(19)
(11) EP 1 686 656 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
02.08.2006  Patentblatt  2006/31

(21) Anmeldenummer: 05002016.3

(22) Anmeldetag:  01.02.2005
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01R 13/447(2006.01)
H01R 24/12(2006.01)
H01R 13/52(2006.01)
H01R 25/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR LV MK YU

(71) Anmelder: Hugo Brennenstuhl GmbH & Co. KG
72074 Tübingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Brennenstuhl, Hugo
    72074 Tübingen (DE)

(74) Vertreter: Vogler, Bernd 
Patentanwälte Magenbauer & Kollegen Plochinger Strasse 109
73730 Esslingen
73730 Esslingen (DE)

   


(54) Steckdosenanordnung


(57) Bei einer Steckdosenanordnung (11), mit einem Gehäuse (14), das aus einer wenigstens einen Steckdosentopf (15) aufweisenden oberen Halbschale (14a) und einer mit der oberen Halbschale (14a) zusammenfügbaren unteren Halbschale (14b) aufgebaut ist, wobei wenigstens ein Deckel (16) zum Abdecken des ihm zugeordneten Steckdosentopfes (15) vorgesehen ist, der mittels einer Schwenkachse (17) zwischen einer Schließstellung (18) und einer Offenstellung (19) verschwenkbar ist, wobei die Schwenkachse (17) an einem gehäuseseitigen Schwenklager (25) gelagert ist, wird das Schwenklager (25) von einer an der oberen Halbschale (14a) ausgebildeten oberen Lagerhälfte (25a) und einer an der unteren Halbschale (14b) ausgebildeten unteren Lagerhälfte (25b) gebildet.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Steckdosenanordnung, mit einem Gehäuse, das aus einer wenigstens einen Steckdosentopf aufweisenden Halbschale und einer mit der oberen Halbschale zusammenfügbaren unteren Halbschale aufgebaut ist, wobei wenigstens ein Deckel zum Abdecken des ihm zugeordneten Steckdosentopfes vorgesehen ist, der mittels einer Schwenkachse zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung verschwenkbar ist, wobei die Schwenkachse an einem gehäuseseitigen Schwenklager gelagert ist.

[0002] Steckdosen mit Klappdeckel sind bekannt. Der Deckel erfüllt dabei mehrere Funktionen, zum einen schützt er den Steckdosentopf vor Verschmutzungen und Feuchtigkeit, zum anderen wird ein unbeabsichtigtes Berühren des Inneren des Steckdosentopfes verhindert. Beispielsweise können dadurch Kinder nicht so einfach an die stromführenden Anschlusskontakte im Steckdosentopf kommen. Darüber hinaus trägt der Deckel auch maßgeblich zum Design der Steckdosenanordnung bei, da bei dementsprechender Ausbildung zusammen mit dem Gehäuse ganz neue von der typischen Form der Steckdose abweichende Formen entstehen können.

[0003] Bei herkömmlichen Steckdosenanordnungen sitzt die Schwenkachse des Deckels an einem vom Rest des Gehäuses abragenden Gehäusebereich, der mit einer Durchgangsöffnung zur Aufnahme der Schwenkachse versehen ist. Das Ausbilden der Durchgangsöffnung bedeutet jedoch einen zusätzlichen Arbeitsschritt bei der Herstellung der Steckdosenanordnung, beispielsweise in der Art, dass zunächst das Gehäuse hergestellt und dann die Durchgangsöffnung in einem nachfolgenden Arbeitsschritt eingebohrt wird. Falls es sich bei dem Gehäuse um einen Spritzgießteil handelt, muss beim Spritzprozess ein zusätzlicher, die Durchgangsöffnung bildender Umformschritt durchgeführt werden.

[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Steckdosenanordnung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die gegenüber herkömmlichen Steckdosenanordnungen einfacher, schneller und damit kostengünstiger herstellbar ist.

[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Steckdosenanordnung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargestellt.

