[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Transfer von bildgebenden
Schichten von einer Trägerfolie auf Druckbogen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Es ist bekannt metallische Schichten auf Druckbogen mittels eines Folientransferverfahrens
herzustellen. So ist in der
EP 0 569 520 B1 ein Druckmaterial und eine Druckvorrichtung, die dieses Material verwendet, beschrieben.
Dabei ist ein Bogen verarbeitende Maschine gezeigt, die einen Anleger und einen Ausleger
aufweist, wobei zwischen beiden Aggregaten Druckwerke und ein Beschichtungswerk angeordnet
sind. In wenigstens einem der Druckwerke wird ein Klebstoffmuster mittels des Flachdruckverfahrens
aufgetragen. Dieses Klebstoffmuster ist in einem kalten Druckverfahren aufgebracht
und weist ein bestimmtes bildgebendes Sujet auf. In dem dem Druckwerk folgenden Beschichtungswerk
mit einem Gegendruckzylinder und einem Presszylinder ist eine Folienführung vorgesehen.
Diese ist in der Art konzipiert, dass von einer Folienvorratsrolle ein Folienstreifen
bzw. eine Transferfolie durch den Transferspalt des Beschichtungswerkes zwischen dem
Gegendruckzylinder und dem Presszylinder geführt wird. Der Folienstreifen wird auf
der Auslaufseite nach dem Verlassen des Beschichtungswerkes wieder aufgewickelt. Die
Transferfolie weist eine Trägerschicht auf, auf der bildgebende Schichten wie metallische
Schichten, beispielsweise aus Aluminium, aufgebracht sein können. Zwischen der metallischen
Schicht und der Trägerfolie ist eine Trennschicht vorgesehen, die dafür sorgt, dass
die metallische Schicht von der Trägerschicht abziehbar ist.
[0003] Beim Transport von Druckbogen durch das Druckwerk wird jeder Druckbogen mit einem
Klebstoffmuster versehen. Danach wird der Druckbogen durch das Beschichtungswerk geführt,
wobei mittels des Presszylinders der auf dem Gegendruckzylinder aufliegende Druckbogen
mit dem Folienmaterial in Verbindung gebracht wird. Dabei geht die nach unten liegende
metallische Schicht eine enge Verbindung mit den mit Klebstoff versehenen Bereichen
auf dem Druckbogen ein. Nach den Weitertransportiers des Druckbogens haftet die metallische
Schicht lediglich im Bereich der mit Klebstoff versehenen Muster an. Der Trägerfolie
wird also die metallische Schicht im Bereich der Klebstoffmuster entnommen. Die auf
diese Weise verbrauchte Transferfolie wird wieder aufgewickelt. Der Druckbogen wird
im beschichteten Zustand ausgelegt.
[0004] Bisher wurde in anderem Zusammenhang der Schutz von bedruckten Bogen gegen Oberflächenbeschädigungen
bekannt. Hierzu werden Lackierverfahren oder Pudereinrichtungen benutzt, die aufwändige
Einrichtungen in der Maschine erfordern, den Bogen aber nur unvollkommen schützen.
[0005] Weiterhin ist bekannt, bei Oberflächenbeschichtungen spezielle Schichtstoffe aufzubringen,
z.B. Lack in einem UV-Verfahren. Auch hierbei ergeben sich schwierige Prozesse, sodass
das Beschichtung stets problematisch handhabbar und das Beschichtungsergebnis häufig
unvollkommen ist.
[0006] So ist aus der
EP 0 945 280 A2 ein Verfahren für einen Transferdruck ohne Verwendung einer Prägeform bekannt, das
unter Zuhilfenahme von Wärme durchgeführt wird. Dabei wird ein Kleber auf ein Substrat
aufgetragen, der Kleber wird getrocknet, das Substrat wird geheizt bis der Kleber
haftend wird und eine pigmentierte oder metallische Schicht wird von einer Folie auf
das Substrat transferiert.
[0007] Weiterhin ist aus der
WO 01/085456 A1 ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Auftragen einer Lackschicht auf die Oberseite
eines Druckmediums bekannt. Dabei wird eine Lackschicht auf einer Walze erzeugt, dort
getrocknet und der so erzeugte getrocknete Lackfilm wird auf die feuchte Oberfläche
eines frischen Farbdruckes durch dauerhafte Verklebung übertragen. Hierzu kann eine
Kleberschicht verwendet werden, wobei vor der Übertragung des Lackfilms ein Kleberauftrag
auf das Druckmedium erfolgten, auf den dann der Lackfilm auftragen wird.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher eine Vorrichtung vorzusehen mittels derer eine
Schutzbeschichtung sicher, wirtschaftlich und exakt erfolgen kann, wobei die Vorrichtung
einfach handhabbar sein soll.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich in einem Verfahren gemäß den Merkmalen des
Patentanspruchs 1.
