[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Betrieb eines elektrisch verstellbare Sitz-
und/oder Liegemöbel nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Heutige Sitz- und oder Liegemöbel können mit elektrischen Verstellantrieben ausgestattet
sein. Eine elektrische Schaltung zur Ansteuerung der Antriebe ist beispielsweise in
der gattungsbildenden europäischen Patentschrift
EP 0615667 B2 beschrieben. Durch die dort angegebene Anordnung zur Versorgungsstromfreischaltung
von Steuereinrichtungen kann mit einfachen technischen Mitteln und ohne zusätzliche
manuelle Schaltvorgänge eine Trennung vom Netz während der Zeiten erfolgen, in welchen
keine Steuerfunktionen auszuführen sind.
[0003] Bei der angegebenen Anordnung zur Versorgungsstromfreischaltung des Standes der Technik
wird die Betriebsspannung an einen Stellmotor über ein Relais angelegt, wobei die
Relaisspule über einen Tastschalter, der einen einzelnen Schaltkontakt aufweist, am
Betriebspotential liegt. Daneben ist ein weiteres Relais vorgesehen, das in der Netzzuleitung
zum Transformator angeordnet ist und das auch über den angegebenen Tastschalter betätigt
wird. Diese Tastschaltung befindet sich in der Regel an einem Handbedienelement, das
über ein Kabel mit den weiteren Elementen der elektrischen Schaltungsanordnung verbunden
ist. Tritt jedoch ein Defekt wie ein Kurzschluss, beispielsweise im Kabel oder in
dem Tastschalter auf, können hierdurch unerwünschte Steuerungsfunktionen ausgelöst
werden.
[0004] Die Offenlegungsschrift
EP-A-1337023 betrifft eine Steuerungsanordnung für mit elektrischer Spannung betriebene, mehrere
Funktions-Stelleneinrichtungen aufweisende Geräte, die über einen mit der Netzfreischaltungseinrichtung
versehenen netzabhängigen Transformator gespeist werden. Eine Schalteinheit dient
zur Steuerung der Funktions-Stelleneinrichtungen sowie der Netzfreischaltungseinrichtung
des zu steuernden Gerätes.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Anordnung zum Betrieb eines elektrisch
betätigbaren Sitz- und/oder Liegemöbels mit einer Vorrichtung zur Versorgungsstromfreischaltung
von Steuerungseinrichtungen bereitzustellen, die höheren Sicherheitsstandards als
herkömmliche Anordnungen genügt, jedoch in der Handhabung einfach zu bedienen ist.
[0006] Diese Aufgabe löst die Erfindung schon mit einer Anordnung zum Betrieb eines elektrisch
betätigbaren Sitz- und/oder Liegemöbels mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Dabei weist
die Anordnung eine Vorrichtung zur Versorgungsstromfreischaltung von Steuereinrichtungen
auf, die mit einer ersten netzgebundenen Spannungsquelle zur Bereitstellung eines
Betriebspotentials für einen Stellmotor verbunden sind. Ein erstes Relais ist umfasst,
welches primär- oder sekundärseitig zu einem Netztransformator angeordnet ist, wobei
sich das Relais im nichterregten Zustand in einer Aus-Stellung befindet. Eine Hilfsspannungsquelle
ist mit dem Steuereingang des Relais verbindbar zur Freigabe der Versorgung an die
Steuereinrichtung. Die Anordnung umfasst ein Schaltmittel, das zwei voneinander unabhängige
Schaltkontakte zum gleichzeitigen Auslösen der Schaltvorgänge aufweist, wobei die
Schaltkontakte durch einen oder zwei Tastschalter betätigbar sind. Dabei ist der erste
Schaltkontakt zur Aufschaltung der Hilfsspannungsquelle an den Steuereingang des ersten
Relais und der zweite Schaltkontakt zum Anlegen des Betriebspotentials an den Stellmotor
auslösbar. "Gleichzeitiges Auslösen der Schaltvorgänge" bedeutet, das die Kontakte
zu einem bestimmten Zeitpunkt beide ausgelöst sind, um die angegebenen Aktionen zu
starten, es ist jedoch sehr wohl möglich, das beide Schaltkontakte zu unterschiedlichen
Zeitpunkten in den Auslösezustand übergehen. In jedem Fall muss dafür gesorgt sein,
dass beim Abruf einer Steuerfunktion durch den zweiten Schaltkontakt die Versorgungsstromfreischaltung
der Steuereinrichtungen vorliegt. Die erfindungsgemäße Anordnung zeichnet sich dadurch
aus, dass eine zweite netzgebundene Spannungsquelle vorgesehen ist, die mit dem Steuereingang
des ersten Relais über einen Schalter verbundenen ist, wobei erste und zweite Spannungsquellen
unabhängig voneinander angeordnet und durch Abgriff einer Sekundärwicklung eines Transformators
gebildet sind und wobei dem Steuereingang des ersten Relais ein Steuereingang eines
zweites Relais parallel oder in Reihe geschaltet ist, das sekundärseitig im Stromkreis
der ersten Spannungsquelle angeordnet ist und sich im nicht erregten Zustand in einer
Aus-Stellung befindet.
