[0001] Die Erfindung betrifft ein Versorgungssystem zur Bereitstellung von Medien an Arbeitsplätzen
gemäß Anspruch 1.
[0002] Aus dem deutschen Gebrauchsmuster
20 121 189 U1 ist ein Versorgungssystem der eingangs genannten Art bekannt. Das bekannte Versorgungssystem
weist mindestens einen Deckenkanal auf, an dem Medienanschlüsse aufweisende Säulen
jeweils um eine horizontale Achse verschwenkbar gelagert sind. Durch die Verschwenkbarkeit
der Säulen können die Medienanschlüsse aus einer in Übergreifhöhe befindlichen Parkstellung
in eine Arbeitsstellung heruntergeschwenkt werden, sodass sie sich in Greifhöhe befinden
und daher für eine sich an einem Arbeitsplatz aufhaltenden Person zugänglich sind.
Ein entsprechendes Versorgungssystem ist ferner aus der
DE 101 07 912 B4 bekannt. Die bekannten Versorgungssysteme sind aufgrund der vielen beweglichen Teile
relativ störungsanfällig und erfordern ferner aufgrund der Vielzahl der zu den Medienanschlüssen
führenden Medientransportleitungen, die aufgrund der Verschwenkbarkeit flexibel ausgebildet
sein müssen, einen hohen Bauaufwand.
[0003] Aus der
US 6 095 660 A ist eine Befestigungsvorrichtung bekannt, die in einer Öffnung einer Decke eines
Raumes angeordnet werden kann und an der dreh- und kippbar eine Lichtschiene an einem
Ende gehalten ist. Das andere Ende der Lichtschiene wird mittels einer Seilabspannung
an der Decke des Raumes gehalten. Die Lichtschiene ist mit Strahlern bestückt, um
den Raum in gewünschter Art und Weise auszuleuchten. Je nach gewählter Seillänge der
Seilabspannung kann die Lichtschiene parallel zur Decke oder aber auch in einem Winkel
zur Decke manuell installiert werden.
[0004] Aus der
DE 101 35 938 A1 ist eine gitterartige, aus Trägern bestehende Konstruktion bekannt, wobei die Träger
an ihren Kreuzungsstellen von Verbindungsstücken gehalten werden. Die Verbindungsstücke
lassen sich mittels dünner Seile an der Decke eines Raumes befestigen. Erst dann werden
die Träger an den Verbindungsstücken befestigt, um die Gitterkonstruktion zu schaffen.
Innerhalb der Träger können elektrische Versorgungsleitungen verlaufen, die zu Lampen
führen, welche an den Trägern befestigbar sind. Die Verbindungsstücke werden vorzugsweise
mittels eines Laser-Messgeräts auf ein und derselben Höhe angeordnet, sodass die gesamte
Gitterkonstruktion eine perfekt horizontal hängende Lage einnimmt. Sofern dennoch
einzelne Verbindungsstücke nach Fertigstellung der Gesamtanordnung eine Höhenabweichung
aufweisen, lassen sich die betroffenen Seillängen geringfügig mittels Seilklemmverbindungen
korrigieren, indem diese kurzzeitig manuell geöffnet, die Seillänge korrigiert und
dann wieder geschlossen werden.
[0005] Aus der
DE 102 43 773 A1 ist eine Antriebseinrichtung für einen Stangenleuchtenhänger bekannt. An einem solchen
Stangenleuchtenhänger können Scheinwerfer, Leuchten, Scanner und so weiter befestigt
werden. Zur Höhenverstellung des Stangenleuchtenhängers ist an ihm ein Getriebemotor
mit Seilaufwicklungselementen vorgesehen, auf die Tragseile auf- und abwickelbar angeordnet
sind, welche an der Decke eines Raumes befestigt werden. Werden die Seilaufwicklungselemente
mittels des Getriebemotors betätigt, so kann der Stangenleuchtenhänger zusammen mit
den daran befestigten Scheinwerfern und so weiter in der Höhe verlagert werden.
