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(11) |
EP 1 664 353 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.01.2007 Patentblatt 2007/03 |
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Anmeldetag: 17.09.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2004/010442 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/031008 (07.04.2005 Gazette 2005/14) |
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| (54) |
VERFAHREN UND ANLAGE ZUM GRANULIEREN VON SCHLACKE
METHOD AND SYSTEM FOR GRANULATING SLAG
PROCEDE ET INSTALLATION POUR GRANULER DES SCORIES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Priorität: |
25.09.2003 AT 15252003
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.06.2006 Patentblatt 2006/23 |
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Patentinhaber: Voest-Alpine Industrieanlagenbau GmbH & Co |
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4031 Linz (AT) |
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Erfinder: |
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- VULETIC, Bogdan
40547 Düsseldorf (DE)
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Vertreter: Berg, Peter et al |
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Siemens AG
Postfach 22 16 34 80506 München 80506 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-96/11286 DE-A- 10 152 672 US-A- 5 540 895
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DE-A- 3 511 958 JP-A- 8 245 243
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 1997, Nr. 01, 31. Januar 1997 (1997-01-31) & JP 8 245243
A (RASA SHOJI KK), 24. September 1996 (1996-09-24)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Granulieren von Schlacke, insbesondere aus
einem Hochofen und/oder einer Schmelzreduktionsanlage, wobei ein beim Granulieren
entstehendes Granulat-Wasser-Gemisch einem Granulierbehälter und danach einer Entwässerungsanlage
zugeführt wird, in der das Schlackengranulat entwässert wird, und wobei die beim Granulieren
entstehenden H
2S enthaltenden Dämpfe und Gase in einem mit dem Granulierbehälter strömungsmäßig in
Verbindung stehenden Kondensierraum durch Eindüsen von Wasser zumindest teilweise
kondensiert werden.
[0002] Im Allgemeinen wird die aus einem Hochofen oder einer Schmelzreduktionsanlage stammende
heiße Schlacke in Granulat umgewandelt, wie z.B. durch rasches Abkühlen und Zerschlagen
mit Wasser. Nach dem Granulieren fließt das Granulat-Wasser-Gemisch über einen Granulierbehälter
oder über einen Kanal zu einer Entwässerungsanlage. In dieser wird der Schlackensand
auf ca. 12 % entwässert und danach als Fertigprodukt verkauft.
[0003] Der im Zuge des Granulierungsprozesses erzeugte Dampf und die schwefelhaltigen Gase,
H
2S und kleine Mengen an SO
2, werden meist über einen hohen Kamin in die Atmosphäre geleitet oder in einem Kondensierturm,
der oberhalb des Granulierbehälters angeordnet ist, niedergeschlagen.
[0004] Im "Fachbericht Hüttenpraxis Metallweiterverarbeitung" (Bd. 20, Nr. 10, 1982, S.
744-746) ist ein Verfahren zur Erzeugung von Schlackengranulat beschrieben, bei dem
in den Kamin ein Dampfkondensator eingebaut werden kann, der ein Kondensieren der
Dämpfe einschließlich eines großen Teils kondensierbarer Schadstoffe ermöglicht.
[0005] Ein Verfahren der eingangs beschriebenen Art ist aus der DE 35 11 958 C bekannt.
Hierbei werden die Gasströme, bestehend aus einem Wasserdampf-Abdampf-Gemisch, wobei
unter Abdampf Luft und Schadstoffe wie H
2S und SO
2 zu verstehen sind, in einem geschlossenen Kreislauf geführt und mit kalziumoxidhaltigem
Wasser in einem Kondensierturm niedergeschlagen.
[0006] Nachteilig hierbei ist jedoch, dass H
2S und SO
2 nur bis zu bestimmten Restkonzentrationen mit Wasser niedergeschlagen werden.
[0007] Die angesaugte oder auf andere Weise in das System eingebrachte Menge an Luft sowie
die produzierten H
2S-Mengen schwanken sehr stark im Laufe eines Abstichs und von Abstich zu Abstich in
Abhängigkeit von Schlackenrate, Schlackenanalyse, Wasserkreislaufmenge, Wassertemperatur,
Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Form und Ausführung des Granulierrohres und anderen
Faktoren. Die in das System eingebrachte Luft führt in anderen Anlagenbereichen gemäß
DE 35 11 958 C zu einem leichten Überdruck und gelangt über Granulatabwurf- und andere
Öffnungen sowie über Abdeckhauben in die Atmosphäre. Mit der Luft entweichen aber
auch die schädlichen Gase in Konzentrationen, die über den erlaubten Grenzen liegen,
unkontrolliert in die Atmosphäre.
