[0001] Die Erfindung betrifft Küchengeräte, die für das Schnitzen von Obst und Gemüse sowie
das Zusammenstellen von dekorativen Kompositionen aus Obst und Gemüse für Gerichte-
und Tischdekoration verwendet werden.
[0002] Ein flaches Messer, das aus zwei miteinander verbundenen Bögen mit einer Schneidekante
auf der abgerundeten Seite besteht, ist aus der DE 197 12 615 bekannt. Dieses Messer
kann für einige Tätigkeiten beim dekorativen Schnitzen von Obst und Gemüse verwendet
werden, aber seine Möglichkeiten sind stark begrenzt.
[0003] Aus der SU 342 604 ist eine Schneidevorrichtung für die Entfernung von Kernen aus
Obst und Gemüse bekannt, die aus einem hohlen Zylinder mit einer Schneidekante auf
einer Seite besteht. Konstruktionsbedingt sind jedoch die gestalterischen Möglichkeiten
dieses Schneidegerätes begrenzt.
[0004] Aus der JP 251 985 ist ein Schneidegerät bekannt, mit dessen Hilfe man Obst und Gemüse
in Stückchen mit einem rechteckigen Schnitt schnitzen kann. Das Gerät besteht aus
einer hohlen Halbkugel mit einer Schneidekante entlang des unteren Kreisumfangs und
mit länglichen Messern, die im Inneren der Halbkugel befestigt sind. Für dekoratives
Gemüse- und Obstschneiden verfügt dieses Schneidegerät allerdings über ziemlich begrenzte
Möglichkeiten.
[0005] Aus der SU 1 743 907 ist eine Vorrichtung für die Gravierung von harten Gegenständen
bekannt, die aus einem Schneidelement mit dreieckigem Schnitt und einer schrägen Schneidekante
besteht. Dieses Schneidegerät kann aber nur für Einschnitte von einer bestimmten Form
auf harten Oberflächen verwendet werden, zum dekorativen Obst- und Gemüseschneiden
ist es nicht geeignet.
[0006] Aus der WO 96/35359 ist ein spezieller Obstschäler bekannt, der für das Entfernen
der Schale von Ananasfrüchten bestimmt ist, und eine scharfe Schneidekante aufweist,
die aus zwei unter einem bestimmten Winkel miteinander verbundenen Schneideflächen
besteht. Mit diesem Obstschäler lassen sich Ananasschalen in schrägen dreieckigen
Streifen abschneiden. Dieses Schneidegerät ist jedoch nicht für kunstvolles dekorative
Obst- und Gemüseschneiden geeignet.
[0007] Aus der RU 2 077 429 ist ein Schneideset für Holzschnitzerei auf flachen Holzoberflächen
bekannt, das aus verschiedenen Schneidegeräten mit dekorativen Schneidekanten besteht.
Dieses Schneideset verfügt über mehrere Möglichkeiten für das dekorative Schneiden,
kann aber für dekorative Kompositionen aus Obst und Gemüse nicht verwendet werden.
[0008] Der vorliegenden Erfindung steht am nächsten ein aus der DE 24 24 323 bekanntes zusammengesetztes
Set, das aus einem Behälter mit verschiedenen funktionalen Schneidegeräten besteht
- Messer und Scheren mit flachen Arbeitselementen, die mit ihren Schäften in Griffen
befestigt sind. Dieses kompakte Set ist für die Durchführung von verschiedenen Schneideprozessen
bestimmt. Dieses Schneideset kann jedoch nicht für die Fertigung von komplizierten
dekorativen Kompositionen aus Obst und Gemüse verwendet werden, da dafür nicht nur
eine bestimmte Geschicklichkeit, sondern auch speziell vorgefertigte Schneidegeräte
und unter bestimmten Winkeln eingestellte Schneidekanten benötigt werden.
