[0001] Die Erfindung nimmt Bezug auf eine Führungsplatte für eine auf einer Schwelle zu
befestigenden Schiene, wobei die Führungsplatte entlang einer der Längsränder des
Schienenfußes anordbar und über eine Spannklemme sicherbar ist, die sowohl auf der
Führungsplatte als auch auf dem Schienenfuß mittels einer die Führungsplatte durchsetzbaren
und in der Schwelle verankerbaren Schraube pressbar ist, wobei die Führungsplatte
aus zwei Teilen zusammengesetzt ist. Auch bezieht sich die Erfindung auf eine Anordnung
zum Befestigen einer Schiene auf einer Betonschwelle mit seitlich an jedem Längsrand
des Schienenfußes angeordneter Führungsplatte und Spannklemme, die mittels einer die
Führungsplatte durchsetzenden und in einem in der Schwelle verlaufenden Dübel verankerten
Schraube auf die Führungsplatte und den Schienenfuß pressbar ist, wobei die Führungsplatte
gegebenenfalls aus zwei Teilen besteht.
[0002] Um Schienen auf Schwellen zu führen und gleichzeitig niederzuhalten ist es bekannt,
den Schienenfuß zwischen Führungsplatten, insbesondere Winkelführungsplatten anzuordnen.
Um eine eindeutige Positionierung der Schiene und deren Spur in einem Gleis sicherzustellen,
muss darauf geachtet werden, dass beim Gießen der Betonschwellen die Aufnahmen für
die Winkelführungsplatten ordnungsgemäß positioniert sind. Da eine eindeutige Positionierung
häufig nicht möglich ist, ist es bekannt, die Führungsplatte mit Exzenterelementen
zu versehen, über die die Führungsplatte zu der Schiene verstellbar ist (s. z. B.
EP-B-0 149 513 oder DE-A-196 42 971).
[0003] Eine Befestigungsanordnung bzw. Führungsplatte der eingangs genannten Art ist der
DE-A-33 24 225 zu entnehmen. Die Führungsplatte besteht dabei aus zwei in Schienenlängsrichtung
zueinander verschiebbaren Plattenteilen, wobei die Trennungsflächen der beiden Plattenteile
in einem Winkel zur Schienenlängsrichtung verlaufend angeordnet sind. Durch die entsprechende
Konstruktion soll auf einfache Weise ein seitlicher Toleranz- oder Verschiebungsausgleich
der Schiene bzw. der Lage des Schienenfußes ermöglicht werden.
[0004] Aus der FR-A-1 107 429 ist eine Schienenbefestigung bekannt, bei der eine Klemmplatte
auf einem Schienenfuß abgestützt ist, die ihrerseits über Tellerfedern gespannt wird.
Hierzu ist eine Schraube vorgesehen, die in einen Dübel in einer Betonschwelle eingelassen
ist. Von dem Dübel geht ein Absatz aus, an dem sich ein schienenabgewandter Abschnitt
der Klemmplatte abstützt. Der der Schiene zugewandte Bereich des Dübels dient als
Anschlag für den Schienenfuß.
[0005] Aus der GB-A-944 688 ist eine Schienenbefestigung bekannt, die eine von einer blockartigen
Halterung ausgehende Spannklemme umfasst, die sich auf einem Schienenfuß abstützt.
Die Halterung wird in einer Betonschwelle fixiert und ist gegenüber dieser über eine
Zwischenschicht oder eine kappenförmige Aufnahme elektrisch isoliert. Die Isolierung
wird nach Aushärten der Betonschwelle in eine entsprechende Aussparung eingebracht.
[0006] Der DE-A-42 38 362 ist ein Dübel bestimmt für eine Betonschwelle für Schienenfahrzeuge
zu entnehmen. Der Dübel weist in seinem oberen Rand ein umlaufendes Bund auf.
