[0001] Die Erfindung betrifft eine Rezeptur aus Mineralöl als Hauptkomponente und geringen
Anteilen einer Additivmischung,sowie ein Verfahren zur Herstellung einer Rezeptur
aus Mineralöl als Hauptkomponente und geringen Anteilen einer Additivmischung.
[0002] Rezepturen aus Mineralölen als Hauptkomponente und geringen Anteilen von Additivmischungen
aus üblichen nichtmodifizierten Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren, Kohlenwasserstoffpolymeren,
veresterten Maleinsäureanhydrid-Olefin-Copolymeren, polaren Stickstoffverbindungen
wie Aminsalze von mehrwertigen Carbonsäuren und veresterten Polyoxyalkylenen sind
bekannt (
WO 94/10 267 A1,
WO 95/33 012 A1,
EP 0 921 183 A1,
WO 93/14 178 A1,
EP 0 889 323 A1).
[0003] Von Nachteil sind das unzureichende Fliessverhalten und die Lagerbeständigkeit dieser
Rezepturen bei niedrigen Temperaturen und die begrenzte Schmierfähigkeit der Rezepturen,
wenn die Mineralölkomponente einen Schwefelgehalt unter 0,005 Masse% besitzt.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist eine Additivmischung als Bestandteil einer Rezeptur aus
Mineralöl als Hauptkomponente und geringen Anteilen einer Additivmischung, die ein
verbessertes Fliessverhalten und eine verbesserte Lagerbeständigkeit bei niedrigen
Temperaturen und eine verbesserte Schmierfähigkeit besitzt. Durch das verbesserte
Fliessverhalten soll eine Energieeinsparung bei den Pumpenaggregaten erreicht werden,
durch die der Transport dieser Rezepturen erfolgt. Die Entwicklung der Additivmischungen
soll unter dem Gesichtspunkt des Einsatzes von Mineralölen mit sehr niedrigem Schwefelgehalt
erfolgen, um Treibstoffe verbesserter Umweltverträglichkeit hinsichtlich der Schadstoffemission
von Fahrzeugen zu erzielen.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung wurde durch eine Rezeptur aus Mineralöl als Hauptkomponente
und geringen Anteilen einer Additivmischung gelöst, wobei die Additivmischung die
Additivkomponenten
a) durch polare Gruppen modifizierte Ethylen-Vinylester-Copolymere mit Molmassengewichtsmitteln
von 3000 bis 50000 und einem Ethylenanteil von 50 bis 90 Masse%, wobei die durch polare
Gruppen modifizierten Ethylen-Vinylester-Copolymere
a1) Halbacetale von Ethylen-Vinylester-Vinylalkohol-Copolymeren mit Butyraldehyd
und/oder
a2) mit Vinylacetat gepfropfte Ethylen-VinylacetatCopolymere mit Molmassenzahlenmitteln
von 800 bis 5000 und einem Gesamtvinylacetatgehalt von 20 bis 60 Masse% sind, wobei
der Vinylacetatgehalt der Copolymerrückgratkette 10 bis 40 Masse% und der Anteil der
aufgepfropften Vinylacetat-Seitenketten 10 bis 20 Masse% beträgt
und
b) Ester aus C2-C6-Polyalkoholen und C12-C40-Monocarbonsäuren,
und/oder
c) partiell und/oder vollständig imidisierte Copolymere aus C4-C20-ethylenisch ungesättigten Dicarbonsäureanhydriden und Vinylaromaten und/oder C2-C36-α-Olefinen
enthält,
wobei der Gehalt der Additivmischung im Mineralöl 0,005 bis 1 Masse% und das Masseverhältnis
der Additivkomponenten a/b oder a/c oder a/(b+c) jeweils 10 : 90 bis 90 : 10 beträgt.
[0006] Beispiele für die Vinylesterkomponenten, die in den modifizierten Ethylen-Vinylester-Copolymeren
enthalten sein können, sind Vinylacetat, Vinylpropionat, 2-Ethylhexylvinylester, Vinyllaurat,
2-Hydroxyethylvinylester und 4-Hydroxybutylvinylester.
[0007] Die Ethylen-Vinylester-Copolymere können als weitere ungesättigte Esterkomponenten
1 bis 30 Masse%, bezogen auf den Vinylester, (Meth)acrylsäureester wie Acrylsäuremethylester,
Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, Butylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Ethylenglycoldimethacrylat,
Dodecylacrylat oder Hydroxyethylmethacrylat und/oder Vinylether wie Octylvinylether
oder Hexandiolmonovinylether enthalten.
[0008] Die Modifizierung der Ethylen-Vinylester-Copolymere durch polare Gruppen besteht
in der Umsetzung der Ethylen-Vinylester-Vinylalkohol-Copolymeren mit Aldehyden zu
Halbacetalen oder in der Aufpfropfung polarer, ethylenisch ungesättigter Monomerer
auf das Copolymer. Die in der Additivmischung enthaltenen durch polare Gruppen modifizierten
Ethylen-Vinylester-Copolymere sind zum einen Halbacetale von Ethylen-Vinylester-Vinylalkohol-Copolymeren
mit Butyraldehyd.
[0009] Beispiele für Halbacetale von Ethylen-Vinylester-Vinylalkohol-Copolymeren mit Butyraldehyd
sind Halbacetale von Ethylen-Vinylacetat-Vinylalkohol-Copolymeren, die nach
DD 295 507 A7 in heterogener Phase mit Butyraldehyd umgesetzt worden sind.
[0010] Die Pfropfmodifizierung der Ethylen-VinylacetatCopolymere kann durch Umsetzung mit
den ungesättigten Monomeren im Extruder (
DD 282 462 B5) oder im Rührreaktor (
DD 293 125 B5) in Gegenwart von thermisch zerfallenden Radikalbildnern durchgeführt werden. Möglich
ist ebenfalls, die Modifizierung bei der Herstellung des Copolymers nach dem Hochdruckverfahren
durch Eindosierung der Monomeren in die Polymerschmelze im Niederdruckabscheider oder
in den Austragsextruder vorzunehmen.
[0011] Die mit Vinylacetat gepfropfte Ethylen-VinylacetatCopolymere weisen Molmassenzahlenmitteln
von 800 bis 5000 und einem Gesamtvinylacetatgehalt von 20 bis 60 Masse% auf, wobei
der Vinylacetatgehalt der Copolymerrückgratkette 10 bis 40 Masse% und der Anteil der
aufgepfropften Vinylacetat-Seitenketten 10 bis 20 Masse% beträgt.
[0012] Die modifizierten Ethylen-Vinylester-Copolymere können bis 35 Masse% Poly-C
6-C
36-alkyl-(meth)acrylate und/oder nichtmodifizierte Ethylen-Vinylester-Copolymere enthalten.
[0013] Beispiele für Polyalkohole, die als Alkoholkomponente in den Estern aus C
2-C
6-Polyalkoholen und C
12-C
40-Monocarbonsäuren b) der Additivmischung enthalten sind, sind Ethylenglycol, Polyalkylenglycole,
Glycerin, 1,1,1-Tris-(hydroxymethyl)propan, Pentaerythrit und Sorbit.