[0009] Die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Erweiterung der Funktionsmöglichkeiten
des Schneidesets bei gleichzeitiger Vereinfachung der Arbeitsoperationen für das dekorative
Obst- und Gemüseschneiden, in der Gewährleistung einer einfachen und sicheren Verwendung
von Schneidegeräten, in der Reduzierung der beim Schneideprozess anzuwendenden Körperkraft
sowie der Erhöhung der Geschwindigkeit und Qualität des Schneideprozesses.
[0010] Alle obigen Aufgaben werden dadurch erfüllt, dass der erfindungsgemäße Gerätesatz
zum Schnitzen von Lebensmitteln, insbesondere von Obst und Gemüse, (im folgenden Carvingset)
einen Behälter mit funktionalen Schneidegeräten, nämlich Messer und Scheren mit flachen,
also zweidimensional geformten Arbeitselementen aufweist, wobei die zweidimensional
geformten Arbeitselemente mit Hilfe von Schäften an Griffen befestigt sind. Dabei
sind weitere Messer mit dreidimensional geformten Arbeitselementen versehen, wobei
ein Teil der dreidimensional geformten Arbeitselemente in Form von halbrunden Rinnen
mit unterschiedlichen Krümmungsradien und mit einer schrägen halbrunden Schneidekante
ausgeführt ist. Ein weiterer Teil der dreidimensional geformten Arbeitselemente ist
in Form von eckigen Rinnen mit unterschiedlichen Winkeln zwischen den Seitenwänden
ausgeführt, wobei die freien Stirnseiten der Seitenwände unter unterschiedlichen spitzen
Winkeln zu den Rinnenkanten angeordnet sind und damit die Schneidekanten bilden. Ein
weiterer Teil der dreidimensional geformten Arbeitselemente ist in Form von hohlen
Halbkugeln mit unterschiedlichen Durchmessern und mit scharfen Schneidekanten an dem
jeweiligen Kreisumfang ausgeführt, wobei jede Halbkugel auf einem flachen Schaft in
Form einer rechteckigen Platte befestigt ist. Jedes Arbeitselement ist mit seinem
Schaft an einem separaten Griff befestigt, wobei ein Teil der zweidimensional geformten
Arbeitselemente in Form eines rechtwinkligen Dreieckes mit einer auf seiner Hypotenuse
angeordneten und zum freien Ende hin leicht abgerundeten Schneidekante ausgeführt
ist. Ein weiterer Teil der zweidimensional geformten Arbeitselemente weist eine säbelförmige
Form mit konkaver Schneidekante auf. Ein weiterer Teil der zweidimensional geformten
Arbeitselemente hat eine gestreckte zugespitzte Form mit einer gewölbten bogenförmigen
Außenstirnseite und einer gestuften Innenstirnseite mit einem abgerundeten Winkel
an einem gestuften Basisteil, wobei sich die Schneidekante auf dem geradlinigen Teil
der Innenstirnseite befindet. Die Griffe für Messer mit dreidimensional geformten
Arbeitselementen sowie mit dem säbelförmigen zweidimensionalen Arbeitselement sind
tonnenförmig und weisen metallische Kappen mit Montageschlitzen für die Schäfte der
Arbeitselemente auf. Die Griffe für die restlichen Messer mit zweidimensional geformten
Arbeitselementen weisen einen trapezförmigen Querschnitt mit leicht zu der freien
Stirnseite hin auseinander gehenden Seitenflächen auf und sind mit abgerundeten Kanten
und mit Handstützen auf der unteren bogenförmigen Fläche sowie mit schrägen abgerundeten
freien Stirnseiten versehen. Der Griff für die Messer mit dreidimensional geformten
Arbeitselementen in Form von hohlen Halbkugeln weist einen ovalen Querschnitt mit
den zu den flachen Schäften hin verjüngenden Seiten auf. Das Carvingset ist mit einer
eingehenden Arbeitsanleitung für das Obst- und Gemüsecarving ausgestattet.