[0008] Nach einem weiteren, in der US 5,540,895 A beschriebenen Verfahren werden die schwefelhaltigen
Abgase in einer eigenen Vorrichtung im Kondensierturm einer chemischen Gaswäsche mittels
Eindüsung einer alkalischen wässrigen Lösung unterzogen, bevor sie in die Atmosphäre
geleitet werden. Hierzu sind jedoch eine zusätzliche chemische Anlage und ein dadurch
bedingter Chemikalienverbrauch notwendig.
[0009] Die Erfindung bezweckt die Vermeidung der oben genannten Probleme und Nachteile und
stellt sich die Aufgabe, ein Verfahren und eine Anlage zum Granulieren von Schlacke
bereitzustellen, bei welchen der H
2S-Gehalt der bei der Granulierung entstehenden Gase und Dämpfe ohne komplizierte Einbauten
in eine bestehende Anlage und ohne zusätzlichen Chemikalienverbrauch zuverlässig beseitigt
oder zumindest unter die zulässige Grenzkonzentration gesenkt wird. Ferner soll ein
Entweichen von H
2S-haltigen Gasen aus anderen Öffnungen und undichten Stellen der Anlage vermieden
und die Menge der in das System eingebrachten Luft minimiert werden.
[0010] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren zum Granulieren von Schlacke gemäß der eingangs
genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass H
2S enthaltende Restgase unterhalb der Wassereindüsung aus dem Kondensierraum abgeleitet
werden und H
2S verbrannt wird.
[0011] Bei der Verbrennung von H
2S bildet sich das weniger schädliche SO
2, welches einen höheren Grenzwert besitzt (Grenzwert H
2S: 3 ppm; Grenzwert SO
2: 350 ppm) und zudem leicht auswaschbar ist.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Verbrennung von H
2S zu SO
2 in einer Brennkammer durchgeführt. Eine solche kann auch ohne weiteres zu einer bestehenden
Anlage hinzugefügt werden.
[0013] Um auch den Gehalt an SO
2 in den in die Atmosphäre abgegebenen Abgasen vorteilhaft zu verringern, wird das
Verbrennungsabgas mit Wasser gekühlt und das aus H
2S entstandene SO
2 niedergeschlagen.
[0014] Eine weitere bevorzugte Variante ist dadurch gekennzeichnet, dass die Restgase nach
der Ableitung aus dem Kondensierraum im Gegenstrom zur heißen Schlacke geführt und
hierbei H
2S zu SO
2 verbrannt wird, gegebenenfalls unter Wärmezufuhr mittels einer Stützflamme.
[0015] Vorzugsweise wird der Granulierbehälter gegenüber der Entwässerungsanlage gasdicht
abgeschottet. Hierdurch wird ein Entweichen der im Wesentlichen während des Granuliervorgangs
gebildeten schwefelhaltigen Gase und Dämpfe in die Entwässerungsanlage verhindert,
so dass ein Großteil dieser Gase und Dämpfe durch das eingedüste Wasser im Kondensierraum
niedergeschlagen wird.
[0016] Weiters bevorzugt ist, dass im Granulierbehälter und im Kondensierraum unterhalb
der Wassereindüsung ein Überdruck eingestellt wird. Dies wird über die Einstellung
der Wassereindüsung bewerkstelligt. Der Überdruck hat den positiven Effekt, dass die
H
2S enthaltende Restgase ohne Zwangsfördereinrichtungen, wie Ventilatoren und dgl.,
zur nachgeschalteten Verbrennungsstelle, d.h. Brennkammer oder Schlackenrinne, geleitet
werden. Außerdem wird die über die Granuliervorrichtung eingebrachte Luftmenge verringert
und somit auch die Luftmenge und die H
2S-Fracht, die aus dem System abgeführt werden.
[0017] Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform werden in der Entwässerungsanlage
entstehende Dämpfe und Gase in den Kondensierraum oberhalb der Wassereindüsung geleitet.
Diese zum Teil ebenfalls schwefelhaltigen Dämpfe und Gase können im Kondensierraum
niedergeschlagen bzw. als H
2S enthaltende Restgase einer Verbrennung zugeführt werden.
[0018] Vorzugsweise wird im Kondensierturm oberhalb der Wassereindüsung ein Unterdruck eingestellt.
[0019] Bei Vorliegen einer Gassperre bildet sich z.B. in den dem Granulierbehälter nachgeschalteten
Anlageteilen durch eine Gasverbindungsleitung mit dem Kondensierraum über der Wassereindüsung
ein Unterdruck aus, der bewirkt, dass keine Dämpfe und Gase unkontrolliert aus Öffnungen
und undichten Stellen austreten können, sondern diese Dämpfe und Gase in den Kondensierraum
abgesaugt werden.
