[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einstellen einer Ausgangsspannung (Abgleich)
einer Empfangsschaltung eines Empfangskopfes eines Schienenkontakts, wobei zur Erzeugung
der Ausgangsspannung mindestens eine vom Empfangskopf des Schienenkontakts abgenommene
Empfangsspannung durch mindestens eine Abgleichspannung überlagert wird und ein Schienenkontaktsystem
zur Durchführung des Verfahrens. Das Verfahren eignet sich insbesondere zum Einsatz
in Achszählpunkten (Achszähler) von Schienenkontakten.
Stand der Technik
[0002] In der Eisenbahnsignaltechnik werden zur Überwachung von Gleisabschnitten unter anderem
Achszähler eingesetzt. Jeder Achszähler beinhaltet Zählpunkte mit zwei Schienenkontakten
und eine oder mehrere Auswerteeinheiten.
[0003] Jeder Achszähler überwacht einen ihm zugewiesenen Gleisabschnitt. Detektiert der
Achszähler ein vorbeifahrendes Schienenfahrzeug, wird der Gleisabschnitt belegt geschaltet.
Detektiert der in Fahrtrichtung des Schienenfahrzeugs nächstgelegene Achszähler das
vorbeifahrende Schienenfahrzeug, wird der Gleisabschnitt wieder frei geschaltet (Gleisfreimeldung).
[0004] Beim Vorüberlaufen eines Fahrzeugrades werden nacheinander zwei benachbarte Schienenkontakte
betätigt und es werden dabei zwei sich zeitlich überlappende Impulse ausgelöst. Diese
Impulse werden in der Auswerteeinheit hinsichtlich ihrer Amplitude bewertet und in
Zählimpulse umgesetzt, wobei die durch die Fahrtrichtung der vorüberlaufenden Fahrzeugachsen
gegebene Folge der Impulse die jeweilige Zählrichtung der Impulse bestimmt.
[0005] Elektronische Schienenkontakte bestehen häufig aus zwei an einer Fahrschiene angebrachten,
räumlich hintereinander liegenden Sendeköpfen mit Sendespulen, die mit tonfrequenten
Wechselströmen gespeist werden und zwei auf der jeweils gegenüberliegenden Schienenseite
angeordneten, mit den Sendespulen induktiv gekoppelten Empfangsspulen von Empfangsköpfen.
Je eine Sende- und eine Empfangsspule bilden gemeinsam einen Impulsgeber. Die in den
Empfangsspulen induzierten Spannungen werden einer in der Nähe des Schienenkontaktes
angeordneten Auswerteeinheit mit einer Empfangsschaltung zugeführt und dort bewertet.
Als Indiz für das Vorüberlaufen eines Fahrzeugrades an einem Schienenkontakt wird
das vorübergehende Abfallen und die Phasendrehung der in den Empfangsspulen induzierten
Spannungen gewertet. Das Abfallen und die Phasendrehung der Empfangsspannungen ist
bedingt durch die Kopplung zwischen den Sende- und Empfangsspulen beim Passieren eines
Fahrzeugrades. Die in den Empfangsspulen induzierten Spannungen werden über eine in
der Empfangsschaltung erzeugte Ausgangsspannung der Empfangsschaltung in digitale
Signale umgesetzt, aus denen schließlich fahrrichtungsabhängige Zählimpulse abgeleitet
werden.
[0006] Voraussetzung für einen ordnungsgemäßen Betrieb der von den elektronischen Schienenkontakten
gesteuerten Achszählanlagen ist es, dass die von den Empfangsspulen an die Auswerteeinheit
weitergegebenen, aus den Empfangsspannungen ermittelten Ausgangsspannungen in ihren
Amplituden nicht auch von Parametern abhängig sind, die mit der Beeinflussung durch
die Fahrzeugräder nichts zu tun haben. Derartige Beieinflussungen können z.B. von
Temperaturschwankungen in der Sendespule und damit von einer temperaturabhängigen
Empfangsspannung her rühren. Die Ausgangsspannung muss ferner in vorgegebenen Wertebereichen
liegen, damit die Auswerteeinheit die Ausgangsspannung richtig auswerten kann. Die
in der Empfangsspule induzierte Empfangsspannung wird jedoch stark von den magnetischen
Eigenschaften der Umgebung des Achszählers bestimmt. Liegt der Einsatzort des Achszählers
z.B. auf einer aus Eisenmetallen gefertigten Eisenbahnbrücke, so ist die Empfangsspannung
wesentlich größer als bei einem Einsatzort in einem Gleisbereich mit einem Gleisbett
aus Schottersteinen. Die Empfangsspannung kann durch derartige Einflussfaktoren um
mehrere 100% variieren.
Um die Ausgangsspannung in dem vorgegebenen Wertebereich zu halten, wird ein Abgleich
der Empfangsschaltung vorgenommen. Dieser Abgleich kann z.B. mechanisch vorgenommen
werden, wobei der mechanische Aufbau des Achszählers derart variiert wird, dass die
Empfangsspannung einem gewünschten Wert entspricht. Weiter kann ein elektrischer Abgleich
vorgenommen werden. Dieser ist, aufgrund dessen, dass keine Arbeiten im Gleis dazu
notwendig sind, sicherer und komfortabler. Weiter kann bei einem elektrischen Abgleich
der mechanische Aufbau des Achszählers, bedingt durch das Entfallen der Einstellkonsole,
einfacher, robuster und preiswerter sein. Bei einem elektrischen Abgleich gemäß Stand
der Technik wird ein zum die Sendespule durchfließenden elektrischen Strom gegenphasiger
elektrischer Strom, der aus einem Digitalsignal gewonnen wird, in einen Zweig der
Empfangsschaltung eingekoppelt. Von der Empfangsspannung wird dadurch eine dem gegenphasigen
Strom entsprechende Abgleichspannung abgezogen, so dass beim Durchlauf eines Rades
ein Vorzeichenwechsel der Ausgangsspannung auftritt, der als Radzählimpuls interpretiert
wird. Die Empfangsschaltung weist einen Stromfühlertransformator auf, der über seine
Primärwicklung die Empfangsspannung von einem Schwingkreis des Empfangskopfs abnimmt.
Der Stromfühlertransformator weist zwei Sekundärwicklungen auf, über die eine erste
Teilempfangsspannung und eine zweite Teilempfangsspannung mit zu der ersten Teilempfangsspannung
entgegengesetzter Polarität in jeweils einem Zweig der Empfangsschaltung erzeugt wird.
Über eine Differenzverstärkerschaltung werden diese beiden Teilempfangsspannungen
überlagert, d.h. es findet eine Differenzbildung statt. Der elektrische Abgleich erfolgt
derart, dass bei nicht Durchlaufen eines Fahrzeugrades eine Ausgangsspannung von z.B.
200mV bereit gestellt wird. Durchläuft ein Fahrzeugrad den Schienenkontakt, so wird
in den Empfangskopf, bzw. dessen Empfangsspule, ein gegenphasiger Strom induziert.
Die dann resultierende Ausgangsspannung beträgt dann minus 200mV. Dieser Spannungswechsel
wird in der Auswerteeinheit als ein Raddurchlauf registriert.
Der in mindestens einen der Zweige eingekoppelte, aus dem Digitalsignal gewonnene
elektrische Strom, bzw. die entsprechende mit den Teilempfangsspannungen überlagerte
Abgleichspannung, ist, für sich gesehen, temperaturstabil. Durch das gegenphasige
Einkoppeln wird dieser konstante Strom vom temperaturabhängigen Eingangssignal der
Empfangsschaltung, d.h. von den temperaturabhängigen Teilempfangsspannungen, abgezogen.
Die resultierende Differenz, d.h. die resultierende Ausgangsspannung der Empfangsschaltung,
ist dann mit einem deutlich höheren Temperaturkoeffizienten belegt, als eine nicht
elektrisch abgeglichene Ausgangsspannung.
[0007] Daraus resultiert eine starke Temperaturabhängigkeit der derart abgeglichenen Ausgangsspannung
der Empfangsschaltung. Diese starke Temperaturabhängigkeit verhindert einen generellen
Einsatz dieses elektrischen Abgleichs.
[0008] Temperaturschwankungen in der Sendespule können sich negativ auf die Funktionsweise
der Schienenkontakte auswirken. Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn die
Sendeleistung, bedingt durch einen von der Temperatur der Sendespule abhängigen, die
Sendespule durchfließenden elektrischen Strom unkontrollierten Schwankungen unterliegt.
