[0001] Die Erfindung betrifft ein Wertdokument mit Sicherheitselement, wobei ein passives
Sicherheitsmerkmal zur Applikation auf Wertdokumenten, wie Banknoten und Ausweispapieren,
das erst nach der Applikation aktiviert wird.
[0002] Wertdokumente, wie Banknoten und Ausweispapiere werden zum Schutz gegen Nachahmung
und Fälschung mit Sicherheitsmerkmalen, die unterschiedliche funktionelle Merkmale
aufweisen, versehen. So werden beispielsweise Hologrammstreifen oder -patches, Sicherheitselemente
mit leitfähigen und/oder magnetischen Eigenschaften, mit optischen Eigenschaften (Farbkippeffekt,
Lumineszenzeigenschaften) auf das Wertdokument aufgebracht.
[0003] Diese Sicherheitselemente sind bereits vor Applikation auf das Wertdokument aktiv
und können somit von Nachahmern als gültiges Sicherheitselement auch auf gefälschte
Dokumente aufgebracht werden.
[0004] Ferner ist es bekannt drucktechnisch beispielweise Linienraster auf Wertdokumente
aufzubringen, die mit versteckten Informationen versehen sind, die z.B. mittels Linsen
oder Filter ausgelesen, jedoch nicht kopiert werden können.
[0005] DE 40 41 025 A offenbart ein Sicherheitsdokument, das ein Sicherheitselement mit elektrisch leitfähigen
und magnetischen Eigenschaften aufweist. Diese Sicherheitsmerkmale weisen keinen Kontext
mit etwaigen auf dem Sicherheitsdokument vorhandenen Sicherheitsmerkmalen auf.
[0006] DE 195 41064 A1 offenbart ein Wertdokument mit Sicherheitselement mit gedruckten oder metallisierten
Linienraster oder Feinstrukturen, die Teilstrukturen bzw. Teilinformationen bilden.
[0007] Aufgabe der Erfindung war es, ein Sicherheitselement bereitzustellen, das erst durch
register- und passergenaue Applikation mit hoher Genauigkeit auf das Basismaterial
des Wertdokuments zum Echtheitsnachweis geeignet ist und damit zum Sicherheitsmerkmal
wird.
[0008] Gegenstand der Erfindung ist daher ein Wertdokument mit Sicherheitselement, wobei
das Sicherheitselement gedruckte oder metallisierte Linienraster oder Feinstrukturen
aufweist, die Teilstrukturen bzw. Teilinformationen bilden, die mit den auf dem Basismaterial
des Wertdokuments aufgebrachten gedruckten Teilstrukturen bzw. Teilinformationen jeweils
durch register- und passergenaue Applikation auf das Basismaterial des Wertdokuments
und/oder zumindest teilweise register- und passergenaue Einbettung in das Basismaterial
des Wertdokuments eine aus den Teilstrukturen bzw. Teilinformationen gebildete visuell
oder maschinell erkennbare vollständige Information bilden.
[0009] Dadurch wird ein eindeutiger, unverwechselbarer Bezug zwischen Sicherheitselement
und Wertdokument hergestellt. Das Sicherheitsmerkmal wird erst durch die register-
und passergenaue Applikation aktiviert, erst in Verbindung der Schichten und/oder
Strukturen auf dem Basismaterial des Wertdokuments und dem Sicherheitselement ist
die Authentizität des Wertdokuments erkennbar. Ferner werden dadurch auch die Anforderungen
an die Sicherheitsmaßnahmen beim Transport der Sicherheitsmerkmale geringer, da das
Sicherheitsmerkmal alleine praktisch wertlos für Nachahmer und Fälscher ist.
[0010] Das Sicherheitselement weist Schichten und/oder Strukturen, beispielsweise Linienraster
oder Feinstrukturen auf.
[0011] Diese Raster und/oder Strukturen können in Form von Zeichen, Linien, Guillochen,
Kurven, Wellen, Mustern und geometrischen Figuren, gegebenenfalls auch in Form eines
Codes, vorliegen.
[0012] Die Raster und/oder Strukturen weisen optische Eigenschaften (beispielsweise Lumineszenzen,
reflektierende Eigenschaften, optisch aktive Eigenschaften, Beugungsstrukturen, optisch
wirksame Filter), und/oder elektrisch leitfähige und/oder magnetische Eigenschaften
auf.
[0013] Derartige Strukturen können beispielsweise durch Drucken, Metallisieren und Demetallisieren,
durch partielles Aufdampfen der entsprechenden Schicht oder Struktur auf ein Trägersubstrat
erfolgen.
[0014] Das Sicherheitsmerkmal mit den darauf vorhandenen Schichten und/oder Strukturen und
Informationen wird register- und passergenau auf das Basismaterial des Wertdokuments
aufgebracht.
