(19)
(11) EP 1 674 788 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
28.06.2006  Patentblatt  2006/26

(21) Anmeldenummer: 05028077.5

(22) Anmeldetag:  21.12.2005
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F21S 8/06(2006.01)
F21V 23/02(2006.01)
F21V 13/10(2006.01)
F21Y 103/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR MK YU

(30) Priorität: 21.12.2004 DE 202004019699 U

(71) Anmelder: Grimm, Manfred
59759 Arnsberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Grimm, Manfred
    59759 Arnsberg (DE)

(74) Vertreter: Brune, Axel et al
Patentanwaltskanzlei Fritz Patent- und Rechtsanwälte Postfach 15 80
59705 Arnsberg
59705 Arnsberg (DE)

   


(54) Leuchte


(57) Leuchte mit mindestens einem langgestreckten Leuchtmittel und mindestens einem diesem Leuchtmittel zugeordneten Leuchtenraster, wobei die Leuchte einen vom Leuchtmittel nach oben zur Decke hin abgestrahlten indirekten Lichtanteil und einen durch das Raster nach unten austretenden direkten Lichtanteil aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Gehäusewand (20) mindestens eines im Leuchtengehäuse (11) untergebrachten Gehäuses (12) für ein Vorschaltgerät als Reflektor für das Leuchtmittel (15) dient.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leuchte mit mindestens einem langgestreckten Leuchtmittel und mindestens einem diesem Leuchtmittel zugeordneten Leuchtenraster, wobei die Leuchte einen vom Leuchtmittel nach oben zur Decke hin abgestrahlten indirekten Lichtanteil und einen durch das Raster nach unten austretenden direkten Lichtanteil aufweist.

[0002] Aus dem Stand der Technik sind Leuchten der eingangs genannten Art bekannt geworden, die entweder von einer Decke abgehängte Leuchten, das heißt Deckenpendelleuchten oder aber auch an einer Decke befestigte Leuchten, das heißt Deckenanbauleuchten sein können. In der Leuchtenindustrie geht insbesondere in jüngerer Zeit der Trend immer mehr dazu, Leuchtengehäuse möglichst platzsparend auszubilden, was unter anderem auch dadurch möglich ist, dass die üblicherweise für diesen Leuchtentyp verwendeten Leuchtmittel, das heißt langgestreckte Leuchtstofflampen, in ihrem Durchmesser immer kleiner werden. Beispielsweise werden heute häufig die sogenannten T5-Lampen verwendet, die einen Durchmesser von 16 mm aufweisen, T8-Leuchtstofflampen haben einen Durchmesser von 26 mm. Die Verwendung von beispielsweise T5-Leuchtstofflampen ermöglicht die Schaffung von Leuchten mit flachem Leuchtengehäuse. Für den Betrieb einer solchen Leuchtstofflampe wird ein Vorschaltgerät benötigt. Ein elektronisches Vorschaltgerät für eine T5-Leuchtstofflampe, welches zusätzlich zu einer oder mehreren Leuchtstofflampen im Gehäuse der Leuchte unterzubringen ist, hat Abmessungen, deren Größenordnung bei beispielsweise einer Breite von ca. 40 mm, einer Höhe von ca. 28 mm und einer Länge von 360 mm liegt. Das Vorschaltgerät hat also nicht zu vernachlässigende Abmessungen, die die Gehäusegröße der Leuchte mitbestimmen, und wird üblicherweise in der Leuchte in Längsrichtung parallel zur Leuchtstofflampe angeordnet. Da zur Erzielung einer definierten Abstrahlcharakteristik in der Regel ein Leuchtenraster vorhanden ist, um die Abstrahlwinkel der von der Leuchtstofflampe abgegebenen Lichtanteile zu beeinflussen, wird außerdem Platz für das Leuchtenraster benötigt. Üblicherweise ordnet man im Leuchtengehäuse das Vorschaltgerät neben dem Leuchtenraster an, so dass die Höhe des Leuchtengehäuses unter anderem durch die Höhe des Gehäuses für das Vorschaltgerät bestimmt wird und die Breite des Leuchtengehäuses im Idealfall mindestens gleich der Breite des Leuchtenrasters zuzüglich der Breite des Vorschaltgeräts ist. Bei der üblichen symmetrischen Anordnung des Leuchtenrasters im Leuchtengehäuse ist die Gesamtbreite des Leuchtengehäuses entsprechend größer.