[0010] In vorteilhafter Weise wird mittels des beschriebenen Beschichtungsverfahrens von
einer Transferfolie eine klare Schutzschicht auf einen fertigen Druckbogen in der
Art einer Kaschierung aufgebracht. Das Verfahren ist wirtschaftlich, weil es in einem
Druckwerk ausführbar ist und so auch inline in einen Druckprozess eingebunden werden
kann.
[0011] Zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit des Beschichtungsverfahrens kann vorgesehen
sein, den Folienvorschub derart zu steuern, dass die Transferfolie dann angehalten
wird, wenn keine Übertragung der Schutzschicht erfolgt.
[0012] In vorteilhafter Weise kann eine Steuerung der Transferfolie derart erfolgen, dass
beim Durchlaufen eines die Greifer des bogenführenden Gegendruckzylinders aufnehmenden
Zylinderkanales der Folienvorschub angehalten wird, wobei der Presszylinder dann unter
der Transferfolie gleitend durchläuft.
In einer weiteren Ausgestaltung kann als Oberfläche des Presszylinders eine erhöhte,
im Umriss konturierte Pressfläche vorgesehen sein, die auf den zu beschichtenden Bereich
begrenzt ist. Dafür ist ein ausgeschnittenes Drucktuch, eine Kunststoffdruckform oder
ein aufklebbares Andrucksegment geeignet. Dadurch kann der Vorschub der Transferfolie
in sehr vorteilhafter Weise auch dann angehalten werden kann, wenn der zu beschichtende
Bereich innerhalb des Bildbereiches des Druckbogens liegt.
Eine weitere Verbesserung der Folienausnutzung ergibt sich dadurch, dass die Transferfolie
in eine oder mehrere Teilfolienbahnen geringerer Breite aufgeteilt wird.
Außerdem ist in beiden vorgenannten Fällen eine Teilbeschichtung eines Druck-bogens
möglich.
In Kombination mit dem vorgenannten Verfahren können so auch unterschiedliche Folienarten
nebeneinander eingesetzt werden. Damit wird ermöglicht, dass Oberflächen unterschiedlicher
Folienfarbe oder unterschiedlicher Glätte erzeugt werden.
Zur Verbesserung der Glanzwirkung kann die bildgebende Schicht mittels so genannter
UV-Unterdruckfarbe aufgebracht werden. Die UV-Unterdruckfarbe wird mittels des Druckwerkes
für den Kleber in entsprechender Weise über eine Offsetdruckplatte aufgebracht.
Innerhalb der das Beschichtungswerk aufnehmenden Bogen verarbeitenden Maschine kann
das Beschichtungswerk in vorteilhafter Weise an beliebigen Stellen der Maschine platziert
werden. Damit wird für den Fall einer Druckmaschine mit mehreren Druckwerken ermöglicht,
dass bildgebenden Beschichtungen bzw. Metallisierungsschichten sowohl vor, als auch
nach als auch zwischen dem Aufbringen von Druckfarbschichten aufbringbar sind.
In vorteilhafter Weise ist dazu das Beschichtungswerk als Beschichtungsmodul in der
Art einer transportablen Einheit ausgebildet.
Vorteilhafterweise ist es auch möglich, mehrere Beschichtungswerke innerhalb einer
Bogen verarbeitenden Maschine hintereinander vorzusehen. Damit kann die Aufbringung
verschiedener Beschichtungen bzw. Metallisierungsschichten innerhalb eines Sujets
nacheinander erfolgen. Es ist auch möglich ein erstes Klebermuster in einem ersten
Beschichtungswerk mit einer ersten bildgebenden Beschichtung bzw. Metallisierungsschicht
zu versehen und überlagernd im Folgenden ein weiteres, das erste einschließende Klebermuster
aufzutragen und mit einer anderen Beschichtung oder Metallisierungsschicht zu versehen.
[0013] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren näher dargestellt.
[0014] Dabei zeigt:
- Figur 1
- eine grundsätzliche Darstellung einer Druckmaschine mit einer Folientransfereinrichtung.