[0011] Erfindungsgemäße Ausführungsbeispiele werden anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt:
- Fig. 1:
- Carvingset gepackt im Behälter,
- Fig. 2:
- Seitenansicht eines großen halbrunden Messers in Form einer Rinne mit einer schrägen
Schneidekante auf ihrer Stirnseite,
- Fig. 3:
- Stirnansicht des Messers aus Fig. 2,
- Fig. 4:
- Draufsicht auf die Stirnseite der in Fig. 2 gezeigten Schneidekante,
- Fig. 5:
- Seitenansicht eines mittleren halbrunden Messers in Form einer Rinne mit einer schrägen
halbrunden Schneidekante auf ihrer Stirnseite,
- Fig. 6:
- Stirnansicht des Messers aus Fig. 5,
- Fig. 7:
- Draufsicht der in Fig. 5 gezeigten Schneidekante,
- Fig. 8:
- Seitenansicht eines kleinen halbrunden Messers in Form einer Rinne,
- Fig. 9:
- Stirnansicht des Messers aus Fig. 8,
- Fig. 10:
- Draufsicht auf die Stirnfläche der in Fig. 8 gezeigten Schneidekante,
- Fig. 11:
- Seitenansicht eines großen eckigen Messers in Form einer Rinne,
- Fig. 12:
- Stirnansicht des Messers aus Fig. 11,
- Fig. 13:
- Draufsicht auf das Messer aus Fig. 11,
- Fig. 14:
- Seitenansicht eines mittleren eckigen Messers in Form einer Rinne,
- Fig. 15:
- Stirnansicht des Messers aus Fig. 14,
- Fig. 16:
- Draufsicht auf das Messer aus Fig. 14,
- Fig. 17:
- Seitenansicht eines kleinen eckigen Messers in Form einer Rinne,
- Fig. 18:
- Stirnansicht des Messers aus Fig. 17,
- Fig. 19:
- Draufsicht auf das Messer aus Fig. 17,
- Fig. 20:
- Schneidegerät in Form von hohlen Halbkugeln, Ansicht von der Seite der Schneidekanten,
- Fig. 21:
- Seitenansicht des Schneidegerätes aus Fig. 20,
- Fig. 22:
- Schnitt A-A aus Fig. 20,
- Fig. 23:
- ein flaches Messer in Form eines rechtwinkligen Dreieckes,
- Fig. 24:
- ein flaches säbelförmiges Messer,
- Fig. 25:
- ein flaches gestrecktes zugespitztes Messer,
- Fig. 26:
- Schnitt B-B aus Fig. 23 bzw. Schnitt C-C aus Fig. 25,
- Fig. 27:
- Titelblatt einer Arbeitsanleitung für Obst- und Gemüsecarving,
- Fig. 28:
- das Arbeitsprinzip beim Formen der Blütenblätter einer Aster aus Daikonradieschen
mit Hilfe eines großen halbrunden Messers in Form einer Rinne,
- Fig. 29:
- Entfernen des restlichen Fruchtfleisches mit Hilfe eines flachen Messers in Form eines
rechtwinkligen Dreieckes,
- Fig. 30:
- das Arbeitsprinzip beim Formen der Blütenblätter einer Chrysantheme aus Pekingkohl
mit Hilfe eines kleinen halbrunden Messers in Form einer Rinne,
- Fig. 31:
- Abbiegen einzelner Blütenblätter mit Hilfe desselben Messers,
- Fig. 32:
- Formen der nachfolgenden Blütenblätterreihen mit Hilfe desselben Messers,
- Fig. 33:
- das Arbeitsprinzip beim Formen der Blütenblätter einer Artischocke aus Zwiebeln mit
Hilfe eines großen eckigen Messers in Form einer Rinne,
- Fig. 34:
- Formen der nachfolgenden Blütenblätterreihen mit Hilfe desselben Messers,
- Fig. 35:
- das Arbeitsprinzip beim Ausschneiden eines Formlings aus einer Gurke mit Hilfe eines
flachen säbelförmigen Messers,
- Fig. 36:
- Formen einzelner Blütenblättern mit Hilfe desselben Messers,
- Fig. 37:
- Bearbeitung des vorgefertigten Formlings aus einer Gurke mit Hilfe eines gestreckten
zugespitzten Messers,
- Fig. 38:
- Formen der restlichen Blumenteilen mit Hilfe desselben Messers,
- Fig. 39:
- das Arbeitsprinzip beim Formen einer Blume aus Peperoni mit Hilfe einer Schere,
- Fig. 40 - 46:
- fertige Erzeugnisse und Kompositionen.
