[0001] Die Erfindung betrifft einen Brandschutz-Verschluss für Strömungskanäle, insbesondere
Lüftungs-, Abzugs-, Förderkanäle oder Maueröffnungen oder dergleichen umfassend ein
Klappengehäuse mit einem Durchlasskanal, der im montierten Zustand des Brandschutz-Verschlusses
einen Abschnitt des Strömungskanals bildet, eine im Klappengehäuse um eine Schwenkachse
verschwenkbar gelagerte Klappe, deren Form und Größe dem Innenquerschnitt des Durchlasskanals
angepasst ist, und eine Antrichseinrichtung für die Klappe, um die Klappe im Bedarfsfall
zu schließen sowie ein entsprechendes Verfahren zum Schließen eines Strömungskanals.
[0002] Brandschutzklappen sind bereits bekannt, vgl. DE 26 22 147 oder DE-G 83 22 140. Herkömmlicherweise
werden derartige Klappen im Bedarfsfall durch eine zuverlässig arbeitende Getriebeeinheit,
die mit einem Elektromotor in Wirkverbindung steht, von einer Offenstellung in eine
Schließstellung verbracht.
[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Antriebseinrichtung vorzuschlagen,
die einfacher aufgebaut ist, insbesondere weniger bewegliche Teile enthält.
[0004] Diese Aufgabe wird in vorrichtungstechnischer Hinsicht mit einem Brandschutz-Verschluss
nach den Merkmalen des Anspruches 1 und in verfahrenstechnischer Hinsicht mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 12 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den
Unteransprüchen angegeben.
[0005] Ein Kerngedanke der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Antriebseinrichtung,
als Federeinrichtung auszubilden und weitet einen Elektromagneten vorzuschen, der
die Klappe im strombeaufschlagten Zustand entgegen einer von der Federeinrichtung
ausgeübten Vorspannung in Offenstellung hält. In Abkehr vom Stand der Technik wird
damit die für den Schließvorgang der Klappe benötigte Energie in einer Federeinrichtung
gespeichert und lediglich eine Auslöseeinrichtung in Form eines Elektromagneten bereitgestellt,
der im Bedarfsfall den Schließvorgang auslöst. In dieser Hinsicht ist es denkbar,
anstelle eines Elektromagneten auch eine andere Auslöseeinrichtung vorzuschen.
[0006] Der hier vvtgeschlagene Aufbau weist eine Reihe von Vorteilen auf. Zunächst ist die
Konstruktion wesentlich einfacher, kostengünstiger und gleichzeitig auch noch weniger
stötunanfälliget zu realisieren. Zusätzlich ist bei Verwendung eines Elektromagneten
als Auslöseeinrichtung das Schließen der Klappe nicht davon abhängig, ob bei Schließanforderung,
insbesondere im Brandfall, auch eine ausreichende Stromversorgung für den herkömmlicherweise
füt das Schließen eingesetzten Elektromotor gegeben ist; vielmehr wird der Schließvorgang
bei Verwendung eines Elektromagneten automatisch ausgelöst, wenn die Sttotnzufulit
unterhrvchen ist.
[0007] Es versteht sich von selbst, dass erfindungsgemäß die Klappe nicht zwangsläufig durch
genau eine Federeinrichtung angetrieben werden muss. Vielmehr können auch zwei (oder
mehr) Federeinrichtungen, beispielsweise je eine Federeinrichtung je Seite des Strömungskanals,
vorgesehen sein.
[0008] In einer konkret bevorzugten Ausgestaltung ist die Federeinrichtung als Gasdruckfeder
ausgebildet. Unter einer Gasdruckfeder wird hier speziell eine Anordnung bestehend
aus einem Zylinder und einem Kolben verstanden, wobei der Kolben im Zylinder linear
verschieblich gelagert ist und zwischen Zylinder und Kolben ein Gasvolumen wirksam
ist, das zur Erzielung der erfindungsgemäß gewünschten Vorspannung komprimierbar ist.
