(19)
(11) EP 1 665 954 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
07.06.2006  Patentblatt  2006/23

(21) Anmeldenummer: 04028518.1

(22) Anmeldetag:  02.12.2004
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47B 57/48(2006.01)
A47B 96/14(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR LV MK YU

(71) Anmelder:
  • Wolfgang Brinkmann
    23896 Nusse (DE)
  • Bernd Krause
    23879 Mölln (DE)

(72) Erfinder:
  • Wolfgang Brinkmann
    23896 Nusse (DE)
  • Bernd Krause
    23879 Mölln (DE)

(74) Vertreter: Kloiber, Thomas 
Vonnemann Kloiber & Kollegen Patentanwälte An der Alster 84
20099 Hamburg
20099 Hamburg (DE)

   


(54) Präsentationsvorrichtung


(57) Eine Präsentationsvorrichtung mit mindestens einer vorzugsweise vertikal angeordneten, an einer Wand oder Trägerstruktur befestigten Rastschiene (1) und mit einer in verschiedenen Höhen in die Rastschiene (1) einrastbaren Raststütze (10, 11) soll ein einfaches und direktes Einrasten der Raststützen (10, 11) an der Rastschiene (1) ermöglichen. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass die Rastschiene (1) mindestens einen vertikal / in Längsrichtung verlaufenden Spalt (2, 3) aufweist, der von zwei gegenüberliegenden Seitenwänden (4, 5; 5, 6) begrenzt ist und in den ein Befestigungsabschnitt (12) der Raststütze (10, 11) in einer im wesentlichen frei wählbaren Höhe quer zur Längsrichtung (7) einsteckbar ist, dass zumindest eine Seitenwand (4, 5, 6) mit einer Vielzahl von seitlichen Rastlöchern (8) oder sonstigen Rasten versehen ist und dass der Befestigungsabschnitt (12) der Raststützen (10, 11) mit mindestens einer Rastnase 13 versehen ist, die im wesentlichen quer zur Einsteckrichtung (9) federnd vorgespannt und in die Rastschiene (1) einrastbar ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die Präsentation und Lagerung von Waren, mit mindestens einer, vorzugsweise vertikal angeordneten, an einer Wand oder Trägerstruktur befestigbaren Rastschiene und mit einer in verschiedenen Höhen in die Rastschiene einrastbaren Raststütze.

[0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE 43 02 147 C2 bekannt. Bei der bekannten Vorrichtung besteht die Rastschiene aus einem Hohl-Profil mit einer vorderen und einer hinteren Wand, wobei die beiden Wände parallel zueinander angeordnet sind. In der vorderen Wand ist ein Schlitz vorgesehen, durch den hindurch ein Trägerarm einer Raststütze ragt. Des weiteren sind im Innenraum des Profils an der hinteren Wand Rasten vorgesehen, an denen ein mit dem Trägerarm verbundener Befestigungsabschnitt der Raststütze einrastbar ist. Der genannte Befestigungsabschnitt ist außerdem breiter als der Spalt der Rastschiene ausgestaltet, so dass er in Längsrichtung verschiebbar mit der Rastschiene formschlüssig verbunden ist. Dies hat jedoch den Nachteil, dass die Raststütze immer nur durch Einstecken des Befestigungsabschnittes in eine am oberen freien Ende der Rastschiene befindliche Öffnung mit der Rastschiene verbunden werden kann. Wenn beispielsweise die unterste Raststütze entfernt oder ausgewechselt werden soll, müssen alle darüber befindlichen Raststützen ebenfalls vorübergehend entfernt und danach wieder an der Rastschiene angebracht werden.

[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, bei der eine beliebige Raststütze auf einfache Art montiert oder demontiert werden kann.

