[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Leitvorrichtung zur taktmäßigen Bogenzufuhr in
Förderrichtung im Bereich einer Bogenanlage an einem Anlegetisch einer Bogen verarbeitenden
Maschine, insbesondere einer Druckmaschine, mit einer Vorder- und/oder Deckmarke zum
Ausrichten der Vorderkante des jeweils vordersten Bogens eines insbesondere unterschuppten
Bogenstroms und mit einer sich parallel quer über den Anlegetisch im Bereich der Vorder-
und/oder Deckmarke erstreckenden Niederhaltevorrichtung, die im Takt der zu fördernden
Bogen gegenüber dem Anlegetisch heb- und senkbar antreibbar ist.
[0002] Derartige Leitvorrichtungen kommen im Bereich einer Bogenanlage einer Bogen verarbeitenden
Maschine zum Einsatz, wobei die Bogen im Bereich eines Anlegetischs beispielsweise
von Bogenrotationsdruckmaschinen an Vorder- und Deckmarken vorausgerichtet werden,
bevor eine Überführung in die Bogenrotationsmaschine erfolgt.
[0003] Durch die Niederhaltevorrichtung werden die insbesondere unterschuppt ankommenden
Bogen so flach auf dem Anlegetisch gehalten, daß sie sicher unter die Deckmarken und
gegen die Vordermarken zur Anlage gebracht werden. Damit nach der Vorausrichtung der
ablaufende Bogen den auf dem Anlegetisch nachfolgend einlaufende Bogen nicht mitreißt
und so dessen Ausrichtung stört oder verhindert oder die Hinterkante des ablaufenden
Bogens hochschlägt, was zu einer Beschädigung des Bogens bei Berührung mit Förderelementen
führen kann, ist es bekannt die Niederhaltevorrichtung heb- und senkbar anzutreiben.
[0004] Um diese Nachteile wirksam zu vermeiden ist ein großer vertikaler Verstellweg erforderlich,
der zu einer großen Bauhöhe der Leitvorrichtung führt.
[0005] Aufgabe der,Erfindung ist es eine Leitvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen,
die bei einfachem Aufbau eine geringe Bauhöhe aufweist und die Niederhaltevorrichtung
bei ihrem Anheben so weit von den insbesondere steifen Bogen entfernt, daß diese nicht
beschädigt werden.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Niederhaltevorrichtung
auf einem sich entgegen der Förderrichtung der Bogen dem Anlegetisch annähernden Bewegungsweg
aus ihrer angehobenen Stellung in ihre abgesenkte Stellung und umgekehrt bewegbar
antreibbar ist.
[0007] Da sich durch diese Ausbildung die Niederhaltevorrichtung zwar sehr weit weg von
dem Bogen bewegt, dieser Bewegungsweg aber eine große Horizontalkomponenten aufweist,
ist keine große Bauhöhe der Leitvorrichtung erforderlich.
[0008] Durch das von der Niederhaltevorrichtung unbeeinflußte freie Ablaufen der Bogen erfolgt
keine negative Beeinflussung der nachfolgenden Bogen und kein Hochschlagen der Hinterkante
der ablaufenden Bogen.
[0009] Beschädigungen insbesondere an empfindlichen Bogen durch zu starkes Ziehen über die
zurückkehrenden Deck- und Vordermarken werden sicher vermieden.
[0010] Damit die Niederhaltevorrichtung sicher schnell in ihre angehobene Lage gelangt,
kann die Niederhaltevorrichtung auf ihrem sich dem Anlegetisch annähernden Bewegungsweg
mit einer geringeren Geschwindigkeit antreibbar sein als auf dem sich von dem Anlegetisch
entfernenden Bewegungsweg oder es kann die Niederhaltevorrichtung auf ihrem sich dem
Anlegtisch annähernden Bewegungsweg mit einer sich verringernden Geschwindigkeit und
auf dem sich von dem Anlegetisch entfernenden Bewegungsweg mit einer sich vergrößernden
Geschwindigkeit bewegbar antreibbar sein.
[0011] Dabei kann der Bewegungsweg sich kreisbogenartig erstrecken.
[0012] Dazu ist in einfacher Weise die Niederhaltevorrichtung an einem ersten Ende eines
in Förderrichtung zum Anlegetisch geneigten Hebels angeordnet, der an seinem anderen
Ende um eine Schwenkachse schwenkbar antreibbar ist, die sich in einem größeren Abstand
als die Niederhaltevorrichtung parallel quer über den Anlegetisch erstreckt.
