[0001] Die Erfindung betrifft eine Fugendichtung zum Abdichten einer Bauteilfuge, welche
in einem inneren Fugenbereich ein Dämm-Material und in wenigstens einem stirnseitigen
Fugenrandbereich ein Dichtmaterial umfasst. Eine derartig aufgebaute Fugendichtung
findet im Baubereich häufig Verwendung, beispielsweise zum Abdichten von Rissen in
einem Baukörper, zum Anschließen von Fertigbauteilen aneinander oder zum Anschließen
von Bauteilen an einen Baukörper. Die Erfindung betrifft dabei insbesondere das Anschließen
von Tür- oder Fensterrahmen sowie Rollladenkästen an Tür- bzw. Fensteröffnungen des
Baukörpers.
[0002] In den letzten Jahren sind im Rahmen eines verbesserten Klima- und Umweltschutzes
die Anforderungen an den Wärme- und auch Schallschutz in Gebäuden immer größer geworden.
Beim Anschluss von Fenstern und Türen wird dabei eine weitgehende Trennung von Raum-
und Außenklima gefordert. Die entsprechenden Vorschriften für den Wärmeschutz sind
beispielsweise in der Norm DIN V 4108 dargelegt. Richtlinien für den fachgerechten
Einbau von Fenstern finden sich außerdem im "Leitfaden zur Montage" der RAL-Gütegemeinschaft,
Frankfurt am Main, 2000.
[0003] Bei der Beurteilung, ob und in welchem Umfang ein Fenster im Baukörper den Umgebungseinflüssen
hinreichend standhält, findet häufig das so genannte Ebenenmodell Anwendung. Dieses
soll anhand von Fig. 5 näher erläutert werden.
Gezeigt ist stark schematisiert ein Querschnitt entlang der Linie A-A in Fig. 6, welche
wiederum eine Draufsicht auf ein in einer Baukörperöffnung montiertes Fenster zeigt.
Dargestellt ist in Fig. 5 lediglich der untere Anschlussbereich, während der obere
Bereich oberhalb des Fensterrahmens 2, der eine Glasscheibe 1 einfasst, nicht mehr
wiedergegeben ist. Der Anschluss zum Baukörper 5 erfolgt über den Blendrahmen 3, der
in die Fensteröffnung im Baukörper 5 eingepasst ist. Die Außenseite befindet sich
in Fig. 5 links, dort, wo das Außenfensterbrett 4 angeordnet ist, die Innenraumseite
entsprechend rechts in der Figur.
[0004] Der raumseitige Bereich von Fenster und umgebendem Baukörper wird für das Ebenenmodell
mit Ebene ① bezeichnet und ist für die Trennung von Raum- und Außenklima verantwortlich.
Ebene ③ bezeichnet den außenseitigen Bereich des Fensters und des umgebenden Baukörpers
und sorgt für den Wetterschutz. Zwischen beiden Ebenen liegt der so genannte Funktionsbereich,
der vor allem für den Wärme- und den Schallschutz zu sorgen hat und hier mit ② bezeichnet
ist.
[0005] Ebene ① muss so konstruiert sein, dass sie über die gesamte Fläche raumseitig luftdicht
ist, um zu verhindern, dass von der Raumseite Feuchtigkeit in das Innere der Konstruktion
eindringt und dort auskondensiert. Für die Ebene ③ ist dagegen lediglich erforderlich,
den Eintritt von Regenwasser von außen in die Konstruktion weitgehend zu verhindern.
Gegebenenfalls doch eingedrungene Feuchtigkeit muss nach außen hin wieder abdiffundieren
können. Hieraus ergibt sich, dass das Gesamtsystem aus Fenster, Fugendichtung und
umgebendem Baukörper so konstruiert sein muss, dass es innen dichter ist als außen.
[0006] Eine entscheidende Bedeutung zur Verwirklichung dieses Erfordernisses kommt dabei
der Anschlussfuge und deren Abdichtung zu. Für die RAL-Montage, das heißt die Fenstermontage
in Einklang mit dem "Leitfaden zur Montage" der RAL-Gütegemeinschaft sowie den einschlägigen
Vorschriften gemäß DIN V 4108, EN 12207, EN 12208 usw., hat sich ein mehrteiliger
Aufbau für die Anschlussfuge durchgesetzt. Allen Systemen ist gemeinsam, dass zunächst
der mittlere (innere) Bereich der Anschlussfuge mit einem Dämm-Material gefüllt wird.
Das Dämm-Material ist üblicherweise umlaufend um die gesamte Fuge vorhanden. Herkömmlich
eingesetzte Dämm-Stoffe sind Mineralwolle, natürliche Dämm-stoffe wie Naturfasern
oder Kork, Füllbänder oder Ortschaum. Mit den Dämm-Materialien des Standes der Technik
wird im Allgemeinen weder eine Abdichtung gegen Feuchtigkeit noch ein luftdichter
Anschluss erreicht. Für diese Abdichtung sind vielmehr sowohl auf der Raum- als auch
auf der Außenseite des Dämm-Materials Dichtmaterialien in den Fugenaußenbereichen
vorhanden. Für die Trennung von Raum- und Außenklima in Ebene ① ist dort das Dichtmaterial
umlaufend über die gesamte Länge der Fuge aufgetragen. Dies ist dagegen auf der Außenseite
(Ebene ③) in der Regel nicht der Fall. Hier soll ein nicht mit Dichtmaterial ausgefüllter
Bereich (beispielsweise unterhalb eines Außenfensterbretts 4, das die Anschlussfuge
vor dem Eintritt von Schlagregen schützt) die Diffusion von Feuchtigkeit aus der Fuge
heraus nach außen ermöglichen.
[0007] Als Dichtmaterialien sind im Stand der Technik verschiedene Systeme bekannt. Es handelt
sich dabei hauptsächlich um Bauabdichtungsbahnen, imprägnierte Schaumkunststoffbänder
sowie Dichtstoffe. Bei Bauabdichtungsbahnen handelt es sich um Folien aus Kunststoff,
die üblicherweise im Au-ßenbereich und nur zum Abdichten von Fensterbrettern oder
Rollladenkästen eingesetzt werden. Auf diese Dichtmaterialien soll hier nicht näher
eingegangen werden.
[0008] Imprägnierte Schaumkunststoffbänder sind imprägnierte Dichtungsbänder aus Schaumstoff,
die in vorkomprimiertem Zustand im Handel erhältlich sind. Nach Einbau in die Fensterfuge
dehnen sich die vorkomprimierten Bänder aus und dichten so die Fuge ab.
[0009] Dichtstoffe sind dauerelastische Kunststoffe, die üblicherweise in die Fuge eingespritzt
werden und dort aushärten.