[0004] Die erfindungsgemäße Lösung sieht vor, dass die Rastschiene mindestens einen vertikal in Längsrichtung verlaufenden Spalt aufweist, der von zwei gegenüberliegenden Seitenwänden begrenzt ist und in den ein Befestigungsabschnitt der Raststütze in einer im wesentlichen frei wählbaren Höhe quer zur Längsrichtung einsteckbar ist, dass zumindest eine Seitenwand auf der dem Spalt zugewandten Seite mit einer Vielzahl von seitlichen Rastlöchern oder sonstigen Rasten versehen ist, und dass der Befestigungsabschnitt der Raststütze mit mindestens einer Rastnase versehen ist, die im wesentlichen quer zur Einsteckrichtung federnd vorgespannt und in die Rastschiene einrastbar ist. Mit Vorteil sind beim Gegenstand der Erfindung die Rasten weder an der Vorderseite noch an der Rückseite der Rastschiene, sondern an einer oder beiden Seitenwänden angebracht. Dies ermöglicht das Einstecken des Befestigungsabschnitts in einer quer zur Längsrichtung der Rastschiene liegenden Richtung, d. h., vom Benutzer ausgehen von vorn nach hinten. Das Einstecken der Raststütze in die Rastschiene von vorn kann somit in jeder beliebigen Höhe geschehen, wobei im Anschluss die Rastnasen in die dafür vorgesehenen Rasten der Rastschiene eingreifen und damit die Raststütze in der vorgewählten Höhe festhalten.

[0005] In einer einfachen Ausführungsform bestehen die Rastlöcher aus Bohrungen, die in die Seitenwand der Rastschiene eingebracht sind. Dabei muss es sich nicht notwendigerweise um durchgehende Bohrungen handeln.

[0006] In einer Weiterbildung der Erfindung weist die Rastschiene drei im wesentlichen parallele Wände auf, die zwei.nebeneinanderliegende Spalte begrenzen. Diese Ausführungsform ermöglichst das parallele Einschieben von zwei Raststützen nebeneinander in der selben Höhe.

[0007] Mit Vorteil besteht die Rastschiene aus einem Extrusionsprofil, vorzugsweise aus Aluminium oder Kunststoff, in das eine Vielzahl durchgehender Querbohrungen eingebracht sind. Ein Extrusionsprofil lässt sich mit besonders geringem Aufwand herstellen, wobei jedoch die Rastlöcher nach dem Extrudieren eingebracht werden müssen. Insbesondere bei einer Rastschiene mit drei Wänden können alle in einer bestimmten Höhe vorgesehenen Rastlöcher mit einer einzigen durchgehenden Querbohrung erzeugt werden.

[0008] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Raststütze einen zum Einstecken in einen Spalt einer Rastschiene bestimmten Befestigungsabschnitt auf, der mit einer Rastzunge versehen ist, die im Bereich ihres freien Endes eine seitlich vorstehende Rastnase zum Eingriff in die Rastlöcher der Rastschiene besitzt. Eine solche Rastzunge kann auf ganz besonders einfache Weise hergestellt werden. Ein seitliches Auslenken der Rastzunge während der Montage oder Demontage der Raststütze an der Rastschiene bringt die Nase außer Eingriff mit den Rastlöchern.

[0009] Die Erfindung wird noch verbessert durch die Maßnahme, dass die Rastzunge auf ihrer mit der Rastnase versehenen Seite eine Taste für die Anwendung einer seitlichen Kraft zur Auslenkung der Rastzunge aufweist. Die Taste kann beispielsweise aus einer fühlbaren Riffelung oder einem Vorsprung bestehen, wodurch dem Benutzer einerseits das (blinde) Auffinden des richtigen Druckpunktes zur Auslenkung der Rastzunge und andererseits das Drücken selbst erleichtert wird.

[0010] In einer ersten Variante ist das freie Ende der Rastzunge mit der Rastnase in den Spalt der Rastschiene einschiebbar, so dass die Rastnase von innerhalb der Rastschiene seitlich in ein Rastloch einrastbar ist.

