[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufschneiden von einem einem
Messer zugeführten Lebensmittelriegel. Des weiteren betrifft die vorliegende Erfindung
eine Vorrichtung zum Abtrennen von Lebensmittelscheiben.
[0002] Mit Hochlelstungsaufschneidemaschinen, sogenannten "Slicern", sind beispielsweise
aus der
WO 00/59689, der
US 5,628,237, der
FR 2677573 sowie der
DE 19525742 bekannt und werden stangenförmige Lebensmittel, beispielsweise Wurst, Käse oder dergleichen
mit einer sehr hohen Schneidleistung in Scheiben geschnitten. Dabei wird die Lebensmittelstange
mittels eines geregelten Antriebs durch eine ortsfeste schneldebene, in der der Schnitt
durch ein schnell bewegtes Messer erfolgt, transportiert Die Scheibenstärke ergibt
sich aus der Vorschubstrecke des Lebensmittelriegels zwischen zwei Schnitten. Demnach
erfolgt bei einer konstanten Messergeschwindigkeit die Regelung der Schelbenstärke
Ober die Vorschubgeschwindigkeit des Lebensmitteirlegels. Die geschnittenen Scheiben
werden in der Regel mit konstanter Scheibenzahl zu Portionen zusammengefasst und verpackt.
Das Gewicht dieser Portion soll möglichst genau eingehalten werden. Über die Schelbenstärke
kann das Gewicht regelungstechnisch mittels der Vorschubgeschwindigkeit beeinflusst
werden. Bei Slicem werden heutzutage aus Leistungsgründen oftmals mehrere Produktstangen
nebeneinander durch ein Messer aufgeschnitten. Der Stand der Technik kennt sowohl
kontinuierlich als auch diskontinulerlich beschickte Maschinen.
[0003] Bei den kontinuierlich beschickten Aufschneidemaschinen besteht die Vorschubeinrichtung
des Lebensmittelriegels in der Regel aus mehreren, vorzugsweise zwei, Förderbändern,
zwischen denen die Lebensmittelstangen eingeklemmt und über Haftreibung durch die
Schneidebene gefördert werden. Die Förderbänder sind einlaufseitig offen, so dass
das Folgeprodukt stirnseitig das Ende des im Ausschnitt befindlichen Produktes berühren
kann und damit ein annähernd kontinuierlicher Schneidprozess stattfindet. Nachteilig
an diesem System ist, dass gegen Ende des Aufschneidprozesses des Produktes der Produktrest
des Lebensmittelriegels nicht mehr test genug zwischen den Transportbändern einspannbar
ist, so dass er oftmals durch das Messer herausgerissen und weggeschleudert wird.
[0004] Bei den diskontinuierlich beschickten Aufschneidemaschtnen wird die Produktstange,
auch Lebensmittelriegel genannt an seinem dem Messer abgewandten Ende von einem Greifer
erfasst und von diesem in Richtung des Messers transportiert. Diese Aufsehneidemaschinen
haben beispielweise den Nachteil, dass sehr lange Lebensmittelniegel auf diesen Maschinen
nicht bearbeitet werden können und dass beim Aufschneiden von mehreren parallelen
Lebensmittelriegeln und mechanisch fest verbundenen Gretfem die Lebenemilttelriegel
vor dem Aufschneiden teilweise stark komprimiert werden.
[0005] Es war deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Verfahren zur Verfügung zu
stellen, die die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweisen.
EP-A-0 930 137 offenbart ein Verfahrend gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1
US 5,628,237 offenbart eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 7. Gelöst wird die
Aufgabe mit einem Verfahren gemäß Patentanspruch 1 und mit eine Vorrichtung gemäß
Anspruch 7.
[0006] Es war für den Fachmann überaus erstaunlich und nicht zu erwarten, dass mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren Lebensmittelriegel beliebiger Länge aufgeschnitten werden können. Das erfindungsgemäße
Verfahren ist auf vergleichsweise kleinen Aufschneidemaschinen durchzuführen, weil
das Mittel beispielsweise ein Greifer erst zu einem vergleichsweise späten Zeltpunkt
mit dem Lebensmittelriegel in Kontakt gebracht werden muss.
