[0001] Die Erfindung betrifft eine Schlitzwandfräse mit einem Fräsrahmen, mindestens einem
Lagerschild, der am Fräsrahmen angeordnet ist, mindestens einer am Lagerschild angeordneten
Achse, mindestens einem Fräsrad mit einer Fräsradnabe, welche über mindestens ein
Lager drehbar an der Achse gelagert ist, einer Antriebseinrichtung zum drehenden Antreiben
des mindestens einen Fräsrades, einem oben am Lagerschild angeordneten Antriebsstrang
und mindestens einem zwischen dem Lagerschild und dem Fräsrad angeordneten Dichtungselement
zum Abdichten des Lagers gegenüber der Umgebung der Schlitzwandfräse.
[0002] Eine Schlitzwandfräse ist beispielsweise aus der DE 196 52 022 C2 bekannt. Bei dieser
bekannten Schlitzwandfräse ist ein Fräsradantrieb zum drehenden Antreiben der Fräsräder
oberhalb des Lagerschildes am Fräsrahmen angeordnet. Zur Drehmomentübertragung vom
Fräsradantrieb zu den Fräsrädern ist eine Antriebswelle vorgesehen, die in einem rohrartig
ausgebildeten Antriebsstrang im Lagerschild verläuft.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine besonders zuverlässige und wirtschaftlich betreibbare
Schlitzwandfräse anzugeben.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Schlitzwandfräse mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsbeispiele sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0005] Die erfindungsgemäße Schlitzwandfräse ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
eine Schmiereinrichtung zum Zuführen von Schmiermittel an das Dichtungselement vorgesehen
ist, und dass die Schmiereinrichtung eine Schmiermitteleinführöffnung aufweist, die
oberhalb des Fräsrades angeordnet ist.
[0006] Ein Grundgedanke der Erfindung kann darin gesehen werden, eine Schmiereinrichtung
zum Schmieren des Dichtungselementes vorzusehen, wobei die Schmiereinrichtung eine
Einführöffnung für Schmiermittel aufweist, die in einem von der Fräsradnabe beabstandeten
Bereich angeordnet ist. Eine solche Anordnung der Schmiermitteleinführöffnung ist
insbesondere dann vorteilhaft, wenn das Dichtungselement vom Fräsrad und/oder vom
Lagerschild zur Umgebung hin überdeckt wird. Wird in diesem Fall eine Schmiereinrichtung,
beispielsweise ein Schmiernippel, mit einer Schmiermitteleinführöffnung unmittelbar
am Dichtungselement vorgesehen, so ist es zum Zuführen von frischem Schmiermittel
erforderlich, das Fräsrad von der Fräsradnabe zumindest teilweise zu demontieren,
was mit unerwünschten Stillstandszeiten und einem vergleichsweise hohen Arbeitaufwand
einhergeht. Im Gegensatz hierzu kann bei der erfindungsgemäßen Anordnung der Schmiermitteleinführöffnung
Schmiermittel ohne Demontage des Fräsrades und/oder des Lagerschildes in die Schmiereinrichtung
eingeführt werden, wodurch ein besonders wenig arbeitsaufwändiger und somit wirtschaftlicher
Betrieb der Schlitzwandfräse ermöglicht wird. Darüber hinaus erlaubt die erfindungsgemäße
Anordnung der Schmiermitteleinführöffnung auch eine kontinuierliche Zufuhr von Schmiermittel
in die Schmiereinrichtung, wodurch eine besonders zuverlässige Schmierung des Dichtungselementes
und somit ein besonders zuverlässiger Fräsbetrieb ermöglicht wird. Erfindungsgemäß
kann das Schmiermittel bei drehendem Getriebe und/oder Fräsrad, insbesondere im Fräsbetrieb,
zugeführt werden, was eine besonders gleichmäßige Verteilung des Schmiermittels am
Dichtungselement auch bei geringen Einpressdrücken ermöglicht. Örtliche Überlastungen
am Dichtungselement können dadurch weitgehend vermieden werden. Bei dem Schmiermittel
kann es sich beispielsweise um ein Öl und/oder um ein Fett handeln.