[0011] In einer anderen Variante kann aber das freie Ende der Rastzunge auch vom Befestigungsabschnitt seitlich so weit abstehen, dass es nicht zusammen mit dem Befestigungsabschnitt in den Spalt der Rastschiene, sondern in einen Bereich seitlich der Rastschiene einschiebbar ist, wobei die Rastnase von außerhalb der Rastschiene seitlich in ein Rastloch einrastbar ist.

[0012] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Raststütze einen mit dem Befestigungsabschnitt verbundenen Trägerarm aufweist, der in eingerastetem Zustand der Raststütze an der Rastschiene sich vom Befestigungsabschnitt ausgehend im wesentlichen horizontal oder schräg nach unten erstreckt. Ein solcher Trägerarm dient in den meisten Anwendungsfällen zur Befestigung eines Warenträgers, der im wesentlichen nach Art eines Regalfachbodens ausgestaltet ist. In diesem Fall wird einem horizontal angeordneten Trägerarm der Vorzug zu geben sein. Der Warenträger kann aber selbst wieder in sich strukturiert sein, um Waren von bestimmter Form mehr oder weniger zu umfassen und abzustützen. Beispielsweise könnte er aus einem Lochblech bestehen, wobei jedes Loch eine beispielsweise konisch geformte Ware trägt. In einem solchen Fall wäre auch eine schräge, pultartige Anordnung des Warenträgers möglicherweise wünschenswert, die durch schräg nach unten abfallende Raststützen erst ermöglicht würde.

[0013] Durch die Maßnahme, dass der Trägerarm an seiner Oberseite eine Auflagefläche für einen Warenträger aufweist, kann die Auflage oder Befestigung des Warenträgers am Trägerarm verbessert werden.

[0014] Eine weitere Verbesserung der Stabilität der gesamten Vorrichtung wird dadurch erreicht, dass der Trägerarm Befestigungsmittel zur formschlüssigen Befestigung des Warenträgers am Trägerarm aufweist.

[0015] In Ausgestaltung der letztgenannten Maßnahme ist vorgesehen, dass sowohl ein an die Auflagefläche angrenzender Bereich des freien Endes des Trägerarms als auch ein an den Befestigungsabschnitt angrenzender Bereich gegenüber der Anlagefläche jeweils abgesenkt und mit einer Hinterschneidung zur formschlüssigen Befestigung des Warenträgers versehen ist. Bei dieser Ausführungsform kann der Warenträger in horizontaler Richtung seitlich auf den Trägerarm aufgeschoben werden, wobei dieser den Warenträger abstützt und formschlüssig festhält, so dass der Warenträger nicht nach oben entfernbar ist.

[0016] In Verbindung mit einer Rastschiene, die mindestens zwei parallel verlaufende Spalte zum Einschieben der Raststützen aufweist, wird in Weiterbildung der Erfindung empfohlen, dass zwei verschiedene Ausführungsformen von Raststützen vorgesehen sind, die spiegelbildlich zueinander ausgestaltet sind, insbesondere bezüglich der Rastzunge mit seitlicher Rastnase und Taste sowie bezüglich der Auflagefläche am Trägerarm. Diese Maßnahme erleichtert das Anbringen von zwei spiegelbildlich ausgestalteten Raststützen in der selben Höhe in zwei benachbarten Spalten der Rastschiene. Dabei wird eine Raststütze mit rechts angebrachter Rastnase und Taste auf der rechten Seite in den rechten Spalt eingeschoben und eine Raststütze mit links angebrachter Rastnase und Taste in den linken Spalt der Rastschiene. Mit Vorteil bleiben somit die Tasten zugänglich. Genauso wird sich die Auflagefläche des rechten Trägerarms nach rechts erstrecken und die Auflagefläche des linken Trägerarms nach links, so dass sich die beiden Auflageflächen nicht in die Quere kommen.

[0017] In einer bevorzugten und besonders einfach zu fertigenden Ausführungsform ist die Raststütze einstückig aus Kunststoff geformt, vorzugsweise durch Spritzguß. Dabei können sämtliche Teile der Raststütze, insbesondere der Trägerarm mit der seitlich abstehenden Auflagefläche und der Befestigungsabschnitt mit der Rastzunge einschließlich Rastnase und Taste in einem einzigen Arbeitsgang mittels Spritzguß hergestellt werden.