[0015] Dabei können die auf dem Sicherheitsmerkmal vorhandenen Teilstrukturen oder Teilinformationen
erst durch Deckung mit den auf dem Basismaterial des Wertdokuments vorhandenen Teilstrukturen
bzw. Teilinformationen die gewünschte vollständige Information bilden.
[0016] Es können aber auch durch Kombination oder Überlagerung der auf dem Sicherheitsmerkmal
und dem Basismaterial des Wertdokuments vorliegenden Schichten und/oder Strukturen
oder Informationen neue Effekte entstehen.
[0017] So kann ferner auch beispielsweise ein entsprechendes Sicherheitsmerkmal auf das
Basismaterial des Wertdokuments aufgebracht werden, und damit aktiviert werden, worauf
durch anschließendes Überdrucken von Sicherheitsmerkmal und Basismaterial des Wertdokuments
mit einer weiteren Information ein zusätzliches Identifikationsmerkmal generiert wird.
Dabei kann das Überdrucken des Sicherheitsmerkmals vollflächig oder partiell, unter
Freilassen bestimmter Bereiche, die ein Identifikationsmerkmal oder Teile eines Identifikationsmerkmals
aus den auf dem Sicherheitsmerkmal und dem Basismaterial des Wertdokuments vorhandenen
Strukturen beinhalten, erfolgen.
[0018] Neben den bei register- und passergenauer Aufbringung auf das Basismaterial des Wertdokuments
zum aktiven Sicherheitsmerkmal werdenden Schichten und/oder Strukturen können sowohl
das Sicherheitselement als auch das Basismaterial des Wertdokuments zusätzliche funktionelle
Merkmale aufweisen oder Referenzmerkmale zum aktivierbaren Merkmal darstellen.
[0019] Das Sicherheitselement, das auf das Basismaterial des Wertdokuments appliziert und/oder
in das Basismaterial des Wertdokuments eingebettet wird, wird hergestellt durch Aufbringen
der gewünschten Raster, Schichten, Strukturen bzw. funktionellen Merkmale auf ein
Trägersubstrat.
[0020] Als Trägersubstrate kommen beispielsweise Trägerfolien, vorzugsweise flexible transparente
Kunststofffolien, beispielsweise aus PI, PP, MOPP, PE, PPS, PEEK, PEK, PEI, PAEK,
LCP, PEN, PBT, PET, PA, PC, COC, POM, ABS, PVC in Frage.
[0021] Die Trägerfolien weisen vorzugsweise eine Dicke von 5 - 700 µm, bevorzugt 5 - 200
µm, besonders bevorzugt 5 - 50 µm auf.
[0022] Ferner können als Trägersubstrat auch Metallfolien, beispielsweise Al-, Cu-, Sn-,
Ni-, Fe- oder Edelstahlfolien mit einer Dicke von 5 - 200 µm, vorzugsweise 10 bis
80 µm, besonders bevorzugt 20 - 50 µm dienen. Die Folien können auch oberflächenbehandelt,
beschichtet oder kaschiert beispielsweise mit Kunststoffen oder lackiert sein.
[0023] Ferner können als Trägersubstrate auch Papier oder Verbunde mit Papier, beispielsweise
Verbunde mit Kunststoffen mit einem Flächengewicht von 20 - 500 g/m
2, vorzugsweise 40 - 200 g/m
2. verwendet werden.
[0024] Ferner können als Trägersubstrate Gewebe oder Vliese, wie Endlosfaservliese und Stapelfaservliese,
die gegebenenfalls vemadelt und/oder kalandriert sein können, verwendet werden. Vorzugsweise
bestehen solche Gewebe oder Vliese aus Kunststoffen, wie PP, PET, PA und PPS es können
aber auch Gewebe oder Vliese aus natürlichen, gegebenenfalls behandelten Fasern, wie
Viskosefasern eingesetzt werden. Die eingesetzten Vliese oder Gewebe weisen ein Flächengewicht
von etwa 20 g/m
2 bis 500 g/m
2 auf. Gegebenenfalls müssen die Vliese oder Gewebe oberflächenbehandelt werden.
[0025] Auf dieses Trägersubstrat werden dann die entsprechenden Strukturen und Informationen
aufgebracht.
[0026] Die Aufbringung dieser Merkmale kann auf jede bekannte konventionelle Weise erfolgen,
beispielsweise durch Spin-Coating, Aufstreichen, Aufdampfen, durch Drucken, (Tiefdruck,
Flexodruck, Siebdruck, Offsetdruck, Digitaldruck) durch Aufsprühen, Sputtern oder
Walzenauftragstechniken.
[0027] Dabei kann auf dem Trägersubstrat beispielsweise eine Transferlackschicht vorhanden
sein, wodurch die aufgebrachten Merkmale transferierbar sein können.
[0028] Ebenso werden auf das Basismaterial des Wertdokuments an einer bestimmten definierten
Stelle die entsprechenden Merkmale aufgebracht.