[0010] Bei der Anschlussfuge zwischen Fenster und Baukörper handelt es sich um eine Bewegungsfuge,
die arbeitet. Entsprechend muss der Dichtstoff so gewählt werden, dass er eine hinreichende
Bewegungsaufnahmefähigkeit besitzt, um den Dehnungen und Stauchungen, denen er bei
Bewegungen der Bauteilfuge ausgesetzt ist, folgen zu können, ohne dabei zu reißen
und undicht zu werden. Um zu verhindern, dass es beim Dichtstoff zu einer so genannten
Dreiflankenhaftung kommt, wird im Stand der Technik zwischen Dämm-Material und Dichtstoff
ein so genanntes Hinterfüllmaterial eingelegt. Auf diese Weise soll im Stand der Technik
das Ein- oder Abreißen des Dichtstoffes aufgrund der Dreiflankenhaftung verhindert
werden. Als Hinterfüllmaterial dient im Allgemeinen eine Rundschnur aus Polyethylen,
die in die Bauteilfuge angrenzend an das Dämm-Material eingelegt wird. Anschließend
wird der Dichtstoff auf das Hinterfüllmaterial in die Bauteilfuge eingespritzt und
geglättet, um eine gleichmäßige und ebene Oberfläche zu erhalten.
[0011] Der Aufbau von Fugendichtungen, wie sie insbesondere beim Anschließen von Fenstern
und Türen im Stand der Technik Anwendung finden, ist schematisch in Figuren 7 und
8 dargestellt. Gezeigt ist jeweils der Fugenbereich zwischen der Fensterleibung 5
und dem Fensterblendrahmen 3 im Bereich des Schnittes entlang der Linie C-C in Fig.
6. Im Fall der Fig. 7 besteht die Fugendichtung 6 aus einem im Inneren der Fuge angeordneten
Dämm-Material 7, welches weder luftdicht noch schlagregendicht ist. Es kann sich beispielsweise
um einen überwiegend offenzelligen Polyurethanschaum handeln, der nur eine geringe
praktische Bewegungsaufnahme besitzt und daher Bewegungen der Bauteilfuge zwischen
Blendrahmen 3 und Leibung 5 nur schlecht folgen kann. Sowohl zur Innenraumseite (Ebene
①) als auch zur Wetterseite (Ebene ③) schließt sich an das Dämm-Material jeweils ein
Rundschnur 8 aus Polyethylen an. Diese dient als Hinterfüllmaterial, um eine Dreiflankenhaftung
des Dichtstoffes 9 zu verhindern, welcher in die stirnseitigen Randbereiche der Bauteilfuge
eingespritzt ist. Der Dichtstoff besteht üblicherweise aus Silicon oder Polyacrylat.
Um die Anforderung "innen dichter als außen" zu erfüllen, wird auf der Innenraumseite
① ein Dichtstoff 9 eingesetzt, der einen höheren Wasserdampfdiffusionswiderstand als
der Dichtstoff auf der Außenseite ③ aufweist.
[0012] Fig. 8 zeigt einen Aufbau einer Fugendichtung 6 des Standes der Technik, der sich
in Bezug auf die wetterseitige Abdichtung (Ebene ③) von derjenigen gemäß Fig. 7 unterscheidet.
Anstelle von Hinterfüllmaterial 8 und Dichtstoff 9 ist in Fig. 8 ein imprägniertes
Schaumkunststoffband 10 vorhanden. Auf diese Weise kann die Anzahl der Komponenten
in der Fugendichtung 6 gegenüber derjenigen in Fig. 7 reduziert werden. Vorkomprimierte
Dichtungsbänder haben jedoch den Nachteil, dass sie nur in einem bestimmten Kompressionsbereich
zu einer ausreichenden Dichtigkeit führen. Sie werden daher vom Hersteller gezielt
für bestimmte Fugenbreiten gefertigt, sodass für unterschiedliche Fugenbreiten auch
unterschiedliche vorkomprimierte Dichtungsbänder bereitgehalten werden müssen. Nachteilig
ist weiterhin, dass vorkomprimierte Dichtungsbänder glatte Gegenflächen und im Wesentlichen
über die gesamte Fugenlänge konstante Fugenbreiten benötigen, damit eine ausreichende
Dichtwirkung erzielt werden kann. Dies setzt im Allgemeinen gesäuberte, verputzte
Fugen gleichmäßiger Fugenbreite über die Fugenlänge voraus.
[0013] Ähnliche Probleme wie im Falle der vorkomprimierten Dichtungsbänder treten auch bei
den als Hinterfüllmaterial verwendeten Polyethylen-Rundschnüren auf. Sie können ebenfalls
nicht für jede beliebige Fugenbreite verwendet werden, sondern sind jeweils nur für
bestimmte Fugenbreitebereiche einsetzbar. Nachteilig ist weiterhin der komplizierte
Aufbau der Fugendichtung aus drei verschiedenen Komponenten, was die Herstellung der
Fugendichtung aufwändig und zeitraubend macht.
[0014] Es bestand daher ein Bedarf an einer Fugendichtung, insbesondere für das Anschließen
von Fenstern und Türen in einem Baukörper, die die obigen Nachteile nicht aufweist.
Die Fugendichtung sollte aus möglichst wenigen Komponenten bestehen, einfach und schnell
herstellbar und universell auf verschiedenste Fugenbreiten anwendbar sein. Sie sollte
dabei dennoch die einschlägigen Normen und insbesondere die im "Leitfaden für die
Montage" der RAL-Gütegemeinschaft aus dem Jahr 2000 vorgegebenen Richtlinien erfüllen.
Aufgabe der Erfindung ist es entsprechend, eine derartige Fugendichtung und ein Verfahren
zu ihrer Herstellung bereitzustellen.
[0015] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mit der Fugendichtung gemäß Anspruch 1 sowie dem
Verfahren gemäß Anspruch 15. Bevorzugte Weiterbildungen und Verfahrensvarianten sind
den jeweiligen Unteransprüchen zu entnehmen.
[0016] In ihrem ersten Aspekt betrifft die Erfindung eine Fugendichtung zum Abdichten einer
Bauteilfuge, welche in einem inneren Fugenbereich ein Dämm-Material und in wenigstens
einem stirnseitigen Fugenrandbereich ein Dichtmaterial umfasst. Erfindungsgemäß besteht
das Dämm-Material aus einem einkomponentigen, feuchtigkeitsvernetzten, elastischen
Polymerschaum. Unmittelbar an das Dämm-Material angrenzend befindet sich das Dichtmaterial,
das aus einem Dichtstoff besteht, der einkomponentig, feuchtigkeitsvernetzt und vor
dem Aushärten spritzbar ist. Er weist eine Elastizität auf, die im Wesentlichen gleich
oder höher ist als diejenige des Dämm-Materials.
