Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befüllen einer nachgeordneten Vorrichtung
mit stabförmigen Artikeln, insbesondere einer Packmaschine, umfassend einen Füllkopf
mit einem Zuführelement zum Transport eines aus Artikeln gebildeten Massenstroms,
wobei das Zuführelement im Bereich einer Mündung in einen Schacht mündet, sowie mit
einem Speicher, der zum Ausgleich der Differenz aus Zustrom und Abstrom des Massenstroms
innerhalb des Füllkopfes variabel ausgebildet ist.
[0002] Derartige Vorrichtungen kommen insbesondere in der tabakverarbeitenden Industrie
zum Einsatz. Diese Vorrichtungen dienen z.B. dazu, eine Packmaschine mit stabförmigen
Produkten, wie z.B. Zigaretten, Tabakstöcken, Filtern oder dergleichen zu versorgen.
Mittels der Zuführeinrichtung wird ein üblicherweise mehrlagiger Massenstrom bestimmter
Höhe in den Füllkopf transportiert. Mittels der Zuführeinrichtung werden die Artikel
bzw. der daraus gebildete Massenstrom in den Bereich einer Mündung geführt. Über einen
Schacht, der sich der Zuführeinrichtung anschließt, werden die Artikel der Packmaschine
zugeführt. Mit anderen Worten baut sich eine Säule von Artikeln in dem Schacht auf.
[0003] Für den Fall, daß z.B. die nachgeordnete Packmaschine weniger Artikel abnehmen kann,
als ihr zugeführt werden, können diese "überschüssigen" Artikel bis zu einem gewissen
Volumen durch den Speicher aufgenommen werden. Bei bekannten Vorrichtungen der genannten
Art ist der Speicher im Bereich des Schachtes, also in Transportrichtung T des Massenstroms
hinter der Mündung angeordnet. Solche Vorrichtungen weisen den Nachteil auf, daß das
Gewicht der im Speicher befindlichen Artikel vollständig auf den Schacht wirkt. Mit
anderen Worten wirkt eine Volumenänderung im Speicher auf den Schacht, wodurch zum
einen die Packmaschine bzw. ein der Packmaschine zugeordnetes Packermagazin belastet
wird. Zum anderen führt eine Volumenänderung zu einer Belastung der im Schacht befindlichen
Artikel durch die Gewichtskraft der darüber lagernden Artikel. Zusätzlich zu der Gewichtskraft
wirkt auch noch die Rückstellkraft der Speicherbegrenzung, ausgelöst durch die Volumenbegrenzung
des Speichers, auf die Artikel.
[0004] Aus der US 4,042,094 ist eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffes des
Anspruches 1 bekannt. Bei dieser Vorrichtung ist ein Stellelement zur Veränderung
des Speichervolumens erforderlich.
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine einfache Vorrichtung zu schaffen,
die eine Entlastung der im Schacht befindlichen Artikel gewährleistet.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
daß der Speicher in Transportrichtung T des Massenstroms mindestens teilweise vor
der Mündung angeordnet ist, wobei der Speicher durch ein Band begrenzt ist, dessen
mit dem Massenstrom in Kontakt stehende Länge zur Veränderung des Speichervolumens
durch den Förderdruck des Massenstroms gegen eine in das Band eingebrachte vorgebbare
Zugkraft veränderbar ist. Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung wird zum einen erreicht,
daß das Gewicht der Artikel im Speicher mindestens zu großen Teilen vom Zuführelement
aufgenommen wird. Sowohl die Packmaschine bzw. deren Packermagazin als auch die sich
im Schacht befindlichen Artikel werden dadurch erheblich entlastet und somit geschont.
Zum anderen kann durch die erfindungsgemäße Ausführung eine durch den Massenstrom
selbst erzeugte Volumenänderung des Speichers erreicht werden, und zwar unter Verzicht
auf zusätzliche Antriebsmittel oder dergleichen.
[0007] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Speicher vollständig außerhalb
des Schachtes angeordnet, wodurch die bereits beschriebene Belastung noch weiter reduziert
wird.
