[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Filterstopfen aus Filterstäben
mit einer vorbestimmten Filterstablänge sowie ein Verfahren zum Herstellen von Filterzigaretten.
[0002] Unter der Bezeichnung "MAX" sind Filteransetzmaschinen der Patentanmelderin bekannt.
Unter einer Filteransetzmaschine wird eine Vorrichtung zur Herstellung von Filterzigaretten
verstanden mit Mitteln zur Aufnahme von Tabakstöcken doppelter Länge, mit Mitteln
zum Zerschneiden dieser doppelt langen Tabakstöcke in Tabakstöcke einfacher Länge,
mit Mitteln zum Einbringen von Filterstopfen doppelter Länge zwischen die Tabakstöcke
einfacher Länge, mit Mitteln zum Verbinden der doppelt langen Filterstopfen mit den
Tabakstöcken einfacher Länge durch Umhüllen mit einem Belagpapierblättchen, das mittels
einer Schneideinrichtung von einem zugeführten Belagpapierstreifen abgetrennt wird,
mit Mitteln zum Ausführen eines Trennschnittes durch den doppelt langen Filterstopfen,
so dass Filterzigaretten normaler Gebrauchslänge entstehen. Bei einer einbahnigen
Filteransetzmaschine wird eine Folge bzw. Reihe von queraxial hintereinander angeordneten
und transportierten Tabakstock-Filterstopfen-Tabakstock-Gruppen als einbahniger Materialstrom
einer Belageinrichtung zugeführt.
[0003] Zur Zuführung von Filterstopfen zu den Tabakstockpaaren werden an einer Filteransetzmaschine
aus einem Filtermagazin Filterstäbe mehrfacher Gebrauchslänge entnommen und nachfolgend
zu Filterstopfen doppelter Gebrauchslänge geschnitten. Anschließend werden die geschnittenen
Filterstopfen zu einer Reihe von hintereinander queraxial beabstandeten Filterstopfen
angeordnet, die den längsaxial beabstandeten Tabakstockpaaren zugeführt werden.
[0004] In US-4,943,272 (entspricht DE-T-689 10 669) ist eine Vorrichtung zur Herstellung
von Zigarettenfiltern beschrieben. Hierbei werden aus einem Filtermagazin mehrfach
lange, z. B. dreifach lange, Filterstäbe mittels einer Entnahmetrommel entnommen und
einer Schneidtrommel zugeführt, an der ein einziges Schneidmesser angeordnet ist.
Nach einem ersten Schneiden des Filterstabs wird ein entstandenes Filterstück von
der Schneidtrommel entnommen, während der um ein Filterstück verkürzte Filterstab
auf der Schneidtrommel verbleibt und längsaxial bis zu einem Anschlag verschoben wird.
Anschließend wird der verkürzte Filterstab nochmals von der Schneideinrichtung geschnitten,
so dass im Anschluss daran wieder ein Filterstück von der Schneidtrommel entnommen
wird. Der um zwei Filterstücke verkürzte Filterstab wird nochmals auf der Schneidtrommel
längsaxial bis zum Anschlag verschoben und an der Schneideinrichtung vorbeigeführt.
Im Anschluss wird das dritte Filterstück des ursprünglich dreifach langen Filterstabs
von einer Entnahmetrommel weiteren Trommeln zugeführt.
[0005] Die beschriebene Vorrichtung für die Herstellung von Zigarettenfiltern kann darüber
hinaus als Filterzuführeinrichtung an einer Filteransetzmaschine eingesetzt werden.
Ferner können zwei Filterherstellungsvorrichtungen kombiniert werden, um eine Konstruktion
zur Herstellung von Doppelfilterstücken zu erhalten.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
die Herstellung von Filterstopfen, z.B. an einer Filteransetzmaschine, zu vereinfachen,
wobei der bauliche Aufwand bei einem Wechsel der Filterstopfenlänge möglichst gering
gehalten werden soll. Darüber hinaus ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die
Umrüstzeiten an einer Filteransetzmaschine bei einem Formatwechsel bzw. Markenwechsel
zu verkürzen und zu vereinfachen.
