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(11) |
EP 1 675 989 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.10.2010 Patentblatt 2010/40 |
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Anmeldetag: 21.10.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2004/011912 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/040471 (06.05.2005 Gazette 2005/18) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM KONDITIONIEREN EINES PROZESSES
METHOD AND DEVICE FOR CONDITIONING A PROCESS
PROCEDE ET DISPOSITIF DE CONDITIONNEMENT D'UN PROCESSUS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Priorität: |
21.10.2003 DE 10349396
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.07.2006 Patentblatt 2006/27 |
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Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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Erfinder: |
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- WASSENHOVEN, Hubert
41189 Mönchengladbach (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-B- 0 558 718 US-A- 5 666 996 US-A- 6 128 832
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DE-A1- 4 309 416 US-A- 5 910 598
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Konditionieren wenigstens
eines Prozessbereichs.
[0002] Bei Webmaschinen sind zum Reinigen oder Entstauben von Maschinenzonen, insbesondere
den zugeführten Webketten, Konditioniersysteme bekannt, die über eine schlitzförmige
Austrittsöffnung einen gerichteten Luftstrahl mit relativ hoher Strömungsgeschwindigkeit
auf den zu konditionierenden Prozessbereich richten und die Maschinenzonen, insbesondere
die Webketten, durch Abblasen entstauben. Der schlitzförmige Austritt erstreckt sich
quer zur Webkette über deren volle Breite und entlässt einen gegen die Webkette gerichteten
Strahl konditionierte Luft. Die Konditioniergröße ist bei diesen Konditioniersystemen
die Staubfreiheit oder Reinheit und ggf. auch die Luftfeuchte des Prozessbereiches,
insbesondere der Webketten. Diese Systeme haben den Vorteil einer stabilen Luftströmung,
einer Reinigung der beblasenen Prozessbereiche sowie eine hohe Eindringtiefe oder
Strahllänge. Einen gewissen Nachteil stellt die relativ hohe Induktion durch Mitführen
und Vermischen mit Umgebungsluft, die im Allgemeinen nicht oder weniger konditioniert
ist, dar, die die Konditionierleistung vermindert, insbesondere den Staubeintrag in
die konditionierte Luft durch induktionsbedingte Ansaugung von Staub aus der Umgebungsluft
erhöht. Solche Systeme sind beispielsweise in
EP 0 558 718 B1 als Stand der Technik beschrieben.
[0003] Aus
EP 0 558 718 B1 sind ferner ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Klimatisierung von Webmaschinen
bekannt, bei denen das Klima lokal unmittelbar an der Webmaschine beeinflusst wird,
also ein Raumbereich an der Webmaschine konditioniert wird. Hierzu wird eine als "kolbenartige
Verdrängungsströmung" bezeichnete Strömung mit über ihren vollen Querschnitt annähernd
einheitlicher Verteilung und einer annähernd gleichen Geschwindigkeit verstanden.
Es werden Austrittsgeschwindigkeiten zwischen 0,3 und 1,2 m/s für den Luftstrom eingestellt.
Die Klimaluft wird bei diesem bekannten System zum Befeuchten der Webkette der Webmaschine
eingesetzt. Konditioniergröße ist also der Feuchtegehalt der Luft. Aufgrund der geringen
Geschwindigkeit der Verdrängungsströmung wird im Vergleich zu einem aus einer schlitzförmigen
Austrittsöffnung ausgeblasenen Luftstrahl mit hoher Strömungsgeschwindigkeit eine
höhere Effizienz bei der Abgabe der Feuchtigkeit von der Luft auf die Kettfäden erreicht.
Außerdem ist die Induktion von Umgebungsluft vergleichsweise gering. Damit wird durch
die Umgebungsluft die Konditionierluft sowohl in ihrem Feuchtegehalt als auch hinsichtlich
ihrer Staubfreiheit wenig beeinflusst. Nachteile bei diesem aus
EP 0 558 798 B1 bekannten Konditioniersystem sind jedoch zum einen eine vergleichsweise instabile
Luftströmung, die durch im Raum auftretende Querströmungen negativ beeinflusst werden
kann, sowie das Fehlen einer Reinigungswirkung von Maschinenzonen und auch das Fehlen
einer Lenkungsmöglichkeit der Klimaluftströmung.
[0004] Aus der
DE43 09 416 A1 ist ein weiteres Verfahren und eine Vorrichtung bekannt die es ermöglicht eine Prozessregion
gezielt zu Klimatisieren. So können mit den Vorrichtungen unterschiedliche Luftzustände
in bestimmten Abständen vom Luftauslaß, individuell einstellbar, hergestellt werden.
[0005] Zudem kann die Raum- und Prozessluft mit einem Klimasystem geregelt werden.
[0006] Aber auch bei dieser Vorrichtung ist es nicht zu vermeiden, dass im Raum auftretende
Querströmungen sich negativen auf den Prozessbereich auswirken. So kann nicht sichergestellt
werden, dass der Prozessbereich richtig konditioniert wird.
[0007] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Konditionieren eines Prozesse in wenigstens einem Prozessbereich anzugeben, bei
denen die genannten Nachteile beim Stand der Technik wenigstens teilweise vermindert
oder ganz vermieden werden.
[0008] Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und hinsichtlich der Vorrichtung gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 32.
[0009] Das Verfahren gemäß Anspruch 1 ist zum Konditionieren wenigstens eines Prozessbereichs
oder eines Prozesses in wenigstens einem Prozessbereich geeignet und bestimmt und
umfasst die folgenden Verfahrensschritte:
- a) Erzeugen wenigstens eines Konditioniergasstromes, der
a1) wenigstens einen Primärgasstrom und
a2) wenigstens einen Sekundätgasstrom umfasst,
a3) wobei der Sekundärgasstrom den Primärgasstrom im Wesentlichen vollständig umschließt
oder umgibt und
a4) der Primärgasstrom eine wenigstens im Mittel höhere Strömungsgeschwindigkeit aufweist
als der Sekundärgasstrom,
- b) Zuführen dieses wenigstens einen Konditioniergasstromes zu dem oder jedem Prozessbereich,
[0010] Die Vorrichtung gemäß Anspruch 12 ist zum Konditionieren wenigstens eines Prozessbereichs
oder eines Prozesses in wenigstens einem Prozessbereich und/oder zum Durchführen eines
Verfahrens gemäß der Erfindung geeignet und bestimmt und umfasst Mittel zum Erzeugen
wenigstens eines Konditioniergasstromes, der dem oder jeden Prozessbereich zuführbar
oder zugeführt ist, wobei wenigstens ein Konditioniergasstrom wenigstens einen Primärgasstrom
und wenigstens einen Sekundärgasstrom umfasst, wobei der Sekundärgasstrom den Primärgasstrom
im Wesentlichen vollständig umschließt und der Primärgasstrom eine wenigstens im Mittel
höhere Strömungsgeschwindigkeit aufweist als der Sekundärgasstrom.
[0011] Die Erfindung beruht auf der Überlegung, einen Primärgasstrom mit vergleichsweise
hoher Strömungsgeschwindigkeit in einen Sekundärgasstrom mit einer niedrigeren Strömungsgeschwindigkeit
einzubetten oder einzuschließen. Der Sekundärgasstrom umgibt also den Primärgasstrom
an einer die Stromlinien oder Strömungsrichtung des Primärgasstromes umschließenden
Umfangsfläche oder Außenfläche, so dass von dort keine Umgebungsluft unmittelbar in
den Primärgasstrom gelangen kann. Die Induktion von Umgebungsluft in den schnell strömenden
Primärgasstrom und damit eine Verfälschung der Konditionierung des Primärgasstromes
durch die Umgebungsluft wird somit reduziert oder sogar ganz verhindert. Der Primärgasstrom
mit der hohen Strömungsgeschwindigkeit führt zudem den Sekundärgasstrom mit sich mit
und richtet diesen gemäß der Strömungsführung des Primärgasstromes mit aus. Somit
wird also ein Konditioniergasstrom erzeugt, der durchaus eine vergleichbare Richtcharakteristik
wie ein bekannter Luftstrahl gemäß dem eingangs genannten Stand der Technik hat, andererseits
jedoch unempfindlicher gegenüber einer negativen Beeinflussung der Konditionierung
durch Induktion von Umgebungsluft ist als ein Luftstrahl beim Stand der Technik.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des Verfahrens und der Vorrichtung
gemäß der Erfindung ergeben sich aus den vom Anspruch 1 bzw. Anspruch 12 jeweils abhängigen
Ansprüchen.
[0013] Der oder die Primärgasströme werden im Allgemeinen wenigstens teilweise turbulent
eingestellt, der oder die Sekundärgasströme hingegen wenigstens teilweise diffus und/oder
wenigstens teilweise laminar.
[0014] Die mittlere Strömungsgeschwindigkeit des oder jedes Primärgasstromes ist vorzugsweise
wenigstens doppelt, insbesondere wenigstens fünfmal und vorzugsweise wenigstens zehnmal
höher als die mittlere Strömungsgeschwindigkeit des oder jedes zugehörigen Sekundärgasstromes.
Insbesondere beträgt die mittlere Strömungsgeschwindigkeit des oder jedes Primärgasstromes,
zumindest am Anfang, zwischen etwa 6 m/s und etwa 20 m/s und/oder die mittlere Strömungsgeschwindigkeit
des oder jedes Sekundärgasstromes, zumindest am Anfang, zwischen etwa 0,1 m/s und
etwa 2 m/s.
[0015] Wenigstens ein und vorzugsweise jeder Primärgasstrom wird entlang einer vorgegebenen
oder vorgebbaren Hauptströmungsrichtung eingestellt oder nach Art eines Strahles.
Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn der Primärgasstrom den Sekundärgasstrom wenigstens
annähernd parallel zum Primärgasstrom und/oder entlang der eingestellten Hauptströmungsrichtung
ausrichtet und/oder stabilisiert.
[0016] Der Sekundärgasstrom wiederum vermindert die Induktion von nicht-konditionierter
Umgebungsluft durch den Primärgasstrom, insbesondere praktisch komplett.
[0017] Zum Austritt oder Erzeugen des oder jedes Primärgasstromes ist wenigstens eine Primäraustrittsöffnung
vorgesehen und für den oder jeden Sekundärgasstrom wenigstens eine die Primäröffnung(en)
umgebende Sekundäraustrittöffnung.