[0029] Das Basismaterial des Wertdokuments kann dabei aus zellstofffreiem, zellstoffhaltigem
Papier, Baumwollpapier, Papier mit thermochromer oder chemisch aktivierbarer Beschichtung,
Papieren mit Wasserzeichen, Verbunden dieser Papiere auch mit Kunststoffen oder Metallfolien,
aus Kunststoffen, Verbunden mit Kunststoffen, aus Metallfolien oder Verbunden von
Metallfolien mit Kunststoffen und/oder Papier bestehen. Die Dicke des Wertdokuments
kann dabei 6 -1000 µm betragen.
[0030] Die beschriebenen Merkmale können auf das Basismaterial des Wertdokuments in jedem
bekannten Druckverfahren, beispielsweise durch Tiefdruckverfahren, indirekten Tiefdruck,
Stahltiefdruck, Intaglio-Druckverfahren, Prägen, Blindprägen, Offsetdruck, Flexodruck,
Buchdruck, Digitaldruck, Aufdampfen, Sputtern, Metallisieren und ggf. partielles Demetallisieren
aufgebracht werden.
[0031] In einer Ausführungsform können dabei sowohl auf dem Sicherheitselement als auch
auf dem Basismaterial des Wertdokuments in einem definierten Bereich die entsprechenden
Schichten und/oder Strukturen aufgebracht sein, wobei das Sicherheitselement in Form
eines Fadens, Streifens, Melierfaser, Planchetten, Patches oder anderen Formaten,
beispielsweise auf einer das Wertdokument vollflächig bedeckenden Laminatfolie (vollflächig
oder partiell) vorhanden sein kann.
[0032] So können auf dem Sicherheitselement und auf dem Basismaterial des Wertdokuments
wiederum in definierten Bereichen elektrisch leitfähige und/oder magnetische Schichten
und/oder Strukturen aufgebracht werden. Durch register- und passergenaue Aufbringung
der auf dem Sicherheitselement vorhandenen Schichten und/oder Strukturen auf die auf
dem Basismaterial des Wertdokuments vorhandenen Schichten und/oder Strukturen kann
entweder eine entsprechende maschinell erkenn- bzw. messbare Eigenschaft erzeugt werden
bzw. durch Überlagerung der beiden erkennbaren messbaren Eigenschaften eine definierte
Größe bzw. Intensität oder Codierung erzeugt werden. Erst durch die Überlagerung der
beiden Elemente, der auf dem Basismaterial des Wertdokuments vorhandenen Schicht und/oder
Struktur und der auf dem Sicherheitsmerkmal vorhandenen Schicht und/oder Struktur
entsteht dann beispielsweise eine geschlossenen magnetische oder elektrisch leitfähige
Bahn, beispielweise ein Schwingkreis durch Kombination von Antenne und Kondensator,
oder elektromagnetische Interferenzen oder Codierungen.
[0033] Als elektrisch leitfähige Schichten können beispielsweise metallische oder nicht
metallische oder polymere leitfähige Schichten verwendet werden.
[0034] Als metallische leitfähige Schichten kommen beispielsweise Farben oder Lacke mit
Metallpigmenten (beispielsweise Kupfer, Aluminium, Silber, Gold, Eisen, Chrom), Metalllegierungen
wie Kupfer-Zink oder Kupfer-Aluminium in Frage.
[0035] Weiters können auch dotierte oder nicht dotierte Halbleiter wie beispielsweise Silicium,
Germanium oder Ionenleiter wie amorphe oder kristalline Metalloxide oder Metallsulfide
als Zusatz verwendet werden. Ferner können zur Einstellung der elektrischen Eigenschaften
der Schicht polare oder teilweise polare Verbindungen, wie Tenside oder unpolare Verbindungen
wie Silikonadditive oder hygroskopische oder nicht hygroskopische Salze verwendet
oder zugesetzt werden.
[0036] Die Aufbringung der kann beispielsweise durch bekannte, PVD- oder CVD-Verfahren,
durch Sputtern und durch bekannte Druckverfahren erfolgen und durch bekannte Demetallisierungsverfahren
beispielsweise unter Verwendung eines Ätzmittels oder vorzugsweise einer löslichen
Waschfarbe strukturiert werden.
[0037] Diese elektrisch leitfähige metallische Schicht kann durch bekannte Verfahren, beispielsweise
durch Bedampfen, Sputtern, Drucken (Tief-, Flexo-, Sieb-, Digitaldruck), Sprühen und
Galvanisieren aufgebracht werden und durch bekannte Demetallisierungsverfahren beispielsweise
unter Verwendung eines Ätzmittels oder vorzugsweise einer löslichen Waschfarbe strukturiert
werden. Die Dicke der funktionellen Schicht beträgt 0,001 bis 50 µm, vorzugsweise
0,1 bis 20 µm.