Die abgeglichene Ausgangsspannung kann dabei derart stark temperaturabhängig schwanken,
dass eine Auswertung durch die Auswerteeinheit nicht mehr möglich ist. Daraus können
sich erhebliche Sicherheitsprobleme bei der Verwendung der Schienenkontakte im Bahnbetrieb
durch Fehlbeurteilung des Empfangssignals der Empfangsspule ergeben.
Aufgabe der Erfindung
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Einstellen einer Ausgangsspannung
einer Empfangsschaltung eines Empfangskopfes eines Schienenkontakts und ein Schienenkontaktsystem
zur Durchführung des Verfahrens bereitzustellen, die die Nachteile des Standes der
Technik vermeiden, insbesondere die das temperaturunabhängige Verhalten des Schienenkontakts
vermindern.
Gegenstand der Erfindung
[0010] Gelöst wird diese Aufgabe durch das Verfahren gemäß Anspruch 1 und durch das Schienenkontaktsystem
gemäß Anspruch 4. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0011] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Einstellen einer Ausgangsspannung einer Empfangsschaltung
eines Empfangskopfes eines Schienenkontakts wird zur Erzeugung der Ausgangsspannung
mindestens eine vom Empfangskopf des Schienenkontakts abgenommene Empfangsspannung
durch mindestens eine Abgleichspannung überlagert. Erfindungsgemäß wird die Abgleichspannung
mittels einer Überträgerschaltung von einem Sendeschaltkreis des Schienenkontakts
als eine zu einem in einer Sendespule des Schienenkontakts fließenden elektrischem
Strom proportionale Spannung abgenommen.
Ein der Abgleichspannung entsprechender Strom, der dazu in die Empfangsschaltung eingekoppelt
wird, hat dabei, da durch den Abgleich eine überhöhte Empfangsspannung ausgeglichen
werden soll, eine dem in der Sendespule des Schienenkontakts fließenden elektrischen
Strom entgegengesetzte Phase, was den Strom- und Spannungsverhältnissen in der Empfangsspule
des Empfangskopfes bei einem Raddurchlauf entspricht.
Für den erfindungsgemäßen elektrischen Abgleich wird also ein zum die Sendespule des
Sendekopfes durchfließenden elektrischen Strom gegenphasiger elektrischer Strom, der
durch die Überträgerschaltung z.B. aus dem Strom einer Verstärkerendstufe des Sendeschaltkreises
gewonnen wird, in die Empfangsschaltung eingekoppelt. Dieser eingekoppelte, gegenphasige
Strom ist damit direkt proportional zum die Sendespule durchfließenden elektrischen
Strom. Beide Ströme haben den gleichen Temperaturgang, d.h. die gleiche Temperaturabhängigkeit
in ihrer Amplitude. Bei der Differenzbildung der Ströme, bzw. der Überlagerungen der
entsprechenden Spannungen, entsteht somit keine zusätzliche Temperaturabhängigkeit
der Ausgangsspannung der Empfangsschaltung. Hieraus ergibt sich eine bessere Einstellbarkeit
von Achszählern.
Der erfindungsgemäße elektrische Abgleich kann generell verwendet werden. Es entstehen
keine zusätzlichen Temperaturdriften. Ein mechanischer Abgleich kann entfallen. Es
wird lediglich eine Überträgerschaltung, die einen sehr geringen apparativen Aufwand
benötigt, eingesetzt.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht einen temperaturstabilen elektrischen Abgleich
für Achszähler.
[0012] Besonders bevorzugt werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren als Abgleichspannungen
eine erste Teilabgleichspannung und eine zweite Teilabgleichspannung mit zu der ersten
Teilabgleichspannung entgegengesetzter Polarität, bevorzugt mittels eines Stromfühlertransformators
vom Sendeschaltkreis abgenommen. Entsprechend den bekannten Empfangsschaltungen werden
als Empfangsspannungen eine erste Teilempfangsspannung und eine zweite Teilempfangsspannung
mit zu der ersten Teilempfangsspannung entgegengesetzter Polarität, bevorzugt mittels
eines Transformators vom Empfangskopf abgenommen. Sodann wird jeweils eine Teilabgleichspannung
mit einer Teilempfangsspannung zu einer Teilausgangsspannung überlagert und die Teilausgangsspannungen
werden, bevorzugt nach jeweils einer Verstärkung, zu der Ausgangsspannung überlagert.
Diese bevorzugte Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens eignet sich zur Anwendung
bei bekannten Empfangsschaltungen von Empfangsköpfen von Schienenkontakten.
[0013] Besonders vorteilhaft wird ein Spannungsverhältnis der Werte, d.h. einer Maximalamplitude,
der Teilabgleichspannungen zu den Werten der Teilempfangsspannungen, bevorzugt mittels
eines Potentiometers, eingestellt. Dadurch kann flexibel ein sehr großer Bereich von
Empfangsspannungen derart ausgeglichen werden, dass die Ausgangsspannung im gewünschten
Wertebereich liegt und die Überträgerschaltung muss nicht den jeweiligen Einsatzbedingungen
baulich angepasst werden.
[0014] Bei einem erfindungsgemäßen Schienenkontaktsystem mit einem Schienenkontakt, der
einen Sendekopf mit einem Sendeschaltkreis und einen Empfangskopf mit einer Empfangsschaltung
aufweist, ist die Empfangsschaltung zur Erzeugung einer Ausgangsspannung durch Überlagern
mindestens einer vom Empfangskopf abgenommenen Empfangsspannung durch mindestens eine
Abgleichspannung eingerichtet. Erfindungsgemäß ist eine Überträgerschaltung vorgesehen,
wobei die Überträgerschaltung eingerichtet ist, die Abgleichspannung von dem Sendeschaltkreis
als eine zu einem in einer Sendespule des Schienenkontakts fließenden elektrischen
Strom proportionale Spannung abzunehmen. Das erfindungsgemäße Schienenkontaktsystem
ist eingerichtet, das erfindungsgemäße Verfahren durchzuführen und stellt daher die
Vorteile dieses Verfahrens zur Verfügung.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schienenkontaktsystems
weist die Empfangsschaltung einen Transformator auf, wobei der Transformator eingerichtet
ist, als Empfangsspannungen eine erste Teilempfangsspannung und eine zweite Teilempfangsspannung
mit zu der ersten Teilempfangsspannung entgegengesetzter Polarität vom Empfangskopf
abzunehmen. Diese Merkmale der Empfangsschaltung entsprechen denen bekannter Empfangsschaltungen.
Die erfindungsgemäß vorgesehene Überträgerschaltung weist in dieser Ausführungsform
einen Stromfühlertransformator auf, wobei der Stromfühlertransformator eingerichtet
ist, als Abgleichspannungen eine erste Teilabgleichspannung und eine zweite Teilabgleichspannung
mit zu der ersten Teilabgleichspannung entgegengesetzter Polarität vom Sendeschaltkreis
abzunehmen. Die Überträgerschaltung ist dabei mittels einer Verbindungsschaltung mit
der Empfangsschaltung verbunden und die Verbindungsschaltung ist eingerichtet, jeweils
eine Teilabgleichspannung mit einer Teilempfangsspannung zu einer Teilausgangsspannung
zu überlagern. Weiter ist die Empfangsschaltung eingerichtet, die Teilausgangsspannungen
zu der Ausgangsspannung zu überlagern. Diese bevorzugte Ausführungsform ist also derart
ausgeführt, dass die zwei Teilausgleichsspannungen, bzw. entsprechende Ströme, in
die Differenzverstärkerschaltung einer bekannten Empfangsschaltung eines Empfangskopfes
eingekoppelt werden.
[0016] Wenn die Empfangsschaltung zwei Verstärkerelemente aufweist, wobei jeweils eines
der Verstärkerelemente eingerichtet ist, eine der Teilausgangsspannungen zu verstärken,
dann kann die Ausgangsspannung zuverlässig innerhalb eines gewünschten Spannungsintervalls
gehalten werden.
[0017] Besonders bevorzugt weist die Überträgerschaltung ein Potentiometer auf, wobei mittels
des Potentiometers ein Spannungsverhältnis der Werte der Teilabgleichspannungen zu
den Werten der Teilempfangsspannungen einstellbar ist. Dieses Potentiometer ermöglicht
einen flexiblen Abgleich in einem weiten Empfangsspannungsbereich.
[0018] Bevorzugt wird das erfindungsgemäße Schienenkontaktsystem als Achszähler eingesetzt.
Dies erhöht die Sicherheit im Schienenverkehr erheblich.
[0019] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels der Erfindung, anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungswesentliche
Einzelheiten zeigen, und aus den Ansprüchen. Die einzelnen Merkmale können je einzeln
für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination bei einer Variante der Erfindung
verwirklicht sein.
Zeichnung
[0020] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in der schematischen
Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung erläutert.
- Fig. 1
- zeigt ein Schaltbild eines erfindungsgemäßen Schienenkontaktsystems.
[0021] In
Fig. 1 ist stark schematisiert in einem Schaltbild ein erfindungsgemäßes Schienenkontaktsystem
dargestellt. Das Schienenkontaktsystem ist zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens eingerichtet. Es weist einen Schienenkontakt, der einen Sendekopf 1 mit
einem Sendeschaltkreis 2 und einen Empfangskopf 4 mit einer Empfangsschaltung 5 aufweist,
auf. Der Sendeschaltkreis 2, bzw. die Sendespule 7 des Sendekopfs 1 wird durch ein
Sendesignal mit einer Frequenz von 30 Kiloherz angeregt. Die Empfangsschaltung 5 ist
zur Erzeugung einer Ausgangsspannung aus zwei vom Empfangskopf abgenommenen Empfangsspannungen
durch Überlagern mit zwei Abgleichspannungen eingerichtet. Die Empfangsschaltung 5
weist einen Transformator 8 auf. Der Transformator 8 ist eingerichtet, als Empfangsspannungen
eine erste Teilempfangsspannung und eine zweite Teilempfangsspannung mit zu der ersten
Teilempfangsspannung entgegengesetzter Polarität vom Empfangskopf 4 abzunehmen. Über
eine Primärwicklung 9 des Transformators 8 wird die Empfangsspannung von einem Schwingkreis
10 des Empfangskopfs 4 abgenommen. Der Transformator 8 weist zwei Sekundärwicklungen
11, 12 auf, über die die erste Teilempfangsspannung und die zweite Teilempfangsspannung
mit zu der ersten Teilabgleichspannung entgegengesetzter Polarität in jeweils einem
Zweig der Empfangsschaltung 5 erzeugt wird. Dies entspricht einer Empfangsschaltung
eines Schienenkontakts gemäß Stand der Technik. Erfindungsgemäß ist eine Überträgerschaltung
20 vorgesehen, wobei die Überträgerschaltung 20 eingerichtet ist, die Abgleichspannungen
von dem Sendeschaltkreis 2 als zu einem in einer Sendespule 7 des Schienenkontakts
fließenden elektrischem Strom proportionale Spannungen, abzunehmen. Dazu weist die
Überträgerschaltung 20 einen Stromfühlertransformator 21 auf. Der Stromfühlertransformator
21 ist eingerichtet, als Abgleichspannungen eine erste Teilabgleichspannung und eine
zweite Teilabgleichspannung mit zu der ersten Teilabgleichspannung entgegengesetzter
Polarität vom Sendeschaltkreis 2 abzunehmen. Dieser Stromfühlertransformator 21 umfasst
eine Primärwicklung 22, die von einem Strom durchflossen wird, der auch eine Anregungsspule
24 einer Verstärkerendstufe des Sendeschaltkreises 2 durchfließt. Um einen zu dem
die Sendespule 7 durchfließenden Strom gegenphasigen Strom zu erzeugen, ist die Primärwicklung
22 zu der Anregungsspule 24 entgegengesetzt gewickelt. Der Stromfühlertransformator
21 weist ferner zwei Sekundärwicklungen 25, 26 auf. In jeweils eine der Sekundärwicklungen
25, 26 wird eine der Teilabgleichspannungen induziert. Die Überträgerschaltung 20
ist mittels einer Verbindungsschaltung 30 mit der Empfangsschaltung 5 verbunden. Die
Verbindungsschaltung 30 ist eingerichtet, jeweils eine Teilabgleichspannung mit einer
Teilempfangsspannung zu einer Teilausgangsspannung zu überlagern. Die Verbindungsschaltung
30 umfasst zwei Zweige 31, 32 mit jeweils einem Kondensator und einem Ohmschen Widerstand,
wobei jeweils eine der Teilausgangsspannungen über einen der Zweige 31, 32 auf die
Empfangsschaltung 5 geschaltet ist. Die Empfangsschaltung 5 ist als Differenzverstärker
ausgebildet. Dazu weist die Empfangsschaltung 5 zwei Verstärkerelemente 40, 41 auf,
wobei jeweils eines der Verstärkerelemente 40, 41 eingerichtet ist, eine der Teilausgangsspannungen
zu verstärken. Weiter ist die Empfangsschaltung 5 eingerichtet, die Teilausgangsspannungen,
zu der Ausgangsspannung zu überlagern. Letzteres wird dadurch erreicht, dass die Ausgänge
der Verstärkerelemente 40, 41 zusammen geschaltet sind. Diese Ausgangsspannung wird
an einem Radimpulsgeberanschluss 50 zur Verfügung gestellt. Zwischen den Radimpulsgeberanschluss
50 und die Differenzverstärkerschaltung ist weiter ein Tiefpass 52 mit einer Grenzfrequenz
von 70 Herz und ein Komparator 54 geschaltet. Der Komparator 54 arbeitet z.B. mit
einer Schwellenspannung von 25 mV.
Ein Potentiometer 57 in der Überträgerschaltung 20 ist derart verschaltet, dass ein
Spannungsverhältnis der Werte der Teilabgleichspannungen zu den Werten der Teilempfangsspannungen
einstellbar ist. Mittels dieses Potentiometers 57 kann die dargestellte Empfangsschaltung
5 mit Abgleichspannungen variabler Amplitude abgeglichen werden.
Die dargestellte Empfangsschaltung 5 weist ferner die Möglichkeit eines elektrischen
Abgleiches gemäß Stand der Technik auf. Dazu kann in die Zweige des Differenzverstärkers
ein aus einem Digitalsignal gewonnener elektrischer Strom eingekoppelt werden, bzw.
eine entsprechende Abgleichspannung mit den Teilempfangsspannungen überlagert werden.
Hierzu ist ein Digitalsignalanschluss 59 vorgesehen, der über Schalter 60 zugeschaltet
werden kann. Das Digitalsignal hat entsprechend dem Sendesignal eine Frequenz von
30 Kiloherz und weist z.B. eine Maximalamplitude von plus/minus 5 Volt auf.
Die gesamte erfindungsgemäße Schaltung weist eine Selbsttestmöglichkeit auf. Ein Anschluss
62 für einen Selbsttest ermöglicht das Schalten von verschiedenen Selbsttestschaltern.
Ein Signal an einem zusätzlichen Messsignalausgang 64 kann z.B. bei einem derartigen
Selbsttest überprüft werden.
[0022] Vorgeschlagen wird ein Verfahren zum Einstellen einer Ausgangsspannung einer Empfangsschaltung
(5) eines Empfangskopfes (4) eines Schienenkontakts und ein Schienenkontaktsystem
zur Durchführung des Verfahrens,
wobei zur Erzeugung der Ausgangsspannung mindestens eine vom Empfangskopf (4) des
Schienenkontakts abgenommene Empfangsspannung durch mindestens eine Abgleichspannung
überlagert wird. Die Abgleichspannung wird mittels einer Überträgerschaltung (20)
von einem Sendeschaltkreis (2) des Schienenkontakts als eine zu einem in einer Sendespule
(7) des Schienenkontakts fließenden elektrischen Strom proportionale Spannung abgenommen.
[0023] Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das vorstehend angegebene Ausführungsbeispiel.
Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche auch bei grundsätzlich anders
gearteter Ausführung von den Merkmalen der Erfindung Gebrauch machen.
1. Verfahren zum Einstellen einer Ausgangsspannung einer Empfangsschaltung (5) eines
Empfangskopfes (4) eines Schienenkontakts,
wobei zur Erzeugung der Ausgangsspannung mindestens eine vom Empfangskopf (4) des
Schienenkontakts abgenommene Empfangsspannung durch mindestens eine Abgleichspannung
überlagert wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abgleichspannung mittels einer Überträgerschaltung (20) von einem Sendeschaltkreis
(2) des Schienenkontakts als eine zu einem in einer Sendespule (7) des Schienenkontakts
fließenden elektrischen Strom proportionale Spannung abgenommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
als Abgleichspannungen eine erste Teilabgleichspannung und eine zweite Teilabgleichspannung
mit zu der ersten Teilabgleichspannung entgegengesetzter Polarität, bevorzugt mittels
eines Stromfühlertransformators (21) vom Sendeschaltkreis (2) abgenommen wird und
als Empfangsspannungen eine erste Teilempfangsspannung und eine zweite Teilempfangsspannung
mit zu der ersten Teilempfangsspannung entgegengesetzter Polarität, bevorzugt mittels
eines Transformators (8) vom Empfangskopf (4) abgenommen wird,
wobei
jeweils eine Teilabgleichspannung mit einer Teilempfangsspannung zu einer Teilausgangsspannung
überlagert wird und die Teilausgangsspannungen, bevorzugt nach jeweils einer Verstärkung,
zu der Ausgangsspannung überlagert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Spannungsverhältnis der Werte der Teilabgleichspannungen zu den Werten der Teilempfangsspannungen,
bevorzugt mittels eines Potentiometers (57), eingestellt werden.
4. Schienenkontaktsystem zur Durchführung des Verfahrens nach mindestens einem der Ansprüche
1 bis 3, mit einem Schienenkontakt, der einen Sendekopf (1) mit einem Sendeschaltkreis
(2) und einen Empfangskopf (4) mit einer Empfangsschaltung (5) aufweist, wobei die
Empfangsschaltung (5) eingerichtet ist zur Erzeugung einer Ausgangsspannung, mindestens
eine vom Empfangskopf (4) abgenommene Empfangsspannung durch mindestens eine Abgleichspannung
zu überlagern,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Überträgerschaltung (20) vorgesehen ist, wobei die Überträgerschaltung (20) eingerichtet
ist, die Abgleichspannung von dem Sendeschaltkreis (2) als eine zu einem in einer
Sendespule (7) des Schienenkontakts fließenden elektrischen Strom proportionale Spannung
abzunehmen.
5. Schienenkontaktsystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangsschaltung (5) einen Transformator (8) aufweist, wobei der Transformator
(8) eingerichtet ist, als Empfangsspannungen eine erste Teilempfangsspannung und eine
zweite Teilempfangsspannung mit zu der ersten Teilempfangsspannung entgegengesetzter
Polarität vom Empfangskopf (4) abzunehmen, und
die Überträgerschaltung (20) einen weiteren Stromfühlertransformator (21) aufweist,
wobei der weitere Stromfühlertransformator (21) eingerichtet ist, als Abgleichspannungen
eine erste Teilabgleichspannung und eine zweite Teilabgleichspannung mit zu der ersten
Teilabgleichspannung entgegengesetzter Polarität vom Sendeschaltkreis (2) abzunehmen,
wobei die Überträgerschaltung (20) mittels einer Verbindungsschaltung (30) mit der
Empfangsschaltung (5) verbunden ist und die Verbindungsschaltung (30) eingerichtet
ist, jeweils eine Teilabgleichspannung mit einer Teilempfangsspannung zu einer Teilausgangsspannung
zu überlagern und
wobei die Empfangsschaltung (5) eingerichtet ist die Teilausgangsspannungen zu der
Ausgangsspannung zu überlagern.
6. Schienenkontaktsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangsschaltung (5) zwei Verstärkerelemente (40, 41) aufweist,
wobei jeweils eines der Verstärkerelemente (40, 41) eingerichtet ist, eine der Teilausgangsspannungen
zu verstärken.
7. Schienenkontaktsystem nach Anspruch 5 und/oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Überträgerschaltung (20) ein Potentiometer (57) aufweist, wobei mittels des Potentiometers
(57) ein Spannungsverhältnis der Werte der Teilabgleichspannungen zu den Werten der
Teilempfangsspannungen einstellbar sind.
8. Verwendung des Schienenkontaktsystems nach mindestens einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schienenkontaktsystem als Achszähler eingesetzt wird.