[0020] Die mittels einer Saugwirkung in den Kondensierraum geleitete Dampf- und Gasmenge
wird vorzugsweise über die Menge an eingedüstem Wasser geregelt und auf einem Minimum
gehalten. Dadurch wird die mit der Luft ausgetragene H
2S-Menge sowie der Energieverbrauch der Anlage minimiert.
[0021] Eine weitere bevorzugte Erfindungsvariante ist dadurch gekennzeichnet, dass im Kondensierraum
entstehendes Kondensat und eingedüstes Wasser aus dem Kondensierraum abgeleitet und
dem in der Entwässerungsanlage abgeschiedenen Wasser zugeführt wird, welches zur Granulation
und zur Wassereindüsung rückgeführt wird.
[0022] Die Menge an eingedüstem Wasser wird zweckmäßig in Abhängigkeit von der Schlackenrate
geregelt.
[0023] Die erfindungsgemäße Anlage zum Granulieren von Schlacke umfasst eine Schlackenrinne
zur Beförderung der heißen Schlacke zu einer Vorrichtung zum Granulieren, vorzugsweise
einem Spritzkopf, einen danach angeordneten Granulierbehälter zur Aufnahme eines Granulat-Wasser-Gemisches,
eine mit dem Granulierbehälter strömungsmäßig in Verbindung stehende Kondensiereinrichtung,
vorzugsweise einen Kondensierturm, mit einer Wasserzuführung und einer Vorrichtung
zur Wassereindüsung, und eine Granulat-Entwässerungsanlage, und ist dadurch gekennzeichnet,
dass in der Kondensiereinrichtung unterhalb der Vorrichtung zur Wassereindüsung eine
Ableitung für Dämpfe und Gase vorgesehen ist, die mit einer Brennkammer leitungsmäßig
in Verbindung steht.
[0024] Gemäß einem weiteren Aspekt umfasst die erfindungsgemäße Anlage zum Granulieren von
Schlacke eine mit einer Absaughaube versehene Schlackenrinne zur Beförderung der heißen
Schlacke zu einer Vorrichtung zum Granulieren, vorzugsweise einem Spritzkopf, einen
danach angeordneten Granulierbehälter zur Aufnahme eines Granulat-Wasser-Gemisches,
eine mit dem Granulierbehälter strömungsmäßig in Verbindung stehende Kondensiereinrichtung,
vorzugsweise einen Kondensierturm, mit einer Wasserzuführung und einer Vorrichtung
zur Wassereindüsung, und eine Granulat-Entwässerungsanlage, und ist dadurch gekennzeichnet,
dass in der Kondensiereinrichtung unterhalb der Vorrichtung zur Wassereindüsung eine
Ableitung für Dämpfe und Gase vorgesehen ist, die zwischen der Granuliervorrichtung
und der Absaughaube in die Schlackenrinne mündet.
[0025] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist nach der Brennkammer bzw. nach der Absaughaube
der Schlackenrinne ein Wasserkühler für die Verbrennungsabgase vorgesehen.
[0026] Dieser dient zur Kühlung der Verbrennungsabgase sowie zum Auswaschen bzw. Niederschlagen
des durch die Verbrennung entstandenen SO
2.
[0027] Vorzugsweise umfasst die Schlackenrinne einen Brenner zur Erzeugung einer Stützflamme,
welcher in Abhängigkeit von der Schlackenrinnentemperatur zugeschaltet werden kann.
Hierdurch kann die Schlackenrinne nach einem längeren Stillstand auf die für die Verbrennung
von H
2S erforderliche Temperatur aufgeheizt werden.
[0028] Eine bevorzugte Variante der erfindungsgemäße Anlage ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Granulat-Entwässerungsanlage mindestens eine Entwässerungsvorrichtung und
ein Wasserbecken umfasst, welche mit einer Abdeckhaube versehen sind, und von der
Abdeckhaube eine Ableitung für Dämpfe und Gase wegführt, die in der Kondensiereinrichtung
oberhalb der Vorrichtung zur Wassereindüsung mündet.
[0029] Zweckmäßig ist zwischen dem Granulierbehälter und der Granulat-Entwässerungsanlage
eine Gassperre vorgesehen.
[0030] Bevorzugt ist ferner, dass in der Kondensiereinrichtung unterhalb der Vorrichtung
zur Wassereindüsung ein Mittel zum Auffangen von Wasser und Kondensat vorgesehen ist,
von welchem eine Ableitung wegführt, die in die Granulat-Entwässerungseinrichtung,
insbesondere das Wasserbecken, mündet.
[0031] Die Granulat-Entwässerungsanlage, insbesondere das Wasserbecken, steht vorzugsweise
leitungsmäßig mit der Wasserzuführung der Kondensiereinrichtung und/oder der Granuliervorrichtung
in Verbindung.