[0018] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform wird wenigstens ein Primärgasstrom
in einen inneren Teilstrom und wenigstens einen äußeren Teilstrom aufgeteilt, wobei
der Sekundärgasstrom zusammen mit dem äußeren Teilstrom des Primärgasstromes geleitet
wird und den äußeren Teilstrom im Wesentlichen vollständig umgibt und der innere Teilstrom
des Primärgasstromes zunächst innerhalb wenigstens eines Strömungskanals (Primärströmungskanal)
getrennt vom äußeren Teilstrom geführt wird und stromabwärts wieder mit dem äußeren
Teilstrom vereinigt wird. Dadurch lassen sich höhere Strömungsgeschwindigkeiten und/oder
größere Stromlängen erreichen. Wenigstens ein äußerer Teilstrom des Primärgasstromes
strömt vorzugsweise wenigstens teilweise an der Außenseite des Strömungskanals für
den inneren Teilstrom entlang. Die Strömungsrichtung des inneren Teilstroms des Primärgasstromes
im Strömungskanal entspricht im Allgemeinen zumindest beim Austritt aus dem Strömungskanal
im Wesentlichen der Hauptströmungsrichtung des Primärgasstromes nach Vereinigung von
innerem Teilstrom und äußerem Teilstrom.
[0019] In einer besonderen Weiterbildung ist bzw. wird der Primärgasstrom oder der innere
Teilstrom des Primärgasstromes oder der Strömungskanal innerhalb eines vorgegebenen
Raumwinkelbereiches einstellbar bzw. bewegt, insbesondere fortlaufend oder periodisch
und/oder schwenkend, pendelnd oder kreisend. Der zu konditionierende oder konditionierte
Prozessbereich liegt dann im Allgemeinen innerhalb des vom Primärgasstrom oder dessen
inneren Teilstrom erfassten Raumwinkelbereiches.
[0020] Vorzugsweise nimmt, stromabwärts gesehen, der Konditioniergasstrom in seinem Strömungsquerschnitt
zunächst ab bis zu einem Verengungsbereich, in dem der Konditioniergasstrom den kleinsten
Strömungsquerschnitt aufweist, und weitet sich dann wieder auf. Dieser Verengungsbereich
des Konditioniergasstromes wird in den zu konditionierenden oder konditionierten Prozessbereich
gelegt.
[0021] Die Querabmessungen des Sekundärgasstromes von dem Primärgasstrom nach außen gemessen
oder der Strömungsquerschnitt des Sekundärgasstromes sind in einer bevorzugten Ausführungsform
größer als die entsprechende Abmessungen bzw. der entsprechende Strömungsquerschnitt
des Primärgasstromes, insbesondere um wenigstens einen Faktor 2, vorzugsweise um wenigstens
einen Faktor 4 und insbesondere bis einen Faktor 10.
[0022] Die Längsabmessung des Sekundärgasstromes und/oder des Primärgasstromes ist stromabwärts
gesehen bis zum Prozessbereich vorzugsweise zwischen 0,1 m und 1,5 m gewählt.
[0023] In einer Ausführungsform weist wenigstens ein Primärgasstrom bzw. wenigstens eine
Primäraustrittsöffnung einen im Wesentlichen rechteckigen und/oder langgestreckten
und/oder langschlitzförmigen Strömungsquerschnitt auf. In einer anderen Ausführungsform
ist der Strömungsquerschnitt wenigstens eines Primärgasstromes oder wenigstens einer
Primäraustrittsöffnung in sich geschlossen um einen Innenraum verlaufend, insbesondere
ringförmig, ausgebildet. Wenigstens eine Primäraustrittsöffnung ist bevorzugt als
Düse ausgebildet.
[0024] Ein Sekundärgasstrom kann in einer besonderen Ausführungsform im Innenraum innerhalb
eines Primärgasstromes und ein weiterer Sekundärgasstrom an der vom Innenraum abgewandten
Außenseite des Primärgasstromes erzeugt werden, insbesondere in konzentrischer Anordnung.
Ferner können wenigstens zwei Primärgasströme in wenigstens einem gemeinsamen Sekundärgasstrom
eingebettet oder von diesem umgeben sein.
[0025] Im Allgemeinen sind Mittelzum Erzeugen des wenigstens einen Konditioniergasstromes
vorgesehen, die neben wenigstens eine Primäraustrittsöffnung als Austritt für den
Primärgasstrom und wenigstens einer Sekundäraustrittsöffnung als Austritt für den
Sekundärgasstrom Zuleitmittel, insbesondere wenigstens einen Zuleitkanal, zum Zuleiten
von Konditioniergas umfassen, wobei die Zuleitmittel mit der wenigstens einen Primäraustrittsöffnung
und der wenigstens einen Sekundäraustrittsöffnung in Strömungsverbindung stehen oder
bringbar sind.
[0026] Vorzugsweise ist wenigstens einen Gruppe von mehreren Sekundäraustrittsöffnungen
vorgesehen, die um die wenigstens eine oder eine Gruppe von Primäraustrittsöffnung(en)
angeordnet sind. Wenigstens eine Gruppe von Sekundäraustrittsöffnungen kann sich dabei
über einen im Wesentlichen von einem Rechteck begrenzten Bereich erstrecken und/oder
im Wesentlichen in einer gemeinsamen Gruppenebene liegen, die vorzugsweise im Wesentlichen
parallel zu einer Austrittsebene wenigstens einer Primäraustrittsöffnung liegt oder
mit dieser Austrittsebene zusammenfällt oder geneigt, insbesondere senkrecht, zu einer
Austrittsebene wenigstens einer Primäraustrittsöffnung ist.
[0027] Die Primäraustrittsöffnung(en) und die zugehörigen Sekundäraustrittsöffnung(en) wenigstens
eines Konditioniergasstromes stehen mit einem gemeinsamen Zuleitkanal in Strömungsverbindung,
so dass das Konditioniergas aus diesem Zuleitkanal sowohl den wenigstens einen Primärgasstrom
als auch den wenigstens einen Sekundärgasstrom des Konditioniergasstromes bildet.
Es sind aber auch voneinander getrennte zugehörige Zuleitkanälen zum Zuleiten jeweils
eines Konditioniergases möglich..
[0028] Die Mittel zum Erzeugen des Konditioniergasstromes umfassen zweckmäßigerweise wenigstens
ein Gehäuse, in dessen Gehäusewandung wenigstens in einem Austrittsbereich die Primäraustrittsöffnung(en)
und die Sekundäraustrittsöffnung(en) gebildet sind. In einem vom Austrittsbereich
verschiedenen, mit den Zuleitmitteln verbundenen oder an den Zuleitkanal angrenzenden
Eintrittsbereich der Gehäusewandung sind in einer Ausführungsform wenigstens eine
Primäreintrittsöffnung, die mit der oder den Primäraustrittsöffnung(en) in Strömungsverbindung
stehen oder bringbar ist, und wenigstens eine Sekundäreintrittsöffnung, die mit der
oder den Sekundäraustrittsöffnung(en) in Strömungsverbindung steht oder bringbar ist,
gebildet.
[0029] Es ist vorteilhaft, wenn der Strömungsquerschnitt der Primäreintrittsöffnung(en)
und/oder der Sekundäreintrittsöffnung(en) und dadurch der Volumenstrom des durchtretenden
Konditioniergases mittels einer, insbesondere verschiebbaren, Mengeneinstelleinrichtung
einstellbar ist.
[0030] Im Gehäuse kann wenigstens ein Primärströmungskanal gebildet sein, der die Primäreintrittsöffnung(en)
mit der oder den Primäraustrittsöffnung(en) verbindet und in dem vorzugsweise Strömungsgleichrichter
zur Gleichrichtung und/oder Vergleichmäßigung der Strömung angeordnet oder anordenbar
sind.
[0031] Das Gehäuse weist vorzugsweise an entgegengesetzten Seiten des Primärströmungskanals
zwei, insbesondere im Wesentlichen symmetrisch zum Primärströmungskanal ausgebildete,
Gehäuseteile auf, an deren Außenwänden sowohl die Sekundäreintrittsöffnung(en) als
auch die Sekundäraustrittsöffnung(en) angeordnet sind und in denen jeweils ein Sekundärströmungskanal
ausgebildet ist, der die Sekundäreintrittsöffnung(en) mit der oder den Sekundäraustrittsöffnung(en)
verbindet.
[0032] Ferner kann innerhalb des Gehäuses im Strömungsweg zwischen der oder den Sekundäreintrittsöffnung(en)
und der oder den Sekundäraustrittsöffnung(en) wenigstens ein Vorverteiler mit einer
Vielzahl von Durchtrittöffnungen angeordnet sein.
[0033] Der oder jeder Primärgasstrom und/oder der oder jeder Sekundärgasstrom sind im Allgemeinen
im Wesentlichen stationär, also zeitlich konstant, während des Konditionierens.
[0034] Mit dem Konditioniergasstrom wird im Allgemeinen wenigstens eine Konditioniergröße
in dem zugeordneten Prozessbereich eingestellt, insbesondere der Feuchtegehalt und/oder
die Temperatur und/oder die Reinheit und/oder die Keimfreiheit und/oder die Zusammensetzung
der Gasatmosphäre im Prozessbereich. Die Konditioniergröße(n) im wenigstens einen
Primärgasstrom und im zugehörigen wenigstens einen Sekundärgasstrom des Konditioniergasstromes
sind im Wesentlichen gleich eingestellt, können aber auch zueinander verschieden eingestellt
sein.
[0035] Eine bevorzugte Anwendung oder Verwendung des Verfahrens und der Vorrichtung ist
bei einem Textilerzeugungsprozess ist und/oder zum Konditionieren eines Prozessbereich
an oder innerhalb einer Textilmaschine, insbesondere einer Webmaschine, vorzugsweise
im Bereich der Webketten.
[0036] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen weiter erläutert.
Dabei wird auf die Zeichnungen Bezug genommen. Es zeigen jeweils in einer schematischen
Darstellung:
- FIG 1
- eine Prinzipskizze einer Vorrichtung zum Konditionieren zwei- er Prozessbereiche mit
jeweils einem Konditioniergasstrom,
- FIG 2
- eine Vorrichtung zum Erzeugen eines Konditioniergasstromes zum Konditionieren eines
Prozessbereiches in einer teilweise geschnittenen perspektivischen Darstellung,
- FIG 3
- eine Ausführungsform einer Vorrichtung zum Erzeugen eines aus mehreren konzentrischen
Primärgasströmen und Sekundär- gasströmen bestehenden Konditioniergasstromes in einer
An- sicht von unten,
- FIG 4
- die Ausführungsform gemäß FIG 3 in einer längs der Strö- mungsrichtung geschnittenen
Darstellung und
- FIG 5
- eine vergrößerte Ansicht des Austrittsbereichs des Primärgas- stromes der Vorrichtung
gemäß FIG 2.
