(19)
(11) EP 1 685 668 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
14.12.2011  Patentblatt  2011/50

(21) Anmeldenummer: 04790677.1

(22) Anmeldetag:  20.10.2004
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H04H 20/67(2008.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2004/011869
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2005/050882 (02.06.2005 Gazette  2005/22)

(54)

VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR ÜBERWACHUNG DER TRÄGERFREQUENZSTABILITÄT VON SENDERN IN EINEM GLEICHWELLENNETZ

METHOD AND DEVICE FOR MONITORING CARRIER FREQUENCY STABILITY OF TRANSMITTERS IN A COMMON WAVE NETWORK

PROCEDE ET DISPOSITIF DE SURVEILLANCE DE LA STABILITE DE LA FREQUENCE PORTEUSE D'EMETTEURS DANS UN RESEAU DE FREQUENCES COMMUNES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 21.11.2003 DE 10354468

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.08.2006  Patentblatt  2006/31

(73) Patentinhaber: Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG
81671 München (DE)

(72) Erfinder:
  • HOFMEISTER, Martin
    81541 München (DE)
  • BALZ, Christoph
    81543 München (DE)

(74) Vertreter: Körfer, Thomas 
Mitscherlich & Partner Patent- und Rechtsanwälte Postfach 33 06 09
80066 München
80066 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 063 799
DE-A1- 19 937 457
US-A- 4 188 582
DE-A1- 4 330 054
DE-C1- 4 341 211
US-A- 5 689 808
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Überwachung der Stabilität der Trägerfrequenz von mehreren Sendern in einem Gleichwellennetz.

    [0002] Der terrestrische digitale Hör- und TV-Rundfunk (DAB und DVB-T) wird mittels digitalen Mehrträgerverfahren (z. B. OFDM = orthogonal frequency division multiplexing) über ein Netz von Sendern übertragen, die phasen- und frequenzsynchron über ein Gleichwellennetz im Sendegebiet ausstrahlen.

    [0003] Zur effizienten Nutzung der vorhandenen Frequenzressourcen strahlen alle Sender eines Gleichwellennetzes zeitgleich ein identisches Sendesignal aus. Neben der Phasensynchroni tät muß in einem Gleichwellennetz deshalb auch die Identität der auszustrahlenden Trägerfrequenz bei den einzelnen Sendern gewährleistet sein.

    [0004] In der DE 199 37 457 A1 wird ein Verfahren zur Überwachung der Phasensynchronität der einzelnen Sender eines Gleichwellennetzes vorgestellt. Eine auftretende Phasenasynchronität zweier Sender wird über eine Laufzeitdifferenzmessung durch Ermittlung der Kanalimpulsantworten der beiden Sender erfasst. Liegt eine Abweichung zwischen der gemessenen Laufzeitdifferenz der beiden Sender und einer Referanzlaufzeitdifferenz für den synchronen Betriebsfall der beiden Sender in größerem Umfang vor, so strahlen die beiden Sender asynchron aus. Diese Abweichung der Laufzeitdifferenz wird von einer Empfangsstation im Sendegebiet des Gleichwellennetzes durch Auswertung der Kanalimpulsantworten ermittelt und den beiden phasenasynchronen Sendern für eine nachträgliche Synchronisierung übermittelt. Ein Verfahren zur Überwachung identischer Trägerfrequenzen bei zwei Sendern in einem Gleichwellennetz kann der DE 199 37 457 A1 nicht entnommen werden.

    [0005] Die Synchronisierung von Sendern in einem Gleichwellennetz hinsichtlich identischer Trägerfrequenz ist in der DE 43 41 211 C1 beschrieben. Hierbei überträgt eine Zentrale den einzelnen Sendern des Gleichwellennetzes neben den Übertragungsdaten auch ein Frequenzreferenzsymbol. Dieses Frequenzreferenzsymbol wird von jedem Sender des Gleichwellennetzes ausgewertet und für eine Synchronisierung der Trägerfrequenz an die Frequenzreferenz herangezogen.

    [0006] Nachteilig an diesem Verfahren ist die Tatsache, dass die Auswertung der Synchronität der Trägerfrequenz von jedem Sender einzeln durchgeführt wird. Diese senderspezifische Auswertung der Frequenzsynchronität der Trägerfrequenz kann folglich mit einem gewissen senderspezi fischen Vermessungs- und Auswertungsfehler behaftet sein, der zu einer uneinheitlichen Überwachung der Trägerfrequenz aller im Gleichwellennetz beteiligten Sender führen kann. Hinzukommt, dass die Überwachung der Trägerfrequenz bei jedem einzelnen Sender eine Synchronisierung der einzelnen Sender mittels einer Zeit-Referenz erforderlich macht, die vom einzelnen Sender beispielsweise über GPS empfangen wird. Schließlich findet die Frequenzsynchronisierung in der Schaltungsanordnung der DE 43 41 211 C1 vor der Modulation statt, so dass eine nachträgliche Frequenzverschiebung der Trägerfrequenz durch nachfolgende Funktionseinheiten des Senders nicht ausgeschlossen ist. Alle diese Schwachpunkte können zu einem unerwünschten Empfang unterschiedlicher Trägerfrequenzen der einzelnen Sender in einem an einem beliebigen Ort im Sendegebiet des Gleichwellennetzes positionierten Empfänger führen.

    [0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Überwachung der Trägerfrequenzstabilität von Sendern in einem Gleichwellennetz anzugeben, bei dem die Synchronität der Trägerfrequenzen der einzelnen Sender einheitlich durch eine einzige Meßanordnung, die an einer beliebigen Stelle im Sendegebiet des Gleichwellennetzes positioniert sein kann, ohne Synchronisierung der Meßanordnung mittels einer Zeit-Referenz überwacht wird.

    [0008] Die Aufgabe der Erfindung wird durch ein Verfahren zur Überwachung der Trägerfrequenzstabilität von Sendern in einem Gleichwellennetz mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 12 oder 13 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

    [0009] Die Überwachung der Trägerfrequenzstabilität der zu einem Gleichwellennetz gehörigen Sender erfolgt über eine einzige Empfangseinrichtung, die im Sendegebiet des Gleichwellennetzes an einem beliebigen Ort positioniert ist. Die Empfangseinrichtung ermittelt aus der Übertragungsfunktion des Übertragungskanals vorzugsweise mittels der inversen komplexen Fourier-Transformation den Verlauf der Summenimpulsantwort sämtlicher Sender zu zwei verschiedenen Zeitpunkten. Die zum jeweiligen Sender gehörigen Impulsantworten werden aus den beiden Summenimpulsantworten ausgeblendet, nachdem deren Phasenlage zur Phasenlage der beiden Impulsantworten eines Bezugssenders des Gleichwellennetzes in Relation gesetzt wurden. Anschließend werden die Phasenverläufe der beiden zum jeweiligen Sender gehörigen Impulsantworten ermittelt, aus denen wiederum für jeden Sender die Phasenverschiebungsdifferenz der Impulsantwort des jeweiligen Senders zur Phasenlage der Impulsantwort des Bezugssenders zwischen zwei Beobachtungszeitpunkten abgeleitet wird. Aus dem Verlauf der Phasenverschiebungsdifferenz kann, wie weiter unten noch im Detail gezeigt wird, die Trägerfrequenzverschiebung jedes Senders zur Trägerfrequenz eines Bezugssenders des Gleichwellennetzes berechnet werden.

    [0010] Zur eindeutigen Identifizierung einer dauerhaften Trägerfrequenzverschiebung bei einem Sender des Gleichwellennetzes werden die Summenimpulsantworten sämtlicher Sender aus der Übertragungsfunktion des Übertragungskanals durch Anwendung der inversen komplexen Fourier-Transformation zu mehreren verschiedenen Zeitpunkten wiederholt durchgeführt und darauf aufbauend die Trägerfrequenzverschiebung jedes Senders zur Trägerfrequenz eines Bezugssenders des Gleichwellennetzes wiederholt berechnet und einer anschließenden Mittelung zugeführt.

    [0011] Sinkt die Phasenverschiebungsdifferenz eines Senders zwischen zwei Zeitpunkten auf einen Wert kleiner -π bzw. übersteigt die Phasenverschiebungsdifferenz eines Senders zwischen zwei Zeitpunkten auf einen Wert größer +π, so wird der Wert der Phasenverschiebungsdifferenz des jeweiligen Senders zwischen zwei Zeitpunkten in diesem Zeitabschnitt um den Wert +2*π erhöht bzw. um 2*π reduziert. Auf diese Weise wird die Phasenverschiebungsdifferenz auf Werte zwischen -π und +π begrenzt.

    [0012] Die Gewinnung der Impulsantwort jedes Senders des Gleichwellennetzes erfolgt durch Ermittlung der Koeffizienten der Übertragungsfunktion des Übertragungskanals aus den Koeffizienten des an den Übertragungskanal angepaßten Entzerrers in der Empfangseinrichtung und anschließende Berechnung der inversen Fourier-Transformation. Beim digitalen terrestrischen TV-Rundfunk (DVB-T) kann die Impulsantwort für jeden Sender alternativ aus der inversen Fourier-Transformation der Übertragungsfunktion des Übertragungskanals durch Auswertung der zu den verstreuten Pilotträgern gehörigen OFDM-modulierten Übertragungssignale abgeleitet werden.

    [0013] Zwei Ausführungsformen der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend näher beschrieben. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine funktionale Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Überwachung der Trägerfrequenzstabilität von Sendern in einem Gleichwellennetz;
    Fig. 2
    ein Beispiel für eine grafische Darstellung der zeitdiskreten Summenimpulsantwort;
    Fig. 3
    ein Beispiel für eine grafische Darstellung für eine Verlaufsänderung der Übertragungsfunktion des Übertragungskanals;
    Fig. 4A
    ein Flußdiagramm zur Erläuterung der ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Überwachung der Trägerfrequenzstabilität von Sendern in einem Gleichwellennetz;
    Fig. 4B
    ein Flußdiagramm zur Erläuterung der zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Überwachung der Trägerfrequenzstabilität von Sendern in einem Gleichwellennetz;
    Fig. 5A
    eine beispielhafte Ergebnisdarstellung der ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen-Verfahrens zur Überwachung der Trägerfrequenzstabilität von Sendern in einem Gleichwellennetz;
    Fig. 5B
    eine beispielhafte Ergebnisdarstellung der zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen. Verfahrens zur Überwachung der Trägerfrequenzstabilität von Sendern in einem Gleichwellennetz;
    Fig. 6A
    eine beispielhafte dreidimensionale grafische Darstellung der Amplituden- und Trägerfrequenzabweichung und
    Fig. 6B
    eine beispielhafte zweidimensionale grafische Darstellung der Amplituden- und Trägerfrequenzabweichung.