[0017] Im Unterschied zu den Fugendichtungen des Standes der Technik, die einen spritzbaren
Dichtstoff verwenden, ist in der erfindungsgemäßen Fugendichtung kein Hinterfüllmaterial
zwischen Dämm-Material und Dichtstoff vorhanden. Im Stand der Technik diente das Hinterfüllmaterial
- meist eine Polyethylen-Rundschnur - dazu, eine Dreiflankenhaftung des Dichtstoffs
in der Fuge zu verhindern. In der Erfindung dagegen wird die Entstehung von Rissen
im Dichtmaterial aufgrund von Bewegungen der Bauteilfuge durch gezielte Auswahl der
Eigenschaften des Dichtstoffs selbst verhindert. Als Dämm-Material wird erfindungsgemäß
ein elastischer Polymerschaum eingesetzt, der aufgrund seiner Elastizität Bewegungen
in der Bauteilfuge absorbiert und diesen folgt. Da der Dichtstoff erfindungsgemäß
unmittelbar an das Dämm-Material angrenzend angeordnet ist, werden diese Bewegungen
auch auf den Dichtstoff übertragen. Erfindungsgemäß weist der Dichtstoff jedoch eine
Elastizität auf, die wenigstens derjenigen des Dämm-Materials entspricht und bevorzugt
größer ist als diese. Dadurch kann der Dichtstoff den Bewegungen des Dämm-Materials
und denjenigen der Bauteilfuge folgen, ohne dass es zu Rissen im Dichtstoff selbst
oder zum Abreißen von den Fugenwänden oder vom Dämm-Material kommt. Die Anwesenheit
eines Hinterfüllmaterials zur Verhinderung der Rissbildung ist daher nicht mehr erforderlich.
Auf diese Weise kann der Aufbau der Fugendichtung gegenüber dem Stand der Technik
deutlich vereinfacht werden.
[0018] Ein weiterer Vorteil bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Fugendichtung besteht
darin, dass der Dichtstoff, bevor er ausgehärtet ist, spritzbar ist. Weiter ist er
einkomponentig und feuchtigkeitsvernetzend. Für seine Aufbringung ist es deshalb lediglich
erforderlich, ihn mit einem geeigneten Applikator, wie einer Spritzpistole, auf das
Dämm-Material zu spritzen. Diese Art der Aufbringung ist nicht nur schnell und einfach
möglich, sondern hat auch den Vorteil, dass sie für die verschiedensten Fugenbreiten
praktikabel ist. Anders als im Falle vorkomprimierter Dichtungsbänder ist weder eine
über die Fugenlänge gleichmäßige Fugenbreite notwendig, noch muss die Fuge zuvor behandelt
und geglättet werden.
[0019] Bevorzugt wird auch das Dämm-Material in die Fuge eingespritzt, sodass bei der einfachsten
Variante der erfindungsgemäßen Fugendichtung lediglich zwei Applikationsvorgänge notwendig
sind, um eine Fugendichtung zu erhalten, die beispielsweise den Vorschriften nach
DIN V 4108 und den Richtlinien der RAL-Gütegemeinschaft entspricht. Gegenüber den
bisher bekannten Fugendichtungen stellt dies eine erhebliche Vereinfachung und Kostenersparnis
dar.
[0020] Als Dämm-Material können an sich bekannte einkomponentige, feuchtigkeitsvernetzte,
elastische Polymerschäume eingesetzt werden. Geeignet sind grundsätzlich alle elastischen
Ortschäume, die bereits bisher zum Abdichten von Fenster- und Türfugen verwendet wurden.
Besonders geeignet sind Polyurethanschäume, obwohl die Erfindung nicht auf solche
beschränkt ist, sondern andere Polymerschäume wie solche auf Basis von Silicon oder
Acrylat ebenfalls denkbar sind. Die meisten bisher als Ortschäume verwendeten Polymerschäume
weisen eine geringe Luftdichtigkeit und Schlagregendichtigkeit auf. Aus diesem Grund
ist ihre Verwendung weniger bevorzugt, da sie zur Einhaltung der Normen DIN V 4108,
EN 12207 und EN 12208 sowie zur Einhaltung der RAL-Montagerichtlinien auf beiden Fugenstirnseiten
mit Dichtmaterial abgedichtet werden müssen. Die Fugendichtung besitzt dann also den
Aufbau Dichtmaterial - Dämm-Material - Dichtstoff.
[0021] Ein besonders einfacher Aufbau der erfindungsgemäßen Fugendichtung ist dagegen möglich,
wenn das Dämm-Material selbst eine hohe Schlagregendichtigkeit und Luftdichtigkeit
besitzt. Aus diesem Grund wird bevorzugt ein Polymerschaum eingesetzt, der bei der
Prüfung der Luftdurchlässigkeit nach den Normen EN 1026 und EN 12207 bis zu einem
Druck von mindestens 300 Pa luftdicht ist. Besonders bevorzugt ist eine Luftdichtigkeit
bis 600 Pa. Zusätzlich oder alternativ dazu besitzt der Polymerschaum bevorzugt eine
Schlagregendichtheit, die gewährleistet, dass bis zu einem Prüfdruck von mindestens
300 Pa und bevorzugt bis zu 600 Pa gemäß Normen EN 1027 und EN 12208 kein Wassereintrag
stattfindet.
[0022] Um diese Eigenschaften zu erreichen, wird bevorzugt ein überwiegend geschlossenzelliger
Weichzellschaum eingesetzt. Unter "überwiegend geschlossenzellig" soll hier verstanden
werden, dass der Anteil an geschlossenen Zellen (ASTM D-2856) mindestens 50 % beträgt.
Bevorzugt ist eine Geschlossenzelligkeit von mindestens 70 %, besonders bevorzugt
von mindestens 80 % und insbesondere mindestens 90 %.
[0023] Während die meisten bekannten Ortschäume, wie erwähnt, eine relativ geringe Elastizität
aufweisen, werden erfindungsgemäß bevorzugt solche Polymerschäume verwendet, die eine
große praktische Bewegungsaufnahme aufweisen. Geeignet sind besonders solche Polymerschäume,
die nach ihrer Aushärtung eine Reißdehnung (DIN 53430) von mindestens 15 % aufweisen.
Besonders zweckmäßig sind Polymerschäume mit einer Reißdehnung zwischen 20 und 40
%.
[0024] Zusätzlich oder alternativ zu den genannten Eigenschaften weist der Polymerschaum
im Hinblick auf eine ausreichende Wärmedämmung zweckmäßig eine Wärmeleitfähigkeit
nach DIN 52612 von maximal 0,1 W/mK auf. Besonders bevorzugt sind hier Werte von höchstens
0,05 W/mK.
[0025] Ein bevorzugter Polymerschaum ist ein weichzelliger Polyurethanschaum auf der Basis
von MDI (2,4- und/oder 4,4-Diphenyldiisocyanat) und Polyetherpolyol/Polyesterpolyol.