[0006] Aus der
DE 33 44 677 A1 ist eine Pendelleuchte bekannt, die zwischen zwei Seilaufhängungen ein Lichtrohr
aufweist, das Endstücke besitzt, die ein Verdrehen des Lichtrohres gestatten, um den
Lichteinfall innerhalb eines bestimmten Winkelbereichs einstellen zu können. Die beiden
Seilaufhängungen können einzeln in der jeweiligen Seillänge manuell eingestellt werden.
[0007] Aus der
DE 32 32 625 A1 ist eine Aufhängevorrichtung für eine Großflächenleuchte bekannt, wobei die Großflächenleuchte
Seilrollen aufweist, über die Befestigungsseile geführt sind, mit denen die Großflächenleuchte
an der Decke eines Raumes gehalten ist. Ein Ende jedes Befestigungsseils ist fest
an der Decke angeordnet, während das zugehörige andere Ende um einen Wickelkörper
gewickelt ist, der sich an der Decke befindet. Durch Verdrehen des Wickelkörpers lässt
sich die Großflächenleuchte auf einfache Weise anheben, schrägstellen oder absenken.
[0008] Aus der
EP 1 389 707 A2 ist eine Leitungsführung bei einem Deckenstativ mit verschwenkbaren Stativabschnitten
bekannt. Das Deckenstativ besitzt zwei Schwenkarme, um eine Aufnahme für ein zu haltendes
medizinisches Gerät oder dergleichen zu ermöglichen. Befindet sich die Aufnahme in
einer höchstmöglichen Position, so verlaufen die beiden Arme parallel zueinander,
wird die Aufnahme nach unten händisch heruntergezogen, so nehmen die beiden Arme eine
V-Stellung relativ zueinander ein. Innerhalb der Arme können elektrische Leitungen
verlaufen.
[0009] Aus der
DE 83 04 407 U1 geht ein Deckenstativ hervor, das an einem horizontal verfahrbaren Deckenlaufwagen
eine vertikal verlaufende Gerätesäule aufweist, in der Versorgungsleitungen verlaufen
können. Im unteren Bereich weist die Gerätesäule eine Mehrfachsteckdose und eine Verbindung
zu einer Stangenanordnung auf, wobei die einzelnen Stangen der Stangenanordnung rechtwinklig
zueinander mittels Klemmelementen aneinander befestigt sind und Aufnahmen, wie Haken
und so weiter, besitzen, um daran medizinische Geräte, wie Überwachungsgeräte, Infusionspumpen
und so weiter, befestigen zu können. Bei der Montage wird die Länge der Gerätesäule
der entsprechenden Raumhöhe angepasst.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Versorgungssystem der eingangs genannten
Art zu schaffen, das einfach aufgebaut ist, eine sichere Funktion garantiert und preisgünstig
erstellt werden kann.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Deckenkanal von einer
Höhenverstellvorrichtung verstellbar gehalten ist, die mindestens eine Kolbenzylindereinheit
zum Verlagern und Halten des Deckenkanals aufweist, wobei der Deckenkanal als Horizontalkanal
ausgebildet und - in horizontaler Stellung - mittels der Höhenverstellvorrichtung
absenkbar oder von dieser nach oben verfahrbar ist, dass die Medienanschlüsse an unteren
Endbereichen von in Richtung auf die Arbeitsplätze weisenden, vom Deckenkanal ausgehenden,
als Vertikalsäulen ausgebildete Säulen angeordnet sind, die als ihre relative Lage
zum Deckenkanal nicht verändernde Starrsäulen ausgebildet sind. Aufgrund der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung lässt sich der Deckenkanal und damit die diesem Kanal zugeordneten Medienanschlüsse
absenken beziehungsweise hochfahren, das heißt, die Höhenverstellbarkeit der Medienanschlüsse
ist dadurch geschaffen, dass der gesamte Deckenkanal auf eine gewünschte Höhe verfahren