[0008] Vorteilhafterweise ist der Speicher durch ein Band, das zur Volumenänderung des Speichers
in der Höhe variabel ausgebildet ist, begrenzt bzw. gebildet. Dadurch ist eine besonders
artikelschonende Volumenänderung im Speicher realisierbar. Anders ausgedrückt muß
zur Volumenänderung des Speichers nur eine geringe Kraft auf die Artikel ausgeübt
werden.
[0009] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
ein Abschnitt des Bandes, der vor der Mündung in den Schacht und oberhalb des unteren
Fördermittels liegt, auslenkbar ausgebildet ist. Mit dieser Ausgestaltung ist zum
einen sichergestellt, daß für den Fall, daß weniger Artikel von der Packmaschine abgenommen
als nachgefördert werden, das Gewicht der nachströmenden Artikel nach oben bewegt
wird. Zum anderen ist vorteilhaft, daß durch das auslenkbare Band bzw. den auslenkbaren
Abschnitt des Bandes der darunter strömende Massenstrom abgedeckt ist. Das bedeutet,
daß der Massenstrom keine freien Oberflächen aufweist, so daß eine Verschiebung bzw.
Ausrichtung der Artikel untereinander verhindert wird. Grundsätzlich werden die Artikel
quer zu ihrer Längserstreckung in Transportrichtung T gefördert. Artikel, die durch
äußere Einflüsse, mangelnde Führung oder dergleichen aus dieser ursprünglichen Transportposition
gebracht werden, so daß sie beispielsweise mit ihrer Längserstreckung in Transportrichtung
weisen, werden auch als "Querflieger" bezeichnet. Durch die Abdeckung mittels des
Bandes werden solche "Querflieger" verhindert.
[0010] Vorzugsweise ist das Band ein Endlosförderer. Durch diese dynamische Ausbildung des
Speichers wird sichergestellt, daß der Fluß des Massenstroms permanent unterstützt
wird und keine Bereiche innerhalb des Speichers existieren, in denen ein Verweilen
von Artikeln möglich ist. Mit anderen Worten sind innerhalb des Speichers stets sämtliche
Artikel in Bewegung, so daß ein permanenter Austausch der Artikel gewährleistet ist.
Dadurch bleibt die Qualität der Artikel stets erhalten.
[0011] Weitere vorteilhafte und bevorzuget Merkmale und Ausführungsformen ergeben sich aus
den Unteransprüchen und der Beschreibung. Besonders bevorzugte Ausführungsformen werden
anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer schematischen Darstellung einer ersten Ausführungsform der
Vorrichtung,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht einer schematischen Darstellung einer weiteren Ausführungsform
der Vorrichtung, und
- Fig. 3
- eine Seitenansicht einer schematischen Darstellung einer weiteren Ausführungsform
der Vorrichtung.
[0012] Die dargestellten Vorrichtungen dienen zum Befüllen sogenannter Packer mit stabförmigen
Produkten.
[0013] Die Figur 1 zeigt einen Füllkopf 10 als Vorrichtung zum Befüllen einer (nicht dargestellten)
Packmaschine. Der Füllkopf 10 umfaßt im wesentlichen ein Zuführelement 11 zum Transport
eines aus einer Veilzahl von Artikeln gebildeten Massenstroms in Transportrichtung
T. Der Massenstrom ist mehrlagig aufgebaut. Das Zuführelement 11 weist eine Mündung
12 auf. Die Mündung 12 stellt den Übergang vom Zuführelement 11 zu einem Schacht 13
dar. Der Schacht 13 ist ein Raum zur Aufnahme einer bestimmten Anzahl von Artikeln.
