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(11) |
EP 1 664 490 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.10.2007 Patentblatt 2007/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.07.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2005/001206 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/005319 (09.01.2006 Gazette 2003/06) |
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EINRICHTUNG ZUR DETEKTION EINES WELLENBRUCHS AN EINER GASTURBINE SOWIE GASTURBINE
DEVICE FOR DETECTING A FRACTURED SHAFT OF A GAS TURBINE AND GAS TURBINE
DISPOSITIF POUR DETECTER UNE RUPTURE D'ARBRE SUR UNE TURBINE A GAZ ET TURBINE A GAZ
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
14.07.2004 DE 102004033924
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.06.2006 Patentblatt 2006/23 |
| (73) |
Patentinhaber: MTU Aero Engines GmbH |
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80995 München (DE) |
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Erfinder: |
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- BILSON, Christopher
14163 Berlin (DE)
- FITZGERALD, Ian
15732 Eichwalde (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 19 727 296 US-A- 3 989 408
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GB-A- 2 002 857 US-A- 4 144 421
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs an einer
Gasturbine. Des weiteren betrifft die Erfindung eine Gasturbine mit einer solchen
Einrichtung.
[0002] Als Flugtriebwerke ausgebildete Gasturbinen verfügen über mindestens einen Verdichter,
mindestens eine Brennkammer sowie mindestens eine Turbine. Aus dem Stand der Technik
sind Flugtriebwerke bekannt, die einerseits drei stromaufwärts der Brennkammer positionierte
Verdichter sowie drei stromabwärts der Brennkammer positionierte Turbinen aufweisen.
Bei den drei Verdichtern handelt es sich um einen Niederdruckverdichter, einen Mitteldruckverdichter
sowie einen Hochdruckverdichter. Bei den drei Turbinen handelt es sich um eine Hochdruckturbine,
eine Mitteldruckturbine sowie eine Niederdruckturbine. Nach dem Stand der Technik
sind die Rotoren von Hochdruckverdichter und Hochdruckturbine, von Mitteldruckverdichter
und Mitteldruckturbine sowie von Niederdruckverdichter und Niederdruckturbine durch
jeweils eine Welle miteinander verbunden, wobei die drei Wellen einander konzentrisch
umschließen und demnach ineinander verschachtelt sind.
[0003] Bricht zum Beispiel die den Mitteldruckverdichter sowie die Mitteldruckturbine verbindende
Welle, so kann der Mitteldruckverdichter der Mitteldruckturbine keine Arbeit bzw.
Leistung mehr entnehmen, wodurch sich dann eine Überdrehzahl an der Mitteldruckturbine
einstellen kann. Ein solches Durchdrehen der Mitteldruckturbine muss vermieden werden,
da hierdurch das gesamte Flugtriebwerk beschädigt werden kann. Aus Sicherheitsgründen
muss demnach ein Wellenbruch an einer Gasturbine sicher detektierbar sein, um bei
Auftreten eines Wellenbruchs eine Brennstoffzufuhr zur Brennkammer zu unterbrechen.
Eine derartige Detektion eines Wellenbruchs bereitet insbesondere dann Schwierigkeiten,
wenn die Gasturbine, wie oben beschrieben, drei sich konzentrisch umschließende und
damit ineinander verschachtelte Wellen aufweist. In diesem Fall bereitet vor allem
die Detektion eines Wellenbruchs der mittleren Welle, welche die Mitteldruckturbine
mit dem Mitteldruckverdichter koppelt, Schwierigkeiten.