[0007] Durch die erfindungsgemäße Gestaltung der Anordnung wird erreicht, dass das Auftreten
eines einzelnen Fehlers, insbesondere im Bereich eines Handbedienelementes zur Abrufung
von Steuerfunktionen keine unerwünschten Funktionen ausgelöst werden, wenn ein einzelner
Fehler auftritt. Beispielsweise wird bei einem Kurzschluss im ersten Schaltkontakt,
welcher den Versorgungsstrom für die Steuereinrichtungen freigibt, nicht automatisch
und fehlerhaft ein Stellmotor angesteuert. Auch ein Kurzschluss im zweiten Schaltkontakt
führt nicht automatisch zu einer Verstellung des Motors, da der Versorgungsstrom für
die Steuereinrichtungen durch den angegebenen Fehler nicht freigegeben ist, solange
der erste Schaltkontakt nicht betätigt ist. Darüber hinaus kann durch die erfindungsgemäße
Gestaltung der Anordnung erreicht werden, das trotz Einhaltung einer Erstfehlersicherheit
sowohl die Versorgungsstromfreischaltung für die Steuereinrichtungen als auch die
Funktionsauslösung von einem Handbedienelement erfolgen kann.
[0008] Durch das Vorsehen einer Spannungsquelle für den Steuereingang des ersten Relais
und einer getrennten Spannungsquelle für die Bereitstellung des Betriebspotentials
des Motors umfasst die Anordnung zwei im wesentlichen unabhängige Stromkreise, die
eine nochmalige Verbesserung der Erstfehlersicherheit der erfindungsgemäßen Anordnung
bereitstellt. Tritt beispielsweise ein Fehler in einem der beiden Stromkreise auf,
hat dies in der Regel keinen Einfluss auf den anderen Stromkreis, sodass eine Fehlerbeeinflussung
im Wesentlichen ausgeschlossen werden kann.
[0009] Um zu verhindern, dass sich eine Batterie beim Auftritt eines Fehlers im ersten Schaltkontakt,
beispielsweise durch einen Kurzschluss, unbeabsichtigt über den Stellmotor entlädt
und damit eine ungewollte Funktion ausführt, ist vorgesehen, dass dem Steuereingang
des ersten Relais ein Steuereingang eines zweiten Relais parallel oder in der Reihe
geschaltet ist, wobei das zweite Relais sekundärseitig im Stromkreis der ersten Spannungsquelle
angeordnet ist und sich im nichterregten Zustand in einer Aus-Stellung befindet, in
welcher es eine Parallelschaltung von erster netzgebundener Spannungsquelle und Batterie
vom Stellmotor trennt.
[0010] Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0011] Um einen Leerlaufstrom im Netztransformator während Zeiten zu vermeiden, in welchen
die Anordnung nicht benutzt wird, kann vorgesehen sein, dass die Vorrichtung zur Versorgungsstromfreischaltung
von Steuereinrichtungen zur Netzfreischaltung der Steuereinrichtungen ausgebildet
ist, wobei das erste Relais räumlich getrennt von den Steuereinrichtungen und primärseitig
zum Transformator angeordnet ist. Durch diese konstruktive Maßnahme kann das von einem
dauerhaft am Netz angeschlossenen Transformator hervorgerufene Gefahrenpotential im
Hinblick auf Brand oder elektrischen Schlag stark vermindert werden.
[0012] Das Handbedienelement kann sowohl über eine Luftschnittstelle als auch drahtgebunden
an dem restlichen Teil der elektrischen Anordnung angekoppelt sein. Eine nichtdrahtgebundene
Kopplung kann dabei eine Infrarot- oder auch eine Funkverbindung umfassen.
[0013] Bei der drahtgebundenen Verbindung des Handbedienelementes mit der restlichen Schaltung
der Anordnung ist es zweckmäßig, wenn im Verbindungskabel für beide Schaltkontakte
des Schaltmittels jeweils eine Eingangs- und eine Ausgangsleitung vorgesehen ist.
Ein Defekt im Kabel, welcher nur eine oder beide Leitungen eines einzelnen Schaltkontaktes
betrifft, führt demnach auch nicht zu einer Fehlfunktion des Sitz- und/oder Liegemöbels.
[0014] Eine Fehlersicherheit kann erreicht werden, wenn zur Erzeugung der notwendigen Betriebsspannungen
ein Netztransformator verwendet wird, der zumindest zwei Sekundärwicklungen aufweist
zur Erzeugung der ersten Spannungsquelle, zur Bereitstellung eines Betriebspotentials
für den Motor und zur Erzeugung einer zweiten Spannungsquelle, welche mit dem Steuereingang
des ersten Relais mittels des ersten Schalters verbindbar ist. Erst wenn ein Fehler
im Netztrafo auftritt, welcher Einfluss auf beide Sekundärwicklungen des Transformators
hat, sind beide Stromkreise betroffen. Insofern ist es besonders vorteilhaft, wenn
für beide der netzgebundenen Spannungsquellen jeweils ein eigener Transformator vorgesehen
ist, wobei beide Transformatoren durch das erste Relais vom Netz abgetrennt sind,
wenn sich das Relais in der Aus-Stellung, d.h. in der Ruhestellung befindet und primärseitig
zum Transformator angeordnet ist.
[0015] Es kann zweckmäßig sein, beiden netzgebundenen Spannungsquellen, die durch den Transformator
und einen nachgeschalteten Gleichrichter gebildet sind, einen Kondensator zur Glättung
der vom Gleichrichter gelieferten Spannung parallel zu schalten. Diese Kondensatoren
können darüber hinaus die Funktion eines Energiespeichers aufweisen, um auch zu Zeitpunkten,
an welchen die Netzspannung von der Anordnung getrennt ist, Betriebsfunktionen wie
das Schließen des ersten Relais zum Anlegen der Netzspannung an den Transformator
bereitzustellen. Um diese Betriebsfunktionen auch zur Verfügung stellen zu können,
wenn die Kondensatoren beispielsweise aufgrund ihrer Leckströme entladen sind, kann
vorgesehen sein, dass eine Batterie sowohl der ersten als auch der zweiten netzgebundenen
Spannungsquelle über Dioden parallel angeschlossen ist.
