Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen Vorrichtungen für Gebläsebrenner
und insbesondere eine Vorrichtung, mit der ein Gebläsebrenner unmittelbar oder mittelbar
mit einem Brennraumgehäuse, das einen Brennraum begrenzt, verbunden werden kann.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Bekannte Gebläsebrenner für flüssige und/oder gasförmige Brennstoffe (z.B. nach DIN
EN 267/676 oder DIN EN 746), insbesondere so genannte Monoblock-Brenner, werden normalerweise
hängend an einem Brennraum (z. B. Kessel) bzw. einem diesen begrenzenden Brennraumgehäuse
befestigt. Dabei ist es üblich, den Gebläsebrenner unmittelbar an dem Brennraumgehäuse
oder über ein dazwischen liegendes Modul daran anzuordnen, das zur Einleitung von
Brennstoffen dient.
[0003] Im befestigten Zustand entstehende Kräfte, insbesondere Gewichtskräfte, und beim
Betrieb des Gebläsebrenners entstehende Kräfte werden über das Gehäuse des Gebläsebrenners
in das Brennraumgehäuse abgeleitet. Entsprechendes gilt für im befestigten Zustand
und beim Betrieb entstehende Momente.
[0004] Dementsprechend ist das Gehäuse des Gebläsebrenners hinsichtlich der mechanischen
Dauerfestigkeit zur Aufnahme von Kräften und Momenten des Gebläsebrenners insgesamt
auszulegen; hierbei das Brennergehäuse alleine zu berücksichtigen reicht nicht aus.
Bei Verwendung eines zwischen dem Gebläsebrenner und dem Brennraumgehäuse angeordneten
Moduls ist auch das Modul entsprechend auszulegen.
[0005] Bei der Auslegung des Brennergehäuses bzw. des Moduls sind aufgrund ihrer Masse insbesondere
der Gebläsemotor, das Ventilatorrad, der Saugkasten mit Drosselklappe, elektronische
Komponenten, hydraulische Komponenten und mechanische Verbundregler zu beachten.
[0006] Betrachtet man das Gehäuse als Luftleiteinrichtung steigt das Eigengewicht des Gehäuses
mit steigender Luftleistung an. Bei steigender Luftleistung, die als mit der Feuerungsleistung
korreliert betrachtet werden kann, steigen ferner die Massen der von dem Gehäuse umfassten
und daran befestigten Komponenten. Insbesondere bestimmte Komponenten, wie z. B. der
Gebläsemotor und das Ventilatorrad, tragen speziell zum Anstieg der Masse des Gebläsebrenners
insgesamt bei. Dies hat zur Folge, dass das Verhältnis der Masse der Komponenten eines
Gebläsebrenners ohne dessen Gehäuse zur Masse des Brennergehäuses größer wird, je
höher die Luftleistung bzw. die Feuerungsleistung ist.
[0007] Um die bei steigender Luftleistung bzw. Feuerungsleistung entstehenden, erhöhten
Kräfte und Momente des Gebläsebrenners zu berücksichtigen, ist der konstruktive Aufwand
hinsichtlich des Gehäuses entsprechend zu erhöhen. Hierfür sind z. T. komplexe Berechnungen
erforderlich, beispielsweise um mechanische Spannungen im Gehäuse zu ermitteln. Auch
sind die für das Gehäuse verwendeten Materialien entsprechend zu dimensionieren, beispielsweise
mit entsprechend großen Wandstärken auszustatten, um die erhöhten Anforderungen an
die mechanische Dauerfestigkeit zu erfüllen.
[0008] Ein weiterer Nachteil bekannter Benneranordnungen besteht darin, dass es für einen
Zugriff auf eine zwischen dem Brenner und dem Brennraumgehäuse angeordneten Modul
oder Mischeinrichtung erforderlich ist, den Brenner vollständig von dem Modul oder
den Brenner zusammen mit dem Modul von dem Brennraumgehäuse wegzuklappen. Hierfür
werden an dem Brenner und dem Modul bzw. an dem Modul und dem Brennraumgehäuse befestigte
Scharniere verwendet, die beim Verschwenken entstehende Kräfte und Momente, insbesondere
aufgrund des schweren Brennergehäuses, aufnehmen müssen. Möglichkeiten, das Brennraumgehäuse
für einen Zugriff auf das Modul bzw. die Mischeinrichtung zugestalten, gibt es aufgrund
der obigen Anforderung an das Brennraumgehäuse hinsichtlich der Aufnahme von Kräften
und Momenten nicht.
