[0001] Die Erfindung betrifft eine Leuchte zur Raumbeleuchtung, insbesondere eine Innenraumleuchte,
die einen Hohlraum mit einem oder mehreren reflektierenden Wänden aufweist, der eine
erste Wand, die zumindest auf einem Teilbereich lichtdurchlässig ist und einen Lichtauskoppelbereich
des Hohlraums aufweist, eine zweite, zumindest teilweise lichtdurchlässige Wand, und
eine der ersten Wand gegenüberliegende dritte Wand aufweist, welche ganz oder teilweise
reflektierend ist, wobei die Leuchte eine oder mehrere Lampen aufweist, die außerhalb
des Hohlraums angeordnet sind und Licht über die zweite Wand in den Hohlraum einkoppeln.
[0002] Derartige Leuchten sind beispielsweise aus
US-PS 4 059 755 oder
EP 1 111 298 A1 bekannt. Neuere Entwicklungen gehen dahin, durch lichtbrechende Strukturen an lichtdurchlässigen
Flächen eine Abschirmung zu erzeugen, die bislang durch Raster oder lichtundurchlässige
Reflektoren herbeigeführt werden, die den Lichtaustritt in bestimmte Richtungen verhindern.
[0003] Unter Abschirmung wird in der Lichttechnik ein Lichtabstrahlverhalten einer Leuchte
bezeichnet, bei dem oberhalb eines bestimmten Grenzwinkels zur Vertikalen, typischerweise
im Bereich von 50° bis 80°, in bestimmten Raumebenen, zum Beispiel in den in DIN EN
13032-1 definierten C-Ebenen oder in den C-Ebenen entsprechenden Ebenen senkrecht
zu der Lichtaustrittsöffnung der Leuchte, die mittlere Leuchtdichte unterhalb eines
Grenzwerts liegt, der in unterschiedlichen Normen unterschiedlich festgelegt wird
und bei 1000 cd/m
2, 500 cd/m
2 oder 200 cd/m
2 liegen kann. In vielen Fällen wird auch kein spezifischer Grenzwert für die Leuchtdichte
vorgegeben, sondern lediglich gefordert, daß es aufgrund von Licht, das oberhalb bestimmter
Winkel zu der Senkrechten im Raum, bezogen auf bestimmte Raumebenen austritt, nicht
zu einer Blendung kommen soll.
[0004] Es ist bekannt, daß durch eine geeignete Ausgestaltung von geraden linienförmigen
Prismen, die im Querschnitt eine Dreiecksform besitzen, eine Abschirmung in der Ebene
quer zu der Längsrichtung der Prismen erzeugt werden kann. Dies ist insbesondere in
EP 1 111 298 A1 beschrieben. Dort wurde davon ausgegangen, daß derartige längliche Prismen eine Abschirmung
im wesentlichen nur in der Ebene quer zu ihrer Längsrichtung erzeugen. Dementsprechend
wurde vorgeschlagen, an der Lichtaustrittsseite des Hohlraums Prismen vorzusehen,
die parallel zu der Lampenachse verlaufen und an der Lichteinkoppelseite Prismen vorzusehen,
die senkrecht zu der Lampenachse verlaufen.
[0005] Das aus
EP 1 111 298 A1 bekannte Konzept hat sich zwar grundsätzlich bewährt. Nachteilig ist dabei jedoch,
daß die Länge, über welche sich die Prismen an der Lichteinkoppelseite erstrecken,
relativ kurz ist. Kurze linienförmige Prismenstrukturen, die sich in der Richtung
quer zu ihrer Längsrichtung über eine Distanz erstrecken, die in etwa der Länge einer
typischen Innenraumleuchte bzw. einer typischen Leuchtstoffröhre entspricht, sind
relativ aufwendig in der Herstellung. Aufgrund der kurzen Länge der Prismen spielen
Randeffekte auch eine wesentlich größere Rolle als bei vergleichsweise langen Strukturen.
Ebenso wirken sich Imperfektionen, die vor allem in den Randbereichen auftreten, stärker
aus.
[0006] Eine Konstruktion, bei der an der Lichteinkoppelseite und an der Lichtaustrittsseite
eines Hohlraums zueinander parallele Prismen vorgesehen sind, ist in
US-PS 4 059 755 beschrieben. Auch dort wird jedoch davon ausgegangen, daß die Lichtstärkeverteilungskurve
durch diese Prismen lediglich in der Ebene senkrecht zu ihrer Längsachse gestaltet
wird.
[0007] Es ist, ausgehend von
EP 1 111 298 A1 oder ausgehend von
WO 01/44714 A2, welche eine Leuchte nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 offenbart, die Aufgabe der
Erfindung, eine Leuchte zur Verfügung zu stellen, welche in wenigstens zwei unterschiedlichen
Ebenen einer Blendungsbegrenzung aufgrund von Lichtbrechung unterliegt und welche
einfacher herzustellen ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Leuchte für die Raumbeleuchtung,
insbesondere eine Innenraumleuchte, mit einem Hohlraum mit einer oder mehreren zumindest
teilweise reflektierenden Wänden, der eine erste Wand, die zumindest auf einem Teilbereich
lichtdurchlässig ist und einen Lichtauskoppelbereich des Hohlraums aufweist und in
dem Lichtauskoppelbereich zumindest an einer Seite eine Struktur von linienförmigen
lichtbrechenden Elementen aufweist, eine zweite, zumindest teilweise lichtdurchlässige
Wand und eine der ersten Wand gegenüberliegende dritte Wand aufweist, welche zumindest
auf einem Teilbereich vollständig oder teilweise reflektierend ausgebildet ist, sowie
mit mindestens einer linienförmigen Lichtquelle, welche außerhalb des Hohlraums so
angeordnet ist, daß Licht dieser Lichtquellen über die zweite Wand in den Hohlraum
eingekoppelt wird und über den Lichtauskoppelbereich des Hohlraums in der ersten Wand
aus dem Hohlraum ausgekoppelt wird, wobei das über den Lichtauskoppelbereich ausgekoppelte
Licht an einer Lichtaustrittsfläche der Leuchte abgegeben wird, welche dadurch gekennzeichnet
ist, daß die linienförmigen lichtbrechenden Strukturen an der ersten Wand parallel
zu der bzw. mindestens einer der Lichtquellen verlaufen und einen sich verjüngenden
Querschnitt in einer Ebene senkrecht zu der sie definierenden Linie aufweisen, wobei
der Winkel, der zwischen zwei geraden Linien, welche die beiden einander gegenüberliegenden
Flanken des Querschnitts bilden oder diese approximieren, in einem Bereich von 100°
bis 130°, vorzugsweise 110° bis 128° und insbesondere 116° liegt, während die zweite
Wand in dem lichtdurchlässigen Bereich, über welchen Licht der Lampen in den Hohlraum
eingekoppelt wird, eine Struktur von linienförmigen lichtbrechenden Elementen aufweist,
die parallel zu der Lichtquelle verlaufen und in einem Querschnitt in einer Ebene
senkrecht zu der sie definierenden Linie eine sich verjüngende Form besitzen, wobei
der Winkel zwischen zwei geraden Linien, welche die beiden einander gegenüberliegenden
Flanken des Querschnitts bilden oder diese approximieren, in einem Bereich von 80°
bis 100°, insbesondere 80° bis 95° liegt.
[0009] Unter dem Winkel zwischen den beiden besagten geraden Linien wird dabei der Winkel
verstanden, unter dem sich die beiden Linien oder die Geraden, welche diese beiden
geraden Linien verlängern, schneiden.
[0010] Querschnittsformen, bei denen die besagten Linien die Flanken des Querschnitts bilden,
sind beispielsweise die Form eines Dreiecks oder eines Trapezes. Die Erfindung kann
allerdings auch vorsehen, daß der Querschnitt eine einem Dreieck oder einem Trapez
ähnliche Form besitzt, bei der die Flanken und/oder die Spitze zum Beispiel aus einer
gekrümmten Linie oder einem Polygonzug bestehen. Zur Bestimmung von Geraden, welche
die Flanken eines solchen Querschnitts approximieren, kann man beispielsweise das
Optimierungskriterium vorgeben, daß die Fläche zwischen der Flanke und der Linie,
welche diese Flanke approximieren soll, minimal ist oder daß die Abweichung der Flanke
von der sie approximierenden Linie, bezogen auf eine Achse senkrecht zu der approximierenden
Linie, integriert über die gesamte Länge der approximierenden Linie bzw. den Bereich
der Flanke, minimal ist, wobei in letzterem Fall Abweichungen von der approximierenden
Linie in unterschiedliche Richtungen positiv bzw. negativ gewertet werden. Andere
geometrische Approximationsverfahren können ebenfalls angewandt werden, beispielsweise
die Approximation durch zwei Tangenten an die Flanken des Querschnitts, welche von
allen Tangenten die größte Steigung haben, oder die Approximation durch ein Dreieck
bzw. ein Trapez mit dem geringsten Flächeninhalt, welches den Querschnitt aufnimmt.