[0016] Je nach Ausführungsform können die Steuereinrichtungen durch mehrere zweite, als
Motorfunktionsschalter arbeitende Schaltkontakte ausgebildet sein, die entweder direkt
oder über ein zusätzliche Relais das Betriebspotential an den Motor leiten. Dabei
ist jedem der zweiten Schaltkontakte jeweils zur Bildung eines obigen Schaltmittels
ein erster Schaltkontakt zugeordnet. Beispielsweise ist es möglich, dass in dem Bedienteil
ein einzelner Schalter mit einem ersten Schaltkontakt angeordnet ist und zum Abrufen
einer Steuerfunktion für die Verstellung eines Stellmotors einer der Schalter mit
einem zweiten Schaltkontakt gedrückt werden muss. Es kann jedoch auch sein, dass am
Handbedienteil für jeden zweiten Schaltkontakt ein zugeordneter erster Schaltkontakt
vorgesehen ist. Elektronisch sind in diesem Fall alle ersten Schaltkontakte elektrisch
parallel angeordnet.
[0017] Die Erfindung kann prinzipiell mit allen möglichen Tastschaltern umgesetzt werden.
Es sind nicht nur mechanische Tastschalter sondern auch induktive oder kapazitive
Schalter einsetzbar. Um Fehlfunktionen zu vermeiden, sind jedoch grundsätzlich mechanische
Schalter zu bevorzugen. Ergonomisch besonders günstig ist die Anordnung eines einzelnen
Schalters mit einem ersten Schaltkontakt an einer Seite eines Handbedienteils, während
die zweiten Schalter mit dem zweiten Schaltkontakt, welche zur Ansteuerung des Stellmotors
dienen, auf der flachen Seite des Handbedienteils angeordnet sein können. Der Begriff
"Handbedienteil,, bezeichnet dabei eine Einrichtung, welches vom Benutzer für die
Betätigung i.d.R. in die Hand genommen wird.
[0018] Um eine besonders einfache Bedienung der beiden zugeordneten, ein Schaltelement bildenden
Schaltkontakte bereitzustellen, kann vorgesehen sein, dass das Schaltmittel ein Betätigungselement
umfasst, welches bei der Betätigung direkt oder indirekt sowohl auf den ersten als
auch auf den zweiten Schaltkontakt zur Auslösung der beiden Schaltkontakte einwirkt.
Dieses konstruktive Merkmal lässt sich besonders einfach bei mechanisch auslösbaren
Schaltern ansetzen. Das Schaltmittel kann derartig aufgebaut sein, dass abhängig von
der Betätigung des Schaltmittels einer der beiden Schaltkontakte gegenüber dem anderen
zeitverzögert ausgelöst wird. Dies kann insbesondere schaltungstechnische Vorteile
bringen.
[0019] Es kann zweckmäßig sein, dass die beiden Schaltkontakte so zueinander angeordnet
sind, das bei der Betätigung des einen Schaltkontaktes dieser eine mechanische Kraft
auf den zweiten Schaltkontakt ausgeübt wird, sodass auch der zweite Schaltkontakt
ausgelöst wird.
[0020] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform mit einem geringeren Platzbedarf
ist das Schaltmittel in einer Stapelbauweise ausgebildet und weist einen mechanischen
Betätiger, einen in Betätigungsrichtung auslenkbaren Folienschalter mit einem schaltbaren
Folienkontakt sowie einen unter der Folie angeordneten, mit einem Stößel versehenen
Druckschalter mit einem schaltbaren Kontakt auf. Die in Betätigungseinrichtung übereinander
angeordneten Bauelemente stehen in einer solchen mechanischen Wirkverbindung zueinander,
dass bei einer Auslösung des Betätigers dieser auf die Schaltfolie zur Auslösung des
Schaltfolienkontaktes drückt, wodurch sich die Schaltfolie verbiegt und gegen den
Stößel zur Auslösung des Druckschalters drückt. Sind mehrere dieser Schaltmittel im
Handbedienteil zur Ansteuerung von mehreren Motoren umfasst, können die ersten Schaltkontakte
für alle Schaltmittel in Form einer Schaltmatte vorgesehen sein, die in einer Ebene
eine Vielzahl von Folienschaltern bereitstellt. Erfindungsgemäß ist in dieser Ausführung
jedem Folienkontakt der Schaltmatte ein mechanischer Betätiger und ein Druckschalter
in Betätigungsrichtung zur Ausbildung des beschriebenen Schaltmittels in Stapelbauweise
zugeordnet. Diese Druckschalter stellen jeweils den zweiten Schaltkontakt für das
jeweilige Schaltmittel bereit.
[0021] Ein Schaltmittel mit einer sehr geringen Ausfallrate wird gebildet durch einen mechanischen
Betätiger, der auf zugeordnete Betätigungselemente von zwei im wesentlichen nebeneinander
angeordneten Testschaltern bewegbar ist zur Auslösung der beiden Schalter. Dabei können
beide Schalter beispielsweise als Druckschalter mit einem Stößel ausgebildet sein,
wobei die Stößel je nach Ausführung durch den mechanischen Betätiger entweder gleichzeitig
oder seitlich nacheinander betätigt werden, wodurch die Schalter entsprechend zeitlich
beabstandet oder gleichzeitig ausgelöst werden.