[0018] Die Raststütze lässt sich jedoch ebenso aus Metall fertigen, wobei die Feder aus Federstahl oder Kunststoff sein kann.

[0019] Die Erfindung kann noch verbessert werden durch die Maßnahme, dass der Warenträger mit Befestigungsmitteln zur formschlüssigen Befestigung am Trägerarm versehen ist, um die Verbindung zwischen Trägerarm und Warenträger stabiler zu gestalten.

[0020] Die formschlüssige Befestigung lässt sich auf besonders einfache und kostengünstige Weise dadurch erzielen, dass der Warenträger an seiner Unterseite zwei schienenartige, quer zum Trägerarm der Raststütze verlaufende Vorsprünge mit Hinterschneidungen zur formschlüssigen Befestigung am Trägerarm aufweist. Diese schienenartigen Vorsprünge lassen sich dann seitlich in horizontaler Richtung in die Hinterschneidungen des Trägerarms einschieben.

[0021] Der Warenträger kann aus bekannten Materialien gefertigt sein (Glas, Metall, Holz, usw.).

[0022] In einer besonders kostengünstig herstellbaren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Warenträger aus einem Extrusionsprofil besteht, vorzugsweise aus Kunststoff. Durch ein Extrusionsprofil lassen sich insbesondere die o. g. in Längsrichtung verlaufenden Vorsprünge mit Hinterschneidungen auf einfache Weise erzeugen.

[0023] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Die Figuren zeigen im Einzelnen:
Fig. 1:
eine erfindungsgemäße Präsentationsvorrichtung mit zwei in eine Rastschiene eingeschobenen Raststützen in einer perspektivischen Ansicht;
Fig. 2:
eine Rastschiene in einer Ansicht von oben;
Fig. 3:
eine Raststütze in einer Ansicht von oben mit ausgelenkter Rastzunge;
Fig. 4:
wie Fig. 3 mit entspannter Rastzunge;
Fig. 5:
eine "rechte" Ausführungsform einer Raststütze in einer perspektivischen Ansicht;
Fig. 6:
wie Fig. 5, jedoch einer "linken" Ausführungsform der Raststütze;
Fig. 7:
eine erfindungsgemäße Präsentationsvorrichtung mit mehreren Rastschienen und mehreren "rechten" sowie "linken" Raststützen in einer Ansicht von oben;
Fig. 8:
eine perspektivische Ansicht von zwei Rastschienen mit eingerasteten Raststützen und einem Warenträger vor seiner Befestigung an den Trägerarmen der Raststützen;
Fig. 9:
wie Fig. 8 nach dem Einschieben des Warenträgers auf die Trägerarme der Raststützen;
Fig. 10:
eine Raststütze in einer weiteren Ausführungsform mit einer von außen einrastbaren Rastzunge;
Fig. 11:
eine Raststütze in einer anderen Ausführungsform ähnlich der von Fig. 10;
Fig. 12:
eine Raststütze in einer weiteren abgeänderten Ausführungsform ähnlich der von Fig. 10;
Fig. 13:
eine Draufsicht auf die Ausführungsform von Fig. 12 mit ausgelenkter Rastzunge;
Fig. 14:
wie Fig. 13, aber mit entspannter Rastzunge.


[0024] In Fig. 1 erkennt man eine Rastschiene 1 mit einem rechten Spalt 2 und einem linken Spalt 3, die von einer linken äußeren Wand 4, einer mittleren Wand 5 und einer rechten äußeren Wand 6 begrenzt werden. Die Wände 4, 5, 6 verlaufen in Längsrichtung 7 im wesentlichen parallel zueinander und sind mit einer Vielzahl von Rastlöchern 8 versehen, von denen in Fig. 1 nur einige beispielhaft bezeichnet sind. Die Rastschiene 1 ist als Extrusionsprofil aus Kunststoff ausgestaltet, wobei die Rastlöcher 8 als durchgehende Bohrungen durch alle drei Wände 4, 5, 6 erzeugt wurden. Des weiteren sind die Rastschienen 1 mit einem Verankerungsabschnitt 45 zur Verankerung an einer Trägerstruktur versehen.

