[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Messer mit Messerkropf und ein Verfahren zur
Herstellung eines solchen Messers.
[0002] Messer der zuvor genannten Art und entsprechende Herstellungsverfahren sind bereits
bekannt. Bei der klassischen Herstellungsweise wird das Messer, bestehend aus Messerschneide,
Messerkropf und Messererl, in einem Stück geschmiedet. Da Messerschneide, Messerkropf
und Messererl in ihrer Querschnittsfläche erhebliche Unterschiede aufweisen, ist bei
der klassischen Herstellungsweise die größte Querschnittsfläche, also normalerweise
diejenige des Kropfes, für die Wahl der Rohlingsquerschnittsfläche maßgeblich. Dieser
Rohlingsquerschnitt muß dann zur Erzeugung von Messerschneide und Messererl durch
Schmieden (Gesenkschmieden) entsprechend verjüngt werden, was sich als sehr aufwendig
herausgestellt hat, da beispielsweise die Querschnittsflächen von Kropf und Schneide
sehr verschieden sind.
[0003] Die US-PS 689,046 und die FR-PS 694 520 beschreiben ein Messer und dessen Herstellung,
wobei Messerschneide, Messerkropf und Messererl getrennt voneinander, ggf. aus unterschiedlichen
Materialien, geschmiedet und anschließend zusammengeschweißt werden. Gegenüber der
zuvor beschriebenen klassischen Herstellungsweise werden die Herstellungskosten reduziert.
Aufgrund verfahrensbedingter unpräziser Fertigung einzelner Bestandteile sind jedoch
auch hier erhebliche Nacharbeiten erforderlich, insbesondere an den Fügeflächen für
den Schweißprozeß.
[0004] Die EP-A-0429035 beschreibt ein Messer und dessen Herstellung, bei dem Messerschneide,
Messerkropf und Messererl ebenfalls einzeln hergestellt und anschließend zusammengeschweißt
werden. Hier wird der Messerkropf jedoch nicht geschmiedet sondern gesintert, wodurch
eine präzisere Fertigung des Kropfes und somit einer Verbesserung der Oberflächenqualität
der für den anschließenden Schweißvorgang erforderlichen Fügeflächen möglich ist.
Eine Nachbearbeitung ist hier normalerweise nicht nötig. Allerdings müssen die einzelnen
Bauteile im Anschluß an ihre Herstellung zusammengeschweißt werden, wodurch die Anzahl
der Arbeitsschritte sehr hoch ist. Ferner ist das Sintern des Messerkropfes recht
teuer und dauert vergleichsweise lang.
[0005] Es ist eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Messer mit Messerkropf zu schaffen, das auf einfache
Weise, in möglichst wenig Arbeitsschritten sowie preisgünstig herstellbar ist.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung durch ein Messer nach Anspruch
1 und durch ein Verfahren nach Anspruch 14
gelöst .
[0007] Das Messer umfaßt erfindungsgemäß einen stauchgeschmiedeten Messerkropf. Beim Stauchschmieden
wird der Querschnitt des Rohlings in dem bearbeiteten Bereich nicht verringert sondern
vielmehr vergrößert, so daß nicht länger die größte Querschnittsfläche, also die Querschnittsfläche
des Kropfes, für die Wahl des Rohlingsquerschnitts maßgeblich ist. Gemäß der Erfindung
kann ein im wesentlichen flacher Rohling verwendet werden, dessen Querschnittsfläche
derjenigen der Messerschneide und/oder des Messererls entspricht. Dieser Rohling wird
dann in dem Bereich des zu erzeugenden Messerkropfes gestaucht, so daß sich der Rohling
dort zusammenfaltet, bis die gewünschte größere Querschnittsfläche für den Kropf erzeugt
ist. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, daß beim Schmieden des Rohlings nur der
Messerkropf bearbeitet werden muß, nicht aber Messerschneide und Messererl. Dies hat
den Vorteil, daß die Materialdicke von Erl und Schneide und somit die ursprüngliche
Stahlqualität erhalten bleibt. Auch die Mittelachse des Rohlings und dessen Ausgangsdicke
werden durch den Schmiedeprozeß nur wenig beeinflußt, so daß das Bearbeitungsergebnis
wesentlich präziser ist. Die Mäßabweichungen eines Loses sowie die Bauteiltoleranzen
sind gegenüber dem konventionellen Schmieden deutlich geringer. Der präzise gefertigte
Schmiederohling hat auch einen positiven Einfluß auf die Präzision und die Qualität
aller folgenden Bearbeitungsschritte. Die Form von Messerschneide und Messererl können
im Anschluß an den Schmiedeprozeß beispielsweise einfach ausgestanzt werden, da der
verwendete Rohling bereits die für Messerschneide und Messererl erforderliche Querschnittsfläche
aufweist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß das Messer bestehend aus Messerschneide,
Messerkropf und Messererl aus einem einteiligen Rohling ausgebildet werden kann, wobei
jedoch die Fertigung gegenüber der klassischen Herstellungsweise präziser und weniger
aufwendig ist. Die Herstellung aus einem einteiligen Rohling ist gegenüber der Herstellung
aus mehreren Rohlingen dahingehend vorteilhaft, daß ein Fügen von Messerschneide,
Messerkropf und Messererl nicht erforderlich ist. Entsprechend entfallen sowohl Arbeitsschritte
als auch die Anforderungen an die für das Schweißen benötigten Fügeflächen.