[0007] Unter dem Antriebsstrang kann erfindungsgemäß insbesondere eine zwischen dem Fräsrahmen
und dem Lagerschild angeordnete Einrichtung verstanden werden, die zum Zuführen von
Antriebsenergie vom Fräsrahmen an das Fräsrad dient. Hierzu kann im Antriebsstrang
beispielsweise eine Antriebswelle vorgesehen sein, die einen am Fräsrahmen angeordneten
Antriebsmotor mit dem Fräsrad verbindet. Alternativ oder zusätzlich können im Antriebsstrang
auch Hydraulikdruckleitungen zur Versorgung eines am Lagerschild angeordneten Antriebsmotors
für das Fräsrad vorgesehen sein. Der Antriebsstrang kann als Ausnehmung, beispielsweise
als Bohrung, im Lagerschild ausgebildet sein.
[0008] Eine konstruktiv besonders einfache Schlitzwandfräse ist nach der Erfindung dadurch
gegeben, dass die Schmiereinrichtung zumindest einen Schmiermittelzuführkanal aufweist,
an dem endseitig die Schmiermitteleinführöffnung angeordnet ist, wobei der Schmiermittelzuführkanal
bevorzugt zumindest abschnittsweise entlang des Antriebsstranges verläuft. Bei einer
besonders einfach herzustellenden Schlitzwandfräse weist der Schmiermittelzuführkanal
eine Bohrung auf, die in den Lagerschild eingebracht ist. Vorteilhafterweise erstreckt
sich die Bohrung dabei vom Umfang des Lagerschildes in Richtung auf die Achse. An
der Schmiermitteleinführöffnung kann eine Anschlusseinrichtung für eine Schmiermittelfördereinrichtung,
beispielsweise eine Pumpe, vorgesehen sein. Insbesondere kann die Anschlusseinrichtung
als Schlauchanschluss zum Anschluss eines Schmiermittelschlauches ausgebildet sein.
[0009] Der Schmiermittelzuführkanal kann insbesondere achsparallel zum Antriebsstrang angeordnet
sein, welcher beispielsweise im Querschnitt zumindest abschnittsweise kreisrund, viereckig
oder sechseckig ausgebildet sein kann. Für einen besonders einfachen Zugang zur Schmiermitteleinführöffnung
kann jedoch bevorzugt vorgesehen sein, dass der Schmiermittelzuführkanal einen spitzen
Winkel mit dem Antriebsstrang einschließt. Vorzugsweise beträgt dieser Winkel zwischen
10 und 45°, bevorzugt zwischen 18 und 28°, insbesondere 22,5°. Um die Zugänglichkeit
der Schmiermitteleinführöffnung weiter zu verbessern, ist vorzugsweise vorgesehen,
dass diese unterhalb einer Stirnseite des Rahmens angeordnet ist.
[0010] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass die Schmiermitteleinführöffnung
am Umfang des Lagerschildes angeordnet ist. Durch eine solche Anordnung der Schmiermitteleinführöffnung
wird die Schmiermittelzufuhr in den Schmiermittelzuführkanal und somit an das Dichtungselement
weiter vereinfacht. Unter dem Umfang des Lagerschildes kann erfindungsgemäß eine Außenseite
des Lagerschildes verstanden werden, die den Lagerschild, insbesondere um eine Drehachse
des mindestens einen Fräsrades herum, umläuft. Das Lagerschild kann auch als Frässchild
bezeichnet werden.
[0011] Eine besonders zuverlässige Schlitzwandfräse ist dadurch gekennzeichnet, dass die
Schmiereinrichtung zumindest einen bevorzugt zumindest annähernd parallel zur Achse
verlaufenden Schmiermittelauslaufkanal aufweist, an dem endseitig und insbesondere
oberhalb des Dichtungselementes eine Auslauföffnung für das Schmiermittel vorgesehen
ist. Der Schmiermittelauslaufkanal steht geeigneterweise mit dem Schmiermittelzuführkanal
und/oder der Schmiermitteleinführöffnung in Leitungsverbindung. Vorteilhafterweise
ist die Auslauföffnung in einem oberen Bereich des Lagerschildes oberhalb der Achse
angeordnet. Bei einer solchen Anordnung kann sich das Schmiermittel beim Betrieb des
Fräsrades besonders wirksam am Dichtungselement verteilen und somit eine besonders
gute Schmierung gewährleisten. Grundsätzlich kann die Auslauföffnung für das Schmiermittel
außerhalb eines Dichtraumes, d.h. außerhalb eines solchen Raumes vorgesehen sein,
der durch das Dichtungselement von der Umgebung der Schlitzwandfräse abgetrennt wird.