[0007] Das Mittel, das mit dem dem Messer abgewandten Enden der Lebensmittelriegel in Kontakt
gebracht wird, kann ein beliebiges dem Fachmann bekanntes Mittel sein. Beispielsweise
und bevorzugt ist das Mittel ein Greifer, dessen Krallen in die Lebensmittelriegel
gedrückt werden, oder die einen sonstigen, vorzugsweise reversiblen Form-, Kraft-
undloder Formschluss mit dem Lebensmittelriegel eingehen.
[0008] Vorzugweise worden mehrere Lebensmittelriegel parallel aufgeschnitten.
[0009] Vorzugsweise werden die vorderen Enden der Lebensmittelriegel so angeordnet , dass
sie sich vor dem ersten Schnitt auf einer Ebene im wesentlichen parallel zu der Schneldebene
des Messers befinden, so dass kein Trimmschnitt durchgeführt werden muss.
[0010] Es war für den Fachmann überaus erstaunlich und nicht zu erwarten, dass es mit dem
bevorzugten Verfahren gelingt, mehrere Lebensmittelriegel parallel aufzuschneiden,
ohne dass Trimmschnitte durchgeführt werden müssen. Das erfindungsgemäße Verfahren
ist einfach und kostengünstig durchzuführen.
[0011] Vorzugsweise ist das Mittel beispielsweise ein Greifer mit dem Lebensmittelriegel
kraft-, form- und/oder stoffschlüssig sowie reversibel verbunden werden.
[0012] Weiterhin bevorzugt erfolgt die Verbindung zwischen dem Mittel vor oder besonders
bevorzugt nach dem Beginn das Aufschneidens. Eine Verbindung des Mittels beispielsweise
eines Greifers nach dem Beginn des Aufschneidens hat den Vorteil, dass Lebensrmittelriegel
beliebiger Länge aufgeschnitten werden können. Die Verbindung zwischen dem Mittel
und dem Lebensmittelriegel erfolgt beispielsweise kurz bevor sich das hintere Ende
des Lebensmittelriegels im Bereich der Transportmittel befindet oder kurz bevor der
Lebensmittelriegel soweit aufgeschnitten ist, dass ein sicherer Halt zwischen den
Transportbändern nicht mehr gewährleistet ist.
[0013] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform wird das Mittel nach dem Aufschneiden
aus der Vorschubtrasse entfernt. Vorzugsweise erfolgt dies durch ein Zurückziehen
des Mittels aus der Vorschubtrasse. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform wird
das Mittel so aus der Vorschubtrasse entfernt, dass ein möglichst geringer Zeitverlust
entsteht Dies erfolgt vorzugsweise durch ein Bewegung des Mittels quer zur Vorschubtrasse.
[0014] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die
Verbindung zwischen den Mitteln und den Lebensmittelriegeln nach Beendigung des Aufschneidens
mindestens eines Lebensmittelriegels gelöst Dies bedeutet, dass es vorteilhaft sein
kann, dass das Aufschneiden der anderen Lebensmittelriegel die noch nicht nahezu vollständig
aufgeschnitten sind, ebenfalls gelöst wird und die diese Endstücke einer Restverwertung
zugeführt werden. Diese Verfahrensweise führt zu einer vergleichsweise hohen durchschnittlichen
Aufschneideleistung. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung wird jeder Lebensmtttelriegel maximal aufgeschnitten und daraus resultierende
unvollständige Portionen mit nachfolgend aufzuschneidenden Lebensmittelriegeln ergänzt
Diese Verfahrensweise führt zu einer maximalen Materialausnutzung, Der Betreiber kann
zwischen diesen beiden Betriebsarten jederzeit wählen und sie beispielsweise dem jeweils
aufzuschneidenden Produkt anpassen.
[0015] Erfindungsgemäß wird das Mittel zumindest zeitweise ausschließlich durch die Transportmittel,
vorzugsweise Transportbänder, die die Lebensmittelriegel in Richtung des Messers transportleren
und/oder den Lebensmittelriegel selbst angetrieben; d.h. in Richtung des Messers bewegt.