[0004] Aus dem Dokument
DE 197 27 296 A1 ist eine Einrichtung zur Notabschaltung einer Gasturbine bekannt, die im Falle eines
Wellenbruchs über die daraus resultierende, axiale Verschiebung des Turbinenrotors
eine Unterbrechung der Brennstoffzufuhr zur Brennkammer veranlasst. Die Einrichtung
weist mindestens ein mechanisches, gegenüber einem Strömungskanal radial innenliegendes
Betätigungselement auf, das bei Wellenbruch über mindestens ein Sensorelement ein
elektrisches Signal erzeugt und dieses an ein außerhalb des Strömungskanals an einem
Gehäuse der Gasturbine positioniertes - Schaltelement überträgt. Das oder jedes Betätigungselement
ist bevorzugt als am Turbinenrotor befestigter Trennzahn ausgeführt, der in dem mindestens
einen Sensorelement eine elektrische Leitung unterbricht. Aufgrund ihrer Konstruktion
und Anordnung ist diese Einrichtung de facto nur zur Überwachung einer von hinten
zugänglichen Welle, d.h. entweder der einzigen Welle oder der Niederdruckwelle, geeignet.
[0005] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zu Grunde, eine relativ
einfache, zuverlässige und platzsparende Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs
an einer Gasturbine mit mehreren Turbinen und Wellen zu schaffen, die speziell zur
Überwachung der Hochdruck- oder Mitteldruckwelle geeignet ist.
[0006] Dieses Problem wird durch eine Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs an einer
Gasturbine im Sinne von Patentanspruch 1 gelöst. Im Sinne der Erfindung wird eine
Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs an einem Rotor einer Turbine einer Gasturbine,
insbesondere eines Flugtriebwerks, vorgeschlagen, wobei stromabwärts der Turbine eine
zweite Turbine positioniert ist, mit einem zwischen dem Rotor der ersten Turbine und
einem Stator der zweiten Turbine positionierten Betätigungselement, und mit einem
in dem Stator der zweiten Turbine geführten Sensorelement.
[0007] Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung wird demnach eine Einrichtung zur Detektion
eines Wellenbruchs mit einem mechanischen Betätigungselement vorgeschlagen, welches
gegenüber einem Strömungskanal der Gasturbine radial innenliegend zwischen einem Rotor
und einem Stator von zwei aneinandergrenzenden Turbinen positioniert ist. Mit Hilfe
des Betätigungselements ist ein Wellenbruch der stromaufwärts positionierten Turbine
detektierbar, wobei bei einem Wellenbruch das Betätigungselement axial verschoben
wird und auf das Sensorelement trifft. Das Sensorelement ist vorzugsweise als Aufschlagsensor
ausgebildet, dessen Struktur bei Auftreffen des Betätigungselements auf das Sensorelement
verändert wird und der so ein den Wellenbruch repräsentierendes, elektrisches Signal
erzeugt. Das Sensorelement ist im Stator der stromabwärts positionierten Turbine geführt
und leitet das den Wellenbruch repräsentierende elektrische Signal radial nach außen
an ein Schaltelement. Das Sensorelement ist bei montierter Gasturbine in radialer
Richtung aus derselben herausziehbar.
[0008] Hierdurch ist gewährleistet, dass bei montierter Gasturbine alle elektrischen Komponenten
der erfindungsgemäßen Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs ohne die Notwendigkeit
des Zerlegens der Gasturbine leicht zugänglich sind. Das Sensorelement kann in radialer
Richtung einfach aus der montierten Gasturbine herausgezogen werden, das Schaltelement
ist radial außenliegend am Gehäuse der Gasturbine positioniert.
[0009] Insofern können ohne großen Wartungsaufwand sämtliche elektrischen Baugruppen der
erfindungsgemäßen Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs inspiziert bzw. gewartet
werden. Sämtliche nur bei Zerlegen der Gasturbine zugängliche Baugruppen der erfindungsgemäßen
Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs, so z. B. das Betätigungselement, sind
rein mechanisch ausgeführt, sehr zuverlässig und müssen daher weniger häufig gewartet
werden wie die elektrischen bzw. elektronischen Baugruppen.
[0010] Die erfindungsgemäße Gasturbine ist im Patentanspruch 9 definiert.
[0011] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird, ohne hierauf
beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen Gasturbine mit einer erfindungsgemäßen
Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs an einer Gasturbine.