Der Schacht 13 ist nahezu senkrecht ausgebildet, so daß die Artikel allein durch Schwerkraft
in Richtung der Packmaschine fallen bzw. strömen. Des weiteren umfaßt der Füllkopf
10 einen Speicher 15 auf. Der Speicher 15 ist variabel ausgebildet. Das bedeutet,
daß der Speicher 1 zur Aufnahme wechselnder Massenströme geeignet ist und sich entsprechend
der Größe des Massenstroms vergrößert oder verkleinert. Das Volumen des Speichers
15 ändert sich in Abhängigkeit der Differenz aus Zustrom und Abstrom des Massenstroms
innerhalb des Füllkopfes 10.
[0014] Der Speicher 15 ist in Transportrichtung T des Massenstroms mindestens teilweise
vor der Mündung 12 angeordnet. In der gezeigten Ausführungsform ist der Speicher 15
vollständig außerhalb des Schachtes 13 im Bereich des Zuführelementes 11 angeordnet.
Der Speicher 15 kann sogar selbst als Bestandteil des Zuführelementes 11 angesehen
werden. Details hierzu werden weiter unten beschrieben.
[0015] Das Zuführelement 11 verläuft im wesentlichen quer zum Schacht 13 und ist aus einem
unteren Fördermittel 16 und einem oberen Fördermittel 17 gebildet. Das untere Fördermittel
16 ist geteilt und weist mindestens zwei untere Bänder 18 und 19 auf. Die Bänder 18,
19 sind jeweils endlos ausgebildet und in Transportrichtung T hintereinander angeordnet.
Die Förderflächen der Bänder 18, 19 bilden eine einheitliche Auflagefläche F für die
zu transportierenden Artikel bzw. den daraus gebildeten Massenstrom. Eines der Bänder
18 oder 19 wird über einen Motor 20 direkt angetrieben. Das andere Band 19 oder 18
kann über eine Kupplung 21 mit angetrieben werden. Bevorzugt verfügt jedes Band 18,
19 über einen eigenen Antrieb, wobei die Antriebe unabhängig voneinander steuerbar
sein sollten. In der gezeigten Ausführungsform ist das Band 18 der Mündung 12 bzw.
die Mündung 12 bildend in Transportrichtung T hinter dem Band 19 angeordnet. Das obere
Fördermittel 17 umfaßt mindestens ein oberes Band 22, das wie die Bänder 18, 19 ebenfalls
endlos ausgebildet ist. Das obere Fördermittel 17 erstreckt sich nur über einen Teil
des unteren Fördermittels 16. Genauer ist das Band 22 oberhalb des Bandes 19 angeordnet
und erstreckt sich in Transportrichtung T auch nur über einen Teil des Bandes 19.
[0016] Der vertikale Abstand zwischen den Bändern 18, 19 einerseits und dem Band 22 andererseits
hängt von der gewünschten bzw. erforderlichen Massenstromhöhe ab. In Verlängerung
des oberen Bandes 22 ist der Speicher 15 ausgebildet. Der Speicher 15 wird durch ein
Band 23 begrenzt bzw. gebildet. Das Band 23 ist zur Volumenänderung des Speichers
15 in der Höhe variabel ausgebildet. Mit anderen Worten ist der Speicher 15 durch
die Auslenkfähigkeit des Bandes 23 abbildbar. Ein Abschnitt 24 des Bandes 23 ist in
der gezeigten Ausführungsform auslenkbar. Dieser Abschnitt 24 ist vor der Mündung
12 bzw. diese zusammen mit dem Band 18 bildend und oberhalb der unteren Bänder 18,
19 angeordnet. Im Zustand des leeren Speichers 15 (in Figuren 1 bis 3 mit durchgezogenen
Linien dargestellt) ist der Abschnitt 24 in Verlängerung des oberen Bandes 22 fluchtend
zu diesem angeordnet und verläuft im wesentlichen parallel zu den unteren Bändern
18, 19. Der Abschnitt 24 ist daher im Zustand ohne Speicherfunktion quasi Bestandteil
des Zuführelementes 11.