Einander entsprechende Teile und Größen sind in den FIG 1 bis 5 mit denselben Bezugszeichen
versehen.
[0037] In der Ausführungsform gemäß FIG 1 ist ein Zuleitkanal 7 einer Konditioniervorrichtung
gezeigt, der horizontal verläuft und durch den in Richtung des dargestellten Pfeils
ein Konditioniergas 6 zugeleitet wird, das mit einer Konditioniergröße K konditioniert
ist. An der Unterseite des Zuleitkanals 7 sind oberhalb zweier getrennter Prozessbereiche
5 und 5' einer nicht weiter dargestellten Prozessanlage, in denen Prozesse oder Teilprozesse
durchgeführt werden, jeweils ein Gehäuse 10 bzw. 10' der Konditioniervorrichtung angeordnet.
[0038] An einer dem Zuleitkanal 7 zugewandten Oberseite des Gehäuses 10 und 10' sind Eintrittsöffnungen
gebildet, durch die Konditioniergas 6 in das Gehäuse 10 bzw. 10' eintreten kann. Beim
Gehäuse 10 sind eine Primäreintrittöffnung mit 23 und Sekundäreintrittsöffnungen mit
26 bezeichnet. Bei dem Gehäuse 10' sind die Eintrittöffnungen nicht weiter spezifiziert.
An einer nach unten gerichteten Unterseite der Gehäuse 10 bzw. 10' sind Austrittsöffnungen
vorgesehen, aus denen das Konditioniergas 6 nach unten zu dem zugehörigen Prozessbereich
5 bzw. 5' hin austritt. Diese Austrittsöffnungen umfassen in FIG 1 jeweils eine zentrale
Primäraustrittsöffnung 13 bzw. 13' und diese Primäraustrittsöffnung 13 bzw. 13' umgebende
Sekundäraustrittsöffnungen 14 bzw. 14' am Gehäuse 10 bzw. 10'.
[0039] Die Primäreintrittsöffnung 23 an der Oberseite des Gehäuses 10 ist zur Weiterleitung
des aus dem Zuleitkanal 7 durch sie durchtretenden Konditioniergases 6 zur Primäraustrittsöffnung
13 hin mit der Primäraustrittsöffnung 13 an der Unterseite des Gehäuses 10 über einen
zentralen schlitzförmigen Primärströmungskanal 15 verbunden und weist gemäß FIG 1
dieselbe Breite auf wie die Primäraustrittsöffnung 13. Die Sekundäreintrittsöffnungen
24 des Gehäuses 10 sind mit den Sekundäraustrittöffnungen 14 über einen oder mehrere
Sekundärströmungskanäle 16 zum Weiterleiten des Konditioniergases 6 verbunden.
[0040] Die Strömungsführung und Gestaltung der Auslässe für das Konditioniergas 6 im Gehäuse
10 bzw. 10' sind nun so gewählt, dass aus der Primäraustrittsöffnung 13 bzw. 13' ein
schnell fließender Primärgasstrom 3 bzw. 13' austritt, der gemäß der mit einem Pfeil
gekennzeichneten Strömungsgeschwindigkeit VP bzw. VP' nach unten auf den Prozessbereich
5 bzw. 5' gerichtet ist, und aus den vielen kleinen Sekundäraustrittsöffnungen 14
bzw. 14' ein Sekundärgasstrom 4 bzw. 4' austritt, der den Primärgasstrom 3 bzw. 3'
ringsum umgibt und mit einer wesentlich geringeren Strömungsgeschwindigkeit VS bzw.
VS' strömt als der Primärgasstrom 3 bzw. 3'.
[0041] Der Primärgasstrom 3 wird durch Einstellung der Strömungsgeschwindigkeit VP in Abhängigkeit
von dem verwendeten Konditioniergas 6 als turbulente Strömung eingestellt. Die Primäraustrittsöffnung
13 und die Primäreintrittsöffnung 23 bilden vorzugsweise zusammen mit dem sie verbindenden
Primärströmungskanal 15 eine Düse, insbesondere eine Schlitzdüse. Der den Primärgasstrom
3 umgebende Sekundärgasstrom 4 wird als diffuse Strömung oder wenigstens teilweise
laminare Strömung erzeugt. Die mittlere Strömungsgeschwindigkeit VS bzw. VS' des Sekundärgasstromes
4 bzw. 4' wird insbesondere aufgrund des hohen Strömungswiderstands der Sekundäraustrittsöffnungen
14 bzw. 14' und der Verwirbelung im Sekundärströmungskanal 16 niedrig gehalten und
insbesondere kleiner als VP bzw. VP'.
[0042] Die Strömungsgeschwindigkeit VP des Primärgasstromes 3 wird üblicherweise zwischen
6 m/s und 20 m/s eingestellt. Die Strömungsgeschwindigkeit VS des Sekundärgasstromes
4 liegt deutlich darunter, üblicherweise bei 0,1 m/s bis 2 m/s.
[0043] Aufgrund seiner hohen Strömungsgeschwindigkeit VP bzw. VP' führt der Primärgasstrom
3 bzw. 3' den langsameren Sekundärgasstrom 4 bzw. 4' infolge der dadurch bewirkten
Sogwirkung oder Induktion mit, so dass der Sekundärgasstrom 4 bzw. 4' trotz seines
zunächst wesentlich ungerichteteren Charakters dennoch eine Richtcharakteristik erhält
und im Wesentlichen parallel zum Primärgasstrom 3 bzw. 4' mitgeführt wird.
[0044] Der Primärgasstrom 3 bzw. 3' bleibt aufgrund der hohen Strömungsgeschwindigkeit VP
bzw. VP' relativ gebündelt oder divergiert nur wenig. Der Sekundärgasstrom 4 bzw.
4' konvergiert zunächst aufgrund der strömungsdynamischen Bedingungen bis zu einem
Verengungsbereich 20 bzw. 20' und weitet sich dann wieder auf (oder: divergiert).
Der aus Primärgasstrom 3 bzw. 3' und Sekundärgasstrom 4 bzw. 4' zusammengesetzte Konditioniergasstrom
2 bzw. 2' wird nun so eingestellt, dass die Verengungsstelle oder der Verengungsbereich
20 bzw. 20' im Prozessbereich 5 bzw. 5' zu liegen kommt, die Länge 1 bzw. 1' des Konditioniergasstromes
2 bzw. 2' von den Austrittsöffnungen 13 bzw. 13' und 14 bzw. 14' in Strömungsrichtung
zum Prozessbereich 5 bzw. 5' also einen konvergierenden Bereich des Sekundärgasstromes
4 bzw. 4' abdeckt. Den Prozessbereich 5 bzw. 5' in den fokussierten Bereich bzw. Verengungsbereichs
20 bzw. 20' des Konditioniergasstromes 2 bzw. 2' zu legen hat den Vorteil einer genaueren
Einstellung der Konditioniergröße K. Der Verengungsbereich 20 stellt in den meisten
Anwendungen den maximalen Abstand 1 bzw. 1' zwischen Luftauslass und Prozessbereich
5 dar, bei dem die unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten VP und VS von Primärgasstrom
3 und Sekundärgasstrom 4 noch wirksam werden.
[0045] Der Druckunterschied zwischen dem Zuleitkanal 7 und dem stromabwärts gelegenen Bereich,
in den der Konditioniergasstrom 2 bzw. 2' strömt, insbesondere im Prozessbereich 5
bzw. 5' wird typischerweise zwischen 100 Pa und 500 Pa.
eingestellt und ist abhängig von der konkreten Ausführungsform der Strömungsführung
und der Strömungsauslässe im Gehäuse 10 bzw. 10' sowie den gewünschten Strömungsgeschwindigkeiten
VP bzw. VP' und VS bzw. VS' für den Primärgasstrom 3 bzw. 3' und den Sekundärgasstrom
4 bzw. 4'.
[0046] Es wird also ein Doppelgasstrom mit unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten
mit einer innenliegenden Schlitzdüse und äußerem, die Schlitzdüse umgebenden Diffusauslass
erzeugt. Der Primärgasstrom 3 bzw. 3' dient als Stützstrahl für den Sekundärgasstrom
4 bzw. 4'. Durch die hohe Strömungsgeschwindigkeit VP bzw. VP' des Primärgasstromes
3 bzw. 3' reinigt dieser den angeblasenen Prozessbereich 5 bzw. 5' und darin befindliche
Prozessanlagenteile oder Maschinenteile oder zu verarbeitende Produkte von Staubablagerungen.
Ferner stabilisiert der Primärgasstrom 3 bzw. 3' die eingestellte Richtung des gesamten
Konditioniergasstromes 2 bzw. 2' und erhöht die Eindringtiefe des ihn umgebenden,
diffusen Sekundärgasstromes 4 bzw. 4'. Der diffuse und mit geringer Strömungsgeschwindigkeit
VS austretende Sekundärgasstrom 4 verhindert dagegen die Induktion von nicht konditionierter
Umgebungsluft 28 und vermindert insbesondere den Eintritt von Staubpartikeln aus der
Umgebungsluft 28 in den Konditioniergasstrom 2 bzw. 2'.
[0047] Wie in FIG 1 angedeutet, können beliebig viele Prozessbereiche 5, 5' oder Maschinenzonen
durch in der Vorrichtung integrierte Verteilorgane wie die Gehäuse 10 bzw. 10' mit
konditioniertem Gas versorgt werden.
[0048] FIG 2 zeigt nun eine konkrete Ausführungsform einer Vorrichtung zum Konditionieren
eines Prozessbereiches 5 mit einem langgestreckten Gehäuse 10 zum Erzeugen eines langgestreckten
Konditioniergasstromes 2. Das Gehäuse 10 umfasst zwei symmetrisch bezüglich einer
Mittelebene M (die in FIG 2 nur als Mittelachse M im vorderen Querschnitt dargestellt
ist) angeordnete und ausgebildete Gehäuseteile 17 und 18, die im Bereich der Mittelebene
M durch einen Primärströmungskanal 15, der als Längsschlitz ausgebildet ist, voneinander
getrennt sind.
[0049] Es ist wieder ein Zuleitkanal 7 für Konditioniergas 6 oberhalb des Gehäuses 10 angeordnet.
Auf den dem Zuleitkanal 7 zugewandten oberen Flachseiten der Gehäuseteile 17 und 18
ist eine den Primärströmungskanal 15 überdeckende, plattenförmige Mengeneinstelleinrichtung
30 angeordnet. Die beiden Gehäuseteile 17 und 18 werden mit den Seitenteilen des Gehäuses
verbunden oder integriert.