[0014] Beispiele für C
12-C
40-Monocarbonsäuren, die als Carbonsäurekomponente in den Estern der C
2-C
6-Polyalkohole mit C
12-C
40-Monocarbonsäuren b) der Additivmischung enthalten sind, sind Laurinsäure, Palmitinsäure,
Stearinsäure, Ölsäure, Elaidinsäure, Ricinolsäure, Eleostearinsäure, Linolsäure, Linolensäure
und Erucasäure, oder Dimersäuren auf Basis Ölsäure oder Linolensäure.
[0015] Bevorzugt werden als Ester der C
2-C
6-Polyalkohole mit C
12-C
40-Monocarbonsäuren b) ebenfalls Mischester von Polyalkoholen, bei denen die Polyalkohole
durch Mischungen von C
12-C
40-Monocarbonsäuren verestert sind. Spezielle Beispiele für die Ester aus C
2-C
6-Polyalkoholen mit C
12-C
40-Monocarbonsäuren sind der Monoester von Ethylenglycol mit Dilinolensäure, einer C
36-Dimersäure, der Diester von Propy-lenglycol mit Ölsäure und der Triester von Pentaerythrit
mit Stearinsäure.
[0016] Besonders bevorzugt als Ester aus C
2-C
6-Polalkoholen und C
12-C
40-Monocarbonsäuren b) sind Ester von ungesättigten C
16-C
24-Monocarbonsäuren mit C
3-C
4-Polyalkoholen, wobei der Anteil von C
22-Monocarbonsäuren, bezogen auf die Gesamtmasse der C
16-C
24 Monocarbonsäuren, 45 bis 52 Masse% beträgt.
[0017] Beispiele für ungesättigte C
16-C
24-Monocarbonsäuren, die in den bevorzugten Estern von ungesättigten C
16-C
24-Monocarbonsäuren mit C
3-C
4-Polyalkoholen als Additivkomponente b) enthalten sein können, sind Ölsäure, Linolsäure,
Linolensäure und Erucasäure.
[0018] Beispiele für ethylenisch ungesättigte C
4-C
20-Dicarbonsäureanhydride, die als Monomerkomponente in den Copolymeren aus ethylenisch
ungesättigten C
4-C
20-Dicarbonsäureanhydriden und Vinylaromaten und/oder C
2-C
36-α-Olefinen, die in der Additivmischung der Mineralölrezepturen als Additivkomponente
c) partiell und/oder vollständig imidisiert vorliegen, sind Allylsuccinsäureanhydrid,
Bicycloheptendicarbonsäureanhydrid, Bicyclooctendicarbonsäureanhydrid, Carbomethoxymaleinsäureanhydrid,
Citraconsäureanhydrid, Cyclohexendicarbonsäureanhydrid, Dodecencylbernsteinsäureanhydrid,
Glutaconsäureanhydrid, Itaconsäureanhydrid, Maleinsäureanhydrid, Mesaconsäureanhydrid,
Methylbicycloheptendicarbonsäureanhydrid und/oder Methylcyclohexendicarbonsäureanhydrid,
bevorzugt werden Maleinsäureanhydrid und/oder Itakonsäureanhydrid.
[0019] Beispiele für geeignete Vinylaromaten als Comonomere, die als Monomerkomponenten
in den partiell und/oder vollständig imidisierten Copolymeren aus ethylenisch ungesättigten
C
4-C
20-Dicarbonsäureanhydriden c) der Additivmischungen enthalten sein können, sind Styrol,
α-Methylstyrol und Vinylpyridin.
[0020] Beispiele für geeignete C
2-C
36-α-Olefine als Comonomere, die als Monomerkomponenten in den partiell und/oder vollständig
imidisierten Copolymeren aus ethylenisch ungesättigten C
4-C
20-Dicarbonsäureanhydriden c) der Additivmischungen enthalten sein können, sind ethylenisch
ungesättigten Monomere vom Typ C
2-C
20-Olefine, C
4-C
21-Acrylsäureester, C
5-C
22-Methacrylsäureester, C
5-C
14-Vinyl-silane, C
6-C
15-Acrylatsilane, Acrylsäure, Methacrylsäure, Acrylnitril, Vinyloxazolin, Isopropenyloxazolin,
Vinylpyrrolidon, Amino-C
1-C
8-alkyl-(meth)acrylate, C
3-C
20-Vinylester, C
3-C
20-Vinylether und/oder Hydroxy-C
1-C
8-alkyl-(meth)acrylate.
[0021] Bevorzugte Comonomere als Monomerkomponenten in den partiell und/oder vollständig
imidisierten Copolymeren aus ethylenisch ungesättigten C
4-C
20-Dicarbonsäureanhydriden c) der Additivmischungen sind Isobutylen, Diisobutylen, Vinylacetat,
Styrol und α-Methylstyrol.
[0022] Die partiell imidisierten Copolymere aus C
4-C
20-ethylenisch ungesättigten Säureanhydriden und Vinylaromaten und/oder C
2-C
36-α-Olefinen als Additivkomponente c) haben bevorzugt ein Molverhältnis von 1
: 1 bis 1 : 9 und Molmassen-Gewichtsmittel von 5000 bis 500000, bei denen die partielle
Imidisierung mit Ammoniak, C
1-C
24-Monoalkylaminen, C
6-C
18-aromatischen Monoaminen, C
2-C
18-Monoaminoalkoholen, monoaminierten Poly(C
2-C
4-alkylen)-oxiden einer Molmasse von 400 bis 3000, und/oder monoveretherten Poly(C
2-C
4-alkylen)oxiden einer Molmasse von 100 bis 10000 erfolgt ist, wobei das Molverhältnis
Anhydridgruppen Copolymer / Ammoniak, Aminogruppen C
1-C
24-Monoalkylamine, C
6-C
18-aromatische Monoamine, C
2-C
18-Monoaminoalkohole bzw. monoaminiertes Poly-(C
2-C
4-alkylen)oxid und/oder Hydroxygruppen Poly-(C
2-C
4-alkylen)oxid 1 : 1 bis 20 : 1 beträgt.
[0023] Insbesondere geeignet als partiell imidisierte Copolymere aus ethylenisch ungesättigten
C
4-C
20-Dicarbonsäureanhydriden c) sind mit C
12-C
24-Monoalkyl-aminen wie Oleylamin, Dodecylamin, Hexadecylamin, Octadecylamin oder Eicosylamin,
monosubstituierten Diaminen vom Typ N-Dodecyl-1,3-diaminopropan, N-Octadecyl-1,3-diaminopropan
oder N-Octadecylpropylentriamin oder Aminoalkoholen wie Aminodecan-10-ol oder Aminohexadecan-16-ol
imidisierte Maleinsäureanhydrid-Copolymere.