[0025] Eine linke Raststütze 10 ist in einer erhöhten Position im linken Spalt 3 der Raststütze 1 befestigt. Eine rechte Raststütze 11 ist in tieferer Position im rechten Spalt 2 der Rastschiene 1 befestigt. Wie man am besten in den Fig. 5 und 6 erkennt, besitzen die Raststützen 10, 11 jeweils einen Befestigungsabschnitt 12, der in den jeweiligen Spalt 2, 3 der Rastschiene 1 einschiebbar ist. Der Befestigungsabschnitt 12 weist weiterhin jeweils eine Rastzunge 14 bzw. 15 auf. Die Rastzungen 14, 15 sind an ihren freien Enden 16 jeweils mit einer Rastnase 13 versehen, wobei die Rastnase 13 der in Fig. 6 gezeigten linken Raststütze 10 von der Rastzunge 14 nach links ragt und die in Fig. 5 nicht gezeigte Rastnase der rechten Raststütze 11 von der Rastzunge 15 nach rechts weist. Des weiteren sind die Rastzungen 14, 15 auf den jeweiligen mit den Rastnasen 13 versehenen Seiten jeweils mit einer Taste 17 versehen, die also bei der linken Raststütze 10 auf der linken Seite der Rastzunge 14 und bei der rechten Raststütze 11 auf der rechten Seite der Rastzunge 15 angebracht ist.

[0026] Wie man am besten in den Fig. 2 bis 4 erkennt, wird die hier am Beispiel der rechten Raststütze 11 dargestellte Rastzunge 15 aus ihrer in Fig. 4 gezeigten entspannten Stellung zunächst durch eine seitlich von rechts nach links gerichtete Kraft in die in Fig. 3 gezeigte ausgelenkte Stellung gebracht. Sodann wird die Raststütze 11 in Pfeilrichtung 9 in den rechten Spalt 2 der in Fig. 2 dargestellten Rastschiene 1 eingesteckt und anschließend die Rastzunge 15 entlastet, so dass sie nach rechts in eines der Rastlöcher 8 (siehe Fig. 1) einrastet. Sollte sich die Rastnase 13 direkt nach dem Einstecken des Befestigungsabschnitts 12 der Raststütze 10, 11 noch nicht exakt in der richtigen Höhe zum Einrasten in eines der Rastlöcher 8 befinden, so rastet die Rastnase 13 zunächst in eine Rastnut 46 (siehe Fig. 2) der Rastschiene 1 ein, die auf der Innenseite der äußeren Wand 4, 6 in Längsrichtung 7 verläuft (Fig. 1). Sodann kann die bereits teilweise eingerastete Rastnase 13 zusammen mit der Raststütze 10, 11 nach oben oder unten in Längsrichtung 7 verschoben werden, bis die Rastnase 13 in ein Rastloch 8 einrastet.

[0027] In Fig. 7 erkennt man vier Rastschienen 1, die mit ihren Verankerungsabschnitten 45 an Wandhaltern 40 befestigt sind. Statt der Wandhalter 40 kann jedoch auch eine andere, beispielsweise frei auf dem Fußboden aufstellbare Trägerstruktur zur Befestigung der Rastschienen 1 dienen. Zur optischen Abdeckung sind zwischen jeweils zwei Rastschienen 1 Rückwandteile 42 vorgesehen, die in entsprechende Nuten der Rastschiene 1 einschiebbar sind. Die rechten Spalte 2 der Rastschienen 1 sind mit rechten Raststützen 11 versehen, während die linken Spalten 3 der Rastschienen 1 mit linken Raststützen 10 versehen sind. Der rechte Spalt der am meisten rechts angeordneten Rastschiene 1 und der linke Spalt der am meisten links angeordneten Rastschiene sind jeweils mit Seitenwänden 41 versehen.

