[0001] Die Erfindung betrifft eine Druckeinheit einer Druckmaschine gemäß den Merkmalen
des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
EP 0 749 369 B1 ist ein Druckwerk bekannt, bei dem an dem beweglichen Rahmenteil Rollen montiert
sind, die auf horizontalen Schienen ruhen und die auch das ortsfeste Rahmenteil tragen.
Bei einem Druckwerk mit für den Zeitungsdruck geeigneten Abmessungen kann die auf
jeder Rolle des beweglichen Rahmenteiles ruhende Last einen Wert von mehreren Tonnen
erreichen. An den Berührungsflächen zwischen den Rollen und den Schienen treten somit
extreme Drücke auf. Während die Rollen aus gehärtetem Stahl gefertigt werden können,
der mit den auftretenden Drücken belastbar ist, ist dies für die Schienen aufgrund
ihrer Abmessungen schwierig. Wenn die Schienen jedoch aus ungehärtetem Stahl gefertigt
werden, besteht die Gefahr, dass sich die Räder in die Schienen eindrücken und es
unmöglich wird, das bewegliche Rahmenteil gleichmäßig zu bewegen oder überhaupt in
Bewegung zu setzen.
[0003] Die
US 5 060 569 A beschreibt einen Gestelleinsatz für Zylinder einer Druckmaschine, der zum Wechseln
auf hebbare Schienen gefahren wird und bei dem Haken zum Verriegeln angeordnet sind.
[0004] Die
EP 1 149 694 A offenbart eine Druckmaschine mit verfahrbaren Gestellteilen, die mittels Haken verriegelt
werden.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Druckeinheit einer Druckmaschine zu
schaffen.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Durch die Versenkbarkeit der Rollen wird die Möglichkeit geschaffen, das auf ihnen
lastende Gewicht wenigstens teilweise auf eine von den Rollen verschiedene Kontaktfläche
zu verlagern und so die Rollen soweit zu entlasten, dass ein Eindrücken der Rollen
in einen Träger nicht mehr zu befürchten ist.
[0008] Da eine solche Kontaktfläche leicht größer gemacht werden kann als die Kontaktfläche
zwischen einer Rolle und einem Träger, können die auftretenden Druckbelastungen verringert
werden, auch wenn das gesamte Gewicht des beweglichen Gestellteils auf die von den
Rollen verschiedenen Kontaktflächen verlagert wird, und die Anforderungen an die Druckbelastbarkeit
eines Trägers, auf dem sich das bewegliche Gestellteil abstützt, können verringert
werden.
[0009] Vorzugsweise dienen als Träger, auf dem sich die von den Rollen verschiedenen Kontaktflächen
abstützen, die Schienen, auf denen im ausgefahrenen Zustand auch die Rollen ruhen.
[0010] Die Kontaktflächen können einfach durch die Unterkanten von Seitengestellplatten
des beweglichen Gestellteils gebildet sein.
[0011] Vorzugsweise weist jedes Gestellteil wenigstens einen Gummituchzylinder als den Druckspalt
begrenzenden Zylinder, einen Formzylinder und ein Farbwerk auf, so dass die zwei Gummituchzylinder,
Formzylinder etc. jeweils eine für Schön- und Widerdruck geeignete Druckeinheit in
Brückenbauweise bilden.
[0012] Die Verstellbarkeit der Rollen zwischen der ausgefahrenen und der versenkten Stellung
wird vorzugsweise dadurch erreicht, dass die Drehachsen der Rollen jeweils um eine
[0013] Exzenterachse schwenkbar an dem beweglichen Gestellteil gehalten sind. Zum Antreiben
einer Schwenkbewegung wenigstens einer der Rollen um ihre Exzenterachse wird vorzugsweise
ein pneumatisches oder hydraulisches Stellglied eingesetzt.
[0014] Wenn jeweils zwei um eine gemeinsame Exzenterachse schwenkbare Rollen auf einer gemeinsamen
verdrehsteifen Welle angeordnet sind, kann ein einzelnes Stellglied zum Schwenken
von beiden Rollen eingesetzt werden und/oder ein Kippen des Druckwerkes während des
Ein- oder Ausfahrens der Rollen vermieden werden.
[0015] Bei einem beweglichen Gestellteil mit zwei Seitengestellplatten sind die zwei um
eine gemeinsame Exzenterachse schwenkbaren Rollen jeweils so angeordnet, dass sie
verschiedene Gestellplatten unterstützen.
[0016] Mehrere Rollen, insbesondere solche, die auf einer gemeinsamen Schiene laufen bzw.
eine gleiche Gestellplatte unterstützen, können über eine Stange schwenkgekoppelt
sein, die über Hebel an den Wellen der Rollen angreift.
[0017] Um die Position der zwei Gestellteile zueinander in einer nicht beabstandeten Arbeitsstellung
festzulegen, ist an einem der Gestellteile ein in Bewegungsrichtung des beweglichen
Gestellteis orientierter Vorsprung und an dem anderen Rahmenteil eine komplementär
zu dem Vorsprung geformte Aussparung gebildet, die formschlüssig ineinander greifen,
wenn die Gestellteile ohne Abstand angeordnet sind.
[0018] Der Vorsprung bzw. die Aussparung können selbsttätig eine Zentrierwirkung beim
[0019] Zusammenführen der Gestellteile ausüben, wenn der Vorsprung zu seinem freien Ende
und/oder die Aussparung zu einem Boden hin verjüngt ist.
[0020] Vorzugsweise ist der Vorsprung als eine vertikal orientierte Rippe und die Aussparung
als eine vertikal orientierte Nut ausgebildet, um die Stellung der zwei Gestellteile
zueinander nur in einer horizontalen Richtung quer zur Bewegungsrichtung, nicht aber
in der Vertikalen, zu definieren.
[0021] Um die Bewegung des beweglichen Gestellteils zu führen, ist vorzugsweise wenigstens
eine mit einem der Gestellteile fest verbundene, sich in der Bewegungsrichtung des
beweglichen Gestellteils erstreckende aufrechte Führungsschiene vorgesehen, die von
einer Spurführungseinrichtung des anderen Gestellteils an zwei Seiten umgriffen ist.
Diese Spurführungseinrichtung umfasst vorzugsweise wenigstens ein Paar von an den
zwei Seiten der Führungsschiene abrollenden Führungsrollen.