[0024] Die partiell imidisierten Copolymere aus ungesättigten Dicarbonsäureanhydriden und
Vinylaromaten und/oder C
2-C
36-α-Olefinen als Additivkomponente c) sind besonders bevorzugt partiell mit C
6-C
24-Monoalkylaminen imidisierte Maleinsäureanhydrid-α-Methylstyrol-Copolymere, bei denen
das Molverhältnis Anhydridgruppen im Copolymer / gebundenes C
6-C
24-Monoalkylamin im Copolymer 8 : 1 bis 1,3 : 1 beträgt.
[0025] Beispiele für Mineralöle, die die Hauptkomponente in den Rezepturen aus Mineralöl
und geringen Anteilen einer Additivmischung bilden, sind Rohöle und Erdöldestillate
mit einem Siedebereich von 100 bis 500°C wie Schmieröle, Kerosin, Diesel, Heizöl,
schwere Heizöle, Petroleum, Traktorentreibstoff und Crackbenzin. Die Mineralöle können
ebenfalls bis 30 Masse% Synthesekohlenwasserstoffe aus der Fischer-Tropsch-Synthese,
bis 20 Masse% modifizierte Pflanzenöle auf Basis von Sonnenblumenöl, Sojaöl, Rapsöl,
oder Ölen tierischen Ursprungs, Biodiesel und/oder bis 10 Masse% Alkohole wie Methanol
oder Ethanol enthalten.
[0026] Bevorzugt sind die Mineralöle in den Rezepturen aus Mineralöl und geringen Anteilen
einer Additivmischung Rohöle oder Brennstofföle aus einem Mitteldestillat mit einem
Schwefelgehalt unter 0,05 Masse%, insbesondere Heizöle, Gasöle oder Dieselöle.
[0027] Der bevorzugte Gehalt der Additivmischung im Mineralöl liegt bei 0,01 bis 0,3 Masse%.
[0028] Das Mineralöl kann weiterhin insgesamt 0 bis 200 Masse%, bezogen auf die Summe der
Additivkomponenten a) und b) oder a) und c) oder a), b) und c), weitere Additivkomponenten
vom Typ Fettsäuregemische, polare Stickstoffverbindungen, bevorzugt Polyamine, Etheramine,
Aminoalkohole, Aminsalze, Amide oder Imide von mehrwertigen Carbonsäuren; C
7-C
30-Alkohole, Polyalkylenglycole, Ester oder Ether von Polyoxyalkylenverbindungen, nichtmodifizierte
Ethylen-Vinylester-Copolymere, Kohlenwasserstoffpolymere, Alkylphenol-Aldehyd-Copolymere,
aromatische Verbindungen mit C
8-C
100-Alkylsubsti-tuenten, carboxylierte Polyamine, Detergentien, Korrosionsinhibitoren,
Demulgatoren, Metalldesaktivatoren, Cetanverbesserer, Entschäumer und/oder Cosolventien
enthalten.
[0029] Beispiele für die im Mineralöl als weitere Additivkomponenten enthaltenen Fettsäuregemische
sind Mischungen aus gesättigten und/oder ungesättigten C
6-C
40-Carbonsäuren wie Laurinsäure, Palmitinsäure, Ölsäure, Linolensäure, Dimerfettsäuren
und Alkenylbernsteinsäuren.
[0030] Beispiele für die im Mineralöl als weitere Additivkomponenten enthaltenen polaren
Stickstoffverbindungen vom Typ Polyamine sind N-Hexadecyl-1,3-diaminopropan, N-Octadecyldipropylentriamin,
N-Dodecyl-1,3-diaminopropan, N,N'-Didodecyl-1,3-diaminopropan und N,N'-Dioctadecyldipropy-lentriamin.
[0031] Beispiele für die im Mineralöl als weitere Additivkomponenten enthaltenen polaren
Stickstoffverbindungen vom Typ Etheramine sind 3-Methoxypropylamin, 3-N-Octyloxypropyl-1,3-diaminopropan
und 3-N-(2,4,6-trimethyldecyloxypro-pyl)-1,3-diaminopropan.
[0032] Beispiele für die im Mineralöl als weitere Additivkomponenten enthaltenen polaren
Stickstoffverbindungen vom Typ Aminoalkohole sind Aminopentan-5-ol, Aminoundecan-11-ol
und 2-Amino-2-methylpropanol.
[0033] Beispiele für die den polaren Stickstoffverbindungen vom Typ Aminsalze, Amide oder
Imide von mehrwertigen Carbonsäuren als weitere Additivkomponenten zugrunde liegenden
Amine sind C
8-C
40-Amine wie hydriertes Tallamin, Tetradecylamin, Eicosylamin, Dioctadecylamin, Methylbehenylamin,
N-Oleyl-1,3-diaminopropan, N-Stearyl-1-methyl-1,3-diaminopropan oder N-Oleyldipropylentriamin.
[0034] Beispiele für die den polaren Stickstoffverbindungen vom Typ Aminsalze oder Amide
von mehrwertigen Carbonsäuren als weitere Additivkomponenten zugrunde liegenden mehrwertigen
Carbonsäuren sind Phthalsäure, Isophthalsäure, Terephthalsäure, Naphthalindicarbonsäure,
Ethylendiamintetraessigsäure und Cyclohexandicarbonsäure.
[0035] Spezielle Beispiele für die im Mineralöl als weitere Additivkomponenten enthaltenen
polaren Stickstoffverbindungen vom Typ Aminsalze sind N-Methyl-triethanolammoniumdistearylesterchlorid
und N-Methyltriethanolammoniumdistearylestermethosulfat.
[0036] Beispiele für C
7-C
30-Alkohole, die als weitere Additivkomponenten im Mineralöl enthalten sein können,
sind Dodecanol, Stearylalkohol und Cerylalkohol.
[0037] Beispiele für Polyalkylenglycole, die als weitere Additivkomponenten im Mineralöl
enthalten sein können, sind Polyethylenglycole, Polypropylenglycole und Ethylenoxid-Propylenoxid-Copolymere
mit Molmassen von 500 bis 5000.
[0038] Beispiele für Ester von Polyoxyalkylenverbindungen, die als weitere Additivkomponenten
im Mineralöl enthalten sein können, sind C
10-C
24-Monoalkylester- oder Dialkylester von Polyalkylenglycolen wie Polyethylenglycolmonostearylester
oder Polypropylenglycoldioleat.
[0039] Beispiele für Ether von Polyoxyalkylenverbindungen, die als weitere Additivkomponenten
im Mineralöl enthalten sein können, sind C
1-C
4-Monoalkylether oder Dialkylether von Polyalkylenglycolen wie Polyethylenglycolmonomethylether
oder Polypropylenglycoldibutylether.
[0040] Beispiele für Kohlenwasserstoffpolymere, die als weitere Additivkomponenten im Mineralöl
enthalten sein können, sind Copolymere aus Ethylen und C
3-C
20-α-Olefinen wie Ethylen-Propylen-Copolymere oder Ethylen-Dodecen-Copolymere oder hydrierte
Polymere von mehrfach ungesättigten Monomeren vom Typ hydrierte Dien-Copolymere wie
hydriertes Polybutadien oder hydriertes Polyisopren mit Molmassen-Zahlenmitteln bis
30000.
