| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 664 532 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
16.01.2013 Patentblatt 2013/03 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.08.2004 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2004/051697 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2005/026543 (24.03.2005 Gazette 2005/12) |
|
| (54) |
KOLBENPUMPE UND VERWENDUNG EINER KOLBENPUMPE
RECIPROCATING PUMP AND USE OF SAID RECIPROCATING PUMP
POMPE ALTERNATIVE ET SON UTILISATION
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE ES FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
11.09.2003 DE 10342243
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
07.06.2006 Patentblatt 2006/23 |
| (73) |
Patentinhaber: Continental Automotive GmbH |
|
30165 Hannover (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- DEICHMANN, Johannes
36211 Alheim-Sterkelshausen (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 013 930 US-A- 3 911 793 US-A- 4 480 529
|
US-A- 3 523 564 US-A- 4 196 654
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kolbenpumpe mit zumindest einem in einem Gehäuse axial
verschieblich angeordneten Kolben, mit einer drehbar gelagerten Triebwelle zum Antrieb
des Kolbens, mit einem Einlasskanal und mit einem Auslasskanal, wobei die Triebwelle
eine Steuerkurve mit zumindest einem oberen Umkehrpunkt und einem unteren Umkehrpunkt
aufweist, dass der Kolben in der Steuerkurve geführt ist und dass sich ein Übertragungselement
von dem Kolben bis in die Steuerkurve erstreckt. Weiterhin betrifft die Erfindung
eine vorteilhafte Verwendung der Kolbenpumpe.
[0002] Aus der Praxis bekannte Kolbenpumpen weisen meist eine über einen Pleuel mit dem
Kolben verbundene Kurbelwelle als Triebwelle auf. Der Einlasskanal und der Auslasskanal
weisen jeweils Ventile auf. Die Ventile können über eine Nockenwelle zwangsgesteuert
sein oder ein Federelement aufweisen und über den vom Kolben in dem Gehäuse erzeugten
Druck gesteuert werden. Durch einen vorgesehenen Durchmesser und Hubweg des Kolbens
und der Drehzahl der Triebwelle lassen sich sehr hohe Fördervolumen bei einem hohen
Förderdruck erzeugen. Nachteilig bei der bekannten Kolbenpumpe ist, dass sie einen
sehr großen Bauraum aufweist und sehr aufwändig aufgebaut ist.
[0003] Zur Vereinfachung des Aufbaus der Kolbenpumpe ist beispielsweise aus der
DE 0 855 488 bekannt, den Kolben über einen Tänzerantrieb anzutreiben. Die Druckförderung wird
durch die axiale Bewegung des Kolbens erreicht. Ein Regelsteuerdruckkolben führt eine
kombinierte drehende und hin und hergehende Bewegung aus und hat an seiner Mantelfläche
eine Steuernut. Nachteilig bei dieser Kolbenpumpe ist, dass sie ebenfalls sehr aufwändig
aufgebaut ist und nur für geringe Fördermengen geeignet ist.
[0004] Aus der
US 4,480,529 (nächster Stand der Technik) ist eine Kolbenpumpe mit einer Triebwelle bekannt. Auf
der Triebwelle ist eine Scheibe als zusätzliches Bauteil angeordnet.
[0005] Die
EP 1 013 930 A1 zeigt einen Motor mit einer axial angeflanschten Pumpe. Die Pumpe besitzt auf ihrer
dem Motor abgewandten Seite mindestens zwei Öffnungen, welche als Ein- und Auslässe
wirken. Durch die Anordnung von Ein- und Auslässen auf einer Seite der Pumpe ist eine
platzsparende inline-Anordnung nicht möglich.
[0006] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Kolbenpumpe der eingangs genannten
Art so zu gestalten, dass sie besonders einfach und kompakt aufgebaut ist und eine
hohe Förderleistung bei einem hohen Förderdruck ermöglicht. Weiterhin soll eine vorteilhafte
Verwendung der Kolbenpumpe geschaffen werden.
[0007] Das erstgenannte Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Einlasskanal
den Kolben durchdringt und ein Rückschlagventil aufweist.