[0007] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Herstellen von Filterstopfen aus Filterstäben
mit einer vorbestimmten Filterstablänge gelöst, wobei die Filterstäbe aus einem Magazin
entnommen werden, die Filterstäbe jeweils in n-fache (n = 2, 3, 4, ....) Filterstopfen
für eine vorbestimmte Filterstopfenlänge mittels (n-1)-facher Schneideinrichtungen
oder jeweils in k-fache (k = 2, 3, 4, ... ; k ≠ n) Filterstopfen für eine zweite vorbestimmte
Filterstopfenlänge mittels (k-1)-facher Schneideinrichtungen geschnitten werden, bei
einem Wechsel der zu schneidenden Filterstopfen von einer vorbestimmten Filterstopfenlänge
zu einer anderen vorbestimmten Filterstopfenlänge die Anzahl der Schneideinrichtungen
erhöht (k > n) oder verringert (k < n) wird, das dadurch weitergebildet wird, dass
die koaxial zueinander ausgerichteten Filterstopfen der jeweiligen Filterstäbe nach
dem Schneiden in einem ersten Schritt derart gestaffelt werden, dass die längsaxial
unmittelbar benachbarten Filterstopfen jeweils in einem konstanten Staffelungsabstand
queraxial zueinander versetzt angeordnet werden, und dass in einem weiteren Schritt
die Filterstopfen an eine Transfereinrichtung übergeben werden, so dass die Filterstopfen
in einem vorbestimmten queraxialen Staffelungsabstand zu den queraxial benachbarten
Filterstopfen versetzt zueinander angeordnet werden, und dass danach die versetzt
gestaffelten Filterstopfen zu einer Reihe queraxial hintereinander geförderter Filterstopfen
längsaxial verschoben werden.
[0008] Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass bei einem Wechsel von Filterstopfenlängen,
insbesondere bei Längenänderungen der Filterstopfen mit Wechsel einer Schnittaufteilung
der zu schneidenden Filterstäbe, d.h. bei einer Änderung der Anzahl der Schneideinrichtungen,
ein hoher Zeitaufwand besteht und damit ein langer Produktionsausfall bei der Herstellung
von Filterzigaretten bzw. Filterstäben resultiert.
[0009] Durch eine geänderte, erfindungsgemäße Aufteilung der verschiedenen Prozessschritte
und eine geänderte Zuordnung der erforderlichen Lage- und Geschwindigkeitsänderungen
der geschnittenen Filterstopfen wird eine Reduzierung der Umrüstzeiten an einer Filteransetzmaschine
oder Filterherstellungsmaschine erreicht.
[0010] Nach dem Schneiden der Filterstäbe werden die erhaltenen Filterstopfen in einem ersten
Verfahrensschritt gestaffelt, wobei eine relative Staffelung zwischen zwei unmittelbar
benachbarten Filterstopfen ausgeführt wird. Diese relative Staffelung von zwei unmittelbar
längsaxial angrenzenden Filterstopfen wird mit einem konstanten Staffelungsabstand
verwirklicht, so dass ein Filterstopfen queraxial zu seinem vorherigen Nachbarn versetzt
und beabstandet angeordnet ist. Diese relative Staffelung um einen konstanten Abstand
zwischen den Filterstopfennachbarn kann unter anderem auch dazu führen, dass bei einer
entsprechenden Anzahl der geschnittenen Filterstopfen mehrere Filterstopfen in einer
Aufnahmemulde eines Förderers anliegen, wobei die Filterstopfen relativ gesehen zu
ihrem jeweiligen unmittelbar in längsaxialer Richtung angrenzenden Nachbarn gestaffelt
sind.
[0011] Um gemäß der Erfindung eine weitere Staffelung der queraxial versetzten und gestaffelten
Filterstopfen auszuführen, werden diese an eine Transfereinrichtung übergeben, wodurch
die Filterstopfen nach der Transfereinrichtung in gestaffelter Weise derart vorliegen,
dass ausschließlich ein Filterstopfen in einer Aufnahmemulde eines Förderorgans angeordnet
ist. Hierzu werden die Filterstopfen in einem wählbaren oder vorbestimmten Abstand
in der Transfereinrichtung in Förderrichtung bzw. in queraxialer Richtung zueinander
versetzt gestaffelt. Liegen dabei nach der ersten Staffelung mehrere Filterstopfen
in einer Aufnahme eines Förderers, so ist ein anderer queraxialer Staffelungsabstand
auf der Transfereinrichtung zu wählen als bei schon im ersten Staffelungsschritt gestaffelten
Filterstopfen, bei denen nur ein Filterstopfen jeweils in einer Aufnahme des Förderers
jeweils angeordnet ist.
[0012] In Abhängigkeit der ersten Staffelung bzw. des ersten Staffelungsmusters der Filterstopfen
vor der Übergabe an die Transfereinrichtung ist der auszuführende queraxiale Staffelungsabstand
auf der Transfereinrichtung derart zu bestimmen, dass die Filterstopfen bei der Abgabe
an einen nachfolgenden Förderer sowohl in Förderrichtung bzw. in queraxialer Richtung
als auch in längsaxialer Richtung versetzt angeordnet sind. Hierdurch liegt in den
Aufnahmen eines Förderers jeweils nur ein Filterstopfen. Seine Nachbarn in queraxialer
und in längsaxialer Richtung befinden sich versetzt um einen queraxialen Abstand in
den anderen Aufnahmen.
[0013] Im Anschluss an die Transfereinrichtung werden aus den gestaffelten Filterstopfen
eine Reihe queraxial hintereinander geförderter Filterstopfen gebildet, wobei die
Filterstopfen längsaxial hierzu verschoben werden.
[0014] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorteilhaft, wenn der vorbestimmte
queraxiale Staffelungsabstand bei einer Erhöhung oder Erniedrigung der Anzahl der
Schneideinrichtungen geändert wird. Dementsprechend wird auch eine unterschiedliche
Anzahl von geschnittenen Filterstopfen erhalten.
[0015] Der Aufwand für den Umbau bei einem Formatwechsel an der Filteransetzmaschine wird
außerdem dadurch reduziert, dass bei der Erhöhung oder Erniedrigung der Anzahl der
Schneideinrichtungen wenigstens eine Schneideinrichtung in ihrer ortsfesten Position
verbleibt. Damit schneidet die wenigstens eine ortsfeste Schneideinrichtung die Filterstäbe
vor und nach einem Wechsel der Filterstablänge bzw. einem Formatwechsel. Dementsprechend
muss die wenigstens eine ortsfeste Schneideinrichtung nicht umgesetzt werden, wodurch
sich die Umrüstzeiten weiter verkürzen.
[0016] Bevorzugterweise wird bei einem Wechsel der zu schneidenden Filterstopfenlänge ein
erster Anschlag für die Filterstäbe in Bezug auf die wenigstens eine ortsfeste Schneideinrichtung
verschoben.
[0017] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn bei einer Erhöhung oder Erniedrigung der Anzahl
der Schneideinrichtungen wenigstens eine zweite, insbesondere ortsfeste, Schneideinrichtung
aktiviert oder deaktiviert wird.
[0018] Ferner ist es günstig, wenn nach der Transfereinrichtung die Filterstopfen längsaxial
zu einem zweiten Anschlag verschoben werden.
[0019] Hierzu ist es besonders von Vorteil, wenn der zweite Anschlag bei einer Änderung
der Filterstopfenlänge in seiner Position verändert wird, so dass die einreihig hintereinander
angeordneten Filterstopfen mit einer vorbestimmten Position an weitere Förderorgane
abgegeben werden.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung wird vorgeschlagen, dass der zweite Anschlag
in seiner Position derart verändert wird, dass bei einem Wechsel der Filterstopfenlänge
die Mitten der bisherigen Filterstopfen und die Mitten der neuen Filterstopfen in
einer Ebene liegen.
[0021] Außerdem ist es bevorzugt, wenn die Filterstopfen an eine Transfertrommel als Transfereinrichtung
übergeben werden.
[0022] Vorteilhaft ist es ferner, wenn die Transfereinrichtung oder die Transfertrommel
bei einem Wechsel der Filterstopfenlänge ausgetauscht wird.
[0023] Bevorzugterweise wird der vorbestimmte queraxiale Staffelungsabstand bei einem Wechsel
der Filterstopfenlänge geändert.
[0024] Des Weiteren wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Herstellen von Filterzigaretten,
wobei zwischen die Tabakstöcke einfache Filterstopfen doppelter Länge eingebracht
werden, die doppelt langen Filterstopfen mit den Tabakstöcken einfacher Länge durch
Umhüllen mittels eines Belagpapierblättchens zu Filterzigaretten doppelter Gebrauchslänge
verbunden werden, wobei die Filterstopfen gemäß dem voranstehend beschriebenen Verfahren
hergestellt werden. Die Herstellung der Filterstopfen erfolgt vorzugsweise in einer
Filterzuführung einer Filteransetzmaschine.
[0025] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten schematischen
Zeichnungen exemplarisch beschrieben, auf die im Übrigen bezüglich der Offenbarung
aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich
verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1 a
- schematisch eine Trommelanordnung einer Filterzuführung einer Filteransetzmaschine;
- Fi. 1 b
- schematisch ein Ablaufdiagramm zur Herstellung von Filterstopfen gemäß der Trommelanordnung
aus Fig. 1 a;
- Fig. 2a
- schematisch eine Trommelanordnung einer Filterzuführung einer Filteransetzmaschine
und
- Fig. 2b
- schematisch das Ablaufdiagramm entsprechend der Trommelanordnung aus Fig. 2a.
[0026] In den folgenden Figuren sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente bzw. entsprechende
Teile mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer entsprechenden erneuten
Vorstellung abgesehen wird.
[0027] In den Figuren 1 a und 2a ist jeweils eine Ansicht einer Filterzuführeinrichtung
10 schematisch dargestellt, wobei die Filterzuführeinrichtung 10 beispielsweise in
eine Filteransetzmaschine integriert ist. Aus einem Magazin 20 mit Filterstäben 100
werden die Filterstäbe 100 mittels einer Entnahmetrommel 30 einzeln entnommen und
zu an der Entnahmetrommel 30 angeordneten Schneidmessern 40, 45 transportiert, an
denen die Filterstäbe 100 in mehrere doppelt lange Filterstopfen entsprechend der
Anzahl der Schneidmesser 40, 45 geschnitten werden.
[0028] In Fig. 1 a ist gezeigt, dass nur ein Schneidmesser (Bezugszeichen 40) an der Entnahmetrommel
30 angeordnet ist, so dass die entnommenen Filterstäbe 100 nur einmal geschnitten
werden und somit aus einem Filterstab 100 zwei Filterstopfen 111, 112 durch das Schneiden
entstehen. Die Filterstopfen 111, 112 sind auf der Entnahmetrommel 30 in Fig. 1 a
koaxial zueinander in den Aufnahmemulden angeordnet. Danach werden die Filterstopfen
111, 112 an eine Staffeltrommel 50 übergeben, auf der die Filterstopfen 111, 112 in
einem festen queraxialen Staffelungsabstand zueinander gestaffelt werden.
[0029] Bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 2a sind zwei Schneidmesser 40, 45, bezogen auf
die entnommenen Filterstäbe 100, längsaxial zueinander versetzt angeordnet, so dass
die Filterstäbe 100 zweifach und somit zu drei gleichlangen Filterstäben 111, 112,
113 geschnitten werden. Die Filterstäbe 111, 112, 113 (Fig. 2a) sind auf der Entnahmetrommel
30 koaxial zueinander ausgerichtet. Anschließend werden die Filterstäbe 111, 112,
113 an die Staffeltrommel 50 übergeben, auf der die Filterstäbe 111, 112, 113 in Bezug
auf ihren angrenzenden Filterstopfen angeordnet bzw. gestaffelt werden.
[0030] Bezogen auf den in längsaxialer Richtung unmittelbar angrenzenden Filterstopfen findet
somit eine relative Staffelung der beiden in längsaxialer Richtung benachbarten Filterstopfen
statt. Mit anderen Worten: die Filterstäbe 111 und 112 sind jeweils zueinander gestaffelt
in einem festen Staffelungsabstand zueinander angeordnet. Ferner sind auch die Filterstopfen
112 und 113 um einen festen Staffelungsabstand zueinander gestaffelt. Dies führt schließlich
dazu, dass die Filterstopfen 111 und 113 in derselben Aufnahmemulde der Staffeltrommel
50 angeordnet werden, wobei diese Filterstopfen 111, 113 bezogen auf den mittigen
Filterstopfen 112 versetzt gestaffelt sind.