[0041] Beispiele für Alkylphenol-Aldehyd-Copolymere, die als weitere Additivkomponenten
im Mineralöl enthalten sein können, sind Copolymere, die durch Umsetzung alkylierter
Phenole wie Phenol-Propylenoligomer-Addukten mit Paraformaldehyd hergestellt werden
können.
[0042] Beispiele für aromatische Verbindungen mit C
8-C
100-Alkylsubstituenten, die als weitere Additivkomponenten im Mineralöl enthalten sein
können, sind Verbindungen, die durch Friedel-Krafts-Kondensation halogenierter Kohlenwasserstoffe
wie halogeniertem Polyethylenwachs mit aromatischen Kohlenwasserstoffen wie Benzen
oder Naphthalin hergestellt werden können.
[0043] Beispiele für Detergentien, die als weitere Additivkomponenten im Mineralöl enthalten
sein können, sind aliphatische Sulfonsäuren wie C
8-C
30-Alkansulfonate oder aromatisch-aliphatische Alkansulfonate, insbesondere Nonylbenzolsulfonsäure,
Dodecylbenzolsulfonsäure, Didodecylbenzolsulfonsäure und Nonylnaphthalinsulfonsäure.
[0044] Beispiele für Demulgatoren, die als weitere Additivkomponenten im Mineralöl enthalten
sein können, sind oxalkylierte Phenol-Formaldehyd-Kondensate, Polyalkylenglycol-modifizierte
Diglycidether, Polyesteramine oder alkoxylierte Fettsäuren.
[0045] Beispiele für Cetanverbesserer, die als weitere Additivkomponenten im Mineralöl enthalten
sein können, sind organische Salpetersäureester wie Ethylhexylnitrat, Cyclohexylnitrat
oder Ethoxyethylnitrat, oder lösliche organische Peroxide, Hydroperoxide oder Perester.
[0046] Bevorzugte Entschäumer, die als weitere Additivkomponenten im Mineralöl enthalten
sein können, sind Polyalkylenoxid-Siloxan-Blockcopolymere und carboxylierte Polyamine.
[0047] Beispiele für Polyalkylenoxid-Siloxan-Blockcopolymere sind Blockcopolymere, die eine
Kombination trifunktioneller Siloxanblöcke wie Monomethylsiloxangruppen, difunktioneller
Siloxangruppen wie Dimethylsiloxangruppen und monofunktioneller Siloxangruppen wie
Trimethylsiloxangruppen enthalten, eine bevorzugte Länge der Siloxanblöcke beträgt
5 bis 20 Monomereinheiten. Für die Polyalkylenoxid-Blöcke beträgt die bevorzugte Länge
2 bis 40 Monomereinheiten, bevorzugt werden Polyoxyalkylenblöcke aus Ethylenoxid-
und/oder Propylenoxid-Einheiten.
[0048] Beispiele für carboxylierte Polyamine als Entschäumer sind Reaktionsprodukte aus
C
8-C
24-Fettsäuren und Aminen wie Ethylendiamin, Butylendiamin, Diethylentriamin und Pentaethylenhexamin-1,2-diaminobutanol.
[0049] Beispiele für Cosolventien, die als weitere Additivkomponenten in den Zusammensetzungen
aus Mineralöl enthalten sein können, sind Benzinfraktionen, Toluen, Xylen, Ethylbenzen,
Isononanol, Ethylhexanol, Dodecylphenol, epoxidiertes Rapsöl und epoxidiertes Sojabohnenöl.
[0050] Die Rezepturen aus Mineralöl als Hauptkomponente und geringen Anteilen einer Additivmischung
werden nach einem Verfahren hergestellt, bei dem Rezepturen, die die Additivkomponenten
a) durch polare Gruppen modifizierte Ethylen-Vinylester-Copolymere mit Molmassengewichtsmitteln
von 3000 bis 50000 und einem Ethylenanteil von 50 bis 90 Masse%, wobei die durch polare
Gruppen modifizierten Ethylen-Vinylester-Copolymere
a1) Halbacetale von Ethylen-Vinylester-Vinylalkohol-Copolymeren mit Butyraldehyd
und/oder
a2) mit Vinylacetat gepfropfte Ethylen-VinylacetatCopolymere mit Molmassenzahlenmitteln
von 800 bis 5000 und einem Gesamtvinylacetatgehalt von 20 bis 60 Masse% sind, wobei
der Vinylacetatgehalt der Copolymerrückgratkette 10 bis 40 Masse% und der Anteil der
aufgepfropften Vinylacetat-Seitenketten 10 bis 20 Masse% beträgt
und
b) Ester aus C2-C6-Polyalkoholen und C12-C40-Monocarbonsäuren,
und/oder
c) partiell und/oder vollständig imidisierte Copolymere aus C4-C20-ungesättigten Dicarbonsäureanhydriden und Vinylaromaten und/oder C2-C36-α-Olefinen
enthalten,
wobei der Gehalt der Additivmischung im Mineralöl 0,005 bis 1 Masse% und das Masseverhältnis
der Additivkomponenten a/b oder a/c oder a/(b+c) 10 : 90 bis 90 : 10 beträgt,
nach einem Vorhomogenisierungsverfahren hergestellt werden, bei dem
- in der ersten Verfahrensstufe 1 bis 60 Masse% Additivkomponenten enthaltende Lösungen
in Mineralöl-Mitteldestillaten bei 20 bis 90°C hergestellt werden, und
- in der zweiten Verfahrensstufe die Additivkomponenten enthaltenden Lösungen mit dem
Mineralöl als Hauptkomponente homogenisiert werden,
wobei dem Mineralöl insgesamt 0 bis 200 Masse%, bezogen auf die Summe der Additivkomponenten
a) und b) oder a) und c) oder a), b) und c), weitere Additivkomponenten in der ersten
und/oder zweiten Verfahrensstufe zugesetzt werden.
[0051] Die Rezepturen aus Mineralöl als Hauptkomponente und geringen Anteilen einer Additivmischung
sind bevorzugt als bei niedrigen Temperaturen zu transportierende fließfähige Medien
und als Mineralölkraftstoff hoher Schmierwirkung und Fliessfähigkeit geeignet.
[0052] Beispiele für die bei niedrigen Temperaturen zu transportierenden fließfähigen Medien
sind der Transport von Rohöl-Rezepturen von der Förderstelle des Rohöls durch Pipelines
zur Verladung und zur Lagerung sowie der Transport von Diesel- oder Heizölrezepturen
in Rohrleitungen.
[0053] Die Erfindung wird durch nachfolgende Beispiele erläutert, wobei die Beispiele 2-4,
6 und 7 nicht mehr unter den Schutzumfang der Patentansprüche fallen.
