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EP 1 688 243 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.04.2012 Patentblatt 2012/14 |
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Anmeldetag: 14.01.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Rundläufer-Tablettenpresse mit einer Vorrichtung zur Sortierung von
Tabletten.
Method and rotary press with an apparatus for sorting tablets
Procédé et presse rotative avec dispositif de tri de comprimés
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
03.02.2005 DE 102005005012
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.08.2006 Patentblatt 2006/32 |
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Patentinhaber: Fette GmbH |
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21493 Schwarzenbek (DE) |
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Erfinder: |
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- Schmidt, Ingo
21493 Schwarzenbek (DE)
- Arning, Andreas
21493 Talkau (DE)
- Hübner, Kai
23909 Ratzenburg (DE)
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Vertreter: Hauck Patent- und Rechtsanwälte |
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Postfach 11 31 53 20431 Hamburg 20431 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 669 171 GB-A- 2 021 978 US-A- 5 322 655
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GB-A- 1 179 350 US-A- 2 906 214
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Sortierung von Tabletten an einer
Rundläufer-Presse nach Patentanspruch 1 und einer Rundläuferpresse mit einer Vorrichtung
zur Sortierung von Tabletten nach Patentanspruch 3.
[0002] Eine Rundläufer-Tablettenpresse der genannten Art ist etwa aus
GB 705,000 A1 bekannt geworden. Aus
US 5,145,693 ist auch bekannt geworden, die auf die Tabletten ausgeübte Presskraft während der
Produktion in der Maschine zu messen und eine Aussortierung von Schlechttabletten
vorzusehen, welche die gewünschten Anforderungen nicht erfüllen. Es versteht sich,
dass auch andere Parameter überwacht werden können, um gute von schlechten Tabletten
zu trennen.
[0003] Aus
EP 1 247 640 ist auch bekannt geworden, das Aussortieren von Schlechttabletten mit Hilfe einer
Auswerfdüse vorzusehen. Eine Steuervorrichtung erhält ein Schlechtsignal von der Überwachungsvorrichtung
und öffnet die an eine Druckluftquelle angeschlossene Auswerfdüse kurzzeitig, damit
eine Schlechttablette in einen Schlechtkanal abgelenkt werden kann. Ein solcher Druckluftstoß
wird nur innerhalb weniger Millisekunden erzeugt, und es ist naturgemäß erforderlich,
diesen Luftstoß zu einem Zeitpunkt zu erzeugen, an dem Schlechttablette sich vor dem
Eingang des Schlechtkanals befindet. Das Ausstoßen von Schlechttabletten mit Hilfe
eines Luftstoßes ist im Übrigen auch aus
DE 363 99 18 A1 oder
GB-A-1179350 bekannt geworden.
[0004] Aus
EP-A2-0669171 ist bekannt geworden, Abfall auf einer Sortierscheibe mittels einer Düsenanordnung
in einzelne Behälter zu sortieren.
[0005] Nach dem Pressvorgang werden die Tabletten mit Hilfe des Unterstempels zur Oberseite
der Matrizenplatte hin ausgestoßen, so dass ein stationärer Abstreifer, in Form eines
Abstreiferbleches, die Tabletten erfassen und in einen Gutkanal ablenken kann. Es
versteht sich, dass Schlechttabletten vor dem Erreichen eines Gutkanals aussortiert
werden müssen.
[0006] Voraussetzung für eine sichere Aussortierung der Schlechttablette ist, dass sich
diese vor der Auswerfdüse in einer stabilen Lage befindet, da, wie erwähnt, der Blasvorgang
nur innerhalb weniger Millisekunden stattfindet. Bedingt durch unterschiedliche Materialeigenschaften
der Tabletten und auch der Tablettenformen kann es im Bereich des Tablettenabstreifers
und im Gutkanal zu Aufstauungen von Tabletten kommen, wodurch die Lage der Tabletten
vor der Auswerfdüse in ihrer Position verändert wird. Dadurch wird ein sicherer Aussortiervorgang
verhindert. Ein Tablettenstau kann sogar zu Beschädigungen von Bauteilen in der Tablettenpresse
führen.