Bevorzugt ist dabei ein Polyurethanschaum, in dem neben einem Gemisch aus überwiegend
langkettigem Polyetherpolyol und kurzkettigem Polyetherpolyol auch geringere Mengen
eines Gemisches aus aliphatischem und aromatischem Polyesterpolyol in der Polyolkomponente
vorhanden sind. Unter "langkettig' soll dabei insbesondere eine Anzahl von wenigstens
8 Kohlenstoffatomen verstanden werden, unter "kurzkettig" entsprechend weniger als
8 Kohlenstoffatome.
[0026] Wie bereits erwähnt, ist der in der erfindungsgemäßen Fugendichtung verwendete Dichtstoff
im Hinblick auf seine Elastizität auf das verwendete Dämm-Material angepasst. Entsprechend
sind solche Dichtstoffe bevorzugt, die im ausgehärteten Zustand eine Shore A-Härte
nach DIN 5305 im Bereich von 10 bis 60 besitzen. Besonders geeignet sind solche mit
einer Härte nach Shore A von 10 bis 40 und zweckmäßig 15 bis 35. Alternativ oder zusätzlich
zu der genannten Shore A-Härte besitzt der Dichtstoff wenigstens eine der folgenden
Eigenschaften:
- eine Bruchdehnung von mindestens 200 % und bevorzugt mindestens 250 %
- eine Reißdehnung nach DIN 53430 von mindestens 15 %, bevorzugt zwischen 20 und 40
%.
[0027] Im Hinblick auf ihre chemische Zusammensetzung können grundsätzlich alle einkomponentigen,
feuchtigkeitsvernetzten und vor dem Aushärten spritzbaren Dichtstoffe verwendet werden,
die mit dem verwendeten Dämm-Material sowie mit den zu verfugenden Materialien kompatibel
sind. Aus Umweltschutzgründen sind die verwendeten Dichtstoffe möglichst im Wesentlichen
und bevorzugt ganz frei von organischen Lösemitteln. Darunter sollen insbesondere
solche flüchtigen organischen Verbindungen verstanden werden, die einen Dampfdruck
von mindestens 0,1 hPa bei 20 °C und einen Siedepunkt von höchstens 260 °C bei 1013,25
hPa besitzen. Bevorzugt sind insbesondere keine halogenierten Löse- und Treibmittel
vorhanden. "Im Wesentlichen frei" bezeichnet einen maximalen Lösemittelanteil im spritzbaren,
nicht ausgehärteten Dichtstoff von maximal 5 Gew.-%.
[0028] Als besonders geeignete Dichtstoffe haben sich so genannte MS-Polymere erwiesen,
also silylterminierte Polymere, die unter dem Einfluss von Feuchtigkeit vernetzen.
Unter diesen sind wiederum silanmodifizierte Polyether besonders geeignet. Derartige
Verbindungen sind beispielsweise beschrieben in DE 3816808 C1, DE 4019074 C1, DE 4119484
A1, DE 4210277 C2, DE 19502128 A1, DE 69511581 T2, DE 10130889 A1 und den dort zitierten
Veröffentlichungen. Das silanmodifizierte Polyether-Prepolymer, welches die Basis
des derzeit bevorzugten Dichtstoffs ist, ist bevorzugt acrylmodifiziert und insbesondere
frei von Phthalaten. Eine besonders geeignete derartige Dichtmasse ist unter der Bezeichnung
Cosmosplast® MS 1696 von der Weiss Chemie + Technik GmbH & Co. KG, Haiger, DE, erhältlich.
[0029] Um für eine ausreichende Wasserdampfdiffusionsdichtheit der Fugendichtung zu sorgen,
besitzt der Dichtstoff bevorzugt eine Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl von mindestens
900 und insbesondere von mindestens 1000. Ausgedrückt als Sd-Wert beträgt der Diffusionswiderstand
zweckmäßig mindestens 1,8 m und bevorzugt mindestens 2 m bei einer Schichtdicke von
2 mm des ausgehärteten Dichtstoffs.
[0030] Die erfindungsgemäße Fugendichtung eignet sich zum Abdichten einer Vielzahl von Bauteilen
und Fugen. Angefangen bei dem Abdichten von Mauerdurchbrüchen oder anderen Hohlräumen
geht die Anwendung über das Abdichten von Platten und Verputzstützen bis hin zum Füllen
von Anschlussfugen wie beispielsweise im Holzbau und Fertigteilhausbau. Besonders
geeignet ist die erfindungsgemäße Fugendichtung zum luftdichten Abdichten von Bauanschlussfugen
mit hoher Bewegungsaufnahme. Eine besonders bevorzugte Anwendung liegt im Anschließen
von Tür- oder Fensterrahmen oder einem Rollladenkasten an einen Baukörper. Hier können
bei der Verwendung eines ausreichend schlagregen- und luftdichten Dämm-Materials,
auf die bereits hingewiesen wurde, bei einem äußerst einfachen Fugendichtungsaufbau
Bauanschlussfugen hergestellt werden, die ohne Weiteres die Anforderungen an die Schlagregendichtheit
nach Norm EN 12208 der Klasse 9A und/oder an die Luftdurchlässigkeit nach Norm EN
12207 der Klasse 4 erfüllen. Dies gelingt bereits bei einem zweiteiligen Aufbau der
Fugendichtung.
[0031] Bevorzugt ist entsprechend ein Aufbau der erfindungsgemäßen Fugendichtung, bei welcher
lediglich auf einer Seite des Dämm-Materials Dichtstoff vorhanden ist, nämlich auf
der Innenraumseite. Dabei kann der Dichtstoff so aufgetragen werden, dass er sich
zumindest teilweise noch innerhalb der Bauteilfuge befindet. Möglich ist es aber auch,
dass das Dämm-Material die Bauteilfuge zumindest auf der Dichtstoffseite bis zum Fugenrand
vollständig ausfüllt und der Dichtstoff auf die Stirnseite des Dämm-Materials aufgetragen
wird und sich so außerhalb der Bauteilfuge befindet. Gleiches gilt auch für einen
beidseitigen Auftrag des Dichtstoffs. Um auf der Innenraumseite einen dampfdiffusions-
und luftdichten Abschluss zu schaffen, ist der Dichtstoff zweckmäßig so auf das Dämm-Material
aufgetragen, dass er die Bauteilfuge über deren gesamte Länge und deren gesamte Breite
abdichtet. Eine derartige Fugendichtung erfüllt ohne Weiteres die Anforderung "innen
dichter als außen", da der Dichtstoff einen größeren Dampfdiffusionswiderstand besitzt
als das Dämm-Material. Eventuell in die Bauteilfuge gelangte Feuchtigkeit kann daher
leicht nach außen, zur Wetterseite hin, abdiffundieren. Eine zusätzliche Abdichtung
der Wetterseite dagegen ist nicht erforderlich, wenn das Dämm-Material, wie es erfindungsgemäß
bevorzugt ist, eine ausreichende Luft- und Schlagregendichtigkeit besitzt. Es ist
dann ausreichend, die Außenfuge auf an sich bekannte Weise abzudecken oder zu verputzen.