[0012] Nachfolgend wird die hier vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf Fig. 1 in größerem
Detail beschrieben.
[0013] Fig. 1 zeigt einen ausschnittsweisen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Gasturbine,
nämlich ein Flugtriebwerk, im radial innenliegenden Bereich zwischen einem Rotor einer
Mitteldruckturbine 10 und einem Stator einer Niederdruckturbine 11. Vom Rotor der
Mitteldruckturbine 10 ist eine Rotorscheibe 12 des in Strömungsrichtung (Pfeil 15)
gesehen letzten Laufschaufelkranzes der Mitteldruckturbine 10 dargestellt; vom Stator
der Niederdruckturbine 11 ist eine radial innenliegende Dichtungsstruktur 13 eines
in Strömungsrichtung gesehen ersten Leitschaufelkranz der Niederdruckturbine 11 gezeigt.
Die Dichtungsstruktur 13 umfasst Wabendichtungen 14 einer sogenannten "inner air seal"
Dichtung.
[0014] Die Strömungsrichtung durch die Gasturbine ist in Fig. 1 durch einen Pfeil 15 visualisiert.
Der Stator der Niederdruckturbine 11 ist demnach stromabwärts des Rotors der Mitteldruckturbine
10 positioniert. Dabei grenzt der in Strömungsrichtung gesehen erste bzw. vorderste
Leitschaufelkranz der Niederdruckturbine 11 an den in Strömungsrichtung gesehen letzten
bzw. hintersten Laufschaufelkranz der Mitteldruckturbine 10 an. Stromaufwärts der
Mitteldruckturbine 10 ist vorzugsweise eine Hochdruckturbine positioniert.
[0015] Wie bereits erwähnt, sind bei derartigen Gasturbinen, die drei Turbinen sowie drei
Verdichter aufweisen, die Rotoren von Hochdruckturbine sowie Hochdruckverdichter,
Mitteldruckturbine sowie Mitteldruckverdichter sowie Niederdruckturbine und Niederdruckverdichter
durch jeweils eine Welle miteinander verbunden, wobei diese drei Wellen sich einander
konzentrisch umschließen und damit ineinander verschachtelt sind. Es liegt nun im
Sinne der hier vorliegenden Erfindung, eine Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs
an einer Gasturbine bereitzustellen, die sich insbesondere zur Detektion eines Wellenbruchs
der den Mitteldruckturbinenrotor mit dem Mitteldruckverdichterrotor verbindenden Welle
eignet. Bricht nämlich diese Welle, so kann der Mitteldruckverdichter der Mitteldruckturbine
keine Arbeit bzw. Leistung mehr entnehmen, was zu einem Überdrehen der Mitteldruckturbine
führen kann. Da ein derartiges Überdrehen der Turbine zu schweren Beschädigungen des
Flugtriebwerks führen kann, muss ein Wellenbruch sicher detektiert werden.
[0016] Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen, zwischen den Rotor der
Mitteldruckturbine 10 und den Stator der Niederdruckturbine 11 ein Betätigungselement
16 zu positionieren, wobei das Betätigungselement 16 im gezeigten Ausführungsbeispiel
zwischen dem in Strömungsrichtung gesehen letzten Laufschaufelkranz der Mitteldruckturbine
10 und dem in Strömungsrichtung gesehen ersten Leitschaufelkranz der Niederdruckturbine
11 positioniert ist. Das Betätigungselement 16 ist dabei gegenüber einem Strömungskanal
radial innenliegend innerhalb der Gasturbine benachbart zu der Rotorscheibe 12 des
in Strömungsrichtung gesehen letzten Laufschaufelkranzes der Mitteldruckturbine 10
positioniert.