Dies bedeutet dass das Mittel beispielsweise ein Greifer zeitweise keinen eigenen
Antrieb aufweist. Die Bewegung des Greifers in Richtung des Messers erfolgt demnach
beispielsweise dadurch, dass er mit dem Lebensmittelriegel kraftschlüssig verbunden
ist. Weiterhin kann der Transport dadurch erfolgen, dass sich ein Kraftschluss beispielsweise
ein Reibschluss zwischen dem Mittel und den Transportbändern, die auch den Lebensmittelriegel
transportieren, einstellt und das Mittel dadurch in Richtung des Messers transportiert
wird. Diese Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens hat den Vorteil, dass
die Mittel nur angetrieben und die Antriebe nur geregelt werden müssen, um einen Kontakt
zwischen dem Mittel und dem Lebensmittelriegal herzustellen und gegebenenfalls später
um die Mittel aus der Vorschubtrasse zu entfernen. Zumindest in der Zeit dazwischen
wird das Mittel nicht selbständig angetrieben.
[0016] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung gemäß Anspruch
7.
[0017] Die Mittel, die mit dem dem Messer abgewandten Enden der Lebensmittelriegel in Kontakt
gebracht werden, können beliebige dem Fachmann bekannte Mittel sein. Beispielsweise
und bevorzugt sind die Mittel Greifer, deren Krallen in die Lebensmittelriegel gedrückt
werden, oder die einen sonstigen, vorzugsweise reversible Form-, Kraft undloder Formschluss
mit dem Lebensmittelriegel eingehen. Ein Mittel im Sinne der Erfindung ist jedoch
auch eine Produktverlängerung, die weiter unten beschrieben ist.
[0018] Es war für den Fachmann überaus erstaunlich und nicht zu erwarten, dass die erfindungsgemäße
Vorrichtung einfach und kostengünstig herzustellen ist. Des weiteren ist die erfindungsgemäße
Vorrichtung einfach und kostengünstig zu betreiben, weil die Mittel nur zeitweise
oder gar nicht selbständig angetrieben werden müssen.
[0019] Erfindungsgemäß werden mindestens zwei Lebensmittelriegel jeweils mit mindestens
einem Transportmittel in Richtung des Messers transportiert und ihr hinteres Ende
zumindest zeitweise mit jeweils einem Mittel In Kontakt gebracht, wobei das Mittel
an einer zentralen Einheit zumindest zeitweise jeweils verschieblich gelagert sind.
[0020] Vorzugsweise ist an den Mitteln jeweils ein Geber angeordnet, mit dem ihre Lage relativ
zu der zentralen Einheit feststellbar ist.
[0021] im folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren 1-4 erläutert. Diese Erläuterungen
sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erflndungsgedanken nicht
ein. Die gemachten Ausführungen gelten sowohl für das erfindungsgemäße Verfahren als
auch für die erfindungsgemäße Vorrichtung
Figur 1 zeigt eine Aufschneidemaschine mit einer nahezu kontinuierlicnen Förderung des Produktes.
Figur 2a, 2b zeigt eine erfindungsgemäße Aufschnetdevomchtung in zwei Ansichten.
Figur 3a - 3c zeigt den Aufschnitt von vier Lebensmittelriegeln in drei Phasen
Figur 4a - 4c zeigt den Aufschnitt von vier Lebensmütelriegeln in drei Phasen
[0022] Figur 1 zeigt eine Aufschneidemaschine, die nahezu kontinuierlich beschickt wird. Die Aufschneidemaschine
5 weist ein Messer 11 auf, das ein Lebenamittelriegel 2 in Lebensmittelscheiben 12
schneidet. In der Regel werden die aufgeschnittenen Lebensmittelscheiben 12 zu Portionen
konfiguriert und danach verpackt. Der Fachmann erkennt, dass mehrere Lebensmittelriegel
gleichzeitig aufgeschnitten werden können. Die Lebensmittelriegel 2 werden mit zwei
Förderbändern 4 kontinuierlich in Richtung der Schneidebene 6 des Messers 11 transportiert.
Die Scheibenstärke ergibt sich aus der Vorschubstrecke des Lebensmittelriegels zwischen
zwei Schnitten. Bei konstanter Messergesohwindigkeit erfolgt die Regelung der Scheibenstärke
über die Vorschubgeschwindigkeit des Lebensmittelriegels. Die Förderbänder 4 sind
einlaufseitig offen, so dass das Folgeprodukt stirnseltig das Ende des Im Aufschnitt
befindlichen Produktes berühren kann und damit ein annähernd kontinuierlicher Schneidprozess
stattfindet
[0023] Die
Figuren 2a und
2b zeigen eine erfindungsgemäße Aufschneidemaschine in zwei Ansichten. In
Figur 2a ist der Messerkopf dargestellt, an dem sich das Messer 11 befindet mit dem Lebensmittelilegel
2 in Lebensmittelscheiben 12 aufgeschnitten werden. Der Lebensmittelriegel 2 wird
von den Förderbändern 4 entlang der Vorschubtrasse 14 in Richtung des Messers transportiert.