[0003] Will man eine Deckenanbauleuchte oder Deckenpendelleuchte der eingangs genannten Gattung schaffen, die zum einen einen vom Leuchtmittel nach oben zur Decke hin abgestrahlten Lichtanteil und einen durch das Raster nach unten austretenden direkten Lichtanteil aufweist, ist eine Lichtlenkung für den nach oben zur Decke hin abgestrahlten indirekten Lichtanteil durch geeignete Reflektoren und dergleichen notwendig, die im Leuchtengehäuse ebenfalls Platz beanspruchen. Die Lichtlenkung des nach unten abgestrahlten Lichtanteils erfolgt durch das Raster.

[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Leuchte mit mindestens einem langgestreckten Leuchtmittel der eingangs genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, die bei Erfüllung der zuvor genannten Funktionen eine möglichst Platz sparende ästhetisch ansprechende Gehäuseform aufweist.

[0005] Die Lösung dieser Aufgabe liefert eine erfindungsgemäße Leuchte der eingangs genannten Gattung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Schutzanspruchs 1. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass mindestens eine Gehäusewand mindestens eines im Leuchtengehäuse untergebrachten Gehäuses für ein Vorschaltgerät als Reflektor für das Leuchtmittel dient. Aufgrund dieser Maßnahme lässt sich erreichen, dass der von dem Leuchtmittel nach oben zur Decke hin abgestrahlte indirekte Lichtanteil durch mindestens einen Teil des für das Vorschaltgerät notwendigen Gehäuses eine Lichtlenkung erfährt. Mit anderen Worten, das ohnehin für das Vorschaltgerät benötigte Gehäuse wird mindestens teilweise gleichzeitig quasi als Reflektor genutzt, so dass ein separater Reflektor für den nach oben hin abgestrahlten Lichtanteil gegebenenfalls entfallen kann. Dadurch wird eine erhebliche Platzersparnis im Leuchtengehäuse erzielt. Eine solche erfindungsgemäße Leuchte lässt sich auf folgende Bauteile reduzieren, nämlich ein Leuchtengehäuse, welches das Gehäuse für das Vorschaltgerät aufnimmt, mindestens eine als Leuchtmittel dienende langgestreckte Leuchtstofflampe sowie ein Leuchtenraster zur Lichtlenkung des nach unten abgestrahlten direkten Lichtanteils. Man kann eine Leuchte so konstruieren, dass das als Reflektor für den indirekten Lichtanteil genutzte Gehäuse des Vorschaltgeräts sich nach oben hin an das Leuchtenraster anschließt. Dies ermöglicht eine Bauweise, bei der das Vorschaltgerät nicht neben, sondern mindestens teilweise oberhalb des Leuchtenrasters angeordnet ist, wodurch sich die Gehäusebreite des Leuchtengehäuses reduzieren lässt. Das Leuchtmittel wird dabei vorzugsweise so angeordnet, dass der nach unten hin abgestrahlte Lichtanteil, das heißt das direkte Licht durch das Leuchtenraster gelenkt wird und dabei gleichzeitig von der Leuchte ein Lichtanteil nach oben hin austritt, der mindestens teilweise an einer Wand des Gehäuses des Vorschaltgeräts reflektiert wird und gerichtet nach oben hin austritt. Der Lichtaustritt nach oben, das heißt der indirekte Lichtanteil ist dabei selbstverständlich nur bei der Bauvariante als Deckenpendelleuchte vorhanden. Man kann aber eine Leuchte mit gleichem Gehäuse schaffen, welches allerdings oberseitig geschlossen ist und diese Leuchte als Deckenanbauleuchte oder gegebenenfalls auch als Wandleuchte nutzen. Dadurch erhält man eine Leuchtenfamilie aus Deckenanbauleuchten und Deckenpendelleuchten gleicher Bauart, was ästhetisch ansprechender ist.

[0006] Eine erfindungsgemäße Leuchte hat vorzugsweise ein im Querschnitt etwa rechteckiges Gehäuse, in dem das Leuchtmittel in Form einer langgestreckten Leuchtstofflampe etwa entlang der Längsmittelachse des Leuchtengehäuses angeordnet werden kann. Die Höhe der Leuchtstofflampe im Gehäuse kann variabel gewählt werden, wodurch man die Abstahlcharakteristik des direkten und des indirekten Lichtanteils variieren kann. Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Leuchte liegt darin, dass man bei vergleichsweise schmaler Bauart des Leuchtengehäuses und damit wenig verfügbarem Platz zwischen Leuchtstofflampe und als Reflektor genutzter Wand des Gehäuses des Vorschaltgeräts einen vergleichsweise breitstrahlenden indirekten Lichtanteil erzielen kann. Dies ist dadurch möglich, dass man die Wand des für den indirekten Lichtanteil genutzten Reflektors, in der Regel die nach innen gerichtete Wand des Gehäuses des Vorschaltgeräts, aus einem hoch reflektierenden Material ausbilden kann, so dass die Lichtverluste auch bei Mehrfachreflexionen recht gering ist. Man erzielt dann auch bei Nutzung von Mehrfachreflexionen für den indirekten Lichtanteil immer noch einen recht hohen Wirkungsgrad.