[0022] Um das bewegliche Gestellteil zu bewegen, ist zweckmäßigerweise an einem der Gestellteile
eine sich in Bewegungsrichtung des beweglichen Gestellteils erstreckende Zahnstange
und an dem anderen Gestellteil ein in die Zahnstange eingreifender selbsthemmender
Antrieb montiert, der aus der Zahnstange ausrückbar ist, um im Störungsfall eine Bewegung
des beweglichen Gestellteils nicht zu blockieren. Der stark untersetzende Antrieb
ist vorzugsweise mit Hilfe eines Schneckengetriebes realisiert. Er ist zum Ausrücken
aus der Zahnstange vorzugsweise schwenkbar angebracht.
[0023] Um ortsfeste und bewegliche Gestellteile des Druckwerks in einer Arbeitsstellung
aneinander zu verriegeln, ist vorzugsweise wenigstens ein Haken an einem der Gestellteile
vorgesehen, der an dem anderen Gestellteil in Eingriff bringbar und mit einer in Richtung
auf das eine Gestellteil wirkenden Zugkraft beaufschlagbar ist. Das bewegliche Gestellteil
ist vorzugsweise mit dem oben erwähnten beweglichen Gestellteil identisch; das ortsfeste
Gestellteile kann zusätzlich zum gestellfesten Gestellteil auch den Träger umfassen.
[0024] Vorzugsweise greift der Haken an einer Rolle des anderen Gestellteils an, so dass
seine Bewegung in eine Eingriffstellung oder aus der Eingriffstellung heraus nicht
durch zu starke Reibungskräfte behindert wird. Vorzugsweise dient ein pneumatisches
oder hydraulisches Stellglied zum Antreiben einer Schwenkbewegung des Hakens in die
Eingriffstellung oder aus ihr heraus. Die Versorgung des Stellgliedes mit Druckfluid
ist vereinfacht, wenn das Gestellteil, an dem der Haken und das Stellglied angebracht
sind, das ortsfeste Gestellteil ist.
[0025] Wenigstens ein Haken sollte eine Zugkraft mit einer abwärts gerichteten Komponente
auf das bewegliche Gestellteil ausüben, um Letzteres auch in vertikaler Richtung zu
fixieren.
[0026] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0027] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Druckwerkes mit einem vom ortsfesten Gestellteil
beabstandeten beweglichen Gestellteil;
- Fig. 2
- das Druckwerk aus Fig. 1 mit dem beweglichen Rahmenteil in einer vom ortsfesten Gestellteil
nicht beabstandeten Stellung und mit ausgefahrenen Rollen;
- Fig. 3
- das Druckwerk aus Fig. 1 mit eingefahrenen Rollen in einer Arbeitsstellung;
- Fig. 4
- schematisch die Aufhängung der Rollen an einer Seitengestellplatte des beweglichen
Gestellteils in ausgefahrener Stellung;
- Fig. 5
- das bewegliche Gestellteil mit den Rollen in versenkter Stellung;
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht eines Fahrgestells des beweglichen Gestellteils sowie
von Schienen des ortsfesten Gestellteils, auf denen sich das Fahrwerk bewegt;
- Fig. 7
- einen schematischen Schnitt durch einen Radkasten des Fahrwerks aus Fig. 6;
- Fig. 8
- einen Antriebsmechanismus zum Antreiben der Bewegung des beweglichen Gestellteils
entlang der Schienen;
- Fig. 9
- einen schematischen Schnitt durch den Antriebsmechanismus aus Fig. 8;
- Fig. 10
- eine schematische Ansicht eines Verriegelungsmechanismus zum Verriegeln der Gestellteile
aneinander;
- Fig. 11
- eine z.T. geschnittene Draufsicht auf den Verriegelungsmechanismus der Fig. 9;
- Fig. 12
- eine schematische Ansicht eines Verriegelungsmechanismus zum Verriegeln des beweglichen
Gestellteils am Träger.
- Fig. 13
- eine schematische Darstellung eines Druckwerkes mit zwei beweglichen und einem gestellfesten
Gestellteil ;
- Fig. 14
- eine schematische Darstellung einer verriegelten Druckeinheit gemäß Fig. 13.
[0028] Die Fig. 1 bis 3 veranschaulichen das Grundprinzip der Erfindung. Gezeigt ist eine
Druckeinheit mit vier übereinanderliegend angeordneten Druckwerken, mit Paaren von
Zylindern 01, z. B. Gummituchzylindern 01 oder Walzen. Jedem Gummituchzylinder 01
ist in an sich bekannter Weise ein Plattenzylinder, ein Farbwerk und ein Feuchtwerk
zugeordnet, die zusammen mit dem Gummituchzylinder 01 zwischen Seitengestellplatten
02; 03 gehalten sind. Der innere Aufbau der Druckwerke wird hier nicht im Detail beschrieben,
da er zum Verständnis der vorliegenden Erfindung nicht notwendig ist; eine Beschreibung
dieses inneren Aufbaus ist in
EP 07 49 369 B1 gegeben, auf die hiermit verwiesen wird.
[0029] Die zwei Seitengestellplatten 02 bilden zusammen mit den von ihnen getragenen Zylindern
01, Farb- und Feuchtwerken ein gestellfestes Gestellteil 13, sie sind fest zwischen
oberen und unteren Trägern 04; 06 montiert. Die zwei Seitengestellplatten 03 bilden
zusammen mit den von ihnen getragenen Zylindern 01, Farb- und Feuchtwerken ein verfahrbares
Gestellteil 15; sie sind fest zwischen oberen und unteren Trägern 04; 06 montiert,
die jeweils auf zwei untereinander quer verbundenen parallelen Schienen 05 aufgebaut
sind (siehe Fig. 6 und 12). Die Seitengestellplatten 03 sind an ihrer Unterkante mit
Rollen 07 versehen, die zwischen einer ausgefahrenen und einer versenkten Stellung
verstellbar sind; sie bilden zusammen mit den zwischen ihnen gehaltenen Komponenten
ein bewegliches Gestellteil 15. Fig. 1 zeigt die Rollen 07 in ihrer ausgefahrenen
Stellung, in welcher sie die Seitengestellplatten 03 von den Schienen 05 des unteren
Trägers 06 beabstandet halten. Diese Schienen 05 dienen gleichzeitig als Bahn, auf
der die Rollen 07 abrollen.
[0030] Fig. 1 zeigt das bewegliche Gestellteil 15 in einer von den Seitengestellplatten
02 beabstandeten Stellung, in der eine Bedienungsperson 08 in den Zwischenraum zwischen
den Paaren von Gummituchzylindern 01 eintreten und Wartungsarbeiten wie etwa einen
Gummituchtausch vornehmen kann. Nach Beendigung der Wartungsarbeiten wird das bewegliche
Gestellteil 15 in der Fig. 1 nach links verschoben, bis es die in Fig. 2 gezeigte
Stellung erreicht, der die ortsfesten Seitengestellplatten 02 und die beweglichen
Seitengestellplatten 03 sich jeweils an einander zugewandten Kanten 09; 11 berühren.