[0006] Die erfindungsgemäße Steckdosenanordnung zeichnet sich dadurch aus, dass das Schwenklager von einer an der oberen Halbschale ausgebildeten oberen Lagerhälfte und einer an der unteren Halbschale ausgebildeten unteren Lagerhälfte gebildet ist. Die obere und untere Lagerhälfte, die auch als oberes und unteres Halblager bezeichnet werden können, bilden also beim Zusammenfügen der beiden Halbschalen das Schwenklager für die Schwenkachse. Das Schwenklager entsteht also automatisch beim Zusammenfügen des Gehäuses. Ein zusätzlicher Bearbeitungs- bzw. Umformschritt; wie er bei den herkömmlichen Steckdosenanordnungen benötigt wird, ist also nicht mehr notwendig.

[0007] In besonders bevorzugter Weise sind die beiden Lagerhälften jeweils einstückig mit der ihr zugeordneten Halbschale verbunden, vorzugsweise werden sie bei der Herstellung der Halbschale mit angeformt. Dadurch können Halbschalen und Lagerhälften in einem Arbeitsgang hergestellt, insbesondere im Falle von Spritzgießteilen in einem Arbeitsgang spritzgegossen werden.

[0008] Bei einer Weiterbildung der Erfindung befinden sich die beiden Lagerhälften jeweils im Innern der ihr zugeordneten Halbschale. Das Schwenklager ragt also nicht, wie bei herkömmlichen Steckdosenanordnungen der Fall, vom Gehäuse ab, sondern "verschwindet" quasi ganz im Gehäuse, so dass es dessen Außenkontur nicht stört. Dies ergibt zum einen ein ansprechenderes Design der Steckdosenanordnung und zum anderen wird die Baugröße der Steckdosenanordnungen insgesamt verringert.

[0009] Die obere und/oder untere Lagerhälfte kann wenigstens eine, eine Rotation der Schwenkachse beim Öffnen bzw. Schließen des Deckels ermöglichende, insbesondere im Wesentlichen halbkreisförmige Ausnehmung zur Aufnahme der Schwenkachse besitzen. Vorzugsweise sind mehrere fluchtend zueinander ausgerichtete halbkreisförmige Ausnehmungen vorgesehen. Alternativ ist es jedoch auch möglich, eine einzige Ausnehmung vorzusehen, die relativ lang gestreckt ist. Die wenigstens eine Ausnehmung kann sowohl an der oberen als auch an der unteren Lagerhälfte ausgebildet sein, so dass bei der Zusammenfügung der beiden Halbschalen eine komplette, an den Querschnitt der Schwenkachse angepasste, insbesondere im Wesentlichen kreisförmige Lageraufnahme entsteht. Alternativ ist es jedoch auch möglich, nur eine der beiden Lagerhälften mit wenigstens einer Ausnehmung zu versehen und die jeweils andere Lagerhälfte eben auszubilden.

[0010] Bei einer Weiterbildung der Erfindung besitzt der Deckel eine Haubenpartie zur Anlage an den zugeordneten Steckdosentopf und einen mit der Haubenpartie insbesondere einstückig verbundenen Schwenkpartie zur Aufnahme der Schwenkachse. Zwischen der Verbindungsstelle zwischen Haubenpartie und Schwenkpartie und der Position der an der Schwenkpartie angeordneten Schwenkachse kann ein relativ großer Abstand vorgesehen sein. Vorzugsweise ist die Schwenkpartie an einem Ende mit der Haubenpartie verbunden, während am gegenüberliegenden Ende die Schwenkachse angeordnet ist. Dadurch kann ein Aufschwenken des Deckels mit großem Klappwinkel erreicht werden, so dass die Einführungsöffnung des Steckdosentopfes großzügig freigegeben wird.

[0011] Die Haubenpartie kann derart ausgebildet sein, dass sie sich beim Schließen des Deckels selbsttätig an einer Gegenanlagefläche am zugeordneten Steckdosenkopf zentriert. Dies ist beispielsweise dadurch möglich, dass an der Haubenpartie eine Konusfläche ausgebildet ist, die mit einer Gegenkonusfläche am Steckdosentopf zusammenwirkt.