[0050] Die Mengeneinstelleinrichtung 33 umfasst eine zentrale, oberhalb des Primärströmungskanals
15 zwischen den beiden Gehäuseteilen 17 und 18 verlaufende Schlitzreihe mit linear
hintereinander und unter Abstand zueinander angeordneten schlitzförmigen Primäreintrittsöffnungen
23 und an beiden Seiten der Reihe der Primäreintrittsöffnungen 23 jeweils eine dazu
parallele Reihe von voneinander beabstandeten hintereinander angeordneten Sekundäreintrittsöffnungen
24. Die Sekundäreintrittsöffnungen 24 sind in FIG 2 rund und mit jeweils einer Stauplatte
34 versehen. Über die geöffneten Sekundäreintrittsöffnungen gelangt von dem Zuleitkanal
7 eine durch den Strömungsquerschnitt dieser offenen Sekundäreintrittsöffnungen 24
festgelegte Menge (Volumenstrom oder Massenstrom) von Konditioniergas 6 in jeweils
einen Sekundärströmungskanal 16 innerhalb des zugehörigen Gehäuseteils 17 und 18,
wie durch die Pfeile teilweise angedeutet.
[0051] Das durch die Sekundäreintrittsöffnungen 24 eingetretene Konditioniergas 6 wird durch
einen, insbesondere als Lochblech ausgebildeten, Vorverteiler 19 mit einzelnen Öffnungen
in einen weiteren Sekundärströmungsraum 36 innerhalb des Gehäuseteils 17 bzw. 18 geführt
und gelangt anschließend über an der seitlichen und unteren Außenwand des Gehäuses
10 bzw. der Gehäuseteile 17 und 18 der Gehäusewandung 11 angeordnete Sekundäraustrittsöffnungen
14 als Sekundärgasstrom 4 nach außen, wie durch die Strömungspfeile angedeutet.
[0052] Die durch die Primäreintrittsöffnungen 23 aus dem Zuleitkanal 7. einströmende Strömung
des Konditioniergases 6 wird in dem Primärströmungskanal 15 ausgerichtet und strömt
in einer fest durch den Primärströmungskanal 15 vorgegebenen Richtung, die im Beispiel
der FIG 2 nach unten, das heißt parallel zur Schwerkraft, gerichtet ist, aus der Primäraustrittsöffnung
13 als Primärgasstrom 3 aus. In dem Primärströmungskanal 15 sind vorzugsweise Gleichrichter
angeordnet, die die Strömung entlang der Hauptströmungsrichtung gleichrichten, beispielsweise
eine Anordnung von nebeneinander angeordneten, beispielsweise rechteckigen Rohren,
die durch Wände voneinander getrennt sind.
[0053] Die Mengeneinstellung erfolgt vorzugsweise durch Verschieben der Mengeneinstelleinrichtung
33, und zwar beim Sekundärgasstrom 4 in Längsrichtung und beim Primärgasstrom 3 in
Querrichtung und die dadurch bewirkte Veränderung des Strömungsquerschnittes der Sekundäreintrittsöffnungen
24 bzw. Primäreintrittsöffnungen 23.
[0054] FIG 5 zeigt den Austritt des Primärgasstromes 3 aus der Primäraustrittsöffnung 13
gemäß FIG 2 in einer vergrößerten und detaillierteren Ansicht.
[0055] Der Primärgasstrom 3 wird gemäß FIG 2 und 5 unmittelbar nach Austreten aus der Primäraustrittsöffnung
13 in einen inneren Primärteilstrom 31 und in einen äußeren Primärteilstrom 32 aufgeteilt.
Der innere Teilstrom 31 strömt durch einen sich an die Primäraustrittsöffnung 13 anschließenden
Primärteilstromkanal 27, im Beispiel der FIG 2 nach unten, entlang seiner Hauptströmungsrichtung
weiter und tritt dann versetzt zu dem zugleich an der Außenseite des Primärteilstromkanals
27 entlang strömenden äußeren Teilstrom 32 an dem von der Primäraustrittsöffnung 13
abgewandten Mündungsbereich oder Primärteilstromaustritt 29 aus und vereinigt sich
dann wieder mit dem äußeren Teilstrom 32 zu einem einheitlichen Primärgasstrom 3.
Die diffus aus den Sekundäraustrittsöffnungen 14 ausgetretene Strömung des Konditioniergases
6 bildet einen (diffusen) Sekundärgasstrom 4, der von der Richtwirkung des Primärgasstromes
3 ebenfalls nach unten ausgerichtet wird und den Primärgasstrom 3 einhüllt. Die Kombination
aus Primärgasstrom 3 und 4 bildet wieder einen Konditioniergasstrom 2, der, insbesondere
im Bereich der Verengung 20, dem zu konditionierenden Prozessbereich 5 zugeführt wird.
[0056] Neben der in FIG 2 dargestellten schlitzförmigen Primäraustrittsöffnung 13 und der
entsprechend langgestreckten rechteckigen Strömungsführung des Primärgasstromes 3
und des gesamten Konditioniergasstromes 2 sind auch andere Topologien des Konditioniergasstromes
2 mit unterschiedlich angeordneten oder unterschiedlichen Anzahlen von Primärgasströmen
und Sekundärgasströmen möglich.
[0057] FIG 3 und 4 zeigen in zwei verschiedenen Ansichten ein Ausführungsbeispiel mit konzentrisch
angeordneten Primärgasströmen und Sekundärgasströmen bzw. Primäraustrittsöffnungen
und Sekundäraustrittsöffnungen.
[0058] Aus einer zentralen Primäraustrittsöffnung 13 tritt durch einen Primärströmungskanal
15 geströmtes Konditioniergas 6 als zentraler Primärgasstrom 3 aus. Die zentrale Primäraustrittsöffnung
13 und der zentrale Primärgasstrom 3 haben einen im Wesentlichen kreisscheibenförmigen
Querschnitt. Die Primäraustrittsöffnung 13 ist umgeben von einer Vielzahl von Sekundäraustrittsöffnungen
21, die einen den zentralen Primärgasstrom 3 umgebenden ersten Sekundärgasstrom 4
erzeugen, der einen im Wesentlichen ringförmigen Strömungsquerschnitt hat.
[0059] Um die Sekundäraustrittsöffnung 21 ist nun wiederum konzentrisch zur zentralen Primäraustrittsöffnung
13 eine Ringspaltöffnung oder in sich geschlossene Primäraustrittsöffnung 12 vorgesehen.
Die Primäraustrittsöffnung 12 ist über einen ringförmigen Primärströmungskanal 25
mit dem Zuleitkanal 7 verbunden und erzeugt einen ringförmigen Primärgasstrom 8, der
den inneren Sekundärgasstrom 4 umschließt. Dieser zweite Primärgasstrom 8 wird nun
wiederum von einem äußeren Sekundärgasstrom 9 umhüllt, der mittels die zweite Primäraustrittsöffnung
12 umgebenden äußeren Sekundäraustrittsöffnungen 22 erzeugt wird. Die äußeren Sekundäraustrittsöffnungen
22 sind ähnlich wie in FIG 2 über jeweils einen Sekundärströmungskanal 26 im Gehäuse
10 und nicht weiter bezeichnete Eintrittsöffnungen und Sekundärteintrittsöffnungen
mit dem Zuleitkanal 7 verbunden.
[0060] Bei dieser Ausführungsform können die beiden Primärgasströme 3 und 8 verschiedene
Bereiche im Prozessbereich 5 abdecken und eine verbesserte Reinigungswirkung oder
Abblaswirkung erzielt werden. Außerdem wird der innere Sekundärgasstrom 4 zwischen
den beiden Primärgasströmen 3 und 8 sehr gut geführt und kann somit eine praktisch
verlustfreie oder praktisch nicht abgeschwächte Konditionierung im Prozessbereich
5 bewirken.
[0061] Der Primärteilstromkanal 27 kann in einer nicht dargestellten Ausführungsform um
ein Drehgelenk oder Drehlager schwenkbar sein. Die Schwenkachse ist dabei im Bereich
der Primäraustrittsöffnung 13 angesiedelt. Dadurch ist es möglich, den Primärgasstrom
3 in einem Raumwinkelbereich zu schwenken und dadurch diesen Bereich mit dem Primärgasstrom
3 zu beströmen. Somit kann ein größerer Bereich im Prozessbereich 5 mit der Konditionierwirkung
des Primärgasstromes 3, beispielsweise zum Abblasen von Staub, beaufschlagt werden.
Der Sekundärgasstrom 4 wird dabei durch die Richtstrahlcharakteristik des Primärgasstromes
3 bei der Schwenkbewegung mitgeführt.
[0062] Auch in der Ausführungsform gemäß FIG 3 und 4 wäre es auch möglich, einen Primärteilstromkanal
wie in FIG 2 als Verlängerung des Primärströmungskanals 15 vorzusehen. In dieser Ausführungsform
könnte der Primärteilstromkanal auch in einem Kugelgelenk oder dergleichen in zwei
Winkelrichtungen, also sphärisch in einem Raumwinkelbereich geschwenkt werden.
[0063] Das für das Konditioniergas 6 verwendete Gas ist in allen Ausführungsformen in der
Regel Luft oder ein der Zusammensetzung von Luft sehr ähnliches Gas, wobei üblicherweise
Luft aus einem Außenraum oder der Erdatmosphäre entnommen, gereinigt und nach Beaufschlagung
mit der Konditioniergröße (Konditionierung) in den Zuleitkanal 7 geleitet wird.
[0064] Die mit dem Konditioniergasstrom 2 gemäß der Erfindung, insbesondere in den dargestellten
Ausführungsformen, ermöglichte Konditionierung eines Prozessbereiches 5 oder einer
prozessrelevanten Zone wird abhängig von dem in diesem Prozessbereich 5 ablaufenden
Prozess, insbesondere den dort durchlaufenden Produkten oder einzustellenden Prozessbedingungen
(Prozesskonditionen), gewählt und kann prinzipiell jede mit einem Gasstrom erreichbare
Konditionierung eines Prozesses oder eines Prozessbereiches sein.
[0065] Mögliche Konditionierungen und zugehörigen Konditioniergrößen, die einzeln oder in
beliebiger Kombination verwendet werden können, sind:
- Das Befeuchten oder Trocknen eines Prozessbereiches oder Produktes in diesem Prozessbereich.
Konditioniergröße ist dann der Flüssigkeitsgehalt, insbesondere Wassergehalt, in dem
Konditioniergas und dem Prozessbereich, insbesondere die absolute oder relative Feuchte.
