[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Kehrgerätekopf gemäss dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, auf einen Gelenkstielhalter gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs
12, auf ein Reinigungsgerät gemäss Anspruch 14 und auf einen Besen gemäss Anspruchs
15.
[0002] Kehrgeräteköpfe mit Gelenkstielhaltern dieser Art sind bekannt und werden beispielsweise
bei Mopps verwendet.
[0003] Eine bekannte Ausführungsform eines Mopps weist einen länglichen ebenen Kehrmittelhalter
auf, an welchem lange Fasern zum Staubwischen angebracht sind. Weiter weist der Mopp
einen Gelenkstielhalter auf, der aus einem am Kehrmittelhalter angeordneten Sockelelement
und aus einem Stielbefestigungselement besteht. Das Sockelelement ist entlang einer
Achse drehbar mit dem Stielbefestigungselement verbunden, wobei die Achse parallel
zum Kehrmittelhalter und in einem Winkel von 45 Grad zur Längsrichtung des Kehrmittelhalters
verläuft. Ein in das Stielbefestigungselement eingeschraubter Stiel ist wiederum in
einem Winkel von 45 Grad zur Achse angeordnet.
[0004] Eine weitere bekannte Ausführungsform eines Bodenwischers weist einen ebenen Kehrmittelhalter
auf, an welchen ein Reinigungstuch angebracht und über eine Wischseite gespannt wird.
Ein als Kreuzgelenk ausgebildeter Gelenkstielhalter verbindet eine der Wischseite
gegenüberliegende Oberseite mit einem Stiel.
[0005] Die durch das Gelenk des Gelenkstielhalters geschaffene Beweglichkeit eines Stiel
gegenüber einem Kehrmittelhalter kann sich bei gewissen Arbeiten nachteilig auswirken.
Andererseits ermöglicht die Beweglichkeit des Stiels für andere Arbeiten ein angenehmes
Reinigen, da zum Beispiel die Reinigungsarbeit in aufrechter Körperhaltung erfolgen
kann.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemässen Kehrgerätekopf,
einen gattungsgemässen Gelenkstielhalter, ein gattungsgemässes Reinigungsgerät und
einen gattungsgemässen Besen zu schaffen, mit welchen alle Arbeiten optimal ausgeführt
werden können.
[0007] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe mit einem Kehrgerätekopf mit den Merkmalen des
Anspruchs 1, mit einem Gelenkstielhalter mit den Merkmalen des Anspruchs 12, mit einem
Reinigungsgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 14 und mit einem Besen mit den Merkmalen
des Anspruchs 15 gelöst.
[0008] Weitere besondere Vorteile und Wirkungsweisen ergeben sich aus dem Ausführungsbeispiel
und der Zeichnung.
[0009] Bevorzugte Ausbildungsformen des erfindungsgemässen Kehrgerätkopfs sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0010] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen rein schematisch:
- Fig. 1
- in perspektivischer Explosionsdarstellung einen erfindungsgemässen Kehrgerätekopf
mit angedeutetem Borstenbesatz;
- Fig. 2
- in perspektivischer Ansicht ein Stielbefestigungselement eines Gelenkstielhalters
des Kehrgerätekopfs;
- Fig. 3
- in perspektivischer Ansicht ein Arretierorgan des Gelenkstielhalters;
- Fig. 4
- in perspektivischer Ansicht ein Sockelelement des Gelenkstielhalters;
- Fig. 5
- in perspektivischer Ansicht den Kehrgerätekopf mit dem Arretierorgan in Freigabestellung;
und
- Fig. 6
- in Ansicht den Kehrgerätekopf mit dem Arretierorgan in Arretierstellung.
[0011] Ein in den Figuren 1, 5 und 6 gezeigter Kehrgerätekopf 10 besteht aus einem in den
Figuren 2-4 in Einzelteilen gezeigten Gelenkstielhalter 12 und aus einem Kehrmittelhalter
14. Der Gelenkstielhalter 12 ist mittig an einer ebenen Oberseite 16 des Kehrmittelhalters
14 angebracht.