[0017] Gemäß Fig. 1 ist das Betätigungselement 16 axial ausgerichtet und in der als Dichtungsträger
dienenden Dichtungsstruktur 13 geführt. Hierzu ist in die Dichtungsstruktur 13 eine
Bohrung mit einem Innengewinde eingebracht, wobei eine Mutter 17 mit einem entsprechenden
Außengewinde in der Bohrung der Dichtungsstruktur 13 befestigt ist. Die Mutter 17
verfügt ihrerseits über eine mittige Bohrung, in welcher das Betätigungselement 16
in axialer Richtung verschiebbar geführt ist.
[0018] Wie Fig. 1 entnommen werden kann, wird das in der Mutter 17 in axialer Richtung verschiebbar
gelagerte bzw. geführte Betätigungselement 16 in axialer Position über einen abscherbaren
Stift 18 fixiert. Der abscherbare Stift 18 erstreckt sich im Wesentlichen in radialer
Richtung von radial außen durch die Mutter 17 und ragt in eine entsprechende Öffnung
innerhalb des Betätigungselements 16 hinein. Durch den abscherbaren Stift 18 und die
dadurch bewirkte axiale Fixierung des Betätigungselements 16 wird sichergestellt,
dass sich während des normalen bzw. regulären Betriebs der Gasturbine keine axiale
Verschiebung des Betätigungselements 16 einstellt.
[0019] Wie Fig. 1 weiterhin entnommen werden kann, ist zwischen der Dichtungsstruktur 13
und der Mutter 17 eine Unterlegscheibe 19 angeordnet. Über die Dicke dieser Unterlegscheibe
19 lässt sich ein Abstand zwischen der Rotorscheibe 12 und einem der Rotorscheibe
12 benachbarten Ende 20 des Betätigungselements 16 einstellen.
[0020] Neben dem Betätigungselement 16 verfügt die erfindungsgemäße Einrichtung zur Detektion
eines Wellenbruchs über ein Sensorelement 21. Das Sensorelement 21 ist als Aufprallsensor
bzw. Aufschlagsensor bzw. Impact-Sensor ausgebildet und wirkt mit einem dem Ende 20
gegenüberliegenden Ende 22 des Betätigungselements 16 derart zusammen, dass dann,
wenn das zweite Ende 22 des Betätigungselements 16 auf das Sensorelement 21 in Folge
eines Wellenbruchs auftrifft, das Sensorelement 21 ein den Wellenbruch repräsentierendes
elektrisches Signal erzeugt, um dieses elektrische Signal an ein radial außen an einem
Gehäuse der Gasturbine positioniertes Schaltelement zu übertragen. Das Sensorelement
21 ist im Stator der Niederdruckturbine 11 geführt und in radialer Richtung aus dem
Stator der Niederdruckturbine 11 entnehmbar.
[0021] Wie Fig. 1 entnommen werden kann, ist das radial innenliegende Ende des Sensorelements
21 in einer Aufnahme 23 geführt, wobei die Aufnahme 23 über einen Träger 24 an der
Dichtstruktur 13 befestigt ist. Fig. 1 kann entnommen werden, dass der Träger 23 über
eine Nietverbindung 25 mit der Dichtungsstruktur 13 fest verbunden ist. Die vom Träger
24 gehaltene Aufnahme 23 verfügt im Bereich des Endes 22 des Betätigungselements 16
über eine Öffnung, damit das Betätigungselement 16 im Falle eines Wellenbruchs in
Richtung auf das Sensorelement 21 bewegt werden kann.