    [0014] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Überwachung der Trägerfrequenzstabilität von Sendern in einem Gleichwellennetz wird in seinen beiden Ausführungsformen nachfolgend unter Bezugnahme auf Fig. 1 bis Fig. 5 beschrieben.

    [0015] Die in einem Gleichwellennetz positionierten Sender S0,...,Si,...,Sn, beispielsweise gemäß Fig. 1 die Sender S1. S2, S3, S4 und S5, strahlen z.B. im Rahmen des digitalen Hör- und TV-Rundfunks jeweils ein identisches phasen- und frequenzsynchrones Signal s(t) aus. Eine Empfangseinrichtung E, die im Sendegebiet des Gleichwellennetzes positioniert ist, empfängt ein Empfangssignal e(t) als Überlagerung sämtlicher zu den einzelnen Sendern S0,...,Si,...,Sn gehörigen Empfangssignale ei(t). Dieses überlagerte Empfangssignal e(t) weist gemäß Gleichung (1) folgenden Zeitverlauf auf:



    [0016] Im Rahmen der folgenden Betrachtungen wird beispielsweise der Sender S0 zum Bezugssender des Gleichwellennetzes definiert. Die Dämpfungs- und Phasenverzerrungen sowie die Laufzeiten, die die Sendesignale s(t) der einzelnen Sender S0,...,Si,...,Sn im Übertragungskanal zur Empfangseinrichtung E erfahren, werden jeweils in Relation zur Dämpfungs- und Phasenverzerrung sowie zur Laufzeit des Bezugssenders S0 gesetzt. Das in der Empfangseinrichtung E empfangene Signal e0(t) des Bezugssenders S0 in Gleichung (1) entspricht deshalb seinem Sendesignal s(t).

    [0017] Die Amplitude vi des Empfangssignals ei(t) der übrigen Sender Si bis Sn ergibt sich gemäß Gleichung (2) aus der Dämpfungsnormierung als Quotient zwischen der Amplitude des Empfangssignals ei(t) des jeweiligen Senders Si zur Amplitude des Empfangssignals e0(t) des Bezugssenders S0:



    [0018] Die Laufzeitdifferenz τi der Sender S1 bis Sn läßt sich gemäß Gleichung (3) aus der Differenz zwischen der Laufzeit ti des Senders Si und der Laufzeit t0 des Bezugssenders S0 ermitteln:



    [0019] Die Laufzeitdifferenzen τi der einzelnen Sender S0 bis Sn beruhen auf folgenden Effekten:
    • unterschiedliche Laufzeiten aufgrund unterschiedlicher Wegstrecken zwischen den jeweiligen Sendern Si und der Empfangseinrichtung E und
    • unterschiedliche Phasenverzerrungen der Sendesignale s(t) der jeweiligen Sender Si in den unterschiedlichen Übertragungsstrecken zur Empfangseinrichtung E.


    [0020] Eine zusätzliche Phasenverschiebung ΔΘi zwischen einem Sender Si und dem Bezugssender S0 kann bei der Phasennormierung des Empfangssignals e(t) auftreten, wenn gemäß Gleichung (4) ein Unterschied in der Trägerfrequenz ωi des jeweiligen Senders Si zur Trägerfrequenz ω0 des Bezugssenders S0 auftritt:



    [0021] Die Trägerfrequenzabweichung Δωi, des jeweiligen Senders Si zur Trägerfrequenz ω0 des Bezugssenders S0 führt gemäß Gleichung (4) zu einer Phasenverschiebung ΔΘi(t) des zum jeweiligen Sender Si gehörigen Empfangssignals ei(t)

    [0022] Unter Berücksichtigung der Beziehung in Gleichung (4) wird Gleichung (1) für den Zeitverlauf des Empfangssignals e(t) nach Gleichung (5) übergeführt.



    [0023] Setzt man gemäß Gleichung (6) voraus, daß die Zeitdauer ΔtB für die Beobachtung des Empfangssignals ei(t) wesentlich kleiner ist als die periodendauern aller Phasenrotationen ΔΘi(t) der Empfangssignale ei(t) aufgrund einer Trägerfrequenzverschiebung Δωi des jeweiligen Senders Si, so kann davon ausgegangen werden, dass die Phasenverschiebung ΔΘi des Empfangssignals ei(t) innerhalb dieses Zeitschlitzes ΔtB näherungsweise konstant ist.



    [0024] Gleichung (5) für den Zeitverlauf des Empfangssignals e(t) geht für den Zeitbereich des Zeitschlitzes ΔtB in Gleichung (7) über.



    [0025] In Fig. 2 ist der Zusammenhang der Normierung des Empfangssignals e1(t) eines Senders S1 zum Empfangssignal e0(t) eines Bezugssenders S0 hinsichtlich der Dämpfung und der Laufzeit dargestellt.

    [0026] Bei bekannter Übertragungsfunktion des Übertragungskanals des aus den Sendern S0 bis Sn bestehenden Gleichwellennetzes (single frequency network) kann das Empfangssignal e(t) durch die jeweiligen Impulsantworten hSFNi(t) der Sender S0,...,Si,...,Sn zusammengesetzte Summenimpulsantwort hSFN(t) des Übertragungskanals des Gleichwellennetzes (single frequency network) gemäß der Gleichung


    aufgefaßt werden.

    [0027] Das Frequenzspektrum E(ω) des Empfangssignals e(t) in Gleichung (9) ergibt sich aus der Fourier-Transformation des Empfangssignals hSFN(t) gemäß Gleichung (8) multipliziert mit der Übertragungsfunktion S(ω) des Übertragungskanals des Gleichwellenetzes:



    [0028] Der Klammerterm des Frequenzspektrums E(ω) des Empfangssignals e(t) in Gleichung (9) entspricht der Übertragungsfunktion HSFN(ω) des Übertragungskanals des Gleichwellennetzes. Er besteht aus einer Summe von Zeigern, deren Phase sich mit dem Term -jωτi ändern und für einen bestimmten Zeitpunkt t eine konstante Phasenverschiebung ΔΘi=Δω*t aufweisen.

    [0029] Der Betrag der Übertragungsfunktion |HSFN(f)| für ein Gleichwellennetz mit einem Bezugssender S0 und einem zweiten Sender S1 ist über der Frequenz f in Fig. 3 dargestellt. Der Betrag der Übertragungsfunktion |HSFN(f)| weist einen periodischen Kurvenverlauf mit einer Periodendauer von 1/τl auf. Der Verlauf des Betrags der Übertragungsfunktion |HSFN(f)| verschiebt sich von einem periodischen Kurvenverlauf zum Zeitpunkt t=t1 (durchgezogene Linie) zu einem ebenfalls periodischen Kurvenverlauf gleicher Periodendauer zum späteren Zeitpunkt t=t2>t1 (gestrichelte Linie) aufgrund des Einflusses der Phasenverschiebung ΔΘ1 des Empfangssignals e1(t) des Senders S1 zum Empfangssignal e0(t) des Bezugssenders S0 aufgrund einer Trägerfrequenzverschiebung Δω1 des Senders S1 zur Trägerfrequenz ω0 des Senders S0.

    [0030] Die Geschwindigkeit der Verschiebung des Verlaufs des Betrags der Übertragungsfunktion |HSFN(f)| wird bestimmt durch die Trägerfrequenzverschiebung Δω1 des Senders S1 zur Trägerfrequenz ω0 des Bezugsenders S0. Die benötigte Zeit tper zur Verschiebung des Verlaufs des Betrags der Übertragungsfunktion |HSFN(f)| um genau eine Periode des Betragsverlaufs der Übertragungsfunktion |HSFN(f)| ergibt sich gemäß Gleichung (10) mit Hilfe von Gleichung (4) unter der Annahme einer Phasenverschiebung ΔΘ1 von 2*π bei einer vollen Rotation der Phasenverschiebung ΔΘ1:



    [0031] Wird die Übertragungsfunktion HSFN(f) zu zwei verschiedenen Zeitschlitzen ΔtB1 und ΔtB2 betrachtet, so ändert sich gemäß Gleichung (4) die aus einer Trägerfrequenzverschiebung Δωi des Senders Si zur Trägerfrequenz ω0 des Bezugssenders S0 resultierende Phasenverschiebung ΔΘi in der Übertragungsfunktion HSFN(f) über der Zeit t zwischen dem Zeitschlitz ΔtB1 und dem Zeitschlitz ΔtB2 und damit auch sein Verlauf über der Frequenz f. Analog ändert sich auch der Verlauf der zur Übertragungsfunktion HSFN(f) korrespondierenden Summenimpulsantwort hSFN(t) gemäß Gleichung (8).

    [0032] Mit der Änderung des Verlaufs der Summenimpulsantwort hSFN(t) bei rotierender Phasenverschiebung ΔΘi(t) des Senders Si vom Zeitschlitz ΔtB1 zum Zeitschlitz ΔtB2 ändert sich auch der Verlauf der Impulsantwort hSFNi(t) des Senders Si, deren Trägerfrequenz ωi sich zur Trägerfrequenz ω0 des Bezugssenders S0 verschoben hat. Die Phasenwinkelverschiebung ΔΘi(t) der zum Sender Si gehörigen Impulsantwort hSPNi(t) vom Zeitpunkt tB1 des Zeitschlitzes ΔtB1 zum Zeitpunkt tB2 des Zeitschlitzes ΔtB2 ist folglich gemäß Gleichung (11) proportional zum Verlauf der Trägerfrequenzverschiebung Δωi(t) des Senders Si zur Trägerfrequenz ω0 des Bezugssenders S0.