[0032] Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, auch auf der Außenseite des Dämm-Materials ein
Dichtmaterial anzuordnen. Dabei kommen dann grundsätzlich alle Dichtmaterialien des
Standes der Technik in Betracht, die bereits bisher an der entsprechenden Stelle eingesetzt
wurden. Beispielhaft können die bereits eingangs erwähnten vorkomprimierten Dichtungsbänder
erwähnt werden. Auch ein Dichtstoff kann zur außenseitigen Abdichtung verwendet werden.
Wird seine Elastizität an diejenige des Dämm-Materials angepasst, kann, wie beschrieben,
auch auf dieser Seite das Hinterfüllmaterial weggelassen werden. Wird auf der Außenseite
des Dämm-Materials ebenfalls ein Dichtmaterial verwendet, besitzt dieses zweckmäßig
einen geringeren Dampfdiffusionswiderstand als das Dichtmaterial der Innenseite, um
ein Abdiffundieren von Feuchtigkeit nach außen zu ermöglichen. Zweckmäßig ist außerdem
das Dichtungsmaterial auf der Außenseite nicht vollständig über die gesamte Fugenlänge
umlaufend vorhanden, wie dies bereits grundsätzlich aus dem Stand der Technik bekannt
ist.
[0033] Nachfolgend soll ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemäßen
Fugendichtung näher beschrieben werden. Zunächst wird der innere Fugenbereich auf
an sich bekannte Weise mit dem Dämm-Material ausgeschäumt. Anschließend muss gegebenenfalls
überschüssiges Dämm-Material durch Beschneiden entfernt und die Oberfläche begradigt
werden. Danach wird der Dichtstoff unmittelbar auf die Oberfläche des Dämm-Materials
aufgetragen. Falls erforderlich, kann der Dichtstoff anschließend geglättet werden.
Nach dem Aushärten des Dichtstoffs ist die erfindungsgemäße Fugendichtung bereits
fertig.
[0034] Vor dem Auftragen des Dichtstoffs, was vorzugsweise derart erfolgt, dass der Dichtstoff
mit Hilfe einer Spritzpistole aus einer Kartusche oder einem Schlauchbeutel ausgepresst
wird, sind grundsätzlich keinerlei Vorbehandlungsschritte erforderlich. Beispielsweise
ist es nicht notwendig, die Fugenwände zu glätten und die Fugenbreite auf einen im
Wesentlichen konstanten Wert einzustellen, wie dies beim Einlegen eines vorkomprimierten
Dichtungsbandes notwendig ist. Auch das Auftragen eines Primers zur Haftvermittlung
ist grundsätzlich nicht notwendig, aber denkbar. Sinnvoll kann es jedoch sein, die
Bauteilfuge zu befeuchten, um das Aushärten der feuchtigkeitsvernetzenden Komponenten
zu vergleichmäßigen und zu beschleunigen. Das Befeuchten erfolgt entweder vor dem
Auftragen des Dämm-Materials, nach dessen Auftragen, vor oder nach dem Auftragen des
Dichtstoffs oder zu mehreren der genannten Zeitpunkte.
[0035] Da sowohl das Dämm-Material als auch der Dichtstoff zweckmäßig in die Bauteilfuge
gespritzt werden, sind erfindungsgemäße Fugendichtung und erfindungsgemäßes Verfahren
unabhängig von der jeweils vorgefundenen Fugenbreite einsetzbar. Besonders effektiv
lässt sich der Dichtstoff auftragen, wenn die verwendete Spritzpistole mit einer Flachdüse
versehen ist, durch die der Dichtstoff ausgepresst wird. Diese Flachdüse weist zweckmäßig
eine Schlitzhöhe auf, die im Wesentlichen der gewünschten Schichtdicke der Dichtstoffschicht
entspricht. Geeignete Schlitzhöhen liegen zwischen 0,5 und 5 mm, bevorzugt zwischen
1 und 3 mm. Die Schlitzbreite der Flachdüse wird zweckmäßig so gewählt, dass sie im
Wesentlichen der maximal abzudichtenden Fugenbreite entspricht. Geeignete Fugenbreiten
liegen zwischen 5 und 40 mm, bevorzugt zwischen 10 und 35 mm. Eine Flachdüse mit einer
Schlitzbreite von beispielsweise 30 mm sollte also zum Abdichten einer Bauteilfuge
mit einer maximalen Breite von etwa 30 mm verwendet werden.
[0036] Es können aber auch Bauteilfugen mit einer geringeren Breite, als der Schlitzbreite
der Flachdüse entspricht, mit dem Dichtstoff abgedichtet werden. Hierfür ist die Flachdüse
auf dem Behälter, der den Dichtstoff enthält, drehbar gelagert. Um die maximale Auftragungsbreite
des Dichtstoffs zu erhalten, wird die Flachdüse quer über der Fuge und im Wesentlichen
senkrecht zur Verarbeitungsrichtung ausgerichtet. Ist die Breite der Fuge jedoch geringer
als die Schlitzbreite der Flachdüse, wird letztere auf dem Behälter gedreht, sodass
der Schlitz schräg über der Fuge zu liegen kommt. Abhängig vom Drehwinkel der Flachdüse
lassen sich die verschiedensten Auftragungsbreiten entsprechend den vorgefundenen
Fugenbreiten beliebig einstellen.
[0037] Nach dem Auftragen des Dichtstoffs kann dessen Oberfläche, falls erforderlich, noch
geglättet werden. Hierfür kann auf an sich bekannte Weise ein herkömmliches Glättungswerkzeug,
beispielsweise ein geeigneter Spachtel, gegebenenfalls in Kombination mit einem tensidhaltigen
Glättungsmittel, verwendet werden.
[0038] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert werden. In
den Zeichnungen zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Fugendichtung im Querschnitt am Beispiel einer Fensterfuge;
- Fig. 2
- eine Spritzpistole zur Verwendung im erfindungsgemäßen Verfahren;
- Fig. 3 und 4
- verschiedene Einstellungsmöglichkeiten der Flachdüse der Spritzpistole gemäß Fig.
2 zur Einstellung unterschiedlicher Auftragungsbreiten für den Dichtstoff;
- Fig. 5
- einen Fensteranschluss im Querschnitt;
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf ein in einem Baukörper montiertes Fenster;
- Fig. 7 und 8
- jeweils eine Fensterfugendichtung des Standes der Technik im Querschnitt.
In den Figuren sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0039] Fig. 1 zeigt schematisch den Aufbau einer erfindungsgemäßen Fugendichtung 6 am Beispiel
einer Fensterfuge. Wie in Figuren 7 und 8 ist der Querschnitt entlang der Linie C-C
in Fig. 6 gezeigt. Die Fugendichtung 6 ist zwischen dem Blendrahmen 3 des Fensters
und der Fensterleibung 5 angeordnet und schließt beide Komponenten aneinander an.
Die Fugendichtung 6 besteht lediglich aus zwei Komponenten, nämlich dem Dämm-Material
7 und einem Dichtstoff 11, der unmittelbar an das Dämm-Material 7 angrenzend im stirnseitigen
Fugenrandbereich zur Innenraumseite ① hin angeordnet ist.