In dieser Stellung, mit weiterhin ausgefahrenen Rollen 07, liegen die Gummituchzylinder
01 des beweglichen Gestellteils 15 geringfügig höher als die des ortsfesten. Indem
die Rollen 07 in ihre versenkte Stellung gebracht werden, in der sie nicht mehr über
die Unterkante der Seitengestellplatten 03 hinausragen, wird das beweglichen Gestellteil
15, wie in Fig. 3 gezeigt, ein Stück weit abgesenkt, so dass die Unterkanten der Seitengestellplatten
03 auf den Schienen 05 des Trägers 06 zu liegen kommen, und die Paare von Gummituchzylindern
01 kommen so jeweils in gleiche Höhe und bilden einen Druckspalt, in welchem eine
zwischen ihnen hindurchgeführte Materialbahn 12, z. B. Papierbahn 12 bedruckt werden
kann.
[0031] Während in den Stellungen der Fig. 1 und 2 die Rollen 07 das gesamte Gewicht des
beweglichen Gestellteils 15 mit den Seitengestellplatten 03 und den zwischen ihnen
gehaltenen Zylindern 01 mehrerer Druckwerke tragen und auf eine kleine Oberfläche
des unteren Trägers 06 übertragen, verteilt sich in der Stellung der Fig. 3, in der
die gesamte untere Kante der Seitengestellplatten 03 auf dem unteren Träger 06 aufliegt,
das Gewicht auf eine wesentlich größere Fläche, als wenn das Gestellteil 15 nur von
den Rollen 07 getragen ist. Die Rollen 07 tragen das bewegliche Gestellteil 15 nur
dann, wenn dieses bewegt werden soll, und eventuell wenn es wie in Fig. 1 gezeigt
von dem gestellfesten Gestellteil 13 beabstandet steht und der Zwischenraum zwischen
den Gestellteilen 13; 15 begehbar ist, also nur während vergleichsweise kurzer Zeitspannen.
Während des Druckbetriebes ruhen die Seitengestellplatten 03 mit ihren Unterkanten
auf dem unteren Träger 06. Es besteht daher keine Gefahr, dass sich die Rollen 07
in den unteren Träger 06 eindrücken oder die Schienen 05 des unteren Trägers 06 auf
andere Weise so Schaden nehmen, dass die Beweglichkeit des beweglichen Gestellteils
15 dadurch beeinträchtigt wäre.
[0032] Ein bevorzugter Mechanismus zum Ein- und Ausfahren der Rollen 07 ist in den Fig.
4 und 5 dargestellt, wobei Fig. 4 die Rollen 07 in der ausgefahrenen und Fig. 5 in
der versenkten Stellung zeigt. Die Rollen 07 haben eine Drehachse 14, die über einen
Hebelarm 17 an eine in Bezug auf die Seitengestellplatte 03 ortsfeste Schwenkachse
16 angelenkt sind. Mit dem Hebelarm 17 der rechten Rolle 07 in der Figur ist ein Hebelarm
18 starr verbunden, dessen freies Ende an einer Kolbenstange 19 eines pneumatischen
oder hydraulischen Stellgliedes 21, z. B. eines Hydraulikzylinders 21 angreift. Eine
Stange 22, z. B. Synchronstange 22, ist einerseits an ein freies Ende eines mit dem
Hebelarm 17 der linken Rolle 07 starr verbundenen Hebelarmes 23 und andererseits an
einen intermediären Punkt am Hebelarm 18 angelenkt. Der Abstand des intermediären
Punktes von der benachbarten Exenterachse 16, z. B. Schwenkachse 16, entspricht der
Länge des Hebelarmes 23, so dass die durch die Synchronstange 22 gekoppelten Hebelarme
18; 23 stets gleiche Drehbewegungen ausführen. In der Stellung der Fig. 4 ist eine
von der Kolbenstange 19 abgewandte Kammer 26 des Hydraulikzylinders 21 unter Druck
gesetzt, so dass die Kolbenstange 19 bis zu einem Anschlag ausgefahren ist und die
Rollen 07 in der ausgefahrenen Stellung hält. Durch kontrolliertes Entweichenlassen
von Druckgas aus der Kammer 26 wird die Kolbenstange 19 langsam eingefahren, und die
Rollen 07 schwenken im Gegenuhrzeigersinn um ihre Schwenkachsen 16, bis die untere
Kante der Seitengestellplatte 03 auf dem Träger 06 aufsetzt. Die Rollen 07 befinden
sich dann in einer zurückgezogenen Stellung, in der sie lose auf dem Träger 06 aufliegen;
durch Druckbeaufschlagen einer zweiten, der Kolbenstange 19 zugewandten Kammer 27
des Hydraulikzylinders 21 können sie von dem Träger 06 in die in Fig. 5 gezeigte Stellung
abgehoben werden.
[0033] Fig. 6 zeigt eine detaillierte Darstellung eines Fahrgestells des beweglichen Gestellteils
15 sowie von zwei Schienen 05 des unteren Trägers 06, auf denen das Fahrgestell beweglich
ist. Man erkennt den bereits beschriebenen Hydraulikzylinder 21, die Kolbenstange
19 und den Hebelarm 18. Das von der Kolbenstange 19 abgewandte Ende des Hydraulikzylinders
21 ist mit einem horizontalen Arm 28 verbunden, der von einem Flansch 29 ausgeht,
von dessen dem Betrachter zugewandter Seite vier Stifte 31 vorstehen. Bei diesen Stiften
31 handelt es sich um Schrauben 31, die vorgesehen sind, um den Flansch 29 an einer
der zwei Seitengestellplatten 03 des beweglichen Gestellteils 15 (die in der Fig.
6 nicht dargestellt sind) zu verschrauben. Entsprechende dem gleichen Zweck dienende
Stifte 32, z. B. Schrauben 32, stehen über die Seitenwände von zwei Radkästen 33;
34 über. Die Radkästen 33; 34 enthalten jeweils eine der bereits erwähnten Rollen
07.
[0034] Ein schematischer Schnitt durch den Radkasten 34 ist in Fig. 7 gezeigt. Die Lage
der Schwenkachse 16 ist durch ein Kreuz bezeichnet. Sie ist die Längsachse einer Welle
36, z. B. Schwenkwelle 36, die sich quer durch den Radkasten 34 erstreckt und an der
außerhalb des Radkastens 34 der mit der Kolbenstange 19 verbundene Hebelarm 18 angreift.