[0009] Ein bekannter Ansatz, dieses Problem zu lösen besteht darin, durch den Gebläsebrenner
verursachte Kräfte und Momente senkrecht nach unten in den Boden abzuleiten. Dabei
wird üblicherweise ein Gestell verwendet, das auf dem Boden montiert und an dem der
Gebläsebrenner befestigt ist. Im Speziellen ist es üblich, den Gebläsemotor des Gebläsebrenners
an dem Gestell zu befestigen, während die weiteren Bestandteile des Gebläsebrenners
an dem Motor angeordnet sind. Dadurch wird erreicht, dass das Gehäuse hinsichtlich
seiner mechanischen Dauerfestigkeit nur unter Berücksichtigung seiner eigenen Masse
auszulegen ist. Dieser aus dem Bereich von Ventilatoren bekannte Ansatz ist nachteilig,
weil für unterschiedliche, beispielsweise vom Kesseltyp abhängigen Installationshöhen
eine Vielzahl von Gestellen unterschiedlicher Höhe vorzusehen ist. Ferner ist es bei
dieser Vorgehensweise erforderlich, eine schwingungstechnische Entkopplung des Gestells
bzw. des daran angeordneten Gebläsebrenners und dem Brennraum bzw. dem Brennraumgehäuse
zu gewährleisten. Andernfalls können aufgrund des Schwingkreises Gebläsebrenner-Brennraumgehäuse-Boden-Gebläsebrenner
Beschädigungen des Gestells, des Gebläsebrenners und des Brennraumgehäuses sowie weiterer
mit dem Schwingkreis verbundener Komponenten auftreten.
Aufgabe der Erfindung
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die oben genannte Probleme bei Gebläsebrennern
zu lösen.
[0011] Insbesondere besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Lösung zum
Aufbau gewichtoptimierter und einfach handhabbarer Brennergehäuse bereitzustellen.
Kurzbeschreibung der Erfindung
[0012] Die obige Aufgabe wird durch die vorliegende Erfindung mit einer Haltevorrichtung
zum Anbringen eines Gebläsebrenners an einem Brennraumgehäuse nach den Merkmalen von
Anspruch 1 gelöst. Weitere Aspekte und Ausführungsbeispiele der Erfindung ergeben
sich aus den abhängigen Anrüchen, der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung.
[0013] Insbesondere stellt die vorliegende Erfindung eine Haltevorrichtung für einen Gebläsebrenner
bereit, die einen Befestigungsabschnitt zur Befestigung der Haltevorrichtung an einem
einen Brennraum begrenzenden Brennraumgehäuse oder an einer an einem Brennraumgehäuse
angeordneten Einheit und einen Aufnahmeabschnitt zur Aufnahme von durch einen an der
Haltevorrichtung angeordneten Gebläsebrenner verursachten Kräften und/oder Momenten
umfasst.
[0014] Vorzugsweise umfasst der Befestigungsabschnitt einen Flansch zur formschlüssigen
und/oder kraftschlüssigen Befestigung an einem Brennraumgehäuse oder an einer an einem
Brennraumgehäuse angeordneten Einheit.
[0015] Der Befestigungsabschnitt kann bevorzugt einen Bereich zur Anordnung eines Brennerrohrs
eines Gebläsebrenners umfassen.
[0016] Der Bereich zur Anordnung eines Brennerrohrs eines Gebläsebrenners kann bevorzugt
eine in dem Befestigungsabschnitt ausgebildete Öffnung, durch die ein Brennerrohr
geführt werden kann, oder eine in dem Befestigungsabschnitt ausgebildete Aufnahme,
in die ein Brennerrohr eingebracht werden kann, sein.
[0017] Der Bereich zur Anordnung eines Brennerrohrs eines Gebläsebrenners kann bevorzugt
zur formschlüssigen Anordnung des Brennerrohrs ausgestaltet sein.
[0018] Der Flansch des Befestigungsabschnitts kann bevorzugt den Bereich zur Anordnung eines
Brennerrohrs eines Gebläsebrenners umfassen.