[0054] Die Kennzahlen wurden nach folgenden Prüfverfahren ermittelt :
Cloud Point (CP) : DIN EN 23 015
Cold Filter Plugging Point (CFPP) : EN 116
Siedeanalyse : EN ISO 3405, ASTM D 86
IBP : Initial Boiling Point
FBP : Final Boiling Point
[0055] Vinylacetatgehalt : modifiziertes Verfahren nach ISO 8995, DIN 16778 Teil 2 :
2 g Probe werden auf 0,001 g genau eingewogen und in einem 300 ml Erlenmeyerkolben
mit 70 ml destilliertem Xylen und 2 Siedeperlen rd. 15 min unter Erwärmung am Rückflusskühler
gelöst. Anschließend werden rd. 30 ml Ethanol langsam durch den Rückflusskühler zugegeben,
der Erlenmeyerkolben wird von der Heizplatte genommen, es werden 30 ml Ethanol, 0,5
n KOH aus der Bürette und 2 Siedeperlen hinzugefügt, und die Probe wird 1 h am Rückfluss
gekocht. Danach wird die Probe erneut vom Rückfluss genommen, mit 30 ml methanolisch-wässriger
0,5 n HCl und 2 Siedeperlen versetzt und 15 min am Rückfluss weitergekocht. Die Probe
wird anschließend nach Zugabe von 2 bis 3 Tropfen Phenolphthalein-Lösung (1 Masse%
in Ethanol) mit ethanolischer 0,5 n KOH tropfenweise unter Schütteln bis zum Farbumschlag
nach rot titriert. Parallel dazu ist ein Blindwert zu ermitteln.

E = Einwaage in g
F = Faktor der ethanolischen 0,5 n KOH
V = Verbrauch in ml an 0,5 n ethanolischer KOH für die Probe
B = Verbrauch in ml an 0,5 n ethanolischer KOH für den Blindwert
Schmierfähigkeit: Lubricity-Test (korrigierter "wear scar diameter" bei 60°C) nach
ISO 12156-1
Kurzzeitsediment-Test :
[0056] Zur Überprüfung der Sedimentationsneigung auskristallisierter Paraffine im Mineralöl
wird eine 500 ml - Probe 16 h in einem Messzylinder gelagert und anschließend die
oben anstehenden 80 Vol% der Probe abgesaugt und verworfen. Die verbliebenen 20 Vol%
der Probe (100 ml) werden bei 40°C homogenisiert und davon der Cloud Point (CP) nach
DIN EN 23 015 bestimmt.
SEDAB Filtrations-Test :
[0057] Eine 500 ml-Mineralölprobe wird 20 x vertikal geschüttelt, 16 h bei 10°C temperiert,
10 x vertikal geschüttelt, und die gesamte Probe wird auf einmal durch ein Filter
aus Cellulosenitrat (Durchmesser 50 mm, Porengrösse 0,8µm), die auf einen Saugtopf
mit einem Vacuum von rd. 200 hPa aufgesetzt ist, filtriert. Ermittelt wird die Zeit
(s), in der die Probe durch das Filter läuft. Der SEDAB-Filtrationstest gilt als bestanden,
wenn die Probe in einem Zeitraum < 120 s das Filter passiert.
Beispiel 1
1.1 Ausgangsprodukte
1.1.1 Unadditivierter Diesel
[0058]
Charge : 16080601 Test DK 1
Charakterisierung :
Cloud Point (CP): +6 °C ;
Cold Filter Plugging Point (CFPP) : +2 °C
Lubricity-Test : 563 µm
Siedeanalyse :
| Destillierte Menge (Vol.-%) / Temperatur (°C) |
| IBP |
10 |
20 |
30 |
40 |
50 |
60 |
70 |
80 |
90 |
FBP |
| 189 |
243 |
259 |
271 |
281 |
292 |
303 |
317 |
334 |
357 |
385 |
1.1.2 Additivkomponente a)
[0059] Mischung aus 60 Masse% eines Vinylacetat-gepfropften Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses
(hergestellt nach
DD 293 125 A5, Gesamtgehalt an Vinylacetat 45 Masse%, Molmassen-Gewichtsmittel 3800 g/mol, Vinylacetatgehalt
des nichtgepfropften Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses 32 Masse%) und 40 Masse%
eines nichtgepfropften Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses (Hersteller LEUNA Polymer
GmbH, Vinylacetatgehalt 32 Masse%, Molmassen-Zahlenmittel 1920 g/mol).
1.1.3 Additivkomponente b)
[0060] Gemisch C
3-oxyalkylverbrückter ungesättigter C
18-C
24-Carbonsäuren, Veresterungsgrad 92 Mol%, Gehalt an C
18-ungesättigten Fettsäuren 32 Masse%, Gehalt an C
22-ungesättigten Fettsäuren 48 Masse%, Jodzahl 96
1.1.4 Additivkomponente c)
Styrol-Maleinsäureanhydrid-Copolymer, mit C16-C18-Fettamin teilimidisiert, Molmassenzahlenmittel 9500 g/mol, Säurezahl 29
1.1.5 Weitere Additivkomponenten: Didodecylamidobenzoat
1.2 Herstellung der Additivkomponenten enthaltenden Lösungen in Mineralöl-Mitteldestillaten
[0061] In einem Rührbehälter werden 25 kg einer 40%igen Lösung der Additivkomponente c)
in C
8-C
9-Dieselaromatenfraktion, 50 kg einer 50%igen Lösung der Additivkomponente a) in einem
aromatischen Kohlenwasserstoffgemisch (Solvesso), 25 kg der Additivkomponente b) und
1 kg der weiteren Additivkomponenten Didodecylamidobenzoat 90 min bei 65°C gemischt
und die Mischung in einen Vorratstank überführt.
1.3 Herstellung der Rezeptur aus Mineralöl
[0062] In einen Produktstrom nichtadditiviertem Diesel Charge 16080601 bei 800 kg/min wird
mit 0,48 kg/min die Additivlösung nach 1.2 eingespritzt und in einen Lagertank überführt.
[0063] Die Ausprüfung der Kältebeständigkeit der Mineralölrezeptur ergibt einen CFPP-Wert
von -10°C. Der Lubricity-Test ergibt einen "wear scar diameter" von 395 µm.
[0064] Wird unter gleichen Bedingungen eine Mineralölrezeptur hergestellt, die ausschließlich
das nichtgepfropfte Copolymerwachs als Additiv enthält, so beträgt der CFPP-Wert -3°C
und der "wear scar diameter" von 520 µm.
Beispiel 2 - nicht im Schutzumfang der Patentansprüche-
2.1 Ausgangsprodukte
2.1.1 Unadditivierter Diesel
[0065]
Charge : 030210 DGO Test DK 2
Charakterisierung :
Cloud Point (CP): +8 °C ;
Cold Filter Plugging Point (CFPP) : +3 °C
Siedeanalyse :
| Destillierte Menge (Vol.-%) / Temperatur (°C) |
| IBP |
10 |
20 |
30 |
40 |
50 |
60 |
70 |
80 |
90 |
FBP |
| 235 |
266 |
279 |
291 |
301 |
310 |
320 |
337 |
342 |
357 |
374 |
Lubricity-Test : 556 µm
2.1.2 Additivkomponente a)
[0066] Mischung aus 50 Masse% eines teilverseiften Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses
(Molmassen-Gewichtsmittel 1600 g/mol, Vinylacetatgehalt des nichtverseiften Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses
29 Masse%, Verseifungsgrad 15 Mol%) und 50 Masse% eines nichtverseiften Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses
(Hersteller LEUNA Polymer GmbH, Vinylacetatgehalt 29 Masse%, Molmassen-Zahlenmittel
2015 g/mol.
