[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bewegen eines Etikettenbandes sowie eine
Anordnung zum Bewegen eines Etikettenbandes gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 18
und wie bekannt aus der
US 4,294,644 A.
[0002] Wenn an einer Spendekante, auch Ablösekante genannt, Etiketten von einem Trägerband
gespendet werden sollen, spielen u.a. folgende Faktoren eine wichtige Rolle:
- a) Die Geschwindigkeit des Spendevorgangs. Diese bestimmt die Etikettiergeschwindigkeit,
d.h. die Frage, wie viele Schachteln, Dosen, Flaschen etc. pro Minute etikettiert
werden können.
- b) Die Genauigkeit des Spendevorgangs. Hierbei kommt es darauf an, das Etikett genau
an einer gewünschten Stelle zu platzieren, z.B. auf einem Sauger, der das Etikett
auf einen zu etikettierenden Gegenstand überträgt, oder auch, das Etikett direkt auf
einem vorbeilaufenden zu etikettierenden Gegenstand genau an einer gewünschten Stelle
faltenfrei zu applizieren.
[0003] Bekannte Verfahren zur Bewegung eines Etikettenbandes arbeiten nach Art einer Steuerung,
d.h. man verwendet einen Etikettensensor, der an einer bestimmten Stelle eines Etikettiergeräts
montiert wird, bevorzugt sehr nahe an der Stelle, wo die Etiketten gespendet werden.
Diese Stelle wird vom Einsteller der Maschine empirisch ermittelt. Kommt ein Etikett
zu diesem Sensor, so erzeugt dieser einen Impuls, der dann zum Abschalten des Antriebes
benutzt wird.
[0004] Solche Verfahren liefern durchaus akzeptable Ergebnisse, aber bei höheren Geschwindigkeiten
ergeben sich Probleme, vor allem aus folgenden Gründen:
- Auf das Etikettenband/Trägerband wirken Kräfte von außen, z.B. von sich bewegenden,
gefederten Pendeln an der Vorratsrolle und an der Rolle zur Aufwicklung des Trägerbandes.
Diese Kräfte, deren Auftreten vom Zufall gesteuert ist, können das Etikettenband beschleunigen
oder verzögern, was zu entsprechenden Fehlern bei der Etikettierung führen kann.
- Während der Bewegung des Etikettenbandes/Trägerbandes kann sich dieses, vergleichbar
einem Gummiband, dehnen oder zusammenziehen, besonders am Beginn einer Transportbewegung,
und dieser "Gummibandeffekt" kann ebenfalls die Genauigkeit der Etikettierung beeinträchtigen
und begrenzt die Geschwindigkeit der Etikettierung, da mit zunehmender Geschwindigkeit
solche Effekte zunehmen. Höhere Geschwindigkeiten haben nämlich entsprechend höhere
Beschleunigungen und damit höhere Kräfte auf das Etikettenband/Trägerband zur Folge.
[0005] Es ist eine Aufgabe der Erfindung ein neues Verfahren und eine neue Anordnung zum
Etikettieren bereit zu stellen.
[0006] Nach einem ersten Aspekt der Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch das Verfahren
gemäss dem Patentanspruch 1. Bei der Erfindung wird also nach Ablauf eines Teiles
des Bewegungsablaufs an einer vorgegebenen Stelle des Etikettenbandes, z.B. an einer
Etikettenkante, die Zielposition, an der die Bewegung abgeschlossen sein soll, bei
laufendem Motor neu definiert. Dies geschieht z.B. dadurch, dass an der vorgegebenen
Stelle ein definierter Restweg, auch Nachlaufweg genannt, als Zielposition in den
Regler eingegeben wird. Dieser Restweg wird gewöhnlich vom Benutzer definiert, z.B.
13 mm ab einem bestimmten körperlichen Merkmal eines Etiketts oder Trägerbands, beispielsweise
ab einer Kante, einem Loch, einer Markierung etc. Das Etikettenband bewegt sich dann
nach dem Durchlaufen der vorgegebenen Stelle noch 13 mm und bleibt nach diesen 13
mm stehen, und dieser Abstand von 13 mm wird Etikett nach Etikett unverändert eingehalten.
[0007] Nach einem zweiten Aspekt der Erfindung wird die gestellte Aufgabe gelöst durch eine
Anordnung gemäss dem Patentanspruch 18. Eine solche Anordnung ermöglicht - durch die
genaue Vorgabe des Restwegs - auch dann eine sehr präzise Etikettierung, wenn durch
Schwankungen in der Produktion, Änderung der Luftfeuchtigkeit etc. die Etikettenteilung
etwas variiert.
[0008] Die genaue Einhaltung eines Restwegs bei der Etikettierung hat vor allem folgende
Vorteile:
- a) Die Genauigkeit des Bewegungsablaufs wird entscheidend erhöht.
- b) Die Reproduzierbarkeit des Bewegungsablaufs wird sehr gut.
- c) Sogenannte Teilungsfehler des Etikettenbands spielen nur noch eine untergeordnete
Rolle, da sie durch geeignete Auswahl der vorgegebenen Messstelle weitgehend unterdrückt
werden können.
- d) Durch Verändern des Restwegs kann sehr bequem eingestellt werden, welche Position
ein Etikett am Ende eines Bewegungsvorgangs hat.
- e) Man kann eine Etikettiervorrichtung, einen Etikettendrucker oder dgl. in vielen
Fällen auf ein anderes Etikettenformat einstellen, ohne die Lage des verwendeten Etikettensensors
verändern zu müssen.
- f) Auf dem Etikettenband fehlende Etiketten können "übersprungen" werden, d.h. die
Maschine läuft trotz der fehlenden Information weiter und wird durch den Fehler nicht
abgeschaltet. Wenn ein Etikett auf dem Etikettenband fehlt, durchläuft ein zu etikettierender
Gegenstand die Maschine, ohne etikettiert zu werden, aber das ändert nichts an der
Präzision nachfolgender Etikettiervorgänge.
- g) Man kann festlegen, dass z.B. dann, wenn auf dem Etikettenband nacheinander drei
Etiketten fehlen, ein Alarm erzeugt wird, nicht aber, wenn nur ein oder zwei Etiketten
fehlen.
- h) Man erhält die Möglichkeit, einen Abriss des Etikettenbands automatisch zu erkennen,
weil dann an der vorgegebenen Messstelle kein Signal erzeugt wird.
[0009] Weitere Einzelheiten und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den im folgenden beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten, in keiner Weise
als Einschränkung der Erfindung zu verstehenden Ausführungsbeipielen, sowie aus den
Unteransprüchen. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf ein übliches Etikettenband,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Etikettenbandes der Fig. 1, gesehen in Richtung des Pfeiles
II der Fig. 1,
- Fig. 3
- ein Etikettiergerät nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, das mit
einer Spende- bzw. Ablösekante zu einer funktionellen Einheit verbunden ist,
- Fig. 4
- ein Übersichtsschaltbild eines Etikettiergeräts nach der Erfindung,
- Fig. 5
- eine schematisierte Darstellung einer Etikettiervorrichtung im Zustand vor dem Beginn
eines Etikettiervorgangs,
- Fig. 6
- eine Darstellung der Etikettiervorrichtung gemäß Fig. 5 im Verlauf eines Etikettiervorgangs
und an der Stelle, an der ein Restweg in den Lageregler eingegeben wird,
- Fig. 7
- eine Darstellung der Etikettiervorrichtung der Fig. 5 und 6 nach dem Abschluss des
Etikettiervorgangs,
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung der Abläufe beim Spenden eines Etiketts von einem Etikettenband,
welches in Fig. 8 unten dargestellt ist,
- Fig. 9
- eine Darstellung analog Fig. 8, welche die Flächenberechnung an einem einfachen Beispiel
zeigt,
- Fig. 10
- eine Darstellung analog Fig. 9, aber für eine höhere Etikettiergeschwindigkeit bei
demselben Etikettenband wie in Fig. 9,
- Fig. 11
- eine Darstellung analog Fig. 9 und 10, aber für eine niedrige Etikettiergeschwindigkeit,
ebenfalls bei demselben Etikettenband wie in Fig. 9 und 10,
- Fig. 12
- ein Flussdiagramm der Abläufe bei einem Vorschub des Etikettenbands,
- Fig. 13
- eine Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform des verwendeten Reglers 218,
- Fig. 14
- ein Diagramm von vom Encoder 82 erzeugten Signalen,
- Fig. 15
- eine Darstellung analog Fig. 13, bei der die einzelnen Bestandteile des Reglers 218
grafisch hervorgehoben sind, um das Verständnis zu erleichtern,
- Fig. 16
- eine Darstellung analog Fig. 3, wobei aber auf dem Tisch 42 ein Drucker 280 angeordnet
ist, mit dem die Etiketten 26 bedruckt werden, bevor sie an der Spendekante 30 gespendet
werden,
- Fig. 17
- einen Schnitt, gesehen längs der Linie XVII-XVII der Fig. 3,
- Fig. 18
- eine Ansicht, gesehen in Richtung des Pfeiles XVIII der Fig.17,
- Fig. 19
- einen vergrößerten Schnitt durch die Vorderseite der Hutze 307, und
- Fig. 20
- ein Schaubild zur Erläuterung der Funktion einer bevorzugten Ausführungsform des verwendeten
Lagereglers.
[0010] Fig.1 zeigt eine Draufsicht auf ein Etikettenband 20, und
Fig. 2 zeigt dieses Band in Seitenansicht. In der Seitenansicht sind die Dimensionen in
Höhenrichtung extrem stark übertrieben dargestellt, um ein besseres Verständnis der
Erfindung zu ermöglichen.
[0011] Das Etikettenband 20 hat in Fig. 2 unten ein Trägerband 22, gewöhnlich aus Papier,
das auf seiner in Fig. 2 oberen Seite mit einer dehäsiven Schicht 24, gewöhnlich aus
Silikon, versehen ist. Auf die Schicht 24 sind mittels einer Haftkleberschicht 25
Selbstklebeetiketten 26 aufgeklebt. Diese haben eine Etikettenlänge EL, die zwischen
wenigen Millimetern und Hunderten von Millimetern liegen kann. Es liegt auf der Hand,
dass die Etikettierleistung bei kurzen Etiketten höher sein kann als bei langen Etiketten.
Die Bewegungsrichtung des Etikettenbands 20 ist mit 29 bezeichnet, und die in Bewegungsrichtung
vorderen Etikettenkanten mit 27. Da Etikettenband 20 und Trägerband 22 - bis auf die
Anwesenheit oder das Fehlen von Etiketten 26 - identisch sind, wird nachfolgend auch
der Ausdruck "das Band 20/22" verwendet.
[0012] Zwischen zwei benachbarten Etiketten 26 liegt eine Lücke 28, die bei der Herstellung
durch Abziehen eines sogenannten "Stegs" aus Etikettenmaterial entstanden ist, weshalb
man die Breite der Lücke 28 auch als Stegbreite SB bezeichnet. SB hat gewöhnlich einen
Wert zwischen 1 und 10 mm. Etikettenlänge EL und Stegbreite SB zusammen ergeben den
Transportweg TW, um den die Etikettenbahn 20 beim Spenden eines Einzeletiketts 26
vorwärts bewegt werden muss. Es gilt