[0008] Durch diese Gestaltung lässt sich die Bewegungsrichtung des Kolbens parallel zu der
Triebwelle anordnen, was einen besonders kompakten Aufbau der Kolbenpumpe ermöglicht.
Im einfachsten Fall ist die Steuerkurve über den Umfang der Welle sinusförmig gestaltet
und hat jeweils einen oberen und einen unteren Umkehrpunkt. Bei einer Drehung der
Triebwelle über 180° wird damit der Kolben in eine Richtung und bei Drehung über die
nächsten 180° der Kolben in die entgegengesetzte Richtung bewegt. Durch diese Gestaltung
der Steuerkurve wird der Kolben wie bei der über den Pleuel mit der Kurbelwelle verbundene
Kolben angetrieben. Daher weist die erfindungsgemäße Förderpumpe ein hohes Fördervolumen
bei einem hohen Förderdruck auf. Ein an dem Kolben und an der Triebwelle gelagerter
Pleuel wird dank der Erfindung vermieden. Die erfindungsgemäße Kolbenpumpe benötigt
daher besonders wenige zu montierende Bauteile und ist somit sehr einfach aufgebaut
und kompakt. Vorzugsweise ist die Bewegungsrichtung des Kolbens parallel zur Drehachse
der Triebwelle angeordnet. Der Kolben der erfindungsgemäßen Kolbenpumpe kann beispielsweise
über Dichtringe oder über eine Membran gegenüber dem Gehäuse abgedichtet sein.
[0009] Ein Verdrehen des Übertragungselementes lässt sich gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung einfach verhindern, wenn das Übertragungselement durch eine langgestreckte
Führung in dem Gehäuse hindurch geführt ist.
[0010] Die erfindungsgemäße Kolbenpumpe erfordert nur eine einzige Steuerkurve für mehrere
Kolben, wenn mehrere Kolben konzentrisch zu der Triebwelle angeordnet sind.
[0011] Der Einlasskanal könnte beispielsweise in dem Gehäuse angeordnet sein und ein Steuerventil
aufweisen oder von der Bewegung des Kolbens gesteuert sein. Der Auslasskanal weist
vorzugsweise wie bekannte Kolbenpumpen ein Rückschlagventil in dem Gehäuse auf.
[0012] Die erfindungsgemäße Kolbenpumpe weist eine besonders geringe axiale Bauhöhe auf,
wenn das Rückschlagventil des Einlasskanals und/oder ein Rückschlagventil des Auslasskanals
als Membranventil ausgebildet sind/ist.
[0013] Zur Verminderung der radialen Abmessungen der erfindungsgemäßen Kolbenpumpe trägt
es bei, wenn das Rückschlagventil des Einlasskanals und/oder das Rückschlagventil
des Auslasskanals einen längsverschieblich geführten und einem Ventilsitz gegenüberstehenden
Ventilkörper aufweisen/aufweist. Zur Unterstützung der Bewegungen können die Ventilkörper
von einem Federelement gegen den Ventilsitz vorgespannt sein. In einem konstruktiv
besonders einfachen Fall lassen sich die Ventilkörper auch ohne Federkraft von dem
Druck in dem Gehäuse steuern.
[0014] Die Fertigung des Kolbens erfordert gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung einen besonders geringen Aufwand, wenn eine zur Aufnahme des Übertragungselements
vorgesehene Ausnehmung in dem Kolben eine umlaufende Nut aufweist. Die umlaufende
Nut kann dabei beispielsweise rechteckig oder trapezförmig ausgebildet sein oder einen
Kreisabschnitt aufweisen.
[0015] Der Kolben könnte beispielsweise einstückig mit dem Übertragungselement gefertigt
sein. Der Kolben lässt sich jedoch gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung ohne radial hervorstehende Bauteile besonders einfach fertigen, wenn
der Kolben eine dem Übertragungselement entsprechend geformte Tasche zur Aufnahme
eines Teilbereichs des Übertragungselementes aufweist. Durch diese Gestaltung ist
der Kolben gegen ein Verdrehen gesichert und die Verbindung zwischen Übertragungselement
und Kolben kann beispielsweise hydrostatisch gelagert sein. Ein weiterer Vorteil dieser
Gestaltung besteht darin, dass sich durch die Tasche im Gegensatz zu einer Ausbildung
der Ausnehmung als umlaufende Nut eine Flächenabstützung des Übertragungselementes
erreichen lässt. Die erfindungsgemäße Kolbenpumpe ist damit besonders verschleißarm.
