche
- H
- Strukturhöhe
- L
- Maschinenlaufrichtung (Pfeil)
- lL
- Lamellenlänge
- lS
- Strukturlänge
- MT
- Teilmischstrom
- S
- Strömungsrichtung (Pfeil)
- TS
- Teilung
- TSN
- Teilung
- TV
- Teilung
- α
- Winkel
1. Stoffauflauf (1) einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere
Papier- oder Kartonbahn, aus mindestens einer Faserstoffsuspension (2), mit einer
quer zur Maschinenlaufrichtung (L) sektionierten Verdünnungseinrichtung (3), insbesondere
Siebwasserdosierungseinrichtung, der in Strömungsrichtung (S) der mindestens einen
Faserstoffsuspension (2) ein sich quer zur Maschinenlaufrichtung (L) erstreckender
Zwischenkanal (4), ein eine Vielzahl von Turbulenzkanälen (6) aufweisender und Teilmischströme
(MT) erzeugender Turbulenzerzeuger (5) und anschließend eine Stoffauflaufdüse (7) nachgeschaltet
ist, die einen Strömungsraum (8) aufweist und die mit einem einen Faserstoffsuspensionsstrahl
(12) liefernden Austrittsspalt (11) versehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Zwischenkanal (4) und/oder der Strömungsraum (8) der Stoffauflaufdüse (7) durch
mindestens eine mit der Verdünnungseinrichtung (3) beziehungsweise mit dem Turbulenzerzeuger
(5) mittels wenigstens einer Lamellenhalterung (9'; 9) verbundene und zwei von mindestens
einer Faserstoffsuspension (2) berührte Strömungsflächen (FO', FU'; FO, FU) aufweisende Lamelle (10'; 10) unterteilt ist,
dass wenigstens eine der beiden Strömungsflächen (FO', FU'; FO, FU) der mindestens einen Lamelle (10'; 10) mit einer zumindest bereichsweise strukturierten
Oberfläche (13'; 13) vorgesehen ist,
wobei die Strukturierung vorzugsweise derart gewählt ist, dass eine Vermischung der
aus der Verdünnungseinrichtung (3) austretenden und in den Zwischenkanal (4) eintretenden
beziehungsweise aus dem Turbulenzerzeuger (5) austretenden und in die Stoffauflaufdüse
(7) eintretenden Teilmischströme (MT) zumindest erschwert, vorzugsweise nahezu vollständig verhindert wird.
2. Stoffauflauf (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass beide Strömungsflächen (FO', FU'; FO, FU) der Lamelle (10'; 10) mit einer zumindest bereichsweise strukturierten Oberfläche
(13'; 13) vorgesehen sind.
3. Stoffauflauf (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mindestens eine Strömungsfläche (FO', FU'; FO, FU) der Lamelle (10'; 10) zumindest im ersten Zehntel, vorzugsweise im ersten Fünftel,
insbesondere über ihre gesamte Lamellenlänge (lL) hinweg mit einer entsprechenden Strukturierung samt Strukturlänge (lS) versehen ist.
4. Stoffauflauf (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Strukturierung unter einem Winkel (α) von -5 bis +5°, vorzugsweise von -1 bis
+1°, insbesondere von 0° zur Maschinenlaufrichtung (L) angebracht ist.
5. Stoffauflauf (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Strukturierung eine Teilung (TS) im Bereich von 5 bis 100 mm, vorzugsweise von 25 bis 75 mm aufweist, wobei die jeweilige
Teilung (TSN) in Maschinenlaufrichtung (L) und/oder quer zur Maschinenlaufrichtung (L) konstant
und/oder verschieden ist.
6. Stoffauflauf (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verdünnungseinrichtung (3) eine Teilung (TV) aufweist, wobei die Teilung (TS) der Strukturierung gleich oder ein Bruchteil der Teilung (TV) der Verdünnungseinrichtung (3) ist.
7. Stoffauflauf (1) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Strukturierung der Lamelle (10'; 10) und die Sektionen der Verdünnungseinrichtung
(3) in Maschinenlaufrichtung (L) mittig oder annähernd mittig zueinander versetzt
angeordnet sind.
8. Stoffauflauf (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eine Struktur (14; 14.1, 14.2, 14.3, 14.4; 14.15) vorgesehen ist, die
durch eine Erhebung (15) gebildet ist.
9. Stoffauflauf (1) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Struktur (14; 14.1, 14.2, 14.3, 14.4; 14.15) eine Strukturhöhe (H) annimmt, die
im Bereich von 5 bis 250 %, vorzugsweise von 10 bis 100 %, insbesondere von 25 bis
50 %, der Lamellendicke (D) liegt.
10. Stoffauflauf (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Strukturhöhe (H) entlang der Strukturlänge (lS) einen gleich bleibenden, einen abnehmenden oder einen zunehmenden Wert annimmt.
11. Stoffauflauf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eine Struktur (14; 14.5, 14.6, 14.6, 14.8; 14.9a, 14.9b, 14.10a, 14.10b,
14.11, 14.12, 14.13; 14.14) vorgesehen ist, die durch eine Vertiefung (16) gebildet
ist.
12. Stoffauflauf (1) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Struktur (14; 14.5, 14.6, 14.6, 14.8; 14.9a, 14.9b, 14.10a, 14.10b, 14.11, 14.12,
14.13; 14.14) eine Strukturtiefe (T) annimmt, die im Bereich von 10 bis 75 %, vorzugsweise
von 25 bis 50 %, der Lamellendicke (D) liegt.
13. Stoffauflauf (1) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Strukturtiefe (T) entlang der Strukturlänge (lS) einen gleich bleibenden, einen abnehmenden oder einen zunehmenden Wert annimmt.
14. Stoffauflauf (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Struktur (14; 14.1, 14.2, 14.3, 14.4; 14.5, 14.6, 14.6, 14.8; 14.9a, 14.9b, 14.10a,
14.10b, 14.11, 14.12, 14.13; 14.14, 14.15) einen polygonen Querschnitt, insbesondere
einen kalottenförmigen, einen halbrunden, einen dreieckigen, einen quadratischen,
einen rechteckigen oder einen fünfeckigen Querschnitt, aufweist.
15. Stoffauflauf (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Struktur (14; 14.1, 14.2, 14.3, 14.4; 14.5, 14.6, 14.6, 14.8; 14.9a, 14.9b, 14.10a,
14.10b, 14.11, 14.12, 14.13; 14.14, 14.15) insgesamt aus einer Vielzahl von Erhebungen
(15) und Vertiefungen (16) gebildet ist.
16. Stoffauflauf (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass auch die den Zwischenkanal (4) beziehungsweise den Strömungsraum (8) der Stoffauflaufdüse
(7) begrenzende Wandung zumindest bereichsweise eine strukturierte Oberfläche (13';
13) aufweist.
17. Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier- und/oder Kartonbahn,
mit einem Stoffauflauf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.
1. Stoffauflauf (1) einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere
Papier- oder Kartonbahn, aus mindestens einer Faserstoffsuspension (2), mit einer
quer zur Maschinenlaufrichtung (L) sektionierten Verdünnungseinrichtung (3), insbesondere
Siebwasserdosierungseinrichtung, die Teilmischströme (MT) liefert und der in Strömungsrichtung (S) der mindestens einen Faserstoffsuspension
(2) ein sich quer zur Maschinenlautrichtung (L) erstreckender Zwischenkanal (4), ein
eine Vielzahl von Turbulenzkanälen (6) aufweisender und Teilmischströme (MT) erzeugender Turbulenzerzeuger (5) und anschließend eine Stoffauflaufdüse (7) nachgeschaltet
ist, die einen Strömungsraum (8) aufweist und die mit einem einen Faserstoffsuspensionsstrahl
(12) liefernden Austrittsspalt (11) versehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Zwischenkanal (4) und/oder der Strömungsraum (8) der Stoffauflaufdüse (7) durch
mindestens eine mit der Verdünnungseinrichtung (3) beziehungsweise mit dem Turbulenzerzeuger
(5) mittels wenigstens einer Lamellenhalterung (9'; 9) verbundene und zwei von mindestens
einer Faserstoffsuspension (2) berührte Strömungsflächen (FO', FU'; FO, FU) aufweisende Lamelle (10'; 10) unterteilt ist,
dass wenigstens eine der beiden Strömungsflächen (FO', FU'; FO, FU) der mindestens einen Lamelle (10'; 10) mit einer zumindest bereichsweise strukturierten
Oberfläche (13'; 13) vorgesehen ist,
wobei die Strukturierung derart gewählt ist, dass eine Vermischung der aus der Verdünnungseinrichtung
(3) austretenden und in den Zwischenkanal (4) eintretenden beziehungsweise aus dem
Turbulenzerzeuger (5) austretenden und in die Stoffauflaufdüse (7) eintretenden Teilmischströme
(MT) zumindest erschwert, vorzugsweise nahezu vollständig verhindert wird.
2. Stoffauflauf (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass beide Strömungsflächen (FO', FU'; FO, FU) der Lamelle (10'; 10) mit einer zumindest bereichsweise strukturierten Oberfläche
(13'; 13) vorgesehen sind.
3. Stoffauflauf (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mindestens eine Strömungsfläche (FO', FU'; FO, FU) der Lamelle (10'; 10) zumindest im ersten Zehntel, vorzugsweise im ersten Fünftel,
insbesondere über ihre gesamte Lamellenlänge (IL) hinweg mit einer entsprechenden Strukturierung samt Strukturlänge (IS) versehen ist.
4. Stoffauflauf (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Strukturierung unter einem Winkel (α) von -5 bis +5°, vorzugsweise von -1 bis
+1°, insbesondere von 0° zur Maschinenlaufrichtung (L) angebracht ist.
5. Stoffauflauf (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Strukturierung eine Teilung (TS) im Bereich von 5 bis 100 mm, vorzugsweise von 25 bis 75 mm aufweist, wobei die jeweilige
Teilung (TSN) in Maschinenlaufrichtung (L) und/oder quer zur Maschinenlaufrichtung (L) konstant
und/oder verschieden ist.
6. Stoffauflauf (1) nach Anspruch 5,