[0015] In Figur 1 ist eine Bogen verarbeitende Maschine, hier eine Druckmaschine, gezeigt,
die aus wenigstens zwei Druckwerken besteht. Die beiden Druckwerke werden für folgende
Zwecke eingesetzt:
- Ein Druckbogen wird zunächst mit einem bildgebenden oder vollflächigen Klebstoffmuster
versehen (Auftragwerk 1).
- Danach wird im Folgedruckwerk gemeinsam mit einem Druckbogen eine Transferfolie 5
durch einen Transferspalt 6 geführt, wobei die Transferfolie 5 im Transferspalt 6
gegen den Druckbogen gepresst wird (Beschichtungswerk 2).
Der Transferspalt 6 im Beschichtungswerk 2 wird durch einen Presszylinder 3 und einen
Gegendruckzylinder 4 gebildet. Diese können dem Drucktuchzylinder und dem Gegendruckzylinder
eines Offsetdruckwerkes entsprechen.
Weiterhin kann nachgeschaltet ein so genanntes Kalandrierwerk vorgesehen werden. Innerhalb
des für den Folientransfer genutzten Beschichtungswerkes 2 ist eine Bahnführung für
Transferfolien dargestellt.
Die Transferfolien 5 sind mehrschichtig aufgebaut. Sie weisen eine Trägerschicht auf,
auf der mittels einer Trennschicht eine bildgebende Schicht bzw. Funktionsschicht
aufgebracht ist. Die Trennschicht dient dem erleichterten Abheben der Funktionsschicht
von der Trägerschicht. Die Funktionsschicht kann eine transparente Glanzschicht oder
eine transparente Texturschicht oder eine eingefärbte Schicht sein.
[0016] Die Folienvorratsrolle 8 ist dem Beschichtungswerk 2 auf der Seite der Bogenzuführung
zugeordnet. Die Folienvorratsrolle 8 weist einen Drehantrieb 7 auf. Der Drehantrieb
7 wird zur kontinuierlichen geregelten Zuführung der Transferfolie zum Beschichtungswerk
2,benötigt und ist daher steuerbar. Weiterhin ist im Bereich der Folienzuführung eine
Umlenk- bzw. Spannwalze vorgesehen. Damit wird die Folienbahn der Transferfolie immer
in gleicher Spannung gegenüber dem Presszylinder 3 gehalten. Auf der ablaufseitigen
Seite des Druckwerkes ist eine Foliensammelrolle 9 dargestellt. Auf der Foliensammelrolle
9 wird das verbrauchte Folienmaterial wieder aufgewickelt. Auch hier ist für die optimierte
Produktion ein Drehantrieb 7 vorzusehen, der steuerbar ist. Im Wesentlichen könnte
die Transferfolie 5 auch durch den Drehantrieb 7 auf der Ablaufseite bewegt und auf
der Zulaufseite mittels einer Bremse straff gehalten werden.
Der Transfervorgang einer transparenten Schutzschicht auf das Druckpapier erfolgt
in dem Transferspalt 6 zwischen dem Presszylinder 3 und dem Gegendruckzylinder. Der
Presszylinder 3 kann ein Drucktuchzylinder eines Offsetdruckwerkes sein. Der Presszylinder
3 kann auch der Formzylinder eines Lackmodules sein. Wesentlich ist, dass die Oberfläche
des Presszylinders 3 also des Drucktuchzylinders bzw. Formzylinders mittels eines
kompressiblen, dämpfenden Elementes ausgerüstet ist.
Weiterhin kann direkt auf dem Presszylinder 3 oder auf der Pressbespannung eine begrenzte
Pressfläche vorgesehen sein. Diese kann aus der Oberfläche der Pressbespannung herausgearbeitet
sein oder sie kann als Teilfläche aus dem Material der Pressbespannung zusätzlich
auf dem Presszylinder 3 befestigt sein.
[0017] Mittels einer derartigen Vorrichtung ist vorgesehen einen bedruckten Bogen mit einer
transparenten Schutzschicht zu versehen. Das Beschichtungsverfahren erfolgt in der
oben beschriebenen Weise und dienst der vollflächigen oder teilflächigen Versiegelung
einer gedruckten Oberfläche. Das Verfahren kann als Kaschiervorgang innerhalb einer
Druckmaschine bezeichnet werden. Die Schutzschicht kann sichtbar, unsichtbar, klar,
farblos oder gefärbt sein. Ebenso sind texturierte Schichten aufbringbar.
