| (19) |
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(11) |
EP 1 673 231 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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15.01.2020 Patentblatt 2020/03 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.05.2008 Patentblatt 2008/19 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.10.2004 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2004/011129 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/035261 (21.04.2005 Gazette 2005/16) |
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| (54) |
WERTDOKUMENT MIT VERSCHIEDENEN MERKMALSTOFFEN
SECURITY DOCUMENT PROVIDED WITH DIFFERENT MARKING CHARACTERISTICS
DOCUMENT DE VALEUR COMPRENANT DIFFERENTES SUBSTANCES CARACTERISTIQUES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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| (30) |
Priorität: |
08.10.2003 DE 10346632
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.06.2006 Patentblatt 2006/26 |
| (73) |
Patentinhaber: Giesecke+Devrient Currency Technology GmbH |
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81677 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHWENK, Gerhard
82178 Puchheim (DE)
- GIERING, Thomas
85614 Kirchseeon (DE)
- STENZEL, Gerhard
80686 München (DE)
- KAULE, Wittich
82275 Emmering (DE)
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| (74) |
Vertreter: Höhfeld, Jochen et al |
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Klunker IP
Patentanwälte PartG mbB
Destouchesstraße 68 80796 München 80796 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 975 468 CH-A- 516 196 DE-A- 10 149 265 DE-A1- 1 774 290 DE-A1- 3 446 861 DE-A1- 19 804 012 GB-A- 1 127 043 US-B1- 6 357 656
|
EP-A2- 0 628 927 DE-A- 10 120 818 DE-A- 10 204 870 DE-A1- 3 048 734 DE-A1- 19 803 997 DE-A1- 19 804 021 US-A- 6 155 605
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Wertdokument, insbesondere eine Banknote, mit einem Wertdokumentsubstrat
und zumindest zwei unterschiedlichen Merkmalsstoffen zur Prüfung des Wertdokuments.
[0002] Aus der Druckschrift
WO 97/39428 ist ein Wertdokument bekannt, dessen Substrat in einem Bereich verschiedene maschinell
authentisierbare Echtheitsmerkmale für unterschiedliche Sicherheitsstufen aufweist.
Das Wertdokument enthält ein maschinell authentisierbares Niedrigsicherheitsmerkmal,
das aus einem einzigen Material gebildet ist. Bei einer Abfrage liefert das Niedrigsicherheitsmerkmal
eine Ja/Nein-Antwort, die die Anwesenheit oder Abwesenheit der abgefragten Eigenschaft
anzeigt. Das Niedrigsicherheitsmerkmal wird zur Echtheitsprüfung in Anwendungsfällen
benutzt, in denen ein einfacher Detektor eingesetzt wird, etwa in Einzelhandelsverkaufsstellen.
[0003] Ein weiteres, ebenfalls maschinell authentisierbares Hochsicherheitsmerkmal besitzt
schwierig nachzuweisende Eigenschaften und ermöglicht eine tiefer gehende Abfrage
des Wertdokuments sowie eine Authentisierung auf einem sehr viel höheren Niveau. Die
Prüfung des Hochsicherheitsmerkmals ist aufwändig und erfolgt beispielsweise in Zentralbanken.
Bei diesem Hochsicherheitsmerkmal handelt es sich um eine homogene Mischung zweier
Stoffe mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften, wie die Anregungswellenlänge
für eine Lumineszenzemission oder Koerzitivität etc.
[0004] Das aus der
WO 98/39428 bekannte System besitzt jedoch den Nachteil, dass es zwar eine aufwändige Echtheitsprüfung
der Wertdokumente ermöglicht, aber keine Aussage über die Art oder den Wert des jeweiligen
Wertdokuments zulässt. Für eine maschinelle Bearbeitung von Wertdokumenten, insbesondere
von Banknoten, ist es jedoch wünschenswert, auch die Art des Dokuments, wie z. B.
die Währung oder die Denomination einer bekannten Währung, maschinell zu erfassen.
[0005] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Wertdokument
vorzuschlagen, das neben einer erhöhten Fälschungssicherheit zugleich eine Möglichkeit
der Werterkennung beinhaltet.
[0006] Unter Werterkennung wird dabei im Rahmen der vorliegenden Erfindung die Auswertung
einer codiert vorliegenden Information für einen bestimmten Nutzerkreis verstanden.
Die codierte Information kann bei einer Banknote beispielsweise die Denomination,
die Währung, die Serie, das Ausgabeland oder andere Ausstattungsmerkmale der Banknote
darstellen.
[0007] Die gestellte Aufgabe wird durch das Wertdokument mit den Merkmalen des Hauptanspruchs
gelöst. Ein Herstellungsverfahren für solche Wertdokumente sowie zwei Verfahren zur
Prüfung oder Bearbeitung derartiger Wertdokumente sind Gegenstand der nebengeordneten
Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Der Druckschrift
DE-A-10204870 ist ein Wertdokument gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entnehmbar.
[0009] Das erfindungsgemäße Wertdokument weist einen ersten und ein zweiten Merkmalsstoff
auf, die in Form voneinander unabhängiger Codierungen auf bzw. in das Wertdokumentsubstrat
auf- bzw. eingebracht sind. Wie nachfolgend im Detail erläutert, wird durch diese
Kombination ein komplexes Merkmalssystem geschaffen, das für einen Fälscher sehr schwer
nachstellbar ist. Das Merkmalssystem erlaubt es Nutzern aus unterschiedlichen Nutzerkreisen,
jeweils sowohl eine Echtheitsprüfung als auch eine Werterkennung an dem Dokument durchzuführen.
Dabei sind die von den verschiedenen Nutzerkreisen verwendeten Merkmalsstoffe bzw.
ihre charakteristischen Eigenschaften vollständig voneinander getrennt.
[0010] Beispielsweise können Nutzer eines Nutzerkreises eine charakteristische Eigenschaft
des ersten Merkmalsstoffs zur Echtheitsprüfung und die durch den ersten Merkmalsstoff
gebildete Codierung zur Werterkennung heranziehen. Nutzer eines anderen Nutzerkreises
können eine charakteristische Eigenschaft des zweiten Merkmalsstoffs für die Echtheitsprüfung
verwenden, und die durch den zweiten Merkmalsstoff gebildete Codierung zur Werterkennung
einsetzen. Beide Nutzerkreise können so die durch die Merkmalsstoffe gebildeten Codierungen
nutzen, um neben der Echtheitsprüfung ohne großen Zusatzaufwand auch eine Werterkennung
an dem Dokument vornehmen zu können. Die genaue Durchführung der Echtheitsprüfung
und der Werterkennung wird weiter unten ausführlich beschrieben.
[0011] Bei diesen Nutzerkreisen kann es sich um Zentralbanken, Geschäftsbanken, beliebige
Handelsunternehmen, wie Nahverkehrsbetriebe, Warenhäuser oder Verkaufsautomatenbetreiber
etc., handeln.
[0012] Die Analyse des gesamten Merkmalsystems ist außerordentlich schwierig und aufwändig,
da für Dritte nicht erkennbar ist, welche Stoffe und insbesondere welche Stoffeigenschaften
für die Prüfung durch die unterschiedlichen Nutzergruppen verwendet werden. Selbst
die Kenntnis der Vorgehensweise einer Nutzergruppe offenbart nicht die Stoffe und
Methoden, die bei der oder den anderen Nutzergruppe/n für die Echtheitsprüfung und
Werterkennung eingesetzt werden.