[0007] Bei der erfindungsgemäßen Leuchte verwendet man für den nach unten austretenden direkten Lichtanteil vorzugsweise ein Leuchtenraster mit seitlichen, vorzugsweise etwa parabelförmigen Längsreflektoren sowie zwischen den Längsreflektoren verlaufenden Querlamellen wie es an sich aus dem Stand der Technik bekannt ist. Das im Leuchtengehäuse untergebrachte Gehäuse für das Vorschaltgerät weist vorzugsweise mindestens eine dem Leuchtmittel zugewandte im montierten Zustand der Leuchte mindestens abschnittsweise vertikale Fläche auf, die als Reflektor ausgebildet ist. Das Gehäuse für das Vorschaltgerät kann ebenfalls im Querschnitt etwa rechteckig ausgebildet sein, wobei dann die vertikal verlaufende Seitenwand des Gehäuses für das Vorschaltgerät als Reflektor dient.

[0008] Das Gehäuse für das Vorschaltgerät wird im Leuchtengehäuse zumindest teilweise, beziehungsweise im Wesentlichen oberhalb des Leuchtenrasters angeordnet, wodurch man eine kompakte Bauform enthält, da dann die Breite des Leuchtengehäuses insgesamt im Wesentlichen nur noch durch die Breite des Rasters für den nach unten austretenden direkten Lichtanteil bestimmt wird. Verwendet man beispielsweise parabelförmige Längsreflektoren können diese auch oberseitig etwas gekürzt werden, das heißt, dass das Gehäuse des Vorschaltgeräts in die Flucht der Längsreflektoren hineinragt beziehungsweise sich die als Reflektor verwendete Wand des Gehäuses des Vorschaltgeräts nach oben hin unmittelbar an die Längsreflektoren des Leuchtenrasters anschließt.

[0009] Eine besonders bevorzugte Dimensionierung eines Leuchtengehäuses der erfindungsgemäßen Leuchte sieht vor, dass die Breite B nicht mehr als das Doppelte der Höhe H des Leuchtengehäuses beträgt. Es sind beispielsweise Gehäusebreiten von weniger als 100 mm, vorzugsweise weniger als 80 mm, beispielsweise 70 mm möglich. Die Höhe des Leuchtengehäuses kann beispielsweise weniger als 70 mm, vorzugsweise weniger als 60 mm betragen.

[0010] Der Lichtaustritt des indirekten Lichtanteils zur Oberseite des Leuchtengehäuses hin kann über mehrere beabstandete, etwa rechteckige Lichtaustrittsöffnungen erfolgen oder aber gegebenenfalls auch über eine einheitliche über die Länge des Leuchtengehäuses durchgehende Lichtaustrittsöffnung.

[0011] Die Breite des Leuchtengehäuses wird vorzugsweise im Wesentlichen durch die Breite der Lichtaustrittsöffnung des Leuchtenrasters bestimmt, da das Vorschaltgerät nicht neben dem Leuchtenraster angeordnet wird. Dadurch ist eine bevorzugte Bauform möglich, bei der die Breite B des Leuchtengehäuses nicht mehr als das etwa 1,8-fache, vorzugsweise nicht mehr als das etwa 1,6-fache der Breite der Lichtaustrittsöffnung des Leuchtenrasters beträgt.

[0012] Die in den Unteransprüchen genannten Merkmale betreffen bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Aufgabenlösung. Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Detailbeschreibung.

[0013] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben. Dabei zeigen
Fig. 1
einen Querschnitt durch eine Leuchte gemäß einer Variante der Erfindung;
Fig. 2
eine Draufsicht auf einen Teil des Leuchtengehäuses einer erfindungsgemäßen Leuchte.