Die Schutzschicht kann direkt auf den Farbdruck oder einen lackierten Farbdruck aufgebracht
werden.
[0018] Es können auch mehrere Schichten unterschiedlicher Qualität einander überlagernd
aufgebracht werden.
Schutzschichten dieser Art können auf einfache Weise inline während eines Druckprozesses
oder auch offline zur Nachveredelung aufgebracht werden.
[0019] Zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit des Beschichtungsverfahrens ist vorgesehen,
dass der Folienvorschub der Transferfolie von der Folienvorratsrolle 8 zum Transferspalt
6 und zur Foliensammelrolle 9 derart steuerbar ist, dass so weit als möglich die Transferfolie
5 dann angehalten wird, wenn keine Übertragung der bildgebenden Schicht erfolgen soll:
Hierzu kann eine Steuerung der Transferfolie 5 derart erfolgen, dass beim Durchlaufen
eines Greifer des bogenführenden Gegendruckzylinders 4 aufnehmenden Zylinderkanales
der Folienvorschub angehalten wird. Die Greifer halten den Druckbogen auf dem Gegendruckzylinder
4. Auch der Presszylinder 3 weist einen Zylinderkanal auf. Im Bereich des Zylinderkanals
erfolgt keine Pressung der Transferfolie 5 zwischen dem Presszylinder 3 (Drucktuchzylinder)
und dem Gegendruckzylinder 4. Der Presszylinder 3 läuft dann unter der Transferfolie
5 gleitend durch, während die Transferfolie 5 zwischen Press- und Gegendruckzylinder
4 frei gespannt ist. Nach dem Kanaldurchgang wird die Transferfolie 5 weiter transportiert.
Bei reaktionsschnellen Taktungssystemen über so genannte Tänzerwalzen 18, wie sie
beispielhaft in Figur 1 eingezeichnet sind, ist eine Steuerung der Drehantriebe 7
der Folienvorratsrollen 8 bzw. Foliensammelrolle 9 ggf. nicht erforderlich.
[0020] In einer weiteren Ausgestaltung kann als Oberfläche des Presszylinders 3 eine konturierte
Pressfläche vorgesehen sein. Dazu wird anstatt einer ganzflächigen Kunststoffschicht
eine auf den zu beschichtenden Bereich begrenzte Pressfläche auf dem Presszylinder
3 eingesetzt. Hierfür kann etwa ein ausgeschnittenes Drucktuch, eine bebilderbare
Kunststoffdruckform oder ein auf einer glatten Unterlage vorzugsweise lösbar zu befestigendes,
ggf. aufklebbares oder magnetisch anbringbares, Andrucksegment die begrenzte Pressfläche
tragend verwendet werden.
[0021] Eine weitere Verbesserung der Folienausnutzung der beschriebenen Art ergibt sich
dadurch, dass die Transferfolie 5 in eine oder mehrere Teilfolienbahnen geringerer
Breite aufgeteilt wird.
[0022] Zur Verbesserung der Glanzwirkung kann die Schutzschicht mittels eines auf ultraviolette
Strahlung reagierenden Klebers aufgebracht werden. Hier kann so genannte UV-Unterdruckfarbe
mittels des Auftragwerkes 1 für den Kleber in entsprechender Weise_über eine Offsetdruckplatte
aufgebracht. Dadurch ergibt sich eine verbesserte Glätte und damit Glanzwirkung der
auf dem Druckbogen aufliegenden Schutzschicht. Zur Durchführung der UV-Technologie
ist ein UV-Trockner 15 entweder nach dem Auftragwerk 1 zur Vortrocknung des Kleberauftrages
vorzusehen. Andererseits kann auch nach dem Transfer der bildgebenden Schicht im Beschichtungswerk
2 ein die Schutzschicht durchdringender UV-Trockner 15 beispielsweise am Gegendruckzylinder
4 des Beschichtungswerkes 2 angeordnet werden.
[0023] In Kombination bekannter Verfahren kann auch die Übertragung eines ersten Klebermusters
in einem ersten Auftragwerk 1 erfolgen und in einem ersten Beschichtungswerk 2 mit
einer bildgebenden Metallisierungsschicht versehen werden. Überlagernd dazu kann in
einem folgenden Auftragwerk 1 ein weiteres, das erste einschließende oder überlagernde
Klebermuster aufgetragen und in einem zweiten Beschichtungswerk 2 mit der Schutzschicht
versehen werden. Auf diese Weise können beispielsweise zunächst ein Bildmuster einer
silberfarbigen Schicht und danach eine vollflächige Schutzschicht in einem Beschichtungsdurchgang
erzeugt werden.