Die für das Schließen der Klappe erforderliche Energie wird durch Expansion des komprimierten
Gasvoluments freigesetzt. Es versteht sich von selbst, dass aber auch anderweitige
Federeinrichtungen, wie beispielsweise mechanische oder hydraulische Federeinrichtungen
eingesetzt werden können. Obwohl hier konkret die Expansion einer zusammengedrückten
Feder für das Schlicßen der Klappe ausgenutzt wird, kann selbstverständlich auch die
Kontraktion einer zuvor expandierten und im expandierten Zustand unter Vorspannung
stehender Feder für den Schließvorgang der Klappe ausgenutzt werden.
[0009] Der Elektromagnet kann wahlweise an der Klappe odet am Klappengchäuse angeordnet
sein, wobei eine Anordnung am Klappengehäuse einfacher zu realisieren ist und dementsprechend
bevorzugt wird.
[0010] Nach einem besonderen, vorteilhaften Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Klappe
derart im Klappengehäuse positioniert, dass ihre Schwenkachse in einem in Montageposition
oberen Bereich des Klappengehäuses bzw. des Durchlasskanals angeordnet ist derart,
dass die Schwerkraft bei Deaktivierung des Elektromagneten den durch die Federeinrichtung
bewirkten Schließvorgang der Klappe unterstützt. In dieser Anordnung ist sichergestellt,
dass die Federeinrichtung die Klappe zumindest nicht entgegen der Schwerkraft bewegen
muss.
[0011] Ganz generell ist anzumerken, dass die Erfindung auf verschiedene Arten von Klappen
angewandt werden kann, nämlich einerseits auf solche Klappen, die zu einer Mittelachse
symmetrisch ausgebildet sind und um diese Mittelachse schwenkbar gelagert sind. Auf
der anderen Seite ist die Erfindung bevorzugt auf solche Klappen anwendbar, die im
Bereich einer ihrer Stirnseiten schwenkbar um eine bezogen auf den Querschnitt des
Durchlasskanals außermittige Lagerachse gelagert sind. Insbesondere weist die Klappe
eine rechreckförmige Grundform mit vier die Rechteckform begrenzenden Stirnseiten
auf. Alternativ kann die Klappe aber auch eine andere Form, insbesondere eine runde
oder ovale Grundform aufweisen.
[0012] In einer speziell bevorzugen Ausgestaltung sind am Klappengchäuse Lagereinrichtungen
derart angeordnet, dass die Schwenkachse außerhalb des Durchlasskanals verläuft.
[0013] Bevotzugtermaßen bildet das Klappengehäuse an einer Seitenfläche des Dutchlasskanals
eine Nische zur Aufnahme der Klappe in geöffnetem Zustand aus. Durch Ausbildung einer
derartigen Nische ist es möglich, die Klappe im geöffneten Zustand wenigstens teilweise
aus dem Strömungsquerschnitt des Durchlasskanals herauszuschwenken. Besonders bevorzugt
sind Maßnahmen getroffen, insbesondere die Nische derart ausgebildet, dass im geöffneten
7ustand dic Klappe komplett aus dem Durchlasskanal hctausgeschwenkt ist.
[0014] In diesem Zusammenhang kann es auch vutteilhaft scin, Nischenabdichtmittel vorzusehen,
die derart ausgebildet und angeordnet sind, dass bei einer in die Nische verschwenkten
Klappe eine den Durchlasskanal abgewandte Wand vor Verschmutzungen geschützt ist.
In einer konkreten Ausgestaltung können diese Nischenabdichtmittel ein zwischen Wandung
des Durchlasskanals und Klappe angeordnetes Dichtvlies umfassen.
[0015] In einer besonders zweckmäßigen Ausgestaltung sind weiterhin an den Stirnseiten der
Klappe umlaufende Rauchgasabdichtmittel vorgesehen, die insbcsondere in Form einer
Dichtlippe ausgebildet sein können, um im verschlossenen Zustand der Klappe eine Rauchgasabdichtung
zu gewährleisten.
[0016] In einer konkreten Weiterbildung kann die Klappe mindestens an einer der Durchlasskanal
zugewandten Stirnseite eine Abstreiferleiste aufweisen, die zur bereichsweisen Freistreifung
des Durchlasskanals bei Verschwenken der Klappe ausgebildet ist. Eine solche Abstreifctieiste
kann dementsprechend als seitliche Abstreiferleiste zumindest an den seitlichen Stirnseiten
ausgebildet sein, wobei dann diese seitlichen Abstreiferleisten im Bereich der Schwenkachse
über den gesamten Schwenkweg permanent eine Freistreifung am Durchlasskanal bewirken.
Alternativ oder zusätzlich können eine bzw. zwei frontale Abstreiferleisten auch an
der bzw. an den von der Schwenkachse distal beabstandeten Stirnseiten angeordnet sein.
[0017] Bevorzugtermaßen ist die Federeinrichtung außerhalb des Durchlasskanals angeordnet,
um hiet den Strömungsquerschnitt nicht zu beeinttächtigen.
[0018] Rein prinzipiell ist es denkbat, dass die Federeinrichtung im flächigen Bereich der
Klappe, an ihren. Seiten- oder Stirnrändern angreift. Bevorzugt wird das zum Schließen
der Klappe notwendige Drehmoment durch die Federeinrichtung aber auf die Welle bzw.
auf einen oder beide Wellenstümpfe der Klappe übertragen.
[0019] Hierzu kann die Welle bzw. der der Federeinrichtung zugeordnete Wellenstumpf ein
Hebelstück umfassen, welches drehmvtnentschlüssig mit der Welle bzw. dem Wellenstumpf
vetbunden ist. In einer möglichcn Ausgestaltung kann das Hebcistück auch einstückig
an der Welle bzw. dem Wellenstumpf angeforml sein.
[0020] Nach einem besonders bevorzugten A.spekt der vorliegenden Erfindung greift die Federeinrichtung
so an, dass die von iht ausgeübte Kraft auf die Klappe, insbesondere das auf die Welle
bzw. den Wellenstumpf ausgeübte Drehmoment, in Offenstellung der Klappe geringer ist
als in verschwenkter Position der Klappe nahe der Schließstellung. Dies kann durch
entsprechen de rosidonietung der Federeinrichtung bzw. Wahl der Angriffspunkte der
Federeinrichtung erzielt werden und gewährleistet einerseits, dass die vom Elektromagneten
aufzubringende Haltekraft gering ist und andererseits für den besonders kritischen
letzten Abschnitt des Schließvorgangs, wo ggf. Verschmutzungen freizustreifen sind,
höhere Reibungskräfte aufgrund etwaiger Rauchgasabdichtungen auftreten, etc., zur
Verfügung stehen.
[0021] Nach einem speziellen Aspekt der vorliegenden Erfindung greift die Federeinrichtung
so an, dass das ausgeübte Drehmoment in Offenstellung der Klappe minimal ist.
[0022] Nach einem weiteten bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung greift die Federeinrichtung
so an, dass das Drehmoment in Schlicβstellung bzw. in einer verschwenkten Position
nahe der Schließstellung maximal ist.
[0023] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Schließen eines Strömungskanals, insbesondere
eines Lüftungs-, Abzugs-, Förderkanals oder einer Maueröffnung mittels eines Brandschutz-Verschlusses
umfassend ein Klappengehäuse mit einem Durchlasskanal, der im montierten Zustand des
Brandschutz-Verschlusses einen Abschnitt des Strömungskanals bildet, eine im Klappengehäuse
um eine Schwenkachse verschwenkbar gelagerte Klappe, deren Form und Größe dem Innenquerschnitt
des Durchlasskanals angepasst ist und eine Antriebseinrichtung für die Klappe, um
die Klappe im Bedarfsfall zu schließen, sieht vor:
- Halten der Klappe mittels eines Elektromagneten im normalen Betrieb in einer Offenstellung,
- Deaktivierung des Elektromagneten bei einer Schließanforderung, insbcsondere im Brandfall
und
- Verschwenken der Klappe mittels einer unter Vorspannung stehenden Federeinrichtung
von der Offenstellung in eine Schließstellung.
[0024] Nach einem bevorzugten Aspekt des vorliegenden Verfahrens wird der Schließvorgang
so bewirkt, dass die Klappe ausgehend von ihrer Offenstellung mit zunehmender Winkelgeschwindigkeit
in die Schließstellung verschwenkt wird.
[0025] Obwohl der Brandschutz-Verschluss für Strömungskanäle in den unterschiedlichsten
Anwendungen und mit den unterschiedlichsten Zielsetzungen eingesetzt werden kann,
so ist der erfindungsgemäße Brandschutz-Verschluss bei Verwendung in einem der nachfolgenden
Anwendungsfälle besonders geeignet. Der Brandschutz-Verschluss kann in einem ersten
alternativen Einsatzgebiet in Strömungskanälen von mit Ölen oder Fetten belasteter
Luft, insbesondere in Großküchen eingesetzt werden.
[0026] Ein weiteres Einsatzgebiet des erfindungsgemäßen Brandschutz-Verschlusses liegt in
der Klimatechnik.
[0027] Ein drittes Anwendungsfeld sind Strömungskanäle, in denen Materialien, insbesondere
Partikel pneumatisch gefördert werden.
[0028] Generell ist der erfindungsgemäße Brandschutz-Verschluss einsetzbar, wenn es auf
einen möglichst einfachen, störunanfälligen bzw. herstellungstechnisch günstigen Aufbau
ankommt. Ein weiteres Anwendungsfeld ist dort gegeben, wo bei einer Schließanforderung
eine intakte Stromversorgung nicht mit ausreichender Sicherheit gewährleistet werden
kann.
[0029] Die Erfindung wird nachstehend auch hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile anhand
der Beschreibung von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die nachstehenden
Zeichnungen nähet erläutert.
Hierbei zeigen:
[0030]
- Fig. 1
- eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Branschutz-Verschlusses in einer schematischen
Schnittansicht in Schließstellung
- Fig. 2
- eine schematische Frontansicht des Brandschutz-Verschlusses nach Fig. 1, ebenfalls
in Schließstellung
- Fig. 3
- die Ausführungsform nach Fig. 1 in einer schematischen Schnittansicht in Offenstellung
- Fig. 4
- eine schematische Frontansicht des Brandschutz-Verschlusses nach Fig. 1 in Offenstellung
[0031] In Fig. 1 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Brandschutz-Verschlusses
in einer schematischen Schnittansicht sowie in Fig. 2 in einer schematischen Frontansicht,
jeweils in Schließstellung dargestellt. Der tirandschutz-Verschluss umfasst hier ein
im Wesentlichen quaderförmiges Klappengehäuse 11, das einen geradlinig verlaufenden,
endscititg jeweils offenen Durchlasskanal 14 begrcnzt und an einer Seite (in Fig.
1 an der oberen Seite) unter Ausbildung einer Nische 19 crweicert ist. Im Klappenfichäuse
11 ist eine Klappe 12 um eine bezogen auf den Strötoungsquetschnitt des Durchlasskanals
1.4 außermittige Schwenkachse A verschwenkbar gelagert und in den Fig. 1 und 2 in
Schließstellung, d.h. den Querschnitt des Durch lasskanals 14 versperrend dargestellt.
Die Klappe 12 ist mit Wellenstümpfen 16, 17 im Klappengchäuse 11 um die Schwenkachse
A verschwenkbar gelagert. An einem der beiden Wellenstümpfe 16, 17 ist ein Hebelstück
18 drehmomentschlüssig angeordnet, an dessen anderer Seite als Antriebseinrichtung
für die Klappe 12 eine Gasdruckfeder 13 angreift. Die Gasdruckfeder greift einerseits
an einem Anlenkpunkt 20 am Klappengehäuse 11 an, wo sie um einen ausreichenden Winkelbereich
verschwenkbar gehalten ist. Ein zweiter Anlenkpunkt 21 ist am dem Wellenstumpf 16
abgewandten Ende des Hebelstücks vorgesehen, wo das andere Ende der Gasdruckfeder
13 angreift. In den Fig. 1 und 2 ist die Gasdruckfeder 13 in ihrem expandierten Zustand
dargestellt, d.h. eine innere Kolbenstange 22 ist aus einem äußeren Zylinder 23 durch
das eingeschlossene, expandierte Gasvolumen herausgeschoben und hat so über das Hebelstück
18 die Klappe 12 in Schließstellung verschwenkt.
[0032] In Fig. 3 ist die vorliegende Ausführungsform des erfindungsgemäßen Brandschutz-Verschlusses
in einer schematischen Schnittansicht und in Fig. 4 in einer schematischen Frontansicht,
jeweils in Offenstellung veranschaulicht. Die Klappe 12 ist (hier nach oben) in die
am Klappengehäuse 11 ausgebildete Nische 19 verschwenkt, so dass die Klappe 12 insgesamt
aus dem Strömungsquerschnitt des strömungskanals herausbewegt ist. In dieser Position
wird die Klappe 12 durch einen Elektromagneten 15 entgegen der Vorspannung der al
Gasdruckfeder ausgebildeten Federeinrichtung gehalten. Hierzu kann die Klappe 12 aus
einem Material gebildet sein, das selbst eine magnetische Anziehungskraft hin zum
Elektromagneten 15 bewirkt.
[0033] Alternativ oder zusätzlich kann ein mit dem Elektromagneten 15 zusammenwirkendes
Gegenstück (nicht gezeigt) an entsprechender Position an der Klappe 12 angeordnet
sein. An der Klappe 12 selbst / oder an den Seitenwänden des Durchlasskanals 14 sind
zweckmäßigerweise Intumeszenzabdichtungen (nicht gezeigt) vorgeschen, die im Brandfall
aufquellen und ein Zurückschwenken der Klappe 12 aus der Schließstellung mit ausreichender
Sicherheit vermeiden. Alternativ oder zusätzlich kann auch ein Arretierschloss vorgesehen
sein, das ein Zurückschwenken der Klappe 12 verhindert, insbesondere dann, wenn lediglich
eine Rauchgasbeeinträchtigung abgewendet werden soll.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 11
- Klappengehäuse
- 12
- Klappe
- 13
- Federeinrichtung, Gasdruckfeder
- 14
- Durchlasskanal
- 15
- Elektromagnet
- 16, 17
- Wellenstümpfe
- 18
- Hebelstück
- 19
- Nische
- 20
- erster Anlenkpunkt
- 21
- zweiter Anlenkpunkt
- 22
- innere Kolbenstange
- 23
- äußerer Zylinder
1. Brandschutz-Verschluss für Strömungskanäle, insbesondere Lüftung;-, Abzugs-, Förderkanäle
oder Maueröffnungen oder dergleichen umfassend
- ein Klappengehäuse (11) mit einem Durchlasskanal (14), der im mon-tierten Zustand
des Brandschutz-Verschlusses einen Abschnitt des Strömungskanals bildet,
- eine im Klappengehäuse (11) um eine Schwenkachse (A) verschwenkbar gelagerte Klappe
(12), deren Form und Größe dem Innenquerschnitt des Purchlasskanals (14) angepasst
ist, und
- eine Antriebseinrichtung füt die Klappe (v2), um die Klappe (12) im Bedarfsfall
zu schließen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebseinrichtung als Federeinrichtung (13) ausgebildet ist, und dass weiter
ein Elektromagnet (15) vorgesehen ist, der die Klappe (12) im strombeaufschlagten
Zustand entgegen einer von der Federeinrichtung (13) ausgeübten Vorspannung in Offenstellung
hält.
2. Brandschutz-Verschluss nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federeinrichtung als Gasdruckfeder (13) ausgebildet ist.
3. Brandschutz-Verschluss nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Elektromagnet (15) am Klappengehäuse (11) angeordnet ist.