[0012] Es ist möglich, eine Spanneinrichtung zum Spannen des Deckels in Richtung seiner Schließstellung vorzusehen. Der Deckel kann also durch die Spanneinrichtung in seine Schließstellung gezwungen werden, falls keine entgegenwirkende äußere Kraft auf den Deckel, beispielsweise in Folge eines manuellen Aufklappens des Deckels, eingeleitet wird. Die Spanneinrichtung kann eine Rückstellfeder aufweisen, die einerseits gehäusefest gelagert ist und andererseits am Deckel mit diesem mitbewegbar befestigt ist. Die Rückstellfeder kann also beim Aufklappen des Deckels gespannt werden und stellt den Deckel in seine Schließstellung zurück, sobald die äußere Kraft vom Deckel weggenommen wird. Falls ein im Steckdosentopf befindlicher Stecker herausgezogen wird, schnappt der Deckel also in Folge der Rückstellkraft der Rückstellfeder automatisch zu.

[0013] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Steckdosenanordnung ist, dass die Rückstellfeder im ungespannten Zustand am Deckel montiert werden kann und die Vorspannung erst bei der Montage des Deckels am Gehäuse aufgebracht werden muss.

[0014] In besonders bevorzugter Weise ist die Steckdosenanordnung als Steckdosenleiste mit mehreren hintereinander angeordneten Funktionspartien ausgebildet, wobei von den Funktionspartien wenigstens zwei Steckdosen sind.

[0015] Bei einer Weiterbildung der Erfindung besitzt das Gehäuse mit geschlossenem Deckel im Bereich eines jeweiligen Steckdosentopfes eine kugelartige Form. Es sind jedoch auch andere Formen denkbar, beispielsweise die Form einer Kalotte bzw. einer Zitrone bzw. von einem Ei.

[0016] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im Folgenden näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen:
Figur 1
eine perspektivische Darstellung des bevorzugten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Steckdosenanordnung,
Figur 2
eine perspektivische Ansicht auf einen Teil der Steckdosenanordnung von Figur 1, wobei sich der Deckel in seiner aufgeklappten Offenstellung befindet,
Figur 3
einen Schnitt durch die Steckdosenanordnung von Figur 2 entlang der Linie III-III,
Figur 4
eine Draufsicht auf die obere Halbschale der Steckdosenanordnung samt Deckel und
Figur 5
eine perspektivische Darstellung des Deckels der Steckdosenanordnung.


[0017] Die Figuren 1 bis 5 zeigen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Steckdosenanordnung 11. Sie ist beispielhaft anhand einer Steckdosenleiste mit linear angeordneten Funktionspartien in Form von Steckdosen 12 dargestellt. Darüber hinaus ist hier beispielhaft eine Funktionspartie mit einem Schalter 13, insbesondere in Form eines Ein-/Aus-Schalters dargestellt. Es ist auch möglich, die Funktionspartien nichtlinear zu gruppieren, beispielsweise in Form eines Quadrats, Rechtecks oder kreisförmig.

[0018] Die Steckdosenanordnung 11 besitzt ein Gehäuse 14, das aus einer wenigstens einen Steckdosentopf 15 aufweisenden oberen Halbschale 14a und einer mit der oberen Halbschale 14a zusammenfügbaren unteren Halbschale 14b aufgebaut ist.

[0019] Die beiden Halbschalen 14a, 14b bestehen in bevorzugter Weise aus Kunststoff und werden insbesondere mittels Kunststoffspritzgießen hergestellt. Dabei werden die Steckdosentöpfe 15 an der oberen Halbschale 14a sowie nicht näher dargestellte Verbindungsstege im Innern der beiden Halbschalen 14a, 14b gleich mit angeformt. Außerdem befinden sich an der unteren Halbschale 14b Führungen für Befestigungsmittel, insbesondere Schrauben, über die die beiden Halbschalen 14a, 14b aneinander befestigt werden.

[0020] Die Steckdosenanordnung 11 besitzt ferner einen Deckel 16 zum Abdecken des ihm zugeordneten Steckdosentopfes 15, der mittels einer Schwenkachse 17 (Figur 3) zwischen einer Schließstellung 18 und einer Offenstellung 19 verschwenkbar ist. Der Deckel 16 ist ebenfalls in bevorzugter Weise ein Kunststoffspritzgießteil. Er besitzt eine Haubenpartie 20 zur Anlage an den zugeordneten Steckdosentopf 15 und einen mit der Haubenpartie einstückig verbundene Schwenkpartie 21.