[0017] Der auslenkbare Abschnitt 24 ist an zwei Punkten "fixiert". Genauer ist der Abschnitt
an einem Ende, nämlich einem freien Ende des Bandes 23, in Transportrichtung T direkt
hinter dem oberen Band 23 befestigt. Das andere Ende des Abschnitts 24 ist im Bereich
der Mündung 12 mittels einer Rolle 25 geführt. Das Band 23 ist in Verlängerung des
Abschnitts 24 um eine weitere Rolle 26 geführt. Am freien Ende des Bandes 23 ist ein
Mittel zum Spannen des Bandes 23 vorgesehen. Das Mittel ist in einer Ausführung ein
Gewicht 27. Andere übliche Mittel zum Spannen sind ebenfalls einsetzbar. Durch die
beschriebene Anordnung ist der Abschnitt 24 in der Länge variabel. Das bedeutet, daß
die "aktive" Länge des Abschnitts 24, also die Länge, die in Kontakt mit dem Massenstrom
treten kann, variabel ist.
[0018] Eine weitere Ausführungsform gemäß der Figur 2 ist in wesentlichen Aspekten mit dem
zuvor beschriebenen Füllkopf 10 zu vergleichen, so daß auf eine erneute Beschreibung
verzichtet wird und für dieselben Teile dieselben Bezugsziffern verwendet werden.
Der Füllkopf 10 gemäß Figur 2 weist allerdings einen Speicher 15 auf, der sich darin
unterscheidet, daß das Band 23 bzw. der auslenkbare Abschnitt 24 an einem Ende, nämlich
einem freien Ende des Bandes 23 im Bereich der Mündung 12 fixiert ist. Das andere
Ende des Abschnitts 24 ist im Bereich einer Rolle 28 geführt, die in Transportrichtung
T direkt hinter dem oberen Band 22 angeordnet ist. Das Band 23 ist in Verlängerung
des Abschnitts 24 um weitere Rollen 29, 30 geführt. Am freien Ende des Bandes 23 ist
wiederum ein Mittel zum Spannen des Bandes 23 vorgesehen. Das Mittel kann als Gewicht
31 oder aber z.B. auch als Motor 32 mit einstellbarem Drehmoment ausgebildet sein.
Die Ausführung mit dem Motor 32 weist den Vorteil auf, daß sich die Drehmomentenwerte
mittels einer Steuerung leicht verändern lassen. Dadurch ist die Belastung, die durch
das Band 23 bzw. den Abschnitt 24 auf den Massenstrom wirkt, mit geringem Aufwand
veränderbar und an die jeweiligen Anforderungen einstellbar.
[0019] Die Ausführungsform gemäß Figur 3 ist ähnlich dem Füllkopf 10 der Figuren 1 und 2
aufgebaut. Der Speicher 15 ist jedoch im Gegensatz zu den Speichern 15 der Figuren
1 und 2, in denen der Speicher 15 bzw. das Band 23 durch die Befestigung an einem
Ende als statisch zu bezeichnen ist, dynamisch ausgebildet. Das Band 23 ist nämlich
ein Endlosförderer, der um mehrere Rollen 33, 34, 35 geführt ist. Eine Rolle 33 ist
im Bereich der Mündung 12 und eine Rolle 34 ist in Transportrichtung T unmittelbar
hinter dem oberen Band 22 angeordnet. Zwischen diesen beiden Rollen 33, 34 ist der
Abschnitt 24 ausgebildet, der in seiner "aktiven" Länge durch Auslenkung veränderbar
ist. Das Band 23 ist, vorzugsweise elektromotorisch, angetrieben, und zwar in derselben
Richtung wie die Bänder 18, 19 und 22 und über weitere Rollen 35 geführt. Das Mittel
zum Spannen des Bandes 23 ist beispielsweise eine Tänzerarm-Feder-Kombination. Ein
Tänzerarm 36, der an seinem freien Ende eine Rolle 37 aufweist, um die das Band 23
geführt ist, sowie eine Feder 38 stehen hierzu in Wirkverbindung. Alternativ kann
auch eine Motor-Winde-Kombination zum Einsatz kommen.