Die Tasche kann beispielsweise als zylindrische Bohrung oder als konische Bohrung
ausgebildet sein oder eine dem Übertragungselement entsprechende Kalottenform aufweisen.
Weiterhin lässt sich das Übertragungselement in die Tasche einpressen und damit eine
Relativbewegung des Kolbens gegenüber dem Übertragungselement vermeiden. Dies führt
zu einer weiteren Verringerung des Verschleißes der erfindungsgemäßen Kolbenpumpe.
[0016] Die erfindungsgemäße Kolbenpumpe lässt sich aus besonders kostengünstigen Bauteilen
zusammensetzen, wenn das Übertragungselement als Kugel ausgebildet ist. Vorzugsweise
hat hierbei die Steuerkurve einen als Teilkreis ausgebildeten Querschnitt.
[0017] Ein Verdrehen des Übertragungselementes lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung zuverlässig vermeiden, wenn das Übertragungselement als
rotationssymmetrischer Kulissenstein ausgebildet ist. Vorzugsweise hat die Steuerkurve
hierbei einen rechteckigen oder trapezförmigen Querschnitt.
[0018] Die erfindungsgemäße Kolbenpumpe gestaltet sich konstruktiv besonders einfach, wenn
die Führung in dem Gehäuse auf einer die Symmetrieachsen des Kolbens und der Triebwelle
verbindenden Geraden angeordnet ist.
[0019] Das Übertragungselement lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung mit besonders großen Abmessungen versehen, ohne zur Vergrößerung der
radialen Abmessungen der erfindungsgemäßen Kolbenpumpe beizutragen, wenn die Führung
in dem Gehäuse außerhalb der die Symmetrieachsen des Kolbens und der Triebwelle verbindenden
Geraden angeordnet ist.
[0020] Ein Spiel des Übertragungselementes in der Führung des Gehäuses oder in der Steuerkurve
lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung einfach ausgleichen,
wenn seitliche Anlageflächen der Führung des Übertragungselementes in dem Gehäuse
und/oder der Steuerkurve gegeneinander vorgespannt sind. Hierdurch wird das Übertragungselement
besonders exakt geführt und damit ein Verschleiß besonders gering gehalten.
[0021] Die Steuerkurve lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
besonders lang gestalten, wenn die Triebwelle im Bereich des Kolbens einen den Kolben
zumindest teilweise radial außen umgreifenden Rand aufweist und die Steuerkurve radial
innen an dem Rand angeordnet ist. Damit umschließt die Triebwelle den Kolben. Die
besonders lang gestaltete Steuerkurve unterliegt einem besonders geringen Verschleiß.
[0022] Zur weiteren Verringerung des Verschleißes der Steuerkurve trägt es bei, wenn der
Kolben zwischen zwei radial einander konzentrisch umschließenden Steuerkurven angeordnet
ist.
[0023] Die Triebwelle lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
mit einer besonders geringen Drehzahl betreiben, wenn die Steuerkurve über den Umfang
der Triebwelle mehrere obere und untere Umkehrpunkte aufweist.
[0024] Das Ansaugen und das Ausstoßen des zu fördernden Mediums erfordert in der Regel einen
unterschiedlich großen Energieaufwand. Unterschiedliche Drehmomente an der Triebwelle
lassen sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung einfach
vermeiden, wenn die Steuerkurve bei einem Ansaughub zumindest eine andere Kurvenfunktion
aufweist als bei einem Ausstoßhub. Dies trägt zur Verringerung von Vibrationen der
erfindungsgemäßen Kolbenpumpe bei. Die Steuerkurve und damit die vorgesehene Bewegungsabfolge
des Kolbens über den Drehwinkel der Triebwelle ist dank der Erfindung frei definierbar.