[0019] Vorzugsweise umfasst der Aufnahmeabschnitt einen ersten Tragarm und/oder einen zweiten
Tragarm.
[0020] Der Aufnahmeabschnitt kann bevorzugt einen Flansch zur Anordnung eines Gebläsebrenners
an der Haltevorrichtung umfassen.
[0021] Der Flansch des Aufnahmeabschnitts kann bevorzugt mit wenigstens einem der Tragarme
verbunden sein.
[0022] Der Flansch des Aufnahmeabschnitts kann bevorzugt einen Motorbefestigungsbereich
zur Befestigung eines Motors eines Gebläsebrenners umfassen.
[0023] Der Flansch des Aufnahmeabschnitts kann bevorzugt einen Gehäusebefestigungsbereich
zur Befestigung eines Gehäuses eines Gebläsebrenners umfassen.
[0024] Wenigstens einer des wenigstens einen Tragarms kann bevorzugt eine bogenförmige Struktur
aufweisen.
[0025] Wenigstens einer des wenigstens einen Tragarms kann bevorzugt mit dem Befestigungsabschnitt
verbunden sein.
[0026] Vorzugsweise umfasst die Haltevorrichtung einen Stützabschnitt, der lösbar mit dem
Befestigungsabschnitt und/oder dem Aufnahmeabschnitt verbunden oder ein integraler
Bestandteil der Haltevorrichtung sein kann.
[0027] Der Stützabschnitt kann bevorzugt eine Basis zur Anordnung der Haltevorrichtung auf
einem Fertigung- und/oder Transport- und/oder Montagebereich umfassen.
[0028] Der Stützabschnitt kann bevorzugt Elemente zum Abstützen eines an der Haltevorrichtung
angeordneten Gebläsebrenners umfassen.
Kurzbeschreibung der Figuren
[0029] In der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen wird auf die beigefügten
Figuren Bezug genommen, von denen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer weiteren bevorzugten Ausführungsform,
- Fig. 3 bis 5
- schematische Darstellungen einer weiteren bevorzugten Ausführungsform,
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung einer weiteren bevorzugten Ausführungsform, und
- Fig. 7 bis 10
- schematische Darstellungen einer weiteren bevorzugten Ausführungsform.
[0030] In den Figuren gezeigte vergleichbare Komponenten sind durch gleiche Bezugszeichen
angegeben.
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
[0031] Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform zur Anordnung eines Gebläsebrenners 2 für flüssige
und/oder gasförmige Brennstoffe an einem Brennraumgehäuse 4 (z.B. Kessel), das einen
nicht dargestellten Brennraum begrenzt. Die Haltevorrichtung umfasst einen Befestigungsabschnitt
(nicht bezeichnet), um die Haltevorrichtung unmittelbar an dem Brennraumgehäuse 4
zu befestigen. Ferner umfasst die Haltevorrichtung eine Aufnahmeeinrichtung, mit der
von dem an der Haltevorrichtung angeordneten Gebläsebrenner 2 erzeugte Kräfte und/oder
Momente aufgenommen werden können, die sowohl während des Betriebs des Gebläsebrenners
2 als auch dann erzeugt werden, wenn der Gebläsebrenner 2 nicht betrieben wird.
[0032] Der Befestigungsabschnitt umfasst einen Flansch 6, der beispielsweise durch Verschrauben,
Verschweißen und/oder Vernieten mit dem Brennraumgehäuse 4 verbunden ist. Der Flansch
6 ist so ausgestaltet, dass zwischen dem Gebläsebrenner 2 und dem Brennraumgehäuse
4 ein Modul 8 insbesondere zur Einleitung von Brennstoffen angeordnet werden kann.
Hierfür kann der Flansch 6 so ausgestaltet sein, dass er den dem Brennraumgehäuse
4 benachbarten Bereich des Moduls 8 wenigstens teilweise umfasst. Durch die Verwendung
der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung ist es jedoch nicht erforderlich, dass die
zuletzt genannte Verbindung auch hinsichtlich von durch den Gebläsebrenner 2 erzeugten
Kräften und/oder Momenten auszulegen ist.