[0020] Sämtliche Füllköpfe 10 und Ausführungsformen können selbstverständlich auch zum Zuführen
beliebiger anderer Produkte an nachgeordnete Vorrichtungen, Einrichtungen oder dergleichen
eingesetzt werden.
[0021] Sämtliche Ausführungsformen können zusätzlich über eine Speicherbegrenzung 14 verfügen.
In der Figur 3 ist beispielhaft eine mechanische Begrenzung dargestellt. Diese mechanische
Begrenzung, die z.B. als Blech oder dergleichen ausgebildet sein kann, ist ortsfest
am Gehäuse, Gestell, Rahmen oder anderweitig befestigt und verhindert, daß der auslenkbare
Abschnitt 24 mit darüber liegenden Bauteilen, wie z.B. Rollen 35, 36, 37 oder dem
passiven Abschnitt des Bandes 23, kollidiert. Vorzugsweise deckt die Speicherbegrenzung
14 den gesamten Bereich des Speichers 15 ab.
Das Verfahrensprinzip der Vorrichtung 10 wird im folgenden näher erläutert:
[0022] Bei der Ausführung gemäß Figur 1 wird die Packmaschine oder dergleichen mit einem
Massenstrom versorgt, indem der Massenstrom mittels des Zuführelementes 11 über die
Mündung 12 in den Schacht 13 transportiert wird. Ist der Massenstrom, der in den Schacht
13 transportiert wird, größer als von der Packmaschine abgenommen werden kann, wird
das Band 23 bzw. der Abschnitt 24 nach oben hinausgelenkt (siehe gestrichelt dargestellte
Linien). Die schraffierte Fläche gibt dabei das Speichervolumen an. Gleichzeitig bewegt
sich das Gewicht 27 nach oben. Dabei führt das Band 23 bzw. der Abschnitt 24 eine
Relativbewegung entgegen Transportrichtung T aus. Zu jeder Zeit deckt der Abschnitt
24 den Massenstrom von oben ab, so daß ein Verschieben der Artikel aus einer Transportposition,
in der die Artikel mit ihrer Längserstreckung quer zur Transportrichtung liegen, in
eine Position, in der die Artikel in Transportrichtung T liegen, verhindert wird.
Werden nun mehr Artikel abgenommen als zugeführt, verringert sich das Volumen des
Speichers 15 und das Gewicht 27 bewegt sich wieder nach unten. Die aktive Länge des
Abschnitts 24 verringert sich. Um die Volumenänderung im Speicher 15 durchzuführen,
ist nahezu keine Kraft auf die Artikel auszuüben. Das Gewicht 27 ist entsprechend
auszuwählen.
[0023] Grundsätzlich ist das Verfahrensprinzip des Füllkopfes 10 gemäß Figur 2 ähnlich dem
gerade beschriebenen. Allerdings wird beim Auslenken des Abschnitts 24 eine Relativbewegung
in Transportrichtung T erreicht.
[0024] Bei dem Füllkopf 10 gemäß Figur 3 wird der Transport des Massenstroms durch das umlaufende
Band 23 unterstützt.
[0025] Für den Fall, daß eine dem Zuführelement 11 vorgeschaltete Vorrichtung außer Betrieb
ist, also keine weiteren Artikel nachschiebt, kann durch Ansteuern des Bandes 18 die
Packmaschine noch für eine kurze Übergangszeit mit Artikeln versorgt werden. Dies
ist besonders für sogenannte "nachlaufende Packer", die zum Herunterfahren der Maschine
noch eine bestimmte Anzahl von Produkten benötigen, von Bedeutung.
[0026] Sämtlichen Ausführungsformen ist gemeinsam, daß das Volumen des Speichers 15 über
die Position der Gewichte 27, 31, z.B. mittels Weg- oder Abstandsmessung, oder Messung
der Bewegung der Rollen mittels Drehgeber, ermittelt werden kann. Mit dieser Information
kann eine Steuerung gespeist werden, die den Füllstand der Füllköpfe 10 steuert.