werden kann. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass sich die Medienanschlüsse in Nichtgebrauchsstellung
in einer Übergreifhöhe befinden und dass sie in Gebrauchsstellung auf eine Greifhöhe
abgesenkt werden. Unter "Greifhöhe" ist eine Höhe zu verstehen, die für eine erwachsene,
stehende, mittelgroße Person erreichbar ist. Da für die Höhenverstellbarkeit der gesamte
Deckenkanal abgesenkt beziehungsweise hochgefahren wird, können die einzelnen Medienanschlüsse
in fester Position am Deckenkanal sowie in fester Position an eventuell vorhandenen,
am Kanal befestigten, die Medienanschlüsse aufweisenden Einrichtungen angeordnet und
auch fest verdrahtet beziehungsweise verrohrt werden, das heißt, flexible Medientransportleitungen,
wie sie bei der bekannten Schwenkanordnung des Standes der Technik erforderlich sind,
können insoweit entfallen. Eine derartige flexible Ausgestaltung der Medientransportleitungen
ist nur in der Übergangszone der Medientransportleitungen zum Deckenkanal als alleinige
Einspeisung erforderlich. Am Deckenkanal selber können eine Vielzahl von beabstandet
zueinander liegenden, jeweils einem Arbeitsplatz zugeordneten Medienanschlüssen angeordnet
sein, das heißt, der Deckenkanal überspannt eine Vielzahl von Arbeitsplätzen.
[0012] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Deckenkanal als Horizontalkanal ausgebildet
ist. Mithin wird er -in horizontaler Stellung- mittels der Höhenverstellvorrichtung
abgesenkt beziehungsweise von dieser nach oben gefahren.
[0013] Es ist erfindungsgemäß vorteilhaft, dass die Medienanschlüsse an in Richtung auf
die Arbeitsplätze weisenden, vom Deckenkanal ausgehenden Säulen angeordnet sind. Die
Säulen sind als Vertikalsäulen ausgebildet. Dabei ist vorgesehen, dass die Medienanschlüsse
an den unteren Endbereichen der Säulen angeordnet sind. Aufgrund der Säulen ist es
möglich, die Medienanschlüsse in einer tieferen Position relativ zu dem Deckenkanal
anzuordnen. Die Säulen sind als Starrsäulen ausgebildet, das heißt, sie verändern
ihre Lage relativ zu dem Deckenkanal nicht. Da sich die zwischen den Säulen liegenden
Abschnitte des Deckenkanals auf einem Höhenniveau befindet, das höher liegt, als die
Position der Medienanschlüsse, besteht nicht die Gefahr eines Hindernisses, das beispielsweise
Fluchtwege versperren würde. Die die Medienanschlüsse aufweisenden Säulenenden enden
bevorzugt oberhalb von Arbeitstischen, die Teile der erwähnten Arbeitsplätze sind,
sodass sie keine Zugangswege behindern. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Höhenverstellvorrichtung
mindestens eine Kolbenzylindereinheit aufweist, um den Deckenkanal beziehungsweise
das Kanalsystem zu halten und um es auf die gewünschte Höhe verlagern zu können.
[0014] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass mehrere Deckenkanäle vorhanden sind,
die ein Kanalsystem bilden, das mittels der Höhenverstellvorrichtung gehalten und
in der Höhe verfahrbar ist. Die Deckenkanäle können winklig zueinander angeordnet
sein und eine der Lage der Arbeitsplätze entsprechende Gerüststruktur aufweisen. Das
gesamte Kanalsystem wird mittels der Höhenverstellvorrichtung absenkbar beziehungsweise
herauffahrbar bewegt, um die den Arbeitsplätzen zugeordneten Medienanschlüsse in die
gewünschte Gebrauchsstellung beziehungsweise Nichtgebrauchsstellung verbringen zu
können.