[0024] Anhand der vorliegenden Ausführungen ist es möglich, verschiedenartige Beschichtungen
im Transferverfahren von einer Transferfolie 5 auf unterschiedliche Substratmaterialien
zu übertragen. Die detaillierten Ausgestaltungen der Erfindung sind nicht auf die
hier angegebenen Möglichkeiten beschränkt, sondern können im Rahmen des fachmännischen
Könnens darüber hinaus interpretiert werden.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- Auftragwerk
- 2
- Beschichtungswerk
- 3
- Presszylinder
- 4
- Gegendruckzylinder
- 5
- Transferfolie / Folienbahn
- 6
- Transferspalt
- 7
- Rollenantrieb
- 8
- Folienvorratsrolle
- 9
- Foliensammelrolle
- 10
- Pressbespannung
- 15
- UV-Trockner
- 16
- Überwachungssystem
- 18
- Tänzerwalze
1. Verfahren zum Transfer von Funktionsschichten von einer Trägerfolie auf Druckbogen
in einer Vorrichtung mit wenigstens einem Auftragwerk (1) für eine Beschichtung eines
Druckbogens mit einem Kleber und mit einem Beschichtungswerk (2) zum Übertragen einer
Funktionsschicht von der Trägerfolie auf den Druckbogen, wobei das Beschichtungswerk
(2) einen Gegendruckzylinder (4) und einen Presszylinder (3) enthält, die einen Transferspalt
(6) bilden, und wobei weiterhin die Trägerfolie an dem Presszylinder (3) vorbeiführbar
ist, derart, dass sie mit der beschichteten Seite auf den auf dem Gegendruckzylinder
(4) geführten Druckbogen aufgelegt und unter Druck gemeinsam mit dem Druckbogen durch
den Transferspalt (6) geführt wird, sodass die Funktionsschicht nach dem Austritt
des Druckbogens aus dem Transferspalt (6) in den mit Kleber versehenen Bereichen auf
dem Druckbogen haftend von der Trägerfolie abgehoben wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass während eines Druckprozesses zur Versiegelung einer gedruckten Oberfläche eine voll- oder teilflächige Kleberschicht nach dem Druckvorgang auf einen mit einem Farbdruck versehenen Druckbogen aufgebracht wird und dass von einer Trägerfolie eine voll- oder teilflächige
transparente Schutzschicht in dem Transferspalt (6) mittels der Kleberschicht haftend auf den
Druckbogen übertragen wird, wobei die vollflächig oder teilflächige Schutzschicht auf einen bedruckten Bogen nach
dem Auftrag der letzten Farbschicht oder auf einen bedruckten und lackierten Bogen
nach dem Auftrag der letzten Lackschicht aufgebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schutzschicht transparent, sichtbar oder unsichtbar ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schutzschicht gefärbt oder texturiert ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schutzschicht von einer in eine oder mehrere Teilfolienbahnen geringerer Breite
aufgeteilten Trägerfolie in einem oder mehreren Teilbereichen nebeneinander in dem
Transferspalt (6) übertragen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schutzschicht der Teilfolienbahnen mit voneinander verschiedenen Eigenschaften
versehen sind, wobei Schichten unterschiedlicher Farbe und/oder unterschiedlichen
Glanzes und/oder unterschiedlicher Oberflächenstruktur erzeugbar sind.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schutzschicht auf einen bedruckten Bogen in einer Bogen verarbeitende Maschine,
insbesondere einer Druckmaschine mit mehreren Druckwerken, übertragen wird und dass
der Beschichtungsvorgang den Druckwerken vorgeordnet, zwischengeordnet oder nachgeordnet
ist.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Schutzschicht mehrschichtig auf einem bedruckten Bogen in mehreren Beschichtungsvorgängen
innerhalb einer Bogen verarbeitenden Maschine nacheinander aufgebracht wird.