[0022] Fig. 1 zeigt die erfindungsgemäße Einrichtung zu der Detektion eines Wellenbruchs
bzw. die entsprechende Gasturbine in einer Anordnung, die dem regulären bzw. normalen
Betrieb einer Gasturbine entspricht. Das Betätigungselement 16 ist in seiner axialen
Verschiebbarkeit durch den abscherbaren Stift 18 fixiert. Tritt nun ein Wellenbruch
an der Welle auf, welche die Mitteldruckturbine 11 mit einem nicht dargestellten Mitteldruckverdichter
verbindet, so kann der Mitteldruckverdichter der Mitteldruckturbine 10 keine Arbeit
bzw. Leistung mehr entnehmen und es kann sich ein Durchdrehen der Mitteldruckturbine
10 einstellen. Aufgrund der Druckverhältnisse an der Mitteldruckturbine 10 wird bei
einem derartigen Wellenbruch der Rotor, nämlich die in Fig. 1 dargestellte Rotorscheibe
12 des in Strömungsrichtung letzten bzw. hintersten Laufschaufelkranzes der Mitteldruckturbine
10, nach hinten bzw. in Richtung des Pfeils 15 bewegt, so dass die Rotorscheibe 12
auf dem Ende 20 des Betätigungselements 16 aufschlägt. Hierdurch wird dann der Stift
18, welcher der axialen Fixierung des Betätigungselements 16 dient, abgeschert und
das Betätigungselement 16 wird in Richtung des Pfeils 15 auf das Sensorelement 21
bewegt, so dass das Ende 22 des Betätigungselements 16 auf dem Sensorelement 21 aufschlägt.
Hierbei wird die Struktur des Sensorelements 21 derart verändert, dass ein den Wellenbruch
repräsentierendes, elektrisches Signal vom Sensorelement 21 erzeugt wird. Dieses kann
dann radial nach außen in Richtung auf ein Schaltelement weitergeleitet werden, welches
letztendlich dann bei einem Wellenbruch die Brennstoffzufuhr zur Brennkammer unterbricht.
[0023] Das als Aufschlagsensor bzw. Impact-Sensor ausgebildete Sensorelement 21 verfügt
vorzugsweise über einen in einen keramischen Grundkörper integrierten, elektrischen
Schaltkreis, dessen Struktur bzw. Integrität vom Schaltelement überwacht wird. Schlägt
das Betätigungselement 16 aufgrund eines Wellenbruchs in den keramischen Grundkörper
des Sensorelements 21 ein, so wird dieser zerstört und der in den keramischen Grundkörper
integrierte Schaltkreis unterbrochen. Die sich hierbei einstellende Änderung des vom
Sensorelement 21 bereitgestellten Signals repräsentiert einen Wellenbruch und kann
auf einfache Art und Weise vom Schaltelement ausgewertet bzw. weiterverarbeitet werden,
um letztendlich die Brennstoffzufuhr zur Brennkammer zu unterbrechen.
[0024] Wie bereits erwähnt, ist das Sensorelement 21 im Stator der Niederdruckturbine 11
derart geführt, dass das Sensorelement 21 in radialer Richtung aus dem Stator herausgezogen
werden kann. Das Herausziehen des Sensorelements 21 in radialer Richtung aus dem Stator,
insbesondere einer Leitschaufel eines Leitschaufelkranzes, der Niederdruckturbine
11 kann bei montiertem bzw. zusammengebautem Gastriebwerk durchgeführt werden. Hierdurch
ist es möglich, das Sensorelement 21 ohne großen Aufwand einer Inspektion bzw. Wartung
zu unterziehen. Sämtliche elektrischen bzw. elektronischen Baugruppen der erfindungsgemäßen
Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs sind demnach ohne großen Montageaufwand
zugänglich. Die übrigen, nur bei demontierter Gasturbine zugänglichen Baugruppen der
erfindungsgemäßen Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs, so z. B. das Betätigungselement
16, sind rein mechanisch ausgeführt, sehr robust und müssen daher weniger häufig inspiziert
bzw. gewartet werden, wie die elektrischen bzw. elektronischen Baugruppen derselben.
1. Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs an einem Rotor einer Turbine (10) einer
Gasturbine, insbesondere eines Flugtriebwerks, wobei die Einrichtung ein gegenüber
einem Strömungskanal radial innenliegend positioniertes Betätigungselement (16) aufweist,
um einen von diesem Betätigungselement (16) detektierten Wellenbruch in ein elektrisches
Signal zu wandeln und dieses elektrische Signal an ein Schaltelement zu übertragen,
welches gegenüber dem Strömungskanal radial außenliegend an einem Gehäuse der Gasturbine
positioniert ist, dadurch gekennzeichnet, dass stromabwärts der Turbine (10) eine zweite Turbine (11) positioniert ist, und die
Einrichtung zwischen dem Rotor der ersten Turbine (10) und einem Stator der zweiten
Turbine (11) angeordnet ist, wobei ein zu dem Betätigungselement (16) korrespondierendes
Sensorelement (21) von dem Stator der zweiten Turbine (11) geführt wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungselement (16) zwischen einem in Strömungsrichtung gesehen letzten Laufschaufelkranz
der ersten Turbine (10) und einem in Strömungsrichtung gesehen ersten Leitschaufelkranz
der zweiten Turbine (11) positioniert ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungselement (16) radial innenliegend benachbart zu einer Rotorscheibe
(12) des in Strömungsrichtung gesehen letzten Laufschaufelkranzes der ersten Turbine
(10) positioniert ist.
4. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungselement (16) in einer radial innenliegenden Dichtungsstruktur (13)
des Stators der zweiten Turbine (11) in axialer Richtung bzw. in Strömungsrichtung
geführt ist, wobei das Betätigungselement (16) über einen abscherbaren Stift (18)
in axialer Richtung fixiert ist.
5. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sensorelement (21) im Stator der zweiten Turbine (11) in radialer Richtung geführt
und in radialer Richtung aus dem Stator der zweiten Turbine (11) entnehmbar ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sensorelement (21) in einem in Strömungsrichtung gesehen ersten Leitschaufelkranz
der zweiten Turbine (11) geführt ist.
7. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sensorelement (21) an einem radial innenliegenden Ende mit dem Betätigungselement
(16) derart zusammenwirkt, dass bei einem Wellenbruch das Betätigungselement (16)
unter Abscherung des Stifts (18) auf das Sensorelement (21) bewegt wird und auf demselben
auftrifft, wobei das Sensorelement (21) hieraus ein den Wellenbruch repräsentierendes,
elektrisches Signal erzeugt.
8. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sensorelement (21) als Aufschlagsensor ausgebildet ist, dessen Struktur beim
Auftreffen des Betätigungselements (16) auf denselben verändert wird.
9. Gasturbine, insbesondere Flugtriebwerk, mit einer Einrichtung zur Detektion eines
Wellenbruchs an einem Rotor einer Turbine (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche
1-8.
1. Device for detecting a shaft fracture in a rotor of a turbine (10) of a gas turbine,
in particular an aircraft engine, such that the device comprises an actuation element
(16) positioned radially on the inside in relation to a flow channel, in order to
convert a shaft fracture detected by the said actuation element (16) into an electric
signal and transmit this electric signal to a switch element positioned radially on
the outside in relation to the flow channel on a housing of the gas turbine,
characterised in that
a second turbine (11) is located downstream from the turbine (10) and the device is
arranged between the rotor of the first turbine (10) and a stator of the second turbine
(11), and a sensor element (21) corresponding to the actuation element (16) is held
in the stator of the second turbine (11).
2. Device according to Claim 1,
characterised in that
the actuation element (16) is positioned between a last blade ring of the first turbine
(10) and a first guide vane ring of the second turbine (11), as viewed along the flow
direction.
3. Device according to Claim 2,
characterised in that
the actuation element (16) is positioned radially on the inside close to a rotor disc
(12) of the last blade ring of the first turbine (10), as viewed along the flow direction.
4. Device according to one or more of Claims 1 to 3,
characterised in that
the actuation element (16) is held in a radially inner seal structure (13) of the
stator of the second turbine (11) in the axial or flow direction, the actuation element
(16) being fixed in the axial direction by means of a shear-pin (18).
5. Device according to one or more of Claims 1 to 4,
characterised in that
the sensor element (21) is held in a radial orientation in the stator of the second
turbine (11) and can be extracted in the radial direction from the said stator of
the second turbine (11).
6. Device according to Claim 5,
characterised in that
the sensor element (21) is held in a first guide vane ring of the second turbine (11),
as viewed in the flow direction.
7. Device according to one or more of Claims 1 to 6,
characterised in that
the sensor element (21) co-operates at its radially inner end with the actuation element
(16) in such manner that in the event of a shaft fracture, the pin (18) is sheared
and the actuation element (16) moves towards and impacts against the sensor element
(21), whereupon the sensor element (21) produces an electric signal that indicates
the occurrence of the shaft fracture.
8. Device according to one or more of Claims 1 to 7,
characterised in that
the sensor element (21) is made as an impact sensor whose structure is changed when
the actuation element (16) impacts against it.
9. Gas turbine, in particular an aircraft engine, incorporating a device according to
one or more of Claims 1 to 8 for detecting a shaft fracture in a rotor of a turbine
(10).
1. Dispositif destiné à détecter une rupture d'arbre sur un rotor d'une turbine (10)
d'une turbine à gaz, en particulier d'un groupe motopropulseur d'avion, ledit dispositif
comportant un élément d'actionnement (16) qui, par rapport à un canal d'écoulement,
est positionné radialement à l'intérieur, afin qu'une rupture d'arbre détectée par
cet élément d'actionnement (16) soit transformée en un signal électrique et que ce
signal électrique soit transmis à un élément de commutation qui, par rapport au canal
d'écoulement, est positionné radialement à l'extérieur sur un carter de la turbine
à gaz, caractérisé en ce qu'en aval de la turbine (10) est positionnée une deuxième turbine (11), et le dispositif
est agencé entre le rotor de la première turbine (10) et un stator de la deuxième
turbine (11), un élément capteur (21), coopérant avec l'élément d'actionnement (16),
étant guidé par le stator de la deuxième turbine (11).
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (16) est positionné entre, par référence au sens d'écoulement,
une dernière couronne d'aubes mobiles de la première turbine (10) et, par référence
au sens d'écoulement, une première couronne d'aubes fixes de la deuxième turbine (11).
3. Dispositif selon la revendication 2,
caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (16) est positionné radialement à l'intérieur à proximité
d'un disque de rotor (12) de la dernière couronne d'aubes mobiles, par référence au
sens d'écoulement, de la première turbine (10).
4. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (16) est logé dans le sens axial, plus précisément dans
le sens d'écoulement, dans une structure d'étanchéité (13), radialement intérieure,
du stator de la deuxième turbine (11), l'élément d'actionnement (16) étant immobilisé
dans le sens axial par l'intermédiaire d'une broche (18) cisaillable.
5. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'élément capteur (21) est logé dans le sens radial dans le stator de la deuxième
turbine (11) et peut être retiré dans le sens radial hors du stator de la deuxième
turbine (11).
6. Dispositif selon la revendication 5,
caractérisé en ce que l'élément capteur (21) est logé, par référence au sens d'écoulement, dans une première
couronne d'aubes fixes de la deuxième turbine (11).
7. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément capteur (21), au niveau d'une extrémité radialement intérieure, coopère
avec l'élément d'actionnement (16) de telle sorte qu'en cas de rupture de l'arbre,
l'élément d'actionnement (16) est déplacé moyennant le cisaillement de la broche (18)
vers l'élément capteur (21) et vient buter contre celui-ci, l'élément capteur (21)
générant à partir de là un signal électrique signifiant la rupture de l'arbre.
8. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'élément capteur (21) est réalisé sous forme de capteur de chocs, dont la structure
varie lorsque l'élément d'actionnement (16) vient buter contre celui-ci.
9. Turbine à gaz, en particulier groupe motopropulseur d'avion, comportant un dispositif
destiné à détecter une rupture d'arbre sur un rotor d'une turbine (10), selon une
ou plusieurs des revendications 1 à 8.

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