Die Steuerkurve kann sich auch aus mehreren Kurvenfunktionen zusammensetzen. Der Kolben
lässt sich daher nach den Gleichungen x = (m + r) und m = 360°- r bewegen, wobei x
eine Hubanzahl pro Triebwellenumdrehung, m der Winkelbereich der Triebwelle bei der
Aufwärtsbewegung des Kolbens und r der Winkelbereich der Triebwelle bei einer Abwärtsbewegung
des Kolbens ist. Mit x = 1, m = 240° und r = 120° wird der Kolben bei einer Drehung
der Triebwelle um 240° aufwärts zum oberen Umkehrpunkt bewegt und der anschließenden
Drehung der Triebwelle um 120° abwärts zum unteren Umkehrpunkt bewegt.
[0025] Das zweitgenannte Problem, nämlich die Ermittlung einer vorteilhaften Verwendung
der Kolbenpumpe, wird erfindungsgemäß durch den Einsatz als Kraftstoffpumpe in einer
baulichen Einheit mit einem Motor zum Antrieb der Triebwelle gelöst.
[0026] Bei Kraftstoffpumpen heutiger Kraftfahrzeuge besteht das Problem, auch bei heißem
Kraftstoff einen hohen Förderdruck und ein hohes Fördervolumen zu erzeugen. Bei Kraftfahrzeugen
mit besonders starken Brennkraftmaschinen werden daher häufig zwei Fördereinheiten
mit beispielsweise als Seitenkanalpumpe oder als Gerotorpumpe ausgebildeten Kraftstoffpumpen
eingesetzt. Diese Fördereinheiten benötigen daher auch zwei Elektromotoren zum Antrieb
der Kraftstoffpumpen. Dank der Erfindung lassen sich über eine einzige Triebwelle
mehrere Kolben gleichzeitig betreiben, was zu einem besonders einfachen Aufbau der
Fördereinheit führt.
[0027] Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung
sind mehrere davon in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend beschrieben.
Diese zeigt in
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Kolbenpumpe,
- Figur 2
- eine Schnittdarstellung durch die Kolbenpumpe aus Figur 1 entlang der Linie II - II.
- Figur 3
- eine Schnittdarstellung durch eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kolbenpumpe,
- Figur 4
- schematisch einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Kolbenpumpe,
- Figur 5
- schematisch einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Kolbenpumpe.
[0028] Figur 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine Kraftstoffpumpe mit einer in einem Gehäuse
1 gelagerten Triebwelle 2. Das Gehäuse 1 hat eine zylindrische Bohrung 3 mit einem
darin axial beweglich geführten Kolben 4. Die Triebwelle 2 hat eine Steuerkurve 5
zur Aufnahme eines Teilbereichs eines Übertragungselementes 6. Das Übertragungselement
6 durchdringt eine langgestreckte und parallel zur Drehachse der Triebwelle 2 angeordnete
Führung 7 in dem Gehäuse 1 und ragt in eine als umlaufende Nut ausgebildete Ausnehmung
8 des Kolbens 4 hinein. Ein Einlasskanal 9 durchdringt den Kolben 4. Ein Auslasskanal
10 ist in dem Gehäuse 1 angeordnet. In dem Einlasskanal 9 und dem Auslasskanal 10
sind jeweils als Rückschlagventile ausgebildete Ventile 11, 12 mit von Federelementen
13, 14 gegen Ventilsitze 15, 16 vorgespannte Ventilkörper 17, 18 angeordnet.
[0029] Die Steuerkurve 5 hat einen oberen Umkehrpunkt 19 und einen unteren Umkehrpunkt 20.