[0031] Bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 1 a werden die versetzt gestaffelten Filterstäbe
111, 112 von der Staffeltrommel 50 an eine Transfertrommel 60 übergeben. Auf der Transfertrommel
60 in diesem Ausführungsbeispiel wird keine weitere Staffelung der queraxial versetzt
zueinander angeordneten Filterstäbe 111, 112 ausgeführt, so dass anschließend die
Filterstäbe 111, 112 in gestaffelter Weise an eine Schiebetrommel 70 übergeben werden,
auf der die Filterstäbe 111, 112 zu einer Reihe queraxial hintereinander angeordneter
Filterstopfen 111, 112 zusammen geschoben werden und an eine Beschleunigertrommel
80 übergeben werden. Von der Beschleunigertrommel 80 werden die Filterstopfen 112
auf eine nachfolgende Einlegetrommel weiter gefördert, so dass die Filterstopfen 111,
112 zwischen längsaxial beabstandeten Tabakstockpaaren eingelegt werden.
[0032] In Fig. 1 b ist schematisch das entsprechende Ablaufdiagramm der Verfahrensabschnitte
auf den einzelnen Trommeln der Filterzuführeinrichtung 10 in Fig. 1 a entsprechend
dargestellt. Der erfindungsgemäße vorbestimmte queraxiale Staffelungsabstand auf der
Transfertrommel 60 entspricht dem konstanten Staffelungsabstand auf der Staffeltrommel
50. Das Verhältnis der Staffelungsabstände auf der Staffeltrommel 50 und der Transfertrommel
60 ist 1:1.
[0033] Bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 2a, gemäß dem die Filterstäbe 100 zweifach geschnitten
werden, werden die auf der Staffeltrommel 50 versetzt gestaffelten Filterstopfen 111,
112, 113 in entsprechender Weise an die Transfertrommel 60 übergeben, wobei bei oder
während der Übergabe die Filterstopfen 111, 112 ,113 jeweils in queraxialer Richtung
um ein bestimmtes Verhältnis zueinander gestaffelt werden, so dass ein größerer Staffelungsabstand
zwischen den Filterstopfen 111, 112, 113 jeder geförderten Reihe entsteht.
[0034] Durch die Vergrößerung des queraxialen Abstandes der Filterstopfen 111, 112, 113
jeder Reihe in Bezug auf den voraus- bzw. nacheilenden Filterstopfen jeder Reihe werden
die Filterstopfen 111, 112, 113 derart gestaffelt, dass ausschließlich ein Filterstopfen
in einer Aufnahmemulde der Transfertrommel 60 angeordnet ist. Anschließend werden
die Filterstopfen 111, 112, 113 von der Transfertrommel 60 an die Schiebetrommel 70
übergeben, auf der die Filterstopfen 111, 112, 113 zu einer Reihe queraxial hintereinander
angeordneter Filterstopfen längsaxial verschoben werden.
[0035] Auf der Transfertrommel 60 wird in Folge der größeren Anzahl der zu fördernden Filterstopfen
aus einem Filterstab ein anderer queraxialer Staffelungsabstand ausgeführt. Das Verhältnis
des queraxialen Staffelungsabstandes auf der Transfertrommel 60 zu dem konstanten
Staffelungsabstand auf der Staffeltrommel 50 beträgt beim Ausführungsbeispiel in Fig.
2a bzw. Fig. 2b 1:1,5. Um den queraxialen Staffelungsabstand auf der Transfertrommel
60 auszuführen, ist das Übersetzungsverhältnis zwischen der Staffeltrommel 50 und
der Transfertrommel 60 variabel ausgestaltet, um einen gewünschten bzw. vorbestimmten
queraxialen Staffelungsabstand zu realisieren. Um dieses zu erreichen, sind alle Trommeln
des Trommellaufs bevorzugt mit Einzelantrieben versehen.
[0036] Die Transfertrommel 60 aus Fig. 1 a wird hierzu gegen eine entsprechende Transfertrommel
60 für das Ausführungsbeispiel in Fig. 2a ausgetauscht, wodurch ebenfalls die Umrüstzeiten
an der Filterzuführeinrichtung 10 reduziert werden. Alternativ können die unterschiedlichen
Transfertrommelausführungen 60 auf einer Achse verschiebbar angeordnet sein.