[0032] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert, wobei die Figur
eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Anlage veranschaulicht.
[0033] Gemäß der Figur wird heiße Schlacke aus einem Hochofen und/oder einer Schmelzreduktionsanlage
durch eine Schlackenrinne 1 in Pfeilrichtung zu einer Granuliervorrichtung 2, z.B.
einem Spritzkopf, gefördert, wo sie durch Einspritzen von Wasser abgekühlt und zerschlagen
wird. Das entstandene Granulat-Wasser-Gemisch gelangt über ein Granulierrohr 3 in
einen Granulierbehälter 4 und von dort durch einen Kanal 5 in eine Granulat-Entwässerungsanlage,
bestehend aus Entwässerungsvorrichtungen 6a und 6b, z.B. Förderschnecken, Trommelfilter,
etc., und Wasserbecken 7a-7c. In Der Entwässerungsanlage wird das Granulat entwässert
und der Schlackensand auf Lagerplätzen 8a und 8b gelagert. Das in den Wasserbecken
7a-7c abgeschiedene Wasser wird nach Ersatz der Verluste und Abkühlung in einem Kühlturm
24 als Prozesswasser von dem Sammelbehälter 23 des Kühlturms 24 über eine Leitung
9 zur Granuliervorrichtung 2 zurückgeführt.
[0034] Die beim Granulieren entstehenden schwefelhältigen Dämpfe und Gase werden in einem
oberhalb des Granulierbehälters 4 angeordneten Kondensierturm 10 niedergeschlagen.
Im oberen Teil des Kondensierturms 10 ist eine Vorrichtung 11 zur Wassereindüsung
angeordnet, welche über eine vom Sammelbehälter 23 gespeiste Wasserzuführung 12 mit
kalziumoxidhaltigem Wasser versorgt wird. Im unteren Teil des Kondensierturms 10,
d.h. unterhalb der Vorrichtung 11, ist ein Mittel 13 zum Auffangen von Wasser und
Kondensat, z.B. gebildet von Wasserfangrinnen, angeordnet, welches über eine Ableitung
14 mit dem Wasserbecken 7c verbunden ist.
[0035] Die nicht kondensierten bzw. niedergeschlagenen, H
2S-haltigen Restgase und -dämpfe werden unterhalb der Vorrichtung 11 und oberhalb des
Mittels 13 über eine Ableitung 15 aus dem Kondensierturm 10 abgezogen und einer temperaturgeregelten
Brennkammer 16 zugeführt, wo eine Verbrennung des H
2S zu SO
2 stattfindet. Die Verbrennungsabgase werden anschließend in einem von der Wasserzuführung
12 gespeisten Wasserkühler (bzw. Wäscher) 17 gekühlt und das darin enthaltene SO
2 ausgewaschen bzw. niedergeschlagen. Das von H
2S und SO
2 gereinigte Abgas wird danach in die Atmosphäre geleitet. Das Waschwasser wird in
die Ableitung 14 eingespeist.
[0036] Alternativ mündet die Ableitung 15 (strichliert dargestellt) in der Schlackenrinne
1, und zwar zwischen der Granuliervorrichtung 2 und einer über der Schlackenrinne
1 vorgesehenen Absaughaube 18. Die Restgase werden in der Schlackenrinne 1 im Gegenstrom
zur heißen Schlacke geführt und H
2S hierbei zu SO
2 verbrannt. Durch die Distanz zwischen der Einmündung der Ableitung 15 in die Schlackenrinne
1 und der Absaughaube 18 wird gewährleistet, dass sich die Restgase auf die für die
Verbrennung von H
2S erforderliche Temperatur erwärmen können und dass genug Zeit für die Verbrennung
zur Verfügung steht. Für die Zufuhr zusätzlicher Wärme im Fall eines längeren Stillstands
oder eines Absinkens der Schlackentemperatur ist in der Schlackenrinne 1 ein Brenner
19 zur Erzeugung einer Stützflamme vorgesehen. Die Verbrennungsabgase werden über
die Absaughaube 18 abgeleitet und gegebenenfalls dem Wasserkühler 17 oder einer Entstaubungsvorrichtung
zugeführt.
[0037] Der Granulierbehälter 4 ist gegenüber dem Kanal 5 und in weiterer Folge gegenüber
der Granulat-Entwässerungsanlage mit einer Gassperre 20 abgeschlossen, welche nur
dem Granulat-Wasser-Gemisch einen Übertritt in den Kanal 5 und die Entwässerungsanlage
gestattet, die Dämpfe und Gase jedoch im Granulierbehälter 4 und im Kondensierturm
10 zurückhält.
