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EP 1 672 306 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.02.2010 Patentblatt 2010/07 |
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Anmeldetag: 18.12.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Pistole
Pistol
Pistolet
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CZ DE IT TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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HR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.06.2006 Patentblatt 2006/25 |
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Patentinhaber: S.A.T. Swiss Arms Technology AG |
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8212 Neuhausen am Rheinfall (CH) |
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Erfinder: |
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- Kellermann, Harald
24340 Eckernförde (DE)
- Thomele, Adrian
24363 Holtsee (DE)
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Vertreter: Schwarz, Thomas et al |
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Charrier Rapp & Liebau
Postfach 31 02 60 86063 Augsburg 86063 Augsburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 607 463 FR-A- 626 628 US-A- 4 947 730
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DE-U1- 20 107 246 US-A- 2 468 784 US-A- 5 195 226
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Pistole mit einteiligem Gehäuse. Eine solche Pistole
ist aus der
FR 626628 bekannt.
[0002] Konventionell aufgebaute Pistolen weisen in der Regel einen Verschluss in Form eines
freiliegenden Schlittens auf, der auf einem Griffstück in Längsrichtung verschiebbar
angeordnet ist. Das aus Metall oder Kunststoff bestehende Griffstück dient zur Aufnahme
des Magazins und als Träger für die komplette Abzugseinrichtung, diverser Bedienelemente
und der Steuerung- und Führungselemente für den auf dem Griffstück verschiebbaren
Schlitten, der wiederum als Träger des Laufes, des Schlagbolzens und diverser Sicherungs-
und Bedienelemente fungiert. Bei derartigen Pistolen muss der Verschluss jedoch äußerst
genau gefertigt und auch einer relativ aufwändigen Oberflächenbearbeitung und Oberflächenbehandlung
unterzogen werden, da er freiliegt und den optischen Gesamteindruck der Pistole wesentlich
mitbestimmt. Dies ist mit einem hohen Fertigungsaufwand verbunden. Durch den auf dem
Griffstück frei liegenden Verschluss besteht außerdem eine Verletzungsgefahr. So kann
z.B. die Schusshand durch den zurücklaufenden Schlitten oder heiße Verbrennungsgase
verletzt werden. Besonders bei Zerstörung des Verschlusses kann für den Schützen eine
erhöhte Gefährdung im Gesichtsbereich oder dgl. bestehen. Darüber hinaus weisen die
herkömmlichen Pistolen ein relativ hohes Gesamtgewicht auf. Außerdem ist eine hohe
Anzahl an Bauteilen für eine funktionsfähige Pistole erforderlich und es können Toleranzprobleme
zwischen den Funktionselementen im Griffstück und den zugehörigen Funktionselementen
im Verschluss auftreten.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Pistole mit einteiligem Gehäuse zu
schaffen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Pistole mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige
Weiterbildungen und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche.
[0005] Bei der erfindungsgemäßen Pistole sind alle Funktionsteile in einem einteiligen Gehäuse
integriert. Das Gehäuse nimmt alle Funktionsteile auf, wodurch die Toleranzprobleme
minimiert werden können. Die Pistole enthält keine durch den Schussimpuls bewegten
Elemente außerhalb des Gehäuses, was die Verletzungsgefahr erheblich reduziert. Selbst
das bei der Schussabgabe bewegte Verschlussteil ist vollständig vom Gehäuse umgeben
und stellt keine Gefährdung dar. Das Gehäuse der Pistole ist kostengünstig herstellbar
und auch die Anzahl der für die Funktionsfähigkeit der Pistole erforderlichen Bauteile
kann reduziert werden. Die Pistole weist außerdem ein einheitliches Aussehen ohne
sichtbare Materialübergänge und ohne sichtbare Trennlinien zwischen dem Griffstück
und dem Verschlussteil auf. Da das Verschlussteil vom Gehäuse umgeben und damit von
außen nicht sichtbar ist, muss es keiner aufwändigen Oberflächenbearbeitung unterzogen
werden, wodurch die Herstellungskosten reduziert werden können.
[0006] In der leichten und kostengünstigen Ausführung ist das Gehäuse aus Kunststoff hergestellt.
Durch ein Kunststoffgehäuse kann das Gesamtgewicht der Pistole reduziert und das Griffgefühl
verbessert werden. Das Gehäuse kann aber auch aus Leichtmetall oder einem anderen
geeigneten Material hergestellt sein.
[0007] An dem einteiligen Gehäuse ist auch der Abzugsbügel angeformt. Auch die Visiereinrichtung
und das Korn können in einer einfachen Ausführung einteilig mit dem Gehäuse ausgeführt
sein. An dem Gehäuse können auch Aufnahmeelemente, wie z.B. eine Picatinny-Schiene
oder dgl., zur Befestigung von Zielhilfen oder weiterem Zubehör angeformt sein.