[0013] Wenn man gemäß Fig. 2 die Etikettenbahn 20 um eine Spendekante 30, auch Ablösekante
genannt, zieht, löst sich dort ein Etikett 26 von der Trägerbahn 22 und kann z.B.
von einer Saugplatte übernommen und auf eine zu etikettierende Schachtel übertragen
werden. Alternativ kann das abgelöste Etikett auch direkt auf einen zu etikettierenden
Gegenstand P (Fig. 3) aufgebracht werden, wie das dem Fachmann geläufig ist.
[0014] Fig. 3 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer Etikettiervorrichtung 40 nach der Erfindung.
Diese hat einen Tisch 42 mit der Spendekante 30. Die Spendekante 30 kann gegebenenfalls
auch beweglich sein, vgl. das europäische Patent
0.248.375 der HERMA GmbH. Über diesen Tisch 42 wird das Etikettenband 20 in der dargestellten
Weise bis zur Spendekante 30 gezogen und dort umgelenkt. Dort wird bei jedem Arbeitszyklus
das vorderste Etikett 26 vom Trägerband 22 abgelöst und z.B. von einer (nicht dargestellten)
Saugplatte übernommen oder auch direkt im sogenannten Beilauf auf einen vorbeilaufenden
Gegenstand P gespendet, der etikettiert werden soll. (Die Saugplatte dient dazu, das
angesaugte Etikett auf einen fest stehenden Gegenstand zu übertragen, z.B. auf eine
Dose, einen Karton, oder dgl.)
[0015] Am Tisch 42 befindet sich ein Etikettensensor 44, dessen Funktion es ist, dann, wenn
bei der Bewegung des Etikettenbandes 20 z.B. eine Vorderkante 27 (Fig. 2) eines Etiketts
26 am Sensor 44 vorbeiläuft, ein Signal zu erzeugen, das einen Interrupt auslöst,
dessen Funktion nachfolgend bei Fig. 12 beschrieben wird. Das kann ein beliebiger
geeigneter Sensor sein, z.B. ein optischer Sensor, oder ein elektrisch oder mechanisch
arbeitender Sensor, wie das dem Fachmann bekannt ist.
[0016] Am Tisch 42 ist eine Etikettiereinheit 46 befestigt. In dieser befinden sich ein
(nachfolgend beschriebener) Rechner 116 (Fig. 4) zur Steuerung des Etikettiervorgangs,
ferner ein elektronisch kommutierter Innenläufermotor 80 (Fig. 4) mit einem sehr niedrigen
axialen Trägheitsmoment, die gesamte Stromversorgung, EMV-Filter, und Kommutierungselektronik,
wie nachfolgend im Einzelnen beschrieben. Die Etikettiereinheit 46 kann über ein Netzkabel
48 direkt ans Netz angeschlossen werden und benötigt keine weiteren Schaltschränke
oder dergleichen, was Installation und Anwendung sehr vereinfacht.
[0017] Über einen mit gestrichelten Linien angedeuteten Tragearm 50 ist am Gerät 46 eine
Vorratsrolle 52 mit Etikettenband 20 drehbar angelenkt. Letzteres wird von der Vorratsrolle
52 über eine Umlenkrolle 54 und einen Pendelarm 56 geführt. Letzterer hat eine Führungsfläche
58 mit niedriger Krümmung, und er hat die Funktion, Stöße im Etikettenband 20 aufzufangen,
welche wegen der hohen erreichbaren Bandgeschwindigkeiten von über 100 m/min unvermeidbar
sind. Diese Stöße, und die elastischen Eigenschaften des Trägerbandes 22, erschweren
Regelvorgänge, da sie transiente Phänomene sind.
[0018] Besonders bei schnell laufenden Etikettiergeräten oder großen, breiten Etikettenrollen
kann die Abwickelrolle 52 auch durch einen (nicht dargestellten) Elektromotor angetrieben
werden, dessen Drehzahl von der Stellung des Pendelarms 56 gesteuert wird. Dies erleichtert
die Regelung.
[0019] Bei noch schnelleren Etikettiergeräten, oder höheren Anforderungen an die Etikettiergenauigkeit
kann auch zwischen der Vorratsrolle 52 und einer Bandbremse 60 eine Schlaufe (loop)
vorgesehen werden, wo das Etikettenband, z.B. durch ein Vakuum, und mittels einer
optischen Schlaufenabfrage, auf einer vorgegebenen Länge gehalten wird, damit es der
Bandbremse 60 mit einer gleich bleibenden Zugspannung zugeführt wird. Diese Lösung
eignet sich besonders für Bandgeschwindigkeiten, die größer als 80 m/min sind. Entsprechende
"Schlaufenvorroller" werden von der HERMA GmbH angeboten.
[0020] Vom Pendelarm 56, 58 läuft das Etikettenband 20 zu einer Bandbremse 60, deren Funktion
es ist, das Band 20 zwischen dieser Bremse 60 und der Ablösekante 30, und bis hin
zur Transportwalze 62, ständig in einem gespannten Zustand zu erhalten. Die Bandbremse
60 wirkt generell als Dämpfung für das verwendete Regelsystem. Von der Bremse 60 verläuft
das Etikettenband 20 über den Tisch 42 zur Ablösekante 30, wo im Betrieb die Etiketten
26 nacheinander einzeln abgelöst werden, und das Trägerband 22 (ohne die Etiketten
26) läuft unter dem Tisch 42 zu einer Transportwalze 62, welche von dem Motor 80 über
ein Getriebe 83 (Fig. 17) angetrieben wird. Das Trägerband 22 wird durch eine Anpressrolle
64 gegen die Transportwalze 62 gepresst, um alle Bewegungen der Transportwalze 62
auf das Trägerband 22 zu übertragen.
[0021] Von der Transportwalze 62 läuft das Trägerband 22 zu einem Pendelhebel 66, der dazu
dient, Stöße im Trägerband 22 auszugleichen, und vom Pendelhebel 66 läuft es weiter
zu einer Trägerband-Aufwickelrolle 68, die ihrerseits über einen Trägerarm 70 am Gerät
46 befestigt ist und zusammen mit diesem eine kompakte Einheit bildet. Die Aufwickelrolle
68 kann durch einen separaten Motor angetrieben werden, der nicht dargestellt ist.
[0022] Zur Erfassung eines zu etikettierenden Produktes dient ein Produkterkennungssensor
72, der über eine Leitung 74 an das Gerät 46 angeschlossen ist und der einen Startimpuls
liefert, wenn sich ein Produkt P an diesem Sensor 72 vorbei bewegt. Dieser Startimpuls
löst dann einen Etikettiervorgang aus, wie das dem Fachmann bekannt ist.
[0023] Fig. 4 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel für den prinzipiellen Aufbau des elektrischen
Teils des Etikettiergeräts 46. Dieses verwendet einen dreisträngigen, elektronisch
kommutierten Innenläufermotor 80, der mit einem Encoder 82 zur Erzeugung von Lagestellungssignalen
gekoppelt ist. Aus diesen Lagestellungssignalen können pro Umdrehung z.B. 10.000 Impulse
abgeleitet werden. Der Motor 80 treibt die Walze 62 der Fig. 3 über ein Getriebe 83
an, das in Fig. 17 und 18 dargestellt ist. Eine Umdrehung des Motors 80 entspricht
beim Ausführungsbeispiel etwa einem Transportweg des Bandes 22 von 50 mm.
[0024] Der Motor 80 hat eine Kommutierungssteuerung 84, hier mit einer IGBT-Endstufe 86,
die auch in Fig. 19 dargestellt ist, Treiberstufen 88 und einer Ansteuerung über Optokoppler
90, um eine galvanische Trennung vom Niederspannungsteil zu erhalten. Dies ist erforderlich,
weil der Motor 80 bevorzugt mit einer relativ hohen Betriebsspannung (gleichgerichtete
Spannung des lokalen Wechsel- oder Drehstromnetzes) arbeitet. Die Steuerung der Kommutierung
beim Start erfolgt in der üblichen Weise über (nicht dargestellte) Hallsensoren, welche
in den Encoder 82 eingebaut sind. Über eine Leitung 91 wird der Kommutierungssteuerung
84 in bekannter Weise ein PWM-Signal zugeführt, insbesondere zur Strombegrenzung.
[0025] Der Motor 80 wird aus einem Wechsel- oder Drehstromnetz 92 mit Energie versorgt.
Dies geschieht zur Vermeidung von EMV-Störungen über eine Netzfilter- und Verteilplatine
94. Diese hat wie üblich Sicherungen 96, Drosseln (Induktivitäten) 98, sowie Kondensatoren
100. An den Ausgang 102 der Platine 94 ist über eine Gleichrichteranordnung 104 ein
Gleichstrom-Zwischenkreis 106 angeschlossen, dem Glättungskondensatoren 108 und eine
Kurzschlusserkennung 110 zugeordnet sind. Der Gleichstrom-Zwischenkreis 106 speist
über die Endstufe 86 (in Form einer dreiphasigen Vollbrücke, die vielfach auch als
Wechselrichter - "PWM Inverter" - bezeichnet wird) den Motor 80. Die Spannung an ihm
ist abhängig von der Spannung am Netz 92, die z.B. zwischen 85 und 265 V Wechselspannung
liegen kann, oder in einem Gleichspannungsbereich von 120 bis 375 V. Ferner ist die
Spannung am Motor 80 abhängig von einem PWM-Signal, das von einem DSP 116 erzeugt
und über eine Leitung 91 zugeführt wird.
[0026] Der Strom in zwei der drei Phasen des Motors 80 wird über Stromwandler 112, 114 erfasst,
über zwei Operationsverstärker 113, 115 auf ein gewünschtes Niveau verstärkt, und
der Anordnung 116 zur digitalen Signalverarbeitung zugeführt, bevorzugt einem digitalen
16-Bit-Signalprozessor (DSP), z.B. vom Typ 2407, in welchem eine Motorregelung und
ein Einachsen-Positioniersystem integriert sind. Wegen seiner hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit
von z.B. 40 MIPS ermöglicht dieser DSP 116 im Rahmen der Erfindung eine besonders
hohe Etikettiergenauigkeit bei hoher Etikettiergeschwindigkeit, doch sind selbstverständlich
auch andere Prozessoren im Rahmen der Erfindung verwendbar.
[0027] Dem DSP 116 werden auch die Ausgangsimpulse des Encoders 82 über einen RS 485-Baustein
118 und ein CPLD-Glied 120 zugeführt, wodurch eine Lage- und eine Drehzahlregelung
möglich werden. Das CPLD-Glied 120 (complex programmable logic device) dient hier
zum Dekodieren der seriellen Signale vom Encoder 82. Durch die beiden Stromwandler
112, 114 werden auch eine Stromregelung und - begrenzung möglich, was ein Hochfahren
des Motors 80 mit einer Startrampe vorgegebener Steilheit ∂1 ermöglicht, ebenso einen
Bremsvorgang mit vorgegebener Rampensteilheit ∂2, also vorgegebenem Bremsmoment. Über
eine symbolisch dargestellte Sammelverbindung (Bus) 93 liefert der DSP 116 die Signale
für die Kommutierungssteuerung 84, ebenso die PWM-Signale an der Leitung 91.
[0028] Der DSP 116 befindet sich auf einer eigenen Platine 124, auf der sich auch ein I/O-Interface
126, ein Sensor 128 zur Temperaturerfassung auf der Platine 124, ein EEPROM 130 zum
Speichern eines (ggf. veränderbaren) Programms, ein RAM 132 als Zwischenspeicher für
Rechenoperationen, und ein Reset-IC 134 befinden. Letzterer dient dazu, beim Ein-
und Ausschalten der Spannungsversorgung dem Reset-Eingang des DSP 116 einen definierten
Signalpegel zuzuführen und dadurch ein sicheres Booten (Anfahren) sowie Herunterfahren
des DSP 116 zu gewährleisten.
[0029] Ferner ist ein Kommunikations-Baustein 136 vorgesehen, der zur Verbindung zwischen
dem DSP 116 und der Außenwelt dient. Dieser ist über das I/O-Interface 126 mit dem
DSP 116 verbunden. Er hat ein QEP-Interface 138 zur Verbindung mit einem externen
Masterencoder 140, der z.B. bei der Etikettierung von Flaschen sowohl die Bewegung
der Flaschen wie die damit synchrone Arbeitsweise des Etikettiergeräts 46 gleichzeitig
steuert.
[0030] Wenn ein Masterencoder 140 verwendet wird, um die Geschwindigkeit der Produkte P
mit der Geschwindigkeit der Etiketten 26 zu synchronisieren, wird kein fester Wert
vom Potentiometer verwendet, sondern die Geschwindigkeit wird von diesem Encoder vorgegeben.
[0031] Der Startsensor 72 besitzt eine Totzeit, die bei veränderter Geschwindigkeit des
Produkts P zu unterschiedlichen Positionierungen der Etiketten 26 führt. Um dies zu
vermeiden, wird anhand einer einzugebenden Totzeit und der aktuellen Geschwindigkeit
der Produkte P eine Startkompensation dieser Totzeit in Form eines Weges berechnet.
Dies funktioniert auch, wenn mehrere Startsignale vorliegen und diese auf Grund einer
langen Startverzögerung nacheinander abgearbeitet werden müssen. Dann wird zu jedem
dieser Startsignale eine entsprechende Kompensation berechnet, damit die Etiketten
26 immer an der gleichen Stelle auf die Produkte P aufgebracht werden.
[0032] Der Masterencoder 140 verwendet bevorzugt zwei Spuren A und B, die dem Profilgenerator
220 als Eingangsgrößen zugeführt werden. Aus der Reihenfolge dieser Impulse kann in
bekannter Weise ein Signal für die Drehrichtung des Motors 80 berechnet werden. Ferner
wird ein Parameter "Getriebeübersetzung" erzeugt, der positiv oder negativ sein kann.
Aus der Frequenz der Impulse, der Information über die Drehrichtung, sowie dem Parameter
"Getriebeübersetzung" wird eine Referenzgröße für die Lageregelung erzeugt, welche
Referenzgröße gewöhnlich nicht konstant ist, sondern sich im Betrieb ändert.
[0033] Die Referenzgröße kann positiv oder negativ sein, aus folgendem Grund: Es gibt Etikettiergeräte,
bei denen der Tisch 42 nach links ragt, wie in Fig. 3 dargestellt, so dass das Etikettenband
20 nach links transportiert werden muss. Es gibt aber auch Etikettiergeräte, bei denen
der Tisch 42 nach rechts ragt und folglich das Etikettenband 20 nach rechts transportiert
werden muss. Das wird durch das Vorzeichen (+ oder -) der Referenzgröße angezeigt.
[0034] Falls das Vorzeichen der Referenzgröße für die gewählte Version "falsch" ist, also
ihr nicht entspricht, werden die vom Produkterkennungssensor 72 eingehenden Impulse
gesperrt, um einen Antrieb des Etikettenbandes 20 in der falschen Richtung zu vermeiden.
[0035] Da der Encoder 140 zwei Spuren A und B verwendet, ist auch eine Geschwindigkeit von
V = 0 m/min während eines Etikettierzyklus möglich, also dann, wenn ein Etikett 26
bereits teilweise aufgeklebt ist. Die Istposition bleibt in diesem Fall durch das
Dekrementieren bzw. Inkrementieren eines Positionszählers praktisch unverändert, und
eine "Drift" in Rückwärtsrichtung wird vermieden. Eine solche Drift könnte dazu führen,
dass das Trägerband 22 seine Spannung verliert.
[0036] Ferner hat der Baustein 136 ein Analog-Interface 142, an das Potentiometer 144, 145,
147 angeschlossen werden können, mit denen der Benutzer die Geschwindigkeit der Etikettierung,
den Restweg (Nachlaufweg) S2 (Fig. 5 bis 7) und eine Startverzögerung einstellen oder
feinjustieren kann. Diese Potentiometer sind in Fig. 3 und 16 dargestellt.
[0037] Ferner hat der Baustein 136 ein serielles RS 232-Interface 146 zur Verbindung mit
einem PC 148, ein Output-Interface 150 zur Verbindung mit Betätigungsorganen (insbesondere
Pneumatikzylindem) 152, und ein Input-Interface 154 zur Verbindung mit Sensororganen
156, z.B. zur Richtungsvorgabe, Temperaturerfassung oder dgl. Schließlich kann auch
noch eine (nicht dargestellte) serielle digitale Verbindung zu anderen Geräten gleicher
oder ähnlicher Bauart vorgesehen sein, sofern das gewünscht wird.
[0038] Ein Baustein 160 dient zur Stromversorgung der Elektronik.
[0039] Die Bauteile, welche von einer strichpunktierten Linie 164 umrandet sind, bilden
die Verbindung des Motors 80 nach außen. Die Bauteile, die mit einer strichpunktierten
Unie 168 umrandet sind, stellen den eigentlichen Antrieb plus Steuerung dar. Ggf.
können an das Bauteil 136 weitere periphere Einheiten, z.B. eine Tastatur oder ein
Display, angeschlossen werden, um gewünschte Funktionen manuell einstellen zu können.
[0040] Der Motor 80 wird mit einem Vierquadranten-Regler betrieben, da er während eines
Etikettiervorgangs aktiv abgebremst werden muss, wobei aber die Möglichkeit zum Rückwärtslauf,
die einem Vierquadranten-Regler inhärent ist, unterdrückt wird, da bei einem Etikettierantrieb
ein Rückwärtslauf nicht vorkommen darf. (Dieser würde die Spannung im Etikettenband
aufheben und die Regelvorgänge erheblich stören.)
[0041] Fig. 3,17 und 19 zeigen, dass der Motor 80 in einem rohrartigen Bauteil 300 angeordnet
ist, das an einer Gehäusewand 302 mittels Schrauben 304 befestigt ist, die auch zur
Befestigung des Motors 80 dienen. Das Bauteil 300 ist bevorzugt ein Strangpressprofil
aus Aluminium, und es ist auf seiner in Fig. 19 linken Seite durch einen massiven
Deckel 306 aus Metall, z.B. Aluminium, verschlossen, der mittels Schrauben 305 (Fig.
19) am Teil 300 befestigt ist. Der Deckel 306 ist ein Gussteil und dient als Wärmesenke
und Kühlkörper für ein Leistungsmodul 81, welches die Endstufe 86 und den Zwischenkreis-Gleichrichter
104 enthält. Fig. 19 zeigt weitere Einzelheiten. Das Bauteil 300 gibt seine Wärme
zum Teil an die Gehäusewand 302 ab, die ebenfalls einen Teil des (passiven) Kühlsystems
darstellt. Auch der Motor 80, in dem wegen der hohen Spitzenströme viel Wärme erzeugt
wird, gibt diese an das Teil 300 und die Gehäusewand 302 ab. Naturgemäß ist die Verwendung
einer aktiven Kühlung nicht ausgeschlossen.
[0042] Das Teil 300 und sein Deckel 306 bilden zusammen eine Art Abdeckkappe 307, auch als
"Hutze" bezeichnet, welche den Motor 80 und den wesentlichen Teil seiner Elektronik
aufnimmt. Die Hutze 307 wirkt dabei nicht nur als staubdicht geschlossener Behälter
für diese Teile, sondern auch als Kühlkörper, was eine extrem kompakte Bauweise ermöglicht,
weil externe Schaltschränke meist entfallen können. Dies vereinfacht auch die Installation,
weil man nur das Gerät 46 aufstellen und ans Netz 92 anschließen muss. Auch erleichtert
es den Explosionsschutz und den Schutz gegen Feuchtigkeit, z.B. gegen Reinigungsflüssigkeit
von Hochdruckreinigem.
[0043] Diese Bauweise ist deshalb von Vorteil, weil es so gelingt, das ganze Etikettiergerät
46 flüssigkeitsdicht zu kapseln, so dass es z.B. mit einem Hochdruckreiniger gereinigt
werden kann. Für Industrien, wo Explosionsgefahr besteht, z.B. in Raffinerien in heißen
Ländern, werden solche Geräte bevorzugt staubdicht ausgeführt, um die Explosionsgefahr
zu reduzieren, und das wird durch die Erfindung sehr einfach möglich.
[0044] Die
Fig. 5 bis 7 zeigen in stark schematisierter Darstellung Vorgänge beim Spenden eines Etiketts
26v auf einen Sauger 170, der bei dieser Variante dazu dient, nach dem Spenden das
gespendete Etikett auf ein still stehendes Produkt P zu übertragen, z.B. auf eine
Schachtel, eine Verpackung oder dergleichen.
[0045] Die Fig. 5, 6 und 7 zeigen schematisch dieselbe Spendekante 30 und denselben Etikettensensor
44. Das Etikettenband 20 wird beim Spenden eines Etiketts 26 durch die vom Motor 80
angetriebene Antriebswalze 62 in Richtung des Pfeiles 29 gezogen. Da die Antriebswalze
62 bei einer vollen Umdrehung das Trägerband 22 z.B. um 50 mm vorwärts transportiert,
und da der Transportweg TW bei einem Spendevorgang oft in der Größenordnung von 10
bis 200 mm liegt, spielen sich die beschriebenen Vorgänge meist im Bereich von ein
bis zwei Umdrehungen der Antriebswalze 62 ab, welche über das Getriebe 83 mit der
Welle des Motors 80 verbunden ist, d.h. die Walze 62 wird zuerst gemäß einem vorgegebenen
Geschwindigkeitsprofil beschleunigt, läuft dann ein Stück weit mit etwa konstanter
Geschwindigkeit, z.B. während 0,5 Umdrehungen, und wird dann gemäß einem vorgegebenen
Profil auf Null abgebremst. Diese Vorgänge können sich innerhalb einer Sekunde z.B.
dreißig Mal wiederholen, falls innerhalb dieser Sekunde dreißig Etiketten gespendet
werden. Dabei müssen diese Vorgänge äußerst präzise ablaufen, denn die gespendeten
Etiketten 26 müssen präzise an den gewünschten Stellen platziert werden, mit Toleranzen,
die oft im Bereich von 0,1 mm liegen.
[0046] In
Fig. 5 befindet sich das Etikettenband 20 auf dem Tisch 42 in Ruhe. Auf ihm befindet sich
ein vorderes Etikett 26v und ein hinteres Etikett 26h. Der Etikettensensor 44 befindet
sich auf dem Etikett 26v an einer Stelle A, die einen Abstand S2 von der Vorderkante
27 des Etiketts 26v hat. Nach dem Spenden des Etiketts 26v muss sich das Etikett 26h
unter dem Etikettensensor 44 befinden, vgl.
Fig. 7, wobei dieser an einer Stelle A' auf dem Etikett 26h aufliegt, die ebenfalls
den Abstand S2 von der Vorderkante 27 des Etiketts 26h hat. Die Stelle A' sollte also
möglichst exakt der Stelle A entsprechen, wie das der Fachmann sofort versteht. Der
Abstand von A nach A' entspricht in Fig. 5 dem Transportweg TW, und dieser entspricht
- bei richtigern Transport - einer Etikettenlänge EL + einem Etikettenabstand SB,
wie in Gleichung (1) angegeben, und sie entspricht auch der Summe von zwei Distanzen
S1 und S2, wie in Fig. 5 dargestellt, wobei S1 der Abstand von der Stelle A bis zur
Vorderkante 27 des hinteren Etiketts 26h ist, und S2 der Abstand von der Vorderkante
27 zur Stelle A'.
[0047] Gemäß
Fig. 6 wird nach einem Startbefehl das Etikettenband 20 in Richtung des Pfeiles 29 transportiert,
wobei das vordere Etikett 26v mit seiner (in den meisten Fällen) nicht klebenden,
oberen Seite 26u auf den Sauger 170 aufgeschoben und von diesem angesaugt wird.
[0048] Dabei gelangt (vgl. Fig. 6) die Vorderkante 27 des hinteren Etiketts 26h zum Etikettensensor
44 und löst über diesen einen Interrupt im DSP 116 aus. Dieser Interrupt definiert
also bei diesem Beispiel exakt eine bestimmte Lage der Vorderkante 27, und wenn man
den Bewegungsablauf so steuern will, dass man den Motor 80 exakt dann stillsetzt,
wenn das Etikett 26h an seiner Stelle A' den Etikettensensor 44 erreicht hat, vgl.
Fig. 7, muss zwischen der Vorderkante 27 und dieser Stelle A' nach jedem Etikettiervorgang
derselbe Abstand S2 liegen, wie in Fig. 7 eingezeichnet.
[0049] Wenn die Stellung gemäß Fig. 6 durchlaufen wird, wird deshalb in den Rechner 116
eine neue Zielinformation S2 geladen. Diese neue Zielinformation ist genauer als die
bei der Stellung gemäß Fig. 5 eingegebene Zielinformation TW, weil TW ständig kleinen
Schwankungen unterliegt, was dazu führen würde, dass die Stellen A, A', etc. mit der
Zeit an andere Stellen der Etiketten 26 "wandern" würden, d.h. das Etikett würde versetzt
werden.
[0050] Besonders ist darauf hinzuweisen, dass die Messung an der Etikettenkante 27 zwar
spezielle Vorteile bietet, dass aber in vielen Fällen auch andere Arten der Messung
möglich sind. Bei bedruckten Etiketten kann z.B. eine optische Marke an einer bestimmten
Stelle des Etiketts vorgesehen werden, die im Betrieb abgetastet wird und dann zu
dem beschriebenen Interrupt führt, bei dem der Wert S2 geladen wird, oder man kann
ein Loch in das Etikettenband 20 stanzen und an diesem Loch einen Interrupt auslösen,
etc.
[0051] Ein anderer Vorteil ist der, dass vom Benutzer der Weg S2 variiert werden kann. Dieser
Wert legt die Position der Punkte A, A' auf den Etiketten 26 sehr genau fest, d.h.
man kann durch Verändern von S2 diese Position nach Wunsch verändern, wodurch automatisch
die Lage der gespendeten Etiketten verändert wird.
[0052] Nach dem Einlegen eines neuen Etikettenbandes 20 geht man in der Praxis wie folgt
vor:
[0053] Auf eine Länge von ca. 1 m werden vom Trägerband 22 die Etiketten 26 manuell abgezogen,
und das Band wird in das Etikettiergerät eingelegt. Vorher wird gewöhnlich der Etikettentyp
in das Etikettiergerät eingegeben, dessen Daten in einem Formatspeicher des Etikettiergeräts
gespeichert sind (oder gespeichert werden können), um eine einfache Umstellung auf
andere Etiketten zu ermöglichen. Gespeichert werden, nach Produktgruppen sortiert:
Geschwindigkeit V
soll, Nachlaufweg (Restweg) S2
soll, und Startverzögerung, sowie bei der Verwendung des Masterencoders 140 zur Geschwindigkeitserfassung
die Getriebeübersetzung (elektronisches Getriebe).
[0054] Nach dem Einlegen des Bandes wird manuell der Befehl erteilt, dass der Motor 80 läuft,
und dieser läuft so lange, bis das erste Etikett 26 zum Sensor 44 gelangt, und wird
nach Durchlaufen des Weges S2 auf Null abgebremst.
[0055] Da in diesem Fall noch kein Etikett 26 an der Spendekante 30 ist, wird dieser Vorgang
durch entsprechende manuelle Befehle so lange wiederholt, bis sich ein Etikett 26
an der Spendekante 30 befindet. Dabei werden Etikettenlänge EL und Etikettenabstand
SB genau ermittelt, d.h. das neue Etikettenband wird durch den DSP 116 "vermessen".
[0056] Ab jetzt kann etikettiert werden, da die Daten über Etikettenlänge etc. gespeichert
sind. Etikettenlänge EL und Etikettenabstand SB werden bevorzugt auch im Betrieb fortlaufend
ermittelt und ggf, automatisch korrigiert.
[0057] Am Etikettiergerät ist zum manuellen Steuern dieser Vorgänge eine Taste 99 (Fig.
3 und 16) vorgesehen, die als "Vorspendetaste" bezeichnet wird.
[0058] Wird eine andere Etikettengröße verwendet, z.B. ein längeres Etikett, so wird auch
automatisch ein neuer Weg S2 vorgegeben, und dieser kann zusätzlich vom Benutzer etwas
variiert werden. Dies ermöglicht es, den Etikettensensor 44 an einer bestimmten Stelle
des Tisches 42 zu montieren und dann, wenn ein Etikettenband mit anderen Etiketten
eingelegt wird, durch bloße Verstellung der Länge S2, also einer elektrischen Größe,
die Maschine neu einzustellen. Es ist also häufig nicht notwendig, den Etikettensensor
44 mechanisch zu verstellen, wenn andere Arten von Etiketten verwendet werden sollen.
[0059] Da aus den im Gerät gespeicherten Werten der Wert TW genau eingegeben wird, kann
das Etikettiergerät auch dann weiter arbeiten, wenn einmal ein Etikett 26 auf dem
Etikettenband 20 fehlt, weil dann zwar kein Interrupt durch den Sensor 44 erzeugt
wird, aber der Rechner in diesem Fall mit der Größe TW arbeitet, wodurch das Etikettenband
20 jedenfalls in der Nähe der Positionen A, A' stillgesetzt wird. Dies ist deshalb
wichtig, weil durch Produktionsfehler auf einem Etikettenband gelegentlich einzelne
Etiketten fehlen können. Auch können Klebestellen im Etikettenband zu Messfehlern
führen. An einer Klebestelle wird an ein erstes Band mittels eines Selbstklebebandes
ein zweites Band angeklebt, und dieses Selbstklebeband erhöht durch seine Anwesenheit
die Dicke des Etikettenverbunds und kann deshalb zu Fehlmessungen führen.
[0060] Wenn z.B. der Abstand zwischen der Vorderkante von zwei Etiketten 42 mm beträgt,
muss sichergestellt sein, dass auch an einer Klebestelle, wo zwei Bänder miteinander
verbunden sind, das Etikettenband alle 42 mm angehalten wird, damit in einem Drucker
sämtliche Etiketten richtig bedruckt werden und kein zu etikettierender Gegenstand
ohne ein bedrucktes Etikett die Etikettieranlage verlässt.
[0061] Wäre es möglich, dass an einer Klebestelle das Etikettenband einfach weiterläuft
und z.B. erst nach 84 mm wieder zum Halten kommt, so würde ein Etikett nicht bedruckt,
aber man könnte nicht vermeiden, dass dieses unbedruckte Etikett anschließend zum
Etikettieren verwendet wird. Besonders bei Verwendung eines Druckers ist also die
Erfindung von großem Vorteil, weil sie verhindert, dass Gegenstände mit unbedruckten
Etiketten etikettiert werden.
[0062] Fig. 8 erläutert die Erfindung anhand eines Diagramms, bei dem zur Vereinfachung und als
Eselsbrücke die Darstellung so zu denken ist, dass das Etikettenband 20 still steht
und sich der Etikettensensor 44 in Richtung eines Pfeiles 29' von links, nämlich einer
Startposition A, nach rechts zu einer Messposition M und dann zu einer Zielposition
A' bewegt. Die Messposition M entspricht bei diesem Ausführungsbeispiel bevorzugt
der Vorderkante 27 des Etiketts 26h, wobei, wie bereits erläutert, auch andere Varianten
möglich sind.
[0063] Die Darstellung nach Fig. 8 ist eine spezielle Darstellung für Bewegungsabläufe und
weicht stark vom Gewohnten ab.
[0064] Wie im oberen Teil von Fig. 8 dargestellt, zeigt dort die horizontale Achse die Zeit
t, und die vertikale Achse zeigt die Geschwindigkeit V des Etikettenbandes 20, also
V = dS/dt.
[0065] Der untere Teil der Fig. 8 zeigt die Bewegung, aber nicht in einer linearen Skala.
Z.B. ist an den Stellen A und A' die Geschwindigkeit V = O.
[0066] Bildet man

also das Integral der Geschwindigkeit über der Zeit, so erhält man den zurückgelegten
Weg S. Z.B. ist in Fig. 8 die Fläche unterhalb der Kurve 180, 184 zwischen den Stellen
M und A' grafisch hervorgehoben, und diese Fläche entspricht dem Weg S2, der zwischen
den Zeitpunkten M und A' zurückgelegt wird. Wenn der Etikettierer mit unterschiedlicher
Geschwindigkeit V betrieben wird, darf sich diese Fläche nicht ändern, sofern dasselbe
Etikett verarbeitet wird.
[0067] Die Stellen A, M und A' stellen also einmal bestimmte Punkte dar, die der Sensor
44 bei seiner - gedachten - Bewegung von links nach rechts erreicht, und zum anderen
stellen sie auf der Zeitachse die Zeitpunkte dar, an denen der Sensor 44 diese Stellen
A, M und A' bei seiner Bewegung erreicht.
[0068] Die grafisch hervorgehobene Fläche zwischen den Punkten M und A' setzt sich aus verschiedenen
Teilflächen zusammen, wie folgt:
[0069] Eine Fläche 179 ist die vom Bediener des Geräts einstellbare Komponente des Weges
S2
soll. Der Bediener kann nur diesen Teil verändern.
[0070] Eine anschließende Fläche 181 stellt eine Reserve für den Fall dar, dass die Etikettiergeschwindigkeit
erhöht wird, vgl. Fig. 10.
[0071] An die Fläche 181 schließt sich rechts eine Fläche 185 an. Rechts von der Fläche
185 liegt die Fläche F184 unter der Rampe 184. Die Fläche unter der Rampe 176 ist
mit F176 bezeichnet.
[0072] Gemäß Gleichung (2) entspricht der Weg S2soll der Fläche, die in Fig. 8 grafisch
hervorgehoben ist, also der Summe der Flächen 179, 181, 185 und F184, und bei einer
Änderung der Geschwindigkeit V
soll müssen die Begrenzungen dieser Flächen so vom DSP 116 neu festgelegt werden, dass
ihre Summe konstant bleibt.
[0073] Generell muss man unterscheiden
- A) Profil S = f(t), also Profil des Lage-Sollwerts über der Zeitachse.
- B) Profil V = f(t), also Profil der Geschwindigkeit des Etikettenbands 20 über der
Zeitachse.
[0074] Das Profil S = f(t) wird dem Lageregler 273 in Form von kleinen Schritten vorgegeben,
z.B. alle 100 µs. Dabei kann ein Befehl z.B.lauten: "Am Ende der nächsten 100
µs soll das Etikettenband die Stellung 13,2 mm erreicht haben." Beim Interrupt an der
Messstelle M wird die Zielposition Z im Profilgenerator 220, welche eine Variable
darstellt, korrigiert, so dass der Lageregler 273 dann entsprechend korrigierte Werte
erhält, wie bereits ausführlich beschrieben.
[0075] Das Profil V = f(t) wird verwendet, um einen Etikettierzyklus wie in Fig. 8 zu erzeugen.
Die Rampen 176, 184 werden bevorzugt grundsätzlich mit einer Beschleunigung

ausgeführt, d.h. ihre Steigung bleibt bevorzugt im wesentlichen unabhängig von der
Etikettiergeschwindigkeit. Wie dies bevorzugt geschieht, wird nachfolgend bei Fig.
20 beschrieben.
[0076] In der Startposition A beginnt gemäß dem Kurvenabschnitt 176 (erste Phase der Bewegung)
der Anstieg der Geschwindigkeit V mit einer vorgegebenen Steigung ∂1, nämlich so,
wie die Fahrkurve im Profilgenerator PG 220 (Fig. 13) gespeichert ist. Ein Anstieg
der Motordrehzahl auf 3000 U/min erforderte z.B. bei einem Ausführungsbeispiel einen
Drehwinkel von ca. 66° entsprechend einer Bewegung des Bandes 20/22 um ca. 8 mm.
[0077] Im Kurvenabschnitt 176 steigt die Geschwindigkeit V an, bis eine Geschwindigkeit
V
soll erreicht ist, die vom Benutzer über ein Stellglied vorgegeben werden kann, was durch
einen Pfeil 178 symbolisiert ist. Die Geschwindigkeit V
soll bestimmt die Arbeitsgeschwindigkeit des Etikettierers. Sie kann z. B. zwischen 80
und 160 m/min liegen. Ein Wert von 120 m/min entspricht 2 m/s, und pro Sekunde können
dann etwa 10 bis 30 Etikettiervorgänge stattfinden.
[0078] Wenn die Geschwindigkeit V
soll erreicht ist, geht die Etikettiervorrichtung zu einem Betrieb mit einer im wesentlichen
konstanten Geschwindigkeit über (Kurve 180 = zweite Phase des Geschwindigkeitsprofils),
und dabei wird ab der Startposition A die Strecke S 1 durchlaufen. Vor dem Start wurde
der Profilgenerator 220 auf eine Zielposition Z = EL + SB eingestellt, also auf ein
Profil, bei dem insgesamt eine Strecke TW durchfahren wird, wobei diese Strecke TW
der gesamten Fläche unter der Kurve 176, 180, 184 entspricht.
[0079] Nach Durchlaufen des (mittels der Ausgangssignale des Encoders 82 gemessenen) Weges
S1 gelangt der Etikettensensor 44 in die Messstellung M, nämlich zur Vorderkante 27
des Etiketts 26h, und das Durchlaufen dieser Vorderkante 27 bewirkt einen Mess-Interrupt
an der Stelle/dem Zeitpunkt M. An dieser Stelle hat der Prozessor DSP 116 einen Zählerstand
S1ist entsprechend dem tatsächlich durchlaufenen Weg S1 erreicht.
[0080] Zu diesem Zählerstand S1 ist wird nun der vom Benutzer vorgegebene Wert S2
soll addiert, der auch als Restweg oder Nachlaufweg bezeichnet werden kann. Der Wert

wird dann als neuer Zielwert Z (Sollwert für den Weg bis zur Stelle A') verwendet.
[0081] Entsprechend der Größe S2
soll und entsprechend der Größe der Geschwindigkeit V
soll berechnet jetzt der DSP 116 einen Zeitpunkt 182, ab dem gemäß der Steigung ∂2 der
Rampe 184 die aktive Bremsung des Motors 80 beginnen muss, so dass der Motor 80 bis
zum Zeitpunkt 182 mit der Geschwindigkeit V
soll läuft und dort in die abfallende Rampe 184 (dritte Phase des Geschwindigkeitsprofils)
übergeht, in welcher der Motor 80 durch den Lageregler 218 so gebremst wird, dass
er an der Stelle A' den Wert V = 0 erreicht, also Stillstand des Etikettenbandes 20.
[0082] Die prognostische Berechnung der Zeitpunkte 182, 182' für den Übergang zwischen den
Phasen 2 und 3 des Geschwindigkeitsprofils erfolgt im DSP 116 und wird nachfolgend
anhand der Fig. 9 bis 11 an Beispielen erläutert.
[0083] Die Werte, auf die der Benutzer die Größe S2soll einstellen kann, werden durch das
Programm begrenzt, indem die Veränderung der Fläche 179 so begrenzt wird, wie das
weiter oben beschrieben wurde. Es ist darauf hinzuweisen, dass bei zunehmender Geschwindigkeit
V der zeitliche Abstand zwischen den Zeitpunkten A und A' abnimmt, wobei das Integral
gemäß Gleichung (2) (von A bis A') vom DSP 116 konstant gehalten wird.
[0084] Bei dem Verfahren gemäß Fig. 8 wird also die Zielposition Z bei laufendem Motor 80
während des Interrupts an der Messstelle M (Vorderkante 27 des Etiketts 26h) neu definiert.
Dieses Verfahren erhöht in der Praxis entscheidend die Etikettiergenauigkeit. Denn
durch dieses Verfahren wird erreicht, dass der Abstand S2 des Punktes A von der Vorderkante
27 des vorderen Etiketts 26v ganz weitgehend mit dem Abstand S2
soll des Punktes A' von der Vorderkante 27 des hinteren Etiketts 26h übereinstimmt, d.h.
die Punkte A, A' "wandern" nicht, sondern behalten den vom Benutzer eingestellten
Abstand S2 von der Vorderkante 27 des jeweiligen Etiketts 26 bei. Durch dieses "Nachregeln"
können die Störfaktoren, die beim Lauf des Etikettiergeräts auftreten, weitgehend
kompensiert werden. Das sind vor allem:
- a) Die variablen Kräfte, die von außen, vor allem durch die gefederten Pendelarme
56 und 66 (Fig. 3), auf das Band, also das Etikettenband 20 bzw. das Trägerband 22,
einwirken.
- b) Die Effekte, die dadurch entstehen, dass sich das Band 20/22 bei seiner Beschleunigung
während der Anstiegsphase 176 dehnt, was man bei solchen Etikettenbändern auch als
"Gummibandeffekt" bezeichnet.
- c) Kleine Schwankungen der Etikettenlänge EL und des Etikettenabstands SB, sogenannte
"Teilungsfehler", bleiben ebenfalls ohne Einfluss, sofern die Messung möglichst nahe
bei der Spendekante 30 erfolgt, weshalb angestrebt wird, den Sensor 44 möglichst nahe
bei der Spendekante 30 anzuordnen.
[0085] Die Fig. 9 bis 11 dienen zur Erläuterung der automatischen Anpassung des Profils
durch den Profilgenerator 220, wenn die Sollgeschwindigkeit V
soll geändert wird.
[0086] Fig. 9 ist eine Darstellung analog Fig. 8. Wenn die Winkel ∂1 und ∂2 dem Betrag nach gleich
groß sind, also die ansteigende Flanke 176 dem Betrag nach dieselbe Steigung hat wie
die abfallende Flanke 184, ergänzt die Fläche F184 (unter der Flanke 184) die Fläche
F176 (unter der-Flanke 176) zu einem Rechteck, wie durch einen Pfeil 183 symbolisch
dargestellt, und insgesamt erhält man bei diesem vereinfachten Beispiel, zusammen
mit der rechteckigen Fläche F180 (unterhalb des Abschnitts 180) ein Rechteck mit der
Höhe V
soll und der Länge T, wobei die Länge T der Zeit zwischen dem Verlassen des Punktes A
und dem Erreichen des Punktes 182 ist, dessen Wert auf der Zeitachse mit 182' bezeichnet
ist.
[0087] Diese Fläche entspricht der Abmessung TW der Fig. 2, also dem Abstand der Vorderkanten
27 zweier aufeinander folgender Etiketten 26.
[0088] Wenn die Geschwindigkeit V
soll geändert wird, darf sich diese Fläche TW nicht ändern. Bei diesem vereinfachten Beispiel
gilt also

Daraus folgt, dass man bei Kenntnis des Etiketten-Abstandes TW und der Geschwindigkeit
V
soll direkt die Größe T berechnen kann als

[0089] Man weiß also bei diesem Beispiel folgendes:
Nach dem Start an der Stelle A steigt die Geschwindigkeit V mit der Steigung ∂1 so
lange an, bis die Geschwindigkeit Vsoll erreicht ist.
Ab Erreichen von Vsoll wird das Etikettenband 20 so lange mit der konstanten Geschwindigkeit Vsoll angetrieben, bis ab dem Zeitpunkt A die Zeit

abgelaufen, also der Zeitpunkt 182' erreicht ist.
[0090] Ab dem Zeitpunkt 182' wird der Antrieb auf Bremsen mit der Steigung ∂2 umgeschaltet,
und zum Zeitpunkt A' wird lagegeregelt die Position A' auf dem hinteren Etikett 26h
(Fig. 8) erreicht, und zwar unabhängig von der eingestellten Geschwindigkeit V
soll, d.h. gleichgültig. ob die Maschine schnell oder langsam läuft, wird immer korrekt
etikettiert.
[0091] Bei
Fig. 10 ist der Antrieb auf eine maximale Geschwindigkeit Vmax eingestellt, d.h. die ansteigende
Flanke 176 und die abfallende Flanke 184 sind länger als in Fig. 9. Die grau hervorgehobene
Fläche TW muss der Fläche TW gemäß Fig. 9 entsprechen, und folglich wird hier die
Zeit T entsprechend kürzer, nämlich

[0092] Auch hier wird die Zeit T ab dem Start an der Stelle A gemessen, und wenn diese Zeit
bei Erreichen der Stelle 182' abgelaufen ist, wird auf Bremsen etwa mit der Steigung
∂2 umgeschaltet.
[0093] Fig.11 zeigt den analogen Fall, dass der Antrieb auf die minimale Geschwindigkeit Vmin eingestellt
wird. Auch hier muss die grau hervorgehobene Fläche TW der Größe der entsprechenden
Flächen TW in Fig. 9 und Fig. 10 entsprechen, und deshalb ergibt sich eine entsprechend
lange Zeit

ab Verlassen der Stelle A bis zum Erreichen des Zeitpunkts 182', und an dieser Stelle
wird auf die abfallende Flanke 184 umgeschaltet, damit auch hier eine korrekte Etikettierung
erfolgt.
[0094] Der Profilgenerator 220 erhält also folgende Größen:
Den Etikettenabstand TW, ausgedrückt als Zielgröße Z.
Die Steigung ∂1 der ansteigenden Flanke 176.
Die Steigung ∂2 der abfallenden (bremsenden) Flanke 184.
Die Geschwindigkeit Vsoll.
[0095] Anhand dieser Größen berechnet der Profilgenerator 220 das Profil, welches der eingestellten
Geschwindigkeit V
soll entspricht, wobei die Größe T in der beschriebenen Weise prognostisch berechnet wird.
[0096] Wenn man die Steigungen ∂1 und ∂2 dem Betrag nach gleich groß macht, ergibt sich
eine besonders einfache Berechnung von T, aber selbstverständlich können diese Steigungen
auch differieren. In diesem Fall müssen die Flächen F146, F180 und F184 separat berechnet
bzw. geschätzt werden, und es gilt dann die Beziehung

[0097] Das Drehzahlprofil, das vom Motor 80 erzeugt werden muss, wird also aus den Daten
berechnet, die dem DSP 116 zugeführt werden, wobei für einen bestimmten Etikettentyp
der Abstand TW die Größe der Fläche unter dem Profil 176, 180, 184 definiert, und
diese Fläche unabhängig von der augenblicklich eingestellten Geschwindigkeit V
soll durch automatische Neuberechnung des Geschwindigkeitsprofils V = f(t) im wesentlichen
konstant gehalten wird.
[0098] Es ist darauf hinzuweisen, dass die Größe T gewöhnlich nur einen Sekundenbruchteil
beträgt, weil z.B. pro Sekunde 30 Etikettiervorgänge ablaufen. Dies hängt von der
eingestellten Geschwindigkeit V
soll ab, da ja bei niedriger Geschwindigkeit weniger Etiketten pro Sekunde verarbeitet
werden.
[0099] Durch die Korrektur der Zielgröße Z an der Stelle M erreicht man automatisch eine
Anpassung, wenn sich bei einem Etikettenband der Abstand TW ändert, wie das bereits
ausführlich beschrieben wurde. Dadurch ergibt sich dann auch eine Korrektur der Zeit
T, wie das für den Fachmann aus der vorstehenden Beschreibung klar ersichtlich ist,
d.h. wenn sich die Zielgröße Z ändert, wird bevorzugt auch der Zeitpunkt 182' neu
berechnet.
[0100] Besonders für das Etikettieren vorbeilaufender Gegenstände P (vgl. Fig. 3) ist es
sehr wichtig, dass ein Etikett 26, das gespendet werden soll, innerhalb einer vorgegebenen
Zeitspanne die gleiche Geschwindigkeit erreicht, wie sie dieser Gegenstand P hat,
damit das Etikett an der richtigen Stelle auf diesem Gegenstand "angeheftet" wird,
und dass anschließend das Etikett genau mit der Geschwindigkeit des vorbeilaufenden
Produkts gespendet wird, also ein guter Gleichlauf zwischen Produkt P und Etikett
26 gewährleistet wird. Das setzt voraus, dass die Bewegung des Etikettenbands 20 sehr
exakt entsprechenden Befehlen gehorcht, also der Lageregler 273 die Bewegungen des
Etikettenbands 20 sehr gut kontrollieren kann.
[0101] Fig.12 zeigt ein Flussdiagramm für den Ablauf der Routine CORR.Z (Zielkorrektur)
S200, welche das Drehzahlprofil des Motors 80 steuert.
[0102] Bei S202 wird geprüft, ob ein Startsignal vom Sensor 72 (Fig. 3) vorliegt. Falls
Nein (N), geht die Routine in einer Schleife zurück zum Anfang. Falls Ja (Y), geht
die Routine zum Schritt S204. Dort wird der Profilgenerator 220 (Fig. 10) entsprechend
den vorgegebenen Parametern, z.B. dem Wert Z:=TW und der gewünschten Geschwindigkeit
V
soll, geladen. Die vom Profilgenerator 220 erzeugten Werte beruhen auf gespeicherten Wertetabellen,
und der Profilgenerator berechnet daraus das Bewegungsprofil. Das Profil ist ein Drehzahlprofil,
und dieses beginnt mit V = 0 und endet bei V = 0, wie in Fig. 8 dargestellt. Der Wert
Z entspricht in S204 der Summe (EL + SB) für das verwendete Etikettenband 20. (Ggf.
kann man auch mit dem Mehrfachen von (EL + SB) arbeiten, falls am Etikettierer 46
kein Drucker vorgesehen ist.)
[0103] Anschließend wird in S206 geprüft, ob die Messstellung M erreicht ist, also ob der
Etikettensensor 44 an der Vorderkante 27 des Etiketts 26h ein Signal erzeugt hat,
das in der bereits beschriebenen Weise einen Interrupt auslöst, um eine sofortige
Reaktion auf dieses vom hinteren Etikett 26h bewirkte Ereignis zu ermöglichen.
[0104] Falls die Messstellung M erreicht ist (Antwort: Y), wird in S208 der Profilgenerator
220 in der bereits beschriebenen Weise korrigiert, und zum gemessenen Weg S1 ist,
der bis zum Erreichen der Messstellung M gemessen wurde, wird gemäß Gleichung (4)
der gewünschte Restweg S2
soll addiert, und das Resultat Z = S1 ist + S2
soll wird als neue Zielgröße Z verwendet, ersetzt also die Zielgröße Z aus S204, so dass
der Profilgenerator 220 entsprechend der neuen Zielgröße Z den Lauf des Motors 80
regelt, d.h. der Profilgenerator wird ggf. entsprechend korrigiert, wie in S208 angegeben.
(Im Idealfall stimmen die Zielgrößen Z aus den Schritten S204 und S208 vollständig
überein, aber in der Praxis sind kleine Differenzen unvermeidbar. Wenn die Werte übereinstimmen,
muss der Profilgenerator 220 selbstverständlich nicht korrigiert werden.)
[0105] Anschließend geht das Programm zu S210, wo geprüft wird, ob die Zielposition Z erreicht
ist. In Fig. 8 entspricht diese Zielposition der Stelle A' auf dem Etikett 26h, d.h.
der Etikettensensor 44 liegt dann exakt gegen diese im voraus berechnete Stelle A'
an, und der Motor 80 steht, also V = O. Wenn dies der Fall ist (Y), geht die Routine
S200 zurück zum Anfang und wartet auf das nächste Startsignal.
[0106] Falls in S210 die Antwort Nein (N) lautet, geht die Routine zurück zum Schritt S206.
[0107] Falls in S206 die Antwort ständig Nein ist, z.B. weil ein Etikett 26 auf dem Trägerband
22 fehlt und folglich der Etikettensensor 44 keine Messstelle M findet und keinen
Interrupt auslösen kann, findet die Korrektur des Wertes Z im Schritt S208 nicht statt,
und die Routine geht von S206 direkt zu S210, d.h. sie arbeitet mit der Zielgröße
Z aus S204 weiter und prüft in S210 ebenfalls, ob Z erreicht ist. Falls Nein, geht
die Routine auch hier zurück zu S206. Falls Ja, geht sie zurück zu S202, und dort
wird ein neues Startsignal abgewartet.
[0108] Wenn also ein Etikett 26 auf dem Trägerband 22 fehlt, wird das Etikettenband 20 trotzdem
etwa an der Stelle A' stillgesetzt, sofern in S204 die Zielgröße Z auf die Summe (EL
+ SB) gemäß Gleichung (1) festgelegt wurde. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn
die einzelnen Etiketten 26 im Etikettiergerät bedruckt werden, wie das in Fig. 16
dargestellt ist, da in vielen Fällen für den Druck das Trägerband 22 stillstehen muss.
Wenn ein Etikett fehlt, wird in diesem Fall das stillstehende Trägerband 22 bedruckt.
[0109] Die Routine S200 kann je nach Anwendung Plausibilitätskontrollen enthalten, z.B.
wie beschrieben für den Wert S2
soll.
[0110] Fig. 13 zeigt die zugehörige Regelanordnung 218. Mit 220 ist der Profilgenerator PG bezeichnet,
der nach Eingang von Daten 222 (Startbefehl, Steigungen ∂1, ∂2, TW, V
soll, etc) ein Geschwindigkeitsprofil erzeugt, wie z.B. in Fig. 8 dargestellt und erläutert.
Dem PG 220 wird also eine Zielposition Z zugeführt, die beim Start dem Wert TW gemäß
Gleichung (1) entsprechen kann, oder ggf. auch einem Mehrfachen von TW, sofern kein
Drucker 280 (Fig. 16) vorgesehen ist.
[0111] An seinem Ausgang 221 erzeugt der PG 220 einen Sollweg S
soll, der über einen Soll-Istwert-Vergleicher 224 einem PI-Lageregler S-CTL 226 zugeführt
wird. Dem Vergleicher 224 wird als aktuelle Größe der tatsächlich vom Etikettenband
20 zurückgelegte Weg S
ist zugeführt, der durch Zählen von vom Encoder 82 gelieferten Impulsen 83 in einem Zähler
228 erhalten wird. (Der Zähler 228 kann sich im DSP 116 befinden.) Der Wert S
ist wird auch einem Rechenglied 230 zugeführt.
[0112] Fig. 13 zeigt, dass der Encoder 82 bei diesem Beispiel insgesamt sechs Ausgänge hat,
die mit A, A/, B, B/, X und X/ bezeichnet sind. Diese sind mit einem logischen Schaltglied
227 verbunden, und ihre Signale werden dort ausgewertet und zu logischen Signalen
A1, B1 und X1 aufbereitet, die ihrerseits einem Konvertierer 229 zugeführt werden,
der daraus an einem Ausgang 231 ein Drehstellungssignal Ω
ist erzeugt, das die Drehstellung des Motors 80 anzeigt. Dieses Signal wird für die Erzeugung
eines Raumvektors benötigt.
[0113] Auf dem X-Kanal werden die Informationen von drei Hallsensoren als serielles Signal
übertragen, das auch im Stillstand die augenblickliche Position des permanentmagnetischen
Rotors im Motor 80 anzeigt.
[0114] Der Motor 80 läuft beim Ausführungsbeispiel im Betrieb als sog. Sinusmotor, also
als dreiphasiger Motor mit sinusförmigen Statorströmen. Jedoch können direkt nach
dem Einschalten diese sinusförmigen Ströme noch nicht erzeugt werden, da sie eine
sehr exakte Erfassung der Rotorstellung voraussetzen, die im Stillstand nicht möglich
ist.
[0115] Über den X-Kanal ist aber eine grobe Information über die Rotorstellung verfügbar,
so dass der Motor 80 in einer Betriebsart als kollektorloser Motor 80 starten kann,
wofür eine grobe Rotorstellungsinformation genügt.
[0116] Sobald sich der Motor 80 genügend schnell dreht, wird er auf Betrieb als Sinusmotor
umgeschaltet, weil dann die Rotorstellung mit einer sehr feinen Auflösung gemessen
werden kann.
[0117] Die Signale A1 und B1 werden einer QEP-Einheit-233 zugeführt, welche in den DSP 116
integriert ist. Diese erhöht die Auflösung des Encoders 82 um den Faktor 4, das heißt,
wenn der Encoder 82 z. B. pro Umdrehung 2.500 Impulse liefert, erhält man am Ausgang
der QEP-Einheit 233 eine Zahl von 10.000 Impulsen pro Umdrehung. Dadurch erhält man
eine höhere Auflösung und folglich eine höhere Genauigkeit des Systems. Naturgemäß
wird in manchen Fällen auch eine niedrigere Genauigkeit genügen. Am Ausgang der QEP-Einheit
233 erhält man also ein Drehzahlsignal n
ist in Form von Impulsen 83, deren Frequenz der augenblicklichen Drehzahl des Motors
80 proportional ist.
[0118] Die Impulse 83 werden in einem Integrierglied (Zähler) 228 integriert, so dass man
an dessen Ausgang 237 ein Wegsignal S
ist erhält, das dem vom Etikettenband 20 zurückgelegten Weg entspricht.
[0119] Fig. 14 zeigt die verschiedenen Signale. Die Signale A und A/ werden von einer ersten Signalspur
erzeugt, die Signale B und B/ von einer hierzu um 90° el. versetzen Signalspur.
[0120] Das Drehzahlsignal n
ist wird, wie in Fig. 14 dargestellt, durch Differenzierung der Flanken der Signale A/,
B/ erzeugt. Das Signal A1 entspricht dem Signal A, und das Signal B1 entspricht dem
Signal B. Aus der Phasenverschiebung zwischen den Signalen A und B ergibt sich die
Drehrichtung des Motors 80, wie das dem Fachmann bekannt ist.
[0121] Da besonders am Anfang ein großer Unterschied zwischen S
ist (= 0) und S
soll bestehen kann, ergibt sich am Ausgang des PI-Reglers 226 eine entsprechende Stellgröße,
und diese wird dann in einem Begrenzungsglied 232 ggf. auf einen vorgegebenen Wert
begrenzt. (Da es sich bevorzugt um einen digitalen PI-Regler handelt, ist diese Begrenzung
Teil des Regelprogramms. Der Wert, auf den begrenzt wird, kann hier, wie auch im Begrenzer
250, variabel und einstellbar sein.
[0122] Die Begrenzung wird nur wirksam, falls die Stellgröße den eingestellten Wert überschreitet.)
[0123] Am Ausgang des Begrenzers 232 erhält man einen Sollwert n
soll für die Drehzahl des Motors 80. Dieser wird in einem Vergleicher 234 verglichen mit
dem DrehzahlIstwert n
ist, der vom Ausgang 235 der QEP-Einheit 233 zugeführt wird.
[0124] Das Ausgangssignal des Vergleichers 234 wird einem digitalen PI-Drehzahlregler 238
zugeführt, an dessen Ausgang man einen Stellwert erhält, zu dem in einem Addierglied
240 das Ausgangssignal eines FF-Glieds 242 für die Beschleunigung und eines FF-Glieds
244 für die Geschwindigkeit V
soll addiert werden. (FF = Feed Forward).
[0125] Das Glied 244 (FF V
soll) erhält sein Eingangssignal von einem Differenzierglied 270, das dazu dient, die
vom Profilgenerators 220 an dessen Ausgang 223 gelieferten Sollpositionen nach der
Zeit zu differenzieren, also einen Geschwindigkeits-Sollwert dS
soll/dt zu bilden, und dieser Wert wird im Glied 244 mit einem empirisch ermittelten vorgegebenen
Faktor multipliziert und dem Addierglied 240 als Eingangsgröße zugeführt.
[0126] Das Glied 242 (FF Accel) erhält sein Eingangssignal von einem Differenzierglied 271,
das dazu dient, den im Glied 270 berechneten Geschwindigkeits-Sollwert nochmals nach
der Zeit zu differenzieren, also einen Sollwert für die Beschleunigung zu berechnen,
und diese Soll-Beschleunigung wird im Glied 242 mit einem empirisch ermittelten vorgegebenen
Faktor multipliziert und dann ebenfalls dem Addierglied 240 als Eingangsgröße zugeführt.
Das Glied 242 multipliziert also die aus den Gliedern 270, 271 erhaltene Größe und
führt sie dem Glied 240 zu.
[0127] Durch diese Differenziervorgänge wird also vorausschauend in den Regelkreis eingegriffen,
was die Dynamik des Reglers 218 sowie seine Genauigkeit beim Positionieren der Etiketten
26 erhöht. Dies wird nachfolgend bei Fig. 20 ausführlich erläutert.
[0128] Besonders wichtig ist dies an der Stelle A der Fig. 8, also am Übergang von V = 0
zur ansteigenden Rampe 176, ebenso an der Stelle 177 (Übergang von der ansteigenden
Rampe 176 zum Bereich 180 mit konstanter Geschwindigkeit), ebenso an der Stelle 182
(Übergang vom Bereich 180 zur bremsenden Rampe 184), und schließlich an der Stelle
A', nämlich dem Übergang vom Abschnitt 184 mit aktiver Bremsung zum Stillstand, also
zu V = 0. Hierdurch vermeidet man an den Stellen A, 177, 182 und A' sehr weitgehend
ein Überschwingen oder Unterschwingen, und die Übergänge verlaufen im wesentlichen
asymptotisch. Die Multiplikationsfaktoren in den Gliedern 242, 244 werden empirisch
ermittelt und hängen u.a. vom Typ des Motors 80 ab. Bei richtiger Einstellung erreicht
man vor allem, dass an den Stellen A und A' ein Rückwärtsdrehen des Motors 80 nahezu
unmöglich wird. Ein solches Rückwärtsdrehen würde zu einer Entspannung des Trägerbandes
22 führen und ist deshalb unerwünscht.
[0129] Das Ende des horizontalen Bereichs 180 (Fig. 8), also der Zeitpunkt 182', wird wie
beschrieben vorausschauend berechnet. Die verausschauenden Berechnungen, wie sie bei
der Erfindung bevorzugt verwendet werden, führen zu einer Erhöhung der Dynamik des
Systems, d.h. sie ermöglichen bei hohen Etikettiergeschwindigkeiten eine sehr gute
Positionier- und Wiederhotgenauigkeit.
[0130] Das Ausgangssignal des Glieds 240 wird einem Begrenzer 250 zugeführt, und der Stellwert
am Ausgang des Begrenzers 250 dient als Strom-Sollwert i
soll für die q-Achse.
[0131] Der Motor 80, der auch als Synchronmaschine mit permanentmagnetischer Erregung (PMSM)
bezeichnet wird, arbeitet bei diesem Ausführungsbeispiel mit einer feldorientierten
Regelung (Vektorregelung), wobei der feldbildende Strom ("Erregerstrom") und der drehmomentbildende
Strom separat geregelt werden. Eine solche feldorientierte Regelung beruht darauf,
dass die zu entkoppelnden Stromkomponenten durch separate Stromregelschleifen in den
Motor 80 eingeprägt werden.
[0132] Bei einer solchen Regelung unterscheidet man die sogenannte d-Komponente, auch Längskomponente
oder feldbildende Komponente genannt, und die q-Komponente, auch Querkomponente genannt,
des Motorstromes.
q-Komponente
[0133] Zwischen dem vom Motor 80 erzeugten Drehmoment und der Querkomponente besteht ein
linearer Zusammenhang. Da der Motor 80 einen permanentmagnetischen Rotor hat, dessen
Rotorfluss konstant ist, kann die Ausgangsgröße i
soll am Ausgang des Begrenzers 250 als Sollwert für die Querkomponente verwendet werden.
Sie wird in einem Vergleicher 266 mit einer Größe Iq verglichen, und das Resultat
des Vergleichs wird einem PI-Stromregler 268 zugeführt
.
d-Komponente
[0134] Da der Motor 80 einen permanentmagnetischen Rotor hat, dessen magnetischer Fluss
konstant ist, wird durch einen Geber 246 für die d-Komponente der Wert 0 vorgegeben
und einem Vergleicher 258 zugeführt, dessen negativem Eingang ein Wert für den Strom
I
d zugeführt wird. Der Motor 80 wird also hier so geregelt, dass die d-Komponente den
Wert 0 hat.
[0135] Der Motor 80 hat in seiner Statorwicklung drei Phasen u, v, w, und er hat einen (nicht
dargestellten) Permanentmagnet-Innenrotor. Beim Start wird der Motor 80, wie beschrieben,
als bürstenloser Motor durch Hallsensoren (oder alternativ: Nach dem Sensorless-Prinzip)
gesteuert, und nach dem Start läuft er als dreiphasiger Synchronmotor mit etwa sinusförmigen
Strömen.
[0136] Hierzu hat er den bereits beschriebenen Wechselrichter 86 in Form einer Dreiphasen-Vollbrücke,
z.B. mit IGBT-Transistoren oder sonstigen steuerbaren Halbleitern. Die Brücke 86 wird
über die Optokoppler 90 und die Gate-Treiber 88 gesteuert, vgl. Fig. 4.
[0137] Die Ströme I
u und I
v in zwei der drei Zuleitungen u, v, w des Motors 80 werden über die beiden Stromwandler
112, 114 erfasst und im DSP 116 in einem dort vorgesehenen A/D-Wandler in digitale
Signale umgewandelt. Dann werden sie einem uvw-dq-Koordinatenwandler 256 zugeführt,
ebenso das Signal Ωist vom Konvertierer 229. Der Wandler 256 erzeugt hieraus durch
Transformation die bereits erwähnte d-Achsen-Stromkomponente I
d und die q-Achsen-Stromkomponente Iq für die d- und die q-Achse, die als Rückkopplungsgrößen
für die beiden Stromregler 260 bzw. 268 dienen.
[0138] Wie bereits erläutert, wird die d-Achsen-Stromkomponente I
d mit negativem Vorzeichen dem Summierglied 258 zugeführt, dessen positivem Eingang
der Wert 0 zugeführt wird. Das Ausgangssignal des Glieds 258 wird dem digitalen Pl-Stromregler
260 zugeführt, an dessen Ausgang man ein Signal U
d erhält, nämlich einen Sollwert für die d-Achsen-Spannung U
d, der einem dq-uvw-Koordinatenwandler 262 zugeführt wird, der auch als "Raumzeigermodulator"
oder "Space Vector Generator" bezeichnet wird.
[0139] Das Ausgangssignal i
soll des Begrenzers 250 wird dem positiven Eingang des Summierglieds 266 zugeführt, dessen
negativem Eingang das Ausgangssignals Iq des Wandlers 256 zugeführt wird. Das Ausgangssignal
des Vergleichsglieds 266 wird einem PI-Stromregler 268 zugeführt, an dessen Ausgang
man einen Sollwert für die q-Achsen-Spannung Uq erhält. Dieser Wert Uq wird ebenfalls
dem dq-uvw-Koordinatenwandler 262 zugeführt, dem auch das Rotorstellungssignal Ωist
zugeführt wird und der aus diesen Eingangssignalen drei Signale U
u, U
v, U
w zur Steuerung des Moduls 86 erzeugt, das den Motor 80 speist, so dass im Motor 80
ein umlaufendes Drehfeld erzeugt wird.
[0140] Die Module 86, 256, 260, 262, 268 sind Hardware- bzw. Software-Module, die dem Fachmann
für elektrische Antriebe geläufig sind. Diese werden z.B. in Servosteuerungen für
die Lenkung von Kraftfahrzeugen und in Frequenzumrichtem verwendet. Beim Ausführungsbeispiel
sind sie zum Teil Bestandteile des DSP 116.
[0141] In der Zwischenkreisleitung 106 (Fig. 4), die zum Modul 86 führt, befindet sich ein
(nicht dargestellter) Messwiderstand. Dieser ermöglicht im Glied 110 eine Kurzschlusserfassung
und eine Erdschlusserfassung zum Schutze des Moduls 86. Beim Überschreiten einer vorgegebenen
Länge eines Kurzschlussimpulses schaltet das Bauteil 110 die Treiber 88 ab und gibt
ein entsprechendes Signal an den DSP 116.
[0142] Fig. 15 zeigt die Funktionen der einzelnen Bestandteile des Reglers 218: Mit 269 ist der
Stromregler bezeichnet, der direkt die sinusförmigen Ströme l
u, I
v, I
w im Motor 80 beeinflusst.
[0143] Der Stromregler 269 ist Bestandteil eines Drehzahlreglers 271, auf den, wie dargestellt,
die Soll-Beschleunigung vom Glied 242 und die Soll-Drehzahl n
soll vom Glied 244 direkt einwirken.
[0144] Schließlich ist mit 273 ein Lageregler bezeichnet, dem vom Profilgenerator 220 direkt
ein Sollwert S
soll für die Lage des Etikettenbandes 20 zugeführt wird und der bewirkt, dass der Motor
80 exakt an der gewünschten Stelle A' zum Stillstand kommt.
[0145] Das Glied 230 wird vom Etikettensensor 44 getriggert. Wenn dieser an einer Etikettenkante
27 (Stelle M der Fig. 8) ein Signal erzeugt, bewirkt dieses einen Mess-Interrupt,
und der Wert S2
soll wird an dieser Stelle gemäß Gleichung (2) zum erreichten Wert S1 ist hinzu addiert
und als neue Zielgröße Z verwendet, wie bereits ausführlich beschrieben, so dass die
Punkte A, A' nicht "wandern", also die Etiketten 26 nicht "versetzt" werden, und man
eine hohe Etikettiergenauigkeit erhält.
[0146] Fig. 16 zeigt einen Etikettierer 46 analog dem, wie er in Fig. 3 dargestellt ist, wobei aber
auf dem Tisch 42 ein Drucker 280 bekannter Bauart installiert ist. Deshalb ist der
(verstellbare) Tisch 42 länger ausgezogen, und der Drucker 280 befindet sich - als
Beispiel - zwischen dem Etikettensensor 44 und der Spendekante 30. Gleiche oder gleich
wirkende Teile wie in Fig. 3 sind mit denselben Bezugszeichen bezeichnet wie dort
und werden nicht nochmals beschrieben.
[0147] Da der Drucker 280 gewöhnlich vom Etikettiergerät 46 gesteuert wird, also meist vom
DSP 116, kann man bei angeschlossenem Drucker 280 das Programm so modifizieren, dass
die Größe Z vom Benutzer nur auf [EL + SB] eingestellt werden kann. Dies kann durch
eine entsprechende Eingabemaske geschehen, in der Art des Etikettierens, Etikettenlänge
und Etikettenabstand vom Benutzer eingegeben werden müssen und die Einstellung der
Zielgröße Z entsprechend diesen Eingaben erfolgt, nachdem deren Plausibilität geprüft
wurde. Wenn ein Etikett 26 auf dem Trägerband 22 an einer Stelle fehlt, hält das Etikettenband
20 trotzdem an, das Trägerband 22 wird vom Drucker 280 bedruckt, und anschließend
erfolgt ein neuer Transport und ggf. ein nochmaliges Bedrucken des Trägerbandes, falls
auch ein zweites Etikett fehlen sollte.
[0148] Durch die in Fig. 16 dargestellte Anordnung erreicht man den Vorteil, dass die Etiketten
26 sehr passgenau bedruckt werden, weil das "Nachregeln" oder "Synchronisieren" an
der Messstelle M nahe beim Drucker 280 erfolgt. Man vermeidet so Ausschuss, und die
Erfindung eignet sich zum Beispiel in gleicher Weise für Anwendungen, wo es nur darum
geht, Etiketten 26, die auf einem Trägerband 20 angeordnet sind, nacheinander inline
mit sehr guter Passgenauigkeit und hoher Geschwindigkeit zu bedrucken.
[0149] Fig.18 zeigt das Gehäuseteil 302 des Geräts 46 der Fig. 3 von der Rückseite (bei abgenommener
Rückwand), also gesehen in Richtung des Pfeiles XVIII der Fig. 17. Das Gehäuseteil
302 hat zwei Öffnungen 320, 322, die zu seiner Montage an einer Maschine verwendet
werden können. Fig. 17 zeigt auch die Lage des Prozessors 116 im Teil 300.
[0150] In Fig. 18 erkennt man den Motor 80 und seine Welle 324, auf der eine Riemenscheibe
326 (z.B. 14 Zähne) für einen Zahnriemen 328 befestigt ist. Letzterer geht über eine
Spannrolle 330 zu einer Riemenscheibe 332 (z.B. 32 Zähne), welche die Walze 62 (Fig.
3 und 16) antreibt. Eine Umdrehung der Walze 62 entspricht also bei diesem Beispiel
32/14 Umdrehungen der Motorwelle 324.
[0151] Im Gehäuseteil 302 sind verschiedene Platinen angeordnet, z.B. die Platine 94 für
das EMV-Filter, und drei weitere Platinen 336, 338, 340 mit elektronischen Bauelementen.
[0152] Ein seitliches Einstellrad 344 ermöglicht es, die Lage des Etikettensensors 44 zu
verändern.
[0153] Fig. 19 zeigt eine vergrößerte Schnittdarstellung des freien Endes der Hutze 307. Man erkennt
einen Abschnitt des Motors 80, den Encoder 82, sowie die Platine 84 mit dem Leistungsmodul
81 (Wechselrichter 86 und Gleichrichter 104 für die Speisung des Zwischenkreises 106,
vgl. Fig. 4.) Der Wechselrichter 86 und der Gleichrichter 104 werden als fertiges
Modul 81 z.B. von der Firma EUPEC hergestellt. Der Wechselrichter 86 hat z.B. sechs
IGBT-Transistoren. Dieses Modul 81 liegt mit einer Stirnfläche 87, an der Wärmeleitpaste
89 vorgesehen ist, mit Vorspannung gegen eine Innenwand 85 des Deckels 306 an, so
dass die Wärme aus dem Modul 81 in den Deckel 306 und von diesem in das rohrartige
Teil 300 übergeht, wie durch Pfeile 18 symbolisch angedeutet.
[0154] Am Übergang vom Deckel 306 zum rohrartigen Teil 300 ist in einer durchgehenden Nut
301 ein O-Ring 303 vorgesehen, um die Teile 300, 306 flüssigkeitsdicht miteinander
zu verbinden, was vor allem wegen der Reinigung mit einem Hochdruckreiniger wichtig
ist, wie man sie in vielen Betrieben verwendet. Der Deckel 306 ist mittels Schrauben
305 am rohrartigen Teil 300 befestigt. Ebenso ist das Teil 300 flüssigkeitsdicht am
Gehäuse 302 befestigt.
[0155] Im Inneren des rohrartigen Teils 300, und etwa senkrecht zu dessen Längsachse verlaufend,
ist ein Blech 307 vorgesehen. Dieses ist mit Zapfen 309 versehen, die in der dargestellten
Weise in Aussparungen 311 des Moduls 86, 104 eingreifen.
[0156] Das Blech 307 mit seinen Zapfen 309 wird durch Federn 311 mit einer Kraft von z.B.
150 N in Richtung zum Deckel 306 gepresst und presst über seine Zapfen 309 das Modul
81 gegen die Innenwand 85 des Deckels 306, um dort einen niedrigen Wärmeübergangswiderstand
zu erreichen.
[0157] Dadurch, dass der Deckel 306 im Bereich des Moduls 86, 104 besonders dick ausgebildet
ist, hat er an dieser Stelle eine ausreichend große Wärmekapazität, so dass auch bei
starker Belastung des Etikettiergeräts örtliche Überhitzungen sicher vermieden werden
können.
[0158] Wie man in Fig. 19 erkennt, ist die untere Schraube 305 zweiteilig ausgebildet. Ihr
inneres Teil 305i dient, wie dargestellt, zur Führung des Blechs 307 und der Leiterplatte
84, welche hierzu beide mit entsprechenden Ausnehmungen versehen sind.
[0159] Fig. 20 erläutert das Arbeitsprinzip des verwendeten Lagereglers 273. Die vertikale Achse
zeigt den vom Etikettenband 20 zurückgelegten Weg S. Die horizontale Achse zeigt die
Zeit t, wobei ein Etikettierzyklus z. B. 12 ms dauern kann. Innerhalb dieser Zeit
muss das Etikettenband 20 von einer Stelle A zu einer Stelle A' transportiert werden,
z. B. um 20 mm, entsprechend der Größe TW. Es ergibt sich dann eine mittlere Geschwindigkeit
des Etikettenbandes 20 von 0,02 m / 0,012 s =1,7 m/s =100 m/min
[0160] Innerhalb dieser Zeitspanne von z. B. 12 ms muss das Etikettenband 20 ein vorgeschriebenes
Bewegungsmuster stringent einhalten, denn sonst wäre eine korrekte Etikettierung vorbeilaufender
Produkte ("im Beilauf") nicht möglich, d. h. es muss sich um einen sehr "steifen"
Lageregler handeln, der exakt innerhalb einer vorgeschriebenen Zeit die Sollgeschwindigkeit
V
soll erreicht und diese Sollgeschwindigkeit auch während einer vorgeschriebenen Zeitspanne
exakt, also mit sehr gutem Gleichlauf, einhält.
[0161] Dieses Einhalten eines vorgegebenen Bewegungsmusters wird dadurch erreicht, dass
der Regler 218 während der Etikettierung bevorzugt durchgehend im Lageregelmodus betrieben
wird, wobei an den Eckpunkten 177,182 (Fig. 8) des Profils die Werte von Soll-Beschleunigung
und Soll-Drehzahl zusätzlich stark wirksam werden, weil sich diese Werte dort sprunghaft
ändern.
[0162] Hierzu wird aus den zugeführten Daten, also ∂1, ∂2, TW und V
soll ein Geschwindigkeitsprofil V = f(t) und ein Lageprofil S = g(t) berechnet. Fig. 20
zeigt beispielhaft ein solches Lageprofil S = g(t). Da das Profil V = f(t) leichter
zu definieren und - z.B. bei Parameteränderungen - neu zu berechnen ist, wird bevorzugt
das Lageprofil aus dem Geschwindigkeitsprofil abgeleitet, was durch einfache Rechenoperationen
möglich ist, wie der Fachmann ohne weiteres erkennt.
[0163] Z. B. weiß man aus dem Lageprofil der Fig. 20, dass nach einer Zeit t
1 ein Weg von 4 mm durchlaufen sein muss, und nach einer Zeit T = TW/V
soll ein Weg von 16 mm, und dass das Etikettenband 20 nach einer Bewegung von 20 mm zum
Stillstand gekommen sein muss.
[0164] Diese Wegdaten werden in kleine Inkremente Δt und ΔS aufgelöst, z. B. von Δt = 500
µs, und dem Regler 273 wird z. B. an einer Stelle 300 (Fig. 20) vom Profilgenerator
220 vorgegeben, dass in den nächsten 500 µs das Band 20 um ein Weginkrement ΔS von
1,4 mm weitergelaufen sein und die Stelle 302 (5,4 mm) erreicht haben muss (entsprechend
einer Sollgeschwindigkeit von 2,8 m/s). Dementsprechend wird an der Stelle 302, da
dort die Geschwindigkeit V
soll konstant ist, wiederum dem Regler 273 vom Profilgenerator 220 vorgegeben, dass das
Band 20 im nächsten Δt von 500
µs um ΔS =1,4 mm weitergelaufen sein und eine Stelle 304 (6,8 mm) erreicht haben muss,
etc.
[0165] Aus der vorstehenden Beschreibung ergibt sich also das Arbeitsprinzip eines solchen
digitalen Lagereglers als das "Abfahren" einer dichten Folge von vorgegebenen Positionen
nach einer genau festgelegten zeitlichen Sequenz.
[0166] Auf diese Weise wird in einer dichten Folge von Befehlen das vorgegebene Profil "abgefahren",
wobei durch die gewählte Reglerkonfiguration mit unterlagertem Geschwindigkeitsregler
und unterlagertem Stromregler erreicht wird, dass die Bewegung dem vorgegebenen Muster
sehr gut folgt.
[0167] An den Übergangsstellen, z. B. in Fig. 8 an den Stellen 177 und 182, tritt deshalb
kein Überschwingen auf, weil ein solcher Regler sozusagen automatisch die dortigen
Ecken "wegbügelt" bzw. "egalisiert". Dies wird vor allem dadurch erreicht, dass in
Fig. 13 dem Summierglied 240 am Ausgang des PI-Reglers 238 als Korrekturwert vom Glied
242 die Soll-Beschleunigung und vom Glied 244 die Soll-Drehzahl zugeführt wird.
[0168] Geht z.B. in Fig. 8 an der Stelle 177 des Profil von einem positiven Wert der Soll-Beschleunigung
auf den Wert 0 zurück (weil ab dem Punkt 177 die Bandgeschwindigkeit V
soll konstant ist), so sinkt das Eingangssignal des PI-Stromreglers 268 entsprechend,
und der Motorstrom wird sofort reduziert, so dass kein Überschwingen auftritt.
[0169] Ebenso wird an der Stelle 177 der Sollwert V
soll für die Bandgeschwindigkeit konstant, während er bis zum Punkt 177 ständig angestiegen
war.
[0170] Beides bewirkt, dass am Punkt 177 die Bandbewegung ohne Überschwingen in den Abschnitt
180 mit konstanter Geschwindigkeit V
soll übergeht, was z.B. für das korrekte Etikettieren vorbeilaufender Gegenstände (P in
Fig. 3) sehr wichtig ist.
[0171] Analog wird an der Stelle 182 (Fig. 8) die Soll-Beschleunigung, die vorher den Wert
Null hatte, negativ, wodurch der Regler praktisch sofort und ohne Überschwingen in
den Bremsbetrieb übergeht, wozu auch beiträgt, dass ab der Stelle 182 der Sollwert
V
soll für die Bandgeschwindigkeit laufend abnimmt.
[0172] Die Signale vom PI-Regler 226 bewirken ständig eine Lageregelung, so dass an der
Stelle A' die Bandgeschwindigkeit Null erreicht wird. Ein solcher digitaler Lageregler
ermöglicht es also sehr gut, ein vorgegebenes Wegprofil und - indirekt - ein vorgegebenes
Geschwindigkeitsprofil zu realisieren, ohne dass dabei ein Überschwingen auftritt.
[0173] Die Größe der Schritte Δt, die der Regler verwendet, also die sogenannte Zykluszeit,
ist normalerweise im Stromregler 269 am kürzesten, da sich der Motorstrom am schnellsten
ändern kann.
[0174] In Fig. 20 ist beispielhaft angegeben, dass die Zeitspanne T (vgl. Fig. 9 bis 11)
den Wert TW/V
soll haben kann. Dies entspricht dem Beispiel der Fig. 9 bis 11. Selbstverständlich kann
bei einem anderen Profil die Zeitspanne T einen anderen Wert haben, wie bei Fig. 9
bis 11 ausführlich erläutert.
[0175] An der Messstelle M (Fig. 8) wird anstelle von TW ein neuer Wert Z verwendet, und
in diesem Fall kann sich für T ein neuer Wert

ergeben, wenn TW nicht mit Z übereinstimmt, und unter der Voraussetzung, dass das
Beispiel nach den Fig. 9 bis 11 zugrunde gelegt wird. In diesem Fall wird auch der
Zeitpunkt 182' neu berechnet.
[0176] Die Bezugszeichen 176, 180 und 184 in Fig. 20 beziehen sich auf die entsprechenden
Abschnitte der Darstellung nach Fig. 8 und sollen den Vergleich zwischen den Darstellungen
der Fig. 8 und Fig. 20 erleichtern.
[0177] Naturgemäß sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung vielfache Abwandlungen und Modifikationen
möglich, ohne das Grundkonzept der Erfindung zu verlassen. Z.B. könnte ein Teil des
Bewegungsprofils durch einen Geschwindigkeitsregler erzeugt werden.
1. Verfahren zum Bewegen eines Etikettenbandes (20), auf dem Etiketten (26) vorgegebener
Länge (EL) mit im Wesentlichen gleichförmigen Zwischenräumen (SB) angeordnet sind,
mittels eines Elektromotors (80), eines diesem Motor (80) zugeordneten Lagereglers
(218, 273), und eines Sensors (44) zur Erfassung einer vorgegebenen Lage eines Etiketts
(26), wenn dieses zusammen mit dem Etikettenband (20) relativ zum Sensor (44) bewegt
wird, mit folgenden Schritten:
Entsprechend einem vorgegebenen Bewegungsprofil wird das Etikettenband (20), ausgehend
von einer Startposition (A), in Bewegung gesetzt, wobei dem Lageregler (218, 273)
eine erste Zielposition (Z) als Endposition des Bewegungsprofils des Etikettenbandes
(20) vorgegeben wird;
wenn während der Bewegung des Etikettenbandes (20) eine vorgegebene Stellung (M) des
Etikettenbands (20) durch den Sensor (44) erfasst wird, wird in enger zeitlicher Verbindung
hiermit dem Lageregler (218, 273) eine revidierte Zielposition (Z) vorgegeben, welche
die erste Zielposition vor dem Erreichen dieser ersten Zielposition ersetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem dem lageregler (218, 273) als erste Zielposition
(Z) eine Bewegung um einen vorgegebenen Abstand vorgegeben wird, der etwa der Größe

entspricht,
wobei EL die Länge eines Etiketts (26),
SB der Abstand zwischen zwei aufeinander folgenden Etiketten (26),
und n = 1, 2, 3,... ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem das vorgegebene Bewegungsprofil eine
Startrampe (176) mit im Wesentlichen vorgegebener Form, eine auf die Startrampe folgende
Bewegungsphase (180; 180') mit im Wesentlichen gleich bleibender Vorschubgeschwindigkeit
(Vsoll), und eine Abschaltrampe (184) mit im Wesentlichen vorgegebener Form aufweist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, bei welchem die vorgegebene Stellung (M) des Etikettenbandes
(20) in einem zeitlichen Bereich (180') erfasst wird, in welchem das Etikettenband
(20) mit der im Wesentlichen gleichförmigen Vorschubgeschwindigkeit (Vsoll) angetrieben
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, bei welchem die im Wesentlichen gleich bleibende
Vorschubgeschwindigkeit eine geregelte Vorschubgeschwindigkeit (Vsoll) ist.
6. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, bei welchem die im Wesentlichen gleich bleibende
Vorschubgeschwindigkeit (Vsoll) durch ein Organ (140) vorgegeben wird, welches die
Bewegung von zu etikettierenden Gegenständen (P) steuert.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem aus dem vorgegebenen
Bewegungsprofil eine Mehrzahl von Lagewerten (S; Fig. 20: 300, 302, 304) des Etikettenbandes
(20), und diesen Lagewerten nach Art von Wertepaaren zugeordneten Zeitwerten, berechnet
werden,
und diese Wertepaare dem Lageregler (273) nach einander als Sollwerte für die Lageregelung
zugeführt werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches folgende Schritte aufweist:
Dem Etikettenband (20) wird bei seiner Bewegung durch den dem Elektromotor (80) zugeordneten
Regler (218, 273) das Bewegungsprofil aufgeprägt, welches als erste Phase eine Startrampe
(176) von definierter Form und als zweite Phase einen an die Startrampe (176) anschließenden
Abschnitt (180, 180') mit einer im Wesentlichen gleichförmigen Geschwindigkeit (Vsoll)
aufweist;
anhand von Daten, welche dem vorgegebenen Bewegungsprofil zugrunde liegen, wird ein
in der Zukunft liegender Zeitpunkt (182; 182') für den Übergang von der zweiten Phase
zu einer dritten Phase berechnet;
etwa ab Erreichen dieses Zeitpunkts (182; 182') wird in der dritten Phase (184) durch
den Motor (80) das Etikettenband (20) lagegeregelt so abgebremst, dass es im Wesentlichen
bei der Zielposition (Z) die Geschwindigkeit Null erreicht.
9. Verfahren nach Anspruch 8, bei welchem das aufgeprägte Bewegungsprofil mindestens
bereichsweise durch ein Profil definiert ist, bei dem abhängig von der Zeit eine Folge
von Sollpositionen (S) des Etikettenbands (20) vorgegeben wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, bei welchem bei Vorgabe eines geänderten Geschwindigkeitsverlaufs
(Vsoll) in der zweiten Phase (180, 180') ein durch ein Geschwindigkeitsprofil definiertes
Integral im Wesentlichen konstant gehalten wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, bei welchem das durch das gesamte Geschwindigkeitsprofil
definierte Integral durch Neuberechnung des in der Zukunft liegenden Zeitpunkts (182;
182') im Wesentlichen konstant gehalten wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, bei welchem während der ersten Phase das Geschwindigkeitsprofil
durch eine im Wesentlichen konstante Beschleunigung (δ1) des Etikettenbands (20) definiert
wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, bei welchem während der dritten Phase
das Geschwindigkeitsprofil durch eine im Wesentlichen konstante Verzögerung (δ2) des
Etikettenbands definiert wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, bei welchem in der dritten Phase (184)
eine Bewegung des Etikettenbands (20) entgegen der bei einer Vorschubbewegung erfolgenden
Richtung (29) zumindest behindert wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, bei welchem in der dritten Phase (184) eine Drehung des
Elektromotors (80) entgegen der Bewegungsrichtung (29), welche das Etikettenband (20)
bei einer Vorschubbewegung ausführt, zumindest behindert wird.
16. Verfahren-nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem der Elektromotor (80)
dreiphasig ausgebildet ist und durch eine Kommutierung (84) nach Art eines kollektorlosen
Motors gestartet und anschließend auf, Sinuskommutierung umgeschaltet wird.
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem der Regler (218, 273)
mit einem unterlagertem Stromregler (260, 268) arbeitet, dessen Eingang ein von der
Soll-Beschleunigung beeinflusstes Signal zugeführt wird, um bei Änderungen der Soll-Beschleunigung
eine schnelle Änderung des Motorstroms zu ermöglichen.
18. Anordnung zum Bewegen eines Etikettenbandes, auf dem Etiketten (26) vorgegebener Länge
(EL) mit im Wesentlichen gleichförmigen Abständen (SB) angeordnet sind,
welche Anordnung aufweist:
Einen Elektromotor (80);
einen diesem Motor (80) zugeordneten Lageregler (218, 273);
einen Sensor (44) zur Erfassung einer vorgegebenen Lage (M) eines Etiketts (26), wenn
das Etikettenband (20) an dem Sensor (44) vorbei bewegt wird;
eine Steueranordnung, welche entsprechend einem vorgegebenen Bewegungsprofil das Etikettenband
(20), ausgehend von einer Startposition (A), in Bewegung setzt, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lageregler (218, 273) als erste Zielgröße eine erste Zielposition (Z) als Endposition
des Bewegungsprofils des Etikettenbandes (20) vorgegeben wird,
und die Steueranordnung, wenn während der Bewegung des Etikettenbandes (20) eine vorgegebene
Stellung (M) des Etikettenbandes (20) durch den Sensor (44) erfasst wird, in enger
zeitlicher Verbindung hiermit dem Lageregler (218, 273) eine revidierte Zielposition
(Z) als neue Zielgröße vorgibt, welche die erste Zielposition vor dem Erreichen dieser
ersten Zielposition ersetzt.
19. Anordnung nach Anspruch 18, bei welcher dem Lageregler (218, 273) als erste Zielgröße
(Z) eine Bewegung um einen vorgegebenen Abstand vorgegeben wird, der etwa der Größe

entspricht,
wobei EL die Länge eines Etiketts (26),
SB der Abstand zwischen zwei aufeinander folgenden Etiketten (26)
und n = 1, 2, 3,... ist
20. Anordnung nach Anspruch 18 oder 19, bei welcher das vorgegebene Bewegungsprofil eine
Startrampe (176) mit im Wesentlichen vorgegebener Form,
eine auf die Startrampe (176) folgende Bewegungsphase (180, 180') mit im Wesentlichen
gleichförmiger Vorschubgeschwindigkeit (Vsoll),
und eine Abschaltrampe (184) mit im Wesentlichen vorgegebener Form aufweist.
21. Anordnung nach den Ansprüche 18 und 20, bei weicher die Ermittlung der vorgegebenen
Stellung des Etikettenbandes (20) in einem zeitlichen Bereich (180') stattfindet,
in welchem das Etikettenband (20) mit der im Wesentlichen gleichförmigen Vorschubgeschwindigkeit
(Vsoll) angetrieben wird.
22. Anordnung nach Anspruch 20 oder 21, bei welcher die im Wesentlichen gleichförmige
Vorschubgeschwindigkeit eine geregelte Vorschubgeschwindigkeit (Vsoll) ist.
23. Anordnung nach Anspruch 20 oder 21, bei welcher ein Organ (140) vorgesehen ist, welches
die Bewegung von zu etikettierenden Gegenständen (P) steuert,
und bei welcher die im Wesentlichen gleichförmige Vorschubgeschwindigkeit (Vsoll)
durch dieses Organ (140) vorgegeben wird.
24. Anordnung nach einem der Ansprüche 18 bis 23, bei welcher ein Profilgenerator (220)
vorgesehen ist, welcher aus dem vorgegebenen Bewegungsprofil eine Mehrzahl von Lagewerten
(S; 300, 302, 304) des Etikettenbands (20), und diesen Lagewerten (S) nach Art von
Wertepaaren zugeordneten Zeitwerten, berechnet, wobei diese Wertepaare als Sollwerte
für die Lageregelung dienen.
25. Anordnung nach einem der Ansprüche 18 bis 24, bei welcher der Elektromotor als dreiphasiger
Innenläufermotor (80) ausgebildet ist.
26. Anordnung nach Anspruch 25, bei welcher dem dreiphasigen Motor (80) zum Start eine
Kommutierungseinrichtung (84) und eine Vorrichtung (82) zur Lieferung von Rotorstellungssignalen
zugeordnet sind, um den Motor (80) nach Art eines kollektorlosen Gleichstrommotors
zu starten.
27. Anordnung nach Anspruch 26, bei welcher dem dreiphasigen Motor (80) eine Anordnung
(256, 260, 262, 268) zur Sinuskommutierung zugeordnet ist, welche nach dem Start des
Motors (80) eingeschaltet wird.
28. Anordnung nach einem der Ansprüche 18 bis 27, bei welcher dem Elektromotor (80) ein
Resolver zugeordnet ist, welcher pro Motorumdrehung mindestens 1.000 Impulse liefert.
29. Anordnung nach einem der Ansprüche 18 bis 28, bei welcher der Regler (218, 273) einen
unterlagerten Stromregler (260, 268) für den Motorstrom aufweist, dessen Eingang ein
von der Soll-Beschleunigung beeinflusstes Signal zugeführt wird, um bei Änderungen
der Soll-Beschleunigung eine schnelle Anpassung des Motorstroms zu ermöglichen.
30. Anordnung nach einem der Ansprüche 18 bis 29, bei welcher der Lageregler (218, 273)
zur Steuerung der Bewegung des Elektromotors (80) und damit des Etikettenbandes (20)
nach Art eines Vier-Quadranten-Reglers ausgebildet ist, und welcher Lageregler (218,
273) dazu ausgebildet ist, dem Etikettenband (20) ein Bewegungsprofil aufzuprägen,
welches
- als erste Phase eine Startrampe (176) aufweist, in der das Etikettenband (20) eine
Beschleunigung erfährt,
- als zweite Phase einen an die Startrampe 176 anschließenden Abschnitt (180, 180')
mit im Wesentlichen gleichförmigen Geschwindigkeit (Vsoll) aufweist, und
- als dritte Phase einen Abschnitt (184) aufweist, in welchem der Elektromotor (80)
das Etikettenband (20) lagegeregelt so abbremst, dass es etwa bei der Zielposition
(Z) die Geschwindigkeit Null erreicht.
31. Anordnung nach Anspruch 30, bei welcher der Lageregler (218, 273) dazu ausgebildet
ist, anhand von Daten, welche dem Bewegungsprofil zugrunde liegen, einen in der Zukunft
liegenden Übergangszeitpunkt (182') zu berechnen, in dessen zeitlicher Nähe der Lageregler
(218, 273) den Übergang von der zweiten Phase (180, 180') zur dritten Phase (184)
bewirkt.
32. Anordnung nach Anspruch 30 oder 31, bei welcher das aufgeprägte Bewegungsprofil mindestens
bereichsweise durch ein Geschwindigkeitsprofil definiert ist, bei dem abhängig von
der Zeit jeweils eine bestimmte Geschwindigkeit (V) des Etikettenbands (20) zumindest
annähernd vorgegeben wird.
33. Anordnung nach Anspruch 32, bei welcher der Lageregler (218, 273) dazu ausgebildet
ist, bei einer Veränderung der für die zweite Phase (180, 180') vorgegebenen Geschwindigkeit
(Vsoll) das durch das gesamte Geschwindigkeitsprofil definierte Integral im Wesentlichen
konstant zu halten.
34. Anordnungen nach Anspruch 33, bei welcher die Lageregler (218, 273) dazu ausgebildet
ist, das durch das gesamte Geschwindigkeitsprofil definierte Integral durch Neuberechnung
des Übergangzeitpunkts (182') im Wesentlichen konstant zu halten.
35. Anordnung nach Anspruch 33 oder 34, bei welcher während der ersten Phase das Geschwindigkeitsprofil
durch eine im Wesentlichen konstante Beschleunigung (δ1) des Etikettenbands (20) definiert
ist.
36. Anordnung nach einem der Ansprüche 33 bis 35, bei welcher während der dritten Phase
(184) das Geschwindigkeitsprofil durch eine im Wesentlichen konstante Verzögerung
(δ2) des Etikettenbands (20) definiert ist.
37. Anordnung nach einem der Ansprüche 30 bis 36, bei welcher der Lageregler (218, 273)
dazu ausgebildet ist, in der dritten Phase (184) eine Bewegung des Etikettenbands
(20) entgegen der bei einer Vorschubbewegung erfolgenden Richtung zumindest zu behindern.
38. Anordnung nach Anspruch 37, bei welcher der Lageregler (218, 273) dazu ausgebildet
ist, in der dritten Phase (184) eine Drehung des Elektromotors (80) entgegen der Bewegungsrichtung
(29), welche das Etikettenband (20) bei einer Vorschubbewegung ausführt, zumindest
zu behindern.
39. Anordnung nach einem der Ansprüche 30 bis 38, bei welcher der Lageregler (218, 273)
dazu ausgebildet ist, aus einem vorgegebenen Bewegungs- oder Geschwindigkeitsprofil
eine Mehrzahl von Lagewerten (S) des Etikettenbandes (20) und diesen Lagewerten (S)
nach Art von Wertepaaren zugeordneten Zeitwerten zu berechnen, welche Wertepaare dem
Lageregler (273) für die Lage des Etikettenbandes (20) zuführbar sind.
40. Anordnung nach Anspruch 39, bei welcher die Wertepaare dem Lageregler (273) für die
Lage des Etikettenbandes (20) in einer vorgegebenen zeitlichen Folge zuführbar sind.
41. Anordnung nach einem der Ansprüche 18 bis 40 bei welcher dem Etikettenband (20) bei
seiner Bewegung durch den Lageregler (218, 273) das Bewegungsprofil aufgeprägt wird,
welches
- als erste Phase eine Startrampe (176) mit definierter Beschleunigung (δ1),
- als zweite Phase einen an die Startrampe anschließenden Abschnitt (180, 180') mit
im Wesentlichen konstanter Geschwindigkeit (Vsoll),
- und als dritte Phase eine Bremsrampe (184) mit im Wesentlichen vorgegebener Verzögerung
(δ2) aufweist.
1. A method for moving a label web (20), on which labels (26) of predetermined length
(EL) are arranged with substantially uniform spacings (SB), by means of an electric
motor (80), a position controller (218, 273) associated with this motor (80), and
a sensor (44) for detecting a predetermined position of a label (26) when this is
moved together with the label web (20) relative to the sensor (44), comprising the
following steps:
According to a predetermined movement profile, the label web (20) is set in motion
starting from a start position (A), a first target position (Z) being specified to
the position controller (218, 273) as the end position of the movement profile of
the label web (20);
if during the movement of the label web (20) a predetermined position (M) of the label
web (20) is detected by the sensor (44), a revised target position (Z), which replaces
the first target position before this first target position is reached, is specified
to the position controller (218, 273) in close time connection with this.
2. The method according to claim 1, in which a movement by a predetermined distance is
specified to the position controller (218, 273) as the first target position (Z),
the distance corresponding roughly to the magnitude

wherein EL is the length of a label (26),
SB is the distance between two consecutive labels (26), and n = 1, 2, 3, ...
3. The method according to claim 1 or 2, in which the predetermined movement profile
comprises
a start ramp (176) of substantially predetermined shape,
following the start ramp a movement phase (180; 180') with a substantially constant
advance
speed (Vsoll),
and a turn-off ramp (184) of substantially predetermined shape.
4. The method according to claim 3, in which the predetermined position (M) of the label
web (20) is detected in a time range (180') in which the label web (20) is driven
at the substantially constant advance speed (Vsoll).
5. The method according to claim 3 or 4, in which the substantially constant advance
speed is a controlled advance speed (Vsoll).
6. The method according to claim 3 or 4, in which the substantially constant advance
speed (Vsoll) is specified by an organ (140) which controls the movement of objects
(P) to be labelled.
7. The method according to one of the preceding claims, in which a plurality of position
values (S; Fig. 20: 300, 302, 304) of the label web (20), and time values assigned
to these position values in the manner of value pairs, is calculated from the predetermined
movement profile, and these value pairs are supplied in succession to the position
controller (273) as target values for the position control.
8. The method according to one of the preceding claims, which comprises the following
steps:
The movement profile, which as a first phase has a start ramp (176) of defined shape
and as a second phase has a section (180, 180') adjoining the start ramp (176) and
having a substantially constant velocity (Vsoll), is impressed on the label web (20),
during its movement, by the controller (218, 273) associated with the electric motor
(80);
with reference to data on which the predetermined movement profile is based, a point
in time (182; 182') lying in the future is calculated for the transition from the
second phase to a third phase;
approximately from attaining this future point in time (182; 182'), the label web
(20) is braked, in a position-controlled manner, in the third phase (184), by the
motor (80); such that it essentially attains the velocity zero in the target position
(Z).
9. The method according to claim 8, in which the movement profile impressed is defined
at least in areas by a profile in which, as a function of time, a sequence of target
positions (S) of the label web (20) is specified.
10. The method according to claim 9, in which, on specifying a modified velocity characteristic
(Vsoll) in the second phase (180; 180'), an integral defined by a velocity profile
is kept substantially constant.
11. The method according to claim 10, in which the integral defined by the entire velocity
profile is kept substantially constant by recalculation of the point in time (182;
182') lying in the future.
12. The method according to claim 10 or 11, in which during the first phase the velocity
profile is defined by a substantially constant acceleration (δ1) of the label web
(20).
13. The method according to one of claims 10 to 12, in which during the third phase the
velocity profile is defined by a substantially constant deceleration (δ2) of the label
web (20).
14. The method according to one of claims 8 to 13, in which in the third phase (184) a
movement of the label web (20) opposite to the direction (29) realized in an advance
movement is at least obstructed.
15. The method according to claim 14, in which in the third phase (184) a rotation of
the electric motor (80) opposite to the direction of movement (29) executed by the
label web (20) in an advance movement, is at least obstructed.
16. The method according to one of the preceding claims, in which the electric motor (80)
is formed to be three-phase and is started by commutation (84) in the manner of a
brushless motor and is then switched over to sinusoid commutation.
17. The method according to one of the preceding claims, in which the controller (218,
273) operates with a subordinate current controller (260, 268), to the input of which
a signal influenced by the target acceleration is supplied, in order to facilitate
a swift change in the motor current in the event of changes in the target acceleration.
18. An arrangement for moving a label web, on which labels (26) of predetermined length
(EL) with substantially uniform spacings (SB) are arranged, said arrangement comprising:
An electric motor (80);
a position controller (218, 273) associated with this motor (80);
a sensor (44) for detecting a predetermined position (M) of a label (26) when the
label web (20) is moved past the sensor (44);
a control arrangement, which, according to a predetermined movement profile, sets
the label web (20) in motion starting out from a start position (A),
characterized in that a
first target position (Z) is specified to the position controller (218, 273) as a
first target magnitude and as an end position of the movement profile of the label
web (20)
and the control arrangement, when a predetermined position (M) of the label web (20)
is detected by the sensor (44) during the movement of the label web (20), specifies,
in close time connection therewith, to the position controller (218, 273) a revised
target position (Z) as a new target magnitude which replaces the first target position
before this first target position is reached.
19. The arrangement according to claim 18, in which a movement by a predetermined distance
is specified to the position controller (218, 273) as a first target magnitude (Z),
the distance corresponding roughly to the magnitude

wherein EL is the length of a label (26),
SB is the distance between two consecutive labels (26) and n = 1, 2, 3, ...
20. The arrangement according to claim 18 or 19, in which the predetermined movement profile
comprises a start ramp (176) of substantially predetermined shape, a movement phase
(180; 180') following the start ramp (176) and having a substantially constant advance
speed (Vsoll), and a turn-off ramp (184) of substantially predetermined shape.
21. The arrangement according to claims 18 and 20, in which determination of the predetermined
position of the label web (20) takes place in a time range (180') in which the label
web (20) is driven at the substantially constant advance speed (Vsoll).
22. The arrangement according to claim 20 or 21, in which the substantially constant advance
speed is a controlled advance speed (Vsoll).
23. The arrangement according to claim 20 or 21, in which a part (140) is provided, which
controls the movement of objects (P) to be labelled, and in which the substantially
constant advance speed (Vsoll) is specified by this part (140).
24. The arrangement according to one of claims 18 to 23, in which a profile generator
(220) is provided, which calculates from the predetermined movement profile a plurality
of position values (S; 300, 302, 304) of the label web (20), and time values assigned
to these position values (S) in the manner of value pairs,
wherein these value pairs serve as target values for the position control.
25. The arrangement according to one of claims 18 to 24, in which the electric motor is
formed as a three-phase internal rotor motor (80).
26. The arrangement according to claim 25, in which, associated with the three-phase motor
(80) for starting, are a commutation device (84) and a device (82) for supplying rotor
position signals to start the motor (80) in the manner of a brushless direct current
motor.
27. The arrangement according to claim 26, in which associated with the three-phase motor
(80) is an arrangement (256, 260, 262, 268) for sinusoidal commutation, which is switched
on subsequent to the start of the motor (80).
28. The arrangement according to one of claims 18 to 27, in which assigned to the electric
motor (80) is a resolver, which supplies at least 1,000 pulses per motor revolution.
29. The arrangement according to one of claims 18 to 28, in which the controller (218,
273) comprises a subordinate current controller (260, 268) for the motor current,
to the input of which a signal influenced by the target acceleration is supplied,
in order to facilitate swift adaptation of the motor current in the event of changes
in the target acceleration.
30. The arrangement according to one of claims 18 to 29, in which the position controller
(218, 273) for controlling the movement of the electric motor (80) and thus of the
label web (20) is formed in the manner of a four-quadrant controller, and which position
controller (218, 273) is adapted to impress a movement profile on the label web (20),
which profile
- has as a first phase a start ramp (176), in which the label web (20) experiences
acceleration,
- has as a second phase a section (180, 180') of substantially constant velocity (Vsoll)
adjoining the start ramp (176), and
- has as a third phase a section (184), in which the electric motor (80) brakes the
label web (20) in a position-controlled manner such that it attains the velocity zero
at roughly the target position (Z).
31. The arrangement according to claim 30, in which the position controller (218, 273)
is formed to calculate, with reference to data on which the movement profile is based,
a transition time (182') lying in the future, in time proximity to which time the
position controller (218, 273) causes the transition from the second phase (180, 180')
to the third phase (184).
32. The arrangement according to claim 30 or 31, in which the movement profile impressed
is defined at least in areas by a velocity profile, in which as a function of time,
a predetermined velocity (V) of the label web (20) is specified at least approximately
in each case.
33. The arrangement according to claim 32, in which the position controller (218, 273)
is adapted to keep the integral defined by the overall velocity profile substantially
constant in the event of a change in the velocity (Vsoll) specified for the second
phase (180, 180').
34. The arrangement according to claim 33, in which the position controller (218, 273)
is adapted to keep the integral defined by the entire velocity profile substantially
constant by recalculation of the transition point in time (182').
35. The arrangement according to claim 33 or 34, in which during the first phase the velocity
profile is defined by a substantially constant acceleration (δ1) of the label web
(20).
36. The arrangement according to one of claims 33 to 35, in which, during the third phase
(184), the velocity profile is defined by a substantially constant deceleration (δ2)
of the label web (20).
37. The arrangement according to one of claims 30 to 36, in which the position controller
(218, 273) is formed at least to obstruct, in the third phase (184), a movement of
the label web (20) opposite to the direction realized in an advance movement.
38. The arrangement according to claim 37, in which the position controller (218, 273)
is adapted at least to obstruct, in the third phase (184), a rotation of the electric
motor (80) opposite to the direction of movement (29) executed by the label web (20)
in an advance movement.
39. The arrangement according to one of claims 30 to 38, in which the position controller
(218, 273) is formed to calculate, from a predetermined movement or velocity profile,
a plurality of position values (S) of the label web (20), and time values assigned
to these position values (S) in the manner of value pairs, which value pairs are adapted
to be supplied to the position controller (273) for the position of the label web
(20).
40. The arrangement according to claim 39, in which the value pairs are adapted to be
supplied, in a predetermined time sequence, to the position controller (273) for the
position of the label web (20).
41. The arrangement according to one of claims 18 to 40, in which the movement profile
is impressed on the label web (20) during its movement, by the position controller
(218, 273), which movement profile
- has a start ramp (176) with defined acceleration (δ1) as a first phase,
- has a section (180, 180') with a substantially constant velocity (Vsoll) adjoining
the start ramp as a second phase,
- and has a braking ramp (184) with substantially predetermined deceleration (δ2)
as a third phase.
1. Procédé pour déplacer une bande d'étiquettes (20), sur laquelle des étiquettes (26)
de longueur prédéfinie (EL) sont disposées avec des espacements (SB) essentiellement
uniformes, au moyen d'un moteur électrique (80), d'un régulateur de position (218,
273) associé à ce moteur et d'un capteur (44) pour détecter une position prédéfinie
d'une étiquette (26) quand celle-ci est déplacée avec la bande d'étiquettes (20) par
rapport au capteur (44), lequel procédé comprend les étapes suivantes :
selon un profil de déplacement prédéfini, la bande d'étiquettes (20) est mise en mouvement
à partir d'une position de départ (A), une première position cible (Z) étant prescrite
au régulateur de position (218, 273) comme position finale du profil de déplacement
de la bande d'étiquettes (20) ;
si, pendant le déplacement de la bande d'étiquettes (20), une position prédéfinie
(M) de la bande d'étiquettes (20) est détectée par le capteur (44), une position cible
(Z) révisée, en relation temporelle étroite avec celle-ci, est prescrite au régulateur
de position (218, 273), laquelle remplace la première position cible avant que cette
première position cible soit atteinte.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel on prescrit au régulateur de position
(218, 273) comme première position cible (Z) un déplacement d'une distance prédéfinie
qui correspond approximativement à la valeur

EL étant la longueur d'une étiquette (26),
SB l'espacement entre deux étiquettes (26) successives
et n = 1,2,3,...
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le profil de déplacement prédéfini
présente une rampe de départ (176) de forme essentiellement prédéfinie, une phase
de déplacement (180 ; 180') à une vitesse d'avance essentiellement constante (Vsoll)
succédant à la rampe de départ, et une rampe d'arrêt (184) de forme essentiellement
prédéfinie.
4. Procédé selon la revendication 3, dans lequel la position prédéfinie (M) de la bande
d'étiquettes (20) est détectée dans une plage temporelle (180') dans laquelle la bande
d'étiquettes (20) est entraînée à la vitesse d'avance essentiellement uniforme (Vsoll).
5. Procédé selon la revendication 3 ou 4, dans lequel la vitesse d'avance essentiellement
constante est une vitesse d'avance régulée (Vsoll).
6. Procédé selon la revendication 3 ou 4, dans lequel la vitesse d'avance essentiellement
constante (Vsoll) est prescrite par un organe (140) qui commande le déplacement d'objets
(P) à étiqueter.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel on calcule à partir
du profil de déplacement prédéfini une pluralité de valeurs de position (S ; fig.
20 : 300, 302, 304) de la bande d'étiquettes (20) et de valeurs de temps associées
à ces valeurs de position à la manière de paires de valeurs,
et on amène ces paires de valeurs au régulateur de position (273) successivement comme
valeurs de consigne pour la régulation de position.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, qui comprend les étapes suivantes
:
on applique à la bande d'étiquettes (20) lors de son déplacement, au moyen du régulateur
(218, 273) associé au moteur électrique (80), le profil de déplacement qui présente
comme première phase une rampe de départ (176) de forme définie et comme deuxième
phase une portion (180, 180') succédant à la rampe de départ (176) avec une vitesse
essentiellement constante (Vsoll) ;
à l'aide de données qui sont à la base du profil de déplacement prédéfini, on calcule
un instant (182 ; 182') situé dans le futur pour le passage de la deuxième phase à
une
troisième phase ;
à peu près à partir de cet instant (182 ; 182'), dans la troisième phase (184), la
bande d'étiquettes (20) est freinée par le moteur (80) avec régulation de position
de façon qu'elle atteigne la vitesse nulle essentiellement à la position cible (Z).
9. Procédé selon la revendication 8, dans lequel le profil de déplacement appliqué est
défini au moins par secteurs par un profil dans lequel, en fonction du temps, une
suite de positions de consigne (S) de la bande d'étiquettes (20) est prescrite.
10. Procédé selon la revendication 9, dans lequel, en cas de prescription d'une courbe
de vitesse (Vsoll) modifiée dans la deuxième phase (180, 180'), une intégrale définie
par un profil de vitesse est maintenue essentiellement constante.
11. Procédé selon la revendication 10, dans lequel l'intégrale définie par le profil de
vitesse total est maintenue essentiellement constante par nouveau calcul de l'instant
situé dans le futur (182; 182').
12. Procédé selon la revendication 10 ou 11, dans lequel, pendant la première phase, le
profil de vitesse est défini par une accélération (δ1) essentiellement constante de
la bande d'étiquettes (20).
13. Procédé selon l'une des revendications 10 à 12, dans lequel, pendant la troisième
phase, le profil de vitesse est défini par une décélération (δ2) essentiellement constante
de la bande d'étiquettes.
14. Procédé selon l'une des revendications 8 à 13, dans lequel, dans la troisième phase
(184), un déplacement de la bande d'étiquettes (20) en sens inverse du sens (29) qui
résulte d'un mouvement d'avance est au moins entravé.
15. Procédé selon la revendication 14, dans lequel, dans la troisième phase (184), une
rotation du moteur électrique (80) en sens inverse du sens de déplacement (29) que
la bande d'étiquettes (20) suit lors d'un mouvement d'avance est au moins entravée.
16. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le moteur électrique
(80) est de type triphasé et démarré par une commutation à la manière d'un moteur
sans collecteur puis commuté en commutation sinusoïdale.
17. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le régulateur (218,
273) travaille avec un régulateur de courant secondaire (260, 268) à l'entrée duquel
est amené un signal influencé par l'accélération de consigne pour, en cas de modifications
de l'accélération de consigne, permettre une modification rapide du courant de moteur.
18. Dispositif pour déplacer une bande d'étiquettes, sur laquelle des étiquettes (26)
de longueur prédéfinie (EL) sont disposées avec des espacements (SB) essentiellement
uniformes,
lequel dispositif présente :
un moteur électrique (80) ;
un régulateur de position (218, 273) associé à ce moteur (80) ;
un capteur (44) pour détecter une longueur prédéfinie (M) d'une étiquette (26) quand
la bande d'étiquettes (20) est déplacée devant le capteur (44) ;
un dispositif de commande qui, selon un profil de déplacement prédéfini, met en mouvement
la bande d'étiquettes (20) à partir d'une position de départ (A),
caractérisé en ce qu'une
première position cible est prescrite au régulateur de position (218, 273) comme position
finale du profil de déplacement de la bande d'étiquettes (20),
et si, pendant le déplacement de la bande d'étiquettes (20), une position prédéfinie
(M) de la bande d'étiquettes (20) est détectée par le capteur (44), le dispositif
de commande prescrit, en relation temporelle étroite avec celle-ci, une position cible
(Z) révisée au régulateur de position (218, 273) comme nouvelle grandeur cible, laquelle
remplace la première position cible avant que cette première position cible soit atteinte.
19. Dispositif selon la revendication 10, dans lequel on prescrit au régulateur de position
(218, 273) comme première grandeur cible (Z) un déplacement d'une distance prédéfinie
qui correspond approximativement à la valeur

EL étant la longueur d'une étiquette (26), SB l'espacement entre deux étiquettes
(26) successives
et n = 1, 2,3,...
20. Dispositif selon la revendication 18 ou 19, dans lequel le profil de déplacement prédéfini
présente une rampe de départ (176) de forme essentiellement prédéfinie,
une phase de déplacement (180 ; 180') à une vitesse d'avance essentiellement constante
(Vsoll) succédant à la rampe de départ
et une rampe d'arrêt (184) de forme essentiellement prédéfinie.
21. Dispositif selon les revendications 18 et 20, dans lequel la détermination de la position
prédéfinie de la bande d'étiquettes (20) a lieu dans une plage temporelle (180') dans
laquelle la bande d'étiquettes (20) est entraînée à la vitesse d'avance essentiellement
uniforme (Vsoll).
22. Dispositif selon la revendication 20 ou 21, dans lequel la vitesse d'avance essentiellement
constante est une vitesse d'avance régulée (Vsoll).
23. Dispositif selon la revendication 20 ou 21, dans lequel il est prévu un organe (140)
qui commande le déplacement d'objets (P) à étiqueter,
et dans lequel la vitesse d'avance essentiellement constante (Vsoll) est prescrite
par cet organe (140).
24. Dispositif selon l'une des revendications 18 à 23, dans lequel il est prévu un générateur
de profils (220) qui, à partir du profil de déplacement prédéfini, calcule une pluralité
de valeurs de position (S ; 300, 302, 304) de la bande d'étiquettes (20) et de valeurs
de temps associées à ces valeurs de position à la manière de paires de valeurs, ces
paires de valeurs servant de valeurs de consigne pour la régulation de position.
25. Dispositif selon l'une des revendications 18 à 24, dans lequel le moteur électrique
est réalisé sous forme de moteur triphasé à induit intérieur (80).
26. Dispositif selon la revendication 25, dans lequel un dispositif de commutation et
un dispositif (82) pour délivrer des signaux de position de rotor sont associés au
moteur triphasé (80) pour le démarrage afin de démarrer le moteur (80) à la manière
d'un moteur à courant continu sans collecteur.
27. Dispositif selon la revendication 26, dans lequel un dispositif (256, 260, 262, 268)
pour la commutation sinusoïdale, qui est activé après le démarrage du moteur (80),
est associé au moteur triphasé (80).
28. Dispositif selon l'une des revendications 18 à 27, dans lequel un résolveur qui délivre
au moins 1 000 impulsions par tour de moteur est associé au moteur électrique (80).
29. Dispositif selon l'une des revendications 18 à 28, dans lequel le régulateur (218,
273) présente un régulateur de courant secondaire (260, 268) pour le courant de moteur,
à l'entrée duquel est amené un signal influencé par l'accélération de consigne pour,
en cas de modifications de l'accélération de consigne, permettre une adaptation rapide
du courant de moteur.
30. Dispositif selon l'une des revendications 18 à 29, dans lequel le régulateur de position
(218, 273) servant à la commande du mouvement du moteur électrique (80) et donc de
la bande d'étiquettes (20) est réalisé à la manière d'un régulateur à quatre quadrants,
et lequel régulateur de position (218, 273) est conçu pour appliquer à la bande d'étiquettes
(20) un profil de déplacement qui présente
- comme première phase une rampe de départ (176) dans laquelle la bande d'étiquettes
(20) subit une accélération,
- comme deuxième phase une portion (180, 180') (176) à une vitesse essentiellement
uniforme (Vsoll) succédant à la rampe de départ et
- comme troisième phase une portion (184) dans laquelle le moteur électrique (80)
freine la bande d'étiquettes (20) avec régulation de position de façon qu'elle atteigne
la vitesse nulle à peu près à la position cible (Z).
31. Dispositif selon la revendication 30, dans lequel le régulateur de position (218,
273) est conçu pour, à l'aide de données qui sont à la base du profil de déplacement,
calculer un instant de passage (182') situé dans le futur, à proximité temporelle
duquel le régulateur de position (218, 273) provoque le passage de la deuxième phase
(180, 180') à la troisième phase (184).
32. Dispositif selon la revendication 30 ou 31, dans lequel le profil de déplacement appliqué
est défini, au moins par secteurs, par un profil de vitesse dans lequel, en fonction
du temps, une vitesse (V) respective définie de la bande d'étiquettes (20) est prescrite
au moins approximativement.
33. Dispositif selon la revendication 32, dans lequel le régulateur de position (218,
273) est conçu pour, en cas de modification de la vitesse (Vsoll) prescrite pour la
deuxième phase (180, 180'), maintenir essentiellement constante l'intégrale définie
par le profil de vitesse total.
34. Dispositif selon la revendication 33, dans lequel le régulateur de position (218,
273) est conçu pour maintenir essentiellement constante l'intégrale définie par le
profil de vitesse total par nouveau calcul de l'instant de passage (182').
35. Dispositif selon la revendication 33 ou 34, dans lequel, pendant la première phase,
le profil de vitesse est défini par une accélération (δ1) essentiellement constante
de la bande d'étiquettes (20).
36. Dispositif selon l'une des revendications 33 à 35, dans lequel, pendant la troisième
phase, le profil de vitesse est défini par une décélération (δ2) essentiellement constante
de la bande d'étiquettes (20).
37. Dispositif selon l'une des revendications 30 à 36, dans lequel le régulateur de position
(218, 273) est conçu pour, dans la troisième phase (184), au moins entraver un déplacement
de la bande d'étiquettes (20) en sens inverse du sens qui résulte d'un mouvement d'avance.
38. Dispositif selon la revendication 37, dans lequel le régulateur de position (218,
273) est conçu pour, dans la troisième phase (184), au moins entraver une rotation
du moteur électrique (80) en sens inverse du sens de déplacement (29) que la bande
d'étiquettes (20) suit lors d'un mouvement d'avance.
39. Dispositif selon l'une des revendications 30 à 38, dans lequel le régulateur de position
(218, 273) est conçu pour, à partir d'un profil de déplacement ou de vitesse prédéfini,
calculer une pluralité de valeurs de position (S) de la bande d'étiquettes (20) et
de valeurs de temps associées à ces valeurs de position (S) à la manière de paires
de valeurs, lesquelles paires de valeurs peuvent être amenées au régulateur de position
(273) pour la position de la bande d'étiquettes (20).
40. Dispositif selon la revendication 39, dans lequel les paires de valeurs peuvent être
amenées au régulateur de position (273) dans un ordre temporel prédéfini.
41. Dispositif selon l'une des revendications 18 à 40, dans lequel on applique à la bande
d'étiquettes (20) lors de son déplacement, au moyen du régulateur (218, 273), le profil
de déplacement qui présente
- comme première phase une rampe de départ (176) avec une accélération (δ1) définie,
- comme deuxième phase une portion (180, 180') à une vitesse essentiellement constante
(Vsoll) succédant à la rampe de départ,
- et comme troisième phase une rampe de freinage (184) avec une décélération (δ2)
essentiellement prédéfinie.