[0038] Durch die Eindüsung von Wasser über die Vorrichtung 11 wird im unteren Teil des Kondensierturms
10, d.h. unterhalb der Wassereindüsung, und im Granulierbehälter 4 ein Überdruck erzeugt.
Aufgrund dieses Überdrucks werden die Restgase ohne Bedarf von Zwangsfördervorrichtungen
über die Ableitung 15 der Brennkammer 16 zugeführt oder zur Schlackenrinne 1 und durch
diese hindurch gefördert.
[0039] Die Entwässerungsvorrichtungen 6a, 6b mit den Wasserbecken 7a und 7b sowie das letzte
Wasserbecken 7c sind mit Abdeckhauben 21a-21c versehen, von welchen eine Ableitung
21 für in der Entwässerungsanlage entstehende, gegebenenfalls schwefelhältige Dämpfe
und Gase wegführt, die oberhalb der Vorrichtung 11 in den Kondensierturm 10 mündet.
Auf diese Weise können schädliche Abgase, die nicht bereits im Granulierbehälter 4
entstehen und von dort in den Kondensierturm 10 steigen, ebenfalls der Reinigung und
insbesondere der Verbrennung zugeführt werden.
[0040] Infolge der Wassereindüsung im Kondensierturm 10 und der Gassperre 20 entsteht in
der Granulat-Entwässerungsanlage, d.h. im Kanal 5 und in den Anlageteilen unterhalb
der Abdeckhauben 21a-21c ein Unterdruck, der für eine Absaugung der Dämpfe und Gase
über die Ableitung 22 in den Kondensierturm 10 sorgt. Auf diese Weise wird verhindert,
dass schädliche, H
2S-haltige Gase unkontrolliert über Öffnungen bzw. undichte Stellen in der Granulat-Entwässerungsanlage
in die Atmosphäre gelangen. Es ist dadurch beispielsweise sogar möglich, einen als
Entwässerungsvorrichtung verwendeten Trommelfilter mittels Pressluft zu reinigen.
[0041] Vorteilhafterweise sind in der Ableitung 22 und der Wasserzuführung 12 Meß- bzw.
Regelvorrichtungen (nicht dargestellt) vorgesehen, so dass die aus der Entwässerungsanlage
abgesaugte Dampf- und Gasmenge über die Menge an in den Kondensierturm 10 eingedüstem
Wasser geregelt und auf einem Minimum gehalten werden kann. Gleichsam sind Messinstrumente
zur Bestimmung der Schlackenrate vorgesehen, um die eingedüste Wassermenge auch Abhängigkeit
dieser regeln zu können.
1. Verfahren zum Granulieren von Schlacke, insbesondere aus einem Hochofen und/oder einer
Schmelzreduktionsanlage, wobei ein beim Granulieren entstehendes Granulat-Wasser-Gemisch
einem Granulierbehälter (4) und danach einer Entwässerungsanlage zugeführt wird, in
der das Schlackengranulat entwässert wird, und wobei die beim Granulieren entstehenden,
H2S enthaltenden Dämpfe und Gase in einem mit dem Granulierbehälter (4) strömungsmäßig
in Verbindung stehenden Kondensierraum durch Eindüsen von Wasser zumindest teilweise
kondensiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass H2S enthaltende Restgase unterhalb der Wassereindüsung aus dem Kondensierraum abgeleitet
werden und H2S verbrannt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrennung in einer Brennkammer (16) durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Restgase nach der Ableitung aus dem Kondensierraum im Gegenstrom zur heißen Schlacke
geführt und hierbei H2S zu SO2 verbrannt wird, gegebenenfalls unter Wärmezufuhr mittels einer Stützflamme.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbrennungsabgas mit Wasser gekühlt und das aus H2S entstandene SO2 niedergeschlagen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Granulierbehälter (4) gegenüber der Entwässerungsanlage gasdicht abgeschottet
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Granulierbehälter (4) und im Kondensierraum unterhalb der Wassereindüsung ein
Überdruck eingestellt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Entwässerungsanlage entstehende Dämpfe und Gase in den Kondensierraum oberhalb
der Wassereindüsung geleitet werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Kondensierraum oberhalb der Wassereindüsung ein Unterdruck eingestellt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die mittels einer Saugwirkung in den Kondensierraum geleitete Dampf- und Gasmenge
über die Menge an eingedüstem Wasser geregelt und auf einem Minimum gehalten wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Kondensierraum entstehendes Kondensat und eingedüstes Wasser aus dem Kondensierraum
abgeleitet und dem in der Entwässerungsanlage abgeschiedenen Wasser zugeführt wird,
welches zur Granulation und zur Wassereindüsung rückgeführt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge an eingedüstem Wasser in Abhängigkeit von der Schlackenrate geregelt wird.
