[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Vermeiden von Mehrfachabzügen beim Vereinzeln
von Blattgut sowie eine entsprechende Vorrichtung zum Vereinzeln von Blattgut, insbesondere
für Banknotenbearbeitungsmaschinen, denen die zu bearbeitenden Banknoten stapelweise
zugeführt werden.
[0002] Derartige Banknotenbearbeitungsmaschinen besitzen zu diesem Zweck üblicherweise ein
Fach zur Aufnahme eines Banknotenstapels. Die Banknoten werden von der Stapeloberseite
oder Stapelunterseite mittels eines Vereinzlers nach und nach vereinzelt. Der Vereinzler
weist in der Regel einen Vereinzlerspalt auf, der zu einer Seite durch eine Vereinzlerwalze
und zur anderen Seite durch eine Rückhalteeinrichtung, in der Regel ebenfalls eine
Walze, gebildet wird. Ein Zuführsystem im Aufnahmefach sorgt dafür, dass die zu vereinzelnden
Banknoten dem Vereinzlerspalt sukzessive zugeführt werden. Die Vereinzlerwalze erfasst
reibschlüssig die am weitesten vorstehende der auf diese Weise zugeführten Banknoten.
Dies sollte im Normalfall die jeweils unterste bzw. oberste Banknote des Banknotenstapels
sein. Die Rückhaltewalze auf der gegenüberliegenden Seite des Vereinzlerspalts steht
üblicherweise still, kann unter Umständen allerdings auch in entgegengesetzter Richtung
drehen, und hält dadurch die dem Vereinzlerspalt mit der untersten bzw. obersten Banknote
zugeführten Banknoten zurück.
[0003] Problematisch bei derartigen Vorrichtungen ist die Gefahr von geschuppten Doppelabzügen,
zu lückenlosen Banknotenbändern führende Mehrfachabzügen und Blockierung des Vereinzlers
durch Keilbildung der Banknoten im Vereinzlerspalt. Solche Probleme treten vor allem
dann auf, wenn Banknoten gemischter Stückelung mit unterschiedlichen Formaten im Stapel
enthalten sind oder wenn die Banknoten nicht sorgfältig vorgestapelt sind und die
Vorderkanten der Banknoten innerhalb des Banknotenstapels stark unterschiedliche Abstände
zum Vereinzlerspalt aufweisen. Diese Problematik ist gehäuft bei solchen Aufnahmefächern
zu beobachten, die nicht nur zur Eingabe sondern auch zur Ausgabe von Banknoten dienen.
Bei solchen Fächern werden von der Banknotenbearbeitungsmaschine nicht erkannte Banknoten
(so genannte "Rejects") in einen abgeteilten Bereich des Fachs zurückgestapelt und
von einer Bedienperson für einen zweiten Durchlauf häufig lediglich wieder in das
Hauptfach eingelegt oder es werden, wenn z. B. die Banknotenbearbeitung abgebrochen
wird, die bereits bearbeiteten Banknoten auf den noch nicht vereinzelten Reststapel
zurückgestapelt und in einem zweiten Durchlauf nochmals vereinzelt werden. In solchen
Fällen kommt es vor, dass beim Vereinzelungsvorgang nicht die unterste bzw. oberste
Banknote sondern beispielsweise die dritte oder vierte Banknote erfasst und vereinzelt
wird, weil ihre Vorderkante wesentlich näher am Vereinzlerspalt liegt als die Vorderkanten
der darunter bzw. darüberliegenden Banknoten. Wird nun diese aus dem Stapel herausragende
Bankilote vom Vereinzlerspalt erfasst und aus dem Banknotenstapel herausgezogen, so
zieht sie benachbarte Banknoten mit und es kann zu den vorgenannten Doppelabzügen,
Banknotenbändern oder einem Stau durch Bildung eines Banknotenkeils im Vereinzlerspalt
kommen. Durch die Rückhalteeinrichtung werden zwar die Banknoten auf einer Seite der
vom Vereinzlerspalt erfassten Banknote zurückgehalten. Die auf der anderen Seite der
erfassten Banknote mitgezogenen Banknoten, welche an sich vor der tatsächlich erfassten
Banknote hätten vereinzelt werden sollen, bleiben von der Rückhalteeinrichtung jedoch
unbeeinflusst. Sie werden dann als Doppel- oder Mehrfachabzug mit der tatsächlich
erfassten Banknote mitgerissen.
[0004] Die
EP 0 942 887 B1 betrifft eine Vorrichtung zum Vereinzeln von Blattgut, mittels welcher sich das Risiko
des Mehrfachabzugs reduzieren lässt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Vorrichtungen,
bei denen das Zuführsystem zum Zuführen der Banknoten zu dem Vereinzlerspalt, welches
üblicherweise aus von unten oder oben auf den Blattgutstapel wirkenden Zuführwalzen
oder -bändern besteht, und die Vereinzlerwalze über einen gemeinsamen Antrieb synchron
miteinander gekoppelt sind, sind nach der Lehre der
EP 0 942 887 B1 für das Zuführsystem einerseits und die Vereinzlerwalze andererseits unterschiedliche
Antriebe vorgesehen. Dadurch lässt sich das Zuführsystem abschalten, nachdem die Vereinzlerwalze
eine Banknote erfasst hat, so dass die Vereinzlerwalze ab diesem Moment die Abzugsfunktion
vollständig übernimmt. Das Zuführsystem hat dadurch jedenfalls keine unterstützende
Transportwirkung mehr auf solche Banknoten, die mit einer vereinzelten Banknote mitgerissen
und eigentlich vor dieser hätten vereinzelt werden sollen. Die
EP 0 942 887 B1 betrifft allerdings nicht den konkreten Fall des Doppel- oder Mehrfachabzugs, der
dadurch entsteht, das statt der eigentlich zu vereinzelnden Banknote eine andere Banknote
des Banknotenstapels erfasst und dabei die eigentlich zu vereinzelnde Banknote mitgerissen
wird. Daher schlägt die
EP 0 942 887 B1 auch keine konkret Lösung zu diesem konkreten Problem vor. Im übrigen ist es aus
Platz- und Kostengründen nicht immer möglich, zwei separate Antriebe oder ein entsprechendes
Getriebe zur separaten Steuerung des Zuführsystems einerseits und der Vereinzlerwalze
andererseits vorzusehen.
[0005] In der
EP 0 942 887 B1 wird auch vorgeschlagen, die Banknoten mittels des Zuführsystems gegen die stillstehende
Vereinzlerwalze zuzuführen. Auch dies ist aufgrund der getrennten Antriebe möglich.
Jedoch wird dadurch in der Regel nicht erreicht, dass benachbarte Banknoten relativ
zueinander derart verschoben werden, dass die Vorderkante einer zu vereinzelnden Banknote
bis auf Höhe einer aus dem Stapel herausragenden Vorderkante einer anderen Banknote
oder darüber hinaus dem Vereinzlerspalt zugeführt wird. Vielmehr ist auch in diesem
Fall zu erwarten, dass zunächst die herausragende Vorderkante der anderen Banknote
vom Vereinzlerspalt erfasst wird. Insbesondere kann dies unter den genannten Umständen
eine Keilbildung der Banknoten im Vereinzlerspalt zusätzlich begünstigen.