Letztendlich kommt es darauf an, daß die Strukturen, deren Elemente in dem besagten
Querschnitt Flanken aufweisen, die nicht durch eine einfache gerade Linie gebildet
werden, ein vergleichbares Brechungsverhalten, insbesondere mit Hinblick auf die Erzeugung
einer Abschirmung, wie die Strukturen zeigen, deren Elemente im Querschnitt Flanken
in Form einer geraden Linie aufweisen.
[0011] Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß, anders als dies beispielsweise noch
in
EP 1 111 290 A1 vorausgesetzt wurde, sich nicht nur mit lichtbrechenden Strukturen, die bezüglich
der Längsachse der Leuchte unterschiedlich orientiert sind, eine Abschirmung in mindestens
zwei Ebenen herbeiführen läßt, sondern auch durch Strukturen, die in die gleiche Richtung
orientiert sind. Liegt der Winkel zwischen den besagten Linien in dem angegebenen
Bereich, läßt sich bei den üblichen lichtdurchlässigen Materialien, die einen Brechungsindex
im Bereich von 1,4 bis 1,6 haben, eine Abschirmung in wenigstens zwei zueinander senkrechten
Ebenen, zum Beispiel in Längs- und Querrichtung der Leuchte, erreichen. Die vorangehend
genannten Winkelbereiche führen bei dem Material Polymethylmethacrylat (PMMA) zu besonders
guten Ergebnissen; für andere Materialien ergeben sich ähnlich gute Eigenschaften
für einen Winkelbereich, der sich aus der Bedingung bestimmt, daß das gleiche Brechungsverhalten
gegeben ist, das sich bei PMMA für den vorangehend angegebenen Winkelbereich ergibt.
[0012] Die linienförmigen Lichtquellen können Lichtquellen sein, deren dreidimensionale
Form sich durch Translation einer Grundfläche entlang einer vorgegebenen Linie ergibt
und/oder solche Lichtquellen, die eine streifenförmige Lichtabstrahlfläche haben.
In die erste Kategorie fallen insbesondere gerade oder ringförmige Leuchtstofflampen,
in die zweite zum Beispiel streifenförmige Anordnungen von Punktlichtquellen, wie
Leuchtdioden, oder streifenförmige elektrolumineszente Folien. Im Falle einer geraden
Lichtquelle folgen die geraden linienförmigen Strukturen an der ersten und zweiten
Wand einer geraden Linie, während beispielsweise bei einer kreisringförmigen Lichtquelle
die linienförmigen lichtbrechenden Strukturen an der ersten und zweiten Wand einem
Kreis folgen würden. Der vorangehend erwähnte Querschnitt wäre dann im ersten Fall
ein Querschnitt senkrecht zu der besagten geraden Linie und im zweiten Fall ein radialer
Querschnitt.
[0013] Die Erfindung kann vorsehen, daß die lichtbrechenden Strukturen an der ersten und
zweiten Wand in einem Querschnitt senkrecht zu der sie definierenden Linie, insbesondere
senkrecht zu ihrer Längsrichtung, eine dreieckige Form besitzen, wobei der an dem
freien Ende der Strukturen durch die beiden Schenkel eingeschlossenen Winkel für die
Strukturen an der ersten Wand in einem Bereich von 100° bis 130° und für die Strukturen
an der zweiten Wand in einem Bereich von 80° bis 100° liegt.
[0014] Die lichtbrechenden Strukturen können im Querschnitt auch eine andere Form besitzen,
insbesondere eine Trapezform. In letzterem Fall entspricht der angegebene Winkel dem
Winkel zwischen den beiden einander gegenüberliegenden nicht parallelen Seiten des
Trapezes.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform verläuft die Struktur von linienförmigen
lichtbrechenden Elementen der ersten Wand parallel zu der besagten Lichtquelle.
[0016] Die Erfindung kann vorsehen, daß die zweite Wand zu der ersten Wand geneigt ist,
wobei der Winkel zwischen der ersten und zweiten Wand kleiner oder gleich 150°, insbesondere
kleiner als 90° sein kann. Vorzugsweise liegt dieser Winkel in einem Bereich von 30°
bis 60° und kann dabei insbesondere bei bevorzugten Ausführungsformen einen Wert von
40° haben.
[0017] Die zweite Wand, welche eine Struktur von linienförmigen lichtbrechenden Elementen
aufweist, die parallel zu der Lichtquelle verlaufen, kann jedoch auch zu der ersten
Wand parallel sein.
[0018] Es hat sich herausgestellt, daß ein Winkel von 30° bis 60°, insbesondere 40°, zwischen
der ersten Wand und der zweiten Wand einen guten Kompromiß zwischen Wirkungsgrad,
Entblendung, Materialmenge, Leuchtenbreite und Bauhöhe ergibt. Bei größeren Winkeln
ergibt sich, wenn man den Bauraum für die Lichtquellen beibehalten will, ein größerer
Dunkelbereich unterhalb der Lichtquellen und bei gleicher Lichtaustrittsfläche der
Leuchte eine höhere Leuchtenbreite. Darüber hinaus wird weniger Licht direkt aus der
lichtbrechenden Struktur an der zweiten Wand zu der Struktur an der ersten Wand gelenkt
und muß dementsprechend durch Reflexionen zu der Lichtaustrittsfläche der Leuchte
gelenkt werden, was höhere Verluste bedingt. Bei kleineren Winkeln nimmt die Fläche
der zweiten Wand zu. Dies erhöht die Fläche, auf der die lichtbrechende Struktur ausgebildet
sein muß und damit die Kosten.
[0019] Vorteilhafterweise werden die Parameter der lichtbrechenden Strukturen an der ersten
und zweiten Wand, insbesondere der Winkel zwischen den besagten geraden Linien, welche
im Querschnitt die Flanken der Elemente bilden oder diese approximieren, bzw. der
Spitzenwinkel einer Struktur mit einem dreieckigen oder dreieckähnlichen Querschnitt,
sowie der Brechungsindex der Materialien der ersten und zweiten Wand dahingehend optimiert,
daß oberhalb eines Grenzwinkels zu der Vertikalen in einer oder mehreren C-Ebenen
bzw. zu einer Senkrechten zu der Lichtaustrittsfläche in einer oder mehreren Ebenen
senkrecht zu der Lichtaustrittsfläche der Leuchte, der in einem Bereich von 50° bis
80° liegen kann, die mittlere Leuchtdichte an der Lichtaustrittsfläche unterhalb von
1000 cd/m
2, unterhalb von 500 cd/m
2 oder unterhalb von 200 cd/m
2 liegt. Je nach der Anwendung der Leuchte kann jedoch auch vorgesehen sein, daß in
einer oder mehreren Ebenen, gegebenenfalls auch allen Ebenen, in dem Bereich oberhalb
des besagten Grenzwinkels die Leuchtdichte größer ist und beispielsweise in diesem
Bereich unter einem Grenzwert der Leuchtdichte liegt, der in einem Bereich zwischen
1000 cd/m
2 bis 2000 cd/m
2, insbesondere 1500 cd/m
2 bis 2000 cd/m
2 liegt, ohne daß es für eine Person, die sich in dem durch die Leuchte beleuchteten
Raum aufhält, zu einer Blendung kommt. In dem Bereich unterhalb des besagten Grenzwinkels
(auch als Ausstrahlungsbereich bezeichnet) ist in der Regel die Leuchtdichte in dem
gesamten Bereich größer als in dem Bereich oberhalb des besagten Grenzwinkels in der
besagten Ebene (Abschirmbereich). Beispielsweise kann die Leuchtdichte in dem Ausstrahlungsbereich
größer als 1000 cd/m
2 sein. Bei anderen Leuchten kann die Leuchtdichte im Ausstrahlungsbereich zumindest
in einem Winkelabschnitt oberhalb eines Werts liegen, der in einem Bereich von beispielsweise
3000 cd/m
2 bis 4000 cd/m
2 liegt. Für eine Leuchtstofflampe des Typs FQ 24 W der Firma Osram, einer T-16-High-Output-Leuchtstofflampe,
lassen sich im Ausstrahlungsbereich zumindest in einem Winkelabschnitt Leuchtdichten
im Bereich von 5000 cd/m
2 erreichen.
