Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine PAR-Lampenanordnung mit einer Einbaulampe, insbesondere
einer Halogeneinbaulampe, die in einen Sockel eingesetzt und zumindest abschnittsweise
von einem Reflektor umgeben ist, wobei der Sockel und die,Einbaulampe über Kontaktfedern
verbunden sind und der Reflektor von einer Streuscheibe abgedeckt ist. Die Erfindung
betrifft weiterhin eine Sockelanordnung, insbesondere für eine PAR-Lampenanordnung.
Stand der Technik
[0002] PAR (Parabolic Aluminized Reflector)-Lampen werden aufgrund ihrer kompakten Bauweise
und kostengünstigen Herstellung in der allgemeinen sowie der professionellen Lichttechnik,
bspw. in der Diskothekenbeleuchtung oder für Architekturlichtanwendungen in großen
Stückzahlen eingesetzt.
[0003] Derartige, beispielsweise aus der EP 0 584 071 B1 und der EP 0 550 934 B1 bekannte
PAR-Lampen haben einen aus gepresstem Glas hergestellten und mit Aluminium beschichteten
Reflektorkörper mit einer darin eingesetzten Lichtquelle. Der Reflektorkörper ist
typischerweise als konkaves Paraboloid ausgebildet, wobei die Lichtquelle vorzugsweise
im Fokus des Reflektors angeordnet und von einer Abdeckscheibe verschlossen wird.
Als Lichtquelle finden aufgrund ihrer guten Lichtqualität und langen Lebensdauer zunehmend
Halogenglühlampen (Halogenbrenner) mit oder ohne Hüllkolben Verwendung. Die an dem
Reflektorkörper angebrachte Abdeckscheibe kann zur Beeinflussung der optischen Eigenschaften
glatt oder mit einer Oberflächenstruktur, bspw. facettiert ausgeführt sein und dient
weiterhin als Sicherheitseinrichtung im Fall eines platzenden Halogenbrenners.
[0004] Nachteilig bei der vorbeschriebenen Lösung ist, dass derartige PAR-Lampen ein hohes
Gewicht aufweisen und aufgrund ihrer aufwändigen Konstruktion und Fertigung in der
Herstellung sehr teuer sind.
Darstellung der Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine PAR-Lampenanordnung mit einer Einbaulampe,
insbesondere einer Halogeneinbaulampe zu schaffen, die ein verringertes Gewicht bei
vereinfachtem Fertigungsprozess aufweist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine PAR-Lampenanordnung mit der Merkmalskombination des
Anspruchs 1 und durch eine Sockelanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 17 gelöst.
Besonders vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
beschrieben.
[0007] Die erfindungsgemäße PAR-Lampenanordnung hat eine Einbaulampe, insbesondere eine
Halogeneinbaulampe, die in einen Sockel eingesetzt und zumindest abschnittsweise von
einem Reflektor umgeben ist, wobei der Sockel und die Einbaulampe über Kontaktfedern
verbunden sind und der Reflektor von einer Streuscheibe abgedeckt wird. Erfindungsgemäß
besteht der Reflektor aus Aluminium und ist mit einer reflektierenden Oberfläche oder
Beschichtung versehen. Durch den verwendeten, im Verhältnis zu einem herkömmlichen
Glasreflektor leichteren Aluminiumreflektor, wird ein verringertes Gewicht der PAR-Lampenanordnung
bei vereinfachtem Fertigungsprozess erreicht.
[0008] Der Reflektor wird vorzugsweise durch Umformen, insbesondere durch Umbördeln eines
Umfangsabschnittes einer Umfangswand des Reflektors mit der Streuscheibe verbunden,
wobei der von Reflektor und Streuscheibe begrenzte Raum im Unterschied zu den bekannten
Lösungen mit Luft gefüllt ist.
[0009] Eine Sockelanordnung, für eine erfindungsgemäße PAR-Lampenanordnung weist vorzugsweise
einen Sockel auf, in den eine Kontaktfederanordnung eingeschnappt ist.
[0010] Gemäß einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel sind Sockel und Einbaulampe
über die Kontaktfederanordnung verbunden. Diese übernimmt sowohl die elektrische Kontaktierung
als auch die mechanische Fixierung der Einbaulampe im Reflektor, so dass auf gesonderte
Stromzuführungen verzichtet werden kann. Die Aufnahme der Einbaulampe über Kontaktfedern
ermöglicht eine Variation der Einbaulage der Einbaulampe im Reflektor und damit eine
Anpassung an verschiedene Ausführungen von Einbaulampen, bspw. an andere Quetschungs-
oder Kontaktstiftlängen. Weiterhin wird durch die Aufnahme der Einbaulampe über Kontaktfedern,
eine verbesserte Halterung der Einbaulampe bei verringertem Herstellungsaufwand ermöglicht.