2.1.3 Additivkomponente b) : Triester von Pentaerythrit mit Stearinsäure
2.1.4 Additivkomponente c)
Styrol-Maleinsäureanhydrid-Copolymer, mit C16-C18-Fettamin teilimidisiert, Molmassenzahlenmittel 21000 g/mol, Säurezahl 37
2.1.5 Weitere Additivkomponente
Vinylacetat-Ethylhexylacrylat-Copolymer (Molverhältnis 1,5 : 1, Molmassen-Zahlenmittel
13500)
2.2 Herstellung der Additivkomponenten enthaltenden Lösungen in Mineralöl-Mitteldestillaten
[0067] In einem Rührbehälter werden 25 kg einer 40%igen Lösung der Additivkomponente c)
in C
8-C
9-Diesel-Aromatenfraktion, 50 kg einer 60%igen Lösung der Additivkomponente a) in C
8-C
9-Diesel-Aromatenfraktion, 25 kg der Additivkomponente b) und 20 kg einer 20%igen Lösung
der weiteren Additivkomponente Vinylacetat-Ethylhexylacrylat-Copolymer in Toluen 90
min bei 65°C gemischt, und die Mischung in einen Vorratstank überführt.
2.3 Herstellung der Rezeptur aus Mineralöl
[0068] In einen Produktstrom nichtadditiviertem Diesel Charge 030210 bei 800 kg/min wird
mit 0,12 kg/min die Additivlösung nach 2.2 eingespritzt und in einen Lagertank überführt.
[0069] Die Ausprüfung der Kältebeständigkeit der Mineralölrezeptur ergibt einen CFPP-Wert
von -10°C. Der Lubricity-Test ergibt einen "wear scar diameter" von 387 µm.
[0070] Wird unter gleichen Bedingungen eine Mineralölrezeptur hergestellt, die ausschließlich
das nichtverseifte Copolymerwachs als Additiv enthält, so beträgt der CFPP-Wert -5°C
und der "wear scar diameter" 528 µm.
Beispiel 3 - nicht im Schutzumfang der Patentansprüche-
3.1 Ausgangsprodukte
3.1.1 Unadditiviertes Heizöl
[0071]
Charge : 030225 Test HEL 1
Charakterisierung :
Cloud Point (CP): +1 °C ;
Cold Filter Plugging Point (CFPP) : -1 °C
Siedeanalyse :
| Destillierte Menge (Vol.-%) / Temperatur (°C) |
| IBP |
10 |
20 |
30 |
40 |
50 |
60 |
70 |
80 |
90 |
FBP |
| 165 |
196 |
213 |
230 |
249 |
269 |
290 |
310 |
327 |
344 |
363 |
3.1.2 Additivkomponente a)
[0072] Mischung aus 40 Masse% eines oxidierten Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses (Molmassen-Zahlenmittel
950 g/mol, Vinylacetatgehalt 29,5 Masse%, Säurezahl 18 mg KOH/g, OH-Zahl 70 mg KOH/g)
und 60 Masse% eines nichtoxidierten Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses (Hersteller
LEUNA Polymer GmbH, Vinylacetatgehalt 32,5 Masse%, Molmassen-Gewichtsmittel 4400 g/mol.
3.1.3 Additivkomponente b) : Diester von Propylenglycol mit Ölsäure
3.1.4 Additivkomponente c):
Styrol-Maleinsäureanhydrid-Copolymer, mit C16-C18-Fettamin teilimidisiert, Molmassenzahlenmittel 9500 g/mol, Säurezahl 25
3.1.5 Weitere Additivkomponente: 2-Amino-2-methyldo-decanol
3.2 Herstellung der Additivkomponenten enthaltenden Lösungen in Mineralöl-Mitteldestillaten
[0073] In einem Rührbehälter werden 25 kg einer 40%igen Lösung der Additivkomponente c)
in C
8-C
9-Diesel-Aromatenfraktion, 10,0 kg einer 60%igen Lösung der Additivkomponente a) in
C
8-C
9-Diesel-Aromatenfraktion, 10 kg der Additivkomponente b) und 2,0 kg der weiteren Additivkomponente
2-Amino-2-methyl-dodecanol 90 min bei 65°C gemischt, und die Mischung in einen Vorratstank
überführt.
3.3 Herstellung der Rezeptur aus Mineralöl
[0074] In einen Produktstrom nichtadditiviertes Heizöl Charge 030225 bei 800 kg/min wird
mit 0,24 kg/min die Additivlösung nach 3.2 eingespritzt und in einen Lagertank überführt.
[0075] Die Ausprüfung der Kältebeständigkeit der Mineralölrezeptur ergibt einen CFPP-Wert
von -15°C.
[0076] Wird unter gleichen Bedingungen eine Mineralölrezeptur hergestellt, die ausschließlich
das nichtoxidierte Copolymerwachs als Additiv enthält, so beträgt der CFPP-Wert -13°C.
Beispiel 4 - nicht im Schutzumfang der Patentansprüche-
4.1 Ausgangsprodukte
4.1.1 Unadditiviertes Heizöl : Charge 030218 Test HEL 2
[0077]
Charakterisierung :
Cloud Point (CP): +2 °C ;
Cold Filter Plugging Point (CFPP) : -1 °C
Siedeanalyse :
| Destillierte Menge (Vol.-%) / Temperatur (°C) |
| IBP |
10 |
20 |
30 |
40 |
50 |
60 |
70 |
80 |
90 |
FBP |
| 173 |
194 |
207 |
225 |
247 |
273 |
299 |
320 |
337 |
355 |
379 |
4.1.2 Additivkomponente a)
[0078] Mischung aus 40 Masse% eines Vinylacetatgepfropften Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses
(hergestellt nach
DD 293 125 A5, Gesamtgehalt an Vinylacetat 38 Masse%, Molmassen-Gewichtsmittel 6400 g/mol, Vinylacetatgehalt
des nichtgepfropften Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses 32 Masse%) und 60 Masse%
eines nichtgepfropften Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses (Hersteller LEUNA Polymer
GmbH, Vinylacetatgehalt 32 Masse%, Molmassen-Gewichtsmittel 4400 g/mol.