[0012] Der Kehrmittelhalter 14 hat annähernd eine Grundform eines länglichen, eine Längsrichtung
L definierenden Rechtecks, wobei Seitenflächen 18 leicht abgewinkelt bezüglich einer
Geraden rechtwinklig zur Oberseite 16 angeordnet und Kanten und Ecken dieses Rechtecks
abgerundet sind. Die annähernd rechteckige Grundform ist breiter als sie hoch ist.
Die der Oberseite 16 gegenüberliegende Seite ist eine ebene Kehrmittelseite 20 und
bildet eine Referenzebene 22.
[0013] In der Figur 1 ist am Kehrmittelhalter 14 als Kehrmittel 24 ein Borstenbesatz 26
angedeutet, der von der Kehrmittelseite 20 des Kehrmittelhalters 14 absteht. Es handelt
sich um den Kopf eines Besens.
[0014] Anstelle eines Borstenbesatzes 26 kann das Kehrmittel 24 aber auch durch ein Tuch
gebildet sein. Dieses wird mit bekannten Mitteln, wie z.B. Klemmen (nicht gezeigt),
an der Oberseite 16 des Kehrmittelhalter 14 angebracht und über die Kehrmittelseite
20 gespannt. Der Teil des Tuchs, welcher an die Kehrmittelseite 20 anliegt wird dabei
zum Reinigen benutzt.
[0015] Der Gelenkstielhalter 12 weist drei, in den Figuren 2, 3 und 4 gezeigte Einzelteile
auf; nämlich ein Stielbefestigungselement 28, ein Arretierorgan 30 und ein Sockelelement
32.
[0016] Das Sockelelement 32 ist mittels einer Schraube (nicht gezeigt), welche durch ein
mittig angeordnetes Schraubenloch 34 des Sockelelements 32 hindurch in ein Loch 35
des Kehrmittelhalters 14 geschraubt ist, mit dem Kehrmittelhalter 14 fest verbunden.
Damit das Sockelelement 32 sich nicht gegenüber dem Kehrmittelhalter 14 verschieben
und verdrehen kann, weist das Sockelelement 32 zwei an einer Bodenseite 37 des Sockelelements
32 angeordnete Nocken 35' auf, welche in Ausnehmungen 36 am Kehrmittelhalter 14 eingreifen;
es kann nur ein einziger Nocken 35' oder es können mehr als zwei Nocken 35' vorgesehen
werden. Das Sockelelement 32 weist zwei halbschalenartige Haltebereiche 38 für Zapfen
40 des Stielbefestigungselements 28 auf. Die Haltebereiche 38 sind bezüglich des Mittelpunkts
des Schraubenlochs 34 diametral zueinander angeordnet und definieren eine Achse A,
wobei diese Achse A parallel zur Referenzebene 22 und rechtwinklig zur Längsrichtung
L verläuft. Die Haltebereiche 38 sind zur Bodenseite 37 hin offen. Sie werden aber
bei an den Kehrmittelhalter 14 befestigtem Sockelelement 32 durch den Kehrmittelhalter
14 umfangsseitig bezüglich der Achse A begrenzt.
[0017] Die Haltebereiche 38 weisen in ihren, an die Bodenseite 37 angrenzenden Endbereichen,
in Richtung gegeneinander hin vorstehende, Lagerwulste 39 für die Zapfen 40 auf. Diese
sind, im montierten Zustand, von den Lagerwulsten 39 in den Haltebereichen 38 gehalten.
[0018] Auf einem Umkreis um das Schraubenloch 34 herum sind zwei Arretierflächen 44 angeordnet,
welche diametral zueinander und auf einer Geraden parallel zur Längsrichtung L durch
den Mittelpunkt des Umkreises liegen. Die Arretierflächen 44 weisen in Umfangsrichtung
des Umkreises eine Ausdehnung auf, die weiter unten beschrieben wird. In Draufsicht
auf das Sockelelement 32 grenzen an die Arretierflächen 44 auf dem Umkreis in Gegenuhrzeigersinnrichtung
erhöhte Anschläge 46 an. In Uhrzeigersinnrichtung grenzen an die Arretierflächen 44
zwei eine Ausrichtungsvorrichtung 48 bildende Rampen 50 an, welche in Uhrzeigersinnrichtung
kontinuierlich von einer Höhe der Arretierflächen 44 bis annähend auf eine Höhe der
Bodenseite 37 abfallen. Die Rampen 50 und die Arretierflächen 44 weisen im Querschnitt
eine U-förmige Profilierung auf, die dazu dient, weiter unten beschriebene Stützarme
76 zu führen.