[0013] In einer einfachen, wenig Bauraum benötigenden Ausbildung ist die Niederhaltevorrichtung
eine sich parallel quer über den Anlegetisch erstreckende Niederhaltestange.
[0014] Damit die niederzuhaltenden Bogen nicht an der Niederhaltestange entlang schleifen,
können entweder auf der Niederhaltestange mehrere Niederhalterollen in einem Abstand
zueinander oder auf der Niederhaltestange ein Niederhalterohr frei drehbar angeordnet
sein.
[0015] Um einen einfachen kostengünstigen Antrieb zur Erzeugung der Schwenkbewegung der
Niederhaltevorrichtung verwenden zu können, ist vorzugsweise der Hebel Teil eines
Mehrgelenkgetriebes, insbesondere eines Viergelenkgetriebes, das als Antriebsteil
eine von einem Drehantrieb drehbar antreibbare Kurbel aufweist.
[0016] Dazu kann sich koaxial zur Schwenkachse ein Antriebsrohr über den Anlegetisch erstrecken
und an seinen beiden Enden drehbar gelagert sein, wobei insbesondere an einem ersten
Ende des Antriebsrohres mit ihrem einen Ende eine Schwinge und an einem zweiten Ende
des Antriebsrohres mit ihrem einen Ende ein Mitnehmer des Mehrgelenkgetriebes sich
radial zur Schwenkachse erstreckend fest angeordnet sind, wobei durch den Mitnehmer
der Hebel schwenkbar antreibbar ist.
[0017] Weiterhin kann dabei bauraumsparend auf dem Antriebsrohr ein Hebelrohr frei drehbar
gelagert sein, an dem der Hebel oder in einem Abstand zueinander mehrere Hebel sich
radial zur Schwenkachse erstreckend mit ihrem einen Ende fest angeordnet sind, wobei
an dem anderen Ende des Hebel die Niederhaltevorrichtung angeordnet ist.
[0018] An dem dem Drehantrieb entgegengesetzten Ende der Kurbel kann dabei eine Stange mit
ihrem einen Ende angelenkt sein, die mit ihrem anderen Ende an dem zweiten Ende der
Schwinge angelenkt ist.
[0019] Der Abstand zwischen dem Anlegetisch und der Niederhaltevorrichtung ist in ihrer
abgesenkten Stellung verstellbar um eine Anpassung dieses Abstandes an die Dicke der
jeweils zu verarbeitenden Bogen zu ermöglichen.
[0020] In einfacher Weise wird dies dadurch erreicht, daß der Winkel in Umfangsrichtung
zur Schwenkachse zwischen dem Mitnehmer und dem Hebel veränderbar einstellbar ist.
[0021] Zur Bewegungsübertragung von dem Mitnehmer auf den Hebel kann in einfacher Weise
der Mitnehmer ein radial sich erstreckendes Langloch aufweisen, in das ein axial zur
Schwenkachse hervorstehender Zapfen des Hebels hineinragt.
[0022] Ist dabei an dem Hebel eine axial zur Schwenkachse sich erstreckende Bohrung ausgebildet,
in der ein Schwenkteil verdrehbar einstellbar angeordnet ist, wobei der Zapfen mit
seiner Achse exzentrisch zur Drehachse des Schwenkteils an dem Schwenkteil fest angeordnet
ist, so kann durch Verdrehen des Schwenkteils der Abstand der Niederhaltevorrichtung
zum Anlegetisch eingestellt werden.
[0023] Zur Drehlagerung kann das Antriebsrohr an seinen Enden in feststehenden Lagerböcken
gelagert sein.
[0024] Zur Optimierung auf die jeweils zu verarbeitenden Bogen kann die Niederhaltevorrichtung
in und entgegen der Förderrichtung bewegbar einstellbar sein.
[0025] Dazu können die Lagerböcke in und entgegen der Förderrichtung bewegbar einstellbar
sein.
[0026] Eine andere einfach aufgebaute Möglichkeit besteht darin, daß das Antriebsrohr auf
einer konzentrischen Lagerachse oder auf konzentrischen Lagerzapfen um die Schwenkachse
frei drehbar gelagert ist, wobei die Lagerachse oder die Lagerzapfen um eine zur Schwenkachse
parallele Achse drehbar einstellbar an den feststehenden Lagerböcken angeordnet sind.