[0007] Um eine Schiene quer zu ihrer Längsrichtung zu justieren, sieht die FR-A-2 764 316
eine schräg zur Schienenlängsachse verschiebbare Unterlageplatte vor, von der quer
zur Schienenlängsachse verstellbare Niederhalter ausgehen.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Führungsplatte bzw.
Anordnung zuvor erläuterter Art so weiterzubilden, dass eine eindeutige Fixierung
der Führungsplatte bzw. Führung der Schiene sichergestellt ist. Gleichzeitig soll
die Möglichkeit einer einfachen Nachjustage der Führungsplatte zur eindeutigen Ausrichtung
der Schiene ermöglicht werden.
[0009] Zur Lösung der Aufgabe sieht die Erfindung im Wesentlichen vor, dass die Führungsplatte
aus einem in dem Einsatz anordbaren Unter- oder Bodenteil und einem eine Schulter
zum Abstützen der Spannklemme aufweisenden Oberteil besteht, die quer zur Schienenlängsrichtung
zueinander verstellbar sind. Dabei ist das Oberteil mit dem Unterteil form- und kraftschlüssig
verbindbar, wobei die aufeinander liegenden Flächen strukturiert sind. Insbesondere
weist die jeweilige Fläche eine sägezahnartige Profilierung auf, deren Erhebungen
bzw. Vertiefungen entlang der Schienenlängsrichtung verlaufen. Auf diese Weise kann
ein problemloses Verstellen des Oberteils zu dem Unterteil quer zur Schienenlängsrichtung
und somit eine Justage erfolgen. Hierzu weist das Oberteil einen quer zur Schienenlängsrichtung
verlaufendes Langloch auf, das von der Schraube durchsetzbar ist.
[0010] Des Weiteren zeichnet sich eine Führungsplatte der eingangs genannten Art dadurch
aus, dass die Führungsplatte aus einem auf der Schwelle sich abstützbaren Unterteil
und einem auf dem Unterteil aufliegenden Oberteil besteht, dass zu dem Unterteil quer
zur Schienenlängsrichtung verstellbar anordbar ist. Dabei liegen das Unterteil und
das Oberteil formschlüssig aufeinander und werden über die Schraube kraftschlüssig
durch Abstützen der Spannklemme auf dem Oberteil verbunden.
[0011] Um den gewünschten Formschluss und ein einfaches Verstellen des Oberteils quer zur
Schienenlängsrichtung zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass die aufeinander liegenden
Flächen eine sägezahnartige Profilierung aufweisen, wobei die Erhebungen bzw. Vertiefungen
entlang der Schienenlängsrichtung verlaufen. Andere Strukturen sind gleichfalls möglich,
um den gewünschten Formschluss einerseits und die Verstellbarkeit andererseits zu
ermöglichen.
[0012] Bevorzugterweise besteht das Oberteil aus einem schienenfernliegenden rampenförmig
ansteigenden ersten Abschnitt, der in eine in Längsrichtung der Schiene verlaufende
Vertiefung wie Rille als zweiten Abschnitt übergeht, von dem ein in Richtung der Schiene
ansteigender dritte Abschnitt ausgeht, der in einen plateauartigen vierten Abschnitt
übergeht, der mittelbar oder unmittelbar in einen an dem Schienenfuß anlegbaren Rand
der Führungsplatte übergeht. Dabei verläuft das von der Schraube durchsetzte Langloch
im Bereich des dritten und/oder vierten Abschnitts.
[0013] Des Weiteren ist vorgesehen, dass sich die Spannklemme mit ihren Stützbögen in der
Vormontagestellung auf dem ersten Abschnitt und in montierter Stellung in der Vertiefung
abstützt.