[0014] Zunächst wird auf Fig. 1 Bezug genommen. Die Zeichnung zeigt einen schematisch vereinfachten Querschnitt durch eine Deckenpendelleuchte gemäß einer Äußerungsvariante der vorliegenden Erfindung, die insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet ist. Die Aufhängung 23 der Deckenpendelleuchte ist nur schematisch angedeutet. Die Leuchte hat ein im Querschnitt rechteckiges Leuchtengehäuse 11, umfassend im montierten Zustand zwei vertikale Seitenwände rechts und links sowie an deren unteren Ende jeweils horizontale Abwinklungen 13, 14 nach innen, die dann jeweils erneut rechtwinklig vertikal nach oben abgewinkelt sind. In die untere Öffnung des Leuchtengehäuses 11 ist ein Leuchtenraster eingesetzt, welches im Wesentlichen entsprechend einem herkömmlichen Leuchtenraster aufgebaut ist und zwei einander gegenüberliegende parallele Längsreflektoren 16 umfasst, die etwa die Form eines Parabelastes aufweisen. Die Längsreflektoren 16 bestehen bevorzugt aus einem hochglänzenden verspiegelten Material. Zwischen den Längsreflektoren 16 verlaufen in regelmäßigen Abständen Querlamellen 17, die im Prinzip vergleichsweise nahe unterhalb der in Längsrichtung verlaufenden Leuchtstofflampe 15 angeordnet sind. Die Höhe der Längsachse der Leuchtstofflampe 15 im Leuchtengehäuse kann variabel sein, wodurch man die Abstrahlcharakteristik nach unten und nach oben veränderlich gestalten kann. Der Lichtaustrittswinkel des nach unten direkt abgestrahlten Lichtanteils 18 ist in Fig. 1 eingezeichnet. Durch das Raster wird eine Endblendung erzielt, die vermeidet, dass Lichtanteile unter zu flachen Winkeln aus dem Gehäuse nach unten hin austreten, da diese zu einer Blendung des Betrachters führen würden, der sich seitlich der Längsseite der Leuchte befindet.

[0015] Man erkennt in Fig. 1, dass das Leuchtengehäuse insgesamt sehr schmal ausgebildet ist. Die Breite des Leuchtengehäuses, die mit B bezeichnet ist, beträgt nur weniger als das 1,6-fache der Breite des Leuchtenrasters und der unteren mittigen Lichtaustrittsöffnung. Damit wird die Leuchtenbreite B im Wesentlichen durch die Breite des Leuchtenrasters bestimmt, zuzüglich der beiden kurzen, horizontalen Abwinklungen 13 beziehungsweise 14. Diese schmale Bauweise des Leuchtengehäuses 11 wird dadurch möglich, dass das elektrische Vorschaltgerät 12 wie man in Fig. 1 sieht, anders als bei herkömmlichen Leuchten dieser Art nicht neben dem Leuchtenraster angeordnet ist, sondern oberhalb und zwar sich nach oben hin an den in der Zeichnung linken Längsreflektor 16 anschließend. Die Leuchte hat auch einen nach oben hin austretenden indirekten Lichtanteil 19. Gewöhnlich würde man zur Beeinflussung der Lichtabstrahlcharakteristik dieses indirekten Lichtanteils 19 eigene Lichtleitelemente wie Reflektoren, ein Raster oder dergleichen benötigen und hätte dann wiederum das Problem, dass im Gehäuse Reflektoren und Vorschaltgeräte nebeneinander angeordnet werden müssten, wodurch eine größere Breite des Leuchtengehäuses 11 erforderlich würde. Die erfindungsgemäße Lösung sieht nun vor, dass das Gehäuse 12, in dem das Vorschaltgerät untergebracht ist eine innere, im montierten Zustand der Leuchte im Gehäuse von unten nach oben verlaufende Gehäusewand 20 aufweist, die sich in etwa oberseitig an den einen Längsreflektor 16 anschließt. Diese Gehäusewand 20 des Gehäuses für das Vorschaltgerät ist vergleichsweise dicht neben der Leuchtstofflampe 15 angeordnet. Die Gehäusewand 20 ist als Reflektor ausgebildet und besteht beispielsweise aus einem hochglänzenden verspiegelten Material. Es sind heute spezifische Reflektorbeschichtungen bekannt, die hoch reflektierend sind mit einem Wirkungsgrad von bis zu 98 %. Auf der gegenüberliegenden Seite der Leuchtstofflampe 15 ist eine entsprechende Reflektorwand 24 vorhanden, auch wenn dort kein Vorschaltgerät untergebracht ist, um eine symmetrische Bauform und Reflektoranordnung der beiden Reflektoren 20, 24 zu erzielen. Beide Reflektorwände 20, 24 sind sehr dicht an die Leuchtstofflampe 15 herangeführt, so dass sich für das nach oben hin von der Leuchtstofflampe 15 abgestrahlte Licht Mehrfachreflexionen an den Reflektorwänden 20, 24 ergeben, bevor das Licht als vergleichsweise breitstrahlender indirekter Lichtanteil 19 nach oben hin abgegeben wird. Dies kann man durch die beispielhaft eingezeichneten Lichtstrahlen gut erkennen. Das von der Leuchtstofflampe 15 nach oben hin austretende Licht wird also quasi in einem schmalen Kanal nach oben geleitet und tritt teilweise erst nach Mehrfachreflexionen aus. Dies ist aber unproblematisch, wenn man für die Reflektorwände 20, 24 ein hochreflektierendes Material verwendet. Die erfindungsgemäße Lösung macht es möglich, dass in dem sehr schmalen und vergleichsweise auch niedrigen Leuchtengehäuse 11 Leuchtstofflampe, Leuchtenraster und Vorschaltgerät unterbringbar sind, wobei dennoch ein gerichteter direkter Lichtanteil nach unten und ein nach oben hin ausgestrahlter indirekter Lichtanteil zur Aufhellung der Decke möglich ist, bei Verwendung von nur einer Leuchtstofflampe 15, die etwa mittig im Gehäuse angeordnet ist und die sowohl den direkten als auch den indirekten Lichtanteil liefert.