Der Kolben 4 ist in der Zeichnung am oberen Umkehrpunkt 19 dargestellt. Bei einer
Drehung der Triebwelle 2 gleitet das Übertragungselement 6 in der Steuerkurve 5 und
in der Führung 7 des Gehäuses 1 und verschiebt dabei den Kolben 4 von dem Auslasskanal
10 weg. Dabei schließt das Ventil 12 im Auslasskanal 10. In dem von dem Kolben 4 und
dem Gehäuse 1 begrenzten Raum entsteht dabei ein Unterdruck, wodurch das Ventil 11
im Einlasskanal 9 öffnet und ein zu förderndes Medium angesaugt wird. Am unteren Umkehrpunkt
20 schließt das Ventil 11 im Einlasskanal 9. Wird die Triebwelle 2 über den unteren
Umkehrpunkt 20 weiter verdreht, entsteht in dem von dem Kolben 4 und dem Gehäuse 1
begrenzten Raum ein Druck, welcher den Ventilkörper 18 des Ventils 12 im Auslasskanal
10 von dem Ventilsitz 16 wegdrückt. Damit wird das zu fördernde Medium durch den Auslasskanal
10 ausgestoßen.
[0030] Figur 2 zeigt in einer Schnittdarstellung durch die Kolbenpumpe aus Figur 1 entlang
der Linie II - II, dass in dem Gehäuse 1 insgesamt drei Kolben 4, 4', 4" konzentrisch
um die Triebwelle 2 angeordnet sind. Das Gehäuse 1 ist damit als Zylinderbank ausgebildet
und führt mehrere Kolben 4, 4', 4". Selbstverständlich können auch mehr als drei Kolben
4, 4', 4" in dem Gehäuse 1 angeordnet sein. Jeder der Kolben 4, 4', 4" ist über ein
Übertragungselement 6, 6', 6" mit der einzigen Steuerkurve 5 der Triebwelle 2 verbunden.
Die Führungen 7, 7', 7" für das Übertragungselement 6, 6', 6" sind als Bohrungen ausgebildet.
Symmetrieachsen der Triebwelle 2 der Kolben 4, 4', 4" und der Führungen 7, 7', 7''
sind jeweils auf einer Geraden angeordnet.
[0031] Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der Kolbenpumpe in einer Schnittdarstellung,
welche sich von der aus Figur 2 vor allem dadurch unterscheidet, dass die Symmetrieachsen
der Führungen 7, 7', 7" außerhalb einer von den Symmetrieachsen der Triebwelle 2 und
der Kolben 4, 4', 4" verlaufenden Geraden angeordnet sind. Weiterhin sind an den Übertragungselementen
6, 6', 6" anliegende Anlageflächen 21 der Führungen 7, 7', 7" auf von Federelementen
22 vorgespannten Spannelementen 23 angeordnet. Damit werden die Übertragungselemente
6, 6', 6" in den Führungen 7, 7', 7" vorgespannt.
[0032] Figur 4 zeigt schematisch einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform der
Kolbenpumpe, bei der eine Triebwelle 24 einen einen Kolben 25 radial außen umgreifenden
Rand 26 hat. An der radial inneren Seite ist eine Steuerkurve 27 angeordnet. Ein radial
innerhalb des Randes 26 angeordnetes Gehäuse 28 hat eine zylindrische Bohrung 29 zur
Führung eines Kolbens 25. Ein Übertragungselement 30 ist in einer als Tasche ausgebildeten
Ausnehmung 31 des Kolbens 25 eingepresst und durchdringt das Gehäuse 28 im Bereich
einer parallel zur Drehachse der Triebwelle 24 verlaufenden Führung 32 und dringt
in die Steuerkurve 27 ein. Die Steuerkurve 27 hat einen rechteckigen Querschnitt.
Wie bei der Ausführungsform nach den Figuren 1 und 2 können auch hier mehrere Kolben
25 konzentrisch um die Drehachse der Triebwelle 24 angeordnet sein. Ein Einlasskanal
33 und ein Auslasskanal 34 sind jeweils mit als Rückschlagventile ausgebildeten Ventilen
35, 36 in dem Gehäuse 28 angeordnet.
[0033] Figur 5 zeigt eine weitere Ausführungsform der Kolbenpumpe, bei der eine Triebwelle
37 einen Wellenstumpf 38 mit einer ersten Steuerkurve 40 und einen den Wellenstumpf
38 konzentrisch umschließenden Rand 39 mit einer zweiten Steuerkurve 41 aufweist.