[0027] Eine einfache Anpassung der Leitvorrichtung an unterschiedliche Bogenformate ist
dadurch möglich, daß die Niederhaltevorrichtung insbesondere die Niederhaltestange
und die Lagerachse und das Antriebsrohr sowie das Hebelrohr durch entsprechende Teile
gleichen Aufbaus aber größerer oder geringerer Erstreckung in Richtung der Schwenkachse
austauschbar sind.
[0028] Damit können auch bei unterschiedlichen Formaten die weiteren Bauteile der Leitvorrichtung
unverändert weiterverwandt werden.
[0029] Der Drehantrieb kann ein elektromotorischer Antrieb oder ein gleichförmig oder ungleichförmig
übersetzender Zahnriemenantrieb oder Zahnradantrieb von einem Antrieb der Bogen verarbeitenden
Maschine wie z.B. einem Antrieb einer Seitenmarke sein.
[0030] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben. Es zeigen
- Figur 1
- eine prinzipielle Seitenansicht des übergabeseitigen Endes eines Anlegetisches mit
einer Leitvorrichtung
- Figur 2
- eine Prinzipdarstellung der Leitvorrichtung nach Figur 1
- Figur 3
- eine perspektivische Darstellung einer konstruktiven Ausbildung der Leitvorrichtung
nach Figur 2.
[0031] Figur 1 zeigt den Bereich einer Bogenanlage mit einem Anlegetisch 1. Dem Anlegetisch
1 ist gewöhnlich eine Fördereinrichtung in Form eines sogenannten Bändertischs zur
Zufuhr eines unterschuppt liegenden Stroms von Bogen 2 vorgeordnet. Hierbei liegt
das vorauslaufende Ende eines Bogens 2 jeweils unter dem nachlaufenden Ende eines
vorauslaufenden Bogens 2.
[0032] Am Anlegetisch 1 sind Vorder- und Deckmarken 3 zur Ausrichtung der Bogen 2 an deren
Vorderkante angeordnet. Den Vorder- und Deckmarken 3 in Förderrichtung 4 vorgeordnet
ist eine Niederhalteeinrichtung 5 mit einem Gehäuse 6 gezeigt. innerhalb der Niederhalteeinrichtung
5 ist in dem Gehäuse 6 eine Niederhaltestange 7 vorgesehen. Die Niederhaltestange
7 ist nahe den Vorder- und Deckmarken 3 angeordnet und mittels des Gehäuses 6 gegenüber
den Vorder- und Deckmarken 3 und der Oberfläche des Anlegetischs 1 vertikal einstellbar.
[0033] Am Anlegetisch 1 sind weiterhin pneumatische Leitvorrichtungen in Form von Blas-Sog-Düsen
8 angeordnet. Außerdem sind an den Vorder- und Deckmarken 3 Leitrollen 9 vorgesehen.
[0034] Weiterhin ist der Niederhalteeinrichtung 5 vorgeordnet am Anlegetisch 1 eine Seitenmarke
10 zur seitlichen Ausrichtung der Bogen 2 quer zur Förderrichtung vorgesehen.
[0035] Die Bogen 2 werden von der Bogen verarbeitenden Maschine in Förderrichtung 4 nach
Ausrichtung in seitlicher Richtung an der Seitenmarke 10 und der Ausrichtung in Bezug
auf ihre Vorderkante an den Vorder- und Deckmarken 3 übernommen und vom Anlegetisch
1 abgezogen. Hierbei übt die Niederhalteeinrichtung 5 über die Niederhaltestange 7
zunächst eine Führungsfunktion für den unten liegenden Bogen 2 in der Weise aus, daß
dieser sicher unter die Deckmarke geleitet wird. Dies ist besonders bei welligen Bogen
wichtig. Die Niederhaltestange 7 wirkt aber beim Abziehen des oberen Bogens 2 nicht
mehr als Führungseinrichtung insbesondere auf das Ende des mit hoher Geschwindigkeit
vom Anlegetisch 1 ablaufenden oberen Bogens 2. Vielmehr wird dieses schnell freigegeben.
[0036] Die in den Figuren 2 und 3 näher dargestellt Niederhalteeinrichtung 5 insbesondere
für Kartons ist oberhalb des Anlegetischs 1, in den die Vorder- und Deckmarken 3 integriert
sind, angeordnet. Sie weist zwei Hebel 11 und 12 auf, die zum einen die Niederhaltestange
7 drehbar gelagert aufnehmen und führen und zum anderen verdrehfest auf einem torsionssteifen
Hebelrohr 13 befestigt sind. Dieses Hebelrohr 13 ist auf einem Antriebsrohr 14 drehbar
gelagert. Das Antriebsrohr 14 überträgt eine schwingende Drehbewegung über einen Mitnehmer
15 auf den Hebel 12 der Niederhalteeinrichtung 5. Das Antriebsrohr 14 ist auf einer
Lagerachse 16 um eine Schwenkachse 18 frei drehbar gelagert, wobei die Lagerachse
16 mit ihren Enden um eine zur Schwenkachse 18 parallele Achse 17 drehbar einstellbar
an Lagerböcken 19 und 20 gelagert ist. Die beiden Lagerböcke 19 und 20 sind auf dem
Anlegetisch 1 befestigt. Im Lagerbock 19 ist eine Kurbel 21 drehbar gelagert, die
mittels eines hier nicht gezeigten Antriebs synchron zum Maschinentakt der Bogen verarbeitenden
Maschine rotierend angetrieben wird. Die gewünschte schwingende Drehbewegung wird
von einer an der Kurbel 21 angelenkten Stange 22 auf eine Schwinge 23 übertragen.
Die Schwinge 23 ist verdrehfest mit dem Antriebsrohr 14 verbunden, so daß die schwingende
Drehbewegung auf den Mitnehmer 15 übertragen wird. Figur 2 zeigt dabei die Niederhaltestange
7 kurz vor dem Erreichen des tiefsten Punktes ihrer Bewegungsbahn. Durch eine Verstellung
des Hebels 12 gegenüber dem Mitnehmer 15 erfolgt eine Höheneinstellung der taktenden
Niederhalteeinrichtung 5 zum Anlegetisch 1 und damit die Anpassung an die Bogendicke.
Dazu weist der Mitnehmer 15 ein radial sich erstreckendes Langloch 24 auf, in das
ein axial zu Schwenkachse 18 hervorstehender Zapfen 25 des Hebels 12 hineinragt. An
dem Hebel 12 ist eine zur Schwenkachse 18 axial sich erstreckende Bohrung 26 ausgebildet,
in der ein Schwenkteil 27 verdrehbar einstellbar angeordnet ist. Der Zapfen 25 ist
mit seiner Achse exzentrisch zur Drehachse des Schwenkteils 27 an diesem fest angeordnet.
[0037] Beim Antrieb der Kurbel 21 bewegt sich die Niederhaltstange 7 von ihrer niedrigsten
Umkehrlage auf einem kreisbogenförmigen Bewegungsweg 28 in der Förderrichtung 4 vom
Anlegetisch 1 entfernend nach oben bis zum oberen Umkehrpunkt der schwingenden Drehbewegung.
Die Steuerung des Antriebs der Kurbel 21 und damit der Niederhaltestange 7 ist derart
vorgesehen, daß die niedrigste Stellung der Niederhaltestange 7 dann erreicht wird,
wenn unter einem abzuziehenden Bogen 2 ein einlaufender Bogen 2 fast die Vorder- und
Deckmarken 3 erreicht hat. Damit wird sichergestellt, daß die Vorderkante des unten
liegenden Bogens 2 sicher gegen die Vorder- und unter die Deckmarken 3 angelegt werden
kann.
[0038] Unabhängig von der Antriebsrichtung der Kurbel 21 nähert sich die Niederhaltestange
7 ihrer niedrigsten Stellung mit einer Geschwindigkeitskomponente, die gegen die Förderrichtung
4 der abzuführenden Bogen gerichtet ist. Damit wird der Bogen 2 in seiner Beweglichkeitbeim
Abziehen in die Bogen verarbeitenden Maschine jedoch nicht behindert, da die Niederhaltestange
7 sich bei der weiteren Bewegung vom Anlegetisch 1 und von den Vorder- und Deckmarken
3 entfernt. Wird die Kurbel 21 in Gegenuhrzeigersinn angetrieben, so entfernt sich
die Niederhaltestange 7 nach dem Durchfahren ihrer niedrigsten Stellung schneller
von dem Anlegetisch 1 und den Vorder- und Deckmarken 3 als sie sich zuvor an diese
angenähert hat. Gleichzeitig ist die Bewegung des Bogens 2 auch dadurch nicht behindert,
daß die den Bogen 2 bei der Leitbewegung berührenden Niederhaltestange 7 eine Relativbewegung
erlaubt.