[0022] Um die Verwendung des Handbedienelementes zum Ansteuern der Stellmotoren zentral
zu unterbinden, kann vorgesehen sein, dass im Handbedienelement ein Verriegelungsschalter,
beispielsweise in Form eines Schlüsselschalters elektrisch in Reihe zu allen ersten
Schaltern vorgesehen ist. Dieser Verriegelungsschalter verhindert trotz Betätigung
eines der ersten Schaltkontakte und des zugeordneten zweiten Schaltkontaktes die Anlegung
einer Spannung an dem Steuereingang des ersten Relais und damit die Erzeugung einer
Betriebsspannung für den beziehungsweise die Stellmotoren.
[0023] Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen
beschrieben, wobei
- Fig. 1
- in einer Prinzipskizze den Aufbau einer erfindungs- gemäßen Anordnung zum Betrieb
eines elektrisch betä- tigbaren Sitz- und/oder Liegemöbels und
- Fig. 2
- eine Ausführungsform eines Schaltmittels für die in Fig. 1 dargestellte Anordnung
zeigt.
[0024] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Anordnung zum Betrieb eines elektrisch betätigbaren
Sitz- und/oder Liegemöbels in einer Prinzipskizze dargestellt. Zur Verdeutlichung
des realen Aufbaus ist die Schaltung in vier Abschnitte A bis D aufgeteilt. A betrifft
das Handbedienteil, welches über ein Kabel im Abschnitt B mit dem Rest der Schaltungsanordnung
C verbunden ist. Der Abschnitt D bezeichnet den Teil vom primärseitigen Anschluss
des Trafos an das Netz, welcher im wesentlichen die Netzzuführung, d.h. ein Netzkabel
sowie das Relais 2a aufweist. Die Anordnung umfasst im einzelnen einen Transformator
1 mit einer Primärwindung 1 a und zwei Sekundärwindungen 1 b, 1 c, welche zur Erzeugung
von zwei netzgebundenen Spannungsquellen dienen. Die erste ergibt sich durch Abgriff
der Reihenschaltung der Sekundärwicklungen und Zuführung der umgesetzten Netzspannung
an einen Gleichrichter 8, dessen Ausgang ein Speicherkondensator 9 parallel geschaltet
ist. Die zweite netzgebundene Spannungsquelle wird durch Abgriff der umgesetzten Netzspannung
von einem der Sekundärwicklungen und Zuführung zu einem Gleichrichter 3 erzeugt, dessen
Ausgang wiederum ein Speicherkondensator 4 parallel geschaltet ist. Die von beiden
netzgebundenen Spannungsquellen verlaufenden Stromkreise sind unabhängig voneinander.
Der Stromkreis, welcher dem Speicherkondensator 4 zugeordnet ist, verläuft über eine
Steuerspule 2 b eines zweipoligen Relais, wobei das Relais primärseitig in der Netzzuführung
des Transformators 1 angeordnet ist. Der Stromkreis verläuft zum Handbedienteil 20
über einen als erster Schaltkontakt arbeitender Tastschalter 5 und einen Schlüsselschalter
6 zurück zum Minuspol des Speicherkondensators 4.
[0025] Ferner ist eine Batterie 10 über Dioden parallel zum Speicherkondensator 4 angeordnet,
die zusammen eine Hilfsspannungsquelle zur Betätigung des Relais 2 a bilden, wenn
die Anordnung nicht am Netz liegt, d.h. das Relais 2 a sich im Aus-Zustand befindet,
da die zugehörige Steuerspule 2 b nicht erregt ist.
[0026] Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass der Einsatz der Batterie nicht zwingend für
den Betrieb der erfindungsgemäßen Anordnung ist. Der Steuerspule 2 b des zweipoligen
Relais 2 a ist vorliegend eine weitere Steuerspule 7 b eines einpoligen Relais 7 a
parallel zugeordnet, das den Stromkreis im Ansprechen auf eine Erregung der Steuerspule
7 b schließt. Dies bedeutet, dass der Relaiskontakt 7 a geöffnet ist, wenn die zugehörige
Steuerspule 7 b nicht erregt ist.
[0027] Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist die Batterie 10 über Dioden auch dem Speicherkondensator
9 der anderen netzgebundenen Spannungsquelle parallel geschaltet. Im Stromkreis dieser
Spannungsquelle liegt ein Stellmotor 11, welcher über zweite Schalter 11 a, 11 b mit
einem zweiten Schaltkontakt mit der Betriebsspannung zur Ansteuerung des Motors versorgt
werden kann. Im dargestellten Beispiel sind die Schalter 11 b und 11 a so ausgebildet
und angeordnet, dass diese in der Ruhelage beide Anschlüsse des Motors 11 auf das
Pluspotential des Speicherkondensators 9 liegen. Wie aus der Figur zu erkennen, weisen
die Schalter 11 a, 11 b zwei Schaltstellungen auf, mit welcher der jeweilige Motoranschluss
entweder mit dem Plus- oder dem Minuspotential der durch den Gleichrichter 8 bereitgestellten
Spannungsquelle verbunden werden kann. Demnach dient ein Schalter zum Vorlauf und
der andere Schalter zum Rücklauf des Motors 11. Sind beide Schalter 11 a, 11 b gedrückt,
liegt der Motor mit beiden Anschlüssen auf dem negativen Potential der Spannungsquelle.
Sowohl der erste Schalter 5 mit dem ersten Schaltkontakt als auch die Schalter 11
a, 11 b mit dem zweiten Schaltkontakt sind als mechanische Tastschalter ausgebildet.