[0019] Das Stielbefestigungselement 28 weist in seiner Längsrichtung S einerseits ein Gewindeabschnitt
60 und andererseits ein Gelenkabschnitt 62 auf. Ausser einer weiter unten beschriebenen
umlaufenden, radial vorstehenden Wulst 72 liegt das Stielbefestigungselement 28 innerhalb
einer, in Längsrichtung S verlaufenden Zylinderfläche (nicht gezeigt). Der Gewindeabschnitt
60 ist radial aussen kegelstumpfartig geformt und weist vier in Längsrichtung S verlaufende,
in Umfangsrichtung gleichmässig verteilt angeordnete Verstrebungen 63 auf, die sich
jeweils von der Wulst 72 zum Gelenkabschnitt 62 erstrecken. Jede der Verstrebungen
63 ist in einen obere Bereich 63' und einen unteren Bereich 63" unterteilt, wobei
der obere Bereich 63' an den Wulst 72 und der untere Bereich 63'' an den Gelenkabschnitt
62 angrenzt. Eine in radialer Richtung aussenliegende Stirnfläche des oberen Bereichs
63' liegt auf der Zylinderfläche. Eine an die Stirnfläche des Bereichs 63' anschliessende
Stirnfläche des unteren Bereichs 63" schliesst mit der Zylinderfläche einen kleinen
spitzen Winkel ein, wobei der Winkel sich gegen den Gelenkabschnitt 62 öffnet. Im
Inneren weist der Gewindeabschnitt 60 ein an einen oberen Endbereich 64 des Stielbefestigungselements
28 angrenzendes Sackloch mit Innengewinde 66 auf. Das Innengewinde 66 ist dazu bestimmt,
ein Aussengewinde eines Stiels aufzunehmen.
[0020] Der Gelenkabschnitt 62 ist durch zwei sich in Längsrichtung S vom Gewindeabschnitt
60 weg erstreckende Arme 68 ausgebildet. Bezüglich einer Längsachse des Zylinders
liegen sich die Arme 68 gegenüber. Jeder Arm 68 weist eine Längsmittelachse parallel
zur Längsrichtung S auf. Die Längsmittelachsen der Arme 68 definieren eine Längsmittelebene
(nicht gezeigt). Bezüglich dieser Längsmittelebene ist jeder Arm 68 symmetrisch ausgebildet.
Die in radialer Richtung aussenliegenden Flächen der Arme 68 liegen auf der Zylinderfläche.
Bezüglich der Umfangsrichtung des Zylinders verjüngt sich jeder Arm 68 in Richtung
seines freien Endabschnitts 70 und ist am freien Ende abgerundet. In den freien Endabschnitten
70 jedes Armes 68 sind die Zapfen 40 jeweils innenseitig angeformt und greifen im
montierten Zustand drehbar in den Haltebereich 38 des Sockelelements 32 ein.
[0021] Im oberen Endbereich 64 weist der Gewindeabschnitt 60 aussenseitig die umlaufende
Wulst 72 auf, welche einen Anschlag 74 für das Arretierorgan 30 bildet. Ein schulterartiger
Anschlag 75 ist von dem an der Wulst 72 gelegenen Anschlag 74 in Richtung des Gelenkabschnitts
68 beabstandet und diesem zugewandt. Der an der Wulst 72 gelegene Anschlag 74 und
der schulterartige Anschlag 75 sind dazu bestimmt, das weiter unten beschriebenes
Arretierorgan 30 in Längsrichtung S nahezu unverschiebbar zu halten.