[0013] In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Wertdokuments ist ein dritter
Merkmalstoff in das Volumen des Wertdokumentsubstrats eingebracht. Der dritte Merkmalsstoff
kann in das Volumen des Wertdokumentsubstrats grundsätzlich in beliebiger Verteilung
eingebracht sein, aber auch eine vorgegebene geordnete Struktur bilden. Nach einer
bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der dritte Merkmalsstoff allerdings im
Wesentlichen gleichmäßig in dem Volumen des Wertdokumentsubstrats verteilt, so dass
hinreichend große Volumenelemente gleicher Größe jeweils im Wesentlichen dieselbe
Menge des dritten Merkmalsstoffs enthalten. Die Verteilung kann dabei regelmäßig sein,
aber auch in einem vorgegebenen regelmäßigen Muster erfolgen. Bevorzugt ist der dritte
Merkmalsstoff jedoch mit einer Zufallsverteilung in das Substratvolumen eingebracht.
[0014] Wird als Wertdokumentensubstrat Papier verwendet, so wird der dritte Merkmalsstoff
vorzugsweise der Papiermasse vor der Blattbildung zugesetzt.
[0015] Der Markierungsstoff kann auch in den oberflächennahen Volumenbereich eines Papiersubstrats
eingebracht werden. Dies erfolgt beispielsweise nach einem der in den Druckschriften
EP-A-0 659 935 und
DE 101 20 818 beschriebenen Verfahren, bei dem die Partikel des Markierungsstoffs einem Gasstrom
oder einem Flüssigkeitsstrom beigemischt und in eine nasse Papierbahn eingebracht
werden.
[0016] Einer oder mehrere der Merkmalsstoffe sind bevorzugt durch einen Lumineszenzstoff
oder eine Mischung aus Lumineszenzstoffen gebildet. Es ist auch möglich, für alle
eingesetzten Merkmalsstoffe Lumineszenzstoffe zu verwenden. Für den ersten und dritten
Merkmalsstoff werden vorzugsweise Lumineszenzstoffe oder Mischungen verwendet, die
im infraroten Spektralbereich emittieren und die insbesondere eine komplexe, schwer
nachstellbare spektrale Emissionscharakteristik aufweisen. Diese Emissionscharakteristik
kann insbesondere dafür verwendet werden, um die Lumineszenzstoffe von ähnlichen Lumineszenzstoffen
zu unterscheiden. Sie kann aber auch dafür verwendet werden, um durch die Form der
Emissions- oder/und Anregungsspektren der Lumineszenzstoffe eine Codierung zu erzeugen,
was vorzugsweise für den ersten Merkmalsstoff genutzt wird. Unter "infraroter Spektralbereich"
wird erfindungsgemäß der Wellenlängenbereich ab 750 nm und größer, vorzugsweise 800
nm und größer verstanden. Für den zweiten Merkmalsstoff wird nach einer bevorzugten
Ausgestaltung ein Lumineszenzstoff gewählt, dessen Lumineszenz leicht angeregt und
mit handelsüblichen Detektoren nachgewiesen werden kann.
[0017] Bevorzugt ist wenigstens einer der lumineszierenden Merkmalsstoffe ein Lumineszenzstoff
auf Basis eines mit Seltenerdelementen dotierten Wirtsgitters. Es können auch mehrere
oder alle der Lumineszenzstoffe auf Basis eines solchen dotierten Wirtsgitters gebildet
sein. Diese Lumineszenzstoffe können z.B. dadurch angeregt werden, dass direkt in
die Absorptionsbanden der Seltenerdionen eingestrahlt wird. In bevorzugten Varianten
können auch absorbierende Wirtsgitter oder so genannte "Sensitizer" eingesetzt werden,
die die Anregungsstrahlung absorbieren und auf das Seltenerdion übertragen, das dann
die Lumineszenz emittiert. Es versteht sich, dass die Wirtsgitter und/ oder die Dotierstoffe
für die unterschiedlichen Merkmalsstoffe verschieden sein können, um unterschiedliche
Anregungs- und/oder Emissionsbereiche zu erhalten.
[0018] In einer bevorzugten Ausgestaltung absorbiert das Wirtsgitter im sichtbaren Spektralbereich
und gegebenenfalls, insbesondere im Fall des ersten oder dritten Merkmalsstoffs, zusätzlich
im nahen Infrarotbereich bis zu etwa 1,1 µm. Die Anregung kann dann über Lichtquellen,
wie Halogenlampen, LEDs, Laser, Blitzlampen oder Xenonbogenlampen, mit hoher Effektivität
erfolgen, so dass nur geringe Stoffmengen des Lumineszenzstoffs erforderlich sind.
Dadurch ist beispielsweise eine Aufbringung der Lumineszenzstoffe auf das Wertdokument
mit üblichen Druckverfahren möglich. Auch erschwert die geringe Stoffmenge den Nachweis
der eingesetzten Substanz für potentielle Fälscher. Absorbiert das Wirtsgitter im
nahen Infrarot bis zu etwa 1,1 µm, so können leicht nachweisbare Emissionslinien der
Seltenerdionen unterdrückt werden, so dass nur die aufwändiger zu detektierende Emission
bei größeren Wellenlängen verbleibt.
[0019] In einer alternativen bevorzugten Ausgestaltung werden Lumineszenzstoffe verwendet,
die selbst im sichtbaren Spektralbereich, bevorzugt über den größten Teil des sichtbaren
Spektralbereichs, besonders bevorzugt bis in den nahen Infrarotbereich hinein absorbieren.
Auch dann werden Emissionen in diesen leichter zugänglichen Spektralbereichen unterdrückt.
[0020] Das Wirtsgitter kann beispielsweise eine Perovskitstruktur oder eine Granatstruktur
aufweisen und mit einem im infraroten Spektralbereich emittierenden Seltenerdelement,
wie etwa Praseodym, Neodym, Dysprosium, Holmium, Erbium, Thulium oder Ytterbium, dotiert
sein. Weitere mögliche Ausgestaltungen des Wirtsgitters und des Dotierstoffes sind
in der
EP-B-0 052 624 oder der
EP-B-0 053 124 aufgeführt.
[0021] Die Codierungen können zusätzlich zu der Codierung durch die Form der Emissions-bzw.
Anregungsspektren -jede Art von Zeichen oder Mustern, wie etwa eine alphanumerische
Zeichenfolge, darstellen. Bevorzugt stellt wenigstens eine der Codierungen einen Barcode
dar. Als Barcode wird dabei jedes ein- oder zweidimensionale Muster bezeichnet, das
aus Streifen bzw. Flächen mit dem oder den Merkmals-+stoff/en ("Balken") und zwischen
den Balken liegenden Streifen bzw. Flächen ohne Merkmalsstoffe ("Lücken") besteht.
In der Regel repräsentiert die Balken/Lücken abfolge eine binäre Zahlenfolge, die
eine beliebige, auch verschlüsselte Information über das Wertdokument darstellt.