- Das Entstauben von Oberflächen von Anlagen oder Maschinenteilen oder Prozessprodukten
oder -vorprodukten. Konditioniergröße ist hier die Staubkonzentration an den Oberflächen
oder die Strömungsgeschwindigkeit des den Staub abblasenden Gasstromes.
- Das Kühlen oder Erwärmen eines Prozessbereiches. Konditioniergröße ist dann die Temperatur
im Prozessbereich.
- Das Einstellen einer bestimmten Gasatmosphäre. Konditioniergröße ist dann die Zusammensetzung
des Konditioniergases aus verschiedenen Gasen oder Elementen.
Bezugszeichenliste
[0066]
- 1
- Konditioniervorrichtung
- 2
- Konditioniergasstrom
- 3, 3'
- Primärgasstrom
- 4, 4'
- Sekundärgasstrom
- 5, 5'
- Prozessbereich
- 6
- Konditioniergas
- 7
- Zuleitkanal
- 8
- Primärgasstrom
- 9
- Sekundärgasstrom
- 10, 10'
- Gehäuse
- 11
- Gehäusewandung
- 12
- Primäraustrittsöffnung
- 13, 13'
- Primäraustrittsöffnung
- 14, 14'
- Sekundäraustrittsöffnungen
- 15
- Primärströmungskanal
- 16
- Sekundärströmungskanal
- 17, 18
- Gehäuseteil
- 19
- Vorverteiler
- 20, 20'
- Verengung
- 21, 22
- Sekundäraustrittsöffnungen
- 23
- Primäreintrittsöffnungen
- 24
- Sekundäreintrittsöffnungen
- 25
- Primärströmungskanal
- 26
- Sekundärströmungskanal
- 27
- Primärteilstromkanal
- 28
- Umgebungsluft
- 29
- Primärteilstromaustritt
- 30
- Mengeneinstelleinrichtung
- 31,32
- Teilstrom
- 34
- Stauplatte
- 36
- Sekundärströmungsraum
- VS
- Strömungsgeschwindigkeit
- VP
- Strömungsgeschwindigkeit
- K
- Konditioniergröße
- l, l'
- Länge
1. Verfahren zum Konditionieren wenigstens eines Prozessbereichs, bei dem
a) dem oder jedem Prozessbereich wenigstens ein Konditioniergasstrom (2) zugeführt
wird, dadurch gekennzeichnet, dass dieser
b) wenigstens eine Konditioniergasstrom
b1) wenigstens einen Primärgasstrom (3) und
b2) wenigstens einen Sekundärgasstrom (4) umfasst,
b3) wobei der Sekundärgasstrom den Primärgasstrom im Wesentlichen vollständig umgibt
und
c) der Primärgasstrom eine wenigstens im Mittel höhere Strömungsgeschwindigkeit aufweist
als der Sekundärgasstrom.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der oder jeder Primärgasstrom wenigstens teilweise
turbulent ist und/oder bei dem der oder jeder Sekundärgasstrom wenigstens teilweise
diffus und/oder wenigstens teilweise laminar ist
und/oder
bei dem die mittlere Strömungsgeschwindigkeit des Primärgasstromes wenigstens zweimal,
insbesondere wenigstens fünfmal und vorzugsweise wenigstens zehnmal höher ist als
die mittlere Strömungsgeschwindigkeit des Sekundärgasstromes
und/oder
bei dem die mittlere Strömungsgeschwindigkeit des oder jedes Primärgasstromes, zumindest
bei dessen Austritt oder stromaufwärts gelegenen Ende, zwischen etwa 6 m/s und etwa
20 m/s eingestellt wird und/oder bei dem die mittlere Strömungsgeschwindigkeit des
oder jedes Sekundärgasstromes, zumindest bei dessen Austritt oder stromaufwärts gelegenen
Ende, zwischen etwa 0,1 m/s und etwa 2 m/s eingestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei dem der Primärgasstrom entlang einer
vorgegebenen oder vorgebbaren Hauptströmungsrichtung eingestellt wird und/oder bei
dem der Primärgasstrom den Sekundärgasstrom wenigstens annähernd parallel zum Primärgasstrom
und/oder entlang der eingestellten Hauptströmungsrichtung ausrichtet und/oder stabilisiert.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Sekundärgasstrom
die Induktion von nicht-konditionierter Umgebungsluft durch den Primärgasstrom vermindert,
insbesondere praktisch verhindert und/oder bei dem der Primärgasstrom aus wenigstens
einer Primäraustrittsöffnung, insbesondere einer Primärdüse, austritt und der Sekundärgasstrom
aus wenigstens einer die Primäröffnung(en) umgebenden Sekundäraustrittöffnung austritt,
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Primärgasstrom
in einen inneren Teilstrom und wenigstens einen äußeren Teilstrom aufgeteilt wird,
wobei der Sekundärgasstrom zusammen mit dem äußeren Teilstrom des Primärgasstromesgeleitet
wird und den äußeren Teilstrom im Wesentlichen vollständig umgibt und der innere Teilstrom
des Primärgasstromes zunächst innerhalb wenigstens eines Strömungskanals getrennt
vom äußeren Teilstrom geführt wird und stromabwärts wieder mit dem äußeren Teilstrom
vereinigt wird, wobei vorzugsweise der wenigstens ein äußere Teilstrom des Primärgasstromes
wenigstens teilweise an der Außenseite des Strömungskanals für den inneren Teilstrom
entlang strömt und/oder wobei vorzugsweise die Strömungsrichtung des inneren Teilstroms
des Primärgasstromes im Strömungskanal zumindest beim Austritt aus dem Strömungskanal
im Wesentlichen der Hauptströmungsrichtung des Primärgasstromes nach Vereinigung von
innerem Teilstrom und äußerem Teilstrom entspricht.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Primärgasstrom
oder der innere Teilstrom des Primärgasstromes oder der Strömungskanal innerhalb eines
vorgegebenen Raumwinkelbereiches einstellbar ist oder eingestellt oder bewegt wird,
wobei vorzugsweise der Primärgasstrom oder dessen innerer Teilstrom oder der Strömungskanal
innerhalb des vorgegebenen Raumwinkelbereiches fortlaufend oder periodisch bewegt,
insbesondere verschwenkt wird oder pendelnd oder kreisend bewegt wird und/oder wobei
vorzugsweise der zu konditionierende oder konditionierte Prozessbereich innerhalb
des vom Primärgasstrom oder dessen inneren Teilstrom erfassten Raumwinkelbereiches
liegt.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem, stromabwärts
gesehen, der Konditioniergasstrom in seinem Strömungsquerschnitt zunächst abnimmt
bis zu einem Verengungsbereich, in dem der Konditioniergasstrom den kleinsten Strömungsquerschnitt
aufweist, und sich dann wieder aufweitet, wobei vorzugsweise der Verengungsbereich
des Konditioniergasstromes im zu konditionierenden oder konditionierten Prozessbereich
liegt.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Abmessungen
des Sekundärgasstromes von dem Primärgasstrom nach außen gemessen oder der Strömungsquerschnitt
des Sekundärgasstromes größer ist als die entsprechende Abmessung bzw. der entsprechende
Strömungsquerschnitt des Primärgasstromes, insbesondere um wenigstens einen Faktor
2, vorzugsweise um wenigstens einen Faktor 4 und insbesondere bis einen Faktor 10,
und/oder bei dem die Länge des Sekundärgasstromes und/oder des Primärgasstromes stromabwärts
gesehen bis zum Prozessbereich zwischen 0,1 m und 1,5 m beträgt
und/oder
bei dem wenigstens ein Primärgasstrom einen im Wesentlichen rechteckigen und/oder
langgestreckten Strömungsquerschnitt aufweist und/oder bei dem wenigstens ein Primärgasstrom
einen Strömungsquerschnitt aufweist, der in sich geschlossen um einen Innenraum verlaufend,
insbesondere ringförmig, ausgebildet ist, wobei vorzugsweise ein Sekundärgasstrom
im Innenraum innerhalb des Primärgasstromes und ein weiterer Sckundargasstrom an der
vom Innenraum abgewandten Außenseite des Primärgasstromes verläuft.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem wenigstens
ein Primärgasstrom und wenigstens zwei Sekundärgasströme im Wesentlichen konzentrisch
zueinander angeordnet sind und/oder bei dem wenigstens zwei Primärgasströme in wenigstens
einem gemeinsamen Sekundärgasstrom eingebettet oder von diesem umgeben sind
und/oder bei dem der oder jeder Primärgasstrom und/oder der oder jeder Sekundärgasstrom
im Wesentlichen stationär sind.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem mit dem Konditioniergasstrom
wenigstens eine Konditioniergröße in dem zugeordneten Prozessbereich eingestellt wird,
wobei vorzugsweise als Konditioniergröße(n) der Feuchtegehalt und/oder die Temperatur
und/oder die Reinheit und/oder die Keimfreiheit und/oder die Zusammensetzung der Gasatmosphäre
im Prozessbereich eingestellt werden bzw. wird und/oder wobei vorzugsweise die Konditioniergröße(n)
im wenigstens einen Primärgasstrom und im zugehörigen wenigstens einen Sekundärgasstrom
des Konditioniergasstromes im Wesentlichen gleich oder zueinander verschieden eingestellt
sind oder werden.
11. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Prozess
ein Textilerzeugungsprozess ist und/oder der Prozessbereich an oder innerhalb einer
Textilmaschine, insbesondere einer Webmaschine, vorzugsweise im Bereich der Webketten,
angeordnet ist.