[0007] Es kann ferner geschehen, dass in den Schlechtkanal abgeblasene Schlechttabletten
gegen die Wandung des Schlechtkanals stoßen und reflektiert werden und dadurch in
den Gutkanal gelangen oder zumindest die nachfolgenden Tabletten in ihrer Förderung
behindern. Die Bahnen der abgeblasenen und reflektierten Tabletten werden weitestgehend
vom Luftdruck, der Tablettenform, dem Tablettengewicht und der Tablettendicke bestimmt.
Aus
US-A-5322655 ist ein Verfahren bekannt, bei dem mit Hilfe einer in den Schlechtkanal hinein gerichteten
Luftströmung die aussortierte Schlechttablette in den Schlechtkanal hinein beschleunigt
und eine Rückkehr zur Matrizenplatte hin vermieden wird. Der erwähnte Luftstrom, der
während des Betriebs der Tablettenpresse permanent aufrecht erhalten werden kann,
beschleunigt die durch den Luftstoß ausgeschiedenen und in den Schlechtkanal beförderten
Tabletten zusätzlich und verhindert, dass die Tabletten im Schlechtkanal aufstauen.
Darüber hinaus wird verhindert, dass zurückprallende aussortierte Tabletten wieder
in den Aussortier- oder Produktionsbereich gelangen.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Sortieren von Schlechttabletten
in einer Rundläufer-Tablettenpresse anzugeben, mit dem eine größere Sicherheit erzielt
wird.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0010] Bei der Erfindung wird ein zweiter Luftstrom vor einem Abstreifabschnitt des Abstreifers
erzeugt wird, der die Tabletten in Richtung des Abstreifers und des Gutkanals lenkt.
Diese Maßnahme bewirkt, dass ein Aufstauen der Guttabletten am Abstreifer verhindert
wird. Die Tabletten werden in Richtung Abstreiffläche gelenkt und können von dieser
dann unmittelbar in den Gutkanal gelangen. Insgesamt werden Störungen im Sortierbereich
vermieden. Bekanntlich werden von derartigen Tablettenpressen pro Zeiteinheit eine
große Menge an Tabletten erzeugt. Ein auch nur kurzzeitiger Stillstand der Maschine
und damit eine Produktionsunterbrechung bringt erhebliche wirtschaftliche Nachteile
mit sich.
[0011] Bei einer der Ausgestaltung der Erfindung wird ein dritter Luftstrom erzeugt, der
die Guttabletten in den Gutkanal hinein beschleunigt. Dieser Luftstrom hat vor allen
Dingen die Funktion, einen Stau im Gutkanal zu verhindern. Ein Stau im Gutkanal würde
sich rasch bis in den Bereich des Abstreifers hinein fortpflanzen und dadurch zu einer
Produktionsunterbrechung führen.
[0012] Eine Tablettenpresse mit einer Vorrichtung zur Sortierung von Tabletten nach Patentanspruch
3 sieht mindestens eine erste Düsenanordnung vor, mit der ein Luftstrom in den Schlechtkanal
hinein erzeugt wird. Die Erfindung sieht hierzu vor, dass eine zweite Düsenanordnung
in Förderrichtung der Tabletten vor einem Umlenkabschnitt des Abstreifers angeordnet
ist und einen zum Umlenkabschnitt bzw. zum Gutkanal hin gerichteten Luftstrom erzeugt.
[0013] Eine Ausgestaltung der Erfindung hierzu sieht eine dritte Düsenanordnung vor, die
in Förderrichtung der Tabletten hinter dem Abstreifer angeordnet ist und einen in
den Gutkanal gerichteten Luftstrom erzeugt.
[0014] Die Düsenanordnungen können in geeigneter Weise ausgeführt sein. Es ist denkbar,
mehrere nebeneinander angeordnete Düsenöffnungen vorzusehen, welche eine Art Luftschleier
erzeugen. Vorzugsweise sind in den Leitungen, die zu den Düsenanordnungen geführt
sind, Mittel vorgesehen, um den Luftdruck zu den Düsenöffnungen hin individuell einzustellen.