4. Brandschutz-Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klappe (12) derart im Klappcngehäuse (11) gelagert ist, dass die Schwenkachse
(A) der Klappe (12) in einem in Montageposition oberen Bereich des Klappengehäuses
(11) bzw. des Durchlasskanals (14) angeordnet ist und so die Schwerkraft bei Deaktivierung
des Elektromagneten (15) den durch die Federeinrichtung (13) bewirkten Schließvorgang
der Klappe (12) unterstüzt.
5. Brandschutz-Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schwenkachse (A) durch eine durchgehende Welle oder zwei seitliche Wellenstümpfe
(16, 17), über die die Klappe (12) im Klappengehäuse gelagert ist bzw. gelagert sind,
definiert ist, wobei die Federein richtung (13) an der Welle bzw. an einem der WellenStümpfe
(16, 17) angreift.
6. lirandschutz-Vctschluss nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federeinrichtung (13) außerhalb, des Durchlasskanals (14) angeordnet ist.
7. Brandschutz-Verschluss nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federeinrichtung (13) zwischen der Welle bzw. den Wellenstümpfen (16, 17) und
dem Klappengehäuse (11) angreift.
8. Brandschutz-Verschluss nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Welle bzw. an dem der Federeinrichtung (13) zugeordneten Wellenstumpf (16,
17) ein Hebelstück (18) drehmomentschlüssig, insbesondere einstückig angeformt, angcordnet
ist, an dem die Federeinrichtung (13) angreift.
9. Brandschutz-Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federeinrichtung (13) so angreift, dass das von ihr auf die Welle bzw. den Wellenstumpf
ausgeübte Drehmoment in Offenstellung der Klappe (12) geringer als in einer verschwenkten
Position nahe der Schließstellung der Klappe (12) ist.
10. Brandschutz-Verschluss nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das durch die Federeinrichtung (13) auf die Welle bzw. den Wellenstumpf (16, 17)
ausgeübte Drehmoment in Offenstellung der Klappe (12) minimal ist.
11. Brandschutz-Verschluss nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass das durch die Federeinrichtung (13) auf die Welle bzw. den Wellenstumpf (16, 17)
ausgeübte Drehmoment in Schließstellung der Klappe bzw. in einer verschwenkten Position
nahe der Schließstellung der Klappe (12) maximal ist.
12. Verfahren zum Schließen eines Strömungskanals, insbesondere eines Lüftungs-, Abzugs-,
Förderkanals oder einer Maueröffnung mittels eines Brandschutz-Verschlusses umfassend
ein Klappengehäuse (11) mit einem Durchlasskanal (14), der im montierten Zustand des
Brandschutz-Verschlusses einen Abschnitt des Strömungskanals bildet, eine im Klappengehäuse
(11) um eine Schwenkachse (A) verschwenkbar gelagerte Klappe (12), deren Form und
Größe dem Innenquerschnitt des Durchlasskanals (14) angepasst ist, und eine Antriebseinrichtung
für die Klappe (12), um die Klappe (12) im Bedarfsfall zu schließen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klappe (12) mittels eines Elektromagneten (15) im normalen Betrieb in einer Offenstellung
gehalten wird und dass bei einer. Schließanforderung, insbesondere im Brandfall, der
Elektromagnet (15) deaktiviert wird und die Klappe (12) mit einer unter Vorspannung
stehenden Federeinrichtung (13) in Schließstellung gebracht wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schließvorgang so bewitkt wird, dass die Klappe (12) ausgehend von ihrer Offenstellung
mit zunehmender Winkelgeschwindigkeit in die Schließstellung verschwenkt wird.
14. Verwendung eines Brandschutz-Verschlusses nach einem der Patentansprüche 1 bis 11
zum Einsatz in Strömungskanälen von mit Ölen und Fetten belasteter Luft, insbesondere
in Abluftkanälen von Großküchen.
15. Verwendung eines Brandschutz-Verschlusses nach einem der Patentansprüche 1 bis 11
in Strömungskanälen im Bereich der Klimatechnik.
16. Verwendung eines Brandschutzverschlusses nach einem der Patentansprüche 1 bis 11 zum
Einsatz in Strömungskanälen, in denen Materialien, insbesondere Partikel pneumatisch
gefördert werden.