[0028] In Fig. 8 erkennt man einen Warenträger 30 in Form eines Fachbodens, der an seiner Unterseite mit schienenartigen Vorsprüngen 32 versehen ist, die auf ihren einander zugewandten Seiten jeweils mit Hinterschneidungen 33 versehen sind. Die Raststützen 10, 11 haben einen mit dem Befestigungsabschnitt 12 verbundenen Trägerarm 20, der sich vom Befestigungsabschnitt 12 ausgehend in horizontaler Richtung von der Rastschiene 1 weg erstreckt. Die Trägerarme 20 sind an ihrer Oberseite mit Auflageflächen 21 zur Auflage der Warenträger 30 versehen. Außerdem besitzen die Trägerarme 20 an ihren freien Enden 23 und an ihren an die Befestigungsabschnitte 12 angrenzenden Bereichen 24 jeweils Hinterschneidungen 25 (siehe Figuren 5, 8 und 9), die zum formschlüssigen Eingriff mit den Hinterschneidungen 33 des Warenträgers 30 vorgesehen sind.

[0029] Der Warenträger 30 ist in Fig. 8 vor seiner Befestigung an den Trägerarmen 20 der Raststützen 10, 11 gezeigt. Zur Befestigung werden die Hinterschneidungen 25 der Trägerarme 20 und die Hinterschneidungen 33 der Warenträger 30 miteinander zur Deckung gebracht und der Warenträger horizontal nach links verschoben, bis er die in Fig. 9 gezeigte Position einnimmt. Jetzt ist der Warenträger 30 formschlüssig mit den Raststützen 10, 11 verbunden und kann insbesondere nach oben oder nach vorne nicht verschoben werden.

[0030] Der Warenträger 30 kann zusammen mit den schienenartigen Vorsprüngen 32 und den Hinterschneidungen 33 genauso wie die Rastschienen 1 als Extrusionsprofil aus Kunststoff hergestellt werden. Die Raststützen 10, 11 hingegen erfordern eine Herstellung im SpritzgußVerfahren.

[0031] Die Warenträger 30 sind des weiteren an ihrer den Rastschienen 1 zugewandten Seite mit Rückhaltern 34 versehen, die aus vertikalen Wandabschnitten bestehen und das Herabfallen der Waren in den Zwischenraum zwischen Warenträger 30 und Rastschienen 1 bzw. der angrenzenden Trägerstruktur verhindern. An ihrer dem Betrachter zugewandten Vorderseite sind die Warenträger 30 mit eingeformten Klemmschienen 35 versehen, an denen weitere für die Präsentation gegebenenfalls nützliche Gegenstände angeklemmt werden können, insbesondere Halter für Lampen oder Tester im Zusammenhang mit Kosmetik und Parfümeriewaren. Auch eine Verlängerung des Warenträgers 30 kann in die Klemmschiene 35 eingesteckt werden.

[0032] In den Figuren 10 und 11 sind abgewandelte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Rastverbindung am Beispiel einer rechten Raststütze 11 dargestellt. Wie man am besten im Vergleich zwischen Fig. 4 und Fig. 11 erkennt, ist bei der abgewandelten Ausführungsform gem. Fig. 11 eine modifizierte Rastzunge 19 weiter im rechten Bereich der Raststütze 11 angeordnet und mit einer nach links weisenden Rastnase 13 versehen. Beim Einstecken des Befestigungsabschnitts 12 in den rechten Spalt 2 der Rastschiene 1 greift die modifizierte Rastzunge 19 nicht in den rechten Spalt 2, sondern in einen Außenbereich rechts von der rechten äußeren Wand 6 der Rastschiene ein, wobei die Rastnase 13 anschließend von außen nach innen (von rechts nach links) in ein hier nicht gezeigtes Rastloch der rechten äußeren Wand 6 der Rastschiene 1 eingreift.