[0008] Wie bereits zuvor erwähnt, sind Messerschneide, Messerkropf und Messererl vorzugsweise
aus genannten Gründen einteilig ausgebildet.
[0009] Der verwendete Rohling umfaßt vorteilhafterweise mehrere Materiallagen, wobei wenigstens
eine Materiallage eine hohe Härte aufweist, vorzugsweise zwischen 54 und 70 HRC, besser
noch im Bereich von 66 HRC. Diese wenigstens eine Materiallage mit hoher Härte bildet
die Schneidfläche des fertigen Messers. Als Material wird bevorzugt Stahl verwendet,
von dessen Kohlenstoffanteil seine Härtbarkeit abhängt. Der Kohlenstoffanteil sollte
0,5 Gew.-% nicht unterschreiten, andererseits 2 Gew.-% nicht überschreiten, da der
Stahl sonst zu spröde wird und somit bruchanfällig ist. Der Stahl kann ferner weitere
Legierungselemente, wie beispielsweise Mangan, Chrom, Molybdän, Vanadium oder Wolfram
umfassen. Mangan macht den Stahl fester und besser schmiedbar. Chrom erhöht ebenfalls
die Festigkeit des Stahls, macht ihn durch die Bildung von Chromkabiden abriebfester
und erhöht dessen Korrosionsresistenz. Ab einem Chromanteil von ca. 12 % gilt ein
Stahl als rostfrei bzw. rostbeständig. Molybdän steigert die Schneid- und Dauerbeständigkeit
des Stahls, besonders in Verbindung mit Vanadium. Wolfram schließlich steigert die
Festigkeit, erhöht die Härte und Schnitthaltigkeit wesentlich. Durch die Wahl der
Legierungselemente und deren Anteile können besondere Eigenschaften des Stahls eingestellt
werden. Härte, Schneidhaltigkeit und Bruchunanfälligkeit stehen hier jedoch im Vordergrund,
da diese Materiallage die Schneidefläche bilden soll.
[0010] Die wenigstens eine Materiallage mit hoher Härte ist vorzugsweise im Kernbereich
des Rohlings und somit der später erzeugten Messerschmiede angeordnet, so daß die
Schneidfläche des herzustellenden Messers mittig angeordnet ist. Diese harte Materiallage
kann auch außenmittig angeordnet werden, sollte dies gewünscht sein. Der Kernbereich
umfaßt vorteilhafterweise mindestens 50 % der gesamten Messerschneidendicke bzw. der
Gesamtmesserschneidenquerschnittsfläche, so daß beispielsweise beim Schleifen oder
Nachschleifen des fertigen Messern auch tatsächlich die Schneidfläche geschliffen
wird. Damit der Kernbereich möglichst mittig angeordnet ist, ist die Anzahl der Materiallagen
vorteilhafterweise ungerade.
[0011] Die übrigen Materiallagen, die bevorzugt den harten Kernbereich umgeben, weisen vorzugsweise
eine geringere Härte als der Kernbereich auf und sind im wesentlichen rostfrei. Letzteres
hat den Vorteil, daß der kohlenstoffhaltige Stahl des Kernbereiches, der sehr zum
Rosten tendiert, durch die diesen umgebenden rostfreien Materiallagen vor der Atmosphäre
geschützt ist.
[0012] Die sichtbaren Materiallagenübergänge, beispielsweise am Messerrücken, am Messerkropf
oder an der Messerschneide, werden vorzugsweise angeätzt, um die durch die Mehrlagigkeit
entstehende Musterung sichtbar zu machen. Dies hat im wesentlichen optische Gründe.
Insbesondere der stauchgeschmiedete Messerkropf weist aufgrund der Faltung des mehrlagigen
Rohlings ein individuelles Muster auf, das an Damaszenerstahl erinnert.
[0013] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren werden Messerschneide, Messerkropf und Messererl
bevorzugt aus einem einteiligen Rohling ausgebildet. Auf diese Weise kann nach dem
Schmieden auf jedwede Fügeoperationen verzichtet werden. Durch die Ausbildung des
Kropfes mittels Stauchschmieden ist auch bei einteiligem Rohling sichergestellt, daß
die Fertigung präzise und nicht zu aufwendig ist.
[0014] Der Rohling wird vorzugsweise aus einem mehrlagigen Blech ausgestanzt, mittels Widerstandserwärmung
erwärmt und im Stauchschmiedeschritt im Bereich des zu erzeugenden Kropfes gestaucht
bzw. gefaltet.
[0015] Der Stauchschmiedeschritt bzw. das Ergebnis des Stauchschmiedeschrittes hängt im
wesentlichen vom Stauchweg, der Stauchgeschwindigkeit und der Temperaturregelung ab.
Die Temperatur beträgt dabei vorzugsweise 1.050°C, wobei die Temperatur materialabhängig
ist.
[0016] An den Stauchschmiedeschritt schließt sich bevorzugt ein Präzisionsschmiedeschritt
an, insbesondere um einzelne Konturen des Messerkropfes genau herauszuarbeiten. Das
Ergebnis des Präzisionsschmiedeschrittes hängt im wesentlichen von der Verfahrgeschwindigkeit
des Oberwerkzeugs, von der Preßkraft, vom Verfahrweg, von der Kontaktzeit und dem
verwendeten Kühlschmierstoff ab. Vorzugsweise umfaßt das Präzisionsschmieden des Kropfes
lediglich einen Hub.
[0017] Schließlich wird die Messerkontur bevorzugt abgegratet bzw. ausgestanzt.
[0018] Das zuvor beschriebene Verfahren ermöglicht eine sehr präzise sowie preiswerte Fertigung,
wobei das Verfahren wenig Verfahrensschritte umfaßt und ohne jegliche Fügeschritte
auskommt. Stromverbrauch, Stahleinsatz, Fläche und Lärm werden erheblich verringert.
[0019] Der für das oben beschriebene Verfahren verwendete Rohling umfaßt, wie zuvor beschrieben,
mehrere Lagen, vorzugsweise mit einer mittig angeordneten Stahlschicht mit hoher Härte,
die letztendlich die Schneidfläche des Messers bilden soll. Bei der Erzeugung des
Rohlings werden mehrere Blechlagen plattiert und kaltgewalzt, so daß Bleche entstehen,
aus denen die Rohlinge ausgestanzt werden können.
[0020] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung genauer
beschrieben. Darin stellen Fig. 1 bis Fig. 5 einzelne Ergebnisse aufeinander folgender
Verfahrensschritte gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
dar.
[0021] Im einzelnen zeigt:
- Fig. 1
- eine Draufsicht eines gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens verwendeten Rohlings;
- Fig. 2
- eine Draufsicht des in Fig. 1 dargestellten Rohlings nach Durchführung des erfindungsgemäßen
Stauchschmiedeschrittes;
- Fig. 3
- eine Draufsicht des in Fig. 2 dargestellten Rohlings nach Durchführung eines Präzisionsschmiedeschrittes;
- Fig. 4
- eine Draufsicht des in Fig. 3 dargestellten Rohlings nach Durchführung eines Abgratschrittes;
- Fig. 5
- eine Draufsicht des durch den Abgratschritt erzeugten Abfallteils, das als Stahlschrott
der Verwertung zugeführt wird und
- Fig. 6
- eine vergrößerte Querschnittsansicht des gestauchten, mehrlagigen Messerkropfes.