[0015] Nach einer nicht efindungsgemäßen Ausbildung ist vorgesehen, dass die Höhenverstellvorrichtung
mindestens ein flexibles Zugmittel zum Halten des Deckenkanals aufweist. Als flexibles
Zugmittel kann beispielsweise ein Stahlseil oder Kunststoffseil oder auch eine Kette
zum Einsatz gelangen. Insbesondere kann eine Windenvorrichtung vorgesehen sein, die
eine Längenverstellung des flexiblen Zugmittels erlaubt, um auf diese Art und Weise
das Absenken beziehungsweise Heraufziehen des Deckenkanals beziehungsweise des Kanalsystems
zu ermöglichen. Bevorzugt ist eine Vielzahl von beabstandet zueinander angeordneten
Zugmitteln vorhanden, wobei die Zugmittel an beabstandeten Stellen des Deckenkanals
oder des Kanalsystems angreifen.
[0016] Zusätzlich oder alternativ kann nicht erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass die Höhenverstellvorrichtung
mindestens eine Zugstange und/oder mindestens einen Schwenkarm aufweist, um den Deckenkanal
beziehungsweise das Kanalsystem zu halten und um es auf die gewünschte Höhe verlagern
zu können. Die Ausführungen des vorstehenden Absatzes gelten entsprechend.
[0017] Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels
und zwar zeigt:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf ein Versorgungssystem
- Figur 2
- eine Frontansicht auf das Versorgungssystem der Figur 1,
- Figur 3
- eine Seitenansicht auf ein Versorgungssystem und
- Figur 4
- eine Stirnansicht auf eine Vertikalsäule mit Medienanschlüssen.
[0018] Die Figur 1 zeigt einen Raum 1, der Wände 2 aufweist und beispielsweise als Unterrichtsraum,
Laborraum, Werkstattraum oder dergleichen ausgebildet ist. Im Raum 1 sind Arbeitsplätze
3 angeordnet. Es handelt sich dabei um Laborarbeitsplätze oder Arbeitsplätze in einem
Technikraum einer Schule oder dergleichen. Jeweils zwei Arbeitsplätze 3 befinden sich
an einem Tisch 4, wobei jedem Tisch 4 zwei Stühle 5 zugeordnet sind. Jeweils zwei
eng benachbart nebeneinanderstehende Tische 4 bilden eine Doppeltischanordnung 6.
Jeweils zwei Doppeltischanordnungen 6 sind nebeneinander aufgestellt, sodass jeweils
vier Tische eine Reihe 7 von Arbeitsplätzen 3 bilden, wobei sich im Raum 1 drei Tischreihen
befinden und der Raum 1 demzufolge drei Reihen 7 von Arbeitsplätzen 3 aufweist.
[0019] Gemäß der Figuren 1 und 2 verlaufen in Längserstreckung der Reihen 7 unterhalb der
Decke 8 des Raumes 1 Deckenkanäle 9, die einem Versorgungssystem 10 zur Bereitstellung
von Medien an den Arbeitsplätzen 3 angehören. Die Deckenkanäle 9 können alternativ
oder zusätzlich auch quer, insbesondere rechtwinklig, zu der Längserstreckung der
Reihen 7 verlaufen. Die Deckenkanäle 9 nehmen Medientransportleitungen auf, die der
Zuführung von Medien dienen. Unter dieser Bereitstellung von Medien sind die Versorgung
mit beispielsweise Elektrizität, Gas, Antennensignalen, Druckluft und/oder Datensignalen
zu verstehen. Die Medientransportleitungen verlaufen innerhalb eines Wandkanals 11
und werden als flexible Versorgungsschlaufen 12 vom Wandkanal 11 den einzelnen Deckenkanälen
9 endseitig zugeführt. Sie verlaufen dann innerhalb der Deckenkanäle 9 bis zu Medienanschlüssen
13. Im Zuge dieser Anmeldung ist unter "Deckenkanal" eine Einrichtung zu verstehen,
die der Halterung der Medientransportleitungen dient, wobei es nicht erforderlich
ist, die Medientransportleitungen so aufzunehmen, dass sie vom Raum aus nicht sichtbar
und/oder wannenförmig umfangen sind. Insofern kann auch ein einfaches Stabtragsystem
oder dergleichen die Funktion der Deckenkanäle 9 übernehmen. Die Medienanschlüsse
13 befinden sich gemäß der linken Seite der Figur 2 an einer Traverse 14, die mittels
starren Halterungen 15 oder flexiblen Halterungen 15 am Deckenkanal 9 gehalten ist.