In diesem Dichtraum ist das mindestens eine Lager angeordnet. Die Auslauföffnung kann
aber auch innerhalb des Dichtraums angeordnet sein. Sofern sich die Auslauföffnung
außerhalb des Dichtraums befindet, ist diese geeigneterweise in einem oberen Bereich
des Dichtungselementes vorgesehen. Ist die Auslauföffnung hingegen im Inneren des
Dichtraums vorgesehen, so ist diese geeigneterweise in einem unteren Bereich des Dichtungselementes
angeordnet. Der Schmiermittelauslaufkanal weist vorteilhafterweise eine Bohrung auf,
die für besonders kurze Leitungswege geeigneterweise zumindest annähernd parallel
zur Achse des Lagerschildes verläuft.
[0012] Besonders vorteilhaft ist es, dass zwischen dem Schmiermittelzuführkanal und dem
Schmiermittelauslaufkanal ein stufenartig ausgebildeter Schmiermittelzwischenkanal
angeordnet ist. Der Schmiermittelzwischenkanal kann mehrere, insbesondere bereichsweise
verschlossene Bohrungen aufweisen, die ineinander einmünden. Durch die stufenartige
Ausbildung des Schmiermittelzwischenkanals kann dieser von Antriebseinrichtungen und/oder
dem Getriebe des Lagerschildes beabstandet vorgesehen werden. Vorteilhafterweise verläuft
der Schmiermittelzwischenkanal abschnittsweise parallel zum Schmiermittelzuführkanal
und/oder dem Schmiermittelauslaufkanal.
[0013] Zum Zuführen von Antriebsenergie an das Fräsrad können am Antriebsstrang beispielsweise
elektrische Leitungen, hydraulische Leitungen und/oder sonstige Druckmittelleitungen
vorgesehen sein. In diesem Fall kann der Antriebsmotor am, insbesondere im Lagerschild
vorgesehen sein. Besonders bevorzugt ist es jedoch, dass im Antriebsstrang eine Antriebswelle
zum drehenden Antreiben des mindestens einen Fräsrades vorgesehen ist. In diesem Fall
kann der Antriebsmotor für die Fräsräder vom Lagerschild beabstandet, insbesondere
am Fräsrahmen vorgesehen sein, wobei die Antriebswelle zur Drehmomentübertragung vom
Antriebsmotor zum Fräsrad dient. Gemäß dieser Ausführungsform kann der Lagerschild
besonders kompakt ausgeführt werden.
[0014] Für eine besonders effektive Schmierung ist die Auslauföffnung bevorzugt länglich,
insbesondere ringsegmentartig oder ringartig am Dichtungselement entlang ausgeführt.
Es können auch mehrere Auslauföffnungen am Dichtungselement vorgesehen werden.
[0015] Eine besonders kostengünstige und zuverlässige Schlitzwandfräse kann dadurch erhalten
werden, dass das Dichtungselement zwischen dem Lagerschild und der Fräsradnabe angeordnet
ist. Gemäß dieser Ausführungsform kann das Dichtungselement besonders klein und somit
kostengünstig gehalten werden. Daneben sind auch der Dichtraum und die Dichtfläche
besonders klein, was die Zuverlässigkeit der erfindungsgemäßen Schlitzwandfräse weiter
erhöht. Das Dichtungselement kann grundsätzlich aber auch im Bereich des Fräsradumfanges
vorgesehen sein.
[0016] Besonders vorteilhaft ist es, dass das Dichtungselement mindestens einen Dichtring
aufweist, der bevorzugt koaxial zur Achse angeordnet ist. Das Dichtungselement kann
beispielsweise als Lamellendichtung oder Labyrinthdichtung ausgebildet sein.
[0017] Die Zuverlässigkeit der erfindungsgemäßen Schlitzwandfräse kann weiter dadurch erhöht
werden, dass das Dichtungselement zumindest zwei, insbesondere stirnseitig gegenüberliegende
Dichtringe aufweist, von denen einer am Fräsrad und der andere am Lagerschild angeordnet
ist. Gemäß dieser Ausführungsform sind also zwei korrespondierende Dichtringe vorgesehen,
die beim Betrieb der Schlitzwandfräse aneinander anliegen. Grundsätzlich können die
Dichtringe aber auch gegeneinander versetzt vorgesehen sein. Es können auch weitere
Dichtringe vorgesehen sein.
[0018] Ein besonders schneller Fräsvortrieb kann dadurch erhalten werden, dass beiderseits
des Lagerschildes jeweils ein Fräsrad, insbesondere koaxial, vorgesehen ist, wobei
jedes Fräsrad eine eigene Schmiereinrichtung aufweist. Geeigneterweise weist die Schlitzwandfräse
zwei oder vier solcher Lagerschilde mit jeweils zwei Fräsrädern auf. Vorteilhafterweise
sind dabei zwei Lagerschilde bodenseitig am Fräsrahmen und fakultativ zwei weitere
Fräsräder oberseitig am Fräsrahmen vorgesehen. Grundsätzlich können aber beliebig
viele Fräsräder vorgesehen sein. Neben vollständig separaten Schmiereinrichtungen
für die Fräsräder können die Schmiereinrichtungen auch gemeinsame Elemente, beispielsweise
einen gemeinsamen Schmiermittelzuführkanal und/oder eine gemeinsame Schmiermitteleinführöffnung,
aufweisen.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert,
die schematisch in den Figuren dargestellt sind. In den Figuren zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt einer erfindungsgemäßen Schlitz-wandfräse;
- Fig. 2
- einen Längsschnitt C-C der Schlitzwandfräse aus Fig. 1;
- Fig. 3
- einen Längsschnitt D-D der Schlitzwandfräse aus Fig. 1;
- Fig. 4
- einen Längsschnitt E-E der Schlitzwandfräse aus Fig. 1; und
- Fig. 5
- einen Längsschnitt E-E einer weiteren Schlitzwandfräse im Detail.
[0020] Gleich wirkende Elemente sind in allen Figuren durchgängig mit denselben Bezugszeichen
gekennzeichnet.
[0021] Schematische Ansichten einer erfindungsgemäßen Schlitzwandfräse sind in Fig. 1 bis
4 dargestellt. Die Schlitzwandfräse weist einen Lagerschild 10 auf, an dem beiderseits
jeweils eine Achse 19, 19' hervorsteht. An diesen Achsen 19, 19', die koaxial angeordnet
sind, ist jeweils ein nur abschnittsweise dargestelltes Fräsrad 20, 20' mit je einer
Fräsradnabe 21, 21' drehbar gelagert.
[0022] Die Achsen 19 und 19' sind jeweils an Achselementen 18, 18' ausgebildet, die beiderseits
des Lagerschildes 10 an diesem angeschraubt sind. Die schalenartigen Achselemente
18, 18' weisen dabei kreisringartige und hülsenartige Abschnitte auf, die stufenartig
miteinander verbunden sind. Zum Befestigen der Achselemente 18, 18' am Lagerschild
10 sind in den Achselementen 18, 18' Bohrungen 91 vorgesehen, die mit Bohrungen 92
im Lagerschild 10 korrespondieren.
[0023] An seinem oberen Ende weist der Lagerschild 10 einen rohrartig ausgebildeten Antriebsstrang
12 auf. Der Antriebsstrang 12 dient dabei zur Energiezufuhr zum drehenden Antreiben
der Fräsräder 20, 20'. An seinem oberen Ende ist der Lagerschild 10 an einem lediglich
abschnittsweise dargestellten Fräsrahmen 1 der Schlitzwandfräse befestigt. Im Inneren
des Antriebsstranges 12 verläuft eine Antriebswelle 80, die von einem am Fräsrahmen
1 angeordneten Antriebsmotor 2 betrieben wird, und die von diesem ein Drehmoment über
ein im Lagerschild 10 angeordnetes Getriebe 25 an die Fräsräder 20, 20' weitergibt.
Alternativ kann der Antriebsmotor auch am Lagerschild 10 angeordnet sein, wobei dann
durch den Antriebsstrang 12 Hydraulikleitungen zur Energieversorgung des Antriebsmotors
laufen können.
[0024] Im Folgenden wird die Ausführung der Fräsräder 20, 20', ihre Lagerung sowie die zugehörige
Lagerdichtung und Lagerschmierung beispielhaft für das Fräsrad 20 beschrieben. Die
entsprechenden Einrichtungen für das Fräsrad 20' sind analog ausgebildet.
[0025] Zur Lagerung der Fräsradnabe 21 des Fräsrades 20 an der Achse 19 des Lagerschildes
10 sind zwei nebeneinander angeordnete Lager 31 und 32 vorgesehen, die beispielsweise
als Rollenlager ausgeführt sein können. Zur Abdichtung der Lager 31, 32 gegenüber
der Umgebung der Schlitzwandfräse, insbesondere gegenüber Stützflüssigkeit in den
zu erstellenden Schlitzen, sind zwei als Dichtringe ausgebildete Dichtungselemente
41 und 42 vorgesehen. Das Dichtungselement 41 ist dabei in die Fräsradnabe 21 eingelassen
und das Dichtungselement 42 am Lagerschild 10 angeordnet. Die beiden Dichtungselemente
41, 42 sind axial unmittelbar nebeneinander angeordnet und liegen zum Abdichten aneinander
an.
[0026] Zum Schmieren der beiden Dichtungselemente 41, 42 ist eine Schmiereinrichtung vorgesehen.
Wie insbesondere im Ausführungsbeispiel der Fig. 5 zu erkennen ist, weist diese Schmiereinrichtung
eine Auslauföffnung 61 für Schmiermittel auf, die oberhalb der beiden Dichtungselemente
41, 42, d.h. seitens des Fräsrahmens 1, am Lagerschild 10 vorgesehen ist. Die Auslauföffnung
61 ist dabei außerhalb eines durch die Dichtungselemente 41, 42 im Inneren der Fräsradnabe
21 gebildeten Dichtraumes vorgesehen.
[0027] An die Auslauföffnung 61 schließt sich ein Schmiermittelauslaufkanal 63 an, der etwa
achsparallel zur Achse 19 in ein ringartiges Haltelement 44 hinein verläuft, das zur
Halterung des Dichtelements 42 dient. Von dort verläuft der Schmiermittelauslaufkanal,
weiterhin etwa achsparallel zur Achse 19, in das Achselement 18.
[0028] Im Achselement 18 mündet der Schmiermittelauslaufkanal 63 in einen etwa senkrecht
zur Achse 19 verlaufenden Kanal 72. Dieser vertikal verlaufende Kanal 72 ist durch
eine nach außen mit einem Verschluss 75 verschlossene Bohrung im Achselement 18 gebildet.
[0029] Der Kanal 72 mündet seinerseits in einen etwa achsparallel zur Achse 19 verlaufenden
Kanal 71 ein. Der horizontal verlaufende Kanal 71 ist dabei sowohl im Achselement
18 als auch im Frässchild 10 vorgesehen. Die Kanäle 71, 72 können zusammen auch als
Schmiermittelzwischenkanal 70 bezeichnet werden. Die beiden Kanäle 71, 72 bilden im
Inneren des Achselement 18, oberhalb des Getriebes 25, eine stufenförmige Anordnung.
[0030] Der Kanal 71 seinerseits mündet wiederum in einen Schmiermittelzuführkanal 53 ein,
der sich im inneren des Lagerschildes 10 nach oben erstreckt. Der Schmiermittelzuführkanal
53 verläuft dabei am Antriebsstrang 12 entlang nach oben und schließt dabei mit diesem
Antriebsstrang 12 einen Winkel α von 22,5° ein. Am oberen Ende des Antriebsstranges
12 endet der Schmiermittelzuführkanal 53 in einer Schmiermitteleinführöffnung 51,
an der beispielsweise ein Schlauchanschluss vorgesehen sein kann. Die Schmiermitteleinführöffnung
51 ist dabei außenseitig an der Schlitzwandfräse, unterhalb des Fräsrahmens 1 am Umfang
9 des Frässchildes 10, d.h. an dessen umlaufender Außenfläche angeordnet.
[0031] Die Kanäle 53, 71, 72, 63 dienen der Zufuhr von Schmiermittel an die beiden Dichtungselemente
41, 42. Das Schmiermittel kann dabei im Bereich des Fräsrahmens 1 in die Schmiermitteleinführöffnung
51 eingeführt werden und wird durch die Kanäle 53, 71, 72, 61 zu den Dichtungselementen
41, 42 geleitet. Die Schmiermitteleinführöffnung 51 ist dabei in einem von den Fräsrädern
20, 20' beabstandeten Bereich oben am Frässchild 10 vorgesehen, so dass die Fräsräder
20, 20' zur Schmiermittelzufuhr nicht demontiert werden müssen.
[0032] Das Fräsrad 20 der Fig. 5 weist einen zylindermantelartigen Mantelabschnitt 28 auf,
an dem umfangsseitig Fräs- und Mischzähne 29 zum Abarbeiten und Durchmischen von anstehendem
Bodenmaterial angeordnet sind. Der Mantelabschnitt 28 verläuft koaxial zur Fräsradnabe
19 und deckt die Dichtungselemente 41, 42 zur Umgebung der Schlitzwandfräse hin radial
ab. Das Fräsrad 20' ist in analoger Weise ausgebildet.
1. Schlitzwandfräse mit
- einem Fräsrahmen (1),
- mindestens einem Lagerschild (10), der am Fräsrahmen (1) angeordnet ist,
- mindestens einer am Lagerschild (10) angeordneten Achse (19, 19'),
- mindestens einem Fräsrad (20, 20') mit einer Fräsradnabe (21, 21'), welche über
mindestens ein Lager (31, 32) drehbar an der Achse (19, 19') gelagert ist,
- einer Antriebseinrichtung zum drehenden Antreiben des mindestens einen Fräsrades
(20, 20'),
- einem oben am Lagerschild (10) angeordneten Antriebsstrang (12) und
- mindestens einem zwischen dem Lagerschild (10) und dem Fräsrad (20, 20') angeordneten
Dichtungselement (41, 42) zum Abdichten des Lagers (31, 32) gegenüber der Umgebung
der Schlitzwandfräse,
dadurch gekennzeichnet ,
- dass mindestens eine Schmiereinrichtung zum Zuführen von Schmiermittel an das Dichtungselement
(41, 42) vorgesehen ist, und
- dass die Schmiereinrichtung eine Schmiermitteleinführöffnung (51) aufweist, die oberhalb
des Fräsrades (20, 20') angeordnet ist.
2. Schlitzwandfräse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Schmiereinrichtung zumindest einen Schmiermittelzuführkanal (53) aufweist, an
dem endseitig die Schmiermitteleinführöffnung (51) angeordnet ist, wobei der Schmiermittelzuführkanal
(53) zumindest abschnittsweise entlang des Antriebsstranges (12) verläuft.
3. Schlitzwandfräse nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schmiermittelzuführkanal (53) einen spitzen Winkel (α) mit dem Antriebsstrang
(12) einschließt.
4. Schlitzwandfräse nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schmiermitteleinführöffnung am Umfang (9) des Lagerschildes, insbesondere unterhalb
einer Stirnseite des Fräsrahmens (1), angeordnet ist.
5. Schlitzwandfräse nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schmiereinrichtung zumindest einen bevorzugt zumindest annähernd parallel zur
Achse (19, 19') verlaufenden Schmiermittelauslaufkanal (63) aufweist, an dem endseitig
und insbesondere oberhalb des Dichtungselementes (41, 42) eine Auslauföffnung (61)
für das Schmiermittel vorgesehen ist.
6. Schlitzwändfräse nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Schmiermittelzuführkanal (53) und dem Schmiermittelauslaufkanal (63)
ein stufenartig ausgebildeter Schmiermittelzwischenkanal (70) angeordnet ist.
7. Schlitzwandfräse nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dichtungselement (41, 42) zwischen dem Lagerschild (10) und der Fräsradnabe (21,
21') angeordnet ist.
8. Schlitzwandfräse nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dichtungselement (41, 42) mindestens einen Dichtring aufweist, der bevorzugt
koaxial zur Achse (19, 19') angeordnet ist.
9. Schlitzwandfräse nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dichtungselement (41, 42) zumindest zwei, insbesondere stirnseitig gegenüberliegende,
Dichtringe aufweist, von denen einer am Fräsrad (20, 20') und der andere am Lagerschild
(10) angeordnet ist.
10. Schlitzwandfräse nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass beidseits des Lagerschildes (10) jeweils ein Fräsrad (20, 20'), insbesondere koaxial,
vorgesehen ist, wobei jedes Fräsrad (20, 20') eine eigene Schmiereinrichtung aufweist.