[0001] Die Erfindung betrifft ein Untergestellmodul für Untergestelle für Spindreihen mit
vorgebauter Sitzbank sowie aus mehreren solcher Untergestellmodule und entsprechenden
Sitzbanklattensätzen zusammengesetzte Untergestelle für Spindreihen mit vorgebauter
Sitzbank. Die genannten Untergestelle kommen für Spindanordnungen in Umkleideräumen
im Sport- und Berufsbereich zum Einsatz. Hierbei werden mehrere Untergestellmodule
über Sitzbanklatten zu einem Untergestell verbunden. Auf das Untergestell können dann
Spinde in einer Reihe aufgesetzt werden in der Weise, daß vor den nebeneinanderliegenden
Spindtüren eine Sitzbank entsteht, die beim Umkleiden benutzt werden kann. Alternativ
können die Spinde auf dem Untergestell in Blöcken angeordnet werden, so daß sie Rücken
an Rücken in zwei Reihen stehen, so daß jeweils vor den Türen der beiden Spindreihen
durchgehende Sitzbänke entstehen; hierbei sind die entsprechenden Untergestellmodule
und damit auch die Untergestelle mit doppelter Breite auszuführen.
[0002] Untergestellmodule der genannten Art sind als solche bekannt. Sie werden nach dem
Stand der Technik aus einem leiterförmigen Querträger und zwei unter die äußeren Sprossen
gesetzten Füßen zusammengeschweißt. Module dieser Art werden von der Anmelderin seit
längerem hergestellt und angeboten. Nachteilig ist hierbei der Aufwand des Zuschnittes
einer Mehrzahl von unterschiedlich abgelängten und vorgebohrten Profilstäben sowie
die Durchführung einer Vielzahl von Schweißvorgängen.
[0003] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, Untergestellmodule
und mit diesen hergestellte Untergestelle für den angegebenen Verwendungszweck bereitzustellen,
deren Herstellung und Montage vereinfacht ist. Die Lösung hierfür besteht in einem
Untergestellmodul für Untergestelle für Spindreihen mit vorgebauter Sitzbank, umfassend
einen Querträger zur Auflagerung von Spinden und zur Anbringung von Sitzbanklattensätzen
sowie zumindest zwei den Querträger tragenden Füßen wobei
der Querträger als Blechprofil mit zumindest zwei parallelen Führungsflanken und zumindest
einer dazu senkrechten Anschraubfläche für Sitzbanklatten ausgestaltet ist und wobei
zumindest zwei Füße bildende Profile senkrecht vom Querträger abstehend so in diesen
eingesteckt sind, daß sie zwischen den Führungsflanken gehalten sind, und
daß Rastverbindungen zwischen Querträger und Füßen ausgebildet sind.
[0004] Hiermit wird die Teilevielfalt bei untereinander gleicher Ausbildung der Füße auf
zwei verschiedenartige Teile reduziert, wobei das Untergestellmodul insgesamt aus
nur drei Teilen besteht. Aufgrund der erfindungsgemäßen Steckverbindungen sind Schweißverarbeitungen
überhaupt nicht notwendig. Die gesamte Herstellung erschöpft sich weitgehend im Blechbearbeitungsvorgehen,
d.h. insbesondere Abkantvorgängen sowie einigen Stanz- und Bohrvorgängen. Die Herstellungs-
und Lagerhaltungslogistik kann damit wesentlich vereinfacht und das Erzeugnis verbilligt
werden.
[0005] Die Erfindung schließt weiterhin Untergestelle der vorgenannten Art ein, bei denen
zumindest drei mit parallelen Querträgern ausgerichtete Untergestellmodule mit zumindest
einem Banklattensatz, der über die einen Enden der Querträger senkrecht zu deren Längserstreckung
derselben verläuft, verbunden sind, sowie Untergestelle, bei denen zumindest drei
mit parallelen Querträgern ausgerichtete Untergestellmodule der genannten Art mit
zwei Banklattensätzen, die jeweils über die beiden Enden der Querträger senkrecht
zu deren Längserstreckung derselben verlaufen, verbunden sind. Beim erstgenannten
Untergestell ist die Bestückung mit einer Reihe von Spinden vorgesehen, vor deren
Türen eine Sitzbank verläuft, während bei dem zweitgenannten Untergestell die Bestückung
mit zwei Rücken an Rücken aufgestellten Spindreihen vorgesehen ist, vor deren Türen
jeweils eine eigene Sitzbank verläuft. Die Banklattensätze können auf die Einzelmodule
aufgeschraubt, gegebenenfalls aufgenietet werden. Werden anstelle von aus Holz bestehenden
Sitzbanklatten solche aus Kunststoff verwendet, sind auch Clipverbindungen zwischen
Banklatten und Untergestellmodulen möglich.