[0040] Bei dem Dämm-Material 7 handelt es sich um einen einkomponentigen, weichzelligen
Polyurethan-Füllschaum mit hoher Luftdichtigkeit und hoher Schlagregenbeständigkeit.
Er wird mit Hilfe einer Schaumpistole in den inneren Fugenbereich eingespritzt, expandiert
dort und schäumt diesen Fugenbereich aus. Im gezeigten Fall ist die Fuge vollständig
mit Polyurethan-Füllschaum ausgefüllt, was aber nicht zwingend ist. Es könnten auch
ein- oder beidseitig stirnseitige Fugenrandbereiche unausgefüllt bleiben. Der Polyurethanschaum
vernetzt unter Feuchtigkeitseinfluss. Um die Vernetzung zu fördern, kann die Fuge
vor dem Ausschäumen mit dem Polyurethan mit Wasser befeuchtet werden. Überschüssiger
Polyurethanschaum wird gegebenenfalls weggeschnitten, bevor von der Innenraumseite
① her Dichtstoff auf die Fuge zwischen Blendrahmen 3 und Fensterleibung 5 gespritzt
wird.
[0041] Bei dem Dichtstoff 11 handelt es sich um ein MS-Polymer auf der Basis eines silanmodifizierten
Polyether-Prepolymers. Dieses Polymer vernetzt ebenfalls unter dem Einfluss von Feuchtigkeit.
Auch in diesem Fall ist es daher sinnvoll, vor dem Auftragen des Dichtstoffes 11 und
eventuell auch danach den Bereich der Fuge, auf den der Dichtstoff aufgetragen werden
soll, zu befeuchten. Nach dem Auftragen des Dichtstoffes kann dessen Oberfläche gegebenenfalls
nochmals befeuchtet und geglättet werden. Nach dem Vernetzen des Dichtstoffes ist
die Herstellung der Fugendichtung 6 abgeschlossen.
[0042] Das Auftragen des Dichtstoffes 11, der üblicherweise in einem Schlauchbeutel oder
einer Kartusche gelagert wird, erfolgt zweckmäßig mit Hilfe einer Spritzpistole. Eine
geeignete Kartuschen-Pistole ist stark schematisiert in Fig. 2 dargestellt. In die
Pistole 12 ist bereits eine Kartusche 13, die den Dichtstoff 11 enthält, eingespannt.
Die Dosierung des Dichtstoffs erfolgt durch Ziehen des Hebels am Pistolengriff 14.
Auf die Auslassöffnung der Kartusche 13 ist eine Flachdüse 15 drehbar aufgesetzt.
Die Dosierung des Dichtstoffes 11 erfolgt durch den Schlitz 16 der Flachdüse 15. Die
Breite b des Schlitzes 16 definiert die maximale Fugenbreite, die mit dem Dichtstoff
11 aus der Spritzpistole 12 in einem Arbeitsgang befüllt werden kann.
[0043] Figuren 3 und 4 beschreiben, wie mit der Spritzpistole 12 Fugen verschiedener Breite
mit dem Dichtstoff 11 befüllt werden können, ohne dass dabei die Flachdüse 15 ausgewechselt
werden muss. Fig. 3 veranschaulicht dabei die Auftragung des Dichtstoffes 11 mit maximaler
Breite, während in Fig. 4 die Auftragung des Dichtstoffes 11 in geringerer Breite
dargestellt ist. Im Falle der Fig. 3 wird die Flachdüse 15 so über die Fuge und das
dort bereits aufgetragene Dämm-Material geführt, dass die Schlitzöffnung im Wesentlichen
senkrecht zur Vorschubrichtung steht, die durch den schwarzen Pfeil angezeigt ist.
Die Breite b der Schlitzöffnung entspricht dabei im Wesentlichen der Fugenbreite B.
Die Schichtdicke, mit welcher der Dichtstoff 11 aus der Flachdüse in die Fuge eingetragen
wird, ergibt sich im Wesentlichen aus der Höhe des Schlitzes h. Beispielsweise kann
h 2 mm betragen, b 30 mm.
[0044] Soll eine Spaltbreite von weniger als 30 mm mit Dichtstoff gefüllt werden, kann dies
ebenfalls unter Verwendung der gleichen Flachdüse geschehen. Hierzu wird die Flachdüse
in Richtung der in Fig. 2 dargestellten Pfeile auf der Kartusche gedreht. Der Schlitz
16 wird dabei quer über den Spalt gestellt und nimmt gegenüber der durch den schwarzen
Pfeil verdeutlichten Vorschubrichtung einen anderen Winkel als 90° ein. Die Drehung
erfolgt dabei soweit, dass die beiden äußeren Enden der Schlitzöffnung 16 über den
Kanten der Fuge der Breite B' zu liegen kommen.
[0045] Im Folgenden soll die Erfindung zusätzlich anhand eines Beispiels weiter erläutert
werden. Das Beispiel beschreibt eine bevorzugte erfindungsgemäße Fugendichtung, ohne
jedoch auf eine solche beschränkt zu sein, sowie einige Prüfergebnisse für diese Fugendichtung.
BEISPIEL 1
[0046] Eine gemäß Fig. 1 aufgebaute Anschlussfuge wurde unter Verwendung der folgenden Komponenten
hergestellt:
| Dämm-Material 7: |
Einkomponentiger, weichzelliger Polyurethan-Füllschaum mit den Eigenschaften: |
| |
Zusammensetzung vor dem Applizieren: |
| |
Polyolblend: |
| |
Langkettiges Polyetherpolyol |
330 Gew.-Teile |
| |
Aliphatisches Polyesterpolyol |
170 Gew.-Teile |
| |
Aromatisches Polyesterpolyol |
60 Gew.-Teile |
| |
Kurzkettiges Polyetherpolyol |
80 Gew.-Teile |
| |
Weichmacher |
330 Gew.-Teile |
| |
Schaumadditive |
30 Gew.-Teile |
| |
Polyolblend (wie oben) |
390 Gew.-Teile |
| |
Roh-MDI (Diphenylmethandüsocyanat) |
290 Gew.-Teile |
| |
Treibmittel |
169 Gew.-Teile |
| |
Zelligkeit |
fein |
| |
Klebfrei nach |
4 - 8 Min. |
| |
Schneidbar nach (20 mm-Strang) |
8-12 Min. |
| |
Ausgehärtet nach (20 mm-Strang) |
ca. 12 h |
| |
Verarbeitungstemperatur |
+5 - +25 °C |
| |
Optimale Verarbeitungstemperatur |
+20 °C |
| |
Zugfestigkeit (DIN 53430) |
5 - 6 N/cm2 |
| |
Reißdehnung (DIN 53430) |
27 % |
| |
Scherfestigkeit (DIN 54427) |
3 - 4 N/cm2 |
| |
Druckspannung bei 10 % Stauchung (DIN 53421) |
1 - 2 N/cm2 |
| |
Wasseraufnahme (DIN 53433) |
1,5 Vol.-% |
| |
Wärmeleitfähigkeit (DIN 52612) |
0,04 W/mK |
| |
Temperaturbeständigkeit (ausgehärtet, dauernd) |
-40 - +80 °C |
| |
Baustoffklasse (DIN 4102, Teil 1) |
B3 (DE: B2) |
Ein entsprechender PU-Schaum ist erhältlich von der Rathor AG, Appenzell, CH, sowie
von der Pichler Chemie, Berghausen, AT, unter der Bezeichnung PICHLER CHEMIE® Pistolen-Weichzellschaum.