An seinem hinteren Ende ist der Lebensmittelriegel mit einem Greifer 18 in Kontakt
gebracht worden, dessen eigner Antrieb 20,21 in Figur 2b detailliert dargestellt ist.
Zwischen dem Greifer 18 und den Transportbändern 4 besteht ein Reibschluss, so dass
der Greifer, sobald mit den Transportbändern im Eingriff steht von diesen und nicht
von dem Antrieb 20. 21 in Richtung des Messers transportiert wird. Dementsprechend
dient der Greifer nur zum Halten nicht jedoch zum Antreiben des Lebensmittelriegels.
[0024] Figur 2b zeigt die Aufschneidemaschine gemäß Figur 2a in einer Draufsicht, wobei die Förderbänder
4 aus Übersichtsgründen weggelassen wurden. Die vorliegende beispielhafte Aufschneidemaschine
eignet sich zum Aufschneiden vom vier parallel in einer Ebene angeordneten Lebensmittelriegeln.
Dementsprechend hat die Aufschneidemaschine vier Greifer 18, die jeweils mit einem
Lebensmittelriegel in Kontakt gebracht werden und deren Krallen 7 dabei in den Lebensmittelriegel
(nicht dargestellt) gefahren werden. Die Greifer 18 sind an einer zentralen Einheit
20 angeordnet, die entlang einer Führung 22 verschiebbar ist. Die Verschiebung der
zentralen Einheit 20 kann entweder durch einen Motor oder durch die Lebensmittelriegel,
die mit den Greifern verbunden sind und die mittels der Transportbänder 4 in Richtung
des Messers transportiert werden, oder durch die Transportbändern erfolgen. Die Einheit
20 kann auch in ihrer Lage relativ zur Führung 22 fixiert werden. Jeder Greifer 18
weist des weiteren einen Antrieb 21 auf, mit dem der Greifer relativ zu der zentralen
Einheit 20 bewegbar oder fixierbar ist. Dieser Antrieb 21 kann so umgestellt werden,
dass er als oder ähnlich wie ein Loslager funktioniert, d. h. dass der Greifer 18
relativ zu der zentralen Einheit 20 axial verschiebbar ist. Ein Mittel, das gleichzeitig
als Antrieb und ähnlich wie ein Loslager fungieren kann, ist beispielsweise ein Zylinder,
der, wenn er mit Druckluft beaufschlagt ist, einen Antrieb darstellt, und bei dem
Drucklosigkeit eine kräftemäßige Entkopplung zwischen der Zentraleinheit 20 und dem
Greifer 18 bewirkt. Zusätzlich stellt die Hubbegrenzung des Zylinders in seinen Endlagen
einen Anschlag dar, so dass sichergestellt ist, dass der Greifer in Transportrichtung
des Lebensmittelriegels nicht zu weit bewegt werden kann und damit mit dem Messer
in Kontakt kommt. Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Aufschneidavorrichtung
wird in den Figuren 3a bis 3c und 4a bis 4c erläutert.
[0025] In den
Figuren 3a bis 3c ist eine Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Figur 3a zeigt
den Zustand vor dem Aufschneiden der Lebensmittelriegel 2. Die Lebensmittelriegel
2 werden jeweils manuell oder maschinell in eine Führungstrasse eingelegt und mit
einem Anschlag 16, in dem vorliegenden Fall ein Schieber, in Kontakt gebracht, so
dass sich die dem Messer 11 (nicht dargestellt) zugewandten Enden auf einer Ebene
parallel zu dem Messer befinden. Der Fachmann erkennt, dass dazu nicht notwendigerweise
ein Anschlag benötigt wird. Des weiteren erkennt der Fachmann, dass die Lebensmittelriegel
unterschiedlich lang sind, was erfahrungsgemäß der Praxis entspricht. Die Lebensmittelriegel
2 werden durch Transportbänder 4 in Richtung des Messers transportiert. Die Transportbänder
sind individuell antreibbar, so dass der Vorschub jedes einzelnen Lebensmittelriegels
und damit die jeweilige Stärke der abgeschnittenen Scheiben einstellbar ist; d.h.