[0016] In der Draufsicht gemäß Fig. 2 kann man erkennen, dass eine obere horizontale Gehäusewand 22 das Leuchtengehäuse 11 teilweise abdeckt, wobei aber mehrere über die Länge angeordnete zueinander beabstandete etwa rechteckige Lichtaustrittsöffnungen 21 vorhanden sind, die etwa streifenförmig zu beiden Seiten der Längsmittelachse hin verlaufen und aus denen der indirekte Lichtanteil 19 austritt. Man könnte stattdessen auch eine durchgehende Lichtaustrittsöffnung schaffen.

Bezugszeichenliste



[0017] 
10
Deckenpendelleuchte
11
Leuchtengehäuse
12
Gehäuse
13
Abwinklung
14
Abwinklung
15
Leuchtstofflampen
16
Längsreflektoren
17
Querlamellen
18
Lichtanteil
19
Indirekter Lichtanteil
20
Gehäusewand
21
Lichtaustrittsöffnungen
22
obere horizontale Gehäusewand
23
Aufhängung
24
Reflektorwand



Ansprüche

1. Leuchte mit mindestens einem langgestreckten Leuchtmittel und mindestens einem diesem Leuchtmittel zugeordneten Leuchtenraster,
wobei die Leuchte einen vom Leuchtmittel nach oben zur Decke hin abgestrahlten indirekten Lichtanteil und einen durch das Raster nach unten austretenden direkten Lichtanteil aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Gehäusewand (20) mindestens eines im Leuchtengehäuse (11) untergebrachten Gehäuses (12) für ein Vorschaltgerät als Reflektor für das Leuchtmittel (15) dient.
 
2. Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtenraster seitliche, vorzugsweise etwa parabelförmige Längsreflektoren (16) sowie zwischen den Längsreflektoren verlaufende Querlamellen (17) aufweist.
 
3. Leuchte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass diese ein im Querschnitt etwa rechteckiges Leuchtengehäuse (11) aufweist.
 
4. Leuchte nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das im Leuchtengehäuse (11) untergebrachte Gehäuse (12) für ein Vorschaltgerät mindestens eine dem Leuchtmittel (15) zugewandte mindestens abschnittsweise im montierten Zustand vertikale als Reflektor (20) ausgebildete Fläche aufweist.
 
5. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (12) für das Vorschaltgerät im Querschnitt etwa rechteckig ausgebildet ist.
 
6. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (12) für das Vorschaltgerät im Leuchtengehäuse (11) im Wesentlichen oberhalb des Leuchtenrasters (16) angeordnet ist.
 
7. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (B) des Leuchtengehäuses nicht mehr als das Doppelte der Höhe (H) des Leuchtengehäuses beträgt.
 
8. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der nach oben hin austretende indirekte Lichtanteil breitstrahlend ist.
 
9. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass diese zur Oberseite hin mehrere beabstandete etwa rechteckige Lichtaustrittsöffnungen (21) aufweist.
 
10. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (B) des Leuchtengehäuses (11) nicht mehr als das etwa 1,6-fache der Breite der Lichtaustrittsöffnung des Leuchtenrasters (16) beträgt.
 




Zeichnung










Recherchenbericht