[0008] Im oberen Gehäuseteil ist zweckmäßigerweise eine an der Vorderseite offene und der
Rückseite geschlossene Aufnahme vorgesehen, in der das Verschlussteil in seiner Längsrichtung
verschiebbar geführt ist.
[0009] In einer weiteren zweckmäßigen Ausführung sind in dem Gehäuse seitliche Durchbrüche
für Repetierleisten vorgesehen. Über diese Repetierleisten kann das innerhalb des
Gehäuses angeordnete Verschlussteil zum manuellen Spannen der Pistole nach hinten
verschoben werden.
[0010] Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Pistole in einer schematischen Perspektive in Schussrichtung gesehen von rechts;
- Figur 2
- die Pistole von Figur 1 in einer schematischen Perspektive in Schussrichtung gesehen
von links;
- Figur 3
- die Pistole von Figur 1 und 2 in einer geschnittenen Seitenansicht;
- Figur 4
- das Gehäuse der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Pistole in einer Perspektive in Schussrichtung
gesehen von rechts;
- Figur 5
- das Gehäuse der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Pistole in einer Perspektive in Schussrichtung
gesehen von links und
- Figur 6
- ein Verschlussteil der der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Pistole in einer Perspektive.
[0011] Die in den Figuren 1 bis 6 schematisch dargestellte Pistole enthält ein vorzugsweise
aus Kunststoff bestehendes einteiliges Gehäuse 1, in dem sämtliche Funktionsteile
der Pistole untergebracht sind. Das Gehäuse 1 enthält ein Griffstück 2 und ein mit
diesem einteilig ausgeführtes oberes Gehäuseteil 3, das ein Verschlussteil 4 mit einem
darin angeordneten Lauf 5 umgibt. An dem Gehäuse 1 ist außerdem ein Abzugsbügel 6
angeformt.
[0012] Wie besonders aus Figur 3 hervorgeht, weist das obere Gehäuseteil 3 eine zur Vorderseite
hin offene und an der Rückseite geschlossene Aufnahme 7 auf, in der das in Figur 6
gesondert dargestellte Verschlussteil 4 mit dem darin angeordneten Lauf 5 verschiebbar
geführt ist. In dem Verschlussteil 4 ist ein durch eine Schlagbolzenfeder 8 vorgespannter
Schlagbolzen 9 verschiebbar angeordnet. In dem Griffstück 2 ist ein Magazinschacht
10 zur Aufnahme eines Magazins 11 vorgesehen. Unterhalb des Laufs 5 ist in dem oberen
Gehäuseteil 3 des Gehäuses 1 eine auf einer Schließfederführung 12 geführte Schließfeder
13 angeordnet. In dem Gehäuse 1 sind ferner ein Abzugsmechanismus mit einem Abzug
14, einer Abzugsstange 15 und einem Auslösehebel 16 sowie weitere diverse Steuerungs-
und Bedienteile untergebracht.
[0013] In den Figuren 1 und 2 sind z.B. an beiden Seiten des Gehäuses 1 vorgesehene Repetierleisten
17 und ein ebenfalls von beiden Seiten bedienbarer Verschlussfanghebel 18 gezeigt.
Über die Repetierleisten 17 kann das Verschlussteil 4 zum manuellen Spannen nach hinten
bewegt werden. Auf der Oberseite des Gehäuses 1 ist ein Visier 19 und ein Korn 20
vorgesehen. Bei der hier gezeigten Ausführung sind das Visier 19 und das Korn 20 ebenfalls
einteilig mit dem Gehäuse 1 ausgeführt. Sie können aber auch gesonderte, ggf. auswechselbare
Teile sein.
[0014] Wie aus den Figuren 4 und 5 hervorgeht, weist das Gehäuse 1 neben der von vorne zugänglichen
Aufnahme 7 für das Verschlussteil 4 seitliche Durchbrüche 21 für die Repetierleisten
17 und seitliche Öffnungen 22 für den Verschlussfanghebel 18 auf. An der in Figur
4 gezeigten Seite des Gehäuses 1 ist außerdem ein Auswurffenster 23 für die abgefeuerten
Patronen vorgesehen.