Der Hebelarm 17 ist durch eine exzentrische Hülse 37 realisiert, deren Innenbohrung
die Schwenkwelle 36 drehfest umschließt und deren äußerer Umfang über ein Lager 38,
z. B. Wälzlager 38, eine Rolle 07 trägt. Der Mittelpunkt des Außenumfangs der Hülse
37, der die Drehachse der Rolle 07 definiert, ist durch ein Kreuz 39 bezeichnet. Wenn
der Hebelarm 18 im Uhrzeigersinn gedreht wird, bewegt sich die Drehachse 39 entlang
des Pfeils 41, so dass schließlich ein Teil der Lauffläche der Rolle 07 an der offenen
Unterseite des Radkastens 34 austritt.
[0035] Die Schwenkwelle 36 erstreckt sich, wie in Fig. 6 gezeigt, vom Radkasten 34 aus quer
unter dem beweglichen Gestellteil 15 her und durchquert einen Radkasten 42, in dem
in gleicher Weise wie im Radkasten 34 eine Rolle 07 montiert ist.
[0036] Die Synchronstange 22 greift einerseits über einen Hebelarm 43 und andererseits über
den Hebelarm 23 an der Schwenkwelle 36 sowie einer dazu parallelen, Radkästen 46 und
33 durchlaufenden Welle 44, z. B. Schwenkwelle 44 an. Durch die Synchronstange 22
und die durchgehenden, starren Schwenkwellen 36, 44 sind die Bewegungen aller Rollen
07 in die ausgefahrene oder versenkte Stellung aneinander gekoppelt.
[0037] Mit den beiden Radkästen 33; 34 ist eine Führungsschiene 47, hier mit einem F-förmigen
Querschnitt, fest verbunden. Diese gemeinsam mit dem beweglichen Gestellteil 15 verschiebbare
Führungsschiene 47 hat eine vertikal nach unten gerichtete Rippe 48, die bei einer
Verschiebung des Gestellteils 15 zwischen zwei Paaren von Führungsrollen 49 berührend
hindurch läuft, welche an einer der Schienen 05 abseits von einer Rollfläche, über
die sich die Rollen 07 bewegen, montiert sind. Das Zusammenwirken von Führungsschiene
47 und Führungsrollen 49 erzwingt eine exakt lineare Bewegung des beweglichen Gestellteils
15 entlang der Schienen 05 ohne die Möglichkeit eines Versatzes quer zur Längsrichtung
der Schienen 05. Obwohl nicht dargestellt, können eine entsprechende Führungsschiene
47 und Führungsrollen 49 auch an den Radkästen 42; 46 bzw. dem in Fig. 6 dem Betrachter
zugewandten Träger 06 montiert sein.
[0038] An dem Fahrgestell oder einer der daran montierten Seitengestellplatten 03 des beweglichen
Gestellteils 15 ist die in Fig. 8 in perspektivischer Ansicht gezeigte Antriebsvorrichtung
montiert. Von dem Fahrgestell oder einer der Seitengestellplatten 03 stehen quer zur
Bewegungsrichtung zwei starre Arme 51 ab. Diese Arme 51 tragen zwischen sich, an einer
Achse 52 gelenkig aufgehängt, eine Getriebeeinheit 53 mit einem Motor 54, z. B. Elektromotor
54, der über ein in der Getriebeeinheit 53 untergebrachtes selbsthemmendes Untersetzungsgetriebe
ein Zahnrad 56 antreibt. In der dargestellten Stellung der Getriebeeinheit 53 kämmt
das Zahnrad 56 mit einer ortsfesten Zahnstange 57.
[0039] Fig. 9 zeigt einen Schnitt durch die Antriebsvorrichtung der Fig. 8. Man erkennt,
dass die Getriebeeinheit 53 durch einen Vorsprung 58 eines an einen der Arme 51 angelenkten
Schwenkhebels 59 abgestützt und dadurch das Zahnrad 56 mit der Zahnstange 57 im Eingriff
gehalten ist. Würde man den Schwenkhebel 59 anheben, so könnte die Getriebeeinheit
53 um die Achse 52 im Uhrzeigersinn schwenken und so das Zahnrad 56 aus der Zahnstange
57 ausrücken und den Kraftschluss zwischen dem Elektromotor 54 und der Zahnstange
57 aufheben.
[0040] Im Innern der Getriebeeinheit 53 befindet sich ein unmittelbar von dem Motor 54 angetriebenes
Zahnrad 61, das mit einem größeren Zahnrad 62 kämmt. Dieses ist auf einer gemeinsamen
Achse mit einer Schnecke 63 montiert, die wiederum mit einem Schneckenrad 64 kämmt,
das mit dem Zahnrad 56 auf einer gemeinsamen Achse montiert ist. Schnecke 63 und Schneckenrad
64 bewirken eine Selbsthemmung des Getriebes, durch die bei abgeschaltetem Elektromotor
54 das Zahnrad 56 arretiert ist.
[0041] Fig. 10 zeigt einen Abschnitt einer der ortsfesten Seitengestellplatten 02 und einer
der beweglichen Seitengestellplatten 03, deren vertikale Kanten 09; 11 einander in
der Arbeitsstellung der Druckeinheit berühren, mit einem Mechanismus zum Verriegeln
der Seitengestellplatten 02, 03 aneinander in der Arbeitsstellung. Dieser Mechanismus
umfasst einen schwenkbaren Haken 66, der an einen gegabelten, in der Fig. 10 im Schnitt
gezeigten Lagerblock 67 angelenkt ist. Zwei Bohrungen 68 dienen zum Verschrauben des
Lagerblocks 67 an der Seitengestellplatte 02; diese Bohrungen 68 gewähren ein horizontales
Spiel des Lagerblocks 67. Dieses Spiel erlaubt es, trotz Maßtoleranzen des Hakens
66 und der Seitengestellplatten 02; 03 den Haken 66 exakt so zu platzieren, dass eine
Innenflanke 69 des Hakens 66 einen Verriegelungsvorsprung 71 an der beweglichen Seitengestellplatte
03 exakt berührend hintergreift. Der Radius der Innenflanke 69, bezogen auf die Schwenkachse
des Hakens 66 am Lagerblock 67, nimmt im Gegenuhrzeigersinn geringfügig ab, so dass
die Innenflanke 69 in der Lage ist, den Verriegelungsvorsprung 71 zu hintergreifen,
auch wenn die Kanten 09; 11 der Seitengestellplatten 02; 03 sich nicht unmittelbar
berühren, und durch Schwenken des Hakens 66 im Uhrzeigersinn die beiden Seitengestellplatten
02; 03 aufeinander zu zu ziehen, bis sie sich in der dargestellten Anschlagstellung
berühren. Die Schwenkbewegung des Hakens 66 ist durch eine Stellglied 72, z. B. einen
Pneumatikzylinder 72, angetrieben.
[0042] Der Verriegelungsvorsprung 71 ist durch einen fest mit der Seitengestellplatte 03
verbundenen zentralen Zapfen 73 und eine dem Zapfen 73 umgebende, wälzgelagerte Rolle
74 gebildet. Diese Rolle 74 kann sich mitdrehen, wenn der Haken 66 auf den Verriegelungsvorsprung
71 aufgepresst wird, so dass trotz erheblicher Zugkräfte, die der Haken 66 beim Schwenken
auf den Verriegelungsvorsprung 71 ausüben kann, die Bewegung des Hakens 66 nicht durch
zu starke Reibung blockiert wird.
[0043] Um auszuschließen, dass der Lagerblock 67 an der Seitengestellplatte 02 verrutscht
und keine ausreichende Zugkraft mehr auf den Verriegelungsvorsprung 71 ausgeübt werden
kann, ist der Lagerblock 67 zusätzlich durch zwei Schrauben 76 gesichert, die von
einem starr an der Platte 02 befestigten Halteblock 77 aus in den Lagerblock 67 eingeschraubt
sind. Die Fig. 10 zeigt diese Schrauben 76 bis zum Anschlag eingeschraubt, so dass
der Lagerblock 67 den Halteblock 77 berührt. Wenn die Schrauben 76 ein Stück weit
gelockert werden, ist es möglich, den Lagerblock 76 etwas näher an der Kante 09 zu
platzieren und mit Hilfe der in die Bohrungen 68 eingreifenden Schrauben an der Seitengestellplatte
02 zu fixieren.
[0044] Fig. 11 zeigt den Verriegelungsmechanismus der Fig. 10 teilweise in Draufsicht, teilweise
geschnitten. Man erkennt den Pneumatikzylinder 72 und den Haken 66, an dem er gelenkig
angreift. An den einander berührenden Kanten 09; 11 der Seitengestellplatten 02; 03
sind zwei Vertiefungen gebildet, wobei in der Vertiefung der Seitengestellplatte 02
ein Einsatzkörper 78 mit einer vertikalen Aussparung 79, z. B. Nut 79, von trapezförmigem
Querschnitt verschraubt ist und ein Einsatzkörper 81 mit einer formschlüssig in die
Nut 79 eingreifenden Vorsprung 82, z. B. Rippe 82, in der Aussparung der Seitengestellplatte
03 untergebracht ist. Der Einsatzkörper 81 dient gleichzeitig als Träger für Zapfen
73 und Rolle 74 des Verriegelungsvorsprungs 71.
[0045] Rippe 82 und Nut 79 sorgen für eine exakt fluchtende Ausrichtung der Seitengestellplatten
02; 03 zueinander quer zur Bewegungsrichtung, wenn diese einander in der Arbeitsstellung
der Druckeinheit berühren. Um eine Überbestimmung zu vermeiden, sind Einsatzkörper
81 mit Nut 79 und Rippe 82 jeweils nur an einer der zwei Seitengestellplatten 02;
03 des ortsfesten bzw. des beweglichen Gestellteils 15 vorgesehen; die an den jeweils
anderen Seitengestellplatten 02; 03 angebrachten Einsatzkörper sind an ihren einander
zugewandten Seiten flach. Rippe 82 und Nut 79 lassen eine vertikale Bewegung der Seitengestellplatten
02; 03 gegeneinander beim Übergang der Rollen 07 zwischen der versenkten und der ausgefahrenen
Stellung zu.
[0046] Fig. 12 zeigt zwei Haken 83, die jeweils paarweise an den zwei unteren Trägern 06
vorgesehen sind. Ein erster Haken 83 mit einer rampenförmigen Oberseite ist um eine
Achse 84 an der Seitengestellplatte 02 schwenkbar und weist an seiner Oberseite eine
Kerbe 86 auf, die im verriegelten Zustand einen Verriegelungsvorsprung 87 der Seitengestellplatte
03 aufnimmt. Der Aufbau des Verriegelungsvorsprungs 87 ist der gleiche wie beim Verriegelungsvorsprung
71. Zum Verriegeln und Entriegeln des Hakens 83 dient ein Stellglied 88, z. B. Pneumatikzylinder
88, der an dem unteren Träger 06 im Wesentlichen horizontal ausgerichtet montiert
ist. Die Kolbenstange des Pneumatikzylinders 88 ist an eine erste Stange 89 angelenkt,
die an den Haken 83 angreift, und an eine zweite Stange 91, die mit ihrem zweiten
Ende wiederum an den Träger 06 angelenkt ist und mit der Stange 89 einen Winkel bildet.
Wenn die Kolbenstange aus der gezeigten ausgefahrenen Stellung zurückgezogen wird,
verkleinert sich der Winkel zwischen den Stangen 89; 91, der Angriffspunkt der Stange
89 an dem Haken 83 senkt sich, und der Verriegelungsvorsprung 87 wird frei gegeben,
so dass das bewegliche Gestellteil 15 verschoben werden kann.
[0047] Ein zweites Stellglied 92, z. B. Pneumatikzylinder 92k, ist wie der Pneumatikzylinder
88 im Wesentlichen horizontal an dem Träger 06 ausgerichtet und hat eine Kolbenstange,
die über zwei Stangen 93; 94, die in ähnlicher Weise wie die Stangen 89; 91 gegeneinander
gewinkelt sind, einerseits an dem Träger 06 und andererseits an einem Haken 96 angreift.
Dieser Haken 96 hat wie der Haken 66 eine Innenflanke 97, die beim Ausfahren des Hakens
96 an einem Verriegelungsvorsprung 98 der Seitengestellplatte 03 entlang gleitet und
dabei eine nach unten und zur Seitengestellplatte 02 hin orientierte Zugkraft auf
den Verriegelungsvorsprung 98 ausübt, die größer wird, je näher der Haken 96 an seiner
in der Fig. 12 gezeigten Anschlagstellung ist. Der Haken 96 übt somit eine doppelte
Verriegelungsfunktion aus; zum einen hält er die Seitengestellplatte 03 gegen die
Seitengestellplatte 02 gedrückt, zum anderen hält er sie am Träger 06 fest.
[0048] Die Haken 66; 83; 96 sind beispielsweise mittels eines Kniehebels beätigbar.
[0049] In einem anderen Ausführungsbeispiel (Fig. 13 und Fig. 14) weist die Druckeinheit
drei Gestellteile 104; 106; 107 auf, wobei in dem mittleren Gestellteil 106 Formzylinder
und Übertragungszylinder angeordnet sind. In den beiden äußeren Gestellteilen 104
und 107 sind den Formzylindern zugeordnete Farbwerke angeordnet.
[0050] Wie in der Fig. 13 dargestellt, sind die beiden äußeren Gestellteile 104 und 107
in einer Wartungs- bzw. Rüstposition bewegbar, so dass jeweils ein begehbarer Zwischenraum
entsteht.
[0051] Der zusammengefahrene Zustand, wie in der Fig. 14 dargestellt, ist die Produktionsposition,
d. h. die Druckeinheit druckt. Dabei werden die drei Gestellteile 104; 106; 107 mittels
Verriegelungsvorrichtungen 108 miteinander verbunden. In dieser Figur sind sechs Verriegelungsvorrichtungen
108 dargestellt.
[0052] Im vorliegenden Beispiel weist das mittlere Gestellteil 106 mindestens zwei als Brückendruckwerk
angeordnete Zylinderpaare, vorzugsweise aber vier vertikal zusammenwirkend angeordnete
Brückendruckwerke auf.
[0053] Die Formzylinder der Ausführungsbeispiele weisen vorzugsweise jeweils in axialer
Richtung mindestens zwei Druckplatten, vorzugsweise vier Druckplatten auf.
Bezugszeichenliste
[0054]
- 01
- Gummituchzylinder
- 02
- Seitengestellplatten
- 03
- Seitengestellplatten
- 04
- Träger, oberer
- 05
- Schiene
- 06
- Träger, unterer
- 07
- Rolle
- 08
- Bedienungsperson
- 09
- Kante (02)
- 10
- -
- 11
- Kante (03)
- 12
- Materialbahn, Papierbahn
- 13
- Gestellteil
- 14
- Drehachse
- 15
- Gestellteil
- 16
- Exzenterachse, Schwenkachse
- 17
- Hebelarm
- 18
- Hebelarm
- 19
- Kolbenstange
- 20
- -
- 21
- Stellglied, Hydraulikzylinder
- 22
- Stange, Synchronstange
- 23
- Hebelarm
- 24
- Zylinderkammer
- 25
- -
- 26
- Kammer
- 27
- Kammer
- 28
- Arm
- 29
- Flansch
- 30
- -
- 31
- Stift, Schrauben
- 32
- Stift, Schrauben
- 33
- Radkasten
- 34
- Radkasten
- 35
- -
- 36
- Welle, Schwenkwelle
- 37
- Hülse, exzentrisch
- 38
- Wälzlager
- 39
- Drehachse
- 40
- -
- 41
- Pfeil
- 42
- Radkasten
- 43
- Hebelarm
- 44
- Welle, Schwenkwelle
- 45
- -
- 46
- Radkasten
- 47
- Führungsschiene
- 48
- Rippe
- 49
- Führungsrolle
- 50
- -
- 51
- Arm
- 52
- Achse
- 53
- Getriebeeinheit
- 54
- Motor, Elektromotor
- 55
- -
- 56
- Zahnrad
- 57
- Zahnstange
- 58
- Vorsprung
- 59
- Schwenkhebel
- 60
- -
- 61
- Zahnrad
- 62
- Zahnrad
- 63
- Schnecke
- 64
- Schneckenrad
- 65
- -
- 66
- Haken
- 67
- Lagerblock
- 68
- Bohrung
- 69
- Innenflansch
- 70
- -
- 71
- Verriegelungsvorsprung
- 72
- Stellglied, Pneumatikzylinder
- 73
- Zapfen
- 74
- Rolle
- 75
- -
- 76
- Schraube
- 77
- Halteblock
- 78
- Einsatzkörper
- 79
- Aussparung, Nut
- 80
- -
- 81
- Einsatzkörper
- 82
- Vorsprung, Rippe
- 83
- Haken
- 84
- Achse
- 85
- -
- 86
- Kerbe
- 87
- Verriegelungsvorsprung
- 88
- Stellglied, Pneumatikzylinder
- 89
- Stange
- 90
- -
- 91
- Stange
- 92
- Stellglied, Pneumatikzylinder
- 93
- Stange
- 94
- Stange
- 95
- -
- 96
- Haken
- 97
- Innenfläche
- 98
- Verriegelungsvorsprung
- 99
- -
- 100
- -
- 101
- Seitengestellplatten
- 102
- Seitengestellplatten
- 103
- Seitengestellplatten
- 104
- Gestellteil, äußerer
- 105
- -
- 106
- Gestellteil, innerer
- 107
- Gestellteil, äußerer
- 108
- Verriegelungsvorrichtung
1. Druckeinheit einer Druckmaschine, wobei mindestens zwei relativ zueinander abstandsveränderbare
Gestellteile (13; 15; 104; 106; 107) vorgesehen sind, wobei jedes dieser Gestellteile
(13; 15; 104; 106; 107) zwei jeweils mindestens einen Zylinder (01) oder eine Walze
aufnehmende, in axialer Richtung beabstandete Seitengestellplatten (02; 03; 101; 102;
103) aufweist und jeweils zwei Seitengestellplatten (02; 03; 101; 102; 103) von einer
oberen Verriegelungsvorrichtung (108) und/oder Zentriervorrichtung und einer weiteren
Verriegelungsvorrichtung (108) und/oder Zentriervorrichtung fixiert sind, wobei diese
zwei Seitengestellplatten (02; 03; 101; 102; 103), die von zwei Verriegelungsvorrichtungen
(108) und/oder Zentriervorrichtungen fixiert sind, von mindestens einer zusätzlichen
dritten Verriegelungsvorrichtung (108) und/oder Zentriervorrichtung fixiert sind,
wobei an einander berührenden Kanten (09; 11) der Seitengestellplatten (02; 03) zwei
Vertiefungen gebildet sind,
wobei in der Vertiefung der Seitengestellplatte (02) ein Einsatzkörper (78) mit einer
vertikalen Aussparung (79) von trapezförmigen Querschnitt verschraubt ist und ein
Einsatzkörper (81) mit einem formschlüssig in die Aussparung (79) eingreifenden Vorsprung
(82) in der Vertiefung der Seitengestellplatte (03) untergebracht ist,
wobei die Einsatzkörper (78; 81) mit Aussparung (79) und Vorsprung (82) jeweils nur
an einer der zwei Seitengestellplatten (02; 03) des ortsfesten bzw. der beweglichen
Gestellteils (15) vorgesehen sind.
2. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Gestellteil (13; 15; 104; 106; 107) vier übereinander angeordnete
Zylinder (01) aufweist.
3. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Verrieglungseinrichtung (108) und/oder Zentriervorrichtung zwischen
den zweiten und dritten in vertikaler Richtung angeordneten Zylinder (01) vorgesehen
ist.
4. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese zusätzliche Verriegelungseinrichtung (108) und/oder Zentriervorrichtung in
vertikaler Richtung zwischen der oberen und unteren Verriegelungseinrichtung (108)
und/oder Zentriereinrichtung angeordnet ist.
5. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Druckeinheit mindestens acht Formzylinder und acht Übertragungszylinder
angeordnet sind.
6. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Druckeinheit mindestens sechs Verriegelungsvorrichtungen (108) und/oder
Zentriereinrichtungen angeordnet sind.
7. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Druckeinheit mindestens zwölf Verriegelungsvorrichtungen (108) und/oder
Zentriereinrichtungen angeordnet sind.
8. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Verriegelvorrichtung (108) der Einsatzkörper (81) vorgesehen ist und dieser Einsatzkörper
(81) den Verriegelungsvorsprung (71) trägt.
9. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Gestellteil (106) die Formzylinder und Übertragungszylinder angeordnet sind
und in zwei anderen Gestellteilen (104; 107) den Formzylinder zugehörige Farbwerke
angeordnet sind.
10. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung (108) wenigstens einen ein einen Verriegelungsvorsprung
(71) eingreifenden Haken (66; 83; 96) aufweist.
11. Druckeinheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Haken (66; 83; 96) durch Schwenken in und außer Eingriff bringbar ist.
12. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Verriegelungsvorrichtung (108) einen schwenkbaren Haken (66;83;96)
aufweist und dass die Schwenkachse (84) des Hakens (66; 83; 96) relativ zu einem Gestellteil
(02; 102) einstellbar ist.
13. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Verriegelungsvorrichtung (108) einen schwenkbaren Haken (66; 83;
96) aufweist und dass der schwenkbare Haken (66; 83; 96) mittels eines Kniehebels
betätigbar ist.
14. Druckeinheit nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch einen pneumatisches oder hydraulisches Stellglied (72; 88; 92) , der zum Antreiben
des Schwenkens an dem Haken (66; 83; 96) angreift.
15. Druckwerk nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schwenkachse des Hakens (66; 83; 96) an dem einen Gestellteil (13; 15; 104;
106; 107) in Wirkrichtung der Zugkraft verstellbar ist.
16. Druckeinheit nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Gestellteil (13; 106) das gestellfeste Gestellteil (13; 106) ist.
17. Druckeinheit nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das gestellfeste Gestellteil (13; 106) einen sich unter dem beweglichen Gestellteil
(15; 104; 107) erstreckenden Träger (06) umfasst, auf dem das bewegliche Gestellteil
(15; 104; 107) verschiebbar ist, und dass die von wenigstens einem Haken (96) auf
das bewegliche Gestellteil (15; 104; 107) ausgeübte Zugkraft eine abwärts gerichtete
Komponente umfasst.
18. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung (108) eine Kraft im vertikaler Richtung auf eine unter
den beweglichen Gestellteil (15; 104; 107) erstreckenden Träger (06) ausübt.
19. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Gestellteil (15; 104; 107) auf einem Fahrgestell angeordnet ist.
20. Druckeinheit nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrgestell als Vorrichtung zum vertikalen Bewegen des Gestellteils (15; 104;
107) ausgebildet ist.
1. Printing unit of a printing press, wherein at least two parts (13; 15; 104; 107) of
a frame which are capable of being altered in their distance relative to each other
are provided, wherein each of these parts (13; 15; 104; 106; 107) of the frame has
two lateral frame plates (02; 03; 101; 102; 103) receiving at least one cylinder (01)
or one roller in each case and arranged at a distance in the axial direction, and
two lateral frame plates (02; 03; 101; 102; 103) are fixed in each case by an upper
locking apparatus (108) and/or centring apparatus and a further locking apparatus
(108) and/or centring apparatus, wherein these two lateral frame plates (02; 03; 101;
102; 103), which are fixed by two locking apparatuses (108) and/or centring apparatuses,
are fixed by at least one additional third locking apparatus (108) and/or centring
apparatus, wherein two indentations are formed on those edges (09; 11) of the lateral
frame plates (02; 03) which touch one another, wherein an insert member (78) having
a vertical recess (79) of trapezoidal cross-section is screwed in the indentation
of the lateral frame plate (02) and an insert member (81) having a projection (82)
engaging the recess (79) in an interlocking manner is housed in the indentation of
the lateral frame plate (03), wherein the insert members (78; 81) having recess (79)
and projection (82) are provided in each case only on one of the two lateral frame
plates (02; 03) of the stationary or of the movable part (15) of the frame.
2. Printing unit according to Claim 1, characterized in that at least one part (13; 15; 104; 106; 107) of the frame has four cylinders (01) arranged
one above the other.
3. Printing unit according to Claim 1, characterized in that the additional locking apparatus (108) and/or centring apparatus is provided between
the second and third cylinders (01) arranged in the vertical direction.
4. Printing unit according to Claim 1, characterized in that this additional locking apparatus (108) and/or centring apparatus is arranged in
the vertical direction between the upper and lower locking apparatus (108) and/or
centring apparatus.
5. Printing unit according to Claim 1, characterized in that at least eight forme cylinders and eight transfer cylinders are arranged in a printing
unit.
6. Printing unit according to Claim 1, characterized in that at least six locking apparatuses (108) and/or centring apparatuses are arranged in
a printing unit.
7. Printing unit according to Claim 1, characterized in that at least twelve locking apparatuses (108) and/or centring apparatuses are arranged
in a printing unit.
8. Printing unit according to Claim 1, characterized in that the insert member (81) is provided as a locking apparatus (108) and this insert member
(81) carries the locking projection (71).
9. Printing unit according to Claim 1, characterized in that the forme cylinders and transfer cylinders are arranged in a part (106) of the frame,
and inking units associated with the forme cylinder are arranged in two other parts
(104; 107) of the frame.
10. Printing unit according to Claim 1, characterized in that the locking apparatus (108) has at least one hook (66; 83; 96) engaging a locking
projection (71).
11. Printing unit according to Claim 10, characterized in that the hook (66; 83; 96) is capable of being brought into and out of engagement by pivoting.
12. Printing unit according to Claim 1, characterized in that at least one locking apparatus (108) has a pivotable hook (66; 83; 96) and that the
pivot axis (84) of the hook (66; 83; 96) is capable of being set relative to a part
(02; 102) of the frame.
13. Printing unit according to Claim 1, characterized in that at least one locking apparatus (108) has a pivotable hook (66; 83; 96) and that the
pivotable hook (66; 83; 96) is capable of being actuated by means of a toggle lever.
14. Printing unit according to Claim 11, characterized by a pneumatic or hydraulic setting member (72; 88; 92) which engages the hook (66;
83; 96) in order to drive the pivoting.
15. Printing unit according to Claim 11, characterized in that a pivot axis of the hook (66; 83; 96) is displaceable in the effective direction
of the tensile force on one part (13; 15; 104; 106; 107) of the frame.
16. Printing unit according to Claim 15, characterized in that one part (13; 106) of the frame is the part (13; 106) of the frame fixed with respect
to the frame.
17. Printing unit according to Claim 16, characterized in that the part (13; 106) of the frame fixed with respect to the frame comprises a carrier
(06) which extends below the movable part (15; 104; 107) of the frame and on which
the movable part (15; 104; 107) of the frame is displaceable, and that the tensile
force exerted on the movable part (15; 104; 107) of the frame by at least one hook
(96) comprises a component directed downwards.
18. Printing unit according to Claim 1, characterized in that the locking apparatus (108) exerts a force in the vertical direction on a carrier
(06) extending below the movable part (15; 104; 107) of the frame.
19. Printing unit according to Claim 1, characterized in that the movable part (15; 104; 107) of the frame is arranged on a chassis.
20. Printing unit according to Claim 19, characterized in that the chassis is in the form of an apparatus for vertical movement of the part (15;
104; 107) of the frame.
1. Unité d'impression d'une machine à imprimer, où au moins deux parties de bâti (13
; 15 ; 104 ; 106 ; 107) à espacement modifiable l'une par rapport à l'autre sont prévues,
chacune de ces parties de bâti (13 ; 15 ; 104 ; 106 ; 107) présentant deux plaques
de bâti latéral (02 ; 03 ; 101 ; 102 ; 103) espacées en direction axiale, recevant
chacune au moins un cylindre (01) ou un rouleau, et chaque fois deux plaques de bâti
latéral (02 ; 03 ; 101 ; 102 ; 103) étant fixées par un dispositif de verrouillage
supérieur (108) et/ou dispositif de centrage et un autre dispositif de verrouillage
(108) et/ou dispositif de centrage, ces deux plaques de bâti latéral (02 ; 03 ; 101
; 102 ; 103), qui sont fixées par deux dispositifs de verrouillage (108) et/ou dispositifs
de centrage, étant fixées par au moins un troisième dispositif de verrouillage (108)
et/ou dispositif de centrage supplémentaire, deux creusements étant formés sur des
arêtes (09 ; 11), en contact l'une avec l'autre, des plaques de bâti latéral (02 ;
03), un corps d'insert (78), ayant un évidement (79) vertical à section transversale
à forme trapézoïdale, étant vissé dans la cavité de la plaque de bâti latéral (02),
et un corps d'insert (81), ayant une saillie (82) s'engageant avec liaison à ajustement
de forme dans l'évidement (79), étant logé dans la cavité de la plaque de bâti latéral
(03), les corps d'insert (78, 81) munis d'avidement (79) et de saillie (82) étant
prévus chaque fois seulement sur l'une des deux plaques de bâti latéral (02 ; 03)
de la partie de bâti (15) localement fixe ou de celle mobile.
2. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins une partie de bâti (13 ; 15 ; 104 ; 106 ; 107) présente quatre cylindres
(01) disposés les uns au-dessus des autres.
3. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de verrouillage (108) et/ou dispositif de centrage supplémentaire est
prévu entre le deuxième et le troisième cylindre (01), disposé en direction verticale.
4. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce que ce dispositif de verrouillage (108) et/ou ce dispositif de centrage supplémentaire
est disposé en direction verticale, entre le dispositif de verrouillage supérieur
et inférieur (108) et/ou le dispositif de centrage.
5. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins huit cylindres de forme et huit cylindres de transfert sont disposés dans
une unité d'impression.
6. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins six dispositifs de verrouillage (108) et/ou dispositifs de centrage sont
disposés dans une unité d'impression.
7. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins douze dispositifs de verrouillage (108) et/ou dispositifs de centrage sont
disposés dans une unité d'impression.
8. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce que, en tant que dispositif de verrouillage (108), est prévu un corps d'insert (81),
et ce corps d'insert (81) porte la saillie de verrouillage (71).
9. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce que les cylindres de forme et les cylindres de transfert sont disposés dans une partie
de bâti (106), et les groupes d'encrage afférents au cylindre de forme sont disposés
dans deux autres parties de bâti (104, 107).
10. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de verrouillage (108) présente au moins un crochet (66 ; 83 ; 96),
s'engageant dans une saillie de verrouillage (71).
11. Unité d'impression selon la revendication 10, caractérisée en ce que le crochet (66 ; 83 ; 96) est susceptible d'être mis en et hors de prise par pivotement.
12. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins un dispositif de verrouillage (108) présente un crochet (66 ; 83 ; 96) pivotant,
et en ce que l'axe de pivotement (84) du crochet (66 ; 83 ; 96) est susceptible d'être réglé par
rapport à une partie de bâti (02 ; 102).
13. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins un dispositif de verrouillage (108) présente un crochet (66 ; 83 ; 96) pivotant,
et en ce que le crochet (66 ; 83 ; 96) pivotant est actionnable au moyen d'un levier à genouillère.
14. Unité d'impression selon la revendication 11, caractérisée par un organe de réglage (72 ; 88 ; 92) pneumatique ou hydraulique, agissant pour l'entraînement
du pivotement sur le crochet (66 ; 83 ; 96).
15. Groupe d'impression selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'un axe de pivotement du crochet (66 ; 83 ; 96) sur une partie de bâti (13 ; 15 ; 104
; 106 ; 107) est réglable dans la direction d'effet de la force de traction.
16. Unité d'impression selon la revendication 15, caractérisée en ce qu'une partie de bâti (103 ; 106) est la partie de bâti (13 ; 106) fixée au bâti.
17. Unité d'impression selon la revendication 16, caractérisée en ce que la partie de bâti (13 ; 106) fixée au bâti comprend un support (06) s'étendant sous
la partie de bâti mobile (15 ; 104 ; 107), support sur lequel la partie de bâti mobile
(15 ; 104 ; 107) est déplaçable et en ce que la force de traction, exercée par au moins un crochet (96), sur la partie de bâti
mobile (15 ; 104 ; 107) comprend une composante orientée vers le bas.
18. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de verrouillage (108) exerce une force en direction verticale sur un
support (106) s'étendant sous la partie de bâti mobile (15 ; 104 ; 107).
19. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce que la partie de bâti mobile (15 ; 104 ; 107) est disposée sur un bâti déplaçable.
20. Unité d'impression selon la revendication 19, caractérisée en ce que le bâti déplaçable est réalisé sous la forme de dispositif pour le déplacement vertical
de la partie de bâti (15 ; 104 ; 107).