[0022] Der Barcode kann insbesondere für das bloße Auge unsichtbar sein und nur nach Bestrahlen
mit einer geeigneten Lichtquelle durch seine Emission oder Absorption in einem speziellen
Spektralbereich nachweisbar sein. Barcodes eignen sich besonders für ein maschinelles
Auslesen und liefern, vor allem in Verbindung mit Prüfziffern, ein fast fehlerfreies
Leseergebnis. Als Barcodes kommen beispielsweise gängige Formate, wie der Code 2/5,
der Code 2/5 Interleaved, der Code 128 oder der Code 39, aber auch spezielle, nur
für die erfindungsgemäßen Wertdokumente eingesetzte Formate infrage. Auch zweidimensionale
Barcodes, die eine besonders stark kondensierte Aufzeichnung und eine erhöhte Redundanz,
was diese unempfindlicher gegen Produktionstoleranzen macht, bieten, können verwendet
werden.
[0023] Die von dem ersten und zweiten Markierungsstoff gebildeten Codierungen sind erfindungsgemäß
voneinander unabhängig. Dies bedeutet vorzugsweise, dass sie nicht gemeinsam auf bzw.
in dieselben Bereiche des Wertdokuments auf- bzw. eingebracht sind. Vielmehr sind
die beiden Codierungen vorzugsweise an unterschiedlichen Stellen des Wertdokuments
und/oder mit unterschiedlicher Gestalt aufgebracht. Die beiden Codierungen können,
müssen jedoch nicht denselben Informationsgehalt repräsentieren. Insbesondere kann
eine der Codierungen einen höheren Informationsgehalt aufweisen und beispielsweise
neben den für die Werterkennung notwendigen Informationen zusätzliche Angaben enthalten,
die eine weitere Authentisierung des Dokuments ermöglichen. Neben der Informationsmenge
kann sich auch die Art der Codierung unterscheiden, beispielsweise können verschiedene
Codierungstypen und/ oder verschiedene Verschlüsselungsalgorithmen eingesetzt werden.
[0024] Bevorzugt ist vorgesehen, dass sich wenigstens eine der Codierungen über einen überwiegenden
Teil einer Oberfläche des Wertdokuments, insbesondere über die im Wesentlichen gesamte
Oberfläche des Wertdokuments erstreckt. Dadurch kann eine weiter erhöhte Fälschungssicherheit
des Wertdokuments erzielt werden, da sich Lücken oder eingefügte Teile anderer, auch
anderer echter Dokumente, als Störung in dieser Codierung bemerkbar machen.
[0025] Beispielsweise kann eine solche Codierung oder ein Teil derselben bei gleichartigen
Dokumenten, wie sie etwa Banknoten derselben Denomination darstellen, von Dokument
zu Dokument mit einem gewissen Versatz versehen sein. Werden die Dokumente im Endlosformat
hergestellt, kann dies etwa durch Verwendung einer Druckwalze erreicht werden, deren
Umfang ein nicht ganzzahliges Vielfaches der Dokumentgröße beträgt. Eine Reihe aufeinander
folgender Dokumente kann dann eine Codierung gleichen Inhalts oder gleicher Form enthalten,
wobei die einzelnen Dokumente aufgrund des unterschiedlichen Versatzes zugleich voneinander
unterscheidbar sind. Im Bogendruck lässt sich das gleiche Ergebnis erzielen, wenn
entsprechend der gewünschten Wiederholrate mehrere Druckplatten mit zueinander versetzten
Codierungen oder Codierungsteilen verwendet werden.
[0026] Das Wertdokumentsubstrat ist vorzugsweise ein bedrucktes oder unbedrucktes Baumwollfaserpapier,
Baumwoll-/Synthesefaserpapier, ein cellulosehaltiges Papier oder eine beschichtete
bedruckte oder unbedruckte Kunststofffolie. Auch ein mehrschichtiges laminiertes Substrat
kommt in Betracht. Das Material des Substrats ist dabei für die Erfindung nicht wesentlich,
sofern es nur das Einbringen oder Aufbringen der jeweils geforderten Merkmalsstoffe
gestattet.
[0027] Bei den erfindungsgemäßen Wertdokumenten handelt es sich vorzugsweise um Banknoten,
Aktien, Kreditkarten, Ausweis- oder Identitätskarten, Pässe beliebiger Art, Visa,
Wertgutscheine etc.
[0028] Der erste und/oder zweite Merkmalsstoff wird vorzugsweise auf das Wertdokumentsubstrat
aufgedruckt. Dazu kann beispielsweise ein Tiefdruck-, Siebdruck, Hochdruck-, Flexodruck-,
Tintenstrahl-, Digital-, Transfer- oder Offsetdruckverfahren zum Einsatz kommen. Die
hierfür verwendeten Druckfarben können transparent sein oder zusätzliche Farbpigmente
enthalten, die den Nachweis der Merkmalsstoffe nicht beeinträchtigen dürfen. Im Falle
der Lumineszenzstoffe weisen sie bevorzugt im Anregungs- und betrachteten Emissionsbereich
der Lumineszenzstoffe transparente Bereiche auf.
[0029] Bei Gestaltungen, bei denen das Wertdokument ein Papiersubstrat aufweist, kann der
erste und/ oder zweite Merkmalsstoff bevorzugt auch bereits während der Papierherstellung
in Form der Codierung auf die feuchte Papierbahn aufgebracht, insbesondere aufgesprüht
werden. Beispielsweise wird dazu der jeweilige Merkmalsstoff zu einem Zeitpunkt, zu
dem die Papierbahn noch feucht, aber bereits genügend verfestigt ist, in einer Suspension
als laminarer Strahl mit geringem Strahldruck auf die Papierbahnoberfläche geleitet.
Durch den geringen Strahldruck wird verhindert, dass sich die Faserstruktur des Papiervlieses
beim Auftragen der Suspension verändert. Der Ort der Auftragung ist dann am fertigen
Papier für das bloße Auge weder im Auflicht noch im Durchlicht zu erkennen. Weitere
Möglichkeiten und Details der Aufbringung des Merkmalsstoffs auf eine feuchte Papierbahn
sind in der Druckschrift
EP 1 253 241 A2 beschrieben. In besonders bevorzugten Ausgestaltungen ist der zweite Merkmalsstoff
in Form der Codierung auf die feuchte Papierbahn aufgebracht und der erste Merkmalsstoff
in das Volumen des Papiersubstrats eingebracht.
[0030] Es versteht sich, dass weitere Merkmalsstoffe, etwa zur weiteren Erhöhung der Fälschungssicherheit
oder zur Einbindung weiterer Nutzergruppen, aufgebracht oder in das Substrat eingebracht
werden können.
[0031] Bei einem Verfahren zur Prüfung oder Bearbeitung eines oben beschriebenen Wertdokuments
wird die Echtheit des Wertdokuments geprüft und eine Werterkennung des Dokuments durchgeführt,
indem mindestens eine charakteristische Eigenschaft des ersten und/ oder zweiten Merkmalsstoffs
zur Prüfung der Echtheit des Wertdokuments und die durch den ersten und/ oder zweiten
Merkmalsstoff gebildete Codierung zur Werterkennung des Wertdokuments verwendet wird.
Vorzugsweise wird die Echtheit und die Werterkennung des Wertdokuments von unterschiedlichen
Nutzergruppen anhand unterschiedlicher Merkmalsstoffe ermittelt. Das heißt, falls
der Nutzer einer ersten Nutzergruppe angehört, wird die Echtheit des Wertdokuments
anhand des ersten Merkmalsstoffs ermittelt und die Werterkennung über die durch den
ersten Merkmalsstoff dargestellte Codierung durchgeführt. Falls der Nutzer einer zweiten
Nutzergruppe angehört, steht diesem für die Echtheitsprüfung mindestens eine charakteristische
Eigenschaft des zweiten Merkmalsstoffs und für die Werterkennung die durch den zweiten
Merkmalsstoff gebildete Codierung zur Verfügung.