4.1.3 Additivkomponente b)
[0079] Gemisch C
3-oxyalkylverbrückter ungesättigter C
18-C
24-Carbonsäuren, Veresterungsgrad 92 Mol%, Gehalt an C
18-ungesättigten Fettsäuren 32 Masse%, Gehalt an C
22-ungesättigten Fettsäuren 48 Masse%, Jodzahl 96
4.1.4 Weitere Additivkomponenten
Polyethylenglycolmonomethylether, Molmassen-Zahlenmittel 1500 Laurylacrylat-Ethylacrylat-Copolymer
(Molverhältnis 3 : 1)
4.2 Herstellung der Additivkomponenten enthaltenden Lösungen in Mineralöl-Mitteldestillaten
[0080] In einen Rührbehälter, der 20 kg einer 60%igen Lösung der Additivkomponente a) in
C
8-C
9-Diesel-Aromatenfraktion enthält, werden 10 kg einer 40%igen Lösung der Additivkomponente
b) in C
8-C
9-Diesel-Aromatenfraktion und als weitere Additivkomponenten 1,0 kg Polyethylenglycolmonomethylether
und 6,2 kg einer 20%igen Lösung von Laurylacrylat-Ethylacrylat-Copolymer in Toluen
eingetragen, 90 min gerührt, und die Mischung in einen Vorratstank überführt.
4.3 Herstellung der Rezeptur aus Mineralöl
[0081] In einen Produktstrom nichtadditiviertes Heizöl Charge 030218 bei 800 kg/min wird
mit 0,28 kg/min die Additivlösung nach 4.2 eingespritzt und in einen Lagertank überführt.
[0082] Die Ausprüfung der Kältebeständigkeit der Mineralölrezeptur ergibt einen CFPP-Wert
von -15°C.
[0083] Wird unter gleichen Bedingungen eine Mineralölrezeptur hergestellt, die ausschließlich
das nichtgepfropfte Copolymerwachs als Additiv enthält, so beträgt der CFPP-Wert -1°C.
Beispiel 5
5.1 Ausgangsprodukte
5.1.1 Unadditivierter Diesel
[0084]
Charge : 16080601 Test DK 1
Charakterisierung :
Cloud Point (CP): +6 °C ;
Cold Filter Plugging Point (CFPP) : +2 °C
Siedeanalyse :
| Destillierte Menge (Vol.-%) / Temperatur (°C) |
| IBP |
10 |
20 |
30 |
40 |
50 |
60 |
70 |
80 |
90 |
FBP |
| 189 |
243 |
259 |
271 |
281 |
292 |
303 |
317 |
334 |
357 |
385 |
5.1.2 Additivkomponente a)
[0085] Mischung aus 60 Masse% eines Vinylacetatgepfropften Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses
(hergestellt nach
DD 293 125 A5, Gesamtgehalt an Vinylacetat 45 Masse%, Molmassen-Gewichtsmittel 3800 g/mol, Vinylacetatgehalt
des nichtgepfropften Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses 32 Masse%) und 40 Masse%
eines nichtgepfropften Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses (Hersteller LEUNA Polymer
GmbH, Vinylacetatgehalt 30,1 Masse%, Molmassen-Zahlenmittel 1920 g/mol).
5.1.3 Additivkomponente b)
[0086] Gemisch C
3-oxyalkylverbrückter ungesättigter C
18-C
24-Carbonsäuren, Veresterungsgrad 92 Mol%, Gehalt an C
18-ungesättigten Fettsäuren 32 Masse%, Gehalt an C
22-ungesättigten Fettsäuren 48 Masse%, Jodzahl 96
5.1.4 Additivkomponente c)
[0087] Styrol-Maleinsäureanhydrid-Copolymer, mit C
16-C
18-Fettamin teilimidisiert, Molmassenzahlenmittel 26500 g/mol, Säurezahl 8,2
5.1.5 Weitere Additivkomponente
[0088] Octadecylacrylat-Ethylacrylat-Copolymer (Molverhältnis 4 : 1, Molmassen-Zahlenmittel
13500)
5.2 Herstellung der Additivkomponenten enthaltenden Lösungen in Mineralöl-Mitteldestillaten
[0089] In einem Rührbehälter werden 10 kg einer 40%igen Lösung der Additivkomponente c)
in C
8-C
9-Diesel-Aromatenfraktion, 20 kg einer 50%igen Lösung der Additivkomponente a) in einem
aromatischen Kohlenwasserstoffgemisch, 10 kg der Additivkomponente b) und 8 kg einer
20%igen Lösung der weiteren Additivkomponente Octadecylacrylat-Ethylacrylat-Copolymer
in Toluen 90 min bei 65°C gemischt, und die Mischung in einen Vorratstank überführt.
5.3 Herstellung der Mineralölrezeptur
[0090] In einen Produktstrom nichtadditiviertem Diesel Charge 16080601 bei 800 kg/min wird
mit 0,48 kg/min die Additivlösung nach 5.2 eingespritzt und in einen Lagertank überführt.
[0091] Die Ausprüfung der Kältebeständigkeit der Mineralölrezeptur ergibt einen CFPP-Wert
von -17°C. Der CP-Wert des Kurzzeitsediment-Tests beträgt +6°C. Der SEDAB Filtrations-Test
gilt als bestanden (500 ml in 75 s).
[0092] Wird unter gleichen Bedingungen eine Mineralölrezeptur hergestellt, die ausschließlich
das nichtgepfropfte Copolymerwachs als Additiv enthält, so beträgt der CFPP-Wert -3°C.
Der CP-Wert des Kurzzeitsediment-Tests beträgt +10°C. Der SEDAB Filtrations-Test gilt
als nicht bestanden (468 ml in >120 s).
Beispiel 6 - nicht im Schutzumfang der Patentansprüche-
6.1 Ausgangsprodukte
6.1.1 Unadditivierter Diesel
[0093]
Charge : 030210 Test DK 2
Charakterisierung :
Cloud Point (CP): +7 °C ;
Cold Filter Plugging Point (CFPP) : +2 °C
Siedeanalyse :
| Destillierte Menge (Vol.-%) / Temperatur (°C) |
| IBP |
10 |
20 |
30 |
40 |
50 |
60 |
70 |
80 |
90 |
FBP |
| 235 |
266 |
279 |
291 |
301 |
310 |
320 |
337 |
342 |
357 |
374 |
6.1.2 Additivkomponente a)
[0094] Mischung aus 50 Masse% eines teilverseiften Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses
(Molmassen-Gewichtsmittel 1650 g/mol, Vinylacetatgehalt des nichtverseiften Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses
32 Masse%, Verseifungsgrad 15 Mol%) und 50 Masse% eines nichtverseiften Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses
(Hersteller LEUNA Polymer GmbH, Vinylacetatgehalt 32 Masse%, Molmassen-Zahlenmittel
2015 g/mol.
6.1.3 Additivkomponente c)
[0095] Octadecen-Maleinsäureanhydrid-Copolymer, mit C
16-C
18-Fettamin teilimidisiert, Säurezahl 40, Molmassen-Zahlenmittel 4200 g/mol,
6.1.4 Weitere Additivkomponenten
Triester von Pentaerythrit mit Stearinsäure Dipropylenglycolmonopropylether
6.2 Herstellung der Additivkomponenten enthaltenden Lösungen in Mineralöl-Mitteldestillaten
[0096] In einem Rührbehälter werden 10 kg einer 40%igen Lösung der Additivkomponente c)
in C
8-C
9-Diesel-Aromatenfraktion, 20 kg einer 60%igen Lösung der Additivkomponente a) in C
8-C
9-Diesel-Aromatenfraktion, 10 kg der weiteren Additivkomponente Triester von Pentaerythrit
mit Stearinsäure und 1 kg der weiteren Additivkomponente Dipropylenglycolmonopropylether
90 min bei 65°C gemischt, und die Mischung in einen Vorratstank überführt.