[0014] Insbesondere und nach einem eigenerfinderischen Vorschlag ist auch vorgesehen, dass
sich eine Führungsplatte abschnittsweise innerhalb eines in der Schwelle eingegossenen
Einsatzes erstreckt, von dem der Dübel ausgeht. Dabei weist der Einsatz insbesondere
eine schwellenoberseitig offene Quaderform mit Bodenwandung auf, die eine von der
Schraube durchsetzte Durchbrechung aufweist, die von einem von der Bodenwandung abragenden
umlaufenden Rand umgeben ist. Der Dübel erstreckt sich sodann schraubenkopfseitig
innerhalb des umlaufenden Randes und wird vorzugsweise von diesem klemmend gehalten.
Anstelle einer Quaderform kann auch eine andere eine Verdrehsicherung bietende Form
gewählt werden.
[0015] Alternativ besteht die Möglichkeit, dass Einsatz und Dübel einteilig ausgebildet
sind. Unabhängig hiervon sollte der Einsatz bzw. der Dübel aus geeignetem Kunststoffinaterial
bestehen.
[0016] Durch die erfindungsgemäße Konstruktion ist mit einfachen Maßnahmen eine sichere
Positionierung der Führungsplatte gewährleistet, da der Einsatz beim Gießen der Schwelle
in der Schalung der Betonschwelle, d. h. auf dessen Bodenplatte eindeutig fixiert
ist. Somit ist in der fertigen Betonschwelle an eindeutiger Position eine eine feste
Innengeometrie aufweisende Aufnahme für die Führungsplatte vorhanden, und zwar in
Form des Einsatzes. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass die Führungsplatte mit ihrer
von der Schraube zu durchsetzenden Durchbrechung fluchtend zu dem Dübel ausrichtbar
ist, so dass ein sicheres Einschrauben und damit anschließendes Spannen der Spannklemme
gewährleistet ist.
[0017] Dabei ist der Einsatz mit seinem umlaufenden Rand in Bezug auf den die von der Schraube
durchsetzen Öffnung umgebenden Rand derart zueinander ausgerichtet, dass ein bündiges
Aufliegen auf der Schalung der Betonschwelle sichergestellt ist, so dass Beton in
den Einsatz nicht fließen kann.
[0018] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur
aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen -für sich und/oder in Kombination-,
sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung von der Zeichnung zu entnehmenden
bevorzugten Ausführungsformen.
Es zeigen:
[0019]
- Fig. 1
- eine Prinzipdarstellung einer Betonschwelle mit auf dieser angeordneten Schienenabschnitt,
teilweise durchsichtig,
- Fig. 2
- einen Einsatz mit zugeordnetem Dübel,
- Fig. 3
- den Einsatz mit Dübel als Einheit,
- Fig. 4
- eine teilweise in den Einsatz mit Dübel eingesetzte Schraube,
- Fig. 5
- eine Explosionsdarstellung aus Einsatz mit Dübel sowie Führungsplatte,
- Fig. 6
- einen Zusammenbau von Führungsplatte, Einsatzschraube und Spannklemme und
- Fig. 7
- eine Seitenansicht einer Führungsplatte.
[0020] In Fig. 1 ist prinzipiell eine Betonschwelle 10 dargestellt, auf der eine Schiene
12 über Spanklemmen 14, 16 befestigt ist. Die Spannklemmen 14, 16 können übliche Geometrien
wie z. B. eine W- oder M-Form aufweisen, ohne dass hierdurch eine Beschränkung der
Erfindung erfolgen soll. Insbesondere weist die Spannklemme 16 einen U-förmigen Mittelabschnitt
18 auf, der in zu dem U-förmigen Abschnitt um 90° gedrehte äußere U- oder C-förmige
Abschnitte 20, 22, übergeht. Den Übergang zwischen dem mittleren Abschnitt 18 und
den äußeren Abschnitten 20, 22 bilden sogenannte Stützbögen 24, 26.
[0021] Die Spannklemmen 14, 16 werden über Schrauben 28, 30 gegen den Schienenfuß 32 und
gegen eine Führungsplatte 34, 36 gepresst, die zudem die Aufgabe hat, die Schiene
12 positionsgenau zu führen. Hierzu liegen Seitenränder 38, 40 der Führungsplatten
34, 36 an den Längsrändern des Schienenfußes 32 an.
[0022] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass jede Führungsplatte 34, 36, von denen eine beispielhaft
in auseinander gezogener Darstellung und in Seitenansicht in Fig. 7 dargestellt ist,
in einen in der Betonplatte 10 eingegossenen Einsatz 42 aus Kunststoff eingesetzt
ist. Der Einsatz 42 weist entsprechend der Darstellungen in den Fig. 2 bis 5 eine
schienenseitig offene Quaderform mit umlaufendem Rand 44 auf, die eine Bodenwandung
46 mit einer Durchbrechung aufweist, die ihrerseits von einem umlaufenden Rand 48
umgeben ist. In die Durchbrechung oder Öffnung und von dem umlaufenden Rand 48 umgeben
wird ein Dübel 50 eingesetzt, der mit seinem oberen Rand 52 innerhalb des umlaufenden
Randes 48 der Öffnung verläuft und insbesondere bündig mit dessen Oberseite abschließt,
wie die Fig. 3 und 5 verdeutlichen. Dabei ist der Dübel 50 klemmend in dem umlaufenden
Rand 48 eingesetzt. Hierzu weist der Dübel 50 in seinem oberen Rand 52 einen abstehenden
ringförmigen Ansatz 54 und in Längsrichtung des Dübels 50 verlaufende Stege 56, 58
auf. Diese aus dem Einsatz 42 und dem Dübel 50 gebildete Einheit (Fig. 3) wird sodann
in der Schalung der Betonschwelle 10, und zwar an dessen Bodenblech befestigt und
somit in die Betonschwelle 10 eingegossen.
[0023] In den Hohlraum des Einsatzes 42 wird die Führungsplatte 34 bzw. 36 eingesetzt. Die
Führungsplatte 34, 35 besteht dabei aus einem Unterteil 60 und einem Oberteil 62,
wie sich aus den Fig. 5 und 7 ergibt. Das Unterteil 60 hat eine Quaderform und ist
in seiner Außengeometrie der Innengeometrie des Einsatzes 42 eingepasst, weist folglich
auch eine Durchgangsöffnung 62 auf, in der sich der Rand 48 erstreckt. Das Unterteil
60 weist in seiner äußeren oberen Fläche 66 eine sägezahnförmige Profilierung auf,
die in Längsrichtung der Schiene 12 verläuft. Eine entsprechende korrespondierende
Geometrie weist die Unterseite 68 des Oberteils 62 auf, wie aus der Fig. 7 ersichtlich
ist. Folglich ist im Ausführungsbeispiel die Unterseite 68 des Oberteils 62 sägezahnförmig
strukturiert. Somit können das Unterteil 60 und das Oberteil 62 formschlüssig aufeinander
gesetzt werden.
[0024] Durch die Profilierung der Seiten 66, 68 ist ein Verstellen des Oberteils 62 zu dem
Unterteil 60 möglich, wodurch wiederum eine Justage in Bezug auf die Schiene 12 erfolgen
kann. Das Oberteil 62 weist des Weiteren ein Langloch 70 auf, innerhalb dessen Projektion
bei zusammengesetzter Führungsplatte 34, 66 die Öffnung 64 des Unterteils 60 verläuft,
wodurch die Verstellbarkeit des Oberteils 62 zu dem Unterteil 60 ermöglicht wird.