dass die Geschwindigkeit mit der die Lebensmittelriegel jeweils aufgeschnitten werden
unterschiedlich sein kann. Die Greifer 18 befinden sich in dem vorliegenden Fall hinter
dem hinteren Ende der Lebensmittelriegel 2. Vor oder während des Aufschneidens wird
die zentrale Einheit 20, an der die Greifer angeordnet sind, mit einem Motor entlang
der Führung 22 in Richtung der hinteren Enden der Lebensmittelriegel bewegt, bis ein
Greifer 18 einen Lebensmittelriegel berührt. Die Krallen dieses Greifers werden dann
mit diesem Lebensmittelriegel in Eingriff gebracht wird. Die Greifer 18 sind so relativ
zu der Zentraleinheit 20 gelagert bzw. angetrieben, dass sie nacheinander oder gleichzeitig
mit den jeweiligen Lebensmittelriegeln in Kontakt gebracht und mit diesen Verbunden
werden können, ohne dass die Lebensmittelriegel nennenswert komprimiert werden. Diese
Verfahrensweise hat insbesondere vor dem Beginn des Aufschneidens den Vorteil, dass
die Lebensmittelriegel nicht nennenswert gegen den Anschlag 16 gedrückt werden, so
dass der Anschlag entfernt werden kann, ohne die Lebensmittelriegel beschädigt werden.
Die Greifer müssen die Lebensmittelriegel auch nicht zurückgehen, wie es beispielsweise
in der
DE 100 50 713 A1 gelehrt wird, damit der Anschlag überhaupt entfernt werden kann. Ein weiter Vorteil
der vorliegenden Erfindung ist, dass die parallel Ausrichtung der vorderen Enden der
Lebensmittelriegel auch nach deren Verbund mit den Greifern erhalten bleibt. Diese
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hat den Vorteil, dass vor dem Aufschneiden
der Lebensmittelriegel nicht notwendigerweise ein sogenannter Trimmschnitt, der Materialverlust
bedeutet durchgeführt werden muss, um eine parallel Ausrichtung der Lebensmittelriegel
auf einer Linie zu erreichen. Während des Aufschneidens hat diese erfindungsgemäße
Verfahrensweise den Vorteil, dass bei der Herstellung des Kontakts zwischen Greifer
und Lebensmittefriegel nicht unkontrolliert dicke Lebensmittelscheiben entstehen.
Nachdem alle Greifer mit den jeweiligen Lebensmittelriegeln in Kontakt gebracht wurden,
können sowohl der Antrieb der Zentraleinheit als auch die Antriebe 21 der jeweiligen
Greifer 18 so eingestellt werden, dass sowohl die Zentraleinheit 20 entlang der Führung
22 als auch die Greifer 18 in den Führungen 21 frei verschieblich gelagert sind, so
dass die Greifer 18 und damit die Zentraleinheit 20 von den Lebensmitteiriegein 2
in Richtung des Messers gezogen werden. Des weiteren ist es möglich, dass die Zentraleinheit
20 mit einem Motor mit einer mittleren Geschwindigkeit entlang der Führung 22 bewegt
wird. In diesem Fall sind die Greifer 18 verschieblich gelagert und können mit einem
Geber versehen sein, der ihre jeweilige Position an eine Steuereinheit übermittelt,
so dass die Steuereinheit beispielsweise informationen darüber erhält, ob ein lebensmittelriegel
schneller als andere aufgeschnitten wird. Weiterhin ist es möglich, dass die Zentraleinheit
20 entlang der Führung 22 frei verschiebbar gelagert ist und die Greifer nicht relativ
zu der Zentraleinheit bewegbar sind, so dass sichergestellt ist, dass zumindest nach
dem Kontakt mit den Greifern 18 alle Lebensmittelriegel mit derselben Geschwindigkeit
aufgeschnitten werden. In jedem Fall weisen die Greiferweisen nach dem Kontakt mit
dem Lebensmittelriegel keinen eigenen Antrieb auf und sind deshalb auch nicht in der
Lage die Lebensmittelriegel in Richtung des Messers anzutreiben. Die Greifer 18 werden
entweder durch den Lebensmittelriegel und/oder bevorzugt durch die Transportbänder
4 in Richtung des Messers bewegt In