[0033] Bei der Ausführungsform von Fig. 1 umfasst der Aufnahmeabschnitt einen ersten Tragarm
10, einen zweiten Tragarm 12 und einen dritten Tragarm 14, die jeweils mit einem Ende
mit dem Flansch 6 verbunden sind. Die anderen Enden der Tragarme 10, 12 und 14 sind
mit einem Flansch 16 des Aufnahmeabschnitts verbunden. Der Flansch 16 dient zur Aufnahme
des Gebläsebrennergehäuses 24 an dem Aufnahmeabschnitt.
[0034] Der Flansch 16 umfasst Bereiche, um die einzelnen Komponenten des Gebläsebrenners
2, sofern erforderlich, an der Vorrichtung zu befestigen. Insbesondere umfasst der
Flansch 16 einen Motorbefestigungsbereich 18, der zur Befestigung eines Motors 20
des Gebläsebrenners 2 dient. Der Motorbefestigungsbereich 18 ist hierbei so ausgestaltet,
dass der Motor 20 an dem Aufnahmeabschnitt gesichert und die nicht dargestellte Antriebswelle
des Motors 20 durch den Motorbefestigungsbereich 18 hindurchgeführt werden können.
[0035] Der Flansch 16 umfasst ferner einen Gehäusebefestigungsbereich 22, der einen L-förmigen
Bereich 22a aufweist. Der Gehäusebefestigungsbereich 22 dient zur Befestigung eines
Gehäuses 24 des Gebläsebrenners 2 an der Aufnahmeeinrichtung.
[0036] Zur Anordnung des Gebläsebrenners 2 an dem Aufnahmeabschnitt ist es vorgesehen, lösbare
und nicht lösbare Verbindungen zu verwenden, wie zum Beispiel Schrauben, Nieten, Verschweißungen
und dergleichen.
[0037] Die unter Bezugnahme auf Fig. 1 gemachten Ausführungen gelten abgesehen von den im
Folgenden genannten Unterschieden auch für die Ausführungsform von Fig. 2.
[0038] Bei der Ausführungsform von Fig. 2 ist der Flansch 6 nicht unmittelbar mit dem Brennraumgehäuse
4 verbunden. Vielmehr ist hier der Flansch 6 mit dem von dem Brennraumgehäuse 4 entfernten
Ende des Moduls 8 verbunden. Dementsprechend ist es erforderlich, dass die Verbindung
des Moduls 8 und des Brennraumgehäuses 4 so ausgelegt ist, dass Kräfte und/oder Momente,
die von dem Gebläsebrenner 2, der erfindungsgemäßen Vorrichtung und dem Modul 8 so
aufgenommen werden, dass es weder zu Beschädigungen des Moduls 8, des Brennraumgehäuses
4 sowie der (abdichtenden) Verbindung zwischen dem Modul 8 und dem Brennraumgehäuse
4 kommt. Zur abdichtenden Verbindung des Moduls 8 und des Brennraumgehäuses 4 kann
es erforderlich sein, auch für eine Kräfte und/oder Momente aufnehmende Verbindung
zwischen dem Modul 8 und dem Brennraumgehäuse 4 zu sorgen, zum Beispiel durch eine
entsprechende Ausgestaltung und Dimensionierung des Moduls 8.
[0039] Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass bei der Ausführungsform von Fig. 2 der
Flansch 6 ohne Verwendung von Tragarmen mit dem Flansch 16 verbunden ist. Hierfür
sind die Haltevorrichtung und eventuell auch Teile des Gehäuses 24 entsprechend zu
dimensionieren.
[0040] Fig. 3, 4 und 5 zeigen eine weitere Ausführungsform, bei der keine mit dem Modul
von Fig. 1 und 2 vergleichbare Komponente verwendet wird. Auch diese Ausführungsform
umfasst einen Befestigungsabschnitt und eine Aufnahmeeinrichtung, für die unter Bezugnahme
auf Fig. 1 und 2 oben gemachten Ausführungen abgesehen von folgenden Unterschieden
ebenfalls gelten.
[0041] Der Flansch 6 ist hier als flächige, plattenförmige Struktur ausgebildet, die in
ihren Randbereichen Bohrungen zur Befestigung des Flansches 6 an einem Brennraumgehäuse
(nicht dargestellt) aufweist. Des Weiteren ist der Flansch 6 mit einer Öffnung 28
ausgestaltet, durch die ein Brennrohr 26 geführt werden kann (in Fig. 1 und 2 sind
die Brennerrohre der Gebläsebrenner 2 nicht gezeigt, weil sie durch die Module 8 verdeckend
umschlossen sind). Vorteilhaferweise ist die Öffnung 28 derart bemessen, dass eine
formschlüssige Verbindung mit dem Brennrohr 26 möglich ist. Anstelle der Öffnung 28
kann der Flansch 6 auch eine Aufnahme, beispielsweise in U-Form, aufweisen, in die
das Brennrohr 26 eingebracht werden kann.
[0042] Der Aufnahmeabschnitt der Ausführungsform gemäß Fig. 3 bis 5 umfasst zwei Tragarme
10 und 12, die sich von dem Flansch 6 bogenförmig weg zu dem Motorbefestigungsbereich
18 erstrecken. Der Motorbefestigungsbereich 18 umfasst hier eine kreis- bzw. ringförmige
Struktur (nicht bezeichnet), die den Motor 10 umfasst und vorteilhafterweise zu dessen
Befestigung dient. Der Gehäusebefestigungsbereich 22 umfasst auch hier einen L-förmigen
Bereich 22a, der auch zur Anordnung weiterer Komponenten des Gebläsebrenners 2, wie
zum Beispiel einem Elektronikmodul 30, verwendet werden kann.
[0043] Die in Fig. 6 dargestellte Ausführungsform stellt eine Modifikation der Ausführungsform
von Fig. 3 bis 5 dar. Zusätzlich zu den in Fig. 3 bis 5 gezeigten Komponenten umfasst
die Ausführungsform von Fig. 6 einen Stützbereich 32. Bei dieser Ausführungsform ist
der Stützbereich 32 lösbar mit den Befestigungs- und Aufnahmeeinrichtungen verbunden
und kann bei der (vorab) Montage der Haltevorrichtung und der Gebläsebrenners, deren
Transport und deren Montage am Brennraumgehäuse, beispielsweise unter Verwendung von
Paletten und/oder Hubstaplern, verwendet werden.
[0044] Der Stützbereich 32 erlaubt es, den Gebläsebrenner 2 vorgefertigt mit den daran angeordneten
Befestigungs- und Aufnahmeeinrichtungen bereitzustellen.
[0045] Der Stützbereich 32 umfasst eine Basis 34, mit der die gesamte in Fig. 6 gezeigte
Anordnung bei der (vorab) Montage und/oder bei Montage am Brennraumgehäuse auf einem
Montagebereich (z.B. Boden, Gabelstapler) angeordnet werden kann. Der Stützbereich
32 umfasst ferner Elemente 36, die Befestigungs- und Aufnahmeeinrichtungen und vorteilhafterweise
auch den Gebläsebrenner 2 abzustützen. Nach Montage an dem Brennraumgehäuse kann der
Stützbereich 32 entfernt werden.
[0046] Vorteilhafterweise wird der Stützbereich 32 auch beim Transport verwendet.
[0047] Fig. 7 bis 10 zeigen eine weitere Ausführungsform. Auch diese Ausführungsform umfasst
einen Befestigungsabschnitt und eine Aufnahmeeinrichtung, für die die unter Bezugnahme
auf Fig. 1 bis 6 oben gemachten Ausführungen abgesehen von folgenden Unterschieden
ebenfalls gelten.
[0048] Bei dieser Ausführungsform ist der Stützbereich 32 ein integraler Bestandteil der
Haltvorrichtung. Neben den sich von einer Seite des Flansches 6 erstreckenden Tragarmen
10 und 12 geht von dem Flansch 6 von dessen gegenüberliegender Seite ein weiterer
Tragarm 38 aus, der in eines der Elemente 36 übergeht.
[0049] Von der Basis 34 des Stützbereichs 32 erstreckt sich im Wesentlichen senkrecht nach
oben ein beispielsweise flächig ausgebildeter Auflagebereich 40. Der Auflagebereich
40 dient zu Auflage eines Teils des Gehäuses eines Gebläsebrenners und zur Aufnahme
von Kräften und/oder Momenten während Monatage, Transport und Betrieb.
[0050] Normalerweise wird die Haltevorrichtung mit einem daran angeordneten Gebläsebrenner
so an einem Brennraum befestigt, dass der Stützbereich 32 nicht auf dem Boden aufliegt.
Es ist aber auch denkbar, die Haltevorrichtung mit einem daran angeordneten Gebläsebrenner
so an einem Brennraum zu befestigen, dass der Stützbereich 32 auf dem Boden aufliegt.
[0051] Allen Ausführungsformen ist gemeinsam, dass es im Gegensatz zum Stand der Technik
nicht mehr erforderlich ist, das Gehäuse des Gebläsebrenners hinsichtlich der mechanischen
Dauerfestigkeit zur Aufnahme von Kräften und/oder Momenten des Gebläsebrenners insgesamt
gezielt auszulegen. Vielmehr reicht es aus, hierbei das Gehäuse des Gebläsebrenners
alleine zu berücksichtigen. Dies gilt auch bei Verwendung einer mit dem in Fig. 1
und 2 gezeigten Modul vergleichbaren Einheit entsprechend.
[0052] Die Verwendung der vorliegenden Erfindung ermöglicht es hinsichtlich von Gebläsebrennern,
und insbesondere von deren Gehäusen, ein Leichbaukonzept umzusetzen. Die bei Gebläsebrennern
dadurch möglichen Gewichtseinsparungen sind größer als die Aufwendungen, die bei einer
Umsetzung der vorliegenden Erfindung erforderlich sind.
[0053] Auch der Fertigungsaufwand insgesamt wird durch die vorliegende Erfindung reduziert.
Eine Umsetzung der vorliegenden Erfindung, insbesondere eine Berechung und Konstruktion
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung hinsichtlich ihrer Dauerfestigkeit, ist deutlich
einfacher als dies bei der Auslegung und Konstruktion herkömmliche Gebläsebrenner
erforderlich ist. Auch die insgesamt anfallenden Kosten werden durch die vorliegende
Erfindung reduziert.
[0054] Des Weiteren erlaubt die vorliegende Erfindung, hinsichtlich von Gebläsebrennern
ein Leichtbaukonzept derart vorzusehen, dass beispielsweise auch im montierten Zustand
eine teilweise Öffnung des Gehäuses des Gebläsebrenners, beispielsweise bei Montage,
Inbetriebnahme, normalen Betrieb und Wartung, möglich ist. So kann beispielsweise
eine Gestaltung des Gehäuses, die eine Öffnung des Gehäuseoberteils ermöglicht, eine
bedeutsame Verbesserung bei Inbetriebnahme und Wartung darstellen. Bei Inbetriebnahme
und Wartung ist es oftmals erforderlich, auf die Mischeinrichtung zugreifen zu können.
Bisher war es hierfür erforderlich, den gesamten Gebläsebrenner seitlich von dem Brennraumgehäuse
wegzuklappen. Die vorliegende Erfindung vermeidet dies, weil es nun möglich ist, Gehäuse
von Gebläsebrennern mit entsprechenden Öffnungen zu versehen, wobei auf die bisher
Erfordernis, die mechanische Festigkeit des Gesamtsystems berücksichtigen zu müssen,
keine Rücksicht genommen werden muss.
1. Haltevorrichtung zum Anbringen eines Gebläsebrenners (2) an einem Brennraumgehäuse
(4), mit:
- einem Befestigungsabschnitt zur Befestigung der Haltevorrichtung an einem einen
Brennraum begrenzenden Brennraumgehäuse (4) oder an einer an einem Brennraumgehäuse
(4) angeordneten Einheit (5), und
- einem Aufnahmeabschnitt zur Aufnahme von durch einen an der Haltevorrichtung angeordneten
Gebläsebrenner (2) verursachten Kräften und/oder Momenten.
2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, bei der dem Befestigungsabschnitt einen Flansch
(6) zur formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen Befestigung an einem Brennraumgehäuse
(4) oder an einer an einem Brennraumgehäuse,(4) angeordneten Einheit (8) umfasst.
3. Haltevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der der Aufnahmeabschnitt einen ersten
Tragarm (10) umfasst.
4. Haltevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, bei der der Aufnahmeabschnitt
einen zweiten Tragarm (12) umfasst.
5. Haltevorrichtung nach einem vorherigen Ansprüche, bei der der Aufnahmeabschnitt einen
Flansch (16) zur Anordnung eines Gebläsebrenners (2) an der Vorrichtung umfasst.
6. Haltevorrichtung nach Anspruch 5, soweit abhängig von Anspruch 7 oder 8, bei der der
Flansch (16) des Aufnahmeabschnitts mit wenigstens einem des wenigstens einen Tragarms
(10, 12, 14) verbunden ist.
7. Haltevorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, bei der der Flansch (16) des Aufnahmeabschnitts
einen Motorbefestigungsbereich (18) zur Befestigung eines Motors (20) eines Gebläsebrenners
(26) umfasst.
8. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, bei der der Flansch (16) des Aufnahmeabschnitts
einen Gehäusebefestigungsbereich (22, 22a) zur Befestigung eines Gehäuses (24) eines
Gebläsebrenners (2) umfasst.
9. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, bei der wenigstens einer des wenigstens
einen Tragarms (10, 12) eine bogenförmige Struktur aufweist.
10. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, bei der wenigstens einer des wenigstens
einen Tragarms (10, 12) mit dem Befestigungsabschnitt verbunden ist.
11. Haltevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, mit einem Stützabschnitt(32),
der lösbar mit dem Befestigungsabschnitt und/oder dem Aufnahmeabschnitt verbunden
ist oder einen integralen Bestandteil der Haltevorrichtung bildet.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.
1. Haltevorrichtung zum Anbringen eines Gebläsebrenners (2) an einem Brennraumgehäuse
(4), mit:
einem Befestigungsabschnitt zur Befestigung der Haltevorrichtung an einem einen Brennraum
begrenzenden Brennraumgehäuse (4) oder an einer an einem Brennraumgehäuse (4) angeordneten
Einheit (8), gekennzeichnet durch
- einen Aufnahmeabschnitt zur Aufnahme von auf den an der Haltevorrichtung befestigten
Gebläsebrenner (2) im Betrieb wirkenden Kräften und/oder Momenten.
2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, mit Bereichen (16, 18, 22, 22a) zur Befestigung
eines Gebläsebrenners (2) an der Haltevorrichtung.
3. Haltevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der der Aufnahmeabschnitt zur Aufnahme
von Kräften und/oder Momenten ausgelegt ist, die im Betrieb auf den an der Haltevorrichtung
befestigten Gebläsebrenner (2) wirken.
4. Haltevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, bei der dem Befestigungsabschnitt
einen Flansch (6) zur formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen Befestigung an einem
Brennraumgehäuse (4) oder an einer an einem Brennraumgehäuse (4) angeordneten Einheit
(8) umfasst.
5. Haltevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, bei der der Aufnahmeabschnitt
einen ersten Tragarm (10) umfasst.
6. Haltevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, bei der der Aufnahmeabschnitt
einen zweiten Tragarm (12) umfasst.
7. Haltevorrichtung nach einem vorherigen Ansprüche, bei der der Aufnahmeabschnitt einen
Flansch (16) zur Anordnung eines Gebläsebrenners (2) an der Vorrichtung umfasst.
8. Haltevorrichtung nach Anspruch 7, soweit abhängig von Anspruch 5 oder 6, bei der
der Flansch (16) des Aufnahmeabschnitts mit wenigstens einem des wenigstens einen
Tragarms (10, 12, 14) verbunden ist.
9. Haltevorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, bei der der Flansch (16) des Aufnahmeabschnitts
einen Motorbefestigungsbereich (18) zur Befestigung eines Motors (20) eines Gebläsebrenners
(26) umfasst.
10. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, bei der der Flansch (16) des Aufnahmeabschnitts
einen Gehäusebefestigungsbereich (22, 22a) zur Befestigung eines Gehäuses (24) eines
Gebläsebrenners (2) umfasst.
11. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, bei der wenigstens einer des
wenigstens einen Tragarms (10, 12) eine bogenförmige Struktur aufweist.
12. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, bei der wenigstens einer des
wenigstens einen Tragarms (10, 12) mit dem Befestigungsabschnitt verbunden ist.
13. Haltevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, mit einem Stützabschnitt(32),
der lösbar mit dem Befestigungsabschnitt und/oder dem Aufnahmeabschnitt verbunden
ist oder einen integralen Bestandteil der Haltevorrichtung bildet.