[0022] Fig. 1 zeigt einen Rohling 10, der für die Durchführung einer bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendet wird. Bei dem Rohling 10 handelt es sich
um einen Streifen aus Mehrlagenstahl, beispielsweise 3-lagig bis zu damaszenerstahlähnlichen
Clad-Verbunden, z. B. 33-lagig. Der Rohling 10 weist in der Mitte seiner Querschnittsfläche
eine Lage aus einem Stahl mit hoher Härte auf, vorliegend 66 HRC. Diese Materiallage
nimmt etwa 50 % der Gesamtmesserschneidendicke bzw. Gesamtmesserschneidenquerschnittsfläche
ein und bildet die Schneidfläche des zu erzeugenden Messers.
[0023] Der in Fig. 1 dargestellte Rohling 10 wurde aus einem großen, kaltgewalzten Mehrlagenstahlblech
ausgestanzt, das die gewünschte Querschnittsfläche von Messerschneide und Messererl
aufweist. Entsprechend weist auch der Rohling 10 die entsprechende Querschnittsfläche
auf.
[0024] Fig. 2 zeigt den in Fig. 1 dargestellten Rohling 10 nach der Durchführung des erfindungsgemäßen
Stauchschmiedeschrittes. Wie zu erkennen ist, wurde das Material in dem Bereich 12,
an dem der zu erzeugende Messerkropf ausgebildet werden soll, derart zusammengefaltet,
daß die Querschnittsfläche im Bereich 12 entsprechend der gewünschten Querschnittsfläche
des Messerkropfes vergrößert wurde. Die Bereiche 14 und 16, aus denen später Messerschneide
und Messererl erzeugt werden, wurden durch den Stauchschritt im wesentlichen nicht
verändert. Das Stauchen erfolgt durch Widerstandserwärmung. An dieser Stelle sollte
klar sein, daß die Erwärmung auch in anderer Art und Weise erfolgen kann.
[0025] Fig. 3 zeigt den in Fig. 2 dargestellten Rohling 10 nunmehr nach Durchführung eines
Präzisionsschmiedeschrittes, mit dem im Bereich 12 die Form des Messerkropfes 18 ausgebildet
wurde. Das Präzisionsschmieden erfolgt unter Durchführung eines einzelnen Hubs. Ferner
können beim Präzisionsschmiedeschritt auch mehr als ein Hub ausgeführt werden, wobei
natürlich bevorzugt ist, daß die Form des Messerkropfes durch einen einzelnen Hub
ausreichend präzise erzeugt werden kann. Wie in Fig. 3 zu erkennen ist, bleiben die
Bereiche 14 und 16, aus denen Messerschneide und Messergrat erzeugt werden, auch während
der Durchführung des Präzisionsschmiedeschrittes im wesentlichen unverändert.
[0026] Fig. 4 zeigt das Fertigteil 20, das entsteht, wenn der in Fig. 3 dargestellte Rohling
10 einem Abgratschritt unterzogen wird. Bei diesem Abgratschritt wird die jeweilige
Kontur der Messerschneide 22, des Messerkropfes 18 und des Messererls 24 ausgestanzt.
[0027] Fig. 5 zeigt das durch den Abgratschritt entsprechend erzeugte Abgratteil 26. Wie
zu erkennen ist, entsteht bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nur eine geringe Abfallmenge.
[0028] Fig. 6 zeigt schließlich eine vergrößerte Querschnittsansicht des gestauchten, mehrlagigen
Messerkropfes 18. Die im wesentlichen mittig, also im Kernbereich angeordnete Materiallage
28 mit hoher Härte erstreckt sich mäanderartig gefaltet durch den Messerkropf 18.
Sie nimmt etwa 50 % der Querschnittsfläche ein und wird von weiteren, wesentlich dünneren
und ebenfalls gefalteten Materiallagen 30 umgeben, die in Fig. 6 allerdings nur bereichsweise
angedeutet sind. Es sollte klar sein, daß sich Materiallagen 30 durch den gesamten
Kropf 18 oberhalb und unterhalb der Materiallage 28 erstrecken und entsprechend der
Umformung des Kropfes 18 verlaufen. Diese Materiallagen 30 sind weicher als die Materiallage
28 und sind korrosionsbeständig, um die Materiallage 28 vor negativen Einflüssen der
Atmosphäre zu schützen. Anhand Fig. 6 ist zu erkennen, daß durch einen entsprechenden
Anschliff und durch Ätzen der abgeschliffenen Fläche die individuelle Musterung zum
Vorschein gebracht werden kann, was inbesondere optisch wünschenswert sein kann.