[0011] Vorzugsweise bildet die Kontaktfederanordnung lampenseitig einen Klemmbereich zum
Umgreifen einer Quetschung der Einbaulampe aus.
[0012] Die Halterung der Einbaulampe lässt sich vorteilhafterweise über zumindest zwei im
Klemmbereich ausgebildete noppenartige Vorsprünge, die in Anlage an zwei Seitenflächen
der Quetschung bringbar sind, weiter verbessern.
[0013] Um die Eintauchtiefe der Einbaulampe in die Kontaktfederanordnung zu begrenzen, weist
diese vorzugsweise zumindest einen schlitzförmigen Einführabschnitt auf, in den zumindest
eine Nocke der Quetschung der Einbaulampe einführbar und dort festlegbar ist.
[0014] Der Einführabschnitt wird vorteilhafterweise lampenseitig von Eckbereichen begrenzt,
die die Nocke der Quetschung hintergreifen und die Einbaulampe in der Kontaktfederanordnung
halten.
[0015] Um das Einführen der Quetschung zu erleichtern, sind die Eckbereiche bei einem Ausführungsbeispiel
lampenseitig zumindest abschnittsweise nach außen gebogen.
[0016] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Kontaktfederanordnung
zumindest zwei Kontaktfedern zum elektrischen Kontaktieren der Einbaulampe auf. Vorzugsweise
sind die Kontaktfedern baugleich ausgeführt, wobei sich der Herstellungsaufwand der
PAR-Lampenanordnung weiter verringert. Durch die elektrisch leitenden Kontaktfedern,
kann auf zusätzliche elektrische Anschlüsse der Einbaulampe verzichtet werden.
[0017] Die Kontaktfedern bilden vorzugsweise jeweils zumindest eine Federlasche aus, die
zur Verbindung mit dem Sockel herausgebogen ist. Der Sockel und die Kontaktfedern
sind dabei derart gestaltet, dass sie ineinander steckbar und dadurch miteinander
verbindbar sind.
[0018] Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, die Kontaktfedern als Blechstanzbiegeteile
auszuführen, die zumindest abschnittsweise einen etwa klammerförmigen Querschnitt
aufweisen.
[0019] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist die Einbaulampe zwei Kontaktstifte
auf, die an der Unterseite der Quetschung austreten und jeweils mit einer Stromzuführung
mit integrierter elektrischer Sicherung versehen sind, wobei die Stromzuführungen
in Richtung von zwei planparallelen Flächen der Quetschung zurückgeführt werden. Durch
die etwa U-förmig in Richtung der Einbaulampe zurückgebogenen Stromzuführung, wird
eine geringe Bauhöhe der in die Kontaktfederanordnung eingesetzten Einbaulampe erreicht.
[0020] Vorzugsweise sind die Stromzuführungen mit Kontaktfahnen der Kontaktfedern elektrisch
verbunden, insbesondere verschweißt oder verlötet.
[0021] Zur Aufnahme der Stromzuführungen einer in den Sockel einsetzbaren Einbaulampe, weist
der Sockel vorzugsweise zumindest eine Ausnehmung auf.
[0022] Um einen sicheren Halt des Reflektors auf dem Sockel zu erreichen, wird vorzugsweise
ein Reflektorhals des Reflektors und ein Haltebereich des Sockels durch zumindest
abschnittsweises plastisches Verformen, vorzugsweise Vercrimpen verbunden.
[0023] Die Einbaulampe kann vorzugsweise in Quetschnoppentechnik oder mit einem Balkengestell
ausgeführt werden. Derartige Halogeneinbaulampen werden für die Allgemeinbeleuchtung
in großen Stückzahlen kostengünstig produziert, wodurch sich die Herstellkosten der
erfindungsgemäßen PAR-Lampenanordnung weiter verringern.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0024] Nachstehend wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine dreidimensionale Ansicht eines ersten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels
einer PAR-Lampenanordnung;
- Figur 2
- eine Seitenansicht des Reflektors aus Figur 1;
- Figur 3
- eine Draufsicht auf den Reflektor;
- Figur 4
- einen Querschnitt einer Streuscheibe aus Figur 1;
- Figur 5
- eine Draufsicht der Streuscheibe aus Figur 4;
- Figur 6
- eine dreidimensionale Ansicht einer erfindungsgemäßen Sockelanordnung mit eingesetzter
Einbaulampe;
- Figur 7
- eine Vorderansicht einer Kontaktfeder der Sockelanordnung;
- Figur 8
- eine Seitenansicht der Kontaktfeder aus Figur 7;
- Figur 9
- eine Draufsicht auf einen Keramiksockel der Sockelanordnung aus Figur 6;
- Figur 10
- eine weitere Ansicht des Keramiksockels aus Figur 9;
- Figur 11
- einen Schnitt A-A gemäß Figur 9;
- Figur 12
- eine dreidimensionale Ansicht einer erfindungsgemäßen Sockelanordnung eines weiteren
Ausführungsbeispiels einer PAR-Lampenanordnung und
- Figur 13
- eine Vorderansicht einer Kontaktfeder der Sockelanordnung aus Figur 12.