[0028] Im Folgenden soll die Funktionsweise der in Fig. 1 dargestellten Anordnung beschrieben
werden. Dabei sei angenommen, dass der Schlüsselschalter 6 geschlossen ist. Da das
erste Relais 2 a bei nichterregter Steuerspule 2 b geöffnet ist, fließt anfangs kein
Netzstrom in den Transformator, insofern liegen an den Speicherkondensatoren 4, 9
Spannungen an, welche vom Betrieb in der Vergangenheit abhängt. Durch die Parallelschaltung
der Batterie zu beiden Speicherkondensatoren ist jedoch sichergestellt, dass minimal
die Batteriespannung an den Kondensatoren 4,9 anliegt. Wirkt in dieser Situation ein
Fehler in einem der Schalter 11 a, 11 b dergestalt, dass eine Tastung ausgelöst wird
oder wird eine solche Betätigung unbeabsichtigt durchgeführt, verhindert das offene
Relais 7 a, dass die entsprechende Steuerfunktion, welche der jeweiligen Taste zugeordnet
ist, ausgeführt wird. Somit wird verhindert, dass der Stellmotor 11 aufgrund eines
Fehlers, z.B. durch einen Kontaktkurzschluss angesteuert wird.
[0029] Liegt dagegen kein Netz am Transformator und wird der Schalter 5 betätigt, kann aufgrund
der Batteriespeisung des Kondensators 4 sowohl die Steuerspule 2 b als auch die Steuerspule
7 b erregt werden. Das Schalten des zweipoligen Relais 2 a hat keine Wirkung, jedoch
das einpolige Relais 7 a wird in einen Ein-Zustand versetzt, wodurch die Batteriespannung
beziehungsweise die Spannung am Speicherkondensator 9 im Handbedienelement an den
Kontakten der zweiten Schalter anliegt. Insofern kann beim gleichzeitigen Betätigen
des ersten Schalters 5 mit dem ersten Schaltkontakt und einem der beiden Schalter
11 a, 11 b mit dem zweiten Schaltkontakt eine Stellbewegung des Motors ausgelöst werden.
[0030] Liegt jedoch eine Netzspannung an den Anschlüssen des zweipoligen Relais an, wird
durch die Betätigung des Schalters 5 die Steuerspule 2 b erregt und damit das zweipolige
Relais geschaltet, wodurch die Netzspannung primärseitig am Transformator anliegt.
Gleichzeitig schaltet, wie beschrieben auch das Relais 7 a. Die vom Gleichrichter
8 gelieferte Spannung liegt geglättet am Kondensator 9 an, sodass im Handbedienelement
an den eingangsseitigen Kontakten die Betriebsspannung zur Ansteuerung des Stellmotors
11 anliegt. Durch die Betätigung eines der beiden funktionsauslösenden Schaltern 11
a, 11 b wird der Stellmotor 11 angesteuert. Die Spannung der Batterie 10 ist so gewählt,
dass diese niedriger als die der netzgebundenen Spannungsquelle, welche am Ausgang
des Gleichrichters 8 abgreifbar ist, liegt. Damit wird erreicht, dass beim normalen
Betrieb der Stellmotoren das jeweilige Betriebspotential nicht durch die Batterie
10 bereitgestellt wird, sondern nur für ganz bestimmte Funktionssteuerungen zur Verfügung
steht, wenn die Netzspannung ausfällt. Dies betrifft beispielsweise die Absenkung
des Möbels in eine Grundstellung. Dagegen ist die Batteriespannung zu der anderen
netzgebundenen Spannungsquelle auf einen ähnlichen Wert, hier 9 V eingestellt, damit
in jedem Fall sichergestellt werden kann, dass zu jedem Zeitpunkt eine genügend große
Spannung zur Verfügung steht, um die Steuerspulen 2 b beziehungsweise 7 b über den
Schalter 5 zu erregen.
[0031] Durch die erfindungsgemäße Gestaltung der in Fig. 1 dargestellten Anordnung wird
eine hohe Erstfehlersicherheit bereitgestellt. Das im Abschnitt B vorhandene Kabel
umfasst wie gezeigt 6 Leitungen a, b, c, d und e1 und e2, die den beiden Stromkreisen
bzw. der Zuführung der Betriebsspannung an den Motor zugeordnet sind. Ein Kabelbruch
mit einem Kurzschluss in einem der beiden Stromkreise führt nicht zu einer ungewollten
Funktionsauslösung, d.h. zu einem Betrieb des Stellmotors 11. Ähnlich führt ein einzelner
Fehler im Handbedienelement, beispielsweise ein Kurzschluss im Schalter 5 mit dem
ersten Schaltkontakt oder in einem der zweiten Schalter 11 a, 11 b mit dem zweiten
Schaltkontakt nicht zu einer ungewollten Funktionsauslösung.
[0032] Die spezifische Anordnung der zugeordneten Schalter im Bedienelement variiert je
nach Ausführungsform. In einer ersten Ausführungsform ist der Schalter 5 örtlich getrennt
von den funktionsauslösenden Schaltern 11 a, 11 b angeordnet. Wie erwähnt, muss zur
Auslösung einer vorgegebenen Funktion sowohl der Schalter 5 mit dem ersten Schaltkontakt
als auch der zweite Schalter 11 a oder 11 b mit dem zweiten Schaltkontakt gedrückt
sein.