    [0033] Aus Vereinfachungsgründen wird davon ausgegangen, daß sich die Trägerfrequenzverschiebung Δωi(t) zwischen den beiden Beobachtungszeitpunkten tB1 und tB2 nicht ändert. Gleichung (11) geht unter dieser sinnvollen Voraussetzung über in Gleichung (12).



    [0034] Die erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Überwachung der Trägerfrequenzstabilität von Sendern in einem Gleichwellennetz ergibt sich folglich gemäß Fig. 4A aus den nachfolgenden dargestellten Verfahrensschritten:

    [0035] In Verfahrensschritt S10 wird die Übertragungsfunktion HSFN(f) des Übertragungskanals von den einzelnen Sendern S0,...,Si,...,Sn des Gleichwellennetzes zur Empfangseinrichtung E ermittelt. Hierzu können der Verlauf der Übertragungsfunktion HSFN(f) aus den Koeffizienten des in der Empfangseinrichtung E integrierten Entzerrers, die bei an den Übertragungskanal angepaßtem Entzerrer den Koeffizienten der Übertragungsfunktion HSFN(f) entsprechen, ermittelt werden.

    [0036] In Verfahrensschritt S20 werden aus der Übertragungsfunktion HSFN(f) des Übertragungskanals mittels diskreter inverser Fourier-Transformation die Verläufe der zugehörigen komplexen Summenimpulsantworten hSFN1(t) und hSFN2(t) zu den beiden Zeitpunkten tB1 des Zeitschlitzes ΔtB1 und tB2 des Zeitschlitzes ΔtB2 berechnet. Hierbei handelt es sich um zeitdiskrete komplexe Summenimpulsantworten hSFN1(t) und hSFN2(t) zu einzelnen Abtastzeitpunkten t.

    [0037] Aus den beiden zeitdiskreten Verläufen der komplexen Summenimpulsantworten hSFN1(t) und hSFN2 (t) werden im Verfahrenschritt S30 die zu den im Gleichwellennetz beteiligten Sendern Si jeweils gehörigen Verläufe der komplexen Impulsantworten hSFNi(t) und hSFN2i(t) zu den Zeitpunkten tB1 und tB2 herausgefiltert.

    [0038] Alternativ zur obig dargestellten Ermittlung der Übertragungsfunktion HSFN(f) des Übertragungskanals aus den Koeffizienten des in der Empfangseinrichtung integrierten Entzerrers ist beim digitalen terrestrischen TV-Rundfunk eine Ermittlung der Übertragungsfunktion HSFN(f) des Übertragungskanals aus den DVB-T-Symbolen der verstreuten Trägerpiloten möglich.

    [0039] Diese zeitdiskreten Verläufe der Impulsantworten hSFNi(t) und hSFN2i(t) des jeweiligen Senders Si zu den Zeitpunkten tB1 und tB2 sind jeweils komplexe Zahlenfolgen. Aus diesen komplexen Verläufen der Impulsantworten hSFN1i(t) und hSFN2i(t) werden im Verfahrensschritt S40 die zugehörigen zeitdiskreten Phasenverläufe arg (hSFN1i(t) und arg (hSFN2i(t) des jeweiligen Senders Si zu den Zeitpunkten tB1 und tB2 ermittelt. Alternativ kann zu diesem Zeitpunkt auch noch keine Zuordnung der Impulsantwort zu den Sendern erfolgen und vorerst können nur Gesamt-Impulsantworten hSFN1(t) und hSFN2(t) verrechnet werden.

    [0040] Durch Subtraktion der zeitdiskreten Phasenverläufe arg (hSFN1i(t) und arg (hSFN2i(t) der Impulsantworten hSFN1i(t) und hSFN2i(t) des jeweiligen Senders Si zu den Zeitpunkten tB1 und tB2 erhält man eine Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB2-tB1) der Phasenverschiebung des jeweiligen Senders Si zum Bezugssender S0 zwischen den Zeitpunkten tB2 und tB1, die über der Zeit konstant ist und der Differenz der Phasenverschiebung ΔΘi(tB2) zum Zeitpunkt tB2 und der Phasenverschiebung ΔΘi(tB1) zum Zeitpunkt tB1 des Senders Si zum Bezugssender S0 entspricht. Diese wird im Verfahrensschritt S50 gemäß Gleichung (13) resultierend aus Gleichung (8) berechnet:



    [0041] Die Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB2-tB1) der Phasenverschiebung des Senders Si zum Bezugssender S0 zwischen den Zeitpunkten tB1 und tB2 kann u.U. Werte kleiner -π annehmen, die außerhalb des zulässigen Wertebereiches liegen. Von daher wird im Verfahrensschritt S60 in Zeitbereichen, in denen die Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB2-tB1) der Phasenverschiebung des Senders Si zum Bezugssender S0 zwischen den Zeitpunkten tB1 und tB2 Werte kleiner -π annimmt, die Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB2-tB1) der Phasenverschiebung gemäß Gleichung (14) um den Wert 2*π erhöht.



    [0042] Nimmt die Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘ(tB2-tB1) der Phasenverschiebung des Senders Si zum Bezugssender S0 zwischen den Zeitpunkten tB1 und tB2 Werte größer +π an, die außerhalb des zulässigen Wertebereiches liegen, so wird die Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB2-tB1) der Phasenverschiebung in Verfahrensschritt S65 gemäß Gleichung (15) um den Wert 2*π reduziert.



    [0043] Die in den Verfahrensschritten S60 und S65 durchgeführten Begrenzungen der Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB2-tB1) der Phasenverschiebung des Senders Si zum Bezugssender S0 zwischen den Zeitpunkten tB1 und tB2 gemäß der Gleichungen (13) und (14) gewährleisten einen eindeutigen Phasenwert im Bereich von -π bis +π.

    [0044] In Verfahrensschritt S70 wird gemäß Gleichung (16) der Verlauf der Trägerfrequenzverschiebung Δωi, des Senders Si zur Trägerfrequenz ω0 des Bezugssenders S0 zwischen den Zeitpunkten tB1 und tB2 resultierend aus Gleichung (12) und (13) aus der Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB2-tB1) der Phasenverschiebung des Senders Si zum Bezugssender S0 zwischen den Zeitpunkten tB1 und tB2 berechnet.



    [0045] Da sich über der Zeit t zur Phasenverschiebung ΔΘi(t) des Empfangssignals ei(t) des Senders Si aufgrund einer Trägerfrequenzverschiebung Δωi des Senders Si zum Bezugssender S0 zusätzliche Phasenänderungen, beispielsweise aufgrund von Phasenrauschen, überlagern können, wie dies in Fig. 5A dargestellt ist, ist eine entsprechende Bereinigung der Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB2-tB1) der Phasenverschiebung des Senders Si zum Bezugssender S0 zwischen zwei Beobachtungszeitpunkten tB1 und tB2 von derartigen Phasenstörungen durchzuführen. Diese Bereinigung erfolgt in der zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Überwachung der Trägerfrequenzstabilität von Sendern in einem Gleichwellennetz gemäß Fig. 4B.

    [0046] Im Unterschied zur ersten Ausführungsform in Fig. 4A werden in der zweiten Ausführungsform in Fig. 4B in Verfahrensschritt S50 die Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(ΔtB) der Phasenverschiebung des Senders Si zum Bezugssender S0 innerhalb eines Zeitintervalls ΔtB nicht nur zwischen den Beobachtungszeitpunkten tB1 und tB2 ermittelt, sondern zu mehreren anderen Beobachtungszeitpunkten tBj und tB(j+1), die gemäß Gleichung (17) durch ein Zeitintervall ΔtB voneinander getrennt sind.



    [0047] Hierzu wird in Verfahrensschritt S20 der zeitdiskrete Verlauf der komplexen Summenimpulsantwort hSFNj(t) und hSFN(j+1)(t) jeweils zu den Beobachtungszeitpunkten tj und tj+1 ermittelt.

    [0048] Analog wird in Verfahrenschritt S30 aus den zeitdiskreten Verläufen der komplexen Summenimpulsantworten hSFNj(t) und hSFn(j+1) (t) die zeitdiskreten Verläufe der komplexen Impulsantworten hSFNji(t) und hSFN(j+1)i(t) des jeweiligen Senders Si zu den Zeitpunkten tj und tj+1 ausgeblendet.

    [0049] Schließlich werden in Verfahrensschritt S40 aus den zeitdiskreten Verläufen der komplexen Impulsantworten hSFNji(t) und hSFN(j+1)i(t) die Phasenverläufe arg(hSFNji(t)) und arg hSFN(j+1)i(t)) des Senders Si zu den Zeitpunkten tj und tj+1 ermittelt.

    [0050] Die Subtraktion des Phasenverlaufs arg (hSFNji(t)) vom Phasenverlauf arg(hSFN(j+1)i(t)) in Verfahrensschritt S50 führt zur Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj der Phasenverschiebung des jeweiligen Senders Si zum Bezugssender S0 zwischen den Zeitpunkten tB(j+1) und tBj, die der Differenz der Phasenverschiebung ΔΘi(tB(j+1)) zum Zeitpunkt tB(j+1) und der Phasenverschiebung ΔΘi(tBj) zum Zeitpunkt tBj des Senders Si zum Bezugssender S0 entspricht.

    [0051] Die Begrenzung der Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj) der Phasenverschiebung des jeweiligen Senders Si zum Bezugssender S0 zwischen den Zeitpunkten tB(j+1) und tBj auf den zulässigen Wertebereich zwischen -π und +π erfolgt in den Verfahrensschritten S60 und S65.

    [0052] Im Verfahrensschritt S70 wird aus der Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj) der Phasenverschiebung des jeweiligen Senders Si zum Bezugssender S0 zwischen den Zeitpunkten tB(j+1) und tB die Trägerfrequenzverschiebung Δωij des Senders Si basierend auf der Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj) der Phasenverschiebung zu den Beobachtungszeitpunkten tj und tj+1 berechnet.