| Dichtstoff 11: |
Einkomponentiges, feuchtigkeitsvernetzendes Silan-modifiziertes Polyether-Prepolymer
mit den folgenden Eigenschaften: |
| |
Festkörpergehalt |
100 % |
| |
Shore-Härte (Shore A nach DIN 5305; ausgehärtet) |
30 |
| |
Dichte (EN 542, 20 °C) |
1,4 g/cm3 |
| |
Hautbildung nach |
ca. 10 Min. |
| |
Aushärtezeit (20 °C, 50 % rel. Luftfeuchte, 2 mm Raupe) |
ca. 24 h |
| |
Praktische Dehnung |
27% |
| |
Bruchdehnung |
300 % |
| |
Rückstellvermögen |
70 % |
| |
Bruchfestigkeit (ISO 87339, 23 °C) |
0,45 N/mm2 |
| |
Dampfdiffusionswiderstandszahl |
1,1 · 103 |
| |
Sd-Wert (ausgehärtet, 2 mm Schichtdicke) |
2,2 m |
| |
Temperaturbeständigkeit |
-40 - +100 °C |
| |
Mindestverarbeitungstemperatur |
+5 °C |
Ein entsprechendes Silan-modifiziertes Polyether-Prepolymer ist erhältlich von der
Weiss Chemie + Technik GmbH & Co. KG, Haiger, DE, unter der Bezeichnung Cosmosplast®
MS 1696.
[0047] Die Fugendichtung wurde in einer Fenster- Bauanschlussfuge geprüft auf die Luftdurchlässigkeit
in Anlehnung an ÖNORM EN 1026 und ÖNORM EN 12207 (ÖNORM B 5300), Schlagregendichtheit
in Anlehnung an ÖNORM EN 1027 und ÖNORM EN 12208 (ÖNORM B5300) sowie in Bezug auf
VORNORM ÖNORM B 5320 in den jeweils zur Zeit der Prüfungen aktuellen Fassungen.
[0048] Um ein einflügeliges Holz-Einfach-Drehkippfenster mit den Stockaußenmassen von 1225
x 1475 mm B x H und einer Stockrahmendicke von 70 mm war ein Holzrahmen mit den Außenmaßen
1365 x 1635 B x H, Breite 54 mm und einer Dicke von 70 mm so montiert, dass dieser
Holzrahmen mit dem Stockrahmen außen flächenbündig war. Zwischen Stockrahmen und Holzrahmen
bestand demzufolge eine 16 mm vertikale und eine 26 mm horizontale Fugenbreite, 70
mm Fugentiefe. In diese Fuge wurde der PU-Füllschaum eingebracht.
[0049] Hierzu wurde eine Dose mit dem PU-Weichzellschaum auf eine herkömmliche Schaumpistole
(zum Beispiel Pichler Chemie Schaumpistole PP-65) aufgesetzt. Nach dem Befeuchten
der Fensterfuge mit Wasser wurde die Fensterfuge gleichmäßig, im Falle der vertikalen
Fugen von unten nach oben, ausgeschäumt. Der PU-Füllschaum wurde dabei so in den mittleren
Fugenbereich eingebracht, dass die Fensterfuge nicht vollständig ausgefüllt wurde.
Der PU-Füllschaum dehnt sich nach dem Einspritzen in die Fuge noch um etwas das Zwei-
bis Dreifache aus. Etwa 1 Minute nach dem Aufbringen des PU-Weichzellschaums wurde
erneut Wasser in die Fensteranschlussfuge und auf den PU-Schaum gesprüht, um das Aushärten
zu vergleichmäßigen. 30 Minuten später wurde überstehender PU-Schaum mit einem Vorschubklingenmesser
so entfernt, dass die Oberfläche des Füllschaums beidseitig bündig mit dem Stockrahmen
war. Anschließend wurde zur Rauminnenseite hin - über die Fensteranschlussfuge - eine
ca. 2 mm dicke Schicht des Dichtstoffes mittels Kartuschenauspresspistole auf den
PU-Schaum aufgebracht und nachträglich geglättet. Nach einer Wartezeit von ca. 24
Stunden wurden die Prüfungen durchgeführt.
[0050] Der Prüfstand bestand aus einem lotrechten Prüfschild, normal dazu angeordneten lotrechten
und waagrechten, festen und beweglichen Seitenwänden, die einen nach vorne offenen
Kasten bildeten. Das Prüfelement wurde an die offene Vorderseite dieses Kastens mittels
Gewindespindeln und Druckluftzylindern verformungsfrei angepresst. In den Kasten wurde
durch eine an der Rückseite angebrachte Öffnung mittels eines Radialgebläses oder
Kompressors druckregelbar Luft zur Prüfung der Luftdurchlässigkeit, des Verhaltens
unter Windbelastung und der Schlagregendichtheit eingeblasen. Im Kasten waren entsprechend
ÖNORM EN 1027 parallele, mit Vollkegeldüsen bestückte Sprührohre zur Prüfung der Schlagregendichtheit
angebracht. Die Messung der Prüfdruckdifferenz gegen den atmosphärischen Luftdruck
erfolgte mit Kapselfeder-Manometern. Luft- und Wassermengen wurden mit Schwebekegel-Messzylindern
gemessen.
PRÜFUNG DER LUFTDURCHLÄSSIGKEIT
[0051] Die Prüfung der Luftdurchlässigkeit wurde gemäß ÖNORM EN 1026 durchgeführt. Vor der
Prüfung der Luftdurchlässigkeit wurde das Fenster auf seiner dem Prüfstand zugekehrten
Außenseite mit einer PE-Folie und Klebebänder bis zur Stockaußenkante und gleichzeitig
innenseitig über die Bauanschlussfuge mit einer PE- Folie und Klebebänder abgedichtet.
Eine Messung der Luftdurchlässigkeit in diesem Zustand ergibt den Luftdurchgang durch
die Undichtigkeiten des Prüfstandes und der Aufspannung. Anschließend wurde die PE-Folie
innenseitig entfernt und die Luftdurchlässigkeit entsprechend ÖNORM B 5300, Beanspruchungsklasse
4 gemessen. Von den hierbei erhaltenen Messwerten wurde der Luftdurchgang durch die
Undichtigkeiten des Prüfstandes und der inneren Aufspannung subtrahiert. Aus dem Vergleich
des ungünstigsten Messwertes der längenbezogenen Luftdurchlässigkeit mit der Grenzkurve
für die Beanspruchungsklassen ergibt sich die erreichte Beanspruchungsklasse gemäß
ONORM EN 12207.