[0032] Ist das Wertdokument mit einem dritten Merkmalsstoff versehen, so kann die Prüfung
oder Bearbeitung durch einen Nutzer der ersten Nutzergruppe dadurch erfolgen, dass
zur Prüfung der Echtheit des Wertdokuments mindestens eine charakteristische Eigenschaft
des ersten und/oder dritten Merkmalsstoffs verwendet wird. Beispielsweise kann ein
Teil der Nutzer aus der ersten Nutzergruppe den ersten Merkmalsstoff zur Echtheitsprüfung
verwenden, ein anderer Teil den dritten Merkmalsstoff.
[0033] Ist der erste Merkmalsstoff ein Lumineszenzstoff, so erfolgt die Echtheitsprüfung
oder Werterkennung durch einen Nutzer der ersten Nutzergruppe vorzugsweise dadurch,
dass der erste Merkmalsstoff mit Strahlung aus seinem Anregungsbereich bestrahlt wird,
die Emission bei zumindest einer Wellenlänge aus dem Emissionsbereich des ersten Merkmalsstoffs
bestimmt wird und die Prüfung der Echtheit und/oder die Werterkennung auf Grundlage
der gemessenen Emission durchgeführt wird.
[0034] In analoger Weise erfolgt, falls der zweite Merkmalsstoff ein Lumineszenzstoff ist,
die Echtheitsprüfung oder Werterkennung durch einen Nutzer der zweiten Nutzergruppe
dadurch, dass der zweite Merkmalsstoff mit Strahlung aus seinem Anregungsbereich bestrahlt
wird, die Emission bei zumindest einer Wellenlänge aus dem Emissionsbereich des zweiten
Merkmalsstoffs bestimmt wird und die Prüfung der Echtheit und/ oder die Werterkennung
auf Grundlage der gemessenen Emission durchgeführt wird.
[0035] Der erste und/oder zweite Merkmalsstoff wird dabei mit Vorteil mit sichtbarer und/
oder infraroter Strahlung bestrahlt und die Emission des bestrahlten Merkmalsstoffs
im infraroten Spektralbereich bestimmt. Vorzugsweise wird die Bestrahlung mit einer
Leuchtdiode oder Laserdiode durchgeführt.
[0036] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann bei Anwesenheit eines ersten
und/ oder dritten Merkmalsstoffes auf die Serie bzw. das jeweilig vorliegende Up-Grade
z.B. einer Banknotenemission geschlossen werden. So kann z.B. in einer ursprünglich
ausgegebenen Währung nur der erste Merkmalsstoff vorliegen und im Up-Grade der Währung
der erste und der dritte Merkmalsstoff. Nach einer gewissen Übergangsfrist ist es
denkbar, nur noch den dritten Merkmalsstoff einzusetzen.
[0037] Bei den beschriebenen Verfahren ergibt sich als Vorteil, dass beide Nutzerkreise
neben der Echtheitsprüfung ohne großen Zusatzaufwand eine Werterkennung an dem Dokument
vornehmen können. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Nutzer der ersten und
zweiten Nutzergruppe nicht überlappende Kombinationen der Merkmalsstoffe bzw. der
durch sie gebildeten Codierung zur Auswertung verwenden. Daher kann beispielsweise
einer Analyse einer Vorrichtung zum Echtheitsnachweis der zweiten Benutzergruppe keinerlei
Hinweis auf das Vorgehen bei der Echtheitsprüfung der ersten Benutzergruppe entnommen
werden, da diese Nachweisvorrichtung keine der Eigenschaften des ersten oder dritten
Merkmalsstoffs abfragt.
[0038] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert. Zur besseren Anschaulichkeit wird in den Figuren auf eine maßstabs-
und proportionsgetreue Darstellung verzichtet.
[0039] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Banknote nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch die Banknote von Fig.1 entlang der Linie II-II, und
- Fig. 3 und 4
- Schnitte einer Banknote nach weiteren Ausführungsbeispielen der Erfindung.
[0040] Die Erfindung wird nun am Beispiel einer Banknote erläutert. Zunächst zeigen die
Figuren 1 und 2 eine schematische Darstellung einer Banknote 10, die mit drei verschiedenen
Merkmalsstoffen ausgestattet ist und eine Prüfung der Echtheit und eine Werterkennung
durch unterschiedliche Nutzergruppen erlaubt. Fig. 1 zeigt die Banknote 10 in Aufsicht
und Fig. 2 einen Querschnitt entlang der Linie II-II der Fig.1.
[0041] Ein erster Merkmalstoff 16 und ein zweiter Merkmalstoff 14 sind jeweils in Form einer
Codierung 22 bzw. 20 auf das Papiersubstrat 12 der Banknote 10 aufgedruckt. Wie am
besten in Fig. 2 zu erkennen, ist darüber hinaus ein dritter Merkmalsstoff 18 in Form
von Partikeln gleichmäßig im Volumen des Papiersubstrats 12 verteilt. Die Partikel
können dazu der Papier- oder Fasermasse vor der Blattbildung zugegeben werden oder
erst nach der Schichtbildung in die Fasermatrix eingebracht werden. Im Ausführungsbeispiel
ist der dritte Merkmalsstoff 18 ein Lumineszenzstoff auf Basis eines seltenerdmetalldotierten
Wirtsgitters, der nach Anregung im Bereich von 0,8 bis 1,0 µm im Wellenlängenbereich
um 1,5 µm emittiert.
[0042] Der zweite Merkmalsstoff 14 ist in Streifenform auf die Vorderseite der Banknote
10 aufgedruckt. Die Breite der einzelnen Streifen 24 und/ oder die Breite der jeweiligen
Zwischenräume 26 stellen dabei eine Codierung 20 dar, in der Informationen über die
Banknote, insbesondere die Denomination und Währung der Banknote 10, verschlüsselt
abgelegt sind. Die Codierung 20 erstreckt sich dabei im Wesentlichen über die gesamte
Fläche der Banknote 10. Die hierfür verwendete Druckfarbe ist vorzugsweise transparent,
so dass die Anwesenheit der Codierung visuell nicht erkannt werden kann. Der zweite
Merkmalsstoff 14 ist ebenfalls ein Lümineszenzstoff, welcher gezielt so gewählt ist,
dass seine Lumineszenz leicht angeregt und mit handelsüblichen Detektoren im nahen
Infrarot nachgewiesen werden kann.
[0043] Auch der erste Merkmalsstoff 16 ist in Form eine Codierung 22, im Ausführungsbeispiel
in Form eines Barcodes, auf das Banknotensubstrat 12 aufgedruckt. In dem Barcode 22
ist die Denomination und Währung der Banknote 10 codiert abgelegt. Auch die hier verwendete
Druckfarbe kann transparent sein. Alternativ enthält sie beliebige Farbpigmente, die
die Lumineszenzprüfung des Merkmalsstoffs nicht stören. Der erste Merkmalsstoff 16
ist im Ausführungsbeispiel durch eine Mischung aus verschiedenen Lumineszenzstoffen
gebildet, die nach Anregung Strahlung mit einer komplexen und schwer nachzustellenden
spektralen Verteilung emittiert. Die spektrale Verteilung selbst kann dabei nochmals
als Codierung ausgewertet werden.