[0006] Bevorzugte Ausführungsformen gehen dahin, daß als Rastverbindungsmittel für die Rastverbindungen
Paarungen von Stanzlöchern und Stanzlaschen im Querträger und in den Füßen ausgebildet
sind. Hierbei ist insbesondere vorgesehen, daß jeder der Füße mit jeder der Führungsflanken
zumindest zwei Laschen/Loch Verbindungen aufweist.
[0007] In bevorzugter Ausführung ist vorgesehen, daß der Querträger ein mittiges U-Profil
mit zwei anschließenden symmetrischen Anschraubflächen umfaßt. Weiterhin wird zur
erhöhten Aussteifung vorgeschlagen, daß die freien Enden der Anschraubflächen von
diesen nach unten, d.h. in Richtung zum U-Profil, insbesondere rechtwinklig abgekantet
sind. Zur Sicherung der Position der einzelnen Spinde auf dem Untergestell wird vorgeschlagen,
daß aus den Anschraubflächen Haltelaschen für Spinde ausgestanzt und nach oben, d.h.
entgegengesetzt zum U-Profil gerichtet aufgebogen sind.
[0008] Es wird vorgeschlagen, daß die Füße Vierkantquerschnitte haben. Hierbei ist insbesondere
vorgesehen, daß die Füße als U-Profil mit nach innen abgekanteten freien Enden ausgebildet
sind.
[0009] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden nachfolgend beschrieben.
- Figur 1
- zeigt ein Untergestellmodul für ein Untergestell für eine Spindreihe mit einer vorgebauten
Sitzbank;
- Figur 2
- zeigt ein Untergestell bestehend aus fünf Modulen nach Figur 1 und zwei Sitzbanklattensätzen
a) in 3D-Darstellung
b) in Draufsicht
c) in Stirnansicht
d) in einer vergrößerten Einzelheit aus c);
- Figur 3
- zeigt ein Untergestellmodul für zwei Spindreihen mit zwei vorgebauten Sitzbänken;
- Figur 4
- zeigt ein Untergestell aus fünf Modulen nach Figur 3 und vier Sitzbanklattensätzen
a) in 3D-Darstellung
b) in Draufsicht
c) in Stirnansicht
d) in einer vergrößerten Einzelheit aus c).
[0010] In den Figuren 1 und 3 ist ein erfindungsgemäßes Untergestellmodul 11 in 3D-Darstellung
gezeigt, das insgesamt aus drei Profilen zusammengesteckt ist. Hierbei handelt es
sich um einen Querträger 12 und zwei Füße 13 und 14. Die Füße sind untereinander gleiche
Profile, die relativ zueinander um 180° um ihre Längsachse gedreht sind. Der Querträger
12 ist als sechsfach etwa rechtwinklig abgekantetes Blechprofil ausgebildet, das ein
tiefes mittiges U-Profil 15 sowie zwei daran symmetrisch anschließende Anschraubflächen
16, 17 umfaßt. Die wahre Tiefe des U-Profils 15 ist schwer erkennbar, da dieses vorne
in einer Abschrägung 20 endet. An den Anschraubflächen 16, 17 sind die freien Kanten
nochmals mit Abkantungen 18, 19 zur Aussteifung versehen. Die Anschraubflächen 16,
17 weisen jeweils Gruppen von Bohrungen 22, 23 zur Anschraubung von Sitzbanklatten
auf. Aus den Anschraubflächen 16, 17 sind Haltelaschen 24, 25, 26, 27 ausgestanzt
und aufgebogen, die zur Sicherung von aufgesetzten Spindeinheiten dienen. Diese haben
in ihrem Sockelbereich entsprechende Ausnehmungen, in die die Laschen sichernd eingreifen.