[0015] In Figur 6 ist das innerhalb der Aufnahme 7 des Gehäuses 1 in Längsrichtung verschiebbar
geführte Verschlussteil 4 gezeigt. Es enthält eine Auswurföffnung 24 und einen inneren
Stoßboden 25, durch den das in Figur 3 gezeigte Patronenlager 26 des Laufs 5 nach
hinten abgeschlossen wird. In dem Stossboden 25 befindet sich eine Öffnung 27 für
den in Figur 3 dargestellten Schlagbolzen 9. Das Verschlussteil 4 enthält ferner neben
einer vorderen Lauföffnung 28 auch eine darunter angeordnete Aufnahmebohrung 29 für
die in Figur 3 gezeigte Schließfederführung 12. In dem Verschlussteil 4 sind noch
seitliche Schlitze 30 für die Repetierleisten 17 eingebracht.
[0016] Die Funktionsweise der vorstehend beschriebenen Pistole entspricht der eines verriegelten
Rückstossladers. Über die Repetierleisten 17 kann die Pistole zur Abgabe des ersten
Schusses manuell gespannt werden. Nach Abgabe des ersten Schusses wird die Waffe automatisch
durch den Gasdruck repetiert.
[0017] Die Pistole kann sowohl als verriegelter als auch als unverriegelter Rückstosslader
bzw. Gasdrucklader ausgeführt sein.
1. Pistole mit einem Gehäuse (1), einem gegenüber dem Gehäuse (1) beweglichen Verschlussteil
(4), einem innerhalb des Verschlussteils (4) angeordneten Lauf (5) und einem Abzugssystem
(14, 15, 16), wobei das Gehäuse (1) ein Griffstück (2) und ein mit diesem einteilig
ausgeführtes oberes Gehäuseteil (3) enthält, welches das Verschlussteil (4) mit dem
darin angeordneten Lauf (5) umgibt, und wobei das Gehäuse (1) aus Kunststoff besteht.
2. Pistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Gehäuseteil (3) eine an der Vorderseite offene und an der Rückseite geschlossene
Aufnahme (7) enthält, in der das Verschlussteil (4) in seiner Längsrichtung verschiebbar
geführt ist.
3. Pistole nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) einen angeformten Abzugsbügel (6) enthält.
4. Pistole nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) seitliche Durchbrüche (21) für Repetierleisten (17) enthält.
5. Pistole nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) seitliche Öffnungen (22) für einen Verschlussfanghebel (18) aufweist.
6. Pistole nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (1) ein Auswurffenster (23) für die abgefeuerten Patronen vorgesehen
ist.
7. Pistole nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (1) ein Visier (19) und ein Korn (20) angeformt sind.
1. Pistol with a housing (1), a breech part (4) which can be moved in relation to the
housing (1), a barrel (5) which is arranged inside the breech part (4) and a trigger
system (14, 15, 16), wherein the housing (1) comprises a grip piece (2) and an upper
housing part (3) which is made in one piece with the latter and surrounds the breech
part (4) with the barrel (5) arranged therein, and wherein the housing (1) is made
of plastic.
2. Pistol according to claim 1, characterised in that the upper housing part (3) comprises a receptacle (7) which is open at the front
side and closed at the rear side and in which the breech part (4) is guided displaceable
in its longitudinal direction.
3. Pistol according to one of claims 1 or 2, characterised in that the housing (1) comprises a moulded trigger guard (6).
4. Pistol according to one of claims 1 to 3, characterised in that the housing (1) comprises side openings (21) for cocking slides (17).
5. Pistol according to one of claims 1 to 4, characterised in that the housing (1) exhibits side apertures (22) for a breech latch (18).
6. Pistol according to one of claims 1 to 5, characterised in that an ejection window (23) is provided in the housing (1) for the discharged cartridges.
7. Pistol according to one of claims 1 to 6, characterised in that a rear sight (19) and a front sight (20) are moulded to the housing (1).
1. Pistolet avec une coque (1), une bride (4) située en face de la coque (1), un canon
(5) disposé à l'intérieur de la bride (4) et un système de détente (14, 15, 16), sachant
que la coque (1) comporte une crosse (2) et une partie de coque supérieure (3) coulée
avec cette dernière, laquelle enveloppe la bride (4) avec le canon (5) situé à l'intérieur,
et sachant que la coque (1) est en plastique.
2. Pistolet selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie de coque supérieure (3) comporte un logement (7) ouvert sur le côté avant
et fermé sur le côté arrière, dans lequel la bride (4) coulisse dans le sens longitudinal.
3. Pistolet selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la coque (1) comporte une sous-garde (6) modelée.
4. Pistolet selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la coque (1) comporte des ouvertures latérales (21) pour une barre de rappel (17).
5. Pistolet selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la coque (1) présente des ouvertures latérales (23) pour un levier de retenue de
bride (18).
6. Pistolet selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que dans la coque (1) est prévue une fenêtre d'éjection (23) pour les balles tirées.
7. Pistolet selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que sur la coque (1) sont formés une hausse (19) et un guidon (20).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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