Zwischen dem Wellenstumpf 38 und dem Rand 39 ist ein Kolben 42 in einer Bohrung 43
eines Gehäuses 44 axial verschieblich geführt. In den Steuerkurven 40, 41 geführte
Übertragungselemente 45, 46 durchdringen jeweils langgestreckte Führungen 47, 48 in
dem Gehäuse 44 und ragen in eine als Tasche ausgebildete Ausnehmung 49, 50 des Kolbens
42 hinein. In dem Gehäuse 44 sind ein Einlasskanal 51 und ein Auslasskanal 52 mit
als Membranventile ausgebildeten Ventilen 53, 54 angeordnet. Die Ventile 53, 54 weisen
eine federelastische, gegen Ventilsitze 55, 56 vorgespannte Membrane 57, 58 auf. Die
Steuerkurven 40, 41 haben jeweils einen trapezförmigen Querschnitt. Eine Anlagefläche
der radial äußeren Steuerkurve 41 ist auf einem Spannelement 60 angeordnet. Das Spannelement
60 ist mit dem Gehäuse 44 verschraubt und von Tellerfedern 61 gegen dieses vorgespannt.
Analog kann selbstverständlich auch die Steuerkurve 40 des Wellenstumpfes 38 mit einer
vorgespannten Anlagefläche versehen oder der Wellenstumpf 38 gegenüber der radial
äußeren Steuerkurve 41 axial vorgespannt sein.
1. Kolbenpumpe mit zumindest einem in einem Gehäuse axial verschieblich angeordneten
Kolben, mit einer drehbar gelagerten Triebwelle zum Antrieb des Kolbens, mit einem
Einlasskanal und mit einem Auslasskanal, wobei die Triebwelle eine Steuerkurve mit
zumindest einem oberen Umkehrpunkt und einem unteren Umkehrpunkt aufweist, dass der
Kolben in der Steuerkurve geführt ist und dass sich ein Übertragungselement von dem
Kolben bis in die Steuerkurve erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlasskanal (9, 33, 51) den Kolben (4, 25, 42) durchdringt und ein Rückschlagventil
aufweist.
2. Kolbenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement (6, 30, 45, 46) durch eine langgestreckte Führung (7, 32,
47, 48) in dem Gehäuses (1, 28, 44) hindurch geführt ist.
3. Kolbenpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Kolben (4, 25, 42) konzentrisch zu der Triebwelle (2, 24, 37) angeordnet
sind.
4. Kolbenpumpe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückschlagventil des Einlasskanals (51) und/oder ein Rückschlagventil des Auslasskanals
(52) als Membranventil ausgebildet sind/ist.
5. Kolbenpumpe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückschlagventil des Einlasskanals (9, 33) und/oder das Rückschlagventil des
Auslasskanals (10, 34) einen längsverschieblich geführten und einem Ventilsitz (15,
16) gegenüberstehenden Ventilkörper (17, 18) aufweisen/aufweist.
6. Kolbenpumpe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zur Aufnahme des Übertragungselements (6) vorgesehene Ausnehmung (8) in dem
Kolben (4) eine umlaufende Nut aufweist.
7. Kolbenpumpe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (25, 42) eine dem Übertragungselement (30, 45, 46) entsprechend geformte
Tasche zur Aufnahme eines Teilbereichs des Übertragungselementes (30, 45, 46) aufweist.
8. Kolbenpumpe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement (6) als Kugel ausgebildet ist.
9. Kolbenpumpe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement (45, 46) als Kulissenstein ausgebildet ist.
10. Kolbenpumpe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (7) in dem Gehäuse (1) auf einer die Symmetrieachsen des Kolbens (4)
und der Triebwelle (2) verbindenden Geraden angeordnet ist.
11. Kolbenpumpe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (7) in dem Gehäuse (1) außerhalb der die Symmetrieachsen des Kolbens
(4) und der Triebwelle (2) verbindenden Geraden angeordnet ist.
12. Kolbenpumpe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass seitliche Anlageflächen (21, 59) der Führung (7) des Übertragungselementes (6') in
dem Gehäuse (1) und/oder der Steuerkurve (41) gegeneinander vorgespannt sind.