[0021] Die Haubenpartie 20 ist derart ausgebildet, dass sie sich beim Schließen des Deckels 16 selbsttätig an einer am zugeordneten Steckdosentopf 15 ausgebildeten Gegenanlagefläche 22 zentriert. Wie insbesondere in Figur 3 beispielhaft dargestellt, ist die Haubenpartie 20 kugelartig gewölbt und kann sich dadurch an einer konisch ausgebildete Gegenanlagefläche 22 am Steckdosentopf 15 zentrieren. An der Haubenpartie 20 ist ferner noch ein Griffstück 40 angeformt, das ein bequemes Öffnen des Deckels 16 ermöglicht

[0022] Die Schwenkpartie 21 besitzt zwei parallel zueinander ausgerichtete Schenkel 23, die im unteren Bereich der Schwenkpartie 21 freistehen, während sie im oberen, der Haubenpartie 20 zugewandten Bereich der Schwenkpartie 21 über einen Quersteg 35 miteinander verbunden sind. Die beiden Schenkel 23 besitzen jeweils eine im Wesentlichen kreisrunde Durchbrechung, in die die stiftartige Schwenkachse 17 einsteckbar ist. Dabei ragt die Schwenkachse zu beiden Außenseiten der Schenkel 23 hervor, die Länge der Schwenkachse 17 ist also größer als der Abstand der beiden Schenkel 23.

[0023] Zur Lagerung der Schwenkachse 17 am Gehäuse 14 ist ein Schwenklager 25 vorgesehen, das von einer an der oberen Halbschale 14a ausgebildeten oberen Lagerhälfte 25a und an einer an der unteren Halbschale 14b ausgebildeten unteren Lagerhälfte 25b gebildet ist.

[0024] Wie insbesondere in Figur 3 gezeigt, entsteht das komplette Schwenklager 25 automatisch beim Zusammenfügen der oberen mit der unteren Halbschale 14a, 14b. Dies hat den Vorteil, dass die beiden Lagerhälften 25a, 25b bereits bei der Herstellung der beiden Halbschalen 14a, 14b ohne zusätzlichen Umformschritt mit angeformt werden können. Die beiden Lagerhälften 25a, 25b besitzen jeweils zwei parallel zueinander verlaufende Stege 26a, 26b, die sich von der Innenwandung der jeweiligen Halbschale 14a, 14b ins Halbschaleninnere erstrecken. Dadurch dass die Stege 26a, 26b nach innen ragen, befindet sich das komplette Schwenklager im Innern des Gehäuses 14 und stört somit dessen Außenkontur nicht.

[0025] An der Oberseite der Stege 26a, 26b befindet sich jeweils eine halbkreisförmige Ausnehmung 27a, 27b zur Aufnahme der Schwenkachse 17, insbesondere der von den Außenseiten der Schenkel 23 nach außen abragenden Enden der Schwenkachse 17. Dabei können sowohl an den Stegen 26a der oberen Lagerhälfte 25a als auch an den Stegen 26b der unteren Lagerhälfte 25b Ausnehmungen 27a, 27b vorgesehen sein, die derart miteinander korrespondieren, dass beim Zusammenfügen der beiden Halbschalen 14a, 14b eine in etwa vollkreisförmige Lageraufnahme für die Schwenkachse 17 entsteht. Falls die Radien der beiden korrespondierenden Ausnehmungen 27a, 27b exakt an den Durchmesser der Schwenkachse 17 angepasst sind; lässt sich diese vollständig in den Ausnehmungen 27a, 27b unterbringen, so dass beim Zusammenfügen der beiden Halbschalen 14a, 14b kein Spalt entsteht. Die Oberseiten der zueinander korrespondierenden Stege 26a, 26b berühren sich also gegenseitig.