[0022] Das Arretierorgan 30 ist drehbar bezüglich der Längsrichtung S am Stielbefestigungselement
28 angeordnet und weist einen Haltebereich 77 und einen Stützbereich 77' auf. Der
Haltebereich 77 umfasst im montierten Zustand den Gewindeabschnitt 60 des Stielbefestigungselements
28 mit Ausnahme der Wulst 72 hülsenartig und grenzt mit einer inneren Seite an die
Zylinderfläche an. Der Haltebereich 77 ist derart ausgeformt, dass er mit einer Anschlagsfläche
80 bildenden Stirnfläche 79 an den Anschlag 74 der Wulst 72 des Stielbefestigungselements
28 ansteht. Auf der Innenseite weist der Haltebereich 77 des Arretierorgans 30 nasenartige
Gegenschultern (nicht gezeigt) auf, welche einen Gegenanschlag an den schulterartigen
Anschlag 75 des Stielbefestigungselements 28 bilden und derart angeordnet sind, dass
das Arretierorgan 30 einerseits mit der Anschlagsfläche 80 am Wulst 72 gelegenen Anschlag
74 des Stielbefestigungselements 28 und andererseits mit den nasenartigen Gegenschultern
am schulterartigen Anschlag 75 des Stielbefestigungselements 28 ansteht. Dadurch ist
das Arretierorgan 30 in Längsrichtung S fest am Stielbefestigungselement 28 gehalten.
[0023] Der Stützbereich 77' des Arretierorgans 30 ist durch zwei sich in Längsrichtung S
vom Haltebereich 77 weg erstreckende Stützarme 76 ausgebildet. Bezüglich einer Längsachse
des Zylinders liegen sich die Stützarme 76 gegenüber. Jeder Stützarm 76 weist eine
Längsmittelachse parallel zur Längsrichtung S auf. Die Längsmittelachsen definieren
eine Längsmittelebene (nicht gezeigt). Bezüglich dieser Längsmittelebene ist jeder
Stützarm 76 symmetrisch ausgebildet. Die in radialer Richtung innenliegenden Flächen
der Stützarme 76 liegen an die Zylinderfläche an. Bezüglich der Umfangsrichtung des
Zylinders verjüngt sich jeder Stützarm 76 in Richtung seines freien Endabschnitts
und weist eine rechtwinklig zu seiner Längsmittelachse stehende Stützfläche 78 auf.
Die Stützflächen 78 weisen die gleiche Grösse auf wie die Arretierflächen 44 des Sockelelements
32 und sind passend zu der Profilierung der Arretierflächen 44 des Sockelelements
32 ausgeformt. Auf einer Aussenseite weist das Arretierorgan 30 in Längsrichtung S
verlaufende Rillen 81 auf, welche eine bessere Handhabung des Arretierorgans 30 ermöglichen.
Die Stützarme 76 sind ähnlich zu den Armen 68 des Stielbefestigungselements 28 geformt,
sind jedoch kürzer.
[0024] Eine Freigabestellung des Arretierorgans 30 ist dadurch definiert, dass in der Längsmittelebene
der Stützarme 76 des Arretierorgans 30 die Achse A des Sockelelements 32 beziehungsweise
der Zapfen 40 des Stielbefestigungselements verläuft. Die Stützarme 76 Stielbefestigungselements
verläuft. Die Stützarme 76 liegen somit in radialer Richtung an die Arme 68 des Stielbefestigungselements
28 an. Eine Arretierstellung des Arretierorgans 30 ist dadurch definiert, dass das
Arretierorgan 30 um 90 Grad um die Längsrichtung S des Stielbefestigungselements 28
herum gedreht ist. In Arretierstellung verläuft die Längsmittelebene der Stützarme
76 rechtwinklig zur Achse A des Sockelelements beziehungsweise der Zapfen 40 des Stielbefestigungselements
28. In Arretierstellung sind die Stützarme 76 des Arretierorgans 30 auf den Arretierflächen
44 des Sockelelements 32 abgestützt.