[0012] Das erfindungsgemäße Carvingset besteht aus einem bedienungsfreundlichen kompakten
Behälter 1, Bedienungsanleitung 2 und folgenden funktionalen Schneidegeräten: Messer
3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 mit geformten Arbeitselementen, Messer 10, 11, 12 mit flachen
Arbeitselementen und Schere 13. Die Arbeitselemente für die Messer 3, 4, 5 sind in
Form von halbrunden Rinnen 14 unterschiedlicher Größen mit einer schrägen halbrunden
Vorderschneidekante auf der Stirnseite 15 und einem Endstück 16, das in der Stirnseite
des zylindrischen Plastikgriffs 17 befestigt ist, ausgeführt. Auf dem Plastikgriff
17 befindet sich eine metallische Kappe 18 mit einem Montageschlitz für einen Schaft
16. Der Durchmesser und die Größe der halbrunden Rinnen 14 und deren Schneidekanten
15 hängen von der Größe und Festigkeit der gewählten Früchte sowie von der Größe des
geplanten Kompositionsteiles ab.
[0013] Die Arbeitselemente der Messer 6, 7, 8 sind in Form einer eckigen Rinne 19 mit verschiedenen
Winkeln β zwischen Flächen 20 ausgeführt, deren freie Stirnseiten unter verschiedenen
spitzen Winkeln λ zu einer Kante 21 liegen und Schneidekanten 22 bilden. Beim großen
eckigen Messer 19 in Form einer Rinne (Fig. 11 und Fig. 12) beträgt der optimale Winkel
β zwischen den Flächen 20 etwa 80 - 90° und der optimale Winkel λ zwischen der Kante
21 und der Schneidekante 22 beträgt 45 - 55°. Beim mittleren eckigen Messer 19 in
Form einer Rinne (Fig. 14 und Fig. 15) beträgt der optimale Winkel β zwischen den
Flächen 20 ca. 70 - 80° und der optimale Winkel λ zwischen der Kante 21 und der Schneidekante
22 liegt im Bereich von 35 - 45°. Beim kleinen eckigen Messer 19 in Form einer Rinne
(Fig. 17 und Fig. 18) beträgt der optimale Winkel β zwischen den Flächen 20 etwa 70
- 80° und der optimale Winkel λ zwischen der Kante 21 und der Schneidekante 22 liegt
im Bereich von 25 - 35°. Die Kante 21 bei allen eckigen Messern 19 in Form einer Rinne
ist zwischen den Flächen 20 leicht abgerundet. Die Schäfte 16 der eckigen Messer 19
in Form einer Rinne sind in den zylindrischen Plastikgriffen 17 mit metallischen Kappen
18 befestigt. Die Größe der eckigen Messer 19 in Form einer Rinne und deren Schneidekanten
22 hängt von der Größe und Festigkeit der gewählten Früchte sowie von der Größe des
geplanten Kompositionsteiles ab.
[0014] Das Messer 9 weist hohle Halbkugeln 23 und 24 mit Endstücken 25 und 26 in der Form
rechteckiger Platten auf (s. Fig. 20 - 22), die in einem Griff 27 mit ovalem Querschnitt
mit zu den flachen Schäften 25 und 26 hin leicht verengenden Seiten befestigt sind.