Je nach Produktionsbedingungen und Art der Tabletten können die Luftdrücke unterschiedlich
eingestellt werden, um das gewünschte Sortierverhalten zu erzielen. Die Werte für
die Luftdrücke können im Bedienrechner gespeichert werden, um von Zeit zu Zeit abgefragt
zu werden, wenn eine Kontrolle vorgenommen wird. Außerdem können die Luftdruckwerte
abhängig von vorgegebenen Tablettensorten im Bedienrechner gespeichert und bei Bedarf
auf einen Steuerrechner der Tablettenpresse gegeben werden. Der Steuerrechner stellt
einen jeweiligen Druckwert ein und überwacht diesen.
[0015] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung soll nachfolgend anhand von Zeichnungen näher
erläutert werden.
[0016] Die einzige Figur zeigt äußerst schematisch die Draufsicht auf einen Teil einer Rundläufer-Tablettenpresse
mit einer Sortierung nach der Erfindung.
[0017] In der Zeichnung ist eine Matrizenplatte 4 eines Rotors für eine Rundläuferpresse
von oben zu erkennen mit auf einem Kreis angeordneten Matrizenbohrungen 10. In den
Matrizenbohrungen werden, wie an sich bekannt, mit Hilfe von Ober- und Unterstempeln
(nicht gezeigt) eingefüllte Portionen von Pulver zu einer Tablette gepresst. Mit Hilfe
der Unterstempel werden die fertigen Presslinge aus den Matrizenbohrungen 10 herausgedrückt
und können mit Hilfe eines Abstreifers 3, der eine annähernd kreisförmig gebogene
Ablenkfläche 12 aufweist, in einen Gutkanal 6 gelenkt werden. Annähernd parallel zum
Gutkanal 6 ist vor diesem ein Schlechtkanal 7 angeordnet, wobei beide Kanäle 6, 7
aneinander angrenzen und durch eine einzige Wand 14a voneinander getrennt sind. Bei
5 ist eine Auswerfdüse angedeutet, die in Richtung Pfeil 14 einen Luftstoß in Richtung
Schlechtkanal 7 erzeugt. Der Eintrittsbereich des Schlechtkanals 7 ist verbreitert,
wie durch den konischen Teil 16 angedeutet. Der Luftstoß wird erzeugt, wenn eine Schlechttablette
von einer nicht gezeigten Überwachungseinrichtung festgestellt wurde und die Steuervorrichtung
(nicht gezeigt) für die Auswerfdüse 5 "weiß", wann die Schlechttablette im Bereich
der Auswerfdüse 5 angekommen ist. Der Luftstoß wird nur für wenige Millisekunden erzeugt.
Dabei kann geschehen, dass die stark beschleunigte Tablette gegen die Schrägwand des
Eintrittsbereichs 16 des Schlechtkanals 7 stößt und dabei zurückprallt in Richtung
Ablenkfläche 12 des Abstreifers 3 und sogar in den Gutkanal 6 gelangt. Dies, obwohl
die Wand 14 in den Bereich oberhalb der Matrizenplatte 4 erstreckt ist.
[0018] Bei 2 ist in Form eines Düsenrohrs eine Düsenanordnung angedeutet, die oberhalb der
Matrizenplatte 4 angeordnet ist und sich über den größten Teil der Breite des Schlechtkanals
7 erstreckt. In dem Düsenrohr ist eine Reihe von Düsenöffnungen, wie durch die Pfeile
18 angedeutet, vorgesehen. Mit Hilfe der einzelnen Öffnungen lässt sich eine Luftströmung
erzeugen, welche in den Schlechtkanal 7 hinein gerichtet ist. Die Luftströmung 18
wird permanent während des Betriebs der Rundläufer-Presse erzeugt. Wird eine Schlechttablette
von der Auswerfdüse 5 in Richtung Schlechtkanal hinein bewegt, unterstützt die Luftströmung
18 die Beschleunigung der Schlechttablette, so dass sie sich ohne eine Staubildung
im Schlechtkanal 7 fortbewegen kann. Auch ein Rückprall einer Schlechttablette wird
auf diese Weise verhindert.