[0033] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, im Handbedienelement
ein Schaltmittel vorzusehen, das sowohl den ersten als auch den zweiten Schaltkontakt
umfasst, wobei beide Schaltkontakte seitlich hintereinander durch das Drücken eines
einzigen mechanischen Betätigers ausgelöst werden. Ein derartiges Schaltmittel 30
ist schematisch in Fig. 2 dargestellt. Das Schaltmittel 30 weist in Betätigungseinrichtung
übereinander angeordnete mehrere Elemente auf. Diese sind ein mechanischer Betätiger
31, ein in Betätigungsrichtung auslenkbarer Folienschalter sowie ein auch in Betätigungsrichtung
unterhalb der Folie angeordneter Druckschalter. Dabei ist der Folienschalter einpolig
(siehe Schalter 5 in Fig. 1) sowie der Druckschalter 33 als Wechseltaster (siehe Schalter
11 a beziehungsweise 11 b in Fig. 1) ausgebildet. Der Folienschalter weist demnach
zwei Kontaktzungen 32 a und 32 b auf, während der darunter liegende Druckschalter
drei Anschlusskontakte besitzt. Bei der manuellen Betätigung des Betätigers 31 drückt
dieser gegen den Folienschalter 32, sodass die beiden Kontaktzungen 32 a und 32 b
in Kontakt geraten. Der Betätigungsweg des Betätigungselementes 31 ist so eingestellt,
dass beim Weiterdrücken des Betätigers dieser den Folienkontakt in Richtung eines
Stößels 34 des Druckschalters 33 bewegt, bis letztlich die untere Fläche des Folienschalters
32 gegen den Stößel bewegt wird, wodurch der Schalter 33 ausgelöst wird. Wie schon
erläutert, kann ein Defekt in einer der beiden Schalter, beispielsweise ein Kurzschluss
im Folienschalter keine unerwünschte Steuerfunktion zur Ansteuerung des Motors 11
auslösen.
[0034] Wie der Fachmann erkennt, eignet sich das in Fig. 2 dargestellte Schaltmittel hervorragend
zur Bildung einer entsprechenden Schaltmittelmatrix, mit welcher mehrere Motoren wie
angegeben angesteuert werden können. Dabei sind alle ersten Schaltkontakte, d.h. die
Schalter 32 der Schaltmittelmatrix parallel geschaltet. Hier entspricht der Schalter
32 in Fig. 2 dem Schalter 5 in Fig. 1. In dieser nicht dargestellten Schaltmittelmatrix
zur Ansteuerung von mehreren Motoren sind die diesen Motoren zugeordneten Schalter
33 der Schaltmittelmatrix eingangsseitig parallel geschaltet, sodass alle jeweiligen
Wechselkontakte am Pluspol des Speicherkondensators 9 beziehungsweise an dessen Minuspol
anliegen, sodass jeder Motor durch die Betätigung des zugeordneten Schalters 33 bei
gleichzeitiger Betätigung des Folienschalters 32 an das Betriebspotential angelegt
ist.
[0035] In einer nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist das erste Relais nicht
primärseitig sondern sekundärseitig zum Netztransformator angeordnet, wodurch in dessen
Ruhestellung eine Versorgungsstromfreischaltung der Steuereinrichtungen erreicht wird.
Auch hier führt ein Kurzschluss in einem der zweiten Schaltkontakte dann nicht zu
einem fehlerhaften Anlegen des Betriebspotentials an den zugeordneten Stellmotor,
da der zweite Schaltkontakt durch die Ruhestellung des ersten Relais stromfrei geschaltet
ist. Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform kann das erste Relais bei einer
sekundärseitigen Anordnung in der Verbindung zwischen dem Gleichrichter 8 und der
Sekundärseite des Transformators 1 angeordnet sein. Es ist jedoch auch möglich, dass
das erste Relais mehrpolig ausgebildet ist und sowohl den ersten Gleichrichter 8 als
auch den zweiten Gleichrichter 3 in seiner Ruhelage vom Transformator trennt.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 1
- Trafo
- 1a
- Primärwicklung
- 1b, c
- Sekundärwicklungen
- 2a
- Zweipoliges Relais
- 2b
- Steuerspule des zweipoligen Relais
- 3
- Gleichrichter
- 4
- Speicherkondensator
- 5
- Schalter mit erstem Schaltkontakt
- 6
- Schlüsselschalter
- 7a
- Einpoliges Relais
- 7b
- Steuerspule des einpoligen Relais
- 8
- Gleichrichter
- 9
- Speicherkondensator
- 10
- Batterie
- 11a, b
- Schalter mit zweitem Schaltkontakt
- 12
- Motor
- 20
- Handbedienelement
- 30
- Schaltmittel
- 31
- Betätigungselement, Betätiger
- 32
- Folienschalter
- 32a
- Folienkontaktzunge
- 32b
- Folienkontaktzunge
- 33
- Druckschalter
- 34
- Stößel
- 35a,b,c
- Druckschalterkontaktfahne
1. Anordnung zum Betrieb eines elektrisch betätigbaren Sitz- und/oder Liegemöbel, mit
einer Vorrichtung zur Versorgungsstromfreischaltung von Steuereinrichtungen, die mit
einer ersten netzgebundenen Spannungsquelle zur Bereitstellung eines Betriebspotentials
für einen Stellmotor verbunden sind, und mit einem ersten Relais, welches primär-
oder sekundärseitig zu einem Transformator angeordnet ist, das sich im nicht erregten
Zustand in einer Aus-Stellung befindet sowie mit einer Hilfsspannungsquelle, die mit
dem Steuereingang des ersten Relais verbindbar ist, sowie mit einem Schaltmittel (5,
11a; 5, 11b; 30) mit zwei voneinander unabhängigen Schaltkontakten zum gleichzeitigen
Auslösen von zwei Schaltvorgängen, wobei die Schaltkontakte durch einen oder zwei
Tastschalter (5; 11a, 11b; 32; 33) betätigbar sind, und der erste Schaltkontakt (5,
32) zur Aufschaltung der Hilfsspannungsquelle an den Steuereingang des ersten Relais
und der zweite Schaltkontakt (11a, 11b, 33) zum Anlegen des Betriebspotentials an
den Stellmotor (12) auslösbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite netzgebundene Spannungsquelle vorgesehen ist, die mit dem Steuereingang
des ersten Relais über einen Schalter verbundenen ist, wobei erste und zweite Spannungsquellen
unabhängig voneinander angeordnet und durch Abgriff einer Sekundärwicklung eines Transformators
(1) gebildet sind und wobei dem Steuereingang des ersten Relais ein Steuereingang
eines zweites Relais parallel oder in Reihe geschaltet ist, das sekundärseitig im
Stromkreis der ersten Spannungsquelle angeordnet ist und sich im nicht erregten Zustand
in einer Aus-Stellung befindet.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Versorgungsstromfreischaltung von Steuereinrichtungen zur Versorgungsstromfreischaltung
der Steuereinrichtungen ausgebildet ist und das erste Relais räumlich getrennt von
den Steuereinrichtungen netzseitig angeordnet ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltmittel (5, 11a; 5, 11b; 30) in einem Handbedienelement (20) integriert
ist, und drahtgebunden über ein Kabel an die restliche Schaltung der Anordnung angeschlossen
ist, wobei für beide Schaltkontakte jeweils zumindest eine Eingangs- und eine Ausgangsleitung
im Kabel vorgesehen ist.
4. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der beiden Spannungsquellen jeweils ein Kondensator (4, 9) parallel geschaltet
ist.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Batterie (10) sowohl der ersten als auch der zweiten netzgebundenen Spannungsquelle
über Dioden parallel geschaltet ist.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtungen durch mehrere, als Motorfunktionsschalter arbeitende Schalter
(11a, 11b, 33) mit jeweils einem zweiten Schaltkontakt gebildet sind, denen jeweils
ein Schalter (5; 32) mit einem ersten Schaltkontakt zur Bildung eines Schaltmittels
zugeordnet ist.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltmittel (30) ein Betätigungselement (31) umfasst, welches bei der Betätigung
direkt oder indirekt sowohl auf den ersten als auch auf den zweiten Schaltkontakt
zur Auslösung der Kontakte einwirkt.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schaltkontakt zeitverzögert zum ersten Schaltkontakt ausgelöst ist.
9. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltmittel (30) in einer Stapelbauweise ausgebildet ist und in Betätigungsrichtung
übereinander angeordnet einen mechanischen Betätiger (31), einen in Betätigungsrichtung
auslenkbaren Folienschalter (32) mit einem schaltbaren Folienkontakt sowie einen unter
der Folie angeordneten, mit einem Stößelmittel (34) versehenen Schalter mit einem
schaltbaren Kontakt aufweist, die in mechanischer Wirkverbindung so zueinander angeordnet
sind, dass bei einer Auslösung des Betätigers dieser auf die Schaltfolie zur Auslösung
des Schaltfolienkontaktes drückt, wodurch sich die Schaltfolie verbiegt und gegen
das Stößelmittel zur Auslösung des Schalters drückt.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltmittel einen mechanischen Betätiger aufweist, welcher mit einem Stoßmittel
auf zugeordnet ausgebildete Betätigungselemente von zwei im wesentlichen nebeneinander
angeordneten Schaltkontakten bewegbar ist zur Auslösung der beiden Schaltkontakte.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Handbedienelement einen Verriegelungsschalter elektrisch in Reihe zu einem ersten
Schaltkontakt umfasst.
1. Arrangement for operating an electrically adjustable item of furniture for sitting
and/or lying upon, comprising a device for activating the mains supply of control
devices that are connected to a first on-grid voltage source for providing an operating
potential for a servo-motor, and a first relay, which is arranged on the primary or
on the secondary side with respect to a transformer and which, in a non-excited state,
is in an initial position, and comprising an auxiliary voltage source connectible
to the control input of the first relay and to a switching device (5, 11a; 5, 11 b;
30) with two mutually independent switching contacts for simultaneously triggering
two switching operations, the switching contacts being operable by one or two push
buttons (5, 11a, 11b; 32; 33), and the first switching contact (5, 32) being triggerable
for connecting the auxiliary voltage source to the control input of the first relay
and the second switching contact (11a, 11b, 33) being triggerable for applying the
operating potential to the servo-motor (12),
characterized in that a second on-grid voltage source is provided, which is connected to the control input
of the first relay via a switch, the first and the second voltage sources being arranged
independently of each other and formed by the tap of a secondary winding of a transformer
(1), and a control input of a second relay being parallel-connected or series-connected
with the control input of the first relay, the second relay being arranged in the
circuit of the first voltage source and being in an off-position in the non-excited
state.
2. Arrangement according to claim 1, characterized in that the device for activating the mains supply of control devices is arranged for the
activation of the mains supply for the control devices and that the first relay is
arranged on the mains-side and at locations separate from the locations of the control
devices.
3. Arrangement according to one of the claims 1 or 2, characterized in that the switching device (5, 11a; 5, 11b; 30) is integrated in a manual actuator (20)
and is wire-connected to the remaining circuit of the arrangement via a cable, at
least one input and output line being provided in the cable for each of the two switching
contacts.
4. Arrangement according to claim 2 or 3, characterized in that a capacitor (4, 9) is connected in parallel with each of the two voltage sources.
5. Arrangement according to one of the claims 1 to 4, characterized in that a battery (10) is connected in parallel with both the first and the second on-grid
voltage sources via diodes.
6. Arrangement according to one of the claims 1 to 5, characterized in that the control devices are formed by several switches (11 a, 11 b, 33) working as motor
function switches with a respective second switching contact and each being assigned
a switch (5; 32) with a first switching contact, for forming a switching device.