Auf den Stirnseiten der hohlen Halbkugeln 23 und 24 befinden sich Schneidekanten 27
und 28.
[0015] Das Messer 10 ist mit einem Arbeitselement 29 ausgestattet (s. Fig. 23), das nach
Art eines rechtwinkligen Dreiecks mit einer Schneidekante 30 ausgeführt ist, wobei
die Schneidekante auf der Hypotenuse des Dreieckes angeordnet und am freien Ende 31
leicht abgerundet ist. Das Messer 11 ist mit einem säbelförmigen Arbeitselement 32
ausgestattet (s. Fig. 24), das eine konkave Schneidekante 33 und einen Schaft 16 aufweist.
Dabei ist der Schaft auf der Stirnseite des zylindrischen Plastikgriffs 17 befestigt,
auf dem sich eine metallische Kappe 18 mit einem Montageschlitz für den Schaft 16
befindet. Das Messer 12 ist mit einem gestreckten zugespitzten Arbeitselement 34 ausgestattet
(s. Fig. 25), das einen gewölbten bogenförmigen Außenrücken 35, eine Schneidekante
36 auf der gestuften Innenseite mit einem geradlinigen Teil und einem abgerundetem
Winkel 37 an einer gestuften Grundlinie 38 aufweist. Griff 39 für die Messer 10 und
12 weisen einen trapezförmigen Querschnitt (Fig. 26) mit Seitenflächen 40, die zu
einer freien Stirnseite 41 hin leicht auseinander gehen, mit gradlinigen oberen Seiten
42, bogenförmigen unteren Seiten 43, abgerundeten Kanten 44 und Handstützen 45 auf
der unteren Seite 43 auf. Außerdem weisen diese Griffe eine schräge abgerundete Stirnseite
41 sowie ein dreieckiges Segment 46 auf, das im Übergangsbereich zum Arbeitselement
29 oder 34 angeordnet ist und mit Handstützen 45 verbunden ist. Die tonnenartige Form
der Griffe 17 und das Vorhandensein der Schneidekanten 15 und 22 auf den vorderen
Stirnseiten sind durch die Zweckbestimmung der Messer 3, 4, 5, 6, 7, 8, 11 bedingt,
sie werden für Längsschnitte durch axiale Schneidbewegungen verwendet. Das Messer
10 ist dagegen für radiale Schnitte bestimmt, deswegen hat sein Griff 39 eine andere
Form. Das Messer 11 mit dem säbelförmigen Arbeitselement 32 wird sowohl für axiale
als auch für radiale Schnitte verwendet, deswegen ist es mit einer gewölbten bogenförmigen
Schneidekante 33 und einem tonnenförmigen Griff 17 ausgestattet. Das Messer 12 ist
für axiale, radiale und drehende Bewegungen beim Schnitzen der Kompositionsteile bestimmt.
[0016] Das Carvingset wird auf folgende Weise verwendet: für die dekorativen Carvingkompositionen
kann man fast alle bekannten Obst- und Gemüsesorten verwenden. Zuerst fertigt man
einen Formling, d.h. einen zugespitzten Konus (aus Daikonradieschen, Möhren usw.),
Zylinder (aus Zwiebeln, Radieschen usw.), geformte Platten (für zukünftige Blätter
in dekorativen Kompositionen), einen hohlen Zylinder oder Konus (wenn die gewählte
Frucht hohl ist) oder man verwendet die natürliche Form der Frucht, wenn sie für die
geplante Komposition passt. Für die Vorbereitung des Formlings verwendet man die Messer
10, 11, 12 mit den flachen Arbeitselementen 29, 32, 34. Dazu hält man die Frucht in
einer Hand und das Messer in der anderen, und die Schnitte werden mit radialen Bewegungen
ausgeführt. Das Messer und die Form der Schneidekante werden entsprechend der geplanten
Form des Formlings gewählt. Danach können die länglichen Elemente - die zukünftigen
Blätter - der Reihe nach Schicht für Schicht mit axialen Messerbewegungen geformt
werden. Dabei kann man sowohl in Richtung zur Achse des Formlings (Fig. 28, 30, 32,
33, 34), als auch in Richtung von der Achse des Formlings weg arbeiten. Das restliche
Fruchtfleisch wird in jeder Schicht mit Hilfe der Messer mit flachen Arbeitselementen
(Fig. 29) oder Händen entfernt. Um Blütenblätter zu formen, verwendet man die Messer
3, 4, 5 mit halbrunden Arbeitselementen 14 in Form einer Rinne (Fig. 28) oder die
Messer 6, 7, 8 mit eckigen Arbeitselementen 19 in Form einer Rinne (Fig. 30, 32, 33,
34). Die entstandenen länglichen Elemente werden von der Achse des Formlings leicht
nach unten gebogen (Fig. 31). Das Messer 9 mit den hohlen Halbkugeln 23 und 24 wird
für kugelförmige Ausschnitte verwendet. Die Schere 13 wird für Formen der Blütenblätter
oder Blätter aus hohlen Früchten verwendet. (Fig. 39).
[0017] Die Größe der Messer 3, 4, 5, 6, 7, 8 wird entsprechend der Größe der Blütenblätter
und Blumen sowie der Fruchtgröße ausgewählt. Für eine "Aster" benötigt man das Messer
4 mit dem mittleren halbrunden Arbeitselement 14 in Form einer Rinne, weil die Blütenblätter
dieser Blume halbrund und sehr schmal sind. Für eine "Chrysantheme" verwendet man
das Messer 8 mit dem kleinen eckigen Arbeitselement 19 in Form einer Rinne, da die
Blütenblätter dieser Blume schmal, lang und dreieckig sind. Für eine "Artischocke"
verwendet man die Messer 6 und 7 mit dem mittleren oder großen eckigen Arbeitselement
19 in Form einer Rinne, weil die Blütenblätter dieser Blume sehr groß sind. Für eine
"Dahlie" benötigt man das Messer 3 mit dem großen halbrunden Arbeitselement 14 in
Form einer Rinne. Die fertigen Kompositionsteile - Blätter und verschiedene Blumen
- werden zusätzlich mit natürlichen Farbstoffen aus anderen Arten von Obst und Gemüse
gefärbt, zum Beispiel mit dem Saft aus Tomaten, Möhren, roter Bete, grünem Rettich
usw. Auf diese Weise erreicht man nicht nur eine intensive Färbung, sondern auch sanfte
frische Schattierungen. Aus vorgefertigten geformten Plättchen werden verschiedene
Blätter ausgeschnitten: In Fig. 35 ist die Vorbereitung eines Formlings aus einer
Gurke mit Hilfe des Messers 11 mit dem säbelförmigen Arbeitselement 32 dargestellt;
in Fig. 36 ist das Formen der Blätter für die zukünftige Komposition mit demselben
Messer 11 gezeigt. Gründlicher Vorbereitung erfordert die Arbeit mit dem Messer 12
mit dem zugespitzten gestreckten Arbeitselement 34: In Fig. 37 ist die Vorbereitung
des Formlings aus einer Gurke mit Hilfe des Messers 12 dargestellt, in Fig. 38 ist
das endgültige Formen der Blume mit demselben Messer 12 dargestellt. Bei Bedarf werden
die fertigen Blumen und Blätter mit Saft aus anderen Obst- und Gemüsesorten zusätzlich
gefärbt. Danach werden die einzelnen Kompositionsteile in kunstvollen Kompositionen
für Gerichte - sowie Tischdekoration verbunden. (s. Fig. 40, 41, 42, 43, 44, 45).
Das erfindungsgemäße Carvingset gewährleistet ein schnelles und einfaches dekoratives
Obst- und Gemüseschneiden, leichte Zusammenstellung von schönen essbaren Kompositionen,
die überall, d.h. im alltäglichen Leben, auf dem festlichen Tisch, im Cafe und Restaurant
ihre Verwendung finden.