    [0053] Die Trägerfrequenzverschiebung Δωij des Senders Si zum Bezugssender S0 auf der Basis der Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB(i+1)-tBj) der Phasenverschiebung zu den Beobachtungszeitpunkten tj und tj+1 wird zu unterschiedlichen Beobachtungszeitpunkten tj und tj+1 insgesamt jmax-mal wiederholt ermittelt und berechnet.

    [0054] Die insgesamt jmax berechneten Trägerfrequenzverschiebungen Δωij des Senders Si zum Bezugssender S0 werden anschließend im Verfahrensschritt S80 einer Mittelung zugeführt, um den Einfluß der obengenannten Phasenstörungen, beispielsweise aufgrund von Phasenrauschen, auf die Trägerfrequenzverschiebung Δωi, zu beseitigen bzw. zu minimieren.

    [0055] Die Mittelung kann auch in Form einer Pipeline-Struktur erfolgen, bei der der jeweils älteste Wert verworfen wird. Eine Speicher-sparende Variante ist eine rekursive Mittelung.

    [0056] Ein beispielhafter Verlauf einer derart von Phasenstörungen bereinigten Trägerfrequenzverschiebung Δωi, eines Senders Si zu einem Bezugssender S0 ist in Fig. 5B dargestellt.

    [0057] Eine Vorrichtung zur Überwachung der Trägerfrequenzstabilität von mehreren Sendern in einem Gleichwellennetz ist in Fig. 1 dargestellt.

    [0058] Das Gleichwellennetz in Fig. 1 besteht beispielsweise aus den fünf Sendern S1, S2, S3, S4 und S5. Die Sendesignale der Sender S1 bis S5 werden von einer Empfangseinrichtung E empfangen. Die Empfangseinrichtung E ist mit einer elektronischen Datenverarbeitungseinheit 1 verbunden. In einer Einheit 11 zur Ermittlung der Übertragungsfunktion des Übertragungskanals wird auf der Basis der von der Empfangseinrichtung E empfangenen Sendesignale der Sender S1 bis S5 die Übertragungsfunktion HSFN(f) des Übertragungskanals von den Sendern S1 bis S5 zur Empfangseinrichtung E ermittelt. Hierbei bedient man sich der Koeffizienten des in der Empfangseinrichtung E integrierten Entzerrers, die bei einem an den Übertragungskanal abgeglichenen Entzerrer den Koeffizienten der Übertragungsfunktion des Übertragungskanals entsprechen.

    [0059] Alternativ kann die Übertragungsfunktion HSFN(f) des Übertragungskanals von den Sendern S1 bis S5 zur Empfangseinrichtung E aus den verstreuten Pilotenträgern eines DVB-T-Signals beim digitalen terrestrischen TV-Rundfunks unter Umgehung der Einheit 11 ermittelt werden.

    [0060] In einer sich anschließenden Einheit 12 zur Durchführung der inversen Fourier-Transformation werden aus der Übertragungsfunktion HSFN(f) des Übertragungskanals die zeitdiskreten Verläufe der komplexen Summenimpulsantworten hSFNj(t) und hSFN(j+1)i(t) zu den Beobachtungszeitpunkten tBj und tB(j+1) berechnet.

    [0061] In einer sich anschließenden Einheit 13 zur Ausblendung der Impulsantwort für jeden Sender aus der Summenimpulsantwort werden aus den zeitdiskreten Verläufen der komplexen Summenimpulsantworten hSFNj(t) und hSFN(j+1)(t) die zeitdiskreten Verläufe der komplexen Impulsantworten hSFNji(t) und hSFN(j+1)i(t) für jeden Sender Si des Gleichwellennetzes zu den Zeitpunkten tBj und tB(j+1) ausgeblendet.

    [0062] In einer sich anschließenden Einheit 14 zur Ermittlung des Phasenverlaufs der Impulsantwort werden aus den zeitdiskreten Verläufen der komplexen Impulsantworten hSFNji(t) und hSFN(j+1)i(t) die zeitdiskreten Phasenverläufe arg (hSFNji(t)) und arg (hSFN(j+1)i(t)) der Impulsantworten hSFNji(t) und hSFN(i+1)i(t) zu den Zeitpunkten tBj und tB(j+1) berechnet.

    [0063] In einer sich anschließenden Einheit 15 zur Berechnung der Differenz der Phasenverschiebungen und der Trägerfrequenzverschiebung jedes Senders zur Trägerfrequenz eines Bezugssenders werden aus den zeitdiskreten Phasenverläufen arg (hSFNji(t)) und arg (hSFN(j+1)i(t)) der Impulsantworten hSFNji(t) und hSFN(j+1)i(t) zu den Zeitpunkten tj und tj+1 die Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB(i+1)-tBj der Phasenverschiebungen eines Senders Si zu einem Bezugssender S0 zu den Beobachtungszeitpunkten tBj und tB(j+1) berechnet, die der Differenz der Phasenverschiebung ΔΘi(tBj) und ΔΘi(tB(j+1)) des Senders Si zum Bezugssender S0 zu den Zeitpunkten tBj und tB(j+1) entspricht, und darauf aufbauend die Trägefrequenzverschiebung Δωij für jeden Sender Si zu einem Bezugssender S0 auf der Basis einer ermittelten Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj) der Phasenverschiebungen zu Beobachtungszeitpunkten tB3 und tB(j+1) abgeleitet.

    [0064] In einer Einheit 2 der tabellarischen und/oder grafischen Darstellung der Trägerfrequenzverschiebung Δωi aller Sender Si, die an die elektronische Datenverarbeitungseinheit 1 angeschlossen ist, werden die Trägerfrequenzverschiebungen Δωi, jedes Senders Si zu einem Bezugssender S0 des Gleichwellennetzes entweder tabellarisch oder grafisch dargestellt.

    [0065] Hinsichtlich der gleichzeitigen Darstellung der Amplitudenabweichung und der Trägerfrequenzabweichung eines Senders Si zu einem Bezugssender S0 zu einem bestimmten Beobachtungszeitpunkt tBi in einer Grafik bietet sich einerseits eine dreidimensionale Darstellung mit der zeit t als erste Dimension, der Frequenzabweichng Δωi des jeweiligen Senders Si zur Trägerfrequenz ω0 des Bezugssenders S0 als zweite Dimension und schließlich der Amplitudenabweichung ΔAi des jeweiligen Senders Si zur Amplitude A0 des Bezugssenders S0 als dritte Dimension an. Wird der Bezugssender S0 normiert auf seine Amplitude A0 zum Zeitpunkt t=0 in die dreidimensionale Grafik gesetzt, so wird entsprechend Fig. 6A jeder Sender Si entsprechend der jeweiligen Amplituden- und Trägerfrequenzabweichung ΔAi und Δωi durch einen Punkt in der Grafik repräsentiert. Andererseits wird bei einer zweidimensionalen Darstellung gemäß Fig. 6B die Zeit t in der Abszisse und die Amplitudenabweichung ΔAi des jeweiligen Senders Si zur Amplitude A0 des Bezugssenders S0 auf der Ordinate aufgetragen, während die Trägerfrequenzabweichung Δωi, des jeweiligen Senders Si zur Trägerfrequenz ω0 des Bezugssenders S0 durch einen zur Trägerfrequenzabweichnung Δωi korrespondierendes Symbol des zum jeweiligen Sender Si gehörigen Punktes charakterisiert wird. Wiederum wird die Amplitude A0 des Bezugssenders S0 zum Zeitpunkt t=0 in die Grafik eingetragen.

    [0066] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Insbesondere sind alle beschriebenen Merkmale beliebig miteinander kombinierbar. Auch eignet sich das beschriebene Verfahren nicht nur für Signale des DAB- oder DVB-T-Standards, sondern für alle Standards, die SFN ermöglichen, insbesondere auch für Signale des amerikanischen ATSC-Standards.


    Ansprüche

    1. Verfahren zur Überwachung der Stabilität der Trägerfrequenz (ωi) von identischen Sendesignalen (Si(t)) mehrerer Sender (S1,..,Si,..,Sn) eines Gleichwellennetzes durch Auswerten der Phasenlage eines zu einem Sendesignal (si(t)) eines Senders (Si) gehörigen Empfangssignals (ei(t)) in Bezug zu einem Empfangssignal (e0(t)) eines Bezugssenders (S0), die beide von einer im Sendegebiet des Gleichwellennetzes positionierten Empfangseinrichtung (E) empfangen werden,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß eine Berechnung (S70) einer Trägerfrequenzverschiebung (Δωi) einer Trägerfrequenz (ωi) eines Senders (Si) bezüglich einer Referenz-Trägerfrequenz (ω0) des Bezugssenders (S0) aus einer durch die Trägerfrequenzverschiebung (Δωi) dieses Senders hervorgerufenen Phasenverschiebungsdifferenz (ΔΔΘi(tB2-tB1)) zwischen einer Phasenverschiebung (ΔΘi(tB2)) zu zumindest einem zweiten Beobachtungszeitpunkt (tB2) und einer Phasenverschiebung (ΔΘi(tB1)) zu einem ersten Beobachtungszeitpunkt (tB1) eines zum Sendesignal (Si(t)) gehörigen Empfangssignals (ei(t)) dieses Senders (Si) in Bezug zu einem zum Sendesignal (S0(t)) gehörigen Empfangssignal (e0(t)) des Bezugssenders (S0) erfolgt.
     