12. Anlage zum Granulieren von Schlacke, insbesondere aus einem Hochofen und/oder einer
Schmelzreduktionsanlage, umfassend eine Schlackenrinne (1) zur Beförderung der heißen
Schlacke zu einer Vorrichtung (2) zum Granulieren, vorzugsweise einem Spritzkopf,
einen danach angeordneten Granulierbehälter (4) zur Aufnahme eines Granulat-Wasser-Gemisches,
eine mit dem Granulierbehälter (4) strömungsmäßig in Verbindung stehende Kondensiereinrichtung
(10), vorzugsweise einen Kondensierturm, mit einer Wasserzuführung (12) und einer
Vorrichtung (11) zur Wassereindüsung, und eine Granulat-Entwässerungsanlage, dadurch gekennzeichnet, dass in der Kondensiereinrichtung (10) unterhalb der Vorrichtung (11) zur Wassereindüsung
eine Ableitung (15) für Dämpfe und Gase vorgesehen ist, die mit einer Brennkammer
(16) leitungsmäßig in Verbindung steht.
13. Anlage zum Granulieren von Schlacke, insbesondere aus einem Hochofen und/oder einer
Schmelzreduktionsanlage, umfassend eine mit einer Absaughaube (18) versehene Schlackenrinne
(1) zur Beförderung der heißen Schlacke zu einer Vorrichtung (2) zum Granulieren,
vorzugsweise einem Spritzkopf, einen danach angeordneten Granulierbehälter (4) zur
Aufnahme eines Granulat-Wasser-Gemisches, eine mit dem Granulierbehälter (4) strömungsmäßig
in Verbindung stehende Kondensiereinrichtung (10), vorzugsweise einen Kondensierturm,
mit einer Wasserzuführung (12) und einer Vorrichtung (11) zur Wassereindüsung, und
eine Granulat-Entwässerungsanlage, dadurch gekennzeichnet, dass in der Kondensiereinrichtung (10) unterhalb der Vorrichtung (11) zur Wassereindüsung
eine Ableitung (15) für Dämpfe und Gase vorgesehen ist, die zwischen der Granuliervorrichtung
(2) und der Absaughaube (18) in die Schlackenrinne (1) mündet.
14. Anlage nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Brennkammer (16) bzw. nach der Absaughaube (18) der Schlackenrinne (1) ein
Wasserkühler (17) für die Verbrennungsabgase vorgesehen ist.
15. Anlage nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlackenrinne (1) einen Brenner (19) zur Erzeugung einer Stützflamme umfasst.
16. Anlage nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Granulat-Entwässerungsanlage mindestens eine Entwässerungsvorrichtung (6a, 6b)
und ein Wasserbecken (7a, 7b, 7c) umfasst, welche mit einer Abdeckhaube (21a, 21b,
21c) versehen sind, und von der Abdeckhaube (21a, 21b, 21c) eine Ableitung (22) für
Dämpfe und Gase wegführt, die in der Kondensiereinrichtung (10) oberhalb der Vorrichtung
(11) zur Wassereindüsung mündet.
17. Anlage nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Granulierbehälter (4) und der Granulat-Entwässerungsanlage eine Gassperre
(20) vorgesehen ist.
18. Anlage nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass in der Kondensiereinrichtung (10) unterhalb der Vorrichtung (11) zur Wassereindüsung
ein Mittel (13) zum Auffangen von Wasser und Kondensat vorgesehen ist, von welchem
eine Ableitung (14) wegführt, die in die Granulat-Entwässerungseinrichtung, insbesondere
das Wasserbecken (7c), mündet.
19. Anlage nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Granulat-Entwässerungsanlage, insbesondere das Wasserbecken (7c), leitungsmäßig
mit der Wasserzuführung (12) der Kondensiereinrichtung (10) und/oder der Granuliervorrichtung
(2) in Verbindung steht.
1. Process for granulating slag, in particular from a blast furnace and/or a smelting
reduction plant, in which a granule/water mixture formed during the granulation is
fed to a granulation tank (4) and then to a dewatering installation, in which the
slag granules are dewatered, the H2S-containing vapors and gases formed during the granulation being at least partially
condensed by injection of water in a condensation space which is flow-connected to
the granulation tank (4), characterized in that H2S-containing residual gases are discharged from the condensation space below the water
injection point, and H2S is burnt.
2. Process according to Claim 1, characterized in that the burning is carried out in a combustion chamber (16).
3. Process according to Claim 1, characterized in that the residual gases, after they have been discharged from the condensation space,
are passed in countercurrent to the hot slag, and in the process H2S is burnt to form SO2, if appropriate with heat being supplied by means of an ancillary flame.