[0029] Es sollte klar sein, daß die zuvor beschriebene bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens sowie das beispielhaft dargestellte erfindungsgemäße Messer mit Messerkropf
in Bezug auf den Schutzbereich, der durch die beiliegenden Ansprüche definiert ist,
nicht einschränkend sind. Vielmehr sind Modifikationen und Änderungen möglich, ohne
diesen zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 10
- Rohling
- 12
- Bereich
- 14
- Bereich
- 16
- Bereich
- 18
- Messerkropf
- 20
- Fertigteil
- 22
- Messerschneide
- 24
- Messererl
- 26
- Abgratteil
- 28
- mittige Materiallage
- 30
- weitere Materiallage
1. Messer mit stauchgeschmiedetem Messerkropf (18).
2. Messer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Messerschneide (22), Messerkropf (18) und Messererl (24) einteilig ausgebildet sind.
3. Messer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer mehrere Materiallagen (28, 30) aufweist.
4. Messer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den mehreren Materiallagen (28, 30) um einen Mehrlagenstahl handelt.
5. Messer nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Materiallage (28) eine hohe Härte aufweist.
6. Messer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Härte dieser wenigstens einen Materiallage (28) 54 bis 70 HRC beträgt und vorzugsweise
im Bereich von 66 HRC liegt.
7. Messer nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der Materiallage (28) mit hoher Härte um einen gehärteten Stahl mit einem
Kohlenstoffanteil zwischen 0,5 % und 2 % handelt.
8. Messer nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine Materiallage (28) mit hoher Härte im wesentlichen mittig in einem
Kernbereich angeordnet ist.
9. Messer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des Kernbereichs mindestens 50 % der Gesamtmesserschneidendicke aufweist.
10. Messer nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß Anzahl der Materiallagen (28, 30) ungerade ist.
11. Messer nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Materiallagen (30) eine geringere Härte als die Materiallage (28) mit
hoher Härte aufweisen.
12. Messer nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Materiallagen (30) im wesentlichen rostfrei sind.
13. Messer nach einem der Ansprüche 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß sichtbare Materiallagenübergänge zumindest teilweise angeätzt sind.
14. Verfahren zur Herstellung eines Messers mit Kropf, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ausbildung des Kropfes (18) ein Stauchschmiedeschritt vorgesehen ist.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der für den Stauchschmiedeschritt verwendete Rohling (10) zuvor erwärmt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Erwärmung des Rohlings (10) durch Widerstandserwärmung erfolgt.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der für den Stauchschmiedeschritt verwendete Rohling (10) mehrere Materiallagen (28,
30) aufweist.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der für den Stauchschmiedeschritt verwendete Rohling (10) kaltgewalzt ist.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der für den Stauchschmiedeschritt verwendete Rohling (10) zumindest eine Materiallage
(28) mit hoher Härte aufweist.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß diese zumindest eine Materiallage (28) eine Härte von 54 bis 70 HRC, besser noch
eine Härte im Bereich von 66 HRC aufweist.
21. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dieser wenigstens einen Materiallage (28) um gehärteten Stahl mit einem
Kohlenstoffanteil zwischen 0,5 % und 2 % handelt.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß diese wenigstens einer Materiallage (28) im wesentlichen mittig im Kernbereich des
Rohlings (10) vorgesehen ist.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Materiallagen (30) eine geringere Härte als die Materiallage (28) mit
hoher Härte aufweisen.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Materiallagen (30) im wesentlichen rostfrei sind.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß der für den Stauchschmiedeschritt verwendete Rohling (10) ausgestanzt wird.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß Messerschneide (22), Messerkropf (18) und Messererl (24) aus einem einteiligen Rohling
(10) ausgebildet werden.
27. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß sich an den Stauchschritt ein Präzisionsschmiedeschritt zur weiteren Ausbildung des
Kropfes (18) anschließt.
28. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß der Präzisionsschmiedeschritt genau einen Hub aufweist.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Messerkontur mit Kropf (18) abgegratet wird.
30. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß sichtbare Materiallagenübergänge zumindest teilweise angeätzt werden.