[0033] In ähnlicher Weise funktioniert auch die Ausführungsform gem. Fig. 10, bei der eine nochmals abgeänderte Rastzunge 18 weiter links als bei der Ausführungsform gem. Fig. 4 angeordnet ist, um die entsprechende Wand 4 oder 5 der Rastschiene 1 von der anderen Seite her zu umgreifen und dort einzurasten.

[0034] In den Figuren 12 bis 14 erkennt man eine abgewandelte linke Raststütze 10 mit einer weiteren modifizierten Rastzunge 47, die entsprechend Figur 10 angeordnet ist. Die modifizierte Rastzunge 47 ist von außen an der Raststütze 10 befestigt, wobei zwischen einem fest mit der Rastzunge 47 verbundenen Befestigungsabschnitt 48 und einem elastisch beweglichen Zungenabschnitt 49 ein Absatz 50 vorgesehen ist. Im Endbereich des Zungenabschnitts 49 ist eine Rastnase 13 angeordnet. Statt mit einem Taster ist die modifizierte Rastzunge 47 mit einem zungenförmigen Betätigungsabschnitt 51 versehen, der vom Bereich des Absatzes 50 ausgehend im spitzen Winkel zum Befestigungsabschnitt 48 verläuft.

[0035] Fig. 13 zeigt den Zustand mit gedrücktem Betätigungsabschnitt 51, Fig. 14 den entspannten Zustand.

BEZUGSZEICHENLISTE



[0036] 
1
Rastschiene
2
Spalt, rechts
3
Spalt, links
4
äußere Wand, links
5
mittlere Wand
6
äußere Wand, rechts
7
Längsrichtung
8
Rastlöcher
9
Einsteckrichtung
10
Raststütze, links
11
Raststütze, rechts
12
Befestigungsabschnitt
13
Rastnase
14
Rastzunge, links
15
Rastzunge, rechts
16
freies Ende
17
Taste
18
Rastzunge
19
Rastzunge
20
Trägerarm
21
Auflagefläche
23
freies Ende
24
Bereich
25
Hinterschneidung
30
Warenträger .
32
schienenartige Vorsprünge
33
Hinterschneidungen
34
Rückhalter
35
Klemmschienen
40
Wandhalter
41
Seitenwände
42
Rückwandteile
45
Verankerungsabschnitt
46
Rastnut
47
Rastzunge
48
Befestigungsabschnitt
49
Zungenabschnitt
50
Absatz
51
Betätigungsabschnitt



Ansprüche

1. Vorrichtung für die Präsentation und Lagerung von Waren, mit mindestens einer vorzugsweise vertikal angeordneten, an einer Wand oder Trägerstruktur (40) befestigbaren Rastschiene (1) und mit mindestens einer in verschiedenen Höhen in die Rastschiene (1) einrastbaren Raststütze (10,11), dadurch gekennzeichnet , dass die Rastschiene (1) mindestens einen vertikal / in Längsrichtung verlaufenden Spalt (2, 3) aufweist, der von zwei gegenüberliegenden Seitenwänden (4, 5; 5, 6) begrenzt ist und in den ein Befestigungsabschnitt (12) der Raststütze (10, 11) in einer im wesentlichen frei wählbaren Höhe quer zur Längsrichtung (7) einsteckbar ist, dass zumindest eine Seitenwand (4, 5, 6) mit einer Vielzahl von seitlichen Rastlöchern (8) oder sonstigen Rasten versehen ist und dass der Befestigungsabschnitt (12) der Raststützen (10, 11) mit mindestens einer Rastnase (13) versehen ist, die im wesentlichen quer zur Einsteckrichtung (9) federnd vorgespannt und in die Rastschiene (1) einrastbar ist.
 
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastlöcher (8) aus Bohrungen bestehen, die in die Seitenwand (4, 5, 6) der Rastschiene (1) eingebracht sind.
 