[0025] Das Arretierorgan 30 weist angrenzend an die Anschlagsfläche 80 und innenseitig zwei
Drehbegrenzungsbereiche 82 mit je zwei Rastnocken 84 auf. Die Drehbegrenzungsbereiche
82 sind durch Ausnehmungen in radialer Richtung gebildet und erstrecken sich in Umfangsrichtung
über einen Winkelbereich, der etwas grösser als 90 Grad ist. Die zwei Drehbegrenzungsbereiche
82 liegen sich diametral gegenüber. Die Drehbegrenzungsbereiche 82 wirken mit zwei
am Stielbefestigungselement 28 angeordneten nockenartigen Drehbegrenzungselementen
86 zusammen, welche in die Drehbegrenzungsbereiche 82 eingreifen. Die Drehbegrenzungsbereiche
82 sind derart angeordnet und ausgebildet, dass das Arretierorgan 30 um 90 Grad von
der Freigabestellung in die Arretierstellung und zurück drehbar ist. Durch die Rastnocken
84 ist ein unbeabsichtigtes Drehen des Arretierorgans 30 aus der Freigabestellung
in die Arretierstellung beziehungsweise aus der Arretierstellung in die Freigabestellung
verhindert. In Arretierstellung wie in Freigabestellung grenzt an jedes der Drehbegrenzungselemente
86 einerseits eine in Umfangsrichtung liegende Endfläche 88 des Drehbegrenzungsbereichs
82 und andererseits einer der Rastnocken 84 an. Jeweils einer der Rastnocken 84 bildet
zusammen mit dem entsprechenden Drehbegrenzungselement 86 und der entsprechenden Endfläche
88 eine Einrastschnappverbindung 84, 86, 88.
[0026] Der Gelenkstielhalter 12 bestehend aus dem Stielbefestigungselement 28, dem Arretierorgan
30 und dem Sockelelement 32 wird bevorzugt in einem Spritzgussverfahren aus einem
Kunststoff hergestellt. Der Kehrmittelhalter kann ebenfalls aus einem Kunststoff hergestellt
sein aber auch aus einem anderen Material wie beispielsweise Holz.
[0027] Die Funktionsweise des Gelenkstielhalters 12 ist wie folgt. In Freigabestellung des
Arretierorgans 30 ist der Gelenkstielhalter 12 in einer Ebene rechtwinklig zur Referenzebene
22 und in Längsrichtung L verlaufend beweglich. Falls diese Beweglichkeit nicht gewünscht
ist, kann das Stielbefestigungselement 28 mit dem daran angeordneten Arretierorgan
30 in eine Stellung gebracht werden, in welcher die Längsrichtung S zumindest einigermassen
rechtwinklig zur Längsrichtung L verläuft. In dieser Stellung wird das Arretierorgan
30 um 90 Grad von der Freigabestellung in die Arretierstellung gedreht. Je nach Ausgangsstellung
der Längsrichtung L des Kehrmittelhalters 14 zur Längsrichtung S des Stielbefestigungselements
28 gelangen die Stützarme 76 an einem anderen Punkt in Berührung mit den Rampen 50
des Sockelelements 32, wodurch beim weiterdrehen des Arretierorgans 30 das Sockelelement
32 und damit auch die Längsrichtung L des Kehrmittelhalters 14 in eine bezüglich der
Längsrichtung S des Stielbefestigungselements 28 der Rampen 50 und der Arretierflächen
44 des Sockelelements 32 einerseits und der Stützflächen 78 der Stützarme 76 andererseits
werden die Stützarme 76 geführt. In Arretierstellung stützen sich die Stützarme 76
auf den Arretierflächen 44 ab und sind mit den Anschlägen 46 zumindest annähernd in
Berührung. Die Anschläge 46 verhindern einseitig eine Bewegung der Stützarme 76 über
die Arretierflächen 44 hinaus. Falls die ursprüngliche Beweglichkeit des Gelenkstielhalters
12 wieder benötigt ist, wird das Arretierorgan 30 von der Arretierstellung in die
Freigabestellung zurück gedreht.
[0028] Die Montage erfolgt wie folgt. Zunächst wird das Stielbefestigungselement 28 mit
den Armen 68 voraus von der Seite der Anschlagsfläche 80 des Arretierorgans 30 her
in das Arretierorgan 30 eingesetzt und die Arme 68 werden in Deckung mit den Stützarmen
76 gebracht. Dabei kommen die Drehbegrenzungselemente 86 mit den Drehbegrenzungsbereichen
82 in Eingriff. Beim Einsetzten des Stielbefestigungselements 28 in das Arretierorgan
30 wird das Arretierorgan 30 durch die nasenartigen Gegenschultern elastisch aufgeweitet,
und sobald die nasenartigen Gegenschultern den schulterartigen Anschlag 75 passiert
haben, formt sich das Arretierorgan in seine ursprüngliche Form zurück. Folglich ist
das Arretierorgan 30 in Längsrichtung S fest am Stielbefestigungselement 28 gehalten.