[0044] Die Echtheitsprüfung und die Werterkennung kann nun von zwei unterschiedlichen Benutzergruppen
anhand unterschiedlicher Kombinationen der drei Merkmalsstoffe 14,16 und 18 bzw. der
Codierungen 20 und 22 vorgenommen werden. Die Banknote 10 des Ausführungsbeispiels
ist für eine erste Nutzergruppe mit hohen Sicherheitsanforderungen und eine zweite
Nutzergruppe mit vergleichsweise niedrigen Sicherheitsanforderungen ausgelegt.
[0045] Bei der zweiten Nutzergruppe kann es sich beispielsweise um einfache, Geldscheine
annehmende Automaten auf Parkplätzen oder Verkaufsautomaten handeln. Für diesen Einsatz
sind preiswerte Nachweisvorrichtungen zur Echtheitsprüfung und Werterkennung besonders
sinnvoll.
[0046] Ein Nutzer der zweiten Nutzergruppe prüft die Echtheit einer Banknote 10 durch Bestrahlen
der Banknote mit Licht aus dem Anregungsbereich des zweiten Merkmalsstoffs 14 und
dem Nachweis eines einsprechenden Lumineszenzsignals. Wird ein korrektes Lumineszenzsignal
empfangen, so wird die Banknote von dem Nutzer als echt bewertet. Dabei genügt das
Vorhandensein des korrekten Lumineszenzsignals, eine ortsaufgelöste Auswertung oder
eine Analyse des Emissionsspektrums ist für die Echtheitsprüfung nicht erforderlich.
Aufgrund der Wahl des Lumineszenzstoffes 14 kann dieser Nachweis sehr einfach und
mit handelsüblichen, preiswerten Detektoren erfolgen. Ist die Banknote als echt erkannt,
kann ihr Wert bei bekanntem Codierungsschema dem Strichcode 20 entnommen werden. Die
Echtheitsprüfung und die Werterkennung kann selbstverständlich auch in einem Schritt
durchgeführt werden.
[0047] Die erste Nutzergruppe mit ihren höheren Sicherheitsanforderungen kann beispielsweise
Banken umfassen, in denen die Echtheit der Banknoten mit hochwertigen und aufwändigen
Detektoren geprüft wird. Dieser Nutzergruppe dient der erste Merkmalsstoff 16 mit
seiner komplexen spektralen Emission zur Echtheitsprüfung. Die Echtheitsprüfung stützt
sich dabei vorzugsweise auf die Feststellung der konkreten Lumineszenzemission. Alternativ
oder zusätzlich kann der dritte Merkmalsstoff 18 mit seiner schwer nachweisbaren Infrarotemission
bei 1,5 µm als Echtheitskennzeichen verwendet werden
[0048] Die Werterkennung der Banknote wird von einem Nutzer der ersten Nutzergruppe mithilfe
des durch den ersten Merkmalsstoff gebildeten Barcodes 22 ausgeführt. Zusätzlich oder
alternativ zum Barcode kann die Werterkennung von einem Nutzer der ersten Nutzergruppe
durch eine tiefer gehende Analyse des Emissionsspektrums, wobei Halbwertsbreiten und/oder
Lumineszenzpeakabstände und/ oder Abklingzeiten etc. bewertet werden, ausgeführt werden.
Aufgrund der Emission des ersten Merkmalsstoffs kann der Informationsgehalt des Barcodes
mit einem aufwändigen Infrarotdetektor, beispielsweise durch Abscannen einer Zeile
entlang der Linie II-II der Fig.1, ausgelesen werden.
[0049] Die zweite Nutzergruppe und die erste Nutzergruppe, falls diese Zugang zu den Daten
der zweiten Merkmalsstoffe hat, können die codierte Darstellung der im Strichcode
20 enthaltenen Information gleichzeitig auch als eine zusätzliche Authentizitätsprüfung
an der Banknote 10 verwenden. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass nur bestimmte
Kombinationen von Streifenbreiten 22 und Lückenbreiten 24 zulässige Codierungen bilden.
Zu breite oder zu schmale Streifen, wie sie bei Manipulationsversuchen an der Banknote
leicht auftreten können, werden bei der Prüfung der Banknoten als unzulässig erkannt,
und die Banknote als manipuliert zurückgewiesen. Auch grundsätzlich zulässige Codierungen,
die jedoch im Prüfkontext nicht vorkommen können, können erkannt und abgewiesen werden.
[0050] Der Strichcode 20 kann dieselbe Information wie der Barcode 22 enthalten, in manchen
Ausführungsformen enthält er jedoch über die zur Werterkennung erforderlichen Informationen
hinaus zusätzliche Angaben, die eine weitere Überprüfung der Authentizität der Banknote
10 ermöglichen.
[0051] Die beiden Benutzergruppen verwenden erfindungsgemäß nicht überlappende Merkmalsstoffsysteme
zur Echtheitsprüfung und Werterkennung. Daraus ergibt sich als zusätzlicher wesentlicher
Vorteil, dass eine Analyse einer vergleichsweise leicht zugänglichen Vorrichtung zum
Echtheitsnachweis der zweiten Nutzergruppe keinen Hinweis auf die Vorgehensweise und
die Grundlagen der Echtheitsprüfung oder der Werterkennung der ersten Nutzergruppe
gibt.
[0052] Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem der zweite Merkmalsstoff
14 bereits während der Papierherstellung in Form des Strichcodes 20 auf die noch feuchte
Papierbahn aufgesprüht wurde. Bei der fertigen Banknote liegt die Codierung 20 dann
unterhalb der obersten Leimschicht des Papiersubstrats 12.
[0053] Alternativ oder zusätzlich kann der erste Merkmalsstoff 16 während der Papierherstellung
in Form des Barcodes 22 auf die noch feuchte Papierbahn aufgesprüht werden. Fig. 4
zeigt eine Ausführungsform, bei der beide Codierungen 20 und 22 unter der Leimschicht
des Papiersubstrats 12 angeordnet sind.
1. Wertdokument (10), insbesondere Banknote, mit einem Wertdokumentsubstrat (12) und
zumindest zwei unterschiedlichen Merkmalsstoffen (16,14) zur Prüfung des Wertdokuments
(10), wobei ein erster (16) und ein zweiter (14) Merkmalsstoff voneinander unabhängige
Codierungen (20, 22) bilden, der zweite Merkmalsstoff (14) auf das Wertdokumentsubstrat
(12) aufgebracht ist und der erste Merkmalsstoff (16) auf das Wertdokumentsubstrat
(12) aufgebracht oder in das Volumen des Wertdokumentsubstrats (12) eingebracht ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste (16) und der zweite (14) Merkmalsstoff mindestens eine charakteristische
Eigenschaft für die Prüfung der Echtheit des Wertdokuments (10) aufweisen, und durch
einen Lumineszenzstoff oder eine Mischung aus Lumineszenzstoffen gebildet sind, die
im infraroten Spektralbereich anregbar sind und im infraroten Spektralbereich emittieren,
und dass der erste (16) und der zweite (14) Merkmalsstoff Codierungen (20, 22) für
die Erkennung des Werts des Wertdokuments (10) bilden, wobei wenigstens eine Codierung
(20, 22) in der Form der Emissions- und/oder Anregungsspektren des ersten (16) und/oder
zweiten (14) Merkmalsstoffes liegt.