[0019] Oberhalb von dem und vor dem Eintritt des Gutkanals 6 ist in Form eines Düsenrohrs
eine Düsenanordnung 1 angeordnet, das ebenso wie das Düsenrohr eine Reihe von Düsenöffnungen
aufweist und in der Lage ist, eine Luftströmung 20 in den Gutkanal 6 hinein zu erzeugen.
Die Luftströmung 20 sorgt dafür, dass Guttabletten, sobald sie das Düsenrohr passiert
haben, beschleunigt in den Gutkanal 6 hinein bewegt werden, wodurch Stauungen im Gutkanal
verhindert werden.
[0020] Eine weitere Düsenanordnung 8 in Form eines Düsenrohrs ist in Förderrichtung oder
Drehrichtung der Matrizenplatte 4 gesehen zwischen der Auswerfdüse 14 und dem Abstreif-
oder Umlenkabschnitt der Umlenkfläche 12 des Abstreifers 3 angeordnet, über welche
die eigentliche Umlenkung in den Gutkanal 6 für die Tabletten stattfindet. Die Düsenöffnungen
sind, wie durch die Pfeile 22 angedeutet, schräg zur Längserstreckung des Düsenrohrs
gerichtet, wodurch eine Luftströmung in Richtung Gutkanal 6 bzw. Umlenkabschnitt des
Abstreifers 3 erzeugt wird. Diese Luftströmung 22 unterstützt den Tablettenstrom,
der durch Ausstoßen aus den Matrizenbohrungen 10 erzeugt wird und verhindert ein Aufstauen
der Tabletten im Bereich des Abstreifers 3.
[0021] Der Luftdruck für jedes Düsenrohr ist separat durch einen Luftminderer oder dergleichen
einstellbar, und der eingestellte Druck kann separat durch eine geeignete Anzeige
ablesbar sein. Zusätzlich oder alternativ kann die Maschinensteuerung die jeweiligen
Luftdruckbedingungen für jedes zu verpressende Produkt abspeichern und bei Bedarf
aufrufen, einstellen und regeln.
1. Verfahren zur Sortierung von Tabletten an einer Rundläufer-Tablettenpresse, bei dem
die einzelnen Tabletten während des Pressvorgangs im Hinblick auf mindestens eine
Eigenschaft in ihrer Beschaffenheit überwacht werden und ein Schlechtsignal erzeugt
wird, wenn eine Tablette die Eigenschaft nicht erfüllt, die Guttabletten mittels eines
Abstreifers (3) von einer Matrizenplatte (4) der Rundläufer-Presse in einen Gutkanal
(6) gelenkt werden und nach Abgabe des Schlechtsignals eine Schlechttablette mit Hilfe
eines Luftstoßes in einen Schlechtkanal (7) gelenkt wird, wobei mit Hilfe einer in
den Schlechtkanal (7) hinein gerichteten ersten Luftströmung (18) die Schlechttablette
in den Schlechtkanal (7) hinein beschleunigt und eine Rückkehr zur Matrizenplatte
(4) vermieden wird, dadurch gekennzeichnet, dass vor einem Abstreifabschnitt des Abstreifers ein zweiter Luftstrom (22) erzeugt wird,
der die Tabletten in Richtung des Abstreifers (3) und des Gutkanals (6) lenkt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein dritter Luftstrom (20) in den Gutkanal (6) hinein gerichtet wird, der die Guttabletten
in den Gutkanal (6) hinein beschleunigt.