1. Vorrichtung zum Befüllen einer nachgeordneten Vorrichtung mit stabförmigen Artikeln,
insbesondere einer Packmaschine, umfassend einen Füllkopf (10) mit einem Zuführelement
(11) zum Transport eines aus Artikeln gebildeten Massenstroms, wobei das Zuführelement
(11) im Bereich einer Mündung (12) in einen Schacht (13) mündet, sowie mit einem Speicher
(15), der zum Ausgleich der Differenz aus Zustrom und Abstrom des Massenstroms innerhalb
des Füllkopfes (10) variabel ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet , daß der Speicher (15) in Transportrichtung T des Massenstroms mindestens teilweise vor
der Mündung (12) angeordnet ist, wobei der Speicher durch ein Band (23) begrenzt ist,
dessen mit dem Massenstrom in Kontakt stehende Länge zur Veränderung des Speichervolumens
durch den Förderdruck des Massenstroms gegen eine in das Band (23) eingebrachte vorgebbare
Zugkraft veränderbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher (15) vollständig außerhalb des Bereichs des Schachtes (13) angeordnet
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zuführelement (11) im wesentlichen horizontal verläuft und aus einem unteren
Fördermittel (16) und einem oberen Fördermittel (17) gebildet ist, wobei sich das
obere Fördermittel (17) nur über einen Teil des unteren Fördermittels (16) erstreckt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Fördermittel (16) aus mindestens zwei in Transportrichtung T der Artikel
bzw. des Massenstroms hintereinander angeordneten unteren Bändern (18, 19) und das
obere Fördermittel (17) aus mindestens einem oberen Band (22) besteht, wobei das Band
(22) des oberen Fördermittels (17) oberhalb des in Transportrichtung T der Artikel
vorderen Bandes (19) des unteren Fördermittels (16) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (23) der Speicher (15) durch ein Band (23) begrenzt bzw. gebildet ist, das
zur Volumenänderung des Speichers (15) in der Höhe variabel ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Abschnitt (24) des Bandes (23), der vor der Mündung (12) in den Schacht
(13) und oberhalb des unteren Fördermittels (16) liegt, auslenkbar ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der auslenkbare Abschnitt (24) des Bandes (23) im Zustand des leeren Speichers (15)
in Verlängerung des oberen Bandes (22) fluchtend zu diesem angeordnet ist und im wesentlichen
parallel zu den unteren Bändern (18, 19) verläuft.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der auslenkbare Abschnitt (24) an einem Ende in Transportrichtung T direkt hinter
dem oberen Band (22) befestigt und an dem anderen Ende im Bereich der Mündung (12)
mittels einer Rolle (25) geführt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (23) in Verlängerung des auslenkbaren Abschnitts (24) um mindestens eine
weitere Rolle (26) geführt und an seinem freien Ende mit einem Mittel zum Spannen
des Bandes (23) versehen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der auslenkbare Abschnitt (24) an einem Ende im Bereich der Mündung (12) befestigt
und an dem anderen Ende in Transportrichtung T direkt hinter dem oberen Band (22)
mittels einer Rolle (28) geführt ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (23) in Verlängerung des auslenkbaren Abschnitts (24) um mindestens zwei
weitere Rollen (29, 30) geführt und an seinem freien Ende mit einem Mittel zum Spannen
des Bandes (23) versehen ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel zum Spannen ein Gewicht (27, 31), ein Motor (32) mit einstellbarem Drehmoment
oder dergleichen ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (23) ein Endlosförderer ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (23) mittels mehrerer Rollen (33, 34, 35) geführt ist, wovon zur Bildung
des auslenkbaren Abschnitts (24) eine Rolle (34) in Transportrichtung T unmittelbar
hinter dem oberen Band (22) und eine Rolle (33) im Bereich der Mündung (12) angeordnet
ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (23) angetrieben ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß dem Band (23) ein Mittel zum Spannen zugeordnet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel eine Tänzerarm-Feder-Kombination, eine Motor-Winde-Kombination oder dergleichen
ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Volumen des Speichers (15) mittels geeigneter Meßmittel ermittelbar ist.