Figur 3c ist ein Stadium kurz vor Beendigung des Aufschneidens dargestellt. Da die Lebensmittelriegel
zum einen ungleich lang sind und zum anderen auch unterschiedlich schnell aufgeschnitten
werden können, ist der zweite Lebensmittelriegel von links bis kurz vor die Krallen
des Greifers aufgeschnitten. An dieser Stelle muss zumindest das Aufschneiden dieses
Lebensmittelriegels beendet werden, dadurch dass dieser Lebensmittelriegel beispielsweise
durch seinen Antrieb 21 zurückgezogen wird. Es ist jedoch auch denkbar, dass an dieser
Stelle das Aufschneiden aller vier Lebensmittelriegel beendet wird, indem die Zentraleinheit
20 von dem Messer wegbewegt wird und danach oder gleichzeitig die Krallen aus den
Lebensmittelriegeln gelöst werden. Die nicht vollständig aufgeschnittenen Lebensmittelriegel
können gesammelt und einer Wiederverwertung zugeführt werden. Nachdem das Aufschneiden
der Lebensmlttelriegel beendet wird, wird Zentraleinheit 20 und die Krallen 18 relativ
zu der Zentraleinheit 20 zu der Ausgangsposition gemäß Figur 3a zurückgefahren und
die Führungstrassen können mit neuen Lebensmittelriegeln beladen werden, diese dann
aufgeschnitten werden.
[0026] In den
Figuren 4a bis 4c ist eine andere mögliche Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung bzw. der
erfindungsgemäßen Verfahren dargestellt. Wie aus Figur 4a ersichtlich, sind in dem
vorliegenden Fall die Lebensmittelriegel so lang, das ihr hinteres Ende hinter den
Greifern und der Lebensmittelriegel zumindest teilweise unterhalb der Greifer liegt.
Die Lebensmittelriegel werden auch in dem vorliegenden Fall so angeordnet und durch
die Transportbänder fixiert, dass sich ihre vorderen Enden auf einer Ebene parallel
zu dem Messer befinden, so dass bei Beginn des Aufschneidens kein Trimmschnitt durchgeführt
werden muss. Die Lebensmittelriegel werden so lange aufgeschnitten, bis sich ihr hinteres
Ende vor den Greifern 18 befinden, die dann zu einem beliebigen Zeitpunkt, jedoch
spätestens dann, wenn ein sicherer Halt der Lebensmittelriegel zwischen den Transportbändern
4 nicht mehr gewährleistet ist, mit den Lebensmitteinegein in Eingriff gebracht werden.
Ansonsten gelten die zu den Figuren 3a bis 3c gemachten Ausführungen.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- 2
- Lebensmittelriegel
- 3
- 4
- Transportmittel
- 5
- Aufschneidevarrichtung
- 6
- Schneidebene
- 7
- Mittel zur Erzeugung eines Kraft-, Form- und/oder Stoffschlusses
- 8
- 9
- 10
- 11
- Messer
- 12
- Lebensmittelscheiben
- 13
- Mittel zum Heranführen der Greifer an den Lebensmittelriegeln
- 14
- Vorschubtrasse
- 15
- 16
- Anschlag
- 17
- dem Messer abgewandtes Ende eines Lebensmittelriegels
- 18
- Greifer
- 19
- dem Messer zugewandtes Ende eines Lebensmittelriegels
- 20
- zentrale Einheit
- 21
- Antrieb der Greifer
- 22
- Führung der Zentraleinheit
1. Verfahren zum Aufschneiden von einem einem Messer (11) zugeführten Lebensmittelriegel
(2), wobei der Lebensmittelriegel (2) mit mindestens einem Transportmittel (4) in
Richtung des Messers (11) transportiert wird und dass zu einem beliebigen Zeitpunkt
während des Aufschneidens des Lebensmittelriegels das hintere Ende (17) des Lebensmittelriegels
(2) jeweils mit einem Mittel (18) in Kontakt gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel während des Kontaktes mit dem Lebensmittelriegel durch den Lebensmittelriegel
(2) und/oder das Transportmittel (4) angetrieben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel ( 18) mit dem Lebensmittelriegel kraft-, form- und/oder stoffschlüssig
sowie reversibel verbunden wird.
3. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (18) nach dem Aufschneiden aus der Vorschubtrasse entfernt wird.
4. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem Mittel (18) und dem Lebensmittelriegel (2) nach der Beendigung
des Aufschneidens des Lebensmittefriegels gelöst wird,
5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest gegen Ende des jeweiligen Aufschneideprozesses das Mittel (18) jeweils
mit mindestens einem Transportmittel (4) im Eingriff sehen.
6. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Lebensmittelriegel-parallel aufgeschnitten werden,
7. Vorrichtung zum Abtrennen von Lebensmittelscheiben (12) von mindestens zwei Lebensmittelriegeln
(2) mit einem Messer (11), bei der die Lebensmittelriegel (2) jeweils mit mindestens
einem Transportmittel (4) in Richtung des Messers (11) transportierbar sind und ihre
hinteren Enden (14) zumindest zeitweise jeweils mit einem Mittel (18) in Kontakt stehen
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (6) während des Kontaktes mit dem Lebensmittelriegeln (2) keine eigene
Antriebe aufweisen und wobei die Mittel an einer zentralen Einheit (20) zumindest
zeitweise jeweils verschieblich gelagert sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (18) einen Geber aufweisen, mit dem ihre Lage relativ zu der zentralen
Einheit (20) feststellbar ist.
1. Method for slicing a food bar (2) supplied to a knife (11), wherein the food bar (2)
is transported in the direction of the knife (11) by at least one transporting means
(4), and wherein the rear end (17) of the food bar (2) is in each case brought into
contact with a means (18) at any time during the slicing of the food bar, characterized in that the means is driven by the food bar (2) and/or the transporting means (4) during
contact with the food bar.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the means (18) is connected to the food bar in a frictional or form-fitting manner
and/or with a cohesive material joint and also reversibly.
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the means (18) is removed from the feed route after the slicing operation.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the connection between the means (18) and the food bar (2) is released after the
end of the slicing of the food bar.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the means (18) is in each case in engagement with at least one transporting means
(4) at least towards the end of the respective slicing process.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a plurality of food bars are sliced in parallel.
7. Device for severing food slices (12) from at least two food bars (2) with a knife
(11), in which the food bars (2) can each be transported in the direction of the knife
(11) by at least one transporting means (4) and the rear ends (14) thereof are each
at least temporarily in contact with a means (18), characterized in that the means (18) do not have their own drives during contact with the food bars (2),
the means being mounted on a central unit (20) in a manner such that they are each
displaceable at least temporarily.
8. Device according to Claim 7, characterized in that the means (18) has a sensor with which the position thereof relative to the central
unit (20) can be established.
1. Procédé pour découper des barres de produit alimentaire (2) acheminées à un couteau
(11), la barre de produit alimentaire (2) étant transportée par au moins un moyen
de transport (4) dans la direction du couteau (11), et à un instant quelconque pendant
le découpage de la barre de produit alimentaire, l'extrémité arrière (17) de la barre
de produit alimentaire (2) étant amenée à chaque fois en contact avec un moyen (18),
caractérisé en ce que le moyen est entraîné pendant le contact avec la barre de produit alimentaire par
la barre de produit alimentaire (2) et/ou le moyen de transport (4).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen (18) est connecté à la barre de produit alimentaire par engagement par force,
par correspondance géométrique et/ou par liaison de matière ainsi que de manière réversible.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen (18) est enlevé de la chaîne d'avance après le découpage.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la connexion entre le moyen (18) et la barre de produit alimentaire (2) est supprimée
après la fin du découpage de la barre de produit alimentaire.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins vers la fin de chaque processus de découpage, le moyen (18) est en prise
avec au moins un moyen de transport (4).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que plusieurs barres de produit alimentaire sont découpées en parallèle.
7. Dispositif pour sectionner des tranches de produit alimentaire (12) dans au moins
deux barres de produit alimentaire (2) avec un couteau (11), dans lequel les barres
de produit alimentaire (2) peuvent dans chaque cas être transportées avec au moins
un moyen de transport (4) dans la direction du couteau (11) et leurs extrémités arrière
(14) sont au moins temporairement chacune en contact avec un moyen (18), caractérisé en ce que les moyens (18) pendant le contact avec les barres de produit alimentaire (2), ne
présentent aucun entraînement propre, et dans lequel les moyens (18) sont montés à
chaque fois de manière déplaçable au moins temporairement sur une unité centrale (20).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les moyens (18) présentent un détecteur avec lequel leur positon relative par rapport
à l'unité centrale (20) peut être déterminée.