PRÜFUNG DER SCHLAGREGENDICHTHEIT
[0052] Das Prüfelement wurde entsprechend ÖNORM EN 1027 mit einem geschlossenen Wasserfilm
beaufschlagt. Während der Besprühung wurde das Prüfelement zusätzlich mit einem stufenweise
ansteigenden statischen Luftdruck entsprechend dem Prüfplan gemäß ÖNORM EN 1027 belastet.
Der Zeitpunkt eines eventuellen Wasseraustritts auf der Raumseite und die dazugehörige
Druckstufe gemäß ÖNORM B 5300 ergibt die erreichte Beanspruchungsklasse gemäß ÖNORM
EN 12208.
PRÜFERGEBNISSE
[0053] Die Ergebnisse sind in der Tabelle 1 zusammengestellt.
TABELLE 1 Erzielte Beanspruchungsklassen gemäß ÖNORM EN 12207 und ÖNORM EN 12208 bzw.
Anforderung ÖNORM V 5320
| Prüfkriterien |
Einzel- Klassifizierung |
| Luftdurchlässigkeit der Bauanschlussfuge (≤ 600 Pa) *Messergebnis: keine Luftdurchlässigkeit |
4* |
| Schlagregendichtheit 9A der Bauanschlussfuge (≤ 600 Pa) |
9A |
1. Fugendichtung (6) zum Abdichten einer Bauteilfuge, welche in einem inneren Fugenbereich
ein Dämm-Material (7) und in wenigstens einem stirnseitigen Fugenrandbereich ein Dichtmaterial
umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dämm-Material (7) aus einem einkomponentigen, feuchtigkeitsvernetzten, elastischen
Polymerschaum und das Dichtmaterial auf einem dampfdiffusionsdichten, unmittelbar
an das Dämm-Material angrenzenden Dichtstoff (11) besteht, der einkomponentig, feuchtigkeitsvernetzt
und vor dem Aushärten spritzbar ist sowie eine Elastizität aufweist, die im Wesentlichen
gleich oder höher ist als diejenige des Dämm-Materials (7).
2. Fugendichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Dichtstoff (11) in ausgehärtetem Zustand eine Shore A-Härte (DIN 5305) im Bereich
von 10 bis 60, insbesondere 10 bis 40 und bevorzugt 15 bis 35, aufweist.
3. Fugendichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Dichtstoff (11) in seinem spritzfähigen Zustand im Wesentlichen frei ist von
organischen Lösemitteln.
4. Fugendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet
dass der Dichtstoff (11) ein MS-Polymer und insbesondere ein solches auf der Basis eines
silanmodifizierten Polyether-Prepolymers ist.
5. Fugendichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das silanmodifizierte Polyether-Prepolymer acrylmodifiziert und insbesondere Phthalatfrei
ist.
6. Fugendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Dichtstoff (11) wenigstens eine der folgenden Eigenschaften aufweist:
- eine Bruchdehnung von mindestens 200 % und bevorzugt mindestens 250 %,
- eine Reißdehnung (DIN 53430) von mindestens 15 %, bevorzugt zwischen 20 und 40 %,
- eine Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl von mindestens 900, insbesondere von
mindestens 1000,
- einen Sd-Wert bei einer Schichtdicke von 2 mm des ausgehärteten Dichtstoffs von
mindestens 1,8 m und bevorzugt von mindestens 2 m.
7. Fugendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Polymerschaum ein Polyurethanschaum ist.
8. Fugendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Polymerschaum ein überwiegend geschlossenzelliger Weichzellschaum ist.
9. Fugendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Polymerschaum eine Reißdehnung (DIN 53430) von mindestens 15%, bevorzugt zwischen
20 und 40 % aufweist.
10. Fugendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Polymerschaum wenigstens eine der folgenden Eigenschaften aufweist:
- bei der Prüfung der Luftdurchlässigkeit nach Norm EN 1026: luftdicht bis 300 Pa,
bevorzugt bis 600 Pa,
- bei der Prüfung der Schlagregendichtheit nach Norm EN 1027: kein Wassereintrag bis
300 Pa, bevorzugt bis 600 Pa,
- eine Wärmeleitfähigkeit (DIN 52612) von maximal 0,1 W/mK und bevorzugt von höchstens
0,05 W/mK.
11. Fugendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie einen Baukörper (5) an einen Tür- oder Fensterrahmen (3) oder einen Rollladenkasten
anschließt.
12. Fugendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Dichtstoff (11) ausschließlich auf einer Seite des Dämm-Materials (7) vorhanden
ist.
13. Fugendichtung nach Anspruch 10 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Dichtstoff (11) auf der Innenraumseite (①) des Dämm-Materials (7) vorhanden ist.
14. Fugendichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Dichtstoff (11) über die gesamte Länge der Bauteilfuge abdichtend vorhanden ist.
15. Verfahren zum Herstellen einer Fugendichtung (6) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass es die folgenden Schritte umfasst:
a) Ausschäumen zumindest des inneren Fugenbereichs mit dem Dämm-Material (7),
b) nach dem Aushärten des Dämm-Materials (7) gegebenenfalls Beschneiden und Begradigen
der Oberfläche des Dämm-Materials,
c) Auftragen des Dichtstoffs (11) auf die Oberfläche des Dämm-Materials (7) und
d) gegebenenfalls Glätten der Oberfläche des Dichtstoffs (11).
16. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Dichtstoff (11) mit einer Spritzpistole (12) aufgetragen wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spritzpistole (12) mit einer Flachdüse (15) versehen ist, durch die der Dichtstoff
(11) ausgepresst wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Flachdüse (15) eine Schlitzhöhe (h) aufweist, die im Wesentlichen der gewünschten
Schichtdicke der Dichtstoffschicht entspricht und die insbesondere zwischen 0,5 und
5 mm, bevorzugt zwischen 1 und 3 mm, liegt.
19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Flachdüse (15) ein Schlitzbreite (B) aufweist, die im Wesentlichen der maximal
abdichtbaren Fugenbreite entspricht und die insbesondere zwischen 5 und 40 mm, bevorzugt
zwischen 10 und 35 mm, liegt.
20. Verfahren nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Flachdüse (15) auf dem den Dichtstoff (11) enthaltenden Behälter (13) drehbar
gelagert ist.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bauteilfuge zumindest einem der folgenden Zeitpunkte mit Wasser angefeuchtet
wird:
- vor Schritt a)
- nach Schritt a)
- vor Schritt c)
- nach Schritt c).
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Schritt d) ein tensidhaltiges Glättungsmittel auf die Oberfläche des Dichtstoffs
(11) aufgetragen wird.