Bevorzugte Ausführungen der Erfindung
[0025] Anhand der Figuren 1 bis 11 wird zunächst ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
PAR-Lampenanordnung erläutert, bei dem die Einbaulampe als Halogenglühlampe (Halogenbrenner)
in Quetschnoppentechnik ausgeführt ist.
Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße PAR-Lampenanordnung 1 mit einer Einbaulampe 2,
die in eine Sockelanordnung 4 eingesetzt und von einem Reflektor 6 umgeben ist. Der
Reflektor 6 besteht aus Aluminium und ist auf seiner Innenseite, beispielsweise durch
Hochglanzeloxierung, mit einer reflektierenden Beschichtung 8 aus hochreinem Aluminium
(bspw. Reinheitsgrad 99,98) versehen. Die Sockelanordnung 4 hat einen Keramiksockel
10, der erfindungsgemäß über Kontaktfedern 12, 14, deren Endabschnitte 13 nach unten
aus der Sockelanordnung 4 vorstehen, mit der Einbaulampe 2 verbunden ist. Durch den
im Verhältnis zu einem konventionellen Glasreflektor leichteren Aluminiumreflektor
6 und die Aufnahme der Einbaulampe 2 über Kontaktfedern 12, 14, wird eine verbesserte
Halterung der Einbaulampe 2 bei verringertem Gewicht und Herstellungsaufwand ermöglicht.
Eine Reflektoröffnung 15 des Reflektors 6 ist mit einer lichtdurchlässigen Streuscheibe
16 verbunden und von dieser abgedeckt. Dies wird im Folgenden noch näher erläutert.
[0026] Gemäß Figur 2 hat der Reflektor 6 einen etwa parabelförmigen Querschnitt 18, der
sockelseitig in einen zylindermantelförmigen Reflektorhals 20 zur Aufnahme eines zylindrischen
Haltebereichs 22 des Keramiksockels 10 übergeht und mit diesem durch Vercrimpen verbindbar
ist (siehe Figur 1). Der Reflektor 6 geht lichtaustrittsseitig in einen zylinderförmigen
Aufnahmeabschnitt 24 mit vergrößertem Durchmesser über und bildet eine Umfangswand
26 zur Aufnahme der Streuscheibe 16 in der Reflektoröffnung 15 aus.
[0027] Wie insbesondere der in Figur 3 gezeigten Draufsicht auf den Reflektor 6 entnehmbar
ist, bildet der Aufnahmeabschnitt 24 eine ringförmige Auflagefläche 28 für die Streuscheibe
16 aus, d.h. die Streuscheibe 16 wird in der Umfangswand 26 aufgenommen und mit der
Auflagefläche 28 in Anlage gebracht. Durch Umbördeln eines überstehenden Umfangsabschnittes
30 der Umfangswand 26, wird die Streuscheibe 16, wie in Figur 1 dargestellt, mit dem
Reflektor 6 verbunden. Hierzu ist an der in diesem Ausführungsbeispiel sphärisch geformten
Streuscheibe 16 gemäß Figur 4 und Figur 5 ein tellerförmiger Flansch 32 vorgesehen,
d.h. der umgebördelte Umfangsabschnitt 30 der Umfangswand 26 liegt auf einer Ringfläche
34 des Flansches 32 auf und fixiert die Streuscheibe 16 auf dem Reflektor 6. Aufgrund
der Verwendung einer Einbaulampe 2, kann auf ein Evakuieren und Versiegeln des von
Reflektor 6 und Streuscheibe 16 begrenzten, mit Luft gefüllten Raumes 36 (siehe Figur
1) im Unterschied zu den bekannten Lösungen verzichtet werden. Die verwendeten Streuscheiben
16 können jede aus dem allgemeinen Stand der Technik bekannte Form aufweisen und je
nach Anwendungsfall und gewünschtem Raumwinkel, beispielsweise stumpfwinklig für Flächenbestrahlung
(Typ FL, Flood) oder spitzwinklig für Punktbestrahlung (Typ SP, Spot) etc. glatt oder
mit einer Facettierung ausgeführt sein. Alternativ zu der Einstellung des Raumwinkels
(Ausstrahlwinkels) über die Streuscheibe 16, könnte diese über eine Facettierung des
Reflektors erfolgen und auf eine Streuscheibe verzichtet werden.