[0037] Darüber hinaus ist gemäß der Erfindung vorgesehen, dass das Schneidmesser 40 ortsfest
an der Entnahmetrommel 30 angeordnet ist, so dass die Filterstäbe sowohl im Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 a als auch im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2a von diesem Schneidmesser
40 geschnitten werden.
[0038] Um aus den Filterstäben 100 je nach Anwendungsbeispiel unterschiedlich lange Filterstopfen
mittels des Schneidmessers 40 zu schneiden, ist an der Entnahmetrommel 30 ein verschiebbarer
Anschlag 120 angeordnet, so dass entsprechend der zu schneidenden Filterstopfenlänge
der längsaxiale Abstand zwischen dem Schneidmesser 40 und dem Anschlag 120, der bevorzugt
eine Wand des Magazins 20 ist, angepasst wird.
[0039] Um die Filterstäbe 100 im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 a bzw. 1 b nur einmal
zu schneiden, wird das Schneidmesser 45 (Fig. 2a) entfernt bzw. weggeschwenkt, so
dass lediglich das Schneidmesser 40 die Filterstäbe 110 mittig schneidet. Ausgehend
vom Ausführungsbeispiel in Fig. 1 a wird das zweite Schneidmesser 45 an der Entnahmetrommel
30 angeordnet (vgl. Fig. 2a), so dass nach entsprechender Positionierung des Anschlages
120 die Filterstäbe 100 im Ausführungsbeispiel in Fig. 2a, Fig. 2b zweifach von den
Schneidmessern 40, 45 geschnitten werden.
[0040] Darüber hinaus ist an der Schiebetrommel 70 ein weiterer Anschlag 130 vorgesehen,
so dass die Filterstäbe 111, 112 sowie 113 gegen diesen Anschlag 130 längsaxial geschoben
werden. Auch dieser Anschlag 130 ist bezogen auf die Filterstopfen 111, 112 bzw. 113
längsaxial verschiebbar angeordnet, so dass die Verschiebewege der Filterstopfen 111,
112, 113 in den Ausführungsbeispielen in Fig. 1 a bzw. 1 bund Fig. 2a bzw. 2b unterschiedlich
lang sind. Um die verschieden langen Filterstopfen in beiden gezeigten Ausführungsbeispielen
auf eine Einlegeebene E mittig auszurichten, ist der zweite Anschlag 130 entsprechend
in seiner Position anzupassen. Die Eingelegeebene E ist insbesondere ortsfest an der
Filteransetzmaschine ausgebildet.
[0041] Der Anschlag 130 wird in beiden Ausführungsbeispielen so ausgerichtet, dass die Mitten
der Filterstopfen 111, 112 (Fig. 1 b) bzw. 111, 112, 113 (Fig. 2b) stets in der Einlegeebene
E mittig angeordnet sind.
[0042] Durch die längsaxial bzw. horizontal variabel positionierbaren Anschläge 120 und
130 ist es möglich, dass dieselben Förderorgane 30, 50, 60, 70 und 80 für beide Ausführungsbeispiele
bzw. an einer Filteransetzmaschine ohne Austausch bei einem Formatwechsel verwendet
werden. Durch die Nutzung der Förderorgane für unterschiedlich lang herzustellende
Filterstopfen werden ebenfalls die Umrüstzeiten an einer Filteransetzmaschine oder
Filterherstellungsmaschine deutlich verkürzt, da kein Austausch der entsprechenden
Förderorgane bzw. eine Umstellung erfolgen muss.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 10
- Zuführeinrichtung
- 20
- Magazin
- 30
- Entnahmetrommel
- 40
- Schneidmesser
- 45
- Schneidmesser
- 50
- Staffeltrommel
- 60
- Transfertrommel
- 70
- Schneidetrommel
- 80
- Beschleunigungstrommel
- 100
- Filterstäbe
- 111
- Filterstopfen
- 112
- Filterstopfen
- 113
- Filterstopfen
- 120
- Anschlag
- 130
- Anschlag
- E
- Einlegeebene
1. Verfahren zum Herstellen von Filterstopfen (111, 112, 113) aus Filterstäben (100)
mit einer vorbestimmten Filterstablänge, wobei die Filterstäbe (100) aus einem Magazin
(20) entnommen werden, die Filterstäbe (100) jeweils in n-fache (n = 2, 3, 4, ....)