4. Process according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the combustion flue gas is cooled with water, and the SO2 formed from H2S is precipitated.
5. Process according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the granulation tank (4) is partitioned off in a gastight manner from the dewatering
installation.
6. Process according to one of Claims 1 to 5, characterized in that a superatmospheric pressure is set in the granulation tank (4) and in the condensation
space below the water injection point.
7. Process according to one of Claims 1 to 6, characterized in that vapors and gases formed in the dewatering installation are passed into the condensation
space above the water injection point.
8. Process according to Claim 7, characterized in that a subatmospheric pressure is set in the condensation space above the water injection
point.
9. Process according to Claim 7 or 8, characterized in that the quantity of vapor and gas passed into the condensation space by means of a sucking
action is controlled by means of the quantity of water injected and is kept at a minimum.
10. Process according to one of Claims 1 to 9, characterized in that condensate formed in the condensation space and injected water are discharged from
the condensation space and fed to the water which has been separated off in the dewatering
installation and is recirculated for granulation and water injection.
11. Process according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the quantity of injected water is controlled as a function of the slag rate.
12. Installation for granulating slag, in particular from a blast furnace and/or a smelting
reduction plant, comprising a slag channel (1) for delivering the hot slag to a granulation
device (2), preferably a spray head, a downstream granulation tank (4) for holding
a granule/water mixture, a condensation device (10), preferably a condensation tower,
which is flow-connected to the granulation tank (4) and has a water feed (12) and
a device (11) for injecting water, and a granule dewatering installation, characterized in that a discharge line (15) for discharging vapors and gases, which is pipe-connected to
a combustion chamber (16), is provided in the condensation device (10) below the device
(11) for injecting water.
13. Installation for granulating slag, in particular from a blast furnace and/or a smelting
reduction plant, comprising a slag channel (1), which is provided with an extractor
hood (18), for delivering the hot slag to a granulation device (2), preferably a spray
head, a downstream granulation tank (4) for holding a granule/water mixture, a condensation
device (10), preferably a condensation tower, which is flow-connected to the granulation
tank (4) and has a water feed (12) and a device (11) for injecting water, and a granule
dewatering installation, characterized in that a discharge line (15) for discharging vapors and gases, which opens out into the
slag channel (1) between the granulation device (2) and the extractor hood (18), is
provided in the condensation device (10) below the device (11) for injecting water.
14. Installation according to Claim 12 or 13, characterized in that a water cooler (17) for the combustion flue gases is provided downstream of the combustion
chamber (16) and/or downstream of the extractor hood (18) of the slag channel (1).
15. Installation according to Claim 13 or 14, characterized in that the slag channel (1) comprises a burner (19) for generating an ancillary flame.
16. Installation according to one of Claims 12 to 15, characterized in that the granule dewatering installation comprises at least one dewatering device (6a,
6b) and a water basin (7a, 7b, 7c), which are provided with a covering hood (21a,
21b, 21c), and a discharge line (22) for discharging vapors and gases, which opens
out in the condensation device (10) above the device (11) for injecting water, leads
away from the covering hood (21a, 21b, 21c).
17. Installation according to one of Claims 12 to 16, characterized in that a gas barrier (20) is provided between the granulation tank (4) and the granule dewatering
installation.
18. Installation according to one of Claims 12 to 17, characterized in that a means (13) for trapping water and condensate is provided in the condensation device
(10) below the device (11) for the injection of water, from which means (13) leads
a discharge line (14) which opens out into the granule dewatering device, in particular
the water basin (7c).
19. Installation according to one of Claims 12 to 18, characterized in that the granule dewatering installation, in particular the water basin (7c), is pipe-connected
to the water feed (12) of the condensation device (10) and/or the granulation device
(2).
1. Procédé pour granuler des scories, en particulier d'un haut fourneau et/ou d'une installation
de réduction en fusion, dans lequel un mélange eau-granulat formé lors de la granulation
est envoyé à un récipient de granulation (4) et ensuite à une installation d'assèchement,
dans laquelle les scories granulées sont asséchées, et dans lequel les vapeurs et
les gaz contenant du H2S produits pendant la granulation sont condensés au moins en partie par injection
d'eau dans une chambre de condensation communiquant par écoulement avec le récipient
de granulation (4), caractérisé en ce que les gaz résiduels contenant du H2S sont déviés hors de la chambre de condensation en dessous de l'injection d'eau et
le H2S est brûlé.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la combustion est effectuée dans une chambre de combustion (16).