[0038] Als nicht metallische leitfähige Schicht wird beispielsweise eine mit Ruß, Graphit,
amorphen oder kristallinen keramischen Pigmenten wie ITO, ATO und FTO pigmentierte
Dispersion oder Lösung in Ethylenacrylatcopolymer, Nitrocellulose, PVB, PA, Acrylat
oder PVC oder deren Copolymeren verwendet.
[0039] Gegebenenfalls können auch bekannte Bindemittel (für Intaglio- oder Offfsetfarben)
zugesetzt werden.
[0040] Als elektrisch leitfähige polymere Schichten können beispielsweise Polyacetylen,
Poly-p-phenylen, Polypyrrole, Polythiophene, Poly-p-phenylenvinylen, niedermolekulare
makrocyclische Halbleiter, Organopolysilane, Polyschwefelnitrid und/oder Polyaniline
und/oder deren Derivate verwendet werden. Bevorzugt werden als elektrisch leitfähige
Polymere Polyanilin oder Polythiophene verwendet. Besonders bevorzugt wird als elektrisch
leitfähiges Polymer Polyethylendioxythiophen verwendet.
[0041] Die Polymere können in Form einer Dispersion oder in Form ihrer Monomere bzw. Vorpolymere
mit nachfolgender Aufbringung eines Initiators und/oder Katalysators oder bereits
in Mischung mit einem Initiator und/oder Katalysator auf ein Trägersubstrat aufgebracht
werden.
[0042] Als handelsübliche elektrische leitfähige Polymersuspension ist beispielsweise Baytron
® P der Fa. H.C. Stark einsetzbar. Als Dispersionsmittel kommen beispielsweise inerte
Lösungsmittel, vorzugsweise wässrige Lösungsmittel oder Alkohole, wie i-Propanol in
Frage. Gegebenenfalls können den Polymerdispersionen auch Matrixpolymere, beispielsweise
wasserlösliche Polyester, Polyurethane, Polystyrolsulfonate, Polyacrylate oder Ethylenacrylatcopolymere
als Matrixpolymere zugesetzt werden. Beispielsweise kann Polyethylendioxythiophen
mit Polystyrolsulfonat als Matrixpolymer verwendet werden.
[0043] Es werden aber bevorzugt die Monomere bzw. Vorpolymere zur Bildung der elektrisch
leitfähigen Polymere aufgebracht und in situ polymerisiert.
[0044] Wird also Ethylendioxythiophen als Monomer, beispielsweise Baytron
® M bzw. Baytron
® M-V2 der Fa. H.C. Stark, und Fe(III)toluolsulfonat, beispielsweise Baytron
® C- Typen, beispielsweise Baytron
® CB-40 der Fa Bayer, als Initiatorund/oder Katalysator verwendet, ist das auf dem
Trägersubstrat nach der Polymerisation vorhandene Polymer Polyethylendioxy-thiophen/Toluolsulfonat
(PEDT-TS). Sind höhere Schichtdicken vertretbar, kann auch Polyetyhlendioxythiophen/Polystyrolsulfonat
verwendet werden.
[0045] Die elektrisch leitfähigen Polymerschichten können je nach Verwendung jeweils eine
Dicke von 0,1 - 50 µm, vorzugsweise 0,5 - 10 µm aufweisen. Für bestimmte Verwendungen
sind dünnere Schichten von 0,001 - 50 µm, bevorzugt 0,05 -10 µm ohne weiteres herstellbar.
[0046] Ferner sind diese polymeren Schichten ausgezeichnet leitfähig. Die Dehnbarkeit der
Schicht kann in Abhängigkeit vom Polymerisationsverfahren variabel gesteuert werden.
[0047] Die elektrisch leitfähigen polymeren Schichten sind im allgemeinen temperaturbeständig,
es können ggf. Temperaturbeständigkeiten von -40 ° bis >100° C erreicht werden.
[0048] Mit den elektrisch leitenden Polymerschichten kann gewünschtenfalls eine Transparenz
von > 80% erreicht werden.
[0049] Die elektrisch leitfähigen Polymere können auch pigmentiert sein, wobei alle bekannten
Pigmente geeignet sind. Soll die Transparenz nicht deutlich beeinflusst werden, sind
allerdings stark deckende bzw. färbende Pigmente wie Ruß oder Graphit nicht geeignet.
[0050] Der Anteil an Pigmenten im Festkörper kann bis zu 40% betragen.
[0051] Die magnetischen Eigenschaften der jeweiligen Schicht auf dem Sicherheitsmerkmal
oder dem Basismaterial des Wertdokuments können beispielsweise mit bekannten Magnetpigmentfarben
erzeugt werden. Besonders geeignet zur Herstellung von Schichten mit gegebenenfalls
variierbaren magnetischen Eigenschaften sind Magnetfarben, die in der Lage sind ein
magnetisches Feld mit hoher Flussdichte hervorzurufen oder zu leiten. Der messbare
Gradient des magnetischen Flusses wird dann beispielsweise durch Dickenmodulation
der magnetischen Schichten oder durch Kombination unterschiedlicher magnetischer Schichten
und Substanzen erzeugt.