[0039] Die Funktion der Niederhaltestange 7 ist derart, daß beim maschinensynchronen Antrieb
des in den Figuren gezeigten ebenen, aus der Kurbel 21, der Stange 22 und der Schwinge
23 gebildeten Viergelenkgetriebes die Niederhaltestange 7 aus einer oberen Umkehrlage
heraus auf einen kreisbogenförmigen Bewegungsweg 28 dem Anlegetisch 1 angenähert wird.
Die niedrigste Stellung wird, wie beschrieben, entgegen der Förderrichtung 4 der Bogen
2 dann erreicht, wenn der untere Bogen 2 an die Vorder- und Deckmarken 3 herangeführt
ist. Danach bewegt sich die Niederhaltestange 7 wieder mit einer Geschwindigkeitskomponente
in Förderrichtung 4 der Bogen 2 rasch vom Anlegetisch 1 weg.
[0040] Damit gibt die Niederhaltestange 7 den Bewegungsraum für den abzuziehenden Bogen
2 frei, so daß der Bogen 2 nicht zu stark über die Forder- und Deckmarken 3 gekrümmt
wird. So wird vermieden, daß eine Beschädigung, insbesondere von Bogen 2 aus relativ
steifem Material, durch Markieren an den Vorder- und Deckmarken 3 entstehen kann.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Anlegetisch
- 2
- Bogen
- 3
- Vorder- und Deckmarken
- 4
- Förderrichtung
- 5
- Niederhalteeinrichtung
- 6
- Gehäuse
- 7
- Niederhaltestange
- 8
- Blas-Sog-Düse
- 9
- Leitrollen
- 10
- Seitenmarken
- 11
- Hebel
- 12
- Hebel
- 13
- Hebelrohr
- 14
- Antriebsrohr
- 15
- Mitnehmer
- 16
- Lagerachse
- 17
- Achse
- 18
- Schwenkachse
- 19
- Lagerbock
- 20
- Lagerbock
- 21
- Kurbel
- 22
- Stange
- 23
- Schwinge
- 24
- Langloch
- 25
- Zapfen
- 26
- Bohrung
- 27
- Schwenkteil
- 28
- Bewegungsweg
1. Leitvorrichtung zur taktmäßigen Bogenzufuhr in Förderrichtung im Bereich einer Bogenanlage
an einem Anlegetisch einer Bogen verarbeitenden Maschine, insbesondere einer Druckmaschine,
mit einer Vorder- und/oder Deckmarke zum Ausrichten der Vorderkante des jeweils vordersten
Bogens eines insbesondere unterschuppten Bogenstroms und mit einer sich parallel quer
über den Anlegetisch im Bereich der Vorder- und/oder Deckmarke erstreckenden Niederhaltevorrichtung,
die im Takt der zu fördernden Bogen gegenüber dem Anlegetisch heb- und senkbar antreibbar
ist, dadurch gekenn- zeichnet , daß die Niederhaltevorrichtung auf einem sich entgegen der Förderrichtung (4) der
Bogen (2) dem Anlegetisch (1) annähernden Bewegungsweg (28) aus ihrer angehobenen
Stellung in ihre abgesenkte Stellung und umgekehrt bewegbar antreibbar ist.
2. Leitvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Niederhaltevorrichtung auf ihrem sich dem Anlegetisch (1) annähernden Bewegungsweg
mit einer geringeren Geschwindigkeit antreibbar ist als auf dem sich von dem Anlegetisch
(1) entfernenden Bewegungsweg.
3. Leitvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Niederhaltevorrichtung auf ihrem sich dem Anlegetisch (1) annähernden Bewegungsweg
mit einer sich verringernden Geschwindigkeit und auf dem sich von dem Anlegetisch
(1) entfernenden Bewegungsweg mit einer sich vergrößernden Geschwindigkeit bewegbar
antreibbar ist.
4. Leitvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet , daß der Bewegungsweg (28) sich kreisbogenartig erstreckt.
5. Leitvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Niederhaltevorrichtung an einem ersten Ende eines in Förderrichtung (4) zum Anlegetisch
(1) geneigten Hebels (11, 12) angeordnet ist, der an seinem anderen Ende um eine Schwenkachse
(18) schwenkbar antreibbar ist, die sich in einem größeren Abstand als die Niederhaltevorrichtung
parallel quer über den Anlegetisch (1) erstreckt.
6. Leitvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß die Niederhaltevorrichtung eine sich parallel quer über den Anlegetisch erstreckende
Niederhaltestange (7) ist.
7. Leitvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet , daß auf der Niederhaltestange mehrere Niederhalterollen in einem Abstand zueinander frei
drehbar angeordnet sind.
8. Leitvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet , daß auf der Niederhaltestange ein Niederhalterohr frei drehbar angeordnet ist.
9. Leitvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß der Hebel (11) Teil eines Mehrgelenkgetriebes ist, das als Antriebsteil eine von
einem Drehantrieb drehbar antreibbare Kurbel (21) aufweist.
10. Leitvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Mehrgelenkgetriebe ein Viergelenkgetriebe ist.
11. Leitvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 und 10, dadurch ge- kennzeichnet, daß sich koaxial zur Schwenkachse (18) ein Antriebsrohr (14) über den Anlegetisch
(1) erstreckt und an seinen beiden Enden drehbar gelagert ist, wobei insbesondere
an einem ersten Ende des Antriebsrohres (14) mit ihrem einen Ende eine Schwinge (23)
und an einem zweiten Ende des Antriebsrohres (14) mit seinem einen Ende ein Mitnehmer
(15) des Mehrgelenkgetriebes sich radial zur Schwenkachse (18) erstreckend fest angeordnet
sind, wobei durch den Mitnehmer (15) der Hebel (12) schwenkbar antreibbar ist.
12. Leitvorrichtung nach Anspruch 11,dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Antriebsrohr (14) ein Hebelrohr (13) frei drehbar gelagert ist, an dem der
Hebel oder in einem Abstand zueinander mehrere Hebel (11, 12) sich radial zur Schwenkachse
(18) erstreckend mit ihrem einen Ende fest angeordnet sind, wobei an dem anderen Ende
der Hebel (11, 12) die Niederhaltevorrichtung angeordnet ist.
13. Leitvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet , daß an dem dem Drehantrieb entgegengesetzten Ende der Kurbel (21) eine Stange (22) mit
ihrem einen Ende angelenkt ist, die mit ihrem anderen Ende an dem zweiten Ende der
Schwinge (23) angelenkt ist.
14. Leitvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß der Abstand zwischen dem Anlegetisch (1) und der Niederhaltevorrichtung in ihrer
abgesenkten Stellung verstellbar ist.
15. Leitvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß der Winkel in Umfangsrichtung zur Schwenkachse (18) zwischen dem Mitnehmer (15) und
dem Hebel (12) veränderbar einstellbar ist.
16. Leitvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet , daß der Mitnehmer (15) ein radial sich erstreckendes Langloch (24) aufweist, in das ein
axial zur Schwenkachse (18) hervorstehender Zapfen (25) des Hebels (12) hineinragt.
17. Leitvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet , daß an dem Hebel (12) eine axial zur Schwenkachse (18) sich erstreckende Bohrung (26)
ausgebildet ist, in der ein Schwenkteil (27) verdrehbar einstellbar angeordnet ist,
wobei der Zapfen (25) mit seiner Achse exzentrisch zur Drehachse des Schwenkteils
(27) an dem Schwenkteil (27) fest angeordnet ist.
18. Leitvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch ge- kennzeichnet, daß das Antriebsrohr (14) an seinen Enden in feststehenden Lagerböcken (19, 20)
gelagert ist.
19. Leitvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß die Niederhaltevorrichtung in und entgegen der Förderrichtung (4) bewegbar einstellbar
ist.
20. Leitvorrichtung nach einem der Ansprüche 18 und 19, dadurch ge- kennzeichnet, daß die Lagerböcke in und entgegen der Förderrichtung bewegbar einstellbar sind.
21. Leitvorrichtung nach einem der Ansprüche 18 und 19, dadurch ge- kennzeichnet, daß das Antriebsrohr auf einer konzentrischen Lagerachse oder auf konzentrischen
Lagerzapfen um die Schwenkachse frei drehbar gelagert ist, wobei die Lagerachse oder
die Lagerzapfen um eine zur Schwenkachse parallele Achse drehbar einstellbar an den
feststehenden Lagerböcken angeordnet sind.
22. Leitvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß die Niederhaltevorrichtung insbesondere die Niederhaltestange (7) und die Lagerachse
(16) und das Antriebsrohr (14) sowie das Hebelrohr (13) durch entsprechende Teile
gleichen Aufbaus aber größerer oder geringerer Erstreckung in Richtung der Schwenkachse
(18) austauschbar sind.
23. Leitvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet , daß der Drehantrieb ein elektromotorischer Antrieb oder ein gleichförmig oder ungleichförmig
übersetzender Zahnriemenantrieb oder Zahnradantrieb von einem Antrieb der Bogen verarbeitenden
Maschine ist.