[0028] Figur 6 zeigt eine dreidimensionale Darstellung der erfindungsgemäßen Sockelanordnung
4 mit eingesetzter Einbaulampe 2, wobei die zwei baugleichen, als Blechstanzbiegeteile
ausgeführten, Kontaktfedern 12, 14 in den Keramiksockel 10 der Sockelanordnung 4 als
Kontaktfederanordnung 37 eingeschnappt sind und sowohl die elektrische Kontaktierung
als auch die mechanische Fixierung der Einbaulampe 2 im Reflektor 6 übernehmen.
[0029] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Einbaulampe 2 als Halogenglühlampe
(Halogenbrenner) in Quetschnoppentechnik ausgeführt.
[0030] Eine derartige Halogenglühlampe 2 besteht im Wesentlichen aus einer Wendel 38, die
beispielsweise in vier Wendelabschnitten 40 aufgeteilt und mittels Noppentechnik in
einem Kolben 42 lagefixiert ist. Dieser ist über eine einseitige Quetschung 44 abgedichtet,
in der die beiden Endabschnitte der Wendel 38 über jeweils eine Molybdänfolie 46 mit
aus der Quetschdichtung herausgeführten Kontaktstiften 48 verbunden sind. Die Quetschung
44 ist dabei derart ausgeführt, dass der mittlere Bereich mit planparallelen Flächen
ausgebildet ist, die in Randabschnitte 54, 56 übergehen, die beidseitig, senkrecht
über die beiden planparallelen Flächen hinaus vorstehen, so dass der Querschnitt (nicht
dargestellt) der Quetschung 44 etwa doppel-T-förmig mit den erweiterten Randabschnitten
54, 56 und dem dazwischenliegenden, von den beiden planparallel verlaufenden Flächen
begrenzten Bereich ausgebildet ist., Die beiden Kontaktstifte 48 sind jeweils mit
einer Stromzuführung 58, 60 mit einer integrierten elektrischen Sicherung 62, 64 verschweißt,
wobei die Stromzuführungen etwa U-förmig in Richtung der beiden planparallelen Flächen
der Quetschung 44 zurückgeführt und mit Kontaktfahnen 66, 68 der Kontaktfedern 12,
14 verschweißt sind.
[0031] Gemäß Figur 7 haben die, in die Sockelanordnung 4 eingesetzten Kontaktfedern 12,
14 eine etwa rechteckförmige Grundform, mit die Quetschung 44 der Einbaulampe 2 etwa
U-förmig von außen umgreifenden Haltelaschen 70, 72, die lampenseitig gemeinsam einen
Klemmbereich 74 ausbilden. Die Einbaulampe 2 wird über die etwa doppel-T-förmig ausgebildete
Quetschung 44 in den Klemmbereich 74 eingeführt und dort über zumindest zwei im Klemmbereich
74 ausgebildete noppenartige Vorsprünge 76, 78, der beiden Kontaktfedern, die gemäß
Figur 6, federnd in Anlage an zwei Seitenflächen der Quetschung 44 gebracht sind,
gehalten. Zur Fixierung der Einbaulampe 2 in Radialrichtung sind im Klemmbereich 74
an jeder Haltelasche der Haltelaschen 70, 72 nach innen hin aufeinander zu gebogene
Umfangsabschnitte 84, 86 derart ausgebildet, dass diese etwa senkrecht zu den beiden
planparallelen Flächen der Quetschung 44 verlaufen. Die lichte Weite D zwischen den
beiden Kanten der Umfangsabschnitte 84, 86 entspricht in etwa der Dicke der Quetschung
44, d. h., dem Abstand der beiden planparallelen Flächen, sodass die Umfangsabschnitte
84, 86 bei eingesetzter Einbaulampe 2 die beiden vorspringenden Randabschnitte 54,
56 der Quetschung 44 hintergreifen. Jede der Haltelaschen 70, 72 ist mit einer Ausnehmung
88 versehen und liegt nach dem Einsetzen der Einbaulampe 2 federnd an den beiden vorspringenden
Randabschnitten 54, 56 der Quetschung 44 an, wobei die Quetschung 44 den Klemmbereich
74 diagonal durchsetzt und die Umfangsabschnitte 84, 86 auf jeweils zwei Innenflächen
90, 92 der Quetschung 44 aufliegen, so dass die Einbaulampe 2 in Radialrichtung lagefixiert
ist. Die Kontaktfedern 12, 14 ermöglichen dabei eine Variation der Einbaulage in Längsrichtung
des Reflektors 6 und damit eine Anpassung an die Abmessungen unterschiedlicher Einbaulampen
2, bspw. mit anderen Quetschungs- oder Kontaktstiftlängen.