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'après la déviation hors de la chambre de condensation, les gaz résiduels sont conduits
à contre-courant par rapport aux scories chaudes et le H2S est ainsi brûlé en SO2, le cas échéant avec apport de chaleur au moyen d'une flamme d'appoint.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les gaz d'échappement de la combustion sont refroidis à l'eau et le SO2 provenant du H2S est précipité.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le récipient de granulation (4) est séparé de façon étanche au gaz par rapport à
l'installation d'assèchement.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'on établit une surpression dans le récipient de granulation (4) et dans la chambre
de condensation en dessous de l'injection d'eau.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les vapeurs et les gaz produits dans l'installation d'assèchement sont conduits dans
la chambre de condensation au-dessus de l'injection d'eau.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'on établit une dépression dans la chambre de condensation au-dessus de l'injection
d'eau.
9. Procédé selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que la quantité de vapeurs et de gaz conduite dans la chambre de condensation au moyen
d'un effet d'aspiration est régulée par la quantité d'eau injectée et est maintenue
à un niveau minimum.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le condensat formé dans la chambre de condensation et l'eau injectée sont évacués
hors de la chambre de condensation et ajoutés à l'eau précipitée dans l'installation
d'assèchement, qui est recyclée pour la granulation et pour l'injection d'eau.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la quantité d'eau injectée est régulée en fonction du débit de scories.
12. Installation pour granuler des scories, en particulier d'un haut fourneau et/ou d'une
installation de réduction en fusion, comprenant un canal à scories (1) pour transporter
les scories chaudes vers un dispositif (2) de granulation, de préférence une tête
de projection, un récipient de granulation (4) disposé ensuite pour recueillir un
mélange eau-granulat, un dispositif de condensation (10) communiquant en écoulement
avec le récipient de granulation (4), de préférence une tour de condensation, avec
une arrivée d'eau (12) et un dispositif (11) pour l'injection d'eau, et une installation
d'assèchement du granulat, caractérisée en ce qu'il est prévu dans le dispositif de condensation (10), en dessous du dispositif (11)
pour l'injection d'eau, une conduite d'évacuation (15) pour les vapeurs et les gaz,
qui est en liaison de communication avec une chambre de combustion (16).
13. Installation pour granuler des scories, en particulier d'un haut fourneau et/ou d'une
installation de réduction en fusion, comprenant un canal à scories (1) pourvu d'une
hotte aspirante (18) pour transporter les scories chaudes vers un dispositif (2) de
granulation, de préférence une tête de projection, un récipient de granulation (4)
disposé ensuite pour recueillir un mélange eau-granulat, un dispositif de condensation
(10) communiquant en écoulement avec le récipient de granulation (4), de préférence
une tour de condensation, avec une arrivée d'eau (12) et un dispositif (11) pour l'injection
d'eau, et une installation d'assèchement du granulat, caractérisée en ce qu'il est prévu dans le dispositif de condensation (10), en dessous du dispositif (11)
pour l'injection d'eau, une conduite d'évacuation (15) pour les vapeurs et les gaz,
qui débouche dans le canal à scories (1) entre le dispositif de granulation (2) et
la hotte aspirante (18).
14. Installation selon la revendication 12 ou 13, caractérisée en ce qu'il est prévu, après la chambre de combustion (16) ou après la hotte aspirante (18)
du canal à scories (1) un refroidisseur à l'eau (17) pour les gaz d'échappement de
la combustion.
15. Installation selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce que le canal à scories (1) comporte un brûleur (19) pour la production d'une flamme d'appoint.
16. Installation selon l'une quelconque des revendications 12 à 15, caractérisé en ce que l'installation d'assèchement de granulat comprend au moins un dispositif d'assèchement
(6a, 6b) et un bassin à eau (7a, 7b, 7c), qui sont pourvus d'une hotte de recouvrement
(21a, 21b, 21c), et de la hotte de recouvrement (21a, 21b, 21c) part une conduite
d'évacuation (22) pour des vapeurs et des gaz, qui débouche dans le dispositif de
condensation (10) au-dessus du dispositif (11) pour l'injection d'eau.
17. Installation selon l'une quelconque des revendications 12 à 16, caractérisée en ce qu'il est prévu un barrage à gaz (20) entre le récipient de granulation (4) et l'installation
d'assèchement du granulat.
18. Installation selon l'une quelconque des revendications 12 à 17, caractérisée en ce qu'il est prévu dans le dispositif de condensation (10), en dessous du dispositif (11)
pour l'injection d'eau, un moyen (13) pour capter l'eau et le condensat, duquel part
une conduite d'évacuation (14) qui débouche dans le dispositif d'assèchement du granulat,
en particulier dans le bassin à eau (7c).
19. Installation selon l'une quelconque des revendications 12 à 18, caractérisée en ce que l'installation d'assèchement du granulat, en particulier le bassin à eau (7c), est
en liaison de communication avec l'arrivée d'eau (12) du dispositif de condensation
(10) et/ou du dispositif de granulation (2).