    2. Verfahren zur Überwachung der Stabilität der Trägerfrequenz nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Berechnung (S70) der Trägerfrequenzverschiebung (Δωi) der Trägerfrequenz (ωi) des Senders (Si) zur Trägerfrequenz (ω0) des Bezugssenders (S0) aus der Phasenverschiebungsdifferenz (ΔΔΘi(tB2-tB1)) die folgenden Verfahrensschritte vorausgehen:

    • Ermittlung (S10) einer Übertragungsfunktion (HSFN(f)) des Übertragungskanals von den Sendern (S1,..,Si,..,Sn) zur Empfangseinrichtung (E),

    • Berechnung (S20) eines Verlaufs einer komplexen zeitdiskreten Summenimpulsantwort (hSFN1(t)) zum ersten Beobachtungszeitpunkt (tB1) und eines Verlaufs einer komplexen zeitdiskreten Summenimpulsantwort (hSFN2(t)) zum zweiten Beobachtungszeitpunkt (tB2) des Übertragungskanals jeweils aus der Übertragungsfunktion (HSFN(f)) des Übertragungskanals,

    • Herausfiltern (S30) eines Verlaufs einer komplexen Impulsantwort (hsFN1i(t)) zum ersten Beobachtungszeitpunkt (tB1) und eines Verlaufs einer komplexen Impulsantwort (hSFN2i(t)) zum zweiten Beobachtungszeitpunkt (tB2) für jeden Sender (Si) des Gleichwellennetzes jeweils aus dem Verlauf der komplexen Summenimpulsantwort (hSFN1(t)) zum ersten Beobachtungszeitpunkt (tB1) und aus dem Verlauf der komplexen Summenimpulsantwort (hSFN2(t)) zum zweiten Beobachtungszeitpunkt (tB2),

    • Ermittlung (S40) eines Phasenverlaufs (arg(hSFN1i(t))) der komplexen Impulsantwort (hSFNii(t)) zum ersten Beobachtungszeitpunkt (tB1) und eines Phasenverlaufs (arg (hSFN2i(t) der komplexen Impulsantwort (hSFN2(t)) zum zweiten Beobachtungszeitpunkt (tB2) für jeden Sender (Si) des Gleichwellennetzes,

    • Berechnung (S50) der Phasenverschiebungsdifferenz (ΔΔΘi(tB2-tB1)) zwischen einer Phasenverschiebung (ΔΘi(tB2)) zum zweiten Beobachtungszeitpunkt (tB2) und einer Phasenverschiebung (ΔΘi(tB1)) zum ersten Beobachtungszeitpunkt (tB1) durch Subtraktion eines Phasenverlaufs (arg(hSFN1i(t))) der komplexen Impulsantwort (hSFN1i(t)) zum ersten Beobachtungszeitpunkt (tB1) von einem Phasenverlauf (arg (hSFN2i(t))) der komplexen Impulsantwort (hSFN2i(t)) zum zweiten Beobachtungszeitpunkt (tB2) des jeweiligen Senders (Si).


     
    3. Verfahren zur Überwachung der Stabilität der Trägerfrequenz nach Anspruch 2,
    gekennzeichnet durch

    • Erhöhen (S60) der Phasenverschiebungsdifferenz (ΔΔΘi(tB2-tB1) um den Faktor 2*π im Falle eines Absinkens der Phasenverschiebungsdifferenz (ΔΔΘi(tB2-tB1)) auf oder unter den Wert -π und

    • Reduzieren (S65) der Phasenverschiebungsdifferenz (ΔΔΘi(tB2-tBi)) um den Faktor -2*n im Falle einer Erhöhung der Phasenverschiebungsdifferenz (ΔΔΘi(tB2-tB1)) über den Wert π.


     
    4. Verfahren zur Überwachung der Stabilität der Trägerfrequenz nach Anspruch 2 oder 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß beim digitalen terrestrischen TV-Rundfunk die Übertragungsfunktion des Übertragungskanals von den Sendern (S1,..,Si,.., Sn) zur Empfangseinrichtung (E) aus den DVB-T-Symbolen von verstreuten Pilotträgern der nach dem orthogonal-frequency-division-multiplexing-(OFDM)-Verfahren modulierten Empfangssignale (ei(t)) der Sender (S1,..,Si,..,Sn) ermittelt wird.
     
    5. Verfahren zur Überwachung der Stabilität der Trägerfrequenz nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß sich die Berechnung (S20) eines Verlaufs einer komplexen zeitdiskreten Summenimpulsantwort hSFN1/2(t) zum diskreten ersten Beobachtungszeitpunkt tB1 des Übertragungskanals aus der Übertragungsfunktion HSFN(f) des Übertragungskanals mit Hilfe der Fourier-Transformation entsprechend der Formel


    ergibt,
    wobei

    HSFN(f) die Übertragungsfunktion bzw. der Frequenzgang des Übertragungskanals,

    NF die Anzahl der Abtastwerte für die diskrete Fourier-Transformation,

    k die diskreten Frequenzwerte,

    t die Abtastzeitpunkte der zeitdiskreten Summenimpulsantwort des Übertragungskanals und

    1/2 der Index für den Beobachtungszeitpunkt tB1 bzw. tB2

    bedeuten.
     
    6. Verfahren zur Überwachung der Stabilität der Trägerfrequenz nach Anspruch 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß sich die Berechnung (S50) der Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB2-tB1) für jeden Sender Si des Gleichwellennetzes entsprechend der Formel


    ergibt,
    wobei

    i der Index für den Sender Si,

    arg (hSFN2i(t)) der Phasenverlauf der komplexen Impulsantwort hSFN2i(t) zum Beobachtungszeitpunkt tB2 des Senders Si und

    arg (hSFN1i(t)) der Phasenverlauf der komplexen Impulsantwort hSFN1i(t) zum Beobachtungszeitpunkt tB1 des Senders Si

    bedeuten.
     
    7. Verfahren zur Überwachung der Stabilität der Trägerfrequenz nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß sich die Berechnung (S70) der Trägerfrequenzverschiebung Δωi des Senders Si zur Trägerfrequenz ω0 des Bezugssenders des Gleichwellennetzes entsprechend der Formel


    ergibt,
    wobei

    i der Index für den Sender Si,

    ΔΔΘi(tB2-tB1) die Phasenlagendifferenz ΔΔΘi(tB2-tB1) für den Sender Si des Gleichwellennetzes und

    tB1, tB2 die Beobachtungszeitpunkte

    bedeuten.
     
    8. Verfahren zur Überwachung der Stabilität der Trägerfrequenz nach Anspruch 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß zur eindeutigen Identifizierung der dauerhaften Trägerfrequenzverschiebung Δωi des Senders Si im Gleichwellennetz zu der Trägerfrequenz ω0 des Bezugssenders S0 zu mehreren Beobachtungszeitpunkten tBj die Verfahrensschritte

    • Berechnung (S20) des Verlaufs der komplexen zeitdiskreten Summenimpulsantwort hSFNj(t) und hSFN(j+1)(t) zu den Beobachtung zeitpunkten tBj und tB(j+1),

    • Herausfiltern (S30) des Verlaufs der komplexen Impulsantwort hSFNji(t) und hSFN(j+1)i(t) zu den Beobachtungszeitpunkten tBj und tB(j+1) für jeden Sender Si des Gleichwellennetzes,

    • Ermittlung (S40) der Phasenverläufe arg(hSFNji(t)) und arg(hSFN(j+1)i))der komplexen Impulsantworten hSFNji(t) und hSFN(j+1)i(t) zu den Beobachtungszeitpunkten tBj und tB(j+1),

    • Berechnung (S50) des Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj) zwischen der Phasenverschiebung ΔΘi(tB(j+1)) zum Beobachtungszeitpunkt tB(j+1) und der Phasenverschiebung ΔΘi(tBj) zum Beobachtungszeitpunkt tBj für jeden Sender Si des Gleichwellennetzes,

    • Erhöhung (S60) der Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj) um den Faktor 2*π im Falle eines Absinkens der Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj) auf oder unter den Wert -π,

    • Reduzierung (S65) der Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj) um den Faktor -2*π im Falle einer Erhöhung der Phasenverschiebungsdifferenz ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj) über den Wert π und

    • Berechnung (S70) der Trägerfrequenzverschiebung Δωij des Senders Si zur Trägerfrequenz ω0 des Bezugssenders des Gleichwellennetzes zu mehreren Beobachtungszeitpunkten tBj,

    wiederholt durchgeführt werden und anschließend eine Mittelung (S80) aller im Verfahrensschritt (S70) jeweils berechneten Trägerfrequenzverschiebungen Δωij jedes Senders Si zur Trägerfrequenz ω0 des Bezugssenders S0 des Gleichwellennetzes zu den Beobachtungszeitpunkten tBj erfolgt.
     
    9. Verfahren zur Überwachung der Stabilität der Trägerfrequenz nach Anspruch 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Mittelung (S80) aller im Verfahrensschritt (S70) berechneten Trägerfrequenzverschiebungen Δωij jedes Senders Si zur Trägerfrequenz ω0 eines Bezugssenders S0 des Gleichwellennetzes mit Hilfe eines rekursiven Verfahrens erfolgt.
     
    10. Vorrichtung zur Überwachung der Stabilität der Trägerfrequenz (ωi) von identischen Sendesignalen si(t) mehrerer Sender (S1,···,Si,···,Sn) eines Gleichwellennetzes mit:

    • einer Empfangseinrichtung (E),

    • einer Einheit (11) zur Ermittlung einer Übertragungsfunktion (HSFN(f)) eines Übertragungskanals von mehreren Sendern (S1,..,Si,..,Sn) des Gleichwellennetzes zu der innerhalb des Sendegebietes des Gleichwellennetzes befindlichen Empfangseinrichtung (E) aus den Koeffizienten eines in der Empfangseinrichtung (E) integrierten und an den Übertragungskanal angepaßten Entzerrers,

    • einer Einheit (12) zur Durchführung einer inversen Fourier-Transformation an der Übertragungsfunktion (HSFN(t)) zur Ermittlung einer Summenimpulsantwort (hSFN(t)),

    • einer Einheit (13) zur Herausfilterung einer Impulsantwort (hSFNi(t)) für jeden Sender (Si) aus der Summenimpulsantwort (hSFN(t)), wobei die Summenimpulsantwort (hSFN(t)) gemäß der Gleichung hSFN(t) =

    gebildet wird, wobei

    νi die Amplitude des zum Sender Si gehörigen Empfangsignals ei(t),

    ΔΘi die Phasenverschiebung zwischen dem zum Sender Si gehörigen Empfangsignals ei(t) und dem zum Bezugssender So gehörigen Empfangsignals eo(t) und

    τi die Laufzeitdifferenz zwischen Sender Si und Bezugssender So ist,

    • einer Einheit (14) zur Ermittlung des Phasenverlaufs (arg (hSFNi(t))) der Impulsantwort (hSFNi(t)) für jeden Sender (Si),

    • einer Einheit (15) zur Berechnung der Phasenverschiebungsdifferenz (ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj)) der Phasenverschiebung (ΔΘi) eines Senders (Si) zu einem Bezugssender (S0) zu zumindest zwei verschiedenen Zeitpunkten ((tBj, tB(j+1))) und der Trägerfrequenzverschiebung (Δωi) jedes Senders (Si) zur Trägerfrequenz (ω0) des Bezugssenders (S0) und

    • einer Einheit (2) zur Darstellung der berechneten Trägerfrequenzverschiebung (Δωi) jedes Senders (Si) zur Trägerfrequenz (ω0) des Bezugssenders (S0) des Gleichwellennetzes.