[0032] Um die Eintauchtiefe der Einbaulampe 2 in die Kontaktfederanordnung 37 zu begrenzen,
ist an den Kontaktfedern 12, 14 jeweils ein etwa schlitzförmiger Einführabschnitt
94, 96 ausgebildet, in den jeweils eine, an den beiden Seitenflächen der Quetschung
44 ausgebildete Nocke 98 (siehe Figur 6) der Einbaulampe 2 einführbar und dort festlegbar
ist. Die Einführabschnitte 94, 96 werden lampenseitig von zwei in den Einführabschnitt
auskragenden Eckbereichen 100, 102 begrenzt, die die Nocken 98 der Quetschung 44 im
eingesetzten Zustand der Einbaulampe 2 hintergreifen und diese in der Kontaktfederanordnung
37 halten. Um das Einführen der Quetschung 44 und der Nocken 98 zu erleichtern, sind
die Eckbereiche 100, 102 an lampenseitigen Abschnitten 104, 106 nach außen gebogen.
[0033] Wie insbesondere Figur 8 entnehmbar ist, die eine Seitenansicht einer Kontaktfeder
12, 14 der Kontaktfederanordnung 37 zeigt, ist diese an dem Endabschnitt 13 um 180°
in Richtung des etwa klammerförmigen Klemmbereichs 74 zurückgebogen und an einem Halteabschnitt
108, 114 zu einer Federlasche 116 herausgebogen. Die Federlaschen 116 sind derart
gestaltet, dass sie in den Keramiksockel 10 steckbar sind und in diesem verrasten.
Die Federlaschen 116 weisen eine geringere Breite B (siehe Figur 7) als ein Endabschnitt
13 der Kontaktfedern 12, 14 auf. In einem Bereich zwischen dem Klemmbereich 74 und
der Federlasche 116 ist ein weiterer noppenartiger Vorsprung 118, 120 ausgebildet,
der mit Montageausnehmungen 122, 124 des Keramiksockels 10, gemäß Figur 10, in Eingriff
bringbar ist und die Kontaktfedern 12, 14 zusätzlich im Keramiksockel 10 fixiert.
Um das Einführen der Kontaktfedern 12, 14 in einen nicht dargestellten Stecker sowie
die Kontaktierung zu verbessern, sind diese an dem Endabschnitt 13 mit Fasen 110,
112 und mit einer Durchgangsbohrung 126 (siehe Figur 7) versehen.
[0034] Gemäß Figur 9 hat der Keramiksockel 10 der erfindungsgemäßen Sockelanordnung 4 einen
von zwei planparallelen Flächen 128, 130 begrenzten rundstirnigen Grundkörper 132,
der in den etwa zylindrischen Haltebereich 22, mit im Verhältnis zu dem Abstand der
planparallelen Flächen 128, 130 vergrößertem Durchmesser zur Aufnahme des Reflektorhalses
20 übergeht (siehe Figur 1). An dem Grundkörper 132 sind an beiden planparallelen
Flächen 128, 130 Ausnehmungen 134, 136 ausgebildet, die sich in dem zylindrischen
Haltebereich 22 in jeweils zwei Ausklinkungen 138, 140 fortsetzen, in die Abschnitte
des Reflektorhalses 20 bei der Vercrimpung des Reflektors 6 mit der Sockelanordnung
4 eingreifen und eine formschlüssige Verbindung ausbilden (siehe Figur 10).