[0052] Besonders geeignet sind Magnetpigmentfarben mit Pigmenten auf Basis von Fe-oxiden,
wie Fe
2O
3 oder Fe
3O
4, Eisen, Nickel, Cobalt und deren Legierungen, Barium oder Cobalt-ferrite, hart- und
weich magnetische Eisen- und Stahlsorten in wässrigen bzw. lösungsmittelhaltigen Dispersionen.
Als Lösungsmittel kommen beispielsweise i-Propanol, Ethylacetat, Methylethylketon,
Methoxypropanol und deren Mischungen in Frage.
[0053] Vorzugsweise sind die Pigmente in Acrylat- Polymerdispersionen mit einem Molekulargewicht
von 150.000 bis 300.000, in Acrylat-Urethan-Dispersionen, Acrylat- Styrol- oder PVC-haltigen
Dispersionen oder in lösemittelhaltigen derartigen Dispersionen eingebracht.
[0054] Insbesondere geeignet sind Magnetfarben mit Pigmenten auf Basis von Cr/Ni-Stahl.
Diese Magnetfarben zeigen im Gegensatz zu den konventionellen Magnetfarben, die schwarz,
braun oder grau erscheinen, ein silbriges Erscheinungsbild und weisen gleichzeitig
die oben beschriebenen erforderlichen magnetischen Eigenschaften auf.
[0055] Dadurch ist es möglich, das für viele Anwendungen erwünschte bzw. erforderliche metallisch
glänzende Erscheinungsbild in einem Arbeitsgang bereits durch Verdrucken dieser Magnetfarben
zu erzeugen. Ein Überdrucken bzw. Beschichten mit metallischen oder Metall-Schichten
zur Erzeugung des gewünschten Erscheinungsbildes ist daher nicht nötig, kann aber
beispielsweise zur Einbringung weiterer Identifikationsmerkmale problemlos erfolgen.
[0056] Auf analoge Weise können auch neue optisch wirksame Schichten oder Strukturen durch
direkte Überlagerung der auf dem Sicherheitselement vorhandenen und der auf dem Wertpapier
vorhandenen optisch wirksamen Schicht oder Struktur erzeugt werden, bzw. können sich
die jeweiligen Teilschichten oder Teilstrukturen nach der Applikation bzw. der Einbettung
des Sicherheitselements in das Wertdokument zu einer neuen optisch wirksamen Schicht
oder Struktur ergänzen.
[0057] Ebenso können gegebenenfalls auch unterschiedliche Merkmale vorerst deckungsgleich
auf dem Sicherheitselement bzw. dem Basismaterial des Wertpapiers vorhanden sein,
sodass eines der Merkmale vollständig oder teilweise abgedeckt ist. Bei Manipulationsversuchen,
wie Dehnen, Bleichen und Ätzen, wird das vorher abgedeckte Merkmal entweder freigelegt
oder es wird aus den beiden Merkmalen ein neues Merkmal generiert.
[0058] Die optisch wirksamen Schichten oder Strukturen können auf jeweils jede bekannte
Weise hergestellt werden. Vorzugsweise werden diese beugungswirksamen Strukturen jedoch
durch Beschichten des Trägersubstrats, das gegebenenfalls bereits eine oder mehrere
der beschriebenen Schichten aufweist, mit einem strahlungshärtbaren Lack, der bis
zum Gelpunkt durch Anregung mit Strahlung einer definierten Wellenlänge vorgehärtet
wird, und gleichzeitige Abformung der Oberflächenstruktur, worauf die weitere Aushärtung
(Haupthärtung) des strahlungshärtbaren Lacks durch Anregung Strahlung einer zum Vorhärtungsschritt
unterschiedlichen Wellenlänge durchgeführt wird, worauf ggf. eine Nachhärtung erfolgt.
[0059] Auf analoge Weise können optische Effekte, beispielsweise Farbeffekte, Farbverläufe
oder Mischfarben durch entsprechende Überlagerung bzw. Ergänzung der jeweils auf dem
Sicherheitsmerkmal und auf dem Basismaterial des Wertdokuments vorhandenen färbigen
oder lumineszierenden Schichten erzeugt werden.
[0060] Die optischen Eigenschaften der jeweiligen Schicht werden durch sichtbare Farbstoffe
bzw. Pigmente, lumineszierende Farbstoffe bzw. Pigmente, die im sichtbaren, im UV-Bereich
oder im IR-Bereich fluoreszieren bzw. phosphoreszieren, durch TiO
2, ZnS, Kaolin, ATO, FTO, Aluminium, Chrom- und Siliziumoxide oder beispielsweise organische
Pigmente wie Phthalocyaninblau, i-Indolidingelb und Dioxazinviolett, durch Effektpigmente,
wie Flüssigkristalle, Perlglanz, Bronzen und/oder Multilayer-Farbumschlagpigmente
und/oder wärmeempfindliche Farben bzw. Pigmente eingestellt. Diese sind in allen möglichen
Kombinationen einsetzbar. Zusätzlich können auch diese Pigmente jeweils allein oder
in Kombination mit anderen Farbstoffen und/oder Pigmenten eingesetzt werden.
