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(11) |
EP 1 676 951 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.11.2007 Patentblatt 2007/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.12.2005 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Entwässerungseinrichtung eines Doppelsiebformers einer Maschine zur Herstellung einer
Faserstoffbahn
Dewatering device of a twin-wire former of a machine for manufacturing a fibrous web
Dispositif d'essorage d'une section de formage à deux toiles d'une machine pour fabriquer
une bande de matériau fibreux
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
30.12.2004 DE 102004000068
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.07.2006 Patentblatt 2006/27 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Jaschinski, Thomas, Dr.
89522 Heidenheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kunze, Klaus et al |
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Voith Paper Holding GmbH & Co. KG
Abteilung zjp
Sankt Pöltener Strasse 43 89522 Heidenheim 89522 Heidenheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 371 786 DE-U1- 29 513 274 US-A- 5 202 000
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DE-A1- 10 343 914 US-A- 5 185 064 US-B1- 6 254 727
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Entwässerungseinrichtung eines Doppelsiebformers einer
Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn,
aus mindestens einer Faserstoffsuspension, umfassend eine Formiereinheit, insbesondere
eine Formierwalze, über deren Umfangsfläche zumindest streckenweise zwei eine Doppelsiebzone
bildende und dazwischen die mindestens eine Faserstoffsuspension aufnehmende Siebe
mit einer Sieblaufrichtung geführt sind, und einen wenigstens eine Vorderwand aufweisenden
Siebsaugkasten, der der Formiereinheit in Sieblaufrichtung zumindest überwiegend nachgeschaltet
und dem der Formiereinheit abgewandten Sieb der Doppelsiebzone gegenüberliegend angeordnet
ist, wobei dem Siebsaugkasten einlaufseitig eine Skimmereinrichtung vorgeschaltet
ist, die wenigstens auslaufseitig im Bereich der über die Formiereinheit geführten
Doppelsiebzone und gegenseitig der Formereinheit angeordnet ist und die wenigstens
einen einen Abstand zum benachbarten Sieb der Doppelsiebzone aufweisenden Skimmerschuh
aufweist und wobei der Skimmerschuh an einer Tragkonstruktion mittels mindestens einer
Verstelleinrichtung derart verstellbar angebracht ist, dass sein Abstand zum benachbarten
Sieb der zumindest streckenweise über die Umfangsfläche der Formiereinheit geführten
Doppelsiebzone einstellbar ist.
[0003] Der Abstand des Skimmerschuhs zum benachbarten Sieb der Doppelsiebzone kann dabei
nicht variiert werden. Nachteilig ist zudem, dass die starre Verbindung mit dem Siebsaugkasten
dazu führt, dass beim Verstellen des Siebsaugkastens mit angebrachter Skimmereinrichtung
sich auch der Abstand des Skimmerschuhs zum benachbarten Sieb der Doppelsiebzone ändert.
Bei der Vergrößerung des Abstands des Skimmerschuhs vergrößert sich auch der Abstand
der Schuhunterseite zum benachbarten Sieb. Bewegt man die Skimmer einrichtung mehr
in Richtung der Formiereinheit, insbesondere Formierwalze, und verkleinert damit den
Abstand der Skimmereinrichtung, so verringert sich auch der Spalt zwischen dem Skimmerschuh
und dem benachbarten Sieb. Umgekehrt vergrößert sich die Spaltweite zwischen der Schuhunterseite
und dem benachbarten Sieb bei einer Vergrößerung des Abstands der Skimmereinrichtung.
[0004] Bei einem weiten Spalt kann zudem mehr Luft in den Spalt zwischen dem Skimmerschuh
und dem benachbarten Sieb gefördert werden. Dies führt vor allem in den beiden Randbereichen
der Skimmereinrichtung zu einem geringeren Vakuum als in der Einrichtungsmitte.
[0005] Ein weiterer Nachteil ist, dass das sich quer zur Sieblaufrichtung ausbildende ungleichmäßige
Vakuumprofil die Qualität der herzustellenden Faserstoffbahn negativ beeinflusst.
Als Beispiele für die Qualität der herzustellenden Faserstoffbahn können beispielsweise
das Aschequerprofil und das Formationsquerprofil angeführt werden.
[0006] Es ist also Aufgabe der Erfindung, eine gegenüber dem bekannten Stand der Technik
verbesserte Entwässerungseinrichtung zu schaffen, welche die Herstellung einer Faserstoffbahn
mit deutlich verbesserten Qualitätsmerkmalen selbst bei eventuellen Positionsvariationen
der Bauteile und -gruppen der Entwässerungseinrichtung ermöglicht. Die deutlich verbesserten
Qualitätsmerkmale sollen insbesondere ein bis weit in den jeweiligen Randbereich der
Faserstoffbahn reichendes und gleichmäßiges Asche- und Formationsquerprofil umfassen.
[0007] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass, der Skimmerschuh quer zur Sieblaufrichtung
sektioniert ausgeführt ist und mindestens ein Mittensegment und beidseitig jeweils
ein Randsegment umfasst, wobei die Segmente des Skimmerschuhs unabhängig voneinander
mittels mindestens einer jeweiligen Verstelleinrichtung verstellbar sind. Dadurch
kann das Randvakuum durch einen getrennt positionierbaren Abstand der einzelnen Segmente
voneinander unabhängig eingestellt werden und so eine Profilierung quer zur Sieblaufrichtung
erreicht werden. Ein weiterer Vorteil der segmentweisen Verstellmöglichkeit ist, dass
die Randsegmente nicht bereits mit einer bestimmten vorgegebenen Profilform ausgeführt
sein müssen, sondern im Winkel und im Abstand angestellt werden können. Dies macht
es möglich die Profilform des Skimmerschuhs zu verändern, um dadurch zum Beispiel
das Aschequerprofil oder das Formationsquerprofil zu beeinflussen.
[0008] Dadurch kann der Skimmerschuh unabhängig von der Einstellung des Siebsaugkastens
verstellt werden. Dies ermöglicht wiederum eine optimale Einstellung des Spalts zwischen
dem Skimmerschuh und dem benachbarten Sieb mit dem Ziel einer möglichst gleichmäßigen
Ausbildung eines Vakuumprofils quer zur Sieblaufrichtung im Bereich der Skimmereinrichtung.
Somit werden wiederum die Voraussetzungen für die Herstellung einer Faserstoffbahn
mit deutlich verbesserten Qualitätsmerkmalen geschaffen.
[0009] Zudem wird die Möglichkeit geschaffen, die Skimmergeometrie an das auf der Maschine
produzierte Flächengewichtsspektrum anzupassen. Dies gilt vor allem bei holzfreien
Sorten an Faserstoffsuspension.
[0010] Auch kann der Abstand des Skimmerschuhs zum benachbarten Sieb unabhängig vom Abstand
der Skimmerleiste zur Formiereinheit, insbesondere Formierwalze, eingestellt beziehungsweise
nachgefahren werden.
[0011] Die Höhe des an der Basis des Steigkanals anliegenden Vakuums kann zusätzlich mittels
der Verstellung des Spalts zwischen dem Skimmerschuh und dem benachbarten Sieb eingestellt
werden.
[0012] Die Tragkonstruktion, an der der Skimmerschuh verstellbar angebracht ist, kann in
erster vorteilhafter Ausführung mittel- od er unmittelbar an der Vorderwand des Siebsaugkastens
angebracht sein. In zweiter vorteilhafter Ausführung hingegen kann sie an einer in
Sieblaufrichtung vor dem Siebsaugkasten angeordneten Quertraverse derart angebracht
sein, dass der Skimmerschuh unabhängig von einer möglichen Bewegung des Siebsaugkastens
in seiner Position verbleibt. Beide Ausführungen zeichnen sich durch individuelle
Vorteile aus: so ist die erste Ausführung günstig in der Ausführung und hinsichtlich
ihrer Festigkeit und Steifigkeit vorteilhaft, sie zweite Ausführung hingegen bietet
ein Größtmaß an Flexibilität und Unabhängigkeit, offensichtlich zu Lasten das Kosten.
[0013] Im Hinblick auf unterschiedliche Geometrieformen zur Erzeugung eines möglichst gleichmäßigen
Vakuumprofils quer zur Sieblaufrichtung hinweg ist bevorzugt vorgesehen, dass die
Segmente des Skimmerschuhs quer zur Sieblaufrichtung und/oder in Sieblaufrichtung
unterschiedliche Profilformen aufweisen.
[0014] Prinzipiell ist der mittige Abstand des Skimmerschuhs zum benachbarten Sieb der Doppelsiebzone
in einem Bereich von 5 bis 60 mm, vorzugsweise von 10 bis 20 mm, einstellbar und der
jeweilige randseitige Abstand des Skimmerschuhs zum benachbarten Sieb der Doppelsiebzone
nimmt einen Wert von mindestens 20 mm an, wobei der Abstand zwischen der Unterseite
des Skimmerschuhs und dem benachbarten Sieb der Doppelsiebzone definiert ist.
[0015] Überdies weist der Skimmerschuh idealerweise einen sich in Sieblaufrichtung verjüngenden
Abstand zum benachbarten Sieb auf.
[0016] Die jeweilige Verstelleinrichtung umfasst in erster Ausführung bevorzugt mindestens
eine die Verstellung zum benachbarten Sieb der Doppelsiebzone hin bewirkende Bewegungseinrichtung
und mindestens eine die Verstellung zur Tragkonstruktion hin bewirkende Rückholeinrichtung.
Die Bewegungseinrichtung kann dabei beispielsweise einen mit einem veränderbaren,
vorzugsweise steuer-/regelbaren Druck beaufschlagbaren Schlauch umfassen, wohingegen
die Rückholeinrichtung ein Federelement umfassen kann. Selbstverstän dlich kann sowohl
die Bewegungseinrichtung als auch die Rückholeinrichtung noch andere derzeit bekannte
Aktuatorarten umfassen.
[0017] Damit der einzelne Skimmerschuh geneigt und damit an den Herstellungsprozess ideal
angepasst werden kann, sind in Sieblaufrichtung mindestens zwei voneinander unabhängig
betätigbare Bewegungseinrichtungen für ihn vorgesehen, die bei unterschiedlicher Betätigung
die erwähnte Neigung bewirken.
[0018] In zweiter bevorzugter Ausführung umfasst die jeweilige Verstelleinrichtung mindestens
einen Spindelantrieb, einen doppelt beaufschlagbaren Hydraulikantrieb oder einen doppelt
beaufschlagbaren Pneumatikantrieb, die jeweils die Verstellung des Skimmerschuhs zum
benachbarten Sieb der Doppelsiebzone hin als auch dessen ihn rückholende Verstellung
zur Tragkonstruktion hin bewirken. Selbstverständlich kann die Verstelleinrichtung
noch andere derzeit bekannte Aktuatorarten umfassen.
[0019] Ferner ist in idealer Weise mindestens ein Wegaufnehmersystem zur Feststellung der
Position von mindestens einem Segment des Skimmerschuhs vorgesehen. Dadurch wird die
Möglichkeit einer reproduzierbaren Positionierung des Skimmerschuhs geschaffen.
[0020] Ein bei der Verstellung des Skimmerschuhs entstehender Spalt zwischen der Tragkonstruktion
und dem Skimmerschuh ist bevorzugt durch eine flexible Dichtung verschließbar. Dadurch
wird das Entstehen von Undichtigkeiten innerhalb der Skimmereinrichtung gänzlich vermieden.
[0021] Ferner besteht der Skimmerschuh in seiner Höhenrichtung bevorzugt aus zumindest zwei
Teilen, vorzugsweise einer insbesondere maschinenbreiten Trägerplatte und einer insbesondere
quer zur Sieblaufrichtung sektionierten Profilplatte. Hierdurch wird eine solide Konstruktion
des Skimmerschuhs bei großer Variantenvielfalt hinsichtlich seiner Profilform geschaffen.
Beide Plattenteile bestehen vorzugsweise aus einem jeweiligen Kunststoff.
[0022] In weiterer Ausführung ist vorgesehen, dass die Skimmereinrichtung eine Skimmerleiste
aufweist, die zur benachbarten Formiereinheit einen senkrechten Leistenabstand im
Bereich von 10 bis 20 mm, vorzugsweise im Bereich von 14 bis 18 mm, aufweist. Die
Angabe dieses Leistenabstands ist im Regelfall auf die so genannte CAD-Nulllinie bezogen.
[0023] Zwischen dem Skimmerschuh und der Skimmerleiste im anfänglichen Bereich des vorzugsweise
nahezu senkrechten Steigkanals ist bevorzugt mindestens ein vorzugsweise maschinenbreites
Leitblech derart angeordnet, dass ein Teil des Strahls getrennt und in den Steigkanal
abgelenkt wird. Die Ablenkung des Strahls sollte dabei lediglich flach erfolgen.
[0024] Das Leitblech ist vorzugsweise mittig oder annähernd mittig im anfänglichen Bereich
des Steigkanals angeordnet, um eine möglichst große Menge des Strahls in den vorderen
Teil des Steigkanals zu lenken. In bevorzugter Ausführung weist es weiters einen Blechabstand,
gemessen in der Senkrechten vom tiefsten Punkt des Leitblechs bis zum benachbarten
Sieb, im Bereich von 10 bis 40 mm, vorzugsweise im Bereich von 15 bis 30 mm, und eine
Blechstärke im Bereich von 3 bis 10 mm, vorzugsweise im Bereich von 3 bis 5 mm, auf.
Zudem weist es je nach Einbausituation eine zumindest einfach, vorzugsweise mehrfach
gewinkelte Blechkontur auf, wobei die Blechkontur im Wesentlichen der Rückseite des
Skimmerschuhs entspricht. Befestigt ist das Leitblech bevorzugt an dem Skimmerschuh
mittels mehrerer und in mindestens einer, vorzugsweise in mehreren quer zur Sieblaufrichtung
verlaufenden Reihen angeordneter Verbindungselemente. Die Verbindungselemente können
beispielsweise handelsübliche Schrauben sein.
[0025] Weiterhin kann je nach Anwendungsfall vorgesehen sein, dass mehrere im Skimmerschuh
angeordnete und quer zur Sieblaufrichtung verlaufende Messröhrchen vorgesehen sind,
um dadurch ein im Steigkanal vorhandenes Vakuumprofil messen zu können. Hierbei sind
bevorzugt mehrere Verbindungselemente zumindest der untersten Reihe durchbohrt, um
ein Einbringen mehrerer Messröhrchen in den anfänglichen Bereich des Steigkanals zu
ermöglichen. Die durchbohrten und mit jeweils einem Messröhrchen bestückten Verbindungselemente
können quer zur Sieblaufrichtung gleichmäßig oder ungleichmäßig und verstärkt in den
beiden Randbereichen des Skimmerschuhs angeordnet sein. Diese Ausgestaltung ermöglicht
prinzipiell ein einfaches und genaues Messen des im anfänglichen Bereich des Steigkanals
vorhandenen Vakuumprofils.
[0026] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
[0027] Es zeigen
- Figur 1
- eine schematisierte und geschnittene Seitenteilansicht einer bekannten Entwässerungseinrichtung;
- Figuren 2 und 3
- zwei Seitenteilansichten von zwei Ausführungsformen einer erfindungemäßen Skimmereinrichtung
einer Entwässerungseinrichtung;
- Figur 4
- eine vergrößerte Ansicht der Seitenteilansicht der Figur 2;
- Figur 5
- eine schematische Schnittdarstellung der Figur 2 gemäß der Schnittlinie A-A;
- Figur 6
- eine weitere Ausführung eines Skimmerschuhs der Figur 5; und
- Figuren 7A bis 7D
- mehrere schematische Seitenteilansichten unterschiedlicher Arten von Doppelsiebformern,
die eine Verwendung der erfindungsgemäßen Entwässerungseinrichtung ermöglichen.
[0028] Die Figur 1 zeigt eine schematisierte und geschnittene Seitenteilansicht einer bekannten
und zum Stand der Technik zählenden Entwässerungseinrichtung 1 eines nicht näher dargestellten
Doppelsiebformers einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere
einer Papier- oder Kartonbahn, aus mindestens einer Faserstoffsuspension 2.
[0029] Die Entwässerungseinrichtung 1 weist eine als eine bekannte Formierwalze 4 ausgebildete
Formiereinheit 3 auf, über deren Umfangsfläche 5 zumindest streckenweise zwei eine
Doppelsiebzone 6 bildende und dazwischen die mindestens eine Faserstoffsuspension
2 aufnehmende Siebe 7, 8 mit einer Sieblaufrichtung S (Pfeil) geführt sind. Sie weist
weiters einen in Sieblaufrichtung S (Pfeil) zumindest überwiegend nach geschalteten
und dem der Formiereinheit 3 abgewandten Sieb 8 der Doppelsiebzone 6 gegenüberliegend
angeordneten Siebsaugkasten (Obersiebsaugkasten) 9 mit mehreren Saugzonen bekannter
Bauart auf. Der Siebsaugkasten 9 weist eine Vorderwand 10 auf. Auf der dem Siebsaugkasten
9 gegenüberliegenden Seite der beiden Siebe 7, 8 können weiterhin an sich bekannte
und lediglich angedeutete Anpressleisten unterschiedlichster Form und Betätigungsweise
angebracht sein.
[0030] Weiterhin ist dem Siebsaugkasten 9 einlaufseitig eine Skimmereinrichtung 11 vorgeschaltet,
die wenigstens auslaufseitig im Bereich der über die Formiereinheit 3 geführten Doppelsiebzone
6 und gegenseitig der Formereinheit 3 angeordnet ist und die wenigstens einen einen
Abstand A zum benachbarten Sieb 8 der Doppelsiebzone 6 aufweisenden Skimmerschuh 12
aufweist. Die Skimmereinrichtung 11 weist ferner in bekannter Weise eine Skimmerleiste
24 auf.
[0031] Die beiden Figur 2 und 3 zeigen nun Seitenteilansichten von zwei möglichen Ausführungsformen
einer erfindungemäßen Skimmereinrichtung 11 einer Entwässerungseinrichtung 1.
[0032] Der jeweilige Skimmerschuh 12 ist an einer Tragkonstruktion 13 mittels mindestens
einer Verstelleinrichtung 14 derart verstellbar angebracht, dass sein Abstand A zum
benachbarten Sieb 8 der zumindest streckenweise über die Umfangsfläche 5 der Formiereinheit
3 geführten Doppelsiebzone 6 einstellbar ist. Die Führung des Skimmerschuhs übernimmt
eine weithin bekannte Profilführung 15, die aus zwei Profilpaaren 16.1, 16.2 besteht.
[0033] Die Tragkonstruktion 13, an der der Skimmerschuh 12 verstellbar angebracht ist, ist
an einer in Sieblaufrichtung S (Pfeil) vor dem Siebsaugkasten 9 angeordneten Quertraverse
17 beispielsweise mittels dargestellten Festlagern F
1, F
2 derart angebracht, dass der Skimmerschuh 12 unabhängig von einer möglichen Bewegung
des Siebsaugkastens 9 in seiner Position verbleibt.
[0034] Eine weitere lediglich gestrichelt dargestellte Anbringungsvariante besteht darin,
dass die Tragkonstruktion 13, an der der Skimmerschuh 12 verstellbar angebracht ist,
mittel- oder unmittelbar an der Vorderwand 10 des Siebsaugkastens 9 angebracht ist.
Beispielsweise kann sie angeschraubt oder gar angeschweißt sein.
[0035] Der Skimmerschuh 12 ist quer zur Sieblaufrichtung S (Pfeil) sektioniert ausgeführt
und er umfasst dabei mindestens ein Mittensegment 12
M und beidseitig jeweils ein Randsegment 12
RR, 12
RL (vgl. Figur 5). Zudem kann der Skimmerschuh 12 biegeweich ausgebildet sein (vgl.
Figur 5).
[0036] Weiterhin weist der Skimmerschuh 12 einen sich in Sieblaufrichtung S (Pfeil) verjüngenden
Abstand A
S zum benachbarten Sieb 8 auf.
[0037] Die jeweilige Verstelleinrichtung 14 der Figur 2 umfasst im Regelfall mindestens
eine die Verstellung zum benachbarten Sieb 8 der Doppelsiebzone 6 hin bewirkende Bewegungseinrichtung
18 und mindestens eine die Verstellung zur Tragkonstruktion 13 hin bewirkende Rückholeinrichtung
19.
[0038] In der Ausführung der Figur 2 umfasst die Bewegungseinrichtung 18 zwei mit einem
veränderbaren, vorzugsweise steuer-/regelbaren Druck p
1, p
2 beaufschlagbare Schläuche 18.1, 18.2. Durch das Vorsehen dieser zwei voneinander
unabhängig betätigbaren Bewegungseinrichtungen 18.1, 18.2 wird die Möglichkeit geschaffen,
dass sie bei unterschiedlicher Betätigung eine Neigung des Skimmerschuhs 12 bewirken.
[0039] Ferner umfasst die Rückholeinrichtung 19 in der Ausführung der Figur 2 zwei Federelemente
19.1. Die Federelemente 19.1 sind hierbei derart platziert, dass eine ausreichende
und genaue Rückholung des Skimmerschuhs 12 gewährleistet ist.
[0040] Hingegen umfasst die jeweilige Verstelleinrichtung 14 der Figur 3 einen Spindelantrieb
42, der jeweils eine am Skimmerschuh 12 befestigte Spindel 42.1 und ein an der Tragkonstruktion
13 angeordnete Spindelhubelement 42.2 für die entsprechende Spindel 42.1 aufweist.
Die Verstelleinrichtung 14 übernimmt also die Funktion der Bewegungseinrichtung 18
als auch die der Rückholeinrichtung 19 (vgl. Figur 2). Selbstverständlich kann die
jeweilige Verstelleinrichtung 14 in weiterer Ausführung auch einen doppelt beaufschlagbaren
Hydraulikantrieb oder einen doppelt beaufschlagbaren Pneumatikantrieb umfassen, die
jeweils die Verstellung des Skimmerschuhs 12 zum benachbarten Sieb 8 der Doppelsiebzone
6 hin als auch dessen ihn rückholende Verstellung zur Tragkonstruktion 13 hin bewirken.
[0041] Überdies ist in beiden Ausführungsformen der Figuren 2 und 3 ein bei der Verstellung
des Skimmerschuhs 12 entstehender Spalt 20 zwischen der Tragkonstruktion 13 und dem
Skimmerschuh 12 durch eine flexible Dichtung 21 verschließbar. Diese Dichtung 21 ist
bevorzugt eine Runddichtung 22, sie kann in weiterer Ausführung auch einen Moosgummi
oder dergleichen umfassen.
[0042] Der Skimmerschuh 12 der Ausführungsformen der Figuren 2 und 3 besteht in seiner Höhenrichtung
H (Pfeil) aus zumindest zwei Teilen 23.1, 23.2, vorzugsweise einer insbesondere maschinenbreiten
Trägerplatte 23.2 und einer insbesondere quer zur Sieblaufrichtung S (Pfeil) sektionierten
Profilplatte 23.1.
[0043] Weiterhin weist die Skimmereinrichtung 11 in bekannter Weise eine Skimmerleiste 24
auf, die zur benachbarten Formiereinheit 3 einen senkrechten Leistenabstand L im Bereich
von 10 bis 20 mm, vorzugsweise im Bereich von 14 bis 18 mm, aufweist.
[0044] Es ist ferner in den Ausführungsformen der Figuren 2 und 3 jeweils mindestens ein
bekanntes Wegaufnehmersystem 25 zur Feststellung der Position von mindestens einem
Segment des Skimmerschuhs 12 vorgesehen. Da der Aufbau und die Funktion eines derartigen
Wegaufnehmersystems 25 dem Fachmann bekannt ist, wird von dessen detaillierter Darstellung
abgesehen. Das Wegaufnehmersystem 25 ist daher lediglich schematisch angedeutet.
[0045] Zwischen dem Skimmerschuh 12 und der Skimmerleiste 24 der Ausführungsformen der Figuren
2 und 3 ist im anfänglichen Bereich eines vorzugsweise nahezu senkrechten Steigkanals
26 mindestens ein maschinenbreites Leitblech 27 derart angeordnet, dass ein Teil des
Strahls getrennt und in den Steigkanal 26 vorzugsweise flach abgelenkt wird (Richtungspfeil).
Das Leitblech 27 ist mittig oder annähernd mittig im anfänglichen Bereich des Steigkanals
26 angeordnet, um eine möglichst große Menge des Strahls in den vorderen Teil des
Steigkanals 26 zu lenken, und es weist ferner einen Blechabstand B, gemessen in der
Senkrechten vom tiefsten Punkt P des Leitblechs 25 bis zum benachbarten Sieb 8, im
Bereich von 10 bis 40 mm, vorzugsweise im Bereich von 15 bis 30 mm, auf. Das Leitblech
27 weist überdies eine Blechstärke C im Bereich von 3 bis 10 mm, vorzugsweise im Bereich
von 3 bis 5 mm, und eine zumindest einfach, vorzugsweise mehrfach gewinkelte Blechkontur
K, die im Wesentlichen der Rückseite 28 des Skimmerschuhs 12 entspricht, auf.
[0046] Das Leitblech 27 ist mittels mehrerer und in zwei quer zur Sieblaufrichtung S (Pfeil)
verlaufenden Reihen 30.1, 30.2 angeordneter Verbindungselemente 29 an dem Skimmerschuh
12 befestigt. Die Verbindungselemente 29 sind vorzugsweise in T-Nuten 31 geführte
und vorzugsweise handelsübliche Schrauben 33 mit jeweiligen Kulissen 32.
[0047] In dem Skimmerschuh 12 der Ausführungsformen der Figuren 2 und 3 sind überdies mehrere
quer zur Sieblaufrichtung S (Pfeil) verlaufende Messröhrchen 34 vorgesehen, um dadurch
ein im Steigkanal 26 vorhandenes Vakuumprofil messen zu können. Da dieses Messprinzip
dem Fachmann bestens bekannt ist, wird es an dieser Stelle nicht näher erläutert.
In dargestellter Ausführung sind mehrere Verbindungselemente 29 der unteren Reihe
30.1 durchbohrt, um ein Einbringen der Messröhrchen 34 in den anfänglichen Bereich
des Steigkanals 26 zu ermöglichen. Die durchbohrten und mit jeweils einem Messröhrchen
34 bestückten Verbindungselemente 29 sind quer zur Sieblaufrichtung S (Pfeil) gleichmäßig
oder ungleichmäßig und verstärkt in den beiden nachbeschriebenen Randbereichen des
Skimmerschuhs 12 angeordnet.
[0048] Die Figur 4 zeigt eine vergrößerte Ansicht der Seitenteilansicht der Figur 2.
[0049] Die Entwässerungseinrichtung 1 weist, wie bereits ausgeführt, eine als eine bekannte
Formierwalze 4 ausgebildete Formiereinheit 3 auf, über deren Umfangsfläche 5 zumindest
streckenweise zwei eine Doppelsiebzone 6 bildende und dazwischen die mindestens eine
Faserstoffsuspension 2 aufnehmende Siebe 7, 8 mit einer Sieblaufrichtung S (Pfeil)
geführt sind. Die Formierwalze 4 ist bereichsweise über den Winkel α hinweg in bekannter
Weise besaugt.
[0050] Die Entwässerungseinrichtung 1 weist weiters einen in Sieblaufrichtung S (Pfeil)
zumindest überwiegend nach geschalteten und dem Sieb 8 der Doppelsiebzone 6 gegenüberliegend
angeordneten Siebsaugkasten (Obersiebsaugkasten) 9 mit mehreren Saugzonen bekannter
Bauart auf, wobei unterseitig der Saugzonen vorzugsweise starr angebrachte Entwässerungsleisten
35 angeordnet sind. Den Entwässerungsleisten 35 gegenüberliegend ist ein Deflektor
36 und mehrere vorzugsweise flexibel anpressbare Leisten 37 angeordnet, wobei lediglich
die erste Leiste 37 nicht angedeutet ist.
[0051] Dem Siebsaugkasten 9 in Sieblaufrichtung S (Pfeil) vorgeordnet und der Formierwalze
4 gegenüberliegend angeordnet ist eine bekannte Brustwalze 38, über deren Umfangsfläche
39 zumindest streckenweise das dem Siebsaugkasten 9 zugewandte Sieb 8 geführt ist.
[0052] Weiterhin ist dem Siebsaugkasten 9 einlaufseitig eine Skimmereinrichtung 11 vorgeschaltet,
die wenigstens auslaufseitig im Bereich der über die Formiereinheit 3 geführten Doppelsiebzone
6 und gegenseitig der Formereinheit 3 angeordnet ist und die wenigstens einen einen
Abstand A zum benachbarten Sieb 8 der Doppelsiebzone 6 aufweisenden Skimmerschuh 12
aufweist.
[0053] Der Skimmerschuh 12 ist, wie bereits ausgeführt, an einer Tragkonstruktion 13 mittels
mindestens einer Verstelleinrichtung 14 (Pfeildarstellung) derart verstellbar angebracht,
dass sein Abstand A zum benachbarten Sieb 8 der zumindest streckenweise über die Umfangsfläche
5 der Formiereinheit 3 geführten Doppelsiebzone 6 einstellbar ist. Hinsichtlich der
weiteren Details der Verstelleinrichtung 14 wird auf die Beschreibung der Figuren
2 und 3 verwiesen.
[0054] Die Figur 5 zeigt eine schematische Schnittdarstellung der Figur 2 gemäß der Schnittlinie
A-A.
[0055] Der dargestellte Skimmerschuh 12 ist, wie bereits ausgeführt, quer zur Sieblaufrichtung
S (Pfeil) biegeweich ausgebildet.
[0056] Der Skimmerschuh 12 ist an einer Tragkonstruktion 13 mittels mindestens einer symbolisch
dargestellten Verstelleinrichtung 14 derart verstellbar angebracht, dass sein Abstand
A zum benachbarten Sieb 8 der zumindest streckenweise über die Umfangsfläche 5 der
Formiereinheit 3 geführten Doppelsiebzone 6 (Sieb 7 und Faserstoffsuspension 2) und
einstellbar ist.
[0057] Die Tragkonstruktion 13, an der der Skimmerschuh 12 verstellbar angebracht ist, ist
an einer Quertraverse 17 derart angebracht, dass der Skimmerschuh 12 unabhängig von
einer möglichen Bewegung des nicht dargestellten Siebsaugkastens in seiner Position
verbleibt.
[0058] Die Verstelleinrichtung 14 umfasst mehrere die Verstellung zum benachbarten Sieb
8 der Doppelsiebzone 6 hin bewirkende Bewegungseinrichtungen 18 und mehrere die Verstellung
zur Tragkonstruktion 13 hin bewirkende Rückholeinrichtungen 19. In der Ausführung
gemäß der Figur 5 ist die jeweilige Verstelleinrichtung 14 als ein jeweiliger Aktuator
14.1 ausgeführt, der sowohl die Funktion der Bewegungseinrichtung 18 als auch die
der Rückholeinrichtung 19 in einer Einheit verbindet. Ein derartiger Aktuator 14.1
kann beispielsweise ein Spindelantrieb, ein doppelt beaufschlagbarer Hydraulikantrieb
oder ein doppelt beaufschlagbarer Pneumatikantrieb sein.
[0059] Die Aktuatoren 14.1 sind nebeneinander, das heißt quer zur Sieblaufrichtung S (Pfeil)
zueinander beabstandet angeordnet und sie sind einzeln betätigbar. Somit kann eine
individuelle Biegelinie des Skimmerschuhs 12 und eine daraus resultierende Abstandslinie
AL des Skimmerschuhs 12 zum benachbarten Sieb 8 erzeugt werden. Die Abstandslinie
AL weist entlang ihres Verlaufs unterschiedliche Ab stände A des Skimmerschuhs 12
zum benachbarten Sieb 8 auf, so dass eine optimale Einstellung des Spalts zwischen
dem Skimmerschuh 12 und dem benachbarten Sieb 8 mit dem Ziel einer möglichst gleichmäßigen
Ausbildung eines Vakuumprofils quer zur Sieblaufrichtung S (Pfeil) im Bereich der
Skimmereinrichtung 11 bewirkt werden kann. In Regelfall weist die Abstandslinie AL,
in Sieblaufrichtung S (Pfeil) betrachtet, hängende Ränder auf.
[0060] So ist beispielsweise der mittige Abstand AM des Skimmerschuhs 12 zum benachbarten
Sieb 8 der Doppelsiebzone 6 in einem Bereich von 5 bis 60 mm, vorzugsweise von 10
bis 20 mm, einstellbar und der jeweilige randseitige Abstand A
R des Skimmerschuhs 12 zum benachbarten Sieb 8 der Doppelsiebzone 6 nimmt einen Wert
von mindestens 20 mm an.
[0061] Die Figur 6 zeigt eine weitere Ausführung eines Skimmerschuhs 12 der Figur 5.
[0062] Der Skimmerschuh 12 weist in dieser Ausführung mehrere Schwachstellen 40 auf, damit
seine Biegelinie und damit die Arbeitslinie AL einfacher und präziser hergestellt
werden kann. Die Schwachstellen 40 sind vermehrt in kritischen, das heißt biegeintensiveren
Bereichen angeordnet und sie können unterschiedliche Querschnittsformen aufweisen:
V-Nuten, Rechtecknuten, Kerben, Kalotten, im Grunde jegliche polygone Kontur.
[0063] Die Darstellungen der Figuren 4 bis 6 können selbstverständlich auch bei der erfindungemäßen
Skimmereinrichtung 11 der Figur 3 ihre Anwendung finden. Lediglich exemplarisch sind
sie auf die erfindungsgemäße Skimmereinrichtung 11 der Figur 2 bezogen.
[0064] Die Figuren 7A bis 7D zeigen mehrere schematische Seitenteilansichten unterschiedlicher
Arten von Doppelsiebformern, die eine Verwendung der erfindungsgemäßen Entwässerungseinrichtung
1 ermöglichen.
[0065] Ein derartiger Doppelsiebformer kann beispielsweise eine vertikale oder eine annähernd
vertikale Doppelsiebzone 6 (Figur 7A - "DuoFormer TQ
v), eine schräge Doppelsiebzone 6 (Figur 7B - "DuoFormer TQ"), eine horizontale oder
eine annähernd horizontale Doppelsiebzone 6 (Figur 7C - "DuoFormer TQ
H"; Figur 7D, ggf. mit schräger Doppelsiebzone 6) aufweisen. Die in den Figuren 7A
bis 7D dargestellten Arten von Doppelsiebformern weisen lediglich einen exemplarischen
Charakter auf.
[0066] Zusammenfassend ist festzuhalten, dass durch die Erfindung eine Entwässerungseinrichtung
geschaffen wird, welche die Herstellung einer Faserstoffbahn mit deutlich verbesserten
Qualitätsmerkmalen selbst bei eventuellen Positionsvariationen der Bauteile und -gruppen
der Entwässerungseinrichtung ermöglicht. Die deutlich verbesserten Qualitätsmerkmale
umfassen dabei insbesondere ein bis weit in den jeweiligen Randbereich der Faserstoffbahn
reichendes und gleichmäßiges Asche- und Formationsquerprofil.
Bezugszeichenliste
[0067]
- 1
- Entwässerungseinrichtung
- 2
- Faserstoffsuspension
- 3
- Formiereinheit
- 4
- Formierwalze
- 5
- Umfangsfläche
- 6
- Doppelsiebzone
- 7
- Sieb (Tragsieb)
- 8
- Sieb (Außensieb)
- 9
- Siebsaugkasten (Obersiebsaugkasten)
- 10
- Vorderwand
- 11
- Skimmereinrichtung
- 12
- Skimmerschuh
- 12M
- Mittensegment
- 12RR, 12RL
- Randsegment
- 13
- Tragkonstruktion
- 14
- Verstelleinrichtung
- 14.1
- Aktuator
- 15
- Profilführung
- 16.1, 16.2
- Profilpaar
- 17
- Quertraverse
- 18
- Bewegungseinrichtung
- 18.1, 18.2
- Schlauch
- 19
- Rückholeinrichtung
- 19.1
- Federelement
- 20
- Spalt
- 21
- Dichtung
- 22
- Runddichtung
- 23.1
- Profilplatte
- 23.2
- Trägerplatte
- 24
- Skimmerleiste
- 25
- Wegaufnehmersystem
- 26
- Steigkanal
- 27
- Leitblech
- 28
- Rückseite
- 29
- Verbindungselement
- 30.1, 30.2
- Reihe
- 31
- T-Nut
- 32
- Kulisse
- 33
- Schraube
- 34
- Messröhrchen
- 35
- Entwässerungsleiste
- 36
- Deflektor
- 37
- Leiste
- 38
- Brustwalze
- 39
- Umfangsfläche
- 40
- Schwachstelle
- 41
- Vorentwässerungsstrecke
- 42
- Spindelantrieb
- 42.1
- Spindel
- 42.2
- Spindelhubelement
- A-A
- Schnittlinie
- A
- Abstand
- AL
- Abstandslinie
- AM
- Mittiger Abstand
- AR
- Randseitiger Abstand
- AS
- Verjüngender Abstand
- B
- Blechabstand
- C
- Blechstärke
- F1, F2
- Festlager
- H
- Höhenrichtung (Pfeil)
- K
- Blechkontur
- L
- Leistenabstand
- P
- Punkt
- P1, P2
- Druck
- S
- Sieblaufrichtung (Pfeil)
- a
- Winkel
1. Entwässerungseinrichtung (1) eines Doppelsiebformers einer Maschine zur Herstellung
einer Faserstoffbahn, insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn, aus mindestens einer
Faserstoffsuspension (2), umfassend eine Formiereinheit (3), insbesondere eine Formierwalze
(4), über deren Umfangsfläche (5) zumindest streckenweise zwei eine Doppelsiebzone
(6) bildende und dazwischen die mindestens eine Faserstoffsuspension (2) aufnehmende
Siebe (7, 8) mit einer Sieblaufrichtung (S) geführt sind, und einen wenigstens eine
Vorderwand aufweisenden Siebsaugkasten (9), der der Formiereinheit (3) in Sieblaufrichtung
(S) zumindest überwiegend nachgeschaltet und dem der Formiereinheit (3) abgewandten
Sieb (8) der Doppelsiebzone (6) gegenüberliegend angeordnet ist, wobei dem Siebsaugkasten
(9) einlaufseitig eine Skimmereinrichtung (11) vorgeschaltet ist, die wenigstens auslaufseitig
im Bereich der über die Formiereinheit (3) geführten Doppelsiebzone (6) und gegenseitig
der Formiereinheit (3) angeordnet ist und die wenigstens einen einen Abstand (A) zum
benachbarten Sieb (8) der Doppelsiebzone (6) aufweisenden Skimmerschuh (12) aufweist,
und wobei
der Skimmerschuh (12) an einer Tragkonstruktion (13) mittels mindestens einer Verstelleinrichtung
(14) derart verstellbar angebracht ist, dass sein Abstand (A) zum benachbarten Sieb
(8) der zumindest streckenweise über die Umfangsfläche (5) der Formiere inheit (3)
geführten Doppelsiebzone (6) einstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Skimmerschuh (12) quer zur Sieblaufrichtung (S) sektioniert ausgeführt ist und
mindestens ein Mittensegment (12M) und beidseitig jeweils ein Randsegment (12RL, 12RR) umfasst, wobei
die Segmente (12M, 12RL, 12RR) des Skimmerschuhs (12) unabhängig voneinander mittels mindestens einer jeweiligen
Verstelleinrichtung (14) verstellbar sind.
2. Entwässerungseinrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Tragkonstruktion (13), an der der Skimmerschuh (12) verstellbar angebracht ist,
mittel- oder unmittelbar an der Vorderwand des Siebsaugkastens (9) angebracht ist.
3. Entwässerungseinrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Tragkonstruktion (13), an der der Skimmerschuh (12) verstellbar angebracht ist,
an einer in Sieblaufrichtung (S) vor dem Siebsaugkasten (9) angeordneten Quertraverse
(17) derart angebracht ist, dass der Skimmerschuh (12) unabhängig von einer möglichen
Bewegung des Siebsaugkastens (9) in seiner Position verbleibt.
4. Entwässerungseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Segmente (12M, 12RL, 12RR) des Skimmerschuhs (12) quer zur Sieblaufrichtung (S) und/oder in Sieblaufrichtung
(S) unterschiedliche Profilformen aufweisen.
5. Entwässerungseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der mittige Abstand (AM) des Skimmerschuhs (12) zum benachbarten Sieb (8) der Doppelsiebzone (6) in einem
Bereich von 5 bis 60 mm, vorzugsweise von 10 bis 20 mm, einstellbar ist und
dass der jeweilige randseitige Abstand (AR) des Skimmerschuhs (12) zum benachbarten Sieb (8) der Doppelsiebzone (6) einen Wert
von mindestens 20 mm annimmt,
wobei der Abstand (A) zwischen der Unterseite des Skimmerschuhs (12) und dem benachbarten
Sieb (8) der Doppelsiebzone (6) definiert ist.
6. Entwässerungseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Skimmerschuh (12) einen sich in Sieblaufrichtung (S) verjüngenden Abstand (AS) zum benachbarten Sieb (8) aufweist.
7. Entwässerungseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Verstelleinrichtung (14) mindestens eine die Verstellung zum benachbarten
Sieb (8) der Doppelsiebzone (6) hin bewirkende Bewegungseinrichtung (18) und mindestens
eine die Verstellung zur Tragkonstruktion (13) hin bewirkende Rückholeinrichtung (19)
umfasst.
8. Entwässerungseinrichtung (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bewegungseinrichtung (18) einen mit einem veränderbaren, vorzugsweise steuer-/regelbaren
Druck (p1, p2) beaufschlagbaren Schlauch (18.1, 18.2) umfasst.
9. Entwässerungseinrichtung (1) nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Sieblaufrichtung (S) mindestens zwei voneinander unabhängig betätigbare Bewegungseinrichtungen
(18) vorgesehen sind, die bei unterschiedlicher Betätigung eine Neigung des Skimmerschuhs
(12) bewirken.
10. Entwässerungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rückholeinrichtung (19) ein Federelement (19.1) umfasst.
11. Entwässerungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Verstelleinrichtung (14) mindestens einen Spindelantrieb (42; 42.1,
42.2), einen doppelt beaufschlagbaren Hydraulikantrieb oder einen doppelt beaufschlagbaren
Pneumatikantrieb umfasst, die jeweils die Verstellung des Skimmerschuhs (12) zum benachbarten
Sieb (8) der Doppelsiebzone (6) hin als auch dessen ihn rückholende Verstellung zur
Tragkonstruktion (13) hin bewirken.
12. Entwässerungseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens ein Wegaufnehmersystem (25) zur Feststellung der Position von mindestens
einem Segment (12M, 12RL, 12RR) des Skimmerschuhs (12) vorgesehen ist.
13. Entwässerungseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein bei der Verstellung des Skimmerschuhs (12) entstehender Spalt (20) zwischen der
Tragkonstruktion (13) und dem Skimmerschuh (12) durch eine flexible Dichtung (21)
verschließbar ist.
14. Entwässerungseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Skimmerschuh (12) in seiner Höhenrichtung (H) aus zumindest zwei Teilen, vorzugsweise
einer insbesondere maschinenbreiten Trägerplatte (23.2) und einer insbesondere quer
zur Sieblaufrichtung (S) sektionierten Profilplatte (23.1), besteht.
15. Entwässerungseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Skimmereinrichtung (11) eine Skimmerleiste (24) aufweist, die zur benachbarten
Formiereinheit (3) einen senkrechten Leistenabstand (L) im Bereich von 10 bis 20 mm,
vorzugsweise im Bereich von 14 bis 18 mm, aufweist.
16. Entwässerungseinrichtung (1) nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Skimmerschuh (12) und der Skimmerleiste (24) im anfänglichen Bereich
eines vorzugsweise nahezu senkrechten Steigkanals (26) mindestens ein vorzugsweise
maschinenbreites Leitblech (27) derart angeordnet ist, dass ein Teil des Strahls getrennt
und in den Steigkanal (26) abgelenkt wird.
17. Entwässerungseinrichtung (1) nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Leitblech (27) mittig oder annähernd mittig im anfänglichen Bereich des Steigkanals
(26) angeordnet ist, um eine möglichst große Menge des Strahls in den vorderen Teil
des Steigkanals (26) zu lenken.
18. Entwässerungseinrichtung (1) nach Anspruch 16 oder 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Leitblech (27) einen Blechabstand (B), gemessen in der Senkrechten vom tiefsten
Punkt (P) des Leitblechs (27) bis zum benachbarten Sieb (8), im Bereich von 10 bis
40 mm, vorzugsweise im Bereich von 15 bis 30 mm, aufweist.
19. Entwässerungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 16 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Leitblech (27) eine Blechstärke (C) im Bereich von 3 bis 10 mm, vorzugsweise
im Bereich von 3 bis 5 mm, aufweist.
20. Entwässerungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 16 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Leitblech (27) eine zumindest einfach, vorzugsweise mehrfach gewinkelte Blechkontur
(K) aufweist.
21. Entwässerungseinrichtung (1) nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Blechkontur (K) im Wesentlichen der Rückseite (28) des Skimmerschuhs (12) entspricht.
22. Entwässerungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 16 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Leitblech (27) mittels mehrerer und in mindestens einer, vorzugsweise in mehreren
quer zur Sieblaufrichtung (S) verlaufenden Reihen (30.1, 30.2) angeordneter Verbindungselemente
(29) an dem Skimmerschuh (12) befestigt ist.
23. Entwässerungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 16 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere im Skimmerschuh (12) angeordnete und quer zur Sieblaufrichtung (S) verlaufende
Messröhrchen (34) vorgesehen sind, um dadurch ein im Steigkanal (26) vorhandenes Vakuumprofil
messen zu können.
24. Entwässerungseinrichtung (1) nach Anspruch 22 und 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Verbindungselemente (29) zumindest der untersten Reihe (30.1) durchbohrt
sind, um ein Einbringen mehrerer Messröhrchen (34) in den anfänglichen Bereich des
Steigkanals (26) zu ermöglichen.
25. Entwässerungseinrichtung (1) nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
dass die durchbohrten und mit jeweils einem Messröhrchen (34) bestückten Verbindungselemente
(29) quer zur Sieblaufrichtung (S) gleichmäßig oder ungleichmäßig und verstärkt in
den beiden Randbereichen des Skimmerschuhs (12) angeordnet sind.