[0020] Die Erfindung stellt auch eine Leuchte zur Raumbeleuchtung, insbesondere eine Innenraumleuchte,
zur Verfügung, welche einen Hohlraum mit einer oder mehreren reflektierenden Wänden
aufweist, wobei eine erste Wand zumindest auf einem Teilbereich lichtdurchlässig ist
und einen Lichtauskoppelbereich des Hohlraums aufweist, eine zweite, zumindest teilweise
lichtdurchlässige Wand schräg zu der ersten Wand verläuft und mit der ersten Wand
vorzugsweise einen Winkel kleiner oder gleich 150°, insbesondere kleiner oder gleich
90° und vorzugsweise in einem Bereich von 30° bis 60°, insbesondere 40°, einschließt,
sowie eine der ersten Wand gegenüberliegende dritte Wand aufweist, welche zumindest
auf einem Teilbereich vollständig oder teilweise reflektierend ausgebildet ist, wobei
die erste Wand eine Struktur von linienförmigen lichtbrechenden Elementen und die
zweite Wand eine Struktur von linienförmigen Elementen, wie vorangehend beschrieben,
aufweist.
[0021] Grundsätzlich können die lichtbrechenden Strukturen an der ersten und zweiten Wand
auf der dem Hohlraum zugewandten Seite oder auf der von dem Hohlraum abgewandten Seite
der Wand liegen.
[0022] Die Erfindung kann insbesondere vorsehen, daß die lichtbrechenden Strukturen an der
zweiten Wand auf der dem Hohlraum zugewandten Seite der zweiten Wand liegen.
[0023] Diese Anordnung hat verschiedene Vorteile. Weisen die lichtbrechenden Strukturen
an der zweiten Wand nicht zu dem Hohlraum, sondern zu der Lampe, gibt es insbesondere
dann, wenn die Elemente der lichtbrechenden Struktur einen dreieckigen Querschnitt
mit einem Spitzenwinkel von 90° aufweisen, einen Sperrbereich, in dem durch die Totalreflexion
ein Lichtdurchtritt verhindert wird. Darüber hinaus hat eine lichtbrechende Struktur,
die zu dem Hohlraum weist, eine geringere Anfälligkeit für Verschmutzung als lichtbrechende
Strukturen auf der Außenseite, auf denen sich Staub und andere Schmutzpartikel einfacher
ablagern. Dementsprechend müssen in der Regel keine besonderen Vorkehrungen zum Schutz
der lichtbrechenden Struktur gegen Verschmutzung, beispielsweise durch eine Deckplatte
über der lichtbrechenden Struktur, getroffen werden.
[0024] Gemäß den derzeit bevorzugten Ausführungsformen weist die lichtbrechende Struktur
an der ersten Wand von dem Hohlraum weg und befindet sich dementsprechend an der Außenseite
der Wand.
[0025] Die Erfindung kann vorsehen, daß die dritte Wand zumindest in Teilbereichen lichtdurchlässig
ist.
[0026] Auf diese Weise kann auf der der ersten Wand gegenüberliegenden Seite ein weiterer
Lichtanteil, zum Beispiel für eine indirekte Beleuchtung, ausgekoppelt werden. Eine
solche Auskopplung kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß die dritte Wand durchgängig
lichtdurchlässig ist und mit einer lichtbrechenden Struktur, ähnlich derjenigen an
der ersten oder zweiten Wand, versehen ist, welche den Lichtdurchtritt durch die dritte
Wand beschränkt und bedingt, daß an der dritten Wand ein Teil des Lichts in den Hohlraum
zurückreflektiert wird. Die dritte Wand kann auch ganz oder teilweise aus einem teilweise
reflektierenden Material bestehen oder einander abwechselnde reflektierende und lichtdurchlässige
Bereiche, beispielsweise in Form eines Lochblechs, aufweisen.
[0027] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, daß sich die dritte Wand über den Hohlraum
hinaus in den Bereich der Lichtquelle bzw. der Lichtquellen erstreckt und in dem Bereich
außerhalb des Hohlraums als Reflektor ausgebildet ist.
[0028] Vorzugsweise ist der reflektierende Abschnitt der dritten Wand außerhalb des Hohlraums
so ausgebildet, daß zumindest ein Teil des Lichts einer oder mehrerer Lichtquellen
zu der zweiten Wand und damit zu dem Hohlraum gelenkt wird.
[0029] Gemäß verschiedener Ausführungsformen der Erfindung kann der Lichtauskoppelbereich
an der ersten Wand gleichzeitig die Lichtaustrittsfläche der Leuchte bilden. Die Erfindung
kann jedoch auch vorsehen, daß die Lichtaustrittsfläche der Leuchte nicht mit dem
Lichtauskoppelbereich der ersten Wand zusammenfällt. Beispielsweise kann die erste
Wand des Hohlraums auf einer Platte aufliegen, die zumindest auf einem Teilbereich
lichtdurchlässig ist, wobei der Lichtauskoppelbereich der ersten Wand mit diesem lichtdurchlässigen
Bereich zumindest teilweise überlappt. Idealerweise ist der Lichtauskoppelbereich
der ersten Wand deckungsgleich mit dem lichtdurchlässigen Bereich dieser Platte oder
er ist deckungsgleich mit einem Teilbereich des lichtdurchlässigen Bereichs dieser
Platte, d.h. in einer Projektion fällt der Lichtauskoppelbereich in den lichtdurchlässigen
Bereich der Platte. Es kann insbesondere vorgesehen sein, daß die Platte, auf welcher
die erste Wand aufliegt, insgesamt lichtdurchlässig ist.
[0030] Die Erfindung kann vorsehen, daß eine oder mehrere Lichtquellen, insbesondere Leuchtstofflampen,
einem oder mehreren Reflektoren zugeordnet sind, welche Licht der Lichtquelle zu der
zweiten Wand und damit zu dem Hohlraum lenken. Dabei kann insbesondere vorgesehen
sein, daß auf einander gegenüberliegenden Seiten einer Lampe jeweils ein Reflektor
vorgesehen ist, der zumindest einen Teil des Lichts der Lichtquelle zu der zweiten
Wand und damit zu dem Hohlraum lenkt.
[0031] Die Erfindung kann vorsehen, daß die Leuchte zwei einander gegenüberliegende Hohlräume
aufweist, die symmetrisch zu einer Mittelebene angeordnet sind.
[0032] Bei einer einlampigen Ausführungsform ist dabei das Zentrum der Lampe in der besagten
Mittelebene angeordnet, während bei einer zweilampigen Leuchte die Lampen symmetrisch
zu der Mittelebene angeordnet sind.
[0033] Bei einer solchen symmetrischen Ausführungsform kann vorgesehen sein, daß die erste
Wand der beiden Hohlräume durch ein einziges Element gebildet wird, beispielsweise
durch eine lichtdurchlässige Platte, welche sich über die gesamte Breite der Leuchte
erstreckt.
[0034] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, daß die erste und die zweite Wand einteilig
miteinander ausgebildet sind.
[0035] Dabei können die erste und zweite Wand zusammen ein offenes Profil bilden, das beispielsweise
durch Extrusion oder durch Aufstellen der zweiten Wand, ausgehend von einer Platte,
welche die Strukturen der ersten und zweiten Wand enthält, zum Beispiel durch Heißverformen,
erzeugt werden kann.
[0036] Die Erfindung kann vorsehen, daß die dritte Wand, die insbesondere als Reflektor
ausgebildet sein kann, durch ein separates Bauteil gebildet wird, das sich zwischen
den freien Enden eines von der ersten und zweiten Wand gebildeten Profils erstreckt
und vorzugsweise im Bereich dieser freien Enden mit der ersten und zweiten Wand verbunden
ist.
[0037] Beispielsweise kann diese Verbindung durch Verrasten bewirkt werden.
[0038] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, daß der Hohlraum durch ein geschlossenes Extrusionsprofil
gebildet wird, welches die erste, zweite und dritte Wand enthält.
[0039] Dabei können die Reflexionseigenschaften der dritten Wand beispielsweise durch lichtbrechende
Strukturen an der dritten Wand oder durch Auskleiden durch eine reflektierende Folie
erreicht werden. Eine andere Möglichkeit, die dritte Wand reflektierend zu gestalten,
besteht darin, in dem Profil einen Reflektor einzusprengen, der beispielsweise aus
Stahl, Teflon oder Aluminium bestehen kann. Eine weitere Möglichkeit, der dritten
Wand reflektierende Eigenschaften zu verleihen, besteht darin, diese mit einer reflektierenden
Beschichtung zu versehen. Beispielsweise kann diese dritte Wand auf der dem Hohlraum
zugewandten Seite weiß gefärbt sein. Weiterhin können auch zum Erzeugen einer reflektierenden
dritten Wand Extrusionsverfahren verwendet werden, bei denen das extrudierte Material
in unterschiedlichen Bereichen unterschiedliche Eigenschaften aufweist. Mit Hilfe
eines solchen Verfahrens kann daher beispielsweise ein geschlossenes Extrusionsprofil
erzeugt werden, bei dem die erste und zweite Wand aus einem klaren, transparenten
Material bestehen und die dritte Wand aus einem Material besteht, das intrinsisch
reflektierend ist und beispielsweise weiß gefärbt sein kann.
[0040] Die Erfindung kann insbesondere bei Ausführungsformen, bei denen der Hohlraum ganz
oder teilweise durch ein Profilteil gebildet wird, vorsehen, daß der Hohlraum an den
Stirnseiten durch aufgesetzte Kappen verschlossen ist, wobei diese Kappen auf ihrer
dem Hohlraum zugewandten Seite vorzugsweise reflektierend, insbesondere verspiegelt,
ausgebildet sein können.
[0041] Die erfindungsgemäße Leuchte wird bevorzugt als Innenraumleuchte, insbesondere als
Bildschirmarbeitsplatzleuchte eingesetzt. Sie kann beispielsweise als abgehängte Pendelleuchte,
Anbauleuchte, Einbauleuchte oder Stehleuchte ausgebildet sein.
[0042] Der Erfindung liegt das allgemeine Konzept zugrunde, zur Erzeugung der Abschirmung
an der Lichteinkoppelseite homogenere Strukturen zu verwenden, die leichter herzustellen
sind und bei denen der Einfluß von Imperfektionen in den Randbereichen geringer ist.
Gemäß einer ersten Ausführungsform wird dies dadurch erreicht, daß sich die lichtbrechenden
Strukturen an der Lichteinkoppelseite ebenfalls parallel zu der Lampenachse und damit
über eine größere Distanz erstrecken. Dabei hat sich in überraschender Weise gezeigt,
daß sich auch bei einer solchen Orientierung bei geeigneter Wahl des Winkels am freien
Ende der lichtbrechenden Strukturen eine Abschirmung der Leuchte auch in einer Ebene
parallel zu den lichtbrechenden Strukturen erreichen läßt.
[0043] Die Erfindung wird nachfolgend mit weiteren Einzelheiten anhand der beigefügten Zeichnungen
erläutert.
- Fig. 1
- zeigt in einer schematischen Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Leuchte,
- Fig. 2
- illustriert mit Bezug auf die erste Wand eine lichtbrechende Struktur, wie sie an
der
- -
- ersten oder zweiten Wand vorgesehen sein kann.
- Fig. 3a und 3b
- illustrieren eine lichtbrechende Struktur, wie sie an der zweiten Wand bei einer besonderen
Ausführungsform der Erfindung vorgesehen sein kann.
- Fig. 4
- zeigt eine erste Möglichkeit der Ausbildung des Hohlraums,
- Fig. 5
- zeigt eine zweite Möglichkeit der Ausbildung eines Hohlraums,
- Fig. 6
- illustriert den Abschluß des Hohlraums an den Stirnseiten,
- Fig. 7
- illustriert eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte,
- Fig. 8
- illustriert eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte,
- Fig. 9
- illustriert eine vierte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte,
- Fig. 10
- illustriert eine fünfte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte und
- Fig. 11
- illustriert eine sechste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte.
[0044] Die in Fig. 1 nur schematisch mit den wesentlichen optischen Bauelementen dargestellte
Leuchte ist bezüglich einer Mittelebene M symmetrisch ausgebildet und weist zwei gerade
stabförmige Lampen 3, zum Beispiel Leuchtstofflampen, sowie zwei Hohlräume 5 auf,
in die jeweils von den Lampen 3 über eine lichtdurchlässige Wand 7, die eine Lichteintrittsfläche
für den Hohlraum 5 bildet. Licht eingekoppelt wird. Licht wird aus den Hohlräumen
5 jeweils durch eine lichtdurchlässige Platte 9 ausgekoppelt, der jeweils ein Reflektor
11 gegenüberliegt, welcher das freie Ende der lichtdurchlässigen Platte 7 mit dem
freien Ende der lichtdurchlässigen Platte 9 verbindet. Oberhalb und unterhalb der
Lampen 3 sind Reflektoren 13 bzw. 14 angeordnet, welche die Aufgabe haben, das Licht
der Lampen 3 zu den Platten 7 umzulenken, über die das Licht in den jeweiligen Hohlraum
5 eingekoppelt wird.
[0045] Die Platten 7 und 9 bestehen gemäß einer möglichen Ausführungsform aus Acrylglas
(zum Beispiel Polymethylmethacrylat) und weisen über ihrer gesamten Fläche eine Struktur
von parallelen linienförmigen Prismen 15 (in Fig. 1 nicht dargestellt) auf, deren
Längsachsen parallel zu den Achsen der Lampen 3 verlaufen und die in einem Querschnitt
senkrecht zu ihrer Längsrichtung eine dreieckige Form besitzen, wie dies in der schematischen
perspektivischen Ansicht der Fig. 2 für die Platte 9 gezeigt ist. Bei der in Fig.
1 dargestellten Ausführungsform der Leuchte beträgt der Winkel w zwischen den beiden
Flanken des dreieckförmigen Querschnitts (vgl. Fig. 2) jeweils 116°. Bei den entsprechenden
Prismen an der Platte 7 beträgt dieser Winkel 90°. Die Prismen an der Platte 7 weisen
zu dem Hohlraum 5 jeweils hin, während die Prismen an der Platte 9 jeweils nach außen
weisen. Die Platte 7 ist zu der Platte 9 in einem Winkel von ca. 40° geneigt.
[0046] Die Prismen 15 können beispielsweise durch Extrudieren oder Spritzprägen erzeugt
werden.
[0047] Fig. 3a und 3b illustrieren eine alternative Prismenstruktur, die an der lichtdurchlässigen
Wand 7 vorgesehen sein kann. Die Prismenstruktur gehört nicht zu der Erfindung, sondern
wird hier beschrieben als technischer Hintergrund. Fig. 3a zeigt dabei in einer schematischen
Seitenansicht den Bereich eines einzelnen Elements 16 dieser Struktur. Dieses Element
16 ist aus einem Kreiskegel generiert, der im Bereich seiner Basis 17 seitlich in
Form eines Sechskants abgeschnitten ist, so daß an der Seite dieses Kreiskegels ebene
Flächen 18 gebildet werden, die sich parallel zu der Kegelachse K und senkrecht zu
der Basis 17 erstrecken und die auf der der Basis 17 gegenüberliegenden Seite eine
gebogene Grenzlinie 19 aufweisen, welche das untere, von der Spitze abgewandte Ende
des Elements 16 festlegt. Die Kegelachse K bildet dabei gleichzeitig die Symmetrieachse
des von den Flächen 18 gebildeten Sechskants. Diese in dem Basisbereich abgeschnittene
Form eines Kreiskegels ermöglicht die Ausbildung einer lichtbrechenden Struktur, wie
sie in Fig. 3b in einer schematischen Draufsicht gezeigt ist. Die Elemente 16 sind
dabei in einer bienenwabenförmigen hexagonalen Struktur ohne Zwischenraum zueinander
angeordnet. In Fig. 3b erkennt man die Grenzlinien 19 zwischen den individuellen Elementen
16, die ein sechseckiges flächenfüllendes Muster bilden. Die Kegelspitze der Elemente
16 und der sich von der Kegelspitze abwärts erstreckende Kegelmantel sind in Fig.
3b nicht dargestellt. Der Durchmesser an dem unteren Ende der Elemente 16, gemessen
zwischen einander gegenüberliegenden Ecken des Sechsecks, das von den Grenzlinien
19 gebildet wird, beträgt 2 mm. Bei der in Fig. 3b gezeigten Ausführungsform ist nun
allerdings nicht, was zwar grundsätzlich möglich, aber sehr aufwendig wäre, jedes
Element als abgeschnittener Kreiskegel mit einer sechseckigen Basis 17, wie in Fig.
3a gezeigt, ausgebildet. Vielmehr bildet die Platte, welche die lichtdurchlässige
Wand 7 bildet, die gemeinsame Basis für alle Elemente. Von dieser Platte stehen jeweils
die (näherungsweise) kreiskegelförmigen Elemente 16 vor, welche entlang der Grenzlinien
19 aneinander angrenzen, wobei die Grenzlinien 19 zwischen zwei solchen Elementen
in der Draufsicht, parallel zu der Achse K gesehen, gerade sind und in einem Querschnitt
senkrecht zu der Platte und parallel zu der Grenzlinie gebogen sind, wobei die Krümmung
in diesem Querschnitt der Grenzlinie der Seite 18 entspricht, die man erhält, wenn
man einen Kegelstumpf mit einer geraden Ebene schneidet (vgl. Fig. 3a). Der Öffnungswinkel
der Kreiskegel an der Kegelspitze beträgt bei dieser Ausführungsform 110°. Wie vorangehend
erwähnt, könnte anstelle der in Fig. 3a dargestellten Elemente 16 auch Elemente in
Form einer sechsseitigen Pyramide verwendet werden, die in einer bienenwabenförmigen
Anordnung, wie sie in Fig. 3b gezeigt ist, angeordnet sind. Ebenso könnte man auch
eine Form der Elemente 16 für eine Anordnung gemäß Fig. 3b verwenden, welche aus einem
anderen Kegel als einem Kreiskegel generiert ist, der im Bereich der Basis seitlich
in Form eines Sechskants abgeschnitten ist, so daß Sechskantflächen 18, wie sie in
Fig. 3a gezeigt sind, gebildet werden.
[0048] Fig. 4 illustriert eine erste Möglichkeit, einen Körper mit dem Hohlraum zu realisieren.
Bei der in Fig. 4 illustrierten Variante bilden die drei Wände 7, 9 und 11 Wände eines
geschlossenen Profils, das zusammen mit den Prismen 15 extrudiert wird. Man erkennt
in Fig. 4, daß die Prismen 15 an der Platte 7 nach innen gerichtet sind und die Prismen
15 an der Platte 9 nach außen. Die unterschiedlichen Winkel w (90° bzw. 116°) sind
zur Erläuterung ebenfalls in Fig. 4 angegeben. Die Wand 11 kann zur Erzeugung von
reflektierenden Eigenschaften mit einer reflektierenden Folie (nicht dargestellt)
auf der dem Hohlraum 5 zugewandten Seite ausgekleidet sein.
[0049] Fig. 5 illustriert eine zweite Möglichkeit der Realisierung des Hohlraums. Bei dieser
Ausführungsform bilden die Seiten 7 und 9 ein abgewinkeltes offenes Profil, bei dem
die Wand 7 mit der Wand 9 einen Winkel von 40° einschließt. Die Wand 11 ist als separates
Teil ausgebildet, das über eine Hakenverbindung 20 an beiden Enden mit dem jeweiligen
freien Ende der Wände 7 und 9 verbunden ist. Die Wände 7 und 9 sind in der gleichen
Weise wie bei der in Fig. 4 gezeigten Variante mit Prismen versehen. Ferner erkennt
man in Fig. 5, daß die Wand 11 auf der dem Hohlraum 5 zugewandten Seite mit einer
reflektierenden Folie 22 hinterlegt ist.
[0050] Fig. 6 illustriert, wie aus dem Hohlprofil der Fig. 4 oder 5 ein Hohllichtleiter
gebildet wird. Dies geschieht durch Verschließen der offenen Seiten des Profils mit
einer Stirnwand 24, die auf ihrer nach innen weisenden Seite reflektierend ausgebildet
ist.
[0051] Fig. 7 zeigt eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte, bei welcher
gleiche oder gleichwirkende Bauteile mit denselben Bezugszeichen wie in Fig. 1 bezeichnet
sind. Bei dieser Ausführungsform ist die Leuchte einlampig mit einer einzigen Lampe
3 ausgebildet, deren Zentrum in der Mittelebene M liegt. Bei der Ausführungsform der
Fig. 7 werden die beiden Hohlräume 5 durch zwei schräggestellte lichtdurchlässige
Wände 7, eine durchgängige lichtdurchlässige Platte 30, welche für die beiden Hohlräume
jeweils anstelle der individuellen Platten 9 gemäß der Ausführungsform der Fig. 1
den Lichtauskoppelbereich des Hohlraums bildet, und einen die gesamte Anordnung überspannenden
Reflektor 32 gebildet, welcher die Funktion der beiden Wände 11 und des Reflektors
13 bei der Ausführungsform der Fig. 1 übernimmt. Diese Anordnung ist insgesamt in
einem extrudierten Profil 34 aufgenommen, in dem die Platte 30 durch eine Nut 36 und
der Reflektor 32 durch eine Rastverbindung 38 gehalten wird. Der Boden des Profils
34, auf welchem die Platte 30 aufliegt, ist dabei sowohl auf der zu der Platte 30
gewandten Seite als auch auf der gegenüber liegenden Seite unstrukturiert und bildet
die Lichtaustrittsfläche der Leuchte. An den beiden aufgestellten Seitenwänden 40
sind jeweils an der Innenseite Prismenstrukturen 42 ausgebildet. Die Wände 7 sind,
wie bei der Ausführungsform der Fig. 1, auf der dem Hohlraum 5 zugewandten Seite jeweils
mit dreieckförmigen Prismen 15 versehen, die einen Spitzenwinkel w von 90° aufweisen,
während die Platte 30 auf der von dem Hohlraum abgewandten Seite durchgängig mit linienförmigen
Prismen, wie in Fig. 2 gezeigt, versehen ist, die einen Spitzenwinkel w von 116° aufweisen.
Aus Gründen der einfacheren Fertigung sind diese Prismen auch in dem Bereich unterhalb
der Lampe 3 vorgesehen, werden aber durch den Reflektor 14 abgedeckt.
[0052] Das Profil 34 ist über eine Rastverbindung 50 mit einem konventionellen Gehäuseteil
52 verbunden, welches verschiedene elektrische Komponenten, unter anderem ein Vorschaltgerät
54, aufnimmt. Bei dieser Anordnung sind optische und elektrische Komponenten weitgehend
getrennt. Insbesondere kann durch Abnahme des gesamten Profils 34 nach dem Lösen der
Rastverbindung 50 unmittelbar auf die elektrischen Komponenten in dem Gehäuse 52 zugegriffen
werden. Umgekehrt können die optischen Eigenschaften der Leuchte unschwer verändert
werden, indem ein Profil 34 mit den gleichen Abmessungen, in dem optische Komponenten
mit anderen lichttechnischen Eigenschaften aufgenommen sind, an das Gehäuseteil 52
angesetzt wird. Dies ermöglicht es, für Leuchten mit unterschiedlichen optischen Eigenschaften
nicht nur unterschiedliche Leuchten mit demselben Gehäuseteil zu versehen, sondern
insbesondere für unterschiedliche Leuchten ein einziges Gehäuseteil 52 zu verwenden,
in dem die elektrischen Komponenten, wie das Vorschaltgerät 54, bereits vorinstalliert
sind. Dies ist ein herstellungstechnischer Vorteil. Gemäß einer ebenfalls möglichen
Implementierung der Ausführungsform der Fig. 7 sind der Reflektor 32 und die Lampe
3 mit den zugehörigen Lampenfassungen (nicht dargestellt) mit dem Gehäuseteil 52 verbunden,
so daß bei einem Abnehmen des Profils 34 die Platte 30, die Wände 7 und der Reflektor
14 entfernt werden und die Lampe 3, die bei dem Gehäuseteil 52 verbleibt, freigelegt
wird. Der Reflektor 32 kann dabei in geeigneter Weise mit dem Gehäuseteil 52 lösbar
verbunden sein, so daß durch Abnahme des Reflektors 32 dann auch auf elektrische Komponenten,
wie das Vorschaltgerät 54, zugegriffen werden kann.
[0053] Die Ausführungsform der Fig. 8 entspricht weitgehend der Ausführungsform der Fig.
7. Bei dieser Ausführungsform ist allerdings das Profil 34 an seiner Unterseite mit
Prismen 15 versehen, die, wie die Wände 9 bzw. die Platte 30 bei der Ausführungsform
der Fig. 7, an der nach außen gewandten Seite vorgesehen sind und einen Spitzenwinkel
w von 116° aufweisen. Dafür entfällt die separate Platte 30 gemäß der Ausführungsform
der Fig. 7. Statt der separaten Wände 7 der vorangehenden Ausführungsformen ist für
die Lichteinkopplung in die Hohlräume 5 ein V-förmiges Profil 60 aus einem lichtdurchlässigen
Material vorgesehen, das zwei Schenkel 62 aufweist, die jeweils auf der dem Hohlraum
5 zugewandten Seite linienförmigen Prismen 15, wie sie in Fig. 2 gezeigt sind, aufweisen,
die sich parallel zu der Lampenachse erstrecken und einen Spitzenwinkel w von 90°
aufweisen. Die beiden Schenkel 62 sind durch einen Zwischenabschnitt 64 miteinander
verbunden, an dem Vorsprünge 66 ausgebildet sind, hinter denen der Reflektor 14 verrastet
ist. Bei dieser Ausführungsform ist der Reflektor 32 bezüglich des Gehäuseteils 52
und dem Boden des Profils 34 höher angeordnet, so daß Licht, welches in den Hohlraum
5 eingestrahlt wird, auf die lichtdurchlässigen Seitenwände 40 des Profils 34 einfällt.
Die dort vorgesehenen Prismen 42 können dabei so ausgebildet sein, daß sie einen Lichtstromanteil
seitlich zu der Decke oder in einen anderen gewünschten Bereich lenken. Ein Vergleich
der Fig. 7 und 8 zeigt, daß dasselbe Profil 34 für die Realisierung von Leuchten unabhängig
davon verwendet werden kann, ob diese seitlich einen Lichtstromanteil abgeben oder
nicht. Weiterhin ist ersichtlich, daß je nach Position und Form des Reflektors nicht
nur ein seitlicher Lichtstromanteil über die Prismen 42 ermöglicht bzw. verhindert
wird, sondern auch durch die Position des seitlichen Rands des Reflektors dieser Lichtstromanteil
kontrolliert werden kann. Beispielsweise könnte der seitliche Rand des Reflektors
32 zwischen den beiden in Fig. 7 und 8 gezeigten Positionen liegen, so daß nur auf
einen Teil der Seitenwand 40 des Profils 34 Licht einfällt, das in den Hohlraum eingekoppelt
wurde. Bei der Ausführungsform der Fig. 8 kann insbesondere auch vorgesehen sein,
daß der Reflektor 32 mit dem Gehäuseteil 52 in geeigneter Weise, beispielsweise durch
Verrasten in den Randbereichen, verbunden ist, wie dies vorangehend erläutert wurde.
[0054] Fig. 9 zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte, die als
zweilampige Pendelleuchte ausgebildet ist. Auch hier sind wieder gleiche oder gleichwirkende
Teile mit denselben Bezugszeichen wie bei den vorangehenden Ausführungsformen bezeichnet.
Bei dieser Leuchte sind zwei Extrusionsprofile 70 auf beiden Seiten eines Mittelteils
71 angeordnet. Jedes der beiden Hohlprofile weist eine Lichtaustrittswand 72, eine
Lichteintrittswand 74 sowie eine reflektierende Wand 76 auf, wobei die Wände 72 und
74 miteinander einen Winkel von 40° einschließen. Die Wände 72 und 74 sind jeweils
mit linienförmigen parallelen Prismen 15 auf ihren Außenseiten versehen, die sich
jeweils parallel zu der Lampenachse erstrecken und an der Wand 72 einen Spitzenwinkel
w von 116° und an der Lichteintrittsseite 74 einen Spitzenwinkel w von 90° aufweisen.
Die Wand 76 ist mit einer reflektierenden Folie 78 hinterlegt.
[0055] Zwischen dem Mittelteil 71 und den Hohlprofilen 70 befindet sich jeweils eine Lampe
3, der ein Reflektor 80 zugeordnet ist, der sich auf der von dem Hohlprofil 70 abgewandten
Seite der Lampe 3 befindet und an seinem unteren Ende an die durch die Wände 72 und
74 gebildete Spitze des Hohlprofils 70 anschließt. Die Reflektoren 80 haben einerseits
die Aufgabe, Licht der Lampen 3 zu der Lichteintrittswand 74 zu reflektieren. Sie
haben andererseits aber auch die Aufgabe, insbesondere in ihrem oberen Teil Licht
der Lampe 3 an dem Hohlprofil 70 vorbei nach oben zu reflektieren. Der solchermaßen
reflektierte Lichtanteil kann für eine indirekte Beleuchtung benutzt werden.
[0056] Die Breite b des Hohlprofils 70 kann beispielsweise 130 mm und die Höhe h des Hohlprofils
kann beispielsweise 36 mm betragen, wobei die gesamte Leuchte eine Breite B von ca.
330 mm haben kann.
[0057] Fig. 10 und 11 zeigen asymmetrische Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Leuchte.
Diese Ausführungsformen weisen einen Hohlraum 5 auf, der durch ein abgedecktes Profil
gebildet wird. Der Körper, der den Hohlraum aufweist, ist in ähnlicher Weise wie in
Fig. 5
gezeigt realisiert. Entsprechende Teile sind mit denselben Bezugszeichen wie in Fig. 5 versehen.
Genauer werden die Lichteintrittswand 7 und die Lichtaustrittswand 9 durch ein abgewinkeltes
Profil 85 gebildet, welches allerdings, anders als das Profil der Fig. 5 einen Winkel
von 90° zwischen der Wand 7 und der Wand 9 aufweist. Sowohl die Wand 7 als auch die
Wand 9 sind mit Prismen versehen, wie sie vorangehend mit Bezug auf Fig. 7 erwähnt
wurden und in Fig. 2 illustriert sind, also linienförmige Prismen mit einem dreieckigen
Querschnitt, die sich parallel zu der Lampenachse erstrecken, und an der Wand 7 einen
Spitzenwinkel von 90° und an der Wand 9 einen Spitzenwinkel von 116° aufweisen. Abweichend
von der Ausführungsform der Fig. 5 weisen allerdings die Prismen an der Wand 7 nach
außen, zu der Lampe hin. Dies ist von Vorteil, wenn das Profil 85 aus einer ebenen
Platte durch Heißverformen hergestellt wird, da dann für das Herstellen der Prismen
15 nur eine Seite der ursprünglichen Platte bearbeitet werden muß. Abgedeckt wird
das Profil 85 durch eine reflektierende Wand 11, welche über Hakenverbindungen 20
mit der Wand 7 bzw. 9, jeweils an deren freiem Ende verbunden ist. Außerhalb des Hohlraums
5 ist in der Nähe der Wand 7 eine Lampe 3 angeordnet, welche über die Wand 7 Licht
in den Hohlraum 5 einkoppelt. Auf der von dem Hohlprofil 5 abgewandten Seite befindet
sich jeweils ein Reflektor 90 bzw. 92. Der in Fig. 9 gezeigte Reflektor 90 ist nach
oben offen und dient dazu, einen Teil des von der Lampe abgestrahlten Lichtes nach
oben an dem Hohlprofil vorbei zur indirekten Lichtabstrahlung abzugeben. Gleichzeitig
führt er um die Lampe 3 herum und schließt an seinem unteren Ende an das Hohlprofil
an. In dem lampennahen Bereich ist dieser Reflektor so ausgebildet, daß er einen Teil
des Lichts zu der Wand 7 reflektiert. Hierfür kann der Reflektor unterhalb der Lampe
3 einen Knick 94 aufweisen.
[0058] Der Reflektor 92 ist vogelschwingenartig mit einer Spitze 96 in der Nähe der Lampe
und oberhalb derselben ausgebildet und sowohl nach oben als auch nach unten hin offen.
Dabei wird durch Reflexion an dem oberen Zweig 98a des Reflektors 92 Licht nach oben
zur indirekten Beleuchtung abgegeben, während durch Reflexion an dem unteren Zweig
98b ein direkter Lichtanteil nach unten abgegeben wird. In beiden Fällen können elektrische
Komponenten, wie ein Vorschaltgerät 100, an einer geeigneten Tragkonstruktion 102
bzw. 104 befestigt sein.
[0059] Zahlreiche Abwandlungen und Modifikationen der Erfindung können realisiert werden.
Beispielsweise können die als zweilampig dargestellten Ausführungsformen auch einlampig
ausgebildet sein und umgekehrt. Während bei den in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen
die Prismenstrukturen an den Wänden 7, 62 und 74 parallel zu der Lampenachse verlaufen,
kann gemäß einer anderen Ausführungsform auch vorgesehen sein, daß diese senkrecht
zu der Lampenachse verlaufen. In diesem Fall besitzen sie vorzugsweise denselben Spitzenwinkel
w wie die Prismen an der Unterseite, nämlich 116°. Eine Leuchte mit asymmetrischer
Abstrahlcharakteristik muß erfindungsgemäß nicht notwendigerweise einen einzigen Hohlraum
aufweisen. Insbesondere kann auch vorgesehen sein, daß bei einer Ausführungsform mit
zwei einander gegenüberliegenden Hohlräumen die Hohlräume 5 nicht symmetrisch zueinander
angeordnet sind und/oder eine unterschiedliche Form besitzen, so daß sie nicht mehr
spiegelbildlich zueinander ausgebildet sind. Ergänzend oder alternativ kann auch vorgesehen
sein, daß die Lampe 3 bei einer einlampigen Ausführungsform nicht symmetrisch zu der
Mittelebene angeordnet ist bzw. die Lampen bei einer mehrlampigen Ausführungsform
nicht symmetrisch zueinander angeordnet sind und/oder die den Lampen zugeordneten
Reflektoren, zum Beispiel die Reflektoren 13 oder 14 nicht symmetrisch zu der Mittelebene
M ausgebildet und/oder angeordnet sind.
[0060] Die in der Beschreibung, den Ansprüchen und den Zeichnungen offenbarten Merkmale
der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung
der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.
Bezugszeichenliste
[0061]
- 3
- Lampe
- 5
- Hohlraum
- 7
- lichtdurchlässige Platte
- 9
- lichtdurchlässige Platte
- 11
- Reflektor
- 13
- Reflektor
- 14
- Reflektor
- 15
- Prisma
- 16
- lichtbrechendes Element
- 17
- Basis des lichtbrechenden Elements
- 18
- ebene Fläche
- 19
- Grenzlinie
- 20
- Hakenverbindung
- 22
- reflektierende Folie
- 24
- Stirnwand
- 30
- lichtdurchlässige Platte
- 32
- Reflektor
- 34
- extrudiertes Profil
- 36
- Nut
- 38
- Rastverbindung
- 40
- Seitenwand
- 42
- Prismenstruktur
- 50
- Rastverbindung
- 52
- Gehäuseteil
- 54
- Vorschaltgerät
- 60
- V-förmiges Profil
- 62
- Schenkel
- 64
- Zwischenabschnitt
- 66
- Vorsprung
- 70
- Extrusionsprofil
- 71
- Mittelteil
- 72
- Lichtaustrittswand
- 74
- Lichteintrittswand
- 76
- reflektierende Wand
- 78
- reflektierende Folie
- 80
- Reflektor
- 85
- Profil
- 90
- Reflektor
- 92
- Reflektor
- 94
- Knick
- 96
- Spitze
- 98a
- oberer Zweig des Reflektors
- 98b
- unterer Zweig des Reflektors
- 100
- Vorschaltgerät
- 102
- Tragkonstruktion
- 104
- Tragkonstruktion
- K
- Kegelachse
- M
- Mittelebene
1. Leuchte für die Raumbeleuchtung, insbesondere Innenraumleuchte, mit einem Hohlraum
(5) mit einer oder mehreren zumindest teilweise reflektierenden Wänden (11; 32; 76),
der eine erste Wand (9; 30; 72), die zumindest auf einem Teilbereich lichtdurchlässig
ist und einen Lichtauskoppelbereich eines Hohlraums aufweist und in dem Lichtauskoppelbereich
zumindest an einer Seite eine Struktur von linienförmigen lichtbrechenden Elementen
(15) aufweist, eine zweite, zumindest teilweise lichtdurchlässige Wand (7; 62; 74)
und eine der ersten Wand gegenüberliegende dritte Wand (11; 32; 76) aufweist, welche
zumindest auf einem Teilbereich vollständig oder teilweise reflektierend ausgebildet
ist, sowie mit mindestens einer linienförmigen Lichtquelle (3), welche außerhalb des
Hohlraums (5) so angeordnet ist, daß Licht dieser Lichtquellen über die zweite Wand
(7; 62; 74) in den Hohlraum (5) eingekoppelt wird und über den Lichtauskoppelbereich
der ersten Wand (9; 30;72) aus dem Hohlraum (5) ausgekoppelt wird,
wobei die linienförmigen lichtbrechenden Strukturen an der ersten Wand (9; 30;72)
parallel zu der Lichtquelle verlaufen und einen sich verjüngenden Querschnitt in einer
Ebene senkrecht zu der sie definierenden Linie aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (w), der zwischen zwei geraden Linien, welche die Flanken des Querschnitts
bilden oder die Flanken des Querschnitts approximieren, eingeschlossen wird, in einem
Bereich von 100° bis 130° liegt, während die zweite Wand (7; 62; 72) in dem lichtdurchlässigen
Bereich, über welchen Licht der Lampen (3) in den Hohlraum (5) eingekoppelt wird,
eine Struktur von linienförmigen lichtbrechenden Elementen (15) aufweist, die parallel
zu der Lichtquelle (3) verlaufen und in einem Querschnitt in einer Ebene senkrecht
zu der sie definierenden Linie eine sich verjüngende Form besitzen, wobei der Winkel
(w) zwischen zwei geraden Linien, welche die Flanken des Querschnitts bilden oder
die Flanken des Querschnitts approximieren, kleiner als der entsprechende Winkel zwischen
den entsprechenden Linien für die Elemente der Strukturen an der ersten Wand ist.
2. Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen den geraden Linien, welche die besagten Flanken des Querschnitts
der Elemente der Struktur von linienförmigen lichtbrechenden Elementen (15) der zweiten
Wand bilden oder approximieren, in einem Bereich von 80° bis 100° liegt.
3. Leuchte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtbrechenden Strukturen an der ersten (9; 30; 72) und zweiten Wand (7; 62;
74) in einem Querschnitt senkrecht zu der sie definierenden Linie eine dreieckige
Form besitzen, wobei der an dem freien Ende der Strukturen durch die beiden Schenkel
eingeschlossenen Winkel (w) für die Strukturen an der ersten Wand (9; 30; 72) in einem
Bereich von 100° bis 130° und für die Strukturen an der zweiten Wand (7; 62; 74) in
einem Bereich von 80° bis 100° liegt.
4. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Wand (7; 62; 74) mit der ersten Wand (9; 30; 72) einen Winkel in einem
Bereich von 0° bis 150° einschließt.
5. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtbrechenden Strukturen an der zweiten Wand (7; 62; 74) auf der dem Hohlraum
(5) zugewandten Seite der zweiten Wand liegen.
6. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte Wand (11; 32; 76) zumindest in Teilbereichen lichtdurchlässig ist.
7. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich die dritte Wand (32) über den Hohlraum (5) hinaus in den Bereich der Lichtquelle
bzw. der Lichtquellen (3) erstreckt und in dem Bereich außerhalb des Hohlraums (5)
als Reflektor ausgebildet ist.
8. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie zwei einander gegenüberliegende Hohlräume (5) aufweist, die symmetrisch zu einer
Mittelebene (M) angeordnet sind.
9. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die erste (9; 72) und die zweite Wand (7; 74) einteilig miteinander ausgebildet sind.
10. Leuchte nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte Wand (11) durch ein separates Bauteil gebildet wird, das sich zwischen
den freien Enden eines von der ersten (9) und zweiten Wand (7) gebildeten Profils
erstreckt und mit der ersten und zweiten Wand verbunden ist.
11. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum (5) durch ein geschlossenes Extrusionsprofil gebildet wird, welches
die erste (9), zweite (7) und dritte Wand (11) enthält.
1. Luminaire for room lighting, in particular interior luminaire, with a cavity (5) with
one or more at least partially reflecting walls (11; 32; 76), said cavity exhibiting
a first wall (9; 30; 72) that is translucent at least over a partial region and a
light outcoupling area of a cavity, and in the light outcoupling area exhibiting on
at least one side a structure of linear refractive elements (15), a second at least
partially translucent wall (7; 62; 74) and a third wall (11; 32; 76) lying opposite
the first wall, said third wall being configured to be fully or partially reflecting
at least over a partial region, and with at least one linear light source (3) which
is disposed outside the cavity (5) such that light from these light sources is incoupled
via the second wall (7; 62; 74) into the cavity (5) and outcoupled out of the cavity
(5) via the light outcoupling area of the first wall (9; 30;72), wherein the linear
refractive structures at the first wall (9; 30;72) run parallel to the light source
and exhibit a tapering cross-section in a plane perpendicular to the line defining
them, characterised in that the angle (w) that is contained between two straight lines which form the flanks
of the cross-sections or which approximate the flanks of the cross-section lies within
a range of 100° to 130°, while the second wall (7; 62; 72) in the translucent region
via which light from the lamps (3) is incoupled into the cavity (5) exhibits a structure
of linear refractive elements (15) that run parallel to the light source (3) and possess
a tapering form in a cross-section in a plane perpendicular to the line defining them,
with the angle (w) between two straight lines which form the flanks of the cross-section
or which approximate the flanks of the cross-section being smaller than the corresponding
angle between the corresponding lines for the elements of the structures at the first
wall.
2. Luminaire according to Claim 1, characterised in that the angle between the straight lines which form or approximate the said flanks of
the cross-section of the elements of the structure of linear refractive elements (15)
of the second wall lies within a range of 80° to 100°.
3. Luminaire according to Claim 1 or 2, characterised in that the refractive structures at the first (9; 30; 72) and second wall (7; 62; 74) possess
a triangular form in a cross-section perpendicular to the line defining them, with
the angle (w) contained by the two arms at the free end of the structures lying in
a range of 100° to 130° for the structures at the first wall (9; 30; 72) and in a
range of 80° to 100° for the structures at the second wall (7; 62; 74).
4. Luminaire according to any of Claims 1 to 3, characterised in that the second wall (7; 62; 74) contains an angle in a range of 0° to 150° with the first
wall (9; 30; 72).
5. Luminaire according to any of Claims 1 to 4, characterised in that the refractive structures at the second wall (7; 62; 74) lie on the side of the second
wall that faces the cavity (5).
6. Luminaire according to any of Claims 1 to 5, characterised in that the third wall (11; 32; 76) is translucent at least in partial regions.
7. Luminaire according to any of Claims 1 to 6, characterised in that the third wall (32) extends beyond the cavity (5) into the region of the light source
or light sources (3) and in the region outside the cavity (5) is configured as a reflector.
8. Luminaire according to any of Claims 1 to 7, characterised in that it exhibits two cavities (5) lying opposite one another and which are disposed symmetrically
relative to a median plane (M).
9. Luminaire according to any of Claims 1 to 8, characterised in that the first (9; 72) and the second wall (7; 74) are configured together as a single
piece.
10. Luminaire according to Claim 9, characterised in that the third wall (11) is formed by a separate component which extends between the free
ends of a profile formed by the first (9) and second wall (7) and which is connected
with the first and second wall.
11. Luminaire according to any of Claims 1 to 9, characterised in that the cavity (5) is formed by a closed extruded shape which contains the first (9),
second (7) and third wall (11).
1. Luminaire pour l'éclairage d'une pièce, en particulier luminaire d'intérieur, comportant
une cavité (5) avec une ou plusieurs parois (11 ; 32 ; 76) au moins partiellement
réfléchissantes, laquelle comporte une première paroi (9 ; 30 ; 72) qui est transparente
au moins sur une zone partielle et qui comporte une zone de sortie de lumière d'une
cavité et, dans la zone de sortie de lumière, comporte au moins sur une face une structure
avec des éléments (15) linéaires réfringents, une deuxième paroi (7 ; 62 ; 74) au
moins partiellement transparente et une troisième paroi (11 ; 32 ; 76), qui est située
en face de la première paroi et qui, au moins dans une zone partielle, est réalisée
sous forme totalement ou partiellement réfléchissante, et comportant au moins une
source lumineuse (3) de forme linéaire, qui est disposée en dehors de la cavité (5),
de telle sorte que la lumière de ces sources lumineuses entre dans la cavité (5) via
la deuxième paroi (7 ; 62 ; 74) et sort de la cavité (5) via la zone de sortie de
lumière dans la première paroi (9 ; 30 ; 72),
sachant que les structures linéaires réfringentes, sur la première paroi (9 ; 30 ;
72) s'étendent parallèlement à la source lumineuse et ont une section effilée dans
un plan perpendiculaire à la ligne les définissant, caractérisé en ce que l'angle (w), qui est formé entre deux lignes droites qui forment les flancs de la
section ou qui se rapprochent des flancs de la section, se situe dans une plage de
100° à 130°, alors que la deuxième paroi (7 ; 62 ; 74), dans la zone transparente,
à travers laquelle la lumière des lampes (3) entre dans la cavité (5), comporte une
structure avec des éléments (15) linéaires réfringents, qui s'étendent parallèlement
à la source lumineuse (3) et, sur une coupe transversale dans un plan perpendiculaire
à la ligne les définissant, ont une forme effilée, l'angle (w), formé entre deux lignes
droites qui forment les flancs de la section ou qui se rapprochent des flancs de la
section, étant inférieur à l'angle correspondant entre les lignes correspondantes
pour les éléments des structures sur la première paroi.
2. Luminaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'angle entre les lignes droites, qui forment ou se rapprochent desdits flancs de
la section des éléments de la structure de la deuxième paroi avec des éléments (15)
linéaires réfringents, se situe dans une plage de 80° à 100°.
3. Luminaire selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les structures réfringentes sur la première paroi (9 ; 30 ; 72) et la deuxième paroi
(7 ; 62 ; 74) ont une forme triangulaire sur une coupe transversale perpendiculaire
à la ligne les définissant, sachant que l'angle (w), formé par les deux branches au
niveau de l'extrémité libre des structures, se situe dans une plage de 100° à 130°
pour les structures sur la première paroi (9 ; 30 ; 72) et dans une plage de 80° à
100° pour les structures sur la deuxième paroi (7 ; 62 ; 74).
4. Luminaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la deuxième paroi (7 ; 62 ; 74) forme avec la première paroi (9 ; 30 ; 72) un angle
dans une plage de 0° à 150°.
5. Luminaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les structures réfringentes sur la deuxième paroi (7 ; 62 ; 74) se situent sur la
face de la deuxième paroi orientée vers la cavité (5).
6. Luminaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la troisième paroi (11 ; 32, 76) est transparente au moins dans des zones partielles.
7. Luminaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la troisième paroi (32) s'étend au-delà de la cavité (5) dans la zone de la source
lumineuse ou des sources lumineuses (3) et est configurée comme réflecteur dans la
zone en dehors de la cavité (5).
8. Luminaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'il comporte deux cavités (5) se faisant face, lesquelles sont disposées symétriquement
à un plan médian (M).
9. Luminaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la première paroi (9 ; 72) et la deuxième paroi (7 ; 74) sont réalisées d'un seul
tenant l'une avec l'autre.
10. Luminaire selon la revendication 9, caractérisé en ce que la troisième paroi (11) est formée par un élément séparé, qui s'étend entre les extrémités
libres d'un profilé formé par la première paroi (9) et la deuxième paroi (7) et est
assemblée à la première et à la deuxième paroi.
11. Luminaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la cavité (5) est formée par un profilé extrudé fermé, qui contient la première paroi
(9), la deuxième paroi (7) et la troisième paroi (11).