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , dass die Rastschiene (1) drei im wesentlichen parallele Wände (4, 5, 6) aufweist, die zwei nebeneinanderliegende Spalte (2, 3) begrenzen.
 
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,dassdieRastschiene(1)aus einem Extrusionsprofil, vorzugsweise aus Aluminium oder Kunststoff besteht, in das eine Vielzahl durchgehender Querbohrungen (8) eingebracht sind.
 
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,dassdie.Raststütze(10, 11) einen zum Einstecken in einen Spalt (2, 3) einer Rastschiene (1) bestimmten Befestigungsabschnitt (12) aufweist, der mit einer Rastzunge (14, 15, 18, 19) versehen ist, die im Bereich ihres freien Endes (16) eine seitlich vorstehende Rastnase (13) zum Eingriff in die Rastlöcher (8) der Rastschiene (1) besitzt.
 
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastzunge (14, 15, 18, 19) auf ihrer mit der Rastnase (13) versehenen Seite eine Taste (17) für die Anwendung einer seitlichen Kraft zur Auslenkung der Rastzunge (14, 15, 18, 19) aufweist.
 
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet , dass das freie Ende (16) der Rastzunge (14, 15) mit der Rastnase (13) in den Spalt (2, 3) der Rastschiene (1) einschiebbar ist, so dass die Rastnase (13) von innerhalb der Rastschiene (1) seitlich in ein Rastloch (8) einrastbar ist.
 
8. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende (16) der Rastzunge (18, 19) mit der Rastnase (13) in einen Bereich seitlich der Rastschiene (1) einschiebbar ist, so dass die Rastnase (13) von außerhalb der Rastschiene (1) seitlich in ein Rastloch (8) einrastbar ist.
 
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,dassdieRaststütze(10, 11) einen mit dem Befestigungsabschnitt (12) verbundenen Trägerarm (20) aufweist, der im eingerasteten Zustand der Raststütze (10, 11) an der Rastschiene (1) sich vom Befestigungsabschnitt (12) ausgehend im wesentlichen horizontal oder schräg nach unten erstreckt.
 
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerarm (20) an seiner Oberseite eine Auflagefläche (21) für einen Warenträger (30) aufweist.
 
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet , dass der Trägerarm (20) Befestigungsmittel (25) zur formschlüssigen Befestigung des Warenträgers (30) am Trägerarm (20) aufweist.
 
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet , dass sowohl ein an die Anlagefläche (21) angrenzender Bereich (23) des freien Endes des Trägerarms (20) als auch ein an den Befestigungsabschnitt (12) angrenzender Bereich (24) gegenüber der Anlagefläche (21) jeweils abgesenkt und mit einer Hinterschneidung (25) zur formschlüssigen Befestigung des Warenträgers (30) versehen ist.
 
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,dasszweiverschiedene Ausführungsformen von Raststützen (10, 11) vorgesehen sind, die spiegelbildlich zueinander ausgestaltet sind, insbesondere bezüglich der Rastzunge (14, 15) mit seitlicher Rastnase (13) und Taste (17) sowie bezüglich der Auflagefläche (21) am Trägerarm (20).
 
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,dassdieRaststütze(10, 11) aus Kunststoff besteht und einstückig ausgestaltet ist, vorzugsweise durch Spritzguß.
 
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet , dass der Warenträger (30) mit Befestigungsmitteln (32, 33) zur formschlüssigen Befestigung am Trägerarm (20) versehen ist.
 
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet , dass der Warenträger (30) an seiner Unterseite zwei schienenartige, quer zum Trägerarm (20) der Raststütze (10, 11) verlaufende Vorsprünge (32) mit Hinterschneidungen (33) zur formschlüssigen Befestigung am Trägerarm (20) aufweist.
 
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet , dass der Warenträger (30) aus einem Extrusionsprofil besteht, vorzugsweise aus Kunststoff.
 




Zeichnung































Recherchenbericht