1. Dewatering device (1) of a twin-wire former of a machine for manufacturing a fibrous
web, in particular a paper or board web, from at least one fibrous stock suspension
(2), comprising a forming unit (3), in particular a forming roll (4), over the circumferential
surface (5) of which, at least over some distance, two wires (7, 8) forming a twin-wire
zone (6) and accommodating the at least one fibrous stock suspension (2) between them
are guided in a wire running direction (S), and a wire suction box (9) which has at
least one front wall, is at least predominantly connected downstream of the forming
unit (3) in the wire running direction (S) and is arranged opposite the wire (8) of
the twin-wire zone (6) that faces away from the forming unit (3), a skimmer device
(11) being connected upstream of the wire suction box (9) on the inlet side, which
device, at least on the outlet side, is arranged in the region of the twin-wire zone
(6) guided over the forming unit (3) and on the opposite side of the forming unit
(3), and which has at least one skimmer shoe (12) with a spacing (A) from the adjacent
wire (8) of the twin-wire zone (6), and the skimmer shoe (12) being fitted to a supporting
structure (13) such that it can be adjusted by means of at least one adjusting device
(14) such that its spacing (A) from the adjacent wire (8) of the twin-wire zone (6)
guided, at least over some distance, over the circumferential surface (5) of the forming
unit (3) can be set,
characterized in that the skimmer shoe (12) is sectioned transversely with respect to the wire running
direction (S) and comprises at least one central segment (12M) and, on both sides, an edge segment (12RL, 12RR) in each case, the segments (12M, 12RL, 12RR) of the skimmer shoe (12) being adjustable independently of one another by means
of at least one respective adjusting device (14).
2. Dewatering device (1) according to Claim 1, characterized in that the supporting structure (13) to which the skimmer shoe (12) is fitted such that
it can be adjusted is fitted indirectly or directly to the front wall of the wire
suction box (9).
3. Dewatering device (1) according to Claim 1, characterized in that the supporting structure (13) to which the skimmer shoe (12) is fitted such that
it can be adjusted is fitted to a crossbeam (17) arranged before the wire suction
box (9) in the wire running direction (S) in such a way that the skimmer shoe (12)
remains in its position irrespective of a possible movement of the wire suction box
(9).
4. Dewatering device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the segments (12M, 12RL, 12RR) of the skimmer shoe (12) have different profile shapes transversely with respect
to the wire running direction (S) and/or in the wire running direction (S).
5. Dewatering device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the central spacing (AM) of the skimmer shoe (12) from the adjacent wire (8) of the twin-wire zone (6) can
be set in a range from 5 to 60 mm, preferably from 10 to 20 mm, and in that the respective edge spacing (AR) of the skimmer shoe (12) from the adjacent wire (8) of the twin-wire zone (6) assumes
a value of at least 20 mm, the spacing (A) being defined between the underside of
the skimmer shoe (12) and the adjacent wire (8) of the twin-wire zone (6).
6. Dewatering device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the skimmer shoe (12) has a spacing (AS) from the adjacent wire (8) that tapers in the wire running direction (S).
7. Dewatering device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the respective adjusting device (14) comprises at least one moving device (18) effecting
the adjustment towards the adjacent wire (8) of the twin-wire zone (6), and at least
one returning device (19) effecting the adjustment towards the supporting structure
(13).
8. Dewatering device (1) according to Claim 7, characterized in that the moving device (18) comprises a hose (18.1, 18.2) to which a pressure (p1, p2) that can be varied, preferably controlled/regulated, can be applied.
9. Dewatering device (1) according to Claim 7 or 8, characterized in that, in the wire running direction (S), at least two moving devices (18) that can be
actuated independently of one another are provided, which effect an inclination of
the skimmer shoe (12) when actuated differently.
10. Dewatering device (1) according to one of Claims 7 to 9, characterized in that the return device (19) comprises a spring element (19.1).
11. Dewatering device (1) according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the respective adjusting device (14) comprises at least one spindle drive (42; 42.1,
42.2), a double-acting hydraulic drive or a double-acting pneumatic drive, which in
each case effect the adjustment of the skimmer shoe (12) towards the adjacent wire
(8) of the twin-wire zone (6) and also its adjustment returning it towards the supporting
structure (13).
12. Dewatering device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that at least one displacement transducer system (25) is provided in order to establish
the position of at least one segment (12M, 12RL, 12RR) of the skimmer shoe (12).
13. Dewatering device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a gap (20) that is formed between the supporting structure (13) and the skimmer shoe
(12) during the adjustment of the skimmer shoe (12) can be closed by a flexible seal
(21).
14. Dewatering device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that, in its vertical direction (H), the skimmer shoe (12) comprises at least two parts,
preferably a supporting plate (23.2) which is in particular as wide as the machine,
and a profiled plate (23.1) which is in particular sectioned transversely with respect
to the wire running direction (S).
15. Dewatering device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the skimmer device (11) has a skimmer strip (24) which has a vertical strip spacing
(L) in relation to the adjacent forming unit (3) in the range from 10 to 20 mm, preferably
in the range from 14 to 18 mm.
16. Dewatering device (1) according to Claim 15, characterized in that, between the skimmer shoe (12) and the skimmer strip (24), in the initial region
of a preferably virtually vertical rising channel (26), at least one guide plate (27)
that is preferably as wide as the machine is arranged in such a way that part of the
jet is divided and deflected into the rising channel (26).
17. Dewatering device (1) according to Claim 16, characterized in that the guide plate (27) is arranged centrally or approximately centrally in the initial
region of the rising channel (26), in order to deflect the greatest possible quantity
of the jet into the front part of the rising channel (26).
18. Dewatering device (1) according to Claim 16 or 17, characterized in that the guide plate (27) has a plate spacing (B), measured in the perpendicular from
the lowest point (P) of the guide plate (27) as far as the adjacent wire (8), in the
range from 10 to 40 mm, preferably in the range from 15 to 30 mm.
19. Dewatering device (1) according to one Claims 16 to 18, characterized in that the guide plate (27) has a plate thickness (C) in the range from 3 to 10 mm, preferably
in the range from 3 to 5 mm.
20. Dewatering device (1) according to one of Claims 16 to 19, characterized in that the guide plate (27) has a plate contour (K) that is angled at least once, preferably
repeatedly.
21. Dewatering device (1) according to Claim 20, characterized in that the plate contour (K) corresponds substantially to the rear side (28) of the skimmer
shoe (12).
22. Dewatering device (1) according to one of Claims 16 to 21, characterized in that the guide plate (27) is fixed to the skimmer shoe (12) by means of a plurality of
connecting elements (29) arranged in at least one row, preferably in a plurality of
rows (30.1, 30.2), extending transversely with respect to the wire running direction
(S).
23. Dewatering device (1) according to one of Claims 16 to 22, characterized in that a plurality of small measuring tubes (34) arranged in the skimmer shoe (12) and extending
transversely with respect to the wire running direction (S) are provided in order
as a result to be able to measure a vacuum profile present in the rising channel (26).
24. Dewatering device (1) according to Claims 22 and 23, characterized in that a plurality of connecting elements (29), at least of the lowest row (30.1), are drilled
through, in order to permit an introduction of a plurality of small measuring tubes
(34) into the initial region of the rising channel (26).
25. Dewatering device (1) according to Claim 24, characterized in that the connecting elements (29) that are drilled through and in each case fitted with
a small measuring tube (34) are arranged uniformly or non-uniformly transversely with
respect to the wire running direction (S) and in increased numbers in the two edge
regions of the skimmer shoe (12).
1. Dispositif d'essorage (1) d'une section de formage à deux toiles d'une machine pour
fabriquer une bande de matière fibreuse, en particulier une bande de papier ou de
carton, à partir d'au moins une suspension de matière fibreuse (2), comprenant une
unité de formage (3), en particulier un cylindre de formage (4), dont la surface périphérique
(5) guide au moins par zones deux toiles (7, 8) formant une zone à deux toiles (6)
et contenant entre elles l'au moins une suspension de matière fibreuse (2) dans une
direction de défilement des toiles (S), et une caisse aspirante de toile (9) présentant
au moins une paroi avant, qui est installée au moins pour l'essentiel après l'unité
de formage (3) dans la direction de défilement des toiles (S) et qui est disposée
en face de la toile (8) de la zone à deux toiles (6) située à l'opposé de l'unité
de formage (3), dans lequel un dispositif d'écrémage (11) précède la caisse aspirante
de toile (9) du côté d'entrée et est disposé du côté de sortie dans la région de la
zone à deux toiles (6) guidée sur l'unité de formage (3) et du côté opposé à l'unité
de formage (3) et qui comprend au moins un patin d'écrémage (12) situé à une distance
(A) de la toile voisine (8) de la zone à deux toiles (6), et dans lequel le patin
d'écrémage (12) est monté sur une structure de support (13) de façon réglable au moyen
d'au moins un dispositif de réglage (14) de telle manière que sa distance (A) par
rapport à la toile voisine (8) de la zone à deux toiles (6) guidée au moins par zones
sur la surface périphérique (5) de l'unité de formage (3) soit réglable, caractérisé en ce que le patin d'écrémage (12) est sectionné transversalement à la direction de défilement
des toiles (S) et comprend au moins un segment médian (12M) et de part et d'autre chaque fois un segment de bord (12RL, 12RR), dans lequel les segments (12M, 12RL, 12RR) du patin d'écrémage (12) sont réglables indépendamment les uns des autres au moyen
d'au moins un dispositif de réglage respectif (14).