7. Arrangement according to one of the claims 1 to 6, charaterized in that the switching device (30) comprises an actuating element (31) which, when operated,
directly or indirectly acts on both the first and the second switching contact, in
order to trigger the contacts.
8. Arrangement according to claim 7, characterized in that the second switching contact is triggered time-delayed with respect to the first
switching contact.
9. Arrangement according to claim 7, characterized in that the switching device (30) has a stack design and includes in the direction of operation
in superposition a mechanical actuator (31), a membrane switch (32) including a switchable
contact membrane and deflectable in the direction of operation, and a switch with
a switchable contact arranged under the membrane and provided with a tappet means
(34), all these being mutually arranged in a mechanically operative connection in
such a manner that on triggering the actuator, the same pressed on the switching membrane
for triggering the contact of the switching membrane contact, thus causing the switching
membrane to deform and to press against the tappet means for triggering the switch.
10. Arrangement according to one of the claims 7 or 8, characterized in that the switching device includes a mechanical actuator movable by a pushing means towards
associated actuating elements of two substantially juxtaposed switching contacts,
in order to trigger the two switching contacts.
11. Arrangement according to one of the claims 1 to 8, characterized in that the manual actuator comprises a locking switch electrically connected in series with
a first switching contact.
1. Système pour actionner un élément de mobilier d'assise et/ou de couchage á réglage
électrique, ledit système comportant un dispositif pour activer l'alimentation électrique
de dispositifs de commande connectés à une première source de tension reliée au réseau
électrique pour la mise à disposition un potentiel de service pour un servomoteur,
et comportant un premier relais arrangé au premier ou au second côté par rapport à
un transformateur et étant, dans une condition non-excitée, en une position initiale,
et comportant une source de tension auxiliaire pouvant être connectée avec l'entrée
de commande du premier relais, ainsi qu'un dispositif de commutateur (5, 11a ; 5,
11 b ; 30) avec deux contacts de commutateur indépendant l'un de l'autre, pour déclencher
en même temps deux opérations de commutation, les contacts de commutateur pouvant
être actionnés par un ou deux boutons poussoirs (5 ; 11a, 11 b ; 32 ; 33) et le premier
contact de commutateur (5, 32) pouvant être déclenché pour connecter la source de
tension auxiliaire à l'entrée de commande du premier relais et le second contact de
commutateur (11a, 11 b, 33) pouvant être déclenché pour appliquer le potentiel de
service sur le servomoteur (12), caractérisé en ce qu'est prévue une seconde source de tension reliée au réseau électrique qui est connectée
avec l'entrée de commande du premier relais au moyen d'un interrupteur, la première
et la seconde sources de tension étant arrangées indépendamment l'une de l'autre et
formées par la prise d'un enroulement secondaire d'un transformateur (1), et l'entrée
de commande du premier relais étant connectée en parallèle ou en série avec une entrée
de commande d'un second relais qui est arrangé au second côté dans le circuit de la
première source de tension et qui se trouve dans une position d'interruption en la
condition non-excitée.
2. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif pour activer l'alimentation électrique de dispositifs de commande est
agencé pour l'activation de l'alimentation électrique des dispositifs de commande
et en ce que le relais est arrangé sur le côté du réseau et spatialement éloigné des dispositifs
de commande.
3. Système selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de commutateur (5, 11a ; 5, 11 b ; 30) est intégré dans un élément
d'actionnement manuel (20) et est connecté par fil au circuit résiduel du système
au moyen d'un câble, avec au moins un conduit d'entrée et un conduit de sortie étant
prévus dans le câble pour chacun des deux contacts de commutateur.
4. Système selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que chacune des deux sources de tension est connectée en parallèle avec un condensateur
(4, 9).
5. Système selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que une batterie (10) et connectée en parallèle avec la première et aussi avec la seconde
source de tension reliées au réseau électrique au moyen de diodes.
6. Système selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les dispositifs de commande sont formés par plusieurs commutateurs (11a, 11 b, 33)
fonctionnant comme commutateurs d'opération de moteur, chacun avec un deuxième contact
de commutateur et chacun associé à un commutateur (5 ; 32) comportant un premier contact
de commutateur, pour former un dispositif de commutation.
7. Système selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le dispositif de commutation (30) comporte un élément d'actionnement (31) qui lors
de son commande agit directement ou indirectement sur le premier et aussi sur le second
contact de commutateur, afin de déclencher les contacts.
8. Système selon la revendication 7, caractérisé en ce que le second contact de commutateur est déclenché avec retard de temps par rapport au
premier contact de commutateur.
9. Système selon la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif de commutation (30) est agencé en forme d'une pile et comporte en la
direction de commande de manière chevauchant un actionneur mécanique (31), an interrupteur
à membrane (32) à déviation en sens de commande avec un contact à membrane commutable
ainsi qu'un interrupteur comportant un contact commutable et arrangé sous la membrane
et muni d'un moyen poussoir (34), lesdits éléments étant arrangés l'un par rapport
à l'autre en une connexion effective mécanique à une telle manière que lors du déclenchement
de l'actionneur le même appuie sur la membrane de commande pour déclencher le contact
de la membrane de commande, par quoi la membrane de commande se déforme et appuie
contre le moyen poussoir pour le déclenchement de l'interrupteur.
10. Système selon l'une des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce que le dispositif de commutation comporte un actionneur mécanique qui peut se mouvoir
par un dispositif poussoir vers des éléments d'actionnement associés de deux contacts
de commutateur essentiellement juxtaposés, pour le déclenchement des deux contacts
de commutateur.
11. Système selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement manuel comporte un interrupteur de verrouillage mis en série
avec un premier contact de commutateur.