[0035] Figur 10 zeigt eine von unten gesehene Ansicht des Keramiksockels 10, wobei dieser
zwei parallel verlaufende Montageausnehmungen 122, 124 zur Aufnahme der Kontaktfedern
12, 14 aufweist. Die Ausnehmungen 122, 124 verlaufen mit etwa T-förmigem Querschnitt
diametral beabstandet entlang der Längsachse des Keramiksockels 10 und erstrecken
sich, wie insbesondere aus Figur 11 ersichtlich ist, die den Schnitt A-A aus Figur
9 zeigt, bis etwa in den zylindrischen Haltebereich 22 des Sockels 10 und bilden im
weiteren Verlauf schlitzförmige Abschnitte 144, 146 aus. Der etwa T-förmige Querschnitt
der Montageausnehmungen 122, 124 dient zur Aufnahme, der an den Kontaktfedern 12,
14 ausgebildeten Federlaschen 116, d.h. die Federlaschen 116 schnappen in diesem Bereich
in den Keramiksockel 10 ein und sichern die Kontaktfedern 12, 14 in der Montageausnehmung
122, 124. Vorzugsweise sind die Federlaschen 116 und die Montageausnehmungen 122,
124 derart dimensioniert, dass die Federlasche 116, die von dem T- und dem schlitzförmigem
Abschnitt gebildeten Vorsprünge 148, 150 hintergreift. Zur Aufnahme von Stromzuführungen
58, 60 und Sicherungen 62, 64 der in den Sockel 10 einsetzbaren Einbaulampe 2 hat
der Keramiksockel 10 eine sacklochförmige Ausnehmung 73, die sich entlang seiner Längsachse
erstreckt. Dadurch wird eine geringe Bauhöhe der in die Kontaktfedern 12, 14 eingesetzten
Einbaulampe 2 erreicht.
[0036] In den Figuren 12 bis 13 ist ein Ausführungsbeispiel einer PAR-Lampenanordnung dargestellt,
bei dem die Einbaulampe 2 mit einem Balkengestell zur Halterung der Wendel ausgeführt
ist.
[0037] Gemäß Figur 12, die eine dreidimensionale Ansicht einer erfindungsgemäßen Sockelanordnung
4 zeigt, ist die Einbaulampe 2 als Halogenglühlampe (Halogenbrenner) in Balkengestelltechnik
ausgeführt. Eine derartige Halogenglühlampe 2 hat eine Wendel 152, die beispielsweise
mit vier Wendelabschnitten 154 versehen und über ein Balkengestell 156, das zwei Wendelhalter
155 mit etwa U-förmigen Krümmungen 157 sowie ein hakenartiges Halteelement 159 aufweist,
in einem Kolben 158 lagefixiert ist. Die zwei Wendelhalter 155 und das Halteelement
159 sind in ihrer Lage zueinander durch einen Querbalken 161 aus Quarzglas fixiert,
wobei die beiden Wendelhalter 155 in einer Ebene liegen. Der Kolben 158 ist über eine,
bereits in Figur 6 erläuterte, einseitige Quetschung 44 abgedichtet, in der die beiden
Endabschnitte der Wendel 152 über Stromzuführungen und jeweils eine Molybdänfolie
46 mit aus der Quetschdichtung herausgeführten Kontaktstiften 48 verbunden sind. Die
beiden Kontaktstifte 48 sind jeweils mit einer Stromzuführung 58, 60 mit einer integrierten
elektrischen Sicherung verschweißt, wobei die Stromzuführungen etwa U-förmig in Richtung
der Quetschung 44 zurückgeführt und mit an Kontaktfedern 160, 162 angeordneten Kontaktfahnen
164, 166 verschweißt sind. Die Sockelanordnung 4 hat einen Keramiksockel 168, der
sich von dem bereits in den Figuren 9 bis 11 erläuterten Keramiksockel lediglich durch
zwei im Grundkörper 132 vorgesehene Ausnehmungen 170, 172 unterscheidet. Diese sind
durchgängig in dem Grundkörper 132 ausgebildet und weisen in der Draufsicht jeweils
einen etwa halbkreisförmigen Abschnitt 174 der von einem geraden Abschnitt 176 begrenzt
wird auf, wobei die beiden geraden Abschnitte 176 im Wesentlichen parallel zueinander
verlaufen. Die beiden Ausnehmungen 170, 172 dienen der Materialeinsparung und bewirken
eine weitere Gewichtsreduzierung der PAR-Lampenanordnung.