3. Rundläufer-Tablettenpresse mit einer Vorrichtung zur Sortierung von Tabletten, bei
der einer Matrizenplatte (4) des Rotors ein Abstreifer (3) zugeordnet ist zum Ablenken
von aus Matrizenbohrungen (10) ausgestoßenen Tabletten von der Oberseite der Matrizenplatte
(4) zu einem Gutkanal (6) am Umfang der Matrizenplatte (4), wobei der Rotor sich in
einer Drehrichtung dreht, und bei der in Drehrichtung des Rotors vor dem Gutkanal
(6) ein Schlechtkanal (7) angeordnet ist, dem eine einen Luftstoß erzeugende Auswerfdüse
(5) zugeordnet ist, deren Luftstoßrichtung in den Schlechtkanal (7) hinein gerichtet
ist, bei der ferner eine Überwachungseinrichtung an der Tablettenpresse angeordnet
ist zur Überwachung mindestens einer Eigenschaft der Tablette und Erzeugung eines
Schlechtsignals, wenn die gewünschte Eigenschaft einer Tablette nicht erfüllt ist,
und bei der eine vom Schlechtsignal betätigte Steuervorrichtung für die Auswerfdüse
(5) vorgesehen ist, wobei eine erste Düsenanordnung (2) in Strömungsrichtung des Luftstoßes
hinter der Auswerfdüse (5) angeordnet ist zur Erzeugung einer in den Schlechtkanal
(7) gerichteten Luftströmung, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Düsenanordnung (8) in Förderrichtung der Tabletten vor einem Umlenkabschnitt
(12) des Abstreifers (3) angeordnet ist, zur Erzeugung einer zum Umlenkabschnitt (12)
bzw. Gutkanal (6) gerichteten Luftströmung.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine dritte Düsenanordnung (1) in Ablenkrichtung der Tabletten hinter den Abstreifer
(3) angeordnet ist, zur Erzeugung einer in den Gutkanal (6) gerichtete Luftströmung.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass erste, zweite und/oder dritte Düsenanordnung (2, 8, 1) eine Reihe von nebeneinander
angeordneten Düsenöffnungen aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftdruck in Zuleitungen zu den Düsenanordnungen (2, 1, 8) individuell einstellbar
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch, eine separate zu den Düsenanordnungen gehörende Luftdruckanzeige.
1. A method for sorting tablets on a rotary tablet press, in which the individual tablets
are monitored during the pressing process with respect to at least one property of
tablet quality, and if a tablet does not satisfy the property, a bad signal is generated;
the good tablets are guided from a die plate (4) of the rotary press by means of a
deflector (3) into a good channel (6), and after a bad signal is sent, a bad tablet
is guided into a bad channel (7) by means of an air pulse, wherein the bad tablet
is accelerated into the bad channel (7) using a first air flow (18) directed into
the bad channel (7), and return to the die plate (4) is prevented, characterized in that a second air flow (22), which is generated before a deflector section of the deflector,
steers the tablets in the direction of the deflector (3) and the good channel (6).
2. The method according to claim 1, characterized in that a third air flow (20) directed into the good channel (6) accelerates the good tablets
in the good channel (6).
3. A rotary tablet press with an apparatus for sorting tablets in which a deflector (3)
is associated with a die plate (4) of the rotor for deflecting tablets ejected out
of die holes (10) from the top side of the die plate (4) to a good channel (6) at
the periphery of the die plate (4), wherein the rotor rotates in one direction of
rotation, and in which a bad channel (7) is disposed before the good channel (6) in
the direction of rotation of the rotor to which bad channel an ejector nozzle (5)
is assigned that generates an air flow, the air flow direction thereof is directed
into the bad channel (7), in which further a monitoring device is disposed at the
tablet press for monitoring at least one property of the tablet and generating a bad
signal if the desired property of the tablet is not satisfied, and in which the bad
signal actuates a control apparatus provided for the ejector nozzle (5), wherein a
first nozzle arrangement (2) is disposed after the ejector nozzle (5) in the flow
direction of the air flow for generating an air flow directed into the bad channel
(7), characterized in that a second nozzle arrangement (8) is disposed before a redirection section (12) of
the deflector (3) in the conveyance direction of the tablets, for generating an air
flow directed toward the redirection section (12), or respectively the good channel
(6).