2. Wertdokument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein dritter Merkmalsstoff (18) in das Volumen des Wertdokumentsubstrats (12) eingebracht
ist.
3. Wertdokument nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Merkmalsstoff (18) im Volumen des Wertdokumentsubstrats (12) im Wesentlichen
gleichmäßig verteilt ist.
4. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Merkmalsstoffe (14, 16, 18) durch einen Lumineszenzstoff oder
eine Mischung aus Lumineszenzstoffen gebildet ist.
5. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Merkmalsstoffe (14, 16, 18) auf Basis eines mit Seltenerdelementen
dotierten Wirtsgitters gebildet ist.
6. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich wenigstens eine Codierung (20,22) über einen überwiegenden Teil einer Oberfläche
des Wertdokuments (10), insbesondere über die im Wesentlichen gesamte Oberfläche des
Wertdokuments (10) erstreckt.
7. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Codierung (20, 22) einen Barcode darstellt.
8. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Codierung (20,22) eine Information über das Wertdokument (10) darstellt,
wobei die Information verschlüsselt oder unverschlüsselt vorliegt.
9. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die durch den ersten (16) und zweiten (14) Merkmalsstoff gebildeten Codierungen (20,
22) an unterschiedlichen Stellen des Wertdokuments (10) und/oder mit unterschiedlicher
Gestalt aufgebracht sind.
10. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die durch den ersten (16) und zweiten (14) Markierungsstoff gebildeten Codierungen
(20, 22) einen unterschiedlichen Informationsgehalt repräsentieren.
11. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Wertdokumentsubstrat (12) ein bedrucktes oder unbedrucktes Baumwollfaserpapier
umfasst.
12. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Wertdokumentsubstrat (12) eine bedruckte oder unbedruckte Kunststofffolie umfasst.
13. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und/oder zweite Merkmalsstoff (16,14) auf das Wertdokumentsubstrat (12)
aufgedruckt ist.
14. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (16) und/oder zweite (14) Merkmalsstoff in Form der Codierung auf eine
das Wertdokumentsubstrat (12) bildende feuchte Papierbahn aufgesprüht ist.
15. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Merkmalsstoff (16) im Volumen des Wertdokumentsubstrats (12) oder oberflächennah
im Wertdokumentsubstrat (12) vorliegt.
16. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (16) und/oder zweite (14) Merkmalsstoff im sichtbaren Spektralbereich farblos
ist oder nur eine geringe Eigenfarbe aufweist.
17. Verfahren zur Herstellung eines Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (16) und zweite (14) Merkmalsstoff voneinander unabhängige Codierungen
(20, 22) bilden, wobei der zweite Merkmalsstoff (14) auf das Wertdokumentsubstrat
(12) aufgebracht wird und der erste Merkmalsstoff (16) auf das Wertdokumentsubstrat
(14) aufgebracht oder in das Volumen des Wertdokumentsubstrats (12) eingebracht ist.
18. Herstellungsverfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (16) und/oder zweite (14) Merkmalsstoff auf das Wertdokumentsubstrat (12)
aufgedruckt ist.
19. Herstellungsverfahren nach Anspruch 17, bei dem das Wertdokumentsubstrat (12) durch
ein bedrucktes oder unbedrucktes Baumwollpapier gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (16) und/oder zweite (14) Merkmalsstoff auf eine das Wertdokumentsubstrat
(12) bildende feuchte Papierbahn aufgesprüht ist.
20. Herstellungsverfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass ein dritter Merkmalsstoff (18) in das Wertdokumentsubstrat (12) eingebracht ist.
21. Verfahren zur Prüfung oder Bearbeitung eines Wertdokuments nach einem der Ansprüche
1 bis 16, bei dem die Echtheit des Wertdokuments (10) geprüft und eine Werterkennung
des Wertdokuments (10) durchgeführt wird, indem mindestens eine charakteristische
Eigenschaft des ersten (16) und/oder zweiten (14) Merkmalsstoffs zur Prüfung der Echtheit
des Wertdokuments (10) verwendet wird und die durch den ersten (16) und/oder zweiten
(14) Merkmalsstoff gebildete Codierung (20, 22) zur Werterkennung des Wertdokuments
(10) verwendet wird.
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Nutzergruppe mindestens eine charakteristische Eigenschaft des ersten
Merkmalsstoffs (16) zur Prüfung der Echtheit des Wertdokuments (10) und die durch
den ersten Markierungsstoff (16) gebildete Codierung (22) für die Werterkennung des
Wertdokuments (10) verwendet.
23. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Nutzergruppe mindestens eine charakteristische Eigenschaft des zweiten
Merkmalsstoffs (14) zur Prüfung der Echtheit des Wertdokuments (10) und die durch
den zweiten Merkmalsstoff (14) gebildete Codierung (20) zur Werterkennung des Wertdokuments
(10) verwendet
24. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine charakteristische Eigenschaft des ersten (16) und/oder dritten (18)
Merkmalsstoffs zur Prüfung der Echtheit des Wertdokuments (10) verwendet wird und
die durch den ersten Merkmalsstoff (16) gebildete Codierung (22) zur Werterkennung
des Wertdokuments (10) von der ersten Nutzergruppe verwendet wird, und mindestens
eine charakteristische Eigenschaft des zweiten Merkmalsstoffs (14) zur Prüfung der
Echtheit des Wertdokuments (10) verwendet wird und die durch den zweiten Merkmalsstoff
(14) gebildete Codierung (20) zur Werterkennung des Wertdokuments (10) von der zweiten
Nutzergruppe verwendet.
25. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 21 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Merkmalsstoff (16) ein Lumineszenzstoff ist und dass zur Echtheitsprüfung
oder Werterkennung von der ersten Nutzergruppe der erste Merkmalsstoff (16) mit Strahlung
aus seinem Anregungsbereich bestrahlt wird, die Emission bei zumindest einer Wellenlänge
aus dem Emissionsbereich des ersten Merkmalsstoffs (16) bestimmt wird und die Prüfung
der Echtheit und/oder die Werterkennung auf Grundlage der bestimmten Emission durchgeführt
wird.
26. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 21 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Merkmalsstoff (14) ein Lumineszenzstoff ist und dass zur Echtheitsprüfung
oder Werterkennung von der zweiten Nutzergruppe der zweite Merkmalsstoff (14) mit
Strahlung aus seinem Anregungsbereich bestrahlt wird, die Emission bei zumindest einer
Wellenlänge aus dem Emissionsbereich des zweiten Merkmalsstoffs (14) bestimmt wird
und die Prüfung der Echtheit und/oder die Werterkennung auf Grundlage der bestimmten
Emission durchgeführt wird.
27. Verfahren nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (16) und/oder zweite (14) Merkmalsstoff mit sichtbarer und/oder infraroter
Strahlung bestrahlt wird und die Emission des bestrahlten Merkmalsstoffs (16,14) im
infraroten Spektralbereich bestimmt wird.
28. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestrahlung mit einer Leuchtdiode oder Laserdiode durchgeführt wird.