[0029] In einem darauf folgenden Schritt werden die Zapfen 40 des Stielbefestigungselements
28 in die Haltebereiche 38 das Sockelelement 32 gelegt - dabei wird durch elastisches
Verdrängen der Widerstand der Lagerwulste 39 überwunden, welche bei vollständig eingesetzten
Zapfen 40 diese am Herausfallen aus den Haltebereichen 38 während der Montage hindern
- und das Sockelelement 32 gegenüber dem Stielbefestigungselement 28 derart ausgereichtet,
dass die Nocken 35' des Sockelelements 32 der Oberseite 16 des Kehrmittelhalters 14
zugewandt sind. Die Nocken 35' werden darauf in die Ausnehmungen 36 des Kehrmittelhalters
14 gesetzt und das Sockelelement 32 wird mittels einer Schraube, welche durch das
Schraubenloch 34 geführt und in den Kehrmittelhalter 14 geschraubt wird, mit diesem
fest verbunden.
[0030] Bei einer weiteren Ausbildung des Kehrgerätekopfs weist der Gelenkstielhalter nur
für die Arretierstellung oder für die Freigabestellung eine Einrastschnappverbindung
auf. Eine Ausbildung des Kehrgerätekopfs ohne eine Einrastschnappverbindung ist ebenfalls
möglich.
[0031] Bei einer weiteren Ausbildung des Kehrgerätekopfs ist das Sockelelement integral
mit dem Kehrmittelhalter geformt. Anstelle der zwei Zapfen am Stielbefestigungselement
kann beispielsweise ein Stift verwendet werden.
[0032] Ein Reinigungsgerät mit einem der oben beschriebenen Kehrgeräteköpfe weist einen
am Stielbefestigungselement des Gelenkstielhalters angebrachten Stiel auf. Der Stiel
weist für das in der Zeichnung gezeigte Ausführungsbeispiel des Kehrgerätekopfs 10
ein zum Innengewinde des Stielbefestigungselement 28 passendes Aussengewinde auf.
Der Stiel wird zum Reinigen in das Stielbefestigungselement 28 eingeschraubt. Für
die Lagerung des Reinigungsgerätes kann der Stiel beispielsweise aus Platzgründen
vom Kehrgerätekopf entfernt werden.
[0033] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel des Reinigungsgerätes ist das Stielbefestigungselement
fest am Reinigungsgerätes ist das Stielbefestigungselement fest am Stiel angebracht.
[0034] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel des Reinigungsgerätes ist das Arretierorgan
des Gelenkstielhalters mit einem am Stiel angeordneten Betätigungselement mechanisch
verbunden. Das Betätigungselement ist beispielsweise an einem dem Gelenkstielhalter
abgewandten Endbereich des Stiels angeordnet. Dadurch kann die Person, welche das
Reinigungsgerät bedient, das Arretierorgan von der Freigabestellung in die Arretierstellung
und auch wieder zurück drehen, ohne dass sie sich bücken oder den Kehrgerätekopf in
den Händen halten muss.
[0035] Ein Besen ist eine spezielle Ausführungsform eines der oben beschriebenen Reinigungsgeräte,
wobei an der Kehrmittelseite 20 des Kehrmittelhalters 14 ein Borstenbesatz 26 angebracht
ist.
[0036] Der Kehrmittelhalter kann an Stelle einer Beborstung andersartige Kehrmittel, wie
beispielsweise einen Gummischaber, aufweisen.