[0026] Bei einer alternativen nicht dargestellten Ausführungsform können entweder an der oberen oder an der unteren Lagerhälfte 25a, 25b Ausnehmungen 27a, 27b vorgesehen sein, wobei an der jeweils anderen Lagerhälfte 25a, 25b keine Ausnehmungen 27a, 27b vorhanden sind, die Stege 26a, 26b an ihrer Oberseite also durchgehend eben sind. Dadurch würde jedoch beim Zusammenfügen der beiden Halbschalen 14a, 14b ein Spalt entstehen, da die in den halbkreisförmigen Ausnehmungen 27a, 27b der einen Lagerhälfte 25a bzw. 25b befindliche Schwenkachse 17 mit halben Durchmesser aus dieser Ausnehmung 27a, 27b herausragt und dieser herausstehende Teil an der gegenüberliegenden Lagerhälfte 25a bzw. 25b nicht in eine dementsprechend geformte halbkreisförmige Gegen-Ausnehmung 27a, 27b eintauchen kann, sondern lediglich an der ebenen Oberseite des dortigen Stegs 26a bzw. 26b abgestützt wird. Dadurch entsteht ein Spalt zwischen den beiden Halbschalen 14a, 14b.

[0027] An der oberen Halbschale 14a befindet sich ferner noch eine schlitzförmige Schwenkpartieaufnahme zur Aufnahme der Schwenkpartie 21 am Deckel 16. Dadurch ist gewährleistet, dass die Schwenkpartie 21 beim Schließen des Deckels 16 vollständig in die obere Halbschale 14a einfährt und dadurch die Außenkontur des Gehäuses nicht stört.

[0028] Die Steckdosenanordnung 11 besitzt ferner eine Spanneinrichtung in Form einer Rückstellfeder 28, die den Deckel 16 dazu zwingt, seine Schließstellung 18 einzunehmen, falls keine entgegenwirkende äußere Kraft auf den Deckel 16 eingeleitet wird, beispielsweise falls der Deckel 16 von Hand aufgeklappt wird. Die Rückstellfeder 28 hat wie in den Figuren 4 und 5 beispielhaft dargestellt, die Form einer Doppelschenkelfeder, mit zwei Federschenkeln 29, die um die Schwenkachse 17 herumgewickelt und jeweils an einem Schenkel 23 der Schwenkpartie 21 verankert sind. Zwischen den beiden Federschenkeln 29a, 29b befindet sich ein U-förmiger Bügel 30, der zum Spannen der Feder 28 verwendet wird.

[0029] Beim Zusammenbau von Schwenkachse 17 und Rückstellfeder 28 ist die Feder 28 noch nicht gespannt, sondern das Spannen erfolgt erst beim Einbau des Deckels 16 in das Gehäuse 14. Dazu befindet sich an der oberen Halbschale 14a, zwischen den beiden Stegen 26 der oberen Lagerhälfte 25a angeordnet, ein Spannsteg 31, der eine Spannnase 32 (Figur 4) aufweist, die ins Innere der oberen Halbschale 14a gerichtet ist. Beim Einlegen des Deckels 16 wird der Bügel 30 der Rückstellfeder 28 zurückgedrückt und kann in die Spannnase 32 am Spannsteg 31 einhaken, so dass die Rückstellfeder 28 insgesamt unter Spannung steht und der Deckel 16 in seine Schließstellung gedrückt wird. Beim Aufklappen des Deckels wird die Rückstellfeder 28 also noch mehr gespannt, so dass der Deckel 16 bei Wegnahme der äußeren Kraft automatisch in seine Schließstellung 18 zurückschnappt.

[0030] Wie insbesondere in den Figuren 1 und 2 beispielhaft zeigt, kann sich zwischen zwei benachbarten Funktionspartien wenigstens aneinander entgegengesetzten Längsseiten des Gehäuses 14 eine Taillierung 33 befinden. Die Taillierung 33 wird von zwei jeweils an gegenüberliegenden Längsseiten des Gehäuses 14 liegenden Einbuchtungen bzw. Einschnürungen bzw. Kerben gebildet. Damit erscheinen die Funktionspartien als eine Aneinanderreihung von Einzelelementen, obwohl sie in Reihenrichtung einstückig miteinander verbunden sind. Die Taillierung 33 ist Doppel-V-förmig ausgebildet, d.h. die Einbuchtungen besitzen eine V-Form. Darüber hinaus ändert sich der Querschnitt des Gehäuses 14 im Bereich der Funktionspartien über die Gehäusehöhe.