[0061] Ferner können beispielsweise auf beiden Schichten die beschriebenen Merkmale in codierter
Form vorhanden sein, wobei erst durch das Zusammenfügen der beiden Schichten der gewünschte
auslesbare Code entsteht. So können beispielsweise auf dem Wertdokument und auf dem
Sicherheitselement jeweils verkapselte Farbstoffbestandteile vorhanden sein. Beim
Zusammenfügen der beiden Elemente gegebenenfalls unter Druck und/oder Temperatur entstehen
durch Reaktion der beiden Farbstoffbestandteile die entsprechenden optischen Effekte,
beispielsweise Lumineszenzen, wie Fluoreszenzen oder Phosphoreszenzen oder Farbeffekte
oder definierte Farbabstufungen oder Mischfarben.
[0062] So können beispielsweise weiße Fluoreszenzen erzeugt werden durch Aufbringen einer
roten Fluoreszenz auf das Basismaterial des Wertdokuments, auf das passer- und registergenau
das Sicherheitsmerkmal, das in den entsprechenden Bereichen eine blaue Fluoreszenz
aufweist, und anschließendes passer- und registergenaues Überdrucken mit einer grünen
Fluoreszenzfarbe oder einem Lack. Es besteht aber auch die Möglichkeit partiell nicht
passergenau zu überdrucken, wobei in den nicht passergenau überdruckten Bereichen
dann ein fluoreszierender Moirée-Effekt entsteht.
[0063] Auf analoge Weise können Lumineszenzen mit unterschiedlicher Nachleuchtzeit erzeugt
werden.
[0064] Ferner können auf dem Sicherheitsmerkmal und auf dem Basismaterial des Wertdokuments
jeweils Schichten mit unterschiedlichen Anteilen an langwellig und kurzwellig anregbaren
Farben vorhanden sein, wobei bei Anregung im gesamten Wellenlängenbereich ein charakteristischer
Effekt entsteht.
[0065] Zur Herstellung von weiteren fälschungssicheren Identifikationsmerkmalen kann auf
dem Basismaterial des Wertdokuments eine elektromagnetische Wellen reflektierende
Schicht und eine transparente beispielsweise polymere, oxidische oder sulfidische
Abstandsschicht aufgebracht sein. Auf das Sicherheitsmerkmal kann dann eine Schicht
aus metallischen Clustern aufgebracht sein. Durch passergenaues Zusammenfügen von
Sicherheitsmerkmal und Basismaterial des Wertdokuments erscheint dann nach dem Schlüssel/Schloss-Prinzip
ein charakteristischer Farbeffekt.
[0066] Ebenso ist es möglich jeweils in oder an der Oberfläche der beiden Elemente (Sicherheitselement
und Basismaterial des Wertdokuments) entsprechende Teile von DNA-Codierungen vorzusehen,
die nach dem Zusammenfügen der beiden Elemente nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip
eine eindeutige unverwechselbare Codierung, z.B. in Form charakteristischer Fluoreszenzen
ergeben.
[0067] Ebenso kann das Sicherheitselement eine Schicht oder Struktur aufweisen, die beim
Aufbringen bzw. Einbetten in das Wertdokument oder bei Herstellung des Basismaterials
des Wertdokuments mit einer auf dem Basismaterial befindlichen Schicht oder Struktur
reagiert und erst so erkennbar wird.
[0068] Die beschriebenen Merkmale können einzeln oder auch kombiniert erzeugt werden.
[0069] Ferner können die Sicherheitselemente mit einer Schutzlackschicht ein- oder beidseitig
versehen sein. Der Schutzlack kann pigmentiert oder nicht pigmentiert sein, wobei
als Pigmente alle bekannte Pigmente oder Farbstoffe, beispielsweise TiO
2, ZnS, Kaolin, ATO, FTO, Aluminium, Chrom- und Siliziumoxide oder beispielsweise organische
Pigmente wie Phthalocyaninblau, i-Indolidingelb und Dioxazinviolett verwendet werden
können. Ferner können lumineszierende Farbstoffe bzw. Pigmente, die im sichtbaren,
im UV-Bereich oder im IR-Bereich fluoreszieren bzw. phosphoreszieren, Effektpigmente,
wie Flüssigkristalle, Perlglanz, Bronzen und/oder Multilayer-Farbumschlagpigmente
und wärmeempfindliche Farben bzw. Pigmente zugegeben werden. Diese sind in allen möglichen
Kombinationen einsetzbar. Zusätzlich können auch phosphoreszierende Pigmente allein
oder in Kombination mit anderen Farbstoffen und/oder Pigmenten eingesetzt werden.