1. A value document (10), in particular bank note, having a value document substrate
(12) and at least two different feature substances (16, 14) for checking the value
document (10), wherein a first (16) and a second (14) feature substance form mutually
independent codings (20, 22), the second feature substance (14) being applied to the
value document substrate (12), and the first feature substance (16) being applied
to the value document substrate (12) or incorporated into the volume of the value
document substrate (12), characterized in that the first (16) and the second (14) feature substance have at least one characteristic
property for checking the authenticity of the value document (10), and are formed
by a luminescent substance or a mixture of luminescent substances which are excitable
in the infrared spectral range and emit in the infrared spectral range, and that the
first (16) and the second (14) feature substance form codings (20, 22) for recognition
of the value of the value document (10), wherein at least one coding (20, 22) lies
in the form of the emission and/or excitation spectra of the first (16) and/or second
(14) feature substance.
2. The value document according to claim 1, characterized in that a third feature substance (18) is incorporated into the volume of the value document
substrate (12).
3. The value document according to claim 2, characterized in that the third feature substance (18) is distributed substantially uniformly within the
volume of the value document substrate (12).
4. The value document according to at least one of claims 1 to 3, characterized in that at least one of the feature substances (14, 16, 18) is formed by a luminescent substance
or a mixture of luminescent substances.
5. The value document according to at least one of claims 1 to 4, characterized in that at least one of the feature substances (14, 16, 18) is formed on the basis of a host
lattice doped with rare earth elements.
6. The value document according to at least one of claims 1 to 5, characterized in that at least one coding (20, 22) extends over a predominant part of a surface of the
value document (10), in particular over the substantially total surface of the value
document (10).
7. The value document according to at least one of claims 1 to 6, characterized in that at least one coding (20, 22) is a bar code.
8. The value document according to at least one of claims 1 to 7, characterized in that at least one coding (20, 22) represents information about the value document (10),
the information being present in encrypted or unencrypted form.
9. The value document according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that the codings (20, 22) formed by the first (16) and second (14) feature substance are
applied at different places of the value document (10) and/or with different shapes.
10. The value document according to at least one of claims 1 to 9, characterized in that the codings (20, 22) formed by the first (16) and second (14) marking substance represent
different information contents.
11. The value document according to at least one of claims 1 to 10, characterized in that the value document substrate (12) comprises a printed or unprinted cotton fiber paper.
12. The value document according to at least one of claims 1 to 11, characterized in that the value document substrate (12) comprises a printed or unprinted plastic film.
13. The value document according to at least one of claims 1 to 12, characterized in that the first and/or second feature substance (16, 14) is printed on the value document
substrate (12).
14. The value document according to at least one of claims 1 to 13, characterized in that the first (16) and/or second (14) feature substance is sprayed in the form of the
coding onto a moist paper web forming the value document substrate (12).
15. The value document according to at least one of claims 1 to 14, characterized in that the first feature substance (16) is present within the volume of the value document
substrate (12) or near the surface in the value document substrate (12).
16. The value document according to at least one of claims 1 to 15, characterized in that the first (16) and/or second (14) feature substance is colorless or has only little
inherent color in the visible spectral range.
17. A method for producing a value document according to any of claims 1 to 16, characterized in that the first (16) and second (14) feature substance form mutually independent codings
(20, 22), the second feature substance (14) being applied to the value document substrate
(12), and the first feature substance (16) being applied to the value document substrate
(14) or incorporated into the volume of the value document substrate (12).
18. The production method according to claim 17, characterized in that the first (16) and/or second (14) feature substance is printed on the value document
substrate (12).
19. The production method according to claim 17, wherein the value document substrate
(12) is formed by a printed or unprinted cotton paper, characterized in that the first (16) and/or second (14) feature substance is sprayed onto a moist paper
web forming the value document substrate (12).
20. The production method according to at least one of claims 17 to 19, characterized in that a third feature substance (18) is incorporated into the value document substrate
(12).
21. A method for checking or processing a value document according to any of claims 1
to 16, wherein the authenticity of the value document (10) is checked and a value
recognition of the value document (10) carried out by using at least one characteristic
property of the first (16) and/or second (14) feature substance for checking the authenticity
of the value document (10), and the coding (20, 22) formed by the first (16) and/or
second (14) feature substance for the value recognition of the value document (10).
22. The method according to claim 21, characterized in that a first user group uses at least one characteristic property of the first feature
substance (16) for checking the authenticity of the value document (10), and the coding
(22) formed by the first marking substance (16) for the value recognition of the value
document (10).
23. The method according to claim 21 or 22, characterized in that a second user group uses at least one characteristic property of the second feature
substance (14) for checking the authenticity of the value document (10), and the coding
(20) formed by the second feature substance (14) for the value recognition of the
value document (10).
24. The method according to claim 21 or 22, characterized in that at least one characteristic property of the first (16) and/or third (18) feature
substance is used for checking the authenticity of the value document (10), and the
coding (22) formed by the first feature substance (16) is used for the value recognition
of the value document (10) by the first user group, and at least one characteristic
property of the second feature substance (14) is used for checking the authenticity
of the value document (10), and the coding (20) formed by the second feature substance
(14) is used for the value recognition of the value document (10) by the second user
group.
25. The method according to at least one of claims 21 to 24, characterized in that the first feature substance (16) is a luminescent substance, and for the authenticity
check or value recognition by the first user group the first feature substance (16)
is irradiated with radiation from its excitation range, the emission is determined
at at least one wavelength from the emission range of the first feature substance
(16), and the check of authenticity and/or the value recognition is carried out on
the basis of the determined emission.
26. The method according to at least one of claims 21 to 25, characterized in that the second feature substance (14) is a luminescent substance, and for the authenticity
check or value recognition by the second user group the second feature substance (14)
is irradiated with radiation from its excitation range, the emission is determined
at at least one wavelength from the emission range of the second feature substance
(14), and the check of authenticity and/or the value recognition is carried out on
the basis of the determined emission.
27. The method according to claim 25 or 26, characterized in that the first (16) and/or second (14) feature substance is irradiated with visible and/or
infrared radiation, and the emission of the irradiated feature substance (16, 14)
is determined in the infrared spectral range.
28. The method according to at least one of claims 25 to 27, characterized in that the irradiation is performed with a light-emitting diode or laser diode.
1. Document de valeur (10), en particulier billet de banque, comprenant un substrat pour
document de valeur (12) et au moins deux substances caractéristiques (16, 14) différentes
pour la vérification du document de valeur (10), cependant qu'une première (16) et
une deuxième (14) substance caractéristique constituent des codifications (20, 22)
indépendantes les unes des autres, que la deuxième substance caractéristique (14)
est appliquée sur le substrat pour document de valeur (12) et que la première substance
caractéristique (16) est appliquée sur le substrat pour document de valeur (12) ou
incorporée dans le volume du substrat pour document de valeur (12), caractérisé en ce que la première (16) et la deuxième (14) substance caractéristique présentent au moins
une propriété distinctive pour la vérification de l'authenticité du document de valeur
(10) et sont constituées par une substance luminescente ou par un mélange de substances
luminescentes qui sont excitables dans la plage spectrale infrarouge et émissives
dans la plage spectrale infrarouge, et en ce que la première (16) et la deuxième (14) substance caractéristique constituent des codifications
(20, 22) pour la reconnaissance de la valeur du document de valeur (10), cependant
qu'au moins une codification (20, 22) se trouve sous forme des spectres d'émission
et/ou d'excitation de la première (16) et/ou de la deuxième (14) substance caractéristique.
2. Document de valeur selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une troisième substance caractéristique (18) est incorporée dans le volume du substrat
pour document de valeur (12).