13. Kolbenpumpe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Triebwelle (24, 37) einen den Kolben (25, 42) zumindest teilweise radial außen
umgreifenden Rand (26, 39) aufweist und die Steuerkurve (27, 41) radial innen an dem
Rand (26, 39) angeordnet ist.
14. Kolbenpumpe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (42) zwischen zwei radial einander konzentrisch umschließenden Steuerkurven
(40, 41) angeordnet ist.
15. Kolbenpumpe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkurve (5, 27, 40, 41) über den Umfang der Triebwelle (2, 24, 37) mehrere
obere und untere Umkehrpunkte (19, 20) aufweist.
16. Kolbenpumpe nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkurve (5, 27, 40, 41) bei einem Ansaughub zumindest eine andere Kurvenfunktion
aufweist als bei einem Ausstoßhub.
17. Verwendung einer Kolbenpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche als Kraftstoffpumpe
in einer baulichen Einheit mit einem Motor zum Antrieb der Triebwelle.
1. Reciprocating pump with at least one piston arranged axially displaceably in a casing,
with a rotatably mounted drive shaft for driving the piston, with an inlet channel
and with an outlet channel, the drive shaft having a control curve with at least one
upper reversal point and one lower reversal point, in that the piston is guided in
the control curve, and in that a transmission element extends from the piston into
the control curve, characterized in that the inlet channel (9, 33, 51) passes through the piston (4, 25, 42) and has a nonreturn
valve.
2. Reciprocating pump according to Claim 1, characterized in that the transmission element (6, 30, 45, 46) is led through an elongated guide (7, 32,
47, 48) in the casing (1, 28, 44).
3. Reciprocating pump according to Claim 1 or 2, characterized in that a plurality of pistons (4, 25, 42) are arranged concentrically with respect to the
drive shaft (2, 24, 37).
4. Reciprocating pump according to at least one of the preceding claims, characterized in that the nonreturn valve of the inlet channel (51) and/or a nonreturn valve of the outlet
channel (52) are/is designed as a diaphragm valve.
5. Reciprocating pump according to at least one of the preceding claims, characterized in that the nonreturn valve of the inlet channel (9, 33) and/or the nonreturn valve of the
outlet channel (10, 34) have/has a valve body (17, 18) guided longitudinally displaceably
and located opposite a valve seat 15, 16).
6. Reciprocating pump according to at least one of the preceding claims, characterized in that a recess (8) in the piston (4), said recess being provided for receiving the transmission
element (6), has a peripheral groove.
7. Reciprocating pump according to at least one of the preceding claims, characterized in that the piston (25, 42) has a pocket, shaped correspondingly to the transmission element
(30, 45, 46), for receiving a part region of the transmission element (30, 45, 46).
8. Reciprocating pump according to at least one of the preceding claims, characterized in that the transmission element (6) is designed as a ball.
9. Reciprocating pump according to at least one of the preceding claims, characterized in that the transmission element (45, 46) is designed as a sliding block.
10. Reciprocating pump according to at least one of the preceding claims, characterized in that the guide (7) in the casing (1) is arranged on a straight line connecting the axes
of symmetry of the piston (4) and of the drive shaft (2).
11. Reciprocating pump according to at least one of the preceding claims, characterized in that the guide (7) in the casing (1) is arranged outside the straight line connecting
the axes of symmetry of the piston (4) and of the drive shaft (2).
12. Reciprocating pump according to at least one of the preceding claims, characterized in that lateral bearing faces (21, 59) of the guide (7) of the transmission element (6')
in the casing (1) and/or of the control curve (41) are prestressed relative to one
another.
13. Reciprocating pump according to at least one of the preceding claims, characterized in that the drive shaft (24, 37) has a rim (26, 39) surrounding the piston (25, 42) at least
partially radially on the outside, and the control curve (27, 41) is arranged on the
rim (26, 39) radially on the inside.
14. Reciprocating pump according to at least one of the preceding claims, characterized in that the piston (42) is arranged between two control curves (40, 41) one radially surrounding
the other concentrically.
