[0001] Die Erfindung betrifft eine Niedertemperatur Stirling-Vorrichtung zur Raumklimatisierung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Nach dem Stirling-Prinzip arbeitende Wärmekraftmaschinen, Wärmepumpen oder Kühlaggregate
sind bekannt. Derartige Vorrichtungen basieren auf einem thermodynamischen Kreisprozess,
der zwischen zwei annähernd isochoren und zwei annähernd isothermischen Zustandsänderungen
ausgeführt wird. Je nach der Richtung, in der dieser Kreisprozess durchlaufen wird,
wirkt die darauf aufbauende Vorrichtung als Wärmekraftmaschine zur Umsetzung von Wärmeenergie
in Bewegungsenergie oder als mechanisch getriebene Wärmepumpe zum Heizen oder Kühlen
der Umgebung. Diese Art von Wärmekraftmaschine wird als Stirling-Motor bezeichnet,
während die Konfiguration als Wärmepumpe in der Tieftemperatur- und Kryotechnik eine
breite technische Anwendung erfährt.
[0003] Hinsichtlich ihrer Bauweise lassen sich im wesentlichen drei Hauptarten von Stirling-Vorrichtungen
unterscheiden. Beim sogenannten alpha-Typ sind je ein Arbeits- und ein Verdrängerkolben
in einem eigenen Zylinder untergebracht und bewegen sich periodisch mit einem Phasenversatz
von 90°. Die beiden Zylinder sind über einen inneren Wärmespeicher, den sogenannten
Regenerator, miteinander verbunden, während der Phasenversatz zwischen den Stellungen
beider Zylinder prinzipiell durch eine rechtwinklige Stellung der Längsachsen beider
Zylinder und durch einen gemeinsamen Kurbelantrieb für beide Kolben gewährleistet
ist.
[0004] Bei einem sogenannten beta-Typ laufen sowohl der Verdrängerkolben, als auch der Arbeitskolben
in einem gemeinsamen Zylinder, wobei einer der beiden Kolben, insbesondere der Verdrängerkolben,
den Regenerator enthält. Dieser Typ einer Stirling-Vorrichtung zeichnet sich durch
eine gegenüber dem alpha-Typ stark vereinfachte Bauweise aus. Für diesen Typ sind
auch sogenannte Freischwinger-Konstruktionen bekannt, bei denen beide Kolben sich
ohne mechanische Stelleinrichtungen allein durch das Arbeitsmedium bewegen.
[0005] Bei einem sogenannten gamma-Typ sind wie beim alpha-Typ die beiden Kolben in verschiedenen
Zylindern untergebracht, wobei der Regenerator sich aber nicht zwischen den beiden
Zylindern befindet. Eine derartige Vorrichtung ist auch unter der Bezeichnung split-Stirling
bekannt. Der beta-Typ und vor allem auch der gamma-Typ können auch als doppeltwirkende
Stirling-Vorrichtungen ausgeführt sein, bei der ein oder beide Kolben vom Arbeitsmedium
beidseitig beaufschlagt werden kann. In Verbindung mit der beta-Konfiguration wird
insbesondere bei der Anwendung der Stirling-Vorrichtung als Wärmepumpe die Verwendung
von Linearantrieben vorgeschlagen. Nähere Angaben dazu lassen sich beispielsweise
aus den Druckschriften J 2003172554 A bzw. J 2000314570 A entnehmen.
[0006] Jede der genannten Grundkonfigurationen kann sowohl als Wärmekraftmaschine, als auch
als Wärmepumpe verwendet werden. So wird beispielsweise von der Firma Stirling Thermal
Motor Inc. / USA ein Kühlschrankantrieb auf der Basis des Stirling-Prozesses beschrieben,
während die Firma Sunpower /USA einen Freikolben-Stirling-Motor zur Gewinnung elektrischer
Energie aus solarer Wärmeenergie und Vermittlung einer Stirling-Wärmekraftmaschine
beschreibt.
[0007] Der Stirling-Prozess bzw. die darauf beruhenden Vorrichtungen lassen sich prinzipiell
mit jedem gasförmigen Arbeitsmedium, beispielsweise mit Luft, ausführen, sie sind
daher umweltfreundlich, kostengünstig und theoretisch prinzipiell aufwandsarm und
vielseitig einsetzbar. Trotzdem sind Stirling-Systeme bislang auf typische Nischenanwendungen,
etwa im Kryobereich bei tiefen Temperaturen oder bei speziellen Antrieben, beispielsweise
im Bereich der Energiegewinnung beschränkt. Niedrigtemperatur-Vorrichtungen zur Raumklimatisierung,
die auf dem Stirling-Prinzip beruhen, sind bislang unbekannt, sodass in diesem Bereich
auf teure konventionelle Systeme zurückgegriffen werden muss, die beispielsweise die
Konzeption von Niedrigenergiebauten unnötig verteuert.
[0008] So weisen Niedrigenergiehäuser mit einer Grundfläche von 100 bis 180 m
2 bei einer Außentemperatur von -15°C einen Wärmebedarf von 4 bis 8 kW auf, wobei durchschnittlich
4 bis 8 Räume zu heizen sind. Bei großen Glasflächen bewegt sich die im Sommer anfallende
Kühllast in einer vergleichbaren Größenordnung. Bei einem Heizbetrieb ergibt sich
somit ein mittlerer Wärmebedarf von 1000 Watt je Raum.
[0009] Bei der Verwendung konventioneller Wärmepumpen, die wahlweise als Kühl- bzw. Heizsystem
betrieben werden sollen, sind sogenannte Wandheizsysteme zwingend notwendig. Derartige
Systeme sind teurer als herkömmliche Fußbodenheizungen. Für eine installierte konventionelle
Luft-Wärmepumpe mit einer Heizleistung von 8kW müssen mit Fußbodenheizung bei einer
Grundfläche von 120 m
2 ca. 20000 Euro veranschlagt werden. Eine zusätzliche Kühlfunktion führt zu einem
zusätzlichen Mehrpreis von ca. 5000 Euro. Es ist verständlich, dass derartige Kosten
nachhaltig zu reduzieren sind.
[0010] Ein weiterer Nachteil konventioneller Klimaanlagen, die insbesondere als preiswerte,
nur zum Kühlen geeignete Splitsysteme ausgebildet sind, besteht in deren Größe. Bei
derartigen Splitsystemen bläst ein äußerer Teil, beispielsweise ein Kondensor, Abwärme
in die Umgebung. Der innere Teil arbeitet als Konvektor, der die darin umgewälzte
Raumluft kühlt. Beide Teile sind durch Rohrleitungen miteinander verbunden. Bei einer
Kühlleistung von ca. 2kW ist eine Baugröße von mindestens 100 Litern notwendig, die
eine Wandintegration praktisch unmöglich macht. Das mit 30 bis 60kg recht schwere
Außenteil muss hierbei auf Konsolen montiert werden, das Innenteil hängt an der Innenwand,
wobei beide Teile von einem Fachmann montiert werden müssen. Insgesamt kostet die
Installation derartiger Vorrichtungen mindestens 1000 Euro, wobei die Vorrichtung
nur zum Kühlen der Innenluft, aber nicht zum Heizen geeignet ist.
[0011] Es besteht somit die Aufgabe, eine Niedrigtemperatur Vorrichtung zur Raumklimatisierung
anzugeben, die die Vorteile des Stirling-Prinzips, insbesondere dessen Umweltfreundlichkeit,
einfache Konstruktion und wahlweisen Betrieb als Kühl- oder Heizeinrichtung für eine
Raumklimatisierung im Niedrigtemperaturbereich anwendbar macht und somit die Nachteile
konventioneller Klimatisierungsvorrichtungen beseitigt.
[0012] Die Aufgabe wird mit einer Niedertemperatur Stirling-Vorrichtung zur Raumklimatisierung
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, wobei die Unteransprüche zweckmäßige bzw.
vorteilhafte Ausgestaltungen enthalten.
[0013] Die Niedertemperatur Stirling Vorrichtung zur Raumklimatisierung ist erfindungsgemäß
durch mindestens zwei Arbeitszylinder mit jeweils einer innerhalb des Arbeitszylinders
mittels eines Linearantriebs bewegten Doppelkolbenanordnung und mindestens zwei Regeneratoren
in einer gefalteten Gamma-Konfiguration gekennzeichnet, bei der die Warmseiten der
jeweiligen Arbeitszylinder auf einer ersten Seite der gefalteten Gamma-Konfiguration
und die Kaltseiten der Arbeitszylinder sich auf einer der ersten Seite entgegengesetzt
liegenden zweiten Seite der gefalteten Gamma-Konfiguration befinden.
[0014] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird konstruktiv zunächst von einer Stirling-Vorrichtung
in einer ersten Alpha-Konfiguration ausgegangen, bei der jeweils zwei Zylinder über
einen Regenerator miteinander verbunden sind. Jeder der beiden Zylinder weist einen
Kolbenkopf auf, wobei die beiden Kolbenköpfe das Arbeitsmedium von dem einen Zylinder
über den Regenerator in den zweiten Zylinder gemäß dem Ablauf des Stirling-Prozesses
verschieben. Zur konstruktiven Herausbildung der Gamma-Konfiguration wird jeder der
beiden Kolbenköpfe spiegelbildlich durch einen zweiten Kolbenkopf ergänzt, der starr
mit dem ersten Kolbenkopf verbunden ist. Diese beiden zweiten Kolbenköpfe treiben
quasi eine spiegelbildlich zur ersten Alpha-Konfiguration angeordnete zweite Alpha-Konfiguration
an, bei der die beiden Zylinder über einen zweiten Regenerator mit einem zweiten Volumen
des Arbeitsmediums verbunden sind. Die beiden miteinander verbundenen Kolbenköpfe
bilden jeweils die Doppelkolben der Erfindung aus, während die Zylinder, in denen
sich die Bewegung der Doppelkolben vollzieht, als Arbeitszylinder der Erfindung bezeichnet
werden. Jeder der Arbeitszylinder weist gemäß der Stirling-Prozesse in den beiden
ursprünglichen Alpha-Konfigurationen eine Warmseite und eine Kaltseite auf. Die erfindungsgemäße
gefaltete Gamma-Konfiguration entsteht konstruktiv dadurch, dass die Arbeitszylinder
in einer geeigneten Weise so orientiert werden, dass deren Warmseiten in eine erste
Richtung und deren Kaltseiten in eine zweite entgegengesetzte Richtung zeigen. Die
Bewegungen der Doppelkolben werden mit Hilfe von Linearantrieben ausgeführt. Im Ergebnis
ergibt sich somit eine Vorrichtung, die eine "warme" und eine "kalte" Oberfläche aufweist,
die also auf der einen Seite kühlt und auf der anderen heizt und somit als Wärmepumpe
wirkt. Dabei ergibt sich die Warmseite bzw. die Kaltseite der Vorrichtung ausschließlich
aus den Bewegungen der Doppelkolben innerhalb der Arbeitszylinder, insbesondere aus
dem Vorzeichen ihres Phasenversatzes, das prinzipiell beliebig gewählt werden kann.
Das bedeutet, dass die so gebildete Vorrichtung je nach Erfordernis einem gegebenen
Raum eine "warme" oder "kalte" Seite zukehrt und diesen also entweder heizt oder kühlt.
Die Vorrichtung vereint somit eine große Anwendungsvariabilität mit den oben genannten
Vorteilen von Stirling-Vorrichtungen.
[0015] In einer vorteilhaften Ausführungsform bilden die Arbeitszylinder und die Regeneratoren
einen integrierten Block im wesentlichen parallel zueinander orientierter Komponenten,
wobei der Block eine Kaltseite mit einer ersten Wärmeaustauschfläche und eine entgegengesetzt
liegende Warmseite mit einer zweiten Wärmeaustauschfläche aufweist.
[0016] Die gefaltete Gamma-Konfiguration bildet damit eine Ausführungsform, die als in sich
geschlossene modulare Einheit in geeignete vorgegebene Konstruktionen eingefügt werden
kann.
[0017] Vorteilhafterweise weisen die Arbeitszylinder und/oder die Regeneratoren offene,
unmittelbar auf eine Anordnung von zwischen einem Arbeitszylinder und einem Regenerator
verlaufenden Strömungskanälen der ersten bzw. zweiten Wärmeaustauschfläche aufsitzende
Stirnflächen auf.
[0018] Durch diese Ausgestaltung entfallen sämtliche Rohrleitungen zwischen den Arbeitszylindern
und den jeweiligen Regeneratoren. Die Leitung des Arbeitsmediums wird unmittelbar
von den Strömungskanälen der Wärmeaustauschflächen ausgeführt, wobei ein gleichzeitig
intensiver, aber auch zeitlich maximal beschränkter Wärmekontakt zwischen Arbeitsmedium
und Wärmeaustauschfläche gewährleistet wird.
[0019] Zweckmäßigerweise ist die erste und/oder die zweite Wärmeaustauschfläche als eine
Lamellenanordnung mit unmittelbar auf die Lamellenanordnung aufgesetzten Regeneratoren
und Arbeitszylindern ausgebildet. Bei dieser Ausführungsform tritt das Arbeitsmedium
direkt in die Lamellenbahnen ein und fließt vom/zum Arbeitszylinder zum/vom Regenerator.
[0020] Der Linearantrieb für die Doppelkolben besteht bei einer Ausführungsform aus einem
innerhalb des jeweiligen Arbeitszylinders angeordneten ringförmigen Primärteil und
einem in dem Primärteil verschiebbaren, in einen Verbindungskörper des jeweiligen
Doppelkolbens integrierten Sekundärteil. Der Primärteil bildet bei dieser Anordnung
den Stator, während der Sekundärteil den linear bewegten Aktuator darstellt, dessen
Verschiebung eine Verschiebung des dazu gehörenden Doppelkolbens bewirkt.
[0021] Der Primärteil des Linearantriebs ist als eine spulenartige, mit einem Stromfluß
in wechselnder Richtung beaufschlagte Wicklung ausgebildet. Zweckmäßigerweise weist
die spulenartige Wicklung einen Hohlkern aus stapelförmig aufeinander geschichteten
weichmagnetischen Ringteilen, insbesondere weichmagnetischen Blechlamellen auf. Damit
entsteht eine Spule mit einem gerichteten veränderlichen Magnetfeld.
[0022] Ergänzend dazu ist der Sekundärteil des Linearantriebs aus einer alternierenden Folge
magnetische Nord- und Südpole ausgebildet. In Verbindung mit der wechselnden Magnetfeldrichtung
innerhalb des Primärteils wird der Sekundärteil eine definierte Wegstrecke in der
spulenartigen Wicklung bewegt und verschiebt damit auch den Doppelkolben.
[0023] Zur Detektierung der momentanen Bewegungsrichtung und der Endlagenstellung des Linearantriebs
ist ein magnetischer Sensor, insbesondere ein Hall-Sensor, vorgesehen. In Verbindung
mit einer Ansteuereinheit zum Einstellen der Stromrichtung innerhalb der spulenartigen
Wicklung in Abhängigkeit von den Signalen des magnetischen Sensors werden dabei definierte
Verschiebungen des Doppelkolbens erzeugt.
[0024] Dabei weisen die Bewegungsrichtungen und die momentanen Stellungen der Linearantriebe
der Doppelkolben unter dem Einfluss der Ansteuereinheit nach einer Einschwingzeit
einen zeitlich im wesentlichen konstanten relativen Phasenversatz von +90° oder -90°
auf. Dieser Phasenversatz gewährleistet einen innerhalb der Vorrichtung ablaufenden
Stirlingartigen thermodynamischen Kreisprozess und die geforderte Wärmepumpenfunktion.
Wie bereits vorhergehend erwähnt, kann über das Vorzeichen des Phasenversatzes die
Warm- bzw. Kaltseite der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgegeben und somit die Richtung
des Wärmepumpens bestimmt werden.
[0025] Die Vorrichtung kann als in eine Wand, insbesondere in eine Gebäudeaußenwand, integriertes
raumheizendes bzw. raumkühlendes Klimaelement verwendet werden. Weitere Ausführungsformen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0026] Die erfindungsgemäße Vorrichtung soll nun anhand von Ausführungsbeispielen näher
erläutert werden. Es werden für gleiche oder gleichwirkende Teile die selben Bezugszeichen
verwendet. Zur Verdeutlichung dienen die Figuren 1 bis 7. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine prinzipielle Darstellung der konstruktiv gefalteten Gamma-Konfiguration mit Arbeitszylindern,
Regeneratoren, Doppelkolben, Warm- und Kaltseite,
- Fig. 2
- eine beispielhafte Schnittdarstellung durch einen Arbeitszylinder, einen Regenerator
und angefügten Wärmeaustauschflächen,
- Fig. 3
- eine beispielhafte, teilweise aufgeschnittene Draufsicht auf eine Wärmeaustauschfläche
mit darunter befindlichen Arbeitszylindern bzw. Regeneratoren,
- Fig. 4
- eine detaillierte Schnittdarstellung eines Arbeitszylinders und Regenerators mit einem
Linearantrieb und Lamellenanordnungen,
- Fig. 5
- eine teilweise aufgeschnittene Draufsicht der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform
mit Einzelheiten der Lamellenanordnung und beispielhaften Angaben von Strömungswegen
des Arbeitsmediums,
- Fig. 6
- eine beispielhafte Ausführungsform des Linearantriebs,
- Fig. 7
- zwei beispielhafte Einbaumöglichkeiten der erfindungsgemäßen Vorrichtung in eine Wandanordnung.
[0027] Fig. 1 zeigt das Grundprinzip der gefalteten Gamma-Konfiguration. Die in Fig. 1 gezeigte
Ausführungsform umfasst zwei Arbeitszylinder AZ1 und AZ2, innerhalb derer sich jeweils
eine Doppelkolbenanordnung DK1 bzw. DK2 befindet. Zwischen je zwei Arbeitszylinder
ist ein Regenerator R1 bzw. R2 geschaltet, der gemäß den Grundlagen des thermodynamischen
Kreisprozesses nach dem Stirling-Prinzip als innerer Wärmespeicher für die isochoren
Zustandsänderungen des gasförmigen Arbeitsmediums dient. Die über einen Regenerator
verbundenen Enden der Arbeitszylinder AZ1 und AZ2 können als Stirling-Vorrichtung
in einer Alpha-Konfiguration betrachtet werden, deren einzelne Kolben durch die Kolbenköpfe
K11, K12, K21 und K22 der Doppelkolben DK1 und DK2 gebildet werden. So bildet beispielsweise
der in dem Arbeitszylinder AZ1 sich bewegende Kolbenkopf K11 in Verbindung mit dem
Regenerator R1 und der in dem Arbeitszylinder AZ2 sich bewegende Kolbenkopf K21 die
erste Stirling-Vorrichtung in einer Alpha-Konfiguration aus, während die entsprechenden
anderen Kolbenköpfe in Verbindung mit dem zweiten Regenerator R2 die zweite Stirling-Vorrichtung
in einer Alpha-Konfiguration umfasst. Bei einer entsprechenden extern angetriebenen
periodischen Bewegung der Doppelkolben DK1 und DK2 mit einem Phasenversatz innerhalb
der Arbeitszylinder AZ1 und AZ2 bildet sich gemäß des Stirling-Prinzips an den Orten
der jeweiligen Kolbenköpfe und damit an den jeweiligen Enden der Arbeitszylinder eine
lokale Warmseite W1 bzw. W2 mit einer erhöhten Temperatur und eine lokale Kaltseite
K1 bzw. K2 mit einer erniedrigten Temperatur aus, wobei jede der Alpha-Konfigurationen
und somit die gesamte Gamma-Konfiguration als Wärmepumpe wirkt.
[0028] Bei der in Fig. 1 gezeigten Gamma-Konfiguration sind die jeweiligen Warm- und Kaltseiten
der Arbeitszylinder so orientiert, dass sich in diesem Fall die Warmseiten W1 und
W2 auf der oberen Seite der so gebildeten Verschaltung befinden, während die Kaltseiten
K1 und K2 auf der unten liegenden, und damit entgegengesetzt liegenden Seite der gezeigten
Vorrichtung angeordnet sind. Es entsteht eine durchgehende Warmseite W und eine durchgehende
Kaltseite K. In diesem Fall wird durch die so gebildete gefaltete Gamma-Konfiguration
somit Wärmeenergie von der Kaltseite K zur Warmseite W gepumpt und kann über geeignete
Vorrichtungen, insbesondere über die in Fig. 1 schematisch eingezeichneten Wärmeaustauschflächen
10 und 15, in geeigneter Weise zugeführt bzw. abgeleitet werden. Es ist zu betonen,
dass die Lage der Kaltseite K und der Warmseite W ausschließlich vom Vorzeichen des
Phasenversatzes der beiden Doppelkolben abhängt. Ein Vorzeichenwechsel führt zu einer
Invertierung von Warm- bzw. Kaltseite. Die gefaltete Gamma-Konfiguration kann damit
sowohl zum Kühlen, als auch zum Heizen genutzt werden. Das Grundprinzip der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist damit beschrieben.
[0029] Fig. 2 zeigt eine vorteilhafte Ausführungsform der in Fig. 1 gezeigten Prinzipdarstellung
anhand eines Schnitts durch den Arbeitszylinder AZ1 und den Regenerator R1 aus Fig.
1. Der Arbeitszylinder AZ1 und der Regenerator R1 sind in diesem Fall als zylinderförmige
Körper mit offenen Grund- und Deckflächen 30 ausgebildet, die unmittelbar auf den
Wärmeaustauschflächen 10 und 15 aufsitzen. Die Wärmeaustauschflächen sind diesem Ausführungsbeispiel
als lamellenförmige Körper ausgebildet, die durch ihre Form eine Reihe von Strömungskanälen
20 bilden, durch die das Arbeitsmedium getrieben wird. Durch das in Fig. 1 gezeigte
Verschaltungsprinzip zwischen den Arbeitszylindern und den Regeneratoren der gefalteten
Gamma-Konfiguration sind die Richtungen der Strömungskanäle 20 vorgegeben. Bei der
in Fig. 2 gezeigten Anordnung sind somit die Strömungskanäle der Wärmeaustauschfläche
10 senkrecht zu denen der Wärmeaustauschfläche 15 orientiert. Jede der beiden Wärmeaustauschflächen
ist bei dieser Ausführungsform in zwei voneinander strömungstechnisch abgeteilte Teilabschnitte,
beispielsweise die Abschnitte 10a und 10b unterteilt, zwischen denen ein Medienübertritt
nicht möglich ist. An sich aber können die Teilabschnitte 10a und 10b unmittelbar
aneinander anschließen. Die Strömungen des Arbeitsmediums sind in der Figur durch
eine Reihe weißer Pfeile angedeutet. Die in Fig. 2 gezeigte Ausführungsform vermeidet
überflüssige Rohrleitungen vollständig und bildet die Vorrichtung als einen kompakten
geschlossenen Körper aus. In Fig. 2 ist weiterhin innerhalb des Arbeitszylinders AZ1
ein Linearantrieb L1 für den Doppelkolben DK1 angedeutet, der weiter unten näher beschrieben
wird.
[0030] Fig. 3 zeigt eine beispielhafte Wärmeaustauschfläche 15 mit den darunter befindlichen
Arbeitszylindern AZ1 und AZ2 bzw. den Regeneratoren R1 und R2 in einer teilweise aufgeschnittenen
Draufsicht. Die Wärmeaustauschfläche 15 ist in diesem Fall durch einen Grill aus einzelnen
Lamellen 40 ausgebildet, die jeweils Teilabschnitte 15a und 15b ausbilden. Die Grillanordnung
sitzt gemäß den Ausführungen zu Fig. 2 unmittelbar auf den Deckflächen der darunter
angeordneten Regeneratoren und Arbeitszylinder auf. Die auf der Unterseite der Anordnung
gelegene Wärmeaustauschfläche 10 ist ebenfalls als Grill ausgebildet, dessen Lamellen
senkrecht zu den Lamellen der Wärmeaustauschfläche 15 orientiert sind.
[0031] Fig. 4 zeigt die in Fig. gezeigte Anordnung in einer Schnittdarstellung entlang der
Schnittlinie A - A. Dargestellt sind der innere Aufbau des Regenerators R1 und des
Arbeitszylinders AZ2 sowie der Aufbau des Grills der Wärmeaustauschfläche 15 bzw.
des Linearantriebs L. Entsprechend der inneren Symmetrie der Vorrichtung weisen die
jeweils nicht gezeigten Regeneratoren und Arbeitszylinder im wesentlichen den gleichen
inneren Aufbau auf. Der Regenerator R1 besteht aus einem in diesem Beispiel zylindrischen
Mantel mit offenen Grund- und Deckflächen, der im Inneren mit einem durchlässigen
Material mit guten Wärmeübergangseigenschaften gegenüber dem Arbeitsmedium, beispielsweise
Stahlwolle oder einem metallischen Schwamm, verfüllt ist. Alternativ können Röhren-,
Kanal- oder Siebanordnungen aus an sich beliebigen zweckmäßigen Materialien vorgesehen
sein. Zweckmäßigerweise ist der Regenerator insbesondere im Mantelbereich thermisch
gegenüber der Umgebung isoliert.
[0032] Der Arbeitszylinder AZ2 besteht in diesem Ausführungsbeispiel aus einem im wesentlichen
zylindrischen Mantel, der zweckmäßigerweise gegenüber der Umgebung thermisch isoliert
ist. Der Mantel des Arbeitszylinders weist gemäß den vorhergehenden Ausführungen eine
offene Grund- und Deckfläche auf. Der Doppelkolben DK2 wird durch die Innenfläche
des zylindrischen Mantels geführt. Dessen Kolbenköpfe K22 und K21 schließen mit der
Innenfläche des Mantels dicht ab und können gegebenenfalls mit Kolbenringen oder sonstigen
Abdichtungen versehen sein. Die Kolbenköpfe sind über einen starren Verbindungskörper
51 miteinander verbunden, der innerhalb des Primärteils 50 des Linearantriebs L geführt
wird. Der Verbindungskörper 51 bildet hierbei entweder vollständig oder abschnittsweise
den Sekundärteil des Linearantriebs aus.
[0033] Wie bereits beschrieben, bestehen in dieser Ausführungsform die Wärmeaustauschflächen
aus einer Grillanordnung. Fig. 4 zeigt diese in einer detaillierteren Darstellung.
Die Grillanordnung besteht aus einer Reihe von Lamellenblechen 40, zwischen die ungefähr
auf der halben Lamellenbreite linear in Richtung der Grillanordnung verlaufende Distanzstücke
41 eingefügt sind. Der unter den Distanzstücken gelegene in Richtung der Arbeitszylinder
und Regeneratoren gekehrte Raum bildet ein Strömungslumen für das Arbeitsmedium der
Vorrichtung aus. Wie im unteren Teil der Figur zu erkennen ist, schließt jedes Distanzstücke
41 endständig dicht mit der Außenbegrenzung der Vorrichtung ab und trennt dabei das
Arbeitsmedium vom Außenbereich vollständig. An geeigneten Stellen können hier nicht
gezeigte Ventilöffnungen zu einem Befüllen oder Entleeren der Vorrichtung mit dem
gasförmigen Arbeitsmedium vorgesehen sein.
[0034] Die in den Figuren 2, 3 und 4 gezeigte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
bildet einen kompakten Block aus, der als modulare zentrale Komponente in einer Klimatisierungseinrichtung
eingesetzt werden kann. Fig. 5 zeigt in Ergänzung zu Fig. 3 und Fig. 4 schematisch
den Aufbau einer Wärmeaustauschfläche in Lamellenform und anhand der Einzelheiten
A1 und A2 schematische Teilansichten der Wärmeaustauschfläche aus unterschiedlichen
Richtungen mit schematischen Darstellungen der Strömungsrichtungen des Arbeitsmediums
mit dunkel gefärbten Pfeilen in Verbindung mit der Richtung des Wärmeaustauschs mit
hellen Pfeilen.
[0035] Fig. 6 zeigt eine beispielhafte Ausführungsform des Linearantriebs für einen Doppelkolben.
Der Primärteil ist zweckmäßigerweise ein integraler Bestandteil des Arbeitszylinders.
In der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform besteht der Primärteil aus eine spulenartigen
Wicklung 60 und weichmagnetischen gestapelten Blechteilen 61a, 61b und 61c, die der
Verstärkung der von der Wicklung erzeugten Magnetfeldes dienen. Der durch den so gebildeten
Kern geführte Sekundärteil 55 weist eine alternierende Folge magnetischer Nord- und
Südpole N und S auf, die in Fig. 6 durch eine unterschiedliche Schraffur hervorgehoben
sind. Am Ende des Stapels aus den weichmagnetischen Blechteilen sind hier nicht gezeigte
Gleitlagerplatten zur Führung des Sekundärteils angeordnet. Wird die spulenartige
Wicklung mit einem Stromfluss beaufschlagt, bewegt sich der Sekundärteil 55 je nach
zufälliger Lage in einer der beiden vorgegebenen Richtungen. Ein in der Figur nicht
dargestellter magnetischer Sensor, der insbesondere als ein Hall-Sensor ausgebildet
ist, detektiert die Richtung der vorliegenden Bewegung sowie vorgegebene Endlagen
und gibt entsprechende Detektionssignale an eine externe Ansteuereinheit aus, die
softwaregesteuert den Stromfluss innerhalb der Wicklung 60 modifiziert und insbesondere
umkehrt, wobei sich nach einer gewissen Einschwingzeit eine periodische translatorische
Bewegung des Sekundärteils, d.h. des Doppelkolbens ergibt. Die Ansteuerung des Linearantriebs
eines Doppelkolbens wird mit der Ansteuerung des Linearantriebs des anderen Doppelkolbens
so abgestimmt, dass deren periodische Bewegungen mit einem im wesentlichen zeitlich
konstanten Phasenversatz von +90° oder -90° ausgeführt werden. Die Maximalleistung
des so gebildeten Linearantriebs und die Verschiebelänge des Sekundärteils kann durch
variable Stapelhöhen der weichmagnetischen Teile verändert werden. Dabei können einige
der Stapelteile zusätzliche Wicklungen aufnehmen, während andere Stapelteile eine
abstandshaltende Funktion erfüllen. Hierzu sind die Stapelteile prinzipiell so ausgeführt,
dass eine Bewicklung in einem vollautomatischen Arbeitsgang möglich ist. Die polausbildenden
gestapelten Blechteile sowie die Wicklung umschließen den bewegten Sekundärteil allseitig.
Infolgedessen bildet sich ein vergleichsweise langer Luftspalt mit einem niedrigen
magnetischen Widerstand und großen Kraftübertragungen.
[0036] Nachfolgend werden beispielhafte Einbaumöglichkeiten der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in den Figuren 7a und 7b näher beschrieben. Bei diesen Anwendungsformen wird die vorhergehend
beschriebene Vorrichtung als ein geschlossenes Blockmodul B mit zusätzlichen Komponenten
vereinigt. Bei den nachfolgend beschriebenen Beispielen ist das Blockmodul innerhalb
eines Mauer- oder Wanddurchbruches positioniert.
[0037] Fig. 7a zeigt eine Wand 70 mit einer ausreichenden Dicke mit dem in den Wanddurchbruch
eingelassenen Blockmodul B für die vorhergehend beschriebene Wärmepumpenfunktion.
Das Blockmodul ist mindestens abschnittsweise durch eine Dämmung 75 thermisch und
akustisch von der Wand isoliert. Die erste Wärmeaustauschfläche 10 des Blockmoduls
weist in eine erste Richtung des Wanddurchbruchs, die andere Wärmeaustauschfläche
15 in die entgegengesetzte Richtung. Ohne Beschränkung der Allgemeinheit sei angenommen,
dass die linke Seite in den nachfolgenden Figuren in Richtung eines Innenraumes und
die rechte Seite in Richtung einer äußeren Umgebung weist. Beidseitig sind Ventilator-
oder Gebläseeinrichtungen 80 vorgesehen, die von außen Luft an die Wärmeaustauschflächen
10 und 15 heranführen. Die linke Seite des Blockmoduls B in Fig. 7a ist durch eine
Luftfiltereinrichtung 90 ausgestaltet, an deren Außenseite entlang zunächst Luft seitlich
in die Lamellen oder äußeren Luftkanäle der Wärmeaustauschfläche 15 angesaugt und
dort beheizt oder gekühlt wird. Die so klimatisierte Raumluft wird durch den Luftfilter
90 in den Innenraum herausgedrückt und dabei gleichzeitig gereinigt.
[0038] Die in Fig. 7b gezeigte Ausführungsform entspricht im wesentlichen der Ausführungsform
aus Fig. 7a. Bei dieser Ausführungsform wird jedoch auf einen Luftfilter verzichtet.
Eine Ventilatoreinrichtung 80 in einem Kanalvorsatz 95 saugt Luft seitlich an, wobei
diese in die Lamellen der Wärmeaustauschfläche 15 geleitet wird, und drückt die klimatisierte
Luft durch einen Luftkanal 96 in den Innenraum.
[0039] Die vorhergehend beschriebene Vorrichtung ist in Verbindung mit den in den Figuren
7a und 7b beschriebenen Zusatzkomponenten bei Abmessungen von 30 x 30 x 30 cm wandintegrierbar
und für einen Heizbetrieb für typische Innenraumvolumina im Grund unbegrenzt geeignet,
wobei bei Bedarf jederzeit auf einen Kühlbetrieb umgestellt werden kann. Bei Wärmeaustauschflächen
im Bereich von 25 x 25 cm und einer geförderten Luftmenge von 150 bis 300 m
3/h lassen sich die notwendigen gepumpten Wärmemengen bei geringen Temperaturverlusten
an den Wärmeaustauschflächen gut transportieren.
[0040] Die hier dargestellten Ausführungsbeispiele schränken den erfindungsgemäßen Grundgedanken
nicht ein. Es ist einsichtig, dass im Rahmen fachmännischen Handelns in beliebiger
Weise zweckmäßige Hinzufügungen, Weglassungen oder sonstige Veränderungen an den hier
gezeigten Ausführungsbeispielen erfolgen können.
Bezugszeichenliste
[0041]
- AZ1, AZ2
- Arbeitszylinder
- DK1, DK2
- Doppelkolbenanordnung
- K11, K12, K21, K22
- Kolbenköpfe
- R1, R2
- Regenerator
- W1, W2
- lokale Warmseiten
- W
- Warmseite der Gesamtvorrichtung
- K1, K2
- lokale Kaltseiten
- K
- Kaltseite der Gesamtanordnung
- L, L1
- Linearantrieb
- B
- Blockmodul
- 10, 15
- Wärmeaustauschflächen
- 10a, 10b, 15a, 15b
- Teilabschnitte
- 20
- Strömungskanäle
- 30
- offene Grund- und Deckflächen
- 40
- Lamellen
- 41
- Distanzstücke
- 50
- Primärteil des Linearantriebs
- 51
- Verbindungskörper
- 55
- Sekundärteil
- 60
- spulenartige Wicklung
- 61a, 61b, 61c
- weichmagnetische Blechteile
- 70
- Wand
- 75
- Dämmung
- 80
- Gebläseeinrichtung
- 90
- Luftfiltereinrichtung
- 95
- Kanalvorsatz
- 96
- Luftkanal
1. Niedertemperatur Stirling-Vorrichtung zur Raumklimatisierung,
gekennzeichnet durch
mindestens zwei Arbeitszylinder (AZ1, AZ2) mit jeweils einer innerhalb eines Arbeitszylinders
mittels eines Linearantriebs bewegten Doppelkolbenanordnung (DK1, DK2) und mindestens
zwei Regeneratoren (R1, R2) in einer gefalteten Gamma-Konfiguration, bei der die Warmseiten
(W1, W2) der jeweiligen Arbeitszylinder auf einer ersten Seite der gefalteten Gamma-Konfiguration
und die Kaltseiten (K1, K2) der Arbeitszylinder sich auf einer der ersten Seite entgegengesetzt
liegenden zweiten Seite der gefalteten Gamma-Konfiguration angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Arbeitszylinder (AZ1, AZ2) und die Regeneratoren (R1, R2) einen integrierten Block
(B) im wesentlichen parallel zueinander orientierter Komponenten bilden, wobei der
Block eine Kaltseite (K) mit einer ersten Wärmeaustauschfläche (10) und eine entgegengesetzt
liegende Warmseite (W) mit einer zweiten Wärmeaustauschfläche (15) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Arbeitszylinder (AZ1, AZ2) und/oder die Regeneratoren (R1, R2) offene, unmittelbar
auf eine Anordnung von zwischen einem Arbeitszylinder und einem Regenerator verlaufenden
Strömungskanälen (20) der ersten bzw. zweiten Wärmeaustauschfläche (10, 15) aufsitzende
Stirnflächen (30) aufweisen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
die erste und/oder die zweite Wärmeaustauschfläche (10, 15) als eine Lamellenanordnung
(40) mit unmittelbar auf die Lamellenanordnung aufgesetzten Regeneratoren (R1, R2)
und Arbeitszylindern (AZ1, AZ2) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Linearantrieb (L) aus einem innerhalb des jeweiligen Arbeitszylinders (AZ1, AZ2)
angeordneten ringförmigen Primärteil (50) und einem in dem Primärteil verschiebbaren,
in einen Verbindungskörper (54) des jeweiligen Doppelkolbens (DK1, DK2) integrierten
Sekundärteil (55) ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Primärteil (50) des Linearantriebs (L) aus einer spulenartigen, mit einem Stromfluß
in wechselnder Richtung beaufschlagten Wicklung (60) ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die spulenartige Wicklung (60) einen Hohlkern aus stapelförmig aufeinander geschichteten
weichmagnetischen Ringteilen, insbesondere weichmagnetischen Blechlamellen (61a-c)
aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sekundärteil (55) des Linearantriebs (L) aus einer alternierenden Folge magnetischer
Nord- und Südpole ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein die momentane Bewegungsrichtung und Endlagenstellung des Lineartriebs detektierender
magnetischer Sensor, insbesondere ein Hall-Sensor, in Verbindung mit einer Ansteuereinheit
zum Einstellen der Stromrichtung innerhalb der spulenartigen Wicklung (60) in Abhängigkeit
von den Signalen des magnetischen Sensors vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die momentanen Stellungen und Bewegungsrichtungen der Linearantriebe der Doppelkolben
(DK1, DK2) unter dem Einfluss die Ansteuereinheit nach einer Einschwingzeit einen
zeitlich im wesentlichen konstanten relativen Phasenversatz von +90° oder -90° aufweisen.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine Verwendung als ein in eine Wand, insbesondere eine Gebäudeaussenwand (70) integriertes
raumheizendes oder raumkühlendes Klimaelement.