[0001] Die Erfindung betrifft ein Vorlagespulenwechselverfahren bei der Herstellung eines
Multikomponentengarns mit den Verfahrensschritten Abspulen eines Garns von einer Produktionsvorlagespule,
wobei das Garn mittels eines Garnlieferwerks von der Produktionsvorlagespule abgespult
wird, und Bereitstellen einer Reservevorlagespule sowie eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens (Vorlagespulenwechseleinrichtung). Das Verfahren und die Vorrichtung
eignen sich insbesondere zum Wechseln von Elastanvorlagespulen, d.h. Vorlagespulen,
auf die ein hochelastisches Garn (Elastan) aufgespult ist.
[0002] Maschinen zur Herstellung von Multikomponentengarnen, z.B. Air-Covering oder Lufttexturier-Maschinen,
werden dazu verwendet, Filamentgarne beständig, z.B. mittels eines Luftstrahls (Verflechtungsstrahl),
miteinander zu einem Multikomponentengarn zu verarbeiten. Dabei werden als Komponenten
mindestens ein Hüllfaden (Effektgarn) mit einem Kernfaden verbunden. Ziel dieses Prozesses
ist, möglichst gleichmäßige Verknüpfungsknoten im Multikomponentengarn zu erreichen
und so die Komponenten miteinander zu verbinden, wodurch das hergestellte Multifilamentgarn
sowohl mechanische als auch strukturelle Elastizität aufweist. Ein Beispiel einer
Air-Covering Maschine ist in der US 6,405,519 B1 offenbart. Bei dem Kernfaden handelt
es sich meist um ein ein Elastomer enthaltendes hochelastisches Garn, z.B. Lycra®.
Ein Elastanfaden besitzt eine äußerst glatte Oberfläche. Der verarbeitete Durchmesserbereich
der Elastangarne liegt zwischen 0,012 und 0,025 mm. Elastan besteht mindestens aus
85 Gewichtsprozent segmentiertem Polyurethan. Elastan verfügt über eine äußerst hohe
Elastizität und Dehnbarkeit, eine gute Reißfestigkeit, jedoch nur über eine geringe
Scheuerfestigkeit. Die Hüllfäden können verschiedene Effektgarne umfassen. Die Garne,
also die Hüllfäden und der Kernfaden, werden über Lieferwerke, z.B. Galetten, einer
Air-Covering Düse zugeführt. Nachdem das Multikomponentengarn die Air-Covering Düse
durchlaufen hat, wird das Multikomponentengarn von einer Spule, auf die das Multikomponentengarn
aufgewickelt wird, aufgenommen.
[0003] Das elastische Garn wird dabei von einer Vorlagespule tangential unter Zuhilfenahme
eines speziellen Lieferwerks abgespult (tangentialer Abzug). Um diese Operation durchzuführen,
ist mindestens ein zusätzlicher Antrieb notwendig. Um die Vorlagespule des elastischen
Garns tangential abzuspulen ist diese mit ihrer Achse parallel zu den Rotationsachsen
von zum Abspulen verwendeten Lieferwerken positioniert. Wenn die Vorlagespule leer
ist, muss der komplette Herstellungsprozess gestoppt werden, damit die Vorlagespule
ersetzt werden kann. Um den Produktionsprozess bei einem notwendigen Vorlagespulenwechsel,
z.B. wenn die aktuelle Vorlagespule (Produktionsvorlagespule) aufgebraucht ist, möglichst
nur kurz zu unterbrechen, wurden komplizierte Systeme, die einen automatischen Vorlagespulenwechsel
ermöglichen, entwickelt.
Beim tangentialen Abzug werden zwei Varianten unterschieden. Beim freilaufenden tangentialen
Abzug sitzt die Vorlagespule auf einer frei drehenden Hülse ohne eigenen Antrieb.
Der frei drehende Abzug ist nur bei kleinen Prozessgeschwindigkeiten anwendbar. Beim
angetriebenen tangentialen Abzug wird die Rotation der Vorlagespule über Tragwalzen
angetrieben. Dieser angetriebene tangentiale Abzug ist für hohe Produktionsgeschwindigkeiten
bei elastischen Garnen anwendbar.
[0004] Weiter ist über Kopf Abziehen von Garnen bekannt. Dabei können Unterbrechungen des
Produktionsprozesses durch einen Vorlagespulenwechsel vermieden werden. Beim über
Kopf Abziehen rotiert die Vorlagespule nicht selbst, dadurch ist beim über Kopf Abziehen
das Arbeiten mit einer unmittelbar einsatzfähigen Reservevorlagespule möglich, wodurch
Abschaltzeiten einer entsprechend arbeitenden Garnbearbeitungsmaschine minimiert werden.
Die Reservevorlagespule wird symmetrisch zu der vertikalen Achse der Garnbearbeitungsmaschine
mit der Vorlagespule, von der das Garn aktuell abgezogen wird, positioniert. Das freie
Ende des Garns auf der Reservevorlagespule wird mit dem abschließenden Ende des Garns
der aktuell abgewickelten Vorlagespule verknotet. Wenn das Garn der aktuell abgewickelten
Vorlagespule aufgebraucht ist, wird automatisch das Garn der Reservevorlagespule abgezogen
und der Herstellungsprozess läuft ohne Unterbrechung weiter. Daraufhin wird die leere
Vorlagespule durch eine neue Vorlagespule ersetzt, die als neue Reservevorlagespule
eingesetzt wird, wobei das Garn der neuen Vorlagespule entsprechend mit dem der alten
Reservevorlagespule verknotet wird. Durch diesen sogenannten Wechsel mittels Fadenreserve
wird ein quasi kontinuierlicher, unendlicher Prozess erreicht.
[0005] Die grundlegende Problematik bei der Verarbeitung von Elastan liegt darin, dass Elastanvorlagespulen
aufgrund der hohen Elastizität des Garnes tangential abgespult werden müssen. Ein
Wechsel von einer leeren Vorlagespule auf eine volle Vorlagespule mittels Fadenreserve
ist daher praktisch nicht möglich.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Vorlagespulenwechselverfahren und eine
Vorlagespulenwechseleinrichtung bereitzustellen, welche die Nachteile des Standes
der Technik vermeiden und insbesondere einen kontinuierlichen Vorlagespulenwechsel,
d.h. einen Vorlagespulenwechsel bei laufendem Herstellungsprozess bei einem tangentialen
Abzug ermöglichen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch das Vorlagespulenwechselverfahren und die Vorlagespulenwechseleinrichtung
der unabhängigen Ansprüche gelöst. Die abhängigen Ansprüche stellen bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung dar.
[0008] Das erfindungsgemäße Vorlagespulenwechselverfahren, insbesondere zum Wechseln von
Elastanspulen, bei der Herstellung eines Multikomponentengarns weist die Verfahrensschritte
tangentiales Abspulen eines Garns von einer Produktionsvorlagespule, wobei das Garn
mittels eines Garnlieferwerks von der Produktionsvorlagespule abgezogen wird, und
Bereitstellen einer Reservevorlagespule, auf. Erfindungsgemäß wird ein Ende eines
Reservegarns von der Reservevorlagespule in einem dem Lieferwerk in den Fadenläufen
der Garne nachgeordneten Verbindungssystem vorgehalten, und vor Auslaufen der Vorlagespule
das Ende des Reservegarns mit dem Garn durch das Verbindungssystem verbunden. Unter
Fadenläufe wird dabei der Verlauf der Garne zwischen der bzw. den Vorlagespulen bis
zu einer Spule, auf die das fertige Multikomponentengarn aufgewickelt wird, verstanden.
Bei einer Multikomponentengarnherstellungsmaschine, die nicht im Betrieb ist, kann
unter Fadenlauf auch nur der theoretische Verlauf eines Garns verstanden werden. Nach
dem Verbinden wird das Reservegarn mittels eines Lieferwerks von der Reservevorlagespule
tangential abgespult bzw. abgezogen.
Das Verbinden der Garne durch das Verbindungssystem kann dabei auf unterschiedliche
Art und Weise vorgenommen werden. Es ist z.B. ein Verkleben, ein Verschmelzen oder
ein Verknoten oder ein Spleißen zur Verbindung möglich. Wesentlich ist, dass beim
Verbinden die Eigenschaften der zu verbindenden Garne nicht wesentlich verändert werden,
so soll z.B. die Elastizität von Elastan erhalten bleiben. Weiter muss das Verbinden
möglichst rasch vorgenommen werden, um den Garnherstellungsprozess zur Verbindung
nicht übermäßig verlangsamen zu müssen.
[0009] Um eine Unterbrechung des Multikomponentengarnherstellungsprozesses zwecks Vorlagespulenwechsel
zu vermeiden, wird also der auslaufende Faden, d.h. das auslaufende Garn der Produktionsvorlagespule,
im laufenden Herstellungsprozess mit dem Garn einer Reservevorlagespule verknüpft.
Es wird also ein Verbinden des Garns auf der Reservevorlagespule mit dem Garn auf
der aktuell abgespulten Vorlagespule vor dem Auslaufen des Garns auf der aktuellen
Vorlagespule, also noch während dem Abspulen der aktuellen Vorlagespule, vorgenommen.
[0010] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht einen Vorlagespulenwechsel auch für Elastangarne,
ohne den Herstellungsprozess zu unterbrechen. Dadurch wird die Wirtschaftlichkeit
der Multikomponentengarnherstellung wesentlich vergrößert. Eine Multikomponentengarnherstellungsmaschine,
bei der ein erfindungsgemäßer Vorlagespulenwechsel vorgenommen wird, muss lediglich
bei Störungen, z.B. einem Fadenbruch, oder zur Wartung gestoppt werden. Das erfindungsgemäße
Vorlagespulenwechselverfahren ermöglicht ein Anbinden eines wartenden Elastanfadens
an den sich in der Produktion befindenden Elastanfaden mit größtmöglicher Sicherheit.
Es muss bei bekannten Multikomponentengarnherstellungsmaschinen kein zusätzliches
Lieferwerk eingebaut werden, d.h. die Beanspruchung der Garne, z.B. durch Reibung,
die bei der Herstellung wird nicht vergrößert, wodurch auch keine zusätzlichen Fadenspannungsschwankungen
entstehen. Es kann eine bewährte und vorhandene Fadenlaufgeometrie beibehalten werden.
Das Einlegen von neuen Reservevorlagespulen kann unabhängig von der Garnproduktion
erfolgen.
[0011] Bevorzugt wird das Auslaufen der Produktionsvorlagespule mittels einer Auslaufüberwachung,
bevorzugt einer Durchmesserüberwachung, der Produktionsvorlagespule detektiert. Eine
derartige Durchmesserüberwachung kann z.B. durch eine Drehgeschwindigkeitsermittlung
der Vorlagespule bei bekannter Drehzahl des Garnlieferwerks vorgenommen werden. Bei
bzw. vor dem Auslaufen kann vorteilhaft die Prozessgeschwindigkeit der Herstellung
des Multifilamentgarns bevorzugt auf 100 m/min reduziert werden.
Mittels der Auslaufüberwachung kann der Zeitpunkt des Vorlagespulenwechsels genau
vorgeplant und rechtzeitig ausgeführt werden. Es kann das Verbinden der Garne unmittelbar
vor Auslaufen der Produktionsvorlagespule ausgeführt werden. Daraus resultiert nur
auf einer sehr geringen Fadenlänge eine Doppelführung z.B. des Elastanfadens. Die
Qualität der Verbindung der Garne, z.B. deren Reißfestigkeit, ist von mehreren Betriebsparametern
abhängig. Dazu zählen die Drehzahlen der einzelnen Lieferwerke einer Multikomponentengarnherstellungsmaschine,
die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eingerichtet ist, insbesondere
die Drehzahl des Garnlieferwerks, das die Produktionsvorlagespule antreibt und damit
die Produktionsgeschwindigkeit der Multikomponentengarnherstellung. Diese Produktionsgeschwindigkeit
bestimmt eine Durchlaufgeschwindigkeit des Garns durch das Verbindungssystem. Mit
zunehmender Durchlaufgeschwindigkeit reduziert sich die Zeit, die zum Verbinden der
Garne zur Verfügung steht, was tendenziell zu einer schlechteren Verbindung führt.
Bei Reduktion der Prozessgeschwindigkeit kann daher die Verbindungsqualität gesteigert
werden. Aufgrund der Massenverhältnisse an den Lieferwerken und der Bremsleistung
der zugehörigen Antriebsmotoren der Multikomponentengarnherstellungsmaschine ist nur
eine beschränkte Drehzahlreduktion und damit nur eine beschränkte Durchlaufgeschwindigkeitsreduktion
pro Zeit möglich.
[0012] Vorteilhaft wird die Reservevorlagespule nach dem Verbinden mittels einer Spulenabhebevorrichtung
auf das Garnlieferwerk abgesenkt.
Dadurch kann als Antrieb der Produktionsvorlagespule und der Reservevorlagespule ein
einziges Lieferwerk verwendet werden.
[0013] Die Garne können mit Fadenläufen, die einen spitzen Winkel zur Rotationsachse des
Garnlieferwerks bilden, abgespult bzw. abgezogen werden.
Dies führt zu einer Reduktion des Abstandes der Fadenläufe des in Produktion befindlichen
Garns und des Reservegarns.
[0014] Besonders bevorzugt wird das Verbinden durch Umwinden der Garne umeinander vorgenommen.
Beim Umwinden handelt es sich um eine Art von Spleißen, wobei jedoch die Länge der
Verbindung wesentlich größer sein kann. Je länger die Verbindungsfaser, d.h. die Länge
der Garnverbindung, ist, desto größer ist die Reibung zwischen den Garnen und damit
die Zugfestigkeit der Verbindung.
[0015] In der letztgenannten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird bevorzugt
das Umwinden mittels eines, von mindestens einer Luftdüse erzeugten, Luftstrahls vorgenommen.
Dadurch ist eine maximale Durchlaufgeschwindigkeit des in Produktion befindlichen
Garns durch das Verbindungssystem während des Verbindens möglich, da kein mechanischer
Kontakt von Teilen des Verbindungssystems zu den Garnen besteht.
[0016] Alternativ kann das Umwinden mittels einer drehenden Rolle, bevorzugt mit einer Gummioberfläche,
vorgenommen werden, wobei die Garne zwischen der Rolle und einer Andruckfläche geführt
werden und durch Verfahren der Rolle in Richtung ihrer Drehachse auf der Andruckfläche
verdrillt werden.
Hierbei handelt es sich um eine kostengünstige Alternative zu dem Umwinden mittels
einer einen Luftstrahl erzeugenden Luftdüse.
[0017] Als Andruckfläche wird vorteilhaft die Oberfläche einer drehenden Rolle verwendet.
Dadurch wird die Reibung der Garne an dem Verbindungssystem vermindert.
[0018] Eine erfindungsgemäße Vorlagespulenwechseleinrichtung ist eingerichtet zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens. Die Vorlagespulenwechseleinrichtung umfasst eine
Produktionsvorlagespulenaufnahme, ein Garnlieferwerk, eingerichtet zum tangentialen
Abspulen eines Garns von einer in der Produktionsvorlagespulenaufnahme angeordneten
Produktionsvorlagespule, und eine Reservevorlagespulenaufnahme. Erfindungsgemäß ist
ein Verbindungssystem vorgesehen, eingerichtet, ein Ende eines Reservegarns einer
in der Reservevorlagespulenaufnahme angeordneten Reservevorlagespule vorzuhalten.
Das Verbindungssystem ist in den Fadenläufen der Garne dem Garnlieferwerk nachgeordnet
angeordnet und eingerichtet, vor Auslaufen der Produktionsvorlagespule das Ende des
Reservegarns mit dem Garn zu verbinden. Die Reservevorlagespulenaufnahme ist derart
angeordnet, dass nach dem Verbinden das Reservegarn mittels eines Lieferwerks tangential
abspulbar ist.
Die erfindungsgemäße Vorlagespulenwechseleinrichtung ermöglicht das Durchführen des
erfindungsgemäßen Verfahrens und verwirklicht daher die Vorteile des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
[0019] Bevorzugt ist eine Auslaufüberwachung, bevorzugt eine Durchmesserüberwachung oder
auch Längenmessung, vorgesehen, eingerichtet, das Auslaufen der Produktionsvorlagespule
zu detektierten.
Die Reservevorlagespulenaufnahme weist vorteilhaft eine Spulenabhebevorrichtung auf,
eingerichtet, die Reservevorlagespule nach dem Verbinden auf das Garnlieferwerk abzusenken.
Die Rotationsachse des Garnlieferwerks bildet vorteilhaft einen spitzen Winkel mit
den Fadenläufen der Garne, wodurch die Abstände der Fadenläufe der Garne verringert
werden.
[0020] Das Verbindungssystem ist besonders bevorzugt eingerichtet, die Garne durch Umwinden
umeinander zu verbinden. Dabei kann das Verbindungssystem mindestens eine Luftdüse
aufweisen, wobei die Luftdüse eingerichtet ist, mindestens einen Luftstrahl zum Umwinden
der Garne zu erzeugen.
Alternativ kann das Verbindungssystem eine drehbare Rolle, bevorzugt mit einer Gummioberfläche,
und eine Andruckfläche umfassen, wobei die Rolle derart über der Andruckfläche in
Richtung ihrer Drehachse verfahrbar angeordnet ist, dass zwischen der Rolle und der
Andruckfläche angeordnete Garne durch Verfahren der Rolle verdrillt werden. Dabei
ist die Andruckfläche bevorzugt als Oberfläche einer drehbaren Rolle ausgeführt.
[0021] Eine erfindungsgemäße Multikomponentengarnherstellungsmaschine weist mindestens eine
erfindungsgemäße Vorlagespulenwechseleinrichtung auf. Die erfindungsgemäße Multikomponentengarnherstellungsmaschine
ist bevorzugt eingerichtet, die Prozessgeschwindigkeit der Herstellung des Multifilamentgarns
beim Auslaufen bevorzugt auf 100 m/min zu reduzieren. Es versteht sich aber, dass
ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens darin besteht, dass das Garn
der Produktionsvorlagespule bei allen Prozessgeschwindigkeiten der Multikomponentengarnherstellungsmaschine
mit dem Garn der Reservevorlagespule ohne Prozessunterbrechung verbunden werden kann.
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher erläutert.
[0023] Die Figur 1 zeigt den Fadenlauf in einer erfindungsgemäßen Multikomponentengarnherstellungsmaschine
mit einer erfindungsgemäßen Vorlagespulenwechseleinrichtung.
Die Figuren 2 zeigen verschiedene Anordnungsmöglichkeiten von Vorlagespulen bei erfindungsgemäßen
Vorlagespulenwechseleinrichtungen.
Die Figuren 3 zeigen bevorzugte Varianten von Verbindungssystemen in einer erfindungsgemäßen
Vorlagespulenwechseleinrichtung.
[0024] Die Figuren der Zeichnungen zeigen den erfindungsgemäßen Gegenstand stark schematisiert
und sind nicht maßstäblich zu verstehen. Die einzelnen Bestandteile des erfindungsgemäßen
Gegenstandes sind so dargestellt, dass ihr Aufbau gut gezeigt werden kann.
[0025] In Figur 1 ist der Fadenlauf 1 der zu verarbeitenden Garne in einer erfindungsgemäßen
Multikomponentengarnherstellungsmaschine mit einer erfindungsgemäßen Vorlagespulenwechseleinrichtung
3 dargestellt. Es werden zwei Vorlagespulen 5,6, d.h. eine Produktionsvorlagespule
5 und eine Reservevorlagespule 6 nacheinander auf demselben Lieferwerk 8 angetrieben.
Dabei wird die Reservevorlagespule 6 erst dann auf das Lieferwerk 8 abgesenkt, wenn
ein Fadenende der Reservevorlagespule 6, also das von einem Verbindungssystem 10 vorgehaltene
Ende des Reservegarns, z.B. pneumatisch mit dem auslaufenden Faden der Produktionsvorlagespule
5 verknüpft bzw. verbunden wurde. Dazu weisen eine Produktionsvorlagespulenaufnahme
12 und eine Reservespulenvorlageaufnahme 13 jeweils eine Spulenabhebevorrichtung 15,16
auf. Das Lieferwerk 8 (Garnlieferwerk) ist derart angeordnet, dass die in einer der
Vorlagespulenaufnahmen 12,13, d.h. der Produktionsvorlagespulenaufnahme 12 bzw. der
Reservevorlagenspulenaufnahme 13 angeordnete Vorlagespule 5,6 nach deren Absenken
auf das Lieferwerk 8 tangential abgespult werden kann. Bei der Vorlagespule, die gerade
abgespult wird, handelt es sich dabei immer um die Produktionsvorlagenspule 5, d.h.
die Produktionsvorlagespulenaufnahme 12 bzw. die Reservevorlagenspulenaufnahme 13
wechseln im Laufe des Herstellungsprozesses ihre Rollen, d.h. Zuordnungen. Das Verbinden
der Garne wird von dem Verbindungssystem 10 vorgenommen. Das Verbindungssystem 10
hält ein Ende eines Reservegarns einer in der Reservevorlagespulenaufnahme 13 angeordneten
Reservevorlagespule 6 vor, d.h. dieses Ende ist derart in dem Verbindungssystem 10
angeordnet, dass vor Auslaufen der Produktionsvorlagespule 5 das Ende des Reservegarns
mit dem Garn in der Produktionslinie schnell verbunden werden kann. Das Verbindungssystem
10 ist in den Fadenläufen 1 der Garne dem Garnlieferwerk 8 nachgeordnet angeordnet.
Dadurch kann das Ende des Reservegarns während des Produktionsprozesses, also noch
während des Abspulens der aktuellen Produktionsvorlagespule 5, vor Auslaufen der Produktionsvorlagespule
5, mit dem von der Produktionsvorlagespule 5 abgespulten Garn verbunden werden. Im
Fadenlauf 1 dem Verbindungssystem 10 nachgeordnet ist ein weiteres Lieferwerk 20 angeordnet.
Dieses Lieferwerk 20 ist üblicherweise bei bekannten Multikomponentengarnherstellungsmaschinen
vorgesehen, um Fadenspannungsschwankungen der von den Vorlagespulen abgespulten Garne
auszugleichen. Die weiteren gezeigten Lieferwerke 21,22 und die dazwischen angeordnete
Düse 25 entsprechen beispielhaft einer Anordnung in einer Air-Covering Maschine, wobei
die Hüllfäden über das Lieferwerk 21 zugeführt sind.