Die Anordnung ist derart getroffen, dass eine derartige Traverse 14, die vorzugsweise
als Horizontaltraverse 16 ausgebildet ist, zwei Tischen 4 zugeordnet ist, sodass insgesamt
vier Arbeitsplätze 3 von den Medienanschlüssen 13 der Traverse 14 versorgbar sind.
Auf der rechten Seite der Figur 4 ist eine erfindungsgemäße Ausführungsform dargestellt,
bei der sich die Medienanschlüsse 13 im unteren Bereich von Säulen 17 befinden, die
mit ihren oberen Enden an dem Deckenkanal 9 befestigt sind. Jeweils eine Säule 17,
die als Vertikalsäule 18 ausgebildet ist, ist einem Tisch 4 zugeordnet.
[0020] Um nun die Medienanschlüsse 13 aus einer Übergreifposition in eine Greifposition
verbringen zu können, lässt sich der Deckenkanal 9 mittels einer Höhenverstellvorrichtung
19 absenken beziehungsweise anheben. Die Höhenverstellvorrichtung 19 setzt sich -im
Ausführungsbeispiel der Figur 2- aus drei Einzeleinrichtungen 20 zusammen, die jedoch
mittels einer gemeinsamen Ansteuerung versehen sind. Die Einzeleinrichtungen 20 sind
an der Decke 8 des Raumes 1 befestigt und weisen -nach einer nicht erfindungsgemäßen
Ausgestaltung- flexible Zugmittel 21 in Form von Stahlseilen auf, die mittels in den
Einzeleinrichtungen 20 enthaltenen Winden in ihrer Länge verstellt werden können,
wodurch ein Absenken beziehungsweise Hochziehen der Deckenkanäle 9 und der hinsichtlich
der Höhenposition starr daran angeordneten Medienanschlüssen 13 erfolgen kann. Die
einzelnen Winden arbeiten -wie bereits erwähnt- mittels einer gemeinsamen Steuereinrichtung,
sodass sie synchron arbeiten und gleichmäßig und daher horizontal den Deckenkanal
9 anheben beziehungsweise absenken können. Da sich die Medienanschlüsse 13 aufgrund
der Traverse 14 beziehungsweise der Säulen 17 auf tieferer Position als die Unterseite
des Deckenkanals 9 befinden, bleiben zwischen den einzelnen Säulen 17 beziehungsweise
zwischen benachbarten Traversen 14 Zwischenräume bestehen, die eine hinreichende Kopffreiheit
bieten, das heißt, Verkehrswege oder Fluchtwege werden nicht durch den Deckenkanal
9 beziehungsweise die Deckenkanäle 9 versperrt. Insbesondere ist vorgesehen, dass
in der abgesenkten Position gemäß Figur 2 der Abstand zwischen dem Fußboden 22 des
Raumes 1 und der Unterkante des Deckenkanals 9 das Maß H = 2,20 m beträgt. Der Abstand
zwischen der Unterseite des Deckenkanals 9 und der Unterseite der Traverse 14 beziehungsweise
der Unterseite der Säule 17 beträgt vorzugsweise das Maß a = 60 cm, sodass der Abstand
b zwischen Fußboden 22 und Unterseite der Traverse 14 beziehungsweise der Säule 17
1,60 m beträgt. Wird das System nach oben gefahren, das heißt, werden die Deckenkanäle
9 angehoben, sodass die Medienanschlüsse ihre Nichtgebrauchsstellung einnehmen, so
liegt eine entsprechend höhere Position der genannten Teile vor, sodass keine Sichtprobleme
zu einer Tafel oder zu einer unterrichtenden Person oder dergleichen bestehen.