[0070] Die Applikation bzw. die vollständige oder teilweise Einbettung des Sicherheitselements
auf bzw. in das Basismaterial des Wertdokuments kann je nach gewünschtem Effekt passergenau
erfolgen
[0071] Das passergenaue Aufbringen erfolgt vorzugsweise mittels eines registergesteuerten
Verfahrens, wobei die auf dem Basismaterial des Wertdokuments vorhandenen Registermarken
über die Fläche vermessen werden, die Rollenlänge entsprechend eingestellt und das
Sicherheitsmerkmal passergenau appliziert wird. Die Registermarken sind höchst präzise
positioniert, die Applikation kann mittels einer Applikationsmaschine, oder beispielsweise
bei der Applikation von Patches, durch x/y-gesteuerte Applikationsstempel, oder einen
Prägekopf erfolgen.
[0072] Das Wertdokument kann anschließend mit einer bekannten Beschichtung zur Erhöhung
der Umlauffähigkeit oder einem Schutzlack oder einer Schutzfolie versehen werden.
[0073] Ferner kann das erfindungsgemäße Sicherheitselement im Randbereich von Wertdokumenten
gegebenenfalls passergenau zu der auf dem Wertdokument vorhandenen Schicht oder Struktur
aufgebracht werden und gleichzeitig als Randverstärkung eingesetzt werden, wobei dadurch
sowohl ein fälschungssicheres Sicherheitsmerkmal erzeugt wird, als auch die Umlauffähigkeit
des Wertdokuments erhöht wird.
1. Wertdokument mit Sicherheitselement, wobei das Sicherheitselement gedruckte oder metallisierte
Linienraster oder Feinstrukturen aufweist, die Teilstrukturen bzw. Teilinformationen
bilden, die mit den auf dem Basismaterial des Wertdokuments aufgebrachten gedruckten
Teilstrukturen bzw. Teilinformationen jeweils durch register- und passergenaue Applikation
auf das Basismaterial des Wertdokuments und/oder zumindest teilweise register- und
passergenaue Einbettung in das Basismaterial des Wertdokuments eine aus den Teilstrukturen
bzw. Teilinformationen gebildete visuell oder maschinell erkennbare vollständige Information
bilden.
2. Wertdokument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vollständige Information- durch Überlagerung oder Ergänzung der Teilstrukturen
bzw. Teilinformationen auf dem Sicherheitselement und dem Basismaterial des Wertdokuments
visuell oder maschinell erkennbar sind.
3. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch Überlagerung oder Ergänzung der Teilstrukturen bzw. Teilinformationen auf dem
Sicherheitselement und dem Basismaterial des Wertdokuments definierte maschinell erkennbare
elektrisch leitfähige Eigenschaften entstehen.
4. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch Überlagerung oder Ergänzung der Teilstrukturen bzw. Teilinformationen auf dem
Sicherheitselement und dem Basismaterial des Wertdokuments definierte maschinell erkennbare
magnetische Eigenschaften entstehen.
5. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch Überlagerung oder Ergänzung der beiden Teilstrukturen definierte visuell oder
maschinell erkennbare optische Eigenschaften oder Strukturen entstehen.
6. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass durch Überlagerung oder Ergänzung der beiden Teilstrukturen definierte DNA-codierte
Eigenschaften oder Strukturen entstehen.
7. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere unterschiedliche funktionelle Merkmale auf dem Sicherheitselement und dem
Basismaterial des Wertdokuments vorhanden sind.
8. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass durch Überdrucken des Sicherheitselements und des Basismaterials des Wertdokuments
nach der Applikation des Sicherheitselements auf dem Basismaterial des Wertdokuments
ein erstes oder ein zusätzliches Identifikationsmerkmal erzeugt wird.
9. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement ein latentes Merkmal aufweist, das erst durch Manipulationsversuche
erkennbar wird.
10. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement ein- oder beidseitig mit einer Schutzlackschicht versehen
ist.
11. Wertdokument nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzlackschicht pigmentiert ist.
12. Wertdokument nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement zumindest in einem Randbereich des Wertdokuments appliziert
oder zumindest teilweise eingebettet ist.
13. Wertdokument nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement und das Basismaterial nach Applikation des Sicherheitsetements
auf das Basismaterial des Wertdokuments zur Erzeugung eines ersten oder zusätzlichen
Identifikationsmerkmals mit einer weiteren Schicht oder Struktur vollflächig oder
partiell überdruckt ist.
1. Valuable document having a security element, wherein the security element has printed
or metallized line grids or fine structures, which form partial structures or partial
information items, which, together with the printed partial structures or partial
information items applied on the base material of the valuable document, form one
complete information item formed from the partial structures or partial information
items that is detectable visually or using a machine, in each case by way of register-accurate
application onto the base material of the valuable document and/or at least partial
register-accurate embedding into the base material of the valuable document.