6.3 Herstellung der Mineralölrezeptur
[0097] In einen Produktstrom nichtadditiviertem Diesel Charge 030210 bei 800 kg/min wird
mit 0,24 kg/min die Additivlösung nach 6.2 eingespritzt und in einen Lagertank überführt.
[0098] Die Ausprüfung der Kältebeständigkeit der Mineralölrezeptur ergibt einen CFPP-Wert
von -7°C. Der CP-Wert des Kurzzeitsediment-Tests beträgt +8°C. Der SEDAB Filtrations-Test
gilt als bestanden (500 ml in 82 s).
[0099] Wird unter gleichen Bedingungen eine Mineralölrezeptur hergestellt, die ausschließlich
das nichtverseifte Copolymerwachs als Additiv enthält, so beträgt der CFPP-Wert -5°C.
Der CP-Wert des Kurzzeitsediment-Tests beträgt +12°C. Der SEDAB Filtrations-Test gilt
als nicht bestanden (468 ml in >120 s).
Beispiel 7 - nicht im Schutzumfang der Patentansprüche-
7.1 Ausgangsprodukte
7.1.1 Unadditiviertes Heizöl
[0100]
Charge : 030225 Test HEL 1
Charakterisierung :
Cloud Point (CP): +1 °C ;
Cold Filter Plugging Point (CFPP) : -1 °C
Siedeanalyse :
| Destillierte Menge (Vol.-%) / Temperatur (°C) |
| IBP |
10 |
20 |
30 |
40 |
50 |
60 |
70 |
80 |
90 |
FBP |
| 165 |
196 |
213 |
230 |
249 |
269 |
290 |
310 |
327 |
344 |
363 |
7.1.2 Additivkomponente a)
[0101] Mischung aus 40 Masse% eines oxidierten Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses (Molmassen-Zahlenmittel
950 g/mol, Säurezahl 18 mg KOH/g, OH-Zahl 70 mg KOH/g) und 60 Masse% eines nichtoxidierten
Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses (Hersteller LEUNA Polymer GmbH, Vinylacetatgehalt
32 Masse%, Molmassen-Gewichtsmittel 4400 g/mol.
7.1.3 Additivkomponente b) : Diester von Propylenglycol mit Ölsäure
7.1.4 Additivkomponente c)
α-Methylstyrol-Maleinsäureanhydrid-Copolymer, mit Oleylamin teilimidisiert, Molmassenzahlenmittel
16500 g/mol, Säurezahl 15
7.2 Herstellung der Additivkomponenten enthaltenden Lösungen in Mineralöl-Mitteldestillaten
[0102] In einem Rührbehälter werden 25 kg einer 40%igen der Additivkomponente c) in C
8-C
9-Diesel-Aromatenfraktion, 50 kg einer 60%igen Lösung der Additivkomponente a) in C
8-C
9-Diesel-Aromatenfraktion und 25 kg der Additivkomponente b) 90 min bei 65°C gemischt,
und die Mischung in einen Vorratstank überführt.
7.3 Herstellung der Mineralölrezeptur
[0103] In einen Produktstrom nichtadditiviertem Diesel Charge 030225 bei 800 kg/min wird
mit 0,24 kg/min die Additivlösung nach 7.2 eingespritzt und in einen Lagertank überführt.
[0104] Die Ausprüfung der Kältebeständigkeit der Mineralölrezeptur ergibt einen CFPP-Wert
von -15°C.
[0105] Wird unter gleichen Bedingungen eine Mineralölrezeptur hergestellt, die ausschließlich
das nichtverseifte Copolymerwachs als Additiv enthält, so beträgt der CFPP-Wert -13°C.
Beispiel 8
8.1 Ausgangsprodukte
8.1.1 Unadditivierter Diesel
[0106]
Charge : 16080601 Test DK 1
Charakterisierung :
Cloud Point (CP): +6 °C ;
Cold Filter Plugging Point (CFPP) : +2 °C
Siedeanalyse :
| Destillierte Menge (Vol.-%) / Temperatur (°C) |
| IBP |
10 |
20 |
30 |
40 |
50 |
60 |
70 |
80 |
90 |
FBP |
| 189 |
243 |
259 |
271 |
281 |
292 |
303 |
317 |
334 |
357 |
385 |
8.1.2 Additivkomponente a)
[0107] Mischung aus 40 Masse% eines Vinylacetatgepfropften Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses
(hergestellt nach
DD 293 125 A5, Gesamtgehalt an Vinylacetat 38 Masse%, Molmassen-Gewichtsmittel 3900 g/mol, Vinylacetatgehalt
des nichtgepfropften Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses 32 Masse%) und 60 Masse%
eines nichtgepfropften Ethylen-Vinylacetat-Copolymerwachses (Hersteller LEUNA Polymer
GmbH, Vinylacetatgehalt 33 Masse%, Molmassen-Gewichtsmittel 2300 g/mol.
8.1.3 Additivkomponente c)
α-Methylstyrol-Maleinsäureanhydrid-Copolymer, mit C12-C14-Cocosamin teilimidisiert, Molmassenzahlenmittel 11000 g/mol, Säurezahl 25, Schmelzpunkt
63°C
8.1.4 Weitere Additivkomponenten
Pentaethylenhexamin-1,2-diaminobutanol Polypropylenglycol Molmasse 1500
8.2 Herstellung der Additivkomponenten enthaltenden Lösungen in Mineralöl-Mitteldestillaten
[0108] In einem Rührbehälter werden 25 kg einer 40%igen Lösung der Additivkomponente c)
in C
8-C
9-Diesel-Aromatenfraktion, 50 kg einer 50%igen Lösung der Additivkomponente a) in einem
aromatischen Kohlenwasserstoffgemisch, 4 kg der weiteren Additivkomponente Pentaethylenhexamin-1,2-diaminobutanol
und 3 kg der weiteren Additivkomponente Polypropylenglycol Molmasse 1500 eingetragen,
90 min bei 65°C gemischt, und die Mischung in einen Vorratstank überführt.
8.3 Herstellung der Mineralölrezeptur
[0109] In einen Produktstrom nichtadditiviertem Diesel Charge 16080601 bei 800 kg/min wird
mit 0,48 kg/min die Additivlösung nach 8.2 eingespritzt und in einen Lagertank überführt.
[0110] Die Ausprüfung der Kältebeständigkeit der Mineralölrezeptur ergibt einen CFPP-Wert
von -13°C.
[0111] Wird unter gleichen Bedingungen eine Mineralölrezeptur hergestellt, die ausschließlich
das nichtgepfropfte Copolymerwachs als Additiv enthält, so beträgt der CFPP-Wert -3°C.