[0021] Gemäß Figur 1 ist es möglich, dass mehrere Deckenkanäle 9 mittels eines weiteren
Deckenkanals 23 miteinander verbunden werden. Der Deckenkanal 23 ist als weitere Ausführungsform
gestrichelt in Figur 1 dargestellt. Insgesamt bilden die Deckenkanäle 9 und 23 ein
Kanalsystem 24, das mit Hilfe der Höhenverstellvorrichtung 19 als ganzes hoch- und
heruntergefahren werden kann, um die Medienanschlüsse 13 auf eine gewünschte Höhenposition
verbringen zu können. In einem solchen Falle ist es nicht erforderlich, drei flexible
Versorgungsschlaufen gemäß Figur 1 vorzusehen, da es ausreicht, nur einen der drei
Deckenkanäle 9 mittels einer flexiblen Versorgungsschlaufe 12 anzuschließen und die
Verdrahtung beziehungsweise Verrohrung untereinander dann im Kanalsystem 24 vorzunehmen.
[0022] Die Figur 3 zeigt ein Versorgungssystem 10 in einem Raum 1. Der Raum 1 weist einen
Lehrerbereich 25 auf, in dem ein Schreibtisch 26 aufgestellt ist. Ferner besitzt der
Raum 1 einen Schülerbereich 27, in dem Schülertische 28 vorzugsweise reihenförmig
aufgestellt sind. Mit Abstand zur Rohdecke 29 ist eine abgehängte Decke 30 angeordnet.
Mittels Deckenstützen 31, die in der Länge starr ausgebildet sind oder bei der Montage
auf eine bestimmte Länge einstellbar sind, ist ein Deckenkanal 32 mit Abstand zur
abgehängten Decke 30 im Lehrerbereich 25 gehalten. An der Wand 33 des Lehrerbereichs
25 ist ein Versorgungsschrank 34 aufgestellt, von dem Medienversorgungsleitungen kommen,
die -gemäß dargestellter Übergangzone 35- in den Deckenkanal 32 einmünden. Am Deckenkanal
32 sind Beleuchtungskörper 36 angeordnet. Im Deckenbereich des Schülerbereichs 27
befinden sich als verstellbare Deckenstützen arbeitende, erfindungsgemäße Kolbenzylindereinheiten
37, deren Kolbenstangen 38 gemäß der Doppelpfeile 39 ein- beziehungsweise ausfahrbar
sind. In der eingefahrenen Stellung fluchtet ein vom den Kolbenstangen 38 getragener
Deckenkanal 9 mit dem Deckenkanal 32. Sollen Vertikalsäulen 18, die an ihren unteren
Enden Medienanschlüsse 13 tragen, abgesenkt werden, so wird mittels der Kolbenzylindereinheiten
37 der Deckenkanal 9 abgesenkt, wodurch die am Deckenkanal 9 befestigten Vertikalsäulen
18 in Richtung auf die Schülertische 28, die Arbeitsplätze 3 bilden, bewegt werden.
Am Deckenkanal 9 sind mehrere Vertikalsäulen 18 mit Medienanschlüssen 13 angeordnet,
so dass der Bereich des Versorgungssystems 10, der sich im Schülerbereich 27 des Raumes
1 befindet, gemeinsam abgesenkt beziehungsweise hochgefahren wird. Am Deckenkanal
9 sind Beleuchtungskörper 36 befestigt, die in Abhängigkeit von dem Absenken beziehungsweise
Herauffahren der Deckenkanäle 9 mitbewegt werden. Der Deckenkanal 32 ist mit dem Deckenkanal
9 über eine flexible Versorgungsschlaufe 12 verbunden, so dass die Medienleitungen,
die vom Versorgungsschrank 34 kommen über die Übergangszone 35 in den Deckenkanal
32 eingeführt sind und als flexible Versorgungsschlaufe 12 bis zum Deckenkanal 9 verlaufen,
dort an der jeweiligen Vertikalsäule 18 nach unten geführt und an die Medienanschlüsse
13 angeschlossen sind. Mittels Verbindungsleitungen 40, die von den Medienanschlüssen
13 bis zu den Arbeitsplätzen 3 geführt werden, lassen sich entsprechende Geräte auf
den Schülertischen 28 betreiben. Es ist denkbar, dass die Vertikalsäulen 18 mittels
Abdeckmanschetten 41 beziehungsweise Abdeckwänden umgeben sind, so dass im Inneren
der Abdeckmanschetten 41 die Versorgungseinleitung von außen nicht sichtbar verlegt
werden können.