[0025] Zum Befestigen der Schiene 12 befinden sich die Führungsplatten 34, 36 in den jeweiligen
Halterungen 42. Des Weiteren sind die Spanklemmen 14, 16 auf den Führungsplatten 34,
36 angeordnet und der mittlere U-förmige Abschnitt 18 wird von der Schraube 28, 30
durchsetzt, die in dem Dübel 50 eingeschraubt wird. Hierdurch erfolgt ein Spannen
des Spannbügels 14, 16 mit der Folge, dass dieser gegen die Oberseite des Oberteils
62 der Führungsplatte 34, 36 und gegen den Schienenfuß 32, d. h. gegen dessen jeweiligen
Randbereich gepresst wird. Zuvor wird das Oberteil 62 derart auf den Schienenfuß 32
ausgerichtet, dass die gewünschte Führung der Schiene 12 gewährleistet ist. Um eine
entsprechende Justage zu ermöglichen, kann erfindungsgemäß das Oberteil 62 quer zur
Schienelängsrichtung verstellt werden. Das Maß der Verstellung wird dabei durch das
Langloch 70 in dem Oberteil 62 vorgegeben.
[0026] Wie sich aus der Fig. 1 ergibt, erstreckt sich unterhalb des Schienenfußes 32 eine
elastische Zwischenlage 69, die mit ihrem jeweiligen Randbereich unterhalb des schienenseitigen
Randbereichs des Oberteils 62 der Führungsplatte 34, 36 verlaufen kann. Eine solche
Anordnung ist dann möglich, wenn das Unterteil 60 über der Oberseite der Betonschwelle
10 vorsteht, also den umlaufenden Rand 44 des Einsatzes 62 überragt; denn der umlaufende
Rand 64 des Einsatzes 62 verläuft mit seiner Stirnseite bündig zur Oberseite der Betonschwelle
10.
[0027] Um die Spannklemme 14, 16 sowohl in Vormontagestellung als auch in vormontierter
Stellung eindeutig zu positionieren, damit also zum einen ein problemloses behinderungsfreies
Auflegen der Schiene 12 auf der Betonschwelle 10 möglich wird und andererseits ein
sicheres Befestigen der Schiene 12 gewährleistet ist, weist das Oberteil 62 der Führungsplatte
34 eine spezielle Geometrie auf, die sich aus der Fig. 7 ergibt. Selbstverständlich
ist eine entsprechende Gestaltung auch für Führungsplatten möglich, die einteilig
ausgebildet sind. Entsprechend bezieht sich die Erfindung auch auf eine Befestigungsanordnung,
bei der von den Einsätzen 62 einteilige Führungsplatten aufgenommen sind.
[0028] In besonderer Ausgestaltung der Erfindung setzt sich jedoch die Führungsplatte 34,
36, d. h. im Ausführungsbeispiel das Oberteil 62 aus einem schienenfernliegenden rampenförmig
verlaufenden äußeren ersten Abschnitt 72, der in einen eine Vertiefung bildenden rinnenförmigen
zweiten Abschnitt 74 übergeht, zusammen. Von diesem geht wiederum ein in Richtung
der Schiene ansteigender dritter Abschnitt 76 aus, der in einen plateauartigen vierten
Abschnitt 78 übergeht. An diesen schließt sich als fünfter Abschnitt der Randbereich
80 des Oberteils 62 der Führungsplatte 34, 36 an, der die Führung des Schienenfußes
32 ermöglicht.
[0029] In der Vormontagestellung, also bei nicht gespannter Spannklemme 14, 16, gleichwenn
diese bereits in ihrem mittleren U-förmigen Abschnitt 18 von der Schraube 20, 30 durchsetzt
ist, stützen sich die äußeren Stützbögen 24, 26 auf den rampenförmigen äu-ßeren Abschnitt
72 ab. In der Montagestellung, also in der Stellung, in der die Spannklemmen 14, 16
sowohl gegen den Schienenfuß 32 als auch gegen die Führungsplatte 3,4 36 gepresst
ist, verlaufen die Stützbögen 24, 26 in dem rinnenförmigen zweiten Abschnitt 74.