1. A method for the transfer of function layers on a substrate film onto print sheets
in a device having at least one application unit (1) for coating a print sheet with
an adhesive and having a coating unit (2) for transferring a function layer from the
substrate film onto the print sheet, wherein the coating unit (2) comprises an impression
cylinder (4) and a press cylinder (3), which form a transfer gap (6), and wherein
furthermore the substrate film can be guided past the press cylinder (3) in such a
manner that with the coated side placed onto the print sheet guided on the impression
cylinder (4) and under pressure it is guided through the transfer gap (6) jointly
with the print sheet, so that the function layer following the exiting of the print
sheet from the transfer gap (6) adhering to the print sheets in the regions provided
with adhesive is lifted off the substrate film, characterized in that during a printing process for sealing a printed surface an adhesive layer over the
full or part area is applied after the printing operation onto a print sheet provided
with a colour print and in that from a substrate film a transparent protective layer over a full or part area is
adheringly transferred in the transfer gap (6) onto the print sheet by means of the
adhesive layer, wherein the full-area or part-area protective layer is applied onto
a printed sheet after the application of the last colour layer or onto a printed and
varnished sheet after the application of the last varnish layer.
2. The method according to Claim 1, characterized in that the protective layer is transparent, visible or invisible.
3. The method according to Claim 1, characterized in that the protective layer is coloured or textured.
4. The method according to Claim 1 to 3, characterized in that the protective layer is transferred from a substrate film that is divided into one
or a plurality of part film webs of smaller width in one or a. plurality of part regions
next to one another in the transfer gap (6).
5. The method according to Claim 1 to 4, characterized in that the protective layer of the part film webs are provided with characteristics that
differ from one another, wherein layers of different colour and/or different glaze
and/or different surface texture can be created.
6. The method according to Claim 1 to 5, characterized in that the protective layer is transferred onto a printed sheet in a sheet-processing machine,
in particular a printing press having a plurality of printing couples and in that the coating operation is arranged before, between or after the printing couples.
7. The method according to Claim 1 to 6, characterized in that a protective layer is applied in multiple layers on a printed sheet in a plurality
of coating operations in succession within a sheet-processing machine.
1. Procédé de transfert de couches fonctionnelles d'un film support sur des feuilles
d'impression dans un dispositif comportant au moins une unité d'application (1) pour
revêtir une feuille d'impression d'une colle et une unité de revêtement (2) pour transférer
une couche fonctionnelle du film support sur les feuilles d'impression, l'unité de
revêtement (2) contenant un cylindre de contre-pression (4) et un cylindre presseur
(3), qui forment un intervalle de transfert, (6) et le film support pouvant en outre
passer devant le cylindre presseur (3) de manière à se poser par sa face revêtue sur
les feuilles d'impression guidées sur le cylindre de contre-pression (4) et être conduit
sous pression avec les feuilles d'impression dans l'intervalle de transfert (6), de
sorte que la couche fonctionnelle, après la sortie de la feuille d'impression de l'intervalle
de transfert (6) et en adhérant sur la feuille d'impression dans les zones pourvues
de colle, est soulevée du film support,
caractérisé en ce que,
pendant un processus d'impression pour la fixation d'une surface imprimée, une couche
de colle couvrant totalement ou partiellement la surface est appliquée après le processus
d'impression sur une feuille d'impression pourvue d'une impression à l'encre et que,
depuis un film support, une couche protectrice transparente couvrant totalement ou
partiellement la surface et adhérant par la couche de colle sur les feuilles d'impression
est transférée dans l'intervalle de transfert (6), la couche protectrice couvrant
totalement ou partiellement la surface étant appliquée sur une feuille d'impression
imprimée après l'application de la dernière couche d'encre ou sur une feuille imprimée
et vernie après l'application de la dernière couche de vernis.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche protectrice est transparente, visible ou invisible.
3. Procédé selon la revendications 1, caractérisé en ce que la couche protectrice est teintée ou texturée.
4. Procédé selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la couche protectrice est transférée depuis un film support divisé en une ou plusieurs
parties de bande de film de largeur inférieure dans une ou plusieurs zones partielles
juxtaposées dans l'intervalle de transfert (6).
5. Procédé selon les revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la couche protectrice des parties de bande de film est dotée de propriétés différentes,
des couches de couleur différente et/ou de brillance différente et/ou de structure
surfacique différente pouvant être créées.
6. Procédé selon les revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la couche protectrice est transférée sur une feuille imprimée dans une machine de
transformation de feuilles, en particulier une machine d'impression comportant plusieurs
unités d'impression, et que le processus de revêtement se fait en amont, entre ou
en aval des unités d'impression.
7. Procédé selon les revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'une couche protectrice est appliquée en plusieurs couches successives sur une feuille
imprimée dans plusieurs processus de revêtement dans une machine de transformation
de feuilles.