2. Dispositif d'essorage (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la structure de support (13), sur laquelle le patin d'écrémage (12) est monté de
façon réglable, est installée directement ou indirectement sur la paroi avant de la
caisse aspirante de toile (9).
3. Dispositif d'essorage (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la structure de support (13), sur laquelle le patin d'écrémage (12) est monté de
façon réglable, est installée sur une traverse transversale (17) disposée avant la
caisse aspirante de toile (9) dans la direction de défilement des toiles (S), de telle
manière que le patin d'écrémage (12) reste dans sa position indépendamment d'un mouvement
possible de la caisse aspirante de toile (9).
4. Dispositif d'essorage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les segments (12M, 12RL, 12RR) du patin d'écrémage (12) présentent des formes profilées différentes transversalement
à la direction de défilement des toiles (S) et/ou dans la direction de défilement
des toiles (S).
5. Dispositif d'essorage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la distance centrale (AM) du patin d'écrémage (12) à la toile voisine (8) de la zone à deux toiles (6) est
réglable dans une plage de 5 à 60 mm, de préférence de 10 à 20 mm, et en ce que la distance respective (AR) du bord du patin d'écrémage (12) à la toile voisine (8) de la zone à deux toiles
(6) prend une valeur d'au moins 20 mm, dans lequel la distance (A) entre la face inférieure
du patin d'écrémage (12) et la toile voisine (8) de la zone à deux toiles (6) est
définie.
6. Dispositif d'essorage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le patin d'écrémage (12) présente une distance (AS) par rapport à la toile voisine (8) qui diminue dans la direction de défilement des
toiles (S).
7. Dispositif d'essorage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de réglage respectif (14) comprend au moins un dispositif de déplacement
(18) assurant le réglage en direction de la toile voisine (8) de la zone à deux toiles
(6) et au moins un dispositif de rappel (19) assurant le réglage en direction de la
structure de support (13).
8. Dispositif d'essorage (1) selon la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif de déplacement (18) comprend un tuyau souple (18.1, 18.2) pouvant être
sollicité par une pression variable, de préférence commandable/réglable (p1, p2).
9. Dispositif d'essorage (1) selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce qu'il est prévu, dans la direction de défilement des toiles (S), au moins deux dispositifs
de déplacement (18) pouvant être actionnés indépendamment l'un de l'autre, qui provoquent
une inclinaison du patin d'écrémage (12) lorsqu'ils sont actionnés différemment.
10. Dispositif d'essorage (1) selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que le dispositif de rappel (19) comprend un élément de ressort (19.1).
11. Dispositif d'essorage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le dispositif de réglage respectif (14) comprend au moins un entraînement à broche
(42; 42.1, 42.2), un entraînement hydraulique à double commande ou un entraînement
pneumatique à double commande, qui assurent respectivement le réglage du patin d'écrémage
(12) en direction de la toile voisine (8) de la zone à deux toiles (6) ainsi que son
réglage de rappel en direction de la structure de support (13).
12. Dispositif d'essorage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins un système d'enregistrement de course (25) pour déterminer la
position d'au moins un segment (12M, 12RL, 12RR) du patin d'écrémage (12).
13. Dispositif d'essorage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une fente (20) entre la structure de support (13) et le patin d'écrémage (12), apparaissant
lors du réglage du patin d'écrémage (12), peut être obturée par un joint d'étanchéité
flexible (21).
14. Dispositif d'essorage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le patin d'écrémage (12) se compose, dans le sens de sa hauteur (H), d'au moins deux
parties, de préférence d'une plaque de support (23.2) ayant notamment la largeur de
la machine et d'une plaque profilée (23.1) sectionnée notamment transversalement à
la direction de défilement des toiles (S).
15. Dispositif d'essorage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'écrémage (11) comprend une latte d'écrémage (24), qui présente, par
rapport à l'unité de formage voisine (3), une distance de latte perpendiculaire (L)
de l'ordre de 10 à 20 mm, de préférence de l'ordre de 14 à 18 mm.
16. Dispositif d'essorage (1) selon la revendication 15, caractérisé en ce qu'au moins un déflecteur (27), ayant de préférence la largeur de la machine, est disposé
entre le patin d'écrémage (12) et la latte d'écrémage (24), dans la région initiale
d'un canal montant (26) de préférence pratiquement vertical, de telle manière qu'une
partie du jet soit séparée et soit déviée dans le canal montant (26).
17. Dispositif d'essorage (1) selon la revendication 16, caractérisé en ce que le déflecteur (27) est disposé au milieu ou sensiblement au milieu de la région initiale
du canal montant (26), afin de dévier une aussi grande quantité que possible du jet
dans la partie avant du canal montant (26).
18. Dispositif d'essorage (1) selon la revendication 16 ou 17, caractérisé en ce que le déflecteur (27) présente une distance de déflecteur (B), mesurée à la verticale
du point le plus bas (P) du déflecteur (27) jusqu'à la toile voisine (8), de l'ordre
de 10 à 40 mm, de préférence de l'ordre de 15 à 30 mm.
19. Dispositif d'essorage (1) selon l'une quelconque des revendications 16 à 18, caractérisé en ce que le déflecteur (27) présente une épaisseur de tôle (C) de l'ordre de 3 à 10 mm, de
préférence de l'ordre de 3 à 5 mm.
20. Dispositif d'essorage (1) selon l'une quelconque des revendications 16 à 19, caractérisé en ce que le déflecteur (27) présente un contour de tôle (K) coudé au moins une fois, et de
préférence plusieurs fois.
21. Dispositif d'essorage (1) selon la revendication 20, caractérisé en ce que le contour de tôle (K) correspond essentiellement à la face arrière (28) du patin
d'écrémage (12).
22. Dispositif d'essorage (1) selon l'une quelconque des revendications 16 à 21, caractérisé en ce que le déflecteur (27) est fixé sur le patin d'écrémage (12) au moyen de plusieurs éléments
de fixation (29) disposés en au moins une, et de préférence en plusieurs rangées (30.1,
30.2) orientées transversalement à la direction de défilement des toiles (S).
23. Dispositif d'essorage (1) selon l'une quelconque des revendications 16 à 22, caractérisé en ce qu'il est prévu plusieurs petits tubes de mesure (34) disposés dans le patin d'écrémage
(12) et orientés transversalement à la direction de défilement des toiles (S), afin
de pouvoir mesurer ainsi un profil de vide existant dans le canal montant (26).
24. Dispositif d'essorage (1) selon la revendication 22 et 23, caractérisé en ce que plusieurs éléments de fixation (29) au moins de la rangée la plus basse (30.1) sont
percés, afin de permettre une insertion de plusieurs petits tubes (34) dans la région
initiale du canal montant (26).
25. Dispositif d'essorage (1) selon la revendication 24, caractérisé en ce que les éléments de fixation (29) percés et garnis chacun d'un petit tube de mesure (34)
sont disposés de façon uniforme ou non uniforme transversalement à la direction de
défilement des toiles (S) et de façon plus dense dans les deux régions de bord du
patin d'écrémage (12).
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