2. Valuable document according to Claim 1, characterized in that the complete information item is detectable visually or using a machine by way of
superposing or complementing the partial structures or partial information items on
the security element and on the base material of the valuable document.
3. Valuable document according to one of Claims 1 to 2, characterized in that defined electrically conductive properties detectable by machine are produced by
superposing or complementing the partial structures or partial information items on
the security element and on the base material of the valuable document.
4. Valuable document according to one of Claims 1 to 3, characterized in that defined magnetic properties detectable by machine are produced by superposing or
complementing the partial structures or partial information items on the security
element and on the base material of the valuable document.
5. Valuable document according to one of Claims 1 to 4, characterized in that defined optical properties or structures detectable visually or by machine are produced
by superposing or complementing the two partial structures.
6. Valuable document according to one of Claims 1 to 5, characterized in that defined DNA-coded properties or structures are produced by superposing or complementing
the two partial structures.
7. Valuable document according to one of Claims 1 to 6, characterized in that a plurality of different functional features are present on the security element
and on the base material of the valuable document.
8. Valuable document according to one of Claims 1 to 7, characterized in that, after application of the security element on the base material of the valuable document,
a first or an additional identification feature is produced by overprinting the security
element and the base material of the valuable document.
9. Valuable document according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the security element has a latent feature which becomes detectable only with manipulation
attempts.
10. Valuable document according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the security element is provided on one or both sides with a protective varnish layer.
11. Valuable document according to Claim 10, characterized in that the protective varnish layer is pigmented.
12. Valuable document according to one of Claims 10 and 11, characterized in that the security element is applied at least in an edge region of the valuable document
or is at least partially embedded.
13. Valuable document according to one of Claims 10 to 12, characterized in that, after application of the security element on the base material of the valuable document,
the complete area or part of the security element and the base material is overprinted
with a further layer or structure in order to produce a first or additional identification
feature.
1. Document de valeur comprenant un élément de sécurité, sachant que l'élément de sécurité
présente des trames à lignes ou des structures fines imprimées ou métallisées, lesquelles
constituent des structures partielles ou des informations partielles, qui constituent,
avec les structures partielles ou les informations partielles imprimées appliquées
sur le matériau de base du document de valeur, respectivement par application avec
exactitude et précision sur le matériau de base du document de valeur et/ou au moins
par intégration partielle avec exactitude et précision dans le matériau de base du
document de valeur, une information complète pouvant être identifiée visuellement
ou mécaniquement formée à partir des structures partielles ou des informations partielles.
2. Document de valeur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'information complète peut être identifiée visuellement ou mécaniquement par superposition
ou par addition des structures partielles ou des informations partielles sur l'élément
de sécurité ou sur le matériau de base du document de valeur.
3. Document de valeur selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que la superposition ou l'addition des structures partielles ou des informations partielles
sur l'élément de sécurité et sur le matériau de base du document de valeur permet
d'obtenir des propriétés définies électroconductrices, pouvant être identifiées mécaniquement.
4. Document de valeur selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la superposition ou l'addition des structures partielles ou des informations partielles
sur l'élément de sécurité et sur le matériau de base du document de valeur permet
d'obtenir des propriétés définies magnétiques, pouvant être identifiées mécaniquement.
5. Document de valeur selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la superposition ou l'addition des deux structures partielles permet d'obtenir des
propriétés ou des structures définies optiques, pouvant être identifiées visuellement
ou mécaniquement.
6. Document de valeur selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la superposition ou l'addition des deux structures partielles permet d'obtenir des
propriétés ou des structures définies codées par l'ADN.
7. Document de valeur selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que plusieurs diverses caractéristiques fonctionnelles sont présentes sur l'élément de
sécurité et sur le matériau de base du document de valeur.
8. Document de valeur selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la surimpression de l'élément de sécurité et du matériau de base du document de valeur
après l'application de l'élément de sécurité sur le matériau de base du document de
valeur permet de produire une première caractéristique d'identification ou une caractéristique
d'identification supplémentaire.
9. Document de valeur selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'élément de sécurité présente une caractéristique latente, qui peut être identifiée
seulement par des tentatives de manipulation.
10. Document de valeur selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'élément de sécurité est pourvu d'un côté ou des deux côtés d'une couche de vernis
protecteur.
11. Document de valeur selon la revendication 10, caractérisé en ce que la couche de vernis protecteur est pigmentée.
12. Document de valeur selon l'une quelconque des revendications 10 ou 11, caractérisé en ce que l'élément de sécurité est appliqué ou au moins en partie intégré au moins dans une
zone de bord du document de valeur.
13. Document de valeur selon l'une quelconque des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que l'élément de sécurité et le matériau de base sont surimprimés sur toute leur surface
ou sur une surface partielle après l'application de l'élément de sécurité sur le matériau
de base du document de valeur afin de produire une première caractéristique d'identification
ou une caractéristique d'identification supplémentaire avec une couche ou une structure
supplémentaire.