[0023] Die Figur 4 verdeutlicht eine Stirnansicht auf eine Vertikalsäule 18. Es ist erkennbar,
dass ein die Medienanschlüsse 13 tragendes Gehäuse 42 von der Seite gesehen, also
gemäß Stirnansicht, im Wesentlichen eine dreieckförmige Kontur aufweist, so dass zumindest
einige der Medienanschlüsse 13 an Schrägwänden 43 angeordnet sind.
1. Versorgungssystem zur Bereitstellung von Medien an Arbeitsplätzen, mit den Arbeitsplätzen
zugeordneten Medienanschlüssen und mit mindestens einem, eine Vielzahl von Arbeitsplätzen
überspannenden, der Halterung von Medientransportleitungen dienenden Deckenkanal,
wobei die Medienanschlüsse mit dem Deckenkanal in Verbindung stehen und in ihrer Höhe
verstellbar angeordnet sind, und wobei Verbindungsleitungen vorgesehen sind, die von
den Medienanschlüssen bis zu den Arbeitsplätzen zum Anschluss entsprechender Geräte
geführt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckenkanal (9) von einer Höhenverstellvorrichtung (19) verstellbar gehalten
ist, die mindestens eine Kolbenzylindereinheit zum Verlagern und Halten des Deckenkanals
(9) aufweist, wobei der Deckenkanal (9) als Horizontalkanal ausgebildet und - in horizontaler
Stellung - mittels der Höhenverstellvorrichtung (19) absenkbar oder von dieser nach
oben verfahrbar ist, dass die Medienanschlüsse (13) an unteren Endbereichen von in
Richtung auf die Arbeitsplätze (3) weisenden, vom Deckenkanal (9) ausgehenden, als
Vertikalsäulen (18) ausgebildete Säulen (17) angeordnet sind, die als ihre relative
Lage zum Deckenkanal (9) nicht verändernde Starrsäulen ausgebildet sind.
2. Versorgungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Deckenkanäle (9) vorhanden sind, die ein Kanalsystem (24) bilden, das mittels
der Höhenverstellvorrichtung (19) verstellbar gehalten ist.
1. A supply system for providing media to work stations, media connections assigned to
the work stations and comprising at least one ceiling channel, which spans a plurality
of work stations and which serves to hold media transport lines, wherein the media
connections are in contact with the ceiling channel and are arranged so as to be height-adjustable,
and wherein provision is made for connecting lines, which are guided from the media
connections to the work stations for connecting corresponding equipment, characterized in that the ceiling channel (9) is held so as to be adjustable by a height-adjusting device
(19), which encompasses at least one piston cylinder unit for displacing and holding
the ceiling channel (9), wherein the ceiling channel (9) is embodied as a horizontal
channel and - in horizontal position - can be lowered by means of the height-adjusting
device (19) or can be displaced upwards by it, that the media connections (13) are
arranged at lower end areas of columns (17), which point in the direction of the work
stations (3), originate from the ceiling channel (9) and are embodied as vertical
columns (18), which are embodied as rigid columns, which do not change their relative
position to the ceiling channel (9).
2. The supply system according to claim 1, characterized in that a plurality of ceiling channels (9) is available, which form a channel system (24),
which is held so as to be adjustable by means of the height-adjusting device (19).