3. Document de valeur selon la revendication 2, caractérisé en ce que la troisième substance caractéristique (18) est répartie essentiellement uniformément
dans le volume du substrat pour document de valeur (12).
4. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 3, caractérisé en ce qu'au moins une des substances caractéristiques (14, 16, 18) est constituée par une substance
luminescente ou par un mélange de substances luminescentes.
5. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 4, caractérisé en ce qu'au moins une des substances caractéristiques (14, 16, 18) est constituée sur la base
d'un réseau hôte dopé avec des éléments de terres rares.
6. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 5, caractérisé en ce qu'au moins une codification (20, 22) s'étend sur une majeure partie d'une surface du
document de valeur (10), en particulier sur la surface essentiellement totale du document
de valeur (10).
7. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 6, caractérisé en ce qu'au moins une codification (20, 22) représente un code-barres.
8. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 7, caractérisé en ce qu'au moins une codification (20, 22) représente une information sur le document de valeur
(10), cependant que l'information se trouve sous forme cryptée ou non cryptée.
9. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 8, caractérisé en ce que les codifications (20, 22) constituées par la première (16) et la deuxième (14) substance
caractéristique sont appliquées à des endroits différents du document de valeur (10)
et/ou sous une configuration différente.
10. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 9, caractérisé en ce que les codifications (20, 22) constituées par la première (16) et la deuxième (14) substance
caractéristique représentent un contenu d'information différent.
11. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 10, caractérisé en ce que le substrat pour document de valeur (12) comprend un papier en fibres de coton imprimé
ou non imprimé.
12. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 11, caractérisé en ce que le substrat pour document de valeur (12) comprend un film en matière plastique imprimé
ou non imprimé.
13. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 12, caractérisé en ce que la première et/ou la deuxième substance caractéristique (14, 16) est imprimée sur
le substrat pour document de valeur (12).
14. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 13, caractérisé en ce que la première (16) et/ou la deuxième (14) substance caractéristique est pulvérisée
sous forme de la codification sur une bande de papier humide constituant le substrat
pour document de valeur (12).
15. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 14, caractérisé en ce que la première substance caractéristique (16) se trouve dans le volume du substrat pour
document de valeur (12) ou à proximité de la surface dans le substrat pour document
de valeur (12).
16. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 15, caractérisé en ce que, dans la plage spectrale visible, la première (16) et/ou la deuxième (14) substance
caractéristique est incolore ou ne présente qu'une faible propre couleur.
17. Procédé de fabrication d'un document de valeur selon une des revendications de 1 à
16, caractérisé en ce que la première (16) et la deuxième (14) substance caractéristique constituent des codifications
(20, 22) indépendantes les unes des autres, cependant que la deuxième substance caractéristique
(14) est appliquée sur le substrat pour document de valeur (12) et que la première
substance caractéristique (16) est appliquée sur le substrat pour document de valeur
(14) ou incorporée dans le volume du substrat pour document de valeur (12).
18. Procédé de fabrication selon la revendication 17, caractérisé en ce que la première (16) et/ou la deuxième (14) substance caractéristique est imprimée sur
le substrat pour document de valeur (12).
19. Procédé de fabrication selon la revendication 17, dans lequel le substrat pour document
de valeur (12) est constitué par un papier de coton imprimé ou non imprimé, caractérisé en ce que la première (16) et/ou la deuxième (14) substance caractéristique est pulvérisée
sur une bande de papier humide constituant le substrat pour document de valeur (12).
20. Document de valeur selon au moins une des revendications de 17 à 19, caractérisé en ce qu'une troisième substance caractéristique (18) est incorporée dans le substrat pour
document de valeur (12).
21. Procédé de vérification ou de traitement d'un document de valeur selon une des revendications
de 1 à 16, dans lequel l'authenticité du document de valeur (10) est vérifiée et une
reconnaissance de la valeur du document de valeur (10) est effectuée, ce qui a lieu
en ce qu'au moins une propriété distinctive de la première (16) et/ou de la deuxième
(14) substance caractéristique est utilisée pour la vérification de l'authenticité
du document de valeur (10) et la codification (20, 22) constituée par la première
(16) et/ou la deuxième (14) substance caractéristique est utilisée pour la reconnaissance
de la valeur du document de valeur (10).
22. Procédé selon la revendication 21, caractérisé en ce qu'un premier groupe d'utilisateurs utilise au moins une propriété distinctive de la
première substance caractéristique (16) pour la vérification de l'authenticité du
document de valeur (10), et la codification (22) constituée par la première substance
caractéristique (16) pour la reconnaissance de la valeur du document de valeur (10).
23. Procédé selon la revendication 21 ou 22, caractérisé en ce qu'un deuxième groupe d'utilisateurs utilise au moins une propriété distinctive de la
deuxième substance caractéristique (14) pour la vérification de l'authenticité du
document de valeur (10), et la codification (20) constituée par la deuxième substance
caractéristique (14) pour la reconnaissance de la valeur du document de valeur (10).
24. Procédé selon la revendication 21 ou 22, caractérisé en ce qu'au moins une propriété distinctive de la première (16) et/ou de la troisième (18)
substance caractéristique est utilisée pour la vérification de l'authenticité du document
de valeur (10) et que la codification (22) constituée par la première substance caractéristique
(16) est utilisée pour la reconnaissance de la valeur du document de valeur (10) par
le premier groupe d'utilisateurs, et qu'au moins une propriété distinctive de la deuxième
substance caractéristique (14) est utilisée pour la vérification de l'authenticité
du document de valeur (10) et que la codification (20) constituée par la deuxième
substance caractéristique (14) est utilisée pour la reconnaissance de la valeur du
document de valeur (10) par le deuxième groupe d'utilisateurs.
25. Procédé selon au moins une des revendications de 21 à 24, caractérisé en ce que la première substance caractéristique (16) est une substance luminescente, et que,
pour la vérification de l'authenticité ou pour la reconnaissance de la valeur par
le premier groupe d'utilisateurs, la première substance caractéristique (16) est irradiée
avec du rayonnement de sa plage d'excitation, que l'émission est déterminée à au moins
une longueur d'onde de la plage d'émission de la première substance caractéristique
(16) et que la vérification de l'authenticité et/ou la reconnaissance de la valeur
est effectuée sur la base de l'émission déterminée.
26. Procédé selon au moins une des revendications de 21 à 25, caractérisé en ce que la deuxième substance caractéristique (14) est une substance luminescente, et que,
pour la vérification de l'authenticité ou pour la reconnaissance de la valeur par
le deuxième groupe d'utilisateurs, la deuxième substance caractéristique (14) est
irradiée avec du rayonnement de sa plage d'excitation, que l'émission est déterminée
à au moins une longueur d'onde de la plage d'émission de la deuxième substance caractéristique
(14) et que la vérification de l'authenticité et/ou la reconnaissance de la valeur
est effectuée sur la base de l'émission déterminée.
27. Procédé selon la revendication 25 ou 26, caractérisé en ce que la première (16) et/ou la deuxième (14) substance caractéristique est irradiée avec
du rayonnement visible et/ou infrarouge et que l'émission de la substance caractéristique
(16, 14) irradiée est déterminée dans la plage spectrale infrarouge.
28. Procédé selon au moins une des revendications de 25 à 27, caractérisé en ce que l'irradiation est effectuée avec une diode électroluminescente ou une diode laser.

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