[0038] Figur 13 zeigt eine Vorderansicht einer der beiden Kontaktfedern 160, 162 der Sockelanordnung
4 aus Figur 12. Um die Eintauchtiefe der Einbaulampe 2 in die Kontaktfederanordnung
zu begrenzen, ist an den Kontaktfedern 160, 162 jeweils ein etwa schlitzförmiger Einführabschnitt
94, 96 ausgebildet, in den jeweils eine, an den beiden Seitenflächen der Quetschung
44 ausgebildete Nocke 98 (siehe Figur 12) der Einbaulampe 2 einführbar ist. Die Kontaktfedern
160, 162 unterscheiden sich von den bereits in den Figuren 7 und 8 beschriebenen Kontaktfedern
im Wesentlichen dadurch, dass die Einführabschnitte 94, 96 lampenseitig nicht von
in den Einführabschnitt auskragenden Eckbereichen (siehe Figur 7) begrenzt werden,
d.h. die Nocken 98 der Quetschung 44 liegen im eingesetzten Zustand der Einbaulampe
2 lediglich an den Einführabschnitten an (siehe Figur 12). Dadurch wird eine definierte
Positionierung der Einbaulampe 2 in der Kontaktfederanordnung ermöglicht.
[0039] Die Montage der PAR-Lampenanordnung 1 ist bei beiden vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen
ähnlich und weist im Wesentlichen folgende Schritte auf: In einem ersten Arbeitsgang
werden die beiden Kontaktstifte 48 der Einbaulampe 2 jeweils mit einer Stromzuführung
58, 60 mit einer integrierten elektrischen Sicherung 62, 64 verschweißt und die Stromzuführungen
58, 60 etwa U-förmig in Richtung der beiden planparallelen Flächen 50, 52 der Quetschung
44 zurückgebogen. Anschließend werden die Kontaktfedern 12, 14 bzw. 160, 162 in den
Keramiksockel 10; 168 eingesteckt und durch den Eingriff der Federlaschen 116 im Sockel
10 mit diesem zu einer Kontaktfederanordnung 37 verbunden. In einem unabhängigen Arbeitsgang
wird die Streuscheibe 16 in die zylinderförmige Umfangswand 26 des Aluminiumreflektors
6 eingelegt und durch Umbördeln eines Umfangsabschnittes 30 mit dem Reflektor 6 verbunden.
Im folgenden Arbeitsschritt wird die Einbaulampe 2 in die Kontaktfederanordnung 37
eingesetzt und die Stromzuführungen 58, 60 mit den Kontaktfahnen 66, 68 der Kontaktfedern
12, 14 bzw. 160, 162 verbunden. Abschließend wird der Reflektor 6 auf den Haltebereich
22 des Keramiksockels 10; 168 aufgeschoben und mit diesem durch Vercrimpen verbunden.
Die Reihenfolge der genannten Montageschritte ist hierbei nicht zwingend, sondern
erfolgt in Anpassung an die verwendeten Herstellungsverfahren.
[0040] Die erfindungsgemäße Sockelanordnung ist nicht auf die beschriebenen Halogenglühlampen
beschränkt, vielmehr kann jede aus dem Stand der Technik bekannte Einbaulampe Verwendung
finden.
[0041] Offenbart ist eine PAR-Lampenanordnung 1 mit einer Einbaulampe 2, insbesondere einer
Halogeneinbaulampe, die in einen Sockel 10; 168 eingesetzt und zumindest abschnittsweise
von einem Reflektor 6 umgeben ist, wobei der Sockel 10; 168 und die Einbaulampe 2
über Kontaktfedern 12, 14; 160, 162 verbunden sind und der Reflektor 6 von einer Streuscheibe
16 abgedeckt ist. Erfindungsgemäß besteht der Reflektor 6 aus Aluminium und ist mit
einer reflektierenden Oberfläche oder Beschichtung 8 versehen. Durch den verwendeten
Aluminiumreflektor 6 und die Aufnahme der Einbaulampe 2 über Kontaktfedern 12, 14;
160, 162 wird eine verbesserte Halterung der Einbaulampe 2 bei verringertem Gewicht
und Herstellungsaufwand ermöglicht.
1. PAR-Lampenanordnung mit einer Einbaulampe (2), insbesondere einer Halogeneinbaulampe,
die in einen Sockel (10; 168) eingesetzt und zumindest abschnittsweise von einem Reflektor
(6) umgeben ist, wobei der Sockel (10; 168) und die Einbaulampe (2) über Kontaktfedern
(12, 14; 160, 162) verbunden sind und der Reflektor (6) von einer Streuscheibe (16)
abgedeckt ist, gekennzeichnet dadurch, dass der Reflektor (6) aus Aluminium besteht und eine reflektierende Oberfläche oder Beschichtung
(8) aufweist.
2. PAR-Lampenanordnung nach Anspruch 1, wobei der Reflektor (6) durch Umformen, vorzugsweise
Umbördeln eines Umfangsabschnittes (30) einer Umfangswand (26) mit der Streuscheibe
(16) verbunden ist und der von dem Reflektor (6) und der Streuscheibe (16) begrenzte
Raum (36) mit Luft gefüllt ist.