[0018] Auf diese Weise erfüllt die angemeldete Erfindung ihre Hauptaufgabe, nämlich die
Erweiterung der Funktionsmöglichkeiten des Carvingsets bei gleichzeitiger Vereinfachung
der Arbeitsoperationen für das dekorative Obst- und Gemüseschneiden, Gewährleistung
einer einfachen und sicheren Verwendung von Schneidgeräten, Reduzierung der anzuwendenden
Körperkraft beim Schneideprozess, Erhöhung der Geschwindigkeit und Qualität des Schneideprozesses.
1. Carvingset mit einem Behälter, in dem als funktionale Schneidegeräte Messer und Scheren
mit zweidimensional geformten Arbeitselementen angeordnet sind, wobei die zweidimensional
geformten Arbeitselemente mit Hilfe von Schäften an Griffen befestigt sind,
gekennzeichnet durch weitere Messer mit dreidimensional geformten Arbeitselementen,
- wobei ein Teil der dreidimensional geformten Arbeitselemente in Form von halbrunden
Rinnen mit unterschiedlichen Krümmungsradien und mit einer schrägen halbrunden Schneidekante
ausgeführt ist,
- wobei ein weiterer Teil der dreidimensional geformten Arbeitselemente in Form von
eckigen Rinnen mit unterschiedlichen Winkeln zwischen den Seitenwänden ausgeführt
ist, wobei die freien Stirnseiten der Seitenwände unter unterschiedlichen spitzen
Winkeln zu den Rinnenkanten angeordnet sind und damit die Schneidekanten bilden,
- wobei ein weiterer Teil der dreidimensional geformten Arbeitselemente in Form von
hohlen Halbkugeln mit unterschiedlichen Durchmessern und mit scharfen Schneidekanten
an dem jeweiligen Kreisumfang ausgeführt ist, wobei jede Halbkugel auf einem flachen
Schaft in Form einer rechteckigen Platte befestigt ist,
- wobei jedes Arbeitselement mit seinem Schaft an einem separaten Griff befestigt
ist,
- wobei ein Teil der zweidimensional geformten Arbeitselemente in Form eines rechtwinkligen
Dreieckes mit einer auf seiner Hypotenuse angeordneten und zum freien Ende hin leicht
abgerundeten Schneidekante ausgeführt ist,
- wobei ein weiterer Teil der zweidimensional geformten Arbeitselemente eine säbelförmige
Form mit konkaver Schneidekante aufweist,
- wobei ein weiterer Teil der zweidimensional geformten Arbeitselemente eine gestreckte
zugespitzte Form mit einer gewölbten bogenförmigen Außenstirnseite und einer gestuften
Innenstirnseite mit einem abgerundeten Winkel an einem gestuften Basisteil, wobei
sich die Schneidekante auf dem geradlinigen Teil der Innenstirnseite befindet,
- wobei die Griffe für Messer mit dreidimensional geformten Arbeitselementen sowie
mit dem säbelförmigen zweidimensionalen Arbeitselement tonnenförmig sind und metallische
Kappen mit Montageschlitzen für die Schäfte der Arbeitselemente aufweisen,
- wobei die Griffe für die restlichen Messer mit zweidimensional geformten Arbeitselementen
einen trapezförmigen Querschnitt mit leicht zu der freien Stirnseite hin auseinander
gehenden Seitenflächen aufweisen und mit abgerundeten Kanten und mit Handstützen auf
der unteren bogenförmigen Fläche sowie mit schrägen abgerundeten freien Stirnseiten
versehen sind, und
- wobei der Griff für die Messer mit dreidimensional geformten Arbeitselementen in
Form von hohlen Halbkugeln einen ovalen Querschnitt mit den zu den flachen Schäften
hin verjüngenden Seiten aufweist.