12. Vorrichtung zum Konditionieren wenigstens eines Prozessbereichs, insbesondere zum
Durchführen eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 11, umfassend
a) Mittel zum Erzeugen wenigstens eines Konditioniergasstromes, der dem der jedem
Prozessbereich zuführbar oder zugeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass dieser
b) wenigstens eine Kondmontergasstrom
b1) wenigstens einen Primärgasstrom und
b2) wenigstens einen Sekundärgasstrom umfasst,
b3) wobei der Sekundärgasstrom den Primärgasstrom im Wesentlichen vollständig umschließt
und
c) wobei der wenigstens eine Primärgasstrom eine wenigstens im Mittel höhere Strömungsgeschwindigkeit
aufweist als der zugehörige wenigstens eine Sekundärgasstrom.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, bei der die Mittel zum Erzeugen des wenigstens einen
Konditioniergasstromes
a) Zuleitmittel zum Zuleiten von Konditioniergas,
b) wenigstens eine Primätaustrittsöffnung als Austritt für den Primärgasstrom und
c) wenigstens eine Sekundäraustrittsöffnung als Austritt für den Sekundärgasstrom
umfassen,
d) wobei die Zuleitmittel mit der wenigstens einen Primäraustrittsöffnung und der
wenigstens einen Sekundäraustrittsöffnung in Strömungsverbindung stehen oder bringbar
sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, bei der wenigstens eine Primäraustrittsöffnung schlitzförmig
ausgebildet ist und/oder langgestreckt und/oder rechteckig ausgebildet ist oder wenigstens
annähernd ringförmig ausgebildet ist und/oder als Düse ausgebildet ist.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 14, bei der wenigstens eine
Gruppe von mehreren Sekundäraustrittsöffnungen vorgesehen ist, die um die wenigstens
eine Primäraustrittsöffnung angeordnet sind, wobei vorzugsweise wenigstens eine Gruppe
von Sekundäraustrittsöffnungen sich über einen im Wesentlichen von einem Rechteck
begrenzten Bereich erstreckt und/oder alle Sekundäraustrittsöffnungen wenigstens einer
Gruppe von Sekundäraustrittsöffnungen im Wesentlichen in einer Gruppenebene liegen,
wobei vorzugsweise die Gruppenebene wenigstens einer Gruppe von Sekundäraustrittsöffnungen
im Wesentlichen parallel zu einer Austrittsebene wenigstens einer Primäraustrittsöffnung
liegt oder mit dieser Austrittsebene zusammenfällt und/oder vorzugsweise die Gruppenebene
wenigstens einer Gruppe von Sekundäraustrittsöffnungen geneigt, insbesondere senkrecht,
zu einer Austrittsebene wenigstens einer Primäraustrittsöffnung ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder einem der auf Anspruch 13 rückbezogenen Ansprüche,
bei der die Zuleitmittel wenigstens einen Zuleitkanal zum Führen des Konditioniergases
umfassen und bei der vorzugsweise die Primäraustrittsöffnung(en) und die zugehörigen
Sekundäraustrittsöffnung(en) wenigstens eines Konditioniergasstromes mit einem gemeinsamen
Zuleitkanal in Strömungsverbindung stehen oder bringbar sind, so dass das Konditioniergas
aus diesem Zuleitkanal sowohl den wenigstens einen Primärgasstrom als auch den wenigstens
einen Sekundärgasstrom des Konditioniergasstromes bildet, und/oder vorzugsweise die
Primäraustrittsöffnung(en) und die zugehörigen Sekundärausttittsöffnung(en) wenigstens
eines Konditioniergasstromes mit voneinander getrennten zugehörigen Zuleitkanälen
zum Zuleiten jeweils eines Konditioniergases in Strömungsverbindung stehen oder bringbar
sind, so dass das Konditioniergas aus einem Zuleitkanal den wenigstens einen Primärgasstrom
und das Konditioniergas aus dem anderen Zuleitkanal den wenigstens einen Sekundärgasstrom
des Konditioniergasstromes bildet.
17. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder einem der auf Anspruch 13 rückbezogenen Ansprüche,
bei der die Mittel zum Erzeugen des Konditioniergasstromes wenigstens ein Gehäuse
umfassen, in dessen Gehäusewandung wenigstens in einem Austrittsbereich die Primäraustrittsöffnung(en)
und die Sekundätaustrittsöffnung(en) gebildet sind, wobei vorzugsweise in einem vom
Austrittsbereich verschiedenen, mit den Zuleitmitteln verbundenen oder an den Zuleitkanal
angrenzenden Eintrittsbereich der Gehäusewandung wenigstens eine Primäteinttittsöffnung,
die mit der oder den Primäraustrittsöffnung(en) in Strömungsverbindung stehen oder
bringbar ist, und wenigstens eine Sekundäreintrittsöffnung, die mit der oder den Sekundäraustrittsöffnung(en)
in Strömungsverbindung steht oder bringbar ist, gebildet sind wobei vorzugsweise durch
Verändern des Strömungsquerschnittes der Primäreintrittsöffnung(en) und/oder der Sekundäreinttittsöffnung(en)
mittels einer, insbesondere verschiebbaren, Mengeneinstelleinrichtung der Volumenstrom
des durchtretenden Konditioniergases einstellbar ist und/oder wobei vorzugsweise im
Gehäuse wenigstens ein Primärströmungskanal gebildet ist, der die Primäreintrittsöffnung(en)
mit der oder den Primäraustrittsöffnung(en) verbindet, wobei vorzugsweise im Primärströmungskanal
Strömungsgleichrichter zur Gleichrichtung und/oder Vergleichmäßigung der Strömung
angeordnet oder anordenbar sind und/oder wobei vorzugsweise das Gehäuse an entgegengesetzten
Seiten des Primärströmungskanals zwei, insbesondere im Wesentlichen symmetrisch zum
Primärströmungskanal ausgebildete, Gehäuseteile aufweist, an deren Außenwänden sowohl
die Sekundäreintrittsöffnung(en) als auch die Sekundäraustrittsöffnung(en) angeordnet
sind und in denen jeweils ein Sekundärströmungskanal ausgebildet ist, der die Sekundäreintrittsöffnung(en)
mit der oder den Sekundäraustrittsöffnung(en) verbindet, und/oder wobei vorzugsweise
innerhalb des Gehäuses im Strömungsweg zwischen der oder den Sekundäreintrittsöffnung(en)
und der oder den Sekundäraustrittsöffnung(en) wenigstens ein Vorverteiler mit einer
Vielzahl von Durchtrittöffnungen angeordnet ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder einem der auf Anspruch 13 rückbezogenen Ansprüche,
bei der die Mittel zum Erzeugen des Konditioniergasstromes wenigstens einen sich an
wenigstens eine innere Primäraustrittsöffnung stromabwärts anschließenden Primärteilstromkanal
zum Führen eines inneren Teilstromes des Primärgasstromes innerhalb des Primärteilstromkanals,
umfassen, wobei vorzugsweise wenigstens eine weitere äußere Primäraustrittsöffnung
vorgesehen ist, die außerhalb des Eintrittsbereichs des Primärteilstromkanals angeordnet
ist, derart, dass ein aus dieser oder diesen äußeren Primäraustrittsöffnung(en) austretender
äußerer Teilstrom des Primärgasstromes an einer Außenseite des Primärteilstromkanals
entlang strömt und/oder wobei vorzugsweise der Primärteilstromkanal wenigstens annähernd
geradlinig oder eben entlang einer Hauptströmungsrichtung verläuft und/oder Primärteilstromkanal
innerhalb eines Raumwinkelbereichs und/oder hinsichtlich seiner in Strömungsrichtung
verlaufenden Länge einstellbar ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18 mit einem Antrieb zum, insbesondere periodischen und/oder
pendelnden und/oder kreisenden Bewegen des Primärteilstromkanals innerhalb eines Raumwinkelbereichs.
1. Method for conditioning at least one process region, in which
a) at least one conditioning gas stream (2) is fed to the or each process region,
characterized in that
b) this at least one conditioning gas stream comprises
b1) at least one primary gas stream (3) and
b2) at least one secondary gas stream (4),
b3) the secondary gas stream substantially completely surrounding the primary gas
stream and
c) the primary gas stream having a flow velocity, at least on average, higher than
the secondary gas stream.
2. Method according to Claim 1, in which the or each primary gas stream is at least partially
turbulent and/or in which the or each secondary gas stream is at least partially diffuse
and/or at least partially laminar
and/or
in which the average flow velocity of the primary gas stream is at least twice, in
particular at least five times and preferably at least ten times higher than the average
flow velocity of the secondary gas stream
and/or
in which the average flow velocity of the or each primary gas stream, at least at
its outlet or upstream end, is set between about 6 m/s and about 20 m/s
and/or
in which the average flow velocity of the or each secondary gas stream, at least at
its outlet or upstream end, is set between about 0.1 m/s and about 2 m/s.
3. Method according to Claim 1 or Claim 2, in which the primary gas stream is set along
a predefined or pre-definable main flow direction and/or in which the primary gas
stream aligns and/or stabilises the secondary gas stream at least approximately parallel
to the primary gas stream and/or along the set main flow direction.
4. Method according to one or more of the preceding claims, in which the secondary gas
stream reduces, in particular virtually prevents, the induction of non-conditioned
ambient air by the primary gas stream, and/or in which the primary gas stream emerges
from at least one primary outlet opening, in particular primary nozzle, and the secondary
gas stream emerges from at least one secondary outlet opening surrounding the primary
opening(s).
5. Method according to one or more of the preceding claims, in which the primary gas
stream is divided into an inner partial stream and at least one outer partial stream,
the secondary gas stream being conducted together with the outer partial stream of
the primary gas stream and substantially completely surrounding the outer partial
stream, and the inner partial stream of the primary gas stream being firstly guided
within at least one flow duct separately from the outer partial stream and being combined
with the outer partial stream again downstream, the at least one outer partial stream
of the primary gas stream preferably flowing at least partly along on the outside
of the flow duct for the inner partial stream and/or the flow direction of the inner
partial stream of the primary gas stream in the flow duct, at least at the outlet
from the flow duct, preferably substantially corresponding to the main flow direction
of the primary gas stream following the combining of the inner partial stream and
outer partial stream.
6. Method according to one or more of the preceding claims, in which the primary gas
stream or the inner partial stream of the primary gas stream or the flow duct can
be adjusted or is set or moved within a predefined spatial angle range, the primary
gas stream or its inner partial stream or the flow duct preferably being moved continuously
or periodically, in particular pivoted or moved in a swinging or circling manner,
within the predefined spatial angle range, and/or the process region conditioned or
to be conditioned preferably being located within the spatial angle range covered
by the primary gas stream or the inner partial stream of the latter.
7. Method according to one or more of the preceding claims, in which, as viewed downstream,
the flow cross section of the conditioning gas stream initially decreases down to
a constriction region, in which the conditioning gas stream has the smallest flow
cross section, and then widens again, the constriction region of the conditioning
gas stream preferably being located in the process region conditioned or to be conditioned.
8. Method according to one or more of the preceding claims, in which the dimensions of
the secondary gas stream, measured outwards from the primary gas stream, or the flow
cross section of the secondary gas stream is larger than the corresponding dimension
or the corresponding flow cross section of the primary gas stream, in particular by
at least a factor 2, preferably by at least a factor 4 and in particular up to a factor
10,
and/or
in which the length of the secondary gas stream and/or the primary gas stream, as
viewed downstream, as far as the process region is between 0.1 m and 1.5 m,
and/or
in which at least one primary gas stream has a substantially rectangular and/or elongated
flow cross section
and/or in which at least one primary gas stream has a flow cross section which is
formed running in an intrinsically closed manner around an internal space, in particular
annularly, one secondary gas stream preferably running in the internal space within
the primary gas stream and a further secondary gas stream running on the outside of
the primary gas stream, facing away from the internal space.