3. PAR-Lampenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Sockel (10;
168) und die Einbaulampe (2) über eine Kontaktfederanordnung (37) verbunden sind.
4. PAR-Lampenanordnung nach Anspruch 3, wobei die Kontaktfederanordnung (37) lampenseitig
einen Klemmbereich (74) zum Umgreifen einer Quetschung (44) der Einbaulampe (2) ausbildet.
5. PAR-Lampenanordnung nach Anspruch 4, wobei der Klemmbereich (74) zumindest zwei noppenartige
Vorsprünge (76, 78) aufweist, die in Anlage an zwei Seitenflächen der Quetschung (44)
bringbar sind.
6. PAR-Lampenanordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 4, wobei die Kontaktfederanordnung
(37) zumindest einen schlitzförmigen Einführabschnitt (94, 96) aufweist, in den zumindest
eine Nocke (98) der Quetschung (44) der Einbaulampe (2) einführbar und dort festlegbar
ist.
7. PAR-Lampenanordnung nach Anspruch 6, wobei der Einführabschnitt (94, 96) lampenseitig
von Eckbereichen (100, 102) begrenzt wird, die jeweils die Nocke (98) der Quetschung
(44) hintergreifen und die Einbaulampe (2) in der Kontaktfederanordnung (37) halten.
8. PAR-Lampenanordnung nach Anspruch 7, wobei die Eckbereiche (100, 102) lampenseitig
zumindest abschnittsweise nach außen gebogen sind.
9. PAR-Lampenanordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, wobei die Kontaktfederanordnung
(37) zumindest zwei Kontaktfahnen (66, 68; 164, 166) zum elektrischen Kontaktieren
der Einbaulampe (2) aufweist.
10. PAR-Lampenanordnung nach Anspruch 9, wobei die Kontaktfedern (12, 14; 160, 162) zumindest
jeweils eine Federlasche (116) ausbilden, die zur Verbindung mit dem Sockel (10; 168)
herausgebogen ist.
11. PAR-Lampenanordnung nach Anspruch 9 oder 10, wobei die Kontaktfedern (12, 14; 160,
162) als Blechstanzbiegeteil ausgeführt sind und zumindest abschnittsweise einen etwa
klammerförmigen Querschnitt aufweisen.
12. PAR-Lampenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einbaulampe
(2) zwei Kontaktstifte (48) aufweist, die an der Unterseite der Quetschung (44) austreten
und jeweils mit einer Stromzuführung (58, 60) mit einer integrierten elektrischen
Sicherung (62, 64) versehen sind und die Stromzuführungen (58, 60) in Richtung von
zwei planparallelen Flächen der Quetschung (44) zurückgeführt werden.
13. PAR-Lampenanordnung nach Anspruch 12, wobei die Stromzuführungen (58, 60) mit Kontaktfahnen
(66, 68; 164, 166) der Kontaktfedern (12, 14; 160, 162)) elektrisch verbunden, vorzugsweise
verschweißt oder verlötet sind.
14. PAR-Lampenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Reflektorhals
(20) des Reflektors (6) und ein Haltebereich (22) des Sockels (10; 168) durch zumindest
abschnittsweises plastisches Verformen, vorzugsweise Vercrimpen verbunden sind.
15. PAR-Lampenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einbaulampe
(2), vorzugsweise eine Halogeneinbaulampe, in Quetschnoppentechnik ausgeführt ist.
16. PAR-Lampenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einbaulampe
(2), vorzugsweise eine Halogeneinbaulampe, mit einem Balkengestell (156) ausgeführt
ist.
17. Sockelanordnung, insbesondere für eine PAR-Lampenanordnung (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, mit einem Sockel (10; 168), in den eine Kontaktfederanordnung (37) eingeschnappt
ist.
18. Sockelanordnung nach Anspruch 17, wobei der Sockel (10; 168) zumindest eine Ausnehmung
(73) zur Aufnahme von Stromzuführungen (58, 60) einer in den Sockel (10; 168) einsetzbaren
Einbaulampe (2) aufweist.
19. Sockelanordnung nach Anspruch 17 oder 18, wobei an dem Sockel (10; 168) ein etwa zylindrischer
Haltebereich (22) ausgebildet ist, auf den ein Reflektorhals (20) des Reflektors (6)
aufschiebbar ist.
20. Sockelanordnung nach einem der Ansprüche 17 bis 19, wobei die Kontaktfederanordnung
(37) einen Klemmbereich (74) zur Aufnahme einer Einbaulampe (2) aufweist.