1. Führungsplatte (34, 36) für eine auf einer Schwelle (10) zu befestigende Schiene (12),
wobei die Führungsplatte entlang eines Längsrandes der Schiene anordbar ist und über
eine Spannklemme (14, 16) sicherbar ist, die sowohl auf der Führungsplatte als auch
auf dem Schienenfuß mittels einer die Führungsplatte durchsetzbaren und in der Schwelle
verankerbaren Schraube (28, 30) pressbar ist, wobei die Führungsplatte aus zwei Teilen
(60, 62) zusammengesetzt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungsplatte (34, 36) aus einem auf der Schwelle abstützbaren Unterteil (60)
und einem auf dem Unterteil aufliegenden Oberteil (62) besteht, das zu dem Unterteil
und quer zur Schienenlängsrichtung verstellbar ist.
2. Führungsplatte nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Oberteil (62) der Führungsplatte (34, 36) auf dem Unterteil (60) formschlüssig
aufliegt.
3. Führungsplatte nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass einander zugewandte Flächen (66, 68) des Oberteils (62) (34, 36) und des Unterteils
(60) der Führungsplatte eine sägezahnartige Profilierung aufweisen, deren Erhebungen
bzw. Vertiefungen in Längsrichtung der Schiene (12) verlaufen.
4. Führungsplatte nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Oberteil (62) der Führungsplatte (34, 36) einen schienenfernliegenden rampenförmig
ansteigenden ersten Abschnitt (72) aufweist, der in eine in Längsrichtung der Schiene
(12) verlaufende Vertiefung wie Rille als zweiter Abschnitt (74) übergeht, von dem
eine in Richtung der Schiene ansteigender dritter Abschnitt (76) ausgeht, der in einen
plateauartigen vierten Abschnitt (78) übergeht, der mittelbar oder unmittelbar in
einen an dem Schienenfuß (32) anliegenden Randabschnitt (80) übergeht.
5. Führungsplatte nach zumindest Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich im Bereich des dritten und/oder vierten Abschnitts (76, 78) ein von der Schraube
(28, 30) durchsetzbares Langloch quer zur Längsrichtung der Schiene (12) erstreckt.
6. Führungsplatte nach zumindest Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Spannklemme (14, 16) mit ihren Stützbögen (24, 26) in der Vormontagestellung
auf dem ersten Abschnitt (72) und in montierter Stellung auf dem zweiten Abschnitt
(74) abstützt.
7. Anordnung zum Befestigen einer Schiene (12) auf einer Betonschwelle (10) nach Anspruch
1, mit seitlich am Längsrand des Schienenfußes (32) angeordneter Führungsplatte (34,
36) und Spannklemme (14, 16), die mittels einer die Führungsplatte durchsetzenden
in einem in der Schwelle verlaufenden Dübel (50) verankerten Schraube (28, 30) auf
die Führungsplatte und den Schienenfuß pressbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Führungsplatte (34, 36) abschnittsweise innerhalb eines in der Schwelle
(10) eingegossenen Einsatzes (42) erstreckt, von dem der Dübel (50) ausgeht.
8. Anordnung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einsatz (42) eine schwellenoberseitig offene eine Verdrehsicherung bietende Form
wie Quaderform mit Bodenwandung (46) aufweist, die eine von der Schraube durchsetzte
Durchbrechung aufweist, die in den Dübel (50) übergeht.
9. Anordnung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die in der Bodenwandung (46) des Einsatzes (42) vorhandene Durchbrechung von einem
abragenden umlaufenden Rand (48) umgeben ist, der den Dübel (50) vorzugsweise klemmend
aufnimmt.
10. Anordnung nach zumindest einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Dübel (50) in seinem schraubenkopfseitigen Randbereich (52) einen ringförmigen
seitlich abragenden Ansatz (54) und/oder in Längsrichtung des Dübels verlaufende stegförmige
Rippen (56) zum klemmenden Einsetzen in den Einsatz (42) aufweist.
11. Anordnung nach zumindest Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einsatz (42) und der Dübel (50) einteilig ausgebildet sind.