9. Method according to one or more of the preceding claims,
in which at least one primary gas stream and at least two secondary gas streams are
arranged substantially concentrically with respect to one another
and/or in which at least two primary gas streams are embedded in at least one common
secondary gas stream or are surrounded by the latter and/or in which the or each primary
gas stream and/or the or each secondary gas stream are substantially steady.
10. Method according to one or more of the preceding claims,
in which, by using the conditioning gas stream, at least one conditioning variable
in the associated process region is adjusted, the conditioning variable(s) adjusted
preferably being the moisture content and/or the temperature and/or the purity and/or
the freedom from infection and/or the composition of the gas atmosphere in the process
region, and/or the conditioning variable(s) in the at least one primary gas stream
and in the associated at least one secondary gas stream of the conditioning gas stream
being adjusted to be substantially equal to or different from one another.
11. Method according to one or more of the preceding claims, in which the process is a
textile production process and/or the process region is arranged on or within a textile
machine, in particular a loom, preferably in the region of the warps.
12. Device for conditioning at least one process region, in particular for carrying out
a method according to one of Claims 1 to 11, comprising
a) means for producing at least one conditioning gas stream, which can be or is fed
to the or each process region,
characterized in that
b) this at least one conditioning gas stream comprises
b1) at least one primary gas stream and
b2) at least one secondary gas stream,
b3) the secondary gas stream substantially completely surrounding the primary gas
stream and
c) the at least one primary gas stream having a flow velocity, at least on average,
higher than the associated at least one secondary gas stream.
13. Device according to Claim 12, in which the means for producing the at least one conditioning
gas stream comprise
a) feed means for feeding conditioning gas,
b) at least one primary outlet opening as an outlet for the primary gas stream and
c) at least one secondary outlet opening as an outlet for the secondary gas stream,
d) the feed means having a flow connection or being able to have a flow connection
to the at least one primary outlet opening and the at least one secondary outlet opening.
14. Device according to Claim 13, in which the at least one primary outlet opening is
formed in the manner of a slot and/or is elongated and/or is rectangular or is at
least approximately annular and/or is formed as a nozzle.
15. Device according to one or more of Claims 12 to 14, in which at least one group of
a plurality of secondary outlet openings is provided, which are arranged around the
at least one primary outlet opening, preferably at least one group of secondary outlet
openings extending over a region substantially bounded by a rectangle, and/or all
the secondary outlet openings of at least one group of secondary outlet openings being
located substantially in one group plane, the group plane of at least one group of
secondary outlet openings preferably being located substantially parallel to an outlet
plane of at least one primary outlet opening or coinciding with this outlet plane,
and/or the group plane of at least one group of secondary outlet openings preferably
being inclined, in particular perpendicular, to an outlet plane of at least one primary
outlet opening.
16. Device according to Claim 13 or one of the claims referring back to Claim 13, in which
the feed means comprise at least one feed duct for carrying the conditioning gas,
and in which the primary outlet opening(s) and the associated secondary outlet opening(s)
of at least one conditioning gas stream preferably have a flow connection or are able
to have a flow connection to a common feed duct, so that the conditioning gas from
this feed duct forms both the at least one primary gas stream and the at least one
secondary gas stream of the conditioning gas stream, and/or the primary outlet opening(s)
and the associated secondary outlet opening(s) of at least one conditioning gas stream
preferably have a flow connection or are able to have a flow connection to mutually
separated associated feed ducts for feeding one conditioning gas in each case, so
that the conditioning gas from the feed duct forms the at least one primary gas stream
and the conditioning gas from the other feed duct forms the at least one secondary
gas stream of the conditioning gas stream.
17. Device according to Claim 13 or one of the claims referring back to Claim 13, in which
the means for producing the conditioning gas stream comprise at least one housing,
in whose housing wall, at least in an outlet region, the primary outlet opening(s)
and the secondary outlet opening(s) are formed, at least one primary inlet opening,
which has a flow connection or is capable of having a flow connection to the primary
outlet opening or openings, and at least one secondary inlet opening, which has a
flow connection or is capable of having a flow connection to the secondary outlet
opening or openings, preferably being formed in an inlet region of the housing wall
that is different from the outlet region, is connected to the feed means or is adjacent
to the feed duct, it preferably being possible for the volume flow of the conditioning
gas passing through to be adjusted by changing the flow cross section of the primary
inlet opening(s) and/or the secondary inlet opening(s) by means of a volume adjusting
device, in particular a displaceable adjusting device, and/or at least one primary
flow duct, which connects the primary inlet opening(s) to the primary outlet opening
or openings, preferably being formed in the housing, flow rectifiers for rectifying
and/or evening out the flow preferably being arranged or being capable of being arranged
in the primary flow duct, and/or the housing preferably having on opposite sides of
the primary flow duct two housing parts, in particular formed substantially symmetrically
with respect to the primary flow duct, on the outer walls of which both the secondary
inlet opening(s) and the secondary outlet opening(s) are arranged and in which in
each case a secondary flow duct is formed, which connects the secondary inlet opening(s)
to the secondary outlet opening or openings, and/or at least one pre-distributor having
a multiplicity of passage openings preferably being arranged within the housing in
the flow path between the secondary inlet opening or openings and the secondary outlet
opening or openings.
18. Device according to Claim 13 or one of the claims referring back to Claim 13, in which
the means for producing the conditioning gas stream comprise at least one primary
partial flow duct following at least one inner primary outlet opening downstream for
carrying an inner partial stream of the primary gas stream within the primary partial
flow duct, at least one further outer primary outlet opening preferably being provided,
which is arranged outside the inlet region of the primary partial flow duct, in such
a way that an outer partial stream of the primary gas stream emerging from this or
these outer primary outlet opening(s) flows along on an outer side of the primary
partial flow duct, and/or the primary partial flow duct preferably running approximately
rectilinearly or level along a main flow direction, and/or primary partial flow duct
being adjustable within a spatial angle range and/or with respect to its length running
in the flow direction.
19. Device according to Claim 18 having a drive for the movement, in particular the periodic
and/or swinging and/or circular movement, of the primary partial flow duct within
a spatial angle range.
1. Procédé de conditionnement d'au moins une zone de traitement, dans lequel
a) au moins un écoulement (2) de gaz de conditionnement est apporté dans la ou les
zones de traitement,
caractérisé en ce que
b) ce ou ces écoulements de gaz de conditionnement comprennent
b1) au moins un écoulement (3) de gaz primaire et
b2) au moins un écoulement (4) de gaz secondaire,
b3) l'écoulement de gaz secondaire entourant essentiellement complètement l'écoulement
de gaz primaire et
c) en ce que l'écoulement de gaz primaire présente une vitesse d'écoulement au moins en moyenne
supérieure à celle de l'écoulement de gaz secondaire.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel le ou les écoulements de gaz primaire
sont au moins partiellement turbulents et le ou les écoulements de gaz secondaire
sont au moins partiellement diffus et/ou au moins partiellement laminaires, et/ou
dans lequel la vitesse moyenne d'écoulement de l'écoulement de gaz primaire représente
au moins deux fois, en particulier au moins cinq fois et de préférence au moins dix
fois la vitesse moyenne d'écoulement de l'écoulement de gaz secondaire, et/ou
dans lequel la vitesse moyenne d'écoulement du ou des écoulements de gaz primaire
est réglée entre environ 6 m/s et environ 20 m/s au moins lors de leur sortie ou à
leur extrémité située en amont et/ou
dans lequel la vitesse moyenne d'écoulement du ou des écoulements de gaz secondaire
est réglée entre environ 0,1 m/s et environ 2 m/s au moins à leur sortie ou à leur
extrémité située en amont.
3. Procédé selon la revendication 1 ou la revendication 2, dans lequel l'écoulement de
gaz primaire est établi dans une direction principale d'écoulement prédéterminée ou
prédéterminable et/ou dans lequel l'écoulement de gaz primaire oriente et/ou stabilise
l'écoulement de gaz secondaire au moins sensiblement en parallèle à l'écoulement de
gaz primaire et/ou le long de la direction principale d'écoulement qui a été établie.
4. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, dans lequel l'écoulement
de gaz secondaire diminue et en particulier bloque pratiquement l'induction d'air
ambiant non conditionné à travers l'écoulement de gaz primaire et/ou dans lequel l'écoulement
de gaz primaire sort par au moins une ouverture de sortie primaire, en particulier
une tuyère primaire, et l'écoulement de gaz secondaire sort d'au moins une ouverture
de sortie secondaire qui entoure la ou les ouvertures primaires.
5. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, dans lequel l'écoulement
de gaz primaire est divisé en un écoulement partiel intérieur et au moins un écoulement
partiel extérieur, l'écoulement de gaz secondaire étant guidé en même temps que l'écoulement
partiel extérieur de l'écoulement de gaz primaire et entourant essentiellement complètement
l'écoulement partiel extérieur, l'écoulement partiel intérieur de l'écoulement de
gaz primaire étant d'abord guidé à l'intérieur d'au moins un canal d'écoulement séparément
de l'écoulement partiel extérieur et étant réuni de nouveau à l'écoulement partiel
extérieur en aval, le ou les écoulements partiels extérieurs de l'écoulement de gaz
primaire s'écoulant au moins en partie sur le côté extérieur du canal d'écoulement
prévu pour l'écoulement partiel intérieur et/ou au moins lors de la sortie du canal
d'écoulement, de préférence la direction d'écoulement de l'écoulement partiel intérieur
de l'écoulement de gaz primaire dans le canal d'écoulement correspond essentiellement
à la direction d'écoulement principale de l'écoulement de gaz primaire après rassemblement
de l'écoulement partiel intérieur et de l'écoulement partiel extérieur.
6. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, dans lequel l'écoulement
de gaz primaire, l'écoulement partiel intérieur de l'écoulement de gaz primaire ou
le canal d'écoulement peuvent être établis, sont établis ou sont déplacés à l'intérieur
d'une plage prédéterminée d'angles solides, l'écoulement de gaz primaire, son écoulement
partiel intérieur ou le canal d'écoulement étant de préférence déplacés de manière
permanente ou périodique à l'intérieur de la plage prédéterminée d'angles solides
et étant en particulier déplacés par pivotement, de manière pendulaire ou en cercle,
et/ou la zone de traitement à conditionner ou conditionnée est située à l'intérieur
de la plage d'angles solides délimitée par l'écoulement de gaz primaire ou son écoulement
partiel intérieur.
7. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, dans lequel, vue
vers l'aval, la section transversale d'écoulement de l'écoulement de gaz de conditionnement
diminue d'abord jusqu'à une zone rétrécie dans laquelle l'écoulement de gaz de conditionnement
présente la plus petite section transversale d'écoulement et s'évase ensuite de nouveau,
la zone rétrécie de l'écoulement de gaz de conditionnement étant située dans la zone
de traitement à conditionner ou conditionnée.
8. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, dans lequel les dimensions
de l'écoulement de gaz secondaire mesurées depuis l'écoulement de gaz primaire en
direction de l'extérieur ou la section transversale d'écoulement de l'écoulement de
gaz secondaire est supérieure en particulier d'au moins un facteur 2, de préférence
d'au moins un facteur 4 et en particulier d'un facteur 10 aux dimensions correspondantes
ou à la section transversale d'écoulement correspondante de l'écoulement de gaz primaire,
dans lequel la longueur de l'écoulement de gaz secondaire et/ou de l'écoulement de
gaz primaire vue dans la direction aval jusqu'à la zone de traitement est comprise
entre 0,1 m et 1,5 m,
dans lequel au moins un écoulement de gaz primaire présente une section transversale
d'écoulement essentiellement rectangulaire et/ou allongée et/ou
dans lequel au moins un écoulement de gaz primaire présente une section transversale
d'écoulement qui s'étend de manière intrinsèquement fermée autour d'un espace intérieur,
en particulier en forme d'anneau, un écoulement de gaz secondaire s'étendant en particulier
dans l'espace intérieur à l'intérieur de l'écoulement de gaz primaire et un autre
écoulement de gaz secondaire s'étendant sur le côté de l'écoulement de gaz primaire
non tourné vers l'espace intérieur.
9. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, dans lequel au moins
un écoulement de gaz primaire et au moins deux écoulements de gaz secondaire sont
disposés de manière essentiellement concentrique les uns par rapport aux autres,
dans lequel au moins deux écoulements de gaz primaire sont incorporés dans au moins
un écoulement de gaz secondaire commun ou sont entourés par ce dernier et/ou
dans lequel le ou les écoulements de gaz primaire et/ou le ou les écoulements de gaz
secondaire sont essentiellement stationnaires.
10. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, dans lequel au moins
une grandeur de conditionnement est ajustée avec l'écoulement de gaz de conditionnement
dans la zone de traitement associée, tandis que comme grandeur ou grandeurs de conditionnement,
on règle de préférence la teneur en humidité, la température, la pureté, l'absence
de germes et/ou la composition de l'atmosphère gazeuse dans la zone de traitement
et/ou
dans lequel la ou les grandeurs de conditionnement ont été réglées ou sont réglées
à des valeurs essentiellement identiques ou différentes l'une de l'autre dans au moins
un écoulement de gaz primaire et dans le ou les écoulements de gaz secondaire associés
de l'écoulement de gaz de conditionnement.
11. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, dans lequel le procédé
est un procédé de fabrication de textile et/ou la zone de traitement est disposée
sur ou à l'intérieur d'une machine textile, en particulier un métier à tisser, de
préférence dans la zone occupée par la chaîne de tissage.
12. Dispositif de conditionnement d'au moins une zone de traitement, en particulier en
vue de l'exécution d'un procédé selon l'une des revendications 1 à 11, et comprenant
:
a) des moyens de formation d'au moins un écoulement de gaz de conditionnement qui
peut être amené ou est amené dans la ou les zones de traitement, caractérisé en ce que
b) ce ou ces écoulements de gaz de conditionnement comprennent
b1) au moins un écoulement de gaz primaire et
b2) au moins un écoulement de gaz secondaire,
b3) l'écoulement de gaz secondaire entourant essentiellement complètement l'écoulement
de gaz primaire et
c) en ce que le ou les écoulements de gaz primaire présentent au moins en moyenne une vitesse
d'écoulement plus élevée que le ou les écoulements de gaz secondaire associés.
13. Dispositif selon la revendication 12, dans lequel les moyens de formation du ou des
écoulements de gaz de conditionnement comprennent
a) des moyens d'amenée qui amènent le gaz de conditionnement,
b) au moins une ouverture de sortie primaire qui sert de sortie pour l'écoulement
de gaz primaire et
c) au moins une ouverture de sortie secondaire qui sert de sortie pour l'écoulement
de gaz secondaire,
d) les moyens d'amenée étant en communication d'écoulement ou pouvant être amenés
en communication d'écoulement avec la ou les ouvertures de sortie primaires et/ou
la ou les ouvertures de sortie secondaires.
14. Dispositif selon la revendication 13, dans lequel la ou les ouvertures de sortie secondaires
sont configurées en forme de fente, sont allongées ou rectangulaires, sont configurées
au moins approximativement en forme d'anneau et/ou sont configurées comme tuyères.
15. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 12 à 14, dans lequel au moins
un groupe de plusieurs ouvertures de sortie secondaires qui sont disposées autour
de la ou des ouvertures de sortie secondaires est prévu, au moins un groupe d'ouvertures
de sortie secondaires s'étendant sur une zone délimitée essentiellement par un rectangle
et/ou toutes les ouvertures de sortie secondaires d'au moins un groupe d'ouvertures
de sortie secondaires sont situées essentiellement dans un plan de groupe, le plan
de groupe d'au moins un groupe d'ouvertures de sortie secondaires étant situé essentiellement
en parallèle à un plan de sortie d'au moins une ouverture de sortie primaire ou coïncide
avec ce plan de sortie et/ou de préférence le plan de groupe d'au moins un groupe
d'ouvertures de sortie secondaires est incliné, en particulier est perpendiculaire
à un plan de sortie d'au moins une ouverture de sortie primaire.
16. Dispositif selon la revendication 13 ou l'une des revendications qui renvoient à la
revendication 13, dans lequel les moyens d'amenée comprennent au moins un canal d'amenée
qui guide le gaz de conditionnement et dans lequel de préférence la ou les ouvertures
de sortie secondaires et la ou les ouvertures de sortie secondaires associées à au
moins un écoulement de gaz de conditionnement sont en communication d'écoulement ou
peuvent être amenées en en communication d'écoulement avec un canal d'amenée commun,
de sorte que le gaz de conditionnement provenant du canal d'amenée forme à la fois
le ou les écoulements de gaz primaire et le ou les écoulements de gaz secondaire de
l'écoulement de gaz de conditionnement, et/ou de préférence la ou les ouvertures de
sortie primaires et la ou les ouvertures de sortie secondaires associées d'au moins
un écoulement de gaz de conditionnement sont en communication d'écoulement ou peuvent
être amenées en communication d'écoulement avec des canaux d'amenée associés, séparés
les uns des autres, qui amènent chacun un gaz de conditionnement, de sorte que le
gaz de conditionnement provenant d'un canal d'amenée forme le ou les écoulements de
gaz primaire et que le gaz de conditionnement provenant de l'autre canal d'amenée
forme le ou les écoulements de gaz secondaire de l'écoulement de gaz de conditionnement.
17. Dispositif selon la revendication 13 ou l'une des revendications qui renvoient à la
revendication 13, dans lequel les moyens de formation de l'écoulement de gaz de conditionnement
comprennent au moins un boîtier dans la paroi duquel la ou les ouvertures de sortie
primaires et la ou les ouvertures de sortie secondaires sont formées au moins dans
une partie de sortie, au moins une ouverture d'entrée primaire qui est en communication
d'écoulement ou peut être amenée en communication d'écoulement avec la ou les ouvertures
de sortie primaires, au moins une ouverture d'entrée secondaire qui est en communication
d'écoulement ou peut être amenée en communication d'écoulement avec la ou les ouvertures
de sortie secondaires étant formées dans une zone d'entrée de la paroi du boîtier,
différente de la zone de sortie, reliée aux moyens d'amenée ou adjacente au canal
d'amenée, tandis que de préférence par modification de la section transversale d'écoulement
de la ou des ouvertures d'entrée primaires et/ou des ouvertures d'entrée secondaires,
l'écoulement volumique du gaz de conditionnement qui traverse peut être réglé au moyen
d'un dispositif en particulier coulissant de réglage de mélange,
dans lequel de préférence dans le boîtier, au moins un canal d'écoulement primaire
qui relie la ou les ouvertures d'entrée primaires à la ou aux ouvertures de sortie
secondaires est formé, des redresseurs d'écoulement qui redressent et/ou uniformisent
l'écoulement étant disposés ou pouvant être disposés de préférence dans le canal d'écoulement
primaire,
dans lequel le boîtier présente de préférence sur des côtés opposés du canal d'écoulement
primaire deux parties de boîtier en particulier essentiellement symétriques par rapport
au canal d'écoulement primaire, tant la ou les ouvertures d'entrée secondaires que
la ou les ouvertures de sortie secondaires étant disposées sur les parois extérieures
de ces parties de boîtier, un canal d'écoulement secondaire étant formé dans ces parties
de boîtier et reliant la ou les ouvertures d'entrée secondaires à la ou aux ouvertures
de sortie secondaires, et/ou
dans lequel de préférence à l'intérieur du boîtier, au moins un pré-répartiteur qui
présente plusieurs ouvertures de passage est disposé dans le parcours d'écoulement
entre la ou les ouvertures d'entrée secondaires et la ou les ouvertures de sortie
secondaires.
18. Dispositif selon la revendication 13 ou l'une des revendications qui renvoient à la
revendication 13, dans lequel les moyens de formation de l'écoulement de gaz de conditionnement
comprennent au moins un canal d'écoulement partiel primaire qui se raccorde en aval
à au moins une ouverture intérieure de sortie primaire pour amener un écoulement partiel
intérieur de l'écoulement de gaz primaire à l'intérieur du canal d'écoulement partiel
primaire, de préférence au moins une autre ouverture de sortie primaire extérieure
étant prévue et disposée à l'extérieur de la zone d'entrée du canal d'écoulement partiel
primaire de telle sorte qu'un écoulement partiel de l'écoulement de gaz primaire qui
sort de cette ou de ces ouvertures de sortie primaires extérieure s'écoule le long
d'un côté extérieur du canal d'écoulement partiel primaire,
dans lequel de préférence le canal d'écoulement partiel primaire s'étend au moins
approximativement en ligne droite ou exactement dans une direction d'écoulement principal
et/ou
dans lequel la plage d'angles solides et/ou la longueur du canal d'écoulement partiel
primaire dans la direction d'écoulement peuvent être ajustés.
19. Dispositif selon la revendication 18, doté d'un entraînement qui permet de déplacer
en particulier de manière périodique, pendulaire et/ou en cercle le canal d'écoulement
partiel primaire à l'intérieur d'une plage d'angles solides.
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