Filterstopfen (111, 112, 113) für eine vorbestimmte Filterstopfenlänge mittels (n-1)-facher
Schneideinrichtungen (40, 45) oder jeweils in k-fache (k = 2, 3, 4, ... ; k ≠ n) Filterstopfen
(111, 112, 113) für eine zweite vorbestimmte Filterstopfenlänge mittels (k-1)-facher
Schneideinrichtungen (40, 45) geschnitten werden, bei einem Wechsel der zu schneidenden
Filterstopfen von einer vorbestimmten Filterstopfenlänge zu einer anderen vorbestimmten
Filterstopfenlänge die Anzahl der Schneideinrichtungen (40, 45) erhöht (k > n) oder
verringert (k < n) wird, dadurch gekennzeichnet, dass die koaxial zueinander ausgerichteten Filterstopfen (111, 112, 113) der jeweiligen
Filterstäbe (100) nach dem Schneiden in einem ersten Schritt derart gestafftelt werden,
dass die längsaxial unmittelbar benachbarten Filterstopfen (111, 112, 113) jeweils
in einem konstanten Staffelungsabstand queraxial zueinander versetzt angeordnet werden,
und dass in einem weiteren Schritt die Filterstopfen(111, 112, 113) an eine Transfereinrichtung
(60) übergeben werden, so dass die Filterstopfen in einem vorbestimmten queraxialen
Staffelungsabstand zu den queraxial benachbarten Filterstopfen (111, 112, 113) versetzt
zueinander angeordnet werden, und dass danach die versetzt gestaffelten Filterstopfen
(111, 112, 113) zu einer Reihe queraxial hintereinander geförderter Filterstopfen
(111, 112, 113) längsaxial verschoben werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vorbestimmte queraxiale Staffelungsabstand bei einer Erhöhung oder Erniedrigung
der Anzahl der Schneideinrichtungen (40, 45) geändert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Erhöhung oder Erniedrigung der Anzahl der Schneideinrichtungen (40, 45) wenigstens
eine Schneideinrichtung (40) in ihrer ortsfesten Position verbleibt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Wechsel der zu schneidenden Filterstopfenlängen ein erster Anschlag (120)
für die Filterstäbe (100) in Bezug auf die wenigstens eine ortsfeste Schneideinrichtung
(40) verschoben wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei Erhöhung oder Erniedrigung der Anzahl der Schneideinrichtungen (40, 45) wenigstens
eine zweite, insbesondere ortsfeste, Schneideinrichtung (45) aktiviert oder deaktiviert
wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Transfereinrichtung (60) die Filterstopfen (111, 112, 113) längsaxial zu
einem zweiten Anschlag (130) verschoben werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Anschlag (130) bei einer Änderung der Filterstopfenlänge in seiner Position
verändert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Anschlag (130) in seiner Position derart verändert wird, dass bei einem
Wechsel der Filterstopfenlänge die Mitten der bisherigen Filterstopfen (111, 112,
113) und die Mitten der neuen Filterstopfen (111, 112, 113) in einer Ebene (E) liegen.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterstopfen (111, 112, 113) an eine Transfertrommel (60) als Transfereinrichtung
(60) übergeben werden.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Transfereinrichtung (60) oder die Transfertrommel (60) bei einem Wechsel der
Filterstopfenlänge ausgetauscht wird.
11. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Wechsel der Filterstopfenlänge der vorbestimmte queraxiale Staffelungsabstand
geändert wird.
12. Verfahren zur Herstellung von Filterzigaretten, wobei Tabakstöcke doppelter Länge
in Tabakstöcke einfacher Länge geschnitten werden, zwischen die Tabakstöcke einfacher
Länge Filterstopfen doppelter Länge eingebracht werden, die doppelt langen Filterstopfen
mit den Tabakstöcken einfacher Länge durch Umhüllen mittels eines Belagpapierblättchens
zu Filterzigaretten doppelter Gebrauchslänge verbunden werden, wobei die Filterstopfen
gemäß dem Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11 hergestellt werden.