4. The apparatus according to claim 3, characterized in that a third nozzle arrangement (1) is disposed after the deflector (3) in the deflection
direction of the tablets, for generating an air flow directed into the good channel
(6).
5. The apparatus according to claim 3 or 4, characterized in that the first, second, and/or third nozzle arrangement (2, 8, 1) has a series of nozzle
openings disposed next to each other.
6. The apparatus according to one of the claims 3 to 5, characterized in that the air pressure in the supply lines to the nozzle arrangements (2, 1, 8) can be
individually adjusted.
7. The apparatus according to claim 6, characterized by a separate air pressure display belonging to the nozzle arrangements.
1. Procédé de tri de comprimés sur une presse rotative pour comprimés, dans lequel les
différents comprimés sont contrôlés pendant le processus de presse au niveau d'au
moins une caractéristique de leur structure et un signal d'anomalie est produit lorsqu'un
comprimé n'est pas conforme à la caractéristique, les comprimés acceptables sont dirigés
au moyen d'une racle (3) d'un support de matrice (4) de la presse rotative dans un
canal de comprimés acceptables (6), et après émission du signal d'anomalie, un comprimé
non acceptable est dirigé à l'aide d'un courant d'air dans un canal de comprimés non
acceptables (7), le comprimé non acceptable étant accéléré dans le canal de comprimés
non acceptables (7) à l'aide d'un premier courant d'air (18) dirigé dans le canal
de comprimés non acceptables (7) et un retour vers le support de matrice (4) est évité,
caractérisé en ce qu'en amont d'un tronçon racleur de la racle est produit un deuxième courant d'air (22)
qui dirige les comprimés en direction de la racle (3) et du canal de comprimés acceptables
(6).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un troisième courant d'air (20) est dirigé dans le canal de produits acceptables (6),
lequel accélère les comprimés acceptables dans le canal de comprimés acceptables (6).
3. Presse rotative pour comprimés munie d'un dispositif de tri de comprimés, dans laquelle
une racle (3) est associée à un support de matrice (4) du rotor pour dévier les comprimés
éjectés des trous de matrice (10) de la face supérieure du support de matrice (4)
à un canal de comprimés acceptables (6) sur la périphérie du support de matrice (4),
le rotor pivotant dans une direction rotative, et dans laquelle dans la direction
rotative du rotor en amont du canal de comprimés acceptables (6) est agencé un canal
de comprimés non acceptables (7) auquel est attribuée une buse d'éjection (5) produisant
un courant d'air, dont la direction de courant d'air est dirigée dans le canal de
comprimés non acceptables (7), dans laquelle de plus une installation de contrôle
est agencée sur la presse pour comprimés pour contrôler au moins une caractéristique
du comprimé et pour produire un signal d'anomalie, si la caractéristique souhaitée
d'un comprimé n'est pas conforme, et dans laquelle un dispositif de commande actionné
par le signal d'anomalie est prévu pour la buse d'éjection (5), un premier ensemble
de buses (2) étant agencé dans le sens d'écoulement du courant d'air à l'arrière de
la buse d'éjection (5) pour produire un courant d'air dirigé dans le canal de comprimés
non acceptables (7), caractérisée en ce qu'un deuxième ensemble de buses (8) est agencé dans le sens de transport des comprimés
devant un tronçon de déviation (12) de la racle (3), pour produire un courant d'air
dirigé vers le tronçon de déviation (12) et/ou le canal de comprimés acceptables (6).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'un troisième ensemble de buses (1) est agencé dans le sens de déviation des comprimés
à l'arrière de la racle (3), pour produire un courant d'air dirigé dans le canal de
comprimés acceptables (6).
5. Dispositif selon les revendications 3 ou 4, caractérisé en ce que le premier, le deuxième et/ou le troisième ensemble de buses (2, 8, 1) présente une
série d'ouvertures de buses agencées les unes à côté des autres.
6. Dispositif selon une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que la pression d'air est réglable individuellement dans les conduites menant aux ensembles
de buses (2, 1, 8).
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé par un affichage de pression d'air séparé appartenant aux ensembles de buses.

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