[0026] In den Figuren 2a bis 2e sind verschiedene Anordnungsmöglichkeiten von Vorlagespulen
5,6 bei erfindungsgemäßen Vorlagespulenwechseleinrichtungen dargestellt. Es ist jeweils
eine Reservevorlagespule 6, eine Produktionsvorlagespule 5 und mindestens ein diese
Vorlagespulen 5,6 antreibendes Lieferwerk 8 (Garnlieferwerk) gezeigt, wobei die Garne
von den Vorlagespulen 5,6 tangential abspulbar sind. Ferner ist ein weiteres Lieferwerk
20 gezeigt, das jeweils das erste Lieferwerk einer bekannten Multikomponentengarnherstellungsmaschine
darstellt. Das in den Figuren 2 nicht dargestellte Verbindungssystem ist jeweils im
Fadenlauf 30 zwischen dem Garnlieferwerk 8 und diesem ersten Lieferwerk 20 angeordnet.
Figur 2a zeigt eine erste Variante einer Doppelanordnung der Vorlagespulen 5,6, d.h.
einer Anordnung, bei der beide Vorlagespulen 5,6 durch das selbe Garnlieferwerk 8
antreibbar sind. Diese Anordnung entspricht der in Figur 1 dargestellten Anordnung.
Eine Spulenabhebung mittels einer nicht dargestellten Spulenabhebevorrichtung funktioniert
für jede Vorlagespule 5,6 getrennt.
Die Figuren 2b und 2c zeigen eine zweite Variante einer Doppelanordnung der Vorlagespulen,
wobei Figur 2b eine perspektivische Schrägdarstellung und Figur 2c eine Seitenansicht
zeigt. Dabei sind die Vorlagespulen 5,6 und das Garnlieferwerk 8 quer zu den Fadenläufen
30 der Garne angeordnet. D.h. die Rotationsachse des Garnlieferwerks 8 bildet einen
spitzen Winkel mit den Fadenläufen 30 oder ist sogar parallel zu den Fadenläufen 30
angeordnet, wodurch sich eine rechtwinklige Umlenkung der abgespulten Garne ergibt.
Dadurch wird ein gegenüber der ersten Variante schmalerer Fadenlauf 30 von den Vorlagespulen
5,6 zum ersten Lieferwerk 20 erreicht. Die Verbindung der Garne im Verbindungssystem
wird dadurch erleichtert.
Die Figuren 2d und 2e zeigen eine Einfachanordnung der Vorlagespulen 5,6, wobei Figur
2d eine perspektivische Schrägdarstellung und Figur 2e eine Seitenansicht zeigt. Beide
Vorlagespulen 5,6 werden hier jeweils von einem eigenen Lieferwerk 31,32 angetrieben.
Dabei kann für beide Vorlagespulen 5,6 jeweils ein identisches Abspulsystem bestehend
aus einer Vorlagespulenaufnahme und einem Lieferwerk verwendet werden. Diese beiden
Abspulsysteme können dabei räumlich derart getrennt angeordnet sein, dass deren Handhabung,
insbesondere der Spulenwechsel während des Maschinenlaufs, ideal gestaltet wird. Dabei
ist es vorteilhaft, die beiden Systeme derart anzuordnen, dass die Fadenläufe 30,
d.h. die Elastanfadenläufe, der abzuspulenden Garne von beiden Vorlagespulen 5,6 die
gleichen, bzw. sich entsprechende, Umlenkpunkte und Reibstellen aufweisen, wodurch
gleichbleibende Produktionsbedingungen gewährleistet sind.
[0027] Die Figuren 3 zeigen bevorzugte Varianten von Verbindungssystemen in einer erfindungsgemäßen
Vorlagespulenwechseleinrichtung, wobei ein Verbinden durch Umwinden vornehmbar ist.
In den Figuren 3a und 3b ist jeweils ein Verbindungssystem mit rein mechanischen Elementen
dargestellt. Die Verbindungssysteme weisen eine drehbare Rolle 40, bevorzugt mit einer
Gummioberfläche, z.B. eine Gummirolle, und eine Andruckfläche 42 auf. Die Rolle 40
ist derart über der Andruckfläche 42 in Richtung ihrer Drehachse verfahrbar angeordnet,
dass zwischen der Rolle 40 und der Andruckfläche 42 angeordnete Garne 44,45 durch
Verfahren der Rolle 40 verdrillt werden. Die Gummirolle 40 wird z.B. durch einen Hubmechanismus
in Richtung des in den Figuren dargestellten Pfeils 47 verschoben. Dadurch wird das
vorgehaltene Ende des Garns 44 einer Reservevorlagespule in Richtung des Garns 45
der Produktionsvorlagespule über die Andruckfläche 42 gerollt, wodurch die Garne 44,45
miteinander verdrillt werden. Bei dem Verbindungssystem der Figur 3b ist die Andruckfläche
42 als Oberfläche einer drehbaren Rolle 48, bevorzugt einer weiteren Gummirolle, ausgeführt.
Diese weitere drehende Gummirolle muss keinen Hubmechanismus aufweisen. Das Ende des
Garns 44 ist an einer Garnvorhaltevorrichtung 49 fixiert.
In den Figuren 3c bis 3e sind Varianten eines Verbindungssystems 10, das eine Luftumwindung
vornehmen kann, dargestellt. Diese Verbindungssysteme 10 weisen mindestens eine Luftdüse
50 (Verwirbelungsdüse) auf, wobei die Luftdüse 50 eingerichtet ist, mindestens einen
Luftstrahl zum Umwinden der Garne 44,45, d.h. des vorgehaltenen Endes des Reservegarns
44 mit dem von der Produktionsvorlagespule abgespulten Garns 45, zu erzeugen. Dieses
Verbindungssystem 10 arbeitet sehr verschleißarm, da keine mechanisch bewegten Teile
vorhanden sein müssen. In Figur 3 c ist ein Verbindungssystem 10 mit zwei derartigen
Luftdüsen 50 dargestellt. Die Verbindungssysteme 10 der Figuren 3d und 3e weisen nur
jeweils eine derartige Luftdüse 50 auf. In Figur 3e ist eine sogenannte externe Fadenvorlage
realisiert. D.h. das vorgehaltene Ende des Reservegarns 44 wird räumlich beabstandet
vom Fadenlauf des in Produktion befindlichen Garns 45 (Produktionsfaden) vorgehalten.
Eine derartige externe Vorlage des wartenden Fadens verhindert ein Verletzen oder
Mitreißen der wartenden Fadenvorlage durch den Produktionsfaden. Bei der externen
Vorlage wird die wartende Fadenvorlage erst unmittelbar vor dem Verbinden in den Luftstrahl
der Verwirbelungsdüse 50 durch eine entsprechende Mechanik automatisch eingelegt.
[0028] Vorgeschlagen wird ein Vorlagespulenwechselverfahren, insbesondere zum Wechseln von
Elastanspulen, bei der Herstellung eines Multikomponentengarns sowie eine Vorlagespulenwechseleinrichtung
zur Durchführung des Vorlagespulenwechselverfahrens. Das Vorlagespulenwechselverfahren
umfasst die Verfahrensschritte tangentiales Abspulen eines Garns 44,45 von einer Produktionsvorlagespule
5, wobei das Garn 45 mittels eines Garnlieferwerks 8,31,32 von der Produktionsvorlagespule
5 abgespult wird, und Bereitstellen einer Reservevorlagespule 6. Das Ende eines Reservegarns
44 wird von der Reservevorlagespule 6 in einem dem Lieferwerk 8 in den Fadenläufen
1 der Garne 44,45 nachgeordneten Verbindungssystem 10 vorgehalten, und vor Auslaufen
der Produktionsvorlagespule 5 das Ende des Reservegarns 44 mit dem Garn 45 durch das
Verbindungssystem 10 verbunden, wobei nach dem Verbinden das Reservegarn 44 mittels
eines Lieferwerks 8,31,32 von der Reservevorlagespule 6 tangential abgespult wird.
[0029] Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die vorstehend angegebenen Ausführungsbeispiele.
Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche auch bei grundsätzlich anders
gearteter Ausführung von den Merkmalen der Erfindung Gebrauch machen.
1. Vorlagespulenwechselverfahren, insbesondere zum Wechseln von Elastanspulen, bei der
Herstellung eines Multikomponentengarns mit den Verfahrensschritten
- tangentiales Abspulen eines Garns (44,45) von einer Produktionsvorlagespule (5),
wobei das Garn (45) mittels eines Garnlieferwerks (8,31,32) von der Produktionsvorlagespule
(5) abgespult wird, und
- Bereitstellen einer Reservevorlagespule (6),
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Ende eines Reservegarns (44) von der Reservevorlagespule (6) in einem dem Lieferwerk
(8) in den Fadenläufen (1) der Garne (44,45) nachgeordneten Verbindungssystem (10)
vorgehalten wird, und vor Auslaufen der Produktionsvorlagespule (5) das Ende des Reservegarns
(44) mit dem Garn (45) durch das Verbindungssystem (10) verbunden wird, wobei nach
dem Verbinden das Reservegarn (44) mittels eines Lieferwerks (8,31,32) von der Reservevorlagespule
(6) tangential abgespult wird.
2. Vorlagespulenwechselverfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Auslaufen der Produktionsvorlagespule (5) mittels einer Auslaufüberwachung, bevorzugt
einer Durchmesserüberwachung, der Produktionsvorlagespule (5) detektiert wird, wobei
bevorzugt die Prozessgeschwindigkeit der Herstellung des Multifilamentgarns beim Auslaufen
bevorzugt auf 100 m/min reduziert wird.
3. Vorlagespulenwechselverfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Reservevorlagespule (6) nach dem Verbinden mittels einer Spulenabhebevorrichtung
(15,16) auf das Garnlieferwerk (8) abgesenkt wird.
4. Vorlagespulenwechselverfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Garne (44,45) mit Fadenläufen (1), die einen spitzen Winkel zur Rotationsachse
des Garnlieferwerks (8) bilden, abgespult werden.
5. Vorlagespulenwechselverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbinden durch Umwinden der Garne (44,45) umeinander vorgenommen wird.
6. Vorlagespulenwechselverfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Umwinden mittels eines, von mindestens einer Luftdüse (50) erzeugten, Luftstrahls
vorgenommen wird.
7. Vorlagespulenwechselverfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Umwinden mittels einer drehenden Rolle (40), bevorzugt mit einer Gummioberfläche,
vorgenommen wird, wobei die Garne (44,45) zwischen der Rolle (40) und einer Andruckfläche
(42) geführt werden und durch Verfahren der Rolle (40) in Richtung ihrer Drehachse
auf der Andruckfläche (42) verdrillt werden.
8. Vorlagespulenwechselverfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
als Andruckfläche (42) die Oberfläche einer drehenden Rolle (48) verwendet wird.
9. Vorlagespulenwechseleinrichtung, eingerichtet zur Durchführung des Verfahrens nach
mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, mit
- einer Produktionsvorlagespulenaufnahme (12),
- einem Garnlieferwerk (8,31,32), eingerichtet zum tangentialen Abspulen eines Garns
(45) von einer in der Produktionsvorlagespulenaufnahme (12) angeordneten Produktionsvorlagespule
(5), und
- einer Reservevorlagespulenaufnahme (13),
dadurch gekennzeichnet, dass
- ein Verbindungssystem (10), eingerichtet, ein Ende eines Reservegarns (44) einer
in der Reservevorlagespulenaufnahme (13) angeordneten Reservevorlagespule (6) vorzuhalten,
in den Fadenläufen (1) der Garne (44,45) dem Garnlieferwerk (8) nachgeordnet angeordnet
ist, wobei das Verbindungssystem (10) eingerichtet ist, vor Auslaufen der Produktionsvorlagespule
(5) das Ende des Reservegarns (44) mit dem Garn (45) zu verbinden, und
- die Reservevorlagespulenaufnahme (13) derart angeordnet ist, dass nach dem Verbinden
das Reservegarn (44) mittels eines Lieferwerks (8,31,32) tangential abspulbar ist.
10. Vorlagespulenwechseleinrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Auslaufüberwachung, bevorzugt eine Durchmesserüberwachung, vorgesehen ist, eingerichtet,
das Auslaufen der Produktionsvorlagespule (5) zu detektierten.
11. Vorlagespulenwechseleinrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 9 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Reservevorlagespulenaufnahme (13) eine Spulenabhebevorrichtung (15,16) aufweist,
eingerichtet, die Reservevorlagespule (6) nach dem Verbinden auf das Garnlieferwerk
(8) abzusenken.
12. Vorlagespulenwechseleinrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rotationsachse des Garnlieferwerks (8) einen spitzen Winkel mit den Fadenläufen
(1) der Garne (44,45) bildet.
13. Vorlagespulenwechseleinrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungssystem (10) eingerichtet ist, die Garne (44,45) durch Umwinden umeinander
zu verbinden.
14. Vorlagespulenwechseleinrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungssystem (10) mindestens eine Luftdüse (50) aufweist, wobei die Luftdüse
(50) eingerichtet ist, mindestens einen Luftstrahl zum Umwinden der Garne (44,45)
zu erzeugen.
15. Vorlagespulenwechseleinrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungssystem (10) eine drehbare Rolle (40), bevorzugt mit einer Gummioberfläche,
und eine Andruckfläche (42) umfasst, wobei die Rolle (40) derart über der Andruckfläche
(42) in Richtung ihrer Drehachse verfahrbar angeordnet ist, dass zwischen der Rolle
(40) und der Andruckfläche (42) angeordnete Garne (44,45) durch Verfahren der Rolle
(40) verdrillt werden.
16. Vorlagespulenwechseleinrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Andruckfläche (42) als Oberfläche einer drehbaren Rolle (48) ausgeführt ist.
17. Multikomponentengarnherstellungsmaschine mit mindestens einer Vorlagespulenwechseleinrichtung
(3) nach mindestens einem der Ansprüche 8 bis 16, wobei die Multikomponentengarnherstellungsmaschine
bevorzugt eingerichtet ist, die Prozessgeschwindigkeit der Herstellung des Multifilamentgarns
beim Auslaufen bevorzugt auf 100 m/min zu reduzieren.