[0006] Die
EP 0 185 395 A2 beschreibt eine Vorrichtung zum Vereinzeln von Banknoten, bei der der zu vereinzelnde
Banknotenstapel mit Schwung in den Blattgutspeicher geschoben wird, aus dem das Blattgut
dann vereinzelt wird. Bei dieser Vereinzelungsvorrichtung, bei der immer das oberste
Blatt des Blattgutstapels mittels Druckluft dem Vereinzlerspalt zugeführt und von
der Vereinzlerwalze mittels Unterdruck erfasst wird, ergab sich das Problem der Keilbildung
im Vereinzlerspalt beim Einführen des Blattgutstapels in den Blattgutspeicher aufgrund
des Schwungs, mit dem der Blattgutstapel bis zum Vereinzlerspalt durchrutschte. Zur
Vermeidung dieser Keilbildung wird in der
EP 0 185 395 B1 eine Rückhaltevorrichtung vorgeschlagen, mit der ein Zuführspalt zwischen dem Blattgutspeicher
und dem Vereinzlerspalt immer dann verschlossen wird, wenn ein neuer Blattgutstapel
in den Blattgutspeicher hineingeschoben wird. Vor Beginn der Vereinzelung des Blattguts
wird die Rückhalteeinrichtung aus dem Zuführspalt zurückgezogen, so dass die Zuführung
des zu oberst liegenden Blatts zum Vereinzlerspalt mittels Druckluft erfolgen kann.
Die in der
EP 0 185 395 B1 vorgeschlagene Maßnahme verhindert zwar eine Keilbildung des Blattguts im Vereinzlerspalt,
stellt aber nicht sicher, dass die Vorderkante der zu oberst liegenden, zu vereinzelnden
Banknote dem Vereinzlerspalt am nächsten liegt. Ist dies nicht der Fall und wird beispielsweise
beim Zuführen der zu oberst liegenden Banknote eine Banknote mitgerissen, deren Vorderkante
näher am Vereinzlerspalt liegt, so wird diese von der Vereinzlerwalze erfasst und
reißt die eigentlich zu vereinzelnde Banknote und etwaige dazwischenligende Banknoten
mit, was zu Doppel- bzw. Mehrfachabzügen und gegebenenfalls zum Stau durch Keilbildung
im Vereinzlerspalt führen kann, was eigentlich verhindert werden sollte.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Vermeidung von Mehrfachabzügen beim
Vereinzeln von Blattgut eines Blattgutstapels.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren und eine Vorrichtung mit den Merkrnalen der
Ansprüche 1 und 9 gelöst. In davon abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung angegeben.
[0009] Dementsprechend ist eine weitere Rückhalteeinrichtung vorgesehen. Während die bereits
erwähnte Rückhaltewalze oder eine entsprechende Rückhalteeinrichtung dafür sorgt,
dass beim Vereinzeln mittels der Vereinzlerwalze kein Blattgut auf der der Vereinzlerwalze
abgewandten Seite des Vereinzlerspalts mit dem vereinzelten Blatt mitgerissen wird,
wirkt die weitere, davon separate Rückhalteeinrichtung von der gegenüberliegenden
Seite des Vereinzlerspalts vor oder in dem Vereinzlerspalt auf das zugeführte Blattgut.
Diese weitere Rückhalteeinrichtung wird aber erst aktiviert und wirkt daher erst dann
auf das dem Vereinzlerspalt zugeführte Blattgut, nachdem ein Blatt vom Vereinzler
zuverlässig erfasst worden ist und vorzugsweise die nachgeordnete Transporteinrichtung
bereits erreicht hat. Die Vereinzlerwalze und/oder Transporteinrichtung zieht dann
das betreffende Blatt vollständig aus dem Blattgutstapel heraus, während zwischen
der Vereinzlerwalze (oder einer äquivalenten Vereinzelungseinrichtung) und dem betreffenden
Blatt mitgerissenes Blattgut durch die weitere, separate Rückhalteeinrichtung zurückgehalten
wird.
[0010] Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung umfasst die weitere Rückhalteeinrichtung
Reibelemente, die je nachdem, ob der Blattgutstapel von oben oder von unten vereinzelt
wird, von oben bzw. von unten gegen den Blattgutstapel gedrückt werden. Mitgerissenes
Blattgut wird dadurch abgebremst und zurückgehalten.
[0011] Um auch im Falle sich stark überlappender Blätter das mitgerissene Blattgut zurückzuhalten,
ist es vorteilhaft, die Reibelemente möglichst nahe am Vereinzlerspalt zu platzieren.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Rückhalteeinrichtung im Vereinzlerspalt oder
in einem Zuführspalt zwischen dem Vereinzlerspalt und dem Blattgutstapel auf das zurückzuhaltende
Blattgut wirkt, indem der Vereinzlerspalt bzw. der Zuführspalt bei Aktivierung des
Rückhalteelements verengt oder - im Falle eines regulären Abzugs - sogar vollständig
geschlossen wird. Die Rückhalteeinrichtung kann beispielsweise Reibelemente besitzen,
die normalerweise in Umlaufnuten der Vereinzlerwalze eintauchen, so dass sie im nicht
aktivierten Zustand weder die Rotation der Vereinzlerwalze behindern noch auf das
zu vereinzelnde Blattgut wirken. Bei Aktivierung werden die Reibelemente aus den Nuten
herausbewegt, beispielsweise mittels eines geeigneten Hebelmechanismus, und verengen
bzw. verschließen entweder den Vereinzlerspalt oder einen Zuführspalt in Transportrichtung
vor dein Vereinzlerspalt. Zu diesem Zweck besitzen die Reibelemente auf der dem zu
kontaktierenden Blattgut zugewandten Seite vorzugsweise entsprechende Reibbeläge,
insbesondere aus Gummi. Mitgerissenes Blattgut wird auf diese Weise im Vereinzlerspalt
oder im Zuführspalt gewissermaßen eingeklemmt.
[0012] Die zeitliche Koordinierung der Aktivierung und Deaktivierung der Rückhalteeinrichtung
mit dem Transport der zu vereinzelnden Banknoten ist auf unterschiedliche Weise möglich.
Der Zeitpunkt zur Aktivierung des Rückhalteelements - das ist der Zeitpunkt, an dem
das zu vereinzelnde Blatt vom Vereinzler zuverlässig erfasst wurde oder an dem es
vorzugsweise die dem Vereinzler nachgeordnete Transporteinrichtung zuverlässig erreicht
hat - kann beispielsweise mittels einer Lichtschranke bestimmt werden, indem detektiert
wird, wann die Vorderkante der abgezogenen Banknote die erste Transportklemmung der
Transporteinrichtung erreicht hat. Der Zeitpunkt zur Deaktivierung der Rückhalteeinrichtung
kann mittels einer weiteren Lichtschranke bestimmt werden, indem beispielsweise detektiert
wird, wann die Rückkante der abgezogenen Banknote den Vereinzlerspalt verlassen hat.
Der Deaktivierungszeitpunkt kann auch indirekt unter Berücksichtigung der Transportgeschwindigkeit
des Transportsystems und der maximalen Länge (z. B. 180 mm) des zu vereinzelnden Blattguts
ermittelt werden.
[0013] Schließlich können die Zeitpunkte zur Aktivierung und Deaktivierung der Rückhalteeinrichtung
auch allein oder zusätzlich anhand des Phasenwinkels der Vereinzlerwalze erkannt werden.
Denn die Vereinzlerwalze besitzt an einer definierten Stelle ihres Umfangs Reibsegmente,
die, wenn sie in Kontakt mit der Vorderkante des zu vereinzelnden Blatts kommen, diese
Vorderkante erfassten und dadurch den Vereinzelungsvorgang starten. Die Rückhalteeinrichtung
wird dann aktiviert, wenn sich die Vereinzlerwalze um einen solchen Phasenwinkel gedreht
hat, bei dem sichergestellt ist, dass die Vorderkante des zu vereinzelnden Blatts
von der Transporteinrichtung erfasst worden ist, und wird wieder deaktiviert, wenn
sich die Vereinzlerwalze um einen weiteren Phasenwinkel gedreht hat, bei dem sichergestellt
ist, dass auch ein Blatt mit maximaler Länge den Vereinzlerspalt verlassen hat.
[0014] Die Aktivierung und Deaktivierung der Rückhalteeinrichtung kann mittels eines separaten
Stellmotors erfolgen, der beispielsweise auf die Signale der Lichtschranken reagiert.
Die Aktivierung und Deaktivierung der Rückhalteeinrichtung auf Basis bestimmter Phasenwinkel
der Vereinzlerwalze eröffnet aber auch die Möglichkeit zur passiven Steuerung mittels
eines mit der Vereinzlerwalze gekoppelten Nockens oder mittels anderer Getriebeelemente.
Der Nocken ist dann so angeordnet, dass er die Rückhalteelemente der Rückhalteeinrichtung
in ihre aktive Position bewegt, wenn die Vereinzlerwalze einen ersten definierten
Phasenwinkel erreicht hat, und in ihre inaktive Position bewegt, wenn die Vereinzlerwalze
einen zweiten definierten Phasenwinkel durchläuft.
[0015] Während die vorgenannten Ausführungsbeispiele jeweils auf eine ordnungsgemäße Verarbeitung
eines Doppel- oder Mehrfachabzuges abzielt, zielt die nachfolgend beschriebene Maßnahme,
welche mit den vorgenannten Maßnahmen kombinierbar ist, darauf ab, die Gefahr des
Auftretens dieses Problemfalls von vornherein zu verringern. Dabei ist die Rückhalteeinrichtung,
wie bereits erläutert, so angeordnet, dass mit ihr ein Zuführspalt zwischen dem Vereinzlerspalt
und dem Blattgutstapel verschlossen werden kann. Während dieses Verschließen oder
Verengen bei den bisher erläuterten Ausführungsformen jedoch dazu diente, mitgerissenes
Blattgut abzubremsen und dadurch zurückzuhalten, kann die Rückhalteeinrichtung stattdessen
auch dazu verwendet werden, den Zuführspalt zu verschließen und verschlossen zu halten,
wenn ein Blattgutstapel in den Blattgutspeicher eingeführt wird. Um nun sicherzustellen,
dass das zu vereinzelnde, oberste bzw. unterste Blatt tatsächlich als erstes von der
Vereinzlerwalze erfasst wird, wird das betreffende Blatt mittels des Zuführsystems
zunächst gegen den verschlossenen Zuführspalt vorgefördert. Dieser Vorgang kann mehrere
Vereinzelungstakte dauern, wobei es jedoch zu einer Vereinzelung nicht kommt, da der
Banknotenstapel von der Vereinzlerwalze durch die Rückhalteeinrichtung mechanisch
getrennt ist.
[0016] Die Aktivierung und Deaktivierung der Rückhalteeinrichtung kann wiederum mittels
eines separaten Stellmotors erfolgen. Es ist aber vorteilhaft, bereits im System enthaltene
Antriebseinrichtungen zu nutzen. Im Zusammenhang mit zweigeteilten Fächern zur Aufnahme
des Blattgutstapels und zur Widerausgabe von Rejects, wie eingangs erläutert, ist
beispielsweise ohnehin ein Antrieb für eine bewegliche, das Fach unterteilende Zwischenplatte
vorhanden, auf der die Rejects zurückgestapelt werden. Eine bevorzugte Ausgestaltung
der Erfindung sieht daher vor, die Aktivierung und Deaktivierung der Rückhalteeinrichtung
mit der Bewegung der Zwischenplatte zu koppeln.
[0017] Eine weitere Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist die Folgende.
[0018] Wird der Blattgutstapel auf eine Unterlage des Eingabefachs des Vereinzlers gelegt,
so wird es üblicherweise mit Hilfe von in der Unterlage integrierten Vorschubrollen
in Richtung auf den gegebenenfalls noch geschlossenen Vereinzlerspalt geschoben. Dabei
werden die Vorschubrollen um einen vorgegebenen Betrag gedreht.
[0019] Ist nun, wie es in der
DE 10137 390 A1 der Anmelderin beschrieben ist, ein Sensor vorgesehen, der bei der Vereinzelung überwacht,
ob sich die nächste zu vereinzelnde Banknote zum Zeitpunkt der Vereinzelung bewegt,
kann nicht nur festgestellt werden, ob eine Vertauschung in der Vereinzelungsreihenfolge
vorliegt. Es ist auch möglich, die Vorschubrollen in Abhängigkeit von den Signalen
dieses Sensors individuell zu steuern, d.h. je nach tatsächlich durch den Sensor gemessenen
Lage die Vorschubrollen unterschiedlich lange anzutreiben, bis der Stapel in die gewünschte
Vereinzelungsposition vorgeschoben worden ist.
[0020] Obwohl die Erfindung nachfolgend anhand der begleitenden Zeichnungen am Beispiel
der Vereinzelung von Banknoten detaillierter beschrieben wird, ist sie auf diese Anwendung
nicht beschränkt. Jede Art von Blattgut lässt sich auf die nachfolgend beschriebene
Weise vereinzeln, insbesondere auch andere Wertdokumente als Banknoten, wie beispielsweise
Schecks, Aktien und dergleichen. In den Figuren zeigen:
Figur 1 schematisch eine Vorrichtung zum Vereinzeln von Blattgut gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel,
Figur 2 schematisch eine Vorrichtung zum Vereinzeln von Blattgut gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel,
Figur 3 beispielhaft einen Antriebsmechanismus für das Ausführungsbeispiel gemäß Figur
2,
Figur 4 schematisch eine Vorrichtung zum Vereinzeln von Blattgut gemäß eines dritten
Ausführungsbeispiels in einer ersten Betriebsposition,
Figur 5 die Vorrichtung der Figur 4 in einer zweiten Betriebsposition und
Figur 6 einen Querschnitt entlang der Linie I-I in Figur 4.
[0021] In Figur 1 ist eine Vorrichtung zum Vereinzeln von Blattgut gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
schematisch dargestellt. In einem Blattgutspeicher 1 liegt ein hier beispielhaft lediglich
sieben Banknoten umfassender Banknotenstapel 2 auf einem Auflageblech 3 auf. Durch
das Auflageblech 3 greifen Vorschubräder 4 mit Reibbelägen 5 hindurch, die durch Rotation
in Pfeilrichtung den Blattgutstapel 2 und insbesondere das auf den Vorschubrädern
4 unmittelbar aufliegende unterste Blatt 6 in Richtung auf einen Zuführspalt 7 gegen
eine Anlauffläche 8 des Blattgutstapelspeichers 1 transportieren. Eine Vereinzlerwalze
9 erfasst die Vorderkante der am Zuführspalt 7 anliegenden Banknote mit einem Reibsegment
10, welches gegenüber dem restlichen Umfang der Vereinzlerwalze einen wesentlich höheren
Reibkoeffizienten besitzt. Die so erfasste Banknote wird durch Rotation der Vereinzlerwalze
9 in Pfeilrichtung zu einem nachgeordneten Transportsystem 11 weitergeführt, von dem
in Figur 1 schematisch lediglich die erste Transportklemmung dargestellt ist.
[0022] Eine Rückhaltewalze 12 bildet zusammen mit der Vereinzlerwalze 9 einen Vereinzlerspalt
13, durch den hindurch die Banknoten vereinzelt werden. Die Rückhaltewalze 12 hat
auf die im Vereinzlerspalt 13 befindliche Banknote eine entgegen der Vereinzelungsrichtung
wirkende Transportfunktion. Da die Rückhaltewalze jedoch aufgrund eines geringeren
Oberflächenreibkoeffizienten eine geringere Transportwirkung auf die Banknote ausübt
als die Vereinzlerwalze 9 mit ihrem Reibbelag 10, wird die unterste Banknote 6 zuverlässig
unter dem Banknotenstapel 2 weggezogen, während darüber liegende Banknoten durch die
Rückhaltewalze 12 im Zuführspalt 7 zurückgehalten werden.
[0023] Im Normalfall liegt am Zuführspalt 7 aufgrund der Transportwirkung der Vorschubräder
4 immer die Vorderkante der untersten Banknote 6 an, so dass der Banknotenstapel 2
beginnend mit der untersten Banknote 6 nach und nach vereinzelt wird. In den eingangs
genannten Ausnahmefällen kann es aber dazu kommen, dass der Banknotenstapel 2, wie
in Figur 1 dargestellt, mit der Vorderkannte einer relativ langen Banknote 14 am Zuführspalt
7 anliegt, die nicht die unterste Banknote ist. Über der Banknote 14 könnten auch
noch weitere Banknoten gestapelt sein. In einem solchen Fall wird daher nicht die
unterste Banknote 6 sondern die darüber liegende Banknote 14 von der Vereinzlerwalze
9 erfasst und vereinzelt, wobei die Gefahr besteht, dass die darunter liegenden Banknoten,
die an sich vor der Banknote 14 hätten vereinzelt werden sollen, mitgerissen werden.
Dadurch kann es zu Doppelabzügen, Banknotenbändern aufgrund von Mehrfachabzügen oder
einer Blockierung des Systems durch eine Keilbildung der Banknoten im Zuführspalt
7 kommen.
[0024] Um Doppel- oder Mehrfachabzüge durch Mitreißen von unter der tatsächlich vereinzelten
Banknote 14 liegenden Banknoten zu vermeiden, ist nun eine Rückhalteeinrichtung vorgesehen,
die ein Rückhalteelement 15 umfasst, welches zu einem geeigneten Zeitpunkt von unten
gegen den Banknotenstapel 2 und die mitgerissenen Banknoten, insbesondere also gegen
die unterste Banknote 6, angehoben wird, um die Bewegung der mitgerissenen Banknoten
abzubremsen und diese dadurch zurückzuhalten. Bei dem Rückhalteelement kann es sich
um ein oder mehrere Reibelemente mit hohem Reibkoeffizienten handeln, die von unten
durch das Auflageblech 3 hindurch auftauchen können und beispielsweise durch einen
Hubmagneten bewegt werden.
[0025] Die Aktivierung des Rückhalteelements 15 erfolgt zweckmäßigerweise frühestens dann,
wenn die Vorderkante der aus dem Blattgutstapels 2 vereinzelten Banknote 14 den Vereinzlerspalt
13 erreicht hat. Sicherheitshalber wird das Rückhalteelement 15 aber erst aktiviert,
wenn die Vorderkante der betreffenden Banknote in die erste Transportklemmung des
Transportsystems 11 eingelaufen ist, da dadurch ein zuverlässiger Weitertransport
der Banknote sichergestellt ist.
[0026] Die Vorderkante der betreffenden Banknote kann in einfacher Weise mittels einer Lichtschranke
16 erfasst werden. Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 ist die Lichtschranke 16 unmittelbar
hinter dem Vereinzlerspalt 13 angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass mit derselben
Lichtschranke 16 auch die nachlaufende Hinterkante der Banknote beim Verlassen des
Vereinzlerspalts 13 erfassbar ist. Bei Verlassen der hinteren Banknotenkante aus dem
Vereinzlerspalt 13 kann das Rückhalteelement 15 wieder deaktiviert werden.
[0027] Soll die Aktivierung des Rückhalteelements 15 nicht bereits beim Erfassen der Vorderkante
der betreffenden Banknote im Vereinzlerspalt 13 sondern erst beim Einlaufen der Vorderkante
in die erste Transportklemmung des nachgeordneten Transportsystems 11 erfolgen, so
ist dafür nicht notwendigerweise eine weitere Lichtschranke hinter der ersten Transportklemmung
erforderlich. Denn durch das Erfassen der Vorderkante am Vereinzlerspalt 13 unter
Berücksichtigung der von der Vereinzlerwalze 9 auf die zu vereinzelnde Banknote ausgeübten
Transportgeschwindigkeit kann der Zeitpunkt ohne weiteres vorherbestimmt werden, an
dem die Vorderkante der Banknote in das Transportsystem 11 einläuft. Eine einzige
Lichtschranke 16 am oder hinter dem Vereinzlerspalt 13 ist somit zur Bestimmung des
Zeitpunkts der Aktivierung und Desaktivierung des Rückhalteelements 15 ausreichend.
[0028] Außerdem ist es nicht unbedingt notwendig, die nachlaufende Hinterkante der abgezogenen
Banknote zu detektieren. Wenn nämlich die maximale Länge der zu vereinzelnden Banknoten
und die Transportgeschwindigkeit der Vereinzlerwalze 9 bekannt sind, dann lässt sich
auf Basis solcher Informationen die Zeitdauer problemlos bestimmen, innerhalb welcher
die zu vereinzelnde Banknote den Vereinzlerspalt 13 mit Sicherheit verlassen haben
müsste. Am Ende dieser Zeitdauer wird dann das Rückhalteelement 15 deaktiviert.
[0029] Schließlich kann auf eine Lichtschranke oder eine ähnliche Erfassungseinrichtung
auch vollständig verzichtet werden, wie später noch anhand der Figur 3 im Zusammenhang
mit einem zweiten Ausführungsbeispiel näher erläutert werden wird, indem allein der
Phasenwinkel der Vereinzlerwalze 9 für die Aktivierung und Deaktivierung des Rückhalteelements
15 maßgebend ist.
[0030] In Figur 2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel dargestellt, welches sich von dem
ersten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 im wesentlichen nur dadurch unterscheidet,
dass die Rückhalteeinrichtung anstelle des Rückhalteelements 15 ein Sperrelement 17
aufweist, welches dazu dient, den Zuführspalt 7 zu verengen oder zu verschließen.
Das Sperrelement wird zum selben Zweck und zu denselben Zeitpunkten aktiviert und
deaktiviert wie das in Bezug auf Figur 1 beschriebene Rückhalteelement 15. Durch Aktivieren
des Sperrelements 17 wird der Zuführspalt 7 verengt bzw. verschlossen, wodurch auf
das Blattgut eine Klemmkraft und auf bewegtes Blattgut eine Reibkraft wirkt, die die
unter der vom Vereinzlerspalt 13 erfassten Banknote 14 mitgerissene Banknote 6 abbremst
und dadurch vom Vereinzlerspalt 13 zurückhält. Die die Banknoten kontaktierende Oberfläche
des Sperrelements 17 besitzt zu diesem Zweck einen relativ hohen Reibkoeffizienten,
beispielsweise durch einen aufgeklebten Reibbelag, z. B. aus Gummi.
[0031] Mitgerissenes Blattgut wird auf diese Weise im Vereinzlerspalt oder im Zuführspalt
gewissermaßen festgeklemmt. Die Klemmkraft sollte jedoch nicht zu groß sein, da sonst
das Risiko besteht, dass das Blattgut zerreißt. Sie sollte die Rückhaltung lediglich
ausreichend unterstützen und beispielsweise das 0,3-fache der auf die Banknoten wirkenden
Rückhaltekraft betragen.
[0032] Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 besitzt gegenüber dem in Bezug auf Figur 1
beschriebenen Ausführungsbeispiel einen wesentlichen Vorteil dadurch, dass die Rückhalteeinrichtung
wesentlich näher am Vereinzlerspalt 13 wirksam wird. Dadurch lassen sich auch stark
überlappende Banknoten mit einem Überlappungsgrad von beispielsweise 90 % noch voneinander
trennen. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 könnte dagegen die hintere Kante
einer mitgerissenen Banknote den Wirkbereich des Rückhalteelements 15 bei derart starken
Überlappungsgraden bereits verlassen haben, so dass die Rückhalteeinrichtung gemäß
Figur 1 in solchen Fällen unwirksam wäre.
[0033] Die Rückhalteeinrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 besitzt aber
auch noch einen weiteren entscheidenden Vorteil gegenüber dem Ausführungsbeispiel
aus Figur 1. Denn das Sperrelement 17 kann nicht nur bei jedem Banknotenabzug dazu
eingesetzt werden, unabsichtlich mitgerissene Banknoten vom Vereinzlerspalt 13 fernzuhalten,
sondern es kann auch dazu genutzt werden, die Gefahr derartiger Doppel- und Mehrfachabzüge
von vorneherein zu verringern. Zu diesem Zweck wird der Zuführspalt 7 zunächst mittels
des Sperrelements 17 verschlossen, bevor mit der Vereinzelung der Banknoten aus dem
Blattgutstapel 2 begonnen wird. Bei verschlossenem Zuführspalt 7 wird dann der Vereinzelungsmechanismus
angeschaltet, d. h. die Vorschubräder 4 drehen in üblicher Weise synchron mit der
Vereinzlerwalze 9. Dadurch werden der Blattgutstapel 2 und insbesondere die zu unterst
liegende Banknote 6 zum Zuführspalt 7 transportiert. Zu einer Vereinzelung durch die
ebenfalls rotierende Vereinzlerwalze 9 kommt es aber aufgrund des aktivierten, den
Zuführspalt 7 verschließenden Sperrelements 17 noch nicht. Nach mehreren Umlaufzyklen
ist dieser Vorgang abgeschlossen, und das Sperrelement 17 wird in die inaktive Position
zurückbewegt, so dass mit dem Vereinzelungsvorgang begonnen werden kann.
[0034] Beginn und Ende dieser Anlaufphase mit geschlossenem Zuführspalt 7, d. h. die Aktivierung
und nachfolgende Deaktivierung des Sperrelements 17, sind gekoppelt an die Bewegung
einer in Doppelpfeilrichtung beweglichen Zwischenplatte 18. Die Zwischenplatte 18
unterteilt den Blattgutstapelspeicher 1 in einen Bereich unterhalb der Zwischenplatte
18, in der der zu vereinzelnde Blattgutstapel aufgenommen wird, und einen Bereich
über der Zwischenplatte 18, auf der vereinzelte, aber vom System nicht erkannte Banknoten
(Rejects) wieder ausgegeben werden. Da diese Zwischenplatte 18 ohnehin einen Antriebsmechanismus
sowie eine Sensorik zur Erfassung verschiedener Positionen der Zwischenplatte besitzt,
bietet es sich an, die Aktivierung und Deaktivierung des Sperrelements 17 an denselben
Antriebsmechanismus zu koppeln. Das heißt, wenn die Zwischenplatte in eine erste Position
bewegt wird, wird dadurch das Sperrelement 17 aktiviert, und wenn die Zwischenplatte
in eine zweite Position bewegt wird, wird dadurch das Sperrelement 17 wieder deaktiviert.
Die jeweiligen Positionen der Zwischenplatte werden durch eine ohnehin vorhandene
Sensorik, z. B. Lichtschranken, erfasst, um daraufhin den Hauptmotor zu starten bzw.
abzustellen und den Vereinzler einzukuppeln bzw. auszukoppeln.
[0035] Der Figur 2 ist zu entnehmen, dass das Sperrelement 17 im deaktivierten Zustand unterhalb
der Umfangsoberfläche der Vereinzlerwalze 9, nämlich in einer Nut der Vereinzlerwalze,
liegt, so dass weder die Bewegung der Vereinzlerwalze 9 noch der Transport der zu
vereinzelnden Banknoten behindert werden (Position 2). Bei Aktivierung der Rückhalteeinrichtung
wird das Sperrelement 17 mittels eines nicht dargestellten Federmechanismus aus der
Nut der Vereinzlerwalze 9 zum Verschließen des Zuführspalts 7 herausgeschwenkt (Position
1). Stattdessen könnte das Sperrelement 17 auch in jeder beliebigen anderen Art und
Weise ausgebildet sein. Anstatt den Zuführspalt 7 zu verschließen oder zu verengen,
kann das Sperrelement 17 auch unmittelbar im Vereinzlerspalt 13 wirken und diesen
verschließen bzw. verengen.
[0036] Figur 3 zeigt beispielhaft und lediglich schematisch eine passive Steuerung zur Aktivierung
und Deaktivierung des Sperrelements 17 aus Figur 2, die in entsprechender Weise auch
zur Aktivierung und Deaktivierung des Rückhalteelements 15 gemäß dem Ausführungsbeispiel
nach Figur 1 einsetzbar ist. Wesentlich für diese passive Aktivierung und Deaktivierung
ist die getriebemäßige Kopplung des Sperrelements 17 mit der Rotation der Vereinzlerwalze
9. Dementsprechend wird durch Kopplung eines Nockens 19 mit der Antriebswelle der
Vereinzlerwalze 9 über einen umlaufenden Riemen 20 erreicht, dass das auf dem Nocken
19 laufende Sperrelement 17 bei einem definierten Phasenwinkel der Vereinzlerwalze
9 jeweils in seine aktive bzw. inaktive Stellung relativ zum Zuführspalt 7 gebracht
wird. Andere konstruktive Lösungen zur passiven Steuerung der Rückhalteeinrichtung
sind ebenso denkbar.
[0037] Weiterhin kann z.B. bei den vorstehend beschriebenen Varianten vorgesehen sein, dass
ein nicht dargestellter Sensor vorgesehen ist, der im Eingabfach die Position des
untersten, als nächstes zu vereinzelnden Blatts 6 überwacht. Dieser Sensor kann z.B.
in dem Auflageblech 3 in der Nähe des Vereinzelerspalts 13 integriert sein. Die in
dem Auflageblech 3 integrierten Vorschubräder 4 zum Vorschub des Banknotenstapels
2 in Richtung auf den gegebenenfalls noch geschlossenen Vereinzlerspalt 13 werden
nun in Abhängigkeit von der tatsächlich durch den Sensor gemessenen Lage der untersten
Banknote unterschiedlich lange angetrieben, um den Banknotenstapel 2 in die gewünschte
Vereinzelungsposition vorzuschieben.
[0038] In Bezug auf die Figuren 4 bis 6 wird nun ein drittes Ausführungsbeispiel beschrieben.
Die Vorrichtung unterscheidet sich von den vorherstehend beschriebenen insbesondere
dadurch, dass es ein Mittel 23 zur aktiven Verstellung der Rückhalteeinrichtung 22
gibt, welches die Rückhalteeinrichtung 22 von dem Bereich des Vereinzlerspalts 13
weg drücken kann. Die Rückhalteeinrichtung ist in diesem Fall exemplarisch eine Rückhaltekufe
22. Vorzugsweise ist dieses Mittel 23 zur aktiven Verstellung der Rückhalteeinrichtung
22 eine Wippe mit zwei um eine Achse 24 drehbar gelagerten Fingern 25. Die Finger
25 sind dabei z.B. in den für das Eingreifen der Rückhaltekufe 22 in der Vereinzlerwalze
9 vorgesehenen Aussparungen 24 aktiv verstellbar gelagert.
[0039] Weiterhin erstrecken sich ist in diesem Fall die Reibsegmente 10 über den gesamten
Umfang der Vereinzlerwalze 9.
[0040] Die Vorrichtung nach den Figuren 4 bis 6 kann wie folgt betrieben werden. Während
eines laufenden Vereinzlungsvorgangs zur Vereinzlung eines in den Blattgutspeicher
1 eingelegten Banknotenstapels 2 dreht sich die Vereinzlerwalze 10 permanent. In dem
in den Figuren 4 und 6 dargestellten Zustand sind die Finger 25 nun vollständig in
den Aussparungen 24 der Vereinzlerwalze 9 versenkt, so dass die durch die Vorschubräder
4 zugeführte unterste Banknote 6 vereinzelt vom Stapel 2 abgezogen werden kann.
[0041] Um nun in gewünschter Weise eine Lücke im Strom der vereinzelten Banknoten zu erzeugen,
werden die Finger 25 aktiv durch eine nicht darstellte Steuerungseinrichtung angesteuert
aus den Aussparungen 24 heraus nach oben in Richtung der Rückhaltekufe 22 verstellt,
bis die Finger 25 die Rückhaltekufe 22 ein wenig, z.B. nur um 0,5 bis 1,0 mm von der
Vereinzlerwalze 9 weggedrückt hat. In der Figur 5 ist dieser Zustand, in dem die Rückhaltekufe
22 von der Vereinzlerwalze 9 beabstandet ist, der besseren Anschaulichkeit halber
stark übertrieben dargestellt.
[0042] Um die nachfolgende Banknote im Stapel 2 zu vereinzeln, werden die Finger 25 nachfolgend
wieder in die in den Figuren 4 und 6 dargestellte Position in die Aussparungen 24
hinein versenkt.
[0043] Die Variante, bei der die Vereinzlerwalze 9 permanent gedreht werden kann, ermöglicht
hohe Vereinzlungsgeschwindigkeiten.
1. Verfahren zum Vermeiden von Mehrfachabzügen beim Vereinzeln von Blattgut (6,14) aus
einem Blattgutstapel (2) umfassend die Schritte:
- Zuführen von Blattgut (6,14) aus dem Blattgutstapel (2) zu einem Vereinzierspalt
(13) mittels einer Zuführeinrichtung (4, 5) und
- Vereinzeln des zugeführten Blattguts (6,14) im Vereinzlerspalt durch Erfassen eines
Blatts (14) des zugeführten Blattguts (6,14) mittels einer Vereinzlerwalse (9) von
einer einer ersten Seite des zugeführten Blattguts zugewandten ersten Spaltseite des
Vereinzlerspalts (13) aus und Weiterführen des erfassten Blatts (14) zu einer Transporteinrichtung
(11) unter gleichzeitigem Zurückhalten weiterer Blätter des zugeführten Blattguts
(14, 6) auf der der ersten Spaltseite gegenüberliegenden zweiten Spaltseite durch
eine erste Rückhalteeinrichtung (12),
gekennzeichnet durch den weiteren Schritt, nachdem die vorauseilende Kante des weitergeführten Blatts
(14) eine Position in Transportrichtung hinter dem Vereinzlerspalt (13) erreicht hat,
Aktivieren mittels einer Steuereinrichtung (19,20) einer von der Zufuhreinrichtung
(4,5) und von der Vereinzlerwalze (9) verschiedenen zweiten Rückhalteeinrichtung (15;
17), die in dem Vereinzlerspalt (13) oder in Transportrichtung vor dem Vereinzlerspalt
(13) von der ersten Spaltseite aus auf das zugeführte Blattgut (14, 6) wirkt, und
dadurch Zurückhalten von mit dem weitergeführten Blatt (14) mitgeführtem Blattgut (6).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Rückhalteeinrichtung (15) ein oder mehrere Reibelemente und der Schritt
des Zurückhaltens des mitgeführten Blattguts (6) den Schritt des Drückens der Reibelemente
gegen den Blattgutstapel (2) umfassen.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Zurückhaltens des mitgeführten Blattguts (6) den Schritt des Verengens
oder Verschließens des Vereinzlerspalts (13) oder eines zwischen dem Blattgutstapel
(2) und dem Vereinzlerspalt (13) liegenden Zuführspalts (7) umfasst.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch den weiteren Schritt des Deaktivierens der zweiten Rückhalteeinrichtung (15; 17),
nachdem das weitergeführte Blatt (14) den Vereinzlerspalt (13) verlassen hat.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zweiet die zweite Rückhalteeinrichtung (15; 17) deaktiviert wird, wenn sich die Vereinzlerwalze
(9) nach Aktivierung der zweiten Rückhalteeinrichtung (15; 17) um einen vorgegebenen
Winkel gedreht hat.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schritte des Aktivierens und Deaktivierens der zweiten Rückhalteeinrichtung (15;
17) mittels eines mit der Vereinzlerwalze (9) gekoppelten Nockens (19) erfolgen.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Schritt des Zuführens, ein Schritt des Verschließens eines Zuführspalts (7)
zwischen dem Blattgutstapel (2) und dem Vereinzlerspalt (13) mittels der zweiten Rückhalteeinrichtung
(17) und ein Schritt des Transportierens des Blattguts (6,14) gegen den verschlossenen
Zuführspalt (7) durchgeführt wird, und dass der Schritt des Transportierens des Blattguts
(6, 14) gegen den verschlossenen Zuführspalt (7) mittels der Zuführeinrichtung (4,
5) erfolgt, mit der das Blattgut aus dem Blattgutstapel (2) dem Vereinzlerspalt (13)
zugeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Blattgut dem Vereinzlerspalt (13) von einem durch eine verstellbare Zwischenplatte
(18) unterteilten Blattgutstapelspeicher (1) aus zugeführt wird und dass die Rückhalteeinrichtung
(17) mit einem zur Verstellung der Zwischenplatte (18) dienenden Antrieb gekoppelt
ist.
9. Vorrichtung zum Vereinzeln von Blattgut (2) umfassend
- einen Blattgutspeicher (1) zur Aufnahme eines Blattgutstapels (2),
- eine Zuführeinrichtung (4, 5) zum Zuführen von Blattgut (6; 14) aus dem Blattgutspeicher
(1) zu einem Vereinzlerspalt (13), und
- den Vereinzlerspalt (13), der auf seiner einer ersten Seite des zugeführten Blattguts
zugewandten ersten Seite eine Vereinzlerwalze (9) zum Erfassen eines Blatts (14) des
zugeführten Blattguts (6; 14) und zum Weiterführen des erfassten Blatts (14) zu einer
Transporteinrichtung (11) und auf seiner der ersten Seite gegenüberliegenden, zweiten
Seite eine erste Rückhalteeinrichtung (12) zum Zurückhalten weiterer Blätter des zugeführten
Blattguts (6, 14) besitzt,
gekennzeichnet durch
- eine zweite, von der Zuführeinrichtung (4, 5) und von der Vereinzlerwalze (9) verschiedene
Rückhalte-einrichtung (15,17) die an dem oder in Transportrichtung vor dem Vereinzlerspalt
(13) angeordnet ist und von der ersten Spaltseite aus auf das zugeführte Blattgut
(6,14) wirkt, und
- eine Steuerungseinrichtung (19, 20), mittels derer die zweite Rückhalteeinrichtung
(15,17) in Wirkeingriff mit dem zugeführten Blattgut gebracht wird, nachdem die vorauseilende
Kante des zur Transporteinrichtung (11) weitergeführten Blatts (14) eine Position
in Transportrichtung hinter dem Vereinzlerspalt (13) erreicht hat.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Rückhalteeinrichtung (15) gegen den Blattgutstapel (2) drückende Reibelemente
umfasst.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Rückhalteeinrichtung (17) ein Sperrelement zum Verengen oder Verschließen
des Vereinzlerspalts (13) oder eines zwischen dem Blattgutstapel (2) und dem Vereinzlerspalt
(13) liegenden Zuführspalts (7) umfasst.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Steuerungseinrichtung (19, 20) die zweite Rückhalteeinrichtung (15; 17)
deaktiviert wird, nachdem das weitergeführte Blatt (14) den Vereinzlerspalt (13) verlassen
hat.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Steuerungseinrichtung (19, 20) die zweite Rückhalteeinrichtung (15; 17)
deaktiviert wird, wenn sich die Vereinzlerwalze (9) nach der Aktivierung der zweiten
Rückhalteeinrichtung um einen vorgegebenen Winkel gedreht hat.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch einen mit der Vereinzlerwalze (9) gekoppelten Nocken (19) zum Aktivieren und Deaktivieren
der zweiten Rückhalteeinrichtung (15; 17).
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung dazu ausgebildet ist, den Zuführspalt (7) mittels der zweiten
Rückhalteeinrichtung (17) zu verschließen und zu öffnen und die Zuführeinrichtung
(4, 5) zu aktivieren derart, dass vor dem Vereinzeln von Blattgut aus dem Blattgutstapel
die Zuführeinrichtung (4, 5) eine vorgegebene Zeit bei verschlossenem Zuführspalt
(7) aktiv ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Blattgutstapelspeicher (1) durch eine verstellbare Zwischenplatte (18) unterteilt
ist und zur Verstellung einen Antrieb besitzt, mit dem auch die zweite Rückhalteeinrichtung
(17) gekoppelt ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 16, gekennzeichnet durch einen Sensor zur Erfassung der Position des als nächstes zu vereinzelnden Blatts
im Blattgutstapelspeicher (1).
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (4, 5) zum Zuführen von Blattgut (6; 14) aus dem Blattgutspeicher
(1) zum Vereinzlerspalt (13) in Abhängigkeit von Signalen des Sensors zur Erfassung
der Position des als nächstes zu vereinzelnden Blatts im Blattgutstapelspeicher (1)
angetrieben wird.
1. A method for avoiding multiple picks upon the singling of sheet material (6, 14) from
a sheet-material stack (2) comprising the steps of:
- feeding of sheet material (6, 14) from the sheet-material stack (2) to a singling
gap (13) by means of a feeding device (4, 5) and
- singling the fed sheet material (6, 14) in the singling gap by grasping a sheet
(14) of the fed sheet material (6, 14) by means of a singling roller (9) from a first
gap side of the singling gap (13) facing a first side of the fed sheet material and
guiding on the grasped sheet (14) to a transport device (11), while simultaneously
retaining further sheets of the fed sheet material (14, 6) on the second side of the
gap opposite the first side thereof by a first retaining device (12),
characterized by the further step, after the leading edge of the guided-on sheet (14) has reached
a position after the singling gap (13) in the transport direction, of activating by
means of a control device (19, 20) a second retaining device (15; 17) different from
the feeding device (4, 5) and from the singling roller (9), said second retaining
device acting on the fed sheet material (14, 6) from the first side of the gap in
the singling gap (13) or before the singling gap (13) in the transport direction,
and thereby retaining sheet material (6) carried along with the guided-on sheet (14).
2. The method according to claim 1, characterized in that the second retaining device (15) comprises one or more friction elements, and the
step of retaining the carried-along sheet material (6) comprises the step of urging
the friction elements against the sheet-material stack (2).
3. The method according to claim 1, characterized in that the step of retaining the carried-along sheet material (6) comprises the step of
constricting or closing the singling gap (13) or a feeding gap (7) located between
the sheet-material stack (2) and the singling gap (13).
4. The method according to any of the claims 1 to 3, characterized by the further step of deactivating the second retaining device (15; 17) after the guided-on
sheet (14) has left the singling gap (13).
5. The method according to claim 4, characterized in that the second retaining device (15; 17) is deactivated when the singling roller (9)
has rotated by a given angle after activation of the second retaining device (15;
17).
6. The method according to claim 5, characterized in that the steps of activating and deactivating the second retaining device (15; 17) are
effected by means of a cam (19) coupled with the singling roller (9).
7. The method according to any of the claims 3 to 6, characterized in that before the feeding step, there is carried out a step of closing a feeding gap (7)
between the sheet-material stack (2) and the singling gap (13) by means of the second
retaining device (17) and a step of transporting the sheet material (6, 14) against
the closed feeding gap (7), and in that the step of transporting the sheet material (6, 14) against the closed feeding gap
(7) is effected by means of the feeding device (4, 5) with which the sheet material
is fed from the sheet-material stack (2) to the singling gap (13).
8. The method according to claim 7, characterized in that the sheet material is fed to the singling gap (13) from a sheet stack magazine (1)
subdivided by an adjustable intermediate plate (18), and in that the retaining device (17) is coupled with a drive serving to adjust the intermediate
plate (18).
9. An apparatus for singling sheet material (2) comprising
- a sheet magazine (1) for receiving a sheet-material stack (2),
- a feeding device (4, 5) for feeding sheet material (6; 14) from the sheet magazine
(1) to a singling gap (13), and
- the singling gap (13) having on its first side facing a first side of the fed sheet
material a singling roller (9) for grasping a sheet (14) of the fed sheet material
(6; 14) and for guiding on the grasped sheet (14) to a transport device (11), and
on its second side, opposite the first side, a first retaining device (12) for retaining
further sheets of the fed sheet material (6, 14),
characterized by
- a second retaining device (15, 17) different from the feeding device (4, 5) and
from the singling roller (9), which is arranged on the singling gap (13) or therebefore
in the transport direction, and acts on the fed sheet material (6, 14) from the first
side of the gap, and
- a control device (19, 20) by means of which the second retaining device (15, 17)
is brought into operational engagement with the fed sheet material after the leading
edge of the sheet (14) guided on to the transport device (11) has reached a position
after the singling gap (13) in the transport direction.
10. The apparatus according to claim 9, characterized in that the second retaining device (15) comprises friction elements urging against the sheet-material
stack (2).
11. The apparatus according to claim 10, characterized in that the second retaining device (17) comprises a blocking element for constricting or
closing the singling gap (13) or a feeding gap (7) located between the sheet-material
stack (2) and the singling gap (13).
12. The apparatus according to any of the claims 9 to 11, characterized in that the second retaining device (15; 17) is deactivated by means of the control device
(19, 20) after the guided-on sheet (14) has left the singling gap (13).
13. The apparatus according to claim 12, characterized in that the second retaining device (15; 17) is deactivated by means of the control device
(19, 20) when the singling roller (9) has rotated by a given angle after the activation
of the second retaining device.
14. The apparatus according to claim 13, characterized by a cam (19) coupled with the singling roller (9), for activating and deactivating
the second retaining device (15; 17).
15. The apparatus according to any of the claims 11 to 14, characterized in that the control device is configured for closing and for opening the feeding gap (7)
by means of the second retaining device (17) and for activating the feeding device
(4, 5) in such a fashion that before the singling of sheet material from the sheet-material
stack the feeding device (4, 5) is active for a given time with the feeding gap (7)
closed.
16. The apparatus according to claim 15, characterized in that the sheet stack magazine (1) is subdivided by an adjustable intermediate plate (18)
and has, for adjustment, a drive with which the second retaining device (17) is also
coupled.
17. The apparatus according to any of the claims 9 to 16, characterized by a sensor for detecting the position of the next sheet to be singled in the sheet
stack magazine (1).
18. The apparatus according to claim 17, characterized in that the feeding device (4, 5) for feeding sheet material (6; 14) from the sheet magazine
(1) to the singling gap (13) is driven in dependence on signals of the sensor for
detecting the position of the next sheet to be singled in the sheet stack magazine
(1).
1. Procédé de prévention d'extirpations multiples hors d'une pile de produit en feuilles
(2) lors du déliassage de produit en feuilles (6, 14), comprenant les étapes :
- acheminement de produit en feuilles (6, 14) hors de la pile de produit en feuilles
(2) jusqu'à une fente de déliasseuse (13) au moyen d'un dispositif d'acheminement
(4, 5) et
- déliassage, dans la fente de déliasseuse, du produit en feuilles (6, 14) acheminé,
par saisie d'une feuille (14) du produit en feuilles (6, 14) acheminé, au moyen d'un
rouleau de déliassage (9), à partir d'un premier côté de fente de la fente de déliasseuse
(13) tourné vers un premier côté du produit en feuilles acheminé, et poursuite de
l'acheminement de la feuille (14) saisie vers un dispositif de transport (11) tout
en retenant du second côté de fente opposé au premier côté de fente, par un premier
dispositif de retenue (12), d'autres feuilles du produit en feuilles acheminé (14,
6),
caractérisé par l'étape supplémentaire, après que l'arête la plus en avant de la feuille (14) continuant
à être acheminée a atteint une position située derrière la fente de déliasseuse (13)
en direction du transport, activation, au moyen d'un dispositif de commande (19, 20),
d'un second dispositif de retenue (15; 17) qui est différent du dispositif d'acheminement
(4, 5) et du rouleau de déliassage (9) et qui agit dans la fente de déliasseuse (13)
ou devant la fente de déliasseuse (13) en direction du transport, à partir du premier
côté de fente, sur le produit en feuilles (14, 6) acheminé, et par cela retenue de
produit en feuilles (6) charrié avec la feuille (14) continuant à être acheminée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le second dispositif de retenue (15) comprend un ou plusieurs éléments de frottement
et l'étape de la retenue du produit en feuilles acheminé (6) comprend l'étape de la
pression des éléments de frottement contre la pile de produit en feuilles (2).
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'étape de la retenue du produit en feuilles (6) charrié comprend l'étape du resserrement
ou de l'obturation de la fente de déliasseuse (13) ou d'une fente d'acheminement (7)
située entre la pile de produit en feuilles (2) et la fente de déliasseuse (13).
4. Procédé selon une des revendications de 1 à 3, caractérisé par l'étape supplémentaire de la désactivation du second dispositif de retenue (15; 17)
après que la feuille (14) continuant à être acheminée est sortie de la fente de déliasseuse
(13).
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le second dispositif de retenue (15; 17) est désactivé quand le rouleau de déliassage
(9) a tourné d'un angle prédéterminé après activation du second dispositif de retenue
(15; 17).
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que les étapes de l'activation et de la désactivation du second dispositif de retenue
(15; 17) ont lieu au moyen d'une came (19) couplée au rouleau de déliassage (9).
7. Procédé selon une des revendications de 3 à 6, caractérisé en ce que, avant l'étape de l'acheminement, une étape de l'obturation d'une fente d'acheminement
(7) située entre la pile de produit en feuilles (2) et la fente de déliasseuse (13)
au moyen du second dispositif de retenue (17) et une étape du transport du produit
en feuilles (6, 14) contre la fente d'acheminement (7) obturée est effectuée, et que
l'étape du transport du produit en feuilles (6, 14) contre la fente d'acheminement
(7) obturée a lieu au moyen du dispositif d'acheminement (4, 5) avec lequel le produit
en feuilles provenant de la pile de produit en feuilles (2) est acheminé à la fente
de déliasseuse (13).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le produit en feuilles est acheminé à la fente de déliasseuse (13) à partir d'un
réservoir (1) de piles de produit en feuilles (2) compartimenté par une plaque intermédiaire
(18) ajustable et en ce que le dispositif de retenue (17) est couplé à un entraînement servant à l'ajustement
de la plaque intermédiaire (18).
9. Dispositif de déliassage de produit en feuilles (2) comprenant
- un réservoir (1) de produit en feuilles pour la réception d'une pile de produit
en feuilles (2),
- un dispositif d'acheminement (4, 5) pour l'acheminement de produit en feuilles (6;
14) prélevé dans le réservoir (1) de produit en feuilles vers une fente de déliasseuse
(13), et
- la fente de déliasseuse (13), qui possède en son premier côté tourné vers un premier
côté du produit en feuilles acheminé un rouleau de déliassage (9) pour la saisie d'une
feuille (14) du produit en feuilles (6; 14) acheminé et pour la poursuite de l'acheminement
de la feuille (14) saisie vers un dispositif de transport (11) et en son second côté
opposé au premier côté un premier dispositif de retenue (12) pour la retenue d'autres
feuilles du produit en feuilles (6, 14) acheminé,
caractérisé par
- un second dispositif de retenue (15, 17) qui est différent du dispositif d'acheminement
(4, 5) et du rouleau de déliassage (9) et qui est agencé sur la fente de déliasseuse
(13) ou devant cette dernière en direction du transport et agit, à partir du premier
côté de fente, sur le produit en feuilles (6,14) acheminé, et
- un dispositif de commande (19, 20) au moyen duquel le second dispositif de retenue
(15, 17) est amené en prise active avec le produit en feuilles acheminé après que
l'arête la plus en avant de la feuille (14) continuant à être acheminée vers le dispositif
de transport (11) a atteint une position située derrière la fente de déliasseuse (13)
en direction du transport.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que le second dispositif de retenue (15) comprend des éléments de frottement pressant
contre la pile (2) de produit en feuilles.
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que le second dispositif de retenue (17) comprend un élément d'obstruction destiné au
resserrement ou à l'obturation de la fente de déliasseuse (13) ou d'une fente d'acheminement
(7) située entre la pile de produit en feuilles (2) et la fente de déliasseuse (13).
12. Dispositif selon une des revendications de 9 à 11, caractérisé en ce que, au moyen du dispositif de commande (19, 20), le second dispositif de retenue (15;
17) est désactivé après que la feuille (14) continuant à être acheminée est sortie
de la fente de déliasseuse (13).
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que, au moyen du dispositif de commande (19, 20), le second dispositif de retenue (15;
17) est désactivé quand le rouleau de déliassage (9) a tourné d'un angle prédéterminé
après l'activation du second dispositif de retenue.
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé par une came (19) couplée au rouleau de déliassage (9) pour l'activation et la désactivation
du second dispositif de retenue (15; 17).
15. Dispositif selon une des revendications de 11 à 14, caractérisé en ce que le dispositif de commande est conçu pour obturer et ouvrir la fente d'acheminement
(7) au moyen du second dispositif de retenue (17) et pour activer de telle manière
le dispositif d'acheminement (4, 5) que, avant le déliassage de produit en feuilles
provenant de la pile de produit en feuilles, le dispositif d'acheminement (4, 5) est
actif durant un temps prédéterminé tandis que la fente d'acheminement (7) est fermée.
16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce que le réservoir (1) de piles de produit en feuilles est compartimenté par une plaque
intermédiaire (18) ajustable et possède pour l'ajustement un entraînement auquel le
second dispositif de retenue (17) est lui aussi couplé.
17. Dispositif selon une des revendications de 9 à 16, caractérisé par un capteur destiné au repérage de la position, dans le réservoir (1) de piles de
produit en feuilles, de la prochaine feuille devant être déliassée.
18. Dispositif selon la revendication 17, caractérisé en ce que le dispositif d'acheminement (4, 5) destiné à l'acheminement de produit en feuilles
(6; 14) prélevé dans le réservoir (1) de produit en feuilles vers la fente de déliasseuse
(13) est entraîné en fonction de signaux du capteur destiné au repérage de la position,
dans le réservoir (1) de piles de produit en feuilles, de la prochaine feuille devant
être déliassée.