     
    11. Vorrichtung zur Überwachung der Stabilität der Trägerfrequenz (ωi) von identischen Sendesignalen si(t) mehrerer Sender (S1,..,Si,..,Sn) eines Gleichwellennetzes mit:

    • einer Empfangseinrichtung, (E),

    • einer Einheit (16) zur Ermittlung einer Übertragungsfunktion (HSFN(f)) aus Pilotträgern der Empfangssignale (ei(t)),

    • einer Einheit (12) zur Durchführung einer inversen Fourier-Transformation an der Übertragungsfunktion (HSFN(f)) zur Ermittlung einer Summenimpulsantwort (hSFN(t)),

    • einer Einheit (13) zur Herausfilterung einer Impulsantwort (hSFNi(t)) für jeden Sender (Si) aus der Summenimpulsantwort (hSFN(t)), wobei die Summenimpulsantwort (hSFN(t)) gemäß der Gleichung hSFN(t) =

    gebildet wird, wobei

    νi die Amplitude des zum Sender Si gehörigen Empfangsignals ei(t),

    ΔΘi die Phasenverschiebung zwischen dem zum Sender Si gehörigen Empfangsignals ei(t) und dem zum Bezugssender So gehörigen Empfangsignals eo(t) und

    τi die Laufzeitdifferenz zwischen Sender Si und Bezugssender So ist.

    • einer Einheit (14) zur Ermittlung des Phasenverlaufs (arg (hSFNi(t))) der Impulsantwort (hSFNi(t)) für jeden Sender (Si),

    • einer Einheit (15) zur Berechnung der Phasenverschiebungsdifferenz (ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj)) der Phasenverschiebung (ΔΘi) eines Senders (Si) zu einem Bezugssender (S0) zu zumindest zwei verschiedenen Zeitpunkten ((tBj, tB(j+1))) und der Trägerfrequenzverschiebung (Δωi) jedes Senders (Si) zur Trägerfrequenz (ω0) des Bezugssenders (S0) und

    • einer Einheit (2) zur Darstellung der berechneten Trägerfrequenzverschiebung (Δωi) jedes Senders (Si) zur Trägerfrequenz (ω0) des Bezugssenders (S0) des Gleichwellennetzes.


     
    12. Vorrichtung zur Überwachung der Stabilität der Trägerfrequenz nach Anspruch 10 oder 11,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Einheit (2) zur Darstellung der berechneten Trägerfrequenzverschiebung (Δωi) jedes Senders (Si) zur Trägerfrequenz (ω0) des Bezugssenders (S0) eine tabellarische und/oder grafische Darstellungseinrichtung aufweist.
     


    Claims

    1. A method for monitoring the stability of the carrier frequency (ωi) of identical transmitted signals (si(t)) of several transmitters (S1,...,Si,...,Sn) of a single-frequency network by evaluating the phase position of a received signal (ei(t)) associated with a transmitted signal (si(t)) of a transmitter (si) with reference to a received signal (e0(t)) of a reference transmitter (s0), both of which are received by a receiver device (E) positioned within the transmission range of the single-frequency network,
    characterised in that
    a calculation (S70) of a carrier-frequency displacement (Δωi) of a carrier frequency (ωi) of a transmitter (Si) relative to a reference carrier frequency (ω0) of the reference transmitter (S0) is implemented from a phase-displacement difference (ΔΔΘi(tB2-tB1)) caused by the carrier-frequency displacement (Δωi) of this transmitter between a phase displacement (ΔΘi(tB2)) at least at one second observation time (tB2) and a phase displacement (ΔΘi(tB1)) at a first observation time (tB1) of a received signal (ei(t)) of this transmitter (Si) associated with the transmitted signal (si(t)) relative to a received signal (e0(t)) of the reference transmitter (S0) associated with the transmitted signal (s0(t)).
     
    2. The method for monitoring the stability of the carrier frequency according to claim 1, characterised in that
    the calculation (S70) of the carrier-frequency displacement (Δωi) of the carrier frequency (ωi) of the transmitter (Si) relative to the carrier frequency (ω0) of the reference transmitter (S0) from the phase-displacement difference (ΔΔΘi(tB2-tB1)) is preceded by the procedural stages listed below:

    - determination (S10) of a transmission function (HSFN(f)) of the transmission channel from the transmitters (S1,...,Si,...,Sn) to the receiver device (E),

    - calculation (S20) of a characteristic of a complex, time-discrete, summated impulse response (hSFN1(t)) at the first observation time (tB1) and a characteristic of a complex, time-discrete, summated impulse response (hSFN2(t)) at the second observation time (tB2) of the transmission channel respectively from the transmission function (HSFN(f)) of the transmission channel,

    - filtering out (S30) of a characteristic of a complex impulse response (hSFN1i(t)) at the first observation time (tB1) and of a characteristic of a complex impulse response (hSFN2i(t)) at the second observation time (tB2) for every transmitter (Si) of the single-frequency network respectively from the characteristic of the complex, summated impulse response (hSFN1(t)) at the first observation time (tB1) and from the characteristic of the complex, summated impulse response (hSFN2(t)) at the second observation time (tB2),

    - determination (S40) of a phase characteristic (arg(hSFN1i(t))) of the complex impulse response (hSFN1i(t)) at the first observation time (tB1) and of a phase characteristic (arg (hSFN2i(t)) of the complex impulse response (hSFN2(t)) at the second observation time (tB2) for every transmitter (Si) of the single-frequency network,

    - calculation (S50) of the phase-displacement difference (ΔΔΘi(tB2-tB1)) between a phase displacement (ΔΘi(tB2)) at the second observation time (tB2) and a phase displacement (ΔΘi(tB1)) at the first observation time (tB1) by subtraction of a phase characteristic (arg(hSFN1i(t))) of the complex impulse response (arg(hSFN1i(t)) at the first observation time (tB1) from a phase characteristic (arg(hSFN2i(t))) of the complex impulse response (hSFN1i(t)) at the second observation time (tB2) of the respective transmitter (Si).


     
    3. The method for monitoring the stability of the carrier frequency according to claim 2, characterised by

    - increasing (S60) the phase-displacement difference (ΔΔΘi(tB2-tB1)) by the factor 2*π in the case of a decrease in the phase-displacement difference (ΔΔΘi(tB2-tB1)) to the value -n or below and

    - reducing (S65) the phase-displacement difference (ΔΔΘi(tB2-tB1)) by the factor -2*π in the case of an increase in the phase-displacement difference (ΔΔΘi(tB2-tB1)) above the value π.


     
    4. The method for monitoring the stability of the carrier frequency according to claim 2 or 3,
    characterised in that,
    in the case of digital terrestrial TV, the transmission function of the transmission channel from the transmitters (S1,...,Si,...,Sn) to the receiver device (E) is determined from the DVB-T symbols of scattered pilot carriers of received signals (ei(t)) of the transmitters (S1,...,Si,...,Sn) modulated according to the orthogonal-frequency-division-multiplexing (OFDM) method.
     
    5. The method for monitoring the stability of the carrier frequency according to claim 2,
    characterised in that
    the calculation (S20) of a characteristic of a complex, time-discrete, summated impulse response hSFN1/2(t) at the discrete first observation time tB1 of the transmission channel is derived from the transmission function HSFN(f) of the transmission channel using the Fourier transform according to the formula:


    wherein

    HSFN(f) denotes the transmission function or respectively the frequency response of the transmission channel,

    NF denotes the number of sampling values for the discrete Fourier transform,

    k denotes the discrete frequency values,

    t denotes the sampling times of the time-discrete, summated impulse response of the transmission channel and

    1/2 denotes the index for the observation time tB1 or respectively tB2.


     
    6. The method for monitoring the stability of the carrier frequency according to claim 5,
    characterised in that
    the calculation (S50) of the phase-displacement difference (ΔΔΘi(tB2-tB1)) for each transmitter Si of the single-frequency network is derived according to the formula:


    wherein

    i denotes the index for the transmitter Si

    arg (hSFN2i(t) denotes the phase characteristic of the complex impulse response hSFN2i(t) at the observation time tB2 of the transmitter Si and

    arg(hSFN1i(t) denotes the phase characteristic of the complex impulse response hSFN1i(t) at the observation time tB1 of the transmitter Si.


     
    7. The method for monitoring the stability of the carrier frequency according to claim 6,
    characterised in that
    the calculation (S70) of the carrier-frequency displacement Δωi of the transmitter Si relative to the carrier frequency ω0 of the reference transmitter of the single-frequency network is derived according to the formula:


    wherein

    i denotes the index for the transmitter Si,

    ΔΔΘi(tB2-tB1) denotes the phase position difference ΔΔΘi(tB2-tB1) for the transmitter Si of the single-frequency network and

    tB1, tB2 denote the observation times.