[0037] Der erfindungsgemässe Besen mit Gelenkstielhalter 12 weist gegenüber einem herkömmlichen
Besen mit einem bezüglich eines Kehrmittelhalters starr ausgerichteten Stiel verschiedene
Vorteile auf. In Freigabestellung des am Gelenkstielhalter 12 angeordneten Arretierorgans
30 ist der Stiel in einer Stielbewegungsebene, welche in Längsrichtung L des Kehrmittelhalters
14 verläuft und rechtwinklig zur Referenzebene 22 steht, schwenkbar. Dadurch wird
ein kontinuierliches Führen des Borstenbesatzes 26 über die zu reinigende Fläche vereinfacht,
wodurch sich auch die Reinigungsleistung des Besens erhöht. Für eine Person, welche
eine Fläche reinigt, wird die Arbeit dadurch erleichtert. Ein weiterer Vorteil des
erfindungsgemässen Besens mit dem Arretierorgan 30 in Freigabestellung ist, dass sich
Flächen, welche sich unterhalb von auf Füssen stehenden Möbeln oder an Möbel liegen,
besser reinigen lassen, da der Stiel des Besens sich in eine spitzwinklige Position
zur Längsrichtung L des Kehrmittelhalters 14 bringen lässt. Dadurch kann der Kehrmittelhalter
14 mit Borstenbesatz 26 besser unter beziehungsweise an die Möbel gebracht werden.
Mit dem Arretierorgan 30 des Gelenkstielhalters 12 in Arretierstellung kann der erfindungsgemässe
Besen wie ein herkömmlicher Besen verwendet werden.
[0038] Weiter ist es möglich, die Achse A in einem Winkel zur Referenzebene 22 vorzusehen,
sowie es denkbar ist, die Achse A in einem zu 90° unterschiedlichen Winkel zur Längsrichtung
L anzuordnen. Die Längsrichtung S kann - in Arretierstellung des Arretierorganes -
schräg (im Sinne von nicht rechtwinklig) zur Referenzebene 20 verlaufen.
1. Kehrgerätekopf (10) mit einem Kehrmittelhalter (14) und einem an diesem angeordneten
Gelenkstielhalter (12) zum Befestigen eines Stiels in einer bezüglich des Kehrmittelhalters
(14) veränderlichen Richtung, wobei der Gelenkstielhalter (12) ein am Kehrmittelhalter
(14) fest angeordnetes Sockelelement (32) und ein an dieses angelenktes Stielbefestigungselement
(28) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
der Gelenkstielhalter (12) ein Arretierorgan (30) aufweist, das von einer Freigabestellung
in eine Arretierstellung und zurück verbringbar ist, wobei in Freigabestellung das
Stielbefestigungselement (28) bezüglich des Sockelelements (32) beweglich ist und
in Arretierstellung das Stielbefestigungselement (28) in einer vorbestimmten Position
gegenüber dem Sockelelement (32) fixiert ist.
2. Kehrgerätekopf (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierorgan (30) hülsenartig ausgebildet und am Stielbefestigungselement (28)
um eine in Längsrichtung (S) des Steilbefestigungselements (28) verlaufende Drehachse
von der Freigabestellung in die Arretierstellung und zurück drehbar und in Längsrichtung
(S) des Stielbefestigungselements (28) zumindest nahezu unverschiebbar angeordnet
ist.
3. Kehrgerätekopf (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierorgan (30) zwei diametral zueinander gelegene Stützarme (76) aufweist,
wobei die Stützarme (76) mit ihren freien Enden in Arretierstellung an Arretierflächen
(44) des Sockelelements (32) abgestützt sind.
4. Kehrgerätekopf (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Sockelelement (32) zwei Anschläge (46) aufweist, welche bei einer Drehung der
Stützarme (76) von der Freigabestellung in die Arretierstellung des Arretierorgans
(30) eine Bewegung der Stützarme (76) über die Arretierflächen (44) hinweg verhindern.
5. Kehrgerätekopf (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierorgan (30) in der Freigabestellung und/oder in der Arretierstellung mittels
einer zwischen dem Stielbefestigungselement (28) und dem Arretierorgan (30) wirkenden
Einrastschnappverbindung (84, 86, 88) gegen ungewolltes Drehen gesichert ist.
6. Kehrgerätekopf (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkstielhalter (12) eine Ausrichtungsvorrichtung (48) aufweist, welche beim
Verbringen des Arretierorgans (30) von der Freigabestellung in die Arretierstellung
das Stielbefestigungselement (28) in die vorbestimmte Position bezüglich des Sockelelements
(32) bringt.
7. Kehrgerätekopf (10) nach Anspruch 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichtungsvorrichtung (48), in Richtung der Bewegung des Arretierorgans (30)
von der Freigabestellung in die Arretierstellung, den Arretierflächen (44) vorgelagerte
Rampen (50) aufweist, welche dazu bestimmt sind, mit den Stützarmen (76) zusammenzuwirken.
8. Kehrgerätekopf (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kehrmittelhalter (14) eine Referenzebene (22) und eine Längsrichtung (L) definiert,
das Stielbefestigungselement (28) am Sockelelement (32) um eine Achse (A) drehbar
angelenkt ist und diese Achse (A) zumindest nahezu parallel zur Referenzebene (22)
und zumindest nahezu rechtwinklig zur Längsrichtung (L) verläuft.
9. Kehrgerätekopf (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in Arretierstellung des Arretierorgans (30) die Längsrichtung (S) des Stielbefestigungselements
(28) wenigstens annähernd rechtwinklig zur Referenzebene (22) verläuft.
10. Kehrgerätekopf (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in Arretierstellung des Arretierorgans (30) die Längsrichtung (S) des Stielbefestigungselements
(28) schräg zur Referenzebene (22) verläuft.
11. Kehrgerätekopf (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Stielbefestigungselement (28), das Arretierorgan (30) und das Sockelelement (32)
Spritzgussteile, vorzugsweise aus Kunststoff, sind, und das Sockelelement (32) am
Kehrmittelhalter (14) befestigt oder an diesem angegossen ist.
12. Gelenkstielhalter (12) für einen Kehrgerätekopf (10) nach einem der Ansprüche 1 bis
8 mit einem Sockelelement (32) und einem an diesem angelenkten Stielbefestigungselement
(28), dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkstielhalter (12) ein Arretierorgan (30) aufweist, das von einer Freigabestellung
in eine Arretierstellung und zurück verbringbar ist, wobei in Freigabestellung das
Stielbefestigungselement (28) bezüglich des Sockelelements (32) beweglich ist und
in Arretierstellung das Stielbefestigungselement (28) in einer vorbestimmten Position
gegenüber dem Sockelelement (32) fixiert ist.
13. Gelenkstielhalter (12) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierorgan (30) hülsenartig ausgebildet und am Stielbefestigungselement (28)
um eine in Längsrichtung (S) des Steilbefestigungselements (28) verlaufende Drehachse
von der Freigabestellung in die Arretierstellung drehbar angeordnet und das Arretierorgan
(30) in Längsrichtung (S) des Stielbefestigungselements (28) zumindest nahezu unverschiebbar
ist,
dass das Arretierorgan (30) zwei diametral zueinander gelegene Stützarme (76) aufweist,
wobei die Stützarme (76) mit ihren freien Enden in Arretierstellung an Arretierflächen
(44) des Sockelelements (32) abgestützt sind,
dass das Sockelelement (32) zwei Anschläge (46) aufweist, welche bei einer Drehung
der Stützarme (76) von der Freigabestellung in die Arretierstellung des Arretierorgans
(30) eine Bewegung der Stützarme (76) über die Arretierflächen (44) hinweg verhindern,
dass das Arretierorgan (30) in der Freigabestellung und/oder in der Arretierstellung
mittels einer zwischen dem Stielbefestigungselement (28) und dem Arretierorgan (30)
wirkenden Einrastschnappverbindung (84, 86, 88) gegen ungewolltes Drehen gesichert
ist, und
dass das Sockelelement (32) zwei Rampen (50) aufweist, welche in Richtung der Bewegung
der Stützarme (76) von der Freigabestellung in die Arretierstellung des Arretierorgans
(30) je einer der Arretierflächen (44) vorgelagert ist und die Rampen (50) zusammen
mit den Stützarmen (76) beim Verbringen des Arretierorgans (30) von der Freigabestellung
in die Arretierstellung das Stielbefestigungselement (28) in die vorbestimmte Position
bezüglich des Sockelelements (32) bringen.
14. Reinigungsgerät mit einem Kehrgerätekopf (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 und
einem Stiel, welcher am Stielbefestigungselement (28) des Kehrgerätekopfs (10) angeordnet
ist.
15. Besen mit einem Kehrgerätekopf (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 und mit einem
am Stielbefestigungselement (28) angeordneten Besenstiel, wobei am Kehrgerätekopf
(10) auf einer dem Gelenkstielhalter (12) abgewandten Seite ein Borstenbesatz (26)
angebracht ist.