Die Füße 13, 14 sind als U-Profile mit nach innen abgekanteten freien Schenkeln auf
einem etwa quadratischen Vierkantquerschnitt ausgebildet. Sie sind durch Ausstanzungen
im unteren Schenkel des U-Profils 15 des Querträgers 12 eingesetzt, wobei sie sich
an den Flanken des U-Profils 15 im wesentlichen spielfrei abstützen. Bevorzugt besteht
zwischen den Füßen 13, 14 und dem Querträger 12 eine reine Rast-und Steckverbindung.
In den Füßen sind auf den Seitenflanken jeweils Paare von Stanzlöchern 28, 29, 30,
31 vorgesehen, die zur Rastverbindung mit weiteren Trägern dienen. Als ganzes betrachtet
hat das Untergestellmodul 11 nach Figur 1 einen vorne liegenden Auflagebereich für
Sitzbanklatten und einen hinten liegenden Aufsetzbereich für eine Reihe von Spindeinheiten,
während das Untergestellmodul 11 nach Figur 3 jeweils einen vorne und einen hinten
liegenden Auflagebereich für Sitzbanklatten und einen dazwischenliegenden Aufsetzbereich
für zwei Reihen von Spindeinheiten hat.
[0011] Die einzelnen Darstellungen der Figuren 2 und 4 werden nachstehend gemeinsam beschrieben.
Ein vollständiges erfindungsgemäßes Untergestell 31, wie hier dargestellt, besteht
aus fünf einzelnen Modulen 11, die mittels zweier Sitzbanklattensätzen 32, 33 (Fig.
2) bzw. mittels vierer Sitzbanklattensätze 32, 33, 32', 33' (Fig. 4) verbunden sind.
Die Module 11 sind mit zueinander parallel angeordneten Querträgern 12 angeordnet,
wobei der Abstand der jeweils äußeren Module vom jeweils benachbarten Modul geringer
ist als die Abstände der innenliegenden Module voneinander. Hierdurch entsteht ein
Überstand X
2, X
3 der strichpunktiert angedeuteten Spinde S gegenüber dem jeweils äußeren Untergestellmodul
12. Die Lattensätze 32, 33, 32', 33' sind jedoch so angeordnet, daß sie bündig mit
der Außenseite des jeweils äußeren Spindes S abschließen. Die aus jeweils zwei Sitzlatten
bestehenden Lattensätze 32, 33 werden gemäß Einzelheit D so aufgeschraubt, daß ein
Überstand X
3 der vorderen Latte gegenüber dem stirnseitigen Ende des Querträgers 12 entsteht.
Die vordere Abschrägung 20 des mittigen U-Profils ist hier deutlicher zu erkennen.
Ebenso die relativ große Tiefe des mittleren U-Profils 15. Im Bereich der Füße 13,
14 sind die Rastverbindungsmittel 35, 36 zwischen Querträger 12 und Füßen 13, 14 hier
ebenfalls zu erkennen. Weiterhin ist erkennbar, daß sich die Füße an den Flanken 37,
38 des mittigen U-Profils 15 der Querträger im wesentlichen spielfrei abstützen. Die
Rastverbindungsmittel können übliche Paarungen von Löchern und Stanzlaschen sein,
wobei gegebenenfalls nach Herstellung der Verbindung noch Sicherungselemente eingesetzt
werden können. Zwischen den Füßen benachbarter Module einsetzbare weitere Träger können
zur weiteren Aussteifung dienen und gegebenenfalls Ablagebretter für Schuhe tragen.
Am fertigen Untergestell 31 nach Figur 2 ist ein vorderer durchgehender Sitzbankbereich
sowie ein hinterer Aufstellbereich für vier Spinde, insbesondere Metallspinde, erkennbar,
die durch die Laschen gesichert werden, während am Untergestell nach Figur 4 jeweils
ein vorderer und ein hinterer durchgehender Sitzbankbereich sowie ein mittlerer Aufstellbereich
für zweimal vier Spinde erkennbar ist, die durch die Laschen gesichert werden.
[0012] Die Einheiten nach den Figuren 1 und 2 sind damit für eine einzelne Spindreihe mit
vor den Türen verlaufender Sitzbank bestimmt, während die Einheiten nach den Figuren
3 und 4 für zwei Rücken an Rücken stehende Spindreihen bestimmt sind, vor deren Türen
jeweils eine Sitzbank verläuft.
Bezugszeichenliste
[0013]
- 11
- Untergestellmodul
- 12
- Querträger
- 13
- Fuß
- 14
- Fuß
- 15
- U-Profil
- 16
- Anschraubfläche
- 17
- Anschraubfläche
- 18
- Abkantung
- 19
- Abkantung
- 20
- Abschrägung
- 22
- Bohrung
- 23
- Bohrung
- 24
- Lasche
- 25
- Lasche
- 26
- Lasche
- 27
- Lasche
- 28
- Loch
- 29
- Loch
- 30
- Loch
- 31
- Loch
- 32
- Lattensatz
- 33
- Lattensatz
- 35
- Rastmittel
- 36
- Rastmittel
- 37
- Flanke
- 38
- Flanke
1. Untergestellmodul (11) für Untergestelle (31) für Spindreihen mit vorgebauter Sitzbank,
umfassend einen Querträger (12) zur Auflagerung von Spinden (S) und zur Anbringung
von Sitzbanklattensätzen (32, 33) sowie zumindest zwei den Querträger (12) tragenden
Füßen (13, 14),
dadurch gekennzeichnet,
daß der Querträger (12) als Blechprofil mit zumindest zwei parallelen Führungsflanken
(37, 38) und zumindest einer dazu senkrechten Anschraubfläche (16, 17) für Sitzbanklatten
ausgestaltet ist,
daß zumindest zwei Füße (13, 14) bildende Profile senkrecht vom Querträger (12) abstehend
so in diesen eingesteckt sind, daß sie zwischen den Führungsflanken (37, 38) gehalten
sind, und
daß Rastverbindungen zwischen Querträger (12) und Füßen (13, 14) ausgebildet sind.
2. Modul nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Rastverbindungsmittel (35, 36) für die Rastverbindungen Paarungen von Stanzlöchern
und Stanzlaschen im Querträger (12) und in den Füßen (13, 14) ausgebildet sind.
3. Modul nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder der Füße (13, 14) mit jeder der Führungsflanken (37, 38) zumindest zwei Laschen/Loch
Verbindungen aufweist.
4. Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Querträger (12) ein mittiges U-Profil (15) mit zwei anschließenden symmetrischen
Anschraubflächen (16, 17) umfaßt.
5. Modul nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die freien Enden (18, 19) der Anschraubflächen (16, 17) von diesen nach unten insbesondere
rechtwinklig abgekantet sind.
6. Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß aus den Anschraubflächen (16, 17) Haltelaschen (24, 25, 26, 27) für Spinde (S) ausgestanzt
und nach oben gerichtet aufgebogen sind.
7. Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Füße (13, 14) Vierkantquerschnitte haben.
8. Modul nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Füße (13, 14) als U-Profil mit nach innen abgekanteten freien Enden ausgebildet
sind.
9. Untergestell (31) für zumindest eine Spindreihe mit vorgebauter Sitzbank,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest drei mit parallelen Querträgern (12) ausgerichtete Untergestellmodule (11)
nach einem der Ansprüche 1 bis 8 mit zumindest einem Banklattensatz (32, 33), der
über die einen Enden der Querträger (12) senkrecht zu deren Längserstreckung verläuft,
verbunden sind.
10. Untergestell (31) nach Anspruch 9 für zwei Rücken an Rücken stehende Spindreihen mit
jeweils vorgebauten Sitzbänken,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest drei mit parallelen Querträgern (12) ausgerichtete Untergestellmodule (11)
nach einem der Ansprüche 1 bis 8 mit zumindest zwei Banklattensätzen (32, 33), die
jeweils über die beiden Enden der Querträger senkrecht zu deren Längserstreckung verlaufen,
verbunden sind.
11. Untergestell (31) nach einem der Ansprüche 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der oder die Banklattensätze (32, 33) mit den Anschraubflächen (16, 17) der Querträger
(12) verschraubt sind.
12. Untergestell (31) nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils benachbarte Füße (13, 14) verschiedener Module (11) mit parallel zu den Banklattensätzen
(32, 33) verlaufenden Verbindungsprofilen gegeneinander ausgesteift sind.