     
    8. The method for monitoring the stability of the carrier frequency according to claim 7,
    characterised in that
    to allow an unambiguous identification of the permanent carrier-frequency displacement Δωi of the transmitter Si in the single-frequency network relative to the carrier frequency ω0 of the reference transmitter S0 at several observation times tBj, the following procedural stages are implemented repeatedly:

    - calculation (S20) of the characteristic of the complex, time-discrete, summated impulse response hSFNj(t) and (hSFN(j+1) (t) at the observation times tBj and tB(j+1),

    - filtering out (S30) of the characteristic of the complex impulse response hSFNji(t) and hSFN(j+1)i(t) at the observation times tBj and tB(j+1) for every transmitter Si of the single-frequency network,

    - determination (S40) of the phase characteristics arg(hSFNji(t) and arg(hSFN(j+1)i(t)) of the complex impulse responses hSFNji(t) and hSFN(j+1)i(t)) at the observation times tBj and tB(j+1),

    - calculation (S50) of the phase-displacement difference (ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj)) between the phase displacement ΔΘi(tB(j+1)) at the observation time tB(j+1) and the phase displacement ΔΘi(tBj) at the observation time tBj for every transmitter Si of the single-frequency network,

    - increasing (S60) the phase-displacement difference ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj) by the factor 2*π in the case of a decrease in the phase-displacement difference (ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj)) to the value -π or below,

    - reducing (S65) the phase-displacement difference (ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj)) by the factor -2*π in the case of an increase in the phase-displacement difference ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj) above the value π and

    - calculation (S70) of the carrier-frequency displacement Δωij of the transmitter Si relative to the carrier frequency ω0 of the reference transmitter of the single-frequency network at several observation times tBj;

    and that following this, an averaging (S80) of all carrier-frequency displacements Δωij of every transmitter Si relative to the carrier frequency ω0 of the reference transmitter S0 of the single-frequency network calculated respectively in procedural stage (S70), is implemented at the observation times tBj.
     
    9. The method for monitoring the stability of the carrier frequency according to claim 8,
    characterised in that
    the averaging (S80) of all carrier-frequency displacements Δωij of every transmitter Si relative to the carrier frequency ω0 of a reference transmitter S0 of the single-frequency network calculated in procedural stage (S70), is implemented using a recursive method.
     
    10. A device for monitoring the stability of the carrier frequency (ωi) of identical transmitted signals si(t) of several transmitters (S1,...,Si,...,Sn) of a single-frequency network comprising:

    - a receiver device (E),

    - a unit (11) for determining a transmission function HSFN(f) of a transmission channel of several transmitters (S1,...,Si,...,Sn) of the single-frequency network to the receiver device (E) disposed within the transmission range of the single-frequency network from the coefficients of an equaliser integrated in the receiver device (E) and matched to the transmission channel,

    - a unit (12) for implementing an inverse Fourier transform on the transmission function (HSFN(t)) in order to determine a summated impulse response (hSFN(t)),

    - a unit (13) for filtering out an impulse response (hSFNi(t)) for every transmitter (Si) from the summated impulse response (hSFN(t)), wherein the summated impulse response (hSFN(t)) is obtained according to the equation:


    wherein

    νi denotes the amplitude of the received signal ei(t) associated with the transmitter Si

    ΔΘi denotes the phase displacement between the received signal ei(t) associated with the transmitter Si and the received signal e0(t) associated with the reference transmitter S0, and

    τi denotes the delay time difference between the transmitter Si and the reference transmitter S0,

    - a unit (14) for determining the phase characteristic (arg(hSFNi(t))) of the impulse response (hSFNi(t)) for every transmitter (Si),

    - a unit (15) for calculating the phase-displacement difference (ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj)) of the phase displacement (ΔΘi) of a transmitter (Si) relative to a reference transmitter (S0) at least at two different times ((tB1,-tBj+1)) and the carrier-frequency displacement (Δωi) of every transmitter (Si) relative to the carrier frequency (ω0) of the reference transmitter (S0) and

    - a unit (2) for presenting the calculated carrier-frequency displacement (Δωi) of every transmitter (Si) relative to the carrier frequency (ω0) of the reference transmitter (S0) of the single-frequency network.


     
    11. The device for monitoring the stability of the carrier frequency (ωi) of identical transmitted signals si(t) of several transmitters (Si,...,Si,...,Sn) of a single-frequency network comprising:

    - a receiver device (E),

    - a unit (16) for determining a transmission function (HSFN(f)) from pilot carriers of the received signal (ei(t)),

    - a unit (12) for implementing an inverse Fourier transform on the transmission function (HSFN(f)) in order to determine a summated impulse response (hSFN(t)),

    - a unit (13) for filtering out a impulse response (hSFNi(t)) for every transmitter (Si) from the summated impulse response (hSFN(t)), wherein the summated impulse response (hSFN(t)) is obtained according to the equation:


    wherein

    νi denotes the amplitude of the received signal ei(t) associated with the transmitter Si

    ΔΘi denotes the phase displacement between the received signal ei(t) associated with the transmitter Si and the received signal e0(t) associated with the reference transmitter S0, and

    τi denotes the delay time difference between the transmitter Si and the reference transmitter S0,

    - a unit (14) for determining the phase characteristic (arg(hSFNi(t)) of the impulse response (hSFNi(t)) for every transmitter (Si),

    - a unit (15) for calculating the phase-displacement difference (ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj)) of the phase displacement ΔΘi of a transmitter (Si) relative to a reference transmitter (S0) at least at two different times (tBj-tB(j+1)) and the carrier-frequency displacement (Δωi) of every transmitter relative to the carrier frequency (ω0) of the reference transmitter (S0) and

    - a unit (2) for presenting the calculated carrier-frequency displacement (Δωi) of every transmitter (Si) relative to the carrier frequency (ω0) of the reference transmitter (S0) of the single-frequency network.


     
    12. The device for monitoring the stability of the carrier frequency according to claim 10 or 11,
    characterised in that
    the unit (2) for presenting the calculated carrier-frequency displacement (Δωi) of every transmitter (Si) relative to the carrier frequency (ω0) of the reference transmitter (S0) comprises a tabular and/or graphic display device.
     


    Revendications

    1. Procédé de surveillance de la stabilité de la fréquence porteuse (ωi) de signaux d'émission identiques (si(t)) de plusieurs émetteurs (S1,..., Si,..., Sn) d'un réseau synchronisé par évaluation de la position de phase d'un signal de réception (ei(t)) associé à un signal d'émission (si(t)) d'un émetteur (Si) par rapport à un signal de réception (e0(t)) d'un émetteur de référence (S0), qui sont tous deux reçus par une installation de réception (E) positionnée dans la zone d'émission du réseau synchronisé,
    caractérisé en ce que
    un calcul (S70) d'un décalage de fréquence porteuse (Δωi) d'une fréquence porteuse (ωi) d'un émetteur (Si) est effectué par rapport à une fréquence porteuse de référence (ω0) de l'émetteur de référence (S0) à partir d'une différence de décalage de phase (ΔΔΘi(tB2-tB1)) provoquée par le décalage de la fréquence porteuse (Δωi) de cet émetteur entre un décalage de phase (ΔΘi(tB2)) à au moins un second instant d'observation (tB2) et un décalage de phase (ΔΘi(tB1)) à un premier instant d'observation (tB1) d'un signal de réception (ei(t)) associé au signal d'émission (si(t)) de cet émetteur (Si) par rapport à un signal de réception (e0(t)) associé au signal d'émission (s0(t)) de l'émetteur de référence (S0).
     
    2. Procédé de surveillance de la stabilité de la fréquence porteuse selon la revendication 1, caractérisé en ce que
    les étapes de procédé suivantes découlent du calcul (S70) du décalage de fréquence porteuse (Δωi) de la fréquence porteuse (ωi) de l'émetteur (Si) par rapport à la fréquence porteuse (ω0) de l'émetteur de référence (S0) à partir de la différence de phase (ΔΔΘi(tB2-tB1)) :

    • la détermination (S10) d'une fonction de transmission (HSFN(f)) du canal de transmission des émetteurs (S1,..., Si,..., Sn) vers l'installation de réception (E),

    • le calcul (S20) d'un tracé d'une réponse d'impulsion de somme discrète dans le temps complexe (hSFN1(t)) à un premier instant d'observation (tB1) et un tracé d'une réponse d'impulsion de somme discrète dans le temps complexe (hSFN2(t)) à un second instant d'observation (tB2) du canal de transmission respectivement à partir de la fonction de transmission (HSFN(f)) du canal de transmission,

    • le filtrage (S30) d'un tracé d'une réponse d'impulsion complexe (hSFN2i(t)) à un premier instant d'observation (tB1) et d'un tracé d'une réponse d'impulsion complexe (hSFN2i(t)) à un second instant d'observation (tB2) pour chaque émetteur (Si) du réseau synchronisé respectivement à partir du tracé de la réponse d'impulsion de somme complexe (hSFN1(t)) à un premier instant d'observation (tB1) et à partir du tracé de la réponse d'impulsion de somme complexe (hSFN(t)) à un second instant d'observation (tB2),

    • la détermination (S40) d'un déroulement de phase (arg (hSFN(t))) de la réponse d'impulsion complexe (hSFN1i(t)) à un premier instant d'observation (tB1) et d'un déroulement de phase (arg(hSFN2i(t))) de la réponse d'impulsion complexe (hSFN2(t)) à un second instant d'observation (tB2) pour chaque émetteur (Si) du réseau synchronisé,

    • le calcul (S50) de la différence de décalage de phase (ΔΔΘi(tB2-tB1)) entre un décalage de phase (ΔΘi(tB2)) à un second instant d'observation (tB2) et un décalage de phase (ΔΘi(tB1)) à un premier instant d'observation (tB1) par soustraction d'un déroulement de phase (arg(hSFN1i(t))) de la réponse d'impulsion complexe (hSFN1i(t)) à un premier instant d'observation (tB1) d'un déroulement de phase (arg(hSFN2i(t))) de la réponse d'impulsion complexe (hSFN2i(t)) à un second instant d'observation (tB2) de l'émetteur respectif (Si).


     
    3. Procédé de surveillance de la stabilité de la fréquence porteuse selon la revendication 2, caractérisé par

    • l'élévation (S60) de la différence de décalage de phase (ΔΔΘi(tB2-tB1)) au facteur 2*π dans le cas d'une chute de la différence de décalage de phase (ΔΔΘi(tB2-tB1)) à ou en dessous de la valeur -π et

    • la réduction (S65) de la différence de décalage de phase (ΔΔΘi(tB2-tB1)) du facteur -2*π dans le cas d'une élévation de la différence de décalage de phase (ΔΔΘi(tB2-tB1)) au-dessus de la valeur π.