15. Reciprocating pump according to at least one of the preceding claims, characterized in that the control curve (5, 27, 40, 41) has a plurality of upper and lower reversal points
(19, 20) over the circumference of the drive shaft (2, 24, 37).
16. Reciprocating pump according to at least one of the preceding claims, characterized in that the control curve (5 27, 40, 41) has, during an intake stroke, at least one curve
function other than during an ejection stroke.
17. Use of a reciprocating pump according to one of the preceding claims as a fuel pump
in a structural unit with a motor for driving the drive shaft.
1. Pompe à piston ayant au moins un piston monté coulissant axialement dans un carter,
un arbre d'actionnement supporté tournant pour l'entraînement du piston, un canal
d'admission et un canal de refoulement, l'arbre d'actionnement comportant une came
de commande ayant au moins un point de rebroussement supérieur et un point de rebroussement
inférieur, le piston étant guidé dans la came de commande et un élément de transmission
s'étendant du piston jusqu'à la came de commande, caractérisée en ce que le canal (9, 33, 51) d'admission traverse le piston (4, 25, 42) et a un clapet anti-retour.
2. Pompe à piston suivant la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément (6, 30, 45, 46) de transmission passe à travers le carter (1, 28, 44) par
un guidage (7, 32, 47, 48) s'étendant en longueur.
3. Pompe à piston suivant la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que plusieurs pistons (4 25 42) sont montés concentriquement à l'arbre (2, 24, 37) d'actionnement.
4. Pompe à piston suivant au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le clapet anti-retour du canal (51) d'admission et/ou un clapet anti-retour du canal
(52) de refoulement est/sont constitués en vanne à membrane.
5. Pompe à piston suivant au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le clapet anti-retour du canal (9, 33) d'admission et/ou le clapet anti-retour du
canal (10, 34) de refoulement a/ont un obturateur (17, 18) guidé de manière à coulisser
longitudinalement et opposé à un siège (15, 16) de vanne.
6. Pompe à piston suivant au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un évidement (8) du piston (4) prévu pour la réception de l'élément (6) de transmission
a une rainure faisant le tour.
7. Pompe à piston suivant au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le piston (25, 42) a une poche conformée de manière correspondante à l'élément (30,
45, 46) de transmission et destinée à la réception d'une zone partielle de l'élément
(30, 45, 46) de transmission.
8. Pompe à piston suivant au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément (6) de transmission est conformé en bille.
9. Pompe à piston suivant au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément (45, 46) de transmission est constitué en coulisseau.
10. Pompe à piston suivant au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le guidage (7) est disposé dans le carter (1) sur une droite reliant l'axe de symétrie
du piston (4) et l'arbre (2) d'actionnement.
11. Pompe à piston suivant au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le guidage (7) est disposé dans le carter (1) à l'extérieur de la droite reliant
l'axe de symétrie du piston (4) et l'arbre (2) d'actionnement.
12. Pompe à piston suivant au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que des surfaces (21, 59) latérales d'application du guidage (7) de l'élément (6') de
transmission dans le carter (1) et/ou de la came (41) de commande sont précontraintes
l'une par rapport à l'autre.
13. Pompe à piston suivant au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'arbre (24, 37) d'actionnement a un bord (26, 39) entourant à l'extérieur radialement
au moins en partie le piston (25, 42) et la came (27, 41) de commande est montée à
l'intérieur radialement sur le bord (26, 39) .
14. Pompe à piston suivant au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le piston (42) est monté entre deux cames (40, 41) de commande s'entourant concentriquement
l'une l'autre.
15. Pompe à piston suivant au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la came (5, 27, 40, 41) de commande a plusieurs points (19, 20) de rebroussement
supérieurs et inférieurs sur le pourtour de l'arbre (2, 24, 37) d'actionnement.
16. Pompe à piston suivant au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la came (5, 27, 40, 41) de commande a, lors d'une course d'aspiration, au moins une
autre fonction de came que lors d'une course de refoulement.
17. Utilisation d'une pompe à piston suivant au moins l'une des revendications précédentes
comme pompe à carburant dans une unité de construction comprenant un moteur pour l'entraînement
de l'arbre d'actionnement.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente