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EP 1 670 600 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.11.2007 Patentblatt 2007/46 |
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Anmeldetag: 31.08.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2004/009679 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/039791 (06.05.2005 Gazette 2005/18) |
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WALZWERKSANTRIEB MIT EINER EIN- UND ENTKOPPELEINRICHTUNG
ROLLING MILL DRIVE WITH A COUPLING AND DECOUPLING DEVICE
ENTRAINEMENT DE LAMINOIR COMPRENANT UN DISPOSITIF DE COUPLAGE ET DECOUPLAGE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Priorität: |
29.09.2003 AT 15392003
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.06.2006 Patentblatt 2006/25 |
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Patentinhaber: Siemens VAI Metals Technologies GmbH & Co |
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4031 Linz (AT) |
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Erfinder: |
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- WEIERMAIR, Johannes
A-4813 Altmünster (AT)
- MITTERMAYR, Guenter
A-4490 St. Florian (AT)
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| (74) |
Vertreter: Berg, Peter et al |
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Siemens AG
Postfach 22 16 34 80506 München 80506 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 728 538 US-A- 4 392 759
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DE-A- 10 158 711
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Walzwerksantrieb mit zwischen Antriebsaggregaten und
angetriebenen Walzen angeordneten Antriebsspindeln, die in Spindelköpfen enden, wobei
jeweils ein Spindelkopf lösbar mit dem Laufzapfen einer Walze, insbesondere einer
Arbeitswalze, verbunden ist, wobei zwischen dem Laufzapfen der Walze und dem Spindelkopf
der Antriebsspindel eine Ein- und Entkoppeleinrichtung angeordnet ist. Ein gattungsgemäßer
Walzwerksantrieb ist z.B. aus
DE-A 101 58 711 bekannt.
[0002] Die in Walzgerüste eingesetzten Arbeitswalzen werden von Elektromotoren entweder
direkt oder über Stütz- oder Zwischenwalzen angetrieben, wobei die Übertragung des
Antriebsmomentes an die höhenverstellbaren Walzen über Antriebsspindeln erfolgt, um
die durch verschiedene Walzbanddicken hervorgerufenen Winkelverlagerungen auszugleichen.
Die Antriebsspindeln können von Gelenkwellen oder Zahnspindeln gebildet sein und ermöglichen
in axialer Richtung einen Längenausgleich. Üblicherweise sind zwischen den Antriebsmotoren
und den Antriebsspindeln zusätzlich Kammwalzengetriebe oder Twin Drive Getriebe zwischengeschaltet.
Während des laufenden Walzbetriebes sind die Arbeitswalzen hohen mechanischen Belastungen
ausgesetzt und müssen infolge des laufenden Walzprogrammwechsels auch häufig ausgetauscht
werden. Dies erfordert eine diesen hohen Belastungen entsprechende Ein- und Entkoppeleinrichtung
zwischen dem Laufzapfen der angetriebenen Walze und der das Antriebsmoment übertragenden
Antriebsspindel. Es sind bereits eine Reihe von derartigen lösbaren Verbindungselementen
bekannt, die jedoch den Anforderungen hinsichtlich mechanischer Belastbarkeit und
kurzer Ein- und Entkoppelzeiten bei hoher Betriebssicherheit und geringem Wartungsaufwand
nicht ausreichend entsprechen.
[0003] Eine mögliche Ausführungsform einer an Walzwerksantrieben verwendeten Ein- und Entkoppeleinrichtung
ist ein Ring-Bajonett-Verschluss, wie er in der
EP-B 0 324 978 oder der
DE-A 40 35 941 dargestellt und beschrieben ist. In beiden Fällen besteht der Bajonettverschluss
aus einem Verschlusszapfen und einem relativ zum Verschlusszapfen verdrehbaren außenverzahnten
Verschlussrad, welches von einer ebenfalls eine Verzahnung aufweisenden Verstelleinrichtung
so gegenüber dem Verschlusszapfen positioniert werden kann, dass die in einer Betriebsposition
einander gegenüberliegende Zähne am Verschlusszapfen und am Verschlussrad in einer
Löseposition Zahn auf Lücke stehen und damit eine Trennung der Bauteile möglich ist.
Nachteilig an diesen Konstruktionen sind der hohe Fertigungsaufwand bei den Verzahnungen
und die hohen Anforderungen an die Fertigungstoleranzen aller Bauteile. Weiters ist
eine sehr genaue Positionierung der angetriebenen Arbeitswalze, der Antriebsspindel
und der Spindelhalterung zueinander notwendig, um ein verspannungsfreies Zusammenspiel
der Bauteile zu gewährleisten. Die notwendigen Fertigungstoleranzen an den schweren
Bauteilen können andererseits bei den Montagearbeiten zum Verklemmen des Bajonetts
führen.
[0004] Aus der
DE-C 44 10 306 und der
DE-A 195 08 526 ist ebenfalls bereits eine Verriegelungseinrichtung für eine lösbare Verbindung zwischen
einer Antriebsspindel und einem Walzenzapfen in einem Walzwerk bekannt. Hierbei rastet
ein federbelasteter Sperrriegel beim Einführen des Wellenzapfens in eine Kupplungshülse
in eine Ausnehmung des Wellenzapfens automatisch ein und bildet eine spielfreie Verbindung.
Der Sperrriegel greift unter einem Winkel von 45° bis 55° zur Wellenachse in diese
Ausnehmung ein und ermöglicht bei einer Gegenbewegung zur Einkuppelrichtung entlang
schräger Führungsflächen den gegenläufigen Entkupplungsvorgang. Ein radial verschiebbarer,
unter Federbelastung in einer Verriegelungsstellung gehaltener Sicherungsbolzen verhindert
eine automatische Entkupplung der Verbindung. Durch einen Eingriff von außen, für
den ein eigenes Öffnungswerkzeug notwendig ist, kann der Sicherungsbolzen in eine
Freigabeposition verschoben werden, wonach die Abzugsbewegung der angetriebenen Walzen
eine Trennung von der Gelenkwelle einleitet. Ein wesentlicher Nachteil dieser Lösung
besteht darin, dass zwei um 180° zueinander versetzte Verriegelungseinrichtungen angeordnet
werden müssen, um Unwuchten im Antriebssystem zu vermeiden, bzw. ist eine spezielle
Auswuchtung notwendig. Zusätzlich besteht diese Lösung aus vielen Einzelteilen und
weist daher einen hohen Fertigungsaufwand auf.
[0005] Lösbare Kupplungen mit radial verschiebaren Verriegelungsbolzen zum lagefesten Verbinden
einer Hülse auf einer Welle sind beispielsweise aus der
US-A 4,392,759 und der
US-A 3,926,532 bekannt. Gemäß der
US-A 4,392,759 greifen in einer Hülse radial angeordnete Verriegelungsbolzen entgegen einer Federkraft
in eine Ringnut einer Keilwelle ein und sichern solcherart die Verbindung zwischen
Welle und Hülse. Durch einen gegen eine Federkraft axial verschiebbare Verriegelungshülse
werden die Verriegelungsbolzen in dieser Verriegelungsposition gehalten. Da es sich
hier um eine von Hand zu betätigende einfache Einrichtung mit einer Dreh-Schiebe-Hülse
für vergleichsweise geringe Belastungen handelt, ist diese Einrichtung für eine problemlose
Anwendung in Walzwerken nicht geeignet. Weiters fehlt eine ausreichende Sicherung
gegen ungewolltes Öffnen. Eine im Aufbau weitgehend gleichartige Ausführungsform einer
Kupplung zeigt die
US-A 3,926,532, bei der die Verriegelungshülse durch eine Drehbewegung in Umfangsrichtung entgegen
einer Federkraft in eine Löseposition bringbar ist.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Walzwerksantrieb mit einer
Ein- und Entkoppeleinrichtung vorzuschlagen, die sich durch einen fertigungstechnisch
einfachen Aufbau der einzelnen Bauteile und deren leichte Montierbarkeit bei hoher
Betriebssicherheit und geringer Wartungsanfälligkeit auszeichnet.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Ein- und Entkoppeleinrichtung
aus einer Kupplungshülse, einem in die Kupplungshülse lösbar eingesetzten Kupplungszapfen
und einem quer zur Drehachse des Laufzapfens der Walze verschiebbar angeordneten,
in die Kupplungshülse eingesetzten und den Kupplungszapfen in einer Betriebsposition
hintergreifenden Verriegelungselement besteht und das Verriegelungselement mit einer
Verschiebeeinrichtung kuppelbar ausgebildet ist. Die Ausbildung des Verriegelungselementes
als ein von außen in radialer Richtung zwischen einer festliegenden Betriebsposition
und einer geöffneten Montageposition verschiebbaren Bauteil, ermöglicht einen fertigungstechnisch
einfachen Aufbau dieses Verriegelungselementes und der für die Einsetzung des Verriegelungselementes
in die Kupplungshülse notwendigen Bohrungen, sowie ein problemloses, verkantungsfreies
und weitgehend toleranzunempfindliches Lösen der schweren Bauteile bei einem Walzenwechsel.
[0008] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Kupplungszapfen eine Fußplatte
zur stirnseitigen Befestigung am Laufzapfen der Walze aufweist und von dieser Fußplatte
ein Kupplungshaken mit mindestens einer Verriegelungsfläche aufragt, dass in das Verriegelungselement
eine Längsnut mit mindestens einer Gegenverriegelungsfläche eingefräst ist und die
Längsnut zum Ein- und Ausführen des Kupplungshakens an einer Stelle eine Kuppelöffnung
aufweist, dass das Verriegelungselement zum Lösen und Verbinden der Ein- und Entkoppeleinrichtung
mit der Verschiebeeinrichtung in eine Löseposition bringbar ist, bei der die Kuppelöffnung
im Verriegelungselement mit dem Kupplungshaken fluchtet und das Verriegelungselement
in eine Betriebsposition bringbar ist, bei der die Verriegelungsfläche am Kupplungshaken
der Gegenverriegelungsfläche am Verriegelungselement gegenüberliegt.
[0009] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist der Kupplungshaken T-förmig ausgebildet
und das Verriegelungselement weist eine T-förmig ausgebildete Längsnut auf. Es ist
alternativ jedoch auch möglich, das Kopfstück des Verriegelungshakens beispielsweise
mit einer zylindrische Form auszubilden und dementsprechend das Verriegelungselement
mit einer im Querschnitt zylindrischen Längsnut auszustatten. Es kommt letztlich nicht
auf die konkrete Querschnittsform, sondern auf die komplementäre Ergänzung der Bauteile
mit zusammenwirkenden Stützflächen an.
[0010] Eine günstige Anordnung der Bauteile ergibt sich , wenn die Drehachse des Laufzapfens
der Walze, die Drehachse des Kupplungszapfen, die Drehachse der Kupplungshülse und
des Spindelkopfes zueinander fluchtend angeordnet sind und die Längsachse des Verriegelungselementes
quer zu dieser Drehachse orientiert ist und diese schneidet. Auch diese Ausgestaltung
zeichnet sich durch eine einfache Fertigung aus.
[0011] Das Verriegelungselement weist eine kreiszylindrische Außenkontur auf und ist in
eine in der Kupplungshülse radial ausgerichtete, kreiszylindrische Bohrung, vorzugsweise
eine Sacklochbohrung, verdrehgesichert eingesetzt.
[0012] Zur selbsttätigen Fixierung der Betriebsposition und um ein unbeabsichtigtes Öffnen
dieser Verriegelung sicher zu vermeiden, ist eine vorgespannte Spannfeder zwischen
dem Verriegelungselement und einem festen Anschlag an der Kupplungshülse eingebaut.
[0013] An mindestens einer Seite des Verriegelungselementes ist eine Aufnahme für eine Verschiebeeinrichtung
angeordnet. Hierzu ist der auslaufende Zapfen des Verriegelungselementes mit einer
Stützfläche ausgestattet, an der sich eine Gegenstützfläche einer bei Bedarf anpressbaren
Verschiebeeinrichtung abstützen kann. Die Verschiebeeinrichtung umfasst einen Druckmittelzylinder,
vorzugsweise einen Standard-Hydraulikzylinder.
[0014] Zur Durchführung eines Walzenwechsels im Walzgerüst ist es vor dem Entkuppeln notwendig,
die Gelenkspindel im Bereich der Kupplungshülse in ihrer Position abzustützen. Um
den Abstützvorgang und den unmittelbar nachfolgenden Entriegelungsvorgang in einer
möglichst kurzen Zeitspanne durchführen zu können, weist die Kupplungshülse eine umlaufende
Ringnut auf, liegt dieser Ringnut mindestens eine Stützfläche einer Spindelabstützung
gegenüber und ist diese mindestens eine Stützfläche die Kupplungshülse abstützend
mit der Ringnut in Eingriff bringbar ausgebildet und zusätzlich die Verschiebeeinrichtung
für das Verriegelungselement zur Sicherung einer Synchronbewegung der Verschiebeeinrichtung
und der Stützfläche der Spindelabstützung mit dem Verriegelungselement verbunden.
[0015] Diese Synchronbewegung kann einerseits dadurch erreicht werden, dass die Verschiebeeinrichtung
an der verlagerbaren Spindelabstützung starr befestigt ist und andererseits dadurch,
dass die Verschiebeeinrichtung und die Stützflächen der Spindelabstützung mit einer
Steuerung, vorzugsweise einer Gleichlaufsteuerung, zur Synchronisierung ihres Bewegungsablaufes
verbunden sind.
[0016] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
nicht einschränkender Ausführungsbeispiele, wobei auf die beiliegenden Figuren bezug
genommen wird, die folgendes zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Walzwerksantriebes mit Motoren, Antriebsspindeln
und Walzgerüst;
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Ein- und Entkoppeleinrichtung,
- Fig. 3a
- die Ein- und Entkoppeleinrichtung in der geöffneten Position des Verriegelungselementes
in einem Schnitt entlang der Li nie A -A in Fig. 2,
- Fig. 3b
- die Ein- und Entkoppeleinrichtung in der verriegelten Position des Verriegelungselementes
in einem Schnitt entlang der Linie A-A in Fig. 2,
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch die Kupplungshülse entlang der Linie B - B in Fig. 2,
- Fig. 5
- eine schematische Draufsicht auf die Ein- und Entkoppeleinrichtung mit den Spindelabstützungen.
[0017] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung ein Duo-Walzgerüst 1 mit zwei angetriebenen
Walzen 2, 3, die im beschriebenen Ausführungsbeispiel als Arbeitswalzen eingesetzt
sind und von denen zumindest eine der Walzen, üblicherweise die obere Walze 2, zur
Anpassung an unterschiedliche Walzgutdicken in den Gerüstständern 4, 5 höhenverstellbar
abgestützt ist. Als Antriebsaggregate 6 sind Elektromotore vorgesehen, von denen das
Antriebsmoment über als Gelenkwellen oder Zahnspindeln ausgebildeten Antriebsspindeln
7, 8 an die Laufzapfen 9, 10 der Walzen übertragen wird. Die Antriebsspindeln 7, 8
sind teleskopisch ausgebildet und nehmen axiale Längenänderungen auf, die sich einerseits
aus der unterschiedlichen Höhenlage der oberen Walze 2 und andererseits durch das
Verschieben der Arbeitswalzen während des Walzens in Achsrichtung ergeben. Die Antriebsspindeln
7, 8 enden beiderseits in Spindelköpfe 11, 12, die unterschiedliche Schräglagen der
Gelenkwellen infolge der Walzenhöhenverstellung und Verschiebungen der Arbeitswalzen
in Achsrichtung zulassen.
[0018] Ein Walzenwechsel erfordert eine schnelle mechanisierte Entkupplung der Walzen 2,
3 vom Antriebsaggregat 6. Dies wird durch eine Ein- und Entkoppeleinrichtung 13 erreicht,
die den Laufzapfen 9, 10 einer Walze mit dem Spindelkopf 11 einer Antriebsspindel
7, 8 leicht lösbar verbindet. Vor dem Walzenwechsel, der in Richtung der Walzen-Drehachse
14, 15 bedienseitig erfolgt, werden die Antriebsspindeln 7, 8 und die zugeordnete
Ein- und Entkoppeleinrichtung 13 in ihrer Betriebsposition mit einer einfahrbaren
Spindelabstützung 16 abgestützt und zur Walzen-Drehachse 14, 15 fluchtend gehalten.
Gleichzeitig wird eine Verschiebeeinrichtung 17 zur Betätigung der Ein- und Entkuppeleinrichtung
13 in eine Betriebsposition verschoben, dann durch Betätigung der Verschiebeeinrichtung
17 die für den Entkupplungsvorgang notwendige Löseposition eingestellt und die Walzen
2, 3 unter Beihilfe eines nicht dargestellten Walzenwechselwagens aus dem Walzgerüst
1 entfernt. In gleicher Weise wird nach dem Einbringen eines neuen, im Wesentlichen
aus den beiden Walzen und den zugehörigen Einbaustücken bestehenden Walzensatzes in
den Gerüstständer 4, 5 die Ein- und Entkoppeleinrichtung 13 in die verriegelte Position
gebracht und die Verschiebeeinrichtung 13 und die Spindelabstützung in eine 16 den
Walzbetrieb freigebende Rückzugsposition zurückgeführt.
[0019] Die schnell lösbare Ein- und Entkuppeleinrichtung 13 ist in Figur 2 in einem Längsschnitt
im Detail dargestellt. Sie besteht im Wesentlichen aus einem Kupplungszapfen 21, einer
Kupplungshülse 22 und einem Verriegelungselement 23. Der Kupplungszapfen 21 ist achsfluchtend
mit dem Laufzapfen 9 der Walze 2, 3 verbunden und weist eine Fußplatte 24 auf, über
die er stirnseitig mit dem Laufzapfen 9 verschraubt ist. Von der Fußplatte 24 ragt
ein T-förmig ausgebildeter Kupplungshaken 25 auf, der in einer T-förmigen Längsnut
26 ei nes verschiebbaren Verriegelungselementes 23 eingebettet ist. Der Kupplungszapfen
21 bildet am Kupplungshaken 25 in einer Normalebene zu seiner Längsachse 27 zwei Verriegelungsflächen
28, 29 aus, denen in der verriegelten Position der Ein- und Entkuppeleinrichtung 13
Gegenverriegelungsflächen 30, 31 in der T-förmigen Längsnut 26 des Verriegelungselementes
23 gegenüberliegen. Das in seiner Außenkontur zylindrisch ausgebildete Verriegelungselement
23 ist in der Kupplungshülse 22 normal zur Drehachse 32 der Kupplungshülse in eine
Sacklochbohrung 33 eingesetzt, wobei die Längsachse 34 des Verriegelungselementes
23 die Drehachse der Kupplungshülse schneidet. Das Verriegelungselement 23 ist in
der Sacklochbohrung 33 längsverschiebbar angeordnet und kann durch die Verschiebeeinrichtung
17 von einer stets selbsttätig verriegelten Betriebsposition in eine entriegelte Löseposition
gebracht werden. Parallel zu seiner Längsachse 34 ist im Verriegelungselement 23 eine
T-förmige Längsnut 26 zur Aufnahme des T-förmigen Kupplungshakens 25 eingefräst, wobei
der den Kupplungshaken hintergreifende Abschnitt 35 des Verriegelungselementes 23
in der Löseposition entsprechend der Längserstreckung 36 der Verriegelungsfläche 28
eine Kuppelöffnung 37 aufweist, um den Kuppel- und Entkuppelvorgang durchführen zu
können, d.h. den Kupplungshaken 25 in die T-förmige Längsnut 26 des Verriegelungselementes
23 einsetzen zu können.
[0020] Die entriegelte Löseposition ist in Fig. 3a und die verriegelte Betriebsposition
ist in Fig. 3b näher veranschaulicht.
[0021] In Fig. 3a ist das Verriegelungselement 23 von der in Fig. 5 dargestellten Verschiebeeinrichtung
17a entgegen einer von einer Spannfeder 38 aufgebrachten Federkraft (Pfeilrichtung)
in die Löseposition verbracht, bei der der Kupplunghaken 25 der Kuppelöffnung 37 in
der T-förmigen Längsnut 26 des Verriegelungselementes 23 gegenüberliegt und damit
dem Kupplungshaken 25 einen Zugang zur T-förmigen Längsnut 26 freigibt. Durch das
Anliegen der Stirnseite 40 des verschobenen Verriegelungselementes 23 an der Bodenfläche
41 der Sacklochbohrung 33 in der Kupplungshülse 22 ist die Löseposition festgelegt.
Hier wirkt die Bodenfläche 41 als lagebestimmender Anschlag.
[0022] Die in Fig. 3b dargestellte verriegelte Betriebsposition wird erreicht, indem das
Verriegelungselement 23 mit der in Fig. 5 dargestellten Verschiebeeinrichtung 17b
solange in Wirkrichtung der Federkraft (Pfeilrichtung) bewegt wird, bis die Stützfläche
42 des Abstützringes 43 an der Gegenstützfläche 44 der Kupplungshülse 22 anliegt.
Dies erfolgt entweder durch Freigabe der Federkraft oder durch die Verschiebeeinrichtung
17 selbst, wenn die Federkraft zur Rückstellung nicht ausreicht. Nach dem Lösen der
Verschiebeeinrichtung 17 vom Verriegelungselement 23 und seiner Rückbewegung in die
Betriebsposition verbleibt das Verriegelungselement unter der Wirkung der Vorspannkraft
der Spannfeder 38 gesichert in dieser Betriebsposition. Zusätzlich ist damit eine
vorzugsweise selbsttätige Verriegelung der Ein-und Entkoppeleinrichtung 13 ohne Betätigung
der Verschiebeeinrichtung 17 sichergestellt. Der Verschiebeweg 45 zwischen Löseposition
und Betriebsposition entspricht zumindest der Längserstreckung der Verriegelungsfläche
36, um eine vollständige Abstützung der Verriegelungsfläche des Kupplungshaken 25
auf der Gegenverriegelungsfläche 30, 31 der T-förmigen Längsnut 26 zu gewährleisten.
[0023] Im Verriegelungselement 23 sind Schmiermittelleitungen 46 angeordnet, durch die Schmiermittel
an die Kontaktfläche 47 zwischen Verriegelungselement 23 und Kupplungshülse 22 gefördert
werden kann. Dies gewährleistet jederzeit die sichere Rückführung des Verriegelungselementes
23 in die stationäre Betriebsposition.
[0024] Die Kupplungshülse 22 muss das Antriebsmoment vom Antriebsaggregat 6 auf den Laufzapfen
der Walze übertragen. Hierzu sind in einem Längenabschnitt der Kupplungshülse 22,
in welchem die Kupplungshülse den Laufzapfen 9 umgreift, in die Wandung der Aufnahmebohrung
50 mit der Kupplungshülse verschraubte Führungsleisten 51 verdrehgesichert eingesetzt,
deren Stützflächen 52 mit Abflachungen am Laufzapfen 9 formschlüssig zusammenwirken
(Fig. 4). Gleichzeitig ermöglichen diese Stützflächen 52 eine Zentrierung des Kupplungshakens
25 zum Verriegelungselement 23 hinsichtlich der Drehwinkellage dieser Bauteile zueinander
beim Einfädeln des Kupplungshakens in die T-förmige Längsnut 26. Um ein Fluchten der
Walzendrehachse 14 und der Kupplungshülse 22 während des Walzenwechsels sicherzustellen,
ist am Außenmantel 53 der Kupplungshülse eine umlaufende Ringnut 54 vorgesehen, in
die mehrere Stützflächen 55 einer anstellbaren Spindelabstützung 16 eingreifen und
die Lage der Kupplungshülse 22 während des Walzenwechsels stabilisieren.
[0025] Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, umfasst jede Spindelabstützung 16 einen Aktuator
57, der vorzugsweise von einem Druckmittelzylinder gebildet ist, um Stützflächen 55
von bewegbaren Stützpratzen 58 mit der Kupplungshülse 22 zu deren Lagefixierung während
des Walzenwechsels in Kontakt zu bringen. Diese Stützflächen 55 greifen hierbei in
die umlaufende Ringnut 54 der Kupplungshülse ein. Vorzugsweise zwei einander gegenüberliegende
und horizontal wirkende Spindelabstützungen 16 sind am Walzenständer 5 in Konsolen
59 befestigt. Am verschiebbaren Teil 60 der Spindelabstützungen 16 sind in einer Tragkonsole
61 die Verschiebeeinrichtungen 17a, 17b für das Verriegelungselement 23 befestigt,
welche dadurch synchron mit den Stützflächen 55 der Spindelabstützung 16 betätigt
werden. Zusätzlich ist jede Verschiebeeinrichtung mit einem als Druckmittelzylinder
62 ausgebildeten Anstellaggregat zur Verschiebung des Verriegelungselementes 23 zwischen
einer Betriebsposition und einer Löseposition ausgestattet.
[0026] Alternativ ist es nach einer nicht dargestellten Ausführungsform auch möglich, die
Spindelabstützung und die Verschiebeeinrichtung getrennt voneinander am Walzenständer
anzuordnen und die Spindelabstützung und die Verschiebeeinrichtung über getrennte
Aktuatoren unabhängig voneinander oder über eine Gleichlaufsteuerung synchron zu betätigen.
[0027] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebene Ausführungsform beschränkt. Es liegt
ebenfalls im Schutzumfang der Erfindung, wenn das Verriegelungselement in eine die
Kupplungshülse durchsetzende Durchgangsbohrung axial verschiebbar eingesetzt ist.
Das Verriegelungselement ist in diesem Fall an seinen beiden Enden mit Anschlüssen
für Verschiebeeinrichtungen ausgestaltet, die gleichzeitig mit dem Verriegelungselement
in Eingriff bringbar sind und das Verriegelungselement in einer Synchronbewegung von
einer Betriebsposition in eine Löseposition und zurück bewegen. Damit ist eine Rückführung
des Verriegelungselementes in die verriegelte Betriebsposition und damit die Betriebssicherheit
auch bei einem Klemmen des Verriegelungselements infolge von Verschmutzungen sicher
gewährleistet.
[0028] Die Erfindung ist auch nicht auf ein Duo-Walzgerüst, wie im Ausführungsbeispiel beschrieben,
beschränkt, sondern kann generell bei Walzgerüsten, wie beispielsweise Drei-, Vier-,
Sechs- und Mehrwalzengerüsten unabhängig vom Querschnitt und Werkstoff des zu walzenden
Gutes eingesetzt werden.
1. Walzwerksantrieb mit zwischen Antriebsaggregaten (6) und angetriebenen Walzen (2,
3) angeordneten Antriebsspindeln (7, 8), die in Spindelköpfen (11, 12) enden, wobei
jeweils ein Spindelkopf (11,12) lösbar mit dem Laufzapfen (9, 10) einer Walze, insbesondere
einer Arbeitswalze, verbunden ist, wobei zwischen dem Laufzapfen der Walze und dem
Spindelkopf der Antriebsspindel eine Ein- und Entkoppeleinrichtung (13) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein- und Entkoppeleinrichtung (13) aus einer Kupplungshülse (22), einem in die
Kupplungshülse lösbar eingesetzten Kupplungszapfen (21) und einem quer zur Drehachse
(14, 15) des Laufzapfens (9, 10) der Walze (2, 3) verschiebbar angeordneten, in die
Kupplungshülse (22) eingesetzten und den Kupplungszapfen (21) in einer Betriebsposition
hintergreifenden Verriegelungselement (23) besteht und das Verriegelungselement mit
einer Verschiebeeinrichtung (17) kuppelbar ausgebildet ist.
2. Walzwerksantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungszapfen (21) eine Fußplatte (24) zur stirnseitigen Befestigung am Laufzapfen
(9, 10) der Walze aufweist und von dieser Fußplatte ein Kupplungshaken (25) mit mindestens
einer Verriegelungsfläche (28, 29) aufragt, dass in das Verriegelungselement (23)
eine Längsnut (26) mit mindestens einer Gegenverriegelungsfläche (30, 31) eingefräst
ist und die Längsnut zum Ein- und Ausführen des Kupplungshakens (25) an einer Stelle
eine Kuppelöffnung (37) aufweist, dass das Verriegelungselement (23) zum Lösen und
Verbinden der Ein-und Entkoppeleinrichtung (13) mit der Verschiebeeinrichtung (17)
in eine Löseposition bringbar ist, bei der die Kuppelöffnung (37) im Verriegelungselement
(23) mit dem Kupplungshaken (25) fluchtet und das Verriegelungselement in eine Betriebsposition
bringbar ist, bei der die Verriegelungsfläche (28, 29) am Kupplungshaken (25) der
Gegenverriegelungsfläche (30, 31)am Verriegelungselement (23) gegenüberliegt.
3. Walzwerksantrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungshaken (25) T-förmig ausgebildet ist und das Verriegelungselement (23)
eine T-förmig ausgebildete Längsnut (26) aufweist.
4. Walzwerksantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachsen (14, 15) des Laufzapfens (9) der Walze, die Drehachse (27) des Kupplungszapfen
(21) und die Drehachse (32) der Kupplungshülse (22) des Spindelkopfes (11, 12) zueinander
fluchtend angeordnet sind und die Längsachse (34) des Verriegelungselementes (23)
quer zu dieser Drehachse (14, 15, 27, 32) orientiert ist und diese schneidet.
5. Walzwerksantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (23) eine kreiszylindrische Außenkontur aufweist und in
eine in der Kupplungshülse (22) radial ausgerichtete kreiszylindrische Bohrung, vorzugsweise
eine Sacklochbohrung 33, verdrehgesichert eingesetzt ist.
6. Walzwerksantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Verriegelungselement (23) zur Fixierung seiner Betriebsposition eine vorgespannte
Spannfeder (38) zwischen dem Verriegelungselement und einem festen Anschlag (44) an
der Kupplungshülse (22) zugeordnet ist.
7. Walzwerksantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens an einer Seite des Verriegelungselementes (23) eine Aufnahme für eine
Verschiebeeinrichtung (17) angeordnet ist.
8. Walzwerksantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebeeinrichtung (17) einen Druckmittelzylinder (62), vorzugsweise einem
Standard-Hydraulikzylinder umfasst.
9. Walzwerksantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungshülse (22) eine umlaufende Ringnut (54) aufweist, dass der Ringnut mindestens
eine Stützfläche (55) einer Spindelabstützung (16) gegenüberliegt und diese mindestens
eine Stützfläche (55) die Kupplungshülse (22) abstützend mit der Ringnut in Eingriff
bringbar ausgebildet ist und dass die Verschiebeeinrichtung (17) für das Verriegelungselement
(23) zur Sicherung einer synchronen Bewegung der Verschiebeeinrichtung und der Stützfläche
der Spindelabstützung mit dem Verriegelungselement verbunden ist.
10. Walzwerksantrieb nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebeeinrichtung (17) an der verlagerbaren Spindelabstützung (16) starr
befestigt ist.
11. Walzwerksantrieb nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebeeinrichtung (17) und die Stützflächen (55) der Spindelabstützung (16)
mit einer Steuerung, vorzugsweise einer Gleichlaufsteuerung zur Synchronisierung ihres
Bewegungsablaufes verbunden sind.
1. Rolling mill drive, comprising drive spindles (7, 8) disposed between drive units
(6) and driven rolls (2, 3) and ending in spindle heads (11, 12), wherein respectively
one spindle head (11, 12) is detachably connected to the neck (9, 10) of a roll, in
particular of a work roll, and wherein a coupling and decoupling device (13) is disposed
between the neck of the roll and the spindle head of the drive spindle, characterized in that the coupling and decoupling device (13) comprises a coupling sleeve (22), a wobbler
(21) detachably inserted in the coupling sleeve, and a locking element (23), which
is arranged displaceably transversely to the rotational axis (14, 15) of the roll
neck (9, 10) of the roll (2, 3), is inserted in the coupling sleeve (22) and, in an
operating position, back-grips the wobbler (21), and the locking element is configured
such that it can be coupled to a displacement device (17).
2. Rolling mill drive according to Claim 1, characterized in that the wobbler (21) has a base plate (24) for end-face attachment to the neck (9, 10)
of the roll, and a coupling hook (25) having at least one locking surface (28, 29)
juts up from this base plate, in that a longitudinal groove (26) having at least one counter-locking surface (30, 31) is
milled into the locking element (23), and the longitudinal groove, for the introduction
and extraction of the coupling hook (25), has at one place a coupling opening (37),
in that the locking element (23), for the detachment and connection of the coupling and decoupling
device (13), can be brought with the displacement device (17) into a release position
in which the coupling opening (37) in the locking element (23) is aligned with the
coupling hook (25), and the locking element can be brought into an operating position
in which the locking surface (28, 29) on the coupling hook (25) lies opposite the
counter-locking surface (30, 31) on the locking element (23).
3. Rolling mill drive according to Claim 2, characterized in that the coupling hook (25) is of T-shaped configuration and the locking element (23)
has a longitudinal groove (26) of T-shaped configuration.
4. Rolling mill drive according to one of the preceding claims, characterized in that the rotational axis (14, 15) of the neck (9) of the roll, the rotational axis (27)
of the wobbler (21) and the rotational axis (32) of the coupling sleeve (22) and of
the spindle head (11, 12) are arranged in mutual alignment, and the longitudinal axis
(34) of the locking element (23) is orientated transversely to this rotational axis
(14, 15, 27, 32) and intersects the latter.
5. Rolling mill drive according to one of the preceding claims, characterized in that the locking element (23) has a circular-cylindrical outer contour and is inserted
in a torsionally secured manner in a circular-cylindrical bore, preferably a blind
hole bore (33), radially aligned in the coupling sleeve (22).
6. Rolling mill drive according to one of the preceding claims, characterized in that assigned to the locking element (23), for the fixing of its operating position, is
a pretensioned tension spring (38) between the locking element and a fixed stop (44)
on the coupling sleeve (22).
7. Rolling mill drive according to one of the preceding claims, characterized in that at least on one side of the locking element (23) there is disposed a receiving fixture
for a displacement device (17).
8. Rolling mill drive according to one of the preceding claims, characterized in that the displacement device (17) comprises a pressure medium cylinder (62), preferably
a standard hydraulic cylinder.
9. Rolling mill drive according to one of the preceding claims, characterized in that the coupling sleeve (22) has a circumferential ring groove (54), in that lying opposite the ring groove is at least one supporting surface (55) of a spindle
support (16), and this at least one supporting surface (55) is configured such that,
supporting the coupling sleeve (22), it can be brought into engagement with the ring
groove, and in that the displacement device (17) for the locking element (23), for the securement of
a synchronous movement of the displacement device and of the supporting surface of
the spindle support, is connected to the locking element.
10. Rolling mill drive according to Claim 9, characterized in that the displacement device (17) is rigidly attached to the movable spindle support (16).
11. Rolling mill drive according to Claim 9, characterized in that the displacement device (17) and the supporting surfaces (55) of the spindle support
(16) are connected to a control system, preferably a synchronizing control system
for the synchronization of its motional sequence.
1. Entraînement de laminoir, comprenant des broches d'entraînement (7, 8) disposées entres
des organes d'entraînement (6) et des cylindres entraînés (2, 3), qui se terminent
par des têtes de broches (11, 12), une tête de broche (11, 12) étant à chaque fois
connectée de manière amovible au tourillon de roulement (9, 10) d'un cylindre, notamment
d'un cylindre de travail, un dispositif de couplage et de découplage (13) étant disposé
entre le tourillon de roulement du cylindre et la tête de broche de la broche d'entraînement,
caractérisé en ce que le dispositif de couplage et de découplage (13) est constitué d'un manchon d'accouplement
(22), d'un tourillon d'accouplement (21) inséré de manière amovible dans le manchon
d'accouplement et d'un élément de verrouillage (23) déplaçable transversalement à
l'axe de rotation (14, 15) du tourillon de roulement (9, 10) du cylindre (2, 3), inséré
dans le manchon d'accouplement (22) et venant en prise par l'arrière avec le tourillon
d'accouplement (21) dans une position de fonctionnement, et l'élément de verrouillage
est réalisé de manière à pouvoir s'accoupler avec un dispositif de coulissement (17).
2. Entraînement de laminoir selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tourillon d'accouplement (21) présente une plaque de base (24) pour la fixation
frontale au tourillon de roulement (9, 10) du cylindre, et un crochet d'accouplement
(25) avec au moins une surface de verrouillage (28,29) dépasse de cette plaque de
base, en ce qu'une rainure longitudinale (26) avec au moins une contre-surface de verrouillage (30,
31) est fraisée dans l'élément de verrouillage (23) et la rainure longitudinale présente,
pour l'insertion et le retrait du crochet d'accouplement (25) en un endroit une ouverture
d'accouplement (37), en ce que l'élément de verrouillage (23), pour libérer et connecter le dispositif de couplage
et de découplage (12) au dispositif de coulissement (17), peut être amené dans une
position de libération dans laquelle l'ouverture d'accouplement (37) dans l'élément
de verrouillage (23) est en affleurement avec le crochet d'accouplement (25) et l'élément
de verrouillage peut être amené dans une position de fonctionnement dans laquelle
la surface de verrouillage (28, 29) sur le crochet d'accouplement (25) est en regard
de la contre-surface de verrouillage (30, 31) sur l'élément de verrouillage (23).
3. Entraînement de laminoir selon la revendication 2, caractérisé en ce que le crochet d'accouplement (25) est réalisé en forme de T et l'élément de verrouillage
(23) présente une rainure longitudinale (26) réalisée en forme de T.
4. Entraînement de laminoir selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les axes de rotation (14, 15) du tourillon de roulement (9) du cylindre, l'axe de
rotation (27) du tourillon d'accouplement (21) et l'axe de rotation (32) du manchon
d'accouplement (22) de la tête de broche (11, 12) sont disposés en affleurement les
uns par rapport aux autres et l'axe longitudinal (34) de l'élément de verrouillage
(23) est orienté transversalement par rapport à ces axes de rotation (14, 15, 27,
32) et les coupe.
5. Entraînement de laminoir selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de verrouillage (23) présente un contour extérieur cylindrique circulaire
et est inséré dans un alésage cylindrique circulaire orienté radialement dans le manchon
d'accouplement (22), de préférence un alésage borgne (33), de manière fixe en rotation.
6. Entraînement de laminoir selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on associe à l'élément de verrouillage (23), pour la fixation de sa position de
fonctionnement, un ressort de serrage précontraint (38) entre l'élément de verrouillage
et une butée fixe (44) sur le manchon d'accouplement (22).
7. Entraînement de laminoir selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on dispose au moins sur un côté de l'élément de verrouillage (23) un logement pour
un dispositif de coulissement (17).
8. Entraînement de laminoir selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de coulissement (17) comprend un vérin à fluide sous pression (62),
de préférence un vérin hydraulique standard.
9. Entraînement de laminoir selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le manchon d'accouplement (22) présente une rainure annulaire périphérique (54),
en ce que la rainure annulaire est en regard d'au moins une surface de support (55) d'un support
de broche (16) et cette au moins une surface de support (55) est réalisée de manière
à pouvoir être amenée en prise avec la rainure annulaire en supportant le manchon
d'accouplement (22) et en ce que le dispositif de coulissement (17) pour l'élément de verrouillage (23) est connecté
à l'élément de verrouillage pour assurer un mouvement synchrone du dispositif de coulissement
et de la surface de support du support de broche.
10. Entraînement de laminoir selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif de coulissement (17) est fixé rigidement au support de broche déplaçable
(16).
11. Entraînement de laminoir selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif de coulissement (17) et les surfaces de support (55) du support de
broche (16) sont connectés à une commande, de préférence une commande de synchronisation,
pour synchroniser l'allure de leurs mouvements.
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