[0031] Durch den geschlossenen Deckel 16 wird die Form des Gehäuses 14 komplettiert, d.h. beispielsweise zu einer vollständigen Kugel vervollständigt. Bei geschlossenem Deckel 16 ist also eine vollständige Form vorhanden, die nicht durch Scharniere oder sichtbare Schwenkachsen beeinträchtigt wird.


Ansprüche

1. Steckdosenanordnung, mit einem Gehäuse (14), das aus einer wenigstens einen Steckdosentopf (15) aufweisenden oberen Halbschale (14a) und einer mit der oberen Halbschale (14a) zusammenfügbaren unteren Halbschale (14b) aufgebaut ist, wobei wenigstens ein Deckel (16) zum Abdecken des ihm zugeordneten Steckdosentopfes (15) vorgesehen ist, der mittels einer Schwenkachse (17) zwischen einer Schließstellung (18) und einer Offenstellung (19) verschwenkbar ist, wobei die Schwenkachse (17) an einem gehäuseseitigen Schwenklager (25) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenklager (25) von einer an der oberen Halbschale (14a) ausgebildeten oberen Lagerhälfte (25a) und einer an der unteren Halbschale (14b) ausgebildeten unteren Lagerhälfte (25b) gebildet ist.
 
2. Steckdosenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Lagerhälften (25a, 25b) jeweils einstükkig mit der ihr zugeordneten Halbschale (14a, 14b) verbunden sind, vorzugsweise bei der Herstellung der Halbschalen (14a, 14b) mit angeformt werden.
 
3. Steckdosenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die beiden Lagerhälften (25a, 25b) jeweils im Innern der ihr zugeordneten Halbschale (14a, 14b) befinden.
 
4. Steckdosenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass obere und/oder untere Lagerhälfte (25a, 25b) wenigstens eine, eine Rotation der Schwenkachse beim Öffnen bzw. Schließen des Deckels (16) ermöglichende, insbesondere im Wesentlichen halbkreisförmige Ausnehmung (27a, 27b) zur Lagerung der Schwenkachse (17) besitzen.
 
5. Steckdosenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (16) eine Haubenpartie (20) zur Anlage an den zugeordneten Steckdosentopf (15) und einen mit der Haubenpartie (20) insbesondere einstückig verbundene Schwenkpartie (21) zur Aufnahme der Schwenkachse (17) besitzt.
 
6. Steckdosenanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Verbindungsstelle zwischen Haubenpartie (20) und Schwenkpartie (21) und der Position der an der Schwenkpartie (21) angeordneten Schwenkachse (17) ein relativ großer Abstand vorgesehen ist, insbesondere an einem Ende der Schwenkpartie (21) der Haubenabschnitt (20) und an deren gegenüberliegendem Ende die Schwenkachse (17) vorgesehen ist.
 
7. Steckdosenanordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Haubenpartie (20) derart ausgebildet ist, dass sie sich beim Schließen des Deckels (16) selbsttätig an einer Gegenanlagefläche (22) am zugeordneten Steckdosentopf (15) zentriert.
 
8. Steckdosenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Spanneinrichtung (28) zum Spannen des Deckels (16) in Richtung seiner Schließstellung (18) vorgesehen ist.
 
9. Steckdosenanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinrichtung eine Rückstellfeder (28) aufweist, die einerseits gehäusefest gelagert ist und andererseits am Deckel (16) mit diesem mitbewegbar befestigt ist.
 
10. Steckdosenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Steckdosenanordnung (11) in Form einer Steckdosenleiste mit mehreren hintereinander angeordneten Funktionspartien, von denen wenigstens zwei Steckdosen (12) sind.
 
11. Steckdosenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (14) mit geschlossenem Deckel (16) im Bereich eines jeweiligen Steckdosentopfes (15) eine kugelartige Form aufweist .
 




Zeichnung













Recherchenbericht