     
    4. Procédé de surveillance de la stabilité de la fréquence porteuse selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que
    dans le cas de la radiodiffusion terrestre numérique, la fonction de transmission du canal de transmission des émetteurs (S1,..., Si,..., Sn) vers l'installation de réception (E) est déterminée à partir des symboles DVB-T des porteuses pilotes dispersées des signaux de réception (ei(t)) modulés selon le procédé de multiplexage par répartition en fréquences orthogonales (OFDM) des émetteurs (S1,..., Si,..., Sn).
     
    5. Procédé de surveillance de la stabilité de la fréquence porteuse selon la revendication 2, caractérisé en ce que
    le calcul (S20) d'un tracé d'une réponse d'impulsion de somme discrète dans le temps complexe (hSFN1/2(t) à un premier instant d'observation discret (tB1) du canal de transmission est effectué à partir de la fonction de transmission (HSFN(f)) du canal de transmission à l'aide de la Transformée de Fourier selon la formule



    HSFN(f) représente la fonction de transmission ou la réponse fréquentielle du canal de transmission,
    NF représente le nombre de valeurs échantillons pour la Transformée de Fourier discrète,
    k représente les valeurs de fréquence discrètes,
    t représente les temps d'échantillonnage de la réponse d'impulsion de somme discrète dans le temps du canal de transmission et
    1/2 représente l'indice pour l'instant d'observation tB1 ou tB2.
     
    6. Procédé de surveillance de la stabilité de la fréquence porteuse selon la revendication 5, caractérisé en ce que
    le calcul (S50) de la différence de décalage de phase ΔΔΘi(tB2-tB1) pour chaque émetteur Si du réseau synchronisé est effectué selon la formule



    i représente l'indice pour l'émetteur Si,
    arg(hSFN2i(t)) représente le déroulement de phase de la réponse d'impulsion complexe hSFN2i(t) à un instant d'observation tB2 de l'émetteur Si et

    représente le déroulement de phase de la réponse d'impulsion complexe hSFN1i(t) à un instant d'observation tB1 de l'émetteur Si.
     
    7. Procédé de surveillance de la stabilité de la fréquence porteuse selon la revendication si, caractérisé en ce que
    le calcul (S70) du décalage de la fréquence porteuse Δωi de l'émetteur Si par rapport à la fréquence porteuse ω0 de l'émetteur de référence du réseau synchronisé est effectué selon la formule



    i représente l'indice pour l'émetteur Si, ΔΔΘi(tB2-tB1) représente la différence de position de phase ΔΔΘi(tB2-tB1) pour l'émetteur Si du réseau synchronisé et
    tB1, tB2 représentent les instants d'observation.
     
    8. Procédé de surveillance de la stabilité de la fréquence porteuse selon la revendication 7, caractérisé en ce que
    en vue d'une unique identification du décalage de fréquence porteuse durable Δωi de l'émetteur Si dans le réseau synchronisé par rapport à la fréquence porteuse ω0 de l'émetteur de référence S0 à plusieurs instants d'observation tBj, les étapes de procédé suivantes sont répétées

    • le calcul (S20) de tracé de la réponse d'impulsion de somme discrète dans le temps complexe hSFNj(t) et hSFN(j+1)(t) aux instants d'observation tBj et tB(j+1),

    • le filtrage (S30) du tracé de la réponse d'impulsion complexe hSFNJi (t) et hSFN(j+1)i(t) (hSFN(j+1)i (t) aux instants d'observation tBj et tB(j+1) pour chaque émetteur Si du réseau synchronisé,

    • la détermination (S40) des déroulements de phase arg(hSFNji(t)) et arg(hSFN(j+1)i)) des réponses d'impulsion complexe hSFNji(t) et hSFN(j+1)i(t) aux instants d'observation tBj et tB(j+1),

    • le calcul (S50) de la différence de décalage de phase ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj) entre le décalage de phase ΔΘi(tB(j+1)) à un instant d'observation tB(j+1) et le décalage de phase ΔΘi(tBj) à un instant d'observation tBj pour chaque émetteur Si du réseau synchronisé,

    • l'élévation (S60) de la différence de décalage de phase ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj) au facteur 2*π dans le cas d'une chute de la différence de décalage de phase ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj) à ou en dessous de la valeur -π,

    • la diminution (S65) de la différence de décalage de phase ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj) du facteur -2*π dans le cas d'une élévation de la différence de décalage de phase ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj) au dessus de la valeur π et

    • le calcul (S70) du décalage de fréquence porteuse Δωij de l'émetteur Si par rapport à la fréquence porteuse ω0 de l'émetteur de référence du réseau synchronisé à plusieurs instants d'observation tBj,

    et ensuite un moyennage (S80) de tous les décalages de fréquence porteuse Δωij respectifs calculés au cours de l'étape de procédé (S70) de chaque émetteur Si par rapport à la fréquence porteuse ω0 de l'émetteur de référence S0 du réseau synchronisé aux instants d'observation tBj est effectué.
     
    9. Procédé de surveillance de la stabilité de la fréquence porteuse selon la revendication 8, caractérisé en ce que
    le moyennage (S80) de tous les décalages de fréquence porteuse Δωij calculés au cours de l'étape de procédé (S70) de chaque émetteur Si par rapport à la fréquence porteuse ω0 d'un émetteur de référence S0 du réseau synchronisé est effectué à l'aide d'un procédé récursif.
     
    10. Dispositif de surveillance de la stabilité de fréquence porteuse (ωi) de signaux d'émission identiques si(t) de plusieurs émetteurs (S1,..., Si,..., Sn) d'un réseau synchronisé comportant :

    • une installation de réception (E),

    • une unité (11) pour déterminer une fonction de transmission (HSFN(f)) d'un canal de transmission de plusieurs émetteurs (S1,..., Si,..., Sn) du réseau synchronisé vers l'installation de réception (E) se trouvant à l'intérieur de la zone d'émission du réseau synchronisé à partir des coefficients d'un égaliseur intégré dans l'installation de réception (E) et associé au canal de transmission,

    • une unité (12) pour exécuter une transformée de Fourier inverse sur la fonction de transmission (HSFN(t)) en vue de la détermination d'une réponse d'impulsion de somme hSFN(t)),

    • une unité (13) pour filtrer une réponse d'impulsion (hSFNi(t)) pour chaque émetteur (Si) à partir de la réponse d'impulsion de somme hSFN(t), où la réponse d'impulsion de somme hSFN(t) est formée selon l'équation



    vi est l'amplitude du signal de réception ei(t) associé à l'émetteur Si,
    ΔΘi est le décalage de phase entre le signal de réception ei(t) associé à l'émetteur Si et le signal de réception e0(t) associé à l'émetteur de référence S0 et
    τi est la différence du temps de propagation entre l'émetteur Si et l'émetteur de référence S0,

    • une unité (14) pour déterminer un déroulement de phase (arg(hSFNi(t))) de la réponse d'impulsion hSFNi(t)) pour chaque émetteur (Si),

    • une unité (15) pour calculer la différence de décalage de phase (ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj)) du décalage de phase (ΔΘi) d'un émetteur (Si) par rapport à un émetteur de référence (S0) à au moins deux instants différents ((tBj, tB(j+1))) et le décalage de fréquence porteuse (Δωi) de chaque émetteur (Si) par rapport à la fréquence porteuse (ω0) de l'émetteur de référence (S0) et

    • une unité (2) pour représenter le décalage de fréquence porteuse calculé (Δωi) de chaque émetteur (Si) par rapport à la fréquence porteuse (ω0) de l'émetteur de référence (S0) du réseau synchronisé.


     
    11. Dispositif de surveillance de la stabilité de la fréquence porteuse (ωi) de signaux d'émission identiques si(t) de plusieurs émetteurs (S1,..., Si,... Sn) d'un réseau synchronisé comportant :

    • une installation de réception (E),

    • une unité (16) pour déterminer une fonction de transmission (HSFN(f)) à partir des porteuses pilotes des signaux de réception (ei(t)),

    • une unité (12) pour effectuer une Transformée de Fourier inverse sur la fonction de transmission (HSFN(f)) pour déterminer une réponse d'impulsion de somme (hSFN(t)),

    • une unité (13) pour filtrer une réponse d'impulsion hSFNi(t)) pour chaque émetteur (Si) à partir de la réponse d'impulsion de somme hSFN(t)), où la réponse d'impulsion de somme hSFN(t) est formée à partir de l'équation



    vi est l'amplitude du signal de réception ei(t) associé à l'émetteur Si,
    ΔΘi est le décalage de phase entre le signal de réception ei(t) associé à l'émetteur Si et le signal de réception e0(t) associé à l'émetteur de référence S0 et
    τi est la différence de temps de propagation entre l'émetteur Si et l'émetteur de référence S0,

    • une unité (14) pour déterminer le déroulement de phase (arg(hSFNi(t))) de la réponse d'impulsion (hSFNi(t) pour chaque émetteur (Si),

    • une unité (15) pour calculer la différence de décalage de phase (ΔΔΘi(tB(j+1)-tBj)) du décalage de phase (ΔΘi) d'un émetteur (Si) par rapport à un émetteur de référence (S0) à au moins deux instants différents ((tBj, tB(j+1))) et le décalage de fréquence porteuse (Δωi) de chaque émetteur (Si) par rapport à la fréquence porteuse (ω0) de l'émetteur de référence (S0) et

    • une unité (2) pour représenter le décalage de fréquence porteuse calculé (Δωi) de chaque émetteur (Si) par rapport à la fréquence porteuse (ω0) de l'émetteur de référence (S0) du réseau synchronisé.


     
    12. Dispositif de surveillance de la stabilité de la fréquence porteuse selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que
    l'unité (2) pour représenter le décalage de fréquence porteuse calculé (Δωi) de chaque émetteur (Si) par rapport à la fréquence porteuse (ω0) de l'émetteur de référence (S0) présente